So, du hast es dir gerade auf deinem Sitz im Besenwagen bequem gemacht und deine Rückreise von Kanada nach Deutschland steht an. Uns dreht sich allen noch der Kopf von den turbulenten Rennen am Wochenende. Und diese Einleitung sollte eigentlich eher von meinem Kollegen Stauf gehalten werden, denn der kann uns gleich ehrliche Erfahrungsberichte zum Thema Jetlag geben. Der eine ist gerade aus Kanada zurück, der andere sitzt im Flieger nach Australien zur Gravel-WM. Und ist somit verhindert. Und der dritte muss am eigentlichen Aufnahmetag zum Servicekurs des Teams, das er betreut. Fazit, im Besenwagen bist du in der ersten Reihe dabei. Aber anschnallen ist Pflicht. Mein Name ist Bastian Marx. Meiner ist eigentlich Stauf. Und das war's heute. Wir haben uns entschlossen, aus Reisemodalitäten heute am Dienstagmittag eine kleine WM-Recap-Folge aufzunehmen. Und dann sind wir nächstes Wochenende, nächste Woche wieder komplett. Sind wir, glaube ich, beide aus Australien zugeschaltet. Aber Stauf hat den Jetlag jetzt schon begonnen, habe ich gehört. Du, ich bin gerade eben erst hier in die Tür reingekommen und also heute früh gelandet und hoffe, dass ich jetzt hier dem Rennen gerecht werden kann, weil. Das war schon eines der geilsten Radreinen, glaube ich, in der vergangenen Zeit, dass man sich anschauen konnte. Und naja, ich habe gerade nochmal einen Kaffee getrunken und hoffe, ich kriege jetzt hier die gute Stunde vielleicht über die Bühne. Ich würde sagen, sogar beide Rennen. Also das Frauenrennen fand ich auch schon eins oder das beste Frauenrennen, was ich hier gesehen habe. Wir haben beide die Folge Besenwagen FAM noch nicht gehört, die erst vor ein paar Stunden rausgekommen ist. Ich hoffe mal und gehe zu 100 Prozent davon aus, dass unsere zwei Kolleginnen das auch behandelt haben. Ja, also bei den Frauen habe ich dieses Jahr schon ein paar spannende Rennen gesehen. Aber bei den Männern ist es schon was länger her. Ja, du hast gesagt, es gibt eine Modalität, die das bedingt hat, dass das so ein geiles Rennen war. Ja, damit würde ich aber jetzt nicht direkt starten. Da kommen wir vielleicht später dann zu, oder als Fazit auch. Ja, ich weiß gar nicht, wie man in das Rennen reinkommen soll. Ich würde dich erstmal so ein bisschen noch nach persönlichen Eindrücken fragen. Ich meine, immerhin warst du da die paar Tage so. Wie war denn noch so die Stimmung bei euch an der Strecke und so weiter? Gab es noch irgendwelche Agent-Hot-Topics? Was waren so die dicksten Dinge, die du jetzt außerhalb vom Rennen da mitgenommen hast aus Montreal? Boah, ich glaube, da gab es jetzt gar nicht so die Hot Topics. Immer noch so ein bisschen die Frage, warum einer der Akteure im Rennen noch keine Kommunikation zu seinem Vertrag gegeben hat zumindest. ist. Und so wie ich gehört habe, ist der auch noch nicht unterschrieben. Also Paul Zexas zum Beispiel, da rätseln alle ein bisschen, warum und wieso. Wir hatten das hier in den Folgen schon mal besprochen, dass da ja auch, schon mittlerweile die wildesten Theorien die Runde machen, dass es schon Vorverträge gegeben hat, bevor er eigentlich bei den Profis so richtig Fuß gefasst hat. Das wurde auf jeden Fall diskutiert. Ansonsten war es eigentlich eine coole Stimmung. Schade war es, dass am Sonntag das Wetter nicht so ganz mitgespielt hat für die Zuschauer. Da war nämlich dann am Samstag zum Beispiel eine viel schönere Stimmung noch so um die Strecke. Da waren noch so die Leute, saßen ein bisschen auf der Wiese, auf der Zielgeraden in der Sonne und ... Ja, beim Hauptrennen dann oder beim Rennen am Sonntag, ja, hat sich das allein aufs Rennen bezogen, sonst war, da war natürlich dann auch noch viel los, viele südamerikanische Fantruppen, die da standen, die ja auch gut ausgestattet waren, also wirklich so mit Musikboxen und dann weiß ich nicht, was die Mexikaner da für nationale Hits gespielt haben, auf jeden Fall haben sie die gut abgefeiert und haben sich so direkt gegenüber der Teamboxen, der jeweiligen Nationen, dann positioniert und auch nach dem Rennen die Fahrer dann noch gut abgefeiert. Das ist halt immer geil bei so einer WM, wenn dann wirklich so die Fans aus aller Welt zusammenkommen und, dann auf ihre eigene Art und Weise. Ansonsten hat man ja immer so ein. Ja eher so die Fans, die stechen dann nicht so heraus. Ja, wenn du jetzt, ich sag mal bei einer Tour-Etappe, ist das so bunt gemischt, und da werden ja einfach alle Fahrer angefeuert und bei der WM hast du noch so eben, deine Nation, die du da unterstützt. Und das, bringt halt immer nochmal eine andere Stimmung und zeichnet so eine WM eigentlich dann auch aus. Und ich habe das Gefühl, es ist in den letzten Jahren auch nochmal so ein bisschen mehr geworden. Leute da nochmal so speziell hinkommen. Das hat so für mich, zumindest in meinem Eindruck, mit der WM in Leuven in Belgien angefangen, als da nochmal so ja, das glaube ich so ein großes Ereignis für die Fans geworden ist und, das hatte ich jetzt da zum Beispiel nicht erwartet, weil ich dachte, ja gut, Montréal ist ja nicht um die Ecke, aber da hatten eben, ich sag jetzt mal, südamerikanischere Fans nicht so eine lange Anreise, und waren da besonders stark vertreten, zumindest da, wo ich mich aufgehalten habe während dem Rennen. Was war das beste Trikot für dich? Trikot, hab ich jetzt gar nichts im Kopf. Also Rafa hat ja einen guten Marketing-Stunt gelandet auf jeden Fall, würde ich mal sagen. Das war ein gutes Investment. Ja, ja, auf der anderen Seite hat der WM-Sieg jetzt von Brandon McNulty ja in den USA selbst kaum Presse bekommen. Ich weiß nicht, wann endlich Donald Trump sein Statement abgibt, dazu, apropos panamerikanische Gemeinschaft. Ich dachte, der tritt direkt vor die Presse am Montag und sagt so, Americans are the best cyclists in the world ever