Willkommen, wir sind Erop, Tarsin und Nur. Wir sind aus der 9c, aus der Billingonen Schule Draschestraße in Wien und im 23. Mezirk Liesing. Im Rahmen der großen Buchmesse Wien stellen wir euch heute erfreut das Buch The Truth Behind Your Lives vor. Die Autorin heißt Silke Heimes und sie hat Medizin und Germanistik in Deutschland und Brasilien studiert. Bevor sie mit dem Psychiatrie in der Schweiz und in Deutschland. Ein Fun Fact zum Buch The Truth Be And Your Lies, das ist eigentlich ihr Jugendbuchdebüt, das heißt, das ist das erste Buch, welches sie geschrieben und veröffentlicht hat. Der Verlag heißt Überreuther und sein Hauptsatz ist in Berlin und er veröffentlicht hauptsächlich Kinder und Jugendbücher. So, was haben wir eigentlich in diesem Podcast vor? Zuerst machen wir die Buchvorstellung, also eine detaillierte Buchvorstellung. Danach lesen wir euch einen interessanten Teil vom Buch vor. Und danach kommt das Highlight des Podcasts und zwar ein Interview mit der Autorin selbst. Also bleibt dran. Ja, also das war's von uns und jetzt geht's weiter zur Buchvorstellung.

Hallo, wir sind Emma, Lucy, Zawa und Aliyah. Das Buchcover sieht sehr mysteriös und düster aus und spielt viel mit Schattierungen und Kontrast. Beispielsweise ist der Titel in leuchtend pink auf dem sonst eher dunklen Hintergrund geschrieben und außerdem sind auf der Vorderseite vier Personen drauf, darunter ein Junge, von dem wir ausgehen, dass er Rod darstellt. Auf der Rückseite ist ebenfalls ein Junge zu sehen, Jedoch sieht dieser sehr einsam und ängstlich aus, weswegen wir davon ausgehen, dass er Jan symbolisieren soll.

Nach dem Abitur fahren die fünf Freunde Flo, Jens, Emi, Rod und Anne in die Schweizer Berge und verbringen ein paar Tage in einer Hütte. Die Hütte gehört dem Onkel von Jan, einem Jungen, den sie in der Schule ausgeschlossen und gemobbt haben. Was sie nicht wissen, ist, dass er überall in der Hütte Kameras versteckt hat und sie beobachtet. Er lädt diese Videos auf seinem YouTube-Kanal mit dem Namen The Truth Behind hoch und will zeigen, was wirklich hinter der perfekten Fassade der Clique steckt. Nach und nach kommen Geheimnisse ans Licht und die Stimmung kippt. Das Buch zeigt, wie stark der Wunsch nach Anerkennung das Leben junger Menschen beeinflussen kann und wie zerstörerisch es sein kann, wenn dieser Wunsch nicht in Erfüllung geht.

Ich werde euch jetzt etwas über die Charaktere erzählen. Das Buch ist aus zwei Sichten erzählt, nämlich Jans und Emmys. Jan gilt als ein Außenseiter und wurde in der Schule gemobbt. Er hat keine Freunde, außer seine Maus, Mr. Isang. Er spielt auch leidenschaftlich Cello. Der zweite Hauptcharakter ist Emmy, die als perfekte Schülerin gilt und sie ist eigentlich sehr unsicher und leidet unter einer Angststörung. Sie ist Teil der beliebten Clique und Teil der beliebten Clique ist auch ihr Freund Rod, der als der coole Junge gilt und als er in der Schule war, war er der Klassenklang. Flo ist sehr bemüht und produktiv und sie gilt als die Organisatorin der Gruppe, nämlich organisiert sie auch den Back to Nature Blog von der Clique. Ihr Freund Jens ist als reicher Sohn bekannt und später stellt sich heraus, dass er ein Drogenproblem hat. Der letzte Charakter ist Anne. Sie ist sehr mysteriös und nicht mal ihre Freunde wissen viel über sie.

