Hallo zusammen und herzlich willkommen bei Schöner Glauben. Wir sind eine Community, die progressive Stimmen zusammenbringen wollen. Wir wollen uns gegenseitig empowern und wollen uns für mehr Solidarität in der Welt einsetzen. Und deswegen machen wir die Dinge, die wir machen. Und heute sprechen, also ich bin Jason und Mo ist da. Grüß dich. Hi Jason, ich bin Mo. Das Problem ist, wir hatten früher, hatten wir eben diesen Jingle, wo dieser ganze Einstiegskram alles schon drauf war. Und jetzt haben wir einen neuen Jingle und jetzt labern wir den ganzen Kram selber rein und das muss sich erstmal noch ein bisschen einruckeln. Ja, aber ich bin optimistisch, Jason, dass du das noch hinbekommst und wir anderen auch. Ich bin wohl schon. Und bis dahin müsst ihr das jetzt einfach so annehmen, wie es reinkommt. Auf jeden Fall, auf jeden Fall. Ja, ich habe ja schon jetzt die zweite Woche, Ferien und muss sagen, die Erholung kickt langsam richtig rein. Wie ist es bei dir so? Ja, du kannst dich in dieser Phase des Jahres glücklich schätzen, in Hessen unterwegs zu sein. Ich bin ja in Baden-Württemberg und wir sind immer die Letzten mit den Sommerferien. Das heißt, bei mir ist gerade noch so richtig heiße Phase. Überall Sommerfeste, nochmal Elternabend, nochmal alle Gremien treffen sich, Zeltlagervorbereitungen und so weiter und so fort. Also eher so richtig high life, aber ich sehne mich oft nach den Sommerferien. Von daher, in ein paar Wochen dann, wenn du wieder ran musst, dann schicke ich dir mal ein Bild vom Schweizer Walensee oder sowas, wo ich dann mich umtreibe. Ich mache das sehr gerne. Ja, apropos heiß. Ich weiß nicht, ich hatte gestern so verschiedene Meldungen gesehen. Der Ben Bargitsch hatte in seiner Story irgendwas drin, dass es jetzt nochmal deutlich über 40 Grad werden könnte. Dann habe ich das versucht zu finden und habe dann irgendwelche Rechenmodelle. Also die Frankfurter Rundschau hat zum Beispiel geschrieben, es könnte jetzt demnächst über 47 Grad gehen. Es ist zwar eher unwahrscheinlich, weil dieses Modell dafür bekannt ist, dass es immer so ein bisschen nach oben ausschert, aber Heidewitzka, da geht nochmal ordentlich was. Habt ihr bei euch denn eine Wohnung, wo du sagst, man kriegt es halbwegs in den Griff, die Hitze? An sich haben wir eine gute Isolierung. Das ist noch nicht so lange her, dass das Haus komplett gedämmt wurde. Aber wir haben keine Rollläden außen. Und das bedeutet, die Schwachstelle sind ganz klar die Fenster. Und wenn es hier die Sonne reinknallt, dann wird es schon einfach warm. Und das mir macht das eigentlich nicht so viel, aber jetzt vor ein paar Wochen, als es dann doch Richtung 40 Grad ging, habe ich auch gemerkt, bei mir ist nur noch Matsch im Kopf und ein kleines Kind schläft dann nicht mehr so gut ein abends, das heißt, man arbeitet dann irgendwie in die Nacht rein und kann auch nicht so gut schlafen, also richtig geil ist es nicht. Ist bei dir die Wohnung okay? Ich lebe ja an zwei Orten, bei mir in der Offenbacher Wohnung, da ist es tatsächlich so, das ist direkt unserem am Dach und da genau das Gleiche, die Fenster ist eine riesen Schwachstelle. Da bin ich jetzt mit so Folien dran, das alles komplett dunkel zu machen. Dunkel und kalt ist mir lieber als hell und todesheiß und tatsächlich auch so mit mobilen Dingsbums hier, diese Klimaanlagen. Ich überlege wirklich, da auch zu investieren, einen Vermieter mal anzuschreiben, wie sieht es aus? Kann ich da was Professionelles einbauen lassen. Da muss ich ein bisschen noch versparen und mal gucken, aber ich glaube, dass das auf absehbare Zeit wirklich eine sinnvolle Investition sein dürfte. Und hier in Köln ist einfach direkt, das ist eine Wohnung, die sehr, sehr kühl ist. Da ist direkt ein riesiger Baum vor dem Balkon und so. Das ist wirklich ein Jackpot. Ja, ich hatte das jetzt letztens vor ein paar Wochen in der Kirche, also ich bin ja Pastor, das heißt die Hauptzeit, in der möglichst viele Menschen zusammenkommen, ist Sonntagmorgens und dann stand ich da so im Gottesdienstraum, halb zehn und es waren schon 32 Grad. Alter, Alter. Dann habe ich schon gedacht, scheiße, ich habe ja auch ältere Leute da so drin und wenn die dann da eine Stunde auf ihrem Platz sitzen und vielleicht noch singen und so, ist schon auch ein Gesundheitsrisiko. Und jetzt haben wir hier die Vorstandssitzung und ich habe jetzt überall mal den Tagesordnungspunkt, PV-Anlage, Wärmepumpe, Kühlmöglichkeiten, irgendwie, wie man das Gebäude fit kriegt für künftige Sommer. Weil das ist schon, die sind ja alle so gebaut, die Kirchen, dass man sie im Winter einigermaßen warm kriegt. Aber wahrscheinlich ist die Fragestellung schon auch, wie wir es im Sommer so machen, dass auch SeniorInnen eine sichere Zeit haben im Gottesdienst. Ja, voll. Da verschiebt sich schon was. Ich habe gestern einen Artikel von Slavoj Žižek gelesen, den Titel war auch sinngemäß so, Slavoj Žižek schwitzt, voll geil. Das kann ich mir bildlich gut vorstellen. Und er stellt halt die Frage, naja, vielleicht ist auch jetzt bei manchen nicht so viel Interesse da, großartig noch was gegen Klimawandel und so weiter zu machen, weil diese ganzen Anpassungsmaßnahmen, die jetzt alle im Grunde treffen müssen, ist natürlich auch ein riesiger Markt. Ja, klar. Muss man so dahingestellt sein lassen. Wir haben demnächst noch ein paar Veranstaltungen. Die müssen wir nochmal kurz ankündigen. Alle diese Veranstaltungen findet ihr übrigens auch in unserer App. Da sind mittlerweile auch wirklich gut Leute da. Das ist ganz cool. Aber man kann die in allen App-Stores runterladen und dann bildet man auch, sag ich mal. Einfach schöner Glauben eingeben im App Store oder Play Store oder wo auch immer, dann findet ihr die wir haben jetzt in ein paar Wochen ich glaube es sind nur zwei Wochen dann ist das Freakstock und einige aus dem Team sind da, Wir werden dann einen Workshop machen und eine Live-Podcast-Aufnahme. Und Sarah hält eine Predigt. Ja, Keynote-Speakerin. Ich bin unfassbar geflasht, voll cool. Deswegen, ich drücke Sarah von hier auch die Daumen. Gute Gedanken bei der Vorbereitung. Das wird gut, das wird gut. Die hat im letzten Holy Club Podcast schon ein bisschen einen Einblick gegeben und es ist wahrscheinlich für alle was dabei. Also schriftgemäße Heiligung, meinte sie, wird übers Land gebracht und sie will Abendmahl mit allen feiern, was methodistisch ja gut möglich ist. Und bin gespannt, wie das dann funktioniert und was ihr berichtet. Es ist schade, dass ich keine Zeit habe, sonst wäre ich auch gern