been. Ja, vielleicht zeigt das dann so ein bisschen gerade den Stellenwert des Radsports in den USA. Also das war schon erstaunlich, fand ich. Also auch in der Sportpresse in den USA war das eher so eine Randnotiz als eine große Schlagzeile. Dabei ist es ja seit, ich glaube, Lance Armstrong 1993 war der letzte Sieg, sogar die letzte Medaille, meine ich, für die USA. Und, man muss ja jetzt sagen, dass dieses Jahr besonders erfolgreich war, nicht nur Sieger, sondern auch noch zwei weitere Fahrer unter den besten acht. Also, die haben das Ding schon gut in der Hand gehabt, würde ich sagen. Ja, also ich fand das Rafa-Trikot ganz cool, wobei ich so dieses klassische USA noch mehr feiere mit dunkelblau und rot. aber, Schweiz fand ich auch cool und Schweiz auch sehr präsent im Rennen die Taktik werden wir gleich nochmal in Frage stellen, aber, ist ja dann auch gar nicht so schlecht ausgegangen aber hier können wir jetzt ja vielleicht mal rein starten ins eigentliche Rennen ähm. Ich fand geil, dass es so, wie sich es eigentlich auch angedeutet hat, das Rennen auch direkt zu Einfahrt auf den Rundkurs eröffnet wurde, und zwar Vollgas. Das war so die Hoffnung für das härtestmögliche Rennen. Und Frankreich hat es in die Hand genommen, zusammen mit der Schweiz, muss man sagen. Ich habe jetzt mal so zum Beispiel von Ben Healy den Pfeil auf Strava, den kann man sich ganz gut angucken, der hat alle Werte drin. Da ist die ersten, was sind das, 100 Kilometer, bevor die auf den Rundkurs fahren, 102 Kilometer ist ein 45er Schnitt zwar, aber halt relativ wenig Höhenmeter. Und er hat einen Schnitt Herzfrequenz von 111, und ab Einfahrt auf den Rundkurs, das sind dann 170 Kilometer natürlich gewesen, hat er 155er Herzfrequenz Schnitt und es ist eigentlich die ganze Zeit ganz oben die Kurve, maximal 183. Dann für vier Stunden relativ genau 170 Kilometer 290 Watt Schnitt für Ben Healy, der wahrscheinlich nicht allzu viel wiegt. Das hört sich jetzt nicht so spektakulär an, ehrlich gesagt. Das liegt aber natürlich daran, dass Ben Healy wahrscheinlich unter 60 Kilo wiegt, würde ich jetzt mal sagen. Und so aerodynamisch ist wie ein Fisch. Ja, und ich habe nach dem Rennen direkt mal auf den Tacho von Michael Fallgren geguckt. Der wird, glaube ich, ich weiß gar nicht, 32. oder irgendwie sowas. Kommt also nicht mit der Spitze des Rennens an aber fährt über 6 Stunden 21 365 Watt im Schnitt also, das ist schon ja normalized power das war jetzt ja auch nicht normalized sondern Schnitt also ich glaube so der herausragendste Wert von Ben Healy hier noch, ist dass er eine Auffahrt von dem Mount Real Mount Real Reul, dreieinhalb Minuten 500 Watt gefahren ist mit 60 Kilo. Ja, also worauf ich hinaus will, Frankreich und die Schweiz haben das direkt angezündet, sobald es möglich war, um natürlich, bei Frankreich versteht man die Taktik total, das härtest mögliche Rennen für Paul Sexas zu kreieren, dass er am Schluss die Möglichkeit hat, da einzugreifen, und die schwereren, Kontrahenten eben schon ermüdet sind von einem sehr harten, schnellen Rennen. Hat dann nicht so geklappt, wie die sich das vorgestellt haben, aber es hat sich halt direkt die Schweiz mit eingereiht und ich hab mich gefragt, es war wirklich so mein allererstes Fragezeichen beim Schauen, es haben sich auch alle eingereiht, die gut sind, also Küng, Schmidt, Jan Christen, alle da vorne drin schon mitrotiert und ich so, wo wollt ihr hin damit und mit wem? Weiß ich auch nicht. Was ist dein Take dazu? Am Ende, es war ja lange so, dass Stefan Küng der Letzte war, der übrig war. Was man nicht gesehen hat, kannst du gleich erklären. Wo kam Mauro Schmidt am Ende her plötzlich, habe ich mich gefragt. Das war ja dann zeitweise tatsächlich so, dass Schmidt da nochmal ganz am Schluss in die Attacke gegangen ist und man dachte, alles klar, die sind da. Aber die Herangehensweise, die war schon crazy von der Schweiz. Ja, ich frage mich auch, warum sie da so früh schon aktiv waren. Am Ende muss man sagen, war Mauro Schmidt ja auch schon so ein Geheimfavorit, kann man schon fast sagen. Zumindest nach der Saison, die er dieses Jahr hatte. Ich glaube, seine mit Abstand beste Saison mit einem übertrieben krassen Frühjahr und dem Etappensieg bei der Tour. Ja, hat man sich da, glaube ich, schon was ausgerechnet. überraschend war für mich so ein bisschen Stefan Küng. Zumindest mal zuerst, wenn man sich das Rennen so dann im Nachhinein noch mal anschaut, war es ja eigentlich so ein, Ja, so ein Last Man Standing und was man vielleicht jetzt im Nachhinein zu der Taktik von Frankreich oder überhaupt zum Rennen sagen kann, das war so schwer, dass am Ende alle so kaputt waren, dass selbst die Bergfahrer keinen Unterschied mehr machen konnten. Also McNeil hat in seinem Interview noch gesagt, er ist am Ende eigentlich nur noch Zone 2 gefahren. Er konnte halt nicht mehr schneller, aber hinten eben auch nicht. Und auch die Bergfahrer konnten mit ihren Attacken ja selbst dann in der letzten Runde die, ja ich sag mal die schweren Fahrer wie Küng, Pedersen oder auch Van der Poel eben gar nicht mehr abhängen. Das war verrückt, es waren einfach diese zehn Leute, die gar keinen Unterschied mehr gegeneinander machen konnten, außer irgendwie so zwei, drei Sekunden bergauf. Das war schon geil anzusehen. Und was ich noch sagen wollte zu Küng, wie du schon sagst, so bergauf war kein Unterschied und dann kamen einem natürlich auf den Leichtbergab-Roller-Abschnitten so Zeitfahrfähigkeiten extrem zugute, weil dann deine Zone 2 natürlich wesentlich höher ist als die von den Bergfahrern und du quasi immer wieder reingerollt bist. Das hat man ja bei Küngen oder so Leuten oder Mats dann auch gesehen. Ja, also es war so ein bisschen, ich glaube, im Vorfeld haben sich das alle so ein bisschen anders vorgestellt. Also wirklich von