Diese Episode enthält explizite Details über einen wahren Kriminalfall. Weitere Infos in der Folgenbeschreibung. Der 27. Juli 1971 ist ein recht ruhiger Abend. Hier, im Nordwesten der US-Hauptstadt Washington DC. Bevor es Abendessen gibt, soll die kleine Brenda noch schnell rüber zum Supermarkt laufen und dort Brot sowie Futter für die Hunde kaufen. Brenda ist zehn Jahre alt, eher klein und ein zierliches Kind. Mit frisch auf rosa Lockenwicklern eingedrehten Haaren tritt sie durch die Haustür und macht sich auf den Weg. Sie trägt ein blau-weiß gemustertes Oberteil und passend dazu eine kurze Hose. Schuhe zieht sie gar nicht erst an. Der Supermarkt ist nicht weit entfernt und es ist ein lauer Sommerabend. Eine Frau sieht die kleine Brenda mit ihren rosa Lockenwicklern noch auf dem Weg. Das muss irgendwann zwischen 20.45 Uhr und 21 Uhr sein. Fünf Minuten später blickt die Frau nochmal in dieselbe Richtung, aber das kleine Mädchen ist bereits verschwunden. Die Frau denkt gar nicht weiter darüber nach. Das Mädchen ist bestimmt längst wieder auf dem Weg nach Hause. Erst später wird der Frau das Kind ohne Schuhe wieder einfallen, denn Brenda kommt nie zu Hause an. Als dort aus ein paar Minuten fast eine ganze Stunde wird, macht sich Brandas Familie schreckliche Sorgen. Ihre Mutter verlässt schließlich das Haus, um nach ihrer Tochter zu suchen. Vielleicht hat Brenda auf dem Weg nur Bekannte getroffen. Oder könnte etwas passiert sein? Ihre Mutter fragt in der Nachbarschaft herum, ob jemand das kleine Mädchen mit den rosa Lockenwicklern gesehen hat. Brandas kleine Schwester Bertha bleibt währenddessen zu Hause. Sie ist erst sieben Jahre alt und wartet gemeinsam mit dem Freund ihrer Mutter auf Brenda. Vielleicht öffnet sich ja gleich die Haustür und Brenda schleppt eine große Einkaufstüte in die Küche. Aber das passiert leider nicht. Stattdessen klingelt das Telefon um 21.20 Uhr. Die kleine Bertha greift sofort nach dem Hörer. Am anderen Ende der Leitung hört sie eine sehr vertraute Stimme. Es ist ihre ältere Schwester Brenda, aber sie klingt nicht so fröhlich und gut gelaunt wie sonst. Nein, Brenda weint. Zwischen Schluchzen und Atmern stößt sie hervor, dass ein weißer Mann sie in einem Auto mitgenommen hat. Jetzt sei sie irgendwo in Virginia. Außerhalb der Stadt, im angrenzenden Bundesstaat. Sie komme aber bald nach Hause. Der Mann will sie in ein Taxi zurück nach Hause setzen. Für Bertha sind das wahrscheinlich viel zu viele Informationen auf einmal. Aber bevor die kleine Schwester überhaupt etwas sagen oder fragen kann, legt Brenda auf. Das Gespräch ist abrupt vorbei. Sie können jetzt nur auf das Taxi warten, aber vor dem Haus hält keins. Dafür klingelt ungefähr 25 Minuten später noch einmal das Telefon. Dieses Mal nimmt der Freund von Brandas Mutter den Hörer ab. Es ist wieder Brandas Stimme zu hören. Und sie erzählt genau dieselbe Geschichte nochmal. Der Freund der Mutter fragt, ob das kleine Mädchen weiß, wo genau sie ist, aber Brenda weiß es leider nicht. Sie stellt jedoch eine Frage, eine sehr merkwürdige Frage, Nämlich, hat mich meine Mama gesehen? Auch der Freund der Mutter runzelt die Stirn. Er versteht nicht, was Brenda damit meint. Ihre Mutter ist ja noch draußen unterwegs und sucht nach ihr. Wie könnte sie Brenda gesehen haben, wenn das Mädchen inzwischen in Virginia sein soll? Der Freund am Telefon will mit dem Mann sprechen, der Brenda mitgenommen hat. Brenda antwortet darauf nicht. Es ist kurz ruhig am Telefon. Doch dann sind ein paar schwere Schritte zu hören. Jemand scheint näher an den Hörer zu kommen. Als Brenda widerspricht, ist ihre Stimme leise. Sie sagt, »Well, I'll see you. Wir sehen uns.« Dann legt sie wieder auf. Danach ist das Telefon still. Es klingelt nicht mehr. Brenda kommt nicht nach Hause zu ihrer Familie zurück. Wo ist Brenda? Und damit ganz herzlich willkommen zu einer neuen Folge der Schwarzen Akte mit Patrick Strohbusch und mit Anne Luckmann. Hello! Ihr habt ja gerade schon im Intro gehört. Die Familie der kleinen Brenda beschäftigt in der Nacht am 27. Juli 71 nur diese eine Frage. Wo ist ihre Tochter? Alleine werden sie diese Frage nicht beantworten können. Sie brauchen Hilfe und rufen daher die Polizei. Aber genau an dem Punkt wird es im Washington der 70er Jahre kompliziert. Werbung. Werbung Ende Wir erklären euch erstmal warum und kommen dann später zu Brenda und ihrer Familie zurück. Die sind nämlich schwarz, genau wie mehr als 70% der Menschen, die damals in der Hauptstadt leben. Die Polizei besteht dagegen mehrheitlich aus weißen Beamten. Zwischen ihnen und vielen schwarzen Nachbarschaften herrscht tiefes Misstrauen. Viele haben das Gefühl, dass die Polizei sie nicht wirklich versteht oder Verbrechen in ihren Vierteln nicht dieselbe Aufmerksamkeit schenkt wie anderen Fällen. Dieses schwierige Verhältnis entsteht nicht erst in der Nacht, in der Brenda verschwindet. Drei Jahre zuvor wurde Martin Luther King Jr. ermordet. Danach gibt es in Washington schwere Unruhen. Und genau diese Spannungen gibt es eben immer noch. Zu der Zeit ziehen tausende Menschen gleichzeitig durch die Stadt, um gegen den Krieg in Vietnam zu demonstrieren. Die Polizei ist damals häufig überlastet, gerade wenn viele Verbrechen innerhalb kurzer Zeit passieren. Denn Brenda ist am 27. Juli 71 nicht das erste schwarze Mädchen, das verschwindet. Ein anderer Fall ereignet sich schon am 25. April 71, drei Monate zuvor. Denn auch ein 13 Jahre altes Mädchen namens Carol Denise löst sich auf dem Rückweg von einem anderen Supermarkt praktisch in Luft auf. Carol lebt mit ihrer Mutter und Geschwistern im Südosten von Washington. Weitere sieben Kinder gehören zur Familie. Carol hat noch eine Zwillingsschwester namens Carolyn. Die beiden sehen sich zum Verwechseln ähnlich, aber Carol ist eher die ruhigere der beiden. Sie ist ein wenig schüchtern und eher klein für ihr Alter. Carol geht in die siebte Klasse der Junior High School. In den Shownotes haben wir euch auch mal ein Foto von ihr verlinkt. Dort findet ihr auch Fotos der anderen Mädchen, um die es heute gehen wird. Carol ist ein schwarzes Mädchen mit geflochtenen Haaren, großen Augen und einem schüchternen Lächeln. In der Washington Post steht, dass sie gerne mit anderen Kindern Springseil springt, mit ihren Schwestern spielt und besonders gut den Hula-Hoop-Reifen schwingen kann. Sie ist ein ganz normales 13-jähriges Mädchen, bis zum April 1971. Der 25. April ist ein ungewöhnlich warmer Tag. Carols Mutter plant heute, eine Verwandte zu besuchen und schärft ihren jüngeren Kindern ein Zuhause zu bleiben. Carols Mutter zieht ja allein acht