Music.

Ihr hört den Götterkomplex-Podcast, Tag zusammen, Niklas hier und in den nächsten 40 bis 160 Minuten erfahrt ihr wie immer jede Menge Wissens- und Hörenswertes rund um das Thema Science-Fiction, Raumfahrt und Storytelling. Das mache ich natürlich nicht alleine, da würde ich mir ja den Mund fusselig reden. Und ich begrüße deswegen und Gott sei Dank meine lieben Mitgötter, die sind gebenedeit unter den Leibern und gesegnet mit ihrer westfälischen frohen Natur. Mein Gott, Orti. Gebenedeit seid ihr alle. Ich wünsche euch eine richtig schöne Zeit und begrüße alle da draußen. Hi.

Und traditionell sind wir zu dritt, das heißt, hier sitzt noch jemand. Grüße gehen raus an unseren Exilwestfalen, der jetzt am Rheine wohnt. Hallo Philboy. Ja, so ist das wohl. Der Dom steht noch, deswegen ist die Welt noch nicht untergegangen und wir können den Götterkomplex weitermachen. Juppie, ich freue mich heute. Also nicht nur heute, sondern generell. Der Dom steht noch. Ich dachte, wir wollten ihn abreißen, um dort den Tempel für Ortis Religion, den Ortis Landismus zu errichten. Ich dachte, Silber ist die Domwacht. Wir hatten ihn ins Exil geschickt, damit er jeden Tag irgendwie daran vorbeigehen kann und immer so ein Bericht schreibt. Steht noch. Gerüst. Steht noch. Mehr Gerüste.

Tatsächlich könnte ich das sogar tun, weil mein Arbeitsweg seit einem Jahr hat er sich ja geändert. Oder vor einem Jahr hat er sich geändert. Und seitdem fahre ich jeden Tag mit der S-Bahn, sofern sie fährt, am Dom vorbei. Gut, also ich erwarte rückwirkend die Berichte zum Dom-Fortschritt aus dem letzten Jahr dann noch. Selbstverständlich. Die Frage ist nur, Philipp, wie unberührt du jetzt diesen Weg am Dom vorbei fahren kannst, quer durch die Innenstadt, wenn die ganzen Kölner diese Folge hier gehört haben, in der wir angedroht haben, den Kölner Dom abzureißen. Ganz viel Freude dabei. Ihr Lieben da draußen, ihr hört, wir sind gut drauf. Kurz zur Erinnerung, in unserem Podcast erschaffen wir mithilfe von Kreativität und wissenschaftlichen Ansätzen, also hin und wieder mal, ein eigenes Science-Fiction-Universum, in welchem ihr da draußen noch munter mitschreiben und mitgestalten könnt. Und wenn ihr da draußen keine Folge dieses Podcasts verpassen wollt, dann abonniert doch den Götterkomplex auf der Podcast-Plattform eurer Wahl. Und natürlich freuen wir uns auch über das ein oder andere Like, sofern wir euch gefallen. Und gefallen ist das Stichwort. Es gibt sogar Menschen, denen der Podcast so gefällt, dass es ihnen wert ist, uns einmal auf Steady zu besuchen und den ein oder anderen Euro in den Klingelbeutel unseres Götterkomplexes reinzuwerfen. Nee, Ich will das gar nicht so ins Lächerliche ziehen, das ist ganz, ganz wunderbar, dass es wirklich Menschen gibt, die uns unterstützen.

Das ermöglicht uns einfach hier in dem Maße hier weiterzumachen, indem wir hier produzieren. Also wenn ihr da draußen sagt, ey, das ist es mir wert, da vielleicht den einen oder anderen Euro mit reinzuwerfen, schaut doch mal vorbei, da gibt es verschiedene Pakete. Das freut uns und macht uns ziemlich stolz, wenn das wirklich Leute tun. Das ist eine unglaubliche Wertschätzung und motiviert noch weiter. Ja, absolut. Aber jetzt mal los, warum so sakral heute oder immer noch? Wir haben ja in den vergangenen Folgen viel über das Thema Religion in Science Fiction gesprochen. Wir haben uns über Religion auch viel im Allgemeinen unterhalten. Ein sehr spannendes Thema, das auch persönlich anscheinend berührt. Aber wir wollen jetzt mal so ein bisschen wieder den Bogen spannen zu Science Fiction und uns mal den ein oder anderen Einzelsystemen nähern. Wir befinden uns nämlich jetzt gerade in einer sogenannten Konzeptfolge und das bedeutet, einer von uns zieht los und recherchiert zu einem ganz bestimmten Thema.

Also Einzelsysteme, die wir eventuell dann in unser Open-Source-Universum, ein Götterkomplex mit hineinfügen können und die werden dann auch für euch da draußen unfassbar real. Ja, das ist wunderbar, so eine Realität, wenn so alles real ist. Wenn sie denn dann real ist. Ja, wenn sie dann real ist. Das ist jetzt mein Hook zu dir, Philboy. Ich hatte mir das gedacht. Was hast du denn mitgebracht? Ja, ich habe die Frage mitgebracht, ob wir nicht eigentlich in einer Simulation leben. Also ob all das, was uns umgibt, nicht eventuell einfach ganz simuliert ist und nicht real ist. Boah, das würde ich mir manchmal so wünschen, ohne Witz. Also ich hab manchmal so oft das Gefühl, boah, bitte sei eine Simulation. Nee, ich würd's einfach ganz gerne hacken können, die Simulation. Ich würd gerne diese Simulation selber beeinflussen können von außen. Das wär, glaub ich, gar nicht verkehrt. Bin ich halt auch die ganze Zeit, was nutzt es uns, wenn wir, also ne, wenn es eine Simulation wäre, wenn wir nicht raustreten könnten und die Spielregeln nicht verändern könnten, ne? Naja, es würde zumindest für mich ganz viel erklären, weil dann müsste ich mich nicht die ganze Zeit fragen, warum ich die ganze Zeit mit so vielen Idioten zusammenhocken muss. Mit NPCs, ne? Dann haben wir eigentlich ja schon die ganze Konklusio vorweggenommen. Deswegen würde ich sagen, Energie.

Nein. Ja, tschau. Ja, tschau. Tschüss da draußen.

Nee, so ganz so einfach, glaube ich, machen wir es uns nicht. Erstmal vielleicht groß die Frage nochmal, wieso komme ich denn eigentlich überhaupt auf die Simulationstheorie? Und da möchte ich einmal zurückgehen, auch Niklas, was du gerade sagtest, dass es heute wieder irgendwie eher science-fictioner wird. Ich finde den Ansatz nicht ganz richtig. Ich finde nämlich, dass Religion, so wie wir es gemacht haben, schon sehr Science-Fiction war, weil wir natürlich, natürlich musste man erstmal trocken überhaupt checken, was Religion ist, aber das dann eben zu abstrahieren auf so einem Science-Fiction-Level fand ich wahnsinnig spannend.

Und in dem Zuge habe ich auch eben ein bisschen überlegt, was könnte ich beitragen? Und wir haben ja gelernt, dass Religion eigentlich ja auch den Menschen dazu anstiftet, ein bisschen transzendent darüber nachzudenken, wo komme ich hin, wo gehe ich hin, wo komme ich überhaupt her, was ist denn hinter dem, was ich sehen kann? Und da bin ich eigentlich auf diese Simulationstheorie gestoßen. Und ich würde hier auch anfangen, wieder einmal mit der Geschichte, weil, ja, wie wir das gerade so schön gehört haben, springt dann sofort der Motor an. Real ist die Welt real, was ist real und so weiter. Und tatsächlich haben sich das die Menschen eben auch schon in grauer Vergangenheit gedacht. Und zwar hat der Platon, der Platon, wer kennt er nicht? Wir rüchten ja der Platon. Hat der Platon, nein, also der Platon hat tatsächlich noch vor Christi Geburt.