den Teams wie Frankreich, aber auch, ich glaube, Mathieu van der Poel hat sich eigentlich verschätzt mit seiner Herangehensweise, mit seiner Taktik. Er hat sie zwar jetzt im Nachhinein verteidigt, weil er, glaube ich, schon jetzt mit der Bronzemedaille, ja so das erreicht hat, was er sich vielleicht vorher im Idealfall ausgerechnet hat, aber eigentlich muss man sagen, hätte er nicht so, also er hat ja wirklich sehr viel investiert auch, dass diese Gruppe um ihn so lange vorne geblieben ist. Es ist jetzt nicht so, dass er einfach nur in der frühen Gruppe mit dabei war und. Am Ende musst du dich ja fragen, wie viel Kraft hat dich das gekostet und hättest du da nicht doch am Ende einen Unterschied machen können. Also wenn, ich sage mal, aus diesen zehn Mann, die dann noch übrig waren am Schluss, plus minus, einer nochmal daraus einen Unterschied machen kann, dann ist es Mathieu van der Poel. Aber natürlich nicht, wenn du vorher, also irgendwie 110 Kilometer vorm Ziel schon losfährst und erstmal drei, vier Runden richtig investierst. Ich meine, andere Fahrer haben auch irgendwie investieren müssen, zum Beispiel eben Mauro Schmid, Marz Pedersen, die ja, was man im Fernsehen nicht sehen konnte, eigentlich die ganze Zeit so eine Minute hinter dieser Gruppe waren und dann nochmal da hinten raus attackiert haben, und dann eben nach vorne hingefahren sind. Das war wirklich das Geile in diesem Rennen, sowohl Männer als auch Frauen, dass dieser Kurs irgendwie so gestaltet war, dass super viele extrem starke Leute zwar abgehangen, aber nicht aus dem Rennen waren. Es war immer so, auch bei den Frauen, es gab Situationen, wo du eigentlich schon dachtest, genauso wie bei den Männern, okay, das ist es jetzt. So geht das Rennen, im Normalfall der Erfahrung des Radsports der letzten paar Jahre wird das jetzt die Gruppe sein, so geht das Rennen aus. Und dann kommen doch noch mal wieder Leute zurück und doch noch mal wieder Leute zurück. Das war echt geil. Ja, es ist natürlich, noch mal, was anderes, wenn es ein WM-Rennen ist. Also, aber ja, es war auf jeden Fall mental, Eine Herausforderung. Ich habe eben auch mit Michael Fallren zum Beispiel, der ja auch schon eine WM-Medaille geholt hat in seiner Karriere, gesprochen und er sagte, als diese Gruppe, die am Ende das Rennen ja bestimmt hat, entstanden ist, Also das war, als ich glaube, Del Toro zum ersten Mal an diesem längeren Anstieg, richtig Gas gegeben hat. Da war das Tempo dann so hoch und es war noch so lange bis ins Ziel, dass er sich gedacht hat, ah, wenn ich jetzt hier mitgehe, dann ist das Rennen sowieso vorbei. Und ich glaube, das haben sich in der Situation viele gedacht und vielleicht auch viele, die... Nicht so die Erfahrung haben, über so eine Distanz so ein Rennen zu fahren und die dann so ein bisschen gedacht haben, also jetzt hier schon so hart fahren, kann ich mir gar nicht vorstellen bis zum Schluss. Und am Ende waren es aber genau die Fahrer, die diese Rennen fahren können, die dann auch vorne waren. Also eben die so, ja die Klassikerspezialisten jetzt um Kühn, Pedersen, Van der Poel oder eben die Fahrer wie auch Ben Healy, jemand der einfach immer weiter fährt letztendlich. Und ich glaube, da haben vielleicht der ein oder andere, die jetzt eben am Ende nicht vorne waren, das so ein bisschen unterschätzt, wie man dieses Rennen auch fahren muss, um am Ende vorne zu sein und also wenn man sich jetzt mal anguckt, ich glaube alle, die da am Ende im Ziel waren, vielleicht nicht alle, aber die meisten hätten auch aus dem Grund einfach auch eine Gruppe weiter vorne sein können, und das Es war schon ein richtig hartes Radrennen und eben auch nicht nur für die Beine, sondern auch für den Kopf. Immer dieses, okay, einfach immer weiterfahren, weiterfahren, weiterfahren. Ja, aber das hat es irgendwie auch ausgemacht und ist ja auch anders verlaufen als das Eintagesrennen zum Beispiel, was auf dem gleichen Kurs mehr oder weniger, öfter mal gefahren wird. Wer das Eintagesrennen gewonnen hat und deshalb einer der großen Favoriten eigentlich für dieses Rennen auch war, ist Isaac del Toro. Und der hat so das, was ich aus dem Rennen so mitgenommen habe, schon relativ früh auch und bis zum Schluss, Er hat unheimlich viel gemacht. Er ist unheimlich viel von vorne gefahren. Und dann wurde ihm ja so ein bisschen angelastet, dass er irgendwie seinem Teamkollegen nicht richtig hinterhergefahren wäre und ihm eigentlich eher geholfen hätte. Habe ich jetzt eigentlich nicht so gesehen im Rennen. Ich weiß nicht, wie du das siehst. Der konnte einfach nicht. Der wollte auch. Der wollte auch gewinnen, hat aber dann meiner Meinung nach halt zu oft die Initiative übernommen, wo ein Paul Sexas immer am Hinterrad hing und nichts. Der hat sich ja quasi gefühlt, hat sich nur auf Del Toro fixiert. Und Del Toro hat halt ganz viele Situationen neutralisiert oder versucht zu neutralisieren oder Arbeit gemacht. War natürlich klar, also mexikanische Mannschaft hat man öfter gesehen, als ich erwartet hätte. War gar nicht so schlecht. War zumindest bis 70 vorm Ziel war noch einer da. Aber der, glaube ich, Ich glaube, der war dann im Endeffekt auch zufrieden, ist Fünfter geworden, was ja auch ein mega Ergebnis ist, auch für einen mexikanischen Radsport, der definitiv halt, nicht in dieser Sphäre gewohnt ist, unterwegs zu sein, aber, ich glaube einfach, wir haben zu viel gemacht. Ja, kann man sagen. Ich fand auf der anderen Seite die Taktik, die Paul Saxas gefahren hat, einfach auch schwach, also rein aus strategischer Perspektive. Und das habe ich mir während dem Rennen irgendwann gedacht, okay, wir haben jetzt mal wieder Radsport, so wie er sein sollte. Also wir haben jetzt nicht einen Überfahrer, der das Rennen früh letztendlich vorbestimmt und wo der Rest um Platz zwei fährt, Sondern es