Willkommen an der Georg-Augustin-Schule! Wir sind Ali, Malisha, Pola, Fosia, Lina, Marwan, Ijaya, Bayhane, Soraya und wir gehen in die Klasse 6D.

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Herzlich willkommen beim Bücheralarm-Podcast. Wir sind die 6D von der Georg-Augustin-Schule in Griesheim. Und heute wird's richtig spannend. Denn wir stellen euch das Buch School of Talents 8. Stunde Wahlfrei von Silke Schellhammer vor. In der Geschichte geht es um eine Schule, in der Kinder mit besonderen Talenten lernen. Und natürlich gibt es jede Menge Abenteuer. Also Ohren spitzen und viel Spaß! Und jetzt hört als erstes in die Lesung mit der Autorin Silke Schellhammer rein. Alva ist mit ihrer Familie zu Hause und Onkel Thomas, den sie gar nicht leiden kann, kommt zu Besuch. Onkel Thomas ist ein ganz strenger Mann. Sie sieht ihn nie lachen. Er starrt einen manchmal ganz, ganz merkwürdig an. Und seine beste Eigenschaft ist eigentlich, dass er nie zu Besuch kommt, bis auf diesen Tag, wo er jetzt doch da ist. Und Alva hat es sowieso schon schwer in der Schule. Alle finden sie merkwürdig. Sie behauptet, Tiere reden zu hören. Und jetzt ist auch noch dieser merkwürdige Onkel da und sie bringen ein Abendessen hinter sich, das so semi-gut läuft.

Und nach dem Essen half Alva ihrem Vater dabei, die Spülmaschine einzuräumen. Laut klirrend flogen Messer und Gabeln in den Besteckkorb. Alva war wütend. Während des Essens hatte Carlos von ihrem Vormittag in der Schule erzählt und wirklich kein Detail ausgelassen. Ihre Mutter hatte Alva daraufhin besorgt, mit Fragen gelöchert und Carlos und Viona, ihre Geschwister, ressen einen Tierwitz nach dem anderen. Noch schlimmer wurde es, als Onkel Thomas sie angesprochen hatte. Lass dich nicht ärgern, hatte er ganz beiläufig gesagt. Der hatte gut reden, überlegte sich Alva. Sie hätte ihn gern gefragt, ob er wusste, wie man sich als Oberspinner der Familie fühlte, aber dazu fehlte ihr der Mut. Deshalb hatte sie es auch nur gedacht, aber extrem vorwurfsvoll. Alva, kannst du die Messer etwas sorgsamer einräumen? Er mahnte sie ihr Vater. Das sind keine Wurfspeere und wir brauchen unser Besteck noch. Ihre Gedanken kehrten in die Gegenwart und die Küche zurück. Onkel Thomas brachte die letzten Teller rein und aus den Augenwinkeln sah Alva, wie er ihrem Vater zunickte, so wie sich nur Erwachsene zunicken konnten, die irgendetwas im Schilde führten. Und prompt sagte ihr Vater viel zu laut, äh, warte, ich muss Mama schnell mal was fragen. Fast fluchtartig verließ er die Küche. Alva schaute ihm verwundert nach. Was war das denn?

Und jetzt lesen wir euch aus dem neuesten Wand von School of Talents vor. Kapitel 3. Ein Schaf ganz still und leise. Kurze Zeit später kamen Alva und Frau Molina auf dem Vorplatz des Schlöschchens an. Dort lud eine Frau eine Reisetasche aus ihrem Auto. Eine zweite schaute sich interessiert um. Ein paar Meter neben dem Wagen stand ein Junge mit dunklem, wuscheligem Haar. Er hatte den Kopf gesenkt und stürzte auf den Kiesboden. Herzlich willkommen, rief Frau Molina den Wartenden zu und stellte Alva sich vor. Mein Name ist Annika, ergänzte die andere und zeigte rüber zu dem Jungen. Und das ist unser Sohn Milo. Bist du eine Mädchenlerin von Milo? fragte Laura. Ja, antwortete Alva und musterte kurz den Jungen, der sich weiter abseits hielt. Er schob mit der Fußspitze unbeteiligt Kieselsteine hin und her, als würde ihnen das alles nichts angehen.

