Hoch die Tassen, Filterkaffee rein und dann geht's los bei Ungefiltert. Herzlich willkommen bei Schöner Glauben, der Podcast Das Netzwerk, wo wir versuchen, progressive Stimmen zu vereinigen, Solidarität einzuüben und einander zu empowern. Ich bin Moritz und ihr seid im Kaffeeformat gelandet, Ungefiltert. Da geht's darum, Menschen kennenzulernen, ungefilterte Gespräche zu führen und so ein bisschen besser zu verstehen, warum wir uns im öffentlichen Diskurs so positionieren, wie wir es tun. Und heute habe ich nicht so viel Zeit gehabt, deshalb gibt es bei mir einen Espresso. Nana, herzlich willkommen, schön, dass du da bist. Was hast du mitgebracht? Grüß dich. Ich passe jetzt nicht so rein heute. Ich tanze aus der Reihe. Ich habe einen Chai mit Erbsmilch gemacht. Chai mit Erbsmilch? Nicht schlecht. Ich glaube, Celine beim letzten Mal hatte auch einen Tee dabei. Also ich muss noch an der Gästinnenliste arbeiten, damit das Format ins Rollen kommt. Ja, naja. Genau, ich sage vielleicht mal zwei, drei Sätze, wie wir hier zusammengekommen sind. Ich versuche seit so ungefähr einem Dreivierteljahr, mich ein bisschen bei Instagram zu positionieren, als Barista und als Pastor. Und Pastor bin ich in der evangelisch-methodistischen Kirche und würde sagen, dass ich da schon eher einer der progressiveren Leute bin. Und wie das so ist, auf Social Media probiert man so dies und das aus, Kaffee-Content, theologischen Content, ein bisschen was Persönliches. Das ist so der Mix, den ihr bei mir auf dem Account finden könnt. Und jetzt letzten Monat war Pride Month und da habe ich natürlich gedacht, ich mache passend dazu ein bisschen was von dem, was ich dazu zu sagen habe. Und dann habe ich so eine Reihe gemacht zu Homosexualität, vor allem bei Paulus, also diese berühmte Römer 1 Stelle, die da immer angeführt wird. Da habe ich nämlich mal eine wissenschaftliche Hausarbeit dazu geschrieben, deshalb musste ich mir da nicht irgendwie groß was erarbeiten, sondern nur überlegen, wie ich das auf Social Media anwenden kann. Und da ging es dann richtig ab in der Kommentarspalte, also da sind viele Leute dazu gekommen. Und irgendwann habe ich gemerkt, eigentlich müsste man noch was zum Eheverständnis machen. Also nicht nur zu Homosexualität oder homoerotischer Liebe, sondern auch zur Ehe. Und auch da hatte ich schon mal vorgearbeitet vor ein paar Jahren und habe einen Vortrag gehalten, der überschrieben war mit, du sollst nicht heiraten, christliche Argumente gegen die Ehe. Dann habe ich das als Posting gemacht und eigentlich will ich da so hinkommen, dass die Ehe in christlichen Kreisen sehr idealisiert wird und wollte dem was entgegensetzen. Und das hat auch geklappt. Also es ist mein mit Abstand erfolgreichster Post, was die Klickzahlen angeht. Ich glaube, über 30.000 Leute haben den angeschaut und kommentiert und geliked. Und ich habe damit überhaupt nicht gerechnet, Und das führt mich dazu, dass ich gemerkt habe, auch da wieder in den Kommentaren, Purity Culture, still a thing. Also da haben sich viele Leute angegriffen gefühlt und dann dachte ich, da kenne ich mich nicht so gut aus. Und die Stimme, die ich da im letzten Jahr am lautesten gehört habe, war die von dir, Nana. Und deshalb finde ich es voll schön, dass du dir Zeit nimmst, heute mit mir ins Gespräch zu kommen. Also heute herzlich willkommen, Fuck Purity, Legende, Buchautorin und toller Mensch, Nana Möhre. Herzlich willkommen bei Ungefiltert. Wow, so eine tolle Ankündigung, danke. Freut mich sehr, dass ich eingeladen bin und freut mich auch sehr, dass du meine Stimme wahrgenommen hast, weil es ist ja gar nicht so leicht, wahrgenommen zu werden. Also Social Media, ich meine gerade als Autorin ist es super schwer, man kann super gutes Buch schreiben und das veröffentlichen. Das heißt aber nicht, dass es irgendwen interessiert, egal wie gut dieses Buch ist. Man muss wirklich sehr harte Arbeit heutzutage als Autorin dann auch in Social Media zum Beispiel stecken und wissen, wie man sich irgendwie promoten kann, wie man an Interviews kommt, an Presse kommt. Und durch den Podcast hatte ich schon so ein bisschen genau eine kleine Reichweite, mit Mona zusammen aufgebaut. Das hat geholfen, aber es war wirklich ein absoluter Kampf. Deswegen freut mich, dass du mich wahrgenommen hast. Wie schön. Aber ich war die ganze Arbeit nicht umsonst. Ich weiß nicht, ob ich das Kriterium bin, aber die Bühnen, die ich jetzt habe, die teile ich dann auch gerne mit den Leuten, die mir so auffallen. Und gerade bei Ungefiltert will ich die dann auch persönlich kennenlernen. Und deshalb wäre für mich so ein bisschen die Einstiegsfrage, hättest du vor zehn Jahren gedacht, dass du jetzt mal Interviews führst darüber, wie es so ist, aus der Purity Culture auszusteigen und da so eine Expertin auch geworden zu sein? Oder wie bist du da so persönlich reingeschlittert? Also, du hast mir vor der Aufzeichnung noch ein Video geschickt von Jana Hochhalter, wie sie erklärt, wie sie mit dem Küssen auf den Altar wartet. Und ich glaube, vor zehn Jahren wäre das eher so in die Richtung noch mein Content gewesen, wenn ich Content gemacht hätte. Vielleicht wäre ich nicht mehr so radikal mit dem Küssen bis zum Altar aufheben, aber so war ich die meiste Zeit meines Lebens extrem radikal drauf. Also wirklich, ich muss alles aufbewahren. Und dann hat sich das mit der Zeit so ein bisschen gelockert, bis ich dann ins Studium kam und gesagt habe, okay, das war dann schon, krass rebellisch für meine Kreise, dass ich gesagt habe, wenn ich jetzt eine Beziehung habe, und wir beide wissen, dass wir heiraten werden, also es steht fest, wir haben darüber geredet und wir sind lang genug zusammen, dann könnte ich mir sogar vorstellen, dass es für Gott nicht ein Riesenproblem ist, wenn ich dann mit dem auch intim werde. Und an dem Punkt war ich dann, glaube ich, gerade vor zehn Jahren. Das war für mich total neu und hat sich auch so ganz verboten angefühlt. Aber ich dachte so, nee, ich glaube an einen Gott, der meinen ganzen Wert als Mensch sieht und eben nicht nur, mich jetzt oder mich überhaupt gar nicht an meiner Jungfräulichkeit bemisst, die ja auch, was ich zu dem Zeitpunkt dann langsam erfahren habe, auch gar nicht so aussieht, wie man historisch gedacht hat. Also es war ein großer Irrglaube, dieser Volksglaube, dass das Jungfernhäutchen wie so ein Siegel über dem Vaginaleingang. Ist und den verschließt und wenn der dann einmal aufgerissen wird, ist der dann offen und dann ist alles zu spät. So ist es halt gar nicht, sondern das Hümen, man sagt heute auch nicht mehr Jungfernhäutchen, weil das eben verbunden ist mit diesem völkischen, volkstümlichen Irrglauben. Und kein wissenschaftlicher Begriff ist. Der medizinische Begriff ist das Hymen. Wir kommen gleich richtig ins Thema rein, aber das will ich immer gerne sagen, weil es leider noch immer so verbreitet ist. Es ist eine Schleimhaut, es ist eher ein Schleimhautring bei den meisten Frauen, der einfach sich ähnlich wie ein Haargummi ausdehnen kann und genau in die Form, die Urform auch wieder zurückkommt. Und selbst wenn es durch zum Beispiel Gewalteinwirkung oder mangelnde Erregung zu Rissen kommt, was passieren kann, heilen die genau wie Wunden im Mund beispielsweise, weil es eine Schleimhaut ist, extrem schnell wieder komplett narbenlos, zu und dann ist es genau wie vorher. Das heißt, wir haben gar nicht dieses Vorher-Nachher, vor der Entjungferung, nach der Entjungferung. Das ist ein Mythos, das gerade von evangelikalen und bestimmten christlichen Gruppen, immer wieder reproduziert und in unsere Gesellschaft getragen wird. Aber es stimmt nicht, das ist mir ganz wichtig zu sagen und da bin ich abgedriftet jetzt, aber genau das war vor zehn Jahren ein ganz anderer Punkt auf jeden Fall. Ja, das merke ich immer wieder, wenn ich mit Menschen rede, die so mit bestimmten Themen in der Öffentlichkeit stehen, dass natürlich die Gespräche auf diese Themen gelenkt werden. Also von daher, das ist, glaube ich, ein ganz normaler Gesprächsgang. Okay, ich habe zwei Minuten, ein Mikro, ich sage mein Thema. Aber voll wichtig, also auch, dass du das direkt setzt. Das heißt, die Leute, die jetzt nach zehn Minuten wieder ausschalten, die haben zumindest das schon mal gehört. Also von daher, danke dafür. Das heißt aber vielleicht so für unser Verständnis, du bist in