war bis zuletzt ja eigentlich, ich sag mal bis auf die Zielgerade, war das Rennen ja noch offen. Und meiner Meinung nach hat man ganz klar gesehen, dass taktisches Verständnis, bei Del Toro, aber vor allem bei Sex, das gefehlt hat. Was ja jetzt auch gar kein großes Ding ist, weil die beiden sind 22 und 19 oder 23 jetzt mit del Toro. Und diese Situation gab es für die beiden ja auch noch nicht so oft, gerade nicht in einem WM-Rennen und nach eben dieser Distanz auch, aber auch im Vorfeld muss man sagen, Frankreich…, Warum gehst du auch als Verband das so weit mit? Letztendlich hat ja Paul Sex Hass auch die Mannschaftsaufstellung schon bestimmt. Ich dachte mir schon so, hä, warum ist eigentlich Romain Grégoire nicht aufgebot bei dieser Strecke? Da habe ich dann aber gehört, dass man da ganz klar gesagt hat, okay, wir nehmen die Hälfte der Mannschaft, es werden Decathlon-Fahrer sein und dann werden es jeweils einer aus anderen Mannschaften sein, um sicherzustellen, okay, wir gehen alles für Sexars. Und ja, der hatte wahrscheinlich auch von allen französischen Fahrern die besten Chancen, aber ich glaube, man hat sich da auch ein bisschen anderen Rennverlauf einfach vorgestellt. Man muss ja jetzt auch sagen, okay, du hast dein Aufgebot wahrscheinlich auch schon so vorbestimmt, als man noch davon ausging, Tadej Pogacar am Start, also da machst du ja auch nicht mehr so die großen Erinnerungen. Du hast einen 19-Jährigen mit so viel Potenzial, wie es im Moment nun mal so gibt auf der Welt. Aber es muss doch auch mal so die Aussagen, die der trifft und die ganze Saison, wie er sie jetzt gefahren ist, das ist schon irgendwie okay. Das kann man so machen. Aber es muss doch mal irgendwann ein Erwachsener hingehen und dem auch sagen, so Bruder, das ist ein bisschen too much. so. Du bist 19, du wirst mindestens noch fünf Jahre, wenn du jetzt nichts falsch machst, jedes Jahr stärker werden. Du musst nicht jetzt... Naja, das ist ja die Frage, ne? So sein, du musst nicht jetzt alles abliefern. Klar willst du das, es ist klar, aber setz dich jetzt mal hin und chill mal, mach mal Pause, weil wenn er das... Ich hoffe, jetzt sagt ihm jemand, du setzt jetzt mal hin und machst mal irgendwie drei Wochen gar nichts. Weil er ja komplett in dieser Übermotivation aufgeht. Und es ist doch eher die Gefahr, dass der Typ halt irgendwann mal zu viel macht auch. Naja, was heißt zu viel machen? Ich glaube, der macht schon, mehr geht nicht. Ich glaube, der war jetzt noch mal im Höhentrainingslager für die WM. Nach der Tour, das alles mit 19. Mir stellt sich da die Frage, jetzt nicht nur bei Paul Sexas, sondern auch bei dem einen oder anderen Sieger in den Nachwuchswettbewerben, wirklich die Frage, okay, die haben ein Riesenniveau, aber ist es denn wirklich so, dass das noch ausbaufähig ist? Wie gut kann der noch sein? Deswegen auch diese Frage, warum zieht sich auch diese Transferpolitik da so weit in die Länge? War das jetzt besser für ihn, bei der Tour so zu fahren oder bei der WM, wie er gefahren ist oder auch nicht? Also. Also seinen Marktwert hat es jetzt nicht groß beeinflusst, da ist einfach der Hype immer noch da. Aber, ja, also ich, gerade wenn man jetzt den Ausgang des Rennens anschaut, so, da muss man sich wirklich fragen, ja, okay, war das alles so gerechtfertigt? War die Ausrichtung der Mannschaft gerechtfertigt? War der Hype gerechtfertigt? Waren seine Aussagen gerechtfertigt? Im Vorfeld hat er gesagt, alles andere als der Sieg wäre eine Enttäuschung. Das hat er ja auch im Nachhinein weiter so bestätigt. Also er hat gesagt, das ist der absolute Fail. Schande, Schande für Frankreich wäre er. Genau, Anfängerfehler, Krampf, hat noch nie im Leben Krampf gehabt vorher. Okay, es sind halt ganz normale Lernprozesse so. Ich meine, er ist auch noch nie so ein Rennen gefahren. Ja, es hat mich erinnert an Mathieu-Vanerpool-WM 2019, wo wir vor Ort waren, wo Mats Weltmeister wird, wo auch schon mal eine Gruppe raus war, wo man dachte, okay, Mathieu van der Poel ist Weltmeister und dann kriegt der Krämpfe. Ich glaube, der hat damals keine Krämpfe gehabt. Da ging einfach der Ofen aus. Da hat er ja auch noch gerne mal ein Snickers gegessen. Genau, das sind so Lernprozesse, du wirst halt besser und schlauer und erfahrener und so. Junge, das ist nicht das Jahr, wo du diese Aussage treffen musst. Also ich muss sagen, hat bei mir jetzt auf jeden Fall nicht viele Sympathiepunkte gesammelt in der letzten Zeit. Man muss ja sagen, okay, das ist halt 19, mit 19 da macht man auch mal dumme Aussagen, aber, da sollte im Idealfall schon sein Management oder so mal so ein bisschen vielleicht sich drum kümmern, aber. Da stellen mir eh noch ganz andere Fragen. Aber gut, wir werden sehen, wo das hinführt. Dem Rennen hat es jetzt ja nicht unbedingt geschadet. Es hat auf jeden Fall den Ausgang beeinflusst, weil Del Toro und Texas haben sich ja schon auch so ein bisschen dadurch neutralisiert, und konnten eben, anders als erwartet wirklich, nicht so den Unterschied eben machen zu den ein bisschen schwereren Fahrern, explosiveren Fahrern vielleicht auch. Und das hat dann auch am Ende eine gute Mischung gemacht, dass man halt einfach, wie gesagt, mal wieder so ein Radrennen hatte, wie man es eigentlich kennt. Oder die meisten kennen es ja gar nicht mehr. Radsport, wie er sein sollte, habe ich mir gedacht. Das ist für mich eigentlich so das. Es gab wirklich so viele Situationen, wo man sich dachte so, okay, das könnte es jetzt sein, das könnte jetzt der Weltmeister sein. So die letzte Situation, die dahingehend, oder gar nicht mal die letzte, aber eine so der. Es war die letzte Auffahrt von diesem Mont Royal, wo Pitcock und Chicone nochmal so eine kleine Lücke rausfahren, wo ich mir dachte, das wäre auch geil, die zwei jetzt da nochmal hin, aber wie wir