Annika bemerkte Alvas Blick. Er ist sich begeistert davon, ein Internat zu besuchen, sagte sie entschuldigend. Alva kannte das Gefühl nur zu gut. Es war noch nicht lange her, da hatte sie ganz ähnlich empfunden. Um die angespannte Stille zu beenden, erzählte Alva den beiden Frauen. Ich würde Milo gerne die Insel zeigen. Dann fiel ihr auf, wie albern es war, dass sie Milo nicht direkt ansprach. Schließlich stand er keine drei Schritte entfernt und konnte sie bestimmt gut hören. Lächelnd ging sie auf ihn zu. Hallo, ich bin Alva. Der Junge stoppte sein Gescharre im Kies und nuschelte ein leises, ohne dabei den Kopf zu heben. Alva streckte ihm die Hand so entgegen, dass er sie sehen musste. Schön, dass du da bist, sagte sie und lächelte anstrengend weiter. Tatsächlich hob Milo den Kopf. Alva konnte sehen, dass er mit Tränen kämpfte. Er schüttelte ihre Hand und murmelte unglücklich. Ja, schön.

»Komm«, sagte Alva und ging ein paar Schritte. »Beginnen wir unser Tour in der Mensa.« Während sie schweigend nebeneinander herliefen, entdeckte Alva die grasende Schafherde am Wegrand. »Ach nö«, entfuhr es ihr laut. Dafür bekamen sie von Milo immerhin noch einen fragenden Seitenblick. Alva zeigte auf die Schafe. »Das sind unsere frei laufenden Rasenmäher. Die sind sehr nervig und extrem laut. Außerdem reden sie nur übers Essen.« Doch als sie an den Tieren vorbeiging, hörte Alva nur ein einzelnes, super leises Klee. Milo neben ihr hielt sich die Ohren zu und brüllte. Boah, unglaublich. Findest du? fragte Alva überrascht. Sie hatte eher das Gefühl, dass nicht nur die Schafe, sondern auch alle anderen Tierstimmen um sie herum leiser geworden waren. Milo zog vorsichtig seine Hände von den Ohren und musterte die Herde entsetzt.

Jetzt haben wir ein paar Fragen an die Autoren vorbereitet. Willkommen im Podcast-Mobil. Vielen lieben Dank. Ihr habt schön kühl hier drin, muss ich sagen. Was habt ihr denn für Fragen? Wie viele Bücher haben Sie denn genau verkauft? Das ist eine spannende Frage. Das wüsste ich auch gern. Also so ganz genau weiß man das als Autorin nicht, weil das ja über einen Verlag geht. Aber wir sind auf jeden Fall im Bereich über 200.000. Ich habe einen Text über Sie gelesen, dass Sie etwas gewonnen haben. Wie viele Preise? Ich habe drei Preise und zwar habe ich einmal den Leipziger Lesekompass gewonnen und das war die große Überraschung, weil das war wirklich in dem Monat, in dem der erste Band rausgekommen ist. Das war für uns vollkommen überraschend. Dann habe ich die Ulmer Unke bekommen und den Manfred-May-Preis und worauf ich besonders stolz bin, dass alle drei Preise von der Kinderschiri vergeben worden sind. Also keine Erwachsenen, sondern Kinder haben gesagt, dieses Buch ist so toll, das verdient einen Preis und das hat mich besonders gefreut.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, so welche Bücher zu machen? Die Idee ist, dass man schon immer sehr viel so mit Superkräften und das kann man und das funktioniert. In den Büchern gibt es sehr viele Helden. Aber eigentlich kennen wir das ja alle, dass es eben nicht unbedingt immer so perfekt funktioniert. Und dass man trotzdem aus so einer vielleicht nicht perfekten Situation noch was machen kann. Und besonders wenn man zusammenhält und dann können da ganz tolle Sachen draus entstehen. Und deshalb dachte ich, ich schreibe mal ein Buch über nicht ganz so perfekte und trotzdem wahnsinnig tolle Kinder. Ich würde gerne wissen, was Sie zum Bücherschreiben inspiriert hat. Im Prinzip das Erfinden von Geschichten. Das ist etwas, was ich immer schon unglaublich gern gemacht habe. Geschichten erzählen, Geschichten erfinden. Das mit dem Aufschreiben hat so ein bisschen gehabert. Aber das habe ich inzwischen gut im Griff. Weil Sie haben ja Sport studiert. Wie sind Sie dann auf den Job oder Beruf Autorin gekommen? Mit vielen Zwischenstationen. Also ich habe Sportwissenschaften studiert, dann habe ich Physiotherapieausbildung gemacht, dann habe ich in einem medizinischen Fachbuchverlag Bücher geschrieben und dann bin ich irgendwann beim Kinderbuch gelandet. Da gibt es Wege, die sieht man vorher auch nicht kommen. Was müsste man Ihnen bieten, damit Sie aufhören?

