Hey Leute, vielen Dank, dass ihr wieder eingeschaltet habt bei Schöner Glauben. Wir möchten progressive Stimmen zusammenführen, einander empowern und uns für mehr Solidarität einsetzen. Glaube in schön also. Wenn du mehr wissen oder uns unterstützen willst, findest du alle Infos auf schönerglauben.jetzt. Hallo und herzlich willkommen. Schön mit dir zu sprechen, Dunja. Hallo, liebe Isis. Hi und hallo an alle, du willst zuhören. Genau, wir sind im Dunja und Isis und wir sind heute hier mit dem Slot I Wonder bzw. Wonderland. Ja, ganz spannend. Wir haben die Einladung bekommen vom guten Jason Liesendal und dürfen mit euch über Religionswissenschaft sprechen bzw. Über verschiedene Religionen in der Welt. Aber bevor wir damit anfangen, würde ich ganz gerne erstmal so ein bisschen die Gelegenheit nutzen und Dunja dich fragen. Erzähl doch mal, was machst du denn eigentlich gerade? Was hast du mit der Religionswissenschaft zu tun? Woran sitzt du denn gerade? Ja, vielen Dank. Ich bin momentan Doktorandin, das heißt, ich schreibe meine Doktorarbeit an der Universität in Bochum und ich bin wissenschaftliche Mitarbeiterin, das heißt, ich arbeite auch an der Uni in einem Drittmittelprojekt. Das ist sozusagen direkt verknüpft mit meiner Doktorarbeit und ich arbeite zu christlichen Gemeinden in Japan in der Gegenwart. Wow, das ist auch spannend, christliche Gemeinden in Japan. Gibt es viel Christentum in Japan? Ist das sehr verbreitet in Japan? Also die aktuellen Zahlen sind eigentlich eher so ein Prozent ChristInnen, die registriert sind, also super wenig. Deswegen ist es so spannend, dass es doch ganz viele Kirchen in Japan gibt. Also echt ganz schön verrückt, die Zahl an Kirchen versus die Zahl an Mitgliedern. Aber das, finde ich, macht es auch so interessant, sich das Religionswissenschaftlich anzuschauen. Was machen die Leute so? Wie unterscheidet sich das Christentum in Japan von anderen Kontexten, auch besonders im Vergleich zu Korea oder zu Amerika oder Deutschland natürlich? Also super spannend. Ja, das ist auch, finde ich, schon mal direkt so ein guter Hinweis, was so Sachen sind, die wir gerne machen, nämlich uns auch Religionen angucken, die klein sind, die auch vielleicht ein bisschen unbekannter sind und auf alle Sachen hinzuweisen, die ja vielleicht bisher noch gar nicht so wahrgenommen wurden. Und speaking of which, was machst du denn sonst noch so? Was hast du denn noch für andere Forschungsthemen? Also ich interessiere mich besonders viel auch für Populärkultur oder Gaming und Religion. Das finde ich super spannend. Also wie kommen Religionen in Videospielen vor? Gerade auch so Fantasiereligionen in Anführungsstrichen. Also Religionen, die nur game immanent sind, also nur im Spiel sind. Aber ich habe mich vorher auch ganz lange mit der Katastrophe in Fukushima auseinandergesetzt. Viele von euch sind vielleicht noch jung. Das ist schon ein bisschen länger her. Vor 14 Jahren war eine große Katastrophe in Fukushima in Japan. Und da habe ich auch Feldforschung dazu gemacht. Das ist so ein Thema, was mich besonders interessiert hat. Wie gehen Leute mit Katastrophen um? Auch gerade mit dieser unsichtbaren Angst vor dem Radioaktiven, vor der Strahlung. Also was macht man damit? Echt gruselig. Auch da zu sein, war schon krass, muss ich sagen. Das hat, ja. Ja, das glaube ich. Und auch total spannend, dass du eine der Forscherinnen bist, die keine Angst haben vor dem Feld, sage ich jetzt mal. Also wirklich auch dann im Einsatz bist, vor Ort und gerade nach Fukushima zu reisen. Also ich weiß nicht, ob ich mich das getraut hätte. Auf jeden Fall Chapeau für dein Engagement in der Feldforschung. Richtig cool. Danke, danke. Ich muss auch sagen, das war auf jeden Fall risky, aber da kann ich ja irgendwann anders nochmal von erzählen. Also es war eine coole Zeit auf jeden Fall. Und Feldforschung ist ja auch was, was du ganz viel machst, Isis. Was machst du eigentlich so? Wo bist du gerade? Genau. Ja, also physisch sitze ich gerade in Heidelberg, wo ich jetzt wieder seit einiger Zeit wohne. Ich habe hier auch einen Master studiert und arbeite aber an der Universität Tübingen in der Religionswissenschaft. Ich habe da im Januar meine Doktorarbeit eingereicht. Yes. Yes. Ja, voll. Also für alle, die sich jetzt fragen, warum freut man sich darüber so, es ist viel Arbeit. Sie ist wie ein Mensch. Das ist unglaublich. Also genau, vielleicht hier ganz kurz. Also Dunja, du machst ja auch ganz viel, du sagst ja immer Prozesskommunikation zum Thema, was heißt es eigentlich, eine Doktorarbeit zu schreiben oder was heißt es eigentlich, Religionswissenschaftlerin oder Wissenschaftlerin zu sein. Genau, kann man sich alles auch auf Instagram angucken. Finde ich immer sehr, sehr spannend. Und genau, und vielleicht da auch ein kleiner Mini-Einblick. Also zumindest bei mir war es jetzt im letzten halben Jahr von der Doktorarbeit so, dass ich eigentlich nicht mehr vor die Tür gegangen bin, außer vielleicht irgendwie zur Massage und irgendwie zum Sport und ansonsten mich wirklich eingegraben habe, um dieses Ding hinzubringen. Ja, es ist auch eine massive Arbeit. Ja, es ist ein bisschen länger geworden bei mir, das stimmt. Und genau, und ich habe in der Arbeit zu Chaosmagie geforscht, beziehungsweise zu, religiöser Praxis in Gruppen und vor allen Dingen interessiert mich, wie Menschen in Gruppen gemeinsam Rituale durchführen und dann auch zusammen, das Erleben im Ritual, für die halt ganz, ganz intensiv und immersiv wird. Also wie erleben Menschen eigentlich Wirklichkeiten immersiv miteinander? Das ist so eine Frage, die ich mir da angeguckt habe. Und Chaos Magier... Ja, das war auf jeden Fall auch eine total coole Feldforschung. Also ich habe ganz viel Zeit mit den Chaos MagierInnen verbracht, vor allen Dingen in Deutschland und Österreich, aber auch in der UK und in Schweden. Also da bin ich so ein bisschen mit den Leuten mitgereist und habe so ein bisschen geguckt, was sie so machen und vor allen Dingen ganz viele Rituale mir mit angeguckt, ganz viel Praxis. Und das ist auch so ein bisschen, was mich eigentlich am meisten interessiert, also religiöse Praxis. Genau, wobei ich jetzt in meiner aktuellen, also in der Forschung jetzt mich mit gegenwärtiger Praxis beschäftigt habe und ich interessiere mich auch total für, also da haben wir auch so ein Overlap wir beide, weil wir beide auch zum Thema Religion und Popkultur arbeiten und das ist sehr interessiert. Genau, kommen wir auch im Laufe der Folge nochmal ein bisschen genauer drauf zurück. Genau, was ich jetzt aber auch noch gerade anfange, ist so ein bisschen so ein neues Forschungsprojekt, was mich ganz sehr fasziniert aktuell. Und zwar geht es da um Santeria. Da habe ich jetzt gerade erst, fand ich auch total spannend, ich habe jetzt vor kurzem Santeria Priester kennengelernt. Das war auch eine ganz spannende Begegnung. Und der hat mir erklärt, dass Santeria ganz lange eigentlich gar keine Selbstbezeichnung war. Also es geht um afro-kubanische Religion. Also vielleicht wissen wir das ja, manche wissen das vielleicht, dass Menschen aus Westafrika nach Kuba, Haiti und so weiter in die sogenannten Sugar Islands versklagt wurden im 17. Jahrhundert. und dass da zu neuen Religionen, also da sind neue Religionen entstanden und so zum Beispiel Voodoo. Manche kennen vielleicht so aus Hollywood so Voodoo. Das ist so ein bisschen die Hollywood-Adaption von dem Haitischen. Ja, also falsch ist schon mal ein spannender Begriff. Genau. Und eben Santeria ist auf Kuba entstanden und die Praktizierenden sagen selbst aber oft Regla de Ocha, weil Santeria eigentlich erstmal so eine Fremdbezeichnung habe ich jetzt gerade gelernt, fand ich sehr spannend. Genau, also auch so ein bisschen diese