schon gesagt hatten, es war dann auch so, die konnten einfach nur drei Sekunden Lücke fahren und die würde dann oben direkt wieder zugefahren. Pitcock und Ciccone auf jeden Fall beide extrem guten Tag erwischt. Ich habe gehört, Pitcock sogar gestürzt oder auf jeden Fall irgendwann mal Abwechsel gehabt. Meinte auch selbst, kann man ja jetzt vielleicht mal so ein bisschen in den Interview-Corner reingehen, bevor wir nochmal zum Sieger kommen. Diverse Leute haben eben auch ihre eigene Form da beschrieben. Pitcock sagte, er hat guten Tag gehabt, gutes Bayern, ist eigentlich auch sehr zufrieden, war nicht mehr rauszuholen mit dem Verlauf. Giulio Ciccone, glaube ich, auch irgendwie happy mit dem Verlauf. Wäre natürlich mehr drin gewesen an dem Tag, aber er konnte, glaube ich, auch. Er ist so ein, das hat Paul irgendwann mal angemerkt, dass er in einem sehr entscheidenden Moment mal eine Führung nicht gefahren ist und dann ist die Gruppe wieder zum Erliegen gekommen. Ich glaube, der war halt auch relativ tilt. Belgien, beide Top-Contender, die Aussage gegeben, dass sie schon relativ früh gemerkt haben, dass es nicht ihr Tag wird. Das ist natürlich dann blöd so. Da können wir vielleicht kurz mal stehen bleiben. Bei Belgien. Ja, ich glaube einfach, die Vuelta war jetzt nicht die beste WM-Vorbereitung. Das war wahrscheinlich mit den Temperaturen einfach zu hart. Niemand aus der Vuelta ist vorhin angefahren. Nee, auch nicht in den anderen. Selbst in den Zeitfahrwettbewerben nicht. Ja, muss man glaube ich einfach so sagen. Ich glaube, der Beste noch im Rennen, bis er dann auch eigentlich, nicht komplett stehen geblieben ist, aber doch dann voll rausgefallen ist aus der Gruppe, war Rocklitsch. Ja, und ich glaube, Van Aert war einfach nicht frisch genug für so ein Rennen und da war dann eben nach, weiß ich nicht, 220 Kilometer war es dann vorbei. Also dieser, letztendlich dann die letzte, nicht letzte Rennstunde, aber so, ich würde mal sagen, nach fünfeinhalb Stunden, da war dann nochmal so ein großer Unterschied zu sehen und Remco so ein bisschen enttäuschend. Den habe ich schon noch stärker eingeschätzt. So gerade nach dem Rennen in Québec dachte ich ja, okay, in Montreal selbst war er halt dann vielleicht noch ein bisschen müde vom Freitag, aber, ja, hat es jetzt auch dann nicht, und ich weiß halt nicht, wie viel bei ihm dann auch so mental eine Rolle gespielt hat. Paul hat dann auch gesagt, Jojo des Tages. ist, der wirklich immer wieder zurückkam und auf einmal es so aussah, okay, jetzt fährt er doch nochmal los. Also wenn er da wirklich gar keine Beine hat, kommt er auch nicht so oft wieder oder attackiert er nochmal daraus. Ich glaube, der hat da schon sehr im inneren Kampf gehabt. Ja gut, aber auch mit einem Nicht-Premium-Bein kannst du vielleicht anders fahren, aber da musst du natürlich im Kopf auch das verarbeiten können. Ich glaube, er hat wirklich mehr mit sich selbst gekämpft, als wirklich mit seinen Konkurrenten und der Strecke. Wenigstens hat er nicht. Der war ja auch immer wieder im Bild und hat extra, glaube ich, nicht mal so nach links oder rechts geguckt, um keinen Ausraster vor der Kamera zu bekommen. Ja genau, das wollte ich gerade sagen. Das zieht natürlich auch Energie in einer Art und Weise. Ja, aber das ist halt, das sind auch Anforderungen an dieses Rennen. Du musst halt nicht eben nur die, weiß ich nicht, wie viel Durchschnittswatt fahren können über sechs Stunden und mehr, sondern bei dem Rennen hat sich, glaube ich, ganz, ganz viel auch im Kopf abgespielt, und sonst kommen halt auch Fahrer wie Mauro Schmid, Mats Petersen nicht in dieser letzten Rennstunde nochmal zurück in die Spitze, Ja, weil, eigentlich denkst du dir, ja, okay, die Gruppe ist weg, da sind alle dabei, ich bin nicht dabei, es war's. Aber die fahren halt trotzdem nochmal dann dahin und wie die sich alle eigentlich, die dann am Ende vorne waren, noch so schinden können nach diesem harten Rennen. Das war ja am Ende, wenn du auf der Zielgeraden standst, wirklich, die sind an die, also du hättest zu Fuß gefühlt nebenher gehen können. So kaputt waren die und man hat ja in der, glaube ich, auch in der letzten Runde, so eine Seiteneinstellung von McNulty gesehen und du hast im Hintergrund, das parallel sind dann so Leute mit dem Fahrrad. Aber die waren schneller als der eigentliche Weltmeister. Die sahen jetzt auch nicht aus, als ob das gut trainierte Athleten waren, sondern das waren einfach normale Leute auf dem Fahrrad. Ja, es war einfach ein krasses Rennen. Die ist dann am Ende einfach nur Willenskraft letztendlich, die die ins Ziel gebracht haben. Und auch der Sprint dann am Schluss. Aber Ciccone, muss ich sagen, ich glaube, der hat so einen falschen Eindruck letztendlich vom Rennen gehabt, weil er hat am Ende ja die Führung ausgelassen, um die Lücke zu schließen zu McNulty. Und auch das ist einfach ein taktischer Fehler. Ja, du hast zwar einen Pedersen etc. Und einen Van der Poel und einen Michael Matthews übrigens, die hinter dir kommen, und da hast du erstmal nicht so gute Karten gegen die im Sprint. Aber wenn du das Loch nicht zufährst, dann fährst du halt immer nur um Platz zwei. Also da auch, muss man sagen, das ist so…, Das ist quasi ein Anfängerfehler auch, in dem Augenblick einfach das Loch nicht zuzufahren. Das ist so eine Grundregel von Radsporttaktik, einfach erstmal die Attacke zu neutralisieren und dann mal gucken, dann sind die Karten neu gemischt, wie man so schön sagt und dann kannst du wieder spielen um den Sieg. Aber ich weiß nicht, ob die Fahrer das vielleicht auch verlernt haben, weil man oft nur noch um Platz zwei gefahren ist in der Vergangenheit. Aber es waren so viele Fehler zu sehen oder auch im Nachgang haben die Fahrer gedacht, warum habe ich das eigentlich gemacht? Also man hat das eigentlich