Hey Leute, vielen Dank, dass ihr wieder eingeschaltet habt bei Schöner Glauben. Wir möchten progressive Stimmen zusammenführen, einander empowern und uns für mehr Solidarität einsetzen. Glaube in schön also. Wenn du mehr wissen oder uns unterstützen willst, findest du alle Infos auf schönerglauben.jetzt, Schöner Glauben, Hallo und herzlich willkommen bei Schöner Glauben. Schön, dass du wieder eingeschaltet hast. Mein Name ist Moritz und falls du die Titel anschaust, bevor du draufklickst auf die Folgen, hast du gemerkt, dass wir in einem neuen Format unterwegs sind. Das heißt Anfiltert. Und ich sage kurz mal zwei, drei Sätze zu diesem Format, zur Idee, die ich damit habe. Und dann hole ich mir Unterstützung hier rein. Könnt euch freuen. Ich bin Barista und ich bin Pastor und die Schnittmenge aus diesen zwei Berufen, habe ich das Gefühl, ist das, dass man versucht, Menschen zu verbinden und ins Gespräch zu bekommen. Und bei einem echten, einem guten Gespräch ist vorher noch nicht klar, was dann hinterher bei rauskommt. Und ich habe das Gefühl, dass ich ganz oft in Lebensbereichen unterwegs bin, wo Menschen verschiedene Agenten haben und irgendwie schon wissen, welche Ziele sie erreichen wollen. Und dann ist es immer so ein Aushandeln von dem, was will ich, was willst du und was wollen wir. Und ich will mit diesem Format versuchen, einen Schritt zurück zu gehen und Menschen, die für bestimmte Positionen oder Dinge stehen, neu kennenlernen oder neu verstehen und dafür ungefilterte Gespräche führen. Also unfiltert soll dafür stehen, dass man ungefiltert miteinander redet, soweit das möglich ist. In einem Podcast ist mir schon klar, dass das Grenzen hat. Aber deshalb, ich trinke gern Filterkaffee und führe ungefilterte Gespräche, versuche, Menschen biografisch kennenzulernen und so ihre Positionierung in der Gesellschaft oder bei Social Media oder wo auch immer neu kennenzulernen und zu verstehen. Und dafür lade ich mir Menschen ein, die ich interessant finde. Und heute habe ich das Vergnügen, Celine kennenzulernen. Voll schön, dass du da bist. Herzlich willkommen, Celine. Ja, danke dir. Voll schön, dass ich da sein darf und hier direkt als interessanter Mensch vorgestellt werde. Ja, ich kann gleich noch zwei, drei Sachen zu dir sagen, warum ich dich interessant finde. Vielleicht vorab eine kleine Veranstaltungseinladung. Am 12.06. Werden wir beide auf einer Bühne sein. Und zwar mit Jason zusammen bei einem Live-Podcast in der Jugendkirche München. Am 12.06. um 19.30 Uhr. Das Jahresmotto bei denen ist so Lebenskraft, Glaube, was uns stärkt und verbindet. Und wir werden da ins Gespräch kommen und überlegen, was das denn ist und was das mit einem jugendlichen Publikum so auf sich hat und im Zuge dessen, dass wir überlegt haben, da mit dir gerne das zu machen, dachte ich, wäre es schön, dich ein bisschen besser kennenzulernen. Ich bin auf dich aufmerksam geworden über deine Instagram-Bio. Da stand drin, es steht nicht mehr, aber es stand drin Your New Favorite Feminist Christfluencer und das fand ich eine coole Ansage. Wie bist du darauf gekommen und warum steht es jetzt nicht mehr drin? Ich habe das Gefühl, der Titel Your New Favorite ist langsam ein bisschen überholt, weil ich jetzt das Ganze doch schon seit über einem Jahr mache. Aber ursprünglich wollte ich das da reinschreiben. Natürlich ist es ein bisschen sassy, sich direkt als die Favorite darzustellen. Und Christfluencer wollte ich ganz, ganz bewusst als Provokation das Stehen haben, Und weil mir aufgefallen ist, bevor ich das alles gestattet habe, dass es sehr viele Christ-FrancerInnen gibt, die eben sich auf einem politischen Spektrum bewegen, das ich jetzt gar nicht mal so christlich empfinde oder zumindest das nicht mit meiner Weltanschauung übereinstimmt. Und dachte ich, das mache ich jetzt ganz absichtlich, dass ich mich Feminist-Christ-Francer nenne, weil das für viele wahrscheinlich erst mal überhaupt nicht zusammengeht. Und das sollte natürlich eine ganz bewusste Provokation sein. Und Your New Favourite ist dann einfach nur ein bisschen, ja, sassy. Versuchen eine self-fulfilling prophecy daraus zu machen. Ja, läuft ja zumindest nach Zahlen wahrscheinlich gar nicht so schlecht. Hat dann gut geklappt, ja. Glückwunsch dazu. Genau, ich finde diese Verortung im Feminismus und im Christentum super spannend. Also das war schon auch der Grund, warum ich gesagt habe, ich möchte dich gerne ein bisschen kennenlernen, um eben dahin zu kommen, ein Verständnis für diese Positionierung irgendwie zu erreichen. Weil ich doch das Gefühl habe, Social Media ist natürlich sehr plakativ und man versucht sich da zu verorten anhand von bestimmten Buzzwords. Aber meistens steckt ja hinter einer Person nochmal viel mehr. Und deshalb schön, dass du dich dem stellst. Meine erste Frage ist ein bisschen kaffeelastig. Trinkst du, also ich hoffe mal, du trinkst gerne Kaffee und wenn ja, in welcher Form trinkst du den dann am liebsten? Wenn ich jetzt direkt eine Teetrinkerin habe, dann wäre es ein Fail, aber wäre voll okay. Also ich bin tatsächlich Teetrinkerin. Ob du es glaubst oder nicht, ich trinke sehr, sehr viel Tee, aber ich trinke auch Kaffee. Und Kaffee schmeckt mir auch sehr doll. Mein Problem ist, ich kriege von Kaffee sehr schnell Sodbrennen. Und dem widersetze ich mich jetzt schon seit einigen Jahren. Also ich ignoriere das einfach komplett. Ich bin so, nee, das ist mir egal. Ich muss trotzdem Kaffee trinken. Ich trinke meinen Kaffee am liebsten mit Hafermilch. Also schon, ich mag keinen schwarzen Kaffee, ich mag eigentlich auch keinen Espresso. Schon so Cappuccino, Flat White-artig. Und am liebsten aus der Siebträgermaschine. Da bin ich mittlerweile sehr wählerisch. Wir haben auch im Büro einen stehen und das macht einen dann. Ja, da wird man verwöhnt auf jeden Fall. Und zu Hause habe ich jetzt auch eine und mein Lieblingscafé ist hier zwei Meter entfernt. Deswegen trinke ich eigentlich nur noch Siebträgerkaffee. Und auch bei der Hafermilch bin ich auch wählerisch geworden. Es muss eigentlich Old Libarista sein. Naja, und ich glaube, damit erfülle ich eh direkt alle Klischees einer Person in ihrer Quarter Life Crisis Ende 20, Anfang 30. vermutlich. Ja, also da kann ich gut connecten. Ich meine, also ich bin Anfang, Mitte 30, bin Barista und habe eine Siebträgermaschine zu Hause stehen mittlerweile. Von daher auch da alle Klischees erfüllt. Bis auf das Rennrad bin ich da ganz gut dabei. Da bin ich auch raus, ja. Okay, dann unterscheidet uns ein bisschen was. Also Filterkaffee scheint nicht ganz so dein Ding zu sein. Und ich gebe dir jetzt eine einmalige Chance. Ich habe gesehen, dass du ein Lieblingsfrühstück hast, was ich nicht ganz nachvollziehen kann oder was ich noch nie so richtig gecheckt habe. Mach mal kurz einen Werbeblock für French Toasts, bitte. Okay. Also zum einen sind French Toast eben super praktisch, weil man braucht keine frische Zutat. Man kann ja altes Brot verwenden. Das ist ja schon mal einfach nur toll. Und dann, das Tolle an French Toast ist, es verbindet so viele Dinge. Einmal hat man Brot, natürlich. Brot ist immer gut. Man hat aber auch das Brot