da. Ja, ich glaube, das wird sehr, sehr cool. Man kann sich, glaube ich, also die Anmeldungen, habe ich gesehen, sind jetzt geschlossen, aber es gibt wohl noch Tickets vor Ort. Also sprich, man muss die Leute einfach anschreiben. Da wird man wahrscheinlich irgendwie noch reinkommen. In jedem Fall wird es auch so sein, wir werden da mit vielen Leuten zelten. Ich glaube, die Jungs von Hossa sind da. Die wollen so eine eigene Zeltstadt da machen. Das wird alles, glaube ich, sehr, sehr, sehr, sehr fein. Das kann man machen. Kann man auf jeden Fall machen. Ja, schön. Das nächste Event in unserem Kalender ist dann am 5. September, also noch ein bisschen hin, das ist dann auch in Baden-Württemberg gegen Ende der Sommerferien. Und da treffen wir uns zum Songs of Hope and Beauty Festival. Das ist ein Ein-Tages-Festival in Heilbronn. Da ist so eine Gemeindegründung, die Kirche im Garten macht und die haben eingeladen. Unter anderem die Band Rise and Shine, dann der Musiker Jonas und dazwischen auch noch ein Live-Podcast mit mir als Gastgeber. Und dann ist da noch eine Kulturbeauftragte der Stadt Heilbronn mit dabei und wir fragen uns so ein bisschen, wie etwas Neues in die Welt kommt und was Kunst da für eine Rolle spielen könnte. Ich bin auf jeden Fall vor Ort und ich habe auch meinen Kaffeebus dabei. Also wenn ihr Bock habt, mal einen alten Bus und mich zu treffen und von mir einen Kaffee geschenkt zu kriegen, also ich sage jetzt mal, wenn ihr kommt mit dem Code schöner glauben, dann geht er auf mich, dann kommt gerne vorbei. Link in den Show Notes. Das ist das erste Mal in der Geschichte von schöner Glauben, dass es so einen Rabattcode gibt. Und dann auch einen Kaffee. Das ist ein Traum. Das ist ein absoluter Traum. Ich hoffe, da kommen jetzt nicht tausend Leute, dann muss ich mein Konzept nochmal überdenken. Aber das mache ich dann gerne. Wenn da tausend Leute in den Garten passen, das wäre mal eine Story. Das wäre wirklich was. Das war wie früher so diese Facebook-Events, die aus Versehen auf öffentlich geschaltet wurden. und dann waren da tausend Leute bei Janins 16. Geburtstag oder so. Ja, genau, ich erinnere mich. Das war gut. Ist das eine methodistische Gemeindegründung oder was ist das? Kirche im Garten? Das ist methodistisch, ja. Ja, voll gut. Genau, du hast da bei Instagram auch eine Einladung und in der App. Genau, das findet ihr auch bei Schöner Glauben auf der Page. In der App ist die Veranstaltung und jetzt in den Shownotes machen wir auch nochmal den Link rein. Tickets kosten, glaube ich, 25 Euro für den ganzen Tag. Es gibt dann noch Pizza und Eis, glaube ich. Also wird, glaube ich, ein schöner Tag im Garten. Stabil. Letzte Ansage, 16. bis 18. Oktober ist die Inspiration im Lockschocken in Marburg, und wir als Schöner Glauben werden mit dabei sein. Das heißt, ich meine, ich mache eine Lesung zu meinem Buch also sozusagen auch so eine Art von Veranstaltung, aber das eigentliche die Story ist so ein bisschen die die haben angefragt, ob wir da so einen Messestand machen und dann so, ey Leute, ganz ehrlich, also ich weiß, das machen viele Organisationen, aber keinen Bock. Können wir ja nicht was anderes machen. Und dann sind wir auf die Idee gekommen zu sagen, ja komm, dann sind wir da, und wir sind auch wirklich mit, das sind mehrere Leute, ich weiß gar nicht, ich muss das nochmal sagen. Es sind ein paar Leute da, glaube ich. Und Hella sind da. Also es sind wirklich Leute da und dann ist die Idee, ihr könnt mit schöner Glauben ein Bier trinken. Also wir sind dann irgendwo und das wird man dann auch finden und dann kommen wir ins Gespräch und je nachdem, wie die Runde ist, kann man auch ein bisschen quatschen. Die machen von Inspiration keine Live-Podcast, weil es ja hier, es gibt das RevLab-Podcast-Festival und es gibt hier unfertig Dingsbums. Wie heißt das? Unruhige Hoffnung. Unruhige Hoffnung, ah Mann, ja. Das ist mein Gedächtnis im Namen. Genau, also das gibt es ja alles und deswegen wollten wir jetzt nicht noch ein Podcast-Festival machen im Dachraum, aber wir werden auf jeden Fall da sein und dann machen wir eine gute Zeit und trink ein Bierchen oder so. Genau. Ja, cool. Das ist eigentlich so das, was ich hier aufgeschrieben habe an Ansagen. Das ist voll gut, aber es hat jetzt echt noch wenig mit dem Format WWJD zu tun. Und wir haben gerade eben kurz mal drüber geredet, ob du die neue Folge vom Hossa-Talk gehört hast, die auch über Jesus reden. Und du meintest, ja, du hast 20 Minuten gehört und die sind nicht zum Punkt gekommen. Wir sind jetzt schon bei 12 Minuten und es gab noch nichts Inhaltliches. Ja, wir kommen nah dran an diese ewigen Hossa-Einstiege. Ich kann ja auch sagen, an welchem Punkt ich ausgestiegen bin. Sehr gut, da gehen wir rein. Da gehen wir rein, auf jeden Fall. Wir haben ja jetzt, Per und ich, haben ja jetzt den Jay von Hossa vor ein paar Wochen eingeladen gehabt, um ihm jetzt mal das Evangelium noch mal nahe zu bringen und ihn zur Prozestheologie zu bekehren. Also das war zumindest meine... Mission. Und ich hatte den Eindruck, Jay hat es verstanden. Und es ist ihm wirklich ins Herz gegangen. Und jetzt, wo er dann erklärt hat, habe ich ja gemerkt, weiß nicht, weiß nicht. Dann habe ich völlig frustriert, habe ich gesagt, nee, jetzt geht es nicht weiter. Jetzt werden sie erstmal gestoppt. Ist das jetzt eine Einladung an Jay, nochmal zur Nachhilfe zu kommen? Oder hast du ihn aufgegeben? Also ich glaube, eigentlich muss ich ihn beim Freakstock, ich muss ihn einfach unter den Tisch saufen. Das Problem ist, ich bin nicht so der, naja. Das wird schwierig mit deinem alkoholfreien Wein. Das wird echt schwierig. Ich weiß auch noch nicht, wie das gehen soll. Aber naja. Nee, Spaß beiseite. Also, ich habe es noch nicht zu Ende gehört, aber freue mich natürlich immer die Horsa-Jungs. Also ich höre tatsächlich fast jede Folge von denen. Immer noch. Seit Jahren. Ist so. Ich mag die einfach. So. Ja, ich habe vor ein paar Wochen Marco mal kennengelernt. Da waren wir in Böblingen zusammen bei einer Veranstaltung. Also er vorne, ich. Letzte Reihe. Musste nichts machen. Und das war schon sehr nett, sich dann da ein bisschen auszutauschen und dann auch so die Erfahrungen, die man macht, wenn man über Glaubensdinge in Mikrofone reinspricht, was da so dann passiert. Also liebe Grüße an der Stelle. Voll. So, aber wir reden heute auch über Jesus. Machen wir, ja. Und zwar haben wir uns ein bisschen überlegt, da kam auch Rückmeldung sowohl in unserer App als auch mal bei Instagram, dass wir ja die