so früher als als radsport abc so ein bisschen beigebracht bekommen und ich glaube so ja bei vielen fahrern, ist jetzt so bei dem rennen für mich klar geworden okay da fehlt echt krass so taktisches grundverständnis auch teilweise und man muss ja sagen es gab keine, keine funk verbindung für die fahrer. Also das hätte vielleicht nochmal hier und da einen Unterschied gemacht. In der Situation jetzt zum Beispiel Ciccone, da hört man das auch nicht mehr, was dann vielleicht ein Sportstellerleiter sagt. Wir haben den ja auch gesehen. Das ist auch nicht so eins zu eins. Also da weißt du ja, das ist der Führende, du siehst den, das sind jetzt irgendwie keine zehn Sekunden mehr gewesen in der Situation. In der einzigen Möglichkeit, wo sie McNulty mal fast zugefahren haben, nach der Attacke von Ciccone und Pitcock den Berg hoch. Und dann kommt das eben oben zum Erliegen, weil Ciccone die Führung auslässt. Ja, Michael Matthews auf jeden Fall als letzter und dann Zweitplatzierter erwähnenswert, bevor wir zum Sieger kommen. Ich glaube jetzt vier WM-Medaillen geholt, zweimal Zweiter, zweimal Dritter. Ja. 2015, waren wir schon Zweiter. 2015, ja. Ja, Mann. Ich habe ein langes Interview mit ihm gehört. Am Ende auch mega happy gewesen, dass er da zum Ende seiner Karriere, ich weiß gar nicht, beendet er wirklich jetzt die Karriere? Nee, aber er hat sich ja dieses Jahr beide Arme gebrochen. Beide Arme gebrochen und vorher hat er dieses Embolie-Problem gehabt. Letzten Winter oder Herbst oder wann das war, wo er Er hatte extreme gesundheitliche Schwierigkeiten und kurz auf der Kippe stand, ob er überhaupt noch mal wieder, professionell Sport betreiben kann, weil er da so ein wirklich heftiges... Problem hatte, was nicht mit Knochen zu tun hat, die wieder heilen. Und dann beide Arme gebrochen und dann jetzt hier der fast, ja, wenn sie den gekriegt hätten. Ja, ich meine, der ist bei solchen Rennen in der Vergangenheit immer wieder dabei gewesen, also wie du es schon sagst, mehrere Medaillen schon bei der WM. Auch einer, der einfach bei einem harten Rennen über sechs Stunden immer da ist. Bei einem Bergauf-Sprint immer zu berücksichtigen ist. Ja, ist ja vom Typ her eigentlich auch eher ein Sprinter, war ja auch schon bei Malanz dann Remo vorne. Ja. Trotzdem muss ich sagen, hätte der auch, also der hat nicht ganz angeschissen, um es mal so zu sagen. Der ist schon immer mal mit durchgegangen, aber der ist in seiner Fahrweise auch immer so passiv, dass ich glaube, dass er auch so ein bisschen nicht dazu beigetragen hat, dass der Vorsprung zu McNulty nicht kleiner geworden ist, aber auch nichts dafür wirklich getan hat, dass er kleiner geworden ist. weißt du, was ich meine. Der hat jetzt da eben keinen Fehler gemacht in dem Sinne, aber ist so passiv gefahren, dass er, ja, dass da keiner mehr so richtig, also du musst natürlich auch mal investieren, damit die anderen was investieren und das dann zwei, dreimal so eine richtige Führung fahren und dann fährst du vielleicht so eine Lücke zu. Wenn er alles auf die Straße gelegt hätte vorher, dann wäre das auch möglich. Matthews fährt halt einfach immer nur so mit durch, sage ich mal. Van der Poel hat nach Erfolg gepokert, hat er ja auch gesagt. Also der hat einfach gesagt, entweder fahren die mich jetzt vorne hin oder das war's, weil ich kann auch nicht mehr so nach der Attacke. Ja und das war dann so die Dynamik in der Gruppe, die natürlich dann auch von den verbleibenden Amerikanern krass gestört wurde. Also man muss ja sagen, Jorgensen hat ja mit Sicherheit 50 Prozent zur Goldmedaille, beigetragen. Also der hat ja wirklich jeden Move gecovert am Schluss und jede Führung ausgelassen. Der hat sich da schon voll im Dienst, sage ich mal, der Mannschaft gestellt, was nicht unbedingt normal ist bei einer WM, auch bei der Nationalmannschaft, da gibt es ja schon, also auch innerhalb manchmal so ein bisschen Konkurrenzdenken, siehe Belgien zum Beispiel, die mit ganz klar zwei getrennten Leadern oder Mannschaften schon da am Start stehen. War einfach eine krasse Konstellation in der Gruppe. Auch Pitcock vielleicht sogar der stärkste. Ist aber gefahren wie ein Mountainbiker. Einfach immer so seine Efforts, einfach immer so grinden, sagt man ja auf Englisch, dass dann so die anderen müde machen. Das ist ja so ein typisches Ding aus dem Mountainbike. Ja, schade für ihn letztendlich. Der hatte, glaube ich, so eine Chance für ihn, Da Weltmeister zu werden, wird natürlich schwer. Obwohl jetzt in den nächsten Jahren, glaube ich, noch mal Strecken kommen, die ihm dann vielleicht noch mehr liegen. Also nächstes Jahr in Frankreich, sagt man. Hoffen wir mal, dass nächstes Jahr Tadej Pogacar auch nicht dabei ist. Ich habe gehört, das sind fast 6000 Höhenmeter oder so. Roca-Voy. War, glaube ich, schon mal geplant, so eine Strecke. Erstmal, wenn Tadej Pogacar fit ist und nichts passiert, dann sollte er nächstes Jahr von seinem Teamkollegen das Trikot auch wieder zurück übernehmen können. Ja, kann man jetzt so sagen. Ich glaube, das ist auch so. Ja, vielleicht dann auch, dass das... Aber da kann vielleicht unser Freund Florian Lipowitz seine steil ansteigende Ein-Tages-Rennen Statistik noch verbessern, nächstes Jahr bei der WM. Weil, also ja, gut. Besseren für so bergauf haben wir dann auch nicht mehr. Aber Andi hat es eben vor der Folge schon rausgesucht. Die Eintagesstatistik von Florian Lipowitz ist, glaube ich, gerade irgendwie so 5, 6 Rennen stark. Und der 47. Platz bei der WM ist sein bestes Resultat. Ja, in diesem Jahr glaube ich ja beim Eintagesrennen. In Zürich war er glaube ich schon mal unter den Top 30 bei der WM. Aber er ist natürlich kaum gewohnt, diese Eintagesrennen zu fahren. Auch die Fahrweise ist schon ganz anders als einfach bei einer Rundfahrt und, ich weiß jetzt nicht, wie