historische Perspektive finde ich auch ganz interessant. Mega spannend, cool. Das heißt, du willst dich so ein bisschen neu einarbeiten in die Richtung. Du, ich bin da ehrlich gesagt irgendwie so ein bisschen reingeschlittert und bin so schon dabei. Mir türmen sich die Bücher mittlerweile und es ist ja auch total cool zu merken, was es da so gibt. Und ja, das ist auch immer, finde ich, immer so eine spannende neue Phase. So, ah, ein neues Forschungsthema. Ja, ich finde aber auch, tatsächlich, dass es gar nicht so einfach ist, alte Themen loslassen. Also einerseits denkt man, ich habe jetzt keinen Bock mehr, ich bin jetzt fertig damit, so lasst mich mal in Ruhe mit den, keine Ahnung, dieser einen Gemeinde. Aber andererseits liebt man das halt auch so. Man hat so ganz tief im Feld Erfahrungen gesammelt mit diesen Menschen auch. Ja, auch Beziehungen aufgebaut natürlich. Das ist, wo wir auch beim Thema, also da müssen wir auch irgendwann mal drüber reden, was es eigentlich heißt, Feldforschung zu betreiben. Das ist auch ein sehr spannendes Arbeitsfeld. sehr cool. Music. Ja, ich habe gerade ja schon so ein bisschen angeteasert, was machen wir eigentlich? Unser Slot heißt Wonderland. Was machen wir eigentlich? Was ist die Idee? Magst du vielleicht einfach ganz kurz mal zusammenfassen, wie das so entstanden ist und was wir in diesem Slot vorhaben? Klar. Also Wonderland ist eigentlich ein Slot, den wir haben dürfen als ReligionswissenschaftlerInnen von dem Verein REMET. REMET e.V. Ist ein Verein, der sich einsetzt dafür, dass der Religionswissenschaft ein bisschen mehr in die Gesellschaft reinkommt und eben religionswissenschaftliche Wissenschaftskommunikation fördert, aber eben auch einfach Informationen zu Religionen bereitstellt und auch ExpertInnen aussendet für MedienvertreterInnen. Also wenn zum Beispiel jemand einordnet, was ist eigentlich Evangelikalismus, dann soll das am besten an ReligionswissenschaftlerInnen auch tun, weil wir eben andere Perspektiven haben als andere WissenschaftlerInnen. Genau, und wir haben die wunderbare Möglichkeit, bei Schöner Glauben, eins dort zu haben und hier darüber zu sprechen, was in der Religionswissenschaft eigentlich passiert, was wir so erforschen und wie wir auf die Gesellschaft blicken. Ja, und es ist so lustig, weil wir haben also REMIT, Religionswissenschaftlicher Mediendienst. Wir sitzen da zusammen in dem Verein und wir haben dann schon eigentlich vor Monaten haben wir mal gesagt, eigentlich wäre es so geil, mal einen Podcast zu machen. Wirklich einfach mal über religionswissenschaftliche Themen zu sprechen, auch aus dieser Perspektive. Und dann auf einmal kam unsere erste Vorsitzende, Anna Kira Hippert, um die Ecke. Ah ja, übrigens, es gibt eine Anfrage und hättet ihr nicht Bock? Und wir waren so, ja, voll. Genau, und dann haben wir uns total gefreut über die Kooperation. Und, genau, also beim Podcast Schöner Glauben wird ja bereits sehr viel über Religion gesprochen, aus einer Perspektive von religiösen Praktizierenden, also aus einer Innenperspektive. Und vielleicht nochmal ganz kurz dazu, ja, was ist jetzt eigentlich der Unterschied zu dem, was wir hier machen und was ist eigentlich Religionswissenschaft als Fach? Und ja, das ist eine Frage, die ich dir jetzt einfach mal so ganz frech stelle. Dunja, was macht denn eigentlich Religionswissenschaft als Fach und worin unterscheidet denn auch unser Slot sich dann vielleicht von anderen Slots, die man bei schöner Glauben auch noch finden kann? You wonder. Ihr fragt und wir antworten. Danke Isis für diese wichtige Frage, denn Religionswissenschaft ist, glaube ich, ein Fach, das nicht so bekannt ist. Also ich kannte das, bevor ich das Studium begonnen habe, auch nicht. Ich hatte das noch nie gehört und dachte so, her, lernt man da über verschiedene Religionen? Keine Ahnung, was soll das heißen? Und Religionswissenschaft ist eigentlich eine Forschung, die aus ganz vielen verschiedenen Disziplinen, auf Religionen schaut, also einmal auf das, was Menschen tun, die religiös sind, was sie sozusagen, ich sag jetzt mal, in Ritualen tun, aber eben auch, was sind die Geschichten der religiösen Traditionen, die wir so kennen und auch die, die wir nicht kennen. Also es ist sehr breit gefächert und setzt sich eben zusammen aus ganz vielen verschiedenen Perspektiven. Das kann nicht echt eine Methode Religionswissenschaft hat, einfach ein Repertoire an Methoden und Perspektiven, mit denen sich die WissenschaftlerInnen, die eben in der Religionswissenschaft forschen, an, sage ich mal, Religionen und religiöse Menschen näher. Das heißt ganz konkret, manche Leute machen wie wir Feldforschung, gehen wirklich zu den Menschen hin und reden mit den Menschen, leben mit den Menschen, machen teilnehmende Beobachtung oder wie Anna, unsere Vorsitzende, reiten mit den Menschen in der Kaubelkirche. Anna wird übrigens auch doch Podcastbesucher haben, ganz viele, denn sie ist auch Teil von unserem Team. Und andere Leute lesen eben alte, sag ich jetzt mal, Auseinandersetzungen mit irgendwelchen jüdischen Texten zum Beispiel und interpretieren, was das damals bedeutet hat, wie man die gut übersetzen kann, etc. Also es gibt eine Bandbreite an Themen, die behandelt werden in der Religionswissenschaft. Ja, total. Ich fand es gerade total süß, dass du so deine Origin-Story mit eingebaut hast. Ach, damals habe ich mich eigentlich gefragt und wie wäre das dann eigentlich? Und dann war das bei dir eigentlich auch so dieser Zufallsfund und dann hast du gemerkt, ah ja, stimmt, das interessiert mich voll. Also so ein bisschen, das ist ja oft irgendwie so die Geschichte der Religionswissenschaft darin. Ja, ich habe das irgendwie so gesehen, das war irgendwie NC-frei und dann habe ich mich reingesetzt und dann habe ich immer gedacht, oh mein Gott, das ist mega spannend. War das bei dir auch so? Ich muss tatsächlich sagen, dass ich am Anfang Kultur oder beziehungsweise irgendwie Ethnografie, Ethnologie studieren wollte, also Ethnologie studieren wollte und dann da bin ich nicht reingekommen, weil der NC in der Ruhr-Universität war sehr hoch und meiner war nicht so gut. Das heißt, ich habe dann geguckt, was gibt es für Möglichkeiten und ich dachte, Religionswissenschaft ist bestimmt spannend. Wahrscheinlich verschiedene Religionen, also verschiedene Kulturen und obwohl ich es noch nicht mal konzeptualisieren konnte, wusste ich schon, da ist irgendeine Verbindung zwischen Kultur und Religion. Und deswegen, ich mach das jetzt einfach mal. Just wing it. Und ich wollte unbedingt Japanologie studieren, hab also Japanisch mit dem Schwerpunkt auf Sprache studiert und brauchte ein Zweitfach. Hab das dann gemacht und hab mich direkt verliebt. Also super spannend, super cool, geile Theorien, geile Lehrende, coole Geschichten, crazy stories so. Ja, so mich da reingeraten. Wie war das denn bei dir? Boah, also bei mir war es so, dass ich nach dem Abi super schwierig mich nur orientieren konnte. Ich war so, oh, ich will eigentlich am liebsten alles studieren. Ich finde Politik cool, ich habe Lust auf Philosophie, ich interessiere mich total für Psychologie, ich interessiere mich für Soziologie. Ich war wirklich auch tatsächlich in Mannheim für Soziologie sogar eingeschrieben schon. Also nicht eingeschrieben, sondern ich habe mich auch darauf beworben. Wurde tatsächlich auch genommen, habe aber dann mich unentschieden. Und also dieses Ding von, oh, eigentlich am liebsten würde ich alles, was Humanities und Social Sciences so zu bieten hat, studieren, geht ja nicht. Und dann habe ich gedacht, naja... Aber ich sage mal, es gibt wenige Sachen, die diese ganzen Themen so krass zusammenbringen, wie halt Religion. Also da kommen psychologische Themen zusammen, das