Diese Episode enthält explizite Details über einen wahren Kriminalfall. Weitere Infos in der Folgenbeschreibung. An der südafrikanischen Küste befindet sich die Stadt Geberha. Im Dezember 1994, als unser Fall ins Rollen kommt, trägt der Ort noch den Namen Port Elizabeth. Wenn bei uns in Deutschland Schnee liegt und kalter Wind durch die Straßen fegt, ist dort herrlicher Sommer. Die Tage sind warm, viele Menschen verbringen ihre Freizeit am Meer und auch nachts bleibt von der Hitze des Tages noch was übrig. Doch jetzt, kurz nach halb drei am Morgen, ist die Luft an der Küste doch etwas kühler geworden. Tian sitzt mit seinen Freunden im Auto und fährt gerade über eine Straße am Strand zurück zum Campingplatz. Hinter ihnen liegt eine lange Nacht im Club. Vor ihnen noch die Heimreise. Die letzten Stunden ihres Urlaubs sind angebrochen. Wahrscheinlich denkt Tian längst an die Rückfahrt, an die noch ungepackten Sachen im Campingwagen oder an eine heiße Dusche. Tian ist 20 Jahre alt und studiert Veterinärtechnik in Johannesburg. Er wird kein Arzt, lernt aber, wie man Tierkrankheiten im Labor untersucht. Und er rechnet in dieser Nacht ganz sicher nicht damit, seine wenigen medizinischen Kenntnisse irgendwie noch einzusetzen. Er sitzt einfach im Auto und folgt den Rücklichtern seiner Freunde, die ein Stück vor ihm in einem anderen Auto fahren. Doch dann leuchten plötzlich die roten Bremslichter auf. Auch der Wagen vor Tian kommt so abrupt zum Stehen, dass die Reifen über die Straße quietschen. Für einen Moment kann er nicht erkennen, warum die Autos gebremst haben. Irgendwas muss auf der Fahrbahn liegen, so vermutet er. Noch bevor er näher darüber nachdenken kann, steigt eine Frau aus dem vorderen Auto aus. Kaum steht sie auf der Straße, beginnt sie laut zu schreien. Die anderen Fahrzeugtüren gehen fast alle gleichzeitig auf. Seine Freunde steigen aus, Stimmen überschlagen sich. Tian versteht erst gar nicht, warum. Er steigt ebenfalls aus und läuft nach vorn. Als er näher kommt, erkennt er, dass dort auf der Straße kein Gegenstand oder Tier liegt, sondern ein Mensch. Eine Frau. Sie liegt nackt mitten auf der Fahrbahn. Ein Jeanshemd bedeckt ihren Bauch, so als hätte sie es im letzten Moment noch schützend über sich gezogen. Ihre Haut ist blass. Überall an ihrem Körper klebt Blut. Tian kann eine tiefe Wunde an ihrem Hals erkennen. Er nimmt im Hintergrund noch die Schreie und das Entsetzen seiner Freunde warm. Alles an dem Anblick der Frau vor ihm spricht dafür, dass jede Hilfe zu spät ist. Tian kniet sich trotzdem neben die verletzte Frau. Aus der Nähe betrachtet er ihre grünen Augen. Sie sind blutunterlaufen und voller Angst, aber geöffnet, wach. Die Frau bemerkt, dass jemand bei ihr ist. Sie schaut Tian an, als wolle sie etwas sagen, doch aus ihrem Mund kommt kein einziges Wort. Tian hört nur ein leises, angestrengtes Geräusch. Ein Röcheln, das aus der schweren Verletzung an ihrem Hals dringt. Der junge Mann nimmt ihre Hand in seine und beginnt, auf die Frau einzureden. Er weiß nicht, wer sie ist oder woher sie kommt, wie lange sie schon auf der Straße liegt oder wer ihr das angetan hat. Er weiß nur, dass es ein Wunder ist, dass die Frau noch am Leben ist. Er vergewissert sich, dass das Geräusch, das er hört, wirklich ihr Atem ist. Aber ja, die Frau lebt. Noch. Jetzt zählt jede Minute. Und damit ganz herzlich willkommen zurück zu einer ganz besonderen Folge mit Anne Lugmann und mit Patrick Strohwusch. Hallo! Und die Folge heute ist gleich aus doppeltem Grund besonders. Und zwar, weil, dass es uns wirklich noch nie passiert in der ganzen Zeit der schwarzen Akte, wir so technische Probleme hatten, dass wir die Folge neu aufnehmen mussten. Und dabei hatten wir und haben ja auch immer noch sowas Besonderes euch zu erzählen. Ja, denn wir können endlich das große Geheimnis lüften, das wir über die letzten zwei Folgen aufgebaut haben, denn vielleicht habt ihr euch es schon gedacht, vielleicht haben ein paar schlaue Füchse schon herausgefunden, was passieren wird. Patrick und ich gehen nächstes Jahr auf Live-Tour. Let's go! Und unsere Tour startet in Essen und zwar am 12. September. Ganz genau. Und als nächstes geht es nach Köln, direkt den Tag danach am 13.9. Dann kommen wir nach Frankfurt am Main am 19.9. Und den Freitag danach, das ist der 24.9., geht es nach Stuttgart. Dann kommen wir in den hohen Norden nach Hamburg am 29.9. Und als vorletztes geht es wieder ganz nach unten nach München, das ist dann der 5.10. Und das große Finale, das für uns natürlich nochmal ganz besonders ist, das wird in unserer Wahlheimat Berlin sein, am 12. Oktober. Also wir hoffen natürlich wirklich, dass die doppelte Aufnahme jetzt kein schlechtes Oben ist. Und wir hoffen wirklich, wirklich, dass ihr genauso Bock habt auf die Tour wie wir, weil wir sind wirklich ultrahyped. Wir erzählen euch nachher noch in der Personalakte ein bisschen was zu der Tour, zu dem Plakat beispielsweise auch, zu dem Fotoshooting. Und erzählt uns auch gerne, wo ihr hinkommt, in welche Stadt ihr vorbeikommen werdet und welche Städte ihr euch vielleicht noch wünscht, weil, ey, das ist auch ein riesiger Testlauf für uns. Wenn ihr Bock auf die Tour habt, dann können wir sowas vielleicht auch nochmal das Jahr danach oder so machen. Ja, ihr findet alle Informationen dazu auf jeden Fall nochmal bei uns bei Instagram, aber wir haben euch auch den Ticket-Link hier in den Shownotes verlinkt. Also schaut euch das sehr gerne an, wenn ihr Patrick und mich mal live sehen wollt. Wir freuen uns riesig über alle, die Zeit haben, die Bock haben, vorbeizukommen, weil das für uns wirklich was super Besonderes ist. Also das ist was ganz, ganz Großes und wir werden jetzt ein Jahr lang jeden Tag aufgeregt sein, glaube ich, bis dahin. Und ja, wir freuen uns über alle, die kommen. Aber ich würde sagen, lasst uns jetzt zurück zur Geschichte einer unfassbaren Frau gehen, die wir heute hier mit euch in dieser Folge teilen wollen. Und ihr habt es am Anfang ja schon gehört, der heutige Fall hat sich in Südafrika zugetragen. Zeitlich befinden wir uns im Dezember 1994. Es ist ein eher ungewöhnliches Jahr für das Land, denn nur wenige Monate zuvor standen Millionen Menschen vor den Wahllokalen Schlange. Zum ersten Mal durften nämlich Südafrikanerinnen und Südafrikaner unabhängig von ihrer Hautfarbe bei einer demokratischen Wahl ihr Kreuz setzen. Am 10. Mai 1994 wird Nelson Mandela der erste schwarze Präsident von Südafrika. Aber ein politisches System, Apartheid, verschwindet nicht einfach so mit einer Wahl. Südafrika ist in einer Art Zwischenzeit. Das Alte ist offiziell zu Ende, während das Neue gerade erst entsteht. Auch technisch ist 1994 weit von uns heute entfernt. In diesem Jahr gehen die ersten kommerziellen Mobilfunknetze Südafrikas überhaupt erst an den Start. Ein Handy ist teuer und so ungewöhnlich, dass die meisten gar keins haben. Tian und seine Freunde allerdings schon. Das wird gleich noch wichtig. Die Stadt, in der Tian in dieser Nacht unterwegs ist, heißt damals noch Port Elizabeth. 