Also ich bin die Laura, ich komme aus Polen. Ich bin Tislata und ich komme ursprünglich aus der Ukraine und ich lebe in Wien seit drei Jahren. Ich bin die Karina und ich lebe seit ungefähr drei Jahren in Österreich. Ich bin in Malaysia geboren. Als Jan sich auf den Weg begibt, um die Kameras in der Hütte zu kontrollieren, passiert ihm etwas Fruchterregendes. Was dieses Ereignis ist, erfahrt ihr in der Szene, die wir euch jetzt vorlesen.

Ein letzter Slug Kaffee und ein letzter Biss in das Coisson. Dann hat Jan den Wagen geparkt und die ersten Schritte auf der Schotterstraße zur Hütte zurückgelegt. Die Luft ist angenehm frisch und obwohl Jan bisher die meiste Zeit im Zimmer verbracht hat, fühlt er sich schon ein bisschen mehr wie der Outdoor-Tipp, von dem Myra gesprochen hat. Und weil ihn das freut, kickt er ein paar Steinsen zur Seite. Wenn das hier zu Ende ist, kann er ja noch ein paar Tage dranhängen oder wiederkommen. Plötzlich hört er vor sich Schütte auf dem Weg. Mist, nehmen die fünf etwa diesen Weg zum Wellhorn? Er verharrt und lauft. Nein, hört sich nicht nach einer Gruppe an, eher nach einem einzelnen Wanderer.

Dennoch springt Jan hinter einen Baum. Nicht unbedingt das beste Versteck, aber das erste, das ihm auf die Schnelle zur Verfügung steht. Er späht hinter dem Baumstamm hervor. Emmys gelbe Schuhe leuchten schon von Weitem. Sie scheint allein zu sein. Wo sind die anderen? Jan verflucht sich, die Kameras ausgerechnet an diesem Morgen nicht geprüft zu haben. Er hält die Luft an, als er mir kaum einen Meter entfernt an ihm vorbeigeht. Obwohl er sie nach wie vor hübsch findet, muss er zugeben, dass sie an diesem Morgen einfach scheiße aussieht. Ihre Locken hängen schlaff herunter, ihr Gang hat etwas Schleppendes. Und statt die Natur zu genießen, blickt sie zu Boden. In der Nacht wird doch hoffentlich nichts Schlimmes passiert sein.

Die Sache mit Myra lenkt Jan eindeutig zu sehr ab. Er ist nachlässig geworden, geradezu leichtsinnig. Emmy passierte ihn, ohne ihn zu entdecken. Bloß weg. Kurz nachdem Jan bereits in die entgegengesetzte Richtung losgelaufen ist, hält er allerdings inne. Was, wenn es Emmy richtig dreckig geht und sie Hilfe braucht? Klar hat er null Verantwortung, aber was macht sich hier überhaupt so allein? Die Neugier lässt Jan schließlich wieder umdrehen. Er folgt Emmy wie ein Jäger auf der Pirsch. Allzeit bereit, sich seitlich ins Gebüsch zu schlagen. Allerdings zeigt sich schnell, dass Jan als Jäger nicht besonders geeignet ist, denn schon nach zwei Biegungen hat er seine Beute verloren. Er hastet zur nächsten Kurve, aber Emmy ist nirgends zu sehen. Sie muss den Weg verlassen haben, auch wenn Jan nicht klar ist, wo. Leicht panisch läuft er den Weg zurück, wobei er einen Pfad entdeckt, der ihm nichts aufgefallen ist, der er von herabhängenden Zweigen verdeckt ist, weil das aber die einzige Möglichkeit ist, an der Emmi abgebogen sein kann, zwängt Jan sich durch die schmale Öffnung und folgt dem Pfad. Die Ohren gespitzt, als könne ihm sein absolutes Gehör im Wald ebenso nutzen wie beim Cello spielen. Der Weg endet so abrupt, dass Jan fast auf die Lichtung stolpert wäre.

