Ob kalt oder warm, Antipasti, italienische Vorspeisen sind einfach perfekt für den Sommer. So ein bisschen, als würde man eine tolle Grillparty mit großartigem Essen schmeißen, aber keiner muss über den heißen Kohlen schuften. Wir sprechen heute ganz ausführlich über die Top Ten der Antipasti und die Do's and Don'ts. Und wir probieren natürlich das alles live am Stadtstrand in Düsseldorf. Ein Crossover mit unserem Düsseldorf-Podcast Rheinpegel mit der großartigen.

Music.

Italien-Expertin Stefania Lettini. Mein Name ist Helene Pawlitzki. Schön, dass ihr zuhört. Brunch, der Genuss-Podcast der Rheinischen Post. Antipasti. Antipasti. Köstlich. Und das Allerbeste, wenn es heiß ist, oder Stefania Lettini? Absolut. Warum? Weil man die gut vorbereiten kann, auch bei solchen Temperaturen hier sicher an den Stadtstrand bringen kann. Und dann kann jeder entscheiden, wie viel er davon picken möchte. So ist das. Und gibt es das in Italien, dass es nur Antipasti gibt? Nein. Die heißen Anti, weil sie vor was kommen. Richtig, genau. Danach kommt der Primo, danach kommt der Secondo, danach kommt Dolce. Also bei einem klassischen Essen gibt es danach noch ganz, ganz viel.

Aber er soll ja Opener sein für ein tolles Food-Erlebnis.

Ja, und ich meine, wenn es solche Temperaturen sind wie heute hier am schönen Stadtstrand im schönen Düsseldorf, dann finde ich ja, kann man sich auch gut an Antipasti gütlich tun, bis man satt ist eigentlich. Ja, genau. Also wenn man ja groß opulente Platten hat, dann hat man ja auch genug Auswahl und dann kann man da immer wieder schön zugreifen. Ja, wir podcasten diese Saison das letzte Mal live hier am Stadtstrand und ich freue mich wahnsinnig, dass du da bist. Du hast einen wunderschönen Laden im schönen Unterbilk, genau, hier in Düsseldorf, wo man wirklich italienische Feinkost kaufen kann, die du ganz liebevoll handverlesen hast, buchstäblich. Du fährst nach Italien und sprichst mit den Produzenten von Lebensmitteln und suchst das Beste raus und bringst es her. So ist der Plan. Seit 20 Jahren sind wir auf der Jahnstraße 36, ein bisschen versteckt im Innenhof. Also es lohnt sich, uns zu suchen. Wir haben dafür auch Parkplätze vor der Tür. Das ist ein Game Changer auf jeden Fall. Inzwischen jetzt, wo man der ein oder andere uns kennt. Und ja, das ist mein Ziel. Ich bin Halbbeteiligerin, mein Papa kommt aus dem wunderschönen Apulien. Also wer noch nicht in Apulien mal Urlaub gemacht hat, dem empfehle ich auf jeden Fall, sich einen Flug nach Bari oder Brindisi zu buchen. Und meine Idee war immer, meine Heimat so authentisch wie möglich euch nach Düsseldorf zu holen. Und dafür reise ich durch alle 20 Regionen und besuche die Produzenten und versuche einfach, die kleinen Juwelen ausfindig zu machen, die es wert sind, auch beschrieben zu werden und deren Geschichten ich weitererzählen darf. Und das ist ein großes Geschenk und da bin ich sehr, sehr stolz und sehr, sehr glücklich, dass ich das machen darf.

Du hast erwähnt, dein Vater ist Italiener. Wie hast du denn so die italienische Küche kennengelernt? Welche Rolle hat die in deiner Kindheit und Jugend gespielt? Also eine große. Ich bin in Rom geboren. Die ersten sieben Jahre haben wir in der schönen Hauptstadt gewohnt und mein Papa hat immer leidenschaftlich gerne gekocht. Meine Mutter hat natürlich auch gerne gekocht, aber es gab schon mit, ich weiß nicht, als ich die ersten Zähnchen hatte, gab es schon die erste Ecke Parmesan und die Minestrone wurde schon püriert. Also es hat immer einen großen Stellenwert bei uns in der Familie. Parmesan ist ein sehr schönes Stichwort. Wir haben ja versprochen, es gibt ein bisschen was zu probieren, solange der Vorrat reicht. Und du hast reichlich Vorräte mitgebracht, deswegen mache ich mir nicht so furchtbar für Sorgen. Was hast du für Parmesan dabei? Genau, wir haben heute von unseren Genusshelden, von dem Casi Fischo Cavola aus, ja in der Nähe von Parma, einen Parmesan mit 36 Monate Reifezeit mitgebracht, der das Besondere ist, dass die Kühe sehr, sehr glücklich sind. Man kann das auch, der ist übrigens auch in dem wunderschönen Buch drin, was ich letztes Jahr veröffentlicht habe und Best of the World auch gewonnen hat. Amore per gusto, meine Damen und Herren. Mein kleiner Werbeblock, genau.

Und dieser Parmesan wird hergestellt aus einer Milch von Kühen, die auf 990 Metern weiden dürfen. Und dementsprechend ist natürlich die gute Milch, gibt guten Käse. Das ist eigentlich relativ einfach. Parmesan wird hergestellt, für die, die es nicht wissen, aus Salz, Lab und Milch. Das heißt, wir können das komplette Produkt genießen, inklusive auch der Rinde. Wir sprachen im letzten Podcast darüber. Ja, muss man auch sagen, wir haben im Brunch-Podcast eine ganze Episode mit Stefania über Parmesan. Also wer noch irgendwelche Fragen zu Parmesan hat nach dieser Veranstaltung hier, der kann sich dort beantwortet finden. Ganz genau. Und jetzt haben wir uns den ausgesucht als kleine Antipasti-Vorspeise.

Und den würde ich euch jetzt beträufeln mit einem Arteto Balsamico di Mordena IDP, ein weiteres Highlight der italienischen Küche. Und der ist jetzt Invictiato, also etwas gereifter in Holzfässern und den träufel ich euch jetzt gerne da drauf. Nur witzig, halt ich mal dein Mikrofon währenddessen. Warte mal, wir wickeln das hier einmal so rum.

