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Elli und Edda. Und wir kommen aus der Janreha-Schule und haben das Buch Luftküsse aus Korea von Oliver Oschmann und Silvia Witt gelesen. Und wollen euch jetzt ein bisschen was darüber erzählen. Und mitgemacht haben Melina, Emilia, Philipp und Hailey.

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Es reicht. Nun sieht Nelly ihn genauso erstaunt an wie ich. Er regt sich sonst nie auf. Das ist keine Show hier, die dich verarscht. Du verarschst die ganze Zeit mich. Was? Die Steine sind feucht unter meiner Hand. Ich hocke auf dem Boden wie eine Klimakleberin. Es fühlt sich an, als käme ich nie wieder weg. Seit dem Kindergarten geht das schon so. Als ich Marianne mit der Schaufel 1 übergezogen habe, war das schon so. Und dann erst recht später in der Schule. Alles ist schöner mit dir.

Fahrradfahren, Erdbeer essen. Was glaubst du, wieso ich K-Drama gucke oder ein Streetfood-Zelt eröffne? Ein Lächeln schleicht sich in Nellys Gesicht, als würde sie denken, endlich sagt er es ihr. Leons Gesicht ist jetzt nicht mehr nur von der Sparkassenwerbung rot. Weißt du, was für mich die stärkste Szene in die jungen Hu jemals gedreht hat? Die war, wo er weiß, dass er sterben wird, weil der Böse ihn auf keinen Fall mehr gehen lässt. Wo wir das auch begreifen, als Publikum. Wo wir verstehen, das ist nicht Hollywood. Da kommt jetzt keine Rettung in letzter Sekunde. und wie dieser Schurke ihm einen letzten Anruf erlaubt, ein paar letzte Worte. Und er ruft nicht seine Eltern an, nicht seine Schwester, sondern sie, die Liebe seines Lebens. Er ruft sie an und sagt nur diesen einen Satz, bevor man ihm das Telefon wieder wegnimmt. Wegen dir war alles gut. Das hat mir das Herz zerrissen. Ich war er in dem Moment, weil er ja so spielt, dass man nicht einfach nur was anschaut, sondern komplett darin verschwindet. Ich habe das Gefühl, diese Verzweiflung, diese Traurigkeit, dass es das nun war, dass das Leben zu Ende ist, so früh. Und ich dachte mir, ich würde in dem Augenblick nur dich anrufen. Nur dich würde ich anrufen und genau das sagen, weil ich dich liebe.

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Es muss wirklich schlimm sein, wenn man sich so in eine Person verliebt, die dich nicht liebt. Ja, ich kenne diesen Schmerz. Ich fühle mit Leon an dieser Stelle mit. Wer ist eigentlich Leon? Die Protagonistin ist ja Cleo. Und Leon steht auf Cleo und macht alles dafür, dass seine Liebe erwidert wird. Ach so, das ist doch dieser Schauspieler. Hä, das ist doch Jung-Hoo. Ja, genau. Der spielt in Cleos Lieblingsserie mit, die in Korea gedreht wird. Ach so, und Cleo wohnt ja mit ihrer besten Freundin im Dorf und die sind ja auch komplett verschieden. Ach so, stimmt. Und sie wäre ja viel lieber in Korea. Genau, und deshalb flüchtet sie sich in eine fiktive Welt. Was meinst du mit fiktiver Welt? Ja, die Serie. Ja, und in dieser Serie würde sie gerne leben. Ja, da war eine Stelle im Buch, die beschreibt das ganz gut.

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Ich merke, wie es losgeht und will es aufhalten. Denn das ist nicht so, wie wenn ich in einem K-Drama verschwinde. Oder doch? Es ist schon so. Aber ich will das nicht. Es gibt einen guten Grund dafür, wieso ich mich immer ablenke. immer was tue, immer draußen bin oder drin, die ganze Zeit die koreanischen Serien laufen lasse. Weil sonst wieder wie jetzt Erinnerungen hochkommen, an die ich aus gutem Grund lange nicht gedacht habe.

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Ja, das klingt wirklich wie eine Flucht aus ihrem eigenen Leben. Habt ihr euch eigentlich schon mal in eine andere Welt geflüchtet? Ja, jedes Mal in Mathe. Nein, aber ich kann es verstehen, wenn man so unzufrieden mit seinem Leben ist. Oder wenn die Liebe nicht erwidert wird. Wollen wir nochmal ein bisschen über das Buch reden? Ja, also eigentlich haben wir schon alles erzählt. Oder fällt euch noch was ein? Nee, also mir fällt auch nichts mehr ein. Fällt dir noch was ein, Julia? Nein, ich glaube, wir haben alles über das Buch erzählt. Aber wisst ihr, was mich interessieren würde? Nein, was denn? Wieso das Buch ein offenes Ende hat. Stimmt, das würde mich auch interessieren. Diese Frage klärt bestimmt das Interview-Team für uns. Das Interview-Team, das aus Luisa und Kriena besteht, wird jetzt Fragen über das Buch mit dem Autor erklären. Viel Spaß! Vielen Dank.