Rasch scannt er die Wiese, die die Größe eines Fußballfeldes hat. Gerade in dem Moment, in dem er Emmi am Rande der Lichtung entdeckt, ertönt ein Schuss und Emmi wirft sich auf den Boden. Scheiße, so eine Scheiße. Panisch sieht Jan sich um. Wer hat da geschossen? Sein Blick rast zurück zu Emi. Lebt sie? Ist sie verletzt? Was soll er jetzt tun? Sein Herz rast wie wahnsinnig und er zittert am ganzen Körper. Heilige Scheiße. Jemand hat auf Emi geschossen. Er muss zu ihr. Wenn du wissen willst, was als nächstes kommt, müsst ihr das Buch selbst lesen.

Hallo, liebe Frau Silke Heimisch. Herzlich Willkommen in Wien. Also wir sind ein bilinguales Gymnasium. Mein Name ist Nadine. Hi, ich bin die Janine. Ich bin Lukas. Ich bin Larissa. Hi, ich bin Christoph. Wir sind die Interviewgruppe, also wir haben einige Fragen für Sie vorbereitet.

Was waren Ihre Inspirationen für das Buch? Haben sich die Ideen nur aus Ihren Erfahrungen aus der Psychiatrie entwickelt oder haben auch private Faktoren mitgespielt? Also der Ausgangspunkt des Buches war tatsächlich der Untertitel, also das Hashtag NoFilter. Und ich weiß nicht, ob ihr das mitbekommen habt, auf Instagram gab es eine Zeit lang mal so eine Wette, wo die Leute gesagt haben, okay, wir posen hier alle und wir stellen alle immer nur da, wie toll wir sind und legen da Filter drüber und alles Mögliche. Und alle anderen denken, okay, wir sind halt nicht so toll und fallen in schwere Depressionen oder fühlen sich halt mies. Und dann gab es ein paar Influencer, die gesagt haben, damit wollen wir Schluss machen und haben den Hashtag No Filter ins Leben gerufen und haben gesagt, okay, wir zeigen uns jetzt mal ungeschönt und wir zeigen uns auch, wenn es uns nicht so gut geht. Und das war der Ausgangspunkt des Buches, dass ich dachte, okay, also manche Klicken, die sich immer so cool darstellen in der Schule, die sind wahrscheinlich gar nicht so cool, sondern hinter deren Fassade Also ist wahrscheinlich auch Unsicherheit und denen geht es auch mal nicht so gut. Und das wollte ich einfach aufdecken sozusagen.

Was waren die Ursachen für die Probleme der Charaktere und warum werden sie halt nicht erwähnt im Buch? Ja, das ist eine sehr gute Frage und eine sehr komplizierte Frage. Also die Ursachen für Schwierigkeiten, ich möchte jetzt noch nicht mal psychische Erkrankungen nennen, sondern für Schwierigkeiten, die man haben kann jetzt, ob als Jugendlicher oder Erwachsener, die sind ja oft vielfältig. Also es ist ja nicht so, dass es irgendwie einen Auslöser gibt und dann fängt man an irgendwie sich zu ritzen oder fängt an Drogen zu nehmen, sondern meist ist man ja irgendwie in einer schwierigen Situation, Lebenssituation, zu Hause läuft es vielleicht nicht, dann weiß ich nicht, macht der Freund noch Schluss. Also es gibt ja ganz viele Faktoren und wenn dann zu viele auf einmal auf einen einströmen und man es nicht mehr geregelt kriegt, dann sozusagen reagiert man mit etwas, was einem nicht gut tut.

