Music.
Ach ja, die Sonne strahlt mal wieder, es ist warm im Studio, schon fast eine ganze Decke zu warm, aber hey, herzlich willkommen zum Götterkomplex-Podcast, eure regelmäßige Dosis Sci-Fi-Raumfahrt-Lach-und-Sach-Geschichten. Ich schwitze nicht alleine, ich weiß ja nicht, wie geht's euch, wie ist es in Köln, Philipp? Einen schönen guten Tag. Ich bin gerade etwas verwundert, ob deine Anmoderation war in Köln. Dann bin ich tatsächlich heute ausnahmsweise mal angenehme 22 Grad. Ich bin mit dem Fahrrad irgendwie von der Arbeit gekommen. Ein leichter Wind wehte. Ich finde, es ist ehrlicherweise eine perfekte Temperatur. Ich gebe zu, wäre es drei bis vier Grad wärmer, würde ich genauso rumstehen können. Aber jetzt gerade finde ich es extrem angenehm, muss ich zugeben. Ja, ich weiß ja nicht. Ich glaube, ich sollte mir mal echt so ein Klimagerät holen, Weil wenn man mal in die vergangenen Folgen reinhört, also für diejenigen, die mich schwitzen hören wollen, den sei doch die Episode, ich glaube es ist jetzt 20 Episoden her, mal warm ans Herz gelegt, wortwörtlich warm. Denn da war ich auch schon am Schimpfen und Mosern. Aber ja, vielleicht bin ich auch der Einzige, der so fühlt. Ich frage mal dich, Orti, wie geht es dir denn?
Bierchen auf. Damit kann ich mich gut akklimatisieren. Nee, ich finde es gar nicht so warm, aber ich würde natürlich sehr, sehr gerne einen Podcast hören, in dem du ausschließlich schwitzt. So einen schönen ASMR-Podcast. Finde ich, glaube ich, mega entspannt. Das ziehe ich mir dann irgendwie im Winter rein. Ist auf jeden Fall ein cooles Format. Machen wir so. Im Winter schwitzt er dann in unserer Hütte vorm Kamin. Ja, ich glaube auch. Dann ist es mir wieder zu kalt. Das ist ja so mein grundsätzliches Problem, dass ich da eine totale Mimose bin. Liebe Hörerinnen und Hörer da draußen, wir machen uns mal wieder für euch auf die Reise. In den vergangenen Episoden haben wir uns mit unserem eigenen Zeitstrahl beschäftigt.
Das heißt, der Götterkomplex-Podcast ist ja auch gewachsen, auch geschichtlich gewachsen. Und die Ergebnisse, die wir dort besprochen haben, die haben wir für euch auch zusammengetragen. Die findet ihr in einem Zeitstrahl auf unserer Webseite götterkomplex.de. Da hat sich der liebe Ort hier nämlich die Mühe gemacht und hat alles zusammengetragen. Danke erstmal dafür.
War wahrscheinlich höllenviel Arbeit. Wir haben nämlich einige schon an Daten und Geschichten gesammelt und das liegt auch daran, dass ihr da draußen uns fleißig Zuschriften zugeschickt habt. Also nochmal ein fettes Dankeschön dafür. Und wenn ihr nach wie vor Bock habt, Teil des Götterkomplex Universum zu sein, also weil ihr schon Ideen habt und Geschichten schreiben wollt, dann fühlt euch doch bitte herzlich dazu eingeladen, uns diese Geschichten einmal zukommen zu lassen. Das geht am einfachsten, indem ihr uns einfach eine Mail schreibt an info-at-götter-komplex.de Und apropos komplex, es wird wahnsinnig kompliziert. Wir befinden uns in einer Freiflug- Folge. Was heißt das? Wir haben uns überhaupt nicht vorbereitet und das meinen wir wirklich ernst. Also es gibt kein Skript, es gibt keine Vorabrecherchen, es gibt nur unser blankes, nacktes, sehr gefährliches Halbwissen. Sehr gefährliches Halbwissen, sehr gut. Ich wollte es auch sagen. Für Sci-Fi und Raumfahrt. Und ja, wir wollen uns mit einem riesigen Themenkomplex jetzt bald auseinandersetzen. Es geht um Bioengineering, es geht um Flugmedizin, es geht um Kypernetik. Also all die Dinge, die wir mit dem Menschen in Science-Fiction-Universen so anstellen können, damit RCS auch besser da draußen im Weltall überleben kann und, naja, auch unsere Geschichten erleben kann, ohne gleich...
Zu explodieren oder zu kochen oder runtergedrückt zu werden, weil die Masse des Planeten zu groß ist, was auch immer. Da haben wir uns ganz schön was vorgenommen, Jungs. Boah, das haben wir wohl.
Insbesondere, wenn man sich wirklich überlegt, Niklas, du hast gerade den Aspekt Medizin irgendwie angesprochen. Der Mensch ist nun mal einfach ein Erdenbewohner und da auch noch ein Landbewohner. Das heißt, wir können zwar nicht ohne Wasser überleben, aber wir können nicht im Wasser überleben. Wir können nicht in der Luft überleben, also in der reinen Luft, sondern wir brauchen wirklich den Boden. Und wir brauchen doch schon sehr spezifische Bedingungen, um als Mensch, als Organismus zu überleben. Und der Weltraum wäre schlicht tödlich. Und ich glaube, es gibt, zumindest ist der Menschheit kein Ort bekannt im bekannten Universum bislang, wo der Mensch ohne technische Hilfsmittel überleben kann. Und deswegen ist das eigentlich eine total absurde Vorstellung, dass der Mensch eigentlich in diesen Gefilden überhaupt überleben möchte, weil er halt so abhängig ist. Das geht ja schon damit los, dass wir überhaupt in den Weltraum kommen wollen. Also bleiben wir jetzt mal im Hier und Jetzt. Also wir haben ja heute schon Fachbereiche, die sich eben mit diesen Gegebenheiten im All oder in der Luft auseinandersetzen oder in der Tiefsee. Wie könnte der Mensch denn da überleben? Und da gibt es ja auch schon Technologien, die Jahrzehnte gereift sind. Wir wissen, dass es Flug- und Weltraummedizin gibt. Wir wissen, dass Astronauten dort oben rumschwirrten, Astronautinnen natürlich auch, die Probleme bekamen, als sie zurück zur Erde gekommen sind oder auch Probleme hatten, als sie dort oben in ihren Habitaten unterwegs waren.
