Hey Leute, vielen Dank, dass ihr wieder eingeschaltet habt bei Schöner Glauben. Wir möchten progressive Stimmen zusammenführen, einander empowern und uns für mehr Solidarität einsetzen. Glaube in schön also. Wenn du mehr wissen oder uns unterstützen willst, findest du alle Infos auf schönerglauben.jetzt. Per, wir hätten uns am Wochenende fast gesehen. Ja, das stimmt. Das ist traurig, dass das nicht geklappt hat. Hat nicht geklappt. Ich glaube, ich habe fast die ganze Welt, die ganze Christenwelt irgendwie gesehen. Die waren alle in Hannover und du hast gefehlt. Und noch viele andere. Zum Beispiel Franziska. Die wollte eigentlich auch kommen. Ja, und Sarah war zum Beispiel auch nicht da. Die wäre zum Beispiel auch jemand, den ich da noch gerne hätte kippen wollen. Die hätte auch sehr gut gepasst. Ja, die war im Urlaub, glaube ich. Ja. Es war, aber echt, das war ja mein erster Kirchentag jetzt. Ich war noch nie da. Ach cool. Aber ich meine, nächstes, also in zwei Jahren wird ja für dich quasi so ein Pass-Heimspiel, oder? Ist das so nah dran, dass du zu Hause schlafen kannst? Nee, also von offenbar fahre ich schon im ICE dann Stunde oder so. Wobei, Düsseldorf ist nochmal weiter. Anderthalb Stunden wahrscheinlich. Aber da fahre ich jetzt ja nicht jeden Tag da hoch und runter. Nee, aber ich habe große Lust auf jeden Fall bekommen. So, äh, Kirchentag in Düsseldorf, das muss ich auf jeden Fall mitnehmen. Ich habe mir schon eine Unterkunft besorgt, weil ich habe gemerkt, also wenn, dann muss man schon mehrere Tage da sein. Du hast dir jetzt schon eine Unterkunft für Kirchentag in zwei Jahren besorgt? Ja, ich habe Familie in Düsseldorf und ich habe heute geschrieben, ich werde im Mai 2027 euer Gästezimmer brauchen. Also ich habe dort mehrere Gästezimmer, die Familienangehörigen gehören. Das heißt, ich werde dort unterkommen. Sehr gut. Wir werden uns da sehen. Ich muss mich auch noch um eine Unterbringung kümmern. Vielleicht hört Samuel Kopp es das. Mal gucken, wie sieht's aus. Ja, Samuel hab ich auch wieder getroffen, das war sehr, sehr schön. Überhaupt, boah, so viele Begegnungen. Wahnsinn. Witzig war auch, also ich mein, so Leute wie Samuel, die kenn ich jetzt. Samuel ist übrigens der aktuelle, der Pastor der Mosaik-Gemeinde, in der ich zehn Jahre in Düsseldorf war. Und da müssen wir auch mal eine Folge machen. Mosaik, zehn Jahre danach oder so. Oder jetzt fünf, sechs, keine Ahnung. Also jedenfalls spannende Story. Nee, aber ich habe Tobias Sauer jetzt getroffen von Ruach. Das Witzige ist, ich habe ja das Buch bei ihm rausgebracht, aber gestern und heute, nee, gestern war das zweite Mal, dass ich ihn überhaupt gesehen habe. Das ist ziemlich witzig. Um dann rauszufinden, dass ein paar Leute, also zumindest wenigstens eine, die bei Ruach arbeitet, die Estella, ihn auch nicht wesentlich mehr gesehen hat. Ich glaube, die hat ihn dann dreimal gesehen. Und ich denke, ey, weißt du, wie abgefahren, weißt du, so dieses Internet-Zeitalter. Wir haben uns auch erst einmal gesehen. Wir haben uns auch erst einmal gesehen. Aber zum Beispiel, was sehr abgefahren war, dass Adrian und ich, wir haben ja auch mal einen Podcast ein Jahr lang zusammen gemacht, Lost and Found Podcast, den Adrian ja jetzt alleine weitermacht. Und wir haben ihn tatsächlich gestartet, ohne uns jemals in Realpräsenz. Begegnet zu sein. Wie witzig. Habt ihr euch denn jetzt mal getroffen? Wir haben uns jetzt bereits zweimal gesehen. Einmal war das, da war er hier in der Nähe und das war ein schönes Treffen und dann die zweite Begegnung war eine Beerdigung. Also das war schon ziemlich krass, aber ich hab mich trotzdem gefreut, ihn zu sehen. Voll. Boah, krass. Ja, ich sag mal, wir können ja mal vorher, es gab so ein paar Dinge, die man durch die Medien wahrgenommen hat, das finde ich, das können wir mal am Anfang kurz abfrühstücken, bevor die übergespannt sind. Ich wollte nochmal was sagen, weil ich war ja noch nie auf dem Kirchentag und das wäre jetzt das erste Mal gewesen. Und ich vermute mal, also zum Beispiel ich bin so bei mir an der Uni rumgelaufen am Freitag und da war jetzt nicht so viel los, weil Brückentag und Kirchentag ist an der Theologischen Fakultät meistens dann nicht so viel los. Aber da waren auch einige, die ja wirklich, also auch so Nordkirchen Gewächse sind, also Leute, die wirklich evangelische Kirche so aufgewachsen sind und meinten, sie waren noch nie auf dem Kirchentag, wo ich so dachte, gehört das nicht irgendwie so dazu? Ist das nicht so wie Geisthaufe oder sowas? Also da gibt es auch, deswegen meine Frage, wie kann ich mir das vorstellen? Also einfach so vom Setting her, was sind, wie kommt man da zu den Locations? Wie ist das Angebot? Also das Erste, du brauchst ja als allererstes diese App. Diese App, da läuft alles rüber. Das ist dein Ticket, das ist deine Fahrkarte und das ist aber auch das komplette Programm. Und jetzt eben, das sind, ich weiß gar nicht, ich habe eine Zahl gelesen, 250.000 Leute, die da waren. Ich weiß aber auch nicht, ob das komplett ist oder sogar pro Tag. Also es ist einfach verdammt, verdammt groß. Und das bedeutet aber, du hast eben nicht, weiß ich nicht, wie man das jetzt von so einem normalen Festival kennt, dass du da irgendwie, bei so einem Festival hast du wahrscheinlich 50 Konzerte und das ist eben nicht die Dimension Kirchentag. Kirchentag ist einfach, also vom Gefühl her, so 20 Festivals auf einmal. Okay. Also das heißt, du hast so ein riesiges Messegelände, wo extrem viele Veranstaltungen laufen. Ganz große, kleine Veranstaltungen. Und dann hast du aber in der kompletten Stadt, hast du auch überall was. Also das heißt zum Beispiel jetzt am Samstag bin ich nach einer Veranstaltung bin ich dann da durch die Stadt einmal gelaufen, haben ein paar Leute Essen, Grüße gehen raus. Sind nämlich Leute gewesen, die, also Ira war schon hier im Podcast und Christian, Stefan und Simon und Thorsten sind Leute, die hören und sehr coole Leute so, mit denen waren wir dann unterwegs. Wie gesagt, aber du gehst dann da eben durch die Gegend. Dann war irgendwie zum Beispiel beim Hauptbahnhof, da plumpst du dann raus. Und dann ist da erstmal eine fette Bühne. Und dann haben da, zum Beispiel habe ich da gesehen, hier die Popakademie von Witten. Richtig geile Leute. Die habe ich schon in Dortmund vor einiger Zeit gesehen. Na und dann gehst du weiter, läufst an der Kirche vorbei. Dann haben die ja Lautsprecher. Da ist dann drin eine Veranstaltung und du hörst es irgendwie so. Die Gnade Gottes und Römer 1 und so. Hat ja alles nichts mit Jesus zu tun, habe ich gehört. Aber genau so. Und dann gehst du weiter, dann war da irgendwie so eine Art, ich weiß nicht, offene Jugendarbeit oder irgendwie sowas, was da, so ein Schaufenster, wo war queere Flagge drauf und da waren Leute irgendwie, die so Plakate gemalt haben. Und dann, bist du da stehen geblieben und sowas? Du siehst das immer, weil die haben dann so Aufsteller mit den Kirchentags, so eine Kirchentags, wie nennt man das? Fahne? Ist das das mit diesem Kreuz in der Mitte und dann so diesen vier Kreuzen so drumherum? Nee, das Logo ist diesmal gewesen, so ein Mund und da stand dann der Slogan drauf. Achso, weil die App hat doch diese Kreuze. Ja, ja, genau, aber das Eigentliche ist mehr so ein Mund gewesen mit drei Begriffen. Mutig, stark, beherzt. Ich habe auch so einen krassen Ohrwurm von diesem Song. Ich habe den gar nicht gehört. Mutig, stark beherzt. Meine Freundin und ich, wir haben uns hier den ganzen Tag, also schon seit gestern, nerven wir uns damit, weil grauen ist der Ohrwurm bei mir weg, geht er bei ihr wieder los. Also es ist wirklich ein richtiger Banger, dieser Song. Also hören die nochmal an, es sei denn, du willst keinen Ohrwurm haben. Nee, den gebe ich mir. Ja, aber du hast dann eben auch, also so ein Erkennungsmerkmal ist der offizielle Kirchentagsschal. Das habe ich