Ich weiß ja nicht, welches ominöse Geheimnis wir jetzt noch um unseren Midgob Orti, der jetzt gerade nicht mehr an seinem Platz sitzt, lüften können. Ich weiß, dass er ein ziemlich schlechter Verlierer ist, wenn es um Warhammer geht. Dass er die Modelle nicht durch den Raub schmeißt, ist auch alles. Umso mehr Spaß macht es dann natürlich, wenn man dann siegreich gegen ihn vom Feld geht. Allerdings. Das Eingeständnis des Fremdsieges kommt dann Monate und Jahre später. Aber es kommt zumindest, immerhin. Aber es kommt, genau. Wir haben den Ortilieb, das muss man an der Stelle definitiv festhalten. Das haben wir wirklich.

Music.

Ihr hört den Götterkomplex-Podcast. Tag zusammen, Niklas hier. Wir präsentieren euch eure regelmäßige Dosis Sci-Fi-Raumfahrt-Lach-und-Sach-Geschichten. Ja, ich bin nicht alleine im Studio. Mit mir sitzen meine lieben Mitgötter bei mir. Und die sind nicht nur aus Eisen und Nullen bestehend, sondern wirkliche Menschen. Ich begrüße die göttergleiche Stimme am Mikrofon mit einem ganz neuen Mikrofon. Premiere gut überstanden. Hallo Otti. Hi, schönen guten Tag an alle da draußen. Und ich begrüße unseren anderen Mitgott, Philboy. Und Philboy, das ist dein großer Tag heute. Du durftest wieder ran. Ja, ja, ich bin ganz weit aufgeregt. Hallo zusammen. Ihr Lieben, ihr hört eine sogenannte Konzeptfolge. Kurze Erinnerung, Konzeptfolgen sind dafür da, dass einer von uns losgeht, zu einem Thema recherchiert und dieses Thema dann hier vorstellt. In den vergangenen Episoden haben wir viel über das Thema KI gesprochen, aber vor allen Dingen auch darüber, wie KI, heute betrachtet wird, was sagt die Wissenschaft dazu, was haben wir schon bereits davon gehört und wie könnte KI auch eine Welt, wie wir sie kennen, verändern und beeinflussen. Heute wollen wir mal einen Schritt weiter gehen und wollen mal überlegen, wie könnte KI sich denn in unserem Science-Fiction-Universum entfalten und Philboy ist mal wieder umtriebig gewesen. Er hat seine Gehirnwindung mal aktiviert und hat überlegt, wie könnte sowas denn aussehen? Philboy, was hast du herausgefunden?

Ja, tatsächlich hat mich das schon sehr umgetrieben und ich habe in der Tat ein bisschen recherchiert, aber vor allem irgendwie viel nachgedacht, weil die letzten Folgen unglaublich gut recherchiert waren, sehr viel Inhalt geboten haben, sehr viel Fakten geboten haben, mich aber irgendwie nicht weitergebracht haben in meiner Vorstellung von unserem Götterkomplex-Universum, wie wir mit KI irgendwie umgehen können. Und ich kann mich nach wie vor irgendwie nicht vor dem Gedanken erwehren und das tut mir aber leid, dass ich das immer wieder wiederholen muss, dass ich aber immer das Problem damit habe, denke ich, KI weiter.

Brauche ich eigentlich keine Menschen mehr und dann brauche ich auch keine Geschichten mehr darüber zu schreiben, weil Geschichten funktionieren nur mit Menschen und nur mit Emotionen. Und so ist zumindest meine feste Überzeugung. Oh, da gehen wir definitiv d'accord.

Genau. Ich finde eine Geschichte über einen Roboter ziemlich langweilig. Wobei eine Ausnahme gibt es. Kennt ihr den Film Wall-E von Pixar? Den Film mag ich. Ja, genau. Aber den magst du, weil es im Prinzip, jetzt erzählt eine Geschichte angeblich eines Roboters, aber letztlich erzählt es eine Geschichte über menschliche Emotionen und menschliche Gefühle und über Liebe und über Freundschaft. Und letztlich ist es menschlich. Also was da passiert. Und das ist ja das in Anführungsstrichen Problem, was überall so ist. Du kannst ja so viele Dinge und so viele Geschichten erzählen, wie du lustig bist. Im Endeffekt kann sich der Mensch immer nur mit menschlichen Emotionen assoziieren. Selbst wenn es über Roboter geht, erzählst du dann letztlich eine Geschichte zwischen Menschen und Robotergestalt. Ich fand das mega spannend, was du gerade gesagt hast. Also ich verstehe deine Prämisse total, dass du sagst, wenn ich KI weiterspinne und ich irgendwie denke, naja, dann braucht es irgendwie ja keine Menschen mehr und keine Geschichten mehr über Menschen. Aber dann hättest du ja eigentlich das Futter für die Geschichte, wie die KI die Menschheit ersetzt hat. Das wundert mich nämlich gerade, also selbst wenn ich KI weiterdenke und sage, ja KI übernimmt jetzt den Arbeitsmarkt, KI macht alles, steuert unsere Raumschiffe und Weltraumgefichte werden über Drohnen gemacht, dann wird es ja trotzdem noch Menschen geben und solange es Menschen gibt, gibt es Geschichten.

Das fand ich so interessant, gerade an deiner Aussage. Also es ist ja die Frage, wie man KI in der Geschichte sozusagen ausgestaltet und was man sie machen lässt. Aber wenn du sagst, naja, wenn ich KI weiterdenke, dann gibt es quasi keine Menschen mehr und dann keine Geschichten mehr. Das wäre für mich eine total spannende Geschichte, wie es da hingekommen ist. Chapeau.

Chapeau, das ist ein gutes Argument. Aber ja, ich würde es dahingehend vielleicht sogar erweitern müssen, indem ich halt sage, dass ich gerne, sehr gerne Geschichten über raumfahrende Menschen erzählen möchte. Das hatten wir, glaube ich, in unserer allerersten Episode Götterkomplex, das ist meine Faszination Science-Fiction, meine Faszination Weltraum. Ganz fundamental mit Raumfahrt zusammenhängt und ganz fundamental auf einem Raumschiff, auf jeden Fall, also in jeder Geschichte, die ich schreiben werde im Science-Fiction-Universum, wird es sehr wahrscheinlich irgendwie um Raumschiffe gehen und Menschen, die auf Raumschiffen sind. Das heißt, es geht in deiner Vorstellung nicht darum, KI, also wenn du KI logisch weiterdenkst, denkst du, dass genau diese Entwicklung, all diese spannenden Geschichtserzählungen, von denen wir früher geträumt haben, eigentlich obsolet macht. Und das findest du kacke Und deswegen suchst du nach Inspiration, KI anders zu erzählen oder so zu erzählen, dass das KI-Level quasi da ist oder es KI gibt, aber es trotzdem so ist auf einem solchen Niveau, dass die Menschen dann trotzdem noch einen sehr aktiven Part haben und viel aktiv tun müssen und eben nicht komplett durch Maschinen und Modelle oder Algorithmen ersetzt werden. Ist das so ein bisschen mehr deine Prämisse? Ja, könnte man so zusammenfassen. Also vielleicht gebe ich kurz ein Beispiel.

In meiner Vorstellung denke ich KI weiter. Findet zum Beispiel die Lebensmittelproduktion agrarmäßig, findet komplett automatisiert mit Agrar-KI statt. Rohstoffe werden auf Asteroiden irgendwo im Weltraum gewonnen. Alles vollautomatisiert durch KI. Die Menschen im Prinzip langweilen sich, ergeben sich oder beschäftigen sich mit schönen Dingen, mit Kunst, mit Literatur, mit einfach geistig anspruchsvollen Dingen, jetzt mal in so einer klassischen Utopie. Natürlich kann ich darüber eine Geschichte erzählen, aber dann erzähle ich im Endeffekt eine ganz andere Geschichte, die vielleicht in einer Art goldenen Käfig spielt. Und das.

Hat alles seine Berechtigung, aber das trifft nicht meine Vorstellung vom Götterkomplex-Universum, weil dann hätte ich mir die letzten Folgen eigentlich auch sparen können. Dann hätten wir uns die Folgen über Krieg im Weltraum sparen können, weil, hey, well, dann, also für mich ist das fast entweder eine Utopie oder eine Utopie, die in einer Dystopie umschlägt, aber ich habe keine raumfahrenden Menschen, über die ich Geschichten erzählen kann und mir war einfach nicht klar, wie diese, Komponente KI irgendwie koexistieren kann mit den Menschen. Und ich sehe schon wieder ganz viele Finger. Ich glaube, ich komme heute nicht mehr zum Konzept, aber das ist ja schön. Ich finde es schön, dass deine eingehenden Worte auch sofort dafür sorgen, dass wir auf diesen Zug aufspringen. Wir sind ja gerade bei dem Thema, wie möchten wir eigentlich Geschichten erzählen? Ich sage es gerne nochmal, wir haben ja auch in Diskussionen mit anderen Menschen, die ja ähnliche Probleme haben, nämlich wie gestaltet man eigentlich eine Science-Fiction-Welt?

Immer wieder an den Punkt kommen, Logik versus, ich will eine gute Story erzählen. Wenn ich alles herleite und alles wissenschaftlich begründe, kann es mitunter stinklangweilig sein und das wollen wir ja gar nicht. Und was ich noch dazu sagen wollte, ich war ja, und jetzt mache ich mal kurz ein Recap auf eine Episode, die wir schon gemacht haben, wo Orti uns mal vorgestellt hat, wie sich KI eigentlich entwickelt, festgestellt, dass KI so, wie sie sich entwickelt, so wie wir die Sprünge letztendlich einordnen können, naja, so weit weg sind, dass wir eigentlich auch die nächsten paar hundert Jahre mit einer KI leben würden, die es uns ermöglicht, spannende Storys zu erzählen, weil der Mensch immer noch im Mittelpunkt steht. Und da war ich schon sehr beruhigt, muss ich ganz ehrlich sagen.

Und ich denke mal, das wird dir ja dann auch geholfen haben. Kurze Erinnerungen für all die Leute, die Bock haben, mal nachzuhören, was wir denn schon alles über das Thema KI erzählt haben. Ihr braucht hier kein Vorwissen in dieser Episode, das sei mal wirklich gesagt. Aber wenn ihr Bock habt, dann hört euch doch einfach mal die letzten Episoden an, überall da, wo es Podcasts gibt. Und wenn ihr schon dabei seid, dann hinterlasst doch mal den einen oder anderen Stern oder positiven Kommentar. Wird definitiv beantwortet und wir bedanken uns herzlich dafür. Ich lasse dich sofort loslegen, Philipp. Ich finde nur total schön, dass wir zum ersten Mal irgendwie an einem Punkt sind. Normalerweise suchen wir in unseren Konzeptfolgen immer nach Ermöglichung. Also wir gucken in der Wissenschaft und denken, ja, hier gibt es was, das könnte Probantrieb ermöglichen. Hier, das könnte das machen. So könnte eine Raumstation aussehen und so können Raumschiffe wirklich umgesetzt werden. Und jetzt hat man dieses KI-Thema und sagt, ja, ja, das ist alles möglich oder das könnte möglich sein unter den und den Voraussetzungen. Und man sagt, ja, scheiße, aber das will ich nicht. Also dieses Ding, dass eigentlich die Wissenschaft, du hattest auch im Vorgespräch gesagt, ja manchmal ist das richtig kacke, dass man merkt, das ist ja gar keine Science Fiction mehr und irgendwie entwickelt sich das in eine Richtung, wo wir vor 15 Jahren, wo sich unsere Science Fiction Welt sozusagen, unsere Fantasie etabliert hat, sich so weit entwickelt, dass man merkt, ja kacke, aber diese Geschichten können wir gar nicht mehr so erzählen, weil die Technik schon so weit ist. Oder es sehr, sehr glaubhaft ist, dass sie sich eben gerade so entwickelt, wie du gerade befürchtest für Storytelling.