Hat er das Höhlengleichnis niedergeschrieben? Ich weiß nicht, ob euch das was sagt, dieses Höhlengleichnis? Wenn ich es richtig im Kopf habe, geht es doch darum, dass, glaube ich, Höhlenmenschen auf eine Seite einer Höhle gucken und die Schatten sehen oder ein Gemälde sehen und weil sie sich nicht umdrehen, sehen sie immer nur diese eine Perspektive und sagen, das ist meine Wahrheit, bis einer die Höhle verlässt und sieht, was hinter der Höhle ist und dann eigentlich erst erkennt, okay, da gibt es ja noch viel mehr als das, was wir sehen. Ist das platt ausgedrückt richtig, das Höhle-Gleichnis? Ja, hätte ich jetzt eigentlich nicht mehr wahnsinnig viel besser erklären können. Tatsächlich ist das Gedankenexperiment noch ein bisschen brutaler, die Menschen sind tatsächlich einfach festgebunden in dieser Höhle und schauen in eine Richtung und können sich einfach nicht bewegen, leben also praktisch mit dieser Perspektive und hinter ihnen befindet sich eine Lichtquelle und davor eben eine Schattenwelt, also davor werden eben Gegenstände hin und her geschoben, sodass die Schatten auf die Seite projiziert werden, in die eben die Menschen gucken und das ist für die einfach die Realität. Also die versuchen dann auch rauszufinden, naja, gibt es Regelmäßigkeiten in den Schatten, wann tauchen sie auf? Also sie erforschen praktisch wirklich diese Welt dieser Schatten und dann gibt es eben diesen Moment.

Wo ein Mensch sich zum ersten Mal umdreht, zum ersten Mal die Lichtquelle erblickt und vielleicht sogar aus der Höhle heraustritt und naja, das Ganze auch vielleicht erstmal nicht wirklich glaubt. Also er kann das nicht mit den Dingen immer einbringen, was ihm da in der Höhle widerfahren ist. Erst wenn er eine längere Zeit außerhalb dieser Höhle war und begriffen hat, wie die Welt außerhalb dieser Höhle funktioniert, kommt er zurück und kann seinen Mitmenschen eben davon erzählen. Also im Endeffekt geht es hier in diesem Höhengleichnis darum, also um diese theoretischen Gedanken, was wäre, wenn die Welt, die wir sehen, nicht real ist. Und ich finde, das ist schon sehr nah an der Überlegung, was ist, wenn wir in einer Simulation leben, denn diese Simulation selber würde ja auch suggerieren, dass die Welt, in der wir leben, nicht real ist. Das heißt, wir betrachten eigentlich nur Projektionen von etwas, das hinter uns steht, das wir zwar interpretieren und als wahrnehmen, aber es ist ja Realität für uns, aber es ist ja wahrscheinlich anders im Ursprung, als wir vermuten.

Das steckt zumindest dahinter, also die Idee steckt dahinter, dass es genau das sein könnte. Ob es das ist, wir werden sehen. Gehen wir mal ein bisschen weiter. Also grundsätzlich diese Idee, dass wir in einer Scheinwelt leben oder dass es Scheinwelten gibt, das ist absolut gängig, das kommt immer mal wieder vor. Da machen wir einfach mal einen Zeitsprung. Und zwar über 2000 Jahre später, 1969, veröffentlicht Konrad Zuse. Das ist ein deutscher Ingenieur, der tatsächlich auch den ersten funktionierenden Computer, der Z3, oder dem der erste funktionierende Computer, der Z3 zugeschrieben wird. Also weltweit. Der hat auch den ersten Computer gebaut, wie man das so kennt mit Transistoren und so weiter und mit Rechenoperationen. Also der Rechner sozusagen. Aber der hat auf jeden Fall ein Buch veröffentlicht, Und zwar der rechnende Raum.

Und der rechnende Raum, da begibt er sich auf so eine Theorie, die er entwickelt hat und dort vermutet er, dass der gesamte Weltraum als digitale Maschine verstanden werden kann. Also die gesamte Wirklichkeit als digitale Maschine verstanden werden kann. Und das ist tatsächlich ganz interessant, weil er sagt, alles, was wir als Real betrachten, alles, was wir beobachten können, lässt sich also mit ausreichend Wissen und mit ausreichend Verständnis ganz konkret mit diskreten Zahlen, also mit wirklichen Zahlen berechnen. Also er sagt, letztlich ist diese ganze Welt berechenbar. Das ist so diese Grundannahme. Auch das ist wieder.

So ein erster Hinweis eigentlich in diesen größeren Gedankenkonstrukt.

Was ist denn, wenn wir wirklich in einer Simulation leben würden? Der war quasi fasziniert von der Logik der Dinge, dass er irgendwie sagen kann, okay, ich kann alles erklären, ich könnte alles irgendwie simulieren, wenn ich die richtige Rechnung kenne. So verstehe ich das zumindest. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob das wirklich hundertprozentig so intendiert war, aber so verstehe ich. Ich habe das Buch jetzt natürlich nicht gelesen, aber so wirkt das so ein bisschen auf mich. Und dann kommen wir eigentlich jetzt ein bisschen weiter zu dem eigentlichen Kern dieser Folge, nämlich die eigentliche Simulationshypothese, beziehungsweise das Simulationsargument, wie es so schön genannt wird. Und zwar hat der Nick Bostrom, das ist ein Philosoph, hat 2004 ein Denkmodell veröffentlicht, wenn man so wahrt. Und dafür muss ich euch jetzt mitnehmen, also wir müssen uns ein bisschen darauf einlassen. Der Bostrom geht in diesem Denkmodell davon aus, dass unsere aktuelle Zivilisation eine unreife, also eine technisch gesehen unreife Zivilisation ist. Wir haben also noch kein adäquates technisches Level erreicht. Und zwar, in seinem Denkmodell ist es so, dass eine reife Zivilisation, die nennt er auch posthumane Zivilisation, in der Lage ist, eine selbst replizierende Computersimulation zu erstellen.

Und meistens simuliert diese Computersimulation unsere Vorfahren. Also wir wollen vielleicht herausfinden, oder diese Zivilisation möchte herausfinden, wie war denn die Planetenentstehung?

Und wir sind dann also wirklich posthuman drauf, wenn wir es schaffen, eben diese Planetenherstellung wirklich zu simulieren. Mit der Kollision von Thea auf dem Urplaneten, mit Lavaströmen, mit den einzelnen Molekülen, mit chemischen Verbindungen bis hin zu Einzellern. Also, dass diese Simulation erstellt werden kann. Und das ist nicht so ganz weit hergenommen, denn wir tun das ja gerade im Prinzip schon. Und zwar haben wir zum Beispiel Wettermodelle, das sind auch Simulationen, die betreffen jetzt hier die Zukunft, aber wir haben das auch in der Vergangenheit gemacht, um zu überprüfen, ob unsere Wettermodelle funktionieren. Computerspiele, da machen wir nichts anderes, das ist noch auf einem relativ basalen Level, aber man stellt ja schon fest, dass diese Simulationen, die wir gerade aktuell erstellen, stetig komplexer werden und immer mehr Funktionen mit einbinden. Und man kann ja schon ziemlich krasse Sachen eigentlich simulieren, wenn man sich vorstellt, dass diese ganzen Wettermodelle zum Beispiel, das sind so viele Komponenten, die da berücksichtigt werden und man kann ja schon mittlerweile immer akkuratere Vorsagen treffen, Vorhersagen treffen.