früher mal gehört, aber das ist wirklich so. Also du bist im Bahnhof oder irgendwo in der Stadt und zig Leute haben eben diesen komischen Schal. Den binden die sich irgendwie an Rucksack oder sonst was. Also den haben alle und nicht nur die Referierenden sozusagen. Nee, den kannst du wohl, den kriegst du beim Hauptbahnhof wohl ausgeteilt oder es gibt auch am Messe, da gibt es so einen Merch-Shop. Ich habe den später geschenkt gekriegt. Ich weiß gar nicht, ob man da noch was bezahlen muss oder irgendwas. Eigentlich alle hatten den. Das war ziemlich abgefahren. Also dann läufst du halt durch die Stadt und du siehst halt überall Leute mit diesem Schal und du weißt, das sind Leute, die gehören zum Kirchentag. Ja, genau. Die ganze Stadt ist geflutet damit. Also sowohl mit Veranstaltungen, weil du an jeder Ecke eigentlich so eine Veranstaltung hast, auch so in den großen Locations. Also die Veranstaltung oder eine der Veranstaltungen, für die ich gebucht war, war im Schauspielhaus. Oder dann eben auf dem Messegelände, aber in ganz viel, auch so kleinere Locations. Freitagabend hat es so eine kleine Location gegeben, so ein Coworking-Space, glaube ich, war das, wo dann sich die ganzen Fresh-X-Leute getroffen haben. Mega geil. Also so Sachen, du hast es überall auf der Stadt verteilt. Und in der App kannst du theoretisch das ganze Programm irgendwie durchscrollen, aber das ist für mich voll überfordernd gewesen. Dann kannst du aber auch irgendwie mit so einer Suchfunktion kannst du dir anzeigen lassen, was gerade an Veranstaltungen in deiner Nähe sind. Dann kannst du da mit irgendwie Google Maps oder so ein internes Kartensystem, wirst du da hingeführt und so. Das ist schon alles gut gemacht, aber ich muss sagen, beim nächsten Mal werde ich, glaube ich, besser damit zurechtkommen. Beim ersten Mal war so, what the, was geht hier ab? Das ist voll krass. Ja, also ich habe ein bisschen die App auch benutzt. Also ich habe ja digital die Angebote genutzt jetzt, weil wir eben nicht hinfahren konnten aus gesundheitlichen Gründen. Und da kannst du die App, das fand ich ehrlich gesagt auch ziemlich cool. Also ganz ehrlich, so digital für Kirche fand ich das schon sehr weit vorne, so insgesamt. und man konnte ja auch bei den Veranstaltungen die Fragen dann über diese App stellen. Also wenn man jetzt eine Frage hat oder einen Themenwunsch oder irgendwie gesagt hat, so das ist mir noch wichtig, konnte man das dann ja über die App, also man ist dann in die Veranstaltung reingegangen, die gerade lief oder so und dann konnte man halt eine Frage, loswerden, was ich echt cool finde, weil dadurch spart man natürlich Papier und sowas und man verhindert halt auch, wenn du jetzt so ein Open Mic hast für Fragen, dann kommen ja oft Leute, die dann eigentlich keine Frage stellen, sondern einen Sekundärvortrag halten. Und das verhinderst du damit natürlich total gut. Und das geht es ja auch völlig unrealistisch, wenn da 600 Leute oder 1000 Leute noch mehr da bei den Hauptpodien sind. Wie willst du da dann irgendwie eine sinnvolle Moderation machen? Bei Buddy, da waren irgendwie 840 Fragen. Ja, crazy, ne? Richtig. Sandra Bills war dann irgendwie in so einem kleinen Kämmerlein. Da saßt du am Laptop und hat dann die ganzen Fragen bekommen und irgendwie dann geclustert und dann, genau. Okay, nochmal eine Frage, dann können wir gerne zu diesen Medienthemen gehen. Jetzt, also ich sag mal, ich hab ja nur die Haupt, also es werden ja digital teilnehmen, kannst du nur bei den Hauptpodien, bei den beiden. Jetzt sind ja so viele kleine Veranstaltungen und so. Gehen da denn auch Leute hin, weil also diese Hauptpodien, das war ja immer krass, wie voll die waren. Also bei Julia Klöckner war es jetzt nicht so voll, aber bei den vielen anderen Menschen war es sehr voll, Also, die Herausforderung ist, ich glaube, diese großen Hallen, ich habe irgendwie gelesen, dass da 4000 Leute reinpassen. Jetzt zum Beispiel bei Marion Edgar Budde, da gab es, glaube ich, 4000 Leute, die da sein konnten und dann wurde irgendwie noch das Ganze auf eine zweite Halle übertragen. So, keine Ahnung, aber jetzt, ich weiß es nicht, aber rechne mal irgendwie, knapp 10.000 Leute haben das jetzt gesehen. Vielleicht stimmt die Zahl nicht, aber jetzt einfach nur hochgerechnet. Wenn das jetzt wirklich stimmt, dass das irgendwie 200.000 Leute auf dem Kirchentag waren, dann ist es ja recht wenig. Also das heißt, du hast wirklich sehr, sehr viele Veranstaltungen, wo du deutlich früher da sein musst und dann irgendwann ist die Halle dicht, dann wird gesagt, so ist es überfüllt. Und auch wenn du durch die Stadt läufst, dann steht dann immer so Kirche überfüllt, Kirche überfüllt und so. Und wenn dann klar ist, du kommst in die eine Veranstaltung nicht rein, dann guckst halt, ja, was ist dann sonst noch? Und die messen das schon auch. Es gibt natürlich bestimmte Veranstaltungen, die nicht gut besucht werden. Aber ich habe zum Beispiel einen Thorsten kennengelernt, der hat morgens Joggen angeboten. Der hat irgendwie dann mit so einer kleinen Liturgie irgendwie was, hat der morgens um sieben Joggen angeboten. Und dachte, ja, da kommen fünf Leute, waren aber hundert. Wie zu hundert haben wir da rumgelaufen. Ist ja schon fast hier so ein Flashmob dann. Ja, und auch jetzt, also die, manchmal hast du natürlich irgendwie krasse Konkurrenz, dass dann irgendwelche richtig sehr, sehr Leuchtturm-Events sind und dann sind andere dann eben so ein bisschen weniger. Aber ich hatte schon den Eindruck, also die Veranstaltung, wo ich jetzt war, ich war jetzt aber auch, ich war jetzt im Grunde nur 24 Stunden wirklich da. Ja. So, ich hab da meine zwei Geschichten da gemacht. Und dann Marianne Edgar Buddy gesehen und dann Leute getroffen. Genau, dann gibt es diesen Markt der Möglichkeiten. Also das ist wirklich so wie ein Messer, wo drei, vier, keine Ahnung wie viele Hallen. Alle möglichen Organisationen da sind. Also wirklich von der Taz bis irgendwelche Parteien, bis, keine Ahnung, kirchliche Seelsorge im Knast, kirchliche Seelsorge bei Polizisten. Zig Friedensinitiativen Verlage. Das ist so bunt und so breit. Das hat mich voll geflasht, weil da deutlich wird, wie tief Kirche eigentlich in dieser Zivilgesellschaft verankert ist. Und was die alles wuppen. Das ist schon wirklich sehr, sehr abgefahren. Ich fand das ganz geil gelöst in der App. Also ich habe es jetzt ja nur so gesehen, aber da gab es ja so eine Ampel. Also nicht die Ampel, die wir jetzt alle Kacke finden, sondern da gab es so eine symbolische Ampel. Und da denke ich, das war wahrscheinlich sozusagen, also wenn es grün war, dann wusstest du, okay, du kannst doch hingehen. Und gelb, okay, jetzt wird es langsam voll. Du musst dich beeilen. Und rot ist eben voll. Musst dich gar nicht mehr auf den Weg machen. Also ich muss sagen, also allein dieses digital war das top gelöst. Dann konntest du ja auch so ein bisschen die Veranstaltung nach Themen sortiert. Weil was nützt dir das, wenn du jetzt eine Liste hast mit 100 Veranstaltungen oder so, dann guckst du so, hä, hä, hä. Ja, aber manche Leute interessieren sich vielleicht gar nicht für, weiß ich nicht was, Spiritualität heute oder so, wenn dich das nicht interessiert, weil du sagst, ich bin hier für Politik oder so, kannst du eben sagen, ich suche mir nur die Themen raus und gucke dann da, was es da gibt. Das fand ich eigentlich ganz geil gelöst. Ja, auf jeden Fall. Hat mir auch gefallen. Ich glaube, das richtig Coole ist einfach, du triffst sehr, sehr viele Leute, die man sonst aus dem Internet kennt. Das ist einfach richtig schick. Gerade so auf diesem Markt der Möglichkeiten, dann hast du da viele Stände und da tummelt sich dann alles Mögliche. Und dann erkennt man sich dann tatsächlich auch und hey, Quinten, cool. Und so, das ist sehr, sehr schick. Das ist so völlig crazy, dass du an einem Wochenende da Olaf