Hallo, schön, dich zu sehen, Dunja. Hallo Isis, schön, dich zu sehen. Und hallo an alle ZuhörerInnen zu einer weiteren Folge Wonderland. Das ist unsere Halloween Edition. Ja, wir befinden uns ja im Spooktober. Das muss gefeiert werden. Und das ist natürlich ein religionswissenschaftliches, wie soll ich sagen, Zuckerstückchen, das wir uns nicht entgehen lassen wollen. mal religionswissenschaftlich auf das Halloween-Fest und diesen Monat zu schauen. Genau, und das werden wir heute machen. Das werden wir tun. Oktober ist generell ja irgendwie ein ganz interessanter Monat gewesen dieses Jahr, weil ja Taylor Swift ihr neues Album rausgebracht hat. Stimmt. Und das ja sehr krass gelandet ist. Von daher ist es gut begonnen mit einem neuen Album. Und jetzt sind wir nicht im Life of a Showgirl, sondern im Life of a Spooky Girl, würde ich sagen. Ja, bist du ein Spooky Girl, Donja. Stehst du auf diese ganze Halloween, Winter, Herbst, also ja, Gottes Willen, noch kein Winter, also Herbst und Spooky Season. Also ich muss sagen, früher war ich immer so ein Angsthase. Ich hatte richtig Angst vor Geistern. Und deswegen war das immer so ein bisschen so, war nicht so mein Ding. Ich bin ja auch sehr christlich aufgewachsen. Von daher war es auch nicht so, dass die Gemeinden das so gut fanden. Aber je älter ich geworden bin, desto cooler fand ich es eigentlich. Und jetzt bin ich wirklich so einer, die so zelebriert, dass man sich abends mit der Kerze hinsetzt, einen schönen Tee trinkt, den ich auch jetzt schon habe, mein Teechen hier. Und genau, dann irgendwie Hörbuch hört und entspannt. und an Halloween treffen wir uns auch immer mit unserer D&D-Gruppe und spielen einen spooky One-Shot. Geil, sehr schön, hervorragend. Ich finde tatsächlich, ja, ich liebe es tatsächlich und finde es irgendwie, also wo du es gerade sagst, wie war es bei mir als Kind, also tatsächlich früher gab es das auch noch nicht so richtig, aber ich war glaube ich eine der ersten Generationen, wir haben das so gemacht bei uns im Dorf und das fanden meine Nachbarn so mittel cool. Mittlerweile es ist einigermaßen gemütlich. Es gibt tatsächlich, ich habe einen anderen Bezug noch zu Halloween und zwar, ich finde Halloween ist so ein bisschen wie das coole, Das coolere Fasching, weil man darf sich nicht verkleiden, aber irgendwie, es laufen keine Après-Ski-Hits, sondern irgendwie andere Musik. Und was ich total lustig finde, ist, dass Halloween auch immer wieder so ein bisschen als das queere Weihnachten bezeichnet wird, was ich auch sehr spannend finde. Tatsächlich, ich habe ja lange in Mannheim gewohnt und da gibt es super schwarze Mannheim und da gibt es auch immer, so eine gay special night whatever für zu Halloween, und da habe ich das zum ersten Mal erfahren, dass das quasi so das gay Christmas ist und halt irgendwie so auch vielleicht mal mit diesen also die Outfits und die Taburröcher also dass ich einfach auch so ein bisschen so eine christliche Counterculture da. Ja, zusammenfindet. Das fand ich immer ganz lustig da dran. Ja, total. Und ich finde das so witzig, wenn Halloween einerseits so als das total heidnische Fest bekannt ist und andererseits, darüber werden wir heute noch einiges lernen, ist es jetzt auch gar nicht so weit weg von ich sag mal den christlichen Traditionen beziehungsweise von dem, was daraus gemacht wurde. Das, genau, da werden wir, genau, das sind nämlich Fragen, auf die wir heute eingehen wollen. Es gibt ja diese Geschichte, dass Halloween so ein keltisches, veganes Fest ist und so weiter. Und auf diese Fragen werden wir heute eingehen. Aber genau, wir starten mit einer Frage aus der Community. Genau, so rum. You wonder. Ihr fragt und wir antworten. Für unsere Kategorie YouWonder, wenn ihr nämlich eine Frage bekommt zum Thema, lustigerweise auch Halloween und zum Thema Japan, das liegt wahrscheinlich wieder an mir, da war nämlich die Frage, gibt es denn auch Halloween in Japan? Also ich muss echt sagen, dass das momentan so ein bisschen ein trauriges Thema ist. Es gab ganz lange so eine riesige Halloween-Party in Shibuya. Also es ist so ein ganz cooles, großes Virtual, wo es auch viele Einkaufsläden gibt und so. Und da gab es eine wirklich massive Halloween-Party, die aber gar nicht organisiert war. Die war einfach, ich sag mal, so ein freies Treffen von ganz vielen Leuten, aber halt wirklich so massiv vielen Menschen. Und das war eben das Tokio Shibuya Halloween Fest. Und genau, das wurde leider jetzt schon mehrmals gekennst, weil die Leute sich nicht benehmen können. Ja, die Geister nehmen überhand. Aber also was heißt das? Welche Form von sich nicht benehmen? Also wirklich so sehr, sehr viel Public Drinking, sehr, sehr großes Party machen. Und ich weiß nicht, wie sehr unsere Hörerschaft, Hörerinnenschaft, sich auskennt mit Shibuya. Aber das ist so das bekannte Viertel in Japan für diese, oder in Tokio, für diesen Zebrastreifen, den man ganz oft auf Videos und Filmen auch sieht. Das ist dieser massiv viel benutzte Zebrastreifen. Und dort unter anderem, das ist direkt an Shibuya Station, da gibt es super, super, super viele Partybilder von noch, wenn man mal guckt, von den Halloween-Partys. Die crazysten Cosplays und Kostüme und die Leute sind wirklich komplett ausgerastet. Und Japan, wenn man schon mal in Japan war, weiß man, es ist ein sehr ordentliches Land. Es ist nicht sehr appreciated, dass man da auch viel Dreck hinterlässt zum Beispiel und auch Public Drinking ist eigentlich nicht gerne