ist unglaublich politisch, es ist geschichtliche Themen, man kann ganz viel Sprachen lernen. Es hat auch mit, also natürlich beschäftigst du dich mit der Philosophie oder mit den Inhalten der verschiedenen Religionen und halt aber auch diese gesellschaftlichen Fragen, also diese soziologischen, die haben mich schon immer auch total fasziniert, ja was macht das eigentlich mit, was macht Religion eigentlich mit Gesellschaft oder was hat das auch für, Auswirkungen auf Menschen, wenn die jetzt religiös handeln oder nicht handeln und was heißt das überhaupt, ja, so. Das war so meine Fragestellung, mit der ich losgelaufen bin und Und dann sind im Laufe der Zeit aber ganz viele andere Fragen noch aufgeploppt, von denen ich am Anfang gar nicht wusste, dass ich mich dafür interessiere. Wie zum Beispiel die Frage nach Praxis. Also was ist eigentlich Praxis, soziale Praxis in Gruppen? Was passiert da eigentlich? Was passiert da auf einer kognitiven, auf einer körperlichen? Und zuletzt habe ich mich auch voll krass interessiert für, was passiert auf einer emotionalen Ebene? Also Emotionen in Gruppen, wenn man sich für sowas interessiert, kommt man auf Religion eigentlich nicht vorbei. Nee, ist sitt nicht. Genau. Das war so ein bisschen mein Weg dahin. Geil. Genau. Ja. Spannend. Ja. Genau. Ich überlege gerade, ob ich noch irgendwas ergänzen will zum Thema, was ist unser Fach. Ich glaube, eine Sache, die ich spannend finde, über die wir ja auch im Fach immer wieder total wild diskutieren und uns da auch weiterentwickeln und auch noch weiterentwickeln werden und müssen vermutlich, ist die große Frage von unserer Position. Wo stehen wir eigentlich? Also so ein bisschen die Gretchenfrage. Die Idee von der Religionswissenschaft ist ja schon, dass wir aus einer neutralen Perspektive oder aus einer zumindest nicht normativen Perspektive über Religion sprechen. Also nicht sagen, gibt es einen Gott oder eine Göttin oder wie viele Götter auch immer? Funktioniert Magie dann wirklich? Ist religiös sein gut oder schlecht? Also das sind so Fragen, die wir gar nicht stellen, sondern wir interessieren uns ja eher dafür, was macht das eigentlich mit einer Gesellschaft oder mit Menschen oder mit, was passiert da genau? Wir nehmen das Praktizierende selber wahr. Die Frage der Nicht-Normalität ist natürlich gar nicht so easy, also im Sinne von, ach, ich bewerte das gar nicht. Wir bewerten ja immer irgendwie Sachen. Die Frage ist halt, was für eine Qualität hast du das? Und ich dachte so, als ich gerade darüber nachgedacht habe, Vielleicht ist dieser Podcast einfach auch ein Beispiel dafür. Also vielleicht wird man das im Laufe des Podcasts einfach auch merken, wie wir das letztendlich dann lösen. Also wie das konkret dann gemacht wird, wie wir jetzt über Religion und Religiosität auch sprechen. Ja, ich glaube, da bin ich jetzt wieder die Praxiologin, aber auch die Praktikerin, dass ich sage, ey, wir machen das einfach und dann sehen wir, wie es geht, dann nehmen wir, wie es läuft. Ja, ist doch richtig so. Ich glaube, das Spannende an der religionswissenschaftlichen Perspektive ist einfach, dass sie immer auch zwischen Außen- und Innenperspektive ist. Wir sind natürlich Menschen, gerade in Mehrfeldforschung machen, also wir können nicht ausschalten, was wir gelernt haben, wir können nicht ausschalten, wer wir sind. Aber das zu reflektieren, zu lernen und dann auch trotzdem zu versuchen, auf die Dinge zu schauen, ohne sich mit so stark mal einzubeziehen oder das eben ohne dass das alles bestimmt, unsere Forschung durch bestimmt wird, finde ich auch gar nicht so einfacher als Forscherin, aber finde ich total wichtig. Und macht es auch aus, gerade bei religiösen Themen, weil das oft mit sensiblen Sachen verbunden ist. Es ist sehr persönlich für viele Leute, gerade jetzt in einer Zeit, wo wir leben, wo Religion sehr privat geworden ist, ist es für viele auch sehr, sehr nah an ihrem Gefühl, an ihrem Herzen. Genau. Von daher finde ich es spannend, wie wir auch damit umgehen. Und das werden wir bestimmt noch ganz viel besprechen in diesem Podcast. Ja. I wonder, was geht eigentlich in unserer Welt? Aktuelles religionswissenschaftlich betrachtet. Wir haben ja sehr viele krasse Dinge momentan, die auf der Welt passieren. Und ich frage mich, I wonder, was eigentlich gerade in der Türkei los ist, ISIS? Was passiert da gerade? Ja, also, was ich total interessant oder faszinierend finde, ist, also vielleicht haben das einige mitgekriegt, dass der Istanbuler Bürgermeister Ekrem Imamoglu aktuell ja in Haft steckt, denn er wurde, inhaftiert von, und er ist aber auch eben, das muss man vielleicht dazu sagen, der wichtigste politische, Oppositionelle des aktuellen türkischen Präsidenten von Erdogan. Und was ich total spannend finde und worauf ich jetzt einfach dachte, das ist doch eine Sache, die man vielleicht mal in einem religionswissenschaftlichen Podcast erwähnen könnte. Vielleicht haben das manche schon mitgekriegt, dass Imamoglu als Kemalist bezeichnet wurde von Erdogan. Und das war auch als Schimpfwort gemeint. Also so, je, das ist ein richtiger Kemalist. Die Frage ist jetzt natürlich, was hat es mit diesem Kemalisten eigentlich auf sich oder was ist denn damit eigentlich gemeint, worauf nimmt er sich eigentlich Bezug? Und das wollte ich ganz kurz mal erklären, mit euch teilen. Also der Ausdruck Kemalist geht zurück auf Kemal Atatürk, der der Gründer und der Präsident, also der erste Präsident der Republik Türkei war. Der hat 1881 bis 1938 gelebt. Und das ist halt total spannend, weil vor Atatürk gab es eben das Osmanische Reich. Also wenn wir jetzt mal ganz kurz in unseren historischen Geschichtsbüchern blättern. Und das Osmanische Reich war auch ein religiös geführtes Reich. Es wurde nach islamischem Recht gehandelt und die politische Führung war auch eine religiöse Führung. Und Kemal Atatürk hat eben eine ganz massive Reform eingeführt. Also er hat nicht nur diese Republik gegründet, sondern auch ganz, ganz massive Reformen eingeführt. Und zwar hat er eben das Sultanat, also das Kalifat, abgeschafft. Also es gab ja Sultane im Osmanischen Reich und damit hat er eben auch die religiöse Herrschaft beendet. Und dann wurde die Türkei eben säkular. Und also säkular bedeutet also ein nicht-religiöser Staat. Also das heißt, der Staat baut nicht auf religiösen Ansätzen auf, nicht auf religiösem Recht, sondern eben auf einem säkularen Recht. Und hat eben da auch eine neue Rechtsordnung eingeführt und auch das türkische Alphabet mit lateinischen Buchstaben. Also vorher gab es nämlich arabische und persische. Buchstaben und das wurde eben, ja, da wurde die Türkei sehr nah in Europa gerückt und das hat sich auch auf die Industrialisierung und auf den Ausbau der Infrastruktur ausgewirkt. Und, Ja, Atatürk wird heute halt total ambivalent gesehen in der Türkei. Also es gibt natürlich diejenigen, die an ihn gerne gedenken und vor allen Dingen auch dann seine Leistungen in der Begründung der neuen Türkei, also der modernen Türkei sehen. Aber eben, dass er auch den Islam nicht mehr als Staatsreligion vertreten hat und das abgeschafft hat, ist eine Sache, die viele auch heute übel nehmen oder da einfach auch sehr kritisch drauf gucken. Und so eben auch Erdogan, der ja eine dezidiert islamische Partei auch hat. Und jetzt nochmal zurückzukommen auf Imamoglu. Der ist ja, wie gesagt, vielleicht auch nochmal wichtig zu wissen, dass Atatürks Regierung oder auch seine Einflüsse tatsächlich dann abgelöst wurden durch die islamische Regierung der AKP, so auf den frühen 2000er Jahren. Und seither wird die Türkei ja auch von Erdogan regiert. Und der Imamoglu ist tatsächlich aber eben ein Vertreter der anderen Fraktion, also eben der säkularen Fraktion und deswegen