Kinder groß und sie ist relativ streng. Wenn sie so eine Regel aufstellt, wissen ihre Kinder, dass sie sich daran besser halten sollen. Ganz unbeaufsichtigt sind die Kinder nicht, denn Carols ältere Schwester Valerie wohnt direkt gegenüber. Sie ist schon 24 und hat ihre eigene Wohnung. Sie braucht fürs Abendessen noch ein paar Dinge aus dem Supermarkt. Der nächste 7-Eleven ist nicht weit weg, nur ein paar Straßen weiter. Daher fragt Valerie ihre jüngeren Geschwister, ob jemand für sie Brot und Limo kaufen kann. Als kleine Belohnung dürfen sie sich auch selbst was zu trinken mitbringen. Carol meldet sich freiwillig und bekommt von ihrer älteren Schwester 5 Dollar. Mit dem Geld in der Tasche macht sie sich auf den Weg, unerlaubterweise. Denn eigentlich hatte sie ihrer Mutter ja versprochen, zu Hause zu bleiben. Und ausgerechnet der läuft sie auf dem Weg zum Supermarkt nun über den Weg. Als die ihre Tochter auf der Straße sieht, schimpft sie mit ihr und macht schon mal deutlich, dass das zu Hause Konsequenzen haben wird. Carol soll nach dem Einkauf schnurstracks nach Hause laufen. Ein Mitarbeiter der 7-Eleven erinnert sich, dass er Carol Brot und Limo verkauft hat und dann zusah, wie das Mädchen mit ihrer Einkaufstüte aus dem Laden ging. Auch ein anderes Kind aus der Nachbarschaft sieht Carol mit ihrem Einkauf. Eigentlich dauert der Weg nach Hause nicht lange, aber Carol kommt nicht zu Hause an. Als aus Minuten eine halbe Stunde wird, ist irgendwann klar, dass sie nicht nur rumtrödelt, weil es zu Hause wahrscheinlich noch Ärger gibt. Es muss etwas passiert sein. Carols Mutter und andere Familienmitglieder fragen Nachbarn und suchen an den Orten, an denen Carol sein könnte. Aber niemand weiß, wo das Mädchen ist. Sie ist einfach spurlos verschwunden. Noch in derselben Nacht verständigt ihre Mutter die Polizei. Wir können uns nicht vorstellen, wie schlimm diese Situation gewesen sein muss. Gerade die letzte Begegnung mit Carol war ja mehr oder weniger ein Streit. Auch die Polizei befragt Menschen aus der Nachbarschaft und versucht Carols Weg vom Supermarkt nach Hause nachzuvollziehen. Es gibt verschiedene Aussagen darüber, wer sie zuletzt gesehen haben könnte. Eine Jugendliche will einen auffälligen Mann bei ihr gesehen haben. Eine andere Zeugin glaubt, dass zwei Männer Carol in ein Auto gezogen haben. Wieder eine andere sagt, sie sei mit Carol zum Geschäft gegangen und habe sie danach in Richtung eines ausgebrannten Gebäudes laufen sehen. Das Problem ist nicht nur, dass sich alle Aussagen teilweise widersprechen, sie führen die Ermittler auch nicht zu Carol. Sechs Tage lang gibt es kein Lebenszeichen des kleinen Mädchens. Bis zum 1. Mai 71, ein Samstag. Am frühen Nachmittag klingelt bei der Polizei das Telefon. Leider mit einer grauenvollen Nachricht. Denn Kinder haben an einer Straße ein totes Mädchen gefunden. Die Stelle liegt hinter dem St. Elizabeth's Hospital, einer großen psychiatrischen Klinik. In der Nähe einer vielbefahrenen Straße, die man heute als Interstate 295 bzw. Anacostia Freeway kennt. Rund zwei Kilometer von der Nachbarschaft entfernt, in der Carol verschwunden ist. Laut dem Polizeibericht spielen die Kinder in der Nähe der Straße und stoßen dabei auf das tote Mädchen. Sie liegt im Gras an einer Böschung. Was für eine furchtbare Situation für die Kinder. Sie reagieren genau richtig und machen einen vorbeifahrenden Verkehrspolizisten auf das Mädchen aufmerksam. Als die Ermittler den Körper untersuchen, ist schnell klar, dass es sich um die vermisste 13-jährige Carol handelt. Sie trägt noch immer dieselben Sachen wie am Tag ihres Verschwindens. Einen roten Pullover, blaue Sportshorts und braune Socken. Nur ihre Schuhe fehlen. An Nase und Mund befindet sich getrocknetes Blut. Die Unterlippe weist Verletzungen auf. Und auch an Hals, Händen und an anderen Körperstellen sind Gewalteinwirkungen zu erkennen. Die Polizisten sammeln Spuren in der Umgebung und lassen die kleine Carol in die Gerichtsmedizin bringen. Für die Familie endet damit das qualvolle Warten. Aber der Schock über den Fund sitzt natürlich tief. Carols Zwillingsschwester Carolyn erinnert sich noch Jahre später an diesen Moment, als die Familie die schreckliche Nachricht bekommen hat. Vor allem kann sie den Schrei ihrer Mutter nicht vergessen. Schon als die Polizei Carol findet, wissen alle, dass sie einem grausamen Verbrechen zum Opfer gefallen ist. Bei der Autopsie kommen dann noch weitere grausame Details ans Licht. Carol wurde stranguliert und sexuell missbraucht. An ihrem Hals befinden sich Spuren, die zu würgen mit den Händen oder mit einem Gegenstand passen könnten. Unter ihren Fingernägeln finden die Gerichtsmediziner Rückstände von Blut. Es ist allerdings zu wenig, als dass die Labore damals etwas damit anfangen können. Dafür finden die Ermittler brauchbare Spuren an Carols Kleidung, Haare und kleine synthetische Fasern. Unter dem Mikroskop sehen diese Fasern grün aus. 1971 können solche Spuren zwar schon miteinander verglichen werden, aber es gibt noch keine DNA-Analyse, wie wir sie heute kennen. Die Haare führen damals zu keinem konkreten Verdächtigen. Und auch die grünen Fasern sind erstmal nur ein auffälliges Detail. Dazu kommen wir aber später nochmal. Aus dem Autopsiebericht schließen die Ermittler aber noch etwas anderes, etwas sehr Erschütterndes. Carol ist sechs Tage lang verschwunden gewesen, als ihre Leiche gefunden wird. Laut der Gerichtsmedizin ist sie zu diesem Zeitpunkt aber wahrscheinlich erst seit zwei oder drei Tagen tot. In ihrem Magen finden sich außerdem Reste einer Zitrusfrucht. Das könnte bedeuten, dass sie nach ihrem Verschwinden mehrere Tage lang festgehalten und eingesperrt wurde. Jemand könnte ihr in dieser Zeit etwas zu essen gegeben, das Mädchen ein paar Tage später getötet und danach am Freeway abgelegt haben. Das ist natürlich nur eine Theorie, aber die Ergebnisse der Autopsie lassen die Möglichkeit offen. Während Carols Familie und die Nachbarschaft nachher gesucht haben, könnte sie noch irgendwo in oder um Washington herum festgehalten worden sein. Diese Nachricht schockiert das gesamte Viertel und verändert auch den Alltag der Menschen. Eltern lassen ihre Kinder nicht mehr aus den Augen. Viele Mädchen und Jungen haben Angst, allein draußen zu sein. Die Leute aus der Nachbarschaft wollen außerdem wissen, was die Polizei vorhat, um ihre Kinder zu schützen und das Verbrechen aufzuklären. Eine von Carols älteren Schwestern sagt später gegenüber der Presse, sie sei überzeugt, dass die Polizei schwarzen Mädchen damals nicht dieselbe Aufmerksamkeit geschenkt habe wie weißen