gesehen. Und das ist halt so eskaliert in den letzten, ich sag mal, ein paar Jahren, weil das halt wirklich mehrere zehntausend Leute waren. Also, ne? Also ich glaube so bis zu 60.000 oder so, die zahlen mich nicht ganz sicher, aber es waren immer massiv viele Menschen. Und das hat Tokio, besonders Shibuya Ward und auch Shinjuku, die haben gesagt, es reicht jetzt. Also sie hatten immer über 100 PolizistInnen da so stationiert und eben zu gucken, dass das alles sicher ist und so. Genau, weil es natürlich auch eine, je fröhlicher und betrunkener die Menschen sind, die später nachts sind, ist es halt auch gefährlicher für, gerade auch für Frauen oder für weiblich gelesene Menschen oder eben für Menschen, die irgendwie gewaltbereit sind. Es ist vielleicht auch eine Zeit, wo man Sachen tut, die nicht so schön sind. Deswegen, genau, gibt es sozusagen diese typische Halloween-Party nicht mehr. Aber es gibt in Japan Halloween-Cafés, es gibt Disneyland Halloween-Special, es gibt spooky, spooky, spooky things everywhere, Süßigkeiten, die Halloween-mäßig gethemt sind. Also es ist ein Fest und es gibt auch viele kleine Festivals dann so in den Städten und in den Orten. Aber genau, das war für Tokio ganz lange bekannt, weil dieses offene Halloween-Fest gibt es halt leider nicht mehr. Okay, also das heißt Verkleidung und Season, ja, aber Party auf der offenen Straße, Party hart, nein. Please not. Not anymore, not anymore. Ja, ja. Okay, das müssen wir mal dazu fragen. Hast du mal die Gelegenheit gehabt, da selber auch mal zu sein? Nee, leider war ich noch nie da, aber ich glaube jedes Mal, als das war, war ich einfach nicht in Japan oder ich war in der Uni. Oh ja, okay, ich sehe die fleißigen Forschenden, ich sehe das schon. Aber es gibt dann wie gesagt noch viele andere coole Sachen, die man sich anschauen kann und so Halloween-Cafés, das habe ich schon mal gesehen. Aber leider eben nicht diese große, also wirklich extrem große Masse an Menschen. Das hätte ich schon gerne mal gesehen, weil die auch alle so fucking cool aussehen. Also wirklich krasse Kostüme haben. Ja, super cool. Ja, super cool. I wonder. Was geht eigentlich in unserer Welt? Aktuelles, religionswissenschaftlich betrachtet. Ja, I wonder. Ich stelle mir Fragen oder wir haben uns Fragen gestellt und zwar jetzt natürlich passend zur Season. Erstmal die Frage, warum ist denn eigentlich Halloween überhaupt an dem Datum, an dem es tatsächlich ist? Für alle diejenigen Unbedarften, die noch keine Halloween-People sind, es ist der 31. Oktober. Und die Frage ist aber natürlich, warum jetzt genau an diesem Datum? Und also ich möchte jetzt mich ganz gerne mal, ich möchte an der Stelle mal ganz kurz mal eine Quelle offenlegen, das finde ich natürlich total spannend und auch an der Stelle nochmal einen ganz lieben Gruß Richtung Zürich und Richtung Tübingen, weil nämlich im Oktober 2022, am 28., also im Endeffekt sehr genau vor drei Jahren, Ähm, wurde nämlich Bernhard Meyer, ähm, wurde nämlich Bernhard Meyer, äh, von, ähm, Dorothee Lüdeckens, die den Podcast Erleuchtung garantiert macht, ähm, genau diese Fragen gestellt, also wie genau, was ist denn der Hintergrund, äh, von Halloween, also, und Bernhard Meyer ist nämlich Kältologe und die Frage war eben, ist das eigentlich ein Kältisches Fest und, ähm, Genau, dieser Podcast ist ja auch total klasse, Erleuchtung garantiert. Dunja, da warst du letztens auch zu Gast, ne? Ja, da war ich sogar auch da. Kann ich nur die Grüße auch senden an alle. Genau, ich war in Zürich vor Ort und durfte mit Dorothea sprechen. Es war sehr schön, sehr viel Spaß gemacht. Wir haben uns über Gaming gesprochen, aber genau, ich bin ganz gespannt, was dein Kollege jetzt erzählt oder unser Kollege jetzt erzählt hat. Genau und zwar, also ich fand es super spannend, mir diese Podcast-Folge auch anzuhören und eben mir da von Bernhard Meyer mal erklären zu lassen, wie das eigentlich alles historisch einzuordnen ist. Also warum ist es überhaupt der 31. Oktober? Also es gibt, oder beziehungsweise ich glaube, ich möchte das gerne erzählen in der Gegenüberstellung mit der Popular Lore sozusagen über Halloween. Und es gibt ja diese Popular Lore, dass Halloween ein altes keltisches oder germanisches Fest ist, ein paganes Fest und das quasi von den Christen adaptiert wurde und dass es auf den keltischen Kalender zurückgeht und dieser keltische Kalender hätte was zu tun mit den, also das ist im Endeffekt die Abstimmung, der abgestimmt auf Sommer soll. Sonnenwende oder Sommer, die Sonnentag- und Nachtgleiche. Und jetzt habe ich von Bernhard Meyer etwas anderes erfahren und zwar basiert dieses Fest am 31. Oktober, das hat einen Zusammenhang mit dem irischen Landwirtschaftskalender tatsächlich. Es geht nämlich einfach darum, dass quasi zu dieser Zeit, also am 31. Oktober, also einfach gefeiert wurde, dass jetzt alles, was auf dem Feld passiert, jetzt mal zur Ruhe kommt. So ein bisschen wie Antedankfest? Genau, geht so sehr in diese Richtung. Und dann wird im Februar dann eben der Neubeginn der Landwirtschaft gefeiert mit Embolik und so weiter. Und dann gibt es ein, also es gibt natürlich auch ein Erntedankfest, das ist im August. Genau. So, und aber eben das, Und Samhain-Fest am 31. Oktober hat eher was damit zu tun, dass das wirklich so der Moment ist, wo man dann auch wirklich, ich sag jetzt mal, die Geräte in den Schuppen fährt. Und dann ist erstmal Winterpause. Winterpause für die Landwirtschaft. Das ist eigentlich der