Obwohl auch wenn die meistens eher auf Wahrscheinlichkeiten beruhen, ne? Gut, auf Wahrscheinlichkeiten könnte, ja gut, aber die Wahrscheinlichkeiten kannst du trotzdem stärker eingrenzen und kannst die Wahrscheinlichkeit mit verschiedenen Faktoren dann wieder in irgendeine Richtung drängen oder hier noch einen Faktor hinzuaddieren, das heißt, ne, also, man kriegt das ja mit, ich weiß noch, dass meine Großeltern damals auf dem Sofa saßen und sagten, ach, Wetterbericht, da kommt doch sowieso alles nicht, wie die das sagen. Und mittlerweile muss man ja schon zugeben, dass der Wetterbericht schon relativ akkurat eigentlich ist, zumindest geht das mir so. Super viele Berechnungen, wenn du jetzt als Architekt irgendwie unterwegs bist oder irgendwie du möchtest ein Schiff bauen und guckst, wie krass wäre das jetzt bei so einem Sturm und so eine Wellenberechnung, Wellensimulation und so weiter und so fort. Um da jetzt auch nochmal ein anderes Beispiel, also es gibt ja zig Beispiele aus der Technik, wo man sagt, wir simulieren das erst am Computer und so weiter und so fort.

Machen tausend Tests, bevor wir irgendwie überhaupt erstmal einen Prototyp entwickeln und da bin ich schon komplett dabei. Also das ist quasi noch unreif, wir sind sozusagen in den ersten Schritten, weil wir schon ein Verständnis haben, dass wir Dinge simulieren und unsere Technik wird immer reifer, aber sie ist noch nicht reif genug, um zum Beispiel, das hatte ich irgendwie mal in dem Kontext gesehen, fand ich ganz spannend, dass man jetzt guckt, man simuliert jetzt die Vergangenheit, um herauszufinden, wie die Menschheit zum Beispiel Pyramiden bauen konnte in der Historie, um den Beweis zu finden. Ja, absolut.

Und vielleicht findet man dadurch irgendwie Anknüpfpunkte, wie das Leben entstanden ist oder wie sich Menschen weiterentwickelt haben und, und, und, und. Ja, man versucht halt im Rückblick auf die Vergangenheit Muster zu finden, die sich halt auch auf die Zukunft übertragen lassen. Das ist ja eigentlich die Idee dahinter. Mega spannend, also, ne? Ja, cool. Und der Bostrom sagt jetzt, also stelle ich jetzt drei Aussagen auf, von denen jetzt er annimmt oder er geht davon aus, dass eine Aussage davon wahr sein muss. Und die werde ich euch jetzt einmal kurz verlesen, könnte man sagen. Und dann diskutieren wir da schön drüber. Und zwar, die erste Aussage ist, die menschliche Zivilisation stirbt sehr wahrscheinlich aus, bevor sie eine posthumane Stufe und damit eben die Fähigkeit, die Simulation zu erstellen, erreicht hat.

Stirbt vor der Simulation. Stirbt aus, bevor die technische Reife soweit ist. Klingt nach einem großen Filter. Habe ich mir auch tatsächlich direkt gesagt. Da habe ich sofort gesagt, ach krass, ja, eigentlich ist das der Filter. Vielleicht nochmal für die Hörerinnen ganz kurz. Die große Filtertheorie will die Antwort darauf geben, warum wir noch keine Aliens getroffen haben und sagt eben, dass Zivilisationen einfach gewisse Entwicklungsschritte nicht erreichen können aus irgendwelchen Gründen und dass es sei der große Filter und man kann diesen Filter nicht überwinden und wir befinden uns gerade halt vor so einem Filter und erst nach dem Filter wäre der Kontakt zu Aliens möglich, da wir den aber nicht überwinden können.

Haben wir keinen Kontakt in Kurzform. Und diese menschliche Zivilisation, die ausstirbt, bevor sie eben die posthumane Stufe erreicht, ist ja im Prinzip auch so eine Art Filter. Die zweite Aussage ... Der Anteil posthumaner Zivilisationen, die daran interessiert sind, Simulationen ihrer eigenen Entwicklungsgeschichte oder Variationen derselben zu betreiben, ist wahrscheinlich nahezu null. Und die dritte Aussage ist, wir leben höchstwahrscheinlich in einer Computersimulation. Genau, ich wollte gerade sagen, drei kann ich, das hätte ich hingekriegt, wir sind in der Simulation.

Die Logik dahinter ist im Prinzip ja, wenn wir die anderen Punkte mal falsifizieren. Also die Logik ist ja die, Punkt eins, die menschliche Zivilisation stirbt eben aus, bevor sie das erreichen kann. Gut, da müssen wir jetzt hier nicht weitermachen. Nehmen wir mal an, sie stirbt nicht aus und kann irgendwann die Zivilisation erreichen. Punkt zwei ist, der Anteil der Zivilisationen, die eben interessiert sind, diese Simulationen zu machen, ist gleich null. Dann können wir hier eigentlich auch abbrechen. Aber was ist, wenn wir davon ausgehen, dass die Menschen durchaus interessiert sind? Und wir haben das ja gerade am Eingang schon sehr diskutiert, Simulationen zu erstellen und Simulationen von unseren Vorfahren, von unserer Entwicklungsgeschichte zu erstellen. Und wenn man jetzt, also das heißt, man schafft es, genügend Rechenpower aufzubauen, um das zu tun, dann eben tut diese Zivilisation das, wenn wir das mit Ja beantworten, dann stoßen wir etwas an, was uns dann direkt dazu bringt, dass wir höchstwahrscheinlich in einer Simulation leben. Denn dann ist davon auszugehen, dass diese selbst replizierende Simulation fängt mit einem Urknall an, die Planeten entstehen, einzelliges Leben entsteht, der Mensch entsteht, der Mensch kommt irgendwann in eine posthumane Entwicklungsstufe und fängt an, eine Simulation zu betreiben. Dann entsteht wieder der Urknall, dann entstehen die Planeten und auch diese Zivilisation fängt an.

Eine Simulation zu betreiben. Das heißt, wenn alle beiden Punkte davor sozusagen falsifiziert werden können, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine Simulation erschafft, sehr, sehr hoch. Und die Wahrscheinlichkeit, dass wir die erste menschliche Zivilisation sind, die also die erste Simulation erschafft, das ist dann nahezu null.

Das heißt, wenn das unendlich weitergeht, wir wissen ja nicht, wann es angefangen hat, aber es ist einfach ein Spiel der Wahrscheinlichkeiten. Ja, total faszinierendes Gedankenexperiment. Bei Punkt zwei hattest du ja gesagt, der Anteil der Menschen, die so eine Simulation erbauen wollen würden oder Interesse daran hätten, ist gleich null. Da müsste man natürlich wirklich, ich hatte da auch so ein bisschen mich mal so reingefuchst, geht es ja auch immer daran, wann hat man Interesse oder Motivation was zu machen, wir hatten ja ganz oft im Götterkomplex über interstellares Reisen gesprochen und die Möglichkeit oder Unmöglichkeit und hier ist es vielleicht nicht unbedingt der Wille der Menschheit, sondern einfach die Umsetzungsfähigkeit. Du hattest ja jetzt auch schon angesprochen, dass wir Simulationen schon durchführen und in Computerspielen sind ja letzten Endes auch simulierte Welten und so weiter und die sind auch schon sehr beeindruckend. Und das Ding war, ich hatte da mal so eine Gegenthese, gehört dich ganz interessant von, dass wenn du halt das Universum simulieren willst, brauchst du auch so viel quasi Rechenpower, wie das Universum halt eben, also aus all den Bestandteilen, aus denen es denn besteht, das müsstest du berechnen. Und so viel Rechenpower und Energie kann es nicht geben, es sei denn, man simuliert nur das Beobachtete.

