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Storys, Geschichten, Bücher, Alarm. Hallo, wir sind SchülerInnen von der Wilhelm-Hauf-Realschule Pfullingen. Wir lesen in der Podcast-Lehrer das Buch Verplay, spiel mit, sonst verlierst du alles. Von Kerstin Gulden. Lea ist die Abkürzung für ein Lernangebot. Was ist ein Lernangebot? Ein Lernangebot ist wie an anderen Schulnachgis. Es ist ein Teil der Unterrichtszeit. Man wählt Lernangebote am Anfang des Schuljahres. Diese geben Punkte. Am Ende des Schuljahres muss man mindestens acht Punkte haben. Das Buch ist im Klett Verlag erschienen und hat 254 Seiten. Drei Monate lang den CO2-Ausstoß verringern. Das kann doch nicht so schwer sein. Kera, Leonhard, Elodie und Max entwickeln gemeinsam eine App. Diese überprüft den ökologischen Fußabdruck der Mitspieler. Doch was, wenn die eigenen Umweltsünden durch Social-Media-Accounts für alle sichtbar sind? Wer strengt sich an, um wirklich Energie einzusparen? Ein gewagtes Experiment, auf das sich die ganze Schule einlässt. Aber bleiben wirklich alle fair?

Die Geschichte wird aus den Perspektiven von Kera, Elodie, Max und Leonhard erzählt. Kera hat die Idee zur App und möchte dem Bildungssenator Christoph Eichner, der den Wettbewerb ins Leben gerufen hat, eine Lektion erteilen. Elodie, eine beliebte Influencerin, kündigt ihren bisherigen Vertrag, um ein neues Image für Fablay zu schaffen. Max hingegen wehrt sich gegen die App, während Leonard der kreative Kopf hinter Fairplay ist und sich ganz dem Wettbewerb widmet.

Ich bin Kera und besuche die 11. Klasse. Ich habe eine kleine Schwester namens Isobel, eine beste Freundin namens Chemine und einen Freund namens Max. Ich mag die Schule zwar nicht, bin jedoch die Klassenbeste. Anderweitig setze ich mich für die Umwelt ein und gehöre zu dem Fairplay vor. Des Weiteren verabscheue ich Herr Eichner, weil er meine kleine Schwester Isobel in den Dreck gezogen hat. Ich bin Elodie, eine bekannte Influencerin. So bekannt, dass ich mit den Einkommen meiner Videos meine Mutter unterstütze. Mein Vater ist leider nicht mehr Teil unserer Familie. Meine Mutter arbeitet in der Krankenpflege. Aber zurück zu meiner Karriere. Ich bin zwar online, wie auch im echten Leben relativ beliebt, dennoch kriege ich ab und zu Hate. Meine ehemaligen Werbepartner wie Lack Elfchen sind abgesprungen, da ich bei einer App namens Fairplay mitmache. Doch das ist ein anderes Thema. Zu meinen Hobbys gehören beispielsweise Fotografie und ich bekomme oft Komplimente für Make-up oder meine Outfits. Ich bin Leonard und ich bin einer der Gründer von Fairplay. Ich habe die App programmiert. Ich möchte mit Silicon Valley arbeiten. Bis zum letzten Jahr wurde ich ausgegrenzt und gemobbt. Ich nutzte Keras Idee, um Fairplay zu programmieren. Ich wurde als Held gefeiert. Doch dann kam heraus, dass ich meinen und Keras Account manipuliert habe. Jetzt hassen mich alle. Ich fühle mich schuldig, aber der Schaden ist schon angerichtet.