fundamentalistisch-christlichen Kreisen wahrscheinlich aufgewachsen, als Mädchen und dann auch noch in die Pubertät rein oder drüber hinaus und warst dann sehr stark von diesen Idealen geprägt. Also sonst kommt man ja wahrscheinlich, also von alleine kommt man ja nicht drauf, dass der Körper so ein Ort der Schande auch irgendwie potenziell ist oder ein Ort der Scham. Wie war das so für dich, da aufzuwachsen jetzt auch im Rückblick? Ja, gerade rückblickend würde ich sagen, dass die Gemeinschaften, in denen ich aufgewachsen bin, so ein bisschen das Pendant vielleicht zu ultraorthodoxen Gemeinschaften innerhalb des Judentums sind. Also wirklich... Die Extremsten und die sich selbst am heiligsten auch sehen und ihr gesamtes Leben, dem auch widmen, besonders heilig und noch besser als alle anderen, also noch bessere Christen zu sein und sich an alle Regeln zu halten, die Bibel eben wortwörtlich umzusetzen, der Versuch wirklich so nah wie möglich. Dass das Leben die biblischen Texte widerspiegelt. Das heißt, man führt dann ein sehr vormittelalterliches Leben oder versucht das. Das ist das Bestreben auf jeden Fall, weil die Bibel einfach ein Text ist aus einer ganz anderen Zeit. Und aus heutiger Sicht sehe ich vieles davon sehr, sehr kritisch. Und manche Sachen habe ich aber auch beibehalten, wie beispielsweise, wir hatten ganz stark den Wert, was ich bis heute sehr gut finde, was sehr gemeinschaftsorientiert ist, also. Schon dem Nächsten gegenüber sehr viel Hilfsbereitschaft, sehr viel Liebe zeigen. Aber da muss man auch differenzieren, weil der Nächste, also die Leute, denen wir besondere Liebe geschenkt haben und Aufmerksamkeit, waren halt nur nach innen, also innerhalb unserer Gemeinschaft. Und nach außen wurde viel, desto mehr dann eigentlich Feindseligkeit geschürt. Also, dass selbst andere christliche Konfessionen keine richtigen Christen sind, dass man denen nicht trauen soll. Die wollen einen vom Glauben abbringen. Also dieses auch sehr, schon ist ein Sektenmerkmal tatsächlich, dass dieses Innen und Außen ganz stark gepredigt wird und dass so eine Feindschaft gegenüber allen, die außen sind, gepredigt wird und das war ganz stark der Fall. Deswegen sage ich auch, ja, Nächstenliebe haben wir gelebt, aber es war definitiv begrenzt. Wer diese Liebe erfährt, war sehr stark ge-gate-keept sozusagen, ja, und, Ich finde aber an sich diese Gemeinschaft gut und wie man sich als Familie behandelt hat, sich wirklich mit sehr viel Respekt, sehr viel Liebe, sehr viel Hilfe begegnet ist. Auch so im Alltag, uns wurde finanziell massiv ausgeholfen, als wir in einer finanziellen Krise viele Jahre gesteckt sind. Und für vieles bin ich irgendwie auch dankbar, aber vieles sehe ich ganz klar sehr, sehr kritisch heute. Und genau, meine Erziehung, auch diese ganze Körperscham, sich selbst. Abwerten, sich selbst abstrafen für alles, was irgendwie romantische Gefühle, erotische Gefühle sind, dann eben gerade mit der Pubertät, wo das ja auch dann sehr stark Thema ist. Habe ich mitbekommen auf jeden Fall von diesen Gemeinschaften. Und das ist eine der Sachen, für die ich gar nicht dankbar bin und auch dieses, sich selbst unterdrücken. Und das führt eben auch bei vielen Menschen zu einer Art extremen, übersteigerten Selbsthass mit der Zeit, weil man immer wieder merkt, ja, Masturbation ist eigentlich Sünde, das soll ich nicht machen. Schwärmerei ist Sünde, das soll ich nicht machen, Fantasien, Sünde soll ich nicht machen, aber ich bin halt ein Mensch, ich bin jugendlich, ich habe diese Gefühle immer wieder oder ich tue das immer wieder und dann fühlt man sich wie so. Als hochreligiöse Person mit diesen ganzen Ansprüchen in diesem Korsett dann wirklich schnell wie so der größte Versager oder die größte Versagerin, die schlimmste Sünderin, die schlimmste Person. Ich weiß, wie ich eben schon mit 13 dachte, ich bin wirklich ein perverses Monster, weil ich so viel geschwärmt habe für Jungs, für Dates und irgendwie auch so ein bisschen flirty manchmal unterwegs war. Ich hatte halt leider sehr, sehr viel, schon immer so sexuelle Energie. Das haben auch nicht alle gleich viel und nicht alle auch schon so früh wie ich. Deswegen leiden manche da natürlich stärker und andere weniger stark darunter. Ich finde es aber sehr wichtig, dass Leute, die auch vielleicht weniger Libido haben, die einfach ein bisschen auf dem asexuellen Spektrum unterwegs sind und in diesen evangelikalen Kreisen sind, dann nicht sagen, ja, was habt ihr denn alle? Stellt euch nicht so an. Das ist doch alles nicht so wild, weil du steckst gar nicht in der Haut von einer Person, die einfach jeden Tag richtig horny, richtig Bock hat. Steckst du einfach nicht. Da bist du halt anders drauf. Gott hat dich anders geschaffen. Das ist auch okay. Das ist auch vollkommen normal, wenig Bock zu haben. Es ist aber auch genauso natürlich und normal, viel Bock zu haben, weil es hat mit Sexualhormonen zu tun, die im Körper sind. Und so sehe ich es auch heute. Gott hat uns so gemacht. Gott hat die geschaffen und die kommen, wann immer Gott uns quasi so geschaffen hat, dass sie auftauchen. Und ich verstehe auch aus dem Aspekt, aus dem Schöpfungsaspekt heraus gar nicht, woher dieser ganze Körperhass, diese Körperfeindlichkeit kommt. Also man könnte eigentlich sagen, es ist im Prinzip auch ein bisschen Gotteslästerung, den Körper so zu verachten und so zu hassen, so abzuschotten und zu sagen, wir müssen nur im Geist leben, weil Gott hat diesen Körper uns gegeben. Deswegen verstehe ich es auch aus christlicher Sicht inzwischen gar nicht mehr. Vielleicht können wir das noch ein bisschen aufdrüseln, weil ich glaube, dass das so ein bisschen der Hintergrund ist, auf dem auch mein Posting so abgegangen ist. Also ich finde immer, wenn ich so dieses ganze Purity-Culture-Ding höre und also ich würde sagen, ich bin so am Rande der Purity-Culture aufgewachsen. Erstens, weil ich nicht ganz so in fundamentalistischen Kreisen unterwegs war und dann, weil ich halt als Mann sozialisiert bin. Da kriegt man es auch nicht so heftig. Und ich habe immer den Eindruck, also dieses Purity-Ding und Enthaltsamkeit und der Geist ist irgendwie das Reine und der Körper ist potenziell gefährlich. Das kommt ja so ein bisschen aus der griechischen Denkrichtung, gar nicht so aus dem jüdischen Hintergrund des Christentums, wo sehr viel stärker Körper irgendwie als, Gut und Sexualität auch als gut und gottgewollt gesehen ist, auch wenn man biblische Texte und so anschaut. Okay, also jetzt hat man das so. Warum macht man das dann nicht konsequent durch und sagt dann, okay, also wir sind da so fundamental unterwegs und wir sagen, alles Körperliche ist schlecht, sondern warum hat man dann die Institution der Ehe und überhöht die dann dermaßen und packt alles, was an Sexualität ist, dann da rein und versucht irgendwie davor, alles zu schützen und möglichst körperlos zu machen. Und dann soll sogar nicht nur das erste Mal Sex in der Ehe stattfinden, sondern sogar der erste Kuss am besten direkt vorm Altar. Also das ist für mich der Zusammenhang, der für mich echt keinen Sinn ergibt. Und da hatte ich den Eindruck, dass viele Leute davon irgendwie angetriggert sind, wenn man diesen Zusammenhang irgendwie kritisiert. Also Purity-Culture ist das eine, aber dann diese Idealisierung der Ehe und alles, was sexuell ist, soll da rein. Und das frage ich mich, wie das überhaupt funktionieren soll. Und da hast du ja auch viel dazu geschrieben, also dass es alle möglichen Auswirkungen dann gibt, auch wenn man dann mal verheiratet ist und loslegen will, dass es dann gar nicht so einfach ist. Vielleicht kannst du da ein paar Sätze dazu sagen. Also ich fand das Wort körperlos sehr schön, weil das beschreibt es echt gut. Man soll eigentlich körperlos werden, sodass es so das Bestrieben in jetzt sehr evangelikalen oder fundamentalistisch evangelikalen Kreisen ist das Ziel eigentlich genau. Ich muss ein körperloses Wesen sein und nur noch im Geist leben, weil die Angst vor den Trieben eben sehr, sehr groß ist und man sich davor schützen will und man sagt, der Körper verführt mich eben zu Sünde. Man muss aber dazu sagen, dass es natürlich ist, zum Beispiel einen Sex-Drive zu haben und das auch von Gott so gewollt wäre, sonst hätten wir keine Sexualhormone im Körper. Also das finde ich ein bisschen, genau, schon einen schwierigen Ansatz. Und