Das bedeutet, wir müssen uns sehr wohl, so wie du es richtig sagst, damit auseinandersetzen. Welche Gegebenheiten müssen eigentlich da sein? Also vielleicht können wir uns das ja auch mal angucken. was braucht der Mensch denn eigentlich, um zu überleben? Und welchen technischen Aufwand müssen wir deswegen betreiben, damit wir überhaupt Geschichten erzählen können? Weil ganz ehrlich, ein lebloser Körper, der im All rumschwebt, halte ich für eine sehr langweilige Geschichte. Dann landen wir wieder bei KI-Geschichten, die alles erledigen. Ja, ihr habt es ja schon angesprochen. Es ist halt schon irgendwie verrückt, dass wir alle Science-Fiction-Geschichten lieben. Und in denen wird es immer als komplett selbstverständlich herausgestellt, Dass man auf dem Raumschiff rumlatscht, dass man auf irgendeinem Planeten landet. Die haben ja auch alle dann immer erdähnliche Atmosphäre und so weiter und so fort.
Und ich finde es super spannend, vor allem bedingt durch unser gefährliches Halbwissen, das wir nun mal haben, uns wirklich mal Gedanken darüber zu machen, wie feindlich eigentlich die Welt da draußen ist. Also nicht nur die Umgebung im Raumschiff, sondern auch der Planet, auf dem ich da sein will. und wie verändert sich das? Und so kann ich mir vorstellen, dass es eigentlich für fast jedes Ziel, für fast jede Reise unterschiedlichste, krasse Bedingungen gibt, die ich als Mensch überwinden muss oder die ich vielleicht mithilfe von Biotechnologie, Genveränderung oder sonst etwas bewältigen kann, aber die so vielfältig sind, dass man gar nicht sagen kann, ja, der Mensch ist jetzt da, also wenn wir so ein bisschen daran rumschrauben, dann machen wir hier ein bisschen Genmanipulation, da geben wir dem vielleicht noch ein bisschen an der einen oder anderen Stelle eine kleine Mutation mit und dann funktioniert das schon, weil, oh, ich hätte gerne wieder vernünftig funktionierende Augen. Das wäre super, dass ich keine Kontaktlinsen, keine Brille mehr brauche. Das wäre toll. Damit du besser aus dem Fenster gucken kannst in die schwarze Leere des Weltraums.
Und bitte eine größere Blase für Konzerte und Festivals. Das ist schon eher sinnvoll. Ich finde es krass und sehr reizvoll an dieser Vorstellung oder an der Problematik, die ihr angesprochen habt. Diese Vielfältigkeit von dem Ort, wo ich dann sein will. Wie muss der Körper denn sein, wenn er auf dem Mars überleben möchte. Wie ist es denn auf einem ganz anderen Himmelskörper? Wie ist es auf einem Raumschiff, das vielleicht eine künstliche Schwerkraft hat? Wie ist es auf einem Raumschiff, das nicht darüber verfügt? Und somit, glaube ich, gerade im Hinblick auf dieses Storytelling und einige Werke machen das ja auch schon hervorragend, gerade sowas wie The Expanse oder sowas, zeigt ja zum Beispiel, wie sich der Körper auch verändert und der Mensch sich verändert, wenn er zum Beispiel einer anderen Schwerkraft ausgesetzt ist und dann zum Beispiel auf der Erde nicht mehr landen kann, weil sein Körper dafür nicht mehr ausreichend kräftig gebaut ist. Und all diese ganzen Dinge finde ich jetzt erstmal nur unter dem Aspekt spannend zu schauen, der Mensch im Weltall und der Mensch auf einem anderen Planetoiden, oder auf einem anderen Himmelskörper, was macht das eigentlich, welche Herausforderungen haben wir da? Und natürlich dann noch in die Zukunft gesponnen, der ganze andere Bereich, Medizin, Genveränderung. Ja, was uns halt auch wieder zu einer ethischen Frage irgendwie schon auch bringt, zu sagen.
Inwieweit ist es denn eigentlich zulässig, inwieweit kann sich eine Gesellschaft darauf committen, zu sagen, wir verändern unsere Körper so, dass wir unserer Umwelt so angemessen sind oder so angepasst sind, dass wir vielleicht keine technischen Hilfsmittel brauchen, um hier zu überleben.
Wäre es nicht vielleicht sogar auch möglich, vielleicht sogar auch billiger, das hat man nämlich auch, also das ist auch noch ein Aspekt vielleicht ist es billiger menschliches Leben oder biologisches Leben, Tiere oder was auch immer zu produzieren, zu züchten und die genetisch so zu verändern dass sie Aufgaben erfüllen, die vielleicht sonst auch ein teurer Roboter machen könnte, also hirnlose, Servitoren zum Beispiel, also Woher mal vor die Kales grüßen, aber einfach tatsächlich, Wobei bei denen das ein bisschen anders gelaufen ist. Nur trotzdem, also könnten wir nicht uns eine Sklavenrasse züchten, die vielleicht kein eigenes Bewusstsein hat und jetzt mal ganz dystopisch gesponnen. Wo verlaufen denn die Grenzen? Ist das technisch möglich? Auch eine spannende Frage. Wobei eine gute Sklavenrasse, das ist natürlich, das ist wirklich dystopisch. Mir fällt gerade noch was anderes ein. Du hast gerade Warhammer 40k erwähnt. Ich denke jetzt aber auch mal an Dune zum Beispiel oder aber auch an andere Sci-Fi-Stories.