die Vorbereitung war, wie groß sein Ziel jetzt auch bei der WM war. Ich glaube, er war schon einer der Leader auf jeden Fall in der deutschen Mannschaft. Aber ja, ihm würde vielleicht eine Strecke mit einem längeren Anstieg noch mehr entgegenkommen. Ich glaube am Ende wird es nicht unbedingt schwerer so ein Rennen, aber es sortiert natürlich nochmal die Konstellation der. Fahrer einfach, des Fahrerfells auch um und ich glaube dann hat das so ein bisschen leichter sich auf so einem Kurs durchzusetzen, als jetzt sowas. Erste Nationalmannschafts- WM-Einsatz für unseren Ben nächstes Jahr. Könnte da auch mal mithelfen. Schon gucken. Ich glaube, die deutsche Mannschaft hat auch echt Pech gehabt mit dem Defekt oder ich glaube, die Kette ist irgendwie zwischen Kettenblatt und Rahmen reingefallen. Die Straße muss irgendwie so schlecht gewesen sein teilweise, dass da die Ketten rumflogen. Es war irgendwie so, ey, Ey, keine Werbung hier, aber ich habe es nur bei Shimano gesehen. Ja, man hätte schon, glaube ich, mit einem Einfachkettenblatt und hinten einer großen Kassette, also zum Beispiel Benepol ist ja Explore-Kassette gefahren. Bei Benini habe ich es auch gesehen, Explore-SRAM-Kassette, Monokettenblatt. Du hast auch gesehen, die Fahrer sind auch, ich glaube, Jorgensen war einer der wenigen Fahrer, der öfter auf einem kleinen Blatt vorne gefahren ist. Ansonsten sind alle auch immer großes Blatt gefahren. Also das hat man schon machen können. Im Fall von Schachmann ist es einfach ärgerlich, dass er da so früh eigentlich rausgenommen wird aus dem Rennen. Ich meine, er hatte jetzt einfach im Vorfeld auch eine gute Form. Er war in Quebec 10. Und auch beim Rennen in Montreal war er dabei, vorher bei der Deutschland-Tour, eigentlich eine aufsteigende Form angezeigt. Und ja, so fährt er halt gar nicht zu Ende und wäre vielleicht so ein bisschen, die deutsche Hoffnung dann gewesen. Ja, so war es jetzt halt mit Georg Zimmermann auf Platz 38 und 47. Platz von Florian Lipowitz so ein bisschen, ja, haben wir nicht viel von gesehen, weil im Fernsehen waren sie einfach auch gar nicht zu sehen. Aber ja, war auch war dann auch einfach unglücklich mit dem Defekt von Schachmann. Kommen wir doch mal zu den Amerikanern und zum ältesten 28-Jährigen der Welt. Geiles Rennen gefahren. Mit den Hauptprotagonisten Matteo Jörgensen, Quinn Simmons und Brandon McNulty. Quinn Simmons auch, gut, hat sich schon angedeutet, brutales Bayern. Du hast gehofft, dass er nicht Weltmeister wird. Deine Hoffnung wurde erhört. Jetzt nochmal hier Shoutout, Chapeau. an unseren Kollegen Paul Voss, der, glaube ich, jetzt schon in zwei unserer vergangenen Folgen Brent McNulty nochmal herausgehoben hat, dass man ihn nicht vernachlässigen darf auf diesem Kurs. You heard it here. Vielleicht nicht first. Aber geil, oder? Also ich meine, Brian McNulty irgendwie, du hast den Außenseiter Weltmeister gewünscht, ist er irgendwie auch, würde ich sagen, ist ganz bodenständiger Typ, keine Ausfälligkeiten bis jetzt gehabt in seiner Karriere, immer verlässlicher Helfer in seinem Team. Gut, Weltmeister-Trikot bleibt bei UAE, hätte man auch gerne mal woanders gesehen wahrscheinlich, aber ich glaube, das ist schon ein würdiger Träger, super starker Fahrer. Schon selbst auch viel gewonnen, aber immer eigentlich eher so zweite Reihe, Rennen. Ich glaube, das beste Ergebnis sonst war ein Giro-Stage-Win. Ja, man hat jetzt so schon mal die, wir haben gestern noch mit ein paar Leuten da gesprochen und, haben so mal die Liste einfach der vergangenen Weltmeister durch sind wir durchgegangen und das ist schon, seit, ich würde sagen, Michael Kwiatkowski so der erste ja nicht ganz große Star, der Weltmeister wird. Und ja, ich glaube, für McNulty war es dann auch der perfekte Kurs. Die Statistiken beim Grand Prix Montreal sind ja auf jeden Fall ganz gut für ihn. Im Vorfeld haben wir es angesprochen, die Stärke der Amerikaner ohne einen großen Top-Favoriten, das musste man auch sagen, war am Ende die Mannschaft. Und auch das hat natürlich nur funktioniert, weil es eben nicht diesen einen, Überfahrer gab, der das Rennen letztendlich alleine bestimmen kann, sondern das, Am Ende gab es eine große Gruppe auf einem Niveau, auf einem Level, die um den Sieg gefahren ist und es war zum ersten Mal eben seit langer Zeit, dass so eine Mannschaftsstärke im Sinne von, jetzt nicht wir fahren von vorne alles kaputt, sondern wir fahren durch Attacken, gezielte Attacken. Als Team eine Taktik, die uns zum Sieg führt. Und, ja, jetzt am Ende war es McNulty, der natürlich einen super Zeitpunkt erwischt hat. Es hätte genauso gut wahrscheinlich einen Jorgensen diese Attacke fahren können. Der hatte ja die Beine definitiv gehabt oder einen Quinn Simmons. Am Ende haben sich alle in den Dienst der Mannschaft gestellt, wie es auch ein McNulty gemacht hätte, wie er es bei UAE auch immer macht. Also ich habe mit Joao Almeida nach dem Rennen gesprochen und er meinte so, ey, ich freue mich, der ist der absolute MVP bei uns in der Mannschaft. Der ist immer da, der ist immer stark, der ist immer loyal zum Leader des Teams, egal wer es ist. Und ja, in der Rolle werden wir ihn dann wahrscheinlich doch auch sehen und was ein bisschen dann halt eben ungewohnt ist, weil sonst war es eigentlich immer einer der Leader, der Stars des Radsports, die das Trikot getragen haben in der Vergangenheit. Und jetzt wird man wahrscheinlich den Weltmeister doch öfter auch in einer Helferrolle sehen. Ja, verrückt. Aber ja, also ich freue mich irgendwie auch für ihn. Ich kenne ihn natürlich nicht, aber wenn man so einen Fahrer sieht und sich auch so die Top-Ergebnisse anschaut und er hat schon auch echt viel gewonnen, auch viele einwöchige Rundfahrten. Das ist ein Top-Zeitfahrer, das vergisst man vielleicht. Der war Vierter bei der