Hey, herzlich willkommen beim Bücheralarm aus der Hessischen Landesvertretung in Brüssel. Hier ist heute der Vorlesewettbewerb. Und wir nehmen euch mit durch den Tag. Wir werden heute für euch eine Autorin interviewen. Und erzählen euch ein bisschen, wie das Vorlesen eigentlich war. Es gibt noch zwei weitere Folgen vom Bücheralarm aus der Hessischen Landesvertretung. Der Bücheralarm macht nämlich drei Podcast-Folgen. Mit fünf Schulen. Und willkommen alle aus Brüssel. Wir kommen aus der europäischen Schule Brüssel 4, EB4 kurz. Die Schule befindet sich in Larkern. Im Plan heute war, dass die Finalisten erstmal aus ihren Lieblingsbüchern vorgelesen haben. Und da war dabei Rory Shy, Warrior Cats, Die Schule der magischen Tiere, Seawalker und Die Schule der Meisterdiebe. Heute haben wir die Autorin Birgit Krüger zu Gast. Und mit der führen wir natürlich ein Interview im Podcast Mobil. Das ist richtig cool. Das leuchtet und blinkt drin. Und man kann seine Stimme über Kopfhörer hören. Es war eine neue Erfahrung. Deswegen legen wir einfach los mit dem Interview und der Autorin.
Jetzt sind wir im Mobil-Tonstudio und wir begrüßen die Autorin Birgit Krüger. Ja, ich freue mich sehr, dass ich bei euch sein kann heute in Borussia. Und habt ihr einige Fragen an mich, die ihr gerne stellen möchtet? Das Flüchtlingsthema ist ja gerade sehr aktuell. Wie sind Sie dann auf die Idee gekommen, jetzt darüber so zu schreiben? Wie bin ich daraus gekommen? Diese Geschichte über Alima, das Mädchen aus Aleppo, habe ich eigentlich schon 2016 geschrieben. Es hat mich einfach unheimlich mitgenommen, auch das Schicksal der Kinder. Und ich wollte aufmerksam machen auf das Schicksal der Kinder, denn Kinder können ja gar nichts dafür, wenn sie flüchten müssen. Und manchmal wissen sie gar nicht, was eigentlich geschieht und warum das alles geschieht. Ich wollte einfach für ein bisschen Hilfsbereitschaft, Toleranz und Mitgefühl sorgen. Worum geht es denn, alles wird wieder gut, Katharina? Um ein Mädchen aus der Ukraine, welches flüchten muss, mit ihrem kleinen Bruder Wadim. Und auch da geht es darum, wir nehmen Kinder Krieg.
Haben Sie noch mehr Flüchtlingsgeschichten geschrieben? Nein, im Moment habe ich nur diese beiden. Was schreiben Sie für ein Genre normalerweise? Ich bin ganz breit aufgestellt. Also angefangen habe ich tatsächlich mit Kindergeschichten für Kleinarweckinder, also Kindergarten-Grundschulalter und schreibe auch für Erwachsene mittlerweile schon. Haben Sie einen besonderen Ort, wo Sie gerne Bücher schreiben?
Ich schreibe manchmal auch sehr gerne im Bett. Da gibt es immer neben meinem Bett einen Stift und ein Notizenbuch, wo ich meine Gedanken gleich aufschreibe. Haben Sie noch einen anderen Job neben dem Beruf der Autorin oder schreiben Sie nur Bücher? Ich bin Grundschullehrerin. Lesen Sie auch gerne oder schreiben Sie nur?
Ich habe als Kind schon immer sehr, sehr gerne gelesen, auch in eurem Alter. Mittlerweile lese ich auch sehr gerne. Und werden Sie uns aus einem der beiden Bücher auch etwas vorlesen? Sehr gerne. Und ich lese euch heute aus meiner Flüchtlingsgeschichte Alima, das Mädchen aus Aleppo, vor. Erschienen ist es im Verlag Wolfbach in deutscher und arabischer Sprache. Und man kann bei Antolin Punkte sammeln.