direkt so süß und so ein bisschen genatschig gemacht, dass es so ein bisschen weich wird, was ich toll finde. Dann kann man ganz, ganz viele Toppies auf French Toast drauf machen. Das finde ich auch so toll. Das ist ja wie eine Grundlage. Also eigentlich ist es der bessere Porridge. Also bevor ich mir so ein Haferbrei mache, mache ich mir lieber ein nices, süßes, in der Pfanne gnatzig gemachtes Brot und mache darauf meinen Joghurt und meinen Granola und meinen Obst. Und ich finde, das ist die perfekte Start in dem Morgenessen French Toast. Es ist auch ein bisschen die Antithese zu zum Beispiel so einem Croissant mit Sachen drauf, weil es ist auch nicht so süß. Es hat irgendwie noch so dieses tiefe, brotige und trotzdem kann man es süß toppen. Man kann es toppen mit, was man möchte. Also ich liebe French Toast. Und es geht auch noch schnell. Man kann, das Einzige, das ich sage, okay, ist ein Nachteil von French Toast, man kann es schlecht mitnehmen, weil es muss eigentlich warm sein und frisch. Also das ist ein Problem. Das sehe ich auch als Nachteil von French Toast. Aber sonst, ich liebe French Toast. Ich weiß gar nicht, wo ist dein Zweifel daran an diesem Frühstück? Ich bin mir nicht sicher. Ich habe so das Gefühl, das ist so das Schlechtere aus zwei Welten. Also ich glaube, Rührei kann ich mir ganz geil machen und Brot kann ich auch ganz gut, aber das dann so zusammen zu mixen überzeugt mich nicht hundert Prozent. Aber ich habe noch nie eine Person so leidenschaftlich davon reden hören und ich habe schon lange keinen French Toast mehr gegessen. Also vielleicht das nächste Mal, wenn ich ein altes Brot rumliegen habe, muss ich mich mal ranwagen. Ja, dringend musst du das tun. Vielleicht muss ich auch kurz dazu sagen, mein French Toast zu Hause ist eigentlich nie mit Ei, weil ich bin ja daheim vegan. Aber selbst wenn ich das mit Ei machen würde, würde ich sagen, ist es trotzdem noch das Bessere aus beiden Welten. Vor allem, wenn man was Süßes möchte. Ja, ich esse meistens herzhaft. Also bei mir ist so Frühstück klassisch schwäbisch eine Brezel und einen Espresso. Und dann kann ich loslegen. Okay, I see. Na gut, dann schwierig. Ja, aber jetzt mal ein bisschen einen Schritt weiter. Was führt dazu, dass du gerne deine Frühstücksgewohnheiten teilst? Bist du schon immer ein Mensch gewesen, der irgendwie ein großes Mitteilungsbedürfnis oder Aufmerksamkeit gebraucht hat? und jetzt hast du im Social-Media-Zeitalter sozusagen die Mittel und Wege gefunden, die es dafür gibt und dann legst du einfach los? Oder wie kommt es, dass du dich so der Welt zeigst? Oder einen bestimmten Teil von dir, würde ich mal sagen. Ja, das frage ich mich auch regelmäßig. Also das Wette-Mittelemsbedürfnis muss ja irgendwo herkommen. Ich denke, das kommt schon aus mir heraus. Ich bin auf jeden Fall eine Plaudertasche. Ich habe aber auch mit Social Media schon länger was zu tun. Also schon seit einigen Jahren. Ich habe nämlich, bevor ich Your New Favorite Feminist Quest Browser wurde, hatte ich schon mal ein anderes Profil und hatte schon mal ein anderes Projekt während der Uni-Zeit, in dem ich ein Printmagazin herausgegeben habe, über drei Jahre lang, es war toll. Und da habe ich auch schon ganz, ganz viel Social Media gemacht und ich glaube, ursprünglich war mein Impuls, als ich mit Social Media angefangen habe, dieses Printmagazin zu vertreiben, das war eigentlich der Ursprungsimpuls. Und dann ist mir aufgefallen, ach, das Social Media an sich macht ja eigentlich auch Spaß. Und als ich das dann aufgehört habe, weil ich eben Vollzeit angefangen habe zu arbeiten, habe ich das dann alles quasi aufgehört. Und dann dachte ich einfach nach ungefähr schon, ich weiß nicht, einem halben Jahr Vollzeitarbeit, dachte ich, jetzt muss ich mal wieder irgendwas Neues machen. Und dann habe ich eben dieses Christ-Francer-Profil angefangen, weil ich dachte, eigentlich Social Media, das ist halt so unfassbar niederschwellig. Also man kann ja einfach morgen starten, irgendwas zu erzählen. Und ich dachte, das wäre ja eigentlich ein gutes Thema, weil ich wollte mich ja ohnehin mit meinem feministischen Gottesbild beschäftigen. Und da könnte ich das doch einfach mal öffentlich tun. Und so ist das dann entstanden. Genau. Ja, ich würde auch sagen, man sieht, dass das nicht dein erstes Projekt ist. Also die Ästhetik und so hast du schon früh raus, wenn ich so durch dein Profil scrolle. Ich bin jetzt auch seit ein paar Monaten da am Start, aber mir fällt es unglaublich schwer, das irgendwie konsistent durchzuziehen oder so einen Blick für Ästhetik zu haben und dann nicht nur einen Blick, sondern dann auch das Händchen dafür. Also da schon mal Chapeau, das machst du schon ziemlich gut, finde ich. Danke. Würdest du sagen, also du meinst, Social Media macht dir vor allem Spaß. Jetzt habe ich den Eindruck, in den Bubbles, in denen ich unterwegs bin, ist es eher so, dass es so als notwendiges Übel betrachtet wird. Also ich bin vor allem jetzt in kirchlichen Räumen unterwegs und dann ist immer so, irgendwann in der Sitzung, dass man sagt, oh ja, eigentlich müssten wir noch Social Media machen und gibt es vielleicht irgendwer, der sogar TikTok machen kann, weil die Boomer hängen auf Facebook, die Millennials auf Instagram. Und die jungen Leute eigentlich nicht mehr. Jetzt höre ich bei dir aber so eine Freude raus. Also du sagst, es macht Spaß, es ist niederschwellig. Also woran liegt es, dass das so unterschiedlich wahrgenommen wird? Also erstmal möchte ich sagen, no offense, aber man merkt das, finde ich, dass in kirchlichen Räumen ganz viel das als notwendiges Übel angesehen wird. Man merkt das total, wem Instagram Spaß macht und wem nicht. Und ich, also verstehe mich nicht falsch, ich bin jetzt auch nicht so, dass ich jeden Tag sage, oh ja, ich habe richtig Bock, jetzt noch eine Story aufzunehmen. Überhaupt nicht, ist auch manchmal nervig, aber ich finde an den meisten Tagen, das ist schon toll. Und ich glaube, es liegt einfach daran, dass ich eine kreative Person bin und gerne irgendeinen kreativen Output schaffen möchte in meinem Leben. Und das ist, wie gesagt, die niederschwelligste Art des kreativen Outputs, den man so machen kann, weil man kann einfach ein Foto machen oder ein Filmchen und das Teilen, das geht so schnell und dann sehen es direkt Leute und da hat man auch so direktes Feedback. Weil wenn ich jetzt irgendwas anderes, irgendeinen anderen kreativen Output generiere, dann dauert das ja viel länger, bis das mal jemand sieht, bis das mal jemand erfasst hat. Also das ist ja überhaupt nicht so direkt. Und auf Instagram oder auf Social Media generell weiß ich ja direkt, finden das Leute spannend. Ist das irgendwie interessant? Gibt es da irgendwelche Feedbacks dazu? Und das macht natürlich schon Spaß, diese Bestätigung auch ehrlich gesagt davon einfach zu bekommen und die Reaktionen. Und dann, wenn man erstmal an dem Punkt ist, wo Leute dann einem auch wirklich schreiben, sie fühlen sich gesehen durch den Content, den man macht oder sie haben eine neue Impulse oder wegen dir mache ich das und das. Dann denke ich mir, wow, also jetzt muss ich erst recht für immer