eben Kemalist. Und so kommt dieser Begriff zustande und das ist so ein bisschen der historische Hintergrund davon. Und das ist ja schon spannend auch, das mal einzuordnen oder eingeordnet zu haben. Was für eine Geschichte steckt eigentlich dahinter? Ja, und es ist so spannend, dass das heute ja aus so verschiedenen Perspektiven betrachtet wird. Ähnlich war es ja auch schon früher, als Atatürk an die Macht kam und so. Also ich finde, da sieht man total ähnliche Dynamiken, wie zum Beispiel auch im iranischen Staat sozusagen, während Schah, während des Schahs. Ja, genau. Also im Iran war es ja auch so, dass es eine säkulare Regierung gab, in den also ich glaube bis zu den 60er, 70er Jahren und dann gab es die Islamische Revolution und, Dann sind eben ganz viele Menschen aus dem Iran geflüchtet, also Schah-AnhängerInnen. Und tatsächlich, es gibt ja auch einige, wir haben ja ganz viele Menschen in Deutschland, die auch deren oft mittlerweile Eltern oder ja mittlerweile eigentlich schon fast oft Großeltern, Quatsch, Großeltern, sorry. Ja, nee, so weit ist es jetzt auch noch nicht. Aber eben, also die halt im Hintergrund, die aus dem Iran kommen oder oft auch sich selbst als persisch bezeichnen in der Abgrenzung zu Iran, weil Iran dann oft als dieses islamisch-schuidische Islam-Land gedacht werden. Und die sagen, ja, nee, das bin ich ja gar nicht so, sondern ich bin ein säkulärer Perser. Also das ist schon mal spannend, auch was da so passiert. Und was eben total spannend ist, vielleicht haben manche von euch das schon mal gesehen, wenn ihr euch so Fotografien aus den 20er, 30er, 40er Jahren aus der Türkei oder dem Iran anguckt, wie so der Lifestyle war, das vergleicht mit dem, wie der Lifestyle heute ist, ist das auf jeden Fall, da lässt sich das total erkennen und abzeichnen wie religiöse Praxis und religiöse Inhalte, auch mit Ästhetik wie sieht man aus, was macht man, wie lebt man. Ja voll Mein Vater ist ja auch Iraner und obwohl wir nicht so einen mega großen Kontakt haben habe ich auf jeden Fall auch schon ein bisschen da reingearbeitet um mal so ein bisschen zu gucken, wie war es eigentlich früher und habe auch so ein paar alte Bilder gefunden Das ist schon krass Was? Ach, Wahnsinn. Ja, als ich in Iran war als Kind, war das natürlich nicht so. Da mussten wir alle Hijab tragen und mussten uns verhüllen. Aber da wird immer wieder drauf, also im Gespräch mit der Familie wurde immer wieder gesprochen, es war auch mal anders. Und das ist irgendwie so eine, ich kann mir das fast gar nicht vorstellen, weil die Realität eben heute so anders ist. Aber ja, wenn man die alten Bilder sieht, dann ist es wirklich super spannend. Und wie ist da so die Stimmung dazu in deiner Familie? Also dadurch, dass deine Eltern ja da oder dein Vater dann aus der Zeit dann damals da weggegangen ist, gehe ich jetzt mal davon aus, dass er... Auch geflohen ist, Fragezeichen? Also ist es dann so ein bisschen die goldene Zeit damals, kind of talk, oder wie ist das bei euch in der Familie? Also es wird nicht so viel darüber gesprochen, aber ich würde auf jeden Fall sagen, es ist eine Perspektive, die viele haben, die eben nicht so gerne unter der aktuellen Regierung leben, um das mal vorsichtig zu formulieren. Aber es ist auf jeden Fall so, dass die aktuelle Situation viel mit Angst und auch mit Unwohlsein verbunden ist und das gerade Frauen und auch andere Leute, die halt eben aus dem Iran kommen, nicht so gerne zurückgehen wollen, for obvious reasons. Und in diesem Zusammenhang wirkt natürlich schon immer mal wieder auf diese Zeit davor rekurriert und gesagt, naja, es war auch mal anders und es hätte halt auch so sein können und so bleiben sollen, wir sollten frei sein. Und das finde ich so spannend, weil das einfach so eng verknüpft mit der Religion und der, ich sag jetzt mal, politischen Nutzung von Religion ist. Ja, dass es echt so super komplex ist. Also es ist eben nicht nur eine Frage von Leadership, sondern auch eine Frage von, wie wird Religion eigentlich genutzt, vielleicht auch missbraucht. Ja, und auch ganz konkret ausgelebt. Das ist ja auch nicht unbedingt festgelegt. Es gibt ja tausend Varianten des Islam weltweit, so wie das jetzt konkret umgesetzt wird. Was ich auch total spannend finde an den beiden Fallbeispielen, Türkei und Iran, ist, dass... Dass es so dynamisch sein kann. Also dass ein Land säkular sein kann, dann religiös sein kann, dann säkular sein kann, dann was weiß ich was, irgendeine Mischform. Und dass die Lebensrealität in diesem Land dann auch sich massiv mit solchen Entwicklungen verändern kann, finde ich total spannend. Ich hätte jetzt fast Bock, aber das machen wir jetzt nicht. Aber kurzer Gedankengang nur, was passiert eigentlich bei Regierungswechseln und wie sehr verändert sich ein Land? Ich glaube, das erleben wir gerade auch total krass in den USA. Auf jeden Fall. Das erleben wir sehr stark. Ja, also und das wäre jetzt nochmal ein Thema, vielleicht eine andere Podcast-Folge so, da könnte man nochmal ewig drüber sprechen. Aber das ist doch schon krass, dass Dinge dann doch nicht so sehr in Stein gemeißelt sind, wie man vielleicht denken könnte. und man denken könnte, das war ja schon immer so, davon können wir ausgehen. Weil es war zum einen, es war nicht immer so. Und zum anderen, die Dynamik, die gesellschaftliche Dynamik, ist real. Es passiert die ganze Zeit. Es ändert sich ganz viel. Mal gucken, wie es bei uns auch weitergeht. Das ist das nächste spannende Thema. Dann für einen nächsten Podcast. Ja, genau. Also, apropos aktuelle Themen. Isis, wie du vielleicht weißt, habe ich bald Geburtstag. Und zwar im April. Und das ist sehr nah dran. Und immer, wenn ich Geburtstag habe, denke ich darüber nach, was sagt eigentlich mein Geburtstag über mein Leben aus? Weil ich liebe meinen Geburtstag. Also, ich habe am 13. April Geburtstag. Ich liebe die 13. Aber ich habe ganz viel mit Freunden. Ich war am 13. April. Ich habe am 13. Juli. Das ist ja crazy. Das ist jetzt bestimmt wieder, das ist schon wieder was. Daraus kann man doch schon wieder was machen, Dunja. Das ist wirklich so. Das ist doch wieder irgendwas. Und ich liebe es. Aber ich denke auch immer wieder darüber nach. Ich werde offiziell, bin ich ja Widder. Wenn wir ehrlich mit Sternzeichen auskennen, Widder ist nicht so mein Favorit. Weil Widder werden so richtig aggressiv und so laut. Nicht laut, aber so sehr stark und feurig. Und ich mag es gar nicht. Und ich muss dann immer wieder daran denken, dass ich denke, Widder sein, damit verbinde ich mich gar nicht. Andererseits denke ich mir so, ist ja auch nur Astrologie, weißt du? Wie interessiert es eigentlich? Ist ja nur irgendwas. Und dann habe ich ja überlegt, schlau wie ich bin, du forschst ja zu solchen Sachen unter anderem. Ja. Ich will jetzt mal ein bisschen mit dir darüber reden, weil ich finde, einerseits identifiziert man sich ja immer so damit und sagst, ach ja, diesen Teil vom Widersein habe ich diesen Teil nicht, ne? Aber andererseits denke ich auch, das ist ja auch eigentlich Quatsch. Es ist ja auch eigentlich, also, weißt du, innerlich singst du, das kann ja nicht sein, dass die Sterne jetzt irgendwie entscheiden, weil ich da und da um diese Uhrzeit geboren bin, dass mein Charakter so ist. Keine Ahnung. Ja, das ist total spannend, dass du das beschreibst und erzählst. Also tatsächlich ist ja Astrologie ein Riesenthema. Wieder ein Riesenthema war es schon mal in den 70er Jahren zu den Sternzeiten des New Age. Ja, und das ist aktuell wieder total in. Und ich wurde jetzt lustigerweise kürzlich auch mal dazu interviewt für eine Zeitung. Der Aufhänger war, naja, hier Palina Ruzinski, also die Schauspielerin, die Deutsche, vielleicht kennen die die ein oder andere Person. Die