Okay, jetzt, ich weiß ja nicht, ich hab das ja noch nie so. Käse mit Essig, muss ich ehrlich sagen, hab ich jetzt, ne, da hab ich erst mal gedacht, what? Ja, der Essig ist ja gar nicht mehr so sauer, sondern er hat ja durch die Reifung im Holzfass seine Säure schon abgegeben. Und jetzt ist er eher dicht und wie man das so kennt. Ach so, umami-mäßig, ne? Ja, und das ist eine superschöne Verbindung. Ja, okay. Und jetzt hast du hier, das muss man auch mal beschreiben für die Leute, die es jetzt nicht sehen können, wenn sie es nachher hören, so alchemistisch aussehende Fläschchen mit so einem Siegel obendrauf. was die da alles erzählen. Genau, also hier hat man, das ist jetzt vom Konsortium, wir haben jetzt keinen expliziten Hersteller, den wir jetzt hier erwähnen, sondern es geht darum, euch ein bisschen die unterschiedlichen Reifegrade auch näher zu bringen. Das ist praktisch ein bisschen der Dachverband, oder so? Ja, genau, das ist der Dachverband. Und hier, je nachdem, wie viele Punkte hier drauf markiert sind, ist es eher richtig sauer noch, also agro und deutsche ist dann eher süß und mild und länger gereift und deswegen kann man das unterschiedlich einsetzen. Fünf Punkte gibt es, hier haben wir einen mit einem, einen mit zwei und du nimmst jetzt mal den ersten hier, mit dem einen Punkt. Nee, wir nehmen mit fünf. Och, wir nehmen mit fünf. Das ist der älteste. Genau, das ist der älteste und der süßeste. Und der teuerste. Okay. Also die Early Birds werden belohnt hier.

Also wenn Sie mögen, können Sie sich so langsam, wenn Sie Lust auf ein Stück Parmesan mit einem sehr alten Essig haben. Ich sag das so despektierlich, aber das ist ja eigentlich was Tolles. Dann können Sie sich jetzt hier so langsam mal nach vorne bewegen. Hier sind Piksar, nehmen Sie sich gerne einen Piksar weg. Genau. Und versuchen Sie mal zu schmecken, wie der Parmesan vielleicht auch anders ist als ein haushaltsüblicher Parmesan. Jeder nur ein Stück, bitte. Wir sind ja unter Freunden hier, ne? Ich höre das erste Köstlich. Moment, Sie können das gleich noch jemandem in diesem Mikrofon sagen, bitte. Was haben Sie denn geschmeckt? Sehr leckeren und köstlichen Parmesan. Und die Kombi, kannten Sie die so? Ja. Sie sind deutlich kulinarisch gebildeter als ich offensichtlich. Sehr gut. Gut, der Parmesan riecht bei dieser Sommerhitze auch so richtig schön nach Parmesan.

Hervorregend. Ja, ja, nehmen Sie ruhig mit für jemanden, klar. Also man sieht aber auch schon an diesem Essig, der hat eine ziemlich hohe Viskosität. Es ist einfach auch, man muss ihn erstmal aus der Flasche schütteln. Ja, genau, der hat eine hohe Dichtigkeit und deswegen kann man den halt auch wirklich punktuell und sehr sparsam ja auch einsetzen, weil es geht ja darum, dass wir damit den Schmacksmoment intensivieren wollen. Ja, punktuell. Punktuell. Und jetzt muss man vielleicht auch nochmal sagen, du hast den ja jetzt nicht irgendwie mit einem Messer glatt geschnitten, sondern hast hier so ein, ist das so ein spezielles Messer dafür? Das ist ein Parmesanmesser und damit bricht man Parmesan. Also man schneidet ihn nicht so ganz aktivisch, sondern man möchte, dass der wirklich schön abbricht, weil da bilden sich dann wunderschön diese Geschmacksintensitäten. Ja und auch da hält das Essig gut dran.

Kommen Sie einmal ran und jetzt fragt wahrscheinlich jemand die Veganer-Frage, weil bekanntermaßen Lab ist ja ein tierisches Produkt, für Veganer ist das nichts. Unsere Tochter zum Beispiel isst keinen Parmesan-Käse, weil der eben mit Lab versetzt ist. Gibt es, wo eben kein Lab genommen wird als Parmesan-Käse? Also es wird daran gearbeitet, es wird daran gearbeitet. Es gibt andere Hartkäse, aber die sind noch nicht konsortiert als Parmigiano-Reggiano-Dob. Das ist natürlich so ein bisschen die Sache. Das ist ja geschützte Bezeichnung. Nicht alles darf Parmesan heißen. Und da ist man dann an der Stelle natürlich schnell dabei. Ich habe aber auch noch nicht so richtig was gefunden, was ein guter Ersatz wäre. Außer wenn man es jetzt nur über Nudeln streuselt. Ich habe auf der Taste in Florenz mal einen probiert. Der war nicht schlecht. Wenn Sie mir eine E-Mail schreiben, dann schicke ich Ihnen gerne den Namen des Herstellers.

Oh, der kommt einfach mal vorbei. Das ist doch meine Ansage. Sehr gerne. Okay. So, das ist ja schon mal ein guter Auftakt. Käse schließt den Magen auf oder schließt er ihn zu? Ich weiß immer nicht. Meine Oma sagte das immer. Wir öffnen den Magen damit. Finde ich gut. Und jetzt müssen wir aber ein bisschen mal darüber sprechen, das mit den Antipasti in Deutschland. Also das Erste, was ich ja gemacht habe, meine Damen und Herren, als ich hörte, wir wollen ein bisschen über Attitubo Samico sprechen, habe ich gesagt, na dann machen wir doch einfach eine Caprese. Also so einen schönen Tomaten-Mozzarella-Salat, da kommt doch auch sowas drauf. Und da hat Stefania ungefähr genauso gelacht wie jetzt. Und ich habe mich ein bisschen geschämt, weil sich dann, wie sich herausstellt, ich vollkommen falsch verstanden habe, was das soll.

Die Kaprese ist eine schöne Sache, aber kommt völlig ohne Balsamico aus, aus irgendwelchen Gründen. Ja, also da, wo ich immer laufen gehe und sorry, dass ich das so ganz ehrlich sage, ist, wenn man auf Tomate, Mozzarella sich die Crema Balsamico darauf einmal so verteilt. Das braucht ihr nicht, wenn ihr gute Produkte benutzt. Also das Teto Balsamico kommt nicht auf die Kaprese.