weitermachen, weil das ist ja so, so schön, dass ich Menschen mit dem auch noch berühre. Also das ist einfach ganz toll. Das macht mir schon auf jeden Fall Spaß. Aber ich glaube, man muss schon irgendwie eine kreative Person sein, die gerne so ein Output generiert. Sonst stelle ich es mir sehr mühsam vor. Und wie geht es dir dann damit? Also auch jetzt wieder, mir fällt auf, wie positiv du das siehst. Man könnte ja auch sagen, boah, das ist so eine Plattform mit Aufmerksamkeitswettkampf und ich muss mich irgendwie vergleichen mit anderen Profilen und viele sind ja schon viel länger dabei. Aber für dich ist das kein Druck, also nicht so Versagensangst, sondern eher so, hey, hier bin ich und manches funktioniert und manches nicht und schön zu connecten. Oder es ist auch wieder ein bisschen vereinfacht. Das ist jetzt wahrscheinlich ein bisschen vereinfacht. Also natürlich vergleicht man sich auch mit anderen Profilen und natürlich gibt es auch Tage, wo ich wirklich krass genervt bin und denke, das gibt es doch nicht. Das raubt mir so viel Zeit. Und auch ich bin nicht gefeilt vor Doomscrolling. Nur weil ich ein Instagram-Profil habe mit ein paar FollowerInnen, heißt lange nicht, dass ich nicht auch diese typische Instagram-Nutzung kenne von ich scrolle irgendwelche Videos und danach geht es mir eigentlich schlechter als vorher. Deswegen ist natürlich nicht alles positiv. Auch ich bekomme Hassnachrichten zum Beispiel. Aber ich glaube, die positiven Seiten überwiegen schon. Also ja, ich freue mich einfach, da Sachen zu teilen. Und ich glaube, die Intention, mit der man rangeht, ist vielleicht auch entscheidend. Also ich weiß noch, bei dem Printmagazin, das ich rausgebracht habe, fand ich Social Media viel, viel, viel frustrierender. Weil ich aber von Anfang an eben dachte, das muss jetzt hier dieser Marketing-Effekt sein. Und das muss jetzt hier irgendwie was bringen und so weiter. Und bei meinem jetzigen Profil habe ich gedacht, naja, das probiere ich halt mal. Und dann ist es jetzt eben so erfolgreich. Also da sind die Erwartungen ganz, ganz anders gewesen. Und es war eher wie so ein kleines Hobby und aus der Lust und Laune heraus. Und ich glaube, wenn man so daran geht mit dieser Leichtigkeit, dann hat man ja auch nichts zu verlieren. Und wenn dann das niemanden interessiert, dann hat man es halt nur für sich gemacht. Jetzt interessiert es glücklicherweise Leute. Da freue ich mich natürlich umso mehr. Deswegen, also ich bin eigentlich sehr, sehr, sehr positiv. Ja, das stimmt. Und ich finde, die guten Seiten überwiegen auf jeden Fall und die schönen Nachrichten überwiegen. Das ist voll gut. Also mir tut es gerade gut, das zu hören. Ich hatte jetzt die letzten Tage ein bisschen zu kämpfen mit einem Post zum Vatertag von Johannes Hartl, auf den ich mit einem Collab reagiert habe und dann ging es in den Kommentaren so hoch her, dass wir es jetzt mittlerweile wieder zurückgezogen haben und da einen guten Umgang zu finden, finde ich gar nicht so einfach. Ich habe bei dir ein bisschen den Eindruck, dass du dich mit deinem Profil gar nicht so sehr in diese tagesaktuellen Postings und Debatten einmischst. Täuscht das oder ist es wirklich so, dass du mehr so unabhängig deine Seiten zeigst, ohne so viel zu reagieren? Definiere tagesaktuelle Postings. Ich würde sagen, dass es immer mal wieder so alle paar Wochen in der, ich sag mal, christlichen Social-Media-Bubble solche heißen Themen gibt oder so Bubble-Clashs vielleicht, wo dann die eine Bubble mit der anderen zusammen, kommt, wo es irgendwie eine Reaktion auf ein Posting gibt und dann wird sich mit Vorwürfen irgendwie hin und her geschrieben und die FollowerInnen gehen in den Kommentarspalten aufeinander los. Und ich finde es gar nicht so leicht, Da nicht mit einzusteigen, weil ich schon, vielleicht agiere ich auch aus einer anderen Rolle heraus, aber ich habe so das Gefühl, ich will ja meine Sicht des Christentums irgendwie zeigen, positiv, gewinnend, einladend, aber durchaus auch Menschen, die vielleicht ein anderes Verständnis haben oder zeigen, kritisieren oder auch mich distanzieren inhaltlich, wenn ich so das Gefühl habe, da wird im Namen meiner Religion irgendwas verzapft. Sei es christlich, nationalistisch oder patriarchal oder wie auch immer. Und dann einen guten Umgang zu finden, fällt mir gar nicht so schwer, weil ich das Gefühl habe, wenn man das dann kritisiert, tappt man gleich in diese Kulturkampffalle. Und darin habe ich dich noch nicht gesehen. Das ist, glaube ich, der Hintergrund. Sehr gut. Also ich möchte jetzt hier auch sagen, ich glaube, es ist ein großes Problem der christlichen Bubble. Ich habe das Gefühl, da passiert ganz viel Selbstreferentielles. Also wir trennen uns ja sowas von im Kreis. Der Kulturkampf ist da, wir wissen das alles. Keine Überraschung. Und irgendwie habe ich das Gefühl, dieses Spiel, das brauchen wir gar nicht mitspielen. Und ich glaube, wenn ich so tief in dieser Bubble drin bin, dann muss mich da jemand wieder rausholen. Weil ich finde es eigentlich gut, dass ich eben nicht so tief verwoben da drin bin, sondern dass ich das Gefühl habe, mein Leben dreht sich eben nicht nur darum. Und ich habe das Gefühl, auf der einen christlichen Seite, wenn man es jetzt mal sagen will, in Anführungsstrichen, stehen ganz viele Pfarrpersonen, die auf Social Media aktiv sind, deren Leben sich natürlich weitestgehend darum dreht, weil es ihr Beruf ist. Also würde ich auch gar nicht, ist voll verschädlich. Und auf der anderen Seite, in Anführungsstrichen, stehen, ja, sehr. Extrem ist auch immer so ein blödes Wort, Aber einfach ChristInnen, die das auch so, so doll leben und deren alle Lebensbereiche davon durchzogen sind, dass sie, auch wenn sie nicht in dem Beruf tätig sind, das trotzdem überall drüber stülpen. Und das sind beides einfach so intensive Räume und ich habe das Gefühl, da können Leute von außen haben, gar keine Chance mehr da reinzukommen. Also diese Blase ist so geschlossen und so selbstreferenziell und das finde ich auch ein großes Problem an christlichem Content auf Instagram auf beiden Seiten. Also so sehr eigentlich so eine Art Club zu bilden und da möchte ich auch irgendwie gar nicht so sehr Teil davon sein. Und dieses Reagieren aufeinander scheint mir auch überhaupt nicht fruchtbar. Also ehrlich gesagt, ich versuche für mich und meine Devise ist eigentlich eher mein Profil zu sagen, okay, das finde ich gut, dafür stehe ich und es soll hier ein einladender Raum sein und gar nicht so sehr mit dem Finger zu sagen, ja und das ist übrigens blöde. Und ich weiß, ich habe auch schon Content gemacht, der in die Richtung proziert hat, zum Beispiel zum ICF habe ich so ein Content gemacht, aber das habe ich auch viel mehr versucht aus so einer persönlichen Reportagensicht zu machen und gar nicht so sehr aus so einem ja aus so einer kämpferischen Perspektive, wurde trotzdem so aufgenommen. Aber ja, ich glaube, dass das, was ich da ganz schnell verliert in so einer ganz, ganz kleinen, in so ganz, ganz kleinen Kreis und das ist eigentlich schade, weil eigentlich ist Social Media auch ein bisschen dafür da, dass man Leute erreicht, die vielleicht mit