historische Hintergrund für dieses Datum. Fand ich total spannend. Für das Datum von Samhain allerdings. Und jetzt haben wir, wir feiern ja nicht Samhain, sondern Halloween. Und das kommt jetzt vom Namen her von All Hallows Eve, also dem Abend vor Allerheiligen. Und das ist jetzt wiederum ja ein christliches Fest. Genau. Und am 2. November gibt es noch den, also das ist am 1. November und Allerseelen gibt es am 2. November. Auch ein sehr spannendes, auch ein sehr spannendes Fest. Und eben da geht es um, das ist die Feier, also Allerheiligen ist die Feier, wo alle Heiligen, also ein katholischer Feiertag, wo alle Heiligen verehrt werden und alle Seelen eben, da ist ein Gedenktag der Verstorbenen. Und das heißt, das sind erstmal zwei verschiedene Feste, die da einfach so Patchwork-mäßig zusammengedacht werden als ein Fest. Und das keltische, also genau, das war das nächste super spannende. Und zwar, es ist ein irischer Landwirtschaftskalender. Das hat mit den Kelten erstmal gar nichts zu tun. Das war auch super spannend, weil was Maya nämlich erklärt, ist, dass die Region, in der die Kelten gelebt haben, die antiken Kelten, das ist einfach riesengroß. Es gibt ja auch tatsächlich... In Tübingen, da wo ich jetzt auch an der Uni arbeite, gibt es ja auch Ausgrabungsstätten, also das heißt in ganz Europa und eben auch in Irland, aber das fällt zeitlich nicht unbedingt zusammen. Das heißt, Halloween kann man nicht als, also wir haben keine klaren religionshistorischen Beweise dafür zu sagen, dass Samhain ein keltisches Fest ist, sondern es hat eher was zu tun mit dem irischen Landwirtschaftskalender, fand ich unglaublich spannend. Das ist wirklich witzig. Besonders die Iren beziehen sich ja auch mega auf die Kelten. Das ist ja so, ich weiß nicht, ob du schon mal in Irland warst, aber es ist ja so sehr, dass die sagen, ja guck mal, das ist so unsere Ancient History. Aber es ist dann wirklich trotzdem eigentlich nicht deren Kalender, sondern einfach ein irischer Landwirtschaftskalender. Das finde ich ja am besten. Also das ist ja so lustig. Und das finde ich auch mega spannend. Also woher kommt das eigentlich? Das haben wir ja nicht nur bei Halloween. Es gibt ja auch diese Idee von anderen, ich sag mal, christlichen also Traditionen, die wir heute im Christentum haben, wo dann darüber gesprochen wird, naja, das hat ja eigentlich einen älteren, paganen Hintergrund. Und Meiers Perspektive darauf ist ein bisschen kritisch, weil er nämlich sagt, naja, an ganz vielen Stellen, also erstens wissen wir es an ganz vielen Stellen nicht, weil wir einfach keine Daten dazu haben, ja, aber was halt, und das ist so ein bisschen ähnlich wie die Erfindung der Hexenreligion Vicar, die ja in den, die ja im 20. Jahrhundert ja erst auch erfunden wurde, dass das im Endeffekt oft einen anderen, also dass es einen anderen Hintergrund hat, dass diese historischen Bezüge aufgemacht werden. Das hat eher was damit zu tun, zum Beispiel, dass eine akute Kritik, also eine gesellschaftliche Kritik am Status quo geführt werden soll oder vielleicht sogar am Christentum, irgendwie auf eine Religion, die früher war und die quasi was Ursprünglicheres hat, darauf referiert wird. Oder, dass Wunschvorstellungen oder irgendwie, also vielleicht auch eine politische Agenda oder wie auch immer, so eine akute Agenda, hier ähm, auf die Religionsgeschichte draufgelegt wird. Und dann auf einmal zeigt sich da, in Anführungszeichen, wie so eine Art paganes altes Erbe noch vor dem Christentum sich da durchsetzt. Also so, das ist das Narrativ. Wohingegen das aber eigentlich eher so ist, dass eben Leute in der Gegenwart sind oder zu den jeweiligen Zeitpunkten, die eigentlich eine Kritik an ihrer eigenen Gesellschaft üben wollen und das aber eben so historisch rechtfertigen wollen. Und das finde ich eigentlich lustig. Jetzt möchte ich nochmal ganz kurz den Bogen schließen zu dem Gay Christmas, Halloween als Gay Christmas, weil das einfach so gut in dieses Erklärungsmodell reinpasst. Also das finde ich eine spannende Theorie, aber wenn es jetzt irgendwie auch darum geht, also das fand ich nämlich jetzt so, was sagt die Gay Community über Halloween, zumindest mal die Daten, die ich dazu erheben durfte da, wo es eben darum geht, ja also Weihnachten wird halt irgendwie oft als repressiv empfunden und dann ist man bei der Familie und das ist irgendwie schwierig. Schwul zu sein und also in vielen Biografien wird es als schwierig erlebt. Und da gibt es irgendwie diesen Ort, wo diese Grenzüberschreitungen in Outfits und Verhaltensweisen und Divianz überhaupt ist zu Hause an Halloween und deswegen ist es so dieses Face. Also finde ich spannend, wie das irgendwie auch wir heute so ähnliche Sachen beobachten können. Ja, total. Ja. Finde ich ja cool. Ja, aber ich finde, das Coolste daran ist eigentlich, dass zugrunde liegt ganz oft einfach die Veränderung der Seasons und dass man das dann wirklich über Jahre hinweg immer wieder neu interpretiert, auf verschiedene Sachen legt und so und ja, ein cooles. Menschliches Mechanismus, wie krass die aber auch beeinflusst sind von der Umwelt und von dem, was passiert eben außerhalb von unseren vier Wänden und wirklich in der Natur und wie das dann einfach mehrfach umgedeutet wird. Ja, auf jeden Fall, super spannend und eben, auf der einen Seite gibt es eben schon auch ... Formen der Kultur oder Formen der Festlichkeiten und so weiter, die eben eine lange, lange Rezeptionsgeschichte haben. Aber es gibt eben auch