Opfern. Diese Kritik wird sich durch den ganzen Fall ziehen. Wir greifen sie später nochmal auf. Wichtig zu wissen ist noch, dass Carols Tod für die Polizei zu diesem Zeitpunkt erst mal ein einzelnes Verbrechen ist. Noch. Denn nur zehn Wochen später verschwindet, nur wenige Straßen von Carols zu Hause entfernt, ein zweites Mädchen. Die 16-jährige Darlinia Denise. Sie verschwindet spurlos auf dem Weg zu ihrem Sommerjob. Darlinia wohnt in derselben Nachbarschaft wie Carol, ungefähr drei Straßen voneinander entfernt. Es ist also gut möglich, dass sie auf denselben Straßen unterwegs waren, in den gleichen Geschäften eingekauft haben oder sich vielleicht sogar auch mal begegnet sind. Wie Carol wächst auch Dalinia in einer großen Familie auf. Sie hat fünf Brüder und fünf Schwestern. Und sie hat noch etwas mit Carol gemein. Auch Dalinia ist eher klein und zierlich. Sie wirkt wahrscheinlich jünger als ihre 16 Jahre. Im Sommer 1971 verbringt Dalinia ihre Zeit mit Freunden, ihrem festen Freund oder bei ihrem Job in einem Freizeitzentrum. Dort arbeitet sie als Betreuerin und kümmert sich um jüngere Kinder. Dalinia geht den Weg zur Arbeit meistens zu Fuß. So auch am 8. Juli 1971. Zehn Wochen nach Carols Verschwinden soll Dalinia im Freizeitzentrum arbeiten. Denn abends ist eine besondere Übernachtungsparty mit den Kindern geplant. Dalinias Familie weiß also, dass sie erst am nächsten Tag nach Hause kommen wird. Was wir über den 8. Juli wissen, stammt unter anderem aus einer Aussage von Dalinias Mutter. Sie hat frühmorgens einen Termin im Krankenhaus. Bevor sie gegen 8 Uhr das Haus verlässt, schaut sie noch einmal in Dalinias Zimmer. Ihre Tochter liegt im Bett und schläft. Als die Mutter gegen Mittag nach Hause kommt, ist Dalinias schon weg. Ihre Mutter glaubt, dass sie längst im Freizeitzentrum ist. Bis zum nächsten Tag macht sich daher niemand irgendwelche Gedanken. Doch Dalinia kommt nicht nach Hause zurück. Als ihre Mutter kurz nach 18 Uhr vom Einkaufen kommt, schickt sie die Geschwister los, um Bekannte, Freunde und Nachbarn nach Dalinias Verbleib zu fragen. Die Familie sucht mehrere Stunden lang. Gegen 22 Uhr ruft die Mutter schließlich bei der Polizei an. Bis dahin gehen alle davon aus, dass Dalinia im Freizeitzentrum gewesen ist. Doch sie ist am Tag zuvor gar nicht erst zur Arbeit erschienen. Sie war abends nicht bei der Übernachtungsparty. Damit fehlt von ihr schon einen ganzen Tag lang jede Spur. Obwohl, nicht jede. Denn eine Mitarbeiterin des Freizeitzentrums berichtet, dass ein schwarzes Auto Dalinia und ein anderes Mädchen am Tag vor ihrem Verschwinden abgeholt habe. Dieses Mädchen habe später erzählt, dass sie aber ausgestiegen sei. Dalinias Mutter fragt in der Nachbarschaft herum und bekommt sogar einen Namen. Der Mann mit dem schwarzen Auto heißt Alfred. Es ist der erste konkrete Hinweis. Auch für die Polizei. Die kann diesen Alfred ausfindig machen und befragt ihn. Ihm soll sogar Natrium Pentotal verabreicht worden sein. Das gilt damals als Wahrheitsserum. Der Name klingt aber krasser, als es tatsächlich ist. Das Mittel kann Hemmungen lösen und macht müde, zwingt aber niemanden dazu, die Wahrheit zu sagen. In der Medizin ist es eher ein Narkosemittel. Die Polizei setzt es damals offenbar ein, aber Alfred macht keine auffällige Aussage. Die Ermittlungen müssen also weitergehen. Und es gibt weitere Hinweise. Eine Person will Darlene ja am Tag ihres Verschwindens mit ihrem Freund gesehen haben. Den wollen die Ermittler natürlich auch befragen. Aber seine Mutter weigert sich, ihn mit der Polizei sprechen zu lassen. Anscheinend wird er nicht befragt. Da liefern die Quellen aber keine sichere Antwort. Die Ermittlungen scheinen damals eher auf der Stelle zu treten. Das muss für die Angehörigen kaum auszuhalten gewesen sein. Dalinias Mutter versucht alles Mögliche, um ihre Tochter zu finden und sucht selbst weiter. Sie ruft verschiedene Polizeistationen an, telefoniert mit Krankenhäusern und Leichenhallen und fragt Menschen aus dem Viertel, ob sie ihre Tochter gesehen haben. Und dann klingelt bei der Familie selbst das Telefon. Die Berichte über diese Anrufe sind allerdings nicht vollständig und widersprechen sich teilweise. Sicher ist nur, dass Dalinias Familie während der Suche mindestens einen verstörenden Anruf erhält, in dem ein Mann über ihre verschwundene Tochter spricht. Ob das tatsächlich die Stimme des Täters ist oder ein unglaublich geschmackloser Streich, ist bis heute nicht bekannt. 1971 kann ein Anruf leider noch nicht so einfach zurückverfolgt werden. In den Tagen nach Dalinias Verschwinden verbreitet sich in der Nachbarschaft ein unheimliches Gerücht. An der Interstate 295, dem Anacostia Freeway, soll eine Leiche liegen. Am 12. Juli, vier Tage nach Dalinias Verschwinden, melden Autofahrer bzw. Mitarbeiter der Straßenbehörde einen leblosen Körper am Rand der Schnellstraße. Einer der Stadtmitarbeiter verständigt daraufhin die Polizei. Besonders krass ist, dass der Mitarbeiter an diesem Morgen gar nicht der Erste ist, der deswegen angerufen hat. Streifenbeamte fahren zu der beschriebenen Stelle am Freeway, doch sie finden dort nichts. Die Streifenpolizisten sollen damals gar nicht erst aus ihrem Wagen ausgestiegen sein, um richtig zu suchen. Sie fahren einfach an der beschriebenen Stelle vorbei, können aus dem Auto heraus nichts Auffälliges erkennen und melden, dass alles in Ordnung sei. Und dann passiert das Unfassbare. Die Tote bleibt dort einfach liegen. Mehrere Tage lang. Mitten im Sommer, in einem ziemlich heißen und feuchten Washington. Erst elf Tage nach Dallinias Verschwinden, am 19. Juli, wird die Leiche offiziell geborgen, weil Stadtmitarbeiter nochmal die Polizei verständigen. Die Tote liegt mit dem Gesicht nach unten im Gras, der Kopf zeigt die Böschung hinab und die Füße Richtung Straße. Sie ist vollständig bekleidet, aber auch ihre Schuhe fehlen. Und natürlich hat die Hitze ihre Spuren hinterlassen. Der Körper ist so stark verwest, dass die Teenagerin nicht mehr anhand ihres Gesichts erkannt werden kann. Die Gerichtsmedizin kann sie über ihre Fingerabdrücke identifizieren. Es handelt sich um die 16-jährige Darlinia. Das Mädchen lag am Rand einer der meistbefahrenen Straßen der Stadt. Menschen haben sie gesehen, die Polizei angerufen und trotzdem blieb Darlinia tagelang an der Böschung liegen. Mindestens eine Woche lang. Das hat natürlich Folgen für die Ermittlungen. Aufgrund der Verwesung kann die Gerichtsmedizin nicht mehr genau sagen, wie Dalinia gestorben ist. Auch ein möglicher sexueller Übergriff lässt sich nicht mehr eindeutig nachweisen oder ausschließen. In