Letzte Woche sind wir mit dem Besenwagen nach Kanada gefahren und wenn du schon mit dabei warst, dann konntest du bequem sitzen bleiben. Der Wutz hat sich nicht von der Stelle bewegt und seit Beginn der Wettkämpfe werden uns allerhand kanadische Snacks gereicht. Zwischen Biberschwänzen, Maiskolben und Ahornsirup versuchen wir diese Woche den Überblick zu behalten und absolute Predictions für Samstag und Sonntag zu orakeln. Zu Gast ist danach unser Vuelta-Debütant und die nächste Generation des ostdeutschen Rad-Profis, Moritz Kretschi. Schneide dich also an, mach es dir gemütlich. Mein Name ist Bastian Marx. Meilas Paul-Vost. Und meine Andi Staub. Ja, gute. Mal wieder Interkontinental-Besenwagen. Jetzt ist wirklich einer in Kanada. Ja, schön hier, aber, ganz anderes Klima als ihr erwartet habt, also doch deutlich kälter schon. Vor allem morgens ist es hier dann schon unter 10 Grad und ich glaube für alle, die jetzt vielleicht auch von der Vuelta hier hingekommen sind oder noch kommen, wird das eine ganz schöne Umstellung. Aber nee, ist ganz cool hier. Die ersten beiden Tage waren jetzt ein bisschen ruhiger, auch so an der Strecke. Ja, hat man so das Gefühl, dass zwar schon Leute auch wegen dem Rennen da waren, aber viele auch nur so dran vorbeigegangen sind. Aber ich habe mir sagen lassen, dass die Stadt hier erst so ab Mittwoch so richtig wieder Leben eingehaucht bekommt. Und ich denke, zum Wochenende wird dann hier auch, wie eigentlich auch bei den World Tour Rennen in Kanada, schon viel los sein. Und ja, es ist eine ganz. Coole Gegend hier, wo die wo es lang geht. Ich bin heute mal zum Mont Royal Mont Royal hochgelaufen tatsächlich und ganz coole Aussicht da oben auch auf die Stadt. Wie lange seid ihr schon da? Wir sind Sonntagabend hier angekommen, also wir haben das Zeitfahren hier nicht vor Ort gesehen, aber dann die letzten Wettbewerber eigentlich alle. Heute ist hier Ruhetag in Montreal und ab morgen geht es dann weiter mit den Straßenrennen. Was ist morgen? Junioren dann? Junioren dann oder? Ja genau, morgen Nachmittag ist auf jeden Fall das Straßenrennen der Junioren, und am Vormittag fährt die weibliche U23. Ah, okay. Ja, und dann am nächsten Tag genau andersrum. Ja, Karl ist leider raus, der hat sich ja verletzt beim Rennen in Italien Er hat leider dann doch eine, relativ großflächige Schnittwunde gehabt, die zuerst nicht so verheilt ist, wie er hofft. Und ja, ich denke, dass er auch dieses Jahr keine Rennen fährt, aber. Unter den Umständen, wie der Sturz passiert ist und dann, die Verletzung entstanden ist, kann man eigentlich auch noch froh sein, dass er nicht langwierige Folgen davon tragen wird, sondern sobald die Wunde verheilt ist, denke ich mal, wird alles in Ordnung sein. Wo ist der gestürzt? Bei welchem Rennen? Lunigiana in Italien. Ist da in so eine Leitplanke reingerutscht und hat sich halt den Oberschenkel aufgeschnitten und zum Glück eher oberflächlich als tief in den Muskel rein. Deswegen. Kann man da eigentlich froh sein, auch wenn es natürlich jetzt für ihn schade ist, als einer der Top-Favoriten im Vorfeld jetzt hier nicht bei der WM zu sein. Aber ich denke mal, der hat ja noch ein paar Weltmeisterschaften vor sich in seiner Karriere und die Wichtigsten kommen dann noch. Ja, wer noch nicht gecheckt hat, es geht um Karl Herzog, so einen der besten Junioren im Moment. Natürlich eigentlich nominiert gewesen, aber aus genanntem Grund nicht dabei. Bevor wir hier weiter in die sportlichen News und Predictions für die Weltmeisterschaft gehen. Ein paar Leute hören ja auch manchmal wegen wiederkehrenden, dummen Geschichten von uns hier zu. Und ich habe mal wieder eine beizutragen, denn ich glaube, seit es den Besenwagen gibt und es sich manchmal um die Zelebrierung von Mittelmäßigkeit dreht, mein Lebensziel, 20 Minuten 300 Watt zu fahren. Leute, ob ihr es glaubt oder nicht, letztens war der erste Tag in meinem Leben, wo ich es geschafft hätte. Aber der Berg war nur 15 Minuten lang. Ich bin hier Werkzeit fahren, in Spessart in meiner Heimat gefahren. Was auch immer groß mit Jonas Rutsch promotet wird, aber Jonas Rutsch ist immer irgendwo komplett anders auf der Welt und dann nicht dabei. Aber es stehen so Pappkameraden von ihm stehen da so. Wenn die auch gefahren. Ein riesen Kopf von ihm stand am Start auch, es war immer wieder sehr witzig, nächstes Jahr ich promote wieder mit, nächstes Jahr wird es groß aufgezogen, ich habe schon mit dem Veranstalter mich besprochen auf jeden Fall, ich wollte letztes Jahr schon mal versuchen 15 Minuten 300 Watt zu fahren, hat nicht geklappt letztes Jahr, dieses Jahr habe ich es wieder versucht, waren 307 und so viel bin ich wirklich mit Abstand noch nie im Leben gefahren und dann habe ich mal ausgerechnet ich hätte noch 5 Minuten, 279 Watt fahren müssen, das hätte ich geschafft. Also, ich war nämlich gar nicht so am Limit oben. Fünf Minuten können aber lang sein. Ja, ja, aber wie gesagt, ich habe mich so gut gefühlt, auch bis ins Ziel rein, dass ich es relativ safe hätte, noch fünf Minuten ausgehalten. Aber ging halt nicht, ist halt wirklich fertig gewesen da. Aber ... Weihnachten auf Malle wird geerntet. Also bis dahin ziehst du durch, sagst du? Auf jeden Fall. Ich ziehe immer durch. Also erfahrungsgemäß ist der Abfall dann mit 5 Minuten Unterschied doch ein bisschen höher als nur 7 Watt. Aber wir werden es erfahren. Nach unserer Winterpause über Weihnachten ich erwarte große News im Januar, Basti. Paul, wie sieht es mit deiner Fitness aus? Der wöchentliche Check. Die war am Montag bei unserer Aufnahme für Besenwagen-Göbel noch gut. Aber ich habe tatsächlich... Ich habe Livestream geguckt auch am Wochenende. Es war gut. Paul Voss war auf jeden Fall in... In der vierköpfigen Spitzengruppe um den Sieg und hat sich dann in der vorletzten Kurve abledern lassen. Ja. Nee, aber jetzt irgendwie seit gestern Morgen, also gestern war das erste Trinken, was ich nicht zu Ende bringen konnte und wollte, weil es mir nicht gut ging. Und in der letzten Nacht habe ich mich echt scheiße gefühlt. Jetzt geht es heute wieder? Hör auf. Ja, ja, ich habe auch schon Panik bekommen und ich wurde hier zu Hause auch schon mit vielen Worten versucht zu beruhigen, auch nachts sagen, Paul, mach dir keinen Stress und so, aber mach dir dann doch so ein bisschen Gedanken, wo man weiß, nächste Woche Dienstag geht es in Australien. Und man hat relativ viel investiert, um fit zu sein. Nee, aber ich jetzt heute nochmal Ruhe gemacht und mir geht es eigentlich jetzt wieder ganz okay. Ich hoffe, das war jetzt einfach nur so ein kurzer Anflug von Schwäche und dass das ab morgen ist. Das war nur angetäuscht. Ich hoffe, dass es nur angetäuscht war, ja. Paul, mach dir keinen Stress. Die Aussage hat bis jetzt immer gut funktioniert. Und dann wird die Spirale noch größer auf jeden Fall in der Regel. Die Spirale. Die ist auch auf deinem Fahrrad drauf. Eigentlich passt das Design vom Fahrrad sehr gut zu mir. Die Stress-Spirale. Das ist gut so. Es wird schon. Okay, ich habe jetzt hier so den News-Corner mal aufgeschlagen. Eine Sache, die ich schon, zwei Sachen, die ich schon für letzte Woche notiert hatte eigentlich, wo dann alles zu knapp wurde, bis wir unseren Gast eingeladen hatten. Nicht wundern, das ist jetzt keine hundertprozentige Voraussage, aber nicht wundern, wenn Tom Pitcock nächstes Jahr Campagnolo fährt. Das hat auf jeden Fall Ivan Glasenberg, Ivan, wie er genannt wird übrigens, Vor ein paar Wochen wurde das schon verkündet, in Campagnolo investiert und da er das gleiche auch in Pinarello getan hat und Q365 und ich glaube noch ein paar mehr Sachen auch. Also Ivan Glasenberg ist südafrikanischer Minenmilliardär, wohnt in der Schweiz und ist großer Radsportfan, aber ich habe mir auch sagen lassen, ausschließlich Straßenradsportfan. Und kauft sich so ein bisschen so Spielzeug zusammen und baut daraus auch ein Team. Und ja, also wenn da große Summen Fahrern geboten werden, dann kommen die gerüchteweise dann von ihm. Und naja, es wurde jetzt investiert in diesen italienischen Schaltgruppenhersteller und könnte sein, dass der dann auch ins Team integriert wird, wenn man ihm versprochen hat, dass da ein Top-Produkt dahinter steht. Also, ich würde es bezweifeln, aus dem vornehmlichen Grund, dass deren Starfahrer, auch sehr gerne Offroad fährt und meines Wissens nach, und ich glaube, das ist auch nichts geplant, dass es keine Camper-Mountainbike- Gruppe gibt und ich glaube, dieser ganze Switch viel zu... Der wäre verrückt. Ja, also ich meine, gut, man muss natürlich auch sagen, dass Picoke letztes Jahr für das Team gefahren ist, da waren sie aber noch auf Scott unterwegs, aber Offroad Pinarello gefahren, das war eh auch schon so eine weirde Kombination. Aber ich kann mir vorstellen, dass das Schwam vielleicht auch bereit ist, jetzt auch gerade mit den Leuten, die sie gerüchteweise verpflichtet haben, noch Interesse hat, weiterhin Teil des Teams zu sein. Ich glaube, dass Klasenberg da unterscheiden kann zwischen Investmentportfolio und vielleicht auch was sind die besten Interessen des Teams zum jetzigen Zeitpunkt. Jetzt können wir ja vielleicht mal so ein ganz kleines Licht auf diese teaminternen, Verstrickungen bieten, so viel wir sagen können, können wir ja nicht. Ich habe das ja auch nur irgendwie aus zweiter Hand gehört. Andi weiß aber auch die eine oder andere Sache. Tom Pitcock hat irgendwie so einen persönlichen Betreuer. Der Treuer, keine Ahnung, wie man das jetzt nennen soll. Ich glaube, Andi, du hast auch gesagt, du dachtest erst, es wäre irgendwie nur der Sonnier. Aber der regelt jetzt irgendwie solche Belange fürs Team und ist jetzt irgendwie so Performance, in Anführungszeichen Performance-Manager vom Team. Du meinst, wie heißt der? Kurt. Ja, aber Kurt, der macht das ja schon seit, Pitcock in dem Trinity-Nachwuchsteam war. von McQuaid, also von dem Manager McQuaid, war der ja an seiner Seite, der ist zu jedem Team mit ihm mitgegangen, der war bei Ineos mit ihm, also der war auch die ganze Zeit sein Coach. Laut Inside-Informationen bei SRAM ist es auf jeden Fall manchmal schwierig, die Entscheidungen. Ja, Kurt