Meine Frage wäre, wenn Sie im Nachhinein noch etwas an der Story ändern könnten, was wäre es? Puh, hey, gute Fragen, sehr schön. An der Story was ändern, das ist eine richtig schwierige Frage. Boah, also keine Idee, wirklich keine Idee. Aber das hängt auch damit zusammen, ich sitze ja jetzt am dritten Jugendbuch, zwischendrin ist noch ein anderes erschienen und das habe ich jetzt so im Kopf schon so ein bisschen ad acta gelegt. Aber es gab was sehr Spannendes und zwar haben das Schüler im Unterricht durchgenommen das Buch und haben ein anderes Ende geschrieben. Und da waren Enden dabei, die fand ich krass. Also weil da waren Enden dabei, die noch ein bisschen die Konsequenzen aufgezeigt haben. Was passiert auch jetzt dem Jan, der ja das alles online gestellt hat. Also mein Buch endet ja so ein bisschen offen und ich glaube, viele hätten das Bedürfnis gehabt, da ein Ende zu haben.

Meine Frage wäre, was wollen Sie mit dem Buch den Leserinnen vermitteln? In erster Linie, dass man mit solchen Schwierigkeiten nicht alleine ist. Also das klingt immer so, hier sind die psychisch gesunden und hier sind die psychisch kranken und das stimmt so einfach nicht. Also jeder von uns hat gute Zeiten, schlechte Zeiten und manchmal kippt es. Und das ist aber nichts, wofür man sich irgendwie schämen muss, sondern da ist es einfach angeraten, sich Hilfe zu holen. Plus Mobbing ist ja ein ganz großes Thema, gerade auch Cybermobbing und da einfach ein bisschen aufeinander Acht zu geben und zu gucken, wie will ich selbst behandelt werden und wie behandle ich auch andere.

Und meine Frage wäre, was denken Sie über den Einfluss von sozialen Medien auf Jugendliche? Ich glaube, die Frage könnt ihr mir selber besser beantworten als ich, aber ich glaube halt, dass es echt ein ganz großes Thema ist und viel Raum einnimmt. Also dass es mindestens so ein großes Gewicht hat, dieses digitale, fiktive Leben, was ja so fiktiv gar nicht ist. Also es nimmt genauso viel Raum ein, wie das reale Leben, das wir haben. Und die Gefahr, die ich da sehe, ist, dass wir einfach viel missverstehen. Und ihr kennt es ja auch, diese Hate Speech im Netz ist natürlich nochmal viel ausgeprägter. Also da hat man schnell was getippt, was man jemand anderem im realen Leben nicht ins Gesicht sagen würde. Und das finde ich problematisch.

Warum haben sie sich eigentlich für ein offenes Ende entschieden? Und wenn sie jetzt ein Ende schreiben würden, für was für ein Ende würden sie sich entscheiden? Vielleicht hat ja auch ein Ende von diesen Schülern sie irgendwie inspiriert. Ja, also tatsächlich, dass alle überleben, das ist mir irgendwie wichtig. Also es gab ja diesen Selbstmordversuch von dem einen Mädchen. Dass alle überleben ist mir wichtig und dass dann vielleicht auch miteinander das aufgearbeitet wird, was da passiert ist. Aber das finde ich im Jugendbuch immer ein bisschen schwierig, weil das ist jetzt auch nicht so spannend. Also das wäre dann eben auch ein bisschen eine langweiligere Passage, wo dann so gezeigt wird, was hinterher passiert. Also ich könnte mir eher noch ein Folgeband vorstellen aus anderen Perspektiven. Also ich finde, ein offenes Ende ist natürlich schon sehr spannend. Und falls eben so ein Folgebuch in Planung wäre, eben wie Sie auch gesagt haben, mit vielleicht anderen Perspektiven, dann wäre das natürlich sehr interessant gewesen. Aber ich persönlich finde es besser, wenn es wirklich ein Ende hat und man dann abschließen kann. Und die abschließende Frage wäre, wie gut sich das Buch verkauft hat und was die Meinungen von Kritikern waren.