erzählt ja immer so viel über Astrologie und warum ist eigentlich Astrologie gerade so ein Hype? Und ist es eigentlich, war noch eine andere Anfrage, ist das eigentlich so ein bisschen wie du gerade? Ist das eigentlich wahr oder ist das Quatsch? So, jetzt erst mal ganz kurz, ob das wahr ist oder Quatsch, es ist ja schon wieder gar nicht meine Frage. I don't, also das ist nicht meine, kann ich dir nicht sagen, sondern, aber was ich dir sagen kann, ist, was würden denn die Leute jetzt dir für Fragen stellen, die Astrologie praktizieren? Und zwar, ich habe da gerade so ein bisschen zwei verschiedene Gruppen im Kopf, das eine sind die Chaos-MagierInnen, zu denen ich geforscht habe, und das andere ist aber eben der Bereich Astro-Talk. So eine Astrologie auf TikTok ist auch nochmal ein ganz eigenes Kapitel. Ja, lass mal ein bisschen bei den Astro-Tog-Leuten sein, weil wir müssen eine ganze Folge über die Chaos-Magier machen. Ich glaube, die Leute fragen uns auch, was sind eigentlich Chaos-Magier? Diesen Clayfeger lassen wir jetzt mal. Es ist so spannend. Da will ich alles drüber wissen, was du da geforscht hast, was du da gemacht hast. Aber dann, Tell me, was sagt Astro Talk? Was sagt Astro Talk eigentlich zu diesem Problem? Ich finde mich im Winter nicht wieder. Also erstmal ganz kurz, was ist Astro Talk überhaupt? Also ich gehe jetzt mal davon aus, die meisten Leute kennen TikTok und wissen, dass diese Plattformen mit diesen Kurzvideos und genau, da gibt es ja Hashtags und Hashtags, du hast ja den Begriff Hashtag Communities auch mal. Vorgeschlagen, was ich total großartig finde. Also eben Communities, die sich unter einem bestimmten Hashtag finden und dann miteinander diskutieren und Wissen austauschen. Und Astro Talk ist also quasi so eine Hashtag-Community, wobei man sagen muss, da gibt es ganz unterschiedliche Hashtags, also Astro, Astrologie, Science, Zodiac, whatever, ganz, ganz viele verschiedene. Und auf Astro Talk gibt es so unterschiedliche Formate, die beliebt sind. Und das, was du jetzt gerade ansprichst, wäre so das Thema Ach ja, meine Charakteristik. Also das ist ein bisschen so der Bereich Education, also ich lerne jetzt was über Astrologie, wie kann ich eigentlich mein Birth Chart, also so dieses. Radix-Horoskop, wo diese zwölf verschiedenen Häuser beschrieben werden, wie kann ich das eigentlich richtig lesen und wie kann ich jetzt eigentlich, was sagt das über mich aus, wie kann ich mich da orientieren? Ich sage gleich, das zu lesen, das ist eine Wissenschaft für sich. Das gehört immer von Anna sagen, ich verstehe das gar nicht. Ich denke so, was heißt das jetzt? Was ist denn Medium Kylio? Keine Ahnung, wie das heißt. Ja, genau. Und dafür gibt es eben Tutorials auf Astro Talk, die dir dann erzählen, guck mal so und so nicht so dieses Birth Chart, aber die meisten sind, die da hochgeladen werden oder die vor allen Dingen dann auch sehr erfolgreich sind, die beschäftigen sich gar nicht mit sowas Kompliziertem, wie jetzt da dieses Eroskop da selber lesen, sondern die sagen dann so, okay, wenn du wieder bist, dann pass auf, für dich ist in den nächsten vier Monaten ist jetzt Venus im Retrograd und deswegen musst du jetzt folgende Sachen beachten. Also es geht so ein bisschen Richtung News, also so Neuigkeiten oder wie so eine Art, wie so eine Wettervorhersage, nur eben für dein Horoskop. Ja, die Frage... Das ist ja voll praktisch. Das heißt, ich finde dann heraus, wie die aktuelle Planetensituation mir oder mein Leben jetzt beeinflusst wird in den nächsten Tagen, Wochen, Monaten. Genau, das ist so auch ein anderer Typ von Video, der da total gut funktioniert. Und dann sind die oft. So sternzeichenspezifisch. manchmal auch für die ganze Menschheit, so von wegen, ja, jetzt hier, wir kommen ins neue, wir haben jetzt, keine Ahnung, folgende Planeten haben sich jetzt komplett in einer neuen Position bewegt, das heißt, die ganze Menschheit wird jetzt in Zukunft, unter einer ganz anderen Energie stehen, einen ganz anderen Energieeinfluss. Und das ist eben auch so ein bisschen die Idee, dass die Sterne eben eine Handlungsmacht haben, auf uns als Menschen und unser Leben und Schicksal so ein bisschen vorbestimmen. Und das Spannende ist aber auch zum Thema, ja, alle Sternzeichen Widder jetzt zum Beispiel, um mal dein Beispiel aufzugreifen. Dieses Video ist für euch und dann finde ich es einfach total spannend, weil das ja zum einen eine Strategie ist, um eine größere Reichweite zu haben und zum anderen eine Strategie ist, um auch so mögliche, Also Mismatches irgendwie aufzufangen. Ja, das gilt jetzt nicht nur für diejenigen, die wir da im Sonnenzeichen haben, sondern halt auch in allen anderen zwölf Häusern. Es kann ja auch sein, dass das jetzt irgendwie bei euch nicht im Sonnenzeichen ist, sondern im Mondzeichen oder im Merkurzeichen und so weiter. Will sagen, vielleicht, also die Astro Talk Community würde jetzt zu dir sagen, mit deinem Problem, naja, das Sonnenzeichen ist ja auch gar nicht so richtig wichtig. Viel wichtiger wäre jetzt ja eigentlich dein Aszendent. Also was ist dein Rising Sign? Das ist zum Beispiel die Idee, dass da eigentlich so mehr charakterliche Eigenschaften festgelegt wären. Was ist denn dein Aszendent, Dunja? Fühlst du dich damit wohler? Ja, eigentlich ein bisschen schon mal. Aszendent ist Krebs, glaube ich. Das ist doch dein Sonnenzeichen. Das ist tatsächlich mein Sonnenzeichen, ja. Deswegen, da ist die Connection. Ja, ja, ja. Es ist alles vorherbestimmt. Ja, genau. Ja, das ist tatsächlich, sind so beliebte Videos oder beliebte Praktiken, die da online passieren. Natürlich halt in der Welt von TikTok. Und das ist halt spannend, weil TikTok hat ja noch so was Cooles, was sich Algorithmus nennt. Ja. Ja, und Algorithmus bedeutet ja, dass du Inhalte kriegst, die zu dem passen, was du dir vorher angeguckt hast. Und Astro Talk hat halt den Vorteil jetzt zu anderen Formen der gegenwärtigen Astrologie. Dass es gibt halt unfassbar viele Content-Creator, die Videos machen zu Astro Talk, beziehungsweise ganz viele Influencer, weil die verstanden haben, boah, das ist gerade voll das Ding, voll das Ding, machen jetzt auch Videos zu Astro Talk. Das heißt, Astro Talk Videos zum Sternzeichen Krebs, zum Sternzeichen Widder, um jetzt mal deine beiden Beispiele aufzuzeichnen, kommen in allen möglichen Ästhetiken und in allen möglichen Themenbereichen. Ja, da kann es irgendwie um Beauty-Tipps gehen, da kann es um Politik gehen, da kann es Lip-Sync mit irgendwelchen Songs gehen und so weiter. Und der Algorithmus ist halt so krass, weil der so schlau ist. Also je länger du guckst, umso mehr weißt du natürlich über dich. Präsentiert dir dann Videos, die halt sowohl sich auf die Sternzeichen beziehen, die du am interessantesten findest, als auch die Ästhetiken dir anbieten, die du am liebsten dir anguckst. Und diese Kombination ist halt quasi dann dein Output von Astro. Und das ist auf deiner For You-Page dann halt drauf. Und das ist halt auch mit ein bisschen so ein Grund, warum Astro einfach so krass beliebt auch ist, weil es halt natürlich dann in allen Farben und Formen kommt und ja, dann den Geschmack auch so ein bisschen abholt von Leuten. Hey Leute, eine kurze Unterbrechung in eigener Sache. Uns ist wichtig, dass alle unsere Inhalte frei zugänglich sind. Und dafür brauchen wir euch. Ab einem Euro könnt ihr uns dabei helfen, regelmäßig Folgen zu veröffentlichen. Mehr Infos dazu findet ihr in den Shownotes und unter www.schönerglauben.jetzt. Vielen Dank für euren Support und jetzt weiterhin viel Spaß mit der Folge. Ja, total. Und ich finde das Spannende ist ja eigentlich, du sitzt da und dann hast du vielleicht eine Frage oder so oder kriegst du mal so ein Video reingespült und dann