Bogertz ist der Trainer, wie Paul schon sagt, von Tom Pitcock, der ihn jetzt aber auch schon länger begleitet, auch glaube ich schon vor der U23, soweit ich weiß. Und ja, der ist jetzt schon in einer entscheidenden Position bei dem Team. Mal sehen, wie da die Entscheidung getroffen wird. Es wird öfters mal auf Fremdprodukt auf jeden Fall noch geschworen. Aber es gibt ja einige Teams, so Ineos war ja früher auch immer so ein bekanntes Team und auch Wismar, die dann wirklich auch gerne auf Sponsorships verzichtet haben, um quasi für sich die besten Produkte reinzuholen. Ich glaube, bei Wismar ist das auch immer noch so. Wenn man das Kleingeld hat, finde ich das eigentlich auch in Ordnung, um ehrlich zu sein. Auf SRAM Sponsoring verzichten für Campagnolo. Ja, das werden sie nicht. Also ich glaube nicht, das wird nicht passieren. Weil ich glaube nicht, dass Campagnolo, also ich mag Campa, rein aus Emotionen und das sieht wahrscheinlich auch richtig geil aus an so einem Pinarello, keine Frage. Der hat das schön, sich irgendwo hinzuhängen und all diese Dinge, aber ich weiß nicht, ob das jetzt irgendwie auf jeglicher Ebene der Kompatibilität, so ein smarter Move wäre, diesen Schritt jetzt direkt zu machen. Ein paar Jahre kann ich mir vorstellen, wenn noch ein bisschen investiert wird in Forschung und neue Sachen werden rausgebracht hier, aber ich glaube zum jetzigen Zeitpunkt, ich will dir nicht schlecht reden, aber ich glaube, eventuell ist ein anderer Hersteller da gerade noch einen Vorteil. Naja. Wir werden sehen. Vielleicht macht das der Milliardär auch nur aus emotionalen Gründen, dass er sagt, wir sind jetzt nächstes Jahr Full Italian. Full Italian Kid. Ja, ich hoffe, dass da noch ein bisschen mehr Performance eine Rolle spielt als nur Emotionen in dem Team. Was fehlt noch? Ein Helm. Aber der Abus passt auch gar nicht rein. Da musst du auch auf jeden Fall Kask oder Mäht ist doch auch italienisch, oder? Das Interessante ist, da kommen wir auch gleich dazu. Die Project fände ich gut. Ja, ja. Ja, nein, aber jetzt trotzdem mal kurz beim Team bleiben. Wir kommen nachher auch bei den Transfer-News nochmal zu denen zurück. Die, ich finde jetzt kann ich nachher auch noch was sagen, ich finde deren Moves gar nicht so schlecht, die sie gerade machen bei den Verpflichtungen, wenn es jetzt alles herausstellt, wie es ist, wozu wir später kommen, aber, da passieren meiner Meinung nach, ich will schon ein paar gute Sachen ich finde es neben Tudor mit das interessanteste Team gerade, was die Verpflichtungen angeht. Kurt hat vielleicht doch auch ein bisschen Expertise, Wenn Geld keine Rolex spielt, dann geht es ja auch einfacher. Ich glaube nicht, dass sie da mit unbegrenztem Budget arbeiten können, aber ich denke schon, dass sie ein paar ganz gute Transfers gemacht haben. Ist natürlich auch so ein bisschen die Connection, die da mit eine Rolle spielt. Also gerade so, was die britischen Fahrer angeht, die sie jetzt geholt haben, auch schon davor jetzt. Ja. finde ich ganz gut und man muss sagen, vorher hat das Team auch jetzt vielleicht nicht so, die große Genialität bei den Transfers bewiesen. Ähm, Ja, also es ist ja schon gut, dass sich das Team wieder so ein bisschen besser aufstellt. Es war ja sportlich echt bis. Zum Transfer vom Pitcock. Eher auf einem absteigenden Ast. Und ich finde es ja immer ganz gut, wenn sich auch auf Pro-Team-Ebene Teams wie Tudor oder jetzt Q36 vom Finarello etablieren können. Weil das einfach für den Sport auch wichtig ist. Und da ist ja eigentlich auch fast so gefühlt, ist es komplett egal, ob die jetzt World2 sind oder nicht. Also bei Tudor ja das Gleiche. Du hast gar nicht so das Gefühl von einem Pro-Team, sondern es ist eher so du nimmst die wahr als eines der besten Teams und blendest ein bisschen die Kategorie eigentlich aus. So wird es bei Q365 ab 27 aus sein. Weil bis jetzt muss man auch sagen, wenn es richtig schwer geworden ist, Da war Pitcock schon auch echt viel reine. Ich glaube, das versuchen sie zu ändern. Ich frage mich ja immer noch, was passieren würde, wenn Picknick die Lizenz nicht verlängert Ende des Jahres. Und wir sind uns ja wahrscheinlich alle einig, dass dann entweder Tudor oder, Q365 Pinarello die Lizenz nehmen würden. Dann frage ich mich, kommt es auch auf Punkte an oder wird das dann überboten, gekauft, was auch immer. Aber lustigerweise sind die im aktuellen Ranking 16. und 17. mit 8906 und. 8870 Punkten. Also 36 Punkte Unterschied bei 9000 Punkten. Also ich will dich jetzt gar nicht bremsen in, deiner Gedankenspielerei, aber gestern habe ich mir sagen lassen, dass es ziemlich gut aussieht für Picknick. Ja, das denke ich mir. Wobei ich es auch, muss ich dann ganz ehrlich auch sagen, auch schade finde, auch sportlich, weil, tut mir leid, aber so richtig was passieren tut da nicht mehr. Andi, ist wohl frisches Geld reinkommt, wo sie irgendwie zusammen gekratzt haben, aus allen Ecken und Fahrer verkauft? Das weiß ich jetzt nicht. Ja, es ist natürlich aus einer sportlichen Sicht fraglich, mit welcher Qualität da eine World2-Lizenz berechtigt wäre. Aber auch da, wenn so ein Team halt wegfallen würde, wäre es am Ende auch nicht besser. Und wie Paul schon gesagt hat, die anderen beiden Teams brauchen jetzt auch nicht unbedingt eine World2-Lizenz, um besser dazustehen, sondern ich glaube, da sind eben ja jetzt gerade bei Q365, wie wir jetzt gesagt haben, die werten sich gerade sportlich so auf. Ich denke mal, das wird auf absehbare Zeit auch in einer World2-Lizenz enden. Wir haben jetzt gerade das erste von drei Jahren, wo es wieder um die Rangliste geht, die nachher die Vergabe der Lizenzen bestimmt. Und. Ich denke, da werden sie sich dann auch noch so weit hocharbeiten, dass sie am Ende wahrscheinlich eh eine World2-Lizenz bekommen. Und bis dahin, ob sie jetzt auf dem Papier, Einer haben oder nicht, ist dann auch egal. Weil sportlich gesehen glaube ich nicht, dass da bei Picknick in den nächsten Jahren viel passiert. Aber wenn sie jetzt die Lizenz verlieren würden, denke ich mal, würde das Team auch nicht als Pro-Team weiter existieren, sondern dann wirklich zumachen. Dann verlierst du auch eine riesige Nachstruktur. Ja, eben. Also es ist ja schon blöd, wenn dann so ein Team komplett rausrutscht würde. Wobei man halt wirklich sagen kann und das ist ja wirklich so ein bisschen fraglich, wieso es so extrem auch ist, dass es sportlich rausgerutscht ist. Also Picknick ist auf Platz 30. Die besten 18 sind normal World Tour Teams und hat also obwohl die Jahr für Jahr Punkte sammeln, 2300 Punkte. Und wie ich gerade gesagt habe, also Platz 18 im Moment hat fast 9000 Punkte Lotto-Intermarché. Ja, witzig, dass wir eben schon über eine Spirale gesprochen haben. Genau darüber habe ich mich gestern auch mit Leuten unterhalten, dass das Team einfach auch jetzt schon seit längerer Zeit in so einer Abwärtsspirale ist. So wie das Team strukturell aufgebaut ist, dass alle Entscheidungen, alle Sachen auch intern geregelt werden. Ja, es ist natürlich dann schlecht, wenn Leute in entscheidenden Positionen vielleicht nicht die Qualifikation oder Kompetenz haben, da richtige Entscheidungen zu treffen. Und wenn du dann über die Jahre auch die Qualität an Fahrern verlierst, dann wird es natürlich ganz schwierig aussehen. Vielleicht nicht so talentierten Fahrern viel rauszuholen, sondern wenn du dann noch irgendwie limitiert arbeitest vielleicht, dann passiert da eben auch nichts. Und das Einzige, was ja noch irgendwie funktioniert, ist ja tatsächlich das Scouting im Nachwuchsbereich, aber auch da verlieren sie dann eigentlich die meisten Talente oder können sie dann doch nicht überzeugen mittlerweile. Ja, ich habe immer noch so die Hoffnung, dass da vielleicht irgendwann mal so ein paar Köpfe rollen, vielleicht auch, in der Teamleitung, weil da sind sich eigentlich viele Leute einig, dass da so ein bisschen der Fisch stinkt vom Kopf oder wie sagt man das, dass das eigentlich so ein bisschen das Team hindert. Wieder dahin zu kommen wo es eigentlich mal hergekommen ist es ist noch gar nicht so lange her da waren sie noch sehr erfolgreich und, aktuell ist es eher so, dass die die Abgänge erst erfolgreich werden, wenn sie woanders fahren, das jüngste Beispiel jetzt der U23-Weltmeister im Zeitfahren der die letzten zwei Jahre noch im Nachwuchsteam der Mannschaft war dann ein Jahr bei einem nationalen KT-Team gefahren ist und jetzt, eine sehr erfolgreiche Saison gefahren ist und am Ende U23 Weltmeister im Zeitplan wird. Na gut. Decathlon verlegt die Lizenz in die Schweiz, das ist der nächste Punkt auf meiner Liste. Ich weiß nicht, habt ihr da Takes zu? Ich habe die Backstory auf jeden Fall verpasst. Naja, das Gericht gab es ja schon länger, aber dann hat eigentlich der CEO des Teams, glaube ich war es, das dementiert. Und ja, jetzt macht man es halt anscheinend doch, ich weiß nicht ganz, wie das irgendwie rechtlich ist, ob Andi da hingeht, was weiß du mit Steuern, weil es geht ja, sie machen es ja aus steuerlichen Gründen, damit sie halt weniger Sozialabgaben zahlen müssen oder vielleicht auch gar keine mehr. Ich weiß nicht, wie das ist, wenn ein französischer Fahrer dann irgendwie zum Beispiel in Monaco wohnt oder ob das dann irgendwie anders ist oder in der Schweiz, wie sich das dann fällt oder ob das nur gilt, wenn er in Frankreich lebt, dass da überhaupt die Sozialabgaben sind. Also wenn ein französisches Team jemanden hat, der Franzose ist, aber in dem Fall vielleicht sogar in Monaco lebt, ob man dann trotzdem Sozialabgaben dann zahlen muss in Frankreich? Keine Ahnung. Aber ich finde es auf jeden Fall einen interessanten Schritt, wo man ja offensichtlich alles versucht um irgendwie die Kosten zu drücken, um, ja, einen Fahrer wie Seixas zu halten also das wird der einzige Grund sein, ich glaube sonst macht das Team wirtschaftlich sicherlich das Ich glaube nicht, dass das der einzige Grund ist, sondern, du hast ja generell einfach haben die französischen Teams und das ist ja schon ein, bekanntes Thema, seit Jahren das Problem eben, dass sie ein Fahrer einfach deutlich teurer oder deutlich mehr kostet als, ein