Also Bücher verkaufen sich ja nie gut genug. Es ist nach oben ja immer offen. Aber das hat sich tatsächlich sehr gut verkauft. Die erste Auflage ist jetzt weg auch. Und es gab in der Süddeutschen Zeitung eine sehr schöne Kritik dazu. Jetzt ist mir natürlich klar, dass ihr keine Süddeutsche Zeitung lest oder andere Jugendliche. Aber sozusagen das ist ein bisschen auch eine Ehrung von Literaturkritikern, so wie jetzt das neue Buch im Deutschlandfunk besprochen wurde. Und das ist natürlich immer auch schön, dann zu erfahren, dass man nicht komplett einen Mist geschrieben hat.

Dankeschön, dass Sie unsere Fragen so gut beantwortet haben. Das hat uns auf jeden Fall einen guten Einblick verschafft. Und wir bedanken uns für das Interview und wir wünschen Ihnen noch viel Glück mit weiteren Büchern. Ja, vielen Dank auch, dass ihr mich für das Interview eingeladen habt und vor allen Dingen, dass ihr das Buch gelesen und euch damit auseinandergesetzt habt. Ich bin echt sehr gespannt auf den Podcast. Euch alles Gute noch.

Also noch zum Schluss wollten wir eine Frage an unsere Lehrerin stellen, die dieses Projekt organisiert hat. Wie sind Sie zu diesem Podcast gekommen? Ja genau, also das war wirklich, ist durch Zufall passiert, weil ein Freund von mir, der in Wien einen Verlag mitinitiert hat, eben vor kurzem auf der Leipziger Buchmesse war und da Bücheralarm kennengelernt hat und mir dann ganz begeistert davon erzählt hat und gesagt hat, dass jetzt zur Buch Wien Bücheralarm auch nach Wien kommt und wir eigentlich mitmachen könnten. Und so ist es entstanden. Und nachdem wir uns ja gerade so intensiv auch mit Literatur beschäftigt haben, wie funktioniert Literatur, wie kann man Literatur analysieren, hat das super jetzt in unser Programm gepasst. Und ich denke, dass wir durch diesen Podcast und durch das Gestalten und Erarbeiten und durch die Vorbereitung auch ganz viel noch einmal lernen konnten, wie eben Literatur funktioniert, gemacht wird und wie wir es jetzt auch weiter umsetzen können, sozusagen so ein Buchprojekt.

Nun kommen wir zur Bewertung und dem Fazit der ganzen Klasse. Liam führte uns ein, Marie ist danach dran, dann Aman und zuletzt Mel.

Wir fanden das Buch insgesamt gut, aber beim Lesen hatten wir oft das Gefühl, dass sich die Handlungen zu sehr in die Länge ziehen. Besonders im Mittelteil passiert relativ wenig, obwohl sehr viel erzählt wird. Manche Zähne wirken so, als wären sie nur eingebaut worden, um den Text zu verlängern oder ein bisschen Spannung zu erzeugen, ohne dass sie wirklich etwas zur Geschichte beitragen. Wir glauben, die Geschichte hätte viel stärker gewirkt, wenn sie etwas kürzer und konstruierter erzählt worden wäre. Dann wäre der rote Faden klarer geblieben und die wichtigen Momente hätten noch mehr Wirkung geentfaltet.

Man kann auf jeden Fall sagen, dass die Autorin dann richtig überzeugt hat, wenn sie Details beschrieben hat. Also Gefühle, Orte oder das Aussehen der Figuren. Diese Stellen waren sehr lebendig und haben geholfen, dass man gut in die Geschichte eintauchen konnte. Oft lag der Fokus aber eher auf den Geschehnissen. Das war zwar sehr spannend und hat für ein bisschen Geheimnis gesorgt, aber manchmal hatte man das Gefühl, es fehlen ein paar Hintergrundinformationen. Besonders aufgefallen ist auch, dass nach aufregenden Szenen häufig die Perspektive gewechselt wurde. Das hat dafür gelungene Cliffhanger gesorgt, aber manchmal war beim Zurückwechsel plötzlich mitten in einer neuen Szene und dann haben ein paar Übergänge oder Zusammenhänge gefehlt. Deswegen sind wir aber der Meinung, dass die Geschichte super Potenzial für einen Film hätte. Darin könnte man nämlich vieles, was im Buch nur angedeutet wird, direkt sehen. Das würde die Handlung und die Emotionen noch stärker rüberbringen. Es gab viele verschiedene Charaktere und wir haben sie manchmal durcheinander gebracht. Besonders schwierig fanden einige von uns, dass die Erzählperspektive.