Und es fällt mir gerade zum ersten Mal auf, dass so eine Konzeptfolge, wo man sagt, ja, das ist alles möglich und es gibt ganz viele Wege, wie sich KI entwickeln kann. Und man sagt, ja, aber das will ich nicht.

Ja, vielleicht dazu noch eine Bemerkung. Du hast es genau richtig erkannt. Das ist zum ersten Mal der Fall, wo man sagt, vielleicht ist es doch gar nicht so cool, in welche Richtung es geht. Oder was es alles für Möglichkeiten gibt. Weil ich glaube, damit berühren wir, auch wenn wir das nie sein wollten und nie sein werden, aber wir berühren damit doch eine sehr heiße gesellschaftliche Diskussion. Und die ist wirklich, glaube ich, noch lange, lange, lange nicht ausdiskutiert und auch noch nicht lange in unserer Gesellschaft ausverhandelt, wie wir damit umgehen können. Weil ich glaube ganz persönlich, dass wir die Entwicklung, die wir seit zwei, drei Jahren ganz massiv, also in einem Consumer-Markt sehen, mit angefangen von einem JGPT über Millionen anderer Anwendungen, dass das so bahnbrechend ist, dass wir wahrscheinlich erst in 10, 15, 20, 30 Jahren in der Rückschau erkennen können, in was für einer...

Was für eine Entwicklung das Ganze hier gerade irgendwie einnimmt und wie mahnbrechend das sein wird. Ich habe für mich einfach genau mal versucht, das Ganze irgendwie in unseren Götterkomplex einzubinden, bin aber erst zaghaft vorgegangen. Vielleicht dazu Einordnung einmal. Wir hatten ja überlegt oder wir sind dabei, einen Zeitstrahl des Götterkomplex-Universums zu schaffen. Und wir möchten ja am Ende ein Universum haben.

Was gar nicht besonders auf unser Sonnensystem konzentriert ist, sondern in einer weit entfernten Zukunft letztlich spielt, auf weit entfernten Planeten, um einfach auch so einen gewissen Abstand, aber auch gewisse Freiheiten zu bekommen. Aber trotzdem erzählen wir ja diese Geschichte ausgehend von unserer heutigen Zeit, ausgehend von der Erde. Und was wir bislang eigentlich so an Hauptstoryplots haben, ist relativ schnell zusammengefasst. Wir sagen halt, es wird eine Expansion der Menschheit, also wir haben das immer Industrialisierung des Weltraums genannt, also das ist so irgendwie grob von 2030, 2035 hin bis irgendwie 2200 sowas, bis dahin würden wir diese Expansion des Menschen ins Sonnensystem eigentlich verorten. Da soll also diese frühe Keimzelle des Götterkomplexuniversums gelegt werden. Große Entdeckungen, große wissenschaftliche Entdeckungen finden da statt, die an anderer Stelle auch schon behandelt wurden oder auch noch behandelt werden. Und das ist so dieser Zeitraum, auf den ich mich konzentriert habe und wenn man jetzt so genau sagen will, sogar auch den Zeitraum wirklich von, sagen wir mal, beginnend ab in 10, 15 Jahren bis so die ersten Industrialisierungswellen sozusagen anschlagen.

Und ich will gar nicht zu sehr im Detail auf den Zeitstrahl eingehen. Ich glaube trotzdem, dass ein, zwei Worte da ganz hilfreich sind, um es einmal einzuordnen, um zu verstehen, wo wir uns gerade befinden.

Vielleicht da nochmal an die Hörerinnen und Hörer da draußen. Wir haben bereits einen Zeitstrahl relativ detailliert ausgearbeitet. Da fehlen noch hier und da Feinschliff, noch einige Aspekte. Aber das ist sozusagen im Hintergrund in der Arbeit und wird natürlich auch nochmal in eure Endgeräte und Hörgeräte hineinkommen. Aber soviel sei sozusagen an dieser Stelle einmal gespoilert. Und ja, die groben Erstversionen unseres Zeitstrahls sind auch schon auf unserer Website zu sehen. Da arbeiten wir dran, also das ist alles unter Vorbehalt, aber einige Visionen und einige Ideen dieses Zeitstrahls und von den wesentlichen Ereignissen, die könnt ihr auch jetzt schon nachlesen.

Natürlich nehmen wir uns halt eben gerade die Freiheit, auch wenn wir solche Themen rein wie KI oder sonst was machen, dass wir den Zeitstrahl natürlich dahingehend nochmal überarbeiten. Aber das im Prinzip könnt ihr auch jetzt schon auf die Website gehen, aufs Wiki schauen und schon mal gucken, was sind so die groben Eckpfeiler, was du auch gerade so gesagt hast. Ich glaube, wir haben so die nächsten 200 Jahre ungefähr beschrieben mit Industrialisierung des Weltalls und so weiter und so fort. Also schaut da gerne rein. Aber es ist auch gerade aktuell, wird es von uns noch überarbeitet. Und wenn ihr wissen wollt, wo ihr das findet, den Link, den haben wir natürlich auch wieder in die Shownotes gepackt, dann könnt ihr direkt draufgehen und euch mal schlau machen. Genau, also wir befinden uns gerade in einer Welt, die im Jahre 2042 ein weiteres bahnbrechendes Ereignis erlebt hat, nämlich die erste KI oder das erste KI-Modell der vierten Entwicklungsstufe, Also sprich...

Ein Modell, was jetzt nicht sagt, hallo, ich bin vierte Entwicklungsstufe, sondern ein Modell geht live und man entscheidet dann hinterher, man kategorisiert das in die vierte Entwicklungsstufe ein. Zur Erläuterung, ganz in der ersten oder zweiten KI-Folge hatte Orti einmal die Entwicklungsstufen der KI, so wie man sie heute, also jetzt in unserer aktuellen Zeit, kategorisiert, hat er einmal aufgeführt und die vierte Entwicklungsstufe ist jene Stufe, in dem eben eine KI selber sich selbst verbessern kann und selber auch Innovationen sozusagen hervorbringen kann. Und das markiert eigentlich schon eine sehr fortschrittliche Stufe, die wir auf das Jahr eben 2042 verortet haben in unserem Zeitstrahl und das führt dann auch relativ schnell, nämlich 2050 zum wirklich fundamentalen Durchbruch der Fusionsenergie, was dann sozusagen kaskadenartig diese ganze Industrialisierungsgeschichte weiter voranbringt. Und wir haben natürlich weiterhin den Klimawandel, die Klimakatastrophe, die wirklich reinhaut und weite Landstriche eben verwüstet, sei es durch Dürren, Überschwemmungen und alles, was es so an weiteren Wetterkapriolen eben gibt. Dadurch.

Hilft aber auch diese KI der vierten Stufe, indem sie nämlich spezielle Agrardünger und Agrarmittel eben entwickelt, damit die Weltbevölkerung eben ernährt werden kann. Das führt dann aber, mehrere Jahre später, führt das aber zur absoluten Austrocknung der Böden und einfach nicht mehr Frucht, also die Böden verlieren einfach die Fruchtbarkeit. Das heißt, eine vernünftige Agrarwirtschaft ist für die Menge der Menschen nicht wirklich nötig. Was dann wiederum dazu führt, ist, dass mehrere Raumstationen entstehen, eben orbitale Stationen entstehen, die Agrar- oder beziehungsweise Lebensmittel produzieren. Also mit anderen Worten, die vierte Generation der KI hat den Begriff der Nachhaltigkeit ein bisschen anders interpretiert als die Schöpfer. Genau, sie war darauf programmiert, jetzt erstmal die aktuelle Hungerskrise irgendwie zu besiegen und hat es dabei halt eben ein bisschen übers Ziel hinausgeschossen.

Schade. Und so ein bisschen soll meine Vision enden, so in einem Zeitpunkt, wo, das ist so um 2060 rum, 2065 rum.

Weltraumaufzüge eben weiterhin, also Weltraumaufzüge entstehen und dadurch eben, dass der Weltraum wirklich, also auch für Arbeiter eine Option ist, relativ schnell für eine Woche oder so mal eben ins All zu fliegen, zu fahren, um dort eben ihren Tätigkeiten nachzugehen. Also wir haben wirklich einen regen Austausch und naja, der lunare Orbit oder auch selber Luna selber wird relativ schnell darauf dann kolonisiert beziehungsweise entwickelt und bildet dann auch ein Wirtschaftszentrum. So in dieser gesamten Gemengelage befinden wir uns gerade. Okay, das heißt der Mond spielt jetzt wirklich eine große Rolle. Der Mond ist ein Außenposten des Menschen geworden. Genau, da müsste ich jetzt genau nachgucken. Es muss, glaube ich, um die 70er sein in diesen Jahrhunderts, dass die erste Mondkolonie gegründet wird. Eben auch zum Helium-3-Abbau, was wiederum für die Fusion benutzt wird. Das ist jetzt alles schon sehr im Detail. Aber wie gesagt, ich wollte einmal so grob diese Welt zeichnen, in der wir uns gerade befinden. Und ich habe mir für diese Folge so ein paar Oberpunkte gesetzt. Also ich habe mir angeschaut, okay, was macht jetzt diese Mensch-KI-Interaktion mit zum Beispiel der Arbeitswelt? Wie sieht unsere Arbeitswelt aus? Ich habe mir angeschaut, was könnte es für Implikationen auf Unterhaltung und Kultur haben?

Welche Devices und Geräte nutzt man eigentlich dann, wenn man Arbeiter auf einer Mondstation zum Beispiel ist? Und ich habe mir dann zum Schluss nochmal, oder versuche zum Schluss noch ein paar gesellschaftliche Perspektiven abzuleiten, beziehungsweise lade euch dann auch ein, mit mir gemeinsam zu überlegen, was das für gesellschaftlichen Impact haben könnte. Spannend. Sehr cool. Ja, sehr, sehr cool. Also fangen wir an mit der Arbeitswelt. Industrie zum Beispiel. Ich halte es für durchaus im Rahmen des Möglichen, dass man autonome Fabriken, also KI-gesteuerte Fabriken, auf Mond- beziehungsweise in Umlaufbahnen sieht oder hat. Das heißt, dass diese Fabriken wirklich vollständig von KI-Systemen einfach überwacht werden. Die Fertigungsprozesse werden überwacht und am Ende fällt eben ein Rohstoff ab, der dort irgendwie produziert wird und der kann dann weiter verarbeitet werden oder geht vielleicht direkt in die nächste Fabrik, die ebenfalls im Orbit sich befindet, um dort Konsumgüter zum Beispiel herzustellen oder Vorprodukte, die man für Industrien oder so etwas braucht. Das heißt, da halte ich es für möglich, wirklich einen sehr, sehr hohen Grad der Automatisierung zu erreichen durch eben KI-gestützte Systeme. Hier sehe ich ehrlicherweise nicht so wahnsinnig viele Arbeit.