dieses Keinen Kuss bis zum Altar ist schon nochmal eine sehr US-evangelikale Radikalisierung der ganzen Purity-Culture-Idee. Also es ist eigentlich die ultimative Radikalisierung. Davor ist es schon extrem in der heutigen Zeit zu sagen, so genau penetrativer Geschlechtsverkehr ist, weil ich an dieses Jungfernhäutchen glaube, dass es wie so ein Siegel ist, was wissenschaftlich nicht stimmt. Hebe ich mir das für die Ehe mit der einen Person auf, ist schon in der heutigen Zeit krass. Aber dann zu sagen, nee, der erste Kuss, das sind quasi die, die unter den ganzen Heiligen nochmal heiliger sein wollen. Also so war ich früher auch. Tatsächlich gibt es einem ganz viel Bestätigung. Ich kann es jetzt mal aus der... Weiblichen, jungfräulichen Perspektive sagen. Ich habe ja auf meinen Mann quasi gewartet. Ich habe ihn als junge Frau kennengelernt. Ich hatte vorher nur so Küssen, Knutschen und so ein bisschen sich anfassen Erfahrung, aber immer mit Kleidung. Also das war auch für mich so das Kriterium, solange wir Kleidung anhaben. Also ich könnte niemals, ich wäre niemals nackt gewesen vor irgendwem oder selbst zu Hause. Habe ich auch in meinem Buch darüber geschrieben, dass selbst zu Hause nackt sein für mich Sünde gewesen wäre. Also ich musste mich sofort auch im Bad verhüllen, so nur kurz zum Duschen maximal, weil dann muss es halt sein. Aber wirklich so, das muss jetzt sein, aber nicht, also eigentlich ist es auch schon schwierig und dann muss ich ganz schnell ins Handtuch rein. Das fand ich eine der stärksten Szenen im Buch, weil ich konnte mir bestimmte Sachen vorstellen, aber das hast du wirklich gut auch in Worte gefasst, dieses Gefühl so. So schnell wie möglich nicht mal vor mir selbst oder mit mir alleine nackt sein. Und das hat mir nochmal so ein bisschen gezeigt, okay krass, das geht nochmal deutlich tiefer, als was ich mir vorstellen kann, so vor dem Hintergrund, vor dem ich so sozialisiert wurde. Ja, das macht es irgendwie so greifbar, wenn man so konkrete Geschichten hat. Deswegen habe ich mich auch entschieden, nicht ein reines Sachbuch zu machen, sondern auch Geschichten reinzunehmen aus meiner Kindheit und Jugendweise, das schon nochmal eindrücklicher macht. Und ich muss sagen, bis ich das Buch geschrieben habe, fand ich das ja normal und mir ist das dann erst aufgefallen, dass es eigentlich wirklich nicht normal ist und eigentlich auch schrecklich ist, dass man sich so sehr für den Körper, schämen muss oder so sehr auch. Denkt, man muss den verstecken, weil man eben zu Sünde verführen könnte, was ja auch dieses internalisierte Victim Blaming schon direkt ist. Ein Übergriff wäre dann ganz klar in meinem Weltbild auch definitiv meine Schuld gewesen, wenn ich jetzt, egal ob ich 13 oder 18 oder 20 bin, wenn ich einen, Spaghetti-Top anhatte oder einen Ausschnitt getragen habe oder einen kurzen Rock oder auch das T-Shirt nur verrutscht und man irgendwas sieht, wäre das dann meine Schuld, wenn ein Übergriff passiert oder wenn ein Bruder sich versündigt und dann lüstet und das ist katastrophal. Also es verschiebt ja die gesamte Verantwortung weg von den Brüdern im Geiste hin zu den. Schwestern, die quasi nicht nur für ihre eigene Sexualität, sondern auch für die Sexualität der Männer die Verantwortung tragen und dann auch verantwortlich, und haftbar gemacht werden, wenn irgendwas passiert, was total absurd ist, weil jede Person ist für ihr eigenes Verhalten, zuständig und sollte nur dafür haftbar gemacht werden können. So, das ist schon mal sehr verdreht, aber wir waren eigentlich bei einem anderen Aspekt noch. Genau, also dieses... Diese Idealisierung der Ehe und dass da dann der Ort der Sexualität ist, der vorher nicht da ist. Genau, also ich kann noch so viele tausende von Sachen sagen, aber ich finde, oder ich habe in meinen Recherchen als auch in meinem eigenen Leben erfahren, dass es eben nicht diese Disneyland Vorstellung leider meistens ist von, ich beschäftige mich überhaupt nicht mit meinem Körper, meiner Sexualität, sondern im Gegenteil, ich verteufle das. Ich treibe mir das quasi selber jahrelang aus. Ich bestrafe mich dafür. Ich schotte mich komplett ab von meinem Körper und dann in der Ehe plötzlich, am Altar darf ich dann irgendwie gefühlt, über meinen Ehepartner herfallen oder eher über mich und dann klappt das alles wunderbar und ist himmlisch und toll und schön. Bei den allermeisten Menschen funktioniert das nicht. Es gibt Ausnahmen, wo Leute sagen, das war bei uns genau der richtige Weg, ich gönne es denen auch. Also wenn ein paar sagt, nee, das hat uns gut getan, wir wollten warten, das war unsere freiwillige Entscheidung, nicht von außen eine diktierte Entscheidung, weil das in der Gemeinde nur so akzeptiert wird oder. Weil zum Beispiel Leitungen mitbekommen haben, wir sind schon intim geworden und sagen, nee, ihr müsst jetzt heiraten und dann dürft ihr erst, genau, sonst dürft ihr hier gar nicht bleiben oder so erzwungene Sachen. Wenn das eine ganz freie Entscheidung ist, Finde ich das auch schön und es kann auch der richtige Weg sein. Ich bin keine Person, die sagt, Sex vor der Ehe muss jede Person haben. Nein. Nein, aber andersrum darf man es halt auch niemals sagen, dass der einzig richtige Weg als Christ oder Christin ist, keinen Sex vor der Ehe zu haben, weil das einfach nicht stimmt. Und es schadet ganz vielen Leuten und es ist eher die Norm, dass Paare dann massive Probleme bei dem Thema Sexualität entwickeln, beispielsweise sexuelle Funktionsstörungen, wie in meinem Fall. Weil da gehe ich schon immer kurz darauf ein, damit Leute sich das wirklich vorstellen können. Und es ist auch keine große Überraschung, dass Frauen wie ich, die so hochreligiös sind, denen ihr ganzes Leben lang Panik vor Penetration gemacht wird, weil man ja denkt, danach ist man ein Gebrauchsgegenstand geworden. Man ist nicht mehr dieses neue, von Gott geschaffene Geschenk oder die Hochzeitstorte oder. Diese schöne Rose, sondern man ist dann die Rose, wo Blütenblätter ausgerupft sind oder diese Bilder werden ja verwendet in Jugendgruppenstunden. Man isst der angebissene Apfel, man isst die angeschnittene Hochzeitstorte, wenn man eben vorher aktiv war oder sogar mit Autos. Es gibt wirklich in meinem Jugendbuch, das ich da bekommen habe zu dem Thema, dass ich wie so ein zusätzliches Testament, haben wir das alle betrachtet, weil es theologisch für uns so, so wichtig war, Hot Stuff hieß das, bei anderen war das dieses Ungeküsst und doch kein Frosch Buch, aber das Hot Stuff war noch mal extremer sogar und da war, Wurde der jungfräuliche Körper mit einem Neuwagen in einem Autohaus verglichen und sobald du irgendwas machst, ist es eben, da stand aufgelistet, dann küssen, Kratzer in die Sitze. Händchen halten, du verschüttest einen Softdrink auf dem Sitz und verreibst den und dann eben ging das immer so weiter bis eben penetrativer Geschlechtsverkehr, total Schaden. Und total schaden. Also das muss man sich mal vorstellen, wie viel Angst, wie viel Panik man dann bekommt, gerade als junges Mädchen vor diesem Moment. Und das ist so psychologisch verankert, dass es wirklich bei mir dazu geführt hat und bei ganz vielen leider hochreligiösen Frauen genauso dazu führt, dass man beispielsweise Vaginismus entwickelt. Das ist eine unwillkürliche Verkrampfung der Vaginalmuskulatur, die einfach passiert. Also selbst wenn man sagt, nee, jetzt ist der richtige Zeitpunkt, ich möchte jetzt eigentlich mein erstes Mal haben, dann war das eben bei mir so, es ging einfach nicht, das war so... Und schmerzhaft, das hat sich so alles zusammengezogen, dass das einfach nicht möglich war. Und am Anfang dachte ich dann, ah ja, das ist normal. Ich habe ja gehört, dass das erste Mal immer wehtut, was übrigens auch ein Mythos ist. Das erste Mal tut nur weh, wenn man zu aufgeregt und zu ängstlich ist und dadurch nicht richtig feucht ist oder dass es gegenüber gar nicht weiß, was es eigentlich macht, weil es noch nie einen, weiblichen Körper, eine Klitoris gesehen hat, davon vielleicht noch nie gehört hat und es einfach, ja, die beiden sehr unerfahren sind und einfach noch nicht wissen, was einem Spaß macht und mit viel Nervosität behaftet ist. Und deswegen hat man oft Schmerzen, aber nicht, weil es so sein muss. Also wenn ein erstes Mal, wenn beide wirklich Lust drauf haben, sich sicher fühlen und entspannt sind, dann tut