WM, also der Erste, der keine Medaille gewonnen hat. Da hat man die Form natürlich auch schon mal bestätigt bekommen. Der ist ungefähr für immer schon bei UAE unter Vertrag, Also auch in Zukunft für immer, bis 2030 inklusive. Und ja, kann sich jetzt so, es ist einfach gut für ihn, für sein Selbstbewusstsein und so weiter, so im Weltmeister-Trikot ein Jahr lang rumfahren. Gibt auf jeden Fall schlimmere Personen. Und ich bin gespannt. Macht auch nichts, wenn der Weltmeister bei einer Grand Tour irgendwie vorne fährt. Er sieht mir das Trikot wenigstens mal. Er ist ja nicht immer unter dem gelben Trikot versteckt, der Regelbogen. Ja, und Tadej Pogacar. Der fährt tatsächlich UAE-Trikot nächstes Jahr dann. Vielleicht. Es gab jetzt irgendwie so Gerüchte, dass er doch die EM fahren will. Ist das wirklich auch bei euch angekommen? Ich habe es eben auch nur aus der Presse gelesen und ich weiß nicht, wahrscheinlich mit dem Erscheinen dieser Folge wird man da schon mehr wissen. Das Rennen ist ja schon am Sonntag. Er trainiert ja gerade auch im Europameister-Trikot, also das WM-Trikot hat er jetzt abgelegt und ist dann direkt einen Tag danach im kompletten Europameister-Outfit inklusive, lackiertem Rad unterwegs gewesen. Und so wie ich es jetzt verstanden habe, würde er selber, er selbst würde gerne die Europameister fahren, was natürlich verständlich ist im eigenen Land. Die ist zu Hause, genau, das ist das andere. In Slowenien. Ich glaube, das ist natürlich auch ein Grund gewesen, dass die Slowenen sich da um die Vergabe der Europameisterschaft die Ausrichtung beworben haben und die jetzt auch machen, dass eben Tadej Pogacar dann da auch am Start steht. Und ich glaube, es wäre einfach für die Leute da vor Ort natürlich mega, wenn der da hinkommt. Und gesundheitslich scheint es ja theoretisch möglich zu sein, halt natürlich nicht in seiner Topform ist die Frage, wie viel Prozent seiner Topform ein Tadej Pogacar braucht, um Europameister zu werden. Ja, also ich würde sagen, so schlecht ist die Form dann vielleicht gar nicht. Ist natürlich ein Risiko, wenn man jetzt nochmal stürzt. Das ist ja eigentlich immer das, was dich nach einem Schlüsselbeinbruch davon, abhält, direkt wieder einzusteigen, weil sobald das Ding einmal verschraubt ist, hält das auch. Aber es ist halt blöd mit dem ganzen Zeug drin nochmal zu stürzen und gerade wenn es so frisch ist Dienstagaufnahme ist es exakt ein Monat her dass er gestürzt ist, 29.8. Ja ja, keine Ahnung ich weiß jetzt nicht wie der Bruch, wie kompliziert der auch war und was wieder genau operiert worden ist. Ich kann mir nur vorstellen, dass er das natürlich am liebsten nicht verpassen will, wenn in seinem Heimatland ich weiß gar nicht, ob er auch aus Ljubljana selbst kommt, so ein großes Radrennen standfindet und wer weiß, wann er das nächste Mal so eine Gelegenheit hätte, im eigenen Land vor den einheimischen Fans, die es ja mittlerweile auch in, also Radsport ist da jetzt schon seit Jahren einfach ein Riesending und, wenn es dann eine Chance gibt, dann denke ich mal, wird er die auch nutzen. Die Frage ist halt, was sagt sein Arbeitgeber letztendlich dazu? So liest man es jetzt zumindest gerade in der Presse, die da eigentlich nicht wollen, dass er da fährt. Aber am Ende willst du auch deinen Leader zufriedenstellen. Und einen Tag Radfahren hinfallen wäre halt blöd, aber einen Tag Radfahren kriegt er schon hin vor der Off-Season. Ja, also ich war jetzt, Es ist auch blöd zu sagen, ich war jetzt froh, dass Tadej Pogacar nicht bei der WM war, weil wir eben nach langer Zeit wieder mal so ein Rennen gesehen haben. Die Frage ist ja dann auch, was ist besser für einen Radsport? Ist so ein Star wie Pogacar mit seinen herausragenden Leistungen besser? Viele würden wahrscheinlich auch sagen ja. Also die finden das ja auch immer wieder gut. Ich persönlich habe es einfach sehr genossen, sagen wir mal so. Also ich habe da auch gar nicht mehr so eine richtige, also ich habe keine Meinung dazu, ob ich jetzt besser oder schlechter finde, wenn es so jemanden gibt. Zum Beispiel jetzt denke ich mir, bei der EM wäre es schon geil, wenn er fährt. Einfach für die, für das Rennen vor Ort. Auch ein geiles Trikot, so würde dann halt auch das ganze Jahr zu sehen sein. Zumindest wenn er kein Liedertrikot sieht. Ja, also siehst du wahrscheinlich von jedem, der da gewinnt, dann häufiger. Aber so ein Überfahrer, weiß ich, also ich finde, der nimmt dem Radsport halt auch viel. Und der gibt dem viel und nimmt dem aber auf der anderen Seite viel. Gerade so, was dass die taktische Komponente, die der Radsport ja eigentlich noch hat, im Vergleich zu vielen anderen Ausdauersportarten, nimmt er halt eigentlich raus, wenn er am Start ist, weil er einfach auch das Rennen in Montreal wahrscheinlich alleine bestimmt hätte. Ja, aber so ist es. So ist es und ich finde, dass das auch ein gutes Schlusswort ist und wir können dann nächste Woche schauen, ob er gefahren ist oder nicht. Wir haben noch so ein paar Allgemeinthemen oder noch so ein paar Themen, die Richtung allgemein deuten von den Nachwuchs, Weltmeistern und so weiter. Finde ich, können wir mit in die nächste Woche nehmen und mit Paul besprechen. Dann war das mal wieder eine Weltmeisterschaft. Es geht immer so schnell. Gleich schon wieder die nächste. Die nächste WM ist übrigens eine Super-WM. Das ist hier vielleicht mein Abschlusswort. Haben wir, glaube ich, auch mit Paul letzte Woche schon besprochen. Also nächstes Jahr mal wieder wie in Glasgow. Vor vier Jahren alle Radsportdisziplinen auf einem Ort in den französischen Alpen. Gravel ist mit dabei. Nicht ganz. Die Bahn findet ganz so anders statt, aber zum gleichen Zeitpunkt. Mountainbike-Disziplinen und so weiter. Vielleicht sieht man sich da. Wir hören uns nächste Woche. Ciao, ciao. Bis dahin. Ciao.