Universum, so wie das ja Computerspiele heutzutage schon machen. Also du hast irgendwo einen kleinen Zwischenspeicher und ich gehe mit meiner Spielfigur, jetzt verlasse ich die Erde. Ich sehe jetzt mal am Horizont, da ist der Mond als Beispiel. Das ist jetzt aber nur so eine kleine Grafik. Und jetzt entscheide ich mich als Spielfigur. Ich gehe jetzt zum Mond hin und erst dann aktiviert sich der Zwischenspeicher, der sozusagen dann die Oberfläche des Mondes weiter simuliert. Also das habe ich wohl gesehen, das fand ich super interessant, weil das ja auch schon Methoden sind, die so sehr mit, unserer Logik und wie wir solche Simulationen und Computerspiele quasi kreieren und genau solche Probleme wie, wir haben noch gar nicht genügend Speicher, um so eine ganze Welt darzustellen, sowas in den Griff zu kriegen. Fand ich super cool. Die Frage, die sich da nur stellt, also ich habe jetzt irgendwie mir schon wieder fünf, sechs Kritikpunkte an dieser Theorie aufgeschrieben. Jetzt könnte man sich natürlich auch die ganz böse Sinnfrage stellen, für wen ist denn eigentlich die Simulation? Ist es nur für einige wenige? Ist der Rest wie ein NPC zwar in der Lage irgendwie zu denken und auch nur Projektion zu sehen und ist damit glücklich und sind die eigentlichen Individuen, dessen Schicksal da letztendlich geführt wird? Ist es für die gemacht? Sind die so wichtig oder warum existiert so eine Simulation eigentlich?

Oder sind die Menschen, die in dieser Simulation leben, sind das trotzdem eigene Lebewesen und damit ist es völlig obsolet, ob es simuliert ist oder nicht. Aber genau deswegen, Niklas, wegen deiner Fragen, die ich gar nicht als Kritik empfinde, genau wegen dieser Fragen kam für mich diese...

Diese Verwandtschaft zwischen diesem Thema und dem Thema Religion, weil es genau diese Fragen auf eher einer philosophischen Ebene irgendwie erstellt, aber trotzdem am Ende bleibt ja trotzdem die, wer ist die Grundzivilisation, die erste Zivilisation, die eine Simulation erstellt hat. Das sind ja praktisch die Erschaffer und deswegen fand ich das so spannend. Und zu Orti wollte ich nochmal sagen, genau, das sind halt die Punkte, die du da gerade angesprochen hast, die einige Menschen als, sagen wir mal, Indiz, würde ich mal sagen, dafür sehen, dass es eine Simulation sein könnte. Das ist nämlich das sogenannte, also das, was du beschrieben hast, dass man nur das Beobachtbare gerade simuliert. Das ist ja im Computerspielen heißt die Technik Prozedurales Rendering. Das heißt also, da entstehen Welten erst in dem Augenblick, wo man sie beobachtet. Nach festgelegten Regeln, ne? Nach einem Algorithmus, der aber im Vergleich zu dem, was hinten rauskommt, natürlich ganz wenig Speicherplatz nur hat. Das sind einfach nur ein paar Codezeilen, die dann aber so eine riesige Welt sozusagen generieren. Und das Interessante ist, man beobachtet in einigen Spezialfällen der Physik, beobachtet man ähnliches Verhalten.

Und zwar, gehen wir so ganz kurz einmal in die Quantenphysik. Ihr habt doch bestimmt schon mal gehört, dass man Licht kann man als Welle oder als Teilchen beschreiben. Und das Absurde ist, es stellt sich entweder als Welle oder als Teilchen dar. Genau in dem Moment, in dem man es beobachtet, ist es entweder ein Teilchen oder eine Welle. Als würde es wissen, das Teilchen, dass man es beobachtet. Das ist doch auch bei der Quantenverschränkung so ein Riesending.

Ich bin wirklich weit weg von klaren Aussagen, aber ich weiß, dass es das Problem gab, es gibt ja Quanten, die sich verschränken können, auch schneller als die Lichtgeschwindigkeit oder wenn sie verschränkt sind. Und eine Information von einem Teilchen zum nächsten überspringt, Dann passiert das quasi in Lichtgeschwindigkeit, unabhängig wie weit die voneinander entfernt sind, aber du kannst das irgendwie nicht beobachten. Sobald du das beobachten willst, hast du schon die Informationen ausgetauscht und solche Dinge.

Ja, also gut, klar, natürlich, das finde ich erstmal verrückt. Ich weiß auch, da hat es auch ein paar Experimente gegeben, um zu versuchen, irgendwie zu schauen, quasi wird nur das simuliert, was ich beobachte, um das ein bisschen zu überprüfen. Es ist natürlich gerade Quantenphysik auch wieder was, wo man sagen kann, naja, da ist so viel noch nicht erklärt und wir wissen eben nicht genau, wie sich Teilchen exakt verhalten oder manchmal kannst du ja gewisse Positionen nicht bestimmen und, und, und. Na, dass ich dann immer sagen würde, das liest sich immer dann spektakulär auf der einen Seite, würde ich sagen, naja, es basiert halt eben auf Daten oder auf einem Wissensbestand, wo ich jetzt als Laie sagen würde, wir wissen sowieso nicht genau, wie es funktioniert. Es gibt in der Biologie ein Phänomen, auch in der Evolution, dass gewisse Ausformungen des Körpers zu einem gewissen Zweck immer wieder kommen, unabhängig von Art und Gattung, der Schnabel beispielsweise oder Klauen an den Füßen oder verschiedene Dinge. Und dann geht man davon aus, dass diese Formen sehr effizient sind oder effektiv sind für bestimmte Lebensarten oder für gewisse Lebensumstände, andere wiederum nicht und das wäre jetzt dann wieder die nachfolgende Kritik, weil man sich jetzt halt fragen muss und das machen wir ja auch in vielen anderen Wissenschaften, wenn Natur nur darauf bedacht ist, energieeffizient zu arbeiten, wieso macht der Mensch sich so Stress und denkt über sein Sein nach?

Das ist eine Frage, die man sich schon beantworten müsste in diesem Kontext, weil es ja eigentlich, wenn es nur um Energieeffizienz gehen würde, groß ja keinen Sinn macht. Es sei denn, wir leben wieder in einer Simulation, wir wissen, dass der Mensch so ist, wie er nun mal ist. Also präsentieren wir etwas Redundantes, das er immer wieder erkennt, mit dem er umgehen kann. Ist ein sau, sau guter Gedanke. Ich bin, ich kriege fast ein bisschen Gänsehaut, weil das spielt gerade so ein bisschen meinen nächsten Punkt an, den ich eigentlich gerade setzen wollte. Vielleicht führe ich den kurz aus und dann können wir noch mal darauf zurückkommen. Und zwar muss ich leider ein bisschen ausholen. Und zwar möchte ich über Melvin Wopsen oder Fopsen oder so ähnlich wird er ausgesprochen. Je nach Simulation. Je nach Simulation wird er anders ausgesprochen. In der asiatischen Fassung heißt der NPC anders. Melvin Wopsen hat ein neues physikalisches Gesetz, zumindest er schlägt ein neues physikalisches Gesetz vor, sagen wir so.

Und zwar schlägt er die Gesetze der Infodynamik vor. Das ist bewusst in Anlehnung an Thermodynamik und ich fand es ganz spannend, dass ich jetzt zum dritten Mal in diesem Podcast die Entropie erwähnen muss. Das verfolgt dich, das Thema. Das verfolgt mich total, das ist super lustig. Also im zweiten Hauptsatz der Thermodynamik geht es um die Entropie. Die Entropie ist das Maß der Unordnung. Das heißt also, ein geschlossenes System hat einen gewissen Grad an Ordnung. Die Kaffeetasse, die ich heiß auf meinen Tisch stelle, die ist heiß und die Umgebung hat eine Raumtemperatur. Das ist also in dem Fall geordnet. Kaffeetasse heißt, draußen ist es normal warm. Mit der Zeit geht die Wärme aus der Kaffeetasse in die Raumluft über und es entsteht ein Gleichgewicht oder auch, man könnte sagen, ein chaotischer Zustand, denn diese Teilchen, also die Bewegung dieser Teilchen ist jetzt komplett zufällig und hat sich komplett in den ganzen Raum verteilt. Also ein chaotischer Zustand. Das ist die Entropie. Die Entropie ist also Maß dieser Unordnung. Und dieser zweite Hauptsatz der Thermodynamik sagt, dass diese Entropie in geschlossenen Systemen, das könnte auch das Weltraum sein, als ziemlich großes geschlossenes System.