Scholz, Angela Merkel, Markus Söder und also diese ganzen, sag ich mal, wirklich Schwergewichte, dann hast du irgendwie, also ist ja gefühlt die halbe Publizistik Deutschlands da. Von Tade, Sönke, Neitzel, was weiß ich, wir fallen die ganzen Namen jetzt gar nicht ein, aber Thomas de Bessier und so. Guck mal, es hat zum Beispiel eine Podcast-Aufnahme gegeben, da bin ich sehr, sehr gespannt, die werde ich mir auf jeden Fall anhören. Stachel und Herz hat mit Ricarda Lang aufgenommen. Crazy. Voll gut. Voll gut. Aber dann auch so Sachen, weiß nicht, das ist eine Sache, die ich auch zum Beispiel total abgefahren finde. Es ist wohl so eine, so eine Wege oder so Usus, dass ich glaube, die Vorstandsmitglieder des Kirchentags können Resolutionen einbringen. Und das bedeutet, du brauchst eine Veranstaltung, wo mehr als 500 Leute sind und dann gehst du dahin und dann verließ du diese Resolution und dann wird abgestimmt. Und wenn diese Resolution durchgeht, dann ist das quasi wie so ein Statement. Ich weiß nicht genau, was damit dann passiert, aber es hat so verschiedene Resolutionen gegeben. Eine Resolution, das war ein bisschen lustig, ich habe das nur am Rand mitbekommen, ich bin da vorbeigelaufen an so einem Podium, pickepacke voll, ging auch so um, nee, nicht Fresh X, sondern es ging, glaube ich, um, was du bei Kirche alles weglassen kannst. Also was wäre eigentlich, wenn wir alles hier auf Null setzen würden? Keine Gottesdienste, nichts. Ja, genau, keine Kirche mehr. Mit Josephine Teske und so? Ja, und mit Johnny Baker? Ja, das habe ich gesehen. Das habe ich online gesehen. Ah, hast du online gesehen? Witzig. Ja, und da kam dann, glaube ich, so mittendrin so eine Resolution. Hast du das gesehen? Ja, das war so crazy. Dann wurde diese Resolution verlesen und dann so, ja, jetzt kann hier noch jemand ein Statement, also jetzt könnte man noch was dazu sagen. Ja, und ich glaube, es ging um Kirchenmusiker. Kirchenmusiker sollen es weiterhin geben und die sollen noch bezahlt werden. Also sehr interessant. Und dann gab es aber, ich habe gerade erzählt, dass ich da in der Stadt an dieser offenen Jugendarbeit oder was auch immer das für ein Laden war, wo die alle diese Plakate gemalt haben, so mit AfD-Verbot jetzt und so, dann haben die tatsächlich eine Resolution gebracht, dass sich der Kirchentag also für ein AfD-Verbot ausspricht und ist durchgegangen. Also der Kirchentag, der setzt sich jetzt dafür ein, dass es ein AfD-Verbot gibt. Wie geil. So, das ist, ja, das gehört da auch dazu. Spannende Sachen. Und hier so Umweltministerin von NRW und Chef vom BDI Deutschland, die saßen da einfach alle auf dem Podium und Luisa Neubauer hat den Typen immer fertig gemacht. Es war schon geil. Und irgendwie auch noch der Chef von der Gewerkschaft Chemie, Bergbau und irgendwas. Also das muss man sich einfach mal reinziehen, dass diese Leute einfach kommen. Das erstaunt mich wirklich. Aber ich glaube, für uns Freikirchen-People, also du bist ja auch so ein Freikirchen-Gewächs, ist das einfach, du stehst da und denkst, das kann nicht sein. Weil das einfach, also ich, das ist nicht so, wie ich Christsein so irgendwie verinnerlicht habe. Für mich ist das immer sowas, selbst heute noch, kann ich das irgendwie nicht richtig fassen, weil ich so denke, ja, das ist doch irgendwas anderes. Ja. Also weil das steckt so relativ tief. Die Kirche, das sind wir und die Politiker, das sind so andere und eigentlich redet man nicht miteinander. Genau. Und die interessiert das eigentlich auch gar nicht und so. Und dann irgendwie denkst du so, die kommen jetzt hier alle. Und die reden dann und dann sagen die auch so, ja, aber wieso? Also wir haben doch auch das Evangelium. Dann sitzt da irgendwie so ein Admiral bei dieser Einveranstaltung, wo es um Frieden ging. Und der sagte dann so, ja, ich bin ja auch Christ. Und so. Und aus meiner Überzeugung Frieden so und so und so. Und das ist der nationale. Rüstungspapst oder so. Das genaue Amt kenne ich jetzt nicht mehr. Direktor für nationale Rüstung. Also wirklich so ein richtig hohes Tier. Und der Satz sitzt dann da einfach. Das fand ich schon krass. Ich fand halt, ich fand eine ah, wie soll ich es sagen? Ich hatte so eine positive Befremdlichkeit, so will ich es mal nennen. Und zwar, also ich meine, Es gab ja immer so die Kritik, naja, der Kirchentakt ist nicht so theologisch. Jetzt war ich auf zwei Foren, die rein theologisch waren. Und was ich aber gemerkt habe, so das erste Foren, das ging ums Glaubensbekenntnis, dann mit Katrin und Fiona von der Uni Heidelberg. Und Fiona dann direkt eingestiegen mit James Cohn und die Kathrin dann so mit so ganz tollen Zitaten von feministischen TheologInnen, die so machtkritisch den Allmachtsbegriff versucht haben, neu zu formulieren, wo ich dachte, da bin ich irgendwie nach 10 Minuten Kirchentag, bin ich so krass, In meinen Themen abgeholt worden, aber eben mit einer, so einer Selbstverständlichkeit. Ja, da sind einfach Leute, natürlich, natürlich sind die an den gleichen Fragen dran. Und das ist total normal. Und die Leute, die da waren, kamen, glaube ich, auch aus völlig unterschiedlichen Schwerpunkten. Und so, wir haben dann total viel diskutiert und es gab so Formate von Speed-Dating bis so eine Art Barometer, so wie bei ZDF 13 Fragen, so wo man miteinander diskutiert hat. Und das war total lebendig und Leute, die selbst, also ein völliges Selbstverständnis, offen geglaubt haben, also auch offen diskutiert haben, unterschiedlich waren. Und das hat mir, also das war ich, das ist so cool gewesen und dann später, dann am nächsten Tag war dann im Schauspielhaus, auch pickepacke voll. Hättest du mir vorher gesagt, lass mal eine Veranstaltung planen, wo vier Hardcore-Nerds Theologie betreiben, zwei Stunden und dann sitzen da, keine Ahnung, 300, 400 Leute auf Sesseln wie, also. Schauspielhaus halt, im Theater und hören sich das an und die bleiben da sitzen zwei Stunden und die Spannung wird gehalten. Ich hätte gesagt, du wirst mich verkackeiern. Das funktioniert nie. Und ich hatte aber den Eindruck, es gab voll die positiven Resonanzen und es war einfach echt unfassbar kurzweilig und tief. Da waren dann Leute hier so Bruder Paul, so ein Franziskanermönch. Christian war mit auf dem Brauer, den kann ich aus Lokum noch. So einfach dann eine Pastorin. Ich habe den Nachnamen vergessen. Henriette heißt sie mit Vornamen. Die kommen aus Offenbach eigentlich. Also eine Pastorin, die hier, Henriette Grübel, eine Pastorin, also die war früher hier Pastorin. In Offenbach ist jetzt dann sowas wie Superintendentin Pröbs heißt das, glaube ich. Alles Dinge, die ich neu gelernt habe. So, aber du sitzt eben mit so Leuten dann auf dem Panel und dann so der Klausen, der auch beim RefLab da diesen Kultur-Podcast macht und dann wird da einfach auf dem Niveau diskutiert. Also ich war da auch sehr, sehr, wie soll ich sagen, offenerweise, was mache ich eigentlich hier? Also du saßt mit auf dem Podium. Ja, habt ihr euch irgendwie da mal was gedacht? Aber gut. Ich mache irgendeinen Post-Evangelikalen, brauchen wir hier. Ich habe echt gedacht, was, okay. Aber dann war der Witz, dann habe ich so im ersten Statement, habe ich dann irgendwann das Wort Prozesstheologie fallen lassen. Und dann war klar, es hat eine Menge Leute gegeben im Publikum, die diesen Podcast hören, weil alle gelacht haben. Und das funktioniert, glaube ich, nur, wenn du Menschen hast, die wissen, dass Prozesstheologie mein Herzenthema ist. Und dann wurde das so ein bisschen so ein Running Gag, weil die anderen Panel-Teilnehmer das auch so aufgenommen haben und dann... Prozess, Theologie, so und so. Das war irgendwie, war witzig. So und dann, ja, dann diskutiert, gibt es Gott? Was ist jetzt mit dem Leid? Gott ist queer. Was können wir damit anfangen? Und einfach richtig, richtig deep shit. Und das war für mich insofern befremdlich, als dass