ein erstes Mal nicht weh. Aber das wusste ich damals auch nicht. Dann dachte ich, gut, dann muss ich da jetzt irgendwie durch. Es ist halt am Anfang so, das hat es aber noch schlimmer gemacht, weil natürlich je mehr Schmerzen, man hat das so mehr Angst, das ist dann wie so eine Spirale und viele Frauen werden das auch wirklich jahrelang nicht los, manche werden es auch generell, gar nicht los. Ja, genau. Und manche schaffen das dann so zu behandeln auch, aber man weiß halt am Anfang auch nicht, zu welcher dieser Gruppen gehöre ich jetzt. Gehöre ich jetzt zu der, die lebenslänglich verdammt ist, nachdem ich mein ganzes Leben als heilige Nonne gelebt habe, mich gequält habe, jeden einzelnen Tag mich gehasst habe, mich abgewertet habe, mich abgeschottet habe von meinem Körper, alles unterdrückt habe. Also es ist wie so eine ganze Seite von mir und leider ist halt... In meinem Fall und bei manchen Menschen die sexuelle Seite einfach ein sehr großer Teil der Persönlichkeit oder des Wesens, musste ich das mein ganzes Leben lang unterdrücken. Einen sehr großen Teil von mir, sehr extrem leiden, nur um dann nicht diese Belohnung zu erhalten, mit der wir ja immer am Laufen gehalten wurden, immer diese Karotte vor der Nase so, ja, ihr leidet jetzt und das ist ein Opfer, das bringt ihr jetzt für Gott, warten ist schwer, aber dann werdet ihr ja belohnt mit dem erfülltesten, perfektesten Sex, weil diese Bindung wird dann nur zwischen dir und deinem zukünftigen Ehemann sein und das wird was so Tolles, Besonderes und Heiliges sein. Und ich saß da und dachte mir, das kann es nicht sein. Gott kann mich nicht so sehr hassen, wenn ich mein ganzes Leben mich an all diese Regeln gehalten habe, mich gequält habe, mich aufgeopfert habe, um es, recht zu machen, um es Gott recht zu machen, um es meiner Gemeinschaft recht zu machen, um so zu leben, wie man als gute Christin, gute Frau leben soll. Und jetzt kommt das dabei raus, dass ich eine Diagnose dann bekommen habe, Vaginismus, Und ich weiß nicht, ob ich jemals in meinem Leben schmerzfreie Sexualität, generell genießen werden können werde. Das war der Punkt, wo ich gesagt habe, ich schreibe meine Erfahrungen auf, ich will an die Öffentlichkeit gehen, ich will dazu ein Buch rausbringen oder in irgendeiner Form Aufklärungsarbeit machen. Ja, krass. Also ich wollte gerade vor zwei Minuten, dachte ich so, ah ja, ich muss jetzt mal fragen, wie sie da rausgekommen ist, weil ich schon merke, wie tief du da drin gesteckt hast, so mit allen Ebenen deines Seins irgendwie und dann auch mit körperlichen Symptomen. Also ganz oft sind wir geprägt von allen möglichen Einflüssen und deshalb ist auch so die Frage, was ist denn eine freie Entscheidung? Frei von Einflüssen ist ja niemand von uns, wir sind alle situiert irgendwo. Aber bei dir hat es so körperlich starke Auswirkungen. War das dann so ein Alleingang, also dass du gemerkt hast, du sitzt da jetzt alleine mit dir, mit deinem Körper, mit deinen Schmerzen, mit deinem Gottesbild und hast gemerkt, du kriegst es überhaupt nicht mehr, zusammen und dann musst du aktiv werden oder hat dich da irgendwer begleitet? Weil ich glaube, da stellt man sich ja schon auch die Frage, du bist ja noch in Kontakt mit Leuten, auch aus der Zeit. Da passiert ja was, wenn man dann an die Öffentlichkeit geht. Wo kam der Mut her und auch der Schritt dann aktivistisch zu werden? Also der Mut kam echt aus dieser Wut heraus, und aus der Erkenntnis, dass ich einfach nicht mehr an einen Gott glaube, der so grausam sein kann, dass er das wollen könnte für mein Leben, dass ich mich mein ganzes Leben lang so gegeißelt, so diesen Hass auf mich entwickelt habe. Diese Angst ja so kultiviert wurde vor penetrativem Sex und vor Sexualität allgemein, dass es eben Sünde ist, dass es schlechte dämonische Energie an sich ist. Das haben wir ja in den Camps, in den Jugendstunden und so gelernt und das ist halt nicht so leicht. Dann nach der Ehe sollst du plötzlich denken, ach so, jetzt ist es göttliche Energie. Aber es hat für mich auch keinen Sinn mehr ergeben. Ich habe gesagt, okay, ich glaube, man muss es eher so sehen. Sexualität hat sehr genauso heilsames und. Wie soll ich sagen, erfüllendes Potenzial, wie es auch zerstörerisches Potenzial hat, wenn es eben falsch angewendet wird, beispielsweise ohne Konsent und so weiter. Und es ist vielleicht auch gut, einen gewissen Respekt vor sexueller Energie zu haben. Es ist vielleicht auch gut, die in gewisser Weise als Gesellschaft einzugrenzen, zumindest in dem Sinne, dass niemand damit verletzt wird, definitiv, weil das kann man mit sexueller Energie machen. Aber das ist halt dann auch ein Missbrauch davon, würde ich sagen. Und man kann nicht deswegen allgemein sagen, Sexualität ist grundsätzlich Sünde oder Sexualität ist grundsätzlich dämonische Energie. Und ich komme aus charismatischen Kreisen, das war ganz klar, dämonische Energie. Also das verführt dich zu Sünde, das lenkt dich ab, bringt dich weg von Jesus. Deswegen, da kommt ja auch dieses ganz klare Abstinenzbestreben, das lenkt uns ab. Wir wollen hier eigentlich nur im Geist sein. Wir wollen ja eigentlich nur immer näher wie Jesus werden, Jesus ähnlicher werden und da stört uns der Körper. Und ehrlich gesagt bin ich da auch auf Paulus manchmal so ein bisschen sauer inzwischen, weil der tatsächlich viele echt körperfeindliche Sachen geprägt hat oder auch so Sachen wie in der Ehe sich nicht verweigern, was zu ganz viel Vergewaltigung in Ehen über Jahre hinweg geführt hat, wo ich sagen muss. Ich verstehe heute auch nicht, warum evangelikale Kreise Paulus so sehr verherrlichen, als hätte Jesus diese Worte gesagt und da gar keine Abstufung machen zwischen was hat eigentlich Jesus gelehrt und was hat Paulus gelehrt. Es wird genau exakt auf einer Stufe gesehen oder Paulus wird sogar teilweise präsenter bei den Leuten, was Paulus sagt und was Paulus für Regeln aufgestellt hat, als was Jesus sagt. Und das finde ich einen absoluten Missstand. Und genau, Paulus hat bestimmt, auch sinnvolle Sachen gelehrt und gesagt, aber eben auch teilweise sehr, sehr körperfeindliche. Dieses, genau, ihr solltet eigentlich alle abstinent sein. Der war ja auch so eine Art eben Asket und Einzelgänger. Und fand das halt das richtige Leben, aber es muss ja nicht heißen, dass es für alle das richtige Leben ist. Und er hat das ja sehr stark abgewertet, dass wenn man eben dann brennt, dann soll man heiraten, aber nur wenn man zu schwach ist, quasi so. Sehr abgewertet. Da kommen wir jetzt voll in die Spur meines Postings tatsächlich auch rein. Genau, Paulus. Paulus spielt eine Rolle, Jesus spielt eine Rolle. Also ich glaube, ein Grund, warum Paulus da öfter mal zitiert wird, ist, dass er einfach mehr gesagt hat als Jesus. Ja, Jesus gibt zu wenig Herb für Purity Culture, wirklich. Ja, genau. Und auch die Homosexualitätsfrage und solche Sachen, da müssen ja andere herhalten. Und ich glaube bei Paulus, also natürlich ist es insgesamt ein bisschen komplexer, das kommt dann auch ein bisschen darauf an, welche Briefe man jetzt Paulus zuschreibt tatsächlich und welche dann in seiner Tradition weitergeschrieben wurden. Und was ich spannend finde, ist, dass bei Paulus ja so ein paar Sachen zusammenkommen. Das eine ist eine Naherwartung, also die Erwartung, dass die Zeit bald zu Ende ist, Jesus wiederkommt und deshalb die irdischen Verhältnisse, nicht mehr ganz so wichtig sind im Sinne von, ich muss mich jetzt nicht um mein, irdisches Glück kümmern, sondern ich muss eigentlich Reich Gottes bauen. Und das hat jetzt eine Priorität, weil es eben bald zu Ende geht. Und das verschärft natürlich das meiste. Und dann hat er diese Körper- und Lustfeindlichkeit, also Begierde wird bei Paulus durchaus als Gefährdung wahrgenommen. Und dann hat er das Bild der Ehe... Und nicht als Ort, an dem die Lust dann vorkommt, sondern als probates Mittel, was die Lust tötet. Also Paulus geht davon aus, wenn man lange genug verheiratet ist, dann ist das mit der Lust bald erledigt. Ist ja bei manchen auch so. Ja, genau. Er ist ja nicht ganz dumm. Also play it safe. Heiratet, wenn es nicht anders geht. Und dann wird die Frage nach der Lust sich schon nach einer Weile von alleine erklären. Und ich glaube, da sind dann verschiedene Probleme, wenn wir jetzt heute diese Texte nehmen und dann eins zu eins irgendwie lesen und denken, das