Reihe nach diesen WWJD-Armbändchen betitelt haben. Also das war so unser Aufhänger, wie wir gedacht haben, kommen wir mal über Jesus ins Gespräch. Und unsere Geschichte mit den Armbändern haben wir schon in unserer Dezember-Folge, glaube ich, mal erklärt. Aber jetzt nochmal so Big Picture, Bigger Picture. Diese Armbänder sind ja so ein Phänomen, was in der evangelikalen Bewegung in den USA, vor allem so in den 90er Jahren aufkam, wo alle Teens und Jugendliche irgendwie diese Bändchen, What Would Jesus Do, angezogen bekommen haben. Und das war dann schon eng verknüpft mit so einer individuellen Frömmigkeit. Also so habe ich es zumindest mitbekommen. Also es gab dann so ein paar Sachen. Purity Culture spielt da eine Rolle. Aber vor allem diese individuelle Frömmigkeit und immer so dieser. Sichtbare Reminder, wenn man in so tricky moralische Situationen kommt, kann man schnell mal auf sein Armband schauen und mit What would Jesus do? Sofort sein Gewissen aktivieren. Und jetzt gibt es im Internet so ein bisschen die These, da habe ich ein paar Reels zugesehen, dass da eine ganze Generation geprägt wurde mit diesen Armbändern und mit diesem ständigen Verweis, was würde Jesus tun. Und die Intention war wahrscheinlich eher so eine individuelle Frömmigkeit. Aber jetzt, 20, 30 Jahre später, merkt man, dass viele Leute das ernst genommen haben auf eine gewisse Art und Weise und dann halt wirklich mal hingeschaut haben, was tut denn dieser Jesus. Und dann haben wir natürlich eher biblische Geschichten, die jetzt nicht direkt in den Alltag passen, aber man kann doch so die ein oder andere Haltung oder Aktion von Jesus, mal hier rüberholen, den Transfer versuchen und dann merken, ah, Jesus setzt sich ja für Marginalisierte ein. Jesus ist sozial irgendwie aufrührerisch unterwegs, Jesus bringt Menschen vom Rand in die Mitte und Jesus geht es vielleicht gar nicht so sehr um individuelle sexualethische Sachen, sondern auch um strukturelle Ungerechtigkeit. Und da könnte man jetzt so einen Erklärungsansatz basteln, dass durch diese Armbänder und dadurch, dass eine ganze Generation darauf so geprägt wurde, eigentlich sowas wie dann die Konstruktion oder die New Evangelicals oder so ein soziales Christentum, was sich um soziale Gerechtigkeit kümmert. Irgendwie auch zumindest mal mit losgetreten oder geprägt wurde. Und das ist so ein bisschen die These, die wir uns heute anschauen. Gab es da eine Generation, die das Armband bekommen hat und eigentlich in Richtung Worship individuell ich und mein Jesus geprägt werden sollte, die das dann aber ernst genommen hat und auf diesen Jesus blickt und dann ganz andere Schlüsse gezogen hat? Und man könnte das so provokant formulieren, soll man Jesus anbeten oder soll man ihm nachfolgen? So habe ich so ein bisschen überlegt, wie wir uns heute mal daran wagen an unseren Heiland und Herrn. Ich mag den Zugang. Am Sonntag, glaube ich, waren wir im Gottesdienst in Essen bei Emotion. Christina Buderek hat gepredigt, Grüße gehen raus. Beste, ich bin ein großer Fan seit Jahren. Ich kenne niemanden im deutschsprachigen Raum mit einer so unfassbar tollen Sprache im Predigtstil. Und sie hat da die Story von Jim Wallace erzählt. Das geht ja so ein bisschen auch in diese Jesus-Bewegung. Das war ja so ein bisschen so sein Ding, diese Gerechtigkeitsaspekte von Jesus herausarbeiten. Und sie hat die Story erzählt, die kannte ich nicht. Jim Wallace muss wohl mal eine Bibel genommen haben und alle möglichen Verse rausgeschnitten haben, die irgendwas mit Gerechtigkeit zu tun haben. Jetzt nicht irgendwie gerecht werden vor Gott durch den Glauben, sondern eben wirklich so soziale Gerechtigkeit in dem Sinn. Auch eine große Schere. Ja, der hat also eine sehr löcherliche Bibel gehabt und hat dann gesagt, ja, das ist die Bibel der Amerikaner. Was ich einen unfassbar coolen Move finde, Und ja, mein Take ist ja häufig, ich glaube, dass ein ganz, ganz großes Problem von Kirche und gerade auch Freikirche, Evangelikale, wie auch immer ist. Das Bild, was man hat, das meine ich wortwörtlich. Also wenn du ein Foto machen solltest von Kirche, dann hast du, oder vielleicht sogar von erfolgreicher Kirche, dann hast du in der Regel eine große Halle, dicke Scheinwerfer, eine große Bühne, irgendein weißer Dude von einem Mikro und alle möglichen Leute hören zu. Und das ist das, was normalerweise Christsein ausmacht und was als erfolgreiches Christsein präsentiert wird. Ich glaube, dieses Foto ist die größte Herausforderung, weil es eigentlich aus meiner Sicht die kapitalistische Verfremdung von Jesusnachfolge ist. Und das wird einem eben verkauft als Anbetung, als Worship. Also ein großes Konzert im Grunde mit so einem Prep-Talk eines Motivationsredners ungefähr. Ja, kann ich viel mit anfangen. Also ich glaube, man darf bei dem Ganzen auch nicht unterschätzen, wie stark US-amerikanisch einfach dieser ganze Diskurs und auch dieses Bild geprägt ist. Da habe ich vor ein paar Jahren mal was gelesen zu Jesus und John Wayne, also so ein super männlicher, reicher, erfolgreicher Jesus, der dann eben vergöttert wird und der eigentlich so der feuchte Traum eines christlichen Nationalisten in den USA ist. Und in diese Richtung wird dann geprägt und gerade so diese Erfolgsgeschichte oder Erfolgskristentum, da kommen ja dann nochmal ganz andere so Wohlstandsevangeliumsaspekte dann auch noch mit rein. Und ich glaube, dass dieses Bild auch hier rüber schwappt und hier in Deutschland auch sehr prägend ist. Also egal, welche Bewegung man jetzt hat und welche Frömmigkeit, wir haben ja auch gerade zum Beispiel, alle größeren Kirchen in der Krise und da wird dann schon auch überlegt, wie kann es denn besser werden und zumindest ein Blick geht immer in solche, Mega-Church-Gemeinden oder so. Zentrale Heilsfiguren und ich sage gar nicht, dass die dann als Positivbeispiel auch durchgehalten werden, aber zumindest der Erfolg irritiert. Also jetzt auch hier, keine Ahnung, Gebetshaus Augsburg oder solche Sachen, die im deutschsprachigen Raum als Erfolgsmodelle gelten, die haben ja durchaus auch eher Eventcharakter, sage ich jetzt mal. Und dieses ganze Gebilde, würde ich auch sagen. Erscheint mir zumindest fraglich, wenn ich so den biblischen Jesus mir anschaue und das, was er so getan hat und wozu er auch aufgerufen hat. Also so diesen Aufruf, steht auf und macht eine Lobpreisversammlung, den finde ich nicht, aber den Aufruf, steh auf und folg mir nach und dann muss man ja schauen, was macht er denn, um da hinterher zu kommen. Das ist für mich schon eine