das Umgekehrte, dass Rezeptionen quasi erfunden werden, weil es uns jetzt gerade einfach passt. Also das finde ich, können wir so ein bisschen beides beobachten hier. Es ist beides so da. Also, in unserer Kategorie Pop und Nische möchte ich mal auf die gegenwärtige, Tradition Halloween zu feiern eingehen. Also Halloween ist, wie wir jetzt gerade von dir schon hören durften, Dunja, ein Fest, das wir, das ja sogar international verbreitet ist und es unterschiedliche Akteursgruppen gibt, die alle möglichen Sachen dazu machen. Wir haben das amerikanische, also nordamerikanische Halloween, was irgendwie oft einfach bedeutet, dass Leute sich verkleiden und irgendwie ein lustiges Fest feiern. Das ist nicht unbedingt mal spooky. In Nordamerika ist es nicht unbedingt spooky. Dann haben wir natürlich ein Halloween als ein Feiertag in vielen neopaganen Religionen, wie zum Beispiel im Wicca, wo es darum geht, dass die große Göttin und der große Gott, also der Jahreszeit, also im Wicca gibt es acht Jahreskreisfeste, die gefeiert werden und die drehen sich um die Biografie der großen Göttin und des großen Gottes und da ist Halloween eben auch ein ganz wichtiger Höhepunkt. Manche sagen noch, der wichtigste Feiertag. Da wird natürlich Halloween wieder ganz anders gefeiert und genau, ich hab's damals ich hab dieses, ich hab's schon erzählt, wir haben damals als Kinder sind wir tatsächlich so um die Häuser gezogen und haben Trick or Treat, gemacht und eben irgendwie uns vergleitet und zwar müssen wir natürlich gruselig sein. Und das ist eben total spannend, also auch nochmal das so zu betrachten. das ist, also und, Und Bernard Meyer bezeichnet das auch als so eine Art Kommerzialisierung von einem Halloween-Fest, dass er aber eigentlich erst mal damit, also so historisch gesehen, damit erst mal gar nicht so viel zu tun hat. Und dass hier eher unterschiedliche Patchwork-Traditionen zusammengekommen sind. Aber was ich eben spannend finde, ist, wenn wir uns jetzt mal darauf konzentrieren, dass es hier auch Kontinuitäten gibt. Ja, viele Sachen werden auch aus der Jetzt-Zeit neu erfunden, aber es gibt eben auch Sachen, die Kontinuitäten aufweisen, wie zum Beispiel eben dieses Samhain-Fest, das eben im Endeffekt mit dem irischen Erntekalender zusammenhängt. Und es ist ja witzig, dass es eigentlich aus Europa kommt, dann nach Amerika ging, in Amerika kommerzialisiert wurde und jetzt im Endeffekt von da aus dann wieder zurück nach Europa und im Endeffekt die ganze Welt wanderte. In neuen Formen. Genau, in neue Formen. Das ist total spannend. Und dazu einfach noch ein kleiner Funfact, fand ich auch total interessant. Ja, warum ist das eigentlich so? Also erklärt Bernhard Meyer damit, dass eben viele, also im 19. Jahrhundert eben viele Iren in die USA ausgewandert sind damals und mit ihnen eben auch ihre Rübenlaternen mitgenommen haben und eben die... Eben auch das Samhain-Fest und das quasi sich dort als Halloween dann mit anderen Feiertagen im Christentum entwickeln konnte und eben auch kommerzialisiert wurde und dann, genau, also das hängt im Endeffekt zusammen mit Migrationsströmen. Das fand ich echt spannend, nochmal sich so vor Augen zu führen, warum überhaupt Halloween in Amerika, also beziehungsweise auf Nordamerika, so groß geworden ist. Total. Genau. Ja. In unserer Kategorie religiöse VIPs geht es jetzt auch weiter eben mit dem Halloween-Zauber. Und zwar hattest du das ja gerade schon erwähnt, Isis, dass die Iren und Irenen rübergegangen sind nach Amerika und dort einiges passiert ist. Unter anderem hat sich eben das Halloween-Fest verändert. Und ich sage mal, man wird schon auch teilweise neu interpretiert, könnte man schon was dazu sagen. Aber was du gerade erwähnt hast, waren eben diese Rübenlampen-Laternchen. Und auf die möchte ich nochmal eingehen. Denn was ich immer super spannend fand, ist, wenn ich so einkaufen gehe. Und ich weiß nicht, ob ihr da auch schon mal wart, aber bei TK Maxx gibt es ja ganz viel so, ich sage erstmal kitschigen Halloween-Kram, den man kaufen kann. Und eins der Hauptdinger ist immer dieser Kürbis. Also der Kürbis mit einem meistens gruseligen, manchmal auch sehr happy Gesicht, den man dann irgendwo hinstellen kann. Hast du schon mal Kürbisse geschnitzt, also ausgefüllt? Tausendmal. Ich habe letztes Jahr meinen Kürbis, ich habe dieses Jahr noch keinen gemacht, aber letztes Jahr habe ich den so früh geschnitzt, dass er bis Halloween schon längst wieder vergammelt war. Das heißt, ich muss den schon lange vorher wieder wegschmeißen. Das ist echt so. Wir hatten das auch damals noch in meinen WG-Zeiten diese geschnitzten Kürbisse und wir haben immer gesagt, nee, weißt du was, wir kaufen jetzt einfach Zierkürbisse und bemalen die, weil das ist uns echt ein bisschen zu blöd, dass die dann so stinken. Das ist eine gute Alternative, ja. Aber es ist auf jeden Fall, genau, so eine Praktik. Und der VIP, um den es hier gehen soll, sind jetzt diese Kürbisse, beziehungsweise die Legende, auf denen diese Kürbisse, diese geschnitzten, ausgehöhlten und mit der Lampe leuchtenden Kürbisse zurückgehen. Und zwar sind das auf Englisch, nennt man die Jack of the Lanterns oder Jack of the Lantern. Das ist sozusagen der Begriff. Und das bezieht sich auf verschiedene Ursprünge, unter anderem die Geschichte von Stingy Jack. So, und der ist jetzt auch ihre natürlich. Und ich dachte, ich bringe mal die Geschichte mit und erzähle euch mal, wie es dazu kam, dass wir diese ausgehölten Kürbisse