Willkommen bei Stadt, Land, Buch! Wir sind Lea, Andrea, Nahum, Valentin, Arta, Naufel, Johannes, Dominik, Clara, Marta, Rasmus, David, Elif und Jamila. Viel Spaß beim Podcast!
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Zur Einführung lese ich, David, euch eine kurze spannende Stelle vor. Und dann geschah es, mitten in der Nacht, wenn sie am tiefsten ist. Am 7. September, 3.23 Uhr. 3.23 Uhr. Das weiß ich deshalb so genau, weil Papa es mir später gesagt hat. 3.23 Uhr. Da schlafen alle. Wir auch. Dann aber, ich schwöre, schlief niemand mehr. Hallo und herzlich willkommen. Mein Name ist Jamila. Und ich bin Lea. Und wir sind in der Klasse 6a und 6b der Helmholtzschule Frankfurt am Main. Zusammen mit weiteren Schülerinnen und Schülern sind wir die Podcastgruppe aus der Helmholtzschule Frankfurt am Main. und wir werden euch unsere Eindrücke, Gedanken und Lieblingsstellen aus dem Buch Der Sternsee erzählen. Viel Spaß beim Zuhören.
Hallo, ich bin Johannes und die wichtigsten Informationen zum Buch erfahrt ihr jetzt. Das Buch wurde von Wilke Mehling verfasst und illustriert von Jens Rasmus. Es umfasst 54 Seiten und ist erstmals 2025 im Peterhammer Verlag erschienen. Hey, ich bin Rasmus und von mir gibt es jetzt eine kurze Inhaltsangabe. In dem Buch geht es um eine Freundesgruppe, bestehend aus zwei Jungen und zwei Mädchen, die in einem Hochhausviertel lebt. In der Mitte von ihrem Viertel liegt ein sternförmiger See. Der Sternsee. Außerdem geht es um viele Veränderungen. Mehr will ich jetzt noch nicht verraten. Hallo, ich bin Naufel und ich beschreibe heute das Cover. Hauptsächlich sind auf dem Cover kalte Farben zu sehen. Eine Ausnahme dabei ist der Titel. Der strahlt richtig hell neongelb. Auf dem Bild sieht man den Sternsee vor einer Hochhaussiedlung bei Nacht. Außerdem spiegelt sich die Hochhaussiedlung auf dem Wasser des Sternsees. Dazu sieht man vier kleine Personen. Hallo, ich bin Ada und ich lese jetzt meine Lieblingsstelle für euch vor.
Ein paar Tage später waren es über 10 Grad. Wir durften nicht mehr auf den See, dabei war er noch immer zugefroren. Auch der Schnee funkelte weiter. Sissy zeigte aufs Eis. Papa sagt, da sind längst Risse drin, aber die sind unsichtbar, weil Schnee draufliegt. Ein paar Augenblicke sagte keiner was. Dann fragte Mo, warum liegt da noch Schnee drauf, wenn der woanders längst weg ist? Weil Eis darunter ist, sagte ich. Da bleibt er kalt. Warum ist da noch Eis drauf, wollte Mo wissen. Wo sonst nirgends mehr welches ist. Sissy sah ihn an und nickte. Anastasia sah jetzt direkt in die Luft, wie der Reiher. Ich sah mich um nach einer schlauen Erklärung, aber ich fand keine.
Der Autor Wilke Mehling war in der Helmholtz-Schule und hat aus seinem Buch in der Aula vorgelesen. Und jetzt holen wir ihn hier in das Podcast-Mobil und stellen ihn noch ein paar Fragen.
Herzlich willkommen im Podcast-Mobil. Ja, guten Morgen. Oder wie wir in Bremen sagen, Moin. Wir stellen Ihnen jetzt ein paar Fragen. Und die erste Frage wäre, hat Ihr Buch eine Botschaft und wenn ja, welche? Ja, meine Bücher sollen Spaß machen oder jeder hat die Freiheit darin zu lesen, was er oder sie möchte. Also ich mag persönlich keine Bücher mit Botschaften, politische Botschaften oder gesellschaftliche. Das ist mir viel zu viel. Ich würde die Kinder gerne so animieren, meine Leserinnen und Leser animieren, so ihr eigenes Leben zu leben. Aber ich habe keine spezielle Botschaft. Warum haben Sie den Namen vom Ich-Erzähler nicht genannt? Ja, das ist interessant. Das wollen die Kinder immer wissen. Das ist gar nicht so bewusst passiert. Also ich habe das nicht bewusst weggelassen. Für mich war das immer der Ich-Erzähler. Und witzig ist ja, dass ja jetzt jeder sich einen Namen ausdenken kann für dieses Ich. Also denkt euch einen schönen Jungnamen aus, dann passt das schon. Welchen Namen würdest du dem Kind denn geben, diesem Ich-Erzähler? Ich glaube, Henry oder Karl oder so. Karl? Ja. Karl würde mir sehr gut gefallen. Und du, Martha? Ich würde ihn auch Henry nennen, glaube ich. Henry, das ist aber schön. Okay, dann heißt er jetzt Henry für uns. Also hier in Frankfurt heißt er Henry. Das habe ich wirklich überhaupt nicht so bewusst. Das ist gar nicht geplant, um da ein Rätsel draus zu machen. Das war einfach der Ich-Erzähler. Ich bin Andrea und meine Frage ist, haben Sie sich an der Realität orientiert oder haben Sie sich alles ausgedacht?