ausländisches Team. Aber ganz kurz, hat das was damit zu tun, dass sie eine französische Lizenz haben? Oder wenn der Fahrer jetzt wie in einem anderen Land lebt, ist das dann wieder anders? Also wenn du in Frankreich einen Fahrer anstellst, dann hast du halt extrem hohen Kosten an Sozialabgaben. Egal wo der wohnt. Und wie das jetzt mit den Franzosen genau ist, das muss ich nochmal nachgucken. Also da gibt es eine Sonderredung, aber das Team besteht ja jetzt eben nicht nur noch aus französischen Fahrern. Und sie legen eben die Betreibergesellschaft des Teams in die Schweiz, um, diese Kosten eben zu senken und auch da konkurrenzfähig zu sein gegenüber anderen Teams, die ihren Sitz eben nicht in Frankreich haben. Man kann es auch so betrachten, dass es am Ende auch für die französischen Fahrer natürlich, ein bisschen limitierender Faktor, was Verdienstmöglichkeiten angeht und. Für ein Team, was jetzt eher international ausgerichtet ist wie eben Decathlon ist. War dieser Schritt wahrscheinlich irgendwann nötig, weil da eben zwar ein großer Sponsor oder große Sponsoren hinterstehen, aber auch ein begrenztes Budget ist. Und ja, Paul, du hast es angesprochen, dann hast du vielleicht jetzt bald, einen der Topverdiener des Sports, der exorbitant teuer sein wird und dann über eine französische Betreibergesellschaft eben nochmal 30, 40 Prozent mehr kosten würde. Und das sind dann in dem Fall ja eben schon ein paar Millionen. Aber die können trotzdem noch als französisches Team starten, wenn sie die Lizenz einmal in Frankreich lösen. Wie jetzt in dem, ich glaube Red Bull, die Treibergesellschaft, also von dem Team, ist ja auch glaube ich in Österreich und ist ja trotzdem unter deutscher Flaggewolle Lizenz in Deutschland. Das ist nicht aneinander gekoppelt, richtig? Ich habe das auch schon mal gelesen, ich habe es gerade nochmal nachgeguckt, um auch sicher zu sein. Also die Nationalität der Teams entscheidet sich entweder dadurch, wo der Paying-Agent eben angemeldet ist, in welchem Land oder auch einfach nur der Lizenzinhaber registriert ist. Und die dritte Alternative, die es gibt, ist tatsächlich, wo der Hauptsponsor aktiv ist oder einer der Hauptsponsoren. Ja, das dachte ich mir. Daher liegt es nahe, Lidl-Track damals unter deutscher Lizenz durch Lidl und Bora, Hansgrohe. Ja, Decathlon eben immer noch in Frankreich dann. Und Unibet, Titema, Unibet, Rose Rockets, Unibet ist aus Frankreich, also kann man da. Oder sie haben halt eben noch ein Büro mit. Die könnten auch eine deutsche Lizenz ziehen jetzt, wenn ich das richtig verstehe. Ja, hol sie nach Deutschland, Basti, hol sie nach Deutschland. Ich arbeite dran. Okay, und dann können wir jetzt noch ganz kurz hier, wo wir eh über Lidl Track erwähnt hatten, gerüchtet sein. Ja, kleine Wechselcorner noch. Wir haben einen Haufen Notizen an Wechseln, aber den wichtigsten besprechen wir jetzt wenigstens noch. Genau, dass Giulio Ciccone angeblich von Lidl Track zu Pinarello Q365 wechseln soll für die nächsten drei Jahre. Was ich daran interessant finde, ist, dass er überhaupt geht, also dass man ihn bei dem Team gehen lässt. Basti meinte den wir schon, glaubst du, oder ich weiß nicht, dass diese ganze Italien-Connection da, die vom ehemaligen Manager des Teams aufgebaut wurde, komplett abgesägt wird jetzt, oder man lässt alle irgendwo gehen, aber dass man Schikone gehen lässt, finde ich schon krass, weil der ist ja wirklich so ein, das ist ja Amazon-Garant gewesen, für gute Ergebnisse, hat auch ein paar große Rennen gewonnen, das ist, glaube ich, schon schmerzhaft, der Verlust, gerade für die Ein-Tages-Rennen, und auch für Etappenjagd, Bergtrikot und sowas, klar, die haben jetzt ein Team voller Leute, die Platz zwei bis zehn fahren können bei einer Grundtour. Aber jetzt nicht so viele, zumindest die mir rausstechen, die so gerade bei einem Tagesrennen, die schwer sind, die mir rausstechen können. Und der wird gerade Zweiter bei Quebec hinter Remco, weil der Einzige, der bei Remco mitfahren konnte. San Sebastian hat, glaube ich, schon einmal mindestens gewonnen. Ja, das ist schon ein herber Verlust, würde ich sagen. Verlust kann man ja eigentlich nicht sagen, oder? Der hatte noch, glaube ich, einen Vertrag bis 2029 inklusive. Also lässt man ihn ja dann aktiv aus diesem Vertrag. Ach so, der hat sogar einen aktiven Vertrag. Okay, das wusste ich nicht. Und. Wie auch immer die Ausrichtung des Teams ist, also man erkennt ja eigentlich ganz klar, dass man bei den Grand Tours mehr aufs GC, fahren will und dann eben da auch vielleicht sich den Platz, also nicht nur diesen einfacher Platz freimacht, sondern eben auch, glaube ich, ein gutes Stück Budget, weil auch ein Ciccone wahrscheinlich keinen kleinen Vertrag hat bei der Mannschaft. Und er vielleicht auch nicht mehr so die Freiheiten sieht und ja, vielleicht bei Q365, wie es jetzt scheinbar laut Gazeta dello Sport bestätigt ist oder auch bei Tudor, der denke ich mal hätte ja da schon wieder mehr Freiheiten, wäre vielleicht eher eine Art Kapitän für viele Rennen. Und er hat ja jetzt eigentlich auch seine GC-Ambitionen für die großen Rundfahrten so ein bisschen an den Nagel gehangen und will mehr auf Etappensiege fahren. Da ist er natürlich dann gefangen in so einer Mannschaft, die mindestens einen GC-Leader in jede Grand Tour schicken wird im nächsten Jahr. Also vielleicht gar nicht so bitter für die Mannschaft, wenn man sich das so denkt, okay, das macht uns ein bisschen budgetfrei und auch einen Platz, weil das Team ist glaube ich auch bis auf den letzten Platz gebucht für nächstes Jahr mindestens. und. Für ihn selber, glaube ich, hat er die Gelegenheit dann genutzt und vielleicht sieht er seine Chancen einfach in einer anderen Mannschaft jetzt doch besser als nach der großen Umstrukturierung bei LidlTrack. Ja, ich finde natürlich das Duo Ciccone und Pitcock, ich glaube es kann echt mega gut funktionieren. Attraktiv. Ja, aber... Ich bin wirklich mehr als gespannt, was in den nächsten zwei Jahren bei Lidl Track jetzt passiert. Also wie die sich ausrichten und wie die das Ganze da irgendwie zusammenbringen zu einem erfolgreichen Konstrukt. Ich bin da wirklich mega gespannt, weil das ist ein Fahrer, der über das ganze Jahr immer mal wieder ein Resultat einfährt, auch Rennen gewinnt und so. Und das ist halt schon, klar, wenn man ihn gehen lässt, freiwillig, aber nichtsdestotrotz, so einen Rennfahrer sehe ich jetzt gerade nicht in dem Aufgebot. Vielleicht übersehe ich es auch, aber so eine Art Rennfahrer, würde ich sagen, fehlt jetzt gerade da bei denen. Ja, ich glaube, einen wichtigen Transfer, um das alles zusammenzubringen, hat die Mannschaft auf jeden Fall gemacht. Das ist Griecher Niermann, ist jetzt kein Fahrer, aber am Ende der Chef der sportlichen Abteilung der Mannschaft und dem traue ich das durchaus zu, das irgendwie zusammenzubringen, auch wenn jetzt für uns so zumindest mal die Fahrertransfers noch ein bisschen zusammengewürfelt wirken, weil wir haben es, in der letzten Woche besprochen. Da fehlt irgendwie so die ganz große Nummer fürs GC. Aber ja, mal sehen, wie Christian Niermann die Mannschaft jetzt weiterführen wird und wie die zusammenwachsen. Und vielleicht entwickelt sich der ein oder andere unter der Feder von Christian Niermann ja auch noch weiter und das reicht dann, um eine Grand Tour nächstes Jahr zu gewinnen. Wenn ich auch gerade noch auf dem Schirm habe, Ciccone, Pitcock und Mauro Schmid, das wird auf jeden Fall eine gute Chaos-Truppe. Sollte Entertainment geben, bin ich mir relativ sicher. Wir haben auf jeden Fall Firepower, gerade für die Adennen. Oder für Etappen halt. Stellen sich gut auf, auf jeden Fall. Wollen wir mal nach Luxemburg switchen kurz? Da gab's auf jeden Fall Radrennen, worüber man ganz kurz reden könnte. Über die longest breakaway in Cycling-History. Wir haben ja in Luxemburg nicht nur einen Fan, aber einen speziellen Fan. Ich glaube, seinen Namen zu nennen ist jetzt nicht verwerflich. Hat er nichts dagegen. Tobias Stadtfeld. Das ist der Arzt der Tour de Luxemburg. Der Rennarzt jedes Jahr. Und der schickt mir immer, wenn es irgendwas Neues aus Luxemburg gibt, schickt er mir Voicemails. Und hat mir hier einer aus dem Rennen geschickt. Und zwar, ich glaube, direkt nach dem Longest Breakaway. Hi Bastian, der Tobias. So, Skoda Tour Luxemburg beendet. Aus medizinischer Sicht ganz erfolgreich. Nur wenige Stürze, nichts Gravierendes. Die klassischen Sachen, Roadrash und Co. Ich habe gerade auf dem Rückweg eure aktuelle Folge gehört und eine Diskussion, zum Fitnessstand und zur Planung von Mathieu van der Poel. Wie vor zwei Jahren Auftaktetappe souverän im Bergaufsprint nach Luxemburg-Stadt gewonnen. Die zweite Etappe dann im klassischen Sprintfinale von Marijn van den Berg eigentlich gut abgesprintet. Entweder hat er da schon ein gutes Pokerface aufgesetzt, aber danach die quasi Königsetappe mit den meisten Höhenmetern war er nicht mehr zu sehen. Im anschließenden Zeitfahren am Samstag hat er komplett rausgenommen. Also das war sichtbar, dass er da auch nicht ansatzweise an die normale Leistung reingegangen ist. Und heute Abschlussetappe wieder nach Luxemburg-Stadt-Rhein. Ja, ist der junge Mann losgestiefelt quasi mit Beendigung der Neutralisation, und hat eine Solo-Flucht von Etappenstart bis Ziel durchgezogen und souverän gewonnen. Also Belastungssteuerung für Montreal. Sieht, glaube ich, sehr geplant aus und da hat er durchaus Druck auf dem Pedal. Ich wünsche euch viel Spaß. Schönen Abend. Ciao. Ja, aus dem wird mal was, ne? Aus dem Mathieu. Es gab schon so Memes, wo Pogaccia dann Del Toro anruft und sagt, zeig denen mal, wie die das lassen sollen mit den Faxen. Remco fühlt sich zu gut. Mathieu fühlt sich zu gut. Zeig denen am Sonntag Mach mal Flucht von mindestens 176 Kilometern. Ja, so ein bisschen ein Norden. Was denkt ihr über, also fit wird er sein, das mal kurz als Fazit. Was denkt ihr über diese späten Einreisedaten von Wout und Mathieu zum Beispiel? Also sie fliegen jetzt relativ spät erst zum WN. Und Wout ist schon da. Vielleicht mittlerweile auch, aber andere sind halt auch schon länger da. Nein, also ich gehe