jetzt Jack O'Lantern nennen, also von ihm sozusagen abhängig. Also, Jack... Ihre, typisches Bild von dem, immer betrunken natürlich. Ach so, natürlich. Natürlich, gar nicht stereotypisch. Und ich muss dazu sagen, ich habe mal ein Jahr in Irland gelebt, von daher die Irntrigen schon gerne und sind auch sehr stolz drauf, dass sie es können. Und der Jack, der hat so angeblich irgendwie vor 300, 400 Jahren gelebt und der war eben sehr listig. Ja, also bekannter, listiger Typ und hat ganz, ganz viel Schabernack betrieben, würde ich mal sagen. Und in manchen Geschichten war der auch ein Schmied. Also der war schon auch gut verankert in seinem Dorf, aber war halt echt bekannt dafür, dass der so viel Quatsch gemacht hat. Und das hat ja auch allen erzählt. Und das hat irgendwann, Achtung, wie könnte es anders sein, Satan mitbekommen und dachte sich so, das kann nicht sein. Also ein Mensch, wie kann der so viel Quatsch machen? Außerdem kann das nicht sein, dass der wirklich so gut darin ist und so lustig ist. Das heißt, Satan hat sich dann entschieden, so, ich gehe jetzt mal auf die Erde und schaue mal nach und treffe mal diesen Jack. Und da gibt es jetzt verschiedene Teile der Geschichte. Das ist halt, wie gesagt, eine Legende. Es ist nicht so ganz klar, wie es genau abgelaufen ist. Aber ich sehe jetzt eine Variante davon. Also der hat sich mit Jack getroffen und, Und Jack hat relativ schnell erkannt, okay, das ist jetzt der Teufel und ich glaube, my time has come. Ich muss also jetzt gehen. Und Jack, smart wie er ist, hat sich überlegt, nee, also eigentlich habe ich gar keinen Bock in die Hölle zu gehen und hat dann sich eine Liste überlegt und hat gesagt, so Satan, also, bevor ich jetzt für immer und ewig in die Hölle muss, man sieht hier schon den christlichen Ursprung dieser Geschichte, bevor ich in die Hölle muss, würde ich eigentlich sehr gerne noch was essen. Ich habe echt Hunger. Und hat dann gesagt, kann ich nicht auf dem Apfelbaum mir noch einen Apfel holen. Und dann ist er aber nicht reingekommen. Und dann hat Satan gesagt, okay, komm, ich kann diesen Wunsch dir jetzt auch nicht verbieten. Ich hole dir jetzt einen Apfel. In dem Moment, wo Satan auf diesen Baum klettert, dumm wie er ist, weil es gab vorher schon ein paar Probleme leider, wie der Satan schon erleben musste. Es gibt so ein paar Varianten, wo die schon mal so ein bisschen Probleme hatten und Satan ein paar Mal ausgedrückt wurde von Jack O'Lantern. Also Jack. Und das war wieder so ein Fall, wo Jack gesagt hat, ha ha ha, hilf mir doch mal. Also klettert eben Satan auf diesen Baum und Jack stellt ganz viele Kurzifixe, typisch irisch, katholisch, ganz viele Kurzifixe um diesen Stamm. Und Satan kann nicht runterkommen. Und sagt dann zu Satan, so, wenn du jetzt befreit werden willst, dann musst du mir jetzt versprechen, dass du meine Seele nicht in die Hölle mitnimmst. Und Satan will natürlich frei sein, kommt nicht runter. Also auch ein ganz interessantes Satan-Bild, muss ich ehrlich gesagt mal eindringen. Voll, ja. Der ist voll menschlich, klettert er irgendwie hoch, kommt, also total crazy. Ich denke mal, kann der nicht einfach wegfliegen, aber scheinbar haben diese Kurzwege ihn runtergezogen. Naja, und dann ist Satan eben bereit zu sagen, okay, weißt du was, ich verspreche dir das jetzt, deine Seele wird niemals in die Hölle kommen. Weiß aber schon, ob der in den Himmel kommt, ist die andere Frage. So, und da ist jetzt Satan auch ein bisschen listig. Nun gut, irgendwann Jack, Jack, wie er leibt und lebt, der ihre, die er ist, in den Papps sich betrinkt, irgendwann ist zu viel und der Körper sagt, jetzt ist gut, es reicht jetzt, Jack is time to go. Und Jack stirbt und seine Seele geht in den Himmel und sagt, hi, an der Pforte, ich würde gern eintreten. Und die sagen, eigentlich bist du extrem sündhaft, das geht nicht. Also er hat bekannt für seine Sünden, von daher sagen, nee, das kann nicht sein. Und du gehörst hier nicht hin, versuch mal in der Hölle, Versuch mal beim Satan. Frag mal nach. Dann geht er hin und sagt, seine Seele schwibbelt dann zu runter zum Satan und sagt, hi, nice to see you again. Satan hat aber dann das Problem, er hat ihm ja versprochen, also ist auch ein sehr guter Versprechenshalter, der Satan, sagt, ich habe dir versprochen, dass deine Seele niemals in die Hölle gelangen kann. Das machen wir jetzt. Und sagt ihm dann, du musst halt hierbleiben. Und das heißt, Jack wird dazu verdonnert, zwischen den Lebenden und den Toten herzuwandern. Also so eine typische Geistergeschichte. Und Jack sagt dann, ich sehe ja gar nichts. Ich kann nicht sehen. Es ist ja dunkel und ich habe ja dann auch keinen Körper mehr. Und dann sagt Satan so, ich gebe dir eine glühende Asche, also so eine Glut gebe ich dir mit und die kannst du dann nutzen, um deinen Weg zu finden, den du jetzt für immer und ewig machen musst. Also du musst jetzt durch die Gegend laufen, die ganze Zeit. Und dann entscheidet sich eben laut dieser Legende Jack dazu, seine Glut in diese Rüben zu packen und dann eben mit so einer Rübenlamp, einem Rübli-Lämpchen durch die Gegend zu laufen. Und bei der Migration der Iren nach Amerika hat es sich so verändert, dass die Geschichte immer mehr so wurde, dass die jetzt nicht irgendwie Kartoffeln und Rüben benutzt haben, wie es eben in Irland war, sondern dass sie Kürbisse benutzt haben, weil das besser geklappt hat. Ah, ich wollte gerade fragen, wie kam das denn dann eigentlich zum Kürbis? Die