einigen Akten gibt es Hinweise darauf, dass Dalinia erwürgt worden sein könnte. Aber die offizielle Todesursache bleibt offen. Hätte die Polizei den Körper schon nach dem ersten Anruf gefunden, hätte bei der Autopsie vielleicht eine Todesursache festgestellt und noch weitere Spuren sichergestellt werden können. Doch selbst mit den wenigen Informationen fallen die Parallelen zur Toten Carol direkt auf. Beide Mädchen sind schwarz, jung und eher zierlich gebaut. Sie wohnen in demselben Viertel und verschwinden auf einem kurzen, ganz normalen Weg. Ihre Körper werden vollständig bekleidet in der Nähe derselben Schnellstraße abgelegt. D'Alinjas Leiche liegt ungefähr viereinhalb Meter von der Stelle entfernt, an der zehn Wochen zuvor Carol gefunden wurde. Fast derselbe Abschnitt an der Interstate 295. Fast dieselbe Böschung. Und beiden fehlen die Schuhe. Es gibt aber auch Unterschiede. Bei Carol konnten die Ermittler anhand der Autopsie noch rekonstruieren, dass sie vielleicht mehrere Tage festgehalten und erst später getötet wurde. Bei D'Alinja ist das nicht mehr möglich. Wenn die ersten Anrufe bei der Polizei vom 12. Juli stimmen, muss sie spätestens vier Tage nach ihrem Verschwinden an der Böschung gelegen haben, denn an diesem Tag melden die Ersten einen leblosen Körper. Der Zeitraum zwischen Entführung und Tod wäre damit wahrscheinlich kürzer als bei Carol, aber genau kann das niemand mehr nachvollziehen. Trotz dieser Ähnlichkeiten bleiben die Fälle in den Polizeiakten zwei einzelne Verbrechen. Doch bei den beiden Fällen bleibt es nicht. Nur acht Tage, nachdem Darlinias Leiche geborgen wurde, schickt eine Mutter ihre zehnjährige Tochter zum Einkaufen in den Supermarkt. Das Mädchen trägt ein blau-weiß gemustertes Oberteil, eine passende kurze Hose und rosa Lockenwickler. Brenda. Und damit sind wir wieder bei der Nacht aus dem Intro, vom Anfang dieses Falls. Brenda ist das dritte schwarze Mädchen, das innerhalb von nur drei Monaten spurlos in Washington verschwindet. Doch in ihrem Fall geschieht etwas, das bei Carol und Dalinia nicht passiert ist. Brenda meldet sich zweimal per Telefon. Die Washington Post beschreibt die zehnjährige Brenda als ein Kind mit Grübchen, das viele Freunde hat. Sie geht in die Kirche und posiert gerne vor der Kamera. Brenda lebt mit ihrer Familie im Nordwesten von Washington, in einem anderen Stadtteil als Carol und Dalinia. Brenda soll ja am 27. Juli 1971 im Supermarkt einkaufen gehen und verschwindet dabei auf dem Weg. Die beiden Telefonate, die ihr schon vom Anfang der Folge kennt, stellen auch für die Polizei ein Rätsel dar. Leider kann aus den Anrufen keine Spur ermittelt werden. Doch nur einen Tag später, am 28. Juli, macht ein Mann im benachbarten County eine grausame Entdeckung. Mehrere Kilometer von Branders Zuhause entfernt. Der Mann will per Anhalter nach Hause fahren und geht deshalb am Highway 50 entlang. Es ist noch früh am Morgen, als er eine Entdeckung macht, die er wohl nicht mehr vergessen wird. Er findet dort am Straßenrand den Körper eines Kindes. Es ist ein kleines schwarzes Mädchen, die kleine Brenda. Zwischen ihrem ersten Anruf zu Hause und diesem Moment liegen weniger als neun Stunden. Von ihrem zweiten Anruf ausgerechnet sind es ungefähr acht Stunden. Brenda trägt noch die Kleidung, in der sie am Abend zuvor das Haus verlassen hat. In ihrem Haar stecken aber nicht mehr alle rosa Lockenwickler. Einige davon fehlen. An den Füßen trägt sie keine Schuhe, denn sie ist ja barfuß zum Supermarkt aufgebrochen. Bei der Autopsie zeigen sich dann aber deutliche Parallelen zu den vorigen Fällen von Carol und Dalinia. Auch Brander wurde vergewaltigt und stranguliert, laut dem Autopsiebericht mit einem Band- oder schnurartigen Gegenstand. Es wurde auch Druck mit den Händen auf ihren Hals ausgeübt. Außerdem findet der Gerichtsmediziner mögliche Bissspuren. In ihrer Unterwäsche befinden sich Blut und Sperma. Wieder können die Ermittler diese Spuren nur sehr begrenzt auswerten. Ein Gegenstand fällt am Fundort aber besonders auf. Denn um Brandas Hals ist ein Seidenschall gewickelt. Sie hat diesen Schal aber nicht getragen, als sie am Abend das Haus verlassen hat. Jemand muss ihr also diesen Schal umgelegt haben. An einer Schnur finden die Beamten außerdem einen Hausschlüssel. Welche Rolle der Schal und der Schlüssel spielen, kann leider niemand sicher sagen. Möglicherweise wurde Brenda damit gewürgt. Oder vielleicht hat der Täter ihn erst danach umgelegt. Noch viel auffälliger sind allerdings Branders Füße. Sie ist ja barfuß aufgebrochen. Deshalb müssten ihre Fußsohlen eigentlich staubig und schmutzig sein. Sie sind aber auffallend sauber. Fast so, als hätte der Täter sie gewaschen. In Branders Hand hat die Spurensicherung außerdem kleine Haare gefunden. Und es können an dem Schal im Labor synthetische Fasern sichergestellt werden. Auf mehreren Kleidungsstücken entdeckten die Ermittler außerdem auch diese merkwürdigen grünen Fasern, wie schon bei Carol. Vielleicht sind es Fasern aus einem Fahrzeug oder einer Decke, einem Teppich oder Badezimmermatte. Die genaue Herkunft können die Beamten leider nicht ermitteln. Trotzdem zeigt sich bei allen drei Fällen ein auffälliges Muster. Carol, Dalinia und Brenda sind alle jung, schwarz, eher klein, verschwinden in Washington D.C. Und werden an großen Verkehrsstraßen gefunden. Sie werden alle bekleidet aufgefunden, nur die Schuhe fehlen an den Füßen, beziehungsweise hat Brenda ungewöhnlich saubere Fußsohlen. Wahrscheinlich wurden alle drei stranguliert. Und auf der Kleidung von Carol und Brenda befinden sich ähnliche synthetische Fasern. Es gibt eben aber auch Unterschiede, denn Carol verschwindet sechs Tage vor dem Fund ihres Körpers. Und laut den Ermittlungen war sie einige dieser Tage noch am Leben. Bei der Linie lässt sich der Todeszeitpunkt wegen der verspäteten Bergung nicht mehr genau bestimmen. Ihr Körper wurde aber wahrscheinlich schon innerhalb weniger Tage am Freeride abgelegt. Bei Brander geschieht alles in einer einzigen Nacht. Der Täter scheint also schneller vorzugehen und damit ein größeres Risiko einzugehen. Er lässt Brenda sogar zweimal mit ihrer Familie telefonieren. Nicht nur die Ermittler spekulieren natürlich, warum er das macht. Dazu gibt es verschiedene Theorien. Vielleicht war Brenda tatsächlich bei einem weißen Mann in Virginia und hat einfach gesagt, was sie wusste. Es ist aber auch möglich, dass der Täter sie gezwungen hat, das am Telefon zu sagen, um eine falsche Fährte zu legen. Und dann ist da ja noch Branders merkwürdige Frage. Hat mich meine Mama gesehen? Ihre jüngere Schwester