Wird einfach nicht. Ich meine, da muss man auch sagen, Italiener verstehen ja auch keinen Spaß, was sowas angeht. Nein. Also entweder man macht es italienisch oder man soll es nicht Caprese nennen. Also Caprese ist ja auch der Name Tricolore. Eine gute Tomate, eine gute, im besten Fall Büffelmozzarella, die mindestens drei Stunden abgetropft ist. Und dann frisches Basilikum. Dann habt ihr auch die Farben der italienischen Flagge. Und wo jetzt dieses Schwarz aus dem Balsamico kommen soll, weiß ich nicht genau. Das sind die Tränen der italienischen Mütter, die weinen. Nein, also ich verstehe natürlich, ich weiß, warum das passiert. Weil wir natürlich Tomaten nicht ganz so sonnengereift und sonnengeküsst hier bekommen, weil die Mozzarella manchmal auch eher eine Industrieware ist. Und da muss man natürlich vielleicht vom Gefühl her etwas drauf tun, was das Ganze schmackhaft macht. Naja, pass auf, und dann hast du ja gesagt Crema. Und jetzt, was ist das nochmal genau? Das ist ja im Prinzip eigentlich sowas wie ein Zuckersirup mit Essig dabei oder so, ne? Ja, also wir nehmen die Trauben. Es gibt auch gute Crema, die Balsamico. Ich will jetzt nicht alle pauschalisieren als schlechtes Produkt. Aber wir haben Trauben, daraus wird ja Balsamico gemacht. Und dann, wenn wir den einkochen, über offenem Feuer traditionell, dann reduzieren wir ja schon mal die Feuchtigkeit und die Säure. Je länger wir die einkochen, desto dickflüssiger wird das Produkt. Und wenn wir einfach uns ganz viel Mühe geben und das noch länger einkochen und dann noch ein bisschen Essigsäure zusetzen, haben wir eine natürliche Crema, die Balsamico. Wir dicken das noch ein bisschen an mit Malzstärke und dann habe ich ein Produkt, womit ich auch leben kann.

Aber häufig finden wir Crema Balsamico, da kommen Karamell, Farbstoffe da rein, damit das schön glänzt, damit das so schön leuchtend ist und alle möglichen anderen Zuckeradditive. Also guckt einfach hinten auf die Zutatenliste und dann wisst ihr eigentlich, ob das Produkt für euch gut ist oder nicht. Okay, das, was hier in diesen kleinen Fläschchen ist, ist keine Crema? Nein. Logischerweise, das ist einfach Agito? Ja, das sind einfach Trauben eingekocht und dann in schönen Holzfässern gelagert für euch. Mit bis zu zehn Jahren. Zwei verschiedene Produkte, muss man ja einfach mal sagen. Aber es gibt es auch ein Gut und es gibt es ein Nicht-so-Gut. Und es lohnt sich nicht nur 1,99 zu investieren. Nein, absolut. Ist ja meistens leider so im Lebensmittelbereich. Okay, also was ich eigentlich sagen wollte mit diesem Caprese-Thema war...

Da gibt es ja so eine Reihe von Missverständnissen, was Antipasti angeht. Das ist ja nur eins von vielen. Ich war mal in Italien, ich weiß gar nicht mehr wo, irgendwo am Comersee, glaube ich.

Und war auf einer Party eingeladen bei einem Italiener. Und der hat gesagt, bring doch einfach so ein bisschen was mit für die Vorspeise. Und dann war ich in so einem schönen, was war das, eine Metzgerei im Prinzip. Die haben dann so ganz tolle Sachen, irgendwie Bologna und alles mögliche so schön geschnitten. Habe ich so einen Haufen Aufschnittkram mitgebracht. Hab den da hingestellt, da standen noch 800 andere Sachen, alle anderen hatten auch was mitgebracht. Dann fing die Party an, ich hab mich voll gefressen. Und dann irgendwie auf einmal holt der Typ einen riesigen Topf Nudelsauce aus dem Kühlschrank und fängt an, Nudeln zu kochen. Ich hab gesagt, was macht der denn da, wir sind doch alle pappsatt. Dann hab ich angeguckt und gesagt, wieso? Die hatten natürlich vorsichtig an den Antipasti gegessen, die wussten, dass noch drei bis fünf Gänge danach kommen. Also, kann ich nur sagen, Kardinalfehler. Absolut, genau. Ich habe ja so eine kleine Kolumne auch in meinem Buch, Italiener und das heilige Essen, und da beschreibe ich genau das. Also man darf auf keinen Fall den Fehler machen, auch mit Brot. Sich maßlos am Anfang mit Brot und Olivenöl, was ich liebe, keine Frage, ich liebe es genauso. Aber dann schafft man es eher wahrscheinlich nicht, um noch Fleisch und Fisch und Pasta zu essen. Mit ungefähr 600 Sorten, die wir in Italien haben. Verrückt, okay. Also das auf jeden Fall schon mal nicht. Keine Essig an die Kaprese. Was gibt es noch? Was sind noch die größten Antipasti-Sünden der Deutschen?

Vitello Tonato. Nicht an sich wahrscheinlich. Nee, nee, überhaupt nicht. Ich liebe Vitello Tonato. Ich auch. Aber es wird halt häufig auch, also gutes Fleisch braucht man da und eine gute Soße. Eigentlich. Und kein Pute und kein Schweinheld. Also muss Kalb sein. Ja. Vitello ist Kalb. Zartrosa gebraten. Okay. Warum deckt man das nochmal mit einer Thunfischsoße zu? Ich meine, du musst zugeben, dass von der Konzeption erst natürlich dazu einlädt, da irgendwie einen Scheuerlappen einzulegen. würde auch kein Mensch merken, wenn die Soße stimmt. Absolut. Vielleicht ist es auch deswegen so entstanden. Kann auch sein. Das ist nicht mehr ganz gut. Inzwischen gibt es auch Vitello Tonato Girato, also umgedreht und dann sieht man eigentlich den Fokus auf das Fleisch und dann wirklich nur so klecksweise die Soße drauf. Wenn man beweisen will, dass es richtig gutes Fleisch ist. Das ist jetzt ja eher so eine Sünde von Gastronomen wahrscheinlich, die da irgendwas mit der Soße einlegen. Ja, genau. Gefährlich, aber wie wird es das überprüfen?

Wenn du jetzt als Gast da bist. Du hast es ja bestellt und dann bekommst du es. Du kannst es nur einfach beim nächsten Mal nicht mehr bestellen. Naja, ich merke ja vielleicht gar nicht, dass es Pute ist. Pute ist ja auch lecker. Ich glaube schon, das schmeckt dir doch, oder? Ob das Pute ist oder Vitello. Ja, guck mal hier. Ja, okay. Kommt ein bisschen darauf an, wie die Soße bestellt ist. Also ich glaube, es geht vielleicht auch einfach dahin, dass man einfach achtsam ist mit dem, was man halt bestellt und was man halt genießt. Und gut, in Antipasti sind natürlich auch viel Gemüse gegrillt, eingelegt, in Olivenöl, auch bitte nicht in Essig, damit wir wieder dieses Säurethema haben, was man auch gut vorbereiten kann. Aber da habe ich schon furchtbare Sachen in italienischen Restaurants erlebt. Also gerade was diese Gemüsegeschichten angeht, irgendwie so grob gehackte Klötze von Zucchini und Möhre, die so einigermaßen gegart sind, aber vielleicht auch nicht. Und dann werden die irgendwie mit irgendwas eingelegt und dann hast du da so eine, sehr kalt werden die auch immer serviert.