Da ist es ja nun mal auch so, dass bestimmte Aufgaben nur von Wesenheiten, die mal Menschen gewesen sind, vollführt werden können, die per se schon eine genetische Mutation haben. Bei Walmart 40K war es ein Gen für die Astropaten, glaube ich, dass man überhaupt navigieren konnte. Ja, die Psy-Fähigkeit, einfach, glaube ich. Bei Walmart 40K gibt es die sanktionierten Psyonika, also die entdeckt sind und geschult sind und es gibt freie Hexer oder wie die das nennen, das sind halt Leute, die dieses psionische Gen haben, aber nie geschult wurden. Und die werden dann verfolgt. Auch spannend, da mal zu schauen, inwieweit rückt denn auch das Thema Selektion da wieder in den Vordergrund. Ich meine, in den schlimmsten Zeiten unserer eigenen Geschichte haben wir es ja erlebt, dass Menschen versucht haben, andere Menschen ja auch irgendwie heranzuzüchten. Ich finde, das ist ja mit das Spannendste, was du da aufmachst. Also gerade mit Selektion und sobald es doch darum geht.
Das Fass aufzumachen in der Science Fiction, einen Menschen positiv zu verändern, der muskulöser ist, der Fähigkeiten hat, die er für diese Umwelt braucht, was wir gerade so angesprochen haben. Ab dem Zeitpunkt hast du Spaltung, hast du kulturelle Veränderungen und hast du Neid. Und du hast wahrscheinlich auch eben diese ganze Spannung mit, wer kann sich das leisten? Philipp, du hast es angesprochen, das Ethische.
Wann ist der Mensch denn dann eigentlich noch ein Mensch? Und wann dürfen wir ihn so bezeichnen? Und können wir, wie du, also ich habe abgefahren, dass das so der erste Initialgedanke ist, irgendwelche Sklaven zu schicken.
Upsi. Es ist vielleicht doch ein bisschen zu heiß in Köln. Aber nee, also das ist doch richtig, richtig viel Zündstoff, was dahinter steckt. Also nicht nur die Möglichkeiten rein technischer Natur, da werden wir uns ja bestimmt in Konzept folgen, auch wieder so dem nähern, was kann man eigentlich machen, wie kann man Gene verändern, wie kann man den Menschen verändern. Aber vor allem der Rassenkampf und der Kampf der Kulturen. Krass, super viel Zündstoff. Da denke ich gerade an die Situation, dass Menschen, die vielleicht über mehrere Generationen auf einem Planetoiden gelebt haben, sich vielleicht schon durch simplen Darwinismus anpassen konnten über einen sehr langen Zeitraum, also Stumpfevolution.
Dass die ja nun mal auch anders aussehen und gebaut sind als diejenigen, die beispielsweise auf anderen Hilfelskörpern wie der Erde noch leben. Und eine äußerliche Veränderung eines Menschen oder eine Andersartigkeit sorgt natürlich dann auch wieder für soziale Spannung. Total.
Sind wir gleich, sind wir nicht gleich das Problem haben wir ja jetzt schon auf der Erde.
Wobei es auf der Erde halt einfach auch nur eine Spezies gibt, die Mensch heißt. Also da gibt es ja keine irgendwie Unterart, nur Gott, was reden wir hier für einen Scheiß? Da gebe ich dir vollkommen recht, aber trotzdem ist der Mensch in der Lage, nur aufgrund äußerlicher Andersartigkeit eine Abwärtsung zu wollen. Das nennen wir Rassismus. Absolut, ja, natürlich. Und das ist ein Riesenthema. Und alleine liegt das schon, du sagtest gerade, Menschen auf anderem Planeten, die sich da möglicherweise durch Darwinismus, also durch Evolution verändern. Wenn wir wirklich diese Geschichten erzählen, dass wir vielleicht tausend Jahre auf einem Generationsschiff sind und möglicherweise Dinge gefunden haben, wie wir vielleicht Evolution in der einen oder anderen Richtung nochmal beeinflussen können und nochmal ein bisschen schneller machen können. Oder gar, weil wir auch mal über das Thema freie Liebe auf Generationsschiffen gesprochen haben oder vielleicht über organisierte Fortpflanzung da wirklich ganz konkreten Einfluss haben in die Evolution, dass man wirklich komplett evolutionär andere Menschen hat, die sozusagen in tausend Jahren ankommen, als sie vor tausend Jahren losgeflogen sind zum Beispiel. Das ist auch irgendwie eine super spannende Geschichte. Vielleicht ein Punkt, den wir jetzt noch mit hineinnehmen müssen, wäre die klassische Medizin. Wir wissen ja, dass wir zum Status jetzt schon relativ weit sind, zumindest von dem, was wir so hören. Da wäre es vielleicht auch mal interessant zu erfahren, in welchen Bereichen forscht der Mensch denn eigentlich gerade? Was ist denn so vielleicht die Zukunftstechnologie aktuell?
Welche Reise könnte das nehmen? Aber denken wir doch mal richtig Sci-Fi-mäßig, schnelle Versorgung auf Mehrgenerationsschiffen, auf Raumschiffen, auf Raumstationen. Wie bekommen die Medikamente? Wie werden die synthetisiert? Werden die vielleicht noch gebraucht? Was ist mit Impfungen, die vielleicht stattfinden müssen, bevor man überhaupt irgendwo leben kann? Was ist denn mit dem Problem, ja, jemand bricht sich ein Knochen, der heilt aber nicht schnell genug aufgrund der Schwerelosigkeit, was auch immer. Das ist, wie gesagt, das ist jetzt gefährliches Halbwissen.