Bertha vermutet später, dass Brenda ihre Mutter vielleicht aus einem Auto herausgesehen haben könnte. Jahre später rollt eine Ermittlerin namens Romaine Jenkins die Fälle nochmal auf. Sie stellt die Vermutung auf, dass der Täter mit den Telefonaten womöglich herausfinden wollte, ob Brandas Mutter ihn oder sein Auto bemerkt hat. Das würde bedeuten, dass Brenda mit ihrem Entführer ganz in der Nähe war und vielleicht sogar an ihrer Mutter vorbeigefahren ist. Vielleicht sollten die Telefonate zeigen, wie viel die Familie wusste. Das ist allerdings nur eine Theorie. Es gibt keinen Beweis dafür, dass der Täter während der Suche an ihr vorbeigefahren ist. Die Ähnlichkeiten zwischen den drei Fällen sind für uns jetzt mehr als offensichtlich. Aber damals behandelt die Polizei die Taten nicht als eine zusammenhängende Mordserie. Bis etwas mehr als zwei Monate später ein zwölfjähriges Mädchen nicht nach Hause kommt. Am 1. Oktober 1971. Ihr Name ist Nino Moschia. Sie wird von ihrer Familie und ihren Freunden meistens immer nur Nino genannt. Nino ist zwölf Jahre alt, besucht die sechste Klasse der Junior High School und lebt mit ihrem Vater und ihrer Stiefmutter in einer Wohnung im Südosten von Washington. Zu Hause hat sich bei Nino Moschia gerade einiges verändert. Ihre Stiefmutter hat ein Baby bekommen und liegt noch im Krankenhaus. Nino Moschias Vater pendelt deshalb zwischen dem Krankenhaus und seiner Tochter zu Hause hin und her. Nino Moschia soll am Abend des 1. Oktober 1971 noch schnell ein paar Sachen aus dem Supermarkt holen. Der Jahr liegt nicht weit von der Wohnung entfernt. Die Zwölfjährige soll Zucker, Mehl und Pappteller kaufen. Ein Weg von nur wenigen Minuten, bei dem sich niemand Gedanken macht. Gegen 19 Uhr verlässt Nino Moschia die Wohnung. Ein Mitarbeiter des Supermarkts erkennt sie später auf einem Foto wieder und bestätigt der Polizei, dass sie auch im Laden war und eingekauft hat. Auf dem Rückweg aber verschwindet das Mädchen. Ein Teil ihrer Einkäufe wird draußen vor dem Laden gefunden. Es sieht so aus, als hätte das Mädchen die Sachen plötzlich fallen gelassen. Irgendwas muss unmittelbar vor dem Supermarkt oder nur wenige Meter davon entfernt passiert sein. Das ist eigentlich schwer vorstellbar, denn der Parkplatz ist beleuchtet und am frühen Abend sind dort immer noch viele Menschen unterwegs. Ein Mann, der ein zwölfjähriges Mädchen beispielsweise gewaltsam in ein Auto zieht, müsste eigentlich damit rechnen, gesehen zu werden. Es meldet sich allerdings niemand, der eine Entführung beobachtet hat. Dafür macht ein Junge zwei Stunden später eine furchtbare Entdeckung. Und zwar nur knapp drei Kilometer von Ninomashias Zuhause entfernt. Der Junge findet am Straßenrand den Körper eines jungen Mädchens. In der Washington Post wird berichtet, dass die Leiche noch warm ist, als sie gefunden wird. Ihr ahnt es schon. Es handelt sich um die kleine Ninomashia. Zwischen ihrem Aufbruch zum Supermarkt und diesem Moment liegen nur ungefähr zwei Stunden. Innerhalb dieser kurzen Zeit wurde sie angesprochen oder überwältigt vom Supermarkt weggebracht, sexuell missbraucht, getötet und anschließend an der Straße abgelegt. Laut Autopsie wurde Nino Machia stranguliert. Ihr Halsbereich ist schwer verletzt, und die Haut weist Kratzspuren auf. Das könnte bedeuten, dass Nino Machia gegen den Täter gekämpft hat. Vielen Dank. Der Fundort verrät den Ermittlern aber noch etwas anderes, denn das Gras unter der Leiche ist feucht, der Körper dagegen aber trocken. Daraus schließen die Ermittler, dass das Mädchen wahrscheinlich nicht an dieser Stelle getötet wurde. Jemand muss sie an einem anderen Ort ermordet und danach dort abgelegt haben. Dazu passen auch die Spuren in der Umgebung. An der Böschung lassen sich nämlich Reifenspuren eines kleinen Fahrzeugs erkennen. Unter Nenumoschias Fersen sind Schleifspuren erkennbar. In der Nähe wird ein einzelner Darmschuh gefunden. Ob der Nenomashia gehört, kann die Polizei aber nicht sicher sagen. Die wichtigsten Spuren stellen die Beamten an Nenomashias Körper und ihrer Kleidung sicher. Dort finden sie nämlich fremde Haare, Sperma und wieder diese merkwürdigen synthetischen grünen Fasern. Wie auch schon bei Carol und Brenda. Jetzt sind es schon vier schwarze Mädchen, die alle innerhalb weniger Monate in Washington verschwinden. Auch die Polizei und Medien gehen nun davon aus, dass hinter den Morden derselbe Täter stecken könnte. Dass die Erkenntnis so lange dauert, hat mehrere Gründe. Die Mädchen verschwinden in unterschiedlichen Teilen Washingtons und ihre Leichen werden teilweise außerhalb der Stadtgrenze gefunden. Damit sind verschiedene Polizeibehörden und unterschiedliche Ermittler zuständig. Berichte, Spuren und Zeugenaussagen müssen erst telefonisch oder auf Papier weitergegeben und abgeglichen werden. Und das dauert. Dazu kommt die hohe Zahl anderer Tötungsdelikte in Washington DC. Die Mordkommission ist überlastet und durch die großen Vietnam-Proteste werden immer wieder Polizeikräfte angefordert. Und bei den Opfern handelt es sich um schwarze Mädchen aus Vierteln, in denen viele schwarze Menschen leben. Diese Fälle wurden von der Polizei und den Medien damals leider weniger priorisiert. Im Sommer und Herbst 1971 gibt es kaum Artikel über die Fortschritte der Ermittlungen. Schon unmittelbar nach der Bergung des zweiten Opfers, von Dalinias Leiche, hat Menschen aus der Nachbarschaft deshalb eine Pressekonferenz organisiert. Sie kritisieren hier den fehlenden Polizeischutz und die Presse, die zu wenig über die Fälle berichtet. Einige schließen sich sogar zu Patrouillen zusammen und laufen gemeinsam durch die Straßen. Es ist der Versuch einer Community, ihre Kinder selbst zu schützen. Nach dem Mord am vierten Opfer, der kleinen Nino Machia, bekommt der unbekannter Täter schließlich von der Presse seinen bekannten Namen. Ein Artikel der Washington Daily News soll zuerst vom Freeway Phantom schreiben, dem Phantom der Schnellstraßen. Aus einem unbekannten Täter wird so eine Figur mit einem einprägsamen Namen. Während die Geschichten von Carol, Dalinia, Brenda und Nino Machia um Aufmerksamkeit kämpfen müssen, erscheint ihr Täter plötzlich in Großbuchstaben. Und offenbar liest er mit. Es scheint so, als würde ihm sein neuer Name auch noch gefallen. Werbung Werbung Ende Denn sechs Wochen später wird beim fünften Opfer eine Nachricht gefunden, die genau mit diesem Namen unterschrieben ist. Freeway Phantom. Das fünfte Opfer ist eine junge Frau namens Brenda Denise. Sie heißt mit erstem Vornamen genauso wie das dritte Opfer in dieser Folge, wie Brenda mit den