schaust du und schaust du und schaust du. Und es entwickelt sich so eine Dynamik. Und dann bist du irgendwann so, also bei den For-You-Pages kann man auch schnell, sag ich mal, den Algorithmus versorgen, wenn man ganz viel sowas guckt oder so. Aber wenn man das eben möchte, ist das ja total spannend, weil du dann irgendwie indirekt in diese, ich sag jetzt mal, Astro-Talk-Nische reinrutschst. Und das ist total krass, weil du immer wieder das ja siehst. Was bedeutet das in Religionswissenschaft? Das finde ich so interessant, weil das ist ja online. Die Leute kennen sich ja nicht wirklich. Also außer man kennt die Creatorinnen, aber die Creatorinnen kennen mich jetzt ja zum Beispiel gar nicht. Und wie können wir das eigentlich, oder wie würdest du das eigentlich beschreiben aus einer religionsfissenschaftlichen Perspektive? Was passiert bei Astrotalk? Naja, also, Ja, das ist ja auch die Frage, wo ist eigentlich der religiöse Aspekt auch von Astrotalk oder was sagen wir da als Religionsinschaftlerin dazu? Und das ist so spannend, weil dadurch, dass Astrotalk halt in diesen vielen, vielen verschiedenen Formen erscheint, gibt es halt auch für jede Form von Religiosität die entsprechenden Astrotalk-Videos. Also wenn jetzt jemand total interessiert ist an diesem sehr starken Deterministischen, es ist alles vorher gesehen, das genau kannst du jetzt, also so und so wird dein Leben, ja, dann findest du dafür Videos. Wenn du aber eher auf einer anderen Richtung unterwegs bist und zwar, ah, ich möchte das schon selber gestalten, aber ich interessiere mich halt für, weiß ich nicht, für eine Tendenz, dann gibt es halt einen interessanten Overlap wiederum mit Witchtalk, also so Witchcraft on TikTok, wo dann Rituale durchgeführt werden können. Naja, also das ist jetzt zwar die grundsätzliche Tendenz, aber wenn du jetzt versuchst, einen Schutzzauer zu machen, um halt die negative Energie abzuhalten oder du willst irgendwie eine positivere Beziehung jetzt haben mit deinem Ruling Planet, dann, was ist eigentlich der Ruling Planet von Wider? Ich weiß, beim Krebs ist der Mond Planet in Anführungszeichen. Ich weiß es. Das macht Sinn, genau. Das macht Sinn. Der Feuer, der Rost. Genau, du müsstest natürlich aus Witch-Talk-Perspektive eine stabile Beziehung mit dem Feuer entwickeln, mit dem Mars. Oh, schwierig. Und dann ist natürlich auch Religionsgesundschaftlich total interessant, dass Religiosität hier online, im Privaten, im Alltag, in deinem Everyday stattfindet. Du hast es halt in deinem Handy immer dabei, du kannst jederzeit darauf zugreifen, du kannst aktiv dich einbringen oder einfach auch nur zugucken, nur passiv konsumieren und, Das ist natürlich eine ganz massiv andere Form der Praxis, als ich gehe am Sonntag in den Gottesdienst und treffe dort und werde da gesehen und sehe andere und mache dann Dinge mit den Leuten dort vor Ort. Gleichzeitig bin ich ganz, ganz stark dafür, auch Astro Talk als Praxis zu verstehen. Also auch da wird was gemacht. Die Leute interagieren mit diesen Videos und beziehen das in ihren Lebensalltag ein. Also wie gesagt, und da gibt es ja auch unterschiedliche Formen von, ich gucke mir das mal an, weil ich finde das ganz witzig, zu, ah, ist nächste Woche eigentlich eine gute Woche, um finanzielle Entscheidungen zu treffen? Oder welcher Sternzeichen? Das hat mir letztens mal mein Mann erzählt, der ist ja Musikproduzent und hat mir erzählt, dass manchmal auch KünstlerInnen so fragen, ja, was bist du denn für ein Sternzeichen? Sind wir überhaupt kompatibel? Weil wenn nicht, dann können wir auch nicht zusammen schreiben. Also im Sinne von, ja, können wir überhaupt miteinander so, auch dieses ganze Thema Matchmaking ist natürlich nicht ganz groß. Ja. Es ist auf jeden Fall eine interessante Möglichkeit, irgendwie die immediate future, also das, was genau bevorsteht, relativ gut irgendwie auszutarieren. Zu sagen, okay, das und das sollte ich jetzt immer nicht machen. Also das beeinflusst das schon ganz schön krass, dass die Lebensrelation von den Leuten, ne? Also das finde ich wirklich super spannend. Und das ist natürlich auch, um jetzt nochmal ein bisschen raus zu zoomen, um mal ein bisschen mehr so eine Makroperspektive vielleicht mal kurz auch mit draufzuziehen, ist ja auch eigentlich wenig überraschend, dass in einer Zeit, in der wir gerade leben, die quasi geprägt ist von Unsicherheiten, von Kriegen und Umweltkatastrophen und von politischen Unsicherheiten und wirtschaftlichen Unsicherheiten, also ganz, ganz viel Chaos im Außen. Dass da... Eine Beliebtheit entsteht für einen Blick auf die Welt, die einfach total sicherheits- und orientierungsgebend ist. Also wo quasi alles berechenbar ist. Bis in die nächsten 100 Jahre kann ich irgendwie voraussehen, wie die Sterne sich bewegen werden. Und dementsprechend ist irgendwie alles schon völlig festgelegt und ich muss mir echt keine Sorgen machen. Also das ist auch natürlich wenig verwunderlich, dass das in unserer Zeit so populär ist. Ja, eine Form für Kontingenzbewältigung, würde ich mal sagen. So könnte man es bezeichnen. Direkt in der Religionswissenschaftlichen Forschung. Also super interessantes Thema, finde ich. Und wirklich was, wo man einfach nochmal eine andere Perspektive darauf kriegt, wie heute Religion noch gelebt wird. Also es ist einfach vielleicht nicht so traditionell, wie man sich das vorstellt, dass es irgendwie einen Priester gibt oder eine Priesterin gibt, die dann irgendwie mir sagt, was ich machen soll. Sondern es ist irgendwie, keine Ahnung, Astro-Tockerin XY, die mir dann sagt, wenn Mercury in Retrograde ist, dann mach lieber keinen Deal für deine Wohnung oder so. Ja, weil das ist auch total spannend, wo du jetzt gerade die Rolle der Priesterin ansprichst, weil es gibt ja schon auch Content-CreatorInnen, die sich als religiöse Spezialisten dort positionieren. Die sagen, ja so, hier, mein Name ist keine Ahnung, ich denke mir sowas aus, mein Name ist Mandy und ich bin diejenige, die euch Orientierung gibt. Oder nein, Ich muss mir gar keinen Namen ausdenken, weil ich habe ja schon Paulina Roszynski genannt und Paulina Roszynski ist auch auf TikTok total aktiv und gibt dort regelmäßig auch so News Report, was passiert jetzt als nächstes, womit müsst ihr rechnen, was passiert jetzt. Und das heißt, wir haben eigentlich schon noch immer diese Rolle der... Religiösen Spezialistin, du hast Priesterin gesagt, also einer Person, die eine Form von Autorität claimt oder auch zugeschrieben bekommen, die jetzt den anderen sagt, worauf sie achten müssen und wie sie das am besten machen und so eine Übersetzerposition haben zwischen dir und den Sternen. Das ist im Endeffekt, du bist hier auf der Erde und die Sterne sind da oben im Himmel, das Transzendente, also im Sinne von, es wird die Grenze überschritten zwischen hier und dort und es gibt aber dann trotzdem dann diese Übersetzerfigur, die Astrologin, die Astro-Talkerin. Ich meine das übrigens gerade nicht, dass das alles Frauen sind, sondern ich habe so eine Angewohnheit, immer durchgehend weiblich zu gendern. Also es gibt auch Personen, die männlich gelesen werden, auch sehr erfolgreiche, Personen, die männlich gelesen werden, die Astro-Talk-Content produzieren. Sehr spannend. Da muss ich nochmal reinschauen, was das jetzt bedeutet, dass ich wieder um Krebs bin. Ja, je nachdem, wen du fragst. Das kann ich herausfinden. Genau. Dunja, ich habe jetzt noch mal eine Frage an dich. Und zwar, du bist ja Expertin für Christentum in Japan. Jetzt stelle ich mir die Frage, also wann und wie ist überhaupt das Christentum nach Japan gekommen? Und gibt es da auch Personen, die da besonders viel Einfluss auf diese Entwicklung hatten? Also wie ist das denn eigentlich entstanden? Also wenn