Frage, die muss ich mir auch selber immer wieder stellen. Ich überlege halt ewig lang, was wäre ein alternatives Bild? Also was für ein Foto müsste man machen? Und am Ende, ich komme nicht viel weiter. Ich komme eigentlich dahin, du müsstest eigentlich eine größere Gruppe von Menschen um einen Tisch fotografieren. Also ich habe diese israelischen, diese jüdischen Häuser im Kopf, wo du so einen Innenhof hast. Und da sitzen die Leute, also damals liegen sie ja und es gibt keinen Tisch in dem Sinn, sondern du hast eben, so kleine Hocker-artige Dinge, wo du Essen drauf ablegen kannst und dann liegen die Leute zu Tisch, okay. Aber sowas in der Art müsste es sein. Und die Idee eben, da ist. Eine Mahlgemeinschaft, ein Essen und alle möglichen Menschen sind eingeladen. Und das Krasse ist, dass die gesellschaftlichen Hierarchien außer Kraft gesetzt werden, weil da sitzen die Sklavinnen, die Sklaven dabei, da sitzen Menschen, die Großgrundbesitzer sind, und die sitzen alle zusammen, die sind Teil von einer Abendess-Gemeinschaft. Und vielleicht hat der, der eingeladen hat, allen noch die Füße gewaschen, bevor sie da ankamen. ja absolut. Mich nervt das unfassbar, weil Christentum so durchkapitalisiert ist. Also von, wenn du dann in eine Gemeinde kommst, dann geht es erstmal darum, deine Daten schnell zu kriegen, damit man so ein Follow-up machen kann, dass es Gemeindewachstum gibt, dass die Leute da sind. Aber im Zweifel geht es eigentlich darum, dass mehr Menschen auf den Stühlen sitzen und wenn dann Geld da ist, dann geht es darum, größere Gebäude, größere Bühne, krassere LED-Leinwand und so weiter. Und es geht eben nicht darum, dass die gesellschaftlichen Bruchstellen, die da sind, dass die angegangen werden. Das ist aus meiner Sicht, das wäre meine Kritik, immer so ein By-Product. Man hat dann auch noch Kleingruppen und so und dann kommt man auch irgendwie zusammen. Es entsteht eine Form von Gemeinschaft und auch Solidarität. Also es ist jetzt nicht so, dass die Verzerrung. Den Ursprungsgedanken völlig ausradiert, das würde ich nicht sagen. Aber ich habe den Eindruck, wenn das Idealbild sich vorgestellt wird, geht es einfach in eine falsche Richtung. Das würde ich schon für bürgerliche Gemeinden, wozu ich jetzt auch die meisten methodistischen Gemeinden, in denen ich so unterwegs bin, dazuzählen würde, ist schon die Bereitschaft, sich verändern zu lassen und so diese eigene Milieuverengung, also dass ähnliche Menschen zusammenkommen und dann nur Leute dazukommen, die auch schon so sind, wie die, die schon da sind. Und das zu sprengen und zu sagen, nee, wir müssen eigentlich eine Tischgemeinschaft herstellen mit Leuten, die sonst nicht zusammenkommen. Und an dem Tisch sind vielleicht die Leute, die ich jetzt nicht im ersten Schritt privat zu meiner Geburtstagsfeier einladen würde. Im zweiten Schritt dann vielleicht schon irgendwann, weil ich glaube, diese Tischgemeinschaft muss ja dann mich auch verändern, wenn ich da Teil von bin. Aber jetzt so mal vom Ansatz her. Das ist schon echt schwierig. Also die Menschen in so klassisch-christlichen Kirchengemeinden, die wollen schon, dass es ihrem Bild auch entspricht, so ein bisschen, was da passiert. Und wenn du jetzt noch die kapitalistischen Logiken und so ansprichst, das ist halt, glaube ich, ein Problem, wenn wir insgesamt kleiner werdende Kirchen haben, dann ist der Druck der Organisation, sich selbst zu erhalten, schon echt stark und der lässt sich hauptsächlich an so kapitalistischen Markern eben festmachen. Also sinkende Monatsbeiträge bedeutet für mich, wo ich muss schauen, in ein paar Jahren ist irgendwie meine Stelle nicht mehr sicher jetzt als Pastor. Und im Großen kommt dann so ein Drive rein, wo du Kirche viel wirtschaftlicher denkst. Da kannst du dann auch irgendwie neue Projekte dir überlegen und das erste Kriterium ist, wann und wie tragen die sich Wirtschaft selbst und nicht, welche Menschen kommen da vielleicht miteinander in Kontakt oder welche Bedürfnisse könnten wir denn da als Kirche mit unseren Ressourcen stillen oder so. Das sind auch alles Gedanken, die da sind, aber Priorität jetzt gerade in diesem Schrumpfungsprozess hat die wirtschaftliche Machbarkeit, würde ich schon sagen. Und das ist ja auch das, wo jetzt die großen Kirchen ihre Streitigkeiten dann austragen. Also welche Gebäude werden abgestoßen, welche Stellen werden gestrichen und so weiter. Und da bist du super schnell einfach in der Marktlogik dann irgendwie auch drin. Ich finde auch spannend, wenn es um Anbetung geht, dann zu gucken, wie verhält sich eigentlich Anbetung zu solchen Dingen wie Entertainment zum Beispiel. Also das, was da passieren soll bei Anbetung, das, was Jesus möglicherweise, initiiert hat, da muss man auch mal überlegen, also gibt es eigentlich Anbetung bei Jesus? Du findest ja zumindest so relativ zentral in der Bergpredigt das Vaterunser, als den Modus für ein angemessenes Gebet. Und sonst findest du bei Jesus immer wieder diese Zeiten, in denen er sich zurückzieht und so alleine ist und das durchaus auch zum Beten nutzt. Also egal, ob jetzt so ganz extrem geht es immer nähe. Da wollte er nicht alleine sein, aber die anderen sind eingeschlafen. Aber sonst immer wieder findest du das, dass Jesus so in die Ruhe geht und dann wieder in die Interaktion. Also, dieses Wechselspiel würde mir so als Motiv einfallen. Findet man, dass. Die Jünger von Jesus, Jüngerinnen, haben die zum Beispiel zusammen gesungen? Findet man das im Neuen Testament? Das wüsste ich jetzt nicht. Aber man weiß ja zumindest, dass die durchaus an Synagogen Sachen teilgenommen haben, also in dieser Gemeinschaft ja dabei waren und da war ja ganz normal, dass biblische Texte rezitiert wurden in Gesangsform, also in der Form so Teilnahme am Gottesdienst, glaube ich, schon, aber es ist jetzt nicht zentral, dass Jesus sagt, ich will euch gleich was erzählen, deshalb singen wir jetzt erstmal noch ein gemeinsames Lied und dann betet einer ein freies Gebet und dann sage ich die Predigt oder so, also in der Form natürlich nicht. Ich weiß. Es hat mal diesen römischen Zenturio oder was weiß ich gegeben, der gemerkt hat, okay, jetzt entsteht hier diese komische Sekte, die Christen. Und dann wollte er herausfinden, was sind denn das für Leute und hat da irgendwelche Spione oder was weiß ich hingeschickt. Und die sind dann zurückgekommen und haben dann gesagt, du sind halt fromme Spinner, aber die singen. Ich weiß nicht mehr, wer es war, aber die Story gibt es auf jeden Fall auch. Ja, also singen ist ja an