Da kommen wir ja so langsam in den Bereich auch der Medizintechnologie der Zukunft. Thema Knochen und Organe drucken und dann einpflanzen. Das ist auch spannend, ja, voll. Oh ja. Oder generell das ganze Medizin-Thema wahnsinnig interessant. Und ich finde, das schlägt jetzt im Bogen, einen Schritt weiter zu gehen. Was ist denn mit der ganzen Kybernetik, also mit den ganzen Cyborgs? Also ich habe mal gehört, dass theoretisch die Erweiterung der körperlichen Beschränkungen durch Technologie einen Cyborg oder durch tragbare Technologie einen Cyborg definiert. So ganz grob. Gefährliches Halbwissen kann auch wieder völlig falsch sein, aber soweit ich da informiert bin, Niklas, wäret es du und Otti, du auch, ihr seid beide Cyborgs, allein dadurch, dass ihr Brillen tragt, weil Brillen ein Stück Technologie ist. Ich hab's immer gewusst. Genau. Weil Brillen ein Stück Technologie ist, was euch sozusagen unterstützt, einfach beim Sehen, logischerweise.
Und wo sind wir da aktuell? Also da auch Thema, zum Beispiel die Firma vom Elon Musk Neuralink, also da geht's darum, dass man Nerven sozusagen überbrückt, also dass man Impulse vom Gehirn abfasst oder abzapft, sag ich mal, und dem Arm oder dem Bein, was der Patient dann nicht mehr bewegen kann aufgrund eines Syndroms oder eines Unfalls, diesen Impuls sozusagen hinzufügt und er kann sozusagen nur dann durch die Kraft seiner Gedanken wieder sein Bein bewegen, hat das irgendwie überbrückt und solche Geschichten. Und daran anschließend dann ja ehrlicherweise auch genau die Frage.
Kombination oder Mensch-Maschinen-Interface. Und zwar jetzt ist es das Interface, das wir oft tippen oder mit dem Finger swipen, aber was ist, wenn wir unsere Gedanken direkt an eine Maschine, an einen Computer anschließen können? Was ist dann, funktioniert vielleicht auch sogar eine Gegenbewegung? Jetzt gerade müssen wir noch Inhalte über unsere Sinnesorgane aufnehmen, aber können wir nicht das überbrücken und können wir nicht uns direkt eben an einen Computer anschließen und das in zwei Wege, also einen Input reingeben, aber auch was rausbekommen? Solche Sachen finde ich auch extrem spannend.
So ein bisschen auch so diese Matrix-Vorstellung, finde ich, so gerade mit diesem Neuralink. Ich meine, jeder kann sich an diese Stelle erinnern, wo Neo kurz eben sagt, ich brauche mal schnell die Bedienungsanleitung von dem Helikopter, wie man den zu fliegen hat. Und dann sagt man, hier, pass auf, hier, lad die die mal eben kurz runter, zwei Sekunden und auf einmal kann er den Helikopter fliegen. Da muss ich sagen, dass also diese Vorstellung, die hat mich seit dieser Szene schon jahrelang begleitet, die mich. Weil ich auch wieder darüber nachdenke, naja, wie krass das wäre und welche Form von Übermenschen, du damit schaffen würdest, wenn sie so etwas im Kopf haben, irgendeinen Chip, irgendein Implantat und dann Zugriff haben, beliebig und ihre Fähigkeiten erweitern können. Damit haben diese Menschen ja einen so unglaublich krassen Vorsprung an Wissen, an Fähigkeiten, die andere nicht haben. Und man merkt wieder so eine komplette Spirale an gesellschaftlicher Ungleichheit, an Finanzen. Also wer verkauft denn diese Dinge? Wer verdient daran?
Macht man quasi? Ist das auch wieder moralisch, ethisch vertretbar? Aber ich habe so lange darüber nachgedacht, ich habe auch immer gesagt, naja, die Antwort darauf ist ja eigentlich total einfach.
Das ist ungerecht und das darf man halt eigentlich nicht machen. Und dann gucke ich in die heutige Welt und sage, naja, Zugriff auf Information, auf eine gute Bildung und sonst irgendetwas ist heute auch schon eigentlich genau unter diesem Dogma. Wer Geld hat, kann sich Wissen und vielleicht auch eine höhere Bildung leisten. Und diese Ungerechtigkeit ist eigentlich heute genauso da. Nur in so einem Science-Fiction-Szenario kann man das nochmal viel deutlicher, viel krasser erzählen. Und ich finde es schon sehr, sehr witzig, daraus was zu machen. Ich habe das so weit gesponnen, dass ich irgendwann Leute hatte, die davon gar nicht mehr lösen konnten. Die dann wirklich nur noch quasi in dieser Welt des Wissens verschwunden sind und sich sämtliche Implantate reingesteckt haben und nur noch quasi mit der virtuellen Welt verbunden waren. Dadurch aber auch halt krass irgendwie Dinge aufbauen konnten, also quasi wie so ein lebendiger Superalgorithmus als Mensch.
Achso, okay. Bis das dann irgendwann verboten worden ist und die dann zu so einer illegalen Techno-Sekte geworden sind, so in meinem Kopf, dann habe ich das nicht mehr weitergesponnen. Aber das fand ich irgendwie witzig. Ging natürlich auch wieder, wir sind ja ein bisschen geprägt von Warhammer, aber irgendwie mochte ich, dass dann die Leute da alle nur noch so völlig zugeballert mit irgendwelchen Kabeln im Hirn nur noch auf ihrem Sessel sitzen und die Welt nur noch so wahrnehmen und dadurch aber auch wahnsinnige Vorteile haben. Fand ich mir auch so ein bisschen Richtung Cyberpunk. Ja, voll, voll, voll. Ja, total.