Muss ich sagen. Macht auch nur Sinn. Also das ist ja, wenn ich vergleiche, da ist jetzt der klassische Arbeiter, der auf dem Mond jetzt Helium-3 schürft, wenn wir uns das mal so ganz doof vorstellen, mit einer Schaufel oder mit irgendeinem Staubsauger unterwegs ist. Dafür ist die Oberfläche halt einfach viel zu menschenfeindlich und das ist eine so logische Sache, dass man sagen muss, ja, wenn das halt Drohnen sind und das komplett über einen Algorithmus gesteuert wird, dann ist vielleicht das Einzige, was ich mir vorstellen kann, ist, dass es vielleicht so zwei, drei Mechaniker gibt, die eventuell die Drohne mal reparieren oder so und genauer nachgucken. Aber der ganze Prozess ist automatisiert. Das macht total Sinn. Das ist auch, weil ich ja diese Folge zur Mondkolonialisierung auch gemacht habe, ist auch ehrlich gesagt genau die Vision, dass das genau so passieren wird. Und es wird mit Sicherheit Produkte in naher Zukunft auch geben, für die es sinnvoll ist, dass sie in der Schwerelosigkeit zum Beispiel produziert werden. Und du sagtest schon richtig, der Mensch hat da oben eigentlich nichts zu suchen. erstmal. Weil man muss so viel Aufwand betreiben, um eine Umgebung zu schaffen, die nicht zu lebensfeindlich ist. Darüber hatten wir uns ja auch schon unterhalten. Da ergibt es wirklich durchaus Sinn, dass diese Vollautomatisierung gerade in der Schwerelosigkeit stattfindet. Genau, das ist der Punkt.

Lebenserhaltungssysteme für Menschen sind einfach unglaublich teuer. Und wenn du sie eben nicht brauchst, sparst du einfach Gewicht alleine schon und technischen Aufwand. Dadurch macht es günstiger. und generell die Verarbeitung im Orbit, nicht nur einige Produkte erfordern Schwerelosigkeit. Das hat einfach auch was damit zu tun, dass der Aufwand wesentlich geringer ist. Zum Beispiel gewisse Rohstoffe in Raffinerien vor Ort, die automatisiert sind, zu raffinieren, heißt das, ne? Raffinerien, raffinieren, glaube ich, Rohstoffe in Vorprodukte.

Sehr raffiniert, wie du das zusammengefasst hast. Oder weil du dir einfach Verkehrswege dadurch sparst. Und wenn du letztlich dann einfach nur noch Konsumprodukte oder wirklich Bestandteile von Konsumprodukten dann auf die Erde verbringst, damit sie dort dann entgefertigt werden, das sehe ich durchaus als mögliche Option. Genau, ein ähnliches Automatisierungspotenzial sehe ich eigentlich im Bereich Verkehr. Also alle Warentransporte, alle Personentransporte, glaube ich, lassen sich automatisieren. Das sieht man ja in unserer heutigen Zeit bereits, dass Raketen zum Beispiel, die an die ISS andocken, ja auch relativ automatisiert funktionieren und an der ISS eben andocken, ohne wirklich großes Hinzutun der Besatzung der Raketen. Der Raketen. Das wird dann zum Teil von der Bodenkontrolle gesteuert, aber vor allem auch automatisiert, findet das jetzt schon statt.

Und gerade wenn wir über Weltraumaufzüge zum Beispiel sprechen, im Endeffekt ist es ein Fahr-mich-hoch-Fahr-mich-runter-Ding, na klar wird es irgendwo natürlich noch komplizierter werden und wir werden Weltraumaufzüge wahrscheinlich auch nochmal etwas detaillierter besprechen, aber grundsätzlich halte ich Weltraumaufzüge ebenfalls für relativ problemlos automatisierbar und Und wenn ich mir jetzt noch überlege, dass die ganze Zeit, wenn ich mal vom Weltraum weggehe und wenn ich jetzt mir überlege, dass bereits in einigen Bundesstaaten in Amerika und in einigen Städten bereits fahrerlose Taxis durch die Gegend fahren, nämlich vollautomatisierte Taxen durch die Gegend fahren, und zwar kannst du die ja schon mit einer App bestellen, also wie so ein Uber.

Nur dass da eben kein Fahrer mehr kommt. Also das ist ja jetzt schon 2025 möglich, von daher sehe ich da gar keinen Stress damit, das, sagen wir mal, zu prognostizieren, wenn wir über 2040, 2050 reden. Wäre ja schon fast lächerlich, wenn man das jetzt auch anders erzählen würde, weil das ist ja eine Entwicklung, wo ich auch sagen würde, das ist irgendwie so klar, dass das so passiert. Das hat ja jetzt auch noch wenig mit einer Superintelligenz oder irgendwelchen Sachen zu tun, sondern das finde ich auch der klassische Space Trucker, auch wenn das ein cooles Trope ist und auch ein beliebtes Science-Fiction-Trope, was wir selber auch lieben, dass man aber sagt, naja, da ist halt eben kein Taxifahrer mehr und kein klassischer Warentransporter, der in so einem abgefuckten Space Truck sitzt. Der macht halt einfach keinen Sinn. und also so für unser Science-Fiction-Universum, auch wenn man solche Sachen cool findet, finde ich es aber auch dann, also mittlerweile merke ich dann auch, dass ich denke, ich kann es mir immer weniger vorstellen, dass es das gibt. Früher konnte ich das. Jetzt denke ich, dass ich, wenn ich das jetzt in der Science-Fiction-Geschichte sehen würde, würde ich eher denken, ja, ist doch irgendwie auch quatschig.

Zumindest wenn sie auf Basis jetzt von realen Entwicklungen ausgehend erzählt wird, dann würde ich denken, ja, dann gehört der Space Trucker da auch nicht hin. Also ich kann dir da voll zustimmen. Unabhängig vom Space Trucker. Ich glaube auch so ein Nahverkehr auf der Erde, da muss es auch voll automatisiert laufen. Die Deutsche Bahn wehrt sich noch dagegen, aber auch die sollten spätestens, wenn sie diesen Podcast gehört haben, klarziehen. Das ist die Entwicklung, die richtig und wichtig ist. Die müssen erst mal ihre Stellwerke aus der Kaiserzeit modernisieren. Junge, Junge, Junge. Kennt ihr die Bahn-Doku? Übrigens an dieser Stelle mal von mir eine Bewegtbild-Empfehlung. Ich verlinke es mal, wenn ich es finde. Ich müsste aber raus sein, die ersten zwei, drei Folgen. und raus hatten, Hat ein Bekannter von mir gemacht. Das ist eine Doku von der Deutschen Bahn, die aber wohl relativ selbstkritisch an die ganze Geschichte rangeht. Und die waren tatsächlich in Stellwerken, die noch vorm Zweiten Weltkrieg entstanden sind und immer noch mit dieser Technik arbeiten. Das ist völlig absurd. Also da sind Menschen, also Stellwerk, also kurzer Exkurs, aber ich finde das so absurd, also Menschen, die müssen sich krasse Schutzhandschuhe anziehen, um irgendwelche fetten Sicherungen aus irgendwelchen Kästen daraus zu nehmen, um sie irgendwo anders reinzuschalten, um da elektrische Leitungen herzustellen, dass dann irgendwie irgendwelche Schienen sich bewegen. wirklich arcane Technologie. Völlig faszinierend. Wird denn vorher noch der Maschinengeist gesegnet, damit das funktioniert?

Das fehlt jetzt noch. Das ist Wahnsinn. Das darfst du niemandem erzählen eigentlich. Deutschland hat noch einen ganz zweiten Weg vor sich. Solange die Kupferkabel noch im Boden liegen. Ja und dann natürlich ein ganzes Arbeitsgebiet, was was für mich natürlich auch sehr relevant jetzt natürlich auch schon ist und an Relevanz natürlich zunimmt, ist natürlich die gesamte Büroarbeit, Office-Arbeit. Also Menschen, die klassischen Bürojobs sind. Das meine ich jetzt Behörden. Ich meine aber auch wirklich klassische Firmen von Versicherungen über, ach, was weiß ich, alles Mögliche, was eben ein Büro, was Büroarbeit hat. Hier sind immer stärkere Einflüsse von KI aktuell schon zu sehen. Und ich sehe auch keinen Grund, warum das nicht noch stärker irgendwie implementiert werden soll. Also klassische Fakten, Entschuldigung, klassische Aktenbearbeitung, Kann ja komplett digital laufen. Da ist jemand, der entscheidet, okay, ist der Sachverhalt so, ist der Sachverhalt so, wir entscheiden da. Und da muss ich hier vielleicht besonders hier nochmal daran denken. Aber das schafft eine KI meines Wissens nach absolut. Und der Vorteil daran ist, wenn die KI uns diese Arbeit wegnimmt, sie nimmt uns auch keine spannenden Geschichten aus dem Büroalltag weg.

Von daher, bis jetzt kann ich auch sagen, lass das gerne erzählen. Im Prinzip geht es ja um viel, was du gerade so zusammenfasst oder was du umreißt in vielen verschiedenen Facetten, um sehr regelbasierte Systeme. Alles, was sehr regelhaft ist, wie keine Ahnung, da ist ein neuer Mensch geboren, der braucht jetzt eine ID, der braucht die und die Unterlagen oder da gibt es ein Auto, das muss von A nach B. Es gibt ein Andock-Manöver oder einen Prozess, der aber klare Regeln hat. Da kann man irgendwie oft sagen, ja klar, genau dahin geht es und das wird KI übernehmen können. Und der Götterkomplex oder das Universum erzählt nicht vom Büroalter, von irgendwelchen Beamten. Insofern, also bis jetzt, ja, würde ich auch sagen, es ist sehr plausibel. Passt. Auch hier sehe ich leider bei Deutschland noch einen. Ich halte da 40 Jahre für sehr optimistisch. Die ganze Welt ist automatisiert, die ganze Welt nein. Ein kleines Land in der Mitte Europas weigert sich standhaft gegen Digitalisierung. Stromberg im Science-Fiction-Universum des Götterkomplexes.