ich da, also ich kenne sowas eigentlich nicht, dass du so Räume hast, wo in einer offenen Art und Weise einfach die Leute da sind, die haben alle unterschiedliche Meinungen gehabt, ja? Aber du diskutierst und das wird gewertschätzt. Ja. Das ist großartig. Also ich war da total abgeholt, muss ich sagen. Ich fand es ganz klasse. Ja, das ist ja der Witz eigentlich. Ich habe ja gerade gesagt. Für mich ist das eine neue Erfahrung, nicht, dass ich das nicht wusste, aber eine neue Erfahrung, wie Kirche, Gesellschaft und so, wie man das auch verknüpfen kann und welchen Raum da Kirche zur Verfügung stellen kann. Das beeindruckt mich und das kenne ich aus meiner Herkunftsfrömmigkeit so nicht. Und gleichzeitig gibt es ja dann aus dieser Herkunftsfröhnlichkeit eher so einen kritischen Blick auf den Kirchentag, wo man dann sagt, das ist eigentlich nur Politik. Irgendwie Gesellschaft, da kommt Glaube gar nicht mehr vor und es kommt aber Glaube vor, würde ich jetzt mal so sagen und wie du es gerade geschildert hast, also ich habe mich ein bisschen durch die, ich habe nur die Veranstaltung mir angeguckt. Ich konnte ja nicht hingehen, aber ich habe geguckt, das wird so angeboten und da war viel und da war eben auch viel solche theologischen Debatten und so und da dachte ich so, das ist aber was, das kenne ich aus meiner Herkunftsfrömmigkeit auch nicht. Da wird dann immer gesagt, es soll doch um Gott gehen, es soll doch um Jesus gehen und so. Aber den Mut zu haben, zu sagen, wir setzen hier mal Menschen hin und die haben unterschiedliche Meinungen. Wir laden uns vielleicht auch jemanden ein, der unsere Art Frömmigkeit gar nicht so geil findet. Die setzen wir da mal alle hin und lassen die diskutieren, ohne jetzt mit Schaum vom Mund und so. Und ohne Apologetik irgendwie, sondern die sollen einfach jetzt mal, weil wir wollen ja was lernen, vielleicht können wir ja was mitnehmen oder so. Diesen Mut hat man dann auch nicht. Also, und das finde ich irgendwie schon faszinierend, dass man da sehr, sehr offen ist. Bisschen mehr Offenheit könnte es für mich noch sein. Ich weiß nicht, ich fand, das war schon ultra unterschiedlich, also sehr, sehr divers von dem, was es da gab. Und ich glaube, ich habe auch überhaupt gar keinen Überblick, was es da alles gab. Aber allein das, was ich da mitbekommen habe, das ist so vielfältig. Ich muss noch eine kleine Story erzählen. Und bei dem ersten Mitmachforum über das Glaubensbekenntnis ist danach jemand zu mir gekommen und hat dann auch gesagt, ey, ich habe deinen Podcast gehört. Ich weiß nicht, ob ich den Namen sagen darf, deswegen verklausuliere ich es mal eben. Er hat gesagt, ja, und ich finde Prozesstheologie auch voll cool. Und ja, dann was machst du? Ja, ich studiere in Jena Theologie und so. Und dann sind wir noch zusammen zur Bahn gegangen, haben nicht gequatscht. Und ich muss dazu sagen, seit langer Zeit, Interessiere ich mich ja für alles, was mit der jungen Gemeinde Jena zu tun hat. Ich habe mit denen keinen Kontakt, aber damals als Lothar König da irgendwie durch die Presse gegangen ist, ich glaube, da habe ich auch mal eine Postkab-Folge zu gemacht. Oh, jedenfalls, das ist für mich eine ganz entscheidende Sache gewesen, wo Glaube und Politik für mich praktisch geworden und antifaschistische Einstellung. Also ich glaube, dass ich so vom Geschichtsstudium her schon lange eine antifaschistische Einstellung hatte, aber den Connect, das mit Glauben zusammenzubringen, das war für mich eben über die Distanz, Lothar König, Pastor von der Junggemeinde Jena. So, und ich habe schon ganz lange immer mal Leute, wenn ich mitbekommen habe, ja, da ist jemand, der hat irgendwie Connections nach Jena oder ist irgendwie im Osten unterwegs gewesen. Da habe ich immer mal gefragt, kennst du da jemanden? So, und hat sie ihn hier gegeben. So, und jetzt, wie ich das so mache, dann habe ich einen Theologiestudent aus Jena. Dann habe ich ihn auch irgendwie an der Bahn gefragt, du mal sag mal, junge Gemeinde Jena, kennst du da irgendwen Jena? Ist dir das mal begegnet? seine Augen weiteten sich und ohne etwas zu sagen machte er seinen Rucksack auf und zog einen DIN A4 Umschlag raus ich gucke hier dann und denke und dann zieht er aus dem Umschlag ein Bildband 53 Jahre junge Gemeinde Jena in 53 Bildern und überreichte das mir und kramte dann weiter einen Sticker raus Lothar König irgendwas. Mir blieb die Kinnlade offen. Wir haben jetzt mal ausgemacht. Wir müssen uns irgendwie mal zusammensetzen. Ich habe das heute auf dem Zugfahrt gelesen. So gut. Und das war für mich eine ganz, ganz wertvolle Begegnung. Ganz, ganz cool. Deswegen, Grüße gehen raus. Wenn das irgendwer von der jungen Gemeinde hört, ich feiere euch ganz hart und bin mega dankbar für euren Impact. Und ich finde, ihr macht eine mega gute Arbeit. Vielen Dank. Ja, auf diesem Wege. Auch von mir, unbekannterweise, aber nice. Ja, genau. Lass uns die Mediengeschichte weglassen. Ich habe keinen Bock eigentlich. Bild-Zeitung, ey, ja, die kacken halt rum. Also wenn wir jetzt aber bei Anekdoten sind, vielleicht ist es okay, wenn ich kurz was erzähle, was nicht mit dem Kirchentag zu tun hat. Voll. Es war ja auch 1. Mai. Ja. Und ich war demonstrieren, wie sich das für den Linken gehört. Ist ja Arbeiterkampftag und ich hatte also hier in Emshorn war eine spannende Situation, sage ich mal weil das Gremium, was das organisiert hat, hatte sich entschieden. Dass sie beide Bundestagsabgeordneten, die wir hier im Kreis haben, einladen und zwar den von der SPD, Ralf Stegner und den von der CDU, Daniel Kölbel der ist gerade erst neu reingewählt worden und Und ja, ich sag mal jemanden von der CDU auf den 1. Mai, das ist schon krass, sag ich mal. Und das war auch krass. Also, ja, also er ist, das war ein bisschen blöd, weil man trifft sich ja beim ersten Mal-Demo so und dann läuft man erstmal so durch die Stadt. Und er war nicht da. Und dann sind wir irgendwann am Alten Markt, das ist so ein bisschen Stadtzentrum, sind wir angekommen und er saß da quasi mit seinen Leuten beim Bäcker und hatte dann gewartet, bis wir dann kommen und dann hat er eben auf der Bühne geredet und es waren halt so Leute da, Vielleicht so Autonome oder so. Also ich glaube auch nicht, dass die aus Emshorn kommen. Ich kannte die nämlich nicht. Und die haben ihn wirklich permanent unterbrochen. Also er konnte nicht reden, was ich auch ehrlich gesagt nicht so toll fand, weil also ich finde, man kann schon die Person ausreden. Dieses Verhalten, wenn jemand von der AfD da gewesen wäre, ich hätte gesagt, ja, unbedingt so müssen wir das machen. Jemanden von der CDU kann man ausreden lassen und dann kann man sich ja auch buhen oder sagen, Schwachsinn oder was weiß ich, das ist ja okay. Also Leute von der Linksjugend Zolle, die sind mit so einem Riesenschild hatten so ein Riesenschild, sind vor die Bühne gegangen und da stand dann halt, während er geredet hat, da stand halt richtig fett Heuchler. So, das war ein Zeichen, aber er konnte ja reden, fand ich auch okay. Aber dieses sozusagen Unterbrechen fand ich nicht gut. Ich hatte mir eine andere Form von Protest überlegt. Ich bin mit einem Bibelfers auf dem Schild, also Papstschild, wo ein Bibelfers drauf stand, auf diese Demo gegangen. Und zwar, Jeremia2213, wehe dem, der sein Haus nicht mit Gerechtigkeit baut. Er lässt Menschen umsonst für sich arbeiten und zahlt ihnen ihren Lohn nicht. Du hast es gepostet, glaube ich. Ja, genau, ich habe es gepostet. Ich dachte, das passt doch irgendwie so ganz gut zum 1. Mai. Und wenn jemand von der CDU redet, dann kann man das doch machen. Und was mich aber überrascht hat, es gab viele positive Reaktionen. Also Leute sind so richtig an mir vorbeigelaufen, haben auf das Schild geguckt, teilweise auch so, what? So, was will er denn? Einer kam und meinte, ah, die christlichen Sozialisten sind auch hier. Also man ist ins Gespräch