2021 wird die offiziell in Gebercha umbenannt. Der Name stammt aus dem Isikosa, einer der offiziellen Sprachen des Landes. Er bezeichnet den Fluss, der durch die Stadt fließt. Die Umbenennung soll die Sprachen, die Geschichte und das kulturelle Erbe der südafrikanischen Bevölkerung sichtbarer machen. Wenn wir heute über die Stadt sprechen, nennen wir sie deshalb Geberha. Wenn wir in die Ereignisse des Jahres 1994 zurückkehren, werden wir teilweise den damaligen Namen Port Elizabeth verwenden. Denn so heißt die Stadt damals für die schwer verletzte Frau auf der Straße, für Tieren, für das Ärzteteam, für Polizistinnen und Polizisten, die in den nächsten Stunden versuchen zu verstehen, was hier überhaupt passiert ist. Durch die schwere Verletzung an ihrem Hals kann die Frau, die am 18. Dezember 1994 frühmorgens dort auf der Straße liegt, nicht sprechen. Als Tian neben ihr kniet, redet er trotzdem mit ihr. Er stellt sich vor und bittet sie langsam zu atmen. Sie darf nicht einschlafen und brauche sofort Hilfe. Einer von Tians Freunden holt ein Handy heraus. Wie ihr gerade gehört habt, ist das 1994 alles andere als selbstverständlich. Doch glücklicherweise hat jemand in dieser Gruppe eins dabei. Der Freund verständigt den Rettungsdienst und die Polizei. Anschließend können sie nur abwarten. Jemand holt indessen eine Decke aus dem Auto und legt sie vorsichtig über die Frau. Die Luft ist kühl und Tian bemerkt, wie kalt die Haut der Frau ist. Er bemerkt nun auch eine große Wunde an ihrem Bauch. Es sieht so aus, als hätte sie sehr viel Blut verloren. Er bittet seine Freunde daher, ihre Beine zu massieren, damit der Kreislauf nicht noch weiter absackt. Er selbst bleibt neben ihrem Kopf sitzen. Er hält ihre Hand, spricht weiterhin mit ihr und versucht, sie davon abzuhalten, die Augen zu schließen. Er weiß, dass die Frau ihm nicht ihren Namen sagen kann, aber er will irgendwie eine persönliche Verbindung zu ihr aufbauen. In diesem Moment fällt ihm ein einziger englischer Name ein, Carol. Also wird die Frau auf der Straße für ihn zu Carol. Tian macht ihr Mut und sagt immer wieder, du wirst wieder gesund, Carol. Und du wirst nicht auf dieser Straße sterben, das lasse ich nicht zu. Die Frau kann zwar immer noch nichts sagen, aber Tian merkt, dass sie seine Hand drücken kann. Und damit findet er einen Weg, wie sie trotzdem miteinander kommunizieren können. Einmal drücken bedeutet ja, zweimal drücken bedeutet nein. Er fragt sie, ob sie ihn verstanden hat. Sie drückt seine Hand einmal, ja. Tian beginnt, ihr Fragen zu stellen. Er will herausfinden, was passiert ist. Er fragt, ob ein Mann ihr das angetan hat. Die Frau drückt erst einmal. dann zweimal. Und Tian, der versteht sofort. Das bedeutet nicht nein, sondern zwei Männer. Dann fragt er, ob sie vergewaltigt wurde. Die Frau drückt einmal zu. Ja. Tian findet so auch heraus, dass das Auto der Frau verschwunden ist. Sie hebt langsam eine Hand und zeichnet mit dem Finger einen Buchstaben auf ihre Brust. Ein R. Tian vermutet ein Renault. Die Frau drückt einmal seine Hand. Die nächste Frage lautet, welche Farbe der Wagen hat. Wieder bewegt sie den Finger über ihre Brust. Dieses Mal zeichnet sie ein Ypsilon, den ersten Buchstaben des englischen Wortes Yellow. Also vermutlich ein gelber Renault. Carol drückt wieder Tians Hand. Es sind nur wenige Informationen, aber nach und nach entsteht so ein erstes Bild. Zwei Männer haben die Frau vergewaltigt, sie schwer verletzt und anschließend ihr Auto gestohlen. Tian und sie kommunizieren eine ganze Weile. Dennoch ist immer kein Rettungswagen zu sehen. Wie lange Tian und die Gruppe genau auf Hilfe warten, ist nicht ganz klar. Es gibt unterschiedliche Quellen. In einer Doku spricht Tian von ungefähr 40 Minuten. Laut dem Buch I Have Life könnte es sogar noch länger gewesen sein. Und das ist Wahnsinn, dass die Frau so lange, so schwer verletzt auf der Straße ausharren muss. Für Tian und seine Freunde haben sich bestimmt schon wenige Minuten endlos angefühlt. Während sie warten, wird die Frau immer schwächer. Tian redet weiter. Er stellt Fragen und verspricht immer wieder, dass der Rettungswagen gleich kommen wird. Er gibt ihr Mut. Noch fünf Minuten. Dann vergehen weitere fünf Minuten. Und schließlich hören sie endlich eine Sirene. Der Rettungswagen kommt und die Sanitäter heben die Frau auf eine Trage. Tian weicht nicht von ihrer Seite. Während die Sanitäter sie in den Rettungswagen schieben, hält er weiter ihre Hand und drückt mit der anderen auf die Verletzung an ihrem Hals. Dann steigt er zu ihr in den Rettungswagen. Seine Freunde fahren hinter ihnen her und folgen ihnen ins Krankenhaus. Tian hält die Hand der Frau, bis sie ankommen, aussteigen und durch die Notaufnahme geschoben werden. Erst als das Krankenhauspersonal ihn zurückhält, lässt er ihre Finger los. Ab hier kann er nichts mehr für sie tun. Dann verschwindet die Frau, die er Carol genannt hat, hinter einem Vorhang. Tian fährt mit seinen Freunden kurz darauf zum Campingplatz. Er will duschen, sich umziehen und dann aber sofort wieder ins Krankenhaus fahren. Er hat der Frau schließlich versprochen, für sie da zu sein, wenn sie aus dem Operationssaal kommt. Ob sie es tatsächlich schafft, kann ihm zu diesem Zeitpunkt aber niemand garantieren. Im Krankenhaus übernimmt ein Ärzteteam. Der Chirurg, Dr. Volodya Angelow, behandelt die Frau und ist geschockt, dass sie trotz der schweren Verletzungen immer noch bei Bewusstsein ist. Ihr Körper ist im Schockzustand, aber die Frau versteht, was um sie herum geschieht. Sie schreibt vor der Operation sogar noch ihren Namen und die Telefonnummer ihrer Mutter auf ein Blatt Papier. Erst jetzt erfahren die Ärzte, wen sie da vor sich haben. Und auch ihr kennt gleich den echten Namen der Frau, die Tian bis eben Carol genannt hat. Die Frau heißt Allison. Dann setzt die Narkose ein. Während sich Alison im Operationssaal befindet, klingelt bei ihrer Mutter das Telefon. Ein Mann teilt ihr mit, dass ihre Tochter ins Krankenhaus gebracht wurde. Viel erklären kann er ihr nicht, nur, dass Alison schwere Verletzungen am Hals und am Bauch hat. Dieser Anruf mitten in der Nacht muss entsetzlich gewesen sein. Nach und nach erfahren auch Alisons Freunde, was passiert ist. Auch für sie ist die Nachricht ein Schock. Einige von ihnen haben nur wenige Stunden vorher noch mit ihr zusammengesessen. Alison ist 27 Jahre alt, wurde in Port Elizabeth geboren und besuchte dort das Collegiate Girls High School. 