Ja, und vor allen Dingen, wir sind ja auch nicht so weit weg davon, zu sehen, was Technologie mit uns und unserem Wohlbefinden auch macht, wenn es darum geht, sie zu benutzen. Benutzen viele Technologie ja in der Regel, um sich abzulenken. Oder um mal irgendwie rumzuscrollen. Thema Deathscrolling. Technologie wird ja nicht immer grundsätzlich dafür benutzt, dass man sich Wissen aneignet, sondern es wird auch oft einfach zum Spaß benutzt. Das heißt, wenn so eine Technologie wie Orthisi beschreibt, da ist, dann benutzen die Leute sie vielleicht als Realitätsflucht.
Und leben ihr Leben halt wirklich in so einem Second Life. Da gibt es ja auch schon genügend Storys, die sich darum drehen. Surrogates wäre jetzt hier ein Film, der jetzt nicht sonderlich gut ist, aber der das Thema beleuchtet. Oder ich habe die Tage noch Minority Report gesehen. Wo sich die Leute in so Kapseln legen können, um einmal ihren Chef zu erschießen. Oder jetzt blödes Beispiel, einfach mal den Pulitzer-Preis überreicht zu bekommen. Also die Technik wird nicht immer nur für das Fortkommen der Menschheit genutzt, sondern der Mensch benutzt es auch für sein eigenes Vergnügen. Und ich glaube, das dürfen wir auch ruhig mitspinnen. Absolut. Ich fand das super dargestellt in der Serie Caprica. Das ist eigentlich eine relativ unbekannte Vorgeschichte zu Battlestar Galactica. Letzten Endes geht es darum, wie der erste Zylon-Krieg zustande kommt, aber da zeigen die halt eben auch so Jugendliche, die sich auch quasi über so ein Kabel oder über so ein Headset anschließen und vollkommen in diesem Second Life sind und da war halt eben auch das Reizvolle, dass sie sich ihren eigenen Avatar erstellen konnten, wie sie wollen. Die konnten sich an jedem beliebigen virtuellen Ort treffen. Und das, glaube ich, ist halt auch nochmal krasser. Ich meine, wir sind jetzt schon abhängig von unserem Handy.
Philipp, du hast ja gesagt, wir sind Cyborgs mit der Brille im Prinzip. Aber die Frage ist ja auch immer, ab wann kannst du dich von so einer Technik lösen? Könnten wir uns von unserem Smartphone lösen? Könnten Jugendliche, die an jedem beliebigen Ort, die sich sämtliche Kleidung digital erstellen können, oder, weiß ich nicht, die abgefahrensten Orte besuchen können, können sie sich davon lösen? Und wie prägt das die Gesellschaft? Also ich habe natürlich auch echt immer, wenn ich das gesehen habe und an meine eigene Tochter denke, dann könnte ich mir vorstellen, dass ich die oben auf ihrem Zimmer sitze in zehn Jahren und nicht mitkriege, was sie da gerade tut, aber die abgefahrensten Abenteuer erlebt. Und man halt sagt, ja, du hast jetzt aber genug da. Und jetzt liest mal ein anständiges Buch. Und da spielt man ein anständiges Computerspiel. Genau, da spielt man ein anständiges Computerspiel. So wie wir damals noch mit der Postfaktur. Schau dir was an, was wir alle sehen können. Ne? Genau. Zum Beispiel. Papa, echt mit einer Tastatur? Da muss ich ja drauf tippern. Das ist total dämlich. Leute, ihr lacht. Ich mache ja regelmäßig Workshops mit jungen Leuten. Und wenn wir denen Laptops geben, wenn die zum Beispiel Einstieg in die Programmierung machen sollen, die können mitunter nicht mit der Maus umgehen. Das ist verrückt. Das ist wirklich so. Ich finde, das ist wirklich, wir hatten drüber gesprochen im Zug. Genau.
Da komme ich auf die Vorstellung, komme ich auch noch nicht so ganz klar.
Aber ja. Aber es ist Realität und es verändert sich. Wir werden bald nur noch Touchscreens haben. Weil die jetzige Generation, die gerade heranwächst, ist daran normal gewöhnt. Wobei ich jetzt tatsächlich, wie du gerade sagst, wenn wir jetzt nur noch Touchscreens haben, ich bin gerade dabei, so ein bisschen zu Hause irgendwie umzubauen und wir überlegen gerade eine neue Küche zu haben. Und wir haben uns jetzt für einen Backofen oder einen Herd-Backofen-Kombi entschieden, die ganz bewusst wieder Knöpfe, also so richtige Handles, glaube ich, heißt das hat, also richtige Drehknöpfe hat, weil wir es beide so bei Freunden, bekannten Eltern und so weiter erlebt haben, wie das halt mit diesem Touchscreen ist, der halt bei so Herden oft nicht funktioniert, gerade wenn man nasse Hände hat oder irgendwie sowas. Und das nervt uns total. Deswegen wurde es tatsächlich beim Kochen jetzt für die analoge Variante entschieden, fand ich irgendwie auch eine ganz... Der Götterkomplex der Küchenratgeber. Wir empfehlen ganz klar Drehknöpfe. Und apropos Drehknöpfe und wo wir jetzt gerade so bei Geräten sind, bei diesem ganzen Thema Bioengineering finde ich auch wahnsinnig interessant, wenn man sich mal die Komponente abseits des Menschen anschaut. Also zum Beispiel die Bionik. Die Bionik ist ja ein Wissenschaftszweig oder Ingenieurszweig, Zweig, der sich damit befasst.