gekommen. Also Leute haben dann auch Fragen gestellt, so Kirche ist doch irgendwie was, kannst du überhaupt in der Linken sein und irgendwie in der Kirche, geht das überhaupt? Also es haben sich daraus Gespräche ergeben, die echt gespannt waren. Und ja, ich hatte natürlich auch so ein bisschen überlegt, ob ich das wirklich machen soll, weil irgendwie so, ne, irgendwie steckt das doch noch in mir drin, dass ich so denke, kann man das einfach so machen? Aber es war eine total positive Erfahrung. Ich fand es richtig gut. Ich glaube, ich würde es wieder machen. Weil, also für mich ist das, sage ich mal, das Linkssein mindestens so wichtig wie das Christsein. Ich kann das gar nicht so priorisieren, glaube ich. Das gehört für mich zusammen. Also ich kann jetzt nicht sagen, ich bin das oder das. Ich glaube auch eher, das Linkssein kommt aus dem Christsein, würde ich mal so sagen. Ich glaube, daher habe ich das. Und deswegen finde ich es irgendwie, warum soll ich nicht, ist es für mich authentisch, mit so einem Schild dahin zu gehen. Also für mich hat sich das eigentlich vollstimmig angefühlt. Und ich dachte so, ja, selbst wenn jetzt Leute kommen und das Kacke finden und sowas gibt es ja auch, dann kann ich denen ja erklären, warum ich das mache. Ja, und das war echt gut. Ich ließe da mal hin. Ich hatte eine Begegnung noch, der Tim, der Tim im Himmel, Guttenberger. Guttenberger, genau. Der hat viele Leute auf dem Kirchentag vernetzt. Unter anderem seinen Freundin Alex von den O-Bros. Ich konnte beide treffen, die haben eine Stunde oder so geredet. Und also gleich, ich meine, ich werde jetzt nicht so erzählen, was wir da im Privaten gesprochen haben, aber ich glaube, dass was ich sagen kann, ist, wir haben über den Deutschlandfunk-Beitrag diskutiert und über die Frage, ob Christsein politisch ist, und das ist ja auch am Kirchentag Riesenthema gewesen mit Glöckner und so weiter. Mein Punkt ist ja der, ich würde sagen, Christsein ist nicht parteipolitisch, das ist auch dauernd gesagt worden auf irgendwelchen Podien, ist nicht parteipolitisch, weil ich sagen würde, als Christ ist meine erste Loyalität Jesus gegenüber, dem Leben und der Lehre Jesu gegenüber. Und das bedeutet, dass aber bestimmte Dinge, also so dieses sich Einsetzen für die Ausgegrenzten, für die mit weniger Rechten, für die, die übersehen werden, für die Kaputten und so weiter. Also all das gehört zur DNA des Christentums und das ist ultrapolitisch. Und das war eine gute Begegnung und ich hau es deswegen rein, weil ich habe vor ein, zwei Folgen habe ich so mal meine eigene Einschätzung über die Oberos und den Alex gegeben und so nach dem Gespräch kann ich das einfach bestätigen. Also ich habe damals gesagt, ich glaube jetzt nicht, dass die eine rechte Agenda haben, sondern im Gegenteil, ich glaube, das sind Leute, die in sehr kurzer Zeit ziemlich krass in die Öffentlichkeit gegangen sind, von irgendwie so, wir machen Musik bei Jugendgruppen hin zu, wir machen Musik in der Porsche Arena, das innerhalb von Nullkommanix und im Grunde alles selbst aufgebaut, da steckt jetzt kein großes Management hinter, sondern die machen das irgendwie mit ein, zwei Leuten selber. Und da, ich sehe nicht, dass die eine rechte Agenda verfolgen. Das war auch meine Beobachtung erstmal. Und das kann ich, glaube ich, so jetzt auch bestätigen. Mehr sage ich da jetzt mal nicht zu. Aber genau das einfach. Die Begegnung hat es gegeben. Die haben auch gepostet. Thorsten hat sich auch mal mit denen zusammengesetzt und so. Und das ist Thorsten Dietz. Das finde ich einfach auch spannend, dass das Leute sind, die sich, wie soll ich sagen, ich glaube, dass das schon konservativ-evangelikale sind, aber das sind jetzt keine, die Berührungsängste haben, die hören sich auch mal an, was so andere sagen und das fand ich mal eine gute Sache. Da muss ich auch sagen, Tim Gutenberger finde ich macht einfach ein, also ich bin ein Fan, muss ich sagen. Ich finde von dem, was er online macht, ich finde es richtig geil. Die Art, ich mag total, wie er mit Leuten umgeht. Deswegen Grüße gehen raus. Der ist jetzt ja bei hier. Hast du das gesehen? Ja. Sozusagen quasi der Nachfolger von Järna. Ja, aber ich finde es eine sehr, sehr gute Wahl. Ich freue mich sehr, dass der jetzt da stärker nochmal Content macht. Ich finde es sehr gut. Ja, genau. Das waren auch schöne Begegnungen. Hey Leute, eine kurze Unterbrechung in eigener Sache. Uns ist wichtig, dass alle unsere Inhalte frei zugänglich sind und Dafür brauchen wir euch. Ab einem Euro könnt ihr uns dabei helfen, regelmäßig Folgen zu veröffentlichen. Mehr Infos dazu findet ihr in den Shownotes und unter www.schönerglauben.jetzt. Vielen Dank für euren Support und jetzt weiterhin viel Spaß mit der Folge. Achso, ja. Es gibt ja viele Menschen oder einige Menschen, die sich selber so als BrückenbauerInnen sehen. Und bei vielen würde ich sagen, haut das überhaupt nicht hin. Also die haben da eine Illusion von Brücken bauen. Und jedenfalls zu mir schaffen sie es nicht, eine Brücke zu bauen. Und Tim macht das wirklich gut. Zum steht aber eben auch für was. Er ist bei UND angestellt gewesen, also hat das mit gegründet. Er hat den Karte- und Gebiet-Podcast produziert und das schätze ich an ihm. Ich glaube, er hat die Möglichkeit, Freundschaften über Gräben hinweg aufrechtzuerhalten und auch mit Menschen in Kontakt zu sein, die ganz unterschiedlich denken. Und das aber in einer respektvollen und einfach sehr gewinnenden Art und Weise. Also ich finde es super gut. Und ich erlebe bei ihm was, ich weiß es nicht, er sagt jetzt nicht, ich habe hier das Konzept und er sagt ja auch gar nicht, ich bin hier der Brückenbauer und sowas. Nee, ich glaube, das ist total authentisch. Genau, wenn du das einfach machst, ist es auch viel authentischer, als wenn du die ganze Zeit sagst, ich bin doch der Brückenbauer und so. Und was mir auch gut gefällt, also ich habe jetzt mit ihm darüber nicht gesprochen oder so, aber ich habe schon das Gefühl, es gibt auch so Linien, wo er sagen würde, es gibt Leute, da würde ich jetzt eher zurückhaltend sein. Zumindest gibt es Leute, mit denen taucht er einfach nicht auf. Ja gut, ich glaube, das sind auch alles Sachen, also da bin ich im Detail nicht drin, aber ich glaube, das ist auch gar nicht so einfach immer. Ja, und auch, ich glaube, das, was ich in den letzten Monaten immer stärker lerne, ist, wir bewegen uns hier in der Christenbubble, das sind alles keine Politiker, das sind alles, diese Leute, die sind viel, viel stärker Privatmensch als öffentliche Personen und ich glaube, wenn man diese Menschen sieht, Wenn man die alle mit den Maßstäben angeht, die man an Politiker setzt, die professionell in der Öffentlichkeit sind, da wird man dem, glaube ich, nicht gerecht. Ich glaube schon, man muss sicherlich auch einen kritischen Diskurs, das machen wir auch bei Schöner Glauben, das müssen wir weitermachen, das ja. Ja, aber ich merke, ich möchte, oder ich sag mal so, was ich von Tim gelernt habe, was ich richtig cool finde, ist zu sagen, vielleicht mal mehr mit Menschen reden und ich meine, okay, unser Job ist auch ein Stück weit über Menschen zu reden, okay, ja, das ist Teil dessen, was wir uns hier auf die Fahne geschrieben haben, dass wir auch, ich finde, es wäre zu hochgegriffen zu sagen, wir machen kritischen Journalismus, Aber wir wollen irgendwo auch eine kritische, eine selbstkritische Stimme innerhalb der christlichen Babel sein. So würde ich es mal sagen. Journalismus ist, ich glaube, das wäre zu hochgeriffen. So, aber das wollen wir irgendwie sein. So, und das muss aber irgendwie verbunden sein, irgendwo auch mit einer Art, ey, lass mal, lass mal mit Menschen sprechen und ja, so, das, das habe ich, glaube ich, von Tim mitbekommen, finde ich gut. Ja, also was ich nochmal interessant fand, also wir hatten diese Debatte, war ja eben bei uns ja auch, Politik