Ich liebe sowas, Vorspeisen und so. Ich bin immer die Erste, die nur den gemischten Vorspeisenteller nimmt und sagt, der Rest kann mir geschulden bleiben. Aber das ist wirklich fürchterlich. Ja gut, es ist natürlich auch viel Arbeit, wenn man sich wirklich alles antut, selber zuzubereiten. Und in der heutigen Zeit des Personalmangels und das ist natürlich, also das muss schon die Seele des Gastronomen natürlich auch berühren, dass man sowas nicht schicken will. Aber viel wird natürlich auch Convenience gekauft, ist so. Wo wir gerade beim Thema Deutschland, Italien sind. Du kannst ja auch zeigen, wie man es richtig macht mit sozusagen deutsch-italienischen Antipasti, weil du hast jetzt zwei super tolle Sachen ausgedacht.

Genau, wir haben jetzt... Hochzeit der Geschmäcker. Genau, Crossover, mal anders. Wir haben einmal für euch jetzt glasierte Polpettine. Ist übrigens auch Parmesan da, ne? Also wenn ihr noch eine Runde wollt, kommt doch nochmal vorbei. Genau, glasierte Polpettine sind Hackbällchen eigentlich. Schöne Frikadelle. Eine schöne, kleine, süße Party-Frikadelle. Aber die haben wir wieder mariniert in einem schönen Balsamico-Sud. Und da habe ich einen ganz einfachen Balsamico genommen, um euch auch einfach zu zeigen, es muss nicht unbedingt die 15-Euro-Flasche sein, sondern man kann auch wirklich ein, wichtig ist halt der Sarcheto-Balsamico, die Mordena EGP auf dem Etikett drauf ist. Warum? Weil das quasi der ist, der aus den Trauben und aus der richtigen Region hergestellt wird. Nach den strengen Regeln. Nach der richtigen Region, meine Damen und Herren. Genau. So, sieht super aus. Und dann habe ich das eigentlich nur gemacht mit passierten Tomaten, habe ich das über zwei Stunden eingekocht. Und ja, ein Pika gibt es auch. Ja, wir sind auch ganz gut Pika.

Und dann, schau mal. Das ist übrigens nicht vegan. Das ist ein richtig ehrliches Hackbällchen. Der Parmesan war auch nicht direkt vegan. Und mit passierten Tomaten einfach eingekocht. So. Wenn du mir das nochmal hältst, dann kann ich auch weiterreden und hier pieken. Piek mal. Genau, im Endeffekt haben wir hier nur eingekocht und dann die Hackbällchen hier drin gewälzt für euch. Weißt du, was du mal magst? Du kannst mal pieken und mir in den Mund stecken. Weil ich muss das ja auch probieren. Komm mal her. Ah, sehr gut. Okay, das geht auch einhändig, sehe ich gerade. So, bitteschön. Wollen wir mitpieken? Du piekst mit.

Was für ein Fleisch ist das denn jetzt hier? Das ist gemischt Rinder und Schweine. Also erstmal finde ich die Konsistenz... Ja, aus hygienischen Gründen bleibe ich mit einem neuen einfach unterwegs. Finde ich die Konsistenz sehr schön. Et voila. Sehr fest. Schön kalt, kann man auch wieder super vorbereiten, wenn die Gäste kommen. Schön Spritz dazu. Ich wollte gerade sagen, es ist irgendwie ein erfrischendes Hackbällchen. Genau, das war es. Einfach eingekocht. Et voila. Bitteschön. Also erfrischendes Hackbällchen muss man ja auch erstmal hinkriegen. Und das hat natürlich viel mit Säure zu tun. Erfrischendes Hackbällchen, das ist ein schönes Würdig. Man muss das ja erstmal hinkriegen. Das Rezept habe ich geentwickelt, als die Helene bei mir war und wir haben die Vorbesprechung gemacht. Du brauchst auch zwei. Na klar, Roland, für die Birgit. Die begrüßt du da hinten in den Schatten. Ah, nee, das ist jetzt kein Schatten mehr. Ist da Parmesan in diesem Hackbällchen drin? In diesem Hackbällchen? Ja, ein bisschen. Klar. Petersilie? Petersilie nicht, weil ich wollte die Kräuter nicht stören lassen. Ein Ei, Semmelbrösel, Salz, Pfeffer. That's it. Also im Grunde genommen machen die Italiener ihre Polpettone genauso wie wir unsere Frikadellen. Könnte man sagen. So viel anders ist das nicht, ne?

Würde ich sagen. Ne, genau. Die Hackbällchen. Senf, glaube ich. Bei den Deutschen kommt noch Senf rein, oder? Echt? Na ja. Manchmal. Und kein Parmesan. Hier ist auch kein Parmesan drin. Genau. Ne, das nicht. Also ich möchte da nochmal jetzt kurz sagen, Polpettone ist ja jetzt erstmal per se überhaupt nicht deutsch. Es ist ja wirklich ein italienisches Ding Und du hast das jetzt quasi nochmal auf ein Next Level gehoben Gewissermaßen Und das ist aber so Also werden die dann auch kalt gegessen? Ja, die werden kalt gegessen Ja, hervorragend Gut, wir gehen ja auch davon aus, dass wir draußen auf der Piazza sitzen Wir trinken einen Spritz dazu oder ein Gläschen Weißwein Es ist warm Und dann kommt das frisch aus der Kühlung Man bekommt ja auch normalerweise beim Aperitivo, Immer kleine Snacks dazu Wer kennt das nicht? Zu jedem Drink gibt es ein bisschen was. Wollen Sie noch einen? Das habe ich schon zugemacht. Zwei sogar.

Also Stefania, das ist jetzt der zweite Mensch, der fragt, ob er die kaufen kann. Sollte eine Polpeteria aufmachen. Ich glaube auch. In Sizilien gibt es tatsächlich ein Restaurant. Das ist ein Highlight. Nein, wir werden das Rezept für Sie auf Instagram veröffentlichen. Sollen wir uns darauf einigen? Ich hätte nicht gedacht, dass das hier so ein krassendes...

