Willkommen beim dritten Teil von Bücherlamm in Brüssel. Wir kommen aus der Europäischen Schule, aus XL Nummer 3. Ich bin Michael. Ich bin Balthasar. Wir mögen beide sehr gerne Pingpong. Und ich spiele gerne Fußball. Ich bin Lara und ich reite seit dreieinhalb Jahren, bin aber noch nie vom Pferd gefallen. Ich bin Leonor und ich bin sehr, sehr sportlich. Ich bin Lina von der Eвер-Schule, wie schon gesagt in Eвер. der EEB 2. Ich liebe es zu lesen. In der letzten Zeit habe ich vor allem Weltgeschichten gelesen. Ich bin Chris und ich spiele gerne Fußball und Videospiele. Ich bin William und ich mag gerne Programmieren und Videospiele spielen. Ich heiße Michael und ich liebe es, Videospiele zu spielen. Wir sind eure Podcast-Reporter und erzählen euch ein bisschen über den Vorlesewettbewerb.
Wir stellen euch im Schnelldurchlauf nochmal die Bücher vor, nämlich Rory Shai von Oliver Strick, gelesen von Helena Kaiser von der EEB1. Und Warrior Cats von Ehrenhunter, gelesen von Frieda Dressel aus der EEB2. Schule der magischen Tiere, wilder wilder Wald von Margret Auer, gelesen von Lena Bertski, EEB3. Schule der Meisterdiebe von J.J. Arcandio, gelesen von Marius Schmitz. Und wir hören jetzt einfach mal in die fünf Vorlesestellen rein.
Hallo alle zusammen, ich lese aus dem Buch Schule der Meisterdiebe Band 3 von J.J. Arcandio vor, da es eines meiner Lieblingsbücher ist.
Gabriel ließ eine Hand in die Tasche gleiten und holte eine kleine rote Schachtel heraus. Er hielt sie in die Höhe. Dann schicken wir euch auch eine Botschaft. Mit einer Selbstsicherheit, die er aber nicht empfand, schritt er vorwärts und überreichte seiner Mutter die Schachtel. Für mich? Sie japste theatralisch und schlug die Hände zusammen. Was bist du doch für ein guter Sohn. Das wäre wirklich nicht nötig gewesen. Aber da du mal so freundlich warst, sie entriss ihm die Schachtel und öffnete sie. Dann verengten sich ihre Augen. Was für ein Sohn schenkt seiner Mutter ein halbes Geschenk? Ein Sohn, der seine Mutter nicht besonders gut leiden kann, nehme ich an, entgegnete Gabriel Kühl. Da ist nur ein Ring. Sein Vater sah seiner Frau über die Schulter. Es gibt zwei Ringen der Marlenegro. Wo ist der andere? Ich heiße Helena. Ich bin elf Jahre alt und repräsentiere hier die EEB1-Ükle. Das Buch, was ich euch vorstellen werde, heißt Rory Shy, der schüchterne Detektiv.
Rory Shy, kreische ich. Sie sind Rory Shy. Ich bin so im wild gewordener Fan-Modus, dass ich reflexartig mein Smartphone aus der Tasche ziehe, um ein Selfie mit ihm zu machen, bevor man durch den Kopf schießt, dass das wohl reichlich unangebracht wäre. Erstens wird niemand gerne fotografiert, wenn sein Gesicht auf einem Autokühler liegt. Zweitens wird Roy Scheidern denken, ich wäre nur irgendein übergeschnappter Fan. Was ich meinem Gekreiche nach zu urteilen auch bin. Aber eben nicht nur. Ich finde, wir sind eher sowas wie Kollegen. Auch wenn er eine Berühmtheit ist und ich nur eine unbekannte Amateurdetektivin. Guten Tag, ich heiße Fabian und bin elf Jahre alt. Ich lese heute für die EEB 4. Mein Buch heißt Seawalkers wilde Wellen. Ist es der dritte Band einer sechsteiligen Reihe, die von Katja Brandes geschrieben wurde?