Stets größer wird. Also Universum dehnt sich aus, es wird kälter und alles zerfließt und geht in so einen Gleichgewichtszustand. Also das Chaos wird immer größer, die Entropie wird stets größer. Und dieser Melvin Wobson hat jetzt gesagt, der zweite Hauptsatz der Infodynamik sagt nämlich genau das andere. Der sagt nämlich, bei der Informationsdynamik ist es so, dass die Entropie gleich oder kleiner wird. Das heißt, die Informationen bleiben entweder gleich oder die Informationen werden einfach, wenn du so willst, wie andersrum, nehmen halt ab. Jetzt kriege ich natürlich noch nicht so ganz zusammen, was das jetzt da mit der Simulationstheorie oder was ist. Ja, ich weiß, genau, das ist so ein bisschen jetzt, das ist so ein bisschen dieses Vorwissen. Sehr abstrakt, ich komme, ich schlage jetzt sofort den Bogen. Ich will nur einmal kurz über diese Informationsdynamik sprechen, über diese Informationsentropie sprechen. Und zwar zum Beispiel, nehmen wir das Beispiel Symmetrie.

Ich habe, nehmen wir eine Blumenblüte. Also ich habe eine symmetrische Blumenblüte, sodass wir praktisch die Informationen, also die Information ist nur gespiegelt von der einen Seite auf die andere. Es ist generell oder bei anderer symmetrischen Vorgängen, also auch in der Mathematik ist ja sehr viel symmetrisch. Jedes Naturgesetz zum Beispiel gibt es einfach im positiven Bereich wie im negativen Bereich. Ich ändere einfach das Vorzeigen, es ist symmetrisch. Ich brauche also weniger Informationen, um das Gleiche zu errechnen. Das ist nur ein Vorzeichen ändern. Das ist bei einem chaotischen System, wäre das ja viel, viel umfangreicher. Zum Beispiel eine Symmetrie zu berechnen im positiven Sinne und dann müsste ich es ganz anders nochmal errechnen im negativen Sinne. Ich brauche also viel mehr Information. Und das Spannende hier ist, dieses Informationsdingen lässt sich scheinbar anwenden auf kosmologische Geschichten, also was ich gerade sagte, irgendwie mit Monden, die entstehen und so weiter, auf die Mathematik, aber auch auf die Atomphysik, Atomphysik, aber auch, und jetzt komme ich auf Niklas, auf die Biologie. So lässt sich diese Informationsdynamik tatsächlich auch auf die Evolution anwenden. Und da könnte man frecherweise auf den Gedanken kommen, dass Darwin zwar was beobachtet hat, aber er letztlich nur eine Optimierung der genetischen Informationen beobachtet hat.

Und interessanterweise ist diese Optimierung von Informationen, die Komprimierung und Optimierung von Informationen, weil ich vielleicht, wie gesagt, Sachen einfach symmetrisch anlege, eingehe und sage praktisch, mach mir einen linken Arm und mach mir einen rechten Arm. Aber ich habe dann nur, ich brauche wesentlich weniger Gene.

Als wenn ich irgendwie fünf Arme habe, die irgendwie anders sind. Ich glaube, ihr könnt mir folgen. Also ich komprimiere Informationen und dieses Phänomen ist sehr ähnlich dem, naja, Programmieren, ein System zu optimieren. Wenn ich bedarf weniger Energie, um ein System zu betreiben, um meinen Code weiter zu komprimieren, um meinen Programmiercode zu straffen, passiert genau das. Ich komprimiere die Information, um am Ende das gleiche Ergebnis herauszubekommen. Und da gibt es Leute, die sagen, ganz ehrlich, wenn dieses Gesetz wirklich wissenschaftlich anerkannt ist und eingesetzt wird, ist es zum einen ein wirklicher Game Changer im Verständnis von unserer gesamten Realität und zum zweiten deutet es so krass darauf hin, dass das scheinbar irgendwie designt wurde, von wem auch immer. Von der Natur, vielleicht auch zufällig entstanden, vielleicht auch von einem großen Programmierer, aber es wurde anscheinend designt, um zu optimieren und zwar alles zu optimieren und setzt man alles zusammen in einem Kontext, liegt der Schluss nahe, dass es sich hierbei vielleicht um ein Computersystem handeln könnte, um ein sehr, sehr fortschrittliches Computersystem handeln könnte, welches einfach nur optimal optimiert wurde auf schnellere Prozesse, auf energiesparend.

Und diese ganzen Geschichten. Er sagt dann auch sogar, dass zum Beispiel daraus auch resultiert, jetzt für ihn zum Beispiel, dass die Lichtgeschwindigkeit auch eventuell eine Grenze ist, die die Grenze des Simulationsvermögens darstellt.

Also dass irgendwie eine Grenze eingebaut wurde, eine absolute Grenze, die für uns nicht zu überwinden ist, weil würden wir dahinter kommen, würden wir feststellen, da würden wir das Ende der Simulation erreichen. Da ist das Licht am Ende des Tunnels und dann können wir die Simulation durchbrechen. Ja, finde ich super spannend, du hast ja gerade selber auch in einem Satz gesagt und das ist für mich jetzt bisher auch immer noch logisch, dass du gesagt hast, naja, es deutet auf die eine Sache hin oder es kann auch einfach ein simples Naturgesetz sein. Und bisher verstehe ich die Natur ja auch immer so, dass sie zwar immer komplexer wird, aber die Grundmechanismen ja im Prinzip aus simplen Vorgängen erstmal sich hervorgetan hat und dass eigentlich die Evolution oder unsere menschliche Entwicklung schon auf sehr effizienten Systemen im Prinzip Fuß fasst. Also ich finde das jetzt noch gar nicht so krass, nur weil man sich das erklären kann, geht das für mich in diese Richtung, ja es könnte ein Computerprogramm sein, sondern nee, die Natur baut halt auf solchen Grundprinzipien einfach auf, weil das logisch ist oder weil das nutzenorientiert ist im Prinzip. Warum sollte die Natur sich grundsätzlich die Möglichkeit offen halten?

Ich baue jetzt ein total komplexes System, das aber keinen Nutzen erfüllt. Also zum Beispiel, ich kann mich schlecht fortpflanzen oder sowas. Ich bin jetzt ein komplexes Wesen mit fünf Armen, aber die bringen mir nichts, weil ich mich nicht fortpflanzen kann, als Beispiel. Da kriege ich noch nicht so diesen Huck hin zu sagen, was unterscheidet jetzt das eine von einem Simulationstheorie, das kann halt auch schlichtweg ein Naturgesetz sein. Ich glaube, hier geht es eigentlich eher darum, den Drang des Menschen zu befriedigen.

Endlich eine Antwort, eine Sinnfragenantwort zu bekommen, um dieses Bedürfnis nach Erklärbarkeit, nach Nahbarkeit zu befriedigen. Aber ich kriege der doch in einem und im anderen System nicht. Ja, genau, das kriegen wir in beiden nicht zwingend hintereinander, aber zumindest habe ich eine Meta-Erklärung und das reicht ja erstmal. Jetzt mal kurz ein Gedanke, der mir auch bei deiner Ausführung gerade kam, Orthi, zum Thema, es läuft doch irgendwie alles. Wir haben, wenn wir das jetzt als Simulation betrachten, immer noch Glitches drin. Wenn wir uns zum Beispiel mal die Evolution anschauen, dann gab es immer wieder Punkte, nachweisbare Punkte in der Evolution auf diesem Planeten, die nicht zwingend nachvollziehbar sind. Und bestes Beispiel die Kambrische Explosion, wo innerhalb kürzester Zeit die Komplexität von Lebewesen so drastisch hart zugenommen hat, und zwar in kürzester Zeit, dass wir bis heute nicht erklären können, wie und warum. Weil eigentlich war dieses System in sich völlig okay. Ja, und dann kam es dazu, dass eine Ausgestaltung, also gut, das sind wir im Kreationismus, aber dass diese Viecher einfach viel komplexer geworden sind, da gab es aber gefühlt ja irgendwie keinen Grund für, also zumindest wenn man das rein oberflächlich betrachtet, das wäre ein möglicher Glitch, genauso wie die schon fast energieverschwendende Eigenart des Menschen durch sich in durchdenken zu wollen.