Biologische Komponenten oder Komponenten, die man aus der Biologie kennt, in Technik zu übertragen. Also zum Beispiel dieser Lotus-Effekt. Ich weiß nicht, ob ihr das kennt. Das sind die selbstreinigenden Pflanzen oder die Lotusblume, wo Dreck oder Wasser einfach abperlt, ohne dass da irgendwie Rückstände sind. Das hat man natürlich, oder hat man versucht zu, ich glaube sogar erfolgreich, kommt man das jetzt anwenden auf andere Oberflächen oder synthetische Oberflächen. Oder eben auch so, es gibt auch diesen Haifisch Anzug zum Beispiel, für Schwimmer. Da hat man dann die Haut des Haies irgendwie nachgebaut, sodass man einfach weniger Wasserwiderstand hat. Und da ist man halt selber nicht drauf gekommen. Das sind einfach evolutionäre Produkte, die man halt kombiniert hat. Und was ich da wahnsinnig, wahnsinnig interessant finde und ich da definitiv auch stärker in die Recherche einsteigen möchte, ist, ich hatte mal gehört, Das ist möglicherweise eine sehr, sehr effiziente Art und Weise, Informationen zu speichern oder riesige, gigantische Datenmengen zu speichern, die wir irgendwann brauchen, auch gerade so auf Generationenschiffen und überhaupt, weil das hier generiert ja alles ständig Daten und es werden immer mehr, viel, viel mehr Daten. Ja, Orti kann da Lied von siegen, ich habe es schon gehört, der temporäre Sprecher war total voll. Ja, die Aufnahme ist abgebrochen. Die Aufnahme war weg. Genau, da bin ich aber auch noch ein Dinosaurier. Wenn ich mittlerweile gucke.
Dateien, die dann irgendwie... Du guckst auf eine Festplatte und denkst, wieso, da sind doch 250 Gigabyte drauf, das ist doch viel.
Da passen ja noch ein paar Daten drauf heutzutage. Genau, also mega spannend, was du da ansprichst. Das hatte ich auch mal gelesen. Genau, also dass eine super effiziente Möglichkeit ist, Daten zu speichern, ist eben mit Hilfe von DNA und synthetischer DNA. Das heißt, man generiert einfach einen Code, eigentlich der Code des Lebens, aber diesen Code kann man auslesen oder kann man schreiben und auslesen. Und das Krasse ist halt einfach, wie gesagt, ich muss es nochmal wirklich im Detail nochmal recherchieren, aber soweit ich weiß, ist nur mit ganz wenig Milliliter Flüssigkeit, also DNA, was in so einer Flüssigkeit gelöst ist, kann man weiß nicht wie viel zig Petabyte irgendwie speichern. Also da sind extreme Datenmengen wohl möglich, die man speichern kann. Und das finde ich ein irre spannendes Konzept. Das ist wirklich cool.
DNA-Speicher. Ja, voll. Da kommt man aber auch wirklich so im Kopf an seine moralischen Grenzen irgendwie. Also ich zumindest. Ja, also ich finde das so. Ich habe das auch nicht so ganz geblickt. Ich hatte das ja auch so ein bisschen recherchiert. Weiß auch nicht, was damit möglich ist. Aber das Fass, was ihr ja auch aufmacht mit solchen Sachen.
Finde ich, geht auch nochmal ganz stark in die Richtung, auch was ihr angesprochen habt mit diesem ganzen Drucken von Organen und von Biomaterie und sowas. Dass ich mir auch denke, naja, wie sieht es denn dann auch mit der Sterblichkeit aus von den Leuten aus? Wie krass entwickelt sich die Medizin in Bezug auf Krankheiten, die es dann vielleicht nicht mehr geben wird? Wie stark kannst du den Menschen wirklich verändern, umformen? Und ja, vielleicht sind die Leute dann wirklich 300, 400, 500 Jahre alt. Das ist überhaupt gar kein Problem. Und auch so diese Fragen müssen wir ja auch irgendwie beantworten, weil das halt also Medizin und diese ganze Technik, wenn sie da ist, bestimmt sie natürlich auch wieder komplett unseren Alltag und das komplette Leben der Bewohner im Götterkomplexuniversum. Und das finde ich halt auch wieder, also das ist schon wieder ein riesen, riesen, riesen Brett an Dingen, die geklärt werden müssen, wo wir halt schon wieder auch in so eine Herausforderung kommen.
Welche Technik gibt es eigentlich, also zu welcher Zeit. Das werden wir auch so ein bisschen im Zeitstrahl darstellen müssen und auch gucken, welche ethischen Debatten liegen dahinter, welche werden geführt, welche schließt man vielleicht auch aus oder welche Wege ist man gegangen, ist man den komplett krassen Cyberpunkweg gegangen oder den krassen Warhammerweg, wo alle Leute wirklich nur noch Schläuche im Kopf haben, bis man merkt, das ist vielleicht nicht die beste Idee. Gibt es den Trend zu Humanismus? Gibt es den Trend zu Cyborgs?
Und das Leben, wie lange ist es denn eigentlich? Wie lange lebt der Durchschnittsmensch im Götterkomplex-Universum? Welche Krankheiten gibt es noch? Finde ich auch mega, mega krass. Finde da auch nochmal spannend, auch dieser ganze Bereich mit Nanotechnologie im Blut. Dass man sich vorstellt, jeder kriegt halt irgendwie zur Geburt so eine kleine Spritze mit kontrollierenden Nanobots, die durchs Blut schwimmen und dann schon erkennen, ach guck mal, da ist doch ein Krebsgeschwür oder eine anbahnende Krebszelle, Die wird automatisch vernichtet oder hier sind Gene, die da nicht hingehören und diese Nanobots verändern das.