Wir standen auf dem etwas erhöhten und dadurch über dem Wasserspiegel liegenden Balkon, vor den großen Glasfenstern der Cafeteria. Hier ging immer ein angenehm kühler Seewind. Finny, inzwischen wieder in T-Shirt und Shorts, zückte die Schultern. Vielleicht fehlt es wieder an Kohle. Das ist bestimmt auch der Grund, warum Clearwater diese ganzen Neulinge noch nicht rausgeworfen hat. Ellas Mama bezahlt ja für sie alle Schulgeld und sicher nicht zu knapp. Aber Jack ist doch nicht geldgierig, erwiderte Una im Pört. Unser netter Schulleiter war ihr Held. Stimmt, ist er nicht, lenkte Finny ein. Während ihr ein paar vorbeikommende Schüler Hey, cooler Auftritt! zu riefen. Aber die Schule hier wird halt noch nicht für die Clearwater High vom Rat finanziert. Ich habe gehört, der Rat ist skeptisch, weil Jack noch so jung ist und schaut sich erstmal an, ob das hier funktioniert. Das heißt, unsere Blu-Ref High muss genug Geld reinholen, damit der Betrieb weiterlaufen kann. Sonst geht sie pleite. Ich bin Lena und ich werde euch heute aus dem Buch Schule der magischen Tiere Wilder Wilder Wald vorlesen.
Elisa blickte sich kurz um. Alle waren abgelenkt. Sie ließ die Lichtung hinter sich und ging ein Stück tiefer in den Wald hinein. Ottos Stimme wurde leiser und leiser. Die Stimmung im Wald veränderte sich. Abseits der Lichtung war es viel schummriger, irgendwie zauberhaft. Vor sich entdeckte Elisa eine große Buche. Sie lehnte sich mit dem Rücken gegen den dicken Stamm. Ihre Finger spielten mit einem Stück klebrigen Harz. Sie wollte sich gerade auf einen tiefhängenden Ast ziehen, als sie aus dem Augenwinkel eine Bewegung wahrnahm. War sie doch nicht allein? Hallo? Ist da jemand? Elisas Stimme zitterte. Knacks! Was war da im Gebüsch? Elisa lief ein Schauer über den Rücken. Sie rannte los, schnell zur Lichtung. Etwas außer Atem kehrte Elisa zu ihrer Klasse zurück. Sie blickte auf die Stelle, wo sie gerade zwischen den Zweigen hervorgekommen war. Nichts. Hatte sie sich das Geräusch nur eingebildet? Hallo, ich heiße Friedert und bin zehn Jahre alt. Ich werde euch heute aus dem Buch Warrior Cats in die Wildnis vorlesen.
Er spannte seine Muskeln an und duckte sich kurz. Dann sprang er auf leichten Pfoten hinab in das harte Gras auf der anderen Seite des Gartenzauns. Als er landete, tönte das Glöckchen an seinem Halsband durch die stille Nachtluft. »Wohin gehst du, Sammy?« miaute eine vertraute Stimme hinter ihm. Er blickte auf. Ein schwarz-weißer Kater balancierte Ungelenk auf dem Zaun. Ach, hallo Wule, sagte Sammy. Du, du willst doch nicht etwa in den Wald, oder? Wuhle riss seine bernsteinfarbenen Augen weit auf. Ich wollte mich ja nur mal umsehen, beteilte Sammy und trat verlegen von einer Pfote auf die andere. Also mich, mich würdest du da nicht hinbekommen? Es ist total gefährlich. Wuhle kreuselte voller Abwehr die Nase.
Wir sind richtig gespannt, wer gewonnen hat. Ich glaube, Frieda hat gewonnen. Ich glaube auch, dass Frieda gewonnen hat. Mein Tipp ist Frieda oder Helena. Also ich bin mir ziemlich sicher, dass Helena oder Frieda gewonnen haben, weil die haben mit solcher Zuversicht gelesen und das war echt schön. Es ist sehr eng, doch ich glaube wirklich, dass Helena oder Frieda gewinnen werden. Ich vermute, dass entweder Helena oder Marius gewinnt. Ich glaube wahrscheinlich, dass Marius gewinnen wird, aber aus zuverlässigen Fällen habe ich erfahren, dass im ersten Durchgang Frieda, glaube ich, an der Nummer 1 war. Also ich glaube, Marius wird gewinnen, aber es hat vielleicht auch damit zu tun, dass ich das Buch gemacht habe. Und wir nehmen euch jetzt mit unten ins Getümmel, das ist nämlich gerade Mittagspause.