1985 wurde sie zum Headgirl gewählt. Das ist vergleichbar mit einer Art Schulsprecherin. Nach ihrem Abschluss studierte sie ein Jahr am damaligen Port Elizabeth Techniken und verließ mit 21 Jahren Südafrika. Sie war vier Jahre lang auf Reisen und hat im Ausland gelebt, bevor sie in ihre Heimatstadt zurückgekehrt ist. Dort hat sie schließlich einen Job als Versicherungsmaklerin gefunden, hat einen großen Freundeskreis und ihre eigene Wohnung. Alison ist eine Frau mit braunen Haaren, grünen Augen und einem freundlichen Lächeln. Wir haben euch ein Foto von ihr in den Schaunouts verlinkt. Am Samstag, dem 17. Dezember 1994, ist Alison mit einer Freundin und deren Söhne am Strand. Später verbringen sie noch den Abend zusammen. Zwei weitere Freunde kommen noch spontan dazu. Alle sitzen zusammen auf dem Balkon, unterhalten sich und ziehen irgendwann weiter in Alisons Wohnung, wo sie Pizza essen und Wein trinken. Als es spät wird, bietet Alison ihrer Freundin an, sie nach Hause zu fahren. Dort angekommen, nimmt sie noch saubere Wäsche mit und will sich dann auf den Rückweg zu ihrer Wohnung machen. Es ist mittlerweile Frühjahrsonntagmorgen, also der 18. Dezember. Gegen ein Uhr verabschiedet sich Alison von ihrer Freundin. Die Freundin weiß nicht, dass Alison nie zu Hause ankommen wird. Sie und die anderen Freunde erfahren erst Stunden später, dass Ärzte im Port Elizabeth Provincial Hospital um Allisons Leben kämpfen. Die Operation dauert fast drei Stunden, aber selbst danach wissen die Mediziner nicht, ob Allison überleben wird. Besonders die Verletzung an ihrem Hals ist gefährlich. Allisons Luftröhre wurde vollständig durchtrennt. Die Wunde hätte auch mehrere Blutgefäße, wichtige Nerven, die Speiseröhre oder den Kehlkopf treffen können. Doch all das bleibt knapp verschont. Es ist ebenfalls ein Wunder, dass das viele Blut nicht in einem tödlichen Maß in ihre Atemwege gelangt ist. Dr. Angeloff sagt, dass Alison daran hätte eigentlich ersticken müssen. Medizinisch kann er sich nicht erklären, wie sie überlebt hat. Alison hat noch weitere schwere Verletzungen. Mehr als 35 Mal wurde ihr mit einem Messer in den Bauch und Oberkörper gestochen. Dabei wird auch ihr Dünndarm verletzt. Aber weder Herz noch Lunge und auch keins der anderen lebenswichtigen Organe werden getroffen. Wie schlimm ihre Verletzungen trotzdem sind, zeigt die Aussage von einem anderen Arzt. Der hat Menschen während eines Krieges behandelt und sagt, dass er noch nie jemanden mit solchen Verletzungen hat überleben sehen. Es sind viele kleine Zufälle, die Alison das Leben retten. Die Schnitte verfehlen die großen Blutgefäße. Die Stichverletzungen verfehlen lebenswichtige Organe. Sie erstickt nicht an ihrem eigenen Blut. Tian und seine Freunde finden sie. Sie haben ein Handy dabei. Und Alisons Kreislauf hält lange genug durch, bis sie operiert werden kann. Als die Narkose nachlässt, öffnet Alison die Augen. Sie hat die Operation überstanden. Sprechen kann sie wegen ihrer verletzten Luftröhre und eines Beatmungsschlauches zwar noch nicht, aber sie ist ansprechbar und kann durch Schreiben oder Gesten auf Fragen reagieren. Und vor allem erinnert sie sich. Alison weiß genau, was passiert ist und wer ihr das angetan hat. Was in den Stunden vor ihrer Rettung geschehen ist, beschreibt sie sehr ausführlich in ihrem Buch I Have Life, in Interviews und in der Dokumentation Alison. Besonders im Buch schildert sie die Tat mit kaum zu ertragenen Details. Wir erzählen euch gleich den Ablauf, lassen aber einige der grausamsten Einzelheiten ganz bewusst aus. Sie sind nämlich nicht notwendig, um zu verstehen, was Alison angetan wurde. Und sie sagen auch nichts über Alison aus, nur über die Brutalität der Männer, die ihr das angetan haben. Allisons Erinnerung beginnt gegen 1 Uhr am Morgen, das 18. Dezember 1994. Sie hat ihre Freundin gerade nach Hause gebracht und fährt mit ihrem gelben Renault zurück in ihre eigene Wohnung. Auf dem Beifahrersitz liegt die saubere Wäsche, die sie mitgenommen hat. Als Allison vor ihrem Wohnhaus ankommt, ist ihr üblicher Parkplatz besetzt. Nur etwa 10 Meter von ihrer Wohnung entfernt sieht sie einen anderen. Ein Platz unter einem großen alten Baum. Allison stellt den Motor ab, schaltet das Licht aus und greift nach der Wäsche auf den Beifahrersitz. In diesem Moment wird die Fahrertür aufgerissen. Ein junger Mann beugt sich ins Auto. Er ist groß und schmal, hat hellblonde Haare, trägt ein T-Shirt und eine Trainingshose. Auf den ersten Blick sieht er vollkommen gewöhnlich aus. In seiner Hand hält er allerdings ein Messer. Er drückt es Allison an den Hals und befiehlt ihr, auf den Beifahrersitz zu rutschen. Wenn sie sich wehrt, sagt er, werde er sie töten. Alison kritisiert sich später selbst in Interviews, weil ihre Autotür nicht verriegelt war. Aber die offene Tür erklärt ja nur, wie der Mann in den Wagen gelangen konnte. Dass Alison trotzdem an diesem Moment hängen bleibt, zeigt die Diskussion, die auch mehr als 30 Jahre später noch geführt wird. Warum suchen wir bei sexualisierter Gewalt so häufig danach, was das Opfer hätte anders machen können? Die Entscheidung zur Tat hat nicht Alison getroffen. Die Entscheidung traf allein der Mann mit dem Messer. Der zwingt Allison nun auf den Beifahrersitz, setzt sich selbst hinter das Steuer und fährt los. Er behauptet, er wolle ihr nichts tun. Allison überlegt, ob sie die Türen öffnen und einfach aus dem fahrenden Auto springen kann, aber ihr Körper gehorcht nicht. Sie bleibt wie erstarrt sitzen und versucht stattdessen, mit dem Mann zu sprechen. Dabei erfährt sie, dass er weiß, in welcher Wohnung sie wohnt. Das bedeutet, der Mann muss sie oder das Gebäude beobachtet haben. Als der Mann nach ihrem Namen fragt, sagt Alison nicht die Wahrheit. Sie nennt sich