ich jetzt, also wie du hast ja schon gesagt, 1% Christinnen in Japan. Ja, erzähl mal. Ja, total gerne. Also für die Mission in Japan sind viele Persönlichkeiten sehr wichtig und ich möchte mal so ein paar herausnehmen und die religiösen VIPs der Japan-Mission im 15., ne 16. Jahrhundert mir anschauen oder bitte euch anschauen, weil ich glaube, dass man die gar nicht so gut kennt, obwohl die eigentlich super interessante Sachen gemacht haben. Also ja, genau, im 16. Jahrhundert sind die ersten jesuitischen Missionare und Missionarinnen, da waren nämlich auch einige Frauen dabei, nach China, aber auch nach Japan gereist. Und die Idee war natürlich typisch christliche Mission, um das abwerten zu meinen, das Christentum zu verbreiten. Und das ist auch in Japan passiert. Und die waren relativ südlich in Japan unterwegs, also Nagasaki-Region, Dejimas, auch so eine bekannte Insel. Und da waren die unterwegs, also sehr im Süden von Japan und haben dort eben versucht, das Christentum zu bringen. Man muss sich vorstellen, zu der Zeit war Japan sehr buddhistisch geprägt und hatte natürlich auch shintoistische Traditionen. Und die ChristInnen, die kamen, hatten ein paar Probleme, das Christentum sozusagen japan-tauglich zu machen. Weil bestimmte Metaphern und Theorien und so passten gar nicht so gut. Und da gab es so ein paar Versuche irgendwie... Christentum sozusagen für Japan schmackhaft zu machen, zum Beispiel den Begriff für Gott zu ändern und den buddhistischen Begriff Dainichi, große Sonne zu nutzen, hat aber auch teilweise zu Problemen geführt. Wer das wiederum ganz interessant gemacht hat, und das ist der VIP, um den es heute gehen soll, ist Alessandro Valignano, ein italienischer Jesuit, der von 1539 bis 1605 gelebt hat und nach Japan kam. Er war in China, war auch in Japan. Und der war ganz schockiert darüber, dass die ganzen Jesuiten, die da waren, also unter anderem Francis Xavier und so, nicht so wirklich Japanisch konnten und nicht so wirklich Bock auf die japanische Kultur hatten. Und der hat gesagt, das geht ja gar nicht. Wir müssen eigentlich Japanisch lernen. Also, warum kennt ihr kein Japanisch? Warum kennt ihr die Kultur? Und der fand auch die Kultur relativ spannend und hat dann in dem Zusammenhang so Seminarios geöffnet, also so Bildungsstätten, wo die MissionarInnen Japanisch lernen mussten. Und das hat schon mal echt, muss ich echt sagen, das Leben der MissionarInnen vor Ort voll improved, weil die halt überhaupt nicht in der Lage waren, irgendwie mit den lokalen Menschen gut zu sprechen, wenn es nicht irgendeine Form von Übersetzen der Person gab. Aber dadurch, dass sie selber Japanisch lernen konnten, war das schon mal besser. Warte mal ganz kurz, das heißt, bis zu dem Zeitpunkt haben die MissionarInnen in Japan einfach ihre Muttersprache mit den Japanern gesprochen und hatten irgendwelche Übersetzer, die das dann waren? Die meisten, ja. Es war schon auf jeden Fall nicht verbreitet, dass die Japanisch sprechen. Da muss man natürlich auch sagen, es gab schon eine Perspektive, aus der sie auf Japan geguckt haben. Die war natürlich nicht ganz so positiv. Und der Wadimiano war einer der Ersten, der das umdrehen wollte und hat das auch gemacht. Und er hat sogar witzigerweise eine Druckpresse nach Japan transportiert, damit man Texte und Lehrbücher für Japanisch vervielfältigen konnte. Ist das nicht geil? Oh, wow. Ja, krass. Reicht mir jetzt, wenn ihr das nicht gönnt. Bringt ihr die erste, oder war? Boah, mega spannend. Und ich finde immer wieder der Zusammenhang zwischen Religion und Technik, also wie so technische Werkzeuge einfach religiöse Praxis so wahnsinnig beeinflussen und dann, okay, Buchpresse und jetzt... Ja, wahnsinnig. Voll. Und was er auch gemacht hat, was man eben hoch anrechnen muss, ist, dass er die japanischen ChristInnen, also die KonvertitInnen, die es dann damals schon gab, weil man muss schon sagen, dass 16. Oder 17. Jahrhundert war das christliche Jahrhundert in Japan. Das war sehr, sehr, ich sag mal, erfolgreich, die Mission. Sehr viele Leute haben sich interessiert fürs Christentum und sind konvertiert. Zwar nicht ganz so, wie die sich das mal hervorgestellt haben, die MissionarInnen, also nicht ganz so exklusiv, monotheistisch, aber trotzdem viele ChristInnen. Aber die wurden gar nicht wirklich in die Missionsarbeit mit einbezogen. Und das hat Valiniano auch nochmal kritisiert. gesagt, hey Leute, das geht eigentlich nicht. Die Leute sind ja hier, die kennen die Kultur besser und ohne die können wir das gar nicht schaffen, das Christentum weiter zu verbreiten. Das heißt, seine Mission war sozusagen auch, seinen Kollegen in den Klatsch zu machen, hey, wir müssen die ernst nehmen. Und das ist auf jeden Fall was, was man eben hoch anders nehmen muss als Mensch. Genau. Das ist Alessandro Gagnano, ein sehr spannender Missionar aus Italien. Ja, krass. Und ist der auch im Japan mit den christlichen Communities, ist der da auch noch eine Person, die man kennt? Also ist das sowas, was also ich sage jetzt mal, wenn ich jetzt irgendwie an evangelische, Praxis in Deutschland denke und an evangelische Communities und dann an VIPs, dann muss ich natürlich sofort an Luther denken, was natürlich so der erste der VIP des Evangelischen war. Also hat er solche, kann man das vergleichen, weil der ist ja eh nicht berühmt oder wie ist das einzuordnen? Also man muss schon sagen, dass der eher so, wenn überhaupt im Katholizismus berühmt ist und genau, also dann die KatholikInnen teilweise sich auch noch so, ich sag mal, fröhlich an den erinnern und natürlich die jesuitische Mission, ein ganz wichtiger Punkt ist in der Christenlubsgeschichte in Japan und die ist auch wichtig für die Identifikation für die KatholikInnen in Japan. Ich würde sagen, er hat jetzt nicht die krasseste Berühmtheit, aber er ist schon ein berühmter Charakter innerhalb der Leute, die sich eben für die Geschichte Japans interessieren und gerade auch für die Kakure Kirishitan, das sind so versteckte Christen, die in der Verfolgungszeit, in der Edo-Zeit sich in Japan gebildet haben, die eben versucht haben, diese Sachen, die sie von den PortugiesInnen bekommen haben, weiter zu tragen und weiter ChristInnen zu sein und dann aber alles vermischt haben. Also super spannend, die gibt es heute zum Teil noch. Und genau, darüber ist es so ein bisschen, würde ich sagen, hat er noch eine andere Rolle. Und aber auch, es gibt ein Buch, das heißt Silence, und von Endo Shusaku, das ist ein japanischer Autor und der hat eben auch über diese Zeit der Mission geschrieben, unter anderem Xavier. Aber ich glaube auch über Valignano und da gibt es auch einen Film zu und da ging es auch ein bisschen darum und das ist schon eine Art von kulturellem Gedenken, würde ich sagen, weil das halt auch ein sehr spannender Charakter ist, der eben dieses, ich sag mal, das, was in Japan immer mit dem Christen verbunden wird, dieses Fremde umgedreht hat und sich wirklich in Japan versucht, dort reinzufinden, und irgendwie das Japanische sozusagen auch ernst zu nehmen. Ja, und genau, manche MissionarInnen sehen sich vielleicht in seiner Tradition, viele aber auch nicht, weil sie eben gar nicht sich unbedingt anpassen wollen. Das kommt immer darauf an. Das ist jetzt auch sehr christentumspezifisch, aber es ist auf jeden Fall ein ganz interessanter Mensch, der versucht hat zu sagen, was passiert eigentlich, wenn wir uns überhaupt mal damit bemühen, die japanische Sprache zu lernen, weil übrigens können wir die Leute überhaupt nicht erreichen. Ich finde es mega interessant, was ich jetzt natürlich auch mich direkt frage im Anschluss daran ist, wie hat sich denn das Christentum, das in Japan. Damals existierte, auch durch diesen anderen Ansatz verändert. Also