dem Thema noch nichts zu tun haben oder wenig und da vielleicht neu dabei sind, also Also ja, ich versuche mich da echt ein bisschen aus diesem Clash-Ship und diesem Reagieren rauszunehmen. Ja, also ist mir eben auch aufgefallen. Von daher scheint es dir zumindest in weiten Teilen irgendwie gut zu gelingen. Und das finde ich schon stark, weil ich den Eindruck habe, dass der Algorithmus das schon belohnt, diese selbstreferenzielle Art oder in einer bestimmten Bubble eben Aufmerksamkeit zu bekommen. Und dann wieder zu wachsen, aber natürlich aus einem relativ überschaubaren Teich, würde ich sagen. Ja. Du hast jetzt letzte Woche, glaube ich, ein Reel geteilt, wo du über Feminismus und Christentum sprichst und dass dir die Frage, ob du in erster Linie Feministin oder in erster Linie Christin bist, öfter mal gestellt wird und du bist dann da ein bisschen irritiert von gewesen, weil für dich das so ineinander verwoben ist, dass du das eine nicht ohne das andere denken kannst. So habe ich es zumindest jetzt in Erinnerung. Mhm. Du hast dich ja jetzt mit deinem Profil direkt auch als diese Intersektion präsentiert, indem du gesagt hast, your new favorite feminist Christ trans. Also da ist ja beides schon mit drin. Wenn du überlegst, wo kommt das her, dass du deinen Social Media Auftritt mit diesen beiden Themen irgendwie bespielst und andere Rollen, die du wahrscheinlich in deinem Leben auch hast oder andere Perspektiven erstmal hinten anstellst. Sind das so die zwei grundlegenden Dinge, die dich ausmachen in deiner Weltverortung oder sind das die zwei, wo du einfach am meisten Lust hast, irgendwie Content dazu zu machen? Ich hatte jetzt schon Angst, dass du mir auch wieder die Frage stellst, bist du denn jetzt als erstes für ihn? Ja, ich nutze jetzt die Gelegenheit und bohre nach und kläre das für die, die unzufrieden waren mit dem Reel. Bitte, bitte. Wir klären das mal ein für alle Mal. Spaß. Also ich glaube, ehrlich gesagt, es kam ja so ein bisschen, dass ich mir eben selbst vorgenommen hatte, ein feministisches Gottesbild zu entwickeln. Und ich glaube, das kam vor allem aus so einer Irritation heraus, dass als ich angefangen habe, mich wieder mehr mit Gaube zu beschäftigen, halt immer so eine Art Störungsgefühl da war, zu sagen, okay, das ist hier so sehr patriarchal männlich geprägt und eigentlich bin ich in meinem Leben, das ich irgendwie führe, sehr, sehr darauf bedacht, irgendwie feministisch zu sein und sehr, sehr darauf bedacht, irgendwie, keine Ahnung, zu gendern. Und ich habe auch Soziologie studiert, ich habe da auch Gender Studies gemacht und ich bin schon sehr Feministin und. Und ich fand das dann einfach, ich dachte, das passt irgendwie nicht zu mir. Also wenn das so männlich ist, dann passt das nicht so zu mir. Und ich habe aber gewusst, ich kann da ja schon auch meinen feministischen Blick mit reinnehmen. Und deswegen habe ich dann gedacht, dann müsste ich mich jetzt einfach mal eingehen, dann damit beschäftigen, was bedeutet das denn, feministisch christlich zu sein? Und deswegen kam es dann so auf mit dem Profil. Ob das jetzt die beiden Sachen sind, die mein Leben ausmachen, ist die Frage. Ich glaube, Feministin würde ich mir schon auf jeden Fall immer auf die Fahne schreiben. Ich glaube, Christin auch. Ich glaube, inzwischen würde ich vielleicht auch noch mehr die Queerness irgendwie mit reinnehmen. Das habe ich am Anfang nicht so stark gemacht, weil ich dachte jetzt erst mal eins nach dem anderen. Jetzt erst mal nur Feministin. Das wird schon genug Themen auffächern. Und das ist auch schon das Großgenug irgendwie. Mittlerweile würde ich sagen, vermutlich müsste ich oder würde ich die Queerness eigentlich mehr mit reinnehmen. Aber jetzt habe ich ja diesen Slogan eh rausgenommen. Aber ich glaube, das wäre jetzt auch noch ein großer Teil oder ist auch noch ein großer Teil. Aber natürlich gibt es noch ganz viele andere Dinge, die mich ausmachen und die quasi mein Leben bestimmen. Also feministisch-christlich, da ist ja noch nirgends zum Beispiel drin, dass ich Wörter liebe oder dass ich super kreativ bin und hunderte Hobbys habe oder dass ich fünf Clip-Züge kann. Das ist auch nicht drin und das ist auch eine wichtige Info über mich. Und deswegen, ich weiß gar nicht, ob jetzt die zwei Wörter gerade so mein ganzes Ich bestimmen. Wahrscheinlich nicht. Nee, aber also das ganze Ich abzubilden ist, glaube ich, nicht nur mit Social Media ein Ding der Unmöglichkeit. Ja. Du hast es vorhin jetzt ein bisschen angerissen. Du hast gemeint, du hast dich wieder mit dem Christentum befasst. Das heißt, aus meiner Sicht, du bist wahrscheinlich in irgendeiner Form christlich sozialisiert, hast dich dann eher distanziert eine Phase lang und das dann wiederentdeckt oder für dich neu gefunden oder so. Also kannst du uns da ein bisschen mit reinnehmen? Also bist du so freikirchlich geprägt oder eher landeskirchlich oder katholisch? Weiß gar nicht, kommst du aus Bayern oder wohnst du nur jetzt in München? Nimm uns doch mal ein bisschen mit. Ich nehme euch mit rein. Ich komme aus Bayern. Ich bin im Speckgüttel von München aufgewachsen. Und ich bin aber trotzdem ungewöhnlicherweise evangelisch. Schon immer in der Landeskirche. Genau, meine Mutter ist katholisch, aber die ist lange ausgetreten schon und mein Vater ist aber evangelisch und ich wurde evangelisch getauft als Baby und ich wurde auch konfirmiert und habe das dann alles so mitgemacht als 14-Jährige weil die Option war irgendwie gar nicht das nicht zu machen, also alle in meinem evangelischen Unterricht sind zur Konfirmation und meine beste Freundin hat auch Konfirmation gemacht, dachte ich ja, natürlich mache ich das auch also es war überhaupt gar keine Frage, ich habe dann erst realisiert, dass es auch eine andere Option gegeben hätte, als meine Schwester sich vehement dagegen entschieden hat. Mein Bruder hat auch keine Konfirmation gemacht, aber ich habe eine gemacht. Es war ganz normal irgendwie und hatte so dazugehört. Trotzdem habe ich an meinen Konfirmationsunterricht oder an die Zeit und wie der Glaube dort in mir war, habe ich wenig Erinnerung, ehrlich gesagt. Also, wenn ich da jetzt überlege, ob Glaube irgendeine Rolle gespielt hat in meinem jugendlichen oder kindlichen Leben, dann würde ich sagen, fast keine, ehrlich gesagt. Also, wir waren nicht mal zur Weihnachten in der Kirche. Meine Eltern sind wirklich super, super unkirchlich und. Ich vermute immer, dass mein Vater schon ziemlich gläubig ist, aber er spricht zumindest nicht darüber und nicht mit mir. Und deswegen habe ich den Kontakt dann nach der Konfirmation zur Kirche extrem verloren. Also dann habe ich natürlich noch Religionsunterricht gehabt, auch bis zum Abi, aber danach gab es eigentlich keinen Kontaktpunkt mehr zur Kirche. Ich war dann irgendwie noch einmal bei der Kooperation meines Cousins oder so in meinem Gottesdienst. Also es ist wirklich ganz, ganz verloren gegangen und dann bin ich erst wieder dahin gekommen durch meinen Ex-Partner, also meinen damaligen Partner, der mich da wieder hingeführt hat, weil er einfach sehr gläubig ist und wir dann einfach gemeinsam in Gottesdienste gegangen