Also erstmal sehe ich natürlich ganz, ganz viele Berufe, die da erstmal wegfallen. Also das muss man ganz klar sagen. Also wir sehen hier schon, wenn wir solche weitgreifenden Berufsfelder hier einfach komplett automatisieren, sehe ich hier schon, dass eine ganze, ganze Menge Arbeitsplätze, und das ist ja im Prinzip auch unsere aktuelle Diskussion, hier wegfallen können. Hier kommen jetzt ein paar Argumente, in welchen Bereichen ich das trotz KI-Entwicklung für schwierig halte, menschliches Zutun wegzunehmen. Und einen generellen Punkt, den ich mir überlegt habe, was das ein bisschen verändern könnte. Also zum einen hat natürlich Automatisierung, Grenzen. Du hast es gerade eben schon erwähnt. Alles, was halt sehr regelbasiert ist, lässt sich relativ einfach vermutlich irgendwie automatisieren. Und ich glaube, was trotzdem schwierig sein wird, ob schon wir Menschen zwar irgendwelche Regungen oder Gefühlsbindungen zu Maschinen irgendwie aufbauen können, glaube ich trotzdem, dass es immer noch Berufe geben wird oder Bereiche geben wird, wo zwischenmenschliche Kontakte, also zum Beispiel Pflege oder aber auch zum Beispiel Therapien oder generell die ganze Medizingeschichte, halte ich schon zumindest menschliche Empathie für sehr wichtig.

Weil Menschen soziale Wesen sind, halte ich das für wichtig, diese engen Kontakte zu haben. Ich will da einmal direkt reingreifen, weil das ist mega spannend. Ich gebe dir erst mal recht in der Kernaussage, dass der Mensch da...

Absolut wichtig ist in dieser Interaktion. Aber genau in dem Bereich wird gerade ja super viel mit KI gemacht, dass es Therapie-Chatbots gibt. Und dass gerade da die KI eingesetzt wird, weil es eben ja auch offensichtlich nicht genügend Leute gibt. Und dass eben da versucht wird, wie kann man eben durch Chatbots gewisse Gesprächspartner, simulierte Gesprächspartner, die dann, wenn du traurig bist, dann sprichst du mit dem Chatbot und so weiter und so fort und der reagiert genau auf deine Gefühlslage und sagt dir das, was du hören willst. Das ist ja ein bisschen widersprüchlich und finde ich super interessant. Ich finde aber im Übrigen diese Vision, das hatten wir, glaube ich, auch schon mal in einem Seitengespräch, ich finde das sehr interessant, wenn man sagen würde, die Arbeitsplätze, die durch das Fertigen von Produkten, also jetzt am Band, durch, nehmen wir Automobilindustrie oder was auch immer, Alles, was jetzt mal am Band als Metapher gefertigt werden kann, wird durch die KI ersetzt. Und diese Potenziale werden frei, um in der Gesellschaft am Menschen wieder da zu sein. Und da ist ja auch ein Riesenarbeitsmarkt. Fände ich eine schöne gesellschaftliche Entwicklung, dass man sagt, naja, Maschinen tun regelbasierte Dinge und die Menschen tun die menschlichen Dinge.

Das wäre genau der Aspekt, den ich hier anbringen wollte. Das wäre genau das Argument. Ich sehe natürlich auch gerade aktuelle Bestrebungen, auch gerade im Bereich, wo natürlich Arbeitskräfte knapp sind. Das ist nun mal die Pflege, das ist nun mal das Gesundheitswesen. Dass man natürlich aus einer Not heraus versucht, das stärker zu automatisieren, ist völlig klar. Aber ich halte es trotzdem nicht für einen richtigen Weg, weil ich glaube, dass es sinnvoller ist, dass Menschen da mit Menschen agieren. Und ich glaube, genau diese Verbindung gibt es schon, wenn sich zwei Menschen in einem Raum unterhalten können. Und vielleicht werden halt durch diese Automatisierungsprozesse, die ich im Vorfeld beschrieben habe, eben Potenziale frei, genau was du gesagt hast, um eben diese Jobs weiterhin auszuführen. Das heißt, ich glaube schon, dass es ein Stück weit verstärkte Interaktionen geben könnte, also Mensch-Mensch-Interaktionen geben könnte.

Außerdem halte ich das Aufkommen von neuen Berufsbildern natürlich für zwingend. Also es muss natürlich wesentlich mehr Menschen geben, die KIs so einstellen, so trainieren. Also ich glaube, dass wirklich ein KI-Trainer so was im Berufsbild sein könnte. So ich bin ein KI-Trainer, du hast ein Problem auf deiner Arbeit oder du hast ein Problem, das möchtest du gerne von einer KI lösen. Ist auch machbar, mit einer KI zu lösen, aber du brauchst spezialisierte KI-Trainer. Ja, das wiederum auch KIs sein können, aber trotzdem brauchst du irgendwann Trainer, die dann diese KIs eben trainieren, was ich hier bisweilen auch noch zumindest in Teilen als menschliche Tätigkeiten irgendwie sehen würde. Ein.

Einen großen Aspekt habe ich mir jetzt ausgedacht, um so ein bisschen, um so diesen Turbo-Automatisierungsgedanken so ein bisschen rauszunehmen oder zumindest so ein bisschen abzumildern, ist der, dass sich in den Jahren, wo das eben so aufkommt, sagen wir mal in den nächsten 10, 20, 25 Jahren vielleicht, Vielleicht, dass da natürlich immer mehr, in Anführungsstrichen, Unfälle passieren von KI. Da meine ich konkrete Unfälle, also irgendwelche richtig klassische Unglücke, Fehlversagen von KI, aber auch Fehlentscheidungen getroffen werden. Vielleicht auch Sachverhalte, vielleicht dann doch nicht so richtig gut abgewogen wurden. Aber es wurden auf jeden Fall Entscheidungen getroffen, die nicht unbedingt zum Vorteil gereichen. Und dadurch, behaupte ich, stellt sich immer mehr die Haftungsfrage. Also wer ist letztlich wirklich haftbar für den Einsatz von KI, im Zweifel sogar, wenn es wirklich konkret um Menschenleben geht, also irgendwelche Transporte und so. Und ich beantworte das so, dass.

Ich würde das so beantworten, dass große Firmen nicht mehr bereit sind, die komplette Haftung ihres Handelns, sozusagen was deren KI macht, zu 100% zu übernehmen, weil es würde bedeuten, mein KI-System hat einen Fehler gemacht, ich müsste mein gesamtes KI-System umprogrammieren, ich müsste vielleicht sogar mein ganzes KI-Modell austauschen. Ich müsste einfach da sehr großen Aufwand betreiben, um diesen Fehler, also erstmal um die Verantwortung zu übernehmen und diesen Fehler dann auszumerzen. Deswegen bin ich auf die Idee gekommen, zu sagen, es gibt weiterhin Angestellte, also sagen wir mal, Niklas arbeitet bei einer Versicherung, aber Niklas geht selber gar nicht mehr dahin oder nur noch ab und zu dahin, aber Niklas ist verantwortlich für seine persönliche trainierte KI. Also Niklas hat praktisch seine eigene Personal KI. Wir können es PKI nennen oder sowas. Und die geht für ihn arbeiten. Die Artificial Intelligence. Und die geht sozusagen für dich arbeiten. Und du hast aber die volle Kontrolle. Das heißt, du kannst auch sagen, okay, der Arbeitsschritt, der ist mir so heikel, da ist letztes Mal schon ein Fehler passiert, den übernehme ich jetzt selber oder ich habe immer noch die Kontrolle. Du kannst auch, wenn du mutig bist, dir eine zweite KI trainieren und einen zweiten Job annehmen, aber da bist du halt auf zwei Jobs verantwortlich. Und du musst halt schauen, ob du mit dieser Verantwortung klarkommst. Aber du als Niklas bist verantwortlich für deine KI, die in deinem Namen arbeitet.

Nachvollziehbar. Finde ich super spannend, gerade das Thema mit der Haftung. Ich hatte letztens in meinem Feed auch einfach ein Video gesehen, wo ein autonomes Fahrzeug im Prinzip vor die Wahl gestellt wird, wen er jetzt retten soll. Und darunter gab es eine riesen Diskussion, weil das Fahrzeug sich für irgendein Manöver entscheidet und dabei ist jemand anders zu Schaden gekommen. Aber es hat einen anderen gerettet sozusagen. Von einem Hindernis Mensch 1 ausgewichen, aber Mensch 2 hat es dann erwischt. Und das ist sehr interessant, was man dann liest. Quasi ist das Fahrzeug schuld, ist der Mensch schuld, wer haftet für diese ganze Sache. Finde ich super spannend und ich kann mir auch vorstellen, dass genau diese Sachen, die müssen in der gesellschaftlichen Debatte geführt werden. Ich kann mir aber auch gut vorstellen, dass man als Konzerne auch argumentiert und sagt, naja, gucken Sie sich mal die Unfallstatistik an, als wir menschengeführte Fahrzeuge hatten oder gucken Sie sich die Unfallstatistik in der Firma XY an, wo das Menschen gemacht haben und jetzt schauen Sie sich das an und wir haben das um 80 Prozent reduziert und ein bisschen Verlust ist immer und dass man dann sagt, naja, ein KI-System muss natürlich irgendeine Art Ethikkodex oder irgendeinen Programmalgorithmus haben, Aber der ist dann irgendwann, der wird dann halt, wenn der vorhanden ist.

Dann sagt man ja, auch da werden Unfälle passieren, das ist so, aber wir nehmen das als Gesellschaft in Kauf, weil sie 80 Prozent geringer sind, als wie es vorher war. Wenn ich mir vorstelle, autonomes Fahren, wie viele Unfälle verbockt jetzt der Mensch, selbst verschuldet, wenn er im Auto sitzt oder du sagst halt, ja wir haben 90% der Unfälle reduziert, weil jetzt ein Algorithmus den Verkehr steuert, dass die Gesellschaft das auch schnell annimmt und nach diesen Diskussionen, die du angesprochen hast, die auch da sein müssen, aber auch relativ schnell so einen Turn kriegt und sagt, naja klar, es kann immer was passieren, aber es ist deutlich sicherer als vorher. Ich denke auch, dass die nachfolgenden Generationen schon eher so einen krassen Trust-Invest letztendlich tätigen müssen. Also dieses kann ich mir vorstellen, dass es sicher ist, sondern damit groß werden, dass es sicher ist. Wie zum Beispiel ich, der im Auto sitzt mit Papa, der mit anderen Sicherheitssystemen fuhr als davor die Generation, die es auch mitunter als sicherer wahrgenommen haben als davor. Ist jetzt nur eine Gefühlsgeschichte, die ich hier gerade anspreche. Aber ich kann mir schon vorstellen, dass eine nächste Generation von Menschen da auch ein ganz anderes Vertrauensbild hat, weil es ist ja schon immer da gewesen. Würde ich trotzdem widersprechen. Würde ich deswegen widersprechen, weil ihr gerade, wie soll ich sagen.