sind größer, man kann da auch schön was reinschnitzen und so hat sich das eben entwickelt. Und das heißt, diese Geschichte... Vom Stingy Jack ist sozusagen die Grundlage angeblich dessen, warum wir heute diese Kürbisse eben immer noch schnitzen. Und es gibt auch noch verschiedene Perspektiven, wo gesagt wird, dass Jack O'Lantern nicht nur in den Kürbissen ist, sondern dass er auch eben seine Seele, diese Irrlichter, die man manchmal in Sumpfgegenden findet, also so Lichterscheinungen auch eher sind. Und wir nehmen auf Englisch eine Will-O-Wisps oder halt Will of the Wisps, geht auf eine andere Legende zurück, die eigentlich die gleiche Legende ist, nur mit Will als Hauptdarsteller und nicht Jack. Aber auch da gibt es sozusagen geteilte Ursprünge und man ist sich halt nicht sicher, woher es jetzt genau kommt. Aber Jack könnte sozusagen auch noch für die ganzen Geistererscheinungen oder so Lichterscheinungen zuständig sein, dass er sozusagen sich mal blicken lässt zwischendurch mit seiner Glut in dem Nämpchen. Genau, das ist die Geschichte von Jack. Spannend. Oh mein Gott, ich liebe so viel daran, an dieser Geschichte. Also vielen Dank fürs Erzählen und Teilen. Und zwar einmal, also ich muss an zwei Sachen gerade denken. Einmal Und dieses super beliebte Narrativ, das sich auch wirklich durch die gegenwärtige, spirituelle, esoterische, magische Szene zieht. Ja, in Halloween ist der Schleier so ein bisschen dünner, so zwischen den Welten. Und das ist auch sozusagen dann die Zeit, in der man dann auch leichter Kontakt aufnehmen kann zu anderen, zu Verstorbenen, zu Geistern, zu Dämonen, zu was weiß ich was und das ist ja im Endeffekt in dieser Geschichte ja auch schon so ein bisschen, also da wird ja dieses Narrativ dieser Zwischenwelt irgendwie, eingeführt oder schaut darauf auf, total interessant. Wird denn auch dann wirklich praktiziert, dass man dann schon so Seances oder so macht in der Halloweenzeit oder wie ist das dann? Ja, auf jeden Fall. Also Halloween, also es gibt ganz unterschiedliche, ich habe ganz unterschiedliche Sachen innerhalb der Magie-Szene da beobachten dürfen. Also was einmal passiert, ist, dass tatsächlich Menschen, die diese Zeit nutzen, also ich rede jetzt von praktizierenden MagierInnen, Hexen und wie sie sich selber bezeichnen mögen, nutzen, um tatsächlich Kontakt aufzunehmen, zum Beispiel mit Verstorbenen oder um um irgendwelche Beschwörungen zu machen, weil quasi da besonders viel Macht, Energie, wie auch immer, magische Energie greifbar sei, eben weil dieser Zugang eben so ein bisschen offener ist, sozusagen. Und das ist ja natürlich was, was wir, also da haben wir ja ganz viele so Narrative in der gegenwärtigen Szene, auch sowas wie. Also zyklische Zyklen, die sich wiederholen und zu bestimmten Zeitpunkten in diesen Zyklen, ist der Schleier dünner, ist der Zugang einfacher, zum Beispiel zu Vollmond, zu Neumond. Manche sagen auch, Frauen, die menstruieren. Manche sagen eben zum Beispiel auch Halloween als so ein jährlicher Zyklus, der sich da wiederholt. Ja. Also das wird auf jeden Fall genutzt. Und was auch tatsächlich jetzt ein bisschen in eine andere Richtung geht, von dem kulturellen Erbe, aber witzigerweise in der gelebten Praxis Überschneidungen hat, ist tatsächlich der Dio de los Muertos aus Mexiko. Also dieser Tat der Toten, wo quasi die Idee ist, dass man die Verstorbenen, also die Ahnen und Ahnenen einlädt, dass man ihnen einen großen Tisch bereitet, dass man denen leckere Speisen zubereitet und eben für den Abend mit denen zusammen feiert. Und wo eben so ein ganz anderes Verständnis, also was ist ein ganz anderes, ich will das auch nicht so romantisieren und vor allen Dingen nicht so verallgemeinern, aber ich beziehe mich jetzt quasi auf die Geschichtsschreibung oder die Geschichtsschreibung, heißt nicht so wissenschaftlich, ich meine auf die Geschichtenerzählung, wie Geschichten oft erzählt werden innerhalb der Szene, in Europa jetzt über diese, über diese. Diesen Tag der Toten. Dass dort nämlich ein anderes Verständnis von Tod und Sterben existiert. Und eben ein Feier. Also erstmal ist es Mama Muerte. Ja, es ist die Mama Tod. Also es ist nicht der Böde. Also bei vielen christlichen Darstellungen und europäischen Darstellungen ist der Tod ja immer so der Sensenmann. Und da ist eben die Mama, die Mama Tod. Das ist eine ganz andere Figur, so eine ganz andere Darstellung auch. Und dass die quasi eingeladen wird und dass man mit ihr zusammen dann eben mit den Toten zusammen feiert. Und ich hatte auch innerhalb meiner Feldforschung, konnte ich auch mal auf so einem Fest dabei sein. Das war total spannend, wo es dann eben darum ging, mit den eigenen Verstorbenen eine Party zu feiern, aber wirklich. Also schon auch, es hat so eine tragende Stimmung, aber es gibt auch wirklich, dass dann einfach miteinander gesoffen, also mit den Versprochenen gesoffen wird und gefeiert wird. Also eigentlich ein bisschen wie das, was du jetzt da erzählt hast aus Japan, nur vielleicht nochmal ein bisschen in einer anderen, also mit anderen Ästhetik, aber irgendwie so von der Idee vielleicht sogar ganz ähnlich. Das fand ich auf jeden Fall immer ganz spannend. Mega spannend. Genau. Und die andere Sache, und da komme ich nämlich jetzt auch zu unserem Doing Wonders Punkt, die mir jetzt da aufgefallen ist, ist der Punkt, dass das Jack O'Lantern ja tatsächlich auch auf die religiöse Praxis, also ich sage jetzt religiöse Praxis, das ist natürlich, religiös ist jetzt