sich, was haben wir ja im Popclub auch schon mal drüber geredet, etwas sehr gemeinschaftsstiftendes und was die Leute so zusammenbringt und eine Energie freisetzt und sowas. Also ich finde das relativ naheliegend, dass man bei Versammlungen gemeinsam singt, um so eine Gemeinschaft auch zu prägen und Gemeinschaftsgefühle überhaupt zu initiieren. In welcher Form das dann sein muss, ob man da professionelle Band und Ausleuchtung und so weiter braucht, glaube ich nicht. Aber jeder kriegt einen Gitarrist, sagten schon meine Jungscherleitenden. Pinius der Jüngere sagt er damit. Der kennt ihn nicht. Keine Ahnung. Ich glaube, man könnte auch noch mal gucken, ob es irgendwelche, also zum Beispiel so diese Passa-Feste, wie die gefeiert wurden, sind Passa-Liturgie oder so. Man weiß eben nicht mehr so genau, welche Liturgie da eigentlich hinter steckt, weil sich das natürlich auch weiterentwickelt hat. Aber auch da ist ja möglich, dass Gesang eine Rolle gespielt hat. Also von daher, ja, kann ich sehen, Musik und so weiter, dass das für die Spiritualität, auch ein sehr, sehr entscheidender Punkt ist. Und ich kann auch dem was abgewinnen, dass man sagt, das muss eigentlich auch eine Form von ekstatischer Erfahrung sein. Also Ekstase, finde ich, ist eine sehr sinnvolle christliche Kategorie. Dass ich das als ehemaliger Brudergemeindler sage, ist auch ein Stretch. Aber ich habe tatsächlich Dorothea Sölle gelesen. Dorothea Sölle sagt schon Mystik und Widerstand. Und da macht sie den Punkt, dass sie sagt, Ekstase ist eigentlich eine Erfahrung, wo du dich von gesellschaftlichen Zwängen befreist. Und deswegen ist es eine Form von Widerstand. Also diese Dinge, die eigentlich das Menschsein kontrollieren wollen, die Skripte, die uns mitgegeben werden, da kannst du in der Anbetung ausbrechen. Das, finde ich, ist ein schöner Gedanke. Das, finde ich gut. Und ich glaube, das sind auch Anbetungsformen, wo ich aus der Hinsicht, also ich meine, es gibt wirklich auch sehr, sehr sträge Formen von Anbetung. Alter Vater, ich habe mal, hast du mal zufällig bei YouTube die Gemeinde The Ramp kennengelernt? Nein. Gib dir das bei YouTube du wirst umfallen, das ist unfassbar leider auch so eine starke Militarisierung also das, das ist wirklich richtig crazy, und ich liebe ja auch diese Reels von Benny Hinn hit the body on the floor. Also von daher es ist manchmal auch sehr sehr schräg aber selbst dem kann ich auf eine Weise was abgewinnen, wenn man sagt, okay das was da passiert, ist eigentlich auch eine Form von, Befreiungsbewegung und du kannst ein Stück weit gesellschaftliche Konventionen dadurch durchbrechen. Gefällt mir, kann ich fast mit anfangen. Ja, also ich finde so, Gebet hat ja ganz unterschiedliche Funktionen, aber wenn ich so im Gottesdienst nachdenke, dann haben wir bei uns zwei bis drei zentrale Gebete. Das erste ist so, wo man ankommt im Gottesdienstraum und da versucht man eigentlich im Gebet die Gemeinde so zu sammeln und dabei eben auch unterschiedliche Hintergründe. Und also die Woche war unterschiedlich. Vielleicht, wenn weltpolitisch was Großes oben aufliegt, dass das auch benannt ist und Raum hat. Sozusagen in dieser Gegenwart Gottes, die ja im Gottesdienst eine zentrale Rolle spielt, das ist so das Ankommen, also so sammeln und im Moment auch mit allem, was dazugehört, das Aussprechen. Und dann gibt es später, so nach der Predigt, irgendwann gegen Ausgang, gibt es dann nochmal ein Gebet. Da ist einerseits die Fürbitte, also so dieses Für-die-Welt-Beten und das Vaterunser. Und das Vaterunser ist für mich schon ein sehr zentrales Gebet. Also das zentrale Gebet, das teilen christliche Kirchen zu allen Zeiten, an allen Orten miteinander. Und das Spannende finde ich eigentlich, dass so die zentrale Bitte, die nach dem Reich Gottes ist. Also dein Reich komme. Und der Rest ist so ein bisschen eine Entfaltung dessen. Und das passt für mich dann wiederum ganz gut zu diesem WWJD-Gedanken. Weil wenn wir auf den Jesus schauen und gucken, was der verkündet hat, dann hat der eigentlich nicht sich selbst oder seine eigene Vergötterung verkündet, sondern hat gesagt, Reich Gottes ist nahe oder ist jetzt schon hier mitten unter euch. Der Tag des Herrn ist da und ihr müsst euch deshalb nicht fürchten, sondern das ist eine gute Nachricht. Also steht auf, kehrt um, folgt mir nach und das ist dann in Gebetsform eigentlich das Vaterunser und das Vaterunser will aus meiner Sicht nicht folgenlos bleiben. Also das ist eigentlich ein Gebet, was in die Aktivität reinführt und nicht, in so eine Kontemplation. Und das ist für mich der Punkt eigentlich. Also wenn ich wirklich diesen Jesus ernst nehme, wie mir die evangelikalen Predigerinnen und Prediger, hauptsächlich Prediger, gesagt haben, dann muss ich mich doch eigentlich mit dieser Welt und mit diesen Zuständen nicht zufrieden geben, sondern muss irgendwie schauen, was meine zwei Hände dazu beitragen können, dass dieses Reich Gottes anbricht. Und das fehlt mir total in dieser Worship-Kultur. Ja, ich fühle es, weil du kannst ja so eine Worship-Kultur, kannst daran teilnehmen und so weiter. Und das ist möglicherweise halt auch so ein spirituelles Konsumgut. Du machst es, um dich besser zu fühlen. Aber du machst es halt nicht zwingend, um irgendeinen Unterschied in der Welt zu machen. Also das ist jedenfalls nicht die logische Konsequenz. Ich finde, es gab mal ein Hillsong-Album um 2007 rum. Da ist das schon sehr, sehr thematisiert worden, dieses Make a Difference in the World, da hat es verschiedene Songs gegeben und es mag auch immer mal wieder ein Thema sein, aber eigentlich ist ja der zentrale Aspekt, du und dein Jesus und diese Liebesbeziehung da. Durchaus mit romantischen Anteilen. Ja, kann ja auch so eine Ersatzerotik sein. Auch das hat lange Traditionen im Christentum, wie ich lernte, von Dorothee Sölle. Mystik ist da eine ganz gute Fundrube für die Vereinigung dann auch mit Jesus, in dieser mystischen Ebene. Es gibt schon viel ältere Quellen als Dorothee Sölle. Ja, auf jeden Fall. Die hat das alles aufgelistet. Ich habe das da kennengelernt. Ich würde sagen, vieles davon ist mir sehr, sehr fremd. Sehr interessant. Wenn da irgendwelche Menschen dann eine persönliche Sexualität durch eben irgendwelche, Jesus-Erotik da Das wäre vielleicht eine eigene Folge mal, Jason. Muss ich mir auch nochmal reinlesen. Jesus, mein Lover. Finde ich spannend Aber da bin ich jetzt auch nicht ganz auf den Punkt vorbereitet. Also ich habe da schon ein bisschen was zu gemacht, auch im Studium, aber müsste ich nochmal