Susan. Dann fragt sie den Mann nach seinem Namen. Er behauptet, er heiße Clinton. Alison erzählt ihm, ihr Freund warte in ihrer Wohnung auf sie. Er könne sie einfach aussteigen lassen und mit dem Auto verschwinden. Doch der Mann lässt sie nicht gehen. Er will einen Kumpel finden, der angeblich seinen Fernseher gestohlen hat und ihm Geld schulde. Sie fahren durchs nächtliche Port Elizabeth. Immer wieder lenkt der Mann den Renault durch dieselben Straßen. Mehrmals fahren sie die Hauptstraße entlang. Während Alison auf dem Beifahrersitz sitzt, sucht er mit Blicken nach seinem Kumpel. Und schließlich entdeckt er ihn auch und hält an. Ein zweiter Mann steigt in das Auto. Der ist jünger, kleiner und kräftiger als der Fahrer und trägt schwarze Kleidung. Alison sieht seine Augen im Rückspiegel. In der Doku erinnert sie sich genau an diesen Augenblick. Bis dahin hatte sie noch gehofft, irgendwie nach Hause zu kommen. Als der zweite Mann einsteigt, hat sie plötzlich das beklemmende Gefühl, dass das nicht passieren wird. Der Fahrer stellt sie einander vor. Der Mann auf der Rückbank nennt sich Thians. Während die beiden miteinander reden, versucht Alison, jedes Detail genau festzuhalten. Die Namen, die Gesichter, die Strecke, einfach alles, was später wichtig sein könnte. Gleichzeitig achtet sie darauf, nichts zu tun, das die Männer gegen sie aufbringen könnte. Sie fahren am Strand vorbei und schließlich auf eine dunkle Straße, über der die Äste der Bäume ein dichtes Dach bilden. Der Fahrer biegt auf einen sandigen Weg ab. Er lenkt den Wagen zwischen Büschen und Ästen hindurch. Zweige schlagen gegen die Karosserie. Schließlich erreicht der Renault eine versteckte Lichtung. Zwischen den Bäumen liegen zerbrochene Flaschen auf dem Boden, verrostete Bierdosen und leere Weinkartons. Die Straße ist ungefähr 90 Meter entfernt. Von dort aus ist der Wagen kaum zu sehen. Es wird still im Auto, als Alison fragt, was sie hier wollen. Die Männer antworten, dass sie Sex wollen. Einer fragt sie, ob Alison kämpfen werde. Sie verneint. In ihrem Buch beschreibt sie, was in diesem Moment in ihr vorging. Alison versucht, den Tätern keinen Anlass zu geben, sie zu verletzen. Sie konzentriert sich nur noch darauf, irgendwie am Leben zu bleiben. Die beiden Männer vergewaltigen die junge Frau. Während der Tat hört Alison, wie einer den anderen mit einem anderen Namen anspricht, nämlich Franz. Der erste Mann, der sich Clinton genannt hat, heißt also in Wirklichkeit anders. Alison prägt sich diesen neuen Namen ein. Nach der Vergewaltigung sprechen die Männer darüber, ob Alison zur Polizei gehen wird. Sie wollen nicht, dass sie gegen sie aussagen kann. Schließlich legt Franz seine Hände um ihren Hals und wirkt sie, bis sie das Bewusstsein verliert. Als Alison wieder zu sich kommt, befindet sie sich nicht mehr im Auto. Sie liegt draußen auf der Lichtung im Sand. Über ihr kniet einer der Männer. Sie sieht, wie sich sein Arm hin und her bewegt und spürt dabei etwas an ihrem Hals. Zunächst glaubt sie, sie träume. Das alles ist so unwirklich, um wahr zu sein. Dann steht der Mann auf und geht zum Auto. Alison ist bei Bewusstsein. Ihre Gedanken sind überraschend klar. Instinktiv dreht sie sich schützend auf den Bauch, legt eine Hand an ihren Hals, und bleibt regungslos liegen. Ihr Atem erzeugt ein leises, röchelndes Geräusch. Sie versucht es zu unterdrücken. Die Männer dürfen nicht bemerken, dass sie wach ist. Sie hört die Männer miteinander reden. Der eine fragt den anderen, ob er glaube, dass Alison tot sei. Der andere antwortet, dass das niemand überleben kann. Alison bewegt sich nicht, sie wagt es kaum zu atmen. Sie wartet, bis sie Autotüren hört und der Motor ihres gelben Renaults anspringt. Die Reifen rollen über den Sand, das Geräusch wird zunehmend leiser und verschwindet schließlich in der Nacht. Die Männer fahren davon, weil sie überzeugt sind, dass Alison tot ist. Doch Alison lebt. Als die Geräusche ihres Autos verschwunden sind, glaubt Alison selbst erst auch, dass sie sterben wird. Sie liegt allein auf dieser Lichtung, ist schwer verletzt und unfähig, Hilfe zu rufen. Was sie dann macht, zeigt aber, was für eine außergewöhnliche Frau sie ist. Denn ihr erster Gedanke ist, dass wenn sie hier stirbt, die Männer gefunden werden sollen, die ihr das angetan haben. Alisons Hand bewegt sich durch den Sand und sie schreibt die Namen auf, an die sie sich erinnert. Zuerst Franz, dann Thiernes. Dann denkt sie an ihre Mutter. Sie will ihr noch etwas hinterlassen. Unter die Namen schreibt Alison deswegen drei Worte in den Sand. I love Mom. Danach verändert sich Alisons Wahrnehmung. In ihrem Buch beschreibt sie diesen Augenblick als außerkörperliche Erfahrung. Sie fühlt sich plötzlich total ruhig und frei. Die Lichtung, der Sand und ihr verletzter Körper liegen mit einem Mal unter ihr. So, als würde sie sich selbst von oben sehen. Auch ihre Angst ist plötzlich verschwunden. Stattdessen ist dann nur diese eine Frage. Willst du zurückgehen? Willst du in diesem Körper zurück und weiter kämpfen? Was genau Alison in diesem Moment erlebt, lässt sich nicht richtig erklären. Für sie selbst fühlt es sich aber real an. Von oben sieht sie nicht nur sich selbst, sondern auch die Lichter vorbeifahrender Autos. Die Straße ist gar nicht so weit entfernt, wie sie gedacht hat. Und dort sind Menschen. Wenn sie es bis dorthin schafft, dann kann sie gefunden werden. Und dann ist Alison schlagartig wieder in ihrem Körper zurück. Sie vergleicht das Gefühl mit einem gespannten Gummiband, das ganz plötzlich zurückschnellt. Sie öffnet die Augen und drückt sich auf ihre Hände und Knie. Erst jetzt nimmt sie ihre Verletzung wirklich wahr. Sie fasst sich an ihren Bauch und spürt eine tiefe Wunde. So tief, dass sie Teile ihres Darms in der Hand hält. Schmerzen spürt sie allerdings kaum, denn ihr Körper steht unter Schock. Aber sie versteht, dass sie die Verletzung irgendwie zusammenhalten muss, wenn sie sich bewegen will. In ihrer Nähe liegt noch ihr Jeanshemd, das die Männer aus dem Auto geworfen haben. Alison zieht es zu sich heran und presst es gegen ihren Bauch. Mit einer Hand hält sie den Stoff fest, mit der anderen beginnt sie zu kriechen. Sie schleppt sich durch Asche, Glasscherben, alte Dosen und Abfall. Alison zieht sich langsam vorwärts, Zentimeter für Zentimeter. Nach ungefähr 15 Metern ist sie völlig erschöpft. Die Straße liegt noch immer vor ihr. Auf Händen und Knien wird