Ja, genau, du hast ja schon, also da bin ich schon viel mehr gehuckt, dass der Mensch quasi eigentlich, warum sollte er über etwas nachdenken, warum denkt er über den Sinn nach und sowas. Also das ist ja sozusagen eigentlich auch wieder dem Naturgesetz, das ist jetzt nutzenorientiert und letzten Endes geht es nur um Fortpflanzung oder dem Überleben in der Umgebung, in der ich bin und deswegen kriege ich ein Fell oder ich habe Arme und Beine, kann.

Mich auf eine gewisse Art und Weise fortbewegen oder wie auch immer. Der Mensch ist ja wirklich eine komplette Ausnahme, wo ich dann denke, okay, das führt tatsächlich zu wieder, warum braucht der Mensch so ein riesen Gehirn und fängt dann an, über sich und sein Sein nachzudenken oder so wie wir hier sitzen und machen uns Gedanken darüber, ob wir in der Simulation leben oder nicht, weil das hat definitiv jetzt keinen reinen.

Und zumindest erschließt er sich mir nicht, wenn es jetzt rein um Fortpflanzung und Überleben geht, darüber nachzudenken. Aber wir erheben uns ja schon längst darüber. Also das ist es ja, unser Leben besteht ja aus mehr als nur Fortpflanzung. Also es sind alles Basisgeschichten, die am Ende des Tages dann wieder zu Aktionen des Menschen führen. Egal wie abstrakt diese Aktionen sind, die eigentlich nur Grundbedürfnisse im Endeffekt befriedigen. Aber die so ausverkompliziert sind, dass man sich schon fragt, warum zur Hölle ist das eigentlich so? Wenn wir jetzt mal weitergehen und dann uns mal in der Science-Fiction umschauen, gibt es ja auch den einen oder anderen Film, der sich damit beschäftigt, Matrix zum Beispiel. Und auf deine Frage, warum ist denn das eigentlich alles so, gab es ja die Antwort in der Matrix, der Mensch will das perfekte System nicht, er stößt es ab. Da ist man aber vom Menschen ausgegangen, von dem, was er eigentlich braucht. Und deswegen ist die Welt nicht in sich komplett konsistent und logisch. Das war ja die Erklärung in diesem Film. Was ich da ein bisschen verrückt finde, Matrix war ja 99, du hattest jetzt gesagt, diese Simulationstheorie kam erst 2004, dann hätte ich ja gesagt, ist ja quasi Matrix ja noch mehr der Vorreiter der Simulationstheorie, weil ich meine, wir haben sie ihn alle gesehen und wir haben alle in der Zeit genau darüber nachgedacht, leben wir eigentlich in der Simulation oder nicht und möchten wir, würden wir die blaue oder die rote Pille schlucken und was macht das mit uns, wollen wir die Wahrheit eigentlich wissen.

Wir hatten jetzt ja heute schon so etwas mehr, jetzt haben wir versucht, das gerade technisch zu erklären oder den Sinn hinter der Simulation zu erklären. Fand schön, Niklas, dass du jetzt ja auch gerade nochmal gesagt hast, darum geht es glaube ich nicht, sondern es geht nochmal so darum, dass einer sagt, okay, wir haben wieder einen weiteren Erklärungsansatz, der zum Beispiel nicht Gott ist oder sonst was, wo wir herkommen oder warum wir sind, warum die Dinge so sind, wie sie sind. Und ich glaube, das ist auch wahrscheinlich eher der richtige Ansatz, anstatt jetzt versuchen, also an jedem Detail sich festzuhalten, wo die Simulation jetzt funktioniert oder nicht funktioniert.

Naja, aber guckt hier zum Beispiel auch mal andere Systeme wie beispielsweise den christlichen Glauben mal an und versetze ich mal ins Mittelalter zurück, wo die Menschen die eigene Welt eigentlich nur als Prüfungssituation wahrgenommen haben, als Vorstufe zum nächsten Leben im Jenseits, wo man alles dafür getan hat, um irgendwie Level-Ups zu sammeln, ja, seine Skills irgendwie auszubessern in eine Richtung, dass ich bloß in mein Extra-Level komme, wo es mir dann richtig gut geht. Also von Skyrim dann zu den Sims, so nach dem Motto. Aber das ist es ja. Also auch da hat man ja das Gefühl gehabt, die Welt, in der ich lebe, die ich bearbeite, auf die ich wirken kann und die auch auf mich wirkt, ist ja nur dafür da, um mich entweder zu prüfen oder in der ich bestehen muss und so weiter. Das ist ja schon sehr ähnlich, dieses Konzept. Zwei Punkte. Zum einen, ich wollte noch einmal ganz kurz den Rahmen geben. Das sind jetzt alles, was ich gerade vorgestellt habe.

Das sind keine, wie soll ich sagen, bewiesene Sachverhalte. Das, was der Bostrom da entwickelt hat, ist eine philosophische Argumentation, die als solches in sich hieb- und stichfest ist. Also das können wir jetzt zwar irgendwie durchdenken oder kritisieren, aber das haben auch andere Philosophen bereits festgestellt, das ist eine in sich geschlossene und gute Argumentationsstruktur. Ob das jetzt grundsätzlich aber stimmt, das ist einfach nur ein Gedankenexperiment, werden wir sehr wahrscheinlich, vielleicht ist es tatsächlich ein Dogma, oder es kann zum Dogma werden. Spannend finde ich hier viel mehr den Punkt, dass es scheinbar Menschen so fasziniert und Physiker so fasziniert, dass sie ihre Arbeiten auch ständig, oder nicht ständig, aber es gibt Arbeiten über die Simulationshypothese. Wie kann man das durchdringen? Wie kann man rausfinden, ob das jetzt wirklich so ist? Weil es irgendwo ein Faszinowum ist. Und ich glaube, da sind wir wieder genau bei dem Punkt, Niklas, nämlich, dass der Mensch stets dazu bestrebt ist und auch die große Wissenschaft dazu bestrebt ist, doch mehr zu wissen, doch dahinter zu schauen, hinter den großen Vorhang zu schauen und auch diese, Informationsdynamik, das ist sicherlich kein.

Gesetz oder keine Theorie, die dafür entwickelt wurde, um die Simulationshypothese zu widerlegen oder zu bestätigen, sondern das ist einfach ein physikalisches Gesetz, was dieser, Wopsen entwickelt hat und da ganz verschiedene Naturphänomene in verschiedensten Disziplinen dadurch erklären kann. Aber ja, da sind wir wieder bei dem Zeitstrahl, den ich mal hatte. Wir schieben das Wissen immer weiter raus, immer weiter raus, aber trotzdem bleibt eine Grenze unseres Wissens und was dahinter ist, das wissen wir nicht. Und wir lieben es als Menschen, uns dieser Grenze zu nähern, beziehungsweise hinter die Grenze zu schauen. Ja, und dann begegnest du natürlich auch immer wieder Menschen wie mir beispielsweise, die wenn sie dann nur hinter schauen, nur mehr Ruhe in diesem System wünschen und.