oder Evangelium, so ein bisschen dieser Gegensatz. Ganz interessant, finde ich, fällt mir jetzt gerade auf, es gibt doch so dieses bei Luther, dieses Gesetz und Evangelium und das ist heute irgendwie so ein bisschen ersetzt, Politik oder Evangelium, ganz interessant eigentlich. Aber was fällt mir jetzt gerade ein, Bedford Strom, der war ja ehemaliger Ratsvorsitzender, heute glaube ich Vorsitzender vom ÖRK oder so, also auch krass, der ja mit Buddy auf dem Podium saß und er meinte, dass eben von einigen PolitikerInnen immer der Kirche vorgeworfen würde, sie würde zu politisch sein. Und das zwar dann meistens, also nur bei ausgewählten Themen, wo die Kirche eine andere Haltung hat, als jetzt diese Gruppe von PolitikerInnen. Also bei anderen Themen stört sie das nicht. Und dann sagen sie halt immer, die Kirche soll spirituell sein, die soll irgendwie Lebensbegleitung machen und sowas und Trost spenden, aber sich nicht einmischen. Und er sagt dann, was irgendwie nicht transportierbar ist oder was da nicht verstanden wird, dass das gar nicht aus der kirchlichen Sicht jetzt eine politische, also dass es natürlich eine politische Aussage ist, aber dass es jetzt nicht so, dass die Kirche so eine NGO wäre oder eine Partei, die sich jetzt da äußert oder, was er auch meinte, uns wird auch vorgeworfen, wir würden sozusagen bestimmte Parteien bevorzugen, weil die dann was ähnliches sagen. Also wenn jetzt zum Beispiel die Kirche sagt, die Migrationspolitik, die ist zu unmenschlich. Dann gibt es ja Parteien, die das Gleiche sagen. Und dann meinte er, das ist aber keine Parteiname für diese Parteien. Also wir machen keinen Wahlkampf, sondern wir sagen das aus unserem Glauben heraus. Ja, ich glaube, das war schon bei der, das war bei Marian Budd. Buddy, ja, das war, als sie auf dem Podium saß und da hat er das dann quasi. Lass uns mal über, hast du da mal reingeguckt in den Talk? Ich habe die Bibelarbeit gesehen und ich habe das Gespräch auch gesehen, ja. Okay, die Bibelarbeit kenne ich noch nicht, aber ich habe da eine Frage an dich. Als die an dem Abend, also als die, das war, boah, gestern Abend muss es gewesen sein, als sie gestern Abend auf das Podium gekommen ist, da hat es also in der Halle ein unfassbares Standing Ovation gegeben, am Anfang, die hat noch kein Wort gesagt. Und meine Frage an dich ist, was glaubst du, warum ist die bei vielen Protestanten so gehypt? Ja, weil, das ist eine gute Frage, ich glaube, die verkörpert so ein bisschen das, was Protestantismus gerne sein möchte. Also, ich würde sagen, als erstes mal relevant. Ja. Klar, mit einer Option für die Armen und Ausgegrenzten und mit so einer gewissen, wie sage ich das jetzt, mit einem gewissen Standing, also klug. Gesetzt, gebildet, so, ja, also, so würde ich sagen, die ist so ein Idealtypus. Und eine Frau, die erste Frau, die in diesem Amt Bischöfin, die erste Bischöfin auf diesem Bischofssitz da. Das war tatsächlich sozusagen Minute vier oder so, das erste Mal tosender Applaus, wo gesagt wurde, dass sie die erste Bischöfin ist. Ja. Also das wäre jetzt so meine These. Und natürlich, also ich sag mal vorher, glaube ich, bevor sie diese, vor diesem Moment, wo sie Trump da und seinen ganzen Fans, ja nicht nur Trump, sondern J.D. Vance und die ganzen Fans, die da in der Kirche waren, wo sie das gesagt hat. Wo sie sozusagen ihm ins Gewissen geredet hat, ich glaube, davor hatte die keiner auf dem Schirm. Es gab eine Sache, aber Thorsten Dietz die oder so, aber sonst Es gab eine andere Sache, wo man sie wahrgenommen hat, aber ich glaube, man hat sich den Namen nicht gemerkt. Das war, als Black Lives Matter gerade hochkochte und Trump dann seine Security einmal da durch diesen Park geschickt hat, um die Bibel falsch rum zu zeigen. So, da war sie schon mal und hat da öffentlich widersprochen. Und da ist sie eben auch zum Erzfeind von Trump geworden. So, was einfach krass ist. Also, ich hatte das gar nicht auf dem Schirm, dass bei der Amtseinführung, dieser Gottesdienst zur Amtseinführung, wo sie dann diesen berühmten Satz gesagt hat, durch den sie so bekannt geworden ist. Dieses, in the name of our God, we ask you to have mercy upon those who are scared now. Mercy, erbarmen, Gnade haben mit denen, die jetzt gerade Angst haben. Und da meinte sie vor allen Dingen die Migranten und die Queer People, die Queeren. Genau. Und das, was mir nicht bewusst war, das ist ja im Prinzip dann das zweite Mal gewesen, dass die aufeinandertreffen, wenn man so will. In einem sehr kontroversen Standing. Ich fand ganz spannend, das wollte ich vielleicht noch sagen, die Elisabeth von Tappen, die ist Journalistin von der Zeit, die hat die Einführungsworte gemacht und ich finde, die hat das sehr, sehr schön gemacht und einen Satz ist mir sehr hängen geblieben, sie hat nämlich gesagt…, Sie hat nämlich das Wort, also Marianne Edgar Buddy, habe das Wort Mercy, also Erbarme oder Gnade, wieder in unseren Wortschatz gebracht und es spricht sich herum. Ja. Das ist ein ganz, ganz starker Satz gewesen. Vorher hat sie die Formulierung gebracht, sie hat den mächtigsten Mann der Welt ins Gesicht gepredigt. Aber sie hätte lieber, glaube ich, so eine Formulierung gehabt, wie hat ihm ins Gewissen geredet. Aber ja, auf der anderen Seite, die Formulierung, die sie gewählt hat, hat auch eine gewisse Stärke. Ja, kann man drüber streiten. Aber dieses Gnade ist wieder in den Wortschatz gekommen. Das fand ich extrem stark, weil das im Prinzip, und vielleicht ist das auch ein Grund, warum sie so gehypt ist. Ich glaube, dass wir erleben, dass es diesen diskursiven Rechtsruck gibt. Es werden Dinge sagbar, die nicht sagbar sein dürfen. Und man merkt so eine gewisse Ohnmacht. Also wir können das gar nicht mehr aufhalten. Diese ganzen Fake News, der Umgang mit Wahrheit, aber eben auch die unmenschliche, die Normalisierung von Hassrede. Das hat sie auch in ihrer Predigt genannt. Und mein Eindruck ist, dass Marion Edgar Buddy etwas geschafft hat, was wir uns alle gewünscht haben, Nämlich, dass wir irgendwie ein diskursives Ausrufezeichen setzen können, was dieser sprachlichen Radikalisierung etwas entgegenbringt. Und ich finde, ich habe mich gefragt, was ist das eigentlich? Was hat sie da gemacht? Und am Ende, finde ich, hat sie ja, also sie hat das in ihrem Talk, hat sie das erklärt. Ich fand, es waren zwei Stellen in der ganzen Rede, wo sie wirklich massiv Standing Ovation bekommen hat. Das erste, nicht Standing Ovation, aber wo wirklich, wo die Halle da war, wo die Halle wirklich getobt hat. Und das erste Mal war so ungefähr, ich glaube in der Minute, ich habe es aufgeschrieben, ich glaube Minute 17, da hat sie nämlich hergeleitet, das war die Idee, wo gehen wir hin mit Enttäuschung und als ChristInnen gehen wir zu dem Leben und zur Lehre Jesu. Und was hat Jesus gemacht? Jesus hat diese hohen Werte, die höchsten Werte der Gleichstellung und die Option für die Arme, die sie auf die Befreiungstheologie bezogen, das hat Jesus in den Mittelpunkt gestellt. Und dann hat sie auf den Punkt gebracht, was heißt das jetzt für uns Christen? Und sie hat dann gesagt, für uns Christen bedeutet das, to recognize the God-given dignity of all people. Die gottgegebene Würde jedes Menschen zu achten. Da war die Halle komplett da. Und ich finde, sie hat sich im Grunde einfach auf das Leben und die Lehre Jesu bezogen und davon erzählt. Und das war das Antiserum. Das war die beste, ich sage jetzt mal in Anführung, das beste Gegenmittel im Moment gegen diesen diskursiven Rechtsruck. Das hat mich sehr, sehr geplättet und irgendwie aber auch total hoffnungsvoll gestimmt, so nach dem Motto, vielleicht, vielleicht bringt es was, wenn wir einfach, das ist als Christen ja fast schon peinlich, aber zu sagen, vielleicht können wir diesem Rechtsruck was entgegensetzen, indem wir von dem Leben und der Lehre von diesem Jesus von Nazareth erzählen. Ja, wir