sie es nicht rechtzeitig dorthin schaffen. Also versucht sie aufzustehen. Und dabei bemerkt sie erst das Ausmaß ihrer Verletzung an ihrem Hals. Die durchtrennten Muskeln können ihren Kopf nicht mehr halten. Allison muss ihn mit einer Hand stützen, während sie mit der anderen das Jeanshemd gegen ihren Bauch presst. Ihr wird schwarz vor Augen. Trotzdem setzt sie einen Fuß vor den anderen. In diesem Moment hat Allison das Gefühl, als würden sie zwei Hände von hinten stützen. Schließlich erreicht sie tatsächlich die Straße. Sie bewegt sich bis in die Mitte der Fahrbahn. Dort befindet sich ein großer weißer Pfeil, der den Verlauf einer Kurve anzeigt. Genau dort legt sie sich hin und wartet. Irgendwann hört sie einen Motor. Scheinwerfer nähern sich und ein Wagen wird langsamer. Schließlich hält er an. Allison liegt mitten im Lichtkegel. Sie wartet darauf, dass sich eine Tür öffnet, dass jemand zu ihr kommt oder wenigstens eine Stimme nach ihr ruft. Doch nichts geschieht. Laut Alisons Erinnerung steht das Auto 10 oder 15 Minuten lang einfach auf der Straße. Und dann passiert das Unbegreifbare. Der Wagen setzt sich wieder in Bewegung. Der Fahrer lenkt um Alison herum, beschleunigt und verschwindet in der Dunkelheit. Es ist unfassbar, aber jemand hat die schwer verletzte Alison offenbar einfach auf der Straße liegen lassen. Dann aber hört sie nur Sekunden später wieder Motorengeräusche. Diesmal sind es mehrere Autos. Eins bremst so plötzlich, dass die Reifen über die Straße quietschen. Türen werden geöffnet, Menschen steigen aus und eine Frau beginnt zu schreien. Kurz darauf kniet ein junger Mann neben ihr und greift nach ihrer Hand. Es ist Tian. Werbung. Werbung Ende. Alison nennt ihn später einen Ritter in glänzender Rüstung. Nicht, weil Tian wie ein Held auftritt, sondern weil er einfach nur bei ihr ist. Nach den Menschen, die ihr in dieser Nacht Gewalt angetan oder sie einfach haben liegen lassen, ist da plötzlich jemand, der sie ansieht und alles dafür tut, dass sie am Leben bleibt. Er begleitet sie ja sogar bis ins Krankenhaus. Dort berichtet Alison nach der Operation von dem Angriff. Alle sind geschockt. Die Nachricht verbreitet sich auch schnell in der Stadt. Schon am nächsten Tag berichten die Zeitungen über ihre Geschichte. Bald liegen Blumensträuße, Karten und Nachrichten in ihrem Zimmer. Freunde kommen vorbei und später besucht auch Tian sie im Krankenhaus. Während draußen über sie berichtet wird, sitzt schon am Sonntagnachmittag die Polizei an ihrem Krankenbett. Die Ermittler legen Alison Fotos von Straftätern vor. Sie sieht eine Seite nach der anderen durch, auf der Suche nach den beiden Angreifern. Ihr Blick bleibt nach einiger Zeit an einem Mann hängen. Der Mann auf dem Foto ist der blonde Mann, der ihre Autotür aufgerissen und sich Clinton genannt hat. Sein richtiger Name ist ja allerdings Franz. Er ist 26 Jahre alt. Und auch der Name des zweiten Mannes ist schnell klar. Thienz, 19 Jahre alt. Und noch in derselben Nacht finden die Ermittler eine weitere Spur. Nämlich Alissons gelben Renault. Der steht verlassen in der Stadt. Die Schlüsse stecken noch im Zündschloss. Nur wenige Straßen weiter befindet sich die Wohnung der beiden Verdächtigen. Die Polizei nimmt dort beide fest. Bei der ersten Befragung auf dem Polizeirevier wirken die Männer erst noch sehr selbstsicher. Sie glauben, dass Alison tot ist und nicht gegen sie aussagen kann. Sie wissen nur, dass die Polizei wegen einer Vergewaltigung ermittelt. Als beide hören, dass Alison sie identifizieren kann, gestehen sie die Tat. Dabei wird klar, dass Alison kein zufälliges Opfer war. Zufall war nur, welche Frau die beiden Männer in dieser Nacht ausgewählt haben. Laut den Geständnissen haben die Männer nachmittags gegrillt, getrunken und dann einfach beschlossen, dass sie eine Frau vergewaltigen und töten wollen. Während der Ermittlungen wird noch etwas anderes Grausames klar. Alison ist nicht die erste Frau, die Franz und Thiernes angegriffen haben sollen. Schon im Februar 1994, zehn Monate zuvor, wurde Franz wegen Vergewaltigung festgenommen. Er soll eine 20-jährige Frau mithilfe einer Schusswaffe entführt und misshandelt haben. Aus Angst hat die Frau die Tat erst eine Woche später angezeigt. Franz wies alle Vorwürfe zurück und wurde gegen Kaution freigelassen. Und dann werden Franz und Thions am 4. Dezember 1994 nur zwei Wochen vor dem Angriff auf Alison wieder festgenommen. Sie sollen eine 21-jährige schwangere Frau angegriffen und vergewaltigt haben. Die Frau hat direkt Anzeige erstattet. Doch als Franz und Thions am nächsten Morgen einem Richter vorgeführt werden, wird die Verbindung zum früheren Fall im Februar leider nicht hergestellt. Der Staatsanwalt weiß nichts davon. Deswegen kommen die Männer wieder auf Kaution frei. In der Doku über den Fall erklärt der leitende Ermittler, dass die früheren Anzeigen eine entscheidende Rolle für die Männer gespielt hätten. Nur deshalb hätten Franz und Jans beschlossen, ihr nächstes Opfer nicht am Leben zu lassen. Und sie hatten sogar Pläne weiterzumachen. Bei der Polizei gestehen sie, dass sie schon eine weitere Tat geplant hatten. Am Tag ihrer Festnahme wollten sie die nächste Frau entführen und töten. Das kann die Polizei zum Glück mit Alisons Hilfe verhindern. Alicons Rolle bei den Ermittlungen ist ein Teil, über den seltener gesprochen wird. Die Tat liegt in der Vergangenheit, aber in den Monaten danach muss sie immer wieder zu ihr zurückkehren. Sie muss erzählen, was geschehen ist, sich untersuchen lassen und ihren eigenen Körper als Beweismittel zur Verfügung stellen. Und dann findet zweieinhalb Monate nach dem Angriff eine Gegenüberstellung statt. Am 3. März 1995. In den 90ern war es in Südafrika eigentlich noch üblich, dass ein Opfer bei einer Gegenüberstellung an einer Reihe von Männern entlang gehen und den Verdächtigen an der Schulter berühren muss. Also wirklich persönlichen Kontakt mit dem Angreifer hat. Eigentlich unfassbar, weil das die Opfer ja nochmal traumatisiert. Alison weigert sich. Daraufhin wird eine Gegenüberstellung hinter einem Einwegspiegel organisiert. Sie sieht die Männer, aber die Männer sehen sie nicht. Laut einer Staatsanwältin wurde es damals zum ersten Mal in Südafrika eingesetzt und danach zum Standard. Alison braucht nur wenige Augenblicke, erkennt beide Männer sofort und nennt selbstbewusst die Namen. Einige Wochen später geben Franz und Thiernes dann offizielle