Wege suchen zu behaupten, warum das was du uns vorgestellt hast, hoffentlich nicht so ist, weil das würde mich glaube ich in höchste Unruhe versetzen, aber es ist ein geiler Ansatz, um vielleicht auch, Zivilisationen bei uns im Götterkomplex einen Anhaltspunkt zu geben, Dinge zu tun, die sie nun mal tun, die vielleicht auch im Widerspruch stehen zu anderen Kulturen und Ethiken, worüber wir ja auch schon gesprochen hatten. Ja, und es gibt auch super viel her. Ich fand irgendwie diesen zweiten Satz, den du da vorgestellt hast, das Interesse daran, dass Menschen... Eine Simulation überhaupt errichten, in denen Menschen sind. Also mit der philosophischen Frage, sollten wir das überhaupt machen? Und diese Frage haben wir uns selbst schon mal im Götterkomplex gestellt, in einer jetzt nicht ausgereiften Simulationstheorie. Aber ich habe die ganze Zeit schon, als Philipp gesagt hat, ich möchte was zur Simulationstheorie machen. Und dann habe ich letztens auch so eine Matrix-Doku geguckt und hatte die ganze Zeit die Idee, na ja, was ist denn, wenn du, wir bleiben immer auf diesen Generationsschiffen hängen. Aber wir haben ja gesagt, was ist, wenn wir sagen, wir könnten so eine Art Matrix schaffen und wir können den Menschen einklinken, und er kann dann in einer simulierten Umgebung sich bewegen das wirkt ja für uns jetzt schon gar nicht mehr so abstrus also es ist ja wirklich, sag ich mal.

Vielleicht 1999 war das noch so ein Mindfuck jetzt würde ich sagen, ja ganz ehrlich, vielleicht noch 20, 30 Jahre dann kriegst du einen Anzug an, dann hast du irgendwie, ein paar Stöpsel und das verbindet sich mit deinem Gehirn die Forschungen gehen schon in die Richtung und du kannst auch die virtuelle Umgebung richtig fühlen und vielleicht ist es ja auch total sinnvoll, jetzt sind wir noch mal im Sinn, sollte man sowas eigentlich machen, du schickst jetzt eine Crew los und begibst sie in so eine Art Winterschlaf Zustand und sagst einfach, komm, lass dir die Reise in einer simulierten, in einem simulierten Dorf einfach verbringen, damit der Geist nicht verkümmert oder was auch immer, aber sie müssen nicht unbedingt jetzt gerade wissen, dass sie auf dem Generationenschiff sind, sondern wir lassen die einfach machen.

Und die Besatzung weiß es gerade nicht, also wir könnten hier gerade auf einem Generationenschiff durch die Gegend fliegen total, ich muss schon wieder schmunzeln, weil das wäre jetzt genau die Konklusio, ich hätte eigentlich glaube ich gar nicht diesen Vortrag, vorbereiten müssen, ich hätte uns einfach zur Diskussion stellen müssen, weil genau das ist jetzt mein letzter Punkt das ist mein Hook, In die Science-Fiction-Welt, nämlich genau das zu sagen, dass wir, ich würde mich jetzt wiederholen, Otti, aber genau das hatten wir ja schon auf diesen Generationenschiffen, eben wenn du eben eingeklinkt bist und ich glaube noch nicht mal, dass wir eine, Gott weiß, wie gute, ausgeklügelte Simulation, also wirklich Simulation benötigen, weil man kennt das jetzt ja schon, dass man sich in Computerspielen verlieren kann und die sind bei weitem nicht an die Realität angeknüpft. Du nimmst jetzt 400 Leute und schickst die in ein kleines simuliertes Dorf, so mit einer klaren, was weiß ich, einer magischen Barriere a la Gothic, so sagt man hier, hier ist eine magische Barriere, was auch immer, aber die Frage ist jetzt, also wie sollte ich das machen und vielleicht möchte ich ja meinen Leuten auch was Gutes tun und vielleicht haben wir sogar noch im Bewusstseinszustand unterschrieben, hiermit, ich bin einverstanden, gleich, wenn ich in das Generationsschiff einsteige, in eine Simulation zu gehen, danach weiß ich das aber nicht mehr und der Sinn und Zweck ist, naja, du kannst in der Simulation jetzt entweder arbeiten gehen.

Oder wir machen dir eine schöne Reise und vielleicht gibt es ja sogar von mir aus auch, also ey, wenn ich darüber nachdenke, macht das Sinn und ich bin jetzt, keine Ahnung, super Millionär und sage, ich möchte gerne gleich in das Raumschiff steigen, dann möchte ich in die Simulation X eingeladen werden und in der Simulation X bin ich am schönen Strand mit 400 anderen Leuten und mir geht es halt eben gut. Ich möchte aber nicht lernen, ich möchte nicht, was weiß ich, meine Zeit mit Arbeit verbringen, ich bin hier super reich, ich habe keinen Bock auf die Reise, weil die Reise in den Metallklotz ist scheiße. Ich möchte lieber gerne in Simulation 23 leben und irgendein Megakonzert. Ja, ganz ehrlich, normalerweise verkaufen wir das als Urlaubspaket für zwei, drei Tage. Aber jetzt für 400 Jahre kriegen wir da schon ein paar Server auf das Schiff und machen das Ding einfach. Und da nochmal eine Spur weitergesponnen. Du hast in Minigames in dieser Simulation, weil die Leute müssen ja irgendwas tun, hast du die Wartung des Schiffes mit eingepackt.

Du gehst praktisch an irgendwelche Konsolen und machst da irgendwas, wie auch immer man das umsetzt. Und das hat aber in der realen Welt auf dem Generationenschiff die Auswirkung, dass ich irgendwelche Filter gerade irgendwie mache oder irgendwelche Kurskorrekturen durchführe oder irgendwelche Wartungsgeschichte mache. Ja, du steuerst keine Roboter, also real. Also du, in der Simulation sitzt du an einer Konsole, die aber im Schiff gekoppelt ist mit dem Befehl, steuer jetzt den Roboter, der gerade tatsächlich Wartungen macht. Also genau, das eine Beispiel war jetzt so Entertainment, Also ich könnte der Zivilisation auf einem Generationsschiff eine angenehme Reise machen, in der sie gar nicht weiß, dass sie eine Reise antritt.

Aber das war ja auch das, worüber wir auch mal nachgedacht haben, zu sagen, ihr arbeitet in diesen Schlafkammern, angeschlossen an diese Matrix, trotzdem weiter. Ihr steuert die Wartungsroboter, ihr seid an Bord dieses Schiffes, ihr könnt euch auch ja quasi virtuell auf dem Schiff hin und her bewegen, ihr könnt euch begrüßen. Das kannst du ja sogar unterbewusst machen.

Du musst ja gar nicht wissen, dass du auf diesem Schiff bist, weil du es vorher unterschrieben hast. Um dir die Zeit zu vertreiben oder einfach, weil das deine Arbeit ist, gehst du halt in ein Bürogebäude rein, dort spielst du ein Spiel, das ist deine Arbeit, dann denkst du, das ist ja ein witziges Spiel und in dem Spiel steuerst du halt irgendwie einen Roboter, der irgendwas macht irgendwie, das ist aber für dich einfach nur ein Spiel, das ist deine Arbeit so. Dann verdienst du dein Geld, gehst dann nach Hause zu deiner Frau, zu deiner Family, preferigst einen schönen Nachmittag und das ist praktisch dein Leben und dann passieren da auch, dann sind da vielleicht nochmal ein paar Sachen eingebaut, keine Ahnung, irgendwelche Schicksalsschläge, damit das ja irgendwie noch ein bisschen, damit auch andere Areale im Hirn angestrengt werden, aber grundsätzlich halte ich das durchaus für möglich. Und dann, jetzt kommt, pass auf, und jetzt kommt der Mindfuck, jetzt kommt der Mindfuck, weil in dieser Simulation, also in der Dorfsimulation, wo du arbeiten gehst, um das Schiff an zu laufen zu halten, denkt sich ein verrückter Erfinder, pass mal auf, das Leben im Dorf ist so langweilig, ich mache eine Simulation, dass du am Strand liegst und dann bist du nämlich in der Simulation, in der Simulation. Ja, also das Gedankenspiel finde ich mega spannend, mega krass, weil wir jetzt 20 Minuten, 30 Minuten drüber nachgedacht und finden schon Gründe und wir finden vor allem die Möglichkeit, das eigentlich technisch umzusetzen. Das ist nicht absurd. Und es gibt total viele sinnvolle Einsätze für so eine Simulation.