sind und ich dann realisiert habe, ach so, das ist vielleicht schon was für mich. Ich habe das einfach die letzten Jahre ganz anders wahrgenommen. Also ich dachte immer, das wird einfach so ein ganz konservativer Haufen sein. Und dann hört man natürlich in den Medien Nachrichten, vor allem ehrlich gesagt aus der katholischen Kirche, wo man eigentlich nur die Augen verdrängen kann. Und dann dachte ich, na also da passe ich wirklich gar nicht rein. Wobei schon cool ist, davor auszutreten. Und dann sind wir aber in die Gottesdienste und ich habe realisiert, das kann auch ganz, ganz anders sein. Und es kann vielleicht genau das sein, was ich auch irgendwie suche und brauche. Und deswegen bin ich eigentlich erst seit wahrscheinlich so vier, fünf Jahren wieder wirklich christlich, würde ich sagen, oder gläubig. Wie würdest du das beschreiben? Also was war das, was du da gefunden oder gefühlt hast? Du hast jetzt nur gesagt, es ist anders, also es hat nicht deinen Vorstellungen oder Vorurteilen irgendwie entsprochen, sondern du hast da was für dich entdeckt, wo du gemerkt hast, es ist irgendwie gut. Genau, ich glaube, ich war schon immer auf jeden Fall dem zugewandt, dass es irgendwie mehr gibt. Und ich bin auch eine spirituelle Person von Haus aus. Also ich glaube, das war jetzt nie, was mich irgendwie abgeschreckt hat. Was mich abgeschreckt hat, war das politische, gesellschaftliche Standing der Kirche, glaube ich eher. Oder meine Vorurteile dazu. Und die haben sich dann eben nicht bestätigt. Und was ich aber dann auch noch realisiert habe, ist diese Spiritualität im Glauben. Im christlichen Glauben ist anders als die, die ich sonst in meinem Alltag hatte. Ich habe ganz viel Yoga praktiziert, aber auch ehrlich gesagt natürlich so sehr verwestlicht. Also habe mich da jetzt nie so krass eingehend beschäftigt. Ich habe ganz viel so Achtsamkeitspraxis gemacht und habe ganz viel so Manifestationen und dies, das. Und ich glaube, in all dem habe ich aber immer so eine Selbstoptimierung dabei gehabt. Es war immer ein, wie kann ich besser werden? Und genau das ist es, was mir am christlichen Glauben so gefällt. Da geht es eben nicht um Selbstoptimierung. Da geht es eben nicht um Leistung. Und ich glaube, das ist, was ich in meinem Leben auch ganz, ganz unbedingt brauche und suche, als eine Person, die extrem. Ja so Macherin irgendwie ist und so ständig irgendwas machen muss und nicht still sitzen kann, ist das eine schöne Antithese, dieser Glaube, der eigentlich so zum Aufhören bewegt. Ja, da könnten wir jetzt direkt den Sprung zu Hartmut Rosa machen, den du auch letztens mal zitiert hast. Müssen wir nicht, aber können wir. Nee, aber ich finde das schon. Also ich bin ja jetzt selbst als Pastor unterwegs und bin auch noch nicht so alt, also für meine Berufsgruppe recht jung. Und ich werde schon oft mit der Frage konfrontiert, was hat Kirche heute zu sagen oder auch in diesem Schrumpfen, das alle Kirchen betrifft. Was ist denn heute vielleicht die Rolle oder die Aufgabe für Kirche? Und da findet man tatsächlich bei Hartmut Roser recht viel, der ja so die Gesellschaftsanalyse macht, einer beschleunigten Gesellschaft, die auf Verfügbarkeit aus ist und da schafft eigentlich Kirche, du hast gerade das Stichwort Aufhören genannt, du hast auch in deinen Reels Resonanz genannt, also Resonanz im Sinne von in Begegnung sein, in Schwingung sein, im Moment auch sein, angesprochen werden und das Ganze eben nicht In einer Verfügbarmachung, also Gott wird nicht verfügbar, sondern eher, dass dem Menschen die Unverfügbarkeit des Lebens bewusst wird. Wenn man sich in diese Räume begibt. Und da würde ich sagen, ich bin recht, ja ich würde sagen, links progressiver Theologe und in der Kapitalismuskritik nicht nur auf einer theoretischen, sondern auf einer praktischen Ebene. Also eben weil die Spiritualität und diese Gruppenbildung und dieses Sich-Raus-Nehmen und auch dieses Sich-Zusprechen-Lassen, so wie du bist, bist du genug. Das ist in unserer Zeit schon echt wichtig und echt nötig. Deshalb kann ich damit gut und viel anfangen. Das klingt jetzt bei dir nicht so, dass du dann den Moment hattest, wo du von einer Bekehrung sprechen würdest oder so. Also es war mehr so ein da wieder in der Praxis finden, oder? Ja, würde ich schon auch sagen. Also, Nee, eine Bekehrung. Es gab auch nicht so den einen Moment oder so. Ich weiß auch nicht. Nee, den gab es einfach nicht. Es gab natürlich Momente, die mich irgendwie gerührt haben und ja, aber es gab nicht den einen Erleuchtungsmoment. Und ich glaube auch, das ist total wichtig, über solche Erfahrungen zu sprechen, weil ich glaube, viele, viele Menschen denken, entweder man ist gläubig oder man ist es irgendwie nicht. Aber ich glaube, man kann das lernen und man kann anfangen und man kann das ausprobieren. Und das will ich auch mit meinem Content immer und immer wieder Leuten sagen, weil ich, als ich angefangen habe und ausprobiert habe, habe ich das gar nicht gewusst oder habe überhaupt nicht so eine Art von Anleitung, also nicht Anleitung, aber irgendeine Art von, ja, also wie glaubt man denn? Und das ist schon eine Frage, die irgendwie valide ist. Und ich denke, Menschen, die eben nicht mit Glaube sozialisiert worden sind oder die da komplett von weggekommen sind, wie fängt man denn wieder an? Und es kann einfach nicht sein, dass man entweder glaubt oder nicht, weil wir werden nicht geboren und glauben an Gott. So funktioniert das ja nicht. Und deswegen, ja, ich glaube, es ist total wichtig, dass es eben vielleicht auch Menschen gibt wie mich, die jetzt keinen Erleuchtungsmoment hatten, sondern einfach wieder langsam reingefunden haben. Und es ist auch genauso valide und richtig. Ja, und sich auch trauen, die Frage auszusprechen. Also ich habe ganz oft das Gefühl, in so christlichen Kontexten, dass vieles so selbstverständlich gesetzt wird und das alle so tun, als ob alles klar wäre. Und jetzt bin ich ja auch als Seelsorger unterwegs und ich kann euch sagen, völlig egal, wie gefestigt eine Person wirkt oder wie sehr sie irgendwelchen Protokollen folgen kann, ganz im Inneren von Menschen gibt es Zweifel. Ganz im Inneren gibt es Fragen, ganz im Inneren gibt es immer auch eine Orientierungslosigkeit und ganz oft ist dann so ein christliches Setting irgendwie so ein System, wo man reingeht und so tut, als ob. Und ganz im Inneren sieht es vielleicht anders aus. Es ist so ähnlich, finde ich, wie mit dem Erwachsenenleben. Ich weiß noch, als ich so aufgewachsen bin, dachte ich immer, alle checken, wie das Leben ist und haben alles unter Kontrolle. Und jetzt, wenn man selbst erwachsen ist, merkt man so, ah, gar nichts ist unter Kontrolle. Alle tun nur so. Und in jedem Moment könnte es zusammenbrechen, weil Leben einfach fragil ist. Es ist wirklich so. Und deshalb ist es richtig, richtig gut, dass du das aussprichst. Ich glaube, wir müssen in so einer Zeit, auch in der weniger Christentum selbstverständlich ist, lernen, diese Fragen zu stellen und nicht gleich die Antworten mitzuliefern, weil es die wahrscheinlich gar nicht gibt. Und ja, ich glaube auch, der Weg muss im Gehen entstehen. Das ist ja so ein schöner