Erklärung zu den Vorwürfen ab und bekennen sich schuldig. Thiernes bittet öffentlich um Verzeihung, Franz präsentiert sich als guter Ehemann und Vater. Für seine Taten macht Franz eine angebliche übernatürliche Macht verantwortlich, die von seinem Körperbesitz ergreife. Auch Thiernes verfolgt wohl diese Strategie. In der Evening Post wird geschrieben, dass Thians Satanist sei und an den Teufel glaube. Franz wiederum behauptet, Dämonen hätten ihn zu seinen Taten getrieben. Eine Woche vor Prozessbeginn gibt Franz sogar eine Pressekonferenz und beteuert, dass er sich vom Satanismus abgewandt und einem Exorzismus unterzogen habe. Das sagt er auch im Prozess vor Gericht. Der Prozess beginnt am 12. Juni 1995 vor dem Supreme Court in Port Elizabeth. Ein knappes halbes Jahr nach der Tat. Zuerst wird über die früheren Taten verhandelt. Die 20-jährige Frau, die Franz im Februar 1994 angezeigt hatte, schildert ihre Entführung und Vergewaltigung. Und auch die schwangere Frau, die von Franz und Tions nur zwei Wochen vor Alison angegriffen wurde, sagt aus. Danach ist Alison an der Reihe. Wieder muss sie die Geschichte erzählen. Franz und Tions sitzen währenddessen im selben Raum. Alison will bewusst, ruhig und klar aussagen. Sie möchte nicht zusammenbrechen und den Männern nicht zeigen, dass sie noch immer Macht über sie haben. Als ihre Aussage getätigt ist, fühlt sie sich nicht klein oder beschämt. Nein, sie ist stolz darauf, dass sie die Geschichte erzählt hat. Nach Alison tritt Tian in den Zeugenstand. Er ist extra für den Prozess aus Johannesburg angereist. Und auch Alisons Arzt Dr. Angeloff sagt aus. Dann beschäftigt sich das Gericht mit der Verteidigung und dem angeblichen Satanismus. Aber der Richter weist das als Erklärung sofort zurück. Franz habe eigene Entscheidungen getroffen und freiwillig gehandelt. Thions ist für den Richter auch nicht nur ein willenloser Mitläufer. Beide Männer hätten die Taten gemeinsam geplant und ausgeführt. Am Ende spricht das Gericht die beiden Männer wegen der Entführung, der Vergewaltigung und wegen versuchten Mordes schuldig. Franz bekommt insgesamt drei lebenslange Freiheitsstrafen. Thions wird zu lebenslanger Haft und weiteren 25 Jahren verurteilt. Und der Richter geht sogar noch einen Schritt weiter. Sollte irgendwann mal über eine Bewährung nachgedacht werden, müsse unmissverständlich feststehen, dass Franz und Theons für den Rest ihres Lebens von der Gesellschaft getrennt bleiben. Für viele Menschen in Port Elizabeth fühlt sich das Urteil wie ein Abschluss an. Alison wird öffentlich geehrt. Sie bekommt von einer internationalen Organisation den Paul Harris Award für ihren außergewöhnlichen Mut. Sie wird Port Elizabeths Bürgerin des Jahres und die erste Empfängerin des neu geschaffenen Women of Courage Preises der Zeitschrift Femina. Nach außen wird Alison zum Symbol für die Widerstandskraft des Menschen. Doch das schafft natürlich keine Heilung. Während die Öffentlichkeit in Alison eine außergewöhnlich starke Überlebende sieht, hat die Tat deutliche Spuren hinterlassen. In einem Interview bei einem Radiosender erzählt Alison, dass sie über Monate hinweg täglich ins Krankenhaus muss. Ungefähr ein Jahr vergeht, bevor sie sich körperlich wieder einigermaßen gesund fühlt. 1996 wird sie sogar nochmal operiert. Am Hals haben sich verdickte Narben gebildet und die Verletzung am Bauch hat einen Narbenbruch verursacht. Also quasi eine Lücke an der OP-Narbe. Gleichzeitig hat Allison Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung und Anzeichen einer schweren Depression. Sie geht manchmal nicht zur Arbeit, kümmert sich kaum darum, was sie isst oder wie sie aussieht. Sie glaubt zeitweise, nie wieder glücklich zu werden. Sie macht eine Therapie, in der sie versucht zu verstehen, wie jemand zu so einer Tat fähig sein konnte. Irgendwann merkt sie aber, dass ihr das nicht hilft. Auch auf Reue will sie nicht warten. Es geht ihr nicht darum, den Männern zu vergeben, sondern ihnen in ihren Gedanken keinen Raum mehr zu geben. Dann stellt sie sich eine Frage. Warum hat sie in jener Nacht so hart um ihr Leben gekämpft, wenn sie jetzt nur ein halbes Leben führt? Diese Erkenntnis beendet zwar nicht die Depressionen oder die Behandlung, aber sie gibt Alison eine Richtung. Sie entscheidet sich ein zweites Mal für ihr Leben. Gemeinsam mit Freunden kehrt sie an den Tatort zurück und tritt schließlich ganz bewusst in die Öffentlichkeit. Sie gibt Interviews und will nicht länger verschweigen, so als müsse sie sich für das Verbrechen von anderen schämen. Sie wird zu mehreren Vorträgen eingeladen. Daraus entsteht dann eine neue Aufgabe. Gemeinsam mit der Journalistin Marianne Tam schreibt sie das Buch I Have Life. Etwa ein Jahr nach dem Angriff trifft Alison einen Mann namens Teenie. Die beiden kennen sich flüchtig von früher, lernen sich aber jetzt besser kennen und dann auch lieben. 1997, zwei Jahre später, heiraten die beiden. Die Ärzte haben Alison darauf vorbereitet, dass sie möglicherweise keine Kinder bekommen kann. Aber sie wird doch schwanger und bringt zwei Söhne zur Welt. Bei der Geburt ihres zweiten Sohnes steht ein ganz besonderer Arzt im Raum, den Allison seit jener Nacht auf der Straße kennt. Es ist Tian. Er hat sich nach ihrer Begegnung entschieden, Medizin zu studieren. Aus dem 20-jährigen Studenten, der ihre Hand auf der Straße gehalten hat, ist doch noch ein Arzt geworden. Und er assistiert bei der Geburt ihres zweiten Kindes. Das klingt wie ein herzerreißendes Happy End, aber Allisons Leben ist kein Märchen. Es gibt keinen Augenblick, in dem sie vollständig geheilt ist. Manchmal verliert die Tat ihre Macht, dann ist sie plötzlich wieder vollkommen präsent. Am Ende der Doku beschreibt Alison sich nicht als makellose Heldin, sondern schlicht als alleinerziehende Mutter von zwei Söhnen. Denn nach einer zweijährigen Paartherapie lässt sie sich 2008 von ihrem Mann Tini scheiden. Und dann passiert fast drei Jahrzehnte nach dem Urteilsspruch genau das, was der Richter damals nach dem Prozess verhindern wollte. 