Lockenwicklern. Gleichzeitig unterscheidet sich das fünfte Opfer Brenda Denise in einigen Punkten von den bisherigen Mädchen. Denn sie ist mit ihren 18 Jahren älter und selbstständiger als die anderen. Brenda Denise ist die älteste von sechs Geschwistern, hört gerne Musik und verbringt viel Zeit mit ihren Freunden. Während ihrer Schulzeit hat sie verschiedene Jobs und besucht Abendkurse an der High School in Washington. Seit ungefähr drei Wochen lebt Brenda Denise nicht mehr bei ihren Eltern, sondern bei einer Freundin. In der Familie gab es offenbar Spannungen. In Polizeiberichten von damals wird Brenda Denise unter anderem als unreif, naiv und risikofreudig beschrieben. Das zeigt leider wieder, wie schnell Opfern, besonders Frauen, eine Mitverantwortung bei Verbrechen angedichtet wird. Selbst wenn Brenda Denise gelegentlich per Anhalter gefahren sein sollte, rechtfertigt das weder ihre Entführung noch die Gewalt, die ihr angetan wurde. Am 15. November 1971, sechs Wochen nach dem Tod der kleinen Neno Moschia, besucht Brenda Denise ihre Eltern. Sie hat einen neuen Plattenspieler dabei, den sie gemeinsam mit ihrem Vater auspackt. Danach fährt er sie zum Unterricht an der Highschool. Als sie aus dem Auto steigt, verabschiedet sich Brenda Denise mit den Worten Bye, Daddy! Es sind die letzten Worte, die der Vater von seiner Tochter hört. Gegen 21.55 Uhr verlässt Brenda Denise gemeinsam mit einem Mitschüler die Schule. Die beiden gehen noch gemeinsam in einem Restaurant essen und warten anschließend auf den Bus nach Hause. Ein Stück fahren die zwei noch zusammen, dann trennen sich ihre Wege an einer Kreuzung im Nordosten Washingtons. Brenda Denise steigt als erste aus, um in einen anderen Bus umzusteigen. Danach verliert sich jede Spur von ihr. Der Mitschüler ruft nach Mitternacht noch bei Brenda Denise an, um sicherzugehen, dass sie gut nach Hause gekommen ist. Aber sie ist nicht da. Vielleicht hat sie den Bus verpasst oder ist noch bei jemandem vorbeigegangen, denkt er sich. Brenda Denise ist ja schon 18 und anders als bei den jüngeren Opfern, hält ihr Verschwinden nicht sofort auf. Kurz vor 5 Uhr am nächsten Tag fährt ein Polizist am Prince George's County Hospital vorbei. Das ist nur etwa ein bis zwei Kilometer von der Stelle entfernt, wo die andere Brenda tot aufgefunden wurde. Dort am Straßenrand sieht der Polizist eine regungslose Person. Aus der Entfernung glaubt er erst, es handele sich um einen zusammengesunkenen Mann. Erst als der Beamte anhält und näher rangeht, erkennt er eine Frau. Sie liegt auf dem Rücken, die Arme sind über dem Körper gestreckt und ein Samtmantel bedeckt ihren Körper. Der Polizist richtet seine Taschenlampe auf ihr Gesicht. Die Frau blinzelt aber nicht. Es ist die 18-jährige Brenda Denise. Als die Ermittler sie untersuchen, wird ihnen schnell klar, dass diese Tat gewaltsamer abgelaufen ist als die bisherigen Morde. Brenda Denise wurde stranguliert, sexuell missbraucht und mit einem Messer verletzt. Eine Wunde befindet sich am Kopf, weitere im Brust- und Bauchbereich. An ihrem Hals hat sie außerdem eine schwere Verletzung bzw. einen gebrochenen Knochen. Besonders auffällig sind die Verletzungen an ihren Händen. Das bedeutet, dass Brenda Denise noch versucht hat, sich zu verteidigen. Wieder fällt der Polizei die Kleidung des Opfers auf. Der schwarze Rollkragenpullover ist auf links gedreht. Am Mantel und am Rock fehlen Knöpfe. Aber was dieses Mal ganz anders ist, Brenda Denise trägt noch ihre Schuhe. Die Ermittler vermuten, dass die junge Frau ausgezogen, missbraucht und danach hastig wieder angekleidet wurde. Dass eines ihrer Oberteile verkehrt herum sitzt und sie durch ihre Kleidung hindurch erstochen wurde, könnte dazu passen. An ihrem Mantel, den Socken, Rock und Unterwäsche werden wieder diese merkwürdigen synthetischen grünen Fasern gefunden. Das wichtigste Beweisstück befindet sich allerdings in Brenda Denise' Manteltasche. Dort finden die Ermittler ein Stück Papier, das aus ihrem Schulheft stammt. Mit Bleistift steht darauf geschrieben, Das ist Ausdruck meiner Gefühllosigkeit gegenüber Menschen, besonders gegenüber Frauen. Ich werde die anderen Taten gestehen, wenn ihr mich fasst, falls ihr es könnt. Darunter die Unterschrift vom Freeway Phantom. Ihr könnt euch die Nachricht in den Show Notes anschauen. Wir haben euch den Zettel verlinkt. Der wirkt wie eine direkte Provokation an die Ermittler. Der Täter benutzt ja sogar den Namen, den ihm die Medien gegeben haben. Allerdings ist das nicht die Handschrift des Freeway Phantoms. Das FBI vergleicht die Nachricht mit anderen Schriftproben und kommt zu dem Schluss, dass Brenda Denise die Nachricht selbst geschrieben haben muss. Wahrscheinlich hat der Täter sie dazu gezwungen, die Nachricht zu schreiben. Die Ermittlerin Romaine Jenkins, die in den 80ern die Fälle nochmal neu aufrollt, berichtet im Podcast namens Monster Freeway Phantom, dass die Zeilen relativ gleichmäßig geschrieben sind. Für sie könnte das bedeuten, dass Brenda Denise den Täter vielleicht kannte und beim Schreiben noch nicht von einer Gefahr ausging. Das ist aber nur eine Theorie. Brenda Denise könnte auch versucht haben, ruhig zu bleiben. Besonders auffällig ist ein ganz bestimmtes Wort auf dem Zettel. Im Englischen steht dort nämlich tantamount. Das bedeutet gleichbedeutend mit. Und es taucht im normalen englischen Sprachgebrauch eher selten auf. Wir haben es in der Nachricht mit dem Wort Ausdruck übersetzt, weil das im Satz einfacher zu verstehen ist. Das war gleich zu Beginn des Zitats. Das ist Ausdruck meiner Gefühllosigkeit gegenüber Menschen. Neben diesem eher seltenen Wort fällt im Text auch ein Rechtschreibfehler auf. Beim Wort Insensitivity. Auch der Satzbau und die Zeichensetzung sind eher ungewöhnlich. Einige Ermittler vermuten deshalb, dass der Verfasser gebildeter erscheinen will, als er tatsächlich ist. Später fragt die Polizei im Umfeld von Verdächtigen sogar gezielt nach, ob jemand das Wort Tantamount häufiger nutzt. Es gibt noch eine weitere Gemeinsamkeit, die euch vielleicht ja sogar schon aufgefallen ist. nämlich der zweite Vorname Denise. Carol Denise, Dalinia Denise und Brenda Denise. Drei der Opfer haben den Zweitnamen Denise. Zusätzlich heißen zwei Brenda. In der Bevölkerung entsteht deshalb die Angst, der Täter könnte seine Opfer gezielt nach diesen Namen auswählen. Ein Psychologe hat sogar öffentlich davor gewarnt, Mädchen namens Denise könnten möglicherweise in Gefahr sein. Mittlerweile halten Ermittler das Namensmuster aber eher für einen Zufall. Denise war in den 50ern, als die meisten Opfer geboren wurden, nämlich ein sehr