mal davon aus, dass die sehr komfortabel da anreisen werden, mit wenig Umsteigen und auch wenig Transfer. Und wie viel Zeit noch steht Andi? Ist das fünf Stunden? Mit Beinfreiheit. Bein, sechs. Und die Richtung geht ja sogar auch. Würde ich jetzt sagen, das ist jetzt, also ich zähle ja nachmittags Rennen fahren. Ja, also ich glaube, das ist schon in Ordnung, das kann man schon gut planen, ohne dass das zu Schwierigkeiten führt, würde ich jetzt sagen. Ja, ich glaube, die werden halt auch zu Hause schon sich so ein bisschen der Zeit anpassen und dann hast du eben hier noch vor Ort ein paar Tage. Ich habe dazu auch noch eine Einordnung von einem Arzt gelesen, man sagt ja für Normalsterbliche eine Stunde pro Tag, die du brauchst, um dich eine neue Zeitzone anzupassen, aber dass das so Ausnahmeathleten eben auch mal gerne in, halb so schnell, halb so langer Zeit schaffen, also bis zu zwei Stunden pro Tag sich anpassen können und. Sind ja jetzt auch nicht die ersten Fernreisen, die die beiden machen. Ich glaube, die wissen da schon, was sie tun müssen und wie sie sich darauf vorbereiten. Gerade so ein Van der Poel, der weiß eigentlich ziemlich genau, was er macht. Deswegen hat er wahrscheinlich auch diesen Ritt da bei der Tour de Luxemburg schon hingelegt, der, egal wie groß die Konkurrenz da war, es waren jetzt auch keine, nicht nur Amateure am Start, sondern schon auch Leute, die ordentlich Rad fahren können. Auch ein paar, die jetzt hier am Sonntag ebenfalls im Start stehen werden. Und das war schon krass, was er da gemacht hat. Also ich glaube sehr bewusst diese Belastung gesucht, aber das dann eben auch so durchzuziehen ist schon sehr, sehr beeindruckend. Auch hier schon mit ein paar Fahrern drüber gesprochen, die alle gesagt haben, ja okay, also der kommt schon mit guter Form hier hin auf jeden Fall. Wollen wir das Straßenrennen schon so ein bisschen predikten? Wollen wir erstmal über Zeitfahrergebnisse reden? Ich glaube da gab es jetzt bei der Elite keine großen Überraschungen. Keine großen Überraschungen. Gut, schöne Überraschungen. Also Franzi Koch, Bronze. Ist jetzt keine Riesenüberraschung. Nicht, dass man das ihr nicht zugetraut hätte, aber auf jeden Fall schon mal geil. Ich glaube, sie hat sich selbst sehr gefreut. Ja, auf jeden Fall. Ich habe sie gestern gesprochen und die war schon happy. Muss da ja schon sich auch eingestehen, was sie gemacht hat, dass sie da eben, ja, zum Walen Reusser vor allem doch noch ein Stück weit weg ist, aber glaube ich. War sie jetzt auf jeden Fall happy, hat sich glaube ich zum ersten Mal so richtig, auf ein Zeitfahren in der WM vorbereitet und denke ich mal, hat auch sehr gute Chancen am Samstag beim Straßenrennen. Mhm. Ich finde den Tritt von ihr so faszinierend, die hohe Trittfrequenz, die sie da immer fährt. Aber was man ja sagen muss, die sitzt auch so gut auf dem Rad. Also die Aeropause, die sie da hatte, die ist schon 1A. Es haben nur Remco und Demi Vollering das neue Specialized Zeitfahrrad. Franzi war viel schneller. Ich hätte das besser gebrauchen können. Ja, aber ich glaube, es hatten auch nicht alle bei Canyon zum Beispiel. Neue, dieses Ufo, was sie dann starkgestellt haben, womit man den Räußer gewinnt. Es ist wahrscheinlich nicht so einfach, da solche Dinge en masse hinzurollen. Obwohl es bei Specialized ist jetzt schon seit der Tour, ne, ist Rempoulos gefahren. Er hätte schon gedacht, dass da ein paar mehr für diesen Rädern existieren, dass du es irgendwie mehr verteilen kannst. Aber ja. So ein Zeitfahrrad ist halt immer wirklich nochmal eine ganz andere Entwicklung und Produktion, glaube ich, als ein Straßenrad, was du dann so auf Masse verkaufst. So Industrieperspektive, du machst keinen Gewinn damit, also es ist ein reines Branding-Objekt, es kostet einen Haufen Entwicklungen und kauft dir so gut wie niemand. Also es ist dann echt so scheinbar eine Einzel-Prototyp-Entwicklung erstmal gewesen für die paar Dinger, die die fahren. Ja, es ist auf jeden Fall schnell gefahren, im Männerrennen auch. Es ist auch, also, Gana wird Zweiter, aber Remco sah 10 kmh schneller aus, auch im Fernsehen, fand ich schon. Also, er meinte, er hat nochmal Cornern geübt auf dem Zeitverrat. Hat man vielleicht auch so ein bisschen gesehen, also sehr aggressiv in die Kurven gefahren, ein bisschen so wie Paul Sexas. Also, Paul Sexas sieht ja einfach overdramatic auch aus beim Kurvenfahren. Ja, super eckig hackt der da rein. Also man muss sich bei ihm ja auch im Straßenrennen manchmal denken, so warum? Also ich erinnere mich jetzt hier noch an Baskenland-Rundfahrt, als er da eh das Ding schon in der Tasche hat und dann die Abfahrt da laufen lässt, bis zum geht nicht mehr. Vielleicht ist es so ein bisschen ein jugendlicher Wahnsinn, der da mitspielt oder Leichtsinn. Aber gut, ich meine, er kann es ja auch. Im Zeitfahren musst du, glaube ich, diese Risiken auch gehen. Und das ist ja auch, was jetzt ein Ebenepol so gut macht, am Ende. Also der hat natürlich im Verhältnis zu seiner Körpermasse schon auch eine hohe Power. Deswegen sagen wir auch oft, der ist kein echter Climber, der hat halt nur ein Riesen- oder ein gutes Watt-pro-Kilogramm-Verhältnis. Und das spielt ihm, glaube ich, noch viel mehr Indikaten bei eben, einem Zeitfahren als jetzt bei einem langen Pass berauf, einfach so wie er gebaut ist, dann ist er natürlich extrem aerodynamisch, weil er relativ klein ist und bringt dann aber auch noch die nötige Technik auf dem Zeitfahrrad jetzt mit und der Kurs war sehr technisch. Also ich weiß nicht, wie es auf den Bildern letztendlich rübergekommen ist, aber wenn man mit allen Fahrern jetzt aus den Altersklassen hier gesprochen hat, die sagen alle, es war superschwer zu fahren einfach. Die Straßen hier sind tatsächlich nicht so in einem Top-Zustand. Also das hat auch noch eine Rolle gespielt, dass du gar nicht den Kurs unbedingt komplett ausnutzen konntest, weil zum Teil die Straße so schlecht war, dass du eben auch nur eine Linie fahren konntest. Und mehreren Fahrern ist zum Beispiel mal das Hinterrad weggerutscht oder so und dann. Vereint so ein Venepol einfach so viele Dinge an einem und hat dann eben den, ich sag mal den letzten dominierenden Zeitfahrer mit Philippo Ganner mittlerweile einfach in der Tasche. Der ist halt, der hat halt eine unfassbar hohe Power, ist dann aber eben auch, über 1,90m groß und fängt dementsprechend viel Wind, also hat ein Nachteil in der Aerodynamik. Hat auch immer eine überragende Technik gehabt, kann damit aber jetzt auch nicht mehr so viel rausholen und selbst wenn er dann auf den Geraden vielleicht durch die Power ein bisschen schneller fährt, insgesamt holt dann Erwinne-Pol einfach deutlich mehr Zeit raus. Er ist auch einfach jemand, der so einen Kurs extrem gut lesen kann und das sieht man ja auch, wie er in den Straßenrennen fährt, die auf einem Rundkurs, sind und auch schon immer gefahren ist, also seit seiner frühen Karriere auch schon als Nachwuchsfahrer, ist natürlich auch Fahrer, der oft solo unterwegs ist und dann eben auch über die Zeit gelernt hat, dann eben eine Straße oder einen Kurs für sich auszunutzen. Und das sieht man, finde ich, vor allem in den Zeitfahren immer, dass er da einfach genau weiß, wo er drauf treten muss, um schnell zu sein. Das ist am Ende im Zeitfahren immer noch das Entscheidende. Er hat jetzt da auch eine gute Spitze rausgehauen, aber Philippo Garner hat ja jetzt schon, glaube ich, ein paar Mal nach einer WM gesagt, das war jetzt seine Bestleistung ever und trotzdem kommt er nicht näher an den Vene Poel ran. Da sind wir wieder bei dem Spruch, was ist nicht unbedingt Geschwindigkeit, ne? Und da ist ja das Interessante, das ist einfach unfassbar effizient. Das ist mit Abstand der kleinste Fahrer in den Top Ten ist. Das ist so, der sticht halt da einfach wirklich auch heraus. Ist schon krass, was der macht, muss man sagen. Auch so mit der Körperkürze. Ich meine, Bastis, das kannst du ja noch am besten irgendwie nachvollziehen. Sich halt auch so aufs Rad setzen zu können und dann die Watt zu fahren. Das meine ich jetzt gerade gar nicht negativ, aber das ist ja einfach so. Mit irgendwie 1,71, was er ist, da so tief runter zu kommen und allem drum und dran und Hüftwinkel sein Vater. Weißt du? Ich kann das halt wirklich so ein bisschen nachvollziehen, weil ich halt einfach weiß, wenn ich mal 400 Watt fahre in Aeroposi auf dem Rennrad, dann wird es halt relativ schnell. Und wenn man das halt wirklich längerfristig kann oder sogar noch mehr mit so wenig Luftwiderstand, das ist halt schon ich glaube, für einen großen Fahrer gar nicht so richtig vorstellbar. Nee. Bei Ghana muss halt einfach 550 wahrscheinlich verhandeln. Das ist schon ab hier. Straßenrennen. Also ich wette auf Franzi Koch jetzt. Das wäre ultra geil. Die hat auf jeden Fall freie Fahrt vom deutschen Team. Deutsches Team auch ganz gut aufgestellt. Mal sehen, wie es läuft. Leon Lippert, Antonia Niedermeyer, Ricarda Bauernfeind. Ist noch jemand dabei? Ja, Linda Riedmann fährt noch. Ah, bingo, ja. Ja, stimmt, stimmt. Franzi hat da echt gute Chancen. Ich meine, wie viele Runden fahren die auf dem Kurs? Fährt nicht zu den Männern? Weiß ich jetzt gar nicht, aber es ist auf jeden Fall das erste Rennen dieses Jahr, wo sie, also nicht das allererste, aber schon auch mal frei von, in Anführungszeichen frei von Team-Taktik ist. Sie hat ja auf jeden Fall dann des Öfteren mal Demi Vollering dabei bei den Eintagesrennen. Und wird dann jetzt das erste Mal so gegen sie fahren auch am Ramstag. Es wird bestimmt wieder ein spannendes Rennen bei den Frauen, keine Frage. Vielleicht oder wahrscheinlich sogar schneller als bei den Männern. Ja, also ich denke, wir haben da auf jeden Fall die größeren Chancen jetzt als Deutschland. Ja, das glaube ich, kann man sagen, ja. Ja, bei den Männern weiß ich auch nicht. Es ist halt irgendwie so, es wird schon spannend, ne? Es sind halt irgendwie so die gleichen. Ich finde schon, dass es ein offenes Rennen ist, um ehrlich zu sein. Je nachdem, wie das Radrennen gefahren ist, können Mathieu überhaupt eine Rolle spielen. Es könnte richtig offen sein, ja. Und um ehrlich