sichten. Ja, ich muss sagen, diese Jesus, my boyfriend, das ist natürlich Teil von dieser Worship-Kultur. Aber ich glaube, dass eigentlich so diese, du lässt dich reinfallen in eine gewisse Form von Ekstase, so würde ich es nennen, das scheint mir ein Stück weit da stärker den Ton anzugeben oder das auszumachen. Und, ja, ich weiß es nicht, auch Daniel, ich musste gerade noch, wo du sagtest, ich musste noch daran denken, dieses, wenn Gebet in die Richtung geht, Reich Gottes, Verkünden und so weiter, musste ich an diesen erstaunlichen Trend, ich habe den Eindruck, dass es in deutschen Fußgängerzonen, dass es so eine Wiederbelebung von Straßenevangelisationen gibt. Und ich hätte wirklich gedacht, dass das ausgestorben ist. In meiner Kindheit gab es das, ich habe das auch selber alles mitgemacht, aber damals war das noch deutlich mehr Piano, also du hast einen Büchertisch gehabt und hast dann Traktate verteilt oder so und heute ist das ja sehr, sehr viel im Trend. Du stellst dich in Frankfurt auf die Zeil und hast einen dicken Lautsprecher dabei und dann haust du den Leuten um die Ohren, dass sie Sünder sind und so weiter dann filmst du das Ganze und dann guckst du eben, dass es Klicks bei, Instagram gibt. Oder TikTok. TikTok wahrscheinlich noch eher. Ja, wahrscheinlich das. Auf jeden Fall. Das ist ein Ding, Wenn wir dieser Zeit-Podcast-Gegenwart-Gedöns. Das müsste ich da mal reinbringen. Die haben doch ganz am Anfang immer, dass sie sagen, was ist jetzt gerade Gegenwart? Und das ist, glaube ich, momentan so ein Gegenwartsding, dass man wieder diese Straßenevangelisation hat, die dann gestreamt werden. Auch da ich kann dem ja was abgewinnen insofern, dass ich sage, das sind offensichtlich Menschen, die es schaffen aus so einer gesellschaftlichen, ja, das macht man doch nicht oder es ist peinlich oder sowas da können die rausgehen und können da für eine Überzeugung einstehen, das finde ich ist positiv für mich wäre die Frage, also ist das eine Form von Anbetung meine Frage wäre halt immer, was ist da die Reichgotteskomponente und diese also ich glaube bei denen würde ich doch relativ klar sagen, das ist der Ruf zur Umkehr, also das ist ja schon Teil der Jesuanischen Message, also Reichgottes ist da, kehre um, Metanoia so als Schlüsselbegriff genau und auch da würde ich sagen, mich nervt es unfassbar, gerade wenn wenn ich irgendwie einkaufe und finde, so eine Innenstadt ist ja sowieso schon laut und voll und was weiß ich. Und wenn dann eben noch mehr Dröhnung, geht mir tierisch auf die Nerven. Aber ich würde sagen, hat in der Demokratie Platz und hat auch aus einer christlichen, Sicht eine gewisse Logik. Ob es jetzt effektiv ist, weiß ich nicht. Meine Frage wäre aber... Diese Dimension, du rufst den Einzelnen zur Umkehr, ob das nicht eigentlich, eine Dimension zu wenig ist. Und wo ich sagen würde, Reich Gottes muss eigentlich tiefer gehen, muss gesellschaftliche Dinge ansprechen, muss gesellschaftliche Strukturen ansprechen und so weiter. Und das wäre dann wiederum ein Stück weit so im prophetischen Sinn wie Amos zum Beispiel. Das ist was Amos 5.3 oder so. Diese Bekannungsstelle. Sorgt für Gerechtigkeit. Ja, ich glaube, da könnte man ja jetzt auch unterschiedliche Linien zeichnen, aber letzten Endes würde ich sagen, ist das schon sowas, was von der Reformation herkommt, eigentlich dieses leichte Ungleichgewicht ist, weil da immer mehr der individuelle Sünder vor Gott irgendwie bestehen muss. Also in der lutherischen Theologie kannst du das anschauen und das setzt sich dann fort im Pietismus, dann vor allem im deutschsprachigen Raum, aber eben auch in diesen Erweckungsbewegungen im 18., 19. Jahrhundert, wo es immer stärker darauf ankommt, dass die Einzelperson irgendwie ihr Verhältnis zu Gott regeln muss. Und dann, wenn das das Ziel ist, die Einzelperson vor Gott bestehen zu lassen, dann spreche ich natürlich auch die Einzelperson an. Und ich glaube, dass christlicher Glaube immer beides ist. Also dieses Individuelle ist schon wichtig. Das würde ich auch sagen, das kann man in der Jesusnachfolge auch sehen oder in den biblischen Geschichten. Da geht es durchaus immer wieder auch um einzelne Menschen, um Begegnungen, die dann eine Lebensveränderung auch erfahren in der Begegnung mit Jesus. Also ich glaube so das plakativste Beispiel, Zacchaeus, der Zöllner, der auf dem Baum sitzt und irgendwie schaut und dann kommt Jesus, lädt sich zu ihm nach Hause ein und die sprechen dann und Zacchaeus kommt ganz verändert wieder raus und verschenkt die Hälfte seines erbeuteten Einkommens und will sein Leben ganz anders machen. Und das ist eine individuelle Geschichte. Also die erzählen jetzt nicht, dass Zacchaeus dann zu seinen Vorgesetzten geht und das Zollsystem revolutioniert, sondern sie sagen nur, hey, der hat diese Begegnung mit Jesus und die hat ihn verändert und er lebt sein Leben anders. Und gleichzeitig ist es ja immer eine, gemeinschaftliche Bewegung und Jesus wäre nicht gekreuzigt worden, wenn er nur Einzelmenschen gesagt hat, mach du anders, sondern da wurde ja die imperiale Logik infrage gestellt. Diese Dimension kommt dann natürlich zu kurz, wenn man jetzt 2000 Jahre später sich irgendwo auf eine Kiste stellt und sagt, du musst umkehren. Ich glaube, es braucht immer beides. Aber das Individuelle würde ich nicht ganz fallen lassen. Also ich würde schon sagen, Kirche hat nicht nur die Aufgabe, Sozialreformen zu machen oder Revolutionen anzuzetteln, sondern es geht auch darum, die Einzelpersonen wahrzunehmen und da auch Gottesliebe irgendwie spürbar zu machen. Ich lese gerade oder höre viel mehr. Walter Brueckermann, Prophetic Imagination, gibt es leider nicht auf Deutsch, aber ich mag den Ansatz von ihm sehr. Er geht im Grunde eine ähnliche Reise. Er sagt halt, zum Beispiel bei Mose, Mose ist jetzt nicht hingegangen und hat versucht, die ägyptische Monarchie zu verbessern, mehr Rechte für die Sklaven oder sowas. Er hat diese Gesellschaft nicht verändern wollen, sondern seine große Leistung war es, eine alternative Community zu gründen. Und das hat er getan, indem er als Prophet eine, Sichtweise, eine Möglichkeit überhaupt geschaffen hat, indem er eine Vorstellung, geprägt hat, die, er nennt das dem Royal Consciousness, also dem königlichen Bewusstsein, etwas entgegengesetzt hat, eine wirkliche Alternative. Und zwar in dem Sinn, dass Ägypten eine Menge vorweisen können hat, da ist unfassbarer Reichtum gewesen, Produktivität, du hast diese riesigen Pyramiden gehabt. Auch die Kornkammern für die