wissen wieder Evangelikaler werden, ne? Christus zentriert. Ja, oder vielleicht ist es sogar evangelikal, also vielleicht ist es protestantisch, vielleicht ist es auch einfach christlich, ich weiß es nicht. Ja, ja, ich meine, es ist nur so ironisch, weil, weißt du, so evangelikal hat doch eigentlich gesagt, so am Leben Jesu, maßleben Jesus ist christuszentriert. Viele Evangelikale haben, glaube ich, das verlassen. Ja. Und jetzt, ja, ist auch egal, das ist eine Debatte, die müssen wir jetzt, glaube ich, nicht vertiefen. Aber nochmal, warum sie, glaube ich, auch so, also warum so ein Hype entsteht. Das ist mir so, während ich sie so beobachtet habe und so, habe ich so gemerkt, die ist ein Anti-Trump. Voll. Also wo er lügt, ist sie ehrlich. Wo er beschimpft, richtet sie, also inkludiert sie. Sie hat ja auch ganz oft gesagt, ich bin auch nur ein Mensch. Ich mache auch Fehler. Ich habe auch Angst. Ich rede, da hat sie gesagt, wir sollten nicht schlecht über Menschen reden. Die Wahrheit sagen, sagen was ist, aber nicht beleidigen und so. Und da hat sie gleichzeitig gesagt, ja, aber manchmal mache ich das auch, weil es einfach, weil ich auch nur ein Mensch war. Sie hat sich so, also die war so down to earth, so, Also hat ja auch dann immer mal wieder so gesagt, nein, nein, wir müssen jetzt mal mit den Publikumsfragen anfangen, also so, weil sie wollte, dass sie... Ja, das war auch noch ein Thema, ja. Also wo ich sie auch so nah bei den Menschen fand und so, aber gar nicht populistisch, also sozusagen, ja... Vielleicht ein Satz dazu, sorry. Also Bedford Strom war ja der Interviewgast nach ihrer Predigt und ich hatte den Eindruck, Bedford Strom, also ich halte eigentlich eine Menge von dem, aber da habe ich doch ein paar kritische Anfragen. Und zwar, ich hatte den Eindruck, dass bei mir kam an, so will ich es mal sagen, bei mir kam an, ja, den Amerikanern, denen geht es jetzt gerade nicht gut und jetzt brauchen die Unterstützung und hey, jetzt ist unsere Stunde da. Jetzt können wir denen helfen. Und dann hat er so diese Hilfe immer so angeboten, so gesagt, hier, ey, wir können doch und so und wenn wir zusammen, dann wird das was. Und sie ist da sehr, sehr verhalten gewesen und hat dann gesagt, ja, lass mal sehen. Let's see. Ja, sie hat schon gesagt, wir brauchen euer Gebet und sowas. Aber auf eine Weise, wenn man sich das im Zusammenhang anhört, dann ist es schon sehr wenig Euphorie im Gegensatz zu dem, was er da auch mit diesem Weltcouncil von Churches, die dann alle. Und das fand ich auch spannend, weil auf eine Weise der Bedford-Strom für mich da so ein bisschen so aktivistisch rüberkam. So, wenn wir jetzt alle die Ärmel hochkrempeln und wir unterstützen euch, dann kriegen wir das hin. Und ich glaube, dass sie da verhaltener war, war, also jetzt mal so ins Unreine gesprochen, vielleicht ist das, was sie da verstanden hat, stärker, es ist ein spirituelles Problem. Es ist nicht, ob wir jetzt hier alle nochmal die Ärmel hochkrempeln. Es ist eine tiefere Sache, die sich nicht so leicht lösen lässt. Auch auf manche Sachen hat sie einfach gesagt, können wir abkürzen, ich habe keine Ahnung. Fand ich auch sehr erfrischend. Also jemand, die ist ja sehr gebildet, sehr klug, sehr so, ja. Und so, wenn du jetzt so Leute fragst, die in der Öffentlichkeit stehen, die sehr klug und sehr gebildet sind, dann sagen die eigentlich selten, ich habe keine Ahnung, sage ich auch selten, weil ich denke so, hey, ich muss doch jetzt irgendwas sagen. So, ne, das und das fand ich auch sehr gut, sehr ehrlich, also nicht irgendwas anbieten, irgendein Mist sozusagen, oder irgendwelche Floskeln, so wo doch eigentlich gar nichts ist, sie hat ja keine Lösung hat sie ja selber auch gesagt. Ich fand das auch cool oder spannend, wie sehr sie eigentlich versucht hat, diese Menschen, die jetzt selbst in dieser MAGA-Bewegung sind, also die wirklich die Trump-Fans sind, die noch sozusagen zu verstehen. So und irgendwie so hatte ich das Gefühl auch ein bisschen für die noch da zu sein oder so, also es ist ja eigentlich diese Leute, die hassen sie, ne also viele von denen hassen sie wirklich, glaube ich, Morddrohungen und sowas bekommen und trotzdem sagt sie so ja, die sind da eigentlich auch Gefangene oder so und das fand ich schon sehr spannend, also man hätte ja sie hätte da ja auch draufhauen können Ja, voll. Und das wäre auch nicht irgendwie, das hätte jetzt niemanden, glaube ich, gestört da im Publikum, wenn sie gesagt hätte so, ja, ganz ehrlich, die sind auch nicht mehr christlich für mich und so, also wie ich das ja manchmal auch sage, hat sie ja nicht gemacht. Sie sagt ja stärker, wir haben da versagt. Sie hat sich sehr, sehr stark mit einbezogen. Sie hat ja auch gesagt, wir Amerikaner, wir können jetzt nicht irgendwie nach Deutschland kommen und sagen so, ja, die anderen haben unser Land kaputt gemacht, wir haben das nicht geschafft. Und es tut mir leid, dass wir jetzt so sind. Und wir haben immer gesagt, das war ja auch so ein bisschen so eine amerikanische Arroganz, die sie da beklagt hat. So hatte ich den Eindruck, dass sie gesagt hat, wir haben andere Nationen fallen sehen. Und haben gesagt, bei uns kann das nie passieren. Und jetzt ist es passiert. Und wir haben nicht aus den anderen Nationen gelernt, weil wir immer gesagt haben, wir sind was Besonderes. Und jetzt sieht man doch, dass wir das nicht sind. So, und das fand ich schon spannend. Und also die Bibelarbeit, Gerson, gönnen sie dir nochmal. Das war ja noch her. Das hat mich umgehauen, echt. Also so, ich kann das jetzt gar nicht so in Worte fassen, aber so, sie hat ja über die Frauen gepredigt, die zum Grab gehen und dann das Grab ist leer. Also Matthäus, die Auferstehung. Und wie sie dann so gesagt hat, also die, sie sagt, es gibt ja so theologische Ideen, so die Frauen, die sind mutig, Also die Männer sind ja nach der Kreuzigung alle geflohen, die männlichen Jünger. Und jetzt gehen die Frauen mutig zum Grab. Dann sagt sie, die sind gar nicht mutig. Die wollten Jesus nochmal sehen, sozusagen, obwohl er gekreuzigt war. Aber sie hat nicht die Vorstellung, dass die jetzt mutig aufstehen, wenn es dunkel ist und im Morgengrauen dahinlaufen, sondern die hatten bestimmt auch Angst und so, ne? Und das fand ich einfach so ein starkes Bild. Also dieses Aufraffen, während es noch dunkel ist, also wo sozusagen die ganze Belast ist noch da, das ganze Bedrückende ist noch da. Man ist nicht mutig, aber man steht auf und sozusagen dann wird es Morgengrauen. Und Morgengrauen ist ja in der Bibel immer eigentlich so der Punkt, wo dann die Gottesbegegnung kommt, oder ganz häufig so ein Motiv und da und dann ist es und das Morgengrauen kommt und Gott kommt dann im Morgengrauen so, und auch wenn es jetzt noch dunkel ist es wird ein Morgengrauen kommen, darauf können wir uns verlassen, und das fand ich irgendwie cool und dann fand ich es auch nice sie hat gar nichts, also sie hat feministisch irgendwie würde ich sagen gepredigt, aber nicht mit so einer, also nicht so, ich mache jetzt eine, heute predige ich feministisch. Die ist es einfach so to the core. Ja, genau. Also sie hat dann zum Beispiel, dann war so, die Frauen sind dann da und dann treffen sich Jesus und dann sagt er, tell it to the other disciples. Und dann sagt sie, the other disciples, the women were disciples too. Punkt. Fertig. Sozusagen. Ja, die Frauen sind auch Nachfolger, sind auch JüngerInnen. Und dann musst du gar nicht mehr so viel sagen. Das ist einfach so, also das ist nicht das Predigthema sozusagen, sondern ein Satz, Bäm, und du weißt Bescheid. Das fand ich schon sehr stark. Ja. Ich würde eine Baustellung noch aufmachen, vielleicht kurz zum Abschluss. Es hat mehrere Situationen gegeben, was selten vorkommt, aber bei der Abschlussgeschichte da echt, wir standen die Tränen in den Augen und die eine Situation war so ungefähr Minute 