verbreiteter Vorname. Nach dem Tod von Brenda Denise, dem mittlerweile fünften Opfer, nimmt die Fahndung nach dem Serientäter eine neue Dimension an. Sechs verschiedene Behörden arbeiten nun an den Fällen, unter anderem auch das FBI. Am 18. November 1971 bittet schließlich der Bürgermeister von Washington die Bevölkerung um Hilfe. Innerhalb weniger Tage gehen dadurch mehr als 4000 Hinweise ein. Menschen melden verdächtige Nachbarn, bekannte Sexualstraftäter, auffällige Autos und Männer, die sich in der Nähe von Schulen oder Bushaltestellen aufhalten. Darunter befinden sich ernst gemeinte Hinweise, aber auch Gerüchte, anonyme Beschuldigungen und Spuren, die sich schnell widerlegen lassen. Die Washington Daily News wendet sich sogar direkt an den Täter. Übers Radio und Fernsehen wird ihm eine Telefonnummer angeboten, über die er sich anonym melden kann. Achtmal wird dort angerufen. Manchmal ist nur Stille zu hören, ein anderes Mal schweres Atmen. In einem Gespräch soll im Hintergrund sogar eine Frau hysterisch weinen. Aber keiner dieser Anrufe führt zum Täter. Trotz der vielen Hinweise gibt es keinen Verdächtigen, geschweige denn eine Festnahme. Doch dann geschieht etwas, womit nach fünf Morden innerhalb nur weniger Monate kaum jemand gerechnet hat. Die Mordserie hört auf. Erst vergehen Wochen, dann Monate. Es wird kein weiteres Mädchen an einer Schnellstraße gefunden. Fast zehn Monate lang bleibt das Freeway Phantom verschwunden. Bis zum 5. September 1972. Diane ist 17 Jahre alt und die älteste von sechs Geschwistern. Sie interessiert sich für Mode und träumt davon, später mal Model zu werden. Ihre Schwester erinnert sich vor allem daran, dass Diane innerhalb der Familie ein Vorbild für die anderen Geschwister ist. Sie geht regelmäßig in die Kirche und lässt sich taufen. Ihre jüngeren Geschwister folgen später ihrem Beispiel. Im Sommer 1972 verbringt Diane viel Zeit mit ihrem Freund. Sie ist verliebt und besucht ihn oft. Auch am Abend des 5. September darf sie zu ihm fahren. Vorher kocht sie aber noch das Abendessen für ihre Familie und erledigt ihre Aufgaben im Haushalt. Dann darf sie los. Spätestens um 22 Uhr muss sie aber wieder zu Hause sein. Diane verbringt mehrere Stunden bei ihrem Freund. Als sie aufbrechen muss, bringt er sie noch zur Bushaltestelle. Der Fahrer erinnert sich später auch an Diane. Er glaubt, sich zu erinnern, dass sie allein an einer Kreuzung ausgestiegen ist. Wo genau, dazu gibt es in den Quellen unterschiedliche Angaben. Der Fahrer meint, dass Diane den Bus früher als erwartet verlässt. Vielleicht hat er sich aber auch nicht mehr genau an die richtige Halterstelle erinnert. Fakt ist, Diane kommt nicht wie abgemacht 22 Uhr zu Hause an. Am nächsten Morgen melden ihre Eltern ihre Tochter daher als vermisst. Die Familie wartet aber nicht einfach ab. Ihre Schwestern laufen zur Bushaltestelle und suchen sogar in einem angrenzenden Waldstück. Als die Mädchen zurückkehren, sind die Eltern nicht zu Hause. Sie sind inzwischen zur Gerichtsmedizin gefahren. Denn es wurde eine Leiche gefunden. Die Kinder lesen davon in der Zeitung, in der Abendausgabe. Die Tote soll ein goldfarbenes Oberteil und eine blaue Jeans getragen haben. Diane trug am Abend zuvor genau diese Kleidung. Noch bevor ihre Eltern nach Hause kommen, wissen die Geschwister also, dass die gefundene tote Frau wahrscheinlich ihre Schwester ist, da Jens Körper wurde gegen 7 Uhr morgens von einem LKW-Fahrer entdeckt. Der Mann hat an der Interstate 295 angehalten, genau dem Freeway, an dem auch die ersten beiden toten Mädchen gefunden wurden. Das bedeutet, wieder liegt ein schwarzes Mädchen neben einer großen Verkehrsstraße. Und wieder befindet sich der Fundort nur wenige Kilometer vom Zuhause entfernt. Die Medien bringen Diannes Tod daher sofort mit dem Freeway Phantom in Verbindung. Die Autopsie bestätigt noch eine weitere Parallele zu den früheren Fällen, nämlich Strangulation als Todesursache. Laut Bericht gibt es Blutergüsse an Diannes Brustkorb, eine Abschürfung am Ellenbogen und Kratzspuren an ihrem Hals. Diese Verletzungen könnten darauf hindeuten, dass auch Dianne versucht hat, sich zu wehren. Besonders auffällig sind wieder die Schuhe. Die sind nämlich da. Dieses Mal liegen die weißen Turnschuhe sorgfältig neben dem Körper. Die Schnürsenkel sind allerdings verschwunden. Im Autopsiebericht steht nichts von einem sexuellen Übergriff. Aber auf Diannes Kleidung wird Sperma gefunden. Die Polizei vermutet aber, dass es von ihrem Freund stammt, weil Dianne kurz vor ihrem Verschwinden bei ihm war. Ihr Freund bestreitet das allerdings. Er sagt aus, dass die beiden an diesem Abend keinen Sex hatten. Trotzdem wird die Spur laut dem Podcast Monster Freeway Phantom damals nicht weiter untersucht. 1972 kann daraus zwar noch kein DNA-Profil erstellt werden, aber andere Laborvergleiche wären zumindest denkbar gewesen. Jahrzehnte später taucht laut dem Monster-Podcast noch eine Kiste mit Diannes Kleidung bei der Polizei auf, darunter Unterwäsche mit möglichen Spermaspuren. Der Ermittler James Tranum, der ab 2004 in den Fällen ermittelt, sagt im Podcast, dass die Spur darauf von Diennes Freund stamme. Der hatte für die Tatzeit ein Alibi und wurde nicht verdächtigt. Für die Suche nach dem Täter führt die Spur damit in eine Sackgasse. Zwischen Brenda Denise und Dianes Ermordung liegen fast zehn Monate. Warum der Täter so lange pausiert, das weiß niemand. Wir gehen später nochmal genauer darauf ein, welche Gründe es dafür geben kann. Während die Polizei nach dem Freeway Phantom sucht, macht damals noch etwas anderes weltweite Schlagzeilen. Denn im Juni 1972 sind Männer ins Hauptquartier der Demokratischen Partei im Watergate-Gebäudekomplex eingebrochen. Der Einbruch entwickelt sich zu einem riesigen politischen Skandal. Deswegen werden immer mehr Leute beim FBI abgezogen, um stattdessen am Watergate-Fall zu arbeiten. Nach Dianes Ermordung wird kein weiteres Opfer mehr offiziell in die Serie des Freeway Phantom aufgenommen. Carol, Dalinia, Brenda, Nino Meshia, Brenda Denise und Diane sind alle innerhalb von knapp 17 Monaten verschwunden und getötet worden. Danach hört die Serie ebenso plötzlich auf, wie sie begonnen hat. Der Täter verschwindet ein zweites Mal. Zurück bleibt die Frage, wer der Täter ist. 1974, zwei Jahre nach dem letzten Mord, entsteht eine große Taskforce, zeitweise mit rund 100 Ermittelnden, die hunderte Verdächtige überprüft. Es wird viel Arbeit investiert, aber ein großer Teil davon führt bald in eine Richtung, die den Fall jahrelang eher aufhält als voranbringt. Die erste große Spur führt zu einer Gruppe