Satz. Ich finde, das trifft so sehr zu. Ja, es gibt da einfach nicht so einen Moment oder eine Anleitung oder so, sondern man muss einfach mal gucken. Und genauso ist es mit dem Erwachsenenleben oder mit dem Leben generell ja auch. Also ja, da gibt es leider keinen Zehn-Punkte-Plan. Bist du dann mit deinem damaligen Partner, war das dann auch evangelische Kirche oder war das eine andere? Ja, das war auch evangelisch. Dann hatten wir zufällig auch noch so Glück mit der Gemeinde, weil mich fragen ganz oft Leute, wie finde ich eine gute Gemeinde? Leute, ich habe keine Ahnung. Ich bin einfach zu der Gemeinde, in der wir angemeldet waren, weil wir da gewohnt haben. Und dann war das eine tolle Gemeinde. Also das ist einfach wahrscheinlich Glück gewesen. Ich habe noch nie eine Gemeinde gesucht. Das bin ich ganz ehrlich. Sondern das, wo wir da hingegangen sind, das war toll. Ja, aber ist doch auch schon mal ein erster Schritt. Also hingehen und mal angucken. Ja, ist sowieso wahrscheinlich der erste Schritt. Erst mal gucken, wo man vielleicht eh schon angemeldet ist. Vor allem, wenn man in einem landeskirchlichen Kontext sich bewegt, dann ist man ja eh automatisch einer Gemeinde zugeteilt sozusagen. Da mal hingehen. Das ist für mich jetzt schon echt spannend, Weil ich habe, glaube ich, das einzig explizite, was ich von dir von so einem Gottesdienstbesuch gesehen habe, war bei Kira, hier auch aus dem Schöner-Glauben-Team, liebe Grüße, wo du einen katholischen Gottesdienst dann besucht hast. Und dann hatte ich dich irgendwie so grob in die katholische Ecke verortet und fand es dann noch spannender, das Ganze feministisch zu machen. Das tut mir jetzt leid, dass ich dich da enttäuschen muss. Nein, nein, das ist völlig fein. Ich will dich ja kennenlernen und verstehen. Aber bist du konfessionell gebunden in deinem Glauben oder bist du mehr so als Freigeist einfach da, wo es dich hinweht? Ich will noch einen Satz dazu sagen, warum so wenig Gottesdienst-Content von mir existiert weil ich nicht das auch noch filmen kann, ich habe das Gefühl, wenn ich dann da auch noch immer mein Smartphone raushole da habe ich gar keine Zeit mehr alleine mit dem Glauben und ich finde der Gottesdienst ist mir schon so ein bisschen. Heilig einfach, ja, dass ich da irgendwie alleine bin und ohne mein Handy und dass ich Kira's Gottesdienst gefilmt habe das ist eine große Ausnahme. Und ja, El Confistner gebunden ich weiß nicht, ich bin der katholischen Landeskirche jetzt nicht so krass zugetan, aus vermutlich allen bekannten Gründen, aber auch die evangelische Kirche macht viel falsch ich würde jetzt nicht sagen, dass ich so ganz strong jetzt irgendwie auf einer Seite stehe oder so ich finde katholischen Prunk unfassbar toll, die Ästhetik von katholischem Glauben finde ich einfach geil, aber ich finde den sehr protestantischen so, wir sind ein bisschen, gesetzter und ein bisschen demokratischer und so. Das finde ich auch toll. Und dieses Puristische mag ich auch total gerne. Ich kann mit Heiligen gar nichts anfangen zum Beispiel. Da bin ich froh, dass es im Protestantismus eigentlich nicht möglich gibt. Und ich finde auch komisch, dass in der katholischen Kirche manche Menschen irgendwie besser sind als andere. Das finde ich sehr strange. Also so ein Priester zum Beispiel. Aber ich glaube, ich kann halt mit beiden Seiten teilweise. Das anfangen und teilweise irgendwie nicht. Trotzdem sehe ich jetzt, also ich fühle mich jetzt wohl da in meiner konfessionellen Zubehörigkeit bislang und ich gehe aber trotzdem auch mal gerne woanders hin. Also ich finde es trotzdem dann auch schön, in den katholischen Gottesdienst zu gehen und dann ist alles ein bisschen anders, wie in so einer Parallelwelt zu sagen und dann ist die Kirche irgendwie ein bisschen prunkvoller und toller und, der Gesang ist ein bisschen tragender und alles hat so ein bisschen mehr Bedeutungsschwere irgendwie und dann denke ich aber, ja aber auch schade, weil es ist nicht so nah an den Menschen und dann bin ich wieder gerne im evangelischen Gottesdienst. Also es hat ja beides einfach seinen Charme und ich finde es schön, dass beides existiert. Ja, und dann gibt es ja noch eine ganze Landschaft an Freikirchen. Sowieso? Da bin ich noch nicht so drin. Da muss ich vielleicht mal mehr noch erkunden. Ja, vielleicht kann ich dich ja mal für einen methodistischen Gottesdienst gewinnen. Ich werde mal eine Einladung aussprechen. Ich bin ganz offen für alles. Neugierig auch. Voll schön. Und das heißt, also Glaube habe ich jetzt so ein bisschen nachvollzogen. Wie würdest du sagen, bist du zum Feminismus gekommen? Ist das einfach, also du bist Frau geworden im Laufe deines Lebens vermutlich? Ja, genau. Genau. Nicht als Frau geboren. Und... Dann finde ich den Weg relativ naheliegend irgendwie Feministin zu werden, aber es ist ja jetzt auch kein Common Sense, der irgendwie von allen geteilt wird. Und in Bayern, so jetzt äußere ich meinen Vorurteil in Bayern schon gar nicht. Oha, oha. Wie ging es dir damit? Kam das im Soziologiestudium mit Gender Studies oder war das schon vorher irgendwie? eben? Also ich glaube, ich war schon auch als Jugendliche ich glaube, es hat so mit 17, 18 angefangen, dass ich dachte nö, also das lasse ich mir eigentlich nichts mehr sagen. Schon gar nicht von Männern. Es kann auch sein, dass es in einer aufkommenden Queerness rooted, dieses Gefühl. Und dann kam schon viel durch Studium. Also ich glaube, das erste, ich habe ja Kommunikationswissenschaft im Bachelor studiert und da hatte ich aber schon als dem Fach Soziologie und da kamen dann schon so Einflüsse und da sind dann auch schon so Menschen gewesen, die auch schon so feministisch waren und da habe ich zuerst mal so Begriffe auch kennengelernt und als ich dann im Master war, da war es um mich quasi schon geschehen und da ging es dann halt nochmal viel tiefer in die Materie, Intersektionalität und so weiter und seitdem ich im Master bin, würde ich sagen, ja, auf jeden Fall, feministisch, Feministin und ja, ich denke, eigentlich, wenn man Frau ist, dann ist es wahrscheinlich schon sehr sinnvoll, Feministin zu sein. Es gibt, glaube ich, trotzdem viele, die es nicht sind, aber ich kann nicht so ganz verstehen, warum. Und wenn man queer ist, vielleicht nochmal mehr. Also ich habe das Gefühl, Frauen sind einfach toll. Und deswegen, natürlich bin ich dann auch Feministin. Nicht nur für mich, sondern auch für alle anderen Frauen. Ja, eine Welt, in der irgendwie alle gleich sind, das wäre doch wirklich zauberhaft, denke ich mir und dafür dann einzustehen und das auch irgendwie sich auf die Fahnen zu schreiben, finde ich, ja, gibt mir ein gutes Gefühl und soll auch anderen Frauen ein gutes Gefühl geben. Ja, also Amen. Kann ich nur unterstützen. Wo würdest du sagen, findest du feministische Potenziale im Glauben oder welche Sachen? Also ich glaube, das naheliegendste ist so ein bisschen diese Idee der Gleichheit, Gleichberechtigung. Die hat man natürlich schnell drin, wenn man das Verhältnis von Gott-Mensch irgendwie mitdenkt und dann sagt, ja, vor Gott sind wir alle gleich und so dieses egalitäre Prinzip findet man ja auch bei Paulus, irgendwie