ist jetzt eine Anweisung, wie wir heute leben sollen. Was zum einen die Idee der Ehe angeht, also das sind schon Welten dazwischen, zwischen dem, was wir heute verstehen, wenn jemand sagt, ich bin verheiratet und dem, was es damals bedeutet hat. Also Ehe ist immer ein Vertrag, jetzt heute würde man sagen, den zwei Menschen eingehen miteinander. Die müssen das beide frei sagen. Also wenn eine Standesbeamtin zwei Leute verheiratet, dann kommt es ja darauf an, dass die aus freiem und eigenem Willen Ja sagen. Das war damals überhaupt gar nicht so. Also da ging es darum, Nachkommenschaft zu regeln. Die Frau war Eigentum des Mannes. Das heißt auch zum Beispiel, wenn jetzt irgendein Mann eine verheiratete Frau vergewaltigt hat, dann war das ein Delikt von Sachbeschädigung. Und da ging es überhaupt nicht um die Frau als Person. Und das sind so Welten, da können wir jetzt zwei Stunden reden. Das passt nicht eins zu eins ins Heute. Aber wenn ich jetzt. Mit der Brille von Purity Culture diese biblischen Texte lese, dann finde ich da natürlich eine Fundgrube an Sätzen, die ich nehmen kann, um Leute zu implementieren, um da streng zu sein, lustfeindlich zu sein. Das erschließt sich mir dann schon, warum man aus strategischen Gründen das so macht und teilweise wahrscheinlich unbewusst. Also wenn in so fundamentalistischen Kreisen ist ja oft so die Bibel als das Wort Gottes, so wie es da steht, gesetzt. Und dann ist es natürlich egal, wann das geschrieben wurde. Also das muss auch heute gelten. Genau, ja. Und genau da bin ich eben heute raus und bin heilfroh, weil die Bibel einfach auch sehr, sehr grausame Realitäten abbildet. Und wenn man die heute wieder alles genauso eins zu eins einführen will. Wäre das sehr, sehr grausam. Und da bin ich ganz froh, dass ich mich in eine andere Richtung entwickeln durfte, So mit meinem Glauben, auf meinem Weg mit Gott. Und das war auch eine schöne Erfahrung, dass es eben nicht wie immer gepredigt wurde, bedeutet, ich verliere dann Gott, ich entferne mich von Gott, ich bin dann abgefallen von meinem Glauben, wenn ich hinterfrage, ob die Bibel wirklich heute eins zu eins Wort für Wort so umgesetzt gehört, sondern ich kann mich an den Lernen Jesu orientieren, mich Christin nennen und auch den Rest der Bibel kritisch betrachten oder viele andere Texte kritischer. Betrachten und beleuchten und genauso Christin sein und genauso nah an Gott, weil Gott uns allen nah ist und sogar in uns allen wohnt und das war eine sehr befreiende sehr schöne Erkenntnis für mich und so lebe ich heute meinen Glauben. Cool, ja. Also mir geht es als Pastor ja auch so, ich muss viel irgendwie mit der Bibel arbeiten, über die Bibel reden und ich finde unglaubliche Schätze darin. Also jetzt auch nicht nur in den Jesusgeschichten, sondern auch an anderen Stellen, total viel auch Subversives und so Sachen, wo ich mir denke, krass, dass es diese Texte irgendwie in die Bibel reingeschafft haben, dadurch alle Redaktionen durch und so. Und auf der anderen Seite auch beeindruckend. Welche grässlichen Geschichten und Abgründe des Lebens eben auch dastehen und die Sachen stehen nebeneinander und für mich ist es eine Herausforderung heute da irgendwie drauf zu kommen oder mit umzugehen und auch mit anderen dann im Austausch einen Umgang zu finden. Deshalb schätze ich das, mit Leuten ins Gespräch zu kommen, die alle ihre Erfahrungen gemacht haben und man bezieht sich irgendwie auf den gleichen Text und versucht dann das Leben so zu deuten im Gespräch auch mit den Texten. Das wäre ich nicht so. Aber jetzt kommen wir ein bisschen weg von unserem Gespräch. Aber so mache ich es. ja auch eine schöne Herausforderung, wenn man da die verschiedenen Perspektiven sieht und die ganzen Farben und Graustufen und eben nicht nur schwarz-weiß und sagt, so die Bibel, das ist halt der bequeme und einfache Weg, wenn wir ehrlich sind, zu sagen, das ist eins zu eins genau so Wort Gottes diktiert und da hat sich nie in der Geschichte auch was daran geändert oder wenn, dann wollte das Gott so und genau so folgen wir dem nach, das ist halt sehr, eine bequeme Lösung, weil du nicht bei jedem Text wieder überlegen musst, wie ist das jetzt gemeint, wie ist das zu deuten, wie ist das zu interpretieren. Aber ich glaube, gerade diese Deutung macht halt den krassen Unterschied aus, ob man mit seinem Glauben Menschen schadet oder Menschen dient am Ende. Am Ende kommst du immer auf die hermeneutische Frage, also wie verstehst du die Bibel und von dem ausgehend kannst du natürlich dein Weltbild und alles mögliche begründen. Ich habe im Vorfeld unser Gespräch überschrieben mit Ungefiltert, wie überwindest du laut und kreativ die Purity-Culture? Und nachdem wir jetzt schon so ein bisschen von deinen Hintergründen und dann dem Schritt in den Aktivismus gehört haben, würde ich gerne mit dir noch eine Runde über Purity-Britney sprechen. Wie ich ein wunderbares Format finde. Also Chapeau für die Idee und dann auch die Umsetzung. Ich muss regelmäßig manchmal lachen, manchmal auch mir einfach nur irgendwie den Kopf kratzen. Aber es ist auf jeden Fall entertaining und das muss es ja auch sein, so Aufklärungsarbeit. Ich kann mir vorstellen, wie du drauf gekommen bist, weil Britney Spears ja auch eine Ikone der Purity Culture war, zumindest eine Zeit lang und die dann auch krassend daran gescheitert ist sozusagen und dann auch öffentlich verrissen wurde. Wie machst du das jetzt, kreativ und laut zu sein in deinem Aktivismus? Genau, ich habe verschiedene Wege, mit dem ganzen Thema umzugehen, für mich so gefunden und ich habe schnell gemerkt, dieses Ganze in der Recherche, mich mit diesen ganzen düsteren Abgründen, und schlimmen, schlimmen Geschichten von Leuten zu beschäftigen und auch meiner eigenen schlimmen Geschichte zieht einen schon sehr runter und ich brauche als Gegenpol so ein bisschen Humor einfach. Also das einfach mit, So ein bisschen sehr quatschmäßig und humormäßig aufzuarbeiten mit nicht so viel Druck, mit nicht so viel Belastung, sondern mich einfach so ein bisschen, mit Humor daraus zu ziehen auch. Und Purity Britney habe ich so die ersten Videos gemacht, so Statements, so ja, sorry Leute, ich stand damals für die Purity Culture, aber mein Management hat mich dazu gezwungen. Das hat sie tatsächlich in ihrem jetzigen Buch, The Woman and Me, das ist 2021 erschienen, so ein autobiografisches Buch, hat sie das öffentlich. Bekannt gegeben, dass sie halt von ihrem Management dazu gedrängt wurde, diese heilige Jungfrauenrolle zu spielen. Während sie ja gleichzeitig sehr sexualisiert aufgetreten ist und eigentlich ein sehr sexuell aktives Leben auch geführt hat, aber nach außen hin sollte sie dieses US-evangelikale Bild, der Virgin präsentieren und damit eben die ganzen jüngeren Leute beeinflussen, dass sie eben bis zur Ehe warten und hat dann eben auch gemeinsam mit eigentlich allen anderen großen Teen-Idolen, US-amerikanischen Popstar-Teen-Idolen zu der Zeit, Solche Statements in Interviews gegeben, so wartet auf die Ehe und das ist eine gute Sache und viele haben eben öffentlich den Purity Ring getragen und das fand ich irgendwie halt, sehr, sehr faszinierend und lustig, wie sie gleichzeitig das Sexsymbol einer Nation und gleichzeitig die Virgin of a Nation sein konnte, so wenn man es so betrachtet, krasser. Spagat, aber auch krasser Job, den sie da gemacht hat. Sehr viele Erwartungen und irgendwie fand ich das faszinierend und hab dann da so einfach aus Spaß angefangen Videos zu machen und das hat mir echt geholfen ähm, Und das, ja, auf eine ganz andere Weise zu verarbeiten und auch so ein bisschen aus mir rauszukommen. Und das ist ja auch, Purity Whitney ist schon so hypersexualisiert oder sexualisiert sich selbst oder geht halt sehr offen auch damit um, also ich als dieser Charakter. Und in einem Charakter, das ist wie, wenn man in eine Theater-AG ist und eine Rolle spielt, hilft es einem, ganz neue Seiten an sich zuzulassen oder zu entdecken oder kennenzulernen oder die in dem Rahmen einfach. Anzunehmen, ohne dass es jetzt zu sehr beängstigend ist irgendwie. Also es ist ein ganz einfacher Zwischenweg. Ja, und dann habe ich irgendwie angefangen, ab und zu mal, weiß ich nicht, so Straßenumfragen zu machen oder kleine Videos zu machen oder halt Gags. Und genau, es macht sehr viel Spaß. Ich habe in letzter Zeit echt viel zu wenig Zeit