Frohe Weihnachten ihr Lieben! Wir konnten es uns nicht nehmen lassen, heute an Weihnachten noch eine kleine Folge zu veröffentlichen. Es ist eine Story-Folge und hier hat sich unser Community-Mitglied Abalur wieder einmal kreativ betätigt, denn Abalur hat nicht nur eine komplette neue Religion bereits in den Götterkomplex eingeführt, nämlich die Novakosmogenese. Ihr könnt euch da die entsprechende Folge natürlich auch noch anhören. Und Abba Lohr schreibt die Geschichte jetzt weiter. Er hat Teile der Bibel umgeschrieben und genauer gesagt die Weihnachtsgeschichte aus dem Teilhard-Evangelium. Das ist das, was ihr jetzt hört. Viel Spaß. Lesung aus dem Teilhard-Evangelium Im Anfang sprach Gott und aus dem Chaos der unendlichen Möglichkeiten entstand das Universum. Durch die Explosion der Materie wurden Sterne geboren, die Galaxien erfüllten, und aus Staub und Feuer formte sich die Erde, ein winziger Punkt im Gewebe des Seins. Und der Ewige sah, dass die Zeit reif war für die nächste Stufe des Werdens.
Es begab sich zu jener Zeit, dass der Engel Gabriel, ein Bote des schöpferischen Geistes, zu einer Jungfrau in Nazareth gesandt wurde, deren Name Maria war.
Der Engel sprach zu ihr, sei gegrüßt, Maria, denn der Herr hat dich auserwählt, ein neues Kapitel in der Geschichte des Universums zu eröffnen. Durch dich wird der Logos Mensch werden, das Wort, das alles verbindet und in Bewegung hält. Fürchte dich nicht, denn in dir wird die Evolution eine neue Dimension erreichen. Du wirst den tragen, der das Ziel allen Werdens ist, das Omega, das in Liebe alles in sich vereinen wird. Maria antwortete, wie soll dies geschehen, da ich keinen Mann erkenne? Der Engel sprach, der Geist Gottes, der einst die Sterne entzündete und die Lebensfunken in die Tiefen der Urmeere legte, wird dich überschatten. Das Kind, das du gebären wirst, wird die Verkörperung der Liebe sein, die das Universum antreibt und es zur Vollendung führt. Maria sprach, siehe, ich bin die Magd des Herrn, möge es geschehen, wie du gesagt hast. Und der Engel verließ sie.
Zu jener Zeit erließ Kaiser Augustus ein Gebot, das alle Welt sich schätzen ließe, und auch Josef aus dem Hause Davids machte sich mit Maria auf den Weg nach Bethlehem. Die Straßen waren beschwerlich, und Maria, die das Geheimnis des Werdens in sich trug, dachte über die Wunder der Schöpfung nach. Sie betrachtete die Sterne, die wie Funken der göttlichen Ordnung über ihnen funkelten, und verstand.
Der Gott, der die Materie geformt hatte und das Leben aus den Tiefen der Zeit emporführte, war derselbe Gott, der nun in ihrem Sohn Mensch werden wollte. In ihm würden die Gesetze der Evolution, Kampf und Wachstum, Tod und Auferstehung, zur Liebe transformiert werden, zur Kraft, die alles vereint. Als sie nach Bethlehem kamen, fand sich kein Raum in der Herberge, und Maria gebar ihren Sohn in einem Stall, inmitten der Tiere, die Zeugen der Geschichte des Lebens waren, und sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe.
Da war ein großer Stern am Himmel, der heller leuchtete als alle anderen, ein Zeichen, dass der Wendepunkt der Schöpfung erreicht war. Denn in diesem Kind hatte Gott beschlossen, nicht mehr nur der ferne Architekt der Evolution zu sein, sondern mitten in ihr zu wohnen und sie von innen her zu verwandeln. In den Feldern nahe Bethlehem hüteten Hirten ihre Herden, und ein Engel erschien ihnen, um die frohe Botschaft zu verkünden. Heute ist euch der Retter geboren, der Christus, der Herr. In ihm wird der Lauf der Zeit zu seinem Ziel geführt, die Schöpfung von ihrem Zerfall erlöst und die Menschen zur Liebe emporgehoben. Auch im Osten waren Weise, die den Lauf der Sterne studierten und in der Ordnung des Kosmos nach Sinn suchten. Als sie den neuen Stern sahen, erkannten sie, dass eine neue Kraft in die Welt gekommen war. ein Licht, das die Dunkelheit der Jahrmillionen durchbrechen würde. Sie kamen nach Bethlehem, fanden das Kind und brachten ihm Gold, Weihrauch und Möhre, Gaben, die die Einheit von Himmel und Erde symbolisierten. Und sie verstanden, dieses Kind war der Knotenpunkt, an dem die Kräfte der Evolution, Materie, Leben und Geist zur Vollendung gelangen sollten.
In jener Nacht, als Christus geboren wurde, jubelte die Schöpfung. Die Himmel und die Erde, die Tiere und die Menschen erkannten, dass eine neue Ära begonnen hatte. Denn in diesem Kind lag die Antwort auf das tiefe Sehnen der Evolution nach Einheit, nach Liebe, nach Gott. Und das Kind sprach durch sein bloßes Sein. Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende. In mir findet die Geschichte des Kosmos ihr Ziel. Durch mich wird die Trennung überwunden, die Ordnung des Lebens erneuert und die Welt in den Herzschlag Gottes eingebunden. Maria bewahrte all diese Worte in ihrem Herzen und betrachtete die Geheimnisse des Werdens, die in ihrem Sohn offenbart wurden. Und die Engel sangen, Ehre sei Gott in der Höhe, der die Evolution mit seiner Liebe durchdringt, und Friede sei auf Erden, in den Herzen der Menschen, die das Licht des Lebens annehmen. So ward Christus geboren, der Mensch gewordene Logos, der Herr der Evolution, der alles Sein nicht zerstört, sondern in Liebe transzendiert, bis der Kosmos selbst im Omega aufgeht und Gott alles in allem ist. Amen.
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