Meine Hackbällchen in Balsamitou. Ja, gibt es bei uns auf Instagram. So, jetzt möchten wir aber hier mal die zweite Dose öffnen. So, und da sehe ich jetzt, meine Damen und Herren... Uiuiui, das wird ein Highlight. Ein weiteres Highlight. Wie machen wir das denn ohne einhändig? Naja, Kartoffelsalat hast du gemacht. Kartoffelsalat. Auch hier wieder die Brücke geschlagen. Crazy. Mit Kapern. Hände hoch. Wer mag Kapern? Ah ja, das ist jetzt die sehr gute. Ui. 50 Prozent. Wer mag keine Kapern? Wer mag keine Kapern? Wer hasst Kapern und möchte sie gerne vom Planeten verbanden? Warum, Signora? Pequen und Lidia, schick ab, Beri. Darf ich Ihnen vielleicht eine mal pur geben? und probieren. Trauen Sie sich. Es gibt ja Kapern und Kapern. Wir haben ja zwei wunderschöne Inseln. Moment mal, was sind das denn hier für Riesenboller? Das sind jetzt etwas größere Kapern, weil ich will sie ja erstmal an den Geschmack gewöhnen. Nee, gar nicht ärgern. An den Geschmack gewöhnen. So. Ja, jetzt müssen Sie auch sagen, wie es schmeckt. Das ist nicht meins. Immer noch nicht. Was mögen Sie daran nicht? Der Geschmack ist nicht meiner. Wonach schmeckt das denn? Zu säuerlich. Säuerlich ist ja, dass die so eingelegt sind. Da können die Kapern ja eigentlich nichts für.

Ja, aber die sind jetzt eigentlich in Olivenöl eingelegt. So richtig säuerlich dürften die gar nicht sein. Finden Sie die immer noch säuerlich? Und salzig. Na gut, salzig, die sind auch in Salz eingelegt. Ich glaube, die Kapern sind gar nicht das Problem. Das ist die Art, wie wir damit umgehen. Was sind Kapern? Also, was sind Kapern? Kapern ist eigentlich eine Frucht. Die kommt von einem wunderschönen Strauch. Und dieser Strauch wächst sehr, sehr bodentief. Es ist eine Höllenarbeit, die zu ernten. Passiert immer so im Mai, aber wunderschön anzusehen, weil diese Blüte ist einfach unfassbar schön. Die ist weiß und dann hat die quasi, diese Blütenknospen ist so ein bisschen lila und rosa. Und man sollte es immer sehr früh morgens, weil dann ist die Blüte noch sehr, sehr schön geöffnet. Und dann kann man die Kaper ernten. Es gibt, je kleiner, desto feiner ist deine Kaper.

Und sieben Kategorien in Pantelleria, in Salina. Das ist die zweite wichtige Insel, wo die guten Kapern angebaut werden. Da unterscheidet man den drei. Sie werden kalibriert nach Größe. Je kleiner, desto teurer. Je größer, das war jetzt schon quasi eine überreife Kapernfrucht. Die Kokunschi, die werden dann entsprechend günstiger verkauft. Ja, und Kapern, die man hier kauft, sind häufig in Essig eingelegt. Deswegen verstehe ich auch, dass viele das nicht mögen, weil die dann natürlich durch den Essig komplett den Geschmack, der wird natürlich...

Wird natürlich komplett zerschossen. Aber wenn sie kleine, süße Kapern, wie ich jetzt hier für den Salat auch verwendet habe, ein Mix aus der Kapernfrucht und den kleinen Kapern, dann habe ich euch noch ein bisschen Kapern frittiert. Die kommen jetzt gleich oben drauf. Wow, das finde ich gut. Dann ist das einfach eine schöne Kombination. Und die Mayonnaise habe ich euch verfeinert, auch wieder mit Balsamico. Da habe ich aber den Dreier genommen, dass wir noch ein bisschen Säure haben, um diese stronsämige Kartoffel und dieses dichte Mayonnaise-Dressing noch ein bisschen aufzulockern, um ein bisschen Komplexität in den Kartoffelsalat zu bekommen. Also im Prinzip das, was Gürkchen in Deutschland wären, sind hier die Kapern. Und ich bin super gespannt, weil das ist ja schon eine heftige Menge Säure, die da du jetzt reingetan hast. Ich bin sehr gespannt, wie das kommt. Okay, dann probierst du das jetzt gleich. Wollen wir mal eine Runde? Ich probiere das jetzt als allererstes. So, tun wir diese Kapern auch, diese großen Kapern in Vitello Donato? Nee, dann nehme ich die kleinen, die kleinen nehme ich dafür, genau. Genau. Und hier sind die frittierten Kapern. Da musst du vielleicht nochmal kurz erklären, wie das geht. Und warte, ich halte das Glas fest, du schraubst. Wir sind ein Superteam. Hervorragend. Mh, die riechen auch. Das ist vielleicht nochmal was, wofür wir Sie nochmal quälen könnten. Wollen Sie nochmal eine frittierte Kappe? Jetzt mal ohne Witz. Darf ich Ihnen die mit der Hand geben? Gucken Sie nochmal, was jetzt das mit Ihnen macht. Nein, ist auch nicht mein Geschmack. Immer noch nicht. Na gut, wir haben es versucht.

Da kann man nichts machen. Da kann man nichts machen. Wir geben alles, aber ja. Aber also, Kapern, wenn du die hast, sind die in Salz eingelegt. Also genau, Salz, weil das ist das traditionelle und auch historische Aufbewahrungsmittel eigentlich. Super, perfekt. In Lake bitte nicht, weil dadurch gehen diese kleinen süßen Knospen einfach kaputt. Und deswegen immer in Salz aufbewahren. Ich habe die immer in Lake zu Hause, ehrlich. Weil mir die zu salzig sind sonst. Ja, richtig gut abwaschen. Ja, aber wie machst du das denn? Legst du die dann in Wasser ein? Ja, du brauchst schon eine Viertelstunde, bis du die abgewaschen hast. Warte, Moment, du willst, dass ich mich eine Viertelstunde ans Waschbecken stelle? Nein, also erster Durchgang abtropfen, so zwischen drei und vier Durchgängen. Okay, also immer wieder so wässern und dann abspülen. Und dann wieder abspülen. Ah, gut, okay. Und das ist es wert, sagst du. Absolut, es lohnt sich, wirklich. Gut, und dann haben wir ein schöner Töpfchen mit ein bisschen Olivenöl. Genau. Und da ballern wir dann die Kappern, wenn es heiß ist, rein einfach. Ganz genau. Und dann geht das wahrscheinlich recht schnell, ne? Stell ich mir vor. Ich glaube, du brauchst zwei Hände, meine Liebe. Warte mal. Der Kartoffelsalat ist sehr schön schlonzig. Das ist ein schreckliches Wort, aber es trifft es immer so schön, der Kartoffelsalat. Schlonzig ist total super.