2023 werden die verurteilten Täter Franz und Thiernes nach etwa 28 Jahren Haft auf Bewährung entlassen. Laut der Daily Maverick wurde Alison vorher nicht angemessen involviert und hatte nicht mal eine Gelegenheit, der Entscheidung zu widersprechen. Für sie ist damit die Angst zurück. Was passiert, wenn die Männer frei sind? Wo leben sie? Und könnten sie versuchen, sich an ihr zu rächen? Im September 2024 muss Alison dann aus einem ganz anderen Grund wieder um ihre Gesundheit kämpfen. Sie erleidet ein schweres Hirnaneurysma und wird mehrfach in Kapstadt operiert. Aber sie überlebt wieder, da ist sie 57 Jahre alt. Ein paar Monate später, Anfang 2025, hebt der südafrikanische Minister für Strafvollzug die Bewährung von Franz und Thienz wieder auf. Beide Männer kommen zurück in Haft. Im selben Jahr zeigt sich auch Allison nach ihren Operationen wieder öffentlich. Ihre Geschichte hat sie schon lange vorher festgehalten. 1998 erscheint das Buch I Have Life, was wir heute schon mehrfach angesprochen haben. Es wird zum Bestseller, in mehrere Sprachen übersetzt und ist später die Grundlage für die Dokumentation Alison. Alison hat öffentlich über sexualisierte Gewalt gesprochen, weil sie das Schweigen durchbrechen möchte. Jeder Mensch soll selbst entscheiden, ob, wann und auf welche Weise sie oder er seine Geschichte teilt. Alison hofft, dass andere Betroffene dadurch wissen, dass sie nicht allein sind und dass das, was ihnen angetan wurde, nicht ihre Schuld ist. Es gibt kaum ein Wort, das angemessen beschreibt, was Alison ertragen und geschafft hat. Sie kämpft sich vor bis zu dieser Straße, sagt vor Gericht aus, spricht öffentlich über etwas, über das so viele Menschen schweigen. Und sie lässt nicht zu, dass zwei Männer darüber entscheiden, wie ihre Geschichte endet. Und damit würde ich sagen, steigen wir in die Diskussion ein. Davor aber noch ein Riesen-Dankeschön, Laura, an dich. Du hast uns den Fall über Instagram vorgeschlagen. Und ich persönlich muss sagen, dass mich der Fall wirklich noch länger beschäftigen wird. Einfach, weil er so emotional ist. Und klar, versteht mich nicht falsch, wir haben viele Fälle in der schwarzen Akte, die unglaublich emotional sind. Aber auch hier bei dem Fall denke ich mir manchmal, das ist eine Geschichte, die hört sich an wie ausgedacht schon fast. Und deswegen würde mich brennend interessieren, Anne, was sind deine Gedanken zu dem Fall? Mir fällt es ganz schwer, in Worte zu fassen, wie unfassbar krass ich Alison finde. Also das ist eine so unfassbar starke Frau und ich verstehe gar nicht, woher sie diese enorme Kraft und diesen Überlebenswillen hatte in dieser Situation. Ich meine, ihr habt es ja gehört, wie Alison von den beiden Tätern da zurückgelassen wurde. Und es ist wirklich, es ist ein einziges Rätsel für mich, wie jemand, der so verletzt ist, das noch schafft, auf den eigenen zwei Beinen zu dieser Straße da zu gehen, um dann da völlig zusammenzubrechen und auf Hilfe zu hoffen. Oder das ist doch einfach, das kann man sich doch gar nicht vorstellen, wie ein einzelner Mensch diese Kraft aufbringen kann. Und gerade so gegen Ende des Falls haben wir ja auch gehört, dass Alison natürlich ganz logischerweise ganz große Probleme damit hatte, das zu verarbeiten, was ihr da passiert ist, warum ihr das passiert ist. Und dass sie dann aber irgendwann für sich selbst gemerkt hat, hey, ich hatte diesen riesigen Überlebenswillen, ich muss mein Leben jetzt auch leben, weil dafür habe ich ja gekämpft. Und dass sie sowieso schon so eine starke Frau ist, aber dann auch noch so diesen, ja, diesen Gedankensprung hinbekommen hat, das finde ich einfach so bewundernswert und. Ich höre gleich auf hier mit meinem Monolog, aber ihr merkt schon, dass ich einfach so unfassbar beeindruckt bin von Alison. Und ich finde es toll, dass wir hier in diesem Podcast eben die Möglichkeit haben, nicht nur True-Crime-Geschichten zu erzählen, sondern eben auch so ganz besondere Geschichten wie die von Alison mit euch teilen zu können. Da gebe ich dir komplett recht. Ich finde auch diese Geistesgegenwärtigkeit, die sie in der Situation hatte, dass sie, wo sie selber ja noch überlegt hatte, werde ich jetzt hier sterben, trotzdem gesagt hat, okay, sollte ich hier sterben, dann werden die, die das getan haben, trotzdem gefunden. Und dann hat sie ja die Namen von den beiden in den Sand geschrieben. Also wir haben schon mal über einen Fall beispielsweise gesprochen, wo eine Frau zu Hause überfallen worden ist und sich auch da in der Situation gedacht hat, ey, wenn ich jetzt sterbe, dann soll trotzdem herausgefunden werden, wer mich angegriffen hat, und den Täter so doll gebissen, dass halt die Zähne in dem Fleisch von dem zu sehen waren. Und ich habe so einen Riesenrespekt vor diesen Frauen. Deswegen kann ich mich dem natürlich nur anschließen, dass wir über diesen Fall hier sprechen und dem eine Plattform geben können. Und gleichzeitig auch, dass, wenn wir über sowas sprechen, und das hat Alison ja selbst auch gemacht, dass sie die Schuld bei sich selbst gesucht hat, dass sie gesagt hat, okay, was hätte ich besser machen können? Ich hätte das Auto abschließen können. Aber das ist halt eigentlich die komplett falsche Herangehensweise. Die beiden Typen, die waren komplett durchgedreht. Und das hat man ja auch ehrlich gesagt ein bisschen gemerkt daran, also nicht nur ein bisschen, sondern dass sie dann auch noch versucht haben, sich rauszureden mit... Ja, es gab da eine höhere Macht und ich gehörte dem Satanismus an. Boah, ich kann wirklich kotzen, wenn ich sowas höre. Also wir wissen ja, dass Alison kein Einzelfall war, sondern dass sie schon in der Vergangenheit andere Frauen überfallen und misshandelt haben und das auch noch sogar weiterhin vorhatten. Und sich dann so rauszureden mit ihrem höhere Machtgelaber, Satanismus, also da denke ich mir. Also sorry, aber dann steh dazu. Und auch da fehlen mir auf der anderen Seite wieder die Worte, weil ich das einfach so unfassbar finde, was sie dieser Frau angetan haben, die ja auch ein Zufallsopfer war. Sie hätten ja irgendeine Frau genommen und überfallen. Jetzt hat es leider eben Alison getroffen, aber da wirklich, da fehlen mir, da fehlen mir auch wieder die Worte, weil, also sorry, steht zu euren Taten, aber tut jetzt nicht so, als hätte irgendeine höhere Macht von euch Besitz ergriffen und die hätte euch jetzt hier ein paar Mal geleitet, also wirklich, das macht mich richtig wütend. Besonders auch, erstens, die sind ja einige Male einfach auf Kaution freigekommen, weil auch die Justiz da versagt hat und die Parallelen nicht gezogen hat. Und sie sind sich ja noch bis zu dem Zeitpunkt ziemlich selbstsicher gewesen, bis sie dann rausgefunden haben, dass Alison ja doch noch lebt und dann ganz schnell alles zugegeben haben. Also, wie du schon