Und da wird das, wo ich vorher gesagt habe, du kannst ja aber auch super skeptisch sehen und das ist eigentlich irgendwie Quatsch, wird dann wieder gesagt, naja, eigentlich könnte man das ja machen. Man könnte sich halt überlegen, wo man so eine Simulation einsetzt und wie lange. Ich könnte mir im Übrigen auch vorstellen, dass man immer nur für gewisse Zeitabschnitte in der Simulation ist und mitunter auch weiß, dass man in einer ist. Also, dass es einfach erträglicher bleibt, dass das Gehirn vielleicht auch entlastet wird und so weiter. Wir können da unendlich weiterspinnen. Ganz kurz noch zwei Gedanken und dann bin ich auch... Ja, cool. Es wird da voll angeschmissen hier, die Fantasie. Auf der einen Seite, haben wir ja gerade gesagt, können wir relativ weit runter gehen, also praktisch die Simulation, die Simulation, die Simulation und die Simulation und du bist dann wieder bei der Simulationstheorie, wenn du das Ganze zurückgehst. Also die Tatsache, dass ich in ein Raumschiff gehe und das geschrieben habe, um in eine Simulation zu gehen, war schon eine Simulation. Und das war auch eine, also weißt du, dann bist du mittendrin, als rechts und links nur Simulation und dann bist du.

Irgendwann in der Simulationshypothese. Und jetzt würde ich einmal gerne den Niklas machen. Ich würde nämlich jetzt auch ein Filmbeispiel bringen, weil das erinnert mich total gerade an Inception. Stell dir mal vor, du hättest irgendjemanden, der das durchstiegen hat, der weiß, hey, wir sind voll in den Simulationen drin und holt irgendeinen aus der ersten Simulation raus. Das ist aber nur die nächste Simulation, holt ihn wieder aus der nächsten Simulation und wieder aus der nächsten Simulation.

Fand ich irgendwie ganz spannend, weil wenn ich jetzt drüber nachdenke, könnte Inception, dieser Film, Eigentlich auch sowas wie eine, da geht es zwar um Träume, aber eigentlich wirkt es für mich auch eigentlich fast wie so eine visualisierte Simulationshypothese. Vor allem, ich habe gerade eben auch nachgedacht, warum sollte jetzt jemand auch zum Beispiel jetzt die komplette menschliche Zivilisation simulieren. Ich selber weiß ja aber auch gar nicht, ob quasi ihr ja auch nur NPC seid und es nur um meinen Perspektiven, also es ist jetzt total egoistisch gedacht, so bin ich eigentlich nicht drauf, aber könnt ja noch nichtmals mehr den Beweis liefern, dass ihr quasi auch Teil der Simulation seid, sondern ihr könntet ja auch von dem Programm geschaffen sein, um auf mich zu reagieren und irgendjemand beobachtet nur mich. Und es wird auch nur mein persönliches Sichtfeld quasi simuliert, dann wäre die Komplexität dieser Simulation auch viel geringer. Weiß Gott, warum das jetzt jemand tun sollte.

Aber, na, weil ich ja auch erst, also ich versuche immer die ganze Zeit irgendwie so während der Folge auch zu sagen, ach, ist doch Quatsch, ist doch Quatsch. Naja, aber ich hätte da eine Erklärung für dich tatsächlich, weil jedes Gehirn anders ist, man festgestellt hat, dass bestimmte Formen vom Gehirn verschiedene andere Inputs und Storys brauchen, also da bleibst du bei diesem Individualprinzip, und damit würde ja auch die Rechenleistung für jede einzelne Person vielleicht auch ein bisschen kleiner werden. Allein schon, überleg mal, allein schon, wenn du dich entscheidest, in Urlaub zu fahren, dann siehst du ja in deiner Heimatstadt siehst du dann ja keinen Menschen mehr. Was ist, wenn das alles weg ist und dann wird praktisch nur noch der Ort simuliert, wo du in den Urlaub geflogen bist? Ja, ja, klar, in so einer Einzelsimulation, weil wie gesagt, ja, komm jetzt hier alle zusammen simulieren, das ist ja so, selbst wenn man das jetzt sagt, immer nur das, was alle Menschen, also jetzt sieben Milliarden Menschen beobachten, wird simuliert, ist ja viel zu komplex.

Ich weiß ja nicht, ob nur meine Simulation gerade läuft. Oh, jetzt habe ich eine Idee. Ich habe eine Idee und zwar wird jedes Mal, wenn die Energie runtergeht oder Server abgestürzt sind, gibt es eine Geldinflation in der Simulation, damit die Menschen nicht mehr so viel rausgehen. Oder man erfindet eine Corona-Gruppe. Ein Virus, genau. Ein Virus, damit die Leute zu Hause bleiben.

Es muss nur mal ein Update aufgespielt werden, habe ich auch gerade gedacht. Corona ist der Beweis für die Simulationstheorie. Oh, ja, gibt es natürlich mit Sicherheit viele Schwurbler, die da auch noch sagen, jetzt hier. Jetzt haben wir das fast Religion aufgemacht und dann schreiben schon die Nächsten unter unseren Post drunter, ja, aber Leute, so wahrscheinlich ist das gar nicht, ne? Ja, genau das. Ja, wirklich super spannend, was für Kreise das jetzt doch gezogen hat. So ein blödes Gedankenexperiment. Ich bin jetzt auch am Ende tatsächlich meines Vortrags angelangt, war ich auch schon tatsächlich vorher. Aber es war so eine wunderbare Diskussion. Vielen, vielen Dank, dass ihr so aufmerksam zugehört habt und vor allem mitgemacht habt, ihr Mitgötter. Und ihr da draußen, wenn ihr bis dahin an den Endgeräten seid, auch herzlichen Dank fürs Zuhören. Man merkt, wie viel Mindfuck da irgendwie drinsteckt. Und...

Irgendwie ist es durch die Diskussion auch gerade nochmal irgendwie schön klar geworden. Also irgendwie diesen Stoff für Sci-Fi-Geschichten, der ist dadurch ja auch vollgegeben, ja. Wir müssten jetzt tatsächlich nochmal festziehen, inwieweit wir Simulationen zumindest in der Anfangsphase des Götterkomplexuniversums zulassen wollen. Aber darüber können wir uns mit Sicherheit nochmal herzlich streiten und nett unterhalten. Wenn ihr da draußen schon Ideen habt, Story-Ideen, noch sind die Papierblätter weiß, dann schreibt doch mal ein bisschen was zusammen. Wir freuen uns sehr auf eure Zuschriften. Das könnt ihr gerne machen per Mail an info-at-götter-komplex.de. Ihr könnt aber auch auf unseren Discord-Kanal gehen, das ist auch kein Problem. Der Einladungslink ist in den Shownotes. Wir freuen uns wirklich wahnsinnig über jeden Beitrag bei Discord und ja, ehrlicherweise lasst uns doch wissen, was ihr von der Simulationshypothese haltet und ob wir es in Götterkomplex einbauen und wenn ja, in welcher Stufe, in welcher Iteration befindet sich der ganze Götterkomplex vielleicht einfach in einer Simulation, man weiß es nicht.

Ich glaube, da würde ich direkt ein Veto einlegen. Aber gut, das ist ein persönlicher Geschmack. Also, liebe Mitgötter, ich würde sagen, wir hauen da mal ein paar Bits drauf. Und wir verabschieden uns mit euch in die Nacht. Wir wünschen euch auf jeden Fall einen wunderschönen guten Abend, wunderschönen guten Morgen, wunderschönen guten Nachmittag, je nachdem, in welcher Simulation ihr euch gerade befindet und zu welcher Tages- und Nachtzeit. Und verabschieden uns as usual mit einem energischen Anakie!