Wer sind Sie? Also ich heiße Christoph Heider, ich arbeite hier in der Landesvertretung und bin hier zuständig für das hessische Kultusministerium. Und deswegen bin ich auch jetzt heute hier, weil das Kultusbizem ist ja für die Schulen zuständig. Und da ihr ja alle von den Schulen kommt, bin ich heute hier und habe die Veranstaltung organisiert. Wie war es denn heute in der Jury zu sein? Das war wie immer, wie jedes Jahr ganz toll. Mit ganz tollen Finalistinnen und Finalisten. Und uns ist die Entscheidung wieder super schwer gefallen, wie jedes Jahr, weil wir alle immer so toll lesen können. Deswegen macht mir das auch immer so großen Spaß, einmal im Jahr hier dabei zu sein. Das ist ganz toll. Stellen Sie sich einmal ganz kurz vor. Ja, ich bin Gerhard Salbeck vom Goethe-Institut in Brüssel und zuständig für die sogenannte Bildungskooperation Deutsch und die Partnerschulinitiative. Und mir ist aufgefallen, Sie halten sehr gut zu reden. Wie machen Sie das denn? Vielen Dank, das ist aber mal ein schönes Kompliment, vor allem von der Jugend. Das freut mich sehr. Das kommt mir ganz spontan. Vielen Dank und wir würden jetzt gerne noch wissen, wer gewonnen hat. Wir dürfen es jetzt noch nicht sagen, das erfahrt ihr ja gleich.
Es gibt so leckeres Essen hier. Mich hat besonders der Brownie gefallen. Aber es waren 3000 Brötchen zu viel. Aber sie waren wirklich alle lecker. Mein Lieblingsbrötchen war das mit Schinken, Mayonnaise und getrockneten Zwiebeln. Mein Highlight des Tages war die Vorlesung und das Essen. Also mir hat es sehr gut gefallen, als die Kinder vorgelesen haben. Und mir hat das Essen auch sehr gut geschmeckt. Also ich fand, die Vorlesung war ziemlich schön, weil viele Kinder hatten coole Bücher und es war schön zuzuhören. Und man hat gesehen, dass sie sich sehr mir gegeben haben und es war wirklich sehr schön und auch sehr schöne Bücher. Mir hat es heute sehr gefallen, als die Kinder ihren unvorbereiteten Text gelesen haben, weil es war schon unfassbar, wie sie so wenige Fehler gemacht haben, obwohl sie den Text gar nicht kannten. Ich fand es interessant, wie viele verschiedene Bücher vorgestellt wurden. Und auch der Bücherkauf war toll, weil es gab richtig viele verschiedene Büchertypen und man hat für jeden was gefunden. Also man wurde richtig inspiriert von den ganzen Büchern. Das gibt einem richtig Lust zu lesen. Ich fand es toll, wie jeder sein Buch vorgelesen hat. Und ich mochte auch die Donuts.
Jetzt ist leider das Podcast schon fast vorbei. Ich hoffe, es hat euch in Brüssel gefallen. Und ihr habt Lust bekommen zu lesen. Wir nehmen euch jetzt noch mit. Zum Finale. Wenn ihr wissen wollt, wer gewonnen hat. Bleibt dran. Trotzdem verabschieden wir uns schon. Tschüss von Leonor. Lina. Michi. William, Chris, Balthasar, Michael, Lara, Au revoir, tot strax, goodbye, tschüss, ciao, bye. Auf Wiedersehen! Zum dritten Platz gratulieren wir sehr, sehr herzlich Marius Schmitz.
Zum zweiten Platz gratulieren wir jetzt ganz, ganz herzlich Helena Kaiser. Gut, und somit steht die Siegerin auch fest, Frieda Dressel. Herzlichen Dank.