zu sein, ich glaube nicht, dass Remco, auf dem Kurs ist Remco nicht gut genug. Es hört sich hart an. Oder er ist gut genug, aber da richtig wegzufahren, würde ich nur Pogacar zutrauen. Also ich trau es da jetzt gerade keinen einzelnen Fahrer zu, so ein Pogacar zu machen. Oder was Remco manchmal auch macht. Ich glaube, dazu ist der Kurs zu komplex an von Strichen. Also wenn Mathieu fit ist, hängt den halt einfach keiner ab, außer Pogacar normalerweise. Ja, nee, der Anstieg ist ja schon, Andi ist ja auch hochgelaufen. Das ist halt, es kommt so krass drauf an, die da hochfahren. Ich bin nicht zurückgehofft, Paul. Es kommt so krass drauf an, wie man da hochfährt. Wenn es kontrolliert ist, dann wird es, glaube ich, hinten raus auch immer schwerer, auch einen Baut abzuhängen. Aber wenn da frühzeitig auch schon einfach richtig Attacke ist, dann weiß ich nicht auf Mathieu, dass du überlebt und überlebt. Ich glaube, dann wird es einfach hinten raus zu schwer. Dann haben wir ja bei so ein bisschen diesen Part schon gesehen, als dann Sextas und Del Toro ankommen, oder? Weil die sind ja dann auf jeden Fall so Fahrer, die stark sind, wenn das Rennen früh richtig hart wird. Ja, also ich glaube, dass die. Sagen wir mal die Klassikerspezialisten und damit meine ich jetzt eben Van der Poel, Van Aert, vielleicht auch noch Mats Pedersen, die natürlich über so eine Distanz gehen können, allerdings sind die nicht so viele Höhenmeter gewohnt und für die werden, ich würde mal sagen, die letzten zwei Runden, Da wird es rein theoretisch eigentlich zu schwer für die dann eben Fahrern wie, Del Toro, Sextas, Evenepol zu folgen. Das wird so ein bisschen der Knackpunkt werden. Wie wird das Rennen bis dahin laufen? Läuft es überhaupt darauf hinaus, dass diese Jungs da noch dabei sind in den letzten beiden Runden? Oder gibt es eben doch schon irgendwie eine frühere Explosion? Und Remco oder wie auch immer eine Mannschaft vielleicht versucht, das schon ein bisschen früher so schwer zu machen, um eben nicht mit einem Evenepol im Hinterrad in die letzte Runde zu gehen. Weil dann glaube ich schon, dass es dann schwer wird, die da abzuhängen. Und dann auf so einer Zielgeraden. Hat er glaube ich auch noch immer ganz gute Chancen, auch vielleicht ein paar Kilogramm leichtere Fahrer zu schlagen. Also jeder von denen ist zwar schon fies eklig hier rauf, aber ich glaube, für die Fahrer auf jeden Fall noch machbar. Aber ich glaube schon, dass hier auch schon drei, vier Runden vor Schluss irgendeine Aktion passieren kann, die rennentscheidend sein wird. Und man muss ja sowieso nochmal überlegen, wie vielleicht eine belgische Mannschaft das Rennen angeht mit zwei Liedern. Also. Vielleicht passiert dann doch schon früh was und einer von beiden wird eine frühe Entscheidung hervorrufen wollen. Das wird so ein bisschen abzuwarten sein, weil ich glaube, die haben auch so ein bisschen die Aufgabe, dieses Rennen zu kontrollieren und sind ein bisschen schwerer vorherzusehen als jetzt zum Beispiel Frankreich, bei denen ganz klar nur ein Leader da ist. Und die Mannschaft von Van der Poel, ich meine, so wie Van der Poel die Rennen fährt, der ist auch ganz gut im Pokerspielen. Also ich glaube, den wird man erst zu den wichtigen Aktionen sehen und ich weiß auch nicht, wie sich sonst das Team so übers Rennen verhält. Die werden bestimmt mindestens einen Fahrer abstellen, um so ein bisschen zu kontrollieren, aber ich glaube nicht, dass das Team an sich irgendwelche großen Attacken oder so machen wird. Das sehe ich dann eher so bei Belgien oder Frankreich. Was würdet ihr machen, wenn ihr Isaac del Toro wärt? An wen würdet ihr euch dranhängen? USA. Mexiko und USA zusammen. Da freut sich jemand dann in Washington. Also keine Ahnung, wenn wir jetzt rein so von der Fahrweise, die Armys müssen eigentlich auch, wenn sie von Reimann fahren wollen, ich glaube, was deren Ziel ist, was sie, glaube ich, auch können, um das Podium mitzufahren. Ich glaube, Quinn Simmons nicht, weil der hat in der letzten Woche, ich glaube, viel zu viel Feuer raus. Aber so einen McNulty, den muss man ernst nehmen auf dem Rundkurs. Und da den komplett aus dem Vor zu lassen und zu sagen, der ist kein Titelanwärter oder Podiumsanwärter ist, glaube ich, komplett falsch. Er hat das Rennen schon einmal gewonnen und dieses Jahr wird er auch wieder Dritter und war extrem stark im Allgemeinen. Also ich glaube schon, dass die da guten Allianzen schließen könnten. Das sind ja auch Teamkollegen zum Beispiel. Aber denen wird wahrscheinlich so ein frühes Finale auch auf jeden Fall entgegenkommen. Weiß nicht. Also ich glaube, der Toro, der fährt einfach, ähnlich wie in von der Pulten siehst du bis ins Finale gar nicht. Also ich glaube, das ist schon so eher der Typ, der sich gut verstecken wird und dann erst in den letzten Runden irgendwann mal vorne auftauchen wird. Das ist auf jeden Fall mein... Der kann halt natürlich auch voll die... Also die Favoritenrolle hat er bis jetzt ganz gut, finde ich, von sich weisen können, auch wenn er jetzt... Ja, ganz klar einer der Favoriten ist, aber er kann immer noch sagen, ja gut, ich habe keine Mannschaft, die das Rennen kontrollieren wird und du kannst der Mannschaft das auch nicht aufbürgen, sage ich mal. Da läufst du sonst schon Gefahr als andere Nationen, das Rennen aus der Hand zu geben und ich glaube, es gibt keinen so richtig herausragenden Favoriten. Also es gibt schon viele, die auf einem Niveau oder auf einem Level sind. Von daher, kann er sich da, glaube ich, in der Masse an Favoriten so wieder ein bisschen verstecken. Okay, wir müssen alle einen Tipp abgeben jetzt. Paul zuerst. Ja, der Tor, ihr habt schon recht, der wird bis zum Ende warten. Aber wenn es losgeht, wird er mitfahren können. Und ich sehe jetzt gerade keinen, der stärker ist als er. Andy? Ich kann mich ehrlich gesagt nicht so gut festlegen. Ich meine, man hat in der Vergangenheit bei dem Rennen eigentlich diese typischen Klassikerspezialisten hier noch nicht gesehen, weil sie eigentlich nie hier hingekommen sind, um die Rennen zu fahren. Für mich wird es einfach spannend zu sehen, wie die sich hier schlagen. Also ich sage jetzt mal die drei Namen, die ich eben genannt habe, Van der Pol, Van Aert und Pedersen. Bei Matz weiß ich jetzt gar nicht, wie so die Form ist. Er ist krank aus der Welt heraus, hat sich ja jetzt noch, glaube ich, sehr gut vorbereitet zu Hause im Training. Ja, es wird einfach spannend zu sehen, wie die die letzten Runden hier überstehen können. Und ansonsten, ich glaube, Remco wird besser fahren als jetzt beim Grand Prix Montreal letzte Woche. Ja. Weil er da wahrscheinlich auch so seine Lehren draus gezogen hat und diese Vorbelastung einfach von Quebec jetzt nicht hat. Da hat er, glaube ich, schon ordentlich einen rausgehauen mit seiner Nasenatmung, da vielleicht ein bisschen überzogen. Ich würde mir am liebsten wünschen, die verzocken sich alle und irgendwie ist man wieder ein Überraschungsweltmeister, der vielleicht aus einer frühen Gruppe rauskommt und ich hoffe es dann nicht Quint Simmonds. Ich lege mich mal auf einen Antikandidaten fest. Das ist für mich Quint Simmonds. Der muss für mich jetzt kein Weltmeister werden. Ben Healy wäre geil. Stimmt, er hat auch nicht die Form nicht gezeigt. Nee, als Antikandidat wäre das mein Favorite, aber ich gehe auf Mathieu van der Poel. Also ich würde es echt auch den Torraum. Ben Healy beim Compry Montreal war da richtig gut. Ja, aber jetzt auch so er war gut, aber jetzt nicht. Als die Post richtig abging, ist er auch nicht mehr mitgefahren. Nee, aber ich weiß nicht, habt ihr das Rad dran geschaut? Ja. Der ist die ganze Zeit vorne allein rumgefahren, der hat hinten das Loch zu ihm zugefahren, das Loch wurde immer größer. Natürlich geht das irgendwann nicht mehr gut auf so einem Kurs alleine, aber zu sagen, dass der da keine Form hatte oder nicht die Form, die wir schon mal von ihm gesehen haben in der Vergangenheit und ich glaube, damit der Weltmeister wird, muss er halt besser sein als er jemals zuvor war und das sehe ich gerade einfach nicht, ich hoffe einfach, dass es eine spannende Konstellation fürs Finale gibt und eben das Rennen mal nicht 80 Kilometer vorm Ziel schon entschieden ist und ich glaube darauf können wir alle so ein bisschen hoffen und. Wer dann am Ende gewinnt, weiß ich nicht. Ist mir eigentlich auch relativ egal, Hauptsache, wie gesagt, ich würde mich jetzt nicht so freuen, wenn es Quinn Simmons ist. Wir notieren, Paul hat sich festgelegt auf Del Toro. Wenn das Paul nicht gemacht hätte, hätte ich es gemacht. Ich nehme jetzt Van der Poel. Aber ich habe auch irgendwie ein Gefühl, dass es eher Van der Poel als Del Toro wird. Aber ich würde mich mehr freuen über einen mexikanischen Weltmeister. Ich schicke jetzt mal unserem Gast die Einladung. Der wartet nämlich schon wieder ein bisschen. So, kurze Aufheirnphase hier mit Moritz Kretschig. Ihr kennt ihn schon aus Voicemails aus der Vuelta. Lass reingehen, Moritz Kretschi, 24 Jahre alt, aus Annaberg-Buchholz. Kannst gleich nochmal genau erklären, wo das ist. Und seit dieser Saison Worldtour-Fahrer bei NSN. Vorher schon bei Israel im Devotec-Team gefahren, davor bei Radnet. Also deutsches Allstar-Team. und ich habe schon angekündigt als nächste Generation ostdeutsche Radprofi. Gucken wir mal in der Jugend, wie viel ostdeutsche Radsport in dir steckt. Ich glaube sehr viel, denn das Erste, was mir einfällt, ist Fotos mit Radsporttrainer. Oder? Klaus Fischer. Ja, das auf jeden Fall. Also ich meine, ist nun mal von meinem Heimatverein so der Trainer. Deswegen natürlich so die ist eigentlich mal ostdeutsche Schule, Radsportschule habe ich schon ein bisschen genossen, Ja, ich dachte, das ist ein guter Einstieg Aber der Burg ist ja auch dann von dir aus der Ecke Also kurze Erklärung, wer, Wesenwagen schon ein paar Jahre länger hört Radsporttrainer war auf jeden Fall schon in Verbindung mit Markus Burkhardt und so weiter hier Thema in sehr viel früheren Episoden schon lange nichts mehr gehört aber immer noch aktiv, glaube ich Der Verein heißt Venusberg oder so? Ja, RSV 54 Venusberg. Ja, und grandiose