Ich meine, der Kartoffelsalat ist ja perfekt. Ich meine, nicht umsonst wird ja in Deutschland, glaube ich, gerne ja auch Würstchen und Kartoffelsalat zum Heiligabend genossen. Immer noch ein Traditionsessen, weil damit dann halt auch alle feiern können und nicht einer in der Küche steht. Ja. Oder? Ja. Ist das nicht daher geboren? Das kann sein. Aber ich dachte immer, es ist, weil man am ersten Weihnachtsfeiertag eine fette Gans isst und dann will man nicht am Tag davor auch noch eine fette Gans essen. Ich weiß es nicht. Das müssten wir mal recherchieren. Aber voll, das ist ein anderes Thema. Was isst denn die Italiener? Isst die Kartoffelsalat zu Weihnachten? Die essen viel Linsen. Ah, das ist natürlich deutlich, muss man leider sagen, gesünder. Verdammte mediterrane Küche. Und da wird natürlich gerne am 1. Oder 2. wird dann natürlich groß mit der Familie gefeiert. Die 6-Stunden-Nummern wird dann da abgezogen. Aber hier von wegen Kartoffelsalat, halt so, also ein Italiener gibt es doch nicht, oder? Gibt es keinen Kartoffelsalat in irgendeinem Aggregatzustand? Zu Weihnachten? Nee, überhaupt. Gibt es einen italienischen Kartoffelsalat? Im Salat a di patate, auf jeden Fall. Ist ja total erfrischend mit getrockneten Tomaten oder in Ligurien auch mit den Tajaske-Oliven, mit den kleinen Entsteiten. Du sagst das so, als wäre es ja ganz selbstverständlich. Wussten Sie das? Ich werde hier geoutet als die absolute Nicht-Kennerin. Gott sei Dank haben einige Leute vorsichtig den Kopf geschüttelt, sodass es der Nachbar nicht merkt. Nicht sehr gut. So, jetzt kommen die frittierten Kapern da oben drauf. Einfach als kleines Dingsbums. Genau, und jetzt würde ich noch ein bisschen Balsamico drauf freuen. Natürlich würdest du das. Weil ohne Balsamico...

Irgendjemand hat doch gerade nach Sternegastronomie gefragt. Ich würde sagen... Vorfeld. Ob hier Gourmetküche wäre. Also ich finde, das sieht schon ziemlich... Ich finde ja immer, wenn man irgendwas da drauf legt, was dekorativ ist, aber auch gut schmeckt, dann ist man ja schon halb da, ne? Praktisch. Und jetzt wird hier noch sowas Bräunliches drauf geträufelt. Okay. Aber ich darf als erstes probieren, hast du gesagt. Auf jeden Fall. Ich lasse dir hier eine Portion hier. Also ich bräuchte sowas wie eine Schürze. Ich werde mich gleich wahrscheinlich einsauen. Gib mir doch mal so eine Gabel. Ich gebe dir eine Gabel. Pass mal auf, jetzt kommt es. Ich versuche jetzt mal hier den perfekten Bissen hinzukriegen. So, die ersten können wir hier schon verteilen. Okay.

Nicht so viel rausgeben, ich will noch mehr. Hervorragend. So, hier ist noch ein bisschen was. Ich würde vorschlagen, wenn wir fertig gepodcastet haben, dann geben wir noch die letzten Reste raus. Also Stefania, ich würde sagen, die Tatsache, dass uns hier der Kartoffelsalat aus den Händen gerissen wurde, ist ein gutes Zeichen. Und ich muss auch sagen, das Säureverhältnis ist extrem gut. Gut, das freut mich. Weiß nicht, ob ich es unbedingt jetzt am Heiligabend so machen würde, aber für einen lauen Sommerabend würde ich es genau so haben wollen, wie du es gemacht hast. Sehr schön. Weil natürlich erstmal so der Gedanke, so einen Mayonnaise-schweren Kartoffelsalat zu essen. Ist jetzt nicht das allererste, was ich im August vorhätte. Aber den würde ich nehmen. Ich bin sehr glücklich, dass uns diese Brücke gelungen ist. Diese zweite Brücke. Du lebst quasi dafür, mich zufriedenzustellen. Kartoffelsalat-Technik. Und es ist gelungen. Sehr gut. Auch das kannst du von deiner Bucketlist streichen. Also hervorragend. Und auch mit den gefrittierten Körbern. Ich finde, das kann man sich aber auch als kulinarischen Trick mal gut merken. Weil das funktioniert ja nicht nur auf Kartoffelsalat. Nee, das funktioniert zu ganz vielen Dingen. Salat oder auch Steak. Oder auch Fisch. Irgendwas mit Eiern fällt mir so auf. Irgendwie ein Omelett oder so vielleicht. Ja.

Frittata, so ein bisschen eingekocht. Sehr gut. Hervorragend. Ja, und da sind wir praktisch schon bei der Liste der Dinge. Du hast quasi ja so eine kleine Top Ten geschrieben. Die Top Ten der Antipasti. Was esst ihr denn gerne zum Antipasti? Hier vorne. Zurufe. Deine Lieblings-Antipasti. Die haben alle den Mund voll. Ah, Meloneschinken. Steht hier auch als erste Sache der Liste. Müssen wir kurz drüber reden. Schöne, reife Melone, saftig ohne Ende. Süß ohne Ende. Und dann salzigen Schinken. Am besten für mich der Parmaschinken.

Bisschen gereifter. Obst mit Fleisch, habe ich gedacht, nein. Aber das ist wirklich eine geniale Kombination. Und auch in der Hitze, finde ich, ist das eine geniale Kombination. Schön erfrischend. Und auch salzig. Es führt einem gleich die wichtigen Elektrolyte zu. Und schnell gemacht. Zack, Schiffchen geschnitten. Zack, einmal angehoben. Aber es funktioniert nur mit den richtig guten Produkten, wie fast alles. Aber da muss man wirklich sagen, mehr ist es ja nicht. Es wird ja nichts gesalzen, gewürzt, Olivenöl, nichts, gar nichts. Einfach nur keine Kapern, mit denen man irgendwas engagieren könnte. Eine schöne, für mich ist es auch immer eine Honigmelone. Also diese schöne gelbe, ne? Diese Netz-Galiamelone. Was ist das? Honig? Galiamelone. Genau, Galia. Übrigens, meine zweitliebste Vorspeise ist... Überhaupt nicht italienisch. Wassermelone mit Feta. Oh ja. Und schwarzen Oliven. Hat einen ähnlichen Appeal für mich. Und ist dann die vegetarische Variante vielleicht. Das stimmt. Ich habe letztens bei Volle Kanne gemacht mit Minze klatschen. Du kennst den Hack mit Minze klatschen, dass sich dadurch die Membranen zerschießen. Nein?