weder Grieche noch Jude, weder Freier noch Sklave, weder männlich noch weiblich, das sind ja schon so sehr egalitäre Gedanken. Total, ja. Wie ging es dir jetzt in so deiner Geschichte, bist du da in die Kirche reingestolpert und hast gemerkt, oh yeah, voll der feministische Content hier, da komme ich gestärkt wieder raus. Nee, also das jetzt nicht. Also auch wenn ich sage, meine Gemeinde ist toll, ist meine Gemeinde jetzt nicht offensiv feministisch oder so, so wie ich es bin. Überhaupt nicht. Ich glaube schon tolerant und feministisch in Wesen. Aber ob das Leute sagen würden von sich, bin ich mir eigentlich sehr unsicher. Nee, eben gar nicht. Also ich glaube, dieser Gleichheitsgedanke, genau, das hat für mich halt auch schon immer Sinn ergeben. Also dachte ich mir, wie kann man denn nicht feministisch sein, wenn man christlich ist, macht keinen Sinn, weil für mich das bedeutet einfach nur, dass wir irgendwie auf einer Stufe stehen sollten. Das heißt, das gibt für mich gar keinen Sinn, aber ich glaube, Wo ich dann dachte, ja, das ist total feministisch, ist, was ich auch so ein bisschen habe, diese schöpferische Kraft von Frauen auch. Also ich finde auch Maria als Frau so einen spannenden Charakter und auch generell, dass Jesus ja schon geboren wurde, als normaler Mensch zu sagen. Und das ist irgendwie schon ein ganz, ganz kraftvoller Ausdruck. Und ich finde, da kommt die Frauenrolle ja eigentlich auch nochmal so zum Tragen. Und deswegen ist es ja auch was total Feministisches, an Gott zu glauben, wenn eine Frau diesen quasi menschgewordenen Gott geboren hat. Das ist schon irgendwie für mich ein krasses Zeichen irgendwie. Und dann eben Gott eben auch als Vater und als Mutter zu denken. Aber ich glaube, da haben wir noch einen Weg vor uns. Also ich habe dann auch irgendwann das für mich selber nochmal aufbrechen müssen, weil ich glaube, viele sind in ihrem Kopf da noch sehr patriarchal geprägt, was diese Sprache angeht von Religion und von Christentum. Auch wenn dieser Gleichheitsgedanke drin ist, haben wir alle noch dieses ganz, ganz feste Bild von diesem Vater und von dieser patriarchalen Sprache. Dabei ist es ja eigentlich, kann man das auch als ganz anderes Konstrukt denken, weil Gott ja überhaupt nicht nur Vater ist, auch in der Bibel ja nicht. Aber ich glaube, da sind wir noch ein bisschen weiter von entfernt. Ich weiß nicht, ob ich mich jetzt gerade von deiner Frage wegbewegt habe, ehrlich gesagt. Aber genau diese Gleichheit ist natürlich schon sehr offensichtlich. Und wenn man dann irgendwie anfängt, Gott so ein bisschen anders zu denken, dann ist das alles eigentlich irgendwie auch feministisch. Vielen Dank. Ja, kann ich gut hören. Und ich würde sagen, also Patriarchat und so hat halt einfach Jahrhunderte, Jahrtausende gewirkt. Und das hat man jetzt nicht innerhalb von ein paar Jahrzehnten wieder eingerissen oder überwunden. Also alleine die Übertragung des Gottesnamens ins Deutsche mit Herr ist ja einfach was, was krass einerseits patriarchal ist und andererseits so ein heftiges menschliches Machtdenken mit reinnimmt. Und da würde ich sagen, spielt auch eine Rolle, dass Christentum seit Jahrhunderten in einer Machtposition war. Also man könnte jetzt so von Konstantin anfangen, die Geschichte zu erzählen und dann erklären, dass es nie gut ist, wenn das Christentum zum Imperium wird und das Reich Gottes so ein bisschen vergisst. Aber das müssen wir mal in einem anderen Podcast machen. Ja, ich denke auch, dass... Ich merke nur, dass darin eigentlich eine Chance liegt. Also dieses Kleinerwerden von Kirche und dieser vielleicht Relevanz- oder Akzeptanzverlust von Institutionen insgesamt bietet für mich eine Chance für den christlichen Glauben, dieses Dominanzgebaren zu überwinden und tatsächlich mal zu überlegen, hey, wie verstehen wir denn eigentlich Herrschaft im christlichen Sinne? Weil die Jesusfigur redet da ja ganz viel drüber und sagt, also wer unter euch der Erste sein will, soll Diener sein und so weiter. Also da wird ja ganz oft so ein menschliches Herrschaftsdenken irgendwie gekippt. Und da hoffe ich mal so ein bisschen, dass die Kirchen diese Chance nicht verschlafen, das als theologische Aufgabe zu nutzen, neu über Gott nachzudenken, beziehungsweise die Menschen, die schon anders über Gott nachgedacht haben, mehr zu hören. Und damit meine ich feministische Stimmen, vielleicht prozesstheologische Stimmen, befreiungstheologische, dekoloniale Stimmen, die Gott immer eher von unten oder zumindest nicht von oben denken. Ja, total. Also ich sehe voll, was du meinst, auch mit diesem. Dass diese große Institution, wenn die jetzt so ein bisschen aufbricht, dass da ganz, ganz viel Chance ist für mehr so ein Gottesverständnis, so ein Glaubensverständnis, was vielleicht mehr von so einer demokratischen Basis kommt und eben nicht von so einzelnen Meinungsmachern, möchte ich es fast schon nennen. Und ich muss auch sagen, für Menschen, die nicht gläubig sind, denen sage ich manchmal, Glaube ist nicht Kirche. Also es sind zwei Dinge und ich glaube, wir haben ganz, ganz lange das immer so in einem Paket gedacht, also Glaube ist gleich die Kirche, aber die Kirche sind Menschen, es ist eine Institution, es ist Bürokratie. Da werden ganz viele Fehler gemacht und die ist auch extrem patriarchal aufgebaut, weil wir halt in einem patriarchal Leben immer noch und vor allem die letzten Jahrhunderte ganz, ganz doll darin gelebt haben. Das heißt ja noch lange nicht, dass der Glaube per se patriarchal ist. Und ich glaube, da muss man ganz doll unterscheiden. Und das kann wirklich eine Chance sein. Und das sehe ich auch voll wie du, dass man da diese Institution ein bisschen auflockert. Ja, genau. Richtig gut. Wo würdest du sagen, wohin willst du mit deinem Profil, mit deinem Dasein als feministische Christin? Wenn wir so ein bisschen vorschauen, also du hast gemeint, das mit dem Printmagazin, das hast du eine Weile gemacht und dann war mal wieder gut, Zeit für was Neues. Wo bist du in deinem christlichen Feminismus-Influencer in einem Arc? Mit einem ARC, meine Güte. Also wenn ich das Ende schon wüsste, das wäre ja langweilig. Ich habe mir da jetzt kein so konkretes Ziel vorgenommen. Was ich auf jeden Fall mehr möchte, ist offline sein mit den Leuten. Also ich glaube, dass auf Instagram natürlich total viel Potenzial, Menschen anzuziehen und Menschen überhaupt erstmal für das Thema zu begeistern und in so einen Space zu holen. Aber am allerschönsten bisher fand ich immer die Begegnungen mit den Menschen in der echten Welt. Ich habe ja auch einmal so ein kleines Event gemacht. Mit Jahresreflexion und Yoga-Praxis und gemeinsam beten und so weiter. Und mir schreiben ganz oft Menschen, ich finde nicht Leute in der Offline-Welt, die so denken wie du und wie ich. Und ich denke mir, ja, wir müssen uns doch treffen. Wir müssen uns doch alle mal treffen und vielleicht gar nicht in so einem Gemeinden- Kontext oder so. Also ich sehe mich jetzt, um Gottes Willen, nicht in der Position, in einer Gemeinde zu gründen oder so, aber einfach in so eine Art, Veranstaltungen oder irgendwelche analogen Zusammenkünfte von Menschen, die eben so