Ihr fügt gerade logisch-rationale Gründe an, die man auch mit Statistiken und Zahlen belegen kann und offensichtlich sinnvoll sind. Die helfen aber einem Familienvater der seine Familie gerade bei einem tragischen Unfall eines Weltraumaufzugs verloren hat und niemand, die Verantwortung übernimmt weil alle sagen, ja KI, da war da müssen wir nochmal ran da müssen wir nochmal neu prompten also ich will damit sagen es hilft dem individuellen Opfer, Nicht, diese Erkenntnis? Das ist ja statistisch gesehen, es ist viel sicherer, jetzt im Weltraum zu reisen. Das bringt aber jetzt, sagen wir mal, diesen 100 Angehörigen, die gerade bei einem tragischen Weltraumaufzugunglück irgendwie 200 Leute verloren haben, wie jetzt bei einem Flugzeugunglück, bringt es tatsächlich gar nichts, das Ganze auf eine KI zu schieben. Und deswegen möchte man, das ist jetzt ein blöder Rache-Gedanke, aber ich glaube, oder ich interpretiere, in meiner Vision ist es so, dass die Menschheit sagt, wir brauchen hier etwas, wir brauchen jemanden, der die Verantwortung übernimmt. Das wäre der Konzern auf der einen Seite. Dieser Konzern übernimmt dann die Verantwortung, weil er diese KI eingesetzt hat. Und der Konzern sagt dann auch irgendwann aus haftungstechnischen Gründen.

Ich muss hier aber ein ganz konkretes Versagen, muss ich hier attestieren. Wenn der Konzern sagt, der Fehler liegt in der KI, ich muss ein komplett neues KI-System etablieren, dann sind die 20 Weltraumaufzüge, die er betreibt, liegen erst mal still, bis die neue KI aufgespielt ist, bis die Sicherheitstest durchlaufen ist. Wenn man aber sagen kann, die Verantwortung, wie ganz klar bei Niklas, der ist nämlich seine KI, hat das Ding gefahren und nicht gefahren. Das war vielleicht an der Stelle nicht richtig trainiert. Aber letztlich ist es ein menschliches Versagen und wir können es dadurch ausmerzen, dass der Typ, Niklas, Entschuldigung, du bist jetzt gerade das Beispiel, halt einfach entlassen wird und vielleicht sogar eine strafrechtliche Verfolgung hat, weil er nicht den ordnungsgemäßen Trainingsprozess seiner KI eingeleitet hat. Das ist, glaube ich, eine Möglichkeit, das anzugehen. Wir haben die Diskussion ja auch heute schon. Wenn man sich dann die großen Unfälle mal anschaut, die so passieren, die großen Unglücke. Ich finde, Flugzeugunglücke, das ist so ein ganz, ganz spezielles Thema, wo man es, glaube ich, ganz gut dran festmachen kann. Wir haben Flugzeuge da oben, die de facto alleine fliegen, starten und landen könnten.

Mit den Systemen, die sie haben. Und trotzdem müssen Menschen an Bord sein, um sich darum zu kümmern. Ich tue mich gerade ein bisschen schwer mit deiner Vision, also mit diesem Gedanken, derjenige, der jetzt diesen Algorithmus da gemacht hat, der ist am Ende sozusagen schuld. Weil das wäre so, als würde ich, wenn jetzt eine Maschine abstürzt und da ist ein Turbinenschaden. Dann würde ich dem Mechaniker, der die Turbine zusammengeschraubt hat, wo aber alles in Ordnung ist, wo man sagt, ja, die Turbine ist ordnungsgemäß zusammengebaut worden und alle Checklisten sind in Ordnung. Und dann sage ich, ja, Harald hat die aber gebaut. Oder der ist der Ingenieur der Turbine und normalerweise funktioniert sie auch. Und der wird jetzt zur Verantwortung gezogen. Das ist ja so.

Also, wenn ein Flugzeug abstürzt, wird ja exakt geschaut, wo der Fehler lag. So, lag der Fehler im Werk von Boeing? Also, weil die irgendeine Schweißnaht nicht richtig gesetzt haben? Weil irgendwelche Tests ignoriert wurden? Weil irgendwelche Sicherheitsstandards ignoriert wurden? Oder war es vielleicht ein Bedienfehler der Piloten, die die Turbine nicht zu... Vielleicht, genau, mein Gedanke ging sozusagen, ich hatte dich so verstanden, sozusagen der Ingenieur der Turbine wird zur Verantwortung gezogen. Also irgendjemand hat jetzt diese Turbine... Also, na klar guckt man genau hin und sagt, was war jetzt das Versagen, an welcher Stelle, ne? Und wenn ich jetzt merke, da hat jetzt jemand tatsächlich eine Schraube nicht festgezogen, na klar gehört der auch zur Verantwortung gezogen. Ich hatte dich aber gerade so verstanden, also, ne, in meinem Kopf war es jetzt so, wenn jetzt zum Flugzeug abstürzen würde und man sagt, das lag an der Turbine 328 und der Ingenieur der Turbine 328, der wird jetzt zur Verantwortung gezogen. Das wird ja so nicht gemacht.

Ich glaube eher, dass es um die Verantwortung geht, die der Operateur dieses Systems letztendlich innehat, weil er die Verantwortung und Aufgabe hat, dafür zu sorgen, dass der Ablauf reibungslos funktioniert, im Prinzip so, wie es heute auch so ist. Anderes Beispiel. Ich finde, das ist ein gutes Beispiel. Weil ich habe mal den schönen Spruch gehört, da wo es wehtut, liegt die Geschichte. Und ich glaube, da müssen wir gerade dabei bleiben, weil ich so einen vehementen Widerspruch sehe. Mein Problem ist, vielleicht holpert das auch etwas mit der persönlichen KI. Das mag sein. Aber denke ich, dass jetzt mal weiter in unserem wirtschaftlichen Sein, dann reden in Kommunikation zwischen Lieferantenfirma und Produzierendes Gewerbe. Also hallo Lieferant, ich brauche das und das Vorprodukt, um dieses Produkt zu erstellen. Denn dann reden praktisch nur noch KIs miteinander. Eine KI liefert das, wird von einer KI zusammengeschraubt und es wird dann verkauft. Aber da kommen wir doch an das Problem. Wer kauft das denn? Weil wer verdient denn überhaupt noch Geld? Also Konsumgüter sind ja schön und gut, aber wenn niemand da ist, der Geld verdienen kann...

Glaube ich, haben wir ein ziemliches Thema, was menschliches Einkommen angeht, also gesellschaftliches Einkommen angeht. Wir haben ein Riesenthema damit, dass eigentlich Konsumprodukte eigentlich gar nicht mehr leistbar geworden sind. Dann sind wir relativ schnell eigentlich bei so einem bedingungslosen Grundeinkommen-Ding irgendwie, weil es wird ja trotzdem irgendwas erwirtschaftet und dann sind wir relativ schnell in einer Utopie und ist das die Frage, wollen wir das erzählen? Weil wie gesagt, wenn du da weiterdenkst, musst du in keinem dieser Schritte irgendwo noch Menschen einarbeiten. Dann haben wir einfach eine globale Bevölkerung, die sich nur damit befasst, wie kriege ich jetzt meinen Körper nochmal näher oder besser sportlich trainiert, wie kriege ich meinen Tanz verfeinert oder wie kriege ich meine Skulptur, die ich hier gerade baue, noch raffinierter. Das ist mein Problem dahinter. Ja genau, also das ist, bin ich auch dabei. Wenn du jetzt alles automatisierst, dann wird eigentlich fast jedes Produkt wertlos. Ja, Gold gibt es in Asteroiden, die KI macht das komplett und jetzt hast du klötterweise Gold überall. Ja gut, das ist ja uninteressant sozusagen. Ich habe noch ein, zwei andere Aspekte, die vielleicht ein bisschen dagegen sprechen würden, weil ich glaube, dass ich dann.

Werte auch verschieben. Und damit meine ich gar nicht ideelle Werte, sondern wirklich Werte, die einem Gegenstand, materielle Werte, die einem Gegenstand zumessen. Dann hast du halt das super toll gedruckte, 3D-gedruckte Gimmick so und so. Hast aber vielleicht trotzdem in deiner Küche, weil du ein leidenschaftlicher Koch bist, immer noch die japanisch handgefertigten Messer, weil du damit einfach einen anderen Wert verbindest. Da fällt mir gerade das Thema Musik zu ein. Musik, die früher für uns so wichtig war, weil ich bin losgegangen, ich habe mir eine CD gekauft oder Vater hat sich eine Schallplatte gekauft, die ist rumgereicht worden, die hat viel Geld gekostet. Das ist was, was ich in der Hand hatte. Gibt es heute für ein paar Mark 50, so alt bin ich schon, dass ich jetzt in Mark rede.

Irgendwo als Stream und ist immer verfügbar und immer da und hat da auch tatsächlich an ganz vielen Stellen, wenn man sich jetzt mal Generationen anschaut, die rein startet an Wert verloren.

Ein Beispiel, ein Freund von mir hat ein Album veröffentlicht und möchte das an seine Freunde auch verkaufen. Da geht es eigentlich nur um das Thema Wertschätzung. Und da sagen viele Leute, die 10 Euro für dieses Album ist mir einfach zu teuer. Das bezahle ich nicht. Das heißt, zukünftig könnte es sogar sein, dass Dinge, die für uns jetzt gerade wertvoll sind, auch einfach den Wert verlieren. Weil sie sind ja allgegenwärtig und sie sind da. Ich glaube, in dem Zusammenhang tatsächlich wird der Begriff menschlich auch nochmal ein ganz anderes Attribut werden. Also du hast einen Gegenstand, der kriegt vielleicht das Attribut menschlich. Also vielleicht einen Gegenstand, der gar nicht so perfekt ist oder wo man weiß, dass der wirklich von einem Menschen produziert wurde. So ein bisschen das Thema wie früher Made in Germany ist dann Made by Man. Finde ich aber mega, mega, mega spannend, dass man, also gerade auch sowas erzählt, auch so ein bisschen die Müdigkeit von all, Also der Wertverlust von industriell gefertigten Dingen und eben, ja, du hast ja so ein bisschen gesagt, naja, irgendwie findest du es ein bisschen doof, wenn man das erzählt, sozusagen diese Geschichte, was passiert, wenn alles automatisiert ist und wenn alles eben die KI übernimmt. Aber gerade sowas finde ich zum Teil sehr, sehr spannend, wenn man sagt.

Gerade so Details im Science-Fiction-Universum vom Götterkomplex, dass man sagt, hier, das ist eine handgemachte, das ist eine Holztasse oder irgendwas. Man sagt, ach cool, die ist von einem richtigen Schreiner noch gemacht worden. Hat viel mehr Wert als eben das Produkt, was jeder im Schrank hat. Ich finde das sehr, sehr spannend. Und auch, dass das sozusagen kulturell, Kunst, Kultur, kulturelle Güter viel, viel mehr an Wert gewinnen, was jetzt gerade ja im Moment so ein bisschen abflacht.

Da habe ich so das Gefühl, durch Spotify und hier die ganzen Videos über KI-generierte Musikstücke und KI-generierte Videosachen, die wird man irgendwann light sein. Da wird man sagen, ich möchte das alles nicht. Genau, theoretisch ist es ein super Übergang zum nächsten Aspekt, nämlich Kultur und Unterhaltung oder Kunst und Kultur kann man das auch umschreiben. Also ich arbeite ja nun mal im, wie soll ich sagen, im medienschaffenden Bereich und uns klappen halt regelmäßig die Kinnladen runter, wenn wir sehen, was da möglich ist an generativer Geschichten. Und das ist jetzt schon möglich, 2025. 25. Das heißt, ich stelle mir da schon eine wesentlich stärkere.