Beides. Ich habe mich tatsächlich an die Realität orientiert, weil ich in Bremen an so einer Art Sternsee lebe. Das sind die Bremer Wahnanlagen, die ziehen sich um die Altstadt herum, wie so einen Halbzackenstern sozusagen.
Und das war schon der Ausgangspunkt und den Rest habe ich mir ausgedacht. Also beides. So sind meine Bücher eigentlich immer. Sie orientieren sich an der Wirklichkeit, an der sogenannten Realität, haben aber immer natürlich, bestehen aus sehr viel Ausgedachtem, aus sehr viel Fantasie. Mein Name ist Clara und meine Frage ist, hatten Sie von Beginn an die komplette Geschichte so im Kopf oder ist das ein Prozess, bei dem sich die Geschichte Schritt für Schritt weiterentwickelt? Das ist eine tolle Frage. Ich habe, wenn ich anfange, eine Geschichte zu schreiben, eigentlich nur den ersten Satz im Kopf. Es gibt Autorinnen und Autoren, die haben eigentlich das ganze Buch schon fertig im Kopf oder planen das auch schon auf dem Zettel, Punkt 1, Punkt 2 und so. Und ich habe immer nur den ersten Satz. Ich nenne das immer wildes Schreiben. Ich gehe von Wort zu Wort eigentlich, von Kapitel zu Kapitel und bin manchmal selber gespannt, wie es weitergeht.
Ein bisschen muss man natürlich eine Idee haben, aber ich schreibe tatsächlich auch Romane auf diese Art. Könnten Sie uns vielleicht den ersten Satz aus Ihrem Buch mal vorlesen? Okay. In unserer Siedlung gab es einen See direkt vor unserem Wohnblock. Ja und dann ist es so, dann überlege ich mir, okay, was ist das für ein See und was macht das jetzt mit Kindern, die an so einem See leben und gut, dann passiert diese Sensation und dann geht es von Wort zu Wort. Herr Wilk-Mehling, haben Sie eigentlich schon mal an so einem coolen Ort ein Interview geführt? Es ist schon mega cool, hier drin zu sitzen. Nein, das ist ein ganz spezieller Ort, wirklich. Ich habe schon mehrere Interviews, also natürlich in Schulen oder auch in Radiosendern oder so, aber so ein Wagen, so ein Van, das ist schon was Besonderes. Wenn es dann regnet aufs Panoramadach, ist es besonders schick, glaube ich. Oder schneit.
Das ist ein toller Ort und absolutes Hightech natürlich. Und trotzdem hat das so was Idyllisches, auch ein bisschen wie so eine Höhle. Und das ist schon toll. Ich wollte aber wissen, warum Sie eigentlich genau so ein Buch mit solchen Kindern und so einem Thema geschrieben haben. Das ist eine gute Frage. Ich weiß es nicht. Das kommt so. Ich habe mir natürlich überlegt, was sind das für Kinder? Gut ist, wenn die Kinder unterschiedlich sind. Wenn alle gleich sind, ist es dumm. Dann haben wir hier ein Mädchen, was kaum spricht. Erst einmal, dann haben wir den Ich-Erzähler, dann Mo. Das kommt von selber, eins zum anderen. sondern ich setze mich nicht hin und plane das, sondern das kommt halb bewusst, halb unbewusst. Sind Sie irgendwie auf das Thema zugetroffen vielleicht? Oder haben Sie das schon mal so im Alltag miterlebt? Also das habe ich natürlich noch nicht erlebt, dass ein Sehen nicht wieder auftaut. Ich hatte Lust, eine realistische Geschichte zu schreiben. Das spielt ja im Alltag von Kindern im Hochhaus, ganz normal, in einer Stadt, gemischt mit was Magischem. Hier trifft ja das Magische auf die Realität.