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Der Förderwettbewerb mit dem Titel Dürresommer und Mikroplastik sind wir noch zu retten, soll von Kehrerstufe bearbeitet werden. Zunächst sind die Schüler nicht besonders begeistert, doch dann entsteht eine Idee, die die gesamte Schule in Aufregung versetzt. Eine App, die das Umweltverhalten jedes Einzelnen überwacht. Sie kann deinen ökologischen Musabdruck durch die Kamera, Mikrofon und durch auch manuelle Fragen und Eingaben messen. Also jeder sieht von dem anderen den Status. Wenn man grün ist, dann ist man sehr klimafreundlich, umweltfreundlich. Wenn man rot ist, dann ist es nicht so gut, dann ist man nicht so klimafreundlich und dann kann man auch weniger Energie verbrauchen. In der Schule haben wir uns gemeinsam überlegt, unsere ökologischen Fußabdrücke zu verbessern. Gleich erzählen wir euch ein paar Eindrücke davon.

Wie konntet ihr euren Vorsatz in den Ferien umsetzen? Ich habe mir vorgenommen, mehr mit dem Fahrrad zu freunden oder zum Einkaufen zu fahren. Davor haben mich immer meine Eltern mit dem Auto gefahren und es hat sehr gut geklappt. Also ich habe mir vorgenommen, mehr Strom zu sparen über den Ferien, wie zum Beispiel Computer ausmachen, wenn die niemand benutzt, Fernseher ausmachen, wenn die niemand benutzt und das Licht im Zimmer ausmachen, wenn niemand da drin ist. Aber zurück zum Buch. Bald nach der Einführung der App bilden sich zwei Gruppen, die Fairplayer und die Fallplayer. Schüler, die sich nicht an die Regeln der Klima-App halten wollen, werden als unsolidarisch und störend wahrgenommen. Diese Bewegung, die sich hinter dem Deckmantel von Klimazielen versteckt, fördert Ausgrenzung, Kontrolle und Gruppenzwang.

Ey, was haltet ihr eigentlich von der Klassenfahrt nach London? Ich bin dagegen, da die App auf Rot gehen würde und die ganze Arbeit und Zeit, die wir reingesteckt haben, kaputt wäre. Also ich wäre dafür, weil das stärkt auch unsere Klassengemeinschaft. Und es ist eine schöne Stadt, es gibt viele Sehenswürdigkeiten, die kann man auch besuchen. Und die App bestimmt halt, finde ich, auch nicht unser Leben. Aber es ist ja schon blöd, weil dann das ganze Gemeinschaftskonto auf rot gehen würde. Und das ist ja auch dann blöd für die, die da bleiben. So günstig kommen wir nicht mehr nach London. Eine Londonfahrt können wir uns nicht mehr so leisten. Da ist mir die App egal.

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Am Anfang des Buches Fairplay geht es um die Umwelt. Lasst euch aber nicht täuschen. Es geht auch um Ausgrenzung, Gruppenzwang und die digitale Welt. Ein Beispiel ist Elodie. Sie verschält sich in der digitalen Welt und ist komplett anders als in der realen Welt. Sie hat Angst davor, dafür fertig gemacht zu werden oder mit anderen verglichen zu werden. Und sie hat Angst davor, dass ihr keiner mehr zuschaut, weil sie ernährt ja damit ihre Familie. In der heutigen Zeit ist es auch so, weil viele, vor allem kleinere Mädchen oder Jungs, vergleichen sich mit Leuten auf Social Media und sie wissen halt nicht, wie sie wirklich sind oder halt wie sie wirklich aussehen, weil es gibt ja auch Filter und Sonstiges, die man benutzen kann. Das führt ziemlich oft zu Selbsthass, niedriger Selbstliebe oder zu niedrigem Selbstbewusstsein. Zum Beispiel Leonard, der hat ja Zugriff auf die verschiedensten Daten von den verschiedensten Leuten und natürlich ist das in Realen auch so. Zum Beispiel, wenn man für eine App nicht bezahlt, bezahlt man dann halt mit seinen Daten und das ist auch ziemlich gefährlich sein kann, weil sich verschiedene Leute in deinen Accounts und so reinhacken können, weil sie halt Zugang dazu haben. Dieses Szenario ist durchaus realistisch, da Social Media einen großen Einfluss auf unsere Welt hat.