Wie heißt es so schön, Hyperpersonalisierung vor. Das heißt, ich habe ein Device, vielleicht einen großen Screen oder irgendwas, und sage halt gerade, du, meine Stimmung ist heute so, ich habe Lust auf einen Science-Fiction-Film mit Raumschiffen, wo Menschen auch noch Raumschiffe fliegen oder sowas, keine Ahnung. Und dann, Kann ich mir sehr gut eine Unterhaltungsindustrie vorstellen, die dann eben instantan oder in dem Augenblick, wo ich ausspreche, anfängt, diesen Film für dich zu generieren. Und das Gleiche geht mit Musik, geht mit Texten, geht mit sämtlichen Kulturmedien, wo wir Bock drauf haben. Ich glaube, es wird sogar auch mit Spielen gehen, also mit Games, mit elektronischen Spielen. Weil das auch letzten Endes basiert, das auch auf gewissen Regeln. Das ist dann nicht besonders kreativ oder das ist nicht besonders inspiriert von irgendwas, sondern es ist dann halt einfach eine Abfolge von gewissen Noten und ein gewisser Rhythmus, den ich als angenehm empfinde und eine KI weiß, okay, diesen Rhythmus spiele ich so und so und so. Das ist mit den und den Gefühlen assoziiert. Wenn ich mir Chat-GPT vorstelle mit den Sprachen, das hatten wir ja auch mal so vorgestellt und ich Musik in so einen Algorithmus übersetze oder einen Film, einen gewissen Plot. Ja klar, das ist absolut vorstellbar. absolut vorstellbar. Für mich ist eben auch dann aber auch diese totale Übersättigung, beziehungsweise, was du ja auch sagst, der Wegfall von gewissen.

Berufen, die es früher gab, wie ein Landschaftsfotograf, braucht kein Mensch mehr, wird gepromptet, Bums. Oder irgendwie gewisses Material, was man braucht, Werbeschaffende, jetzt sag ich mal ganz normal, der Mediengestalter oder sowas, das fällt alles weg, das macht alles eine KI. Aber das würde ja auch ein bisschen dazu führen, dass da wieder was wegfällt auf der einen Seite, auf der anderen Seite diese KIs trainiert werden und auf der anderen Seite eben auch die Gesellschaft dann sagt, naja, ich finde dann tatsächlich die normale Ausdrucksform des Tanzen, die jetzt ein Algorithmus nicht kann, sondern ich bin Tänzer, ich bin Öl-Gemälde-Maler. Mein Gehirn ist gerade platt, dass das dann wieder, dass man sagt, ja, das ist gesellschaftlich interessanter. Genau, deswegen, da wäre jetzt zum Beispiel meine Gegenbewegung, die ich da jetzt einfach mal prognostiziere, ist, dass es Menschen, zunehmend stärker zu Live-Events zieht, also zu Performances zieht, zu zum Beispiel Theaterbesuchen, zu Musikkonzerten, zu solchen Arten von Live-Performances. Qualiatorenkämpfe.

Qualiatorenkämpfe. Aber etwas, was halt wirklich live mit anderen Menschen passiert und man ist fasziniert einfach. Man ist vielleicht auch so eine Art kindliche Faszination, wenn man so einem Magier zuschaut, der ja natürlich kein Magier ist, aber einfach nur mit coolen Taschenspielertricks irgendwas Verrücktes macht. Ich glaube, diese Faszination davon, die wird irgendwie nie wirklich davon aufgelöst werden. Mal abgesehen davon ist Kunst ja auch immer im Kontext der Zeit zu betrachten. Man wird die Dinge, die man hat, künstlerisch neu zusammenfügen und dafür ist der Mensch nach wie vor verantwortlich. Das heißt, selbst wenn der Gestalter, ich bleibe jetzt mal kurz in der Industrie, wegfällt, wird es aber den Job des Prompters geben beispielsweise, der auf mehreren Ebenen dann arbeitet. Also ich glaube, dass der Mensch in Bezug auf Kultur nicht wegzudenken ist. Ja, denke ich auch. Also ich denke auch, also Kunst und generische Inhalte. Also ich kann mir sehr gut vorstellen, dass ich sage, ich bin jetzt gerade in der Stimmung, ich hätte gerne irgendeinen Akustikgedudel und ich spreche das in meinen Algorithmus und der macht genau das, was ich gerade hören will. Das ist dann aber eben, es bleibt Akustik gedudelt, das ist komplett beliebig. Es ist vielleicht aber auch genau das, was ich gerade brauche. Und ich möchte jetzt auch gerade kein komplexes Werk von irgendeinem Künstler hören, sondern ich möchte genau das. Und dass das auch angenommen wird und dass das parallel läuft. Dass man sagt, ja klar, gibt es genau diese Dinge.

Ich merke komplett meine Ermüdung. Also ich kann immer erkennen, ob ein Bild gepromptet ist oder nicht in meinem Feed. Und ich merke auch, dass ich das sofort wegmache. Sehr ähnlicher Look ist gerade. Genau, es ist ein immer ähnlicher Look. Der funktioniert auch und der ist auch gut. Ich finde das auch wahnsinnig faszinierend. Aber ich merke sofort, ich swipe das weg und man merkt auch, dass jetzt schon die Künstler sagen... Achtung, hier generischer Inhalt, bla bla bla. Ja klar, für einen Prospekt brauche ich das, für meine Werbung brauche ich das, für eine gewisse Stimmung brauche ich das. Das ist aber für mich von Kunst zu trennen und das wird sich immer mehr, ich glaube eben, wie gesagt, das wird sich immer mehr etablieren, dass man dann sagt, ja, das eine ist generischer Inhalt, das macht die KI, da gibt es eben so viele Leute, die das früher mit Hand gemacht haben.

Nicht mehr Logoentwicklung, all den ganzen Kram, was auch immer. Das eine ist sozusagen generischer Content, der gefällig ist und den die Gesellschaft auch annimmt und das andere ist dann wahre Kunst und das wird eben wahrscheinlich auch eben in ganz vielen Menschen, die sagen, ich habe da eine Lehre in mir und die will ich füllen und die fülle ich durch Kunst oder durch die Mensch-zu-Mensch-Interaktion. Spannend, spannend, super spannend. Ich glaube, dass da auch ein ganz wichtiger Aspekt auf dem Wort Authentizität liegt. Also ich glaube, dass man schon möchte und ich glaube, das kann eine KI zum gewissen Maße auch irgendwie nachmachen und deswegen glaube ich, ist dieser Wunsch da, grundsätzlich zu sagen, ich möchte etwas live sehen.

Ich kann mir gut vorstellen, dass es vielleicht so etwas gibt wie so eine Renaissance der Märkte noch mal viel, viel stärker als es jetzt gibt. Es gibt ja schon zum Teil, dass es viele Mittelalter-Märkte gibt, das ist aber ein spezieller Themenmarkt, aber wirklich, wo es handwerkliche Märkte gibt, wo man hingeht, wo man sagt, okay, da ist ein Mensch, der fertigt gerade etwas handwerklich und ich bestaune das fast wie einen Film, weil ich das so toll finde, was man erschaffen kann. Also ich glaube schon, dass es um eine Werteverschiebung irgendwo gehen wird und dass man da Dinge, die wirklich menschlich irgendwie, ich glaube made by human oder made by man, ich finde das gar nicht doof, dass das wirklich ein Qualitätssiegel, Qualitätsprädikatssiegel werden könnte. Und ich glaube auch nach wie vor, dass das vom Menschen emotional mit hineinkommt.

Also Bedürfnisse, die wir haben, auch nicht zwingend immer durch Dinge gefüllt werden können, die wirklich generisch sind. Also bei jeder Abwägung, bei kurzzeitigen. Also bei Kosten-Nutzen-Abwägungen, klar kann das mit Sicherheit in so einem Produktionsprozess eine Rolle spielen, dass ich sage, Automatisierungen sind wichtig. Allerdings denke ich, dass gerade in der Kultur es genügend Platz gibt für Dinge, die noch von Menschen geschaffen werden und dass wir Menschen das auch wollen. Aber es ist eine schöne Zeichnung für Details im Götterkomplex, wo man sagt, was verändert unsere Vision von jetzt zu in 50 oder 70, 80, 100 Jahren und eben solche Details wie dieses Made by Human, das nehme ich heute auch irgendwie schon mit, dass man sowas eben erzählerisch mit einwirkt, wenn man deiner Vision folgen will. Aber das finde ich sehr, sehr spannend, finde ich super cool.

Und dann gehen wir vielleicht noch kurz auf so eine generelle Ebene. Ich wusste nicht genau, wahrscheinlich eher Richtung Industrie zuzuordnen, vielleicht Industrie ist gar nicht so das Richtige, sondern eher vielleicht so in Richtung Dienstleistung zuzuordnen. Also wir reden gerade über große Automatisierung oder haben über große Automatisierung in sehr großen Firmen und sehr großen Prozessen irgendwie gesprochen.

Was ist denn mit dem kleinen Laden um die Ecke, den wir auch alle mögen, weil es eine kleine persönliche Boutique ist. Da haben wir auch wieder diesen Punkt irgendwie Autorität bei einem kleinen Laden. Ich kaufe vielleicht lieber da ein, weil ich weiß, das Produkt ist da händisch gemacht. Aber da kommen ja auch irgendwo Waren an. Und ich glaube halt, dass es auch eine Nische geben wird, Für, ich muss es leider so hart sagen, für billige menschliche Arbeitskräfte, weil wir haben darüber gesprochen, dass es sehr teuer ist, Menschen im Weltraum zu bekommen, das mag alles sein, aber es ist auch sehr teuer, hochkomplexe Robotik oder Robotik in den Weltraum zu bringen, die ausgelegt sind, auf verschiedene Dinge anfassen zu können, bewegen zu können, verschiedene Bewegungsabläufe zu können, weil sobald es dann eben nicht mehr immer gleichmäßig ist, sondern sich der Roboter sehr agil anpassen muss. Ja, es gibt humanoide Roboter, das mag auch sein, vielleicht auch sinnvoll, um mitten in einem Fusionskraftwerk direkt irgendwie an der Zündung da irgendwie rumzufummeln und so weiter. Für hochspezialisierte Aufgaben macht das alles total Sinn. Aber ich glaube, für den normalen Konsumenten, für den Lagerarbeiter zum Beispiel, der hat zwar vielleicht robotische Hilfsmittel, die irgendwo auch KI-mäßig laufen, glaube aber nur, dass es manchmal auch einfach günstiger ist für den kleinen Gemüsehändler um die Ecke, dass da einfach noch Menschen Kisten tragen, weil Menschen einfach günstiger sind.

Dem kann ich folgen, auf jeden Fall. Also ich kann mir nicht vorstellen, vielleicht kauft man sich irgendwann mal dann einen assistierenden Roboter, das ist ja super, aber wenn du da mehr brauchst, komm, dann hole ich mir eben die Tagelöhner, die da hier um die Ecke stehen, die muss ich halt nur für einen Tag irgendwie bezahlen und dann erledigen sie meine Arbeit. Weil das menschliche Leben zu entwickeln, ist immer noch günstiger als eine.

