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Hallo und herzlich willkommen zu einer ganz besonderen Folge von Bücher Alarm at School und zwar live aus Frankfurt mit Blick auf den Main. Neben uns das Literaturhaus Frankfurt und das Podcastmobil von Bücher Alarm ist nach Frankfurt gekommen, weil heute die Festivaleröffnung von Stadt, Land, Buch ist unser tolles Kinder- und Jugendbuchfestival. Ganz neu in Frankfurt und in der Umgebung. Insgesamt fast 100 Veranstaltungen, die in der nächsten Woche hier stattfinden. Und wir vom Bücheralarm sind insgesamt an elf Schulen und heute eben hier auch am Literaturhaus. An meiner Seite zwei Gäste. Stellt euch am besten selbst vor. Benno, du fängst bitte an, weil du bist der Macher dieses Festivals. Ja, hallo Lena. Mein Name ist Benno Hennig von Lange und ich arbeite am Literaturhaus Frankfurt für das junge Literaturhaus. Also ich mache die Veranstaltung für Kinder, für Jugendliche, für Familien, eigentlich für alle Altersgruppen. Und ich durfte mir ein Festival überlegen. Und dieses Festival, das wird eben heute eröffnet, das heißt Stadt, Land, Buch. Und ich freue mich sehr, dass es jetzt losgeht.
Wie viele Autorinnen und Autoren sind denn heute da? Heute sind, glaube ich, ungefähr zehn AutorInnen den ganzen Tag über im Haus. Aber die ganze Woche sind es eben, wie du schon gesagt hast, sind es fast 50, die an Schulen, in Bibliotheken, in Museen im Einsatz sind. Es sind auch IllustratorInnen dabei, also ComiczeichnerInnen. Ja, genau, die macht Lesen, die zeigen was wie ihre Arbeit. Und es geht natürlich die ganze Zeit um ihre Bücher. Du hast mir einen Autor direkt ins Podcast-Mobil mitgebracht. Wen hast du denn dabei? Wir sitzen hier zusammen mit Sascha Stanisic, der gerade aus Hamburg gekommen ist. Schön, dass du da bist. Ich freue mich auch. Und ich bin großer Fan von deinem Buch Hey, Hey Taxi. Worum geht es denn darin? Hey, Hey Taxi ist ein Projekt, das ich mit meinem Sohn zusammen erstellt habe. Es ist ein Buch mit kurzen Geschichten für Kinder zwischen fünf und sieben oder vier und sechs, je nachdem. Erwachsene lesen das aber auch gerne, in dem immer ein Taxi eine ganz wichtige Rolle spielt. Deswegen Hey, Hey, Hey Taxi. Dieses Taxi kann sich verwandeln in alles Mögliche. Es kann eine Giraffe werden, aber auch in die Zukunft reisen, in die Vergangenheit und erlebt dann sehr viele Abenteuer. Und es wäre cool, wenn das Taxi sich auch in ein Podcast-Mobil verwandeln könnte. Da würde ich mich sehr freuen. Auf jeden Fall.
Was ist denn dein Highlight in Frankfurt? Hast du schon oft in Frankfurt gelesen? Das Literaturhaus ist immer das Highlight. Also ich freue mich jedes Mal, wenn ich eingeladen bin, auch jetzt, heute. Und vor Kindern vor allem vorzulesen ist immer eine sehr überraschende Sache. Man weiß nie, was man bekommt. Bei Erwachsenen ist es viel ruhiger und angenehmer zu bespielen. Bei Kindern ist es immer so, dass man sich freut und glücklich ist, aber man kann es überhaupt nicht planen, was passiert. Neulich gab es eine kleine Kistenschlacht mit Sitzkisten und so und darauf freue ich mich. Also wenn es heute auch zu einer Kistenschlacht kommt, dann bin ich auf jeden Fall einverstanden. Jetzt hast du gerade erzählt, dass du das Buch mit deinem Sohn gemeinsam geschrieben hast. Viele Autorinnen und Autoren erzählen ja immer, dass ihre Kinder sie dazu inspirieren. Und wie ist denn eure Zusammenarbeit? Wie hat das stattgefunden?