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Das Buch ist sehr aktuell und dadurch ist es sehr spannend und abwechslungsreich. Und zum Schluss wollen wir euch noch eine Stelle aus dem Buch vorlesen.

Karl ist nicht Frieder, denke ich, wieder und wieder. Aber die Panik will nicht weggehen. Warum trifft er Max mitten in der Nacht an einem abgelegenen Ort? Was wir heute entdeckt haben, ist zu bedeutsam, um solche Fragen einfach stehen zu lassen. Ich weiß immer noch nicht, wie Michelson und Eichner involviert sind. Damals, heute.

Dass einer von ihnen vor zwei Jahren Friede geschickt haben könnte, zu Iso, zu Ben, ist zu monströs, um wahr zu sein. Aber ich weiß, dass schon einmal ein Junge verletzt wurde, als Michelson und Eichner ihr Spiel mit uns trieben. Nie wieder. Als Max Text reinkam, bin ich Hals über Kopf aus Leonards Wohnung abgehauen. Habe den anderen gerade noch Drago mir zugerufen, bevor ich loslief. Ich muss dahin, muss zu Max, verliere meinen Schal, lasse ihn liegen, renne weiter. Atemlos komme ich an Dragomis Imdes Bude an. Ich sehe niemanden, aber hinter dem Gebäude macht jemand Lärm. Vorsichtig gehe ich an der Hauswand entlang und sehe um die Ecke. Max und Karl sind im Mondlicht zu erkennen. Aber sie sind nicht allein. Frieda ist da und drei Männer. Zwei von ihnen halten Karl fest, der sich mit aller Macht wehrt. Der andere hat sich mit Frieda über Max gebeugt. Als Frieda einen Stein aufhebt und damit ausholt, bleibt mein Herz stehen. Der bringt ihn um, denke ich. Der ist auf irgendwelchen Drogen und ich weiß nicht, was er tut. Und bringt ihn um. Bevor ich etwas dagegen machen kann, saust der Stein auf Max nieder. Er trifft seine Hand. Max schreit und seine Not gibt Karl neue Kraft.

Frieder schickt seinen Helfer zu Karl. Dann holt er ein zweites Mal mit dem Stein aus. Er sagt irgendwas zu Max und das ist ein Fehler, denn es lässt mich einen Tick schneller sein als er. Ich renne zu ihnen und hänge mich mit meinem ganzen Gewicht an den erhobenen Arm. Frieder schreit, lässt den Stein fallen und ich muss zur Seite hüpfen, um ihn auszuweichen. Aber beim nächsten Mal bin ich zu langsam. Mit voller Wucht trifft Frieders Faust meine Schläfe. Ich verliere das Gleichgewicht, taumle. Zwischen meinen Ohren ist ein Suchen eingesperrt. Ich sag hier zusammen. Nur ein paar Sekunden hat es gedauert, bis Frieda mich außer Gefecht gesetzt hat. Aber mehr Zeit braucht Max nicht. Während Frieda mit mir beschäftigt war, ist Max zu dem Stein gerobbt. Mit der heilen Hand nimmt er ihn jetzt und wirft ihn mit aller Macht gegen das Fenster der Imbissbude. Max und ich kriegen was vom Glasregen ab. Frieda auch, aber das scheint ihn genauso wenig zu stören wie der krelle Ton. Schon ist er wieder bei Max. Frieda nimmt sich erneut den Stein. Helfen will ich, aber es geht nicht. Mein Kopf, mein Kopf. Ich kann nur da liegen und zusehen, wie Frieda wieder ausholt mit dem Stein. Dann geht alles ganz schnell. Dragomir biegt plötzlich um die Ecke mit einer jungen Frau. Frieda lässt für Max ab und geht auf Dragomir los. Der ist fast so groß wie er, nur dicker. Doch es ist Dragomirs Begleitung, die Frieda mit drei Handgriffen auf den Boden legt und festhält.

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