gesagt hast, dafür hat man ehrlich gesagt gar keine Worte. Ja, diese Folge ist wirklich aus zweierlei Aspekten für uns sehr wichtig. Auf der einen Seite wollten wir euch diese Geschichte von Alison und ihrem Mut und ihrer Kraft und ihrem Überlebenswillen erzählen und da können wir euch auch nochmal das Buch und auch die Doku ans Herz legen. Also vielleicht habt ihr ja Lust, da reinzulesen oder reinzuschauen und die Geschichte nochmal bebildert zu sehen. Und auch nochmal ein ganz wichtiger Punkt, Patrick, den du gerade angesprochen hast, bezüglich, ja, dass sich Opfer eben oft fragen, was sie dann falsch gemacht haben. Davon müssen wir bitte wegkommen. Ihr habt nichts falsch gemacht, sondern die anderen haben sich dazu entschieden, euch Dinge anzutun. Also das ist ganz, ganz wichtig, dass man den Fehler da nicht bei sich sucht, weil wenn sie die Tür abgeschlossen hätte, dann wäre der Typ irgendwie anders reingekommen. Also das ist an der Stelle der ganz falsche Ansatz und ja, darauf wollten wir jetzt hier nochmal den Fokus legen. Ja, ihr wisst, dass der Cut in die Personalakte vielleicht immer ein bisschen groß erscheint, aber uns ist es eben auch wichtig, dass wir alle positiv hier aus dieser Folge rausgehen und nicht so deprimiert sind. Und deswegen kommt jetzt hier der große Themen-Switch und wir haben es ja schon nach der Begrüßung angedeutet, dass das ein sehr großes Thema für uns sein wird im kommenden Herbst, nämlich unsere eigene Live-Tour. Da würden wir uns wirklich super doll freuen, wenn wir uns sehen und einen vielleicht so besonderen Fall wie den über Alison eben für euch auf der Bühne erzählen dürfen. Und ja, wir sind wirklich voller Vorfreude. Ich kann es nicht anders sagen, Patrick und ich. Wir sind da beide sehr, sehr hibbelig und ganz gespannt, wer kommt und wo wir uns sehen. Und ja, wir haben auf jeden Fall auch Bock, nach der Show noch mit euch zu quatschen und Fotos zu machen. Also wenn auch ihr darauf Bock habt, dann ja. Kommt vorbei, quatscht mit uns, wir freuen uns. Das wollte ich nämlich auch gerade sagen, weil sonst lesen wir immer nur eure Kommentare sehr freudig. Aber dann könnt ihr uns die einfach auch da vor Ort einfach mitgeben und direkt mit uns über den Fall quatschen. Da haben wir auch schon sehr, sehr viel Bock drauf. Und eine Sache, die habe ich ja vorhin schon kurz angeteast, nämlich zum Fotoshooting für die ganze Tour. Das war nämlich auch komplett wild. Also als wir das Fotoshooting gemacht haben, das war glaube ich das einzige Wochenende in dieser Zeit, wo es fast 40 Grad waren. Also draußen ist es, es ist alles verglüht gefühlt und du warst ja zu dem Zeitpunkt auch schon schwanger, da haben wir es noch nicht offiziell gemacht, aber trotzdem, das war ja dann nochmal eine Doppelbelastung. Ja, und mein erstes Outfit war auch einfach so ein langärmliches schwarzes Kleid, weil man da den Babybauch noch am besten verstecken konnte. Boah, und es war einfach so heiß draußen natürlich, aber auch in dem Fotostudio. Aber es ging halt nur an diesem Wochenende, deswegen mussten wir das da machen. Das war auf jeden Fall echt ganz schön doll. Alle waren am See im Freibad und wir beide waren da irgendwie am Rande von Berlin in einem Fotostudio. Aber ja, ich bin ganz happy über das Ergebnis des Tourplakats. Ich finde es richtig cool und auch ganz witzig. Wir haben an dem Tag auch noch so Einzelfotos gemacht, weil Patrick und ich gesagt haben, hey, wir brauchen mal irgendwie hier ein professionelles Bild von uns für LinkedIn, für irgendwelche Dokumente, dass man einfach mal so ein seriöses Foto von sich hat. Aber dann ist uns irgendwann aufgefallen, am Moment, wir können das ja noch gar nicht irgendwo veröffentlichen, weil vorher muss ja das Tourplakat erst öffentlich sein, weil sonst fragt man sich vielleicht, hä, wieso habt ihr da jetzt so Fotos gemacht? Und ja, wir wollten das natürlich noch ein bisschen geheim halten. Ja, aber jetzt, Patrick, jetzt kannst du dein LinkedIn-Bild ändern. Ja, ich werde alles ändern. Instagram, LinkedIn. Besonders das Ding wäre ja gewesen, wenn wir beide da was mit einem roten Hintergrund als Profilbild posten. Also da hättet ihr das sicherlich rausgefunden. Dann hätten wir jede Menge Nachrichten von euch bekommen. So kann doch kein Zufall sein, oder? Dass ihr da jetzt beide so ein ähnliches Foto aufnehmt. Was könnte der Grund sein? Ein neues Podcast-Cover gibt es ja nicht. Also woran hattet ihr legen? Und auch wenn ihr das vielleicht noch gar nicht so hören wollt, aber es dauert ja gar nicht mehr so lange, bis Weihnachten ist. Einfach voll das Gegenteil jetzt zu den 40 Grad draußen, Weihnachten. Aber vielleicht wäre das ja eine Idee einer Freundin oder einem Freund oder Eltern oder wer auch immer sich für True Crime interessiert, ein Ticket zu unserer Live-Tour zu schenken. Oder? Also ich fände, das wäre eine sehr coole Idee. Zumindest haben das ganz viele in der Vergangenheit geschrieben. So, hey, meine beste Freundin hat Geburtstag oder Weihnachten. Könnt ihr nicht auf Tour gehen? Ich würde das gerne verschenken und mit ihr hingehen. Voila, jetzt könnt ihr das tun. Das wäre doch vielleicht eine coole Idee, da so ein Ticket unter den Weihnachtsbaum zu legen. Oder vielleicht gibt es ja auch jemanden in eurem Umkreis, der noch gar nichts mit True Crime am Hut hat und den ihr da vielleicht mal einführen könnt. Also nur als kleine Idee. Ihr findet dann nochmal alles Wichtige bei uns in den Shownotes verlinkt. Da packen wir euch alles rein oder auch auf Instagram, auf der Website. Also da werdet ihr auf jeden Fall fündig. Und ja, ich glaube, uns bleibt abschließend einfach nur zu sagen, dass wir hoffen, dass wir da ganz viele von euch live sehen, ganz viele Gesichter in echt sehen können. Und ja, wir beide freuen uns sehr und ich hoffe, ihr freut euch auch. Und wie gesagt, schreibt uns auch unbedingt, in welche Stadt ihr kommen werdet. Ihr könnt ja auch beispielsweise, kleiner Vorschlag von mir, so ein True Crime Date draus machen. Und damit würde ich sagen, schließen wir die schwarze Akte, die ganz besondere schwarze Akte für heute und hören uns kommende Woche Dienstag überall, wo es Podcasts gibt. Wir sind eure Hosts Anne Luckmann und Patrick Strohbusch. Redaktion Johanna Müsiger und wir Schnitt Anne Luckmann, Produktion Nadine Lenfer-Unterweger und Lea Backes Die schwarze Akte ist eine Produktion der Julep Studios Besonderer Dank geht an Falco Schulte.