26. Das schließt so ein bisschen an, was du ja gerade sagtest, mit diesem ja keine Lösungen haben und sowas. Und zwar ist sie darauf eingegangen, dass sie oft gefragt werde, warum in den USA gerade so viele schweigen. Warum es da keinen demokratischen, keinen progressiven Widerstand gibt. Warum die nicht alle auf der Straße sind und so. Und sie dann auch gesagt hat, ich kann es mir auch nicht richtig erklären, ich bin mir sehr unsicher. Und dann von sich selbst gesagt hat, ehrlich gesagt, mir fällt es gerade schwer, das selber zu akzeptieren. Da passieren gerade so viele Sachen. Leute verlieren ihre Jobs, Leute werden deportiert. Und dann hat sie sowas gesagt, ja, aber sie glaubt, dass es eine neue Art von Koalition braucht und eine neue Hoffnung, eine neue Vision, sagt sie, eine Hoffnung darauf, dass wir den Schaden, der da gerade entsteht, dass wir das irgendwie stoppen können. Und das, warum mich das so bewegt hat, ist, weil ich glaube, dass sie da etwas ausgedrückt hat, also so dieses Ohnmachtsgefühl, was ich glaube, also ich glaube, dass das in unserer progressiven Szene auch eine Rolle spielt. Wir sind halt noch nicht an dem Punkt, dass wir jetzt irgendwie einen Bundeskanzler Chrupalla oder Bundeskanzler Höcke oder Bundeskanzler Weidel oder was weiß ich haben. Soweit sind wir halt nicht. aber wir merken auch, oder ich glaube, dass es weit verbreitet, dieses wie können wir das eigentlich aufhalten? So dieses Gefühl und ich glaube, das hat sie da sehr, sehr stark, sehr, sehr verletzlich auch ausgedrückt. Und das Schlimme ist, also es hat mich einfach extrem traurig gemacht, weil ich glaube, dass sie da recht hat. Es gibt momentan da noch kein gutes Konzept, aber Ich habe von einer anderen Geschichte gehört, dass eine Delegation aus den USA, eine Kirchendelegation da war und da war wohl auch eine Politikwissenschaftlerin dabei und die dann erzählt hat, die politische Situation ist so, sie selber sei wohl irgendwie als Queer, ich glaube, war eine lesbische Person, die dann sagte, ja, ich glaube, mir wird nichts passieren. Aber wenn du trans bist, dann ist glaube ich jetzt der Zeitpunkt, wo du das Land verlassen solltest. Und das finde ich, das ist so stark. Also nicht stark im Sinne von toll, sondern stark im Sinne von, das durchdringt, also mir geht das einfach tief ins Mark. Das ist einfach richtig, richtig übel. Da ist eine Unmenschlichkeit, da ist natürlich viel Angst auch im Spiel. Und das dann gepaart damit, dass die Demokraten, die Progressiven sich nicht verbinden können, auf die Straße gehen können und dem was entgegenzusetzen haben. Das ist einfach, das ist krass. Ja, also das ist halt für mich, für mich ist das auch irgendwie erschreckend, also wie die Demokraten, ich weiß nicht, ich hab da irgendwie, ich nehm die, ich mein, es ist natürlich jetzt auch weit weg und so viel passiert in den Medien auch nicht, aber sie haben kein Konzept, ne, also hab ich das Gefühl, sie haben kein Konzept, sie haben ja auch seit der, also seit dem Klava, er ist jetzt gewählt, sind ja auch November, Dezember, Januar ins Land gegangen. Und haben die in dieser Zeit ein Konzept entwickelt? Also so, ne? Also naja, ist jetzt, glaube ich, eine andere Diskussion. Aber ich glaube, das ist natürlich nicht so, dass die Rechten aus sich selber heraus stark sind, alleine sozusagen, sondern dass das natürlich auch eine Schwäche der anderen ist, die sich da ausdrückt. Also ich glaube, das ist so ein Schlüssel. Also wir müssen uns organisieren. Wir müssen selber, also wir müssen zusehen, dass wir resilient und stark sind und dann haben wir die besten Chancen sozusagen. Was für mich so eine Szene war, es war ja klar, sie wird da jetzt reden. Das hatte sie erzählt. Sie wurde ja gefragt, wie war das denn für dich, als du dann, als es klar war, du wirst jetzt dann bei der Trump-Inauguration sprechen. Und dann hat sie mit vielen Leuten geredet und manche Leute haben ihr gesagt, also sag einfach irgendwie so ganz normale Sachen. Weil wir haben Angst, dass dir dann sonst irgendwas passiert. Und dann hat sie aber gemerkt, das kann ich eigentlich nicht machen. Ich muss für die Menschen sprechen. Ich muss die Menschen, so hat sie das gesagt, das fand ich auch stark. Ich muss die Menschen, die Angst haben, in diese Kirche reinholen. Weil die sind nicht da. Es ist nur der Präsident da und seine Fans. Und diese Leute, die diese Angst auslösen sind da und ich muss die Leute da reinholen, die jetzt Angst haben. Ich muss denen eine Stimme geben. Und dann hat sie sie auch irgendwie Gespräche geführt und einer gesagt, sag nur die Migranten. Sag nichts über die LGBTQ-People, weil das ist dann irgendwie zu kontrovers oder auch bei ihr in der Kirche und konservative Christen und bla. Und dann hat irgendwie jemand anders gesagt, mit dem hatte sie dann auch gesprochen, vergiss bitte die LGBTQ People nicht, weil die haben jetzt auch gerade alle richtig Angst. Und dann hat sie gesagt, okay, ich werde sie nicht vergessen. Und das fand ich auch irgendwie stark. Sie hat sich da wirklich für mich ist das ein prophetischer Moment. Wie sie auch gesagt hat, sie saß da, sie hatte richtig Angst, bevor das dann losging und sie dachte, sie müsste sich übergeben. Und dann hat sie doch gesagt, sie hat so gebetet, bitte Gott, gib mir ein Gefühl, was wie hat sie das gesagt? That pleases you. Ja, also nimm mir dieses Gefühl, dieses negative Gefühl und ersetz es mit einem Gefühl, was dich ehrt. Genau, genau. Und dann ging es ihr irgendwie gut oder besser und dann ist sie nach vorne gegangen und dann hat sie so gesagt, diese Situation kannte ich und dann habe ich einfach meinen Text gemacht, weil das war so ich stehe ja oft auf der Kanzel. Genau, Muscle Memory, so hat sie das gesagt. Genau. Und das fand ich wirklich krass. Also jetzt das nochmal so von ihr zu hören, auch sie so zu erleben, also ich meine, also wo, ich habe das glaube ich schon ein paar Mal so gehört, aber für mich hat das was Prophetisches. Ja, voll. So wie Amos oder so, der dann zum König geht und sagt so, ey, so geht es nicht. Das ist also wirklich eine prophetische Handlung gewesen. Absolut. Wir müssen mal gucken, dass wir echt die richtigen Schlüsse daraus ziehen. Aber da können ja vielleicht mal die Menschen, die das hören, mit uns ins Gespräch kommen. Schreibt uns mal, was eure Gedanken sind. Lass uns da mal online drüber ins Gespräch kommen. Was nehmen wir aus dieser Predigt mit? Das wäre eine gute Sache. Ja. Genau. Cool. Cool. Boah, Per, das war ein krasses Wochenende. Ich glaube, ich gehe jetzt ins Bett. Ja, das hast du dir verdient. Ja. Cool, dass du noch Zeit hattest. Das war jetzt für mich auch echt nochmal gut, irgendwie das so zu reflektieren. Ich glaube, so kann ich jetzt echt gut in die neue Woche gehen. Coole Sache. Ja, sehr gerne. Ich glaube, das ist auch cool für die Leute, die jetzt auf dem Kirchner Tag waren oder auch nicht. Genau. Dass wir nochmal ein bisschen sie mit reingenommen haben. Und dann würde ich sagen, ist jetzt erstmal ein bisschen schöner Glauben wie der Alltag, ne? Geht das normale schöner Glaubenleben wieder los in den nächsten Wochen? Mal gucken. Wie lange der Alltag hält? Mal schauen, ey. Ich weiß, wir leben in so verrückten Zeiten. Hey, wer weiß. Mal gucken. Wer weiß. Vielleicht müssen wir noch eine Sonderfolge machen, wenn das BSW jetzt doch in den Bundestag kommt. Ach echt? Ist das Thema? Die klagen doch irgendwie auf Neuauszählung der Stimmen. Na, es war jetzt. Dann wäre ja wieder eine ganz neue Welt. Also dann hätten wir wieder was anderes. Dann kommt der Habeck aus der Versenkung, ey. Eieiei, wild. Alles klar. Okay, cool. Cool, dann ey, vielen Dank und dann genau, du auch. Schönen Abend. Bis dahin. Gleichfalls. Bis dahin. Euch auch, ne? Ja, euch auch. Ihr seid auch gemeint. Ciao, ciao. Ciao. Dieser Podcast ist Teil des Ruach-Jetzt-Netzwerks. Die Musik stammt von Postloop.