dafür, aber ich habe einen Song released, der heißt, also auf Toxic ist es quasi eine Parodie auf Purity Culture. Und den gibt es auf YouTube zu sehen, also das Musikvideo und man kann den Song auch streamen und das war so mein letztes größeres Projekt. Aber es gibt auch noch, ich habe noch Material von einer sehr coolen, da hat mich von der Uni Frankfurt eine Kollegin begleitet, die nämlich so geforscht hat zum Umgang mit Purity Culture und Content Creation und so. Die hat mich begleitet und da ging es darum, Britney ist auf der Suche nach einer neuen Gemeinschaft, der sie sich anschließen kann, und ist dann in der Fußgängerzone und spricht halt mit allen möglichen Leuten, mit so Meditanten, Veganergruppen und mit. Zeugen Jehovas Gruppen und mit genau auch einer FEG-Gemeinde, wie sie dann Mitglied werden kann und ob sie es auch sein kann, wenn sie halt queer ist. Und wenn sie genauso, ja, so als Personality. Und es ist ziemlich lustig geworden, aber ich hatte noch keine Zeit, das zu schneiden. Also genau, ich werde da bestimmt noch Sachen rausbringen, aber einfach so... Ich muss auf meine Kapazität ein bisschen achten und die Aufklärungsarbeit, die sachliche ist ja auch genauso wichtig, wenn nicht noch wichtiger. Deswegen ist es immer so ein bisschen balancieren. Aber es ist auf jeden Fall beim Thema Kreativpasset zum Titel. Das ist so der kreativste Umgang auf jeden Fall damit und es hat mir einfach geholfen, da aus mir rauszukommen. Ich meine, ich bin in einer monogamen Ehe ja auch gelandet, ohne mich jemals irgendwie so ausprobiert zu haben. Ich war einfach unfassbar keusch und fromm für ein Mädchen in diesem Jahrhundert, auch wenn ich dann heimlich doch immer wieder irgendwas zugelassen habe. Aber danach habe ich auch einen kompletten psychischen Zusammenbruch vor Gott gehabt und das bereut und ganz viele schlimme Schuldgefühle, die mich dann begleitet haben. Und dann als Ehefrau ist es halt auch schwierig, irgendwie Wege zu finden, wie kann ich jetzt diese Seite an mir überhaupt kennenlernen und channeln und so. Und dann war es halt ein lustiger Weg, der mir sehr viel Spaß macht. Und manchen Leuten halt auch, die das verfolgen. Ja, wir können auf jeden Fall das Video zu Toxic in die V-Notes packen. Ich fand es spannend an diesem ganzen Britney Spears Beispiel, auch wenn das jetzt nicht so in den engen Gemeindegrenzen verhandelt wurde, sondern in der Öffentlichkeit und auch in so einer hypersexualisierten Öffentlichkeit, hat man da ja einfach super stark diese Unterschiede gemerkt, wie geht man als Gesellschaft mit den Frauen in Purity Culture um und wie mit den Männern. Und das war ja gerade so die Beziehung Britney Spears und Justin Timberlake. Wo dann die ganze Zeit kokettiert wurde, habt ihr Sex, seid ihr entheilsam und dann nach außen war es entheilsam, nach außen. Und offensichtlich war das nicht so. Und dann auch, wie die beiden aus dieser Beziehung, aus dieser Phase rausgegangen sind. Da wurde ja Britney Spears als verrückt eigentlich dargestellt. Dann ja auch diesen Breakdown, wo sie ihre Haare abrasiert hat und einfach so die öffentliche Meinung in der Boudoir-Presse zu der Zeit. Während Justin Timberlake lange als so halt, ja, America's Darling weitermachen konnte. Und da gibt es jetzt so ein bisschen andere Geschichten, aber so in der Phase, war schon er noch der Good Guy und sie halt die Crazy Bitch oder wie auch immer man das nennt. Ja, so ein sehr frauenfeindlicher Umgang eigentlich mit dem Ganzen. Sie hat da auch interessante Sachen dazu geschrieben jetzt in ihrem Buch The Woman and Me, dass sie zum Beispiel erstens. Schon relativ früh ihr erstes Mal hat, irgendwie schon mit 14 und seitdem eben sexuell aktiv war und mit Justin Timberlake auch zusammen gewohnt hat und sexuell aktiv war. Und das trotzdem, das wurde halt dann immer so, also sie hat irgendwann zu ihrem Management gesagt, das passt halt gar nicht zusammen, also meine Lebensrealität passt nicht zu diesem Holy Virgin Image, aber das musste sie dann weiterhin viele Jahre noch durchziehen, weil die da auch, Deals hatten und so, quasi wie so Influencing-Deals auch, von US-evangelikalen Lobbygruppen schätze ich, weil das wäre schon ein Zufall, wenn alle großen Teen-Idole dieser Zeit plötzlich ein Erweckungserlebnis hatten, obwohl sie ganz anders gelebt haben und auch weiterhin hinter den Kulissen ganz anders gelebt haben. Also es war schon so ein Image-Ding und das sagt sie auch, das wollte ihr Management ganz bewusst so. Und sie hat zum Beispiel auch geschrieben, dass sie auch, schwanger wurde von Justin Timberlake in der Zeit, in der sie zusammen waren und er sie gedrängt hat, das Kind abzutreiben und da auch sie sehr allein damit gelassen hat und es ihr super psychisch schlecht mit der ganzen Geschichte ging. Und genau das beschreibt sie auch, dass er halt weiterhin aber so als der Sunnyboy gesehen hat und dass er sie aber auch betrogen hat, aber dann ein Lied gemacht hat, das sie so dargestellt hat, als hätte sie ihn betrogen und sie hatte schon irgendwie auch mal, schreibt sie auch, sie hatte irgendwen mal geküsst, während sie zusammen waren. Aber ich glaube, da waren beide eher relativ wild unterwegs, Aber genau die Wahrnehmung ist halt am Ende, ja, sie ist die, ja, die crazy Ex. Und der Breakdown, darüber schreibt sie auch, dass dieses sich die Haare abzurasieren war an dem Punkt, als sie einfach nicht mehr diese Fremdbestimmung aushalten konnte. Und das versteht man aus heutiger Sicht auch. Sie war ja unter der Vormundschaft, so aus heutiger Sicht mit dieser ganzen Vormundschaft, mit diesem zwanghaften Umfeld. Eigentlich war das eine Art Zwangsarbeiterverhältnis, das sie hatte. Sie hat Taschengeld bekommen. Das meiste Geld hat aber ihr Vater eben ihr Vormund eingefahren. Und ihr wurde diktiert, wie sie auszusehen hat, wie viel sie zu wiegen hat, was sie zu essen hat, wo sie hinzugehen hat. Sie wurde komplett überwacht. Selbst das Wie und Was sie verhütet wurde für sie entschieden. Sie hatte keine eigene Entscheidung dafür, dass sie, obwohl sie eigentlich so quasi, man denkt, sie steht an der Spitze aller Frauen. Die müsste ja noch viel freier sein, weil sie so ein Star ist, so viele Privilegien hat, aber er war wie so ein, Das Turnierpferd eigentlich, also total fremdbestimmt. Und sie sagt, dieser Akt, sich die Haare abzurasieren, war so ein Mittelfinger an alle. So, ich mache hier, was ich will. Ich hole mir irgendwie das zurück. Die Entscheidungsmacht über mich und ich sehe jetzt einfach mal nicht so aus, wie ich aussehen soll. Und ich funktioniere jetzt einfach auch nicht mal kurz nicht so, wie ich soll, weil sie hat seit dem Kleinkindalter extrem funktioniert und wurde ja gepusht, auf diese Karriere Sachen einzustudieren, zu singen, perfekt auszusehen. Und, mit dem ganzen Hintergrundwissen versteht man das alles viel mehr und auch diesen Breakdown, dass sie irgendwann sagt, das war ihr Weg, ihre Grenze zu ziehen, aber definitiv hatte sie auch dann, Medikamentenmissbrauch, was eben bei ganz vielen Popstars in den Sphären passiert, weil man so belagert wird, so belästigt wird von Leuten und das irgendwann auch nicht mehr aushält. Und der Druck, der auf einem lastet, so massiv ist. Wenn alle Augen immer permanent auf einem sind, das ist eine Belastung und damit können viele nicht umgehen, haben so viel Stress, dass sie nicht mehr schlafen können und dann fängt es halt an, dass berühmte, Ärzte auf einen zukommen und sagen, hey, ich habe hier was für dich, dann kannst du besser schlafen und dann nimmt man das halt und merkt erst später, oh, das macht dich ja ganz schön stark abhängig und so weiter. Genau, deswegen hat sie heute bestimmt auch. Substanzen, Missbrauchsprobleme auch bis heute. Das tut mir auch mega leid, also der ganze Verlauf, das zu sehen, tut mir irgendwie weh, weil sie echt, jetzt ist sie zwar selbstbestimmt, aber hat halt wirklich, ist halt abhängig von verschiedenen Substanzen, also, genau und deswegen auch wieder nicht frei, aber... Eine krasse Geschichte, krasse Persönlichkeit, eine sehr wichtige Frau auch. Ich bewundere sie auf jeden Fall extrem und hoffe, dass sie auch ihren Weg, ihren Umgang mit dieser Selbstbestimmung findet und vielleicht auch Entzüge macht und so. Ist ja auch ein bisschen ein Tribute, was du machst mit Purity Britney. Ja, ich hoffe. Mir ist eine Sache noch aufgefallen, so