sind auch andere regionale Einflüsse dann dadurch übernommen worden, indem auch die Sprache übernommen wurde? Also hatte das noch andere Einflüsse? Also größtenteils kann man sagen, dass das besonders einflussreich war, wirklich da, wo es stattgefunden hat, also in Südjapan, da wirklich viele Leute konvertiert sind. Und das auch eben diese Kaku de Christian Tradition sehr stark geprägt hat, weil diese versteckten Christen eben davon gezerrt haben. Aber ich würde sagen, es hat schon auch eine Veränderung innerhalb der Mission gegeben, weil eben dieser Ansatz gezeigt hat, es ist wesentlich erfolgreicher, wenn man sich den Leuten annähert. Und die katholische Mission in Japan ist generell sehr Grassroots gewesen. Auch später, also in der Edo-Zeit wurde Japan geschlossen. Da war es nicht erlaubt, wirklich zu missionieren. Aber danach sind wieder ChristInnen gekommen, auch katholische. Und die haben immer eher Grassroots-Missionen gemacht, meine ich. Und haben dann immer wieder versucht, eher an die normalen Leute ranzukommen und nicht so stark an die Eliten. Was, glaube ich, eine andere Zielgruppe auch. Weil früher waren eher die Eliten im Fokus und dann später war wirklich eher der Fokus, die Leute in der umgebenden, die lokale Bevölkerung. Und ich kann mir vorstellen, dass das schon beeinflusst wurde. Das kann ich aber nicht mit 100%iger Sicherheit sagen. Da müsste ich nochmal Forschung machen. Ja, das war so spannend, weil ich denke jetzt natürlich irgendwie auch so an Missionsgeschichte in Indien oder der Zwang zum Konvertieren der Yeruba-Practitioners in Kuba, wo dann Zanderia entstanden ist, wo es dann ja tatsächlich auch, wo so ganz viele Sachen dann zusammenkommen, ja zusammen kamen oder irgendwie auch so die Idee war, naja, also jetzt zum Beispiel beim Beispiel Sanderia, ja, Django ist ja eigentlich wie die heilige Barbara und deswegen könnt ihr, also das ist ja genauso wie das, fände ich es auch voll spannend, vielleicht hast du da Lust, irgendwann anders nochmal drüber zu sprechen, ob da auch sowas gemacht wurde, ja, das ist ja im Endeffekt so ein bisschen wie jetzt diese Shinto-Gottheit, ist jetzt ja eigentlich auch ein bisschen so wie, oder Jesus ist so ein bisschen wie, also so, weißt du, solche Vergleichsversuche, fände ich mal auch interessant. Ich glaube, da kann man noch ganz viel machen wahrscheinlich. Das ist ein weites Feld. Spannend. Vielen Dank, dass ab und zu noch mal so ein paar Klassiker einfließen zu lassen. Die süße Äffi ist auch dabei. Genau. Vielen Dank, dass du das vorgestellt hast. Sehr, sehr spannend. Doing Wonders. Genau. Ja, also wir sind auch schon, wir kommen langsam zum Ende unserer Podcast-Folge und wir wollten als ReligionswissenschaftlerInnen euch ganz gerne zum Abschluss jeder Folge auch noch so einen kleinen Einblick geben in verschiedene Praktiken aus ganz unterschiedlichen Religionen. Und je kleiner, umso besser. Das war so ein bisschen unsere Idee. Und zwar vor allen Dingen haben wir uns überlegt, ja, was passt denn zu einem Abschluss ganz gut? Und dann haben wir gedacht, ach, vor allen Dingen so eine kleine Divinationspraxis. Also wer jetzt nicht weiß, was Divination ist, das bedeutet, das ist im Endeffekt ein kompliziertes Wort für Wahrsagen oder für die Zukunft sagen oder in der Form Erkenntnis erlangen. Und unsere Idee ist eben als Religionswissenschaftlerin, dass wir euch möglichst viele unterschiedliche Religionen und deren Praktiken zeigen und euch darauf eingehen. Und da wir heute ja über Astro Talk gesprochen haben und wir schon so ein bisschen im Bereich Esoterik und auch New Age dann schon waren, habe ich jetzt hier vor mir liegen, dazu passend, einen Deck Tarotkarten. Oh, geil. Ein Deck Rider-Way-Tarot, das sich schon ganz lange im Familienbesitz befindet und mit denen ich auch nicht so richtig viel anfangen konnte vor meiner Forschung mit den Chaos-Magien, aber vor der Zeit habe ich viel dazugelernt. Und ich bin jetzt hier dabei und mische gerade die Karten schon so ein bisschen, also die sind relativ groß und ein bisschen ungeschickt. Aber bisher ist nichts runtergefallen. Also, was mache ich jetzt? Genau. Wir machen jetzt mit euch eine kleine Mini-Runde. Divinationspraxis-Fallbeispiel-Tarot. Also, was die Chaos der Magier dann manchmal machen, ist, also, ne, Karten mischen. Eigentlich müssen wir jetzt irgendeine Frage im Kopf haben. Meine Frage ist jetzt, eigentlich, meine Frage ist, was ist der abschließende, was ist das abschließende Fazit für heute? So, und jetzt würde ich eigentlich gerne dir, Dunja, den Kartenstapel hinhalten, dass du ziehen kannst und Und ich ziehe jetzt für dich, du musst sagen, du machst einfach Stopp. Okay, du sagst Stopp und ich mache mir den Finger gerade so über die Karten. Stopp. Okay. Die Karte des Tages ist Astermünzen. Oh, was heißt das denn? How pretty. Sehr schön. Also ganz kurz, wie sieht diese Karte aus? Da kommt so eine Hand aus so einer Wolke und hält so eine ganz, ganz große Münze. Und darauf ist ein Pentakel. Jetzt könnte ich total abnörden und anfangen, über die Symbole im Tarot mit euch zu reden. Das mache ich jetzt aber nicht. Folgt auf den Reihen, damit ihr das noch hören könnt demnächst. Genau. Also Astermünzen, also die Astkarten, die gehören in das sogenannte große Arcanum. Es gibt das kleine Arcanum. Es gibt das große und das kleine. Und paradoxerweise ist das kleine Arcanum, hat viel, viel mehr Karten. Das ist also Teil von dem Teil des Tarots, was viel, viel mehr Karten hat. Und da gibt es eben vier verschiedene Elemente, die Münzen, die Stäbe, die Kelche und die Schwerter. Und die werden unterschiedlichen Elementen zugewiesen und haben eine andere Bedeutung. Und die Münzelemente sind, also Münzen werden dem Erdelement zugeschrieben. Und die Idee ist eben, dass das alles so für Erdthemen steht, so häusliches Wohl, Reichtum, also deswegen Münzen auch oft im Sinne von Cash, genau, aber auch so Fruchtbarkeit im Sinne von ertragreiche Ernten und so weiter. Und jetzt würde ich eigentlich total gerne den, wir hatten uns vorhin schon von dem einen Influencer, das ist ein Name ich jetzt aber gerade nicht auf dem, vielleicht weißt du es noch, der immer Uno-Karten legt bei TikTok. Ja, jetzt weiß ich gerade den Namen auch nicht mehr, aber wir lieben ihn. Wir lieben ihn. Ich hätte ihn jetzt eigentlich gerne hier, um diese Karte für uns zu lesen. Ich mache das jetzt an seiner Stadt, Und genau, wir schreiben es euch in die Shownotes, wie der eigentlich heißt. Das ist die Lösung für solche Probleme. Und ja, also ich würde sagen, der Abschluss zu dieser Podcast-Folge ist, es ist eine große, eine positive Aussicht auf fruchtbares Weiterkommen. Ich würde sagen, wir machen einfach die nächste Podcast-Folge. Es lohnt sich offensichtlich für uns und für euch, hier dran zu bleiben, weiter dazuzulernen. Genau, das war ein Mini-Einblick in in das Tarot als religiöse Praxis. Ja, inspiriert von Dianiti. Ah ja, Dankeschön. Vielen Dank, Dunja. Genau. Und ich muss Ihnen sagen, ich war einmal in Japan in einem witzigen Tarot-Café, das hieß auch so. Und da haben wir ganz viele coole Tarot-Art, tausende verschiedene Tarot-Karten, von daher ein super spannendes Thema, bis wir auch mal reden müssen eigentlich. Ja, Tarot ist eigentlich auch nochmal ein Thema, könnte man auch mal machen. Auf jeden Fall. Ihr findet uns auch weiterhin online, einmal um tarimit.verein. Instagram. Und folgt da bitte mal rein direkt, wenn ihr ein bisschen mehr über Religionswissenschaft online sehen wollt. Und wir freuen uns auf die nächsten Folgen mit euch und sind gespannt, was dann so kommen wird. Genau. Bis zum nächsten Mal. Bis bald. Dieser Podcast ist Teil des Ruach-Jetzt-Netzwerks. Die Musik stammt von Postlob. Mehr Infos auf.