Da ist so, so, so viel Stoff drin. Ja, total. Aber ich will einmal kurz nochmal eine Rolle rückwärts machen. Du hast gerade einen Punkt angesprochen, die Menschen werden immer älter. Was macht das denn mit einem Mehrgenerationsschiff? Was macht das denn mit einem Bereich oder einem Habitat, das nun mal räumlich begrenzt ist? Dürfen dann überhaupt noch Kinder geboren werden? Wann dürfen Kinder geboren werden? Was ist mit den Ressourcen, die zur Verfügung stehen, wenn wir immer älter werden? Das ist ja nun mal auch jetzt schon ein Thema bei uns. Wie versorgen wir diese Menschen auch im Alter? Wie lange dauert das Lernen dann für diese Menschen? Ist dann vielleicht eine Lehrzeit von 30 Jahren normal auf einmal? Klar. Ich hoffe nicht. Oh nein. Ja, ja. Wir hatten ja so ein bisschen mal drüber gesprochen, ob das ein Aspekt freie Liebe oder Zwangsfortpflanzung auf Generationenschiffen, das müsste man vielleicht auch übertragen auf Generellgesellschaften. Wenn die Menschen immer älter werden, wenn die 300 Jahre, 400 Jahre, 500 Jahre werden, dann ist das wirklich tatsächlich eine Frage, die man sich stellen muss, ob man da wirklich in irgendeiner Art und Weise Regulation von Geburten hat. Oder gibt es halt medizinisch irgendwo tatsächlich einfach eine Grenze? Dass man halt sagt, wir werden es nicht aufhalten können.
Mit 150 ist Schluss oder so. Ich finde diesen Impact so krass, wenn man über dieses Lebensalter und über die Gesundheit nachdenkt, dass du überlegst, du guckst dir jetzt eine Sci-Fi-Geschichte an, du siehst jemanden, der ist gefühlt 50 Jahre alt, du identifizierst dich auch mit dem Lebensalter 50. Vielleicht ist der aber 150 Jahre alt. Und ich finde es wieder wahnsinnig schwer, mir vorzustellen, wenn wir so dahin gehen von der medizinischen Technik, dass das quasi ein Standard ist, dass die Leute 150, 200, 300, 400 Jahre alt sind, im Körper eines für uns jetzt aussehenden 50, 60-Jährigen oder 40-Jährigen.
Das zu bedenken, diese Jahreszeit, das ist ja fast wie die Elben von Tolkien oder sowas. Wobei, die wären, glaube ich, 1000 Jahre alt. Aber du hast es halt eben nicht mit einem Jungen, einem Erwachsenen zu tun, sondern mit einem alten, weisen Mann oder einer alten, weisen Frau. Das ist ein Wahnsinnsunterschied, wie ich die Charaktere beschreibe. Das stimmt. Die Frage ist aber, ob das überhaupt noch eine Relevanz hat. Weil wir beschreiben ein Jahr mit der Umrundung der Erde um unsere Sonne, also mit der Umrundung unseres Planeten um unser Gestirn. Wenn ich auf einem anderen Planeten bin, hat der vielleicht eine ganz andere Definition von Jahr. Weil das Jahr vielleicht so schnell ist wie drei Tage zum Beispiel, dann zählst du ja automatisch dann auf einmal 300 Jahre, weil du halt super schnell um die Sonne rumdüst. Oder du bist super langsam und bist halt wirklich erst 50, aber nach Erdenjahren sind es 350 oder sowas. Das heißt, das ist grundsätzlich eine sehr, sehr spannende Frage.
Wäre diese Folge über das Alter nicht vielleicht auch obsolet oder einfach damit abgecancelt, indem man sagt, naja, es kommt dann drauf an, wo du halt lebst, wie lange deine Zeiteinheit ist. Wenn dein Tag sowieso schon 30 Stunden dauert und dein Metabolismus sich darauf eingestellt hat, dass du halt einfach... Sechs, sieben, acht Stunden pensst, aber dann wirklich 20 Stunden wach bist oder 25 Stunden wach bist, da verschiebt sich ja doch sowieso irgendwie alles. Weißt du, was ich meine? Ja, du bist aber deswegen ja nicht zwingend älter. Wir haben ja sowas wie, ein Ablaufdatum in den Genen fest verankert. Und das wird ja ein bisschen weiter nach vorne geschoben gerade, aber irgendwann ist Schluss. Es gibt halt, so wie ich das, also hier auch wieder gefährliches Halbwissen. Orti, korrigier mich bitte, ich glaube, du weißt da ein bisschen mehr, aber es gibt halt sowas wie Sollbruchstellen.
Und das kann man nicht dadurch, dass ein Planet sich halt langsamer oder schneller bewegt, halt irgendwie verändern. Was man aber vielleicht schon bedenken muss, ist in diesem Kontext, den du gerade genannt hast, Philipp, wie verändert sich das Leben dann? In welchen Einheiten wird dann gerechnet? Das ist auch nochmal spannend. Das wäre so ein anthropologischer und Kulturgedanke, den man sich mal vielleicht stellen könnte, jetzt nicht in diesem Kontext, aber in anderen.