unter den Postings, die ich gemacht habe zu dem Thema und auf meinem Kanal gibt es unterschiedliche Themen, also da geht es nicht nur irgendwie um Sexualität, aber es wird natürlich immer wieder so wahrgenommen, ihr Christen und ihr Kirchen, ihr kümmert euch irgendwie nur um Sexualität, warum ist das euch so wichtig? Es gibt auch noch viele andere Themen. Wie geht es dir denn, weil du dich ja schon explizit mit diesem einen Thema spezialisiert hast, also da hast du deine Expertinnen-Erfahrung, da positionierst du dich. Wie sieht es denn aus in deinen Kommentarspalten, in deinen Postfächern? Kriegst du viel Hate ab oder bist du so klar positioniert, dass Menschen, die jetzt da noch sehr drinstecken, sag ich mal, dass die gar nicht erst versuchen, dir noch Nachrichten zu schreiben oder so. Also über die Motive, warum das so ist oder die Gründe kann ich nur spekulieren, aber es ist tatsächlich bis jetzt so, dass ich fast gar kein Hate abbekomme und ich verstehe es nicht. Also ich habe mich von Anfang an total darauf vorbereitet, innerlich, psychisch. Ich habe das auch erst gemacht, als ich wirklich das Gefühl hatte, ich bin stabil, genug psychisch, ich stehe über den Sachen, die ich sage und genug, dass ich an die Öffentlichkeit gehen kann damit und habe sehr damit gerechnet, dass sich in Grund und Boden, gerade als Frau, die überhaupt eine Stimme hat, überhaupt eine Meinung hat. In der Öffentlichkeit steht, hört man eigentlich immer, dass sie sehr viel zu kämpfen haben. Mit eben Hasskommentaren bis hin zu Ja-Morddrohungen. Aber ich habe davon noch gar nichts erlebt. Also wir hatten einmal bei Fuck Purity auf dem anderen Account einen Shitstorm, weil ich ein Meme über den Hetzer der Neuzeit, nenne ich ihn, immer gemacht habe. Und das hat ihm nicht gefallen. Könnt ihr euch mal anschauen, aber es liegt ein bisschen zurück auf dem Fuck Purity Account, so über seine Taufe. Das war jetzt so ein Meme. Jesus hat mein Leben verändert, ich bin jetzt rechtsradikal mit einem Bild von der Taufe, weil die ja so inszeniert war und so, also ich weiß nicht, fand ich halt funny, weil sein nächster Post danach war ja ein Bild, wo er Handshake mit Trump bei Trumps Amtseinführung anwesend ist und ihm eben die Hand schüttelt. Und ich dachte, das ist einfach schon direkt nach dem Bild mit der Taufe einfach so ein witziger Kontrast. Also ich muss dazu irgendwas machen. Da haben wir dann diese, weiß ich nicht, 24 Stunden lang, wo seine Story aktiv war, in der er gesagt hat, schaut mal da bitte vorbei. Also er hat die richtig auf uns eben gehetzt. Hatten wir Hate und dann dachten wir auch, oh Gott, ab jetzt geht es richtig los. Jetzt haben uns die falschen Leute auf dem Schirm. Aber die waren dann genauso nach diesen 24 Stunden weg und es gab danach ganz vereinzelt Sachen und dann gar nichts mehr. Also wir haben wirklich, also auch auf meinem Account ist nur meine Community, die sich damit gerade beschäftigen, die super dankbar sind. Also zu 90 Prozent sind alle Nachrichten so, hey, oder sogar zu 98 Prozent, hey, danke, dass du das machst, was du machst. Ich habe das ähnlich erlebt oder ich habe nahestehende Angehörige, die haben das so erlebt oder ich habe das so miterlebt. Ich bin so dankbar, dass du Worte für das findest, was da schiefläuft und einfach nur danke, danke, danke. Ich dachte auch, ehrlich gesagt, dass bestimmte fundamentalistische Leute meine Buchrezensionen kapern werden, aber auf allen Plattformen habe ich bis jetzt nur fünf Sterne und es ist ja jetzt schon dann bald so sieben, acht Monate auf dem Markt, ja, ich glaube jetzt so langsam acht Monate plusminus. Und das finde ich erstaunlich. Und manchmal die evangelikale Seite von mir denkt dann so, ja, Gott schützt mich. Gott will, dass ich darüber spreche. Das ist ganz klar, Leute. Der Heilige Geist liegt auf mir, sonst wäre das nicht so. Aber natürlich auch mit so einem Augenzwinkern, weil ich genau weiß. Dass es nicht so schwarz-weiß ist und dass eben ja auch Leute angegriffen werden, die gute Arbeit machen und auch Leute nicht angegriffen werden, die ganz, ganz schädliche Arbeit machen. Das heißt, so ganz eindeutig ist dieses Wirken, eindeutig erklärbar ist das Wirken des Heiligen Geistes auch nicht immer. Ja, aber ich habe immer noch schon diese Seite, die in meinem Hinterkopf ist. Ja, es kommt manchmal so, das sind so Muster, die sind so tief drin, dass ich sofort, aber ich lache dann selber über mich, dass ich sage, ja, der Heilige Geist ist jetzt auch dir. Wie arrogant bist du gerade wieder, diese evangelikale oder fundamentalistische Arroganz zu meinen, man ist jetzt eben so auserwählt und man hat die einzige Wahrheit und da muss man dann auch wieder total aufpassen. Deswegen sage ich eigentlich immer, hey, ich gebe auf meine Lesungen, ihr könnt Fragen stellen. Ich sage immer dazu, ihr dürft auch kritisch sein, weil ich bin auch einfach nur ein Mensch. Und ich habe zwar sehr viel gelesen zu dem Thema, mich sehr viel mit der betroffenen Sicht beschäftigt. Es gibt aber sicher auch andere Perspektiven und ich muss auch immer dazu lernen und ich muss auch sehr, sehr aufpassen, dass ich nicht sage, ich habe jetzt die Wahrheit und wieder die neue, wieder mit so einer evangelikalen Brille auftrete, so. Ja, also cool. Ich finde es mega schön. Ich hoffe, du bleibst weitgehend verschont vor Hate in den Kommentarspalten, weil ich merke schon auch, dass das nicht so einfach ist. Und ich habe jetzt auch keine großen Sachen abgekriegt, aber immer wieder mal so ein paar Kommentare, wo man schon denkt, boah, tut mir jetzt auch nicht so gut, das zu lesen. Ja, das glaube ich. Und ich dachte dann irgendwie auch, ja, jetzt mache ich mal bewusst, weil ich da auch Bock drauf hatte, ein paar provokantere Posts und selbst sah. Also ich hatte jetzt einmal Hate, weil ich ein Reel gemacht habe zum Thema, dass Leute sagen, irgendwie man ist dann kein richtiger Christ mehr, weil man nicht mehr in eine Freikirche geht. Also dass das generell so ein Ding ist, jetzt gar nicht so stark mir gegenüber, angemerkt wird, aber so generell. Und dass ich aber glaube, dass Jesus schon aus vielen Gemeinden und. Was habe ich geschrieben, und Werken und Missionsorganisationen und so schon ausgestiegen wäre schon lange, weil es zu missbräuchlich ist. Und da habe ich aber das mit Ikimel mit einem neuen Song unterlegt. Und dann war aber der ganze Hate gegen deswegen, weil ich halt, er ging theoretisch gegen Ikimel, also wie ich das unterstützen kann und dass es eben so teuflisch und so schlimm ist. Das war jetzt das erste Mal, wo richtig unter einem Kommentar so drei, vier eher abwertende Sachen waren. Aber das fand ich irgendwie lustig, weil ich so gemerkt habe, euch triggert jetzt nicht, dass ich hier eben sehr so missbräuchliche Sachen anspreche, sondern euch triggert jetzt Ekimel. Na gut, aber da gibt es immer Männer, die sehr emotional werden beim Thema Ekimel. Ist ja auch ihre Strategie. Genau damit ist sie auch berühmt geworden. Dadurch, ja, Was ich noch dazu sagen wollte, meine Bewertungen auf Amazon sind so krass jetzt durchgehend fünf Sterne und so gut, dass Amazon auf meinen Verlag zugekommen ist. Das habe ich jetzt vor zwei Tagen erfahren, hat mir mein Verlag eine Info geschickt. Dass die einen Aktionstag machen, dass Feucht und Fromm im August, Anfang August, ich muss nochmal nachschauen, ich glaube der achte Buch des Tages auf Amazon wird. Und dann auch vergünstigt von denen verkauft und angeboten wird und dadurch die Sichtbarkeit, die Reichweite der Verkaufsrang extrem gepusht werden wird vermutlich. Und das ist ein riesen Step für mich, das ist ein riesen Kompliment, dass ich meine Arbeit echt sehr, sehr gut gemacht habe. Weil wie gesagt, als No-Name-Autorin gesehen zu werden, macht das mal. Also das ist wirklich ein Hustle. Also ich habe einfach eineinhalb Jahre Tag und Nacht da dran gesessen, also an eben, Social Media Posts verfassen, Storys verfassen, irgendwie an Presse Kontakte gelangen, was auch super schwierig ist, eben die ganzen Lesungen selber organisieren. Mich vernetzen mit verschiedensten Netzwerken, Kooperationen starten. Es war so viel Arbeit, aber ich bin froh zu sehen, dass es sich langsam lohnt. Und genau, wer sät, der erntet. Ich bin auch froh, dass du dich auf den Weg gemacht hast. Glückwunsch dazu, dass du bei Amazon aus Tages wirst. Ich würde