Instagram, also mal Radsporttrainer, in Instagram eingeben und ein Follower reinlassen. Also ich glaube, da wird wirklich gute Nachwuchsarbeit gemacht, denn regelmäßig eigentlich Leute, vielleicht nicht so Vollprofi jetzt wie du, aber schon irgendwie vorne in der U23 in Deutschland, in der U19 in Deutschland, cross im Winter, wenn in Nachwuchsklassen richtig gut versorgt und so weiter. Ja, gib uns mal einen Einblick, wie das so bei dir lief. Ja, also eigentlich gar nicht so spektakulär. Klar, so dieser ostdeutsche Training-Style war irgendwie immer da, so. Entweder lang und langsam ganz früher oder so selbe Strecke raus und rein. Also so ganz stumpf. Aber ja, es hat einen irgendwie auch geprägt und es hat ja funktioniert. Wann ging es los bei dir? Mit acht Jahren habe ich angefangen. Und dieser Verein ist bei dir in der Gegend? Das war dann so der Verein, wo man hinging, wo die Eltern wussten, da geht es auf jeden Fall vorwärts? Oder waren deine Eltern auch schon Radsportler? Ja, also mein Vater ist früher schon Rad gefahren und dann durch meinen großen Bruder, der ist dann halt auch bei Venusberg gefahren. Und für mich stand halt als kleiner Knurps immer fest, so ich will so werden wie mein großer Bruder. Und deswegen habe ich dann, sobald ich groß genug war, um halt endlich aufs Rennrad zu steigen, dann gesagt, ich beginne jetzt mit Radsport. Und da war natürlich Venusberg die einzige sinnvolle Adresse. Also ich komme eigentlich aus Gehlenau und das ist quasi genau der Ort neben Venusberg. Deswegen lag das auf der Hand. Und so bin ich dann letztendlich zum Radsport gekommen. Dann hatte ich meinen, also als ich klein war, meinen Trainer Hans-Dieter Steiger. Der hat mich auch jahrelang so auch unterstützt. Und der hat immer so als Anekdote, wenn ich dann älter war, immer so gesagt, weißt du, was du früher immer zu mir gesagt hast? Herr Steiger, kann ich mehr trainieren? Und ja, gut, hat sich da ein bisschen geändert. Aber genau, also dem Verein bin ich, sage ich mal, treu geblieben und bin auch froh, Teil des Vereins zu sein. Ja, acht Jahre ist auf jeden Fall krass. Das hören wir auch selten hier, so früh schon angefangen, aber nice. Und dann, wenn es da auch, es ist immer auch wieder die Rede, wie wichtig das ist, dass es Vereine gibt und Trainer, die das auch durchziehen. Paul? Wie viel fährt man als Achtjähriger? Das war da jetzt nicht in dem Sinne so strukturiert. Also ich glaube eine Stunde, das war es. Also länger bin ich nicht gefahren. Also ich kann mich jetzt auch nur noch ganz, schlecht daran erinnern. Aber so diese Klassikerrunde für mich zu Hause war immer so, die hieß Drehbachrunde, das sind 25 Kilometer und das war so die Standardrunde für mich. Das aber dann auch schon im Winter und so, ne? Im Winter eher weniger da war halt vor allem ein Crosslauf ich würde sagen, du musst dann ja warte mal, wann hört man mit Crosslauf auf? In der U17 oder? bis U15 ist doch Crosslauf U15, ab der U15 wenn man auf Cycle Cross wechselt okay, da hast du 5 Jahre lang Crosslauf gemacht im Winter genau okay, krass. Damals konnte ich noch rennen, kennst du es nicht ich das, ich weiß nicht, aber das ist ja überall so, oder? Das ist doch generell... Ich weiß gar nicht, was das sein soll, Paul. Echt nicht? Also Crosslauf, stell ich mir jetzt einfach vor, du rennst einfach durch den Wald, oder? Ja, aber das war, also wenn ein Rennen oder Crossrennen stattgefunden haben, oder immer noch, dann sind die Jüngeren in Altersklassen, die fahren kein Rennen, sondern die laufen. Auf dem gleichen Kurs zum Teil auch. Ich glaube, die laufen auf dem gleichen Kurs. Das würde für mich gar keinen Sinn machen als Radfahrer. Warum soll ich auf einmal laufen? Nee, aber die sind halt noch so jung. Also die sind dann ja irgendwie, das sind ja so Zwölfjährige und 13-Jährige. Nee, doch. Zwölf- und 13-Jährige. Aber irgendwie so in den Dreh. Bis zwölf, ja. Genau, bis zwölf. Dann machst du halt Crosslauf. Echt? Das war bei uns so richtig Standard. Ja. Ich habe erst später angefangen, also ich bin mit zwölf kein Rad gefahren im Verein, aber das war so normal, dass du zu den Crossrennen hinkommst und dann morgens sind dann die kleinen Kids da rumgelaufen. Also habe ich noch nie, also habe ich schon von gehört, ja, aber noch nie gesehen. Ist das ein NRW nicht so? Aber du bist auch nie Cross-Rennen gefahren, ne? Ne, bin ich nicht, aber weiß ich nicht. Ich muss mal Marcel Meisen fragen. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass der irgendwo mal gelaufen ist. Du musst halt früh angefangen haben, sonst hast du es natürlich nicht gemacht. Der ist bestimmt schon mit vier Jahren Radcross gefahren. Ja, aber bei uns, das war früher halt wirklich so, dass du im Winter unglaublich viel allgemeine athletische Ausbildung gemacht hast und bist wenig Rad gefahren, aber viel andere Sachen. Das war eigentlich ganz cool. Na gut, dann durftest du auf jeden Fall Crossrennen fahren, irgendwann. Und hast dann wahrscheinlich im Winter auf dem Crossrad trainiert und lange und langsam. Und ja, ab wann hast du gemerkt, dass das Ganze irgendwie so in eine ansprechend positiv profisportliche Richtung gehen könnte. Ja, eigentlich so, ich sag mal so, der Anfang war so ab der U17, wo man dann gemerkt hat, man ist, sag ich mal, deutschlandweit auch gut mit dabei. Und sag ich mal, ich muss ehrlich zugeben, ich habe in dem Alter jetzt auch nicht so enorm viel trainiert verglichen mit anderen Fahrern. Also für mich waren da so zwei Stunden Training, so das Maximum. Also viel mehr jetzt nicht so am Tag. Und dann halt in der U19 musste ich mich halt entscheiden zwischen Cyclocross und Bahn und habe mich dann für die Bahn entschieden. Letztendlich denke ich, war das auch die bessere Entscheidung, weil einfach anhand der Erfolge und auch einfach, es hat extrem viel Spaß gemacht. Wir waren da immer eine coole Truppe. Und ja, dann hat halt Corona ein bisschen reingeschnitten, muss man so ehrlich sagen. Also in meinem ersten Jahr 2019 war ich echt ziemlich schlecht auf der Straße, bin ich ehrlich. Und in meinem zweiten Jahr habe ich einen guten Sprung gemacht, aber wir hatten halt kaum Rennen. Und dann hatten wir die ersten Rennen erst in der zweiten Saison Hälfte und alle Teams waren voll. Und ja, für mich war es auch ein bisschen sehr schwierig zu der Zeit, weil ich hatte halt im Prinzip keine Perspektive von dem Team her. Es geht ja jetzt erstmal um ein KT-Team, ne? Genau, war halt eine extrem schwierige Phase und letztendlich hatte ich Glück, dass ich halt eben über die Bahn zu Radnit gekommen bin, weil sonst wäre KT-technisch nicht viel drin gewesen. Beziehungsweise habe ich eher die Absagen da bekommen. Und ja, dann bin ich zu Radnet gekommen. Und ich denke, mein Glück oder Glück im Unglück war dann, dass halt zum zweiten Jahr U23 viele von unseren Leistungsträgern weggegangen sind. Und ich dann in meinem zweiten Jahr so die Chance hatte, auch wirklich Rennen zu fahren. Weil im ersten Jahr war halt immer noch Corona das Problem. Und ich bin halt über die Bahn reingekommen, sprich noch weniger Rennen. Ich glaube, ich hatte am Ende zehn Renntage, also quasi nichts. Und ja, und dann ging es halt so langsam los. Und dann, also ich bin halt keiner, der jetzt so von 0 auf 100 direkt, ich bin halt einer, der steigert sich stetig Jahr für Jahr. Und dann habe ich mir halt so langsam den Weg gebahnt in Richtung Profi. Sehr langsam, aber es hat gereicht. Also ich meine, du warst halt nicht unerfolgreich unterwegs auf der Bahn. Du warst im ersten Jahr Junioren, bist du Weltmeister geworden im Bahnvierer. Ja. Und im zweiten Jahr warst du auch Europameister, glaube ich. Ja, am Punkt der Fahren. Bist du dann im zweiten Jahr bei der U23, bist du dann komplett von der Bahn weg oder bist du immer noch auf der Bahn gefahren? Also es war halt damals so, dass halt im Prinzip so vom Körperbau war ich jetzt nicht der klassische Bahnfahrer. Und letztendlich haben dann damals Zülke und Krapsch sozusagen das abgesprochen, dass es schon sinnvoller wäre, mich auf die Straße zu holen. Genau, das sind die beiden Bundeswehren damals gewesen. Genau, genau. Und dadurch, dass ich über die Bahn auch in die Bundeswehr gekommen bin, wurde das dann auch so geklärt, dass es dann auch funktioniert hat, dass ich eben auf der Straße in Kader komme und aber dennoch weiter in der Bundeswehr bleiben kann. Und ja, dann ab dem zweiten Jahr dann voller Fokus auf die Straße. Wie hast du noch nebenher was gemacht? Aber wahrscheinlich, wenn du Bundeswehrplatz hattest, dann nicht, ne? Also hast du noch irgendwie eine Ausbildung gemacht oder eine Schule? Ne, also ich habe mich quasi voll auf dem Sport konzentriert, weil ich habe halt auch während des Abi gemerkt, so ich bin halt ein Typ, der halt lieber sich auf ein was fokussiert und nicht so beides halbherzig macht. Und ja, Radsport hat mir halt oder macht mir halt mehr Spaß. Und gerade auch aufgrund vieler Reisen, aufgrund von Wettkämpfen oder Trainingslagern. Ist es schon zäh, auch was nebenbei zu machen. Vor allem mit hinter Gedanken, sich auf den Sport zu konzentrieren. Du bist dann im dritten Jahr U23 bist du Deutscher Meister geworden und dann, ins Nachwuchsteam von Israel Premier Tech, heute NSN Cycling Team gewechselt, gab es da schon. Eine Prognose oder hat es vielleicht sogar schon einen Vorvertrag für die Profimannschaft, weil du warst ja dann noch über die U23 hinaus ein Jahr in dem Devo Team wie ist das so gelaufen in der Zeit? Also ich sage mal so, ich hatte ein paar Teams, die an mir interessiert waren, aber ich hatte bei Israel, also beziehungsweise Israel war so das einzige Team, wo ich das Gefühl hatte, die suchen speziell nach mir als Fahrer und nicht nach einem Fahrertypen wie mich. Und deswegen habe ich damals das Risiko in Kauf genommen, erstmal nur für ein Jahr fürs Devo-Team einen Vertrag zu bekommen ohne Sicherheit, dass es danach weitergeht, und eigentlich mein Ziel war eigentlich im letzten Jahr U23 möglichst durchzustarten mit Ergebnissen, weil das dritte Jahr lief ja schon sehr gut, aber letztendlich ja, es kann halt nicht immer perfekt laufen. Ich hatte halt