als Wort hier ein bisschen gedehnt, aber es ist eine Praxis, ja, ähm. Rituelle Praxis, whatever, ihr könnt jetzt hier das richtige Wort für euch einfügen, die mit Pflanzen umgesetzt wird. Und zwar, und das finde ich total spannend, wie du sagtest, in Irland zunächst mit Rüben und Kartoffeln und dann in Amerika mit Kürbissen. Das wusste ich nicht. Finde ich total interessant. Und ich stelle mir natürlich jetzt sofort die Frage, warum. Du hast ja gesagt, ja, es geht darum, die Kürbisse sind irgendwie auch größer und so weiter. Möglicherweise spielt auch eine Rolle, was für Gemüsesorten sind denn verfügbar. Welche kann man auch vielleicht opfern für sowas. Also so ein Kürbis ist natürlich auch ganz schön groß und der kann ja auch viele satt machen und dass man das dafür nimmt. Und das finde ich aber auch super spannend, wenn religiöse oder Folklore-Traditionen wandern. Wie dann auch die Pflanzen, die da drin vorkommen, sich verändern und auch irgendwie umgedeutet werden. Und der Kürbis jetzt irgendwie so das gruselige Halloween-Gemüse ist. Also es ist ja einfach jetzt irgendwie in der Wahrnehmung, ist es jetzt das Halloween-Gemüse? Es ist wirklich so, man isst es im Herbst und es ist das Halloween-Gemüse. Ja, genau. Und in dem Moment, wo es eigentlich ist, dann ist auf einmal sofort eine Zimtkerze. Das ist so ein Impuls. Jetzt muss ich beträgt eine Zimtkerze. So, und ich brauche jetzt eine Pumpkin-Spice-Latte. Übrigens, Pumpkin-Spice-Latte schmeckt nach allem außer nach Kürbis. Nach Kürbis, ja. Das ist eigentlich auch faszinierend. Aber habe ich aber jetzt aber gemerkt, dass das ja das Spice ist, mit dem man eigentlich den Kürbis dann würzt. Und deswegen ist das Pumpkin-Spie. Ah, deswegen. Ich habe mich das immer gefragt. Ich liebe das. Ich trinke dieses Getränk. Ich bin letztens tatsächlich wirklich genau deswegen, ich stand bei Starbucks und bin deswegen Mitglied geworden. Mitglied bei Starbucks geworden, weil ich war eine Woche zu früh da und dann waren die so Marketing-mäßig von wegen, du kannst jetzt den Pumpkin-Spice-Latte ab, dann musst du die App runterladen und mit dir ja nicht so, okay, fuck it. Ich will jetzt meinen Pumpkin. So kam das. Stichwort Kommerzialisierung von Halloween. Das hat geklappt. Da wollte ich aber gar nicht drauf zu sprechen kommen, sondern ich wollte über Pflanzen reden. Ein ganz beliebtes, jetzt muss ich ein bisschen ausholen, aber das macht trotzdem am Ende Sinn, keine Sorge. Ein ganz beliebtes Kostüm an Halloween, zumindest in Europa, ist ja der Vampir, die Vampirin. Geile Wesen. geile Wesen, also je nachdem, wenn man fragt, auch übrigens unglaublich interessant literarisch, also literaturwissenschaftlich, wie diese Figur zustande kam und wie die sich im Laufe der Zeit dann von dem Bösen, der Plage, den Untoten, die wie so eine Seuche über das Land herfallen zu dem, sexy Vampire, Dark Romance, der Love Interest in, ich war jetzt gerade auf der Buchmesse, alter Schwede, also der Love Interest in so vielen Dark-Romance-Romanen entwickelt. Das ist ein langer Weg. Ist ein langer Weg. Da wollte ich aber eigentlich gar nicht drauf zu sprechen kommen. Da müssen wir mal eine Folge zu machen, würde ich sagen. Sagt uns mal, ob ihr Bock drauf habt, eine Vampir-Folge zu haben. Dann machen wir eine Vampir-Folge für euch. Jedenfalls. Warum überhaupt, und das möchte ich jetzt einmal, unser Doing Wonders des Tages ist, mit Knoblauch-Vampire verscheuchen. Wichtig, wichtig. Man weiß nie, was passiert. Jetzt vor allen Dingen in Halloween. Übrigens jetzt, wo ich so darüber nachdenke und wir diese Dark Romance, der Vampir als Love Interest irgendwie schon ansprechen, bekommt der Knoblauch zur Verjagung von Vampir, der ganz neue Bedeutungsebene. Da habe ich mir noch gar nicht drüber nachgedacht. Naja, aber ich möchte jetzt mal ganz kurz darauf zu sprechen kommen. Und das ist nämlich wirklich faszinierend. Ich finde es total, total cool. Also... Jetzt, wie kam das überhaupt zustande? Also, es ist erstmal so, dass es einen Volksglauben gibt, der in vielen slawischen und balkanischen Dörfern verbreitet war und teilweise ist, dass eben Tote oder Untote, also eben Menschen, die gestorben sind, diese zurückkehren und dann eben das Dorf überfallen und den Bewohnern das Blut saugen. Diese Figur, das wurde es hat auch natürlich wiederum eine Geschichte in der Kulturgeschichte da werde ich jetzt aber gar nicht drauf eingehen ist aber spannend das wäre jetzt alles, was für die potenzielle. Vampir-Folge ich glaube wir müssen eine Vampir-Folge machen vielleicht ist es die November-Folge, mal gucken klar, mal gucken, Aber jetzt die Frage ist, warum überhaupt, wieso kamen die denn jetzt auf die Idee, dass ausgerechnet so eine kleine Knolle wie der Knoblauch dieses Unwesen vertreiben könnte? Das ist schon interessant, muss ich sagen. Also da denke ich mir auch. Ich meine, es stinkt, obwohl ich liebe ja Knoblauch. Daher ist jetzt die Frage, warum jetzt der Knoblauch? Das ist echt spannend. Also warum überhaupt so ein, genau, warum der Knoblauch und warum so ein kleines Pupsgemüse, sag ich jetzt mal. Das ist ja wirklich klein und unscheinbar. Und tatsächlich, also eine Idee war erstmal, dass es eben quasi Dämonen und Hexen abwehren soll, weil es so einen starken Geruch hat. Und also das ist jetzt alles so ein bisschen Folklore, Folklore, ja, also starker Geruch und so weiter. Und das kann dann irgendwie unreine Wesen vertreiben. Und es gab aber auch in der Pflanzensymbolik Knoblauch