Mitschreiben? Ich weiß nicht, was man mir bieten müsste. Das ist eine Leidenschaft, die werde ich immer tun. Auch wenn Bücher von mir, glaube ich, nicht mehr verlegt werden, würde ich immer Geschichten in meinem Kopf haben. Also ich glaube nicht, dass ich das abstellen kann, indem man mir jetzt, wenn jemand sagt, du kriegst eine Million Euro, wenn du nicht mehr schreibst, die Geschichten sind trotzdem da. Welche Gefühle hatten Sie, wo Sie die Bücher geschrieben haben? Also wie haben Sie sich dabei gefühlt? Während des Schreibens war das ein ganz normaler Prozess. Aber was dann schon ein ganz, ganz toller Moment ist, ist, wenn das fertige Buch vor einem liegt und man schlägt es auf und kennt fast jedes Wort, weil man es selber geschrieben hat. Das ist schon gigantisch. Und wie war es so für Sie, wo Sie berühmt wurden?

Ich finde es toll, dass ganz viele Kinder meine Bücher gern lesen. Das finde ich schon mal großartig, dass es wirklich so viele gibt, die das gerne machen. Und ansonsten, ja, berühmt ist ja immer so eine Frage, wie man das einschätzt. Richtig berühmt fühle ich mich jetzt nicht unbedingt. Können Sie sich Ihre Bücher auch als Film vorstellen? Ich sowieso, weil ich sehe es als Film, wenn ich sie schreibe. Aber tatsächlich sind wir dran und arbeiten an einem Film. Aber das dauert noch. Beim Film dauert alles immer sehr, sehr lange. Wer ist Ihr Lieblingscharakter oder Charakterin aus School of Talents? Das ist eine ganz schwere Frage. Das werde ich häufiger gefragt und ich finde es ganz, ganz schwierig, weil Jonas, um ehrlich zu sein, also der hat immer gute Laune, der ist immer optimistisch, obwohl der wirklich so eine ganz blöde Situation hat. Und der kann sich in jedes Flugtier verwandeln und kann nicht fliegen. Ich meine, wie blöd ist das? Da ist mal ein toller Steinadler und watschelt am Boden entlang.

Und trotzdem ist der, der könnte so unendlich stinkig sein und ist es einfach nicht. Drum wage ich ihn sehr. Was ist Ihr Lieblingsort, um Bücher zu schreiben und wieso? Irgendwas, wo ich liegen kann. Bett, Sofa, Boden. Das ist vollkommen egal. Ich liege beim Schreiben und meistens in der Wohnung, selten draußen, weil da lenkt mich zu viel ab. Gibt es ein Band 9 und was passiert dann? Band 9 kommt im Frühjahr 26 raus und der heißt Schatzfieber und das erklärt sich schon so ein bisschen, was da drin passiert. Aber was genau da drin vorkommt, erzähle ich nicht, weil das ist doch ein Geheimnis und zum Teil auch noch gar nicht geschrieben. Okay.

Vielen Dank, dass Sie uns die Fragen beantwortet haben. Gerne, das hat richtig Spaß gemacht mit euch. Es war super. Viel Spaß beim Schreiben. Danke.

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Leider sind wir schon ans Ende gekommen und es hat uns wirklich sehr Spaß gemacht. Wir hoffen, dass ihr euch das Buch anschaut und ihr es lesen werdet. Was hat euch denn heute am besten gefallen? Mir hat am besten gefallen den Podcast mit den ganzen schönen Geschichten und den ganzen Gefühlen, die gezeigt wurden. Und die Fragen waren auch sehr schön. Also es war auf jeden Fall sehr aufregend. Man hatte viel Spaß. Es war lustig. Ich finde es schön, wenn wir sowas nochmal machen könnten. Ich würde mir sehr wünschen, das nochmal in den Deutschunterricht zu wiederholen, denn es war sehr lustig heute und es war sehr spannend. Tschüss aus Griefheim!

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