Minze klatschen, klar. Okay, also auf jeden Fall Wassermelone, Mozzarella und dann so als Brotsalat-Variante mit geröstetem Brot. Dann ist das auch nochmal schön sättigend. Und mit der Minze haut man dann sein Gegenüber? Nee, du klatschst damit quasi in der Hand und durch dieses Klatschen wird die Minze nochmal so richtig aromatischer, weil die Membranen platzen. Ja, für mich hörte sich das spontan nach einer Sexualpraktik an, mit Minzeplatschen. Aber gut. Nein, es ist was Kulinarisches. Klingt gut, werde ich ausprobieren. Also guckt mal in die Mediathek von ZDF, volle Kanne, Wasser, Melon, Salat mit Mozzarella inklusive Enten und Minze klatschen. 100% jugendfrei, sehr gut. Vitalisonato haben wir schon drüber gesprochen, Caprese haben wir auch schon drüber gesprochen.

Gegrilltes Gemüse kann gut funktionieren. Haben wir angesprochen, genau. Aber nur wenn? Wenn man es selber macht. Nee, eigentlich Punkt. Wenn man es selber macht. Oder beziehungsweise der Gastronom das selber macht. Also frisches Gemüse etwas dicker schneiden, mit gutem Olivenöl einmarinieren, Salz, wer mag noch Pfeffer, ich lasse Pfeffer in dem Fall aber gerne weg, und dann einfach in den Ofen. 200 Grad, ungefähr 15 bis 18 Minuten. Dicker schneiden, damit wir nicht nur einfach verkrustete Sachen auf dem Backblech haben und dass wir das Produkt noch schmecken. Und dann kann man das super drei Tage in so einer Box im Kühlschrank aufbewahren. Da muss kein Essig dran, da muss kein Knoblauch dran. Kann man machen, aber auch da wieder, wenn man gutes Gemüse hat, dann passt das so schon. Und natürlich hier filetierte Paprika. Ist zwar ein bisschen mehr Arbeit, indem man die halt vorher grillt und dann abzieht und dann einlegt, Aber das ist für mich auch eines der Lieblings-Antipasti. Gemüsemäßig. Aber das kann man doch auch schön eingelegt kaufen, in guter Qualität. In Olivenöl, oder? Findest du nicht? Filetierte Paprika in Olivenöl extra vergine? Nee. Schick mir den Link.

Dann mach ich mir den da ab. Mist, jetzt muss ich eine Firma gründen. Okay, der nächste Punkt mag ein bisschen polarisieren. In Salata di Mare. Mh, ja. Aber da kann ich nicht hin. Da hab ich immer Angst vor. Von Meeresfrüchten habe ich immer Angst. Insbesondere, ehrlich gesagt, hier im Inland. Das ist vielleicht Quatsch.

Ja, lassen wir das einfach mal so stehen. Ist das falsch? Ich weiß es nicht. Ich meine, am Strand, also am Meer würde ich das jederzeit machen. Aber ich habe immer Angst, weil ich weiß, dass ich sowas einfach auch, zum Beispiel, wenn ich es im Restaurant esse, so Muscheln und Tentakeln und solche Nummern, die verkaufen sich einfach nicht so gut. Das heißt, die verkaufen nicht so große Mengen. Der Umschlag ist nicht so groß. Ich habe immer Angst, dass das da schon seit vorgestern liegt. Tief gefroren, ja. Tief gefroren? Genau. Okay, muss ich mal selber machen. Grissini mit Parmaschinken. Ja, natürlich, der Klassiker. Kann man machen. Grissini auch mal selber machen, auch nicht so schwer. Gefüllte Zucchini-Blüte. Ja. Wie kommt man denn an Zucchini-Blüte? Die gibt es auf dem Karlsplatz. Wir haben auch gerade im Moment Saison. Ah, hervorragend. In der Metro bestimmt auch. Soll ich dir das mal festhalten? Ich versuche hier nebenbei noch Kartoffelsalat zu essen. Das ist ein Testament meiner Gier, aber auch deines leckeren Kartoffelsalats. Also pass mal auf, ich habe das noch nie gegessen. Ich sehe das auch manchmal in Rezeptbüchern, das mit der frittierten Zucchini-Blüte und denke mir, ja, but what's the point? Schmeckt das nach irgendwas? Also ich meine, was ist der Sinn der Sache? Also es ist erstmal super schön anzusehen und das schmeckt sehr lecker. Ich finde es wirklich sehr lecker. Schmeckt die Zucchini-Blüte nach dem Frittieren? Du musst sie ja nicht unbedingt frittieren.

Letztens habe ich sie gemacht, was man auch wieder gut vorbereiten kann. Die Zucchini-Blüte gefüllt mit einem Kartoffelpüree mit dreierlei frischen Kräutern, ein bisschen Parmesan, ein Ei und dann kam die Füllung in die Zucchini-Blüte und dann einfach nur mit Parmesan gratiniert fertig. Superschön anzurichten, superschön auch kalt zu essen. Schmeckt aber die Zucchini-Blüte nach irgendwas nach dieser ganzen Behandlung? Ja, eine delikate Blüte. Okay, schmeckt nach Blüte. Schmeckt nach Zucchini? Wonach schmeckt die? Ja, nach einer Blüte. Wie schmeckt eine Blüte? Kann man das essen?