denken und das eben so spirituell begleiten und ich habe auch immer so ein bisschen die ja, Im Hinterkopf sowas wie, ich habe schon öfter so einen Yoga-Retreat gemacht oder so und ich hätte so Lust, mal irgendwie so eine Länge verzeiht, ein Wochenende oder so, einfach mit Menschen zu verbringen, die ähnlich oder gleich glauben wie ich und da einfach so einen schönen Ort zu kreieren, wo man sich so ganz doll reinfallen lassen kann. Das wäre mir so, es wäre so, so schön. Und diese Menschen irgendwie zusammenzubringen, die sich alle irgendwie gesehen fühlen auf einem Profil und die sagen, genau so glaube ich doch auch. Und endlich habe ich mal einen gefunden, der das irgendwie versprachlicht. Und ja, diese Leute zusammenzubringen, auch im echten Leben, nicht nur eben auf Social Media. Das wäre so toll. Und da möchte ich irgendwie auch hin, mehr, mehr in die offline Welt. Kann ich gut hören und geht uns, glaube ich, bei Schöner Glauben auch so. Also wir haben uns ja vorgenommen, irgendwie Menschen zu vernetzen und zu empowern und Schöner Glauben zu leben und merken da auch, das ist cool, das digital zu machen und wir haben jetzt auch eine neue App, die könnt ihr euch alle runterladen und dann tatsächlich in eine direkte Kommunikation miteinander gehen und dann versuchen wir eben öfter jetzt auch mal solche Live-Events zu machen, Da freue ich mich schon drauf, dass wir dann ganz genau, 12.6. in München. Haben wir gut organisiert, dass das bei dir vor der Haustür ist, oder? Ja, mega. Das fand ich wirklich lieb von euch. Du machst viel Content, du arbeitest auch noch in einem normalen Job und jetzt wage ich doch noch den Ausblick, weil mich das interessiert. Du hast vor ein paar Tagen gedroppt, dass du jetzt Autorin bist, aber wahrscheinlich bist du schon länger Autorin, also es ist ja meistens nicht der erste Zettel, der gleich veröffentlicht wird, den man beschreibt, sondern du hast ein Buch geschrieben, die Austernfischerin. Wie kommt es dazu? Ja, also ich versuche auch das gerade noch ein bisschen zusammenzubringen auf meinem Profil. Das ist natürlich jetzt ein bisschen eine ganz andere Ecke von mir, von mir als lebende Person. Hat auch nichts mit meinem Glauben zu tun. Ich wurde schon öfter gefragt, geht es da dann um deinen Christfans da denn sein? Nee, gar nicht. Also das ist ein Roman und da ist in dem Roman auch niemand gläubig oder zumindest wird es nicht angesprochen. Aber ja, ich habe ein Buch geschrieben. Das ist natürlich das erste Buch, das ich geschrieben habe, also das erste größere Buch. Und das kommt raus am 13.07., kann man jetzt schon vorstellen. Es ist ein atmosphärischer Sommerroman. Es geht ein bisschen um Queerness. Es geht darum, darum geht es schon auch, was ja auf meinem Instagram-Profil auch ganz kurz so eine Rolle spielt. Es geht darum, von einer Person gesehen zu werden. Es geht darum, wie fühlt sich es an, wenn da jemand ist, der einen sieht. Also als Mensch und als die Person, die man ist und der so ein Gespür für einen hat und von dem man sich einfach gesehen gefühlt und darum geht es auch ein bisschen auch. Ich weiß nicht, ob ich noch meinen Standard-Klappentext sagen soll. Also du darfst ihn sagen, ich werde dich nicht muten. Also es geht einfach um ein Heteropar und die sind irgendwie in ihren Zwanzigern und haben Semesterferien und fahren zu seiner Mutter nach Dänemark und seine Mutter wohnt ganz alleine in einem kleinen piktoresken Häuschen und handelt mit Wildaustern. Sie ist also die Austenfischerin und diese beiden Frauen, also die Protagonistin, die junge Protagonistin und diese Mutter, die kommen sich im Laufe des Buches näher und entwickeln ja noch ein sehr, sehr intimes Verhältnis, von dem niemand so genau weiß, wo das hinführt. Erst recht nicht der Partner, der das alles irgendwie gar nicht sieht. Und es ist ganz atmosphärisch und ganz intensiv, würde ich sagen, zwischen diesen drei Figuren. Ja, und das ist jetzt also auch, was ich noch mache auf meinem Profil ab jetzt. Ja, das klingt sehr spicy, ein bisschen geheimnisvoll und muss mal schauen. Ich habe meine Literaturliste für den Sommerurlaub noch nicht vollständig zusammen. Vielleicht kann ich das dann auch mitnehmen. Kann ich dir gleich empfehlen, Celine Edinger, die Osnabfischerin. Ja, schön. Selin, ich habe den Eindruck, dich ein bisschen besser kennengelernt zu haben oder überhaupt mal kennengelernt zu haben. Vielen Dank dir für deine Zeit und für dein Dich-Zeigen. Ich will noch einen Bezug, glaube ich, nehmen, warum ich glaube, dass dieses Thema Gesehenwerden dran ist. Also bei Social Media geht es ja so ein bisschen um Aufmerksamkeit, irgendwie Leute binden oder die Algorithmen sind so konstruiert, dass wir möglichst viel Zeit da reinstecken und dann merkt man manchmal, irgendwie das richtige Leben zieht an einem vorbei, deshalb ist es gut, darüber auch nachzudenken. Ich bin als Pastor in Gemeinden oft damit konfrontiert, irgendwelche Inhalte oder Sachen so zuzusprechen. Und ein Mittel, was es da gibt, sind die sogenannten Jahreslosungen. Vor ein paar Jahren war die Jahreslosung, du bist ein Gott, der mich sieht. Ja, ich halte es ihm. Die Erzählung von Hagar. Und ich habe jetzt schon seit ein paar Jahren immer wieder diese Jahreslosung zum Thema und mache das gerne, so einen Vorausblick und dann am Ende des Jahres zurückzublicken. Aber ich muss sagen, bei dieser Jahreslosung, die ist bis heute noch so ein Dauerbrenner, dass Leute sagen, die hat mir was bedeutet oder das war was, wo so ein emotionaler Raum aufgegangen ist. Und gesehen zu werden, wahrgenommen zu werden von Gott oder dann auch von anderen, Es ist so ein Schatz und so wertvoll. Und deshalb wünsche ich dir, dass du mit deinem Profil genau das immer wieder schaffst. Vielleicht auch mit deinem Buch, aber jetzt mal vor allem mit deinem Profil Menschen wahrzunehmen und in Verbindung zu kriegen. Das ist ein schönes Anliegen, finde ich. Und deshalb finde ich es richtig schön, dass du meine erste Gästin warst, hierbei anfiltert, wo ich auch so ein bisschen versuche, den Menschen einen neuen Blick auf Leute zu ermöglichen, um das Ganze nahbarer, menschlicher und verständlicher zu machen. Danke dir, dass du dich gezeigt hast. Gerne, was für ein schönes Schlusswort, diese Jahreslosung liebe ich nämlich auch sehr, ich finde das wie du schon beschreibst, einfach ein ganz tolles Gefühl gesehen zu werden, oder, Das ist einfach wirklich ganz schön. Fühlt man sich so aufgehoben. Ja, danke, dass ich da sein durfte. Es war ein ganz schönes Gespräch mit dir. Und schon sehr ungefiltert, würde ich sagen. Und ich freue mich auf unser Live-Event und auf alles, was noch kommt. Und ja, danke dir. Sehr gut. Dann bringe ich dir da einen gut verträglichen, bekömmlichen Espresso mit und keinen Filterkaffee als kleines Geschenk. Und euch allen wünschen wir eine gute Zeit. Passt auf euch auf und nehmt die Menschen um euch rum wahr und seht sie. Ich glaube, das kann man so zusprechen. Und wir würden uns freuen, euch zu sehen am 12.06. um 19.30 Uhr, Jugendkirche München oder in der Schöner Glauben App. Macht es gut. Ciao, ciao. Ciao. Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!