Die Frage, die sich mir da wieder stellt, ist aber das Leben der Menschen an sich, wenn sie älter werden. Zum Beispiel das System der Paarbindung. Wenn wir sagen, bis das der Tod uns scheidet, reden wir dann vielleicht von maximal 50 Jahren Ehe. Vielleicht ist das ja dann auch mal irgendwann erledigt, weil man sich denkt, also die nächsten 50 Jahre gehe ich gerne mit der Person einen Pakt ein, aber danach muss man echt nochmal reden. Das finde ich sehr schön, ja. Sehr schön. Ich will mir übrigens, das würde ich gerne recherchieren, ernsthaft, da melde ich mich schon mal an für das Thema, würde ich gerne mal nachschauen. Weil irgendwo von muss ja dieses sogenannte Ablaufdatum einer menschlichen Zelle oder generell einer biologischen Zelle bestimmt sein. Und wovon soll es nicht bestimmt sein als von äußeren Einflüssen? Das ist, glaube ich, man geht dem ja auf die Spur, auch gefährliches Halbwissen, haben wir ja heute schon häufiger gesagt. Das ist ja im Zellcode, im Erbgut schon definiert im Prinzip. Wir wissen, dass es veränderbar ist. Genau, man forscht ja auch daran und versucht, genau diesen Quellcode im Prinzip herauszufinden und vielleicht auch das zu manipulieren.
Das ist so die Frage auch. Finden wir in unseren Konzeptfolgen da schon Ansätze? Wollen wir das machen? Dass man sagt, hat man rausgefunden und konnte man beliebig verändern oder wir sagen, das ist Quatsch. Es bleibt ein letzten Endes biologisches Alter von 100, 110 Jahren. Wie auch immer wird es definieren. Spannend fand ich aber noch, und das ist die Unterscheidung, weil Philipp, du hattest angesprochen, die Jahre auf den verschiedenen Planeten oder die Jahre, in denen ich tatsächlich quasi bewusst wach bin, weil ich unterwegs bin in meinem Raumschiff oder in eine Kryokammer gehe oder was auch immer, oder in solche Stoporkammern, wie wir das gesagt haben, in einem Winterschlaf versetzt werde.
Das ist schon richtig. Auf dem einen Planeten dauert ein Jahr vielleicht wesentlich weniger als auf einem anderen Himmelskörper. Aber ich meinte trotzdem, wenn die Menschen 200, 300 Jahre effektive biologische Zeit haben, werden sie vom Charakter anders sein als jemand, der nur 50 Jahre effektive Zeit hatte. Unabhängig, ob das auf dem Mars 300 Jahre sind oder auf der Erde zwei Jahre sind. Das ist ein wirklich ganz blödes Beispiel. Denn die Lebenszeit, also meine effektive Lebenszeit und meine Erfahrungen verändern mich so stark, dass es, finde ich, schon eben, wie gesagt, eine krasse Bedeutung hat. Wie zeichnet man die Charaktere dann? Ja, ich glaube auch, da stoßen wir auf ganz viele, ganz spannende Geschichten.
Und ich habe jetzt nicht mitgezählt, wie viele Fässer wir hier gerade aufgemacht haben. Ich weiß nur, dass wir jetzt eine gigantische Reise vor uns haben und ich wirklich, wirklich gespannt bin und wir gespannt sind, was am Ende des Tages dabei herauskommen soll. Und jetzt sind natürlich auch wieder unsere Hörerinnen und Hörer da draußen gefragt. Wenn ihr schon Ideen habt oder vielleicht schon getriggert wurdet von der einen oder anderen Sache, die wir hier so geäußert haben, dann lasst es uns doch einfach wissen. Schickt uns ruhig eine Mail an info-at-götter-komplex.de. Findet uns natürlich auch bei Discord, kein Problem. Dort dürft ihr auch fleißig mitdiskutieren. Wir werden dort einen entsprechenden Thread halt aufmachen, wo es um das Thema Biotech gehen wird. Und ja, wir freuen uns wirklich sehr auf eure Zuschriften. Liebe Jungs, liebe Mitgötter, bleibt nur uns die Aufgabe.
Lass uns recherchieren gehen. Lass uns zusehen, dass wir uns und die Menschen da draußen, die mitmachen wollen, mit Infos versorgen. Ich freue mich da wirklich sehr drauf. Herzlichen Dank für diese tolle, angeregte Diskussion. Voll. Ich muss auch sagen, ich bin jetzt auch mega angefixt, mega angefixt von einigen Themen, die ich mir so mitgeschrieben habe und ich könnte mir wirklich vorstellen, dass wir von euch, liebe Hörerinnen und Hörer da draußen, auch noch das ein oder andere Input, das ein oder andere Thema mit auf den Weg bekommen. Ich freue mich da auch wirklich sehr auf die Reise, die wir jetzt eingehen. Ich kann mich nur anschließen. Ich habe vorher immer gedacht, naja, kurzes Thema, schnacken wir ein bisschen drüber und dann denkst du, oh scheiße, oh krass, ja, genau. Also das müsste man bedenken, ach du scheiße. Auf der anderen Seite bin ich wieder extrem neugierig, was am Ende dabei rumkommt und wie diese Themen, diese Themenreihe unser komplettes Universum beeinflussen wird, freue ich mich mega drauf, habe viel mehr Respekt jetzt davor, als ich eigentlich gedacht habe. Aber ja, so ist das nun mal. Ihr kennt das. Könnte wieder ein halbes Jahr dauern, bis wir das alles durch haben. Ich habe einverstanden.
Das Götterkomplex-Universum ist geduldig. So ist das. Und vor allen Dingen heißen wir Götterkomplex und nicht Götter einfach. Spaßlos. Der kam flach. Liebe Freunde, wir verabschieden uns. Wir wünschen euch einen wunderschönen guten Morgen, wunderschönen guten Mittag, wunderschönen guten Nachmittag, je nachdem welche Space-Zeit gerade bei euch ist. Wir bedanken uns, freuen uns auf die nächste Episode, freuen uns auf das Miteinander und die Diskussion mit euch und verabschieden uns würdevoll mit einem medizinisch geschwängerten, Enhaut nie! So, jetzt aber. Wusch, wusch.