Hochkomplexe Maschine irgendwie zu fertigen und sie dann zu kaufen und dann zu betreiben. Es geht dir ja dabei nicht um die Machbarkeit, sondern man sagt, ja, der Roboter kann das, der kann auch, weil ich hätte jetzt gesagt, naja, auch gerade von der letzten Folge mit den neuromorphen Technologien, dass eben ein Roboter wirklich auch komplett auch selbst erkennt, da und da ist die Box, das auch fühlen kann durch diese entsprechenden neuromorphen Chips und sowas.

Du aber jetzt gar nicht argumentierst wegen der Machbarkeit, sondern ja, das ist alles machbar und die gibt es auch und die sitzen aber an anderen Stellen, aber ich brauche manchmal eben auch einfach den Menschen, weil er billiger ist. Das finde ich interessant, also dass man sagt, ja, machbar ist das alles, aber hier ist der Mensch billiger und hier brauche ich den dafür. Der Mensch als billige Ressource. Also ich glaube schon, dass man das denken muss, dass wir das denken müssen, gerade auch in Form der Industrialisierung, weil vielleicht gibt es dann doch wirklich vor Ort eben doch den Need eines Menschen, wo eben der und der Firma es zu teuer war, einen speziellen Roboter vielleicht für genau diese Anwendung zu entwickeln, da ist es dann doch vielleicht günstiger, zwei Lebenserhaltungssysteme an das Modul zu klatschen, weil wir ja eh Fusionskraftwerk da an Bord haben, ist Energie vielleicht nicht so das Thema.

Wo ich sozusagen, nicht unbedingt lebenswerte, aber zumindest überlebbare Zustände irgendwo an Bord habe. Und da habe ich halt jetzt einfach zwei Leute sitzen, die eben dann diese wirklich schlecht bezahlte Arbeit machen. Aber es ist halt günstiger. Menschen sind günstig. Ich kann mir das gut vorstellen. Also der Space Trucker wird für mich so ein bisschen wie der Wartungstyp. Wenn ich mir jetzt vorstelle, auf dem Mond so eine Raffinerie, da sind ganz viele automatisierte Prozesse und die laufen da ab. Aber ständig kommt irgendwie Staub in die Maschine und meine hochteuren Roboter, die könnten die auch sauber machen. Aber wenn ich einen Menschen da für zwei, drei Monate oder sowas hochschicke, die nichts anderes machen, als irgendwelche Drohnen von Staub zu befreien, mit so einem Fädel, ist das halt günstiger als mein guter Roboter, der dann auch noch kaputt geht.

Der dann auch nämlich selber Staub irgendwo ansetzt. Der ja auch einen Verschleiß hat und dieser Verschleiß ist teurer als der Mensch. Und das ist ja irgendwie, also ich sag mal, diese klassische Space-Romantik von einem Typen, der in so einem abgewrackten Zimmer sitzt und irgendeine Scheißarbeit macht, ist halt eben dann kein Space-Drucker mehr, aber es ist halt ein Wartungs-Dude oder Lagerist oder was du sagst, für gewisse Sachen. Und diese, ja, wie sagen wir, dieser Trope, den wir auch immer in unserer ursprünglichen Science-Fiction-Fantasie haben, solche abgefackten menschlichen Jobs im Science-Fiction-Universum, die passen da ja rein, ja. Absolut. Hier ein kleiner Filmtipp an der Stelle, der Film Moon, falls ihr den noch nicht gesehen habt, absolut sehenswert. Da könnt ihr mal sehen, wie so ein Arbeitseiltag auf dem Mond aussieht von einem Dude, der sich um nichts anderes kümmert als um seine Mond-Harvesta. Aber auch, dass man nur zwischendurch... So, und wenn du dir jetzt vorstellst, dass du da 30 Harvester oder 300 Harvester hast, hast du vielleicht auch 30 Techniker, die wollen was essen, die wollen vielleicht abends in eine Bar gehen und die wollen sich vielleicht ein Theaterstück anschauen. Und dann hast du nämlich direkt wieder eine menschliche Komponente, die drumherum wirkt, weil es nämlich zu teuer wäre, jetzt humanoide Roboter dahin zu packen, die irgendein Theater auffüllen. Erstmal haben wir gerade festgestellt, bringt das auch nichts, weil das niemanden berührt?

Und vielleicht ist gerade auch wieder so eine Renaissance des Theaters, dass man halt nicht ins Kino geht oder sich nicht den 337. Film sich gepromptet reinzieht, sondern dass man einfach sagt, ey, die Inszenierung von dem und dem Theaterregisseur, der hat schon auf der Kolonie, weiß ich nicht, 23 Alpha hat ja schon sein Stück gemacht. Das muss ja wohl grandios gewesen sein. Ich will mir das jetzt mal live anschauen. Also Wanderausstellung und Wanderkünstler, ne? Ja, klar. Wanderkünstler. Ja, ja. Mega cool, ey. Aber das kann ich mir sehr vorstellen.

Nächsten Monat dockt die Fähre mit dem Künstler-Trio Schnickschnack an. Also finde ich mega, mega cool von der Vorstellung. Ich merke auch immer mehr, dass es so ein bisschen, also oft ist es in Science-Viction ja so, dass man einfach eine Weltraumstadt auf dem Mond hat. Oder du versuchst im Prinzip eine Fabrik auf dem Mond eins zu eins zu übersetzen. Das Einzige, was der Science-Viction-Part ist, ist, dass es dann Roboter gibt. Und diese Vorstellung von dir, diese Vision, Und dann finde ich ganz interessant, dass man sagt, naja, es gibt Kolonien auf dem Mond und da sitzen eben Leute, die in der Bar sind, aber es sind halt eben nicht tausend, sondern es sind vielleicht viel weniger, die sich um was kümmern, die in so einer kleinen Zelle sind und das ist eine Gemeinschaft von vielleicht 100 Dudes oder 50 oder sowas. Und die wechseln sich immer wieder ab, weil viel mehr möchte man. Man möchte jetzt nicht tausend Habitate haben, weil du diese Kosten angesprochen hast, sondern man sagt, naja, wir können das runter reduzieren auf 50 Leute, die kriegen einmal im Monat eine Bierladung oder eine Nahrungsladung und sonst irgendwas und das ist, finde ich manchmal ganz interessant, das kleiner zu denken.

In so kleinen Einheiten. Und auch die Raumschiffe, dass da nicht 300 Leute auf dem großen Pott sind, sondern dass man sagt, ja, vieles läuft hier autonom und diese KI ist mitgedacht. Es braucht nicht 300 Leute, sondern es braucht vielleicht 10 Leute, aber auch die haben Hunger, auch die haben Bedürfnisse und die müssen schlafen. Das macht viel mit dem Design und mit der Vorstellung, wie viele Leute da jetzt eigentlich unterwegs sind. Und genau bei dieser Vorstellung zum Beispiel kann ich mir super vorstellen, dass sich irgendjemand sagt, okay, pass auf, wir haben da eine.

Kommerzecke auf dieser Mondbasis, wo man sich kleine Ladendokale mieten kann und vielleicht sagt irgendjemand, pass mal auf, ich versuche jetzt mein Glück, ich düse jetzt mal auf den Mond und öffne da meinen kleinen Imbiss, weil die vielleicht auch Bock haben auf eine ordentliche Currywurst. Und so. Und bei dieser ordentlichen Currywurst werde ich zum Beispiel auch mir keinen Currywurstroboter da hinstellen, der diese Currywurst schneidet. Das ist viel zu teuer. Weil ich bin einzelner Unternehmer. Ich habe mir gerade so das Equipment gekauft und gerade so das Ticket zum Mond irgendwie gelöst. Und dann bin ich da und baue da meine Fritteuse auf und biete halt Currywurst an, also Mondcurrywurst. Ich finde das sehr plausibel eigentlich. Und vielleicht erweitere ich das noch und mache einen geilen Burger dazu. Das ist letztendlich das, was der Mensch braucht, ist auch die Interaktion mit anderen Menschen. Ich glaube, da sind wir uns alle einig.

Komplettes System, das ausschließlich automatisiert läuft, da wird der Mensch doch irre drin. Also ohne es jetzt mit Zahlen belegen zu können, aber dieses Gefühl habe ich dabei. Deswegen, also die Currywurstbruder auf dem Mond, die ist eingekauft. Sehr gut. Also falls jemand da draußen Bock hat, diese Geschichte zu erzählen, dann fühlt euch doch frei. Ihr seid sowieso eingeladen im Götterkomplex. Wenn euch was gefällt, eine Idee gefällt, sofort loszuschreiben, loszuprompten, loszumalen, loszukomponieren, das hören und sehen wir uns gerne an. Auf jeden Fall. Und wenn jemand jetzt noch konkrete Ideen hat zu den eigentlichen Devices, weil da habe ich auch noch ein bisschen drüber nachgedacht. Das ist nämlich gar nicht so ganz trivial. Man stellt sich ja vor, also wir haben jetzt alle unseren Smartphone, klar, wir sind jetzt meist mit dem WLAN verbunden und unser Smartphone ist ja mittlerweile irgendwie eine Erweiterung unserer selbst. Und ich kann mir schon vorstellen, dass es sowas wie ein Smartphone halt in Form eines, sagen wir mal grob, als in Form eines Wearables gibt. Also es gibt nicht mehr wirklich die Definition, hier ist mein Smartphone, Smartphone, das bei allen gleich aussieht, sondern einer, der vielleicht eine Brille hat und sagt, ich mag die Interaktion mit meinem KI.

Mit meinem KI-System über meine Brille, kann ich das super steuern oder ich habe meine Uhr, die mir vielleicht sogar auch holographisch irgendwie wirklich was projiziert, wo ich dann mit Gestik irgendwie steuern kann. Also ich glaube, da gibt es eine unglaubliche Pluralität von technischen Geräten, die aber letztlich das gleiche oder den gleichen Zweck erfüllen, Weil letztlich ist eigentlich mein Wearable, also mein Gerät, was ich habe, mein Endgerät, wird wahrscheinlich nur, so meine Vision, einen Zugangspunkt darstellen zu meiner KI. Also da ist meine KI-Anwendung drauf, aber meine KI-Anwendung selber braucht ja noch Zugriff zu Rechenzentren.