viele Verletzungen durch Stürze und ein ziemliches Seuchenjahr letztendlich. Und bin dann letztendlich auch sehr froh, dass das Team schon Mitte des Jahres, nachdem ich an sich keine Ergebnisse hatte, schon auf mich zugekommen ist und gesagt hat, für Profi reicht es noch nicht, aber wir geben dir auf jeden Fall noch einen, Vertrag fürs Devo-Team. Und da bin ich auch extrem dankbar, weil ich denke, bei vielen anderen Teams, die hätten dich dann aufs Abstellgleis gesetzt und ja, du bist nächstes Jahr nicht mehr U23. Ciao. Und das war halt in dem Team nicht der Fall. Die haben mir weiter das Vertrauen gegeben. Und letztendlich ist es dann zum Glück so gekommen, wie es jetzt gekommen ist. Ja, ich kann mir schon vorstellen, es muss jetzt mental alles auf jeden Fall, nicht so einfach gewesen sein oder du bist ein extrem ruhiger, entspannter Typ und hast es alles easy genommen, aber dann auch so mit, A, diese Entwicklung, wie bist du ins World Tour Team gekommen, B, dahinter dann nochmal dieser Wechsel vom Hauptsponsor oder Rebranding vom Team, wo man bestimmt auch eine Zeit lang nicht so ganz richtig wusste, was jetzt abgeht als Fahrer. Wie hast du das alles so mitbekommen? Ja, also generell diese ganzen Kontroversen, die so entstanden sind, einfach aus politischer Sicht, waren schon, also die hatte man schon immer ein bisschen im Hinterkopf. Auch einfach so beim Training, du musst nur mal an falschen Menschen geraten und dann hast du Pech. In der Hinsicht hatte ich extrem Glück. Also ich hatte nie irgendwelche Leute, die mich dumm angemacht hatten, wenn ich mit dem Trikot-Training gefahren bin. Also in der Hinsicht war alles entspannt. Aber Teamkollegen haben sowas erlebt oder was? Ja, also vor allen Dingen die in Spanien lebenden Teamkollegen. Und ich meine, die Uelter letztes Jahr spricht, denke ich, für sich. Und demzufolge waren an sich denke ich alle Fahrer extrem froh, dass es eben zu der Namensänderung kam, um eben dieses Kapitel abzuschließen und einen neuen Weg zu gehen und vor allem auch einen sicheren Weg zu gehen, weil es macht dir auch keinen Spaß, wenn du auf Rennen bist und eigentlich immer irgendwie Polizei undercover hinter dir ist oder ringsrum einfach um dich abzusichern, weil immer irgendeine Gefahr im Raum steht. Aber habt ihr als Fahrer in diesem Wechsel des Namens und dann eventuell auch von Sponsoren, hattet ihr da auch mal so eine unsichere Phase, wo ihr nicht wusstet, ob es komplett weitergeht oder war das eigentlich alles immer relativ safe? Als du siehst die ganze Zeit, es wird auf jeden Fall weitergehen. In welche Richtung? Das stand die ganze Zeit quasi offen. Letztendlich, gut, ich war halt auch Devo-Fahrer. Ich habe sozusagen immer als letztes sozusagen mitbekommen, wie was wird. Aber letztendlich war alles sehr, sehr kurzfristig. Also sowohl die Namensänderungen als auch der Wechsel von Rädern zum Beispiel. Also es war jetzt speziell für unser Management eine sehr stressige Phase. Gut, dafür sieht es jetzt eigentlich wieder relativ stabil aus, ne? Ja. Letztes Jahr wurden wir in Spanien verfolgt, sage ich mal, und jetzt sind wir also Lieblingsteam. Das ist verrückt. Krass. Du hast auch unterschrieben, inklusive, also 28. Erstmal safe dort. Musst dir keine Sorgen machen. Jetzt können wir ja mal vielleicht ein bisschen so zu diesem Jahr kommen du bist so zum Mai hin ins World2Team gewechselt, ne? Darf ich ganz kurz bevor wir da reingehen, eine Frage du hast vorhin gesagt, dass NSN nicht, also die haben quasi dich gesucht als Fahrertypen und nicht jemanden also du hast es in dem Fall gut beschrieben, wie würdest du dich dann bezeichnen als das für Fahrertypen? Ich würde mich, sage ich mal, mehr als Outrounder bezeichnen. Also ich würde mich jetzt nicht in irgendeine Richtung beschreiben, dass ich da extrem gut bin. Ich kann halt alles irgendwie so ein bisschen und bin da, sage ich mal, vielseitig einsetzbar. Ich hoffe natürlich dass jetzt so in Zukunft ein bisschen sag ich mal sich das in irgendeine Richtung sag ich mal spezialisiert aber das ist halt auch die Frage wo mich das Team sieht, und deswegen gerade dieses Jahr bin ich notgedrungen sag ich mal reingekommen, um so das Personal ein bisschen mit abzudecken, und aber ich denke gerade für nächstes Jahr wird es dann ein bisschen einfacher sein, gerade auch langfristig schon so ein paar Pläne zu haben im Sinne von Rennen, auf welche ich mich fokussieren soll oder vorbereiten soll oder welche Rennen vor allen Dingen so im Fokus liegen. Aber wo würdest du dich persönlich am liebsten sehen? Also bei welchen Rennen, wenn du es dir jetzt irgendwie quasi aussuchen könntest? Schon eher so bei bergigeren Rundfahrten. Also komplett flach, belgische Rennen und so weiter, da bin ich raus. Da habe ich einfach zu wenig Durchsetzungsvermögen. Aber sobald es halt ein bisschen selektiver wird und alle am Limit irgendwo sind, fühle ich mich auch wohl am Feld, mich da auch zu bewegen. Und wenn ich da mich die nächsten Jahre auch weiterentwickeln kann, wäre das für mich eigentlich sehr gut. Dieses Jahr, bevor du World Profi gewonnen bist, erst mal Tour de Rwanda gewonnen. Herzlichen Glückwunsch nachfraglich. Wie war die Experience? Ich glaube, du warst vorher schon mal im GC relativ weit oben, ne? Ja, also es war jetzt mein drittes Jahr in Folge, wo ich dort war. Das erste Jahr war ganz gut. Das. Zweite Jahr hatte ich leider ein bisschen mit dem Magen und Darm zu kämpfen, deswegen war ich dann da draus. Und dieses Jahr bin ich eigentlich nur als Helfer hingekommen und war an sich auch gar nicht gedacht, da auf Ergebnis zu gehen und ich bin irgendwie da reingerutscht, letztendlich. Also ich hatte eine Chance, in die Gruppe zu gehen, hab die genutzt und es ging halt so gut auf, dass ich halt ins gelbe Trikot fahren konnte. Nice. Ja, und dann eben, wie schon besprochen, im Mai einen World2-Vertrag bekommen. Hab da dann mit dem großen Team unterwegs. Ändert sich dann, hat sich da direkt krass was geändert in der Organisation? Also wie ist es bei NSN aufgestellt mit Devo-Team und Main-Team? Ist es eigentlich eher so das Gleiche oder ist es so Conti-Style und Worldtour, wie man sich es vorstellt? Ja gut, also im Wesentlichen hat sich geändert, dass man jetzt halt einen Bus hat statt zu einem Camper. Dann, was auch entspannender geworden ist, davor mussten wir leider mit Draht immer noch anreisen, weil es so ein paar Lieferengpässe gab, weil das, wie schon gesagt, recht kurzfristig alles kam mit dem neuen Radsponsor. Deswegen war das Devo-Team da ein bisschen hinten angestellt. Das hat sich dann natürlich auch geändert. Und also im Großen und Ganzen hat sich jetzt nicht allzu viel geändert. Ich meine, die meisten Leute kannte ich schon, weil ich schon davor einige Rennen mit den Profis auch fahren durfte. Und deswegen war es jetzt nicht so rein ins kalte Wasser geworfen. Und was war dein Lieblingsrennen bis jetzt? Ich würde tatsächlich sagen, Ruanda. Also es ist halt eine ganz besondere Erfahrung dort unten. Es ist halt komplett anders als hier, aber die Menschen sind extrem freundlich und es ist immer richtig gute Stimmung. Und es ist halt, also ich finde es auch, es ist ein schönes Rennen, um in die Saison zu starten, weil es hat so ein also du bist zwar auf Rennen, aber es hat so einen entspannten Charakter, du fühlst dich also du fühlst dich so ein bisschen wie im Urlaub mit Rennexperience. Wir durften deine Spanien-Rundfahrt mitverfolgen, bis auf Etappe 14 es nicht mehr losging. Hat dich die Hitze zerstört? Also werden wir einiges mitbekommen noch von den anderen, wie heiß es war und, was? Ja, also generell die zweite Woche, die Hitze hat mich da ganz schön hart drangenommen. Also ich habe eigentlich jeden Tag irgendwie immer mehr gelitten aufgrund der Hitze. Die erste Woche war alles fein, also auch die Temperaturen, kaum Probleme gehabt. Aber die zweite Woche war wirklich sehr, sehr brutal. Und das Problem ist halt, wenn du dann einmal überhitzt. Hast du so einen Schuh sitzen, dass du halt einfach nicht mehr vorankommst. Und so ging es mir halt auf der 13. Etappe. Mich hat es nach 20 Kilometern mit noch anderen Fahrern komplett aufgestellt und dann den ganzen Tag, ja, ich glaube, wir waren eine Sieben-Mann-Gruppe, versucht es eigentlich mal zu überleben. Und ich bin wirklich mit letzter Kraft ins Ziel gekommen. Ich war wirklich komplett im Delirium. Und ja, dann in der Nacht zur 14. Etappe auch extrem schlecht geschlafen. Also als hätte man Fieber. Und dann hat am nächsten Tag der Teamarzt gesagt, nee, das macht keinen Sinn. Es macht mehr Sinn, dich nach Hause zu schicken, dass du dich erholst. Ja, steckt man da nicht drin. Also wie du sagst, wenn du da einmal so überhitzt, waren jetzt auch. Keinesfalls schlechte Fahrer, mit denen du da unterwegs warst, oder? Ich glaube, Christoph Laporte war einer davon, Jordi Moyes, Ethan Hater. Also die hatten, glaube ich, alle gleichermaßen mit der Hitze zu kämpfen. Und ja, wenn es sich dann einmal erwischt, dann ist auch irgendwie nichts, was man dagegen tun kann. Also für mich war es auch immer ab, eigentlich schon ab 25 Grad wurde es unangenehm. Also alles, was dann über 30 war, ja, auch Horror. Auch wenn man heute sich so ein bisschen besser darauf vorbereiten kann mit Hitzetraining und so weiter. Aber hättest du es gemacht, Andi, hättest du Hitzetraining gemacht? Du, keine Ahnung, das ist erst erfunden worden, nachdem ich aufgehört habe Natürlich hätte man es wahrscheinlich gemacht Ich habe ja auch anderes Training gemacht, warum hätte ich das dann nicht machen sollen? Ja, weil das ja auch Rolle beinhaltet zum Teil. Na klar, man kann natürlich draußen mit dem Maleanzug fahren. Ich weiß nicht, ob du das gemacht hast oder mit Regenjacke und so draußen Hitze-Training? Ja, ich habe das teilweise mit eingebaut, so auf der letzten Stunde dann ein bisschen dicker angezogen weil Hitze-Training macht generell keinen Spaß, bin ich ehrlich, aber es traurigerweise hilft es. Ist meistens mit Dingen, die keinen Spaß machen. Ist komisch. Und genau, nee, aber die Hitze war einfach zu extrem. Normalerweise bin ich da auch so wie Andi, so ab 25 