Versorgung. Ja, Sicherheit, du hast die Kornkammern gehabt. Du hast eine klare Hierarchie gehabt, du hast eine Story gehabt, fügt dich da ein und dann ist gut, der Pharao hat das Sagen. Und das, was Mose macht, ist, dass er diesem Bewusstsein etwas entgegensetzt, nämlich eine göttliche Vision von einer anderen Zukunft, von einer anderen Lebensweise, von einer anderen Gemeinschaft. Und das, sagt Walter Brueggemann, ist stärker auch die Idee, auf die sich Jesus später beruft. Jesus sagt halt auch nicht, wir revolutionieren das römische Reich, sondern er gründet eine Gegenkultur, eine Gemeinschaft, die sich eben in kleinen Häusern trifft, aber eben was völlig anderes lebt und damit wird ein Bewusstsein dafür ermöglicht, ein Gegenbewusstsein, sein, was im Grunde sagt, diese andere Welt, von der wir vielleicht noch nicht mal zu träumen wagen, die ist wirklich möglich. So, damit kann ich was anfangen. Ich habe auch Fragen daran. Ja, also ähm, Eine Frage ist ja zum Beispiel, dieses Empire. Vielleicht so eine Vorform von Kapitalismus. Das ist ja etwas, wo willst du denn hin? Wo willst du dich denn dem entziehen und dann so eine eigene Community machen? Und dann Adorno sagt halt, es gibt kein richtiges Leben im Falschen. Also wie will man sich dem entziehen? Wie will man da etwas Neues setzen? Das finde ich einen sehr spannenden Punkt. Ja, ist es auf jeden Fall. Ich finde, Adorno wird ja oft rangezogen als Totschlagargument. Also gar nicht erst versuchen, wenn es nicht in der Vollendung möglich ist. Und ich glaube, dem muss man sich dann auch ein bisschen widersetzen. Also es nicht zu versuchen und zu sagen, ah ja gut, ich bin halt durchkapitalisiert, ich bin ein Rädchen im System, ich, finde es schon schön, dass ich meine Apple-Produkte habe und blablabla. Also das ist ja die gängige Argumentationsstruktur. Und da glaube ich, und das ist schon was, was ich jetzt auch merke im Gemeindealltag oder so, ich bin ja ständig mit diesen Jesus-Texten konfrontiert und muss dazu was sagen und muss auch, das in irgendeinem Bewusstsein machen oder in der Hoffnung, dass das nicht ganz umsonst ist. Und das ist keine große Hoffnung. Da spricht auch die Empirie dagegen. Aber eine kleine Hoffnung ist schon da. Und da ziehe ich auch was aus diesen Geschichten und aus diesen Texten. Und auch, dass wir jetzt hier sitzen und uns über Jesus unterhalten und dann überlegen, welche Konsequenz das hat. Ich glaube, das ist ja schon eine Konsequenz. Und dass Leute zuhören und Möglichkeiten irgendwie versuchen, sich vorzustellen. Und ich glaube, da ist dann halt der Weg einfacher zu sagen, ich versuche ein individuelles Leben umzudeuten oder da reinzusprechen, da einen Einfluss zu haben, als das System zu ändern und dann brauchst du eigentlich schon relativ viele individuelle, Lebensgeschichten, die sich dann wieder zusammentun und eine Kraft entwickeln, oder halt ein Bild, was subversiv funktioniert in diesem ganzen System. Und das wird aber dann auch nicht so wirkungsvoll funktionieren, dass man es gleich erkennt, glaube ich. Also mit dieser Jesusbewegung, das war ja auch keine Erfolgsstory. Das hat ja auch ein paar Jahrhunderte gebraucht, bis es dann auch vielleicht so verzerrt wurde, dass es in das System integriert wurde. Also man könnte ja auch diskutieren, war es so gut für die christliche Botschaft, dass irgendwann das römische Reich das zur Staatsreligion gemacht hat. Also ist diese Nähe von politischer Macht und Reich Gottes oder Kirche, ist das etwas, was überhaupt denkbar ist oder verrät man nicht damit eigentlich schon die Grundbotschaft des Evangeliums selber? Ja, finde ich einen guten Punkt. Ich glaube ja auch, dass es ein Stück weit einfacher ist, so eine christliche Identität um so Themen wie Sexualität zu drehen, als zum Beispiel um Gerechtigkeit. Also, naja. Ich würde gerne einen kurzen anderen Blog noch aufmachen. Das fände ich spannend, von dir zu hören, wie du das siehst. Und zwar, ein Aspekt von Anbetung ist ja auch dieses Unterwerfen. Also du unterwirfst dich dem großen Gott, sagst, ich bin klein und so weiter. Es gibt eine Interpretation von John Shelby Spong, die ich sehr nachvollziehbar fand. Und die sagte, Anbetung könnte eigentlich verstanden werden als eine Form von Schmeichelei. Also im Mittelalter, wo du den großen absolutistischen König hattest, da hat es immer Leute gegeben, die den König durch Schmeicheleien versucht haben, noch das, ein oder andere Zugeständnis zu entlocken. Wenn du dich ganz klein machst und den König ganz groß schmeichelst, dann tu dir vielleicht ein paar Sachen, die in deinem Sinne sind. Also es ist eigentlich Schmeicheleien eine Form von Manipulation. Nichts anderes passiert ja gerade bei Trump, wenn alle möglichen Leute da hinkommen und erzählen, wie toll er ist und was er doch alles geleistet hat. Alles nur, damit Trump vielleicht doch noch sich auf die Seite der Ukraine schlägt oder so ein Kram. Oder zum Staatsbesuch eine goldene Geburtsurkunde aus Deutschland mitbringen, weil vielleicht gefällt ihm das. Oder halt ein 400 Millionen Dollar Flugzeug hinsetzt oder so ein Scheiß. Unfassbar aber ich frage mich halt ob an Betung so halt gerade nicht gedacht werden darf, Also im Sinne von, ich mache mich klein und mache Gott ganz groß und vielleicht tut er dann Dinge, die in meinem Sinne sind. Vielleicht ist das ein großes Problem, was man komplett anders denken muss. Aber wie siehst du das? Also ich glaube, das steht und fällt mit dem Gottesbild, was du da mit reinbringst. Also ich glaube jetzt, Gott, wie ich mir ihn, sie es vorstelle, ist davon relativ unbetroffen. Also da kann ich schmeicheln, was ich will. Ich glaube, da kommt jetzt nichts für mich bei raus, weil ich damit auch gar nicht rechne, dass Gott so einen unmittelbaren Einfluss irgendwie auf mein Leben, hat oder auch sogar auf dieses gesellschaftliche Leben. Also du schreibst, Gott kann auch nicht alles und ich würde sagen, ja Gott kann nicht jetzt von heute auf morgen den Kapitalismus abschaffen. Das passt nicht. Und dann auch im Kleinen ist ja ein gängiges Beispiel irgendwie das Gebet nach einem passenden Parkplatz oder so. Glaube ich, ist relativ schräg und verzerrt. Also das hat für mich nichts mit Anbetung in dem Sinne zu tun. Für mich liegt tatsächlich im Gebet eine Kraft, die über mich hinausweist. Und da werde ich schon klein, also dieses Moment habe ich schon, weil ich merke, es dreht sich nicht alles um mich. Wenn ich dieses Gebet aber an eine Gottheit richte, dann ist die Gottheit in dem Moment des Betens vielleicht so eine Art