Und ich glaube, das ist genau der spannende Punkt, an dem wir ansetzen können, weil entweder habe ich ein, wir hatten ja schon mal über Kommunikation gesprochen, ich glaube, in der Erdmond-Konstellation kann das noch funktionieren mit flächendeckenden Abdeckungen letztlich von Netz, also von dem klassischen Internet, wie wir es kennen, wo du auch auf Server zugreifen kannst, die vielleicht irgendwo im Orbit sind, wo meine KI auch drauf laufen kann. Spannender wird es dann, wenn du weiter rausgehst, weil du dann lange Kommunikationswege hast. Also wenn du Richtung Mars bist, dann brauchst du ja sehr, sehr lange, um ein Signal von A nach B zu tragen. Das heißt, da wäre dann schon die spannende Frage, welche Systeme liegen dann dahinter? Also auf welche KI-Server greift denn dann mein Device zu? Und das finde ich eine sehr spannende Frage, über die wir auch noch gar nicht so im Detail gesprochen haben. Ich aber doch schon wichtig finde, weil ich glaube, dass ich schon einen sehr großen Impact haben kann auf das Leben. Also ich habe jetzt Menschen... Zumindest von der Gesellschaft, so wie wir es kennen, mit dem ungefähren gleichzeitigen Informationsaustausch. Wir haben ja schon mal darüber gesprochen, über diese Netzwerke von Relaisstationen.

Ähnlich wie du es gerade auch angesprochen hast. Also es gibt überall Server-Netzwerkstrukturen, die sich immer synchronisieren. Das heißt, klar braucht es immer noch die Lichtgeschwindigkeit, Wenn ich von einem Planeten zu einem anderen Planeten eine Botschaft senden will, dann wird geguckt, okay, was ist letzten Endes die Lichtgeschwindigkeit oder die Datenverarbeitungsgeschwindigkeit. Aber wir stellen uns ja das Sonnensystem oder später dieses vernetzte interstellare System immer so vor, dass es überall diese Knotenpunkte gibt, die versuchen ständig eine Art Synchronisation zu machen. Und da ist es halt eben auch sehr spannend, wer sind da die Player, wer hat da die Kontrolle drüber, ist das staatlich, ist das Privatiers, sind das verschiedene Firmen und so weiter und so fort. Und das sind natürlich auch unglaublich strategische Punkte. Dann bin ich aber auch komplett bei dir. Also in meiner Vorstellung, dieses Variable, was du angesprochen hast, ist für mich klassischerweise, setzt du dir irgendwann, wahrscheinlich hat jeder, macht dann irgendwann eine OP mit 12 oder sowas, hat dann eine Iris oder setzt sich da halt eine Kontaktlinse drauf. Und das ist eben schon dieser komplette Punkt mit allem drum und dran. Und wenn du visualisierst alles quasi in deinem Auge, mehr oder weniger, steuerst auch alles und das ist alles komplett intuitiv und wie du sagst, wenn du jetzt jemandem anderen was zeigen willst, dann hast du noch ein anderes Wearable, wie so ein Monitor oder eine Holografie-Dingsbums, um zu sagen, hier guck dir mal das lustige Video an oder was auch immer.

Das Ding kann man vielleicht zusammenrollen oder so. Ja, genau.

Oder überall gibt es einfach Bildschirme oder jede Fläche ist eigentlich dazu geeignet, irgendwas zu präsentieren. Das wäre ja auch eine Idee. Aber trotzdem glaube ich, zumindest gerade am Anfang, ich glaube, wir können später durchaus eine glaubhafte Geschichte erzählen, dass meine KI, die ich so personalisiert habe, also wir haben darüber noch gar nicht gesprochen. Also wir reden immer nur von der KI. Ich glaube, es wird sehr, sehr viele KI-Anwendungen und ganz verschiedene, unterschiedliche KI-Modelle geben. Und das wird auch so wie so ein bisschen sein Telekommunikationsanbieter sein. Also ich habe die KI von und das Modell, das kann ich mir leisten von XY. Und das habe ich jetzt aber schon seit drei Jahren trainiert. Das weiß exakt, wer ich bin. Die Frage ist, wo liegen die Daten? Liegen die auf dem Server oder liegen die bei mir? Ich glaube, am Anfang liegen die auf einem Server und reise ich jetzt von der Erde zum Mars.

Müssen diese Daten, also das muss man zumindest mitdenken, dass man sagt, okay, ich, Philipp, reise jetzt von der Erde zum Mars, weil ich da irgendwas vorhabe, möchte aber meine KI mitnehmen, das heißt, ich muss erstmal irgendwie einen Download organisieren oder die KI wird mit meinen persönlichen Daten im Vorfeld der Reise schon transferiert irgendwie, Ach, das ist so ein bisschen wie früher mit dem Handy so, oh, du bist außerhalb der EU unterwegs, dann musst du jetzt aber bezahlen, also kannst du gerne machen, aber dein Tarif ist eigentlich ja nur der R-Tarif und wenn du deine Daten mittransferieren willst, dann wird es teuer. Ja, super interessant. Ich finde auch gut, was du gerade angesprochen hast, diesen Pluralismus von KI-Systemen. Ich finde auch ganz gut, also zumindest in deiner jetzigen Vision bist du ja jetzt nicht auf Systeme eingegangen, die ein Bewusstsein entwickeln oder die KI und die KI macht dann dies und das, sondern letzten Endes sind es Helferlein.

Also hochkomplexe Helferlein. Und ich finde diese Vision auch ziemlich plausibel, dass natürlich verschiedene Firmen, verschiedene neuronale Netzwerke, verschiedene neuromorphe Systeme entwickeln, die eine gewisse Funktion haben. Aber du hattest ja auch gesagt, du gehst auf diese vierte Stufe, dass die Systeme natürlich dann auch schon selbstständige Problemerkennungen haben und auch eigene kreative Lösungen finden können. Das finde ich zum Beispiel für die Wissenschaft super interessant, dass man sagt, wir haben hier gewisse neuronale Netzwerke, die einfach ganz viele Studien selbstständig durchführen können und Tests und auch Wege finden, das menschliche Denken zu erweitern, weil ein Algorithmus sagt, ich habe mir hier die und die und die Probesimulationen durchgeführt, was der Mensch halt so gar nicht könnte.

Aber es geht nicht unbedingt, das ist ja sozusagen, wenn man sich diese KI-Stufen anguckt von einer dem menschlichen Geist komplett übertreffenden KI, die sich selbst repliziert und verbessert und über all das Vorstellbare des Menschen hinausgeht, da bist du ja nicht und das finde ich sehr bodenständig, das ist auch was, damit kann ich connecten, also alles was du gerade vorgestellt hast ist, ja es ist nicht eine.

Eine innovative, krasse Sci-Fi-Story, die jetzt irgendwie so ein Element wie bewusste KI nimmt und das hochkatapultiert. Aber es ist was, womit ich total gerne connecte. Das, was du mir erzählst, habe ich sofort ein Bild im Kopf. Ich weiß, wie es funktioniert, wie die Spannungen sind und welche Geschichten sich daraus spinnen lassen, die ich irgendwie gut finde. Und das gefällt mir daran sehr, sehr gut. Bedingt aber auch eben, dass man nicht weiter auf diesen Stufen der KI geht oder eine KI erzählt, die das vielleicht tut. Also eine Firma entwickelt das und das könnte eine Story sein, wo man über die Gefahr dieser Entwicklung einmal spricht. Aber gesamtgesellschaftlich kann ich mir darüber hinaus, über das, was du da so skizzierst, fällt es mir halt immer schwerer, das weiterzudenken.

Genau das ist nämlich, also genau das war halt, wie gesagt, mein Problem und ich habe versucht, das für mich irgendwie greifbar zu machen. Deswegen, ich ja zum Beispiel auch nicht über dieses aktuelle laufende Jahrhundert hinausgegangen bin. Also wir sind ja wirklich in einer ganz, ganz frühen Phase und das wäre eine Möglichkeit, wie ich, wie ich erstmal, das hattest du irgendwann mal erwähnt, Ortio, und das ist ja genau ein Fakt irgendwie, man stellt sich immer Science-Fiction relativ schnell so vor, dass alle irgendwie mit irgendwelchen Holo-Brillen rumrennen und alle irgendwie die neueste Technik haben, aber das ist ja mitnichten so. Es fahren ja immer noch Oldtimer-Autos rum. Wir haben immer noch das alte Küchengerät von Oma, weil man da auch irgendwie Emotionen mit verbindet. Und wir haben auch vielleicht noch das Alt- und Neue-Nebeneinander-Denken. Ich glaube, das war so ein bisschen die Herausforderung. Und eben, ich musste auch bei mir wirklich noch mal reinhämmern. Deswegen, denk noch mal über diese Verantwortungsgeschichte nach, dass meine KI, also meine Arbeits-KI, das ist keine Ahnung, und der Agent heißt Philipp im Büro oder sowas. Der ist von meinem Wissen, von meinen Erfahrungen so trainiert, dass er sehr viele Aufgaben übernehmen kann. Ich bekomme auch immer mehr Aufgaben, die kann ich, wenn ich gut bin, mit meiner KI noch irgendwie.

Bewältigen. Ich kann vielleicht sogar auch in Urlaub fahren und die kann man zwei, drei Tage autark irgendwie für mich Dinge tun. Ich muss aber immer mal wieder eingreifen, bin selber verantwortlich und verdiene, ich als Person verdiene auch Geld damit. Also ja, ich habe nach wie vor einen Arbeitgeber, der mich bezahlt, weil fällt das weg bei ganz vielen Themen, dann weiß ich nicht, fehlt mir die Vorstellungskraft, wie sich unsere Wirtschaft tatsächlich dann halten kann. Also, weil das ja so tiefgreifend ist. Die Wirtschaft hat schon ein sehr großes Interesse daran, dass irgendwo Werte geschaffen werden. Und so wie sie aufgebaut ist und so wie sie sich in den letzten Jahren, Jahrhunderten, Jahrhunderten nicht, aber im letzten Jahrhundert auch nicht verändert hat, kann ich mir schon vorstellen, dass das, was du da skizziert hast, auch so eintreffen könnte. Wir haben ja trotzdem eine Produktivitätssteigerung. Also da, wo meine Firma vielleicht fünfmal, sechsmal, zehnmal meine Position sozusagen einstellt, braucht sie jetzt vielleicht nur noch zwei, drei. Also es kann in zwei Richtungen gehen. Die eine Richtung ist halt absolute Niedergang der Wirtschaft und die andere Option könnte halt sein, genau das Gegenteil, nämlich, dass dadurch einfach die Produktivität so enorm steigt.

Dass ich damit sozusagen einfach einen riesigen Wirtschaftsboom habe, Produktivitätssteigerung, Wirtschaftsboom und wir dadurch die Expansion im Weltraum machen können. Du hast ja schon vorhin richtig gesagt, man könnte dadurch Ressourcen freistellen, und sie dann für andere Sachen benutzen. Also damit meine ich jetzt menschliche Arbeitskraft. Ja, auch das. Gut, mit Blick auf die Uhr. Ich unterbreche das hier sehr ungern. Es ist eine sehr spannende Diskussion. Ja, ja, allerdings. Danke erstmal Philipp für deinen Ausblick in eine wirklich sehr nahe Zukunft. Liebe Hörerinnen und Hörer da draußen, wir verabschieden uns in den wohlverdienten Feierabend. Ja, bitte besucht uns doch bei Discord, bei Instagram oder auf der Podcast-Plattform eurer Wahl. Bleibt uns gewogen, bleibt mir nur zu sagen, habt einen schönen Restabend und wir verabschieden uns mit einem liebgemeinten, ehrlichen und KI-belasteten Elner!

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