Gewechselt hat. Manchmal erzählt eine Figur die Geschichte, dann wieder eine andere und dadurch wusste man nicht immer genau, wer gerade spricht oder aus wessen Sicht etwas beschrieben wird. Auch die Handlung ist teilweise schwer zu verstehen, weil viele Ereignisse gleichzeitig passieren und manche Dinge erst später erklärt werden. Ein Teil von uns mussten einige Abschnitte mehrmals lesen, um zu verstehen, worum es wirklich geht. Trotzdem fanden wir, das Buch interessant, weil es viele spannende Ideen und emotionale Momente enthält. In dem Buch fanden wir das Konzept insgesamt sehr gelungen. Besonders die Auseinandersetzungen mit den psychologischen Aspekten hat uns sehr gut gefallen. Aber ich hatte manchmal den Eindruck, dass die mentalen Probleme sehr stark in den Vordergrund gerückt wurden. Wie Marie auch schon erwähnt hat, wurden diese Themen teilweise nur oberflächlich behandelt, ohne wirklich in die Tiefe zu gehen. Ich denke, es wäre Wäre besser gewesen, wenn die Autorin sich auf ein oder zwei Probleme weniger konzentriert hätte, dafür aber mehr Details oder Hintergrund dazu gegeben hätte, zum Beispiel warum die Figuren diese Probleme haben. So hätten sich die Leser wahrscheinlich auch mehr in die Charaktere reinversetzen können.

Zum Schluss kann man sagen, das Buch ist auf jeden Fall echt solide und hat auf jeden Fall seine Stärken. Vor allem, wenn man im Hinterkopf behält, dass es das erste Jugendbuch von der Autorin ist. Die Grundidee ist gut, die Geschichte ist ordentlich aufgebaut und es gibt einige wirklich interessante Momente. Die Story wird sehr viel besser funktionieren, wäre sie ein Film.

Also wir sind Felix und Felix und machen jetzt noch die Verabschiedung.

Alles in allem hat uns das Projekt sehr gefallen und es war auch sehr nett, miteinander daran zu arbeiten. Das Interview mit der Autorin war auch ein interessantes und spannendes und neues Erlebnis für uns. Falls ihr euch selber mal in der Situation des Mob im Opfers findet, dann gibt es für euch mehrere Ansprechpartner. Zum Beispiel an unserer Schule gibt es Sozialmoderatoren, Schulpsychologen oder generell in Österreich kann man immer erreichen, Rad auf Draht mit der Nummer 147. Und in Deutschland heißt das Nummer gegen Kummer und hat die Nummer 116111. Also uns hat es auch sehr gefallen, über genau dieses Buch den Podcast zu machen, weil es viel über Wahrheit und Lüge geht und das ein interessantes Thema ist. Ja, beim Buch hat uns auch gefallen, dass sich das Buch sehr gut zur Selbstreflexion eignet, daher das Schreiben im Buch genützt wird, um eigene Gedanken sowie auch Gefühle zu erkennen und sie auch zu hinterfragen. Und ja, wir hoffen sehr, euch hat der Podcast gefallen und auch inspiriert, das Buch selbst zu lesen. Bitte lasst eine gute Bewertung da für den Podcast. Empfehlt ihn gerne euren Freunden und Familien, wenn er euch gefallen hat und danke für eure Zeit. Und folgt alle den Büchern am Podcast auf Instagram.