Alima landet nach der Flucht über das Mittelmeer mit ihrer Mutter in einem Flüchtlingslager. Ihr Vater und die beiden Brüder sind verschollen. Erleichtert, endlich in Sicherheit zu sein, hofft sie nun auf ein neues Leben sowie auf ein Wiedersehen mit der ganzen Familie. Die schlimmen Erlebnisse vom Krieg in ihrem Heimatland und der beschwerlichen Flucht suchen sie jedoch immer wieder in Albträumenheim. Dabei wünscht sie sich, wie alle Kinder, Geborgenheit, Frieden und Sicherheit. Hier ein kleiner Ausschnitt.
Lauf, lauf, so schnell du kannst. Alimas Vater rüttelt an ihren Schultern und reißt sie aus dem Schlaf. Heulende Sirenen durchdringen die Nacht. Alima riecht Rauch und Staub. In ihrer Brust fühlt sie einen brennenden Schmerz. Sie kann kaum noch atmen. Plötzlich schlägt eine Granate dicht neben ihr ein. Ein ohrenbetäubender Lärm um sie herum. Alimas Herz klopft bis zum Hals. Wo soll sie hin? Baba, wo bist du? Eine Wand neben ihr stürzt krachend zusammen. Sie rennt die Treppe hinunter auf die Straße. Überall rennen Menschen wild durcheinander. Chaos, Rauch und Staub überall. Tränen rinnen über ihr von Staub und Ruß verschmiertes Gesicht. Ihre Augen brennen wie Feuer. Mama, wo bist du? Mama, Mama.
Gefällt es euch da in der Schule? Ich mag es ja in unserer Schule. Auch wenn es manchmal schwer ist, bis so 15 Uhr Schule zu haben, wenn ich Freunde in Deutschland habe, die so um eins Schluss haben. Aber es gefällt mir auch sehr. Die Schule ist groß und die Lehrer sind auch sehr nett teilweise. Ich finde unsere Schule auch gut, weil Kinder, die sonst vielleicht nicht die Gelegenheit haben, andere neue Sprachen zu lernen, da fällt es einem eigentlich ganz einfach. Denn es gibt sehr, sehr viele Sprachsektionen und man kann sich auch vermischen in den Sprachsektionen. Das finde ich gut. Ich finde es auch ganz toll, dass wir niedere Sprachen lernen.
Und so viel über verschiedene Kulturen lernen. Also ich lerne in der Schule Deutsch, Englisch und Spanisch. Ich finde unsere Schule auch gut. Es gibt ein paar Kritiken, aber sonst ist sie eigentlich sehr gut. Also ich mag auch gerne die Schule. Ich lerne Deutsch, Französisch und Englisch. Und ich mag es halt insgesamt gerne, obwohl wir manchmal um vier Schulfluss haben. Ja, ich hätte noch eine Frage. Wart ihr denn auch schon in deutschen Schulen oder wart ihr nur bisher hier in Posse und das? Also ich war nur in der europäischen Schule, aber ich habe generell Freunde an der deutschen Schule. Ich eigentlich auch. Bevor ich in die europäische Schule gekommen bin, war ich in einer französischen Schule, Aber davor war ich eigentlich ja noch nie in einer komplett deutschen. Ich war eigentlich auch nur an der europäischen Schule. Aber bis ich fünf war, wohnte ich noch in Deutschland und da ging ich in einen deutschen Kindergarten.
Die Geschichte im Buch schon ein wenig berührt. Einfach dieses Thema der Flüchtlinge schon sehr traurig. Ich fand aber, dass der Teil, den sie vorgelesen hat, sehr gut geschrieben war. Und ich kann mir vorstellen, dass das Buch sehr schön ist, auch über so ein trauriges Thema. Ja, ich fand es auch gut und ich finde es auch wichtig. Also ich finde es sehr gut, dass sie darüber geschrieben hat, weil man muss Leute darüber aufmerksam machen. Das war cool, die Autorin zu interviewen. Aber wir hatten auch schon mal ein Interview geführt, also so ähnlich mit Margret Auer an unserer Schule. Und da durften wir halt auch Fragen stellen, nur dass es nicht so ein Podcast wurde. Schade, das Interviewteam muss sich jetzt schon von euch verabschieden. Mit dabei waren Ella, Elisabeth, Pauline, Oskar, Elis und wir wünschen uns, dass alle Kinder in Frieden leben können. Tschüss aus Brüssel! Und bis zum nächsten Mal bei Bücher!