gegenüber. Aber ich gebe damit dann auch schon preis, dass diese Gottheit auch für alle anderen ein potenzielles Gegenüber ist. Und dann kommt eigentlich der Gedanke der Verbundenheit in diesem Gebet. Also wenn ich sage, Gebet richtet sich an Gott und alle Gebete irgendwie, dann sind wir alle darin verbunden und auch an diesem Gegenüber. Aber man könnte es auch andersrum machen und sagen, ich richte mein Gebet nicht an ein Gegenüber, sondern, und da sind wir jetzt wahrscheinlich näher dann bei Spong und sowas, sondern an eine Tiefe, also an so Grund des Seins, an schöpferische Existenz. Und da versuche ich mich zu erden und zu verbinden und versuche ganz präsent zu sein im Gebet und dann daraus wieder eine Kraft hervorzuholen. Aber für mich ist eigentlich in meiner Frömmigkeit, würde ich sagen, der stärkere Motiv ein Gegenüber, was nicht nur meins ist, sondern auch Gegenüber für alle anderen. Und daraus kommt dann vielleicht eine verändernde Kraft, weil das mir dann wieder eine neue Perspektive schenkt. Und klar werde ich mit meinen individuellen Sachen im ersten Moment kleiner, aber ich werde vor allem auch verbunden und merke vielleicht auch, dass andere ja in denselben Schlamasseln drinstecken. Also Verbundenheit ist für mich, glaube ich, vorrangig das Motiv. Ich würde drauflegen, es kann auch eine Form von getrennt sein. Beinhalten. Also diese Idee ... Jesus sagt das ja, wenn du betest, dann geh in deine Kammer, alleine mach zu. Und ich meine, Dorothee Sölle zum Beispiel macht daraus auch so einen inneren Raum. Dieses in dir eine Form von Ruhepol zu finden. Also ich habe mir eine Fortbildung gemacht, da war nicht spirituell, Aber es wurde gesagt, wenn du als Lehrer in so einer Klassensituation bist, wo es gerade aus dem Ruder läuft und irgendjemand, schlägt über die Stränge und eigentlich willst du den nur zu Sau machen, dann such dir einen inneren Raum, stell dir zum Beispiel eine Badewanne vor, du bist in der Badewanne und dann zählst du bis 5 und dann kannst du anderes reagieren. Fand ich ein bisschen naja, okay, gut. Aber ich glaube, diese generell, diese Idee des inneren Raumes, einen inneren Ort der Seele, wo du Gott begegnen kannst, das scheint mir viel Potenzial für Resilienz, für Widerstandsfähigkeit, für Trotzkraft, würde jetzt Christina Boudreck jeder sagen. Das, finde ich, ist eine ist eine sehr, sehr spannende Sache zu sagen, ja, ähm. Vielleicht muss man das viel, viel stärker üben und dann geht es nicht so sehr, du unterwirfst dich Gott, um Gott zu manipulieren, sondern es ist viel, viel mehr, du findest einen inneren Kraftort, der dir hilft, eben nicht einzuknicken vor den Autoritäten, die sich hier als allmächtig und als überbordend gerieren und so tun, als wären sie Gott. Finde ich so ein spannender Satz. Ja, finde ich einen super starken Gedanken. Ich finde auch, dass das eigentlich eine der größten Stärken an christlich oder auch jüdischer Theologie ist. Nicht eine Kontrafaktizität im Sinne von Trump und Fake News, aber eine Umdeutung der Verhältnisse. Und eben dann kommst du christlich dabei raus, der Tod hat nicht das letzte Wort. In der Kreuzigung erkenne ich eine Erhöhung. Wer unter euch der Erste sein will, der soll Allardiner sein. Also diese Deutung zu sagen, nee, wahres Leben spielt sich nicht in diesen menschlichen Kategorien und vor allem in diesen Herrschaftskategorien ab, sondern eigentlich auf eine ganz andere entgegengesetzte Art und Weise. Und da wäre diese Gebetspraxis dann sowas wie, nicht Trainingslager im Sinne von, ich will da immer besser werden, aber so eine Gegenrealität, die ich in meiner Praxis dann auch integriert habe. Also damit kann ich schon viel anfangen. Ja. Auf jeden Fall. Und glaube ich auch eine Sache, ich habe das sehr, sehr, also ich meine, es gab stille Zeit in dem Sinn. Das ist schon eine Sache. Also da ging es ja auch wieder um dieses individuelle Gottgefallen. Also du musstest die stille Zeit ja auch immer machen. Oder dann wurde gefragt, hast du deine stille Zeit gemacht? Da ist Druck dabei. Und so wie ich das kenne, war immer Bibel lesen ein Teil davon. Und dann auch mit der Hoffnung, dass jetzt dieser Text, dieser Vers, was auch immer, genau in mein Leben reinspricht. Und da würde ich jetzt auch mit ein bisschen Abstand sagen, also ich würde überhaupt nicht allen Menschen empfehlen, einfach alleine sich hinzusetzen und Bibel zu lesen. Ich glaube, da können ganz unterschiedliche Sachen passieren. Und das kann eine Ressource sein, aber ich würde nicht sagen, das ist das Allheilmittel für irgendwie gelingendes oder gottgefälliges Leben. Also da bin ich wirklich weit weg von. Ja, ich denke, das kann halt ein Stück weit modifiziert werden. Also eine Spiritualität von so einem inneren Ort, Ich muss sagen, ich bin da kein Experte drin, aber vielleicht gibt es demnächst ja mal Möglichkeiten, Leute einzuladen, die da tiefer drin sind. Oder ich weiß nicht, ist das für dich etwas? Also bist du da auch mehr im Thema drin? Für mich persönlich gar nicht so sehr. Ich merke tatsächlich, dass mir Gebet auch näher liegt, wenn ich es in Gemeinschaft tue. Und jetzt habe ich natürlich so ein bisschen die Schräglage, dass ich als Pastor durchaus ein Stück weit meine Spiritualität professionalisiert habe. Und ich habe keine Ahnung, wie mein Glaubensleben aussehen würde, wenn ich in einem anderen Beruf wäre. Das ist einfach sehr weit weg. Aber so dieses Kurz-Innehalten und sowas, das habe ich schon. Ich bin aber auch nicht so der Mensch, der krasse Alltagsstruktur hat. Also ich habe weder eine funktionierende Morgenroutine noch eine abends. Und jeder Tag sieht ein bisschen anders aus, dann würde es mir vielleicht sogar guttun, so eine strukturierte Praxis mal auszuprobieren. Aber ich bräuchte, glaube ich, eine gute Anleitung, die dann passt. Aber vielleicht ist es was. Schreibt uns, das wäre auf jeden Fall noch eine Perspektive, Dinge, die wir noch stärker auf dem Schirm haben könnten. Ja, aber das war doch jetzt schon eine ganz schöne Runde, ohne diese Sachen irgendwie zu lösen. Jesus anbeten oder nachfolgen und sind immer doch ein bisschen anders gegangen, als ich das in meinem Kopf hatte. Und das spricht meistens dafür, dass beide irgendwie im Gespräch beteiligt waren und das Ergebnis nicht vorhersagen konnten. Also danke dir, Jason. Danke, geht zurück. Sehr gut. So, Stunde gesprochen. Perfekt. Punktlandung. Dann macht es gut. Meldet euch zu allen Veranstaltungen an, bei denen ihr dabei sein wollt und könnt und schaltet bald wieder ein, weil ich wieder glaube.