Grad ist eigentlich schon unangenehm. Das habe ich mittlerweile ein bisschen nach oben verschieben können, aber wenn es halt dann Richtung 40 Grad geht, dann ist halt mein Körper irgendwo dann am Limit. Ja wir müssen uns hier mal überlegen, wie das weitergeht weil nach oben verschieben ist erstmal gut, wird nötig werden. Aber wie war das innerhalb vom Team so organisiert, also hast du gemerkt, dass sie an allen Ecken und Enden da einfach auf dem Limit sind, um euch irgendwie zu versorgen, Ja, also das Problem war teilweise während der, also während den Etappen, dass, also wir waren halt leider in der Gesamtwertung nicht so weit vorne. Und vor allen Dingen in der ersten Woche ist es mir extrem aufgefallen, dass wir häufig unser Auto gerufen haben, aber die Kommissäre unser Auto nie gerufen haben. Und auch teilweise, also es gab Phasen, da war ich der Erste quasi, der die Hand von allen aus dem Feld gehoben hatte. Und dann erst fünf Minuten später kamen die anderen so nach hinten. Und dann hörst du nur, ja, ruft jetzt einer mal das Auto. Und ich denke mir so, ich hebe schon seit fünf Minuten den Arm. Und irgendwie wurde es nicht durchgestellt. Und dann hatten wir auch einmal die Phase, dann hatten wir endlich Verpflegung. Wollte ich gerade Flaschen annehmen und dann sagen die Kommissäre, nee, Verpflegung ist jetzt hier nicht, weil andere Autos nach vorne müssen. Und das war die einzige Möglichkeit zu dem Zeitpunkt, wo wir uns auch so ein bisschen dachten, ja super, jetzt haben wir endlich unser Auto vorne und dürfen aber dann auf einmal nicht mehr verpflegen. Wurde euch gesagt, warum das so ist? Also warum ihr nicht gerufen wurdet? Nee, also wissen wir nicht, aber es war, also das war ein bisschen, was es insgesamt schwerer gemacht hat. Also es ist ja ohnehin schon mit den Verpflegungszonen teilweise schwierig, die alle auch in Anspruch zu nehmen. Und vor allen Dingen war ja in der ersten Woche auch noch das Verbot, in den Verpflegungszonen aus dem Auto raus zu verpflegen. Und ja, wenn du dann halt auch in dem Moment eben die Verpflegung verpasst, weil du auf der falschen Seite bist oder es halt gerade Zug auf der Kette ist. Wird halt schwierig, dann durchzukommen. Gerade mit der Hitze, da ist halt Trinken und Abkühlen das A und O. Und wenn du da einmal ein bisschen da reinhaust, dann hast du einen ganz schönen langen Tag. Ja. Hattet ihr sonst so ein Protokoll, wenn ihr zum Bus gekommen seid, ist das direkt dann Eistonne oder wie habt ihr das gehandelt? In der Hinsicht, da könnte sich unser Team auf jeden Fall noch verbessern, so Thema Eistonne. Wir hatten lediglich ein Slushie-Eis davor und auch danach. Während der Rennen natürlich auch Eis zocken, aber so ein paar Kleinigkeiten verglichen mit anderen Teams könnten wir uns definitiv noch verbessern. Aber ich denke, dass vielleicht Hälfte des Peloton hatte Eistonne und die andere Hälfte hatte das auch nicht also das sind so Punkte, wo viele Teams sich auch noch verbessern könnten, Ja, ich habe eben schon gedacht, als du erzählt hast, wie du 13. Etappe so im Delirium ankommst, klingt fast schon nach einer guten Hungerast-Geschichte, aber es ist Hitzeast. Vielleicht gibt es von früher noch was. Hast du noch eine gute Hungerast-Geschichte? Ja, habe ich sogar zwei. Sehr gut. Also eine war, das war noch U19, ich glaube, zweites Jahr war ich da. Da hatten wir, ich glaube, 150 Kilometer auf dem Plan. Und ich bin von zu Hause quasi nach Chemnitz gekommen, das sind so 15 Kilometer. Sprich, für mich wären es dann 180 insgesamt gewesen. Und es waren, glaube ich, auch so 30, 35 Grad. Und wir sind schön Richtung Altenburger Land, komplett flach. Kein Schatten, Vollgas, Sonne. Und dann halt auch Verpflegung. Damals war halt noch so 5-Liter-Gallone mit 3 Löffeln ISO, ist isotonisch und Carbs. Hauptsache, es sieht nach was aus. Sprich so, Verpflegung damals war jetzt auch nicht so die beste. Und dann kam ich wirklich an den Punkt auf den letzten, was waren das dann, gut 7, 8 Kilometern, bevor ich zu Hause war, dass ich komplett... Als ich einen Hungerast hatte, anhalten musste mit noch einem Kumpel und dann erst mal ein Eis gekauft habe. Und dann habe ich meinen Vater angerufen, es geht nichts mehr, ich muss mich abholen lassen. Und so weit ist es schlimm. Ja, genau. Weil es ist immer noch so ein Berg dazwischen. Und wenn du da weißt, du bist grau, dann hast du verloren. Und dann das andere Mal waren so eine 200-Kilometer-Tour mit einem Kumpel zu einem schönen Wintertraining. Und ja, so 5 Grad, so, ich glaube, leicht niesel, also so einfach eklig. Sind wir einmal bis Leipzig und zurückgefahren und auf dem Rückweg, auf den ersten paar Metern, hatte mein Kumpel Platten. Da war erstmal das Aufpumpe ein bisschen zäh, weil wir hatten beide nur so eine 0815-Pumpe mit. Zum Glück kam noch ein anderer Radfahrer uns entgegen und hat uns da geholfen. Und uns war aber danach so arschkalt, dass ich gesagt habe, gut, ich fahre jetzt erstmal eine Stunde von vorne, dass uns wieder warm wird und dass wir wieder Meter machen. Ja, und in der Stunde hatten wir halt auch schön Gegenwind drauf. Also mein Kumpel konnte halt schön dahinter sich ausruhen und ich bin halt schön von vorne geschraubt. Und dann ging es so runter ins Tal und dann kam er wieder vor und er hat dann wieder so angefangen, ganz normal zu reden. Und ich war so im Eimer und er so, ey, nimm es mir nicht übel. Ah, bitte, sei mal kurz leise. Ja, also, Also da bin ich auch ein bisschen über meinen Punkt gegangen. Dein Lieblingsrennen hast du ja jetzt schon gewonnen. What's next? Überleg mal so in deine Zukunft rein. Optimale Entwicklung, alles läuft mega. Was würdest du gerne mal abschießen oder wo wärst du gerne mal gut? Ja, also es wäre schon schön, nochmal ein deutsches Meistertrikot zu gewinnen. Also es war schon damals schön. und ja, noch ein weiteres Mal, vor allem in der Elite, wäre ja, besonders cool. Aber so, sage ich mal, jetzt nicht unbedingt Rennen gewinnen, aber so ein Rennen, was mich in Zukunft reizen würde, wäre, wenn es zu dem Tourstart kommen würde, 2029 in Deutschland, was halt auch hier durch meine Heimat gehen soll. Das wäre auf jeden Fall ein Riesenziel für mich. Ja, das ist ein gutes Ziel. Gibt es da schon Strecken? Nee, ne? Nicht genau, aber es hieß, es soll wohl hier in der Region entlang gehen. Und ja, gerade Tour de France, so das größte Rad in der Welt. Das wäre schon cool, da sozusagen vorheimischen Publikum da zu starten. Ja. Ja, kann ich mir gut vorstellen. Das ist so ein gutes Ziel. Mal sehen, ob die Olympia-Bewerbung vom Ruhrgebiet durchgeht. Wird jetzt, glaube ich, auch nächste Tage, ich glaube, es dreht sich noch so um München oder Rhein-Ruhr. Berlin hat sich selbst rausgenommen. Berlin hat gekündigt, genau. Dann wäre Andi Stauffel, nämlich Strecke planen. Ich will Strecke planen. Du meintest, die fällt eine geile Strecke ein. für Olympia. Benholzhausen. Benholzhausen, ja, das ist gut. Ja, ja, bitte. Wie viele Runden müsste man da fahren um Olympiastrecke? Das wären dann so 26 Runden oder so, 25 Runden. Olympiarennen ist doch gar nicht so lang, Paul. Es ist Olympiarennen auch immer weit über 200. Das sind so wenig Starter nur, ne? Das ist einfach nur wenig Starter, genau. Einfach nur wenig Starter, trotzdem saulang. Wienholzhausen Wienholzhausen war jetzt schon Deutsche Vuelta kann auch noch Deutsche Olympia werden. Wie geht es denn dieses Jahr für dich noch weiter? Für mich stehen jetzt noch zwei Rennen in Italien an. Zwei Eintagesrennen. Dann geht es für einen Tag nach Hause, bevor es dann weitergeht nach Hongkong und Guangxi. Geil, das Bestrafungsrennen. Aber mir ist es so lieber, weil das ist eine Woche weniger, die du in Kackwetter trainieren musst. Und du siehst noch ein bisschen was von der Welt. Ja, nein, ich meine es auch gar nicht. Ich glaube, das ist eher ein Bestrafungsrennen, für Leute, die vielleicht auch so einen größeren Gehaltscheck schon im Jahr bekommen und dann irgendwie darüber mitgeteilt bekommen, dass sie Team wechseln oder dass sie sich vielleicht doch mal anstrengen sollten in Zukunft. Nichts gebracht. Also zu dem Rennen, Paul, habe ich mich auch schon umgehört und das ist, glaube ich, so 50-50. Die Leute finden es entweder richtig cool, dahin zu fahren oder finden es absolut Horror. Und deswegen so würde ich nicht sagen, also Bestrafungsrennen, wenn überhaupt nur noch von außen. Ja, 50-50. Ja, wenn du überhaupt dann, die 50 Prozent, die es nicht mögen, müssen ja auch erstmal dahingeschickt werden. Also ich glaube, es sind schon viele, die da auch nochmal drauf Bock haben. Und. Wo sich die meisten beschweren, ist tatsächlich die Anreise, weil die so ultra lang sein muss. Aber vor Ort soll alles eigentlich ganz cool sein. Ja, ist doch sicher spannend. Ist doch sicher spannend. Ist das auch so hart auf Höhe? Ich weiß gar nicht. Das ist Shanghai Lake, ne? Nee, nee, das glaube ich. Das ist auf richtig Höhe. Ich glaube, das ist normale Höhe, so. Also, wie bei uns. Alright. Haben wir noch eine Frage? Irgendwie Nö, bin zufrieden. Noch irgendeinen Klassiker? Gib uns zum Abschied noch deinen Lieblings-Snack, wenn du nach Hause kommst von harten Hunger-Arst-Training. Am liebsten Carrot Cake. Wenn meine Freundin gebacken hat. Glücklicherweise hat sie heute. Ihr seid Radsport-Haushalt, ne? Ja, genau. Radsportpärchen. Auch im Radsport aktiv. Mehr auf der Bahn. Und glücklicherweise hat sie auch heute einen Carrot Cake gebacken. Also perfektes Timing. Die fährt doch bei LKT, oder? Ja, genau. Da habe ich den Namen schon mal gehört. Sehr gut. Hast du hart trainiert heute? Hast du den auch eingeschraubt schon? Also direkt Carrot Cake Vernichtung danach? So ungefähr. Beste. Dann, wenn keine weiteren Fragen von meinen Kollegen mehr auftreten, würde ich sagen, wir bedanken uns für deine Zeit und wünschen guten Appetit beim Abendessen. Dankeschön. Hat mich gefreut, dass ich zu Gast sein durfte. Und genau, bis dahin. Wir bleiben dran. Ich werde dich wieder kontaktieren bei Grandtours, bei denen du am Start bist. Top. Bis nächstes Mal hoffentlich, bis zum Ende. Alright. Also bis dann. Ciao. Vielen Dank. Ciao, ciao.