Meistens läuft es bei spontanem Verreisen oder vor zu Bett gehen, dass entweder mein Sohn Nikolai oder ich eine Idee haben. Das kann sein, dass es eine interessante Figur ist oder eine interessante Taxifahrt oder ein interessantes Taxi. Und dann ergänzt man sich. Das ist wie so ein bisschen Ping-Pong-Spielen mit Geschichten. Da sage ich zum Beispiel, wer soll denn das Taxi fahren? Dann sagt mein Sohn, eine Giraffe. Was ist das Besondere an der Giraffe? Frage ich dann und sagt er, sie hat einen kurzen Hals. Dann sage ich, ja gut, das ist nicht so besonders, kann sie etwas ganz gut oder kann sie etwas ganz schlecht? Dann sagt mein Sohn, ach, sie kann sehr gut singen. Und so entwickelt sich die Geschichte mit diesen Fragen hin und her. Und manche von diesen Fragen kommen dann auch in die Geschichte, die dann für die Eltern und für die Kinder als Vorlesegeschichte drin ist. Das heißt, dieses Spiel mit, wie geht es weiter in der Geschichte, übertragen wir dann auch an die Vorlesenden. Und darf dein Sohn manchmal bei den Lesungen auch mitmachen? Ja, er war schon ein paar Mal dabei, macht das auch sehr gut. Er hat selber auch drei Geschichten in dem letzten Buch jetzt auch geschrieben. Wir haben auch nicht gekennzeichnet, welche von ihm sind, damit die Kinder auch Lust haben zu erraten, welche das sein könnten. Das sind die besten drei auf jeden Fall. Dann schicken wir ganz, ganz liebe Grüße an deinen Sohn auch in Hamburg. Ich habe gehört, der podcastet selber auch schon. Von daher von Profi zu Profi.
Ganz liebe Grüße und vielen Dank. Jetzt gleich geht deine erste Lesung los. Was ist deine Hoffnung? Wie viele Kinder sollen da sein? Also auch wenn es nur ein Kind ist, ist super. Dann ist es ein schönes Dialoggespräch mit ihm. Ich freue mich immer, wenn ein paar da sind. Und dann kann man, ich mache immer auch einen spontanen Text. Die Kinder schlagen mir Stichworte vor und ich erschaffe eine Geschichte. Und dann ist es immer schön, wenn mehrere Kinder da sind, damit man mehr Stichworte nehmen kann. Ich begleite dich einfach gleich zur Lesung und wir lauschen ein ganz klitzekleines bisschen mit rein. Sehr gerne. Und euch empfehle ich, bleibt dran am Podcast. Wir erzählen euch noch ein bisschen weiter, was hier in Frankfurt heute los ist. Und danke, dass ihr heute im Podcast mobil wart. Schön, dass du da bist, Lena. Vielen Dank. Danke, ciao.
Hallo. Hey, wer bist du denn? Luis. Hi, Luis. Mit wem bist du denn heute hier im Literaturhaus? Wen hast du mitgebracht? Nana. Die Mama. Und warum seid ihr heute hier? Oh, wir wollten unbedingt zur Lesung, ne? Du, jetzt zu welcher Lesung wollten wir? Hey, hey, Taxi! Super, genau. Und gleich geht's los und wir lauschen auch gleich mal gemeinsam in die Lesung rein. Was habt ihr denn heute schon alles gemacht hier im Literaturhaus? Oh, wir sind eben erst angekommen und haben jetzt aber schon einen super tollen Pappbuchstaben gemacht. Dein Sohn kennt sich richtig gut aus bei Hey, hey, Taxi. Wie oft habt ihr das schon gelesen? 100 Mal. Also mindestens 100 Mal, oder? Immer zum Einschlafen und auch zwischendurch. Und was gefällt dir am aller, aller, allerbesten in dem Buch? Der Muttermann. Der Muttermann. Mal gucken, ob Sascha heute auch vom Muttermann uns was vorliest. Viel Spaß euch bei der Lesung.
Liebe Kinder, liebe Erwachsene, ich hoffe, dass Sie Spaß haben werden mit diesen Geschichten, die eindeutig für Kinder sind. Und diese Geschichten gehen alle auf gleiche Weise. Jemand, ein Mann, eine Frau steigt in ein Taxi und dieses Taxi hat die Fähigkeit, sich zu verwandeln in alles Mögliche. Manchmal ist es nur ein normales Auto, das sehr schnell fahren kann zum Beispiel. Manchmal ist es aber auch ein Auto, das in die Vergangenheit reisen kann oder in die Zukunft reisen kann. Manchmal ist es eine Giraffe mit einem sehr kurzen Hals, die gar nicht so gut singen kann. Das ist mein Lieblingsauto. Aber die lernt gut zu singen. Und in der ersten Geschichte, die hier zu sehen ist, ist das Daxi eigentlich überhaupt nicht besonders.
Das Taxi ist eigentlich ganz normal. Also das Taxi ist ganz normal. Jetzt hört doch mal auf, ich mache hier eine Lesung.