Hallo, wir sind Luisa Nkriener und wir machen jetzt das Interview mit dem Autor Oliver Urschmann. Wie kamen Sie auf den Titel? Auf den Titel kamen wir, weil ja nicht lange Zeit nicht, zum Beispiel ist ja lange Zeit nicht klar, ob er es ist oder nicht. Der ursprüngliche Titel war nämlich, er ist es. Der war aber dann ein bisschen zu abstrakt und dann hat der Verlag gesagt, da muss schon Korea auch ein Titel vorkommen. Und dann haben wir überlegt, wie könnte das sein? Und Luftküsse ist ja dieser Gag, den am Anfang die Ineli macht, wo sie Cleo so neckt, dass sie dann beim Gucken der Serien so halt Luftküsse macht. Ja, und dann hat man den Titel, Luftküsse aus Korea. Haben Sie die Geschichte so ähnlich schon mal erlebt oder einfach nur ausgegabt? Also was total echt ist, ist die komplette Umgebung. Meine Frau und ich haben hier wirklich unser Dorf, unsere Umgebung, unser Schloss. Das ist das Schloss Westerwinkel hier in Münsterland und sogar so ein Bauernhof verarbeitet. Also wenn ihr hier wärt, ihr hättet das Buch in der Hand, ihr könntet wirklich die Wege ablaufen. Ihr würdet, wenn ihr auf dem Hof wärt, ihr könntet genau diese Fahrradstrecke fahren, über diese Autobahnbrücke. Ihr würdet die gleichen Geschäfte sehen, den Budeplatz finden, den alles. Also die Kulisse ist komplett echt.

Unsere Liebe zum K-Drama ist natürlich genauso stark wie die Liebe von Cleo zum K-Drama. der Plotte selber, dass jetzt hier einer plötzlich wohnt, der heimlich Urlaub hier macht als Starling, der ist natürlich erfunden. Okay, okay. Warum haben sie sich für ein offenes Ende entschieden? Ja, das ist eine gute Frage.

Das sollte nicht kitschig sein. Das sollte jetzt weder das Happy End, was ja völlig unrealistisch gewesen wäre, das Happy End, dass er dann mit ihr irgendwie zusammenkommt, aber auch nicht so, dass nach Leons wunderbarem Liebesgeständnis das wirklich auch toll zu schreiben war, wo der da so ausrastet und endlich mal sagt, dass er doch derjenige ist, der sie sein Leben lang schon liebt. Und trotzdem sollten die nicht dann sofort zusammenkommen, sondern eigentlich sollte sich ihr Traum verwirklichen, eben auf realistische Weise nach Korea zu kommen, statt nur davon zu träumen, was ja durch dieses Praktikum dann auch eine durchaus denkbare Möglichkeit ist. Und wir haben uns auch immer ein bisschen an den koreanischen Serien selber orientiert. Der Roman ist natürlich sehr kurz, aber er folgt von der Struktur her so ähnlich der Dramaturgie von diesen Serien, die am Ende auch immer noch so eine halbe Stunde oder eine ganze Folge sich Zeit nehmen, das danach zu erzählen. Wir haben noch eine Frage, die ist jetzt nicht so zum Buch, eher an Sie gerichtet. Wie ist das Leben so als Autor? Super. Also ich war in eurem Alltag, glaube ich, als ich angefangen habe zu schreiben. Natürlich damals noch so amateurmäßig, aber tatsächlich schon wollte ich da schon Schriftsteller werden. Jetzt bin ich das seit über 20 Jahren und ich liebe es wie am ersten Tag. Das eigentliche Schreiben. Das Schreiben der Bücher, das Erfinden der Bücher mit meiner Frau gemeinsam, das ist ganz toll.

Noch eine Frage, also wie lange brauchen Sie ungefähr, um ein Buch fertig zu schreiben? Kommt auf die Dicke an, aber im Schnitt so zwei bis drei Monate.

Das geht relativ schnell. Die meiste Arbeit ist das Planen. Und da käme ich ohne meine Frau schon mal gar nicht zurecht, wenn man sich die Handlung überlegt. Man überlegt die sich ja komplett von vorne bis hinten. So wie man ja auch keinen Film drehen würde oder eine Serie, wenn das ganze Drehbuch nicht schon existiert. So machen wir das beim Romanschreiben auch. Und erst wenn alles ausgedacht ist, schreibt man. Kann dann sein, dass beim Schreiben trotzdem mal was sich ändert. Das ist dann aber leichter darauf zu reagieren, wenn man schon einen Plan hat. Ich darf noch eine Sache zum Buch stellen. Was wir uns das ganze Buchplan gefragt haben, ist, wird der jetzt Junghu ausgesprochen? Also der aus dem K-Jama, wird der Junghu ausgesprochen? Junghu, wissen Sie, Sie haben ja das Buch geschrieben. Wie wird der eigentlich ausgesprochen? Ja, ich würde ihn Junghu aussprechen. Jungho. Der ist natürlich erfunden, aber der Name so Jungho. Das war das Ende vom Podcast und vom Buch. Wenn euch der Podcast gefallen hat, könnt ihr den ja gerne an Familie und Freunde weiterleiten. Und wenn euch das Buch gefallen hat, könnt ihr es ja euch selber durchlesen und kaufen. Bye! Tschüss!

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