Gut, das war aber immer meine Frage. Ich bin nie dazu gekommen. Ich habe das nirgendwo gesehen. Ich habe immer gedacht, mache ich das jetzt selber? Aber es ist immer so sauviel Arbeit, irgendwas zu füllen. Man muss es nicht unbedingt frittieren, sondern man kann es auch super im Ofen nur gratinieren. Dann spart man sich den Stress vorher. Finde ich gut. Oliven in allen Varianten steht auf der Liste. Okay, dafür müssen wir auch nicht mehr. Ich meine, Oliven, da müssen wir eigentlich einen eigenen Podcast machen. Das können wir jetzt nicht abhören. Ja. Bruschetta. Oh, la Bruschetta. Also quasi tomatengegrillter Toast. Nein, Scherz. Ja, doch. Auch hier kann man ganz viele Fehler machen. Nämlich das Brot zu dünn schneiden oder zu dick. Also wichtig ist immer so zwei Finger breit. Echt zu dick? Also so. Und dann, ja, weil wenn du natürlich dann erst, also normalerweise geht eine Bruschetta so, dass man das halt grillt. Dann reibt man das mit einer Knoblauchzehe ein auf dem Brot. Dann kommt schon mal eine Runde Olivenöl drauf. Man sagt immer, un filo d'olio, ein Bindfaden-Olivenöl. Sehr schön. Und dann kommen die frischen Tomaten klein gewürfelt da drauf und mit ein bisschen Basilikum vorher mariniert. Fertig. Und natürlich noch mal ein bisschen Olivenöl vorne drauf. Funktioniert auch nur jetzt, wenn die Tomaten richtig, richtig toll sind.

Es gibt ja Tomaten, nach denen ich süchtig bin. Die gibt es bei uns auf dem Markt immer. Die heißen Rote Perle. Und wirklich, wenn ich die nicht zu Hause habe, werde ich traurig im August. Das finde ich ein bisschen so, ehrlich. Also jetzt die Zeit genießen und Brustgärter essen. Jetzt, Leute. Nicht später. Gleich ist es nach. Polpettini haben wir heute schon köstliche gegessen. Da müssen wir auch nicht mehr so allzu viel zu sagen. Involtini di Zucchini. Involtini di Zucchini, ja, genau. Also einfach, die Zucchini gibt ja so viel Fläche. Wenn man die dünn entlang schneidet, Da kann man ja tolle Sachen reinrollen und quasi als Röllchen, als Roulade. Ja, gratiniert oder nicht gratiniert, je nachdem. Genau, auch gerne kalt. Aber man grillt die Zucchini-Scheibe, ne? Du grillst die vorher. Irgendeine Backtee oder so, die muss schon gar sein. Und dann kann man eine schöne Mousse, ein schönes Gemüsepartien-Dichtes da reintun. Hervorragend. Oder auch so... Und sieht auch schön. Ein bisschen Lachs auch, geht auch super. Was Käsiges, auch sehr schön. Oder die Aubergine. Aubergine habe ich so immer in der Erfahrung, dass die Leute einen immer erst mal schräg angucken bei Aubergine. War schade. Ja, ja. Aber es gibt auch viel leckere mit Aubergine getrieben. Das muss man leider auch wirklich sagen.

Spaghetti Vongole mit Parmesankäse wurde hier gerade gedisst. Sehr gedisst, ja. Ja, ist okay. Der Parmesankäse ist auch das letzte auf unserer Liste. Ja, den haben wir ja zum Opener gemacht. Den haben wir schon gehabt. Okay, hervorragend. Also, ich würde sagen, mit dieser Liste kann man eine prima Grillparty ohne Grillen bestreiten. Also praktisch, ne? Sie laden ihre Freunde ein, setzen die alle in schönen irgendwie raus auf eine Picknickdecke oder in ihren Garten oder wie auch immer. Ja. Keiner muss den heißen Grill anschmeißen. Keiner muss eine halbe Stunde warten, bis die Kohlen gut sind. Keiner muss sich da eine Dreiviertelstunde drüber beugen und Würstchen drehen. Nein! Sie können alle ganz entspannt am Tisch sitzen bleiben und irgendwas Schönes trinken. Was trinkt man zum Antipasti? Spritz oder Weißwein, oder? Roséwein, ja. Oder einfach auch, in meinem Fall Limonade.

Obwohl es gibt auch schöne italienische Limonaden. Ja, auf jeden Fall. Ich freue mich schon auf mein erstes Aperolchen. Aperolchen, vielleicht auf dem Gourmet-Festival auf der Piazza Italia. Ich habe auch einen alkoholfreien Spritz für dich da. Ja, hervorragend. Johannes-Beru-Smarin-Sirup aufgegossen mit biologischem Indientonic. Say no more. Ich bin da, also meine Damen und Herren, Einladung zu Stefania Lettini aufs Gourmet-Festival an der Kühl. Das sollten Sie auf keinen Fall verpassen. Da wird es ungefähr so heiß wie hier und mindestens so lecker. Und ich will sagen, du hast ja noch eine Antifaszi mitgebracht. Ja, die machen wir jetzt gleich. Die machen wir jetzt aber nicht on-air, die machen wir off-air, weil wir wollen den Leuten ja auch was vorenthalten. Die sollen ja das nächste Mal auch selber live vorbeikommen. Absolut. Wenn Sie immer noch nicht gemerkt haben, dass es besser ist live, dann könnte ich Ihnen auch nicht helfen. Podcasts sind auch toll, aber manchmal muss es auch live sein. Aber sagt, was es gibt. Es gibt jetzt Saltimbocca. Das sind so längliche Panini, die wir von einem Bäcker aus Neapel importieren. Und die habe ich euch belegt mit Mozzarella und Fenchelsalami EGP. Und die grillen wir euch kurz ein bisschen im Ofen an, damit der Käse ein bisschen anschmilzt.

Für den letzten Kick. Wo kommt jetzt der Ofen her, muss man natürlich auch noch erklären. du hast hier den guten alten roten Ferrari-Pizza-Ofen dabei. Den haben wir auch zu Hause. Ich liebe den. Der ist super. Also, er hat im Prinzip unten so eine Platte aus Stein. Keramikplatte, genau. Und oben so eine Grillspirale. Können Sie sich gleich noch mal von nahe angucken. Macht 400 Grad. Der ist richtig gut. Super, super heiß. Und da kann man ganz schön Pizza zu Hause machen oder alles Mögliche. Ja. Stefania Lettini, meine Damen und Herren, vielen, vielen herzlichen Dank, für das du hier warst, was du Köstliches mitgebracht hast. Danke an euch. Vielen Dank, dass ihr bei uns wart. Mille Grazien. Kommen Sie vorbei bei Stefania Littini im Laden oder auf dem Gourmet-Festival und selbstverständlich dürfen Sie nicht vergessen, den Podcast zu folgen, sonst verpassen Sie ja, dass Sie sich das alles hier nochmal anhören können. Das will ja keiner. Und jetzt wünsche ich Ihnen noch einen wunderbaren Nachmittag am Stadtstrand. Freuen Sie sich gleich hier noch auf eine Köstlichkeit. Und es gibt weiter Musik von Keystorm. Juhu!

Music.