Also das Taxi ist ganz normal in dieser ersten Geschichte. Es ist wirklich ein graues Taxi, das durch Frankfurt... Ich steige aus dem Taxi aus und gucke mir an, wo hier dieses Geräusch kommt. Ich mache die Motorhaube auf und statt des Motors hat das Taxi einen Mann. Das Taxi hat einen Mann statt eines Motors. Ich sage, geht es Ihnen gut? Der Motorman sagt, brutsch, brutsch, brutsch, brutsch, brutsch. Ich sage, brauchen Sie etwas? Ja, ein bisschen Öl vielleicht, sagt der Mann. Ich habe aber natürlich kein Öl dabei, weil ich wollte ja eigentlich nur Taxi fahren zu meinem Sohn. Also sage ich ihm, brauchen Sie noch etwas, vielleicht ein Eis? Das ist genau der. Magst du ihm einen Namen geben? Der hat noch gar keinen Namen. Wer sieht aus dem Peter? Peter sagt dann zu mir, wo willst du denn eigentlich fahren? Und ich sage dann immer zu jedem Taxifahrer, und das ist meine liebste Fahrt, ich will eigentlich zurück nach Hause. Da möchte ich am allerliebsten hin. Da sagt er, okay, dann geh doch mal nach vorne und setz dich hin und fahr doch nach Hause. Da sage ich, okay, dann fahrt du mich nach Hause. Und dann fährt mich tatsächlich dieses Taxi nach Hause. Und da ist es nämlich am schönsten. Aber weil der Fahrer irgendwie, wie soll ich mal sagen, nicht so gut fährt, sagt er mir, gehen Sie doch mal in ein anderes Taxi, in dieses da. Ja, das ist so ein Taxi, das wünscht man sich, dass man den manchmal bekommt. So, zum Beispiel ich auf dem Weg heute hierher bin ich mit dem IC gefahren und da war auf dem Klo ein großes Schild und da stand außer Betrieb.
Genau, der da ist es. Ja, das ist das Klotaxi. So, jetzt mal alle die Hand heben, wer möchte gerne mit dem Klotaxi fahren?
Also, die Toiletten, liebe Kinder, gibt es hier oben im ersten Stock und dann unten. So, aber nicht alle Taxis sind so. Es gibt manchmal Taxifahrer, die sehen so aus. Und jetzt lese ich euch mal eine Geschichte vor. Dieser Taxifahrer ist natürlich ein Zwerg, oder?
Jetzt wird es Zeit, wieder in den Podcast-Bus einzusteigen und mit mir ist Marta mit dabei. Martha ist selbst Podcasterin und stell dich mal ganz kurz vor, wie alt bist du? Ja, also ich heiße Martha und ich bin zehn Jahre alt und ja, ich habe einen eigenen Podcast, der heißt Büchertanz.
Und ich habe bisher zwei Folgen veröffentlicht und in dem Podcast stelle ich Bücher vor und gebe dann halt Empfehlungen für neuen Lesestoff, bewerte dann die Bücher, erzähle etwas über den Autor oder die Autorin vom Buch. Und ja, ich nehme das mit dem Handy auf und habe noch nie mit so einem Mikrofon aufgenommen. Und deshalb ist es auch schon sehr cool, mit so einem Mikrofon aufzunehmen. Also man merkt das überhaupt nicht, dass du das noch nie gemacht hast. Du bist so ein Profi am Mikrofon, dass ich eigentlich überlege, vielleicht magst du den Bücheralarm übernehmen und die Moderation am heutigen Tag. Und sag mal, was hast du denn im Literaturhaus heute alles so gemacht? Wir standen ziemlich lange am lebendigen Selbstporträt und dort waren nämlich drei Künstler. Da musste man sich auf einen Stuhl setzen und dann haben die einen Vorhang aufgemacht und durch ein Fenster die Kinder, die dort saßen, abgemalt. Und alle drei in einem unterschiedlichen Stil. Und jetzt ist das so eine Bilderleiste, wo drei Selbstporträts von mir drauf sind. Was würdest du uns denn empfehlen, wenn man ungefähr zehn Jahre alt ist? Welches Buch sollte man denn unbedingt lesen? Auf jeden Fall Sally Jones, Mord ohne Leiche. Darum geht es auch in meiner neuen Podcast-Folge. Du machst ziemlich gut Werbung für deinen eigenen Podcast. Hervorragend! Und das Buch ist von Jakob Begeleus und mir gefällt das richtig, richtig gut. Das ist so ein tolles Buch.