trotzdem sagen, fuck Purity Culture und fuck Amazon, aber ich verstehe, dass man die Plattform nutzen muss, um da reinzukommen. Und besser dein Buch ist Buch des Tages als was anderes? Ehrlich gesagt muss man der Vollständigkeit halber sagen, fuck Spotify, die haben Buffen-Aktien, fuck Instagram, die fördern einfach toxisches Verhalten und auch rechte Inhalte und hingegen zensieren feministische und. Demokratische Inhalte oder generell, wenn man zu politisch wird, außer komischerweise bei Rechtsradikalen, da pusht es eher. Und genau, fuck Amazon auch wegen unwürdigen Bedingungen. Da bin ich generell täglich im Konflikt, weil ich mir denke, einerseits bin ich angewiesen auf all diese Plattformen, um gesehen zu werden und andererseits nutzen die Menschen aus und so. Und gerade genau bei Spotify sind wir auch am Überlegen zu wechseln. Und Instagram, ich würde sofort wechseln, wenn es irgendeine Alternative gäbe, wo die Menschen wirklich auch alle sind. Lasst uns gerne was starten. Auf dem Freakstock wird es einen Workshop geben zu einem, wie heißt es denn, Fadiverse. Da werde ich hingehen wollen, weil ich interessiere mich wirklich dafür, Alternativen zu schaffen. Es muss Alternativen geben und gerade jetzt ist ein wirklich strategisch guter Zeitpunkt, eine Alternative aufzumachen, weil viele das ja sehen, wie schädlich Instagram ist. Viele deinstallieren Instagram auch schon lange, aber leider muss ich das beruflich nutzen und ich würde aber gerne was anderes nutzen. Genau, deswegen gut, dass du es dazu gesagt hast. Sehr, sehr wichtiger Aspekt. Ja, und du hast jetzt richtig schön übergeleitet in meine Abmoderation. Ladet euch alle die Schöner Glauben App runter und vernetzt euch da. Da sind wir zumindest von den Plattformen unabhängiger. Könnt ihr gleich die Episoden kommentieren, mit den Creatoren ins Gespräch kommen, Ortsgruppen gründen. Und da ist jetzt schon ein bisschen was los. Ich glaube, so 150 Leute sind schon, bei uns auf der App. Wow, sehr cool. Das ist schon mal ein cooler Baustein. Dann kommt zum Freakstock. Meldet euch da auch vielleicht in der App. Dann könnt ihr euch leichter vernetzen und treffen. Nana ist auch da. Ich leider nicht, aber viele andere. Und sonst würde ich sagen, wir machen weiter mit schöner Glauben. Und wir bleiben an vielen Themen dran. Sexualität und Purity Culture ist so eins. Da kam es vor zwei Wochen noch ein Interview mit Franzi und Andrea Hansen. Das wäre jetzt empfehlenswert. Mit Nana gibt es auch schon eins. Andrea schreibt auch ein Buch. Ich bin auch mit ihr im Kontakt. Ich supporte alle Leute, die irgendwas über Purity Culture in einen deutschsprachigen Raum rausbringen wollen. Bitte schreibt mir, wenn ihr da was vorhabt. Ich bewerbe das gerne. Ich pushe euch gerne oder schaue, wie ich euch mit meiner Erfahrung weiterhelfen kann. Und Andrea hat ein Buch aus diesem Paarberatungsaspekt mit christlichen Paaren, geschrieben. Und das ist auch nochmal ein anderer Ansatz zum Thema Purity Culture, der sehr spannend wird. Und ich freue mich auf jeden Fall drauf. Genau, da könnt ihr das Interview mit Franzi hören. Und sonst sind wir gerade an vielen Themen dran. Also Demokratie ist so eins. Das ist auch ein wichtiges Thema. Kapitalismuskritik kommt bei uns immer stärker in den Fokus, weil wir einfach auch merken, wie die Dinge zusammenhängen. Klassenkampf so als ein Begriff. Rot und Rosen kommt bald raus, unser Format, wo wir tatsächlich so linke Theorien ein bisschen zugänglich machen wollen. Also es lohnt sich dran zu bleiben. Alles Mögliche, was mit Gott, Glaube und Welt zu tun hat, wird hier besprochen. Und Nana, wenn man jetzt Lust bekommen hat, dir noch ein bisschen genauer zu folgen, wo sind denn so ganz geballt die Möglichkeiten? Also das Buch Feucht und Fromm, ich habe es bei mir, das am besten kaufen und lesen. Und was kann ich sonst noch machen, wenn ich jetzt mich daraus befreien will und du meine Guidance sein sollst? Ja, also erst mal genau, wenn man Lust bekommt, will ich generell sagen, Das ist erstmal nicht abzuwerten, wertet euch selbst nicht ab, aber jetzt in dem Kontext würde ich sagen, erstmal auch wenn wir bei dem Thema sind, unabhängiger von... Bestimmten schwierigen Plattformen zu sein, würde ich euch sehr empfehlen, euch meinen Newsletter zu gönnen. Der kommt echt super unregelmäßig. Ich schaffe es einfach nicht oft. Ich habe auch nicht so super Bock, Newsletter zu schreiben. Das ist aber ganz gut für Leute, die auch eh schon genervt sind von Newslettern. Abonniert trotzdem meinen Newsletter. Es kommt wirklich nur alle paar Monate und wirklich nur mit den Terminen. Ja, ich habe gar keinen Bock auf Newsletter, aber es ist halt ein Weg, sich unabhängiger tatsächlich von Instagram und solchen Plattformen zu machen, dass Leute dann trotzdem, die auch dort vielleicht bewusst nicht sind, mitbekommen können, wo man so Workshops gibt. Ich poste, ich schreibe da eben ab und zu, wenn es Termine gibt, eine zusammengefasste Version von was ist gerade neu und was sind meine Termine, wo kann man mich sehen. Das ist eine ganz gute Möglichkeit, wenn man auch eben nicht auf Social Media unterwegs sein will. Das könnt ihr auf meiner Website, einfach nanamirre.de. Ganz unten ist hier in den Newsletter eintragen. Vielleicht können wir es auch hier nochmal verlinken. Dann genau, schaut Purity Britney's erstes Musikvideo, das ist noch relativ neu. Schaut es gerne auf YouTube an. Das unterstützt mich auch. Holt euch mein Buch gerne auch persönlich über mich. Ich bekomme nämlich da deutlich mehr an, Also Gewinnbeteiligung ist es erstaunlich wenig. Wenn ihr wisstet, wie viel ich pro Buch verdiene, wirklich erstaunlich wenig. Und wenn ich es aber selbst vertreibe, dann bekomme ich quasi die Gebühr, die normalerweise an Online-Handelsplattformen oder Buchhandel gehen würde, auch dazu. Das heißt, ihr helft mir sehr. Wenn ihr per E-Mail oder per DM bei Instagram mir schreibt, hey, ich möchte ein Buch haben, dann widme ich euch das auch persönlich und signiere das und schicke euch das. Ansonsten, ich bin jetzt auf dem Freakstalk. Wahrscheinlich, wenn ihr das jetzt hört, seid ihr maybe schon auf dem Freakstalk. Kommt vorbei. Ich garantiere, es kommt mindestens einen Tag vorm Freakstalk. Ah, perfekt. Dann kommt am Freitag um 11 Uhr zu meiner Lesung zur Sternibar. Das würde mich extrem freuen, wenn ihr da seid. Danach könnt ihr im Anschluss, wenn ihr euch die volle Purity-Culture-Dröhnung geben wollt, noch zu einem Workshop mit Patrick Maywald und mir zum Thema Beziehungsformen nach Purity-Culture kommen. Da wird es auch um Consensual Non-Monogamy gehen. Das wird sehr, sehr spannend, da ist er vor allem Experte darin. Kommt dahin und dann genau schaut vorbei auf meiner Spärtsommer-Herbst-Lesetour. Da werde ich sein sicher in Leipzig, in Nürnberg, in Berlin, in Hagen, in, habe ich Nürnberg schon gesagt? Ja. Ja, noch zwei, drei andere, wo ich, ich weiß es gerade nicht mehr, aber bitte schaut auf meiner Website, da stehen unter Termin alle meine Termine und Hamburg ist noch im Gespräch und Landau, ah, Mannheim bin ich noch und Stuttgart auf jeden Fall sicher, genau. Wenn ihr da herkommt oder jemanden dort kennt, hilft mir auch, wenn ihr das einfach bekommt. Euren Friends oder Leuten, die von da kommen, weiterschicken und weiterempfehlen. Vielen, vielen Dank schon mal. Ja, danke, dass ich hier sein darf. Mega cool. War ein sehr spannendes Gespräch. Ich hätte noch in viele Richtungen noch weiter sprechen können und viele interessante Themen haben wir nur angeschnitten. Aber danke für dieses Format und danke für dein Content. Ich wollte auch sagen, deinen Mix finde ich sehr, sehr spannend mit Kaffee-Content und theologischem Content. Das ist eine coole Mischung und auch ein guter Ausgleich, dass man auch wieder, verschiedene Sachen hat. Und ähnlich eigentlich wie Purity-Ritney ist so komplett anders. Und dann diese sachlichen, inhaltlichen Sachen. Aber ergänzt sich meistens gut, wenn man ein Thema aus verschiedenen Perspektiven behandelt. Kaffee ist immer eh spannender Content. Vielen Dank. Das freut mich. Schön, dass du dich darauf eingelassen hast. Ich wünsche dir alles Gute. Und das Schöne bei Ungefiltert ist, jetzt kennen wir uns. Und wenn sich Gelegenheiten ergeben, dann kann man da anknüpfen. Sehr gerne. Ich komme gerne wieder. Auf Wiedersehen. Ciao. Dankeschön.