Und das hat mich interessiert, was ist, wenn man in einer kompletten Realität lebt, Schule, schlechte Noten, Wenig Geld zu Hause. Was ist, wenn das dann auf was Magisches trifft? Was macht das mit Menschen? Dann passiert das Einzige, das wahre Magische. Das weit Magische ist ja dann das Sich-Verlieben, was wir alle kennen. Bald. Hoffentlich.
Vielen Dank. Bitte. Meine Frage ist, wieso wurden Sie Schriftsteller? Weil ich nichts anderes kann. Ich wäre ein schlechter Zahnarzt geworden oder ein miserabler Pilot. Sondern im Leben ist das so. Man muss machen, was man kann. Ich wäre am liebsten Mittelstürmer geworden.
Nationalmannschaft Mittelstürmer wie Füllkrug oder so oder Wirz. Das hat nicht geklappt, dann blieb nur noch Autor. Das konnte ich als Kind schon ein bisschen mit Geschichten ausdenken. Ich war als Kind schlecht in der Schule schon. Ich habe auch furchtbar gestottert. Und dann habe ich mich schnell in Geschichten verliebt. Und ich habe dann das gemacht, was für mich passt. Das ist immer das Beste. Man macht beruflich oder im Leben das, wo man merkt, da muss man hin.
Das ist gar nicht so leicht zu finden. Manche wissen das schon sehr schnell und manche brauchen sehr lange dazu. Habt ihr so eine Ahnung, eine Idee, was ihr mal machen wollt? Also ich höre Fußballer werden und wenn es nicht klappt, dann schlecht Sportlehrer. Erstmal soll es mit dem Fußball klappen. Ja, also bei mir ist es auch so Fußballer und wenn das halt nicht, dann vielleicht irgendwie auch Polizist oder halt irgendeinen außergewöhnlichen Job, der mir halt auch Spaß macht. Und ja, aber bis jetzt ist es halt noch viel offen. Ja, es ist ja auch offen. Ihr seid ja noch sehr jung. Aber es ist schon interessant. Also wie gesagt, das haben wir ja jetzt gemeinsam. Fußball war für mich auch an erster Stelle. Aber ich habe schnell gemerkt, ich habe keine Chance, jedenfalls nicht hochklassig zu spielen. Herr Elif, das freut mich jetzt sehr, dich zu sehen. Und du hast eine Frage und ich bin neugierig. Eine letzte Frage habe ich noch. Was haben Sie beim Schreiben über sich selbst gelernt? Elif, das ist eine unglaublich kluge Frage, wo ich wirklich mal nachdenken muss. Also das ist so eine kluge Frage, habe ich, glaube ich, selten gehört.
Und wirklich, da muss ich drüber nachdenken, was habe ich beim Schreiben über mich selbst gelernt? Ich glaube, ich habe über mich selbst gelernt, dass ich, ja das kann ich dir sagen, in meinen Büchern kommen mir immer viele verschiedene Gestalten vor, dass ich von jedem dieser Gestalten, was in mir selber habe, also auch von diesem Kioskbesitzer, von der Sissi, Sissi ist ja ein sehr starkes Kind, die sehr selbstbewusst ist. Aber auch von so Gestalten wie Herrn Plump, also diesem Klassenlehrer. Ich habe von jedem dieser Gestalten ist was in mir. Und ich glaube, das habe ich gelernt. Ich habe diese ganzen Wesen in mir. Tolle Frage. Tausend Punkte. Vielen Dank und wir freuen uns, dass Sie an unserer Schule waren. Ja, war toll an eurer Schule. War toll, euch kennenzulernen und war ein großes Vergnügen für mich. Dankeschön.
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Das Buch, der Sternsee, hat uns ganz gut gefallen, da alles geheimnisvoll und gefielvoll ist. Wir hätten uns gerne eine Begründung gewünscht, warum das Eis überhaupt zugefroren ist. Man konnte über das Buch viel reden und diskutieren. Gewünscht hätten wir uns aber mehr Details. Deswegen war es so spannend, dass der Autor da war und wir mehr über das Buch erfahren konnten. Jetzt sind wir schon am Ende unseres Podcast-Abenteuers angekommen. Es war sehr cool, hier bei Stadt, Land, Buch dabei zu sein. Es hat uns sehr viel Spaß gemacht. Ey, David, das Highlight am Ganzen war natürlich, dass wir hier im Podcast-Bus aufnehmen durften, oder? Da kann ich dir nur zustimmen, das war richtig cool hier mit den ganzen technischen Geräten. Wir haben jetzt richtig Lust auf Bücher-Podcast bekommen. Wir hoffen, ihr auch. Tschüss.
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