Das ist auch ein Detektivroman und ich lese sehr, sehr viele Detektivromane. Das gefällt mir richtig, richtig gut. Ich habe vom Bücheralarm auch schon die Folge mit Rory Shai angehört. Den wollte ich dir gerade empfehlen, aber wie cool, dass du das schon gehört hast. Das ist ja nicht toll, der Rory Shai, oder? Martha heißt die nicht, nee, wie heißt die Heldin bei Rory? Mathilda. Mathilda, aber ganz nah dran die Namen, oder? Cool. Ja, ich finde den Hund Dr. Hersten. Herr Hakenrath. Ja, der ist der eigentliche Held, finde ich, der ganzen Geschichten. Das sehe ich auch so. Der ist ganz toll. Also, jetzt habt ihr zwei tolle Lesetipps auch noch von uns heute hier aus dem Podcast-Mobil bekommen. Und ich würde sagen, jetzt gehen wir wieder rein ins Literaturhaus und hören uns vielleicht eine Lesung gemeinsam an. Vielen Dank, dass ihr hier wart. Danke, Martha. Bis bald. Tschüss.
Ein wahnsinnig heißer Tag im Literaturhaus in Frankfurt geht jetzt langsam dem Ende entgegen. Die Festival-Eröffnung von Stadtlandbuch war wunderschön und ich habe noch zwei ganz, ganz besondere Menschen getroffen. Das ist nämlich die Nadine, meine Mitarbeiterin beim Bücheralarm und ihre Tochter. Wie heißt du denn? Elli. Wie alt bist du denn? Fünf. Fünf Jahre alt und du kennst dich mit Mikrofon schon richtig gut aus, weil du hast auch schon mal mitgemacht beim Bücheralarm, oder? Ja. Mit deinem Kindergarten vielleicht? Ja. Und hat das Spaß gemacht, einen Podcast zu machen? Ja. Und kannst du auch Nein sagen? Ja. Das habe ich mir gedacht. Super. Nadine, wie hat es euch denn gefallen hier heute im Literaturhaus? Ich fand es total toll, dass es so viele unterschiedliche Angebote gab. Ich habe Kreativangebote, aber auch richtig coole Lesungen. Und ich habe zwei meiner Lieblingsautoren oder eine Autorin, einen Autor getroffen und bin ziemlich beseelt gerade. Ach, wie schön. Also ich finde auch, es war ein rundum gelungenes Fest mit ganz vielen tollen Aktivitäten. Elli, was hat denn dir am aller, allerbesten gefallen?
Das mit der Musik. Das mit der Musik. Da war eine Lesung. Da wurde nicht nur vorgelesen, sondern auch richtig tolle Musik gemacht. Weißt du noch, welches Buch das war? Freiheit, du große Wundertüte. Super, wunderschön. Das freut mich, dass du da viel Spaß hattest. Aber Elli ist hier heute auch so wahnsinnig warm gewesen. Hattest du einen Trick bei der Hitze? Was bringt man da am besten mit? Ein Ventilator. Wie praktisch ist das denn? Während ich den ganzen Tag nur mit Bücheralarmprospekten gewedelt habe, hat Elli einen wunderbaren, klitzekleinen Handventilator dabei.
Jetzt geht die Woche für den Bücheralarm richtig spannend los. Elf Schulen, elf Autorinnen und Autoren im Podcast-Mobil. Elf Schulklassen, die wir kennenlernen und mit denen gemeinsam einen Podcast machen. Und du, Nadine, bist am Mittwoch auch hier im Literaturhaus. Da wird nämlich auch einiges geboten. Genau, am Mittwoch gibt es eine Vernetzungstagung, die heißt Ein paar Seiten weiter, die sich an LiteraturvermittlerInnen richtet. Und es gibt ein buntes Programm aus Workshops, dass die TeilnehmerInnen den Bücheralarm kennenlernen können und selbst was podcasten können. Und es gibt eine Podiumsdiskussion, ein World Café und es ist ganz bunt dafür gedacht mit Pausen, dass man untereinander sich vernetzt und einfach andere Ideen und andere Leseförderprogramme kennenlernen. Genau, frische Impulse für die Leseförderung. Das ist genau auch unsere Devise. Schön, dass wir uns getroffen haben. Die Elli hat schon das Buch Hey, Hey, Taxi aufgeschlagen. Damit schließt sich auch der Kreis, weil der Autor Sascha war heute mein erster Gast im Podcast-Mobil. Wir sagen Tschüss aus Frankfurt und freuen uns auf die nächsten elf Podcast-Folgen. Spezial, Stadt, Land, Buch und das war's für heute. Schwitzt schön weiter. Kommt gut nach Hause, ihr Lieben. Tschüss, Elli. Tschüss. Geschichten Bitte Bücher Alarm.