als auch etwas, was Lebenskraft, Sonne und Reinigung darstellen soll. Und eben also alles, was dann eben dem entgegenspricht, also eben was nicht lebendig ist, was nicht in der Sonne laufen kann, was nicht rein ist, sozusagen den Chaos machen kann. Das ist so ein bisschen die ursprüngliche Idee von dieser Lore um die Pflanze. Jetzt finde ich das aber super interessant, mal kurz phytotherapeutisch drauf zu gucken. Also Phytotherapie ist der Überbegriff der Pflanzentherapie, das heißt also pflanzliche Wirkstoffe. Ich rede jetzt nicht über Homöopathie, sondern ich rede über Wirkstoffe in Pflanzen, die dann in der modernen Medizin, in der modernen Apotheken, sage ich jetzt mal, ja auch dann mit der Zeit immer mehr chemisch nachgebaut wurden. Aber im Endeffekt, die moderne. Und Heilmittel basieren eben auf den pflanzlichen Wirkstoffen, die ja bis zu Paracelsus im Endeffekt die medizinische Versorgung ausgemacht haben. Ja, voll. Und das Interessante ist eben, dass wir heute wissen, dass der Knoblauch, ebenso wie die Zwiebel, einfach ein sehr starkes und wirksames Antibiotikum ist. Das ist übrigens an der Stelle auch interessant für alle, wir sind jetzt ja auch in der Erkältungszeit. Ja, ja, stimmt. Und Knoblauch ist total gut gegen Bakterien, gegen Viren und stärkt einfach das Immunsystem total krass. So, natürlich gab es damals keine Phytotherapie. Also es gab damals natürlich schon Heilpflanzen, die Anwendung von Heilpflanzen, aber eben noch nicht die chemische Analyse von Wirkstoffen in Pflanzen. Genau. Aber es ist eben total interessant, an der Stelle einfach das mal so zusammenzuführen, das mal sich klarzumachen, dass hier ein Gemüse, ich sage jetzt mal Gemüse, ich weiß gar nicht, ist, glaube ich, gar nicht mal ein Gemüse. Das wäre jetzt mal die Frage an die Biologen. Schreibt uns mal bitte in die Kommentare. Ist Knobloch ein Gemüse? Ich glaube nämlich nicht. Ich glaube, es ist was, also na, wobei, ich meine, auf der anderen Seite, Zwiebeln sind ja eine Knölle. Potatoes sind ja auch Knöllchen. Stimmt. Anyways. Auf jeden Fall dieses, ich sage jetzt einfach Gemüse, hier also zum Vertreiben der Vampire im Endeffekt eigentlich einfach eine ultra krasse Heilpflanze einfach sind, also darstellt. Und einfach auch heute noch, also in ganz vielen, also ganz, ganz lange Zeit, auch als diese Heilpflanze bekannt war und genutzt wurde und eben in der modernen Medizin, wie gesagt, mittlerweile viele Sachen chemisch nachgebaut wurden. Aber, und das finde ich eben auch total interessant und dadurch, da sind wir jetzt wieder auch beim Rückruf. Zurück in der Gegenwart. Und zwar, was wir ja jetzt mittlerweile sehr stark beobachten, ist, dass immer mehr Menschen sich eben auch für so traditionelle Hype-Pflanzen wieder begeistern und eben auch da anfangen, mit denen zu arbeiten. Also Phytotherapie tatsächlich einen regelrechten Hype quasi sogar erlebt. Und ja, also das finde ich auf jeden Fall total spannend zu beobachten und mal sich klarzumachen. Ja, also von daher Vampire, sei es jetzt die ursprünglichen aus der balkanischen Folklore oder der Dark Romance Love Interest mit Knoblauch betreiben. Genau, also wir sind jetzt hier auch wieder auf euch angewiesen. Erzählt uns gerne mal, ob es geklappt hat. Ja, genau. Habt ihr es geschafft, vor dem sexy Vampir wegzukommen? Genau, euch von dem sexy Vampir zu befreien und aber jetzt mal ernst gemeint, probiert das mal aus, wenn ihr, jetzt kommt mal kurz, jetzt Doing Wonders gesund bleiben, wenn ihr merkt, ihr kriegt eine Erkältung, dann einfach mal richtig krass Knoblauch und Zwiebeln essen und guckt mal, ob das euch möglicherweise daraus hilft. Ja, das könnte nämlich funktionieren. Es könnte helfen, gesund zu bleiben. Ja, mega spannend. Ich wusste gar nicht, dass Knoblauch so antibiotische Wirkung hat. Das war mir nicht bewusst, dass es gut für den Körper ist. Habe ich mir schon gedacht, aber antibiotische Wirkung wusste ich nicht. Ja. Die faszinierende Welt der Heilpflanzen. Ich sage es dir, da geht einiges. Ja, ich merke schon, da müssen wir noch mehr eintauchen. Cool, vielen Dank, dass du diese geile Geschichte mitgebracht hast und ich werde noch Knoblauch essen. Sorry an alle Leute, die mit mir Zeit verbringen. Ja, die Lösung ist, die müssen auch Knoblauch essen, dann ist das für niemanden mehr ein Problem. Ja, dann passiert es niemanden mehr, ja. Genau. Ja, super. Sehr schön. Gut, dann würde ich sagen, mit diesem super Ratschlag, nur noch Knoblauch zu essen, lassen wir euch in den Tag zurück, sozusagen. Und ja, es war sehr schön. Wir wünschen euch ein ganz schönes Halloween-Feiern. Wie auch immer. Welche Variante ihr davon jetzt feiert, oder auch vielleicht gar keine. Ansonsten freut euch einfach nur über die Netflix-Specials. Genau. Und ein schönes Allerheiligen, Allerseelen, falls ihr das feiert. Aller alles. Aller alles. Genau. Ja, Martinsfest. Auch super. Sehr gut. Ja. Sehr schönes Fest. Gut. Spooky, spooky Day für euch und bis zum nächsten Mal. Bis zum nächsten Mal. Tschüss. Ciao. Wonderland ist eine Kooperation zwischen Schöner Glauben und Remit e.V. Wir von Remit e.V. Setzen uns für transparente und wissenschaftlich fundierte Informationsvermittlungen zu verschiedenen Religionen ein. Wir engagieren uns als Netzwerk dafür, religionswissenschaftliche Perspektiven in die Gesellschaft zu bringen. Werde Mitglied bei uns unter remit.de slash Verein unter Strich Mitglied oder unterstütze unsere ehrenamtliche Arbeit unter remit.de slash spenden.