von Männern, die als Green Vega Gang bekannt ist. Die Verbrechen der Gruppe sind häufig gleich. Sie fahren in einem grünen Chevrolet Vega durch Washington und den angrenzenden US-Bundesstaat Maryland, sprechen Frauen an Bushaltestellen oder am Straßenrand an und zwingen sie ins Auto. Die Opfer werden an andere Orte gebracht, vergewaltigt und teilweise schwer misshandelt. Anders als die Mädchen des Freeway Phantom werden die Opfer der Gang aber in der Regel wieder freigelassen. Als Mitglieder der Gruppe Mitte der 70er Jahre im Gefängnis sitzen, da kommt der Verdacht auf, dass sie auch hinter den sechs Morden stecken könnten. Damit können die inhaftierten Männer allerdings Druck für Verhandlungen machen. Wenn ein Gangmitglied ein anderes beschuldigt, kann er dafür zum Beispiel Strafminderung oder Immunität bekommen. Einige Mitglieder beschuldigen sich deswegen gegenseitig. Einer von ihnen gibt der Polizei sogar Daten, Orte und Einzelheiten zu den Morden, die angeblich nie veröffentlicht wurden. Die Ermittler glauben deshalb, dass er über Täterwissen verfügt. Sie holen den Mann aus dem Gefängnis und fahren mit ihm zu verschiedenen Fundorten. Er soll zeigen, wo die Mädchen entführt, festgehalten und getötet wurden. Auf den ersten Blick wirkt alles glaubhaft, aber als er den Ablageort von Dalinia zeigen soll, da führt er die Ermittler zur Stelle, an der Brenda gefunden wurde. Trotzdem sind einige Beamte überzeugt, kurz vor einem Durchbruch zu stehen. Dann spielt allerdings ein Politiker die Zusammenarbeit mit dem anonymen Gangmitglied an die Presse. Danach weigert sich der Mann, mit der Polizei zusammenzuarbeiten und nimmt seine Aussagen zurück. 2004 untersucht der Ermittler James Trenum diese Spur nochmals. Er kommt zu dem Schluss, dass der Informant nie wirklich geheime Einzelheiten kannte. Die Ermittelnden hatten den Mann damals selbst an die Fundorte gebracht und durch ihre Reaktion möglicherweise gezeigt, welche Antworten der Mann geben musste. Auch zu den physischen Beweisen passen die Aussagen des Gang-Mitglieds nicht. Die Green-Vega-Männer wissen nichts von den grünen Fasern oder der Nachricht in Brenda Denise' Manteltasche. Keines der Mitglieder wird je wegen eines Freeway-Phantom-Mordes angeklagt. Trotzdem bleiben einige Ermittler davon überzeugt, dass die Green-Vega-Gang verantwortlich war. Innerhalb der Polizei gibt es zeitweise sogar die Vorstellung, der Fall sei im Grunde gelöst. Man könne es eben nur nicht vor Gericht beweisen. Genau das wird später zum Problem. Wenn Ermittler glauben, schon zu wissen, wer der Täter ist, suchen sie ja nicht mehr mit derselben Offenheit nach jemand anderem. Ein Mann, der aber tatsächlich genauer untersucht wird, ist Robert. 1977 wird Robert nach der Entführung und Vergewaltigung einer 24-jährigen Frau festgenommen. Als die Polizei seine Vergangenheit überprüft, stößt sie auf eine lange Vorgeschichte schwerer Gewalttaten gegen Frauen. Er soll 1938 eine Frau mit Cyanid vergiftet haben und wurde deshalb wegen Mordes zweiten Grades verurteilt. Die Verurteilung wurde allerdings später aus rechtlichen Gründen aufgehoben. Dazwischen war Robert viele Jahre im St. Elisabeths Hospital. Und genau diese Verbindung ist auffällig. Carol und Dalinia wurden ganz in der Nähe dieses Krankenhausgeländes gefunden. Robert selbst lebt in Washington, besitzt ein Haus mit Keller und Garage und hat nachweislich Frauen entführt und über längere Zeit festgehalten. Bei späteren Angriffen soll er sich selbst als Polizist ausgegeben und seine Opfer gebadet haben. Das erinnert an die auffallend sauberen Füße von Brenda. Bei einer Durchsuchung seines Hauses finden die Ermittler verschmutzte Darmenschals, Fotos von Mädchen und jungen Frauen, sowie ein Messer, das mit anderen Verbrechen in Verbindung steht. Unter dem Rücksitz seines Autos finden die Ermittler zwei Knöpfe und einen goldenen Ohrring. Keiner dieser Gegenstände kann allerdings einem der sechs Opfer des Freeway Phantom zugeordnet werden. Doch dann entdecken die Ermittler in Roberts Unterlagen das Wort, das sie seit der Nachricht des Täters beschäftigt, nämlich Tantamount. Also gleichbedeutend mit oder Ausdruck. Das Wort steht in einer Gerichtsentscheidung zu einem früheren Verfahren gegen Robert. Für einige Ermittler scheint plötzlich vieles zusammenzupassen. Das Krankenhaus als Ablageort, das Baden seiner Opfer, die Gewalt gegen Frauen und nun auch noch das auffällige Wort Tantamount. Doch die Spur ist schwächer, als sie zunächst aussieht. Das Dokument mit dem Wort wurde gar nicht von Robert verfasst, sondern von einem Richter. Noch wichtiger sind andere Spuren, die nicht passen. Denn Ende der 70er finden FBI-Techniker heraus, dass die grün-synthetischen Fasern bei einigen Opfern miteinander übereinstimmen. Zu Fasern aus Roberts Haus oder Auto passen sie allerdings nicht. Auch Haarvergleiche mit ihm bleiben negativ. Robert wird schließlich wegen zweier anderer Entführungen und Vergewaltigungen zu lebenslanger Haft verurteilt. Die sechs Morde des Freeway-Phantom bestreitet er bis zu seinem Tod im Jahr 2010. Nach der Taskforce in den 70ern schaut sich in den 80er Jahren Ermittlerin Romaine Jenkins die Fälle noch einmal an. Dabei stößt sie auf ein neues Problem. Ein großer Teil der ursprünglichen Akten und Beweismittel existiert nicht mehr. In den 70ern wurden Berichte noch mit Schreibmaschinen geschrieben, in Papierakten abgelegt und persönliche Notizbücher vollgeschrieben. Die behalten Beamte oft, wenn sie in den Ruhestand gehen oder versetzt werden. Ermittlerin Jenkins muss den Fall deshalb aus verstreuten Resten neu zusammensetzen. Sie sammelt alte Notizbücher ein und kopiert Akten beim FBI und der Polizei. Bei der Metropolitan Police sind die Asservate allerdings schon vernichtet worden. Ein großer Teil der Akten und Berichte landet schließlich in Kartons im Haus der Ermittlerin. Jenkins lässt auch die wenigen erhaltenen Spuren, wie zum Beispiel Haare, untersuchen. Aber daraus ergibt sich kein verwertbares DNA-Profil. Bei der Gerichtsmedizin werden noch Spuren von Brenda Denise gefunden. Ein Teil aus dem damaligen Sexual Assault Kit. Damit werden nach einem sexuellen Übergriff biologische und andere forensische Spuren gesichert. Jahrzehnte später wird die Probe an ein Labor geschickt, aber sie reicht nicht mehr für ein brauchbares DNA-Profil. Bei der Untersuchung wird das gesamte verbliebene Material verbraucht, sodass sie mit moderneren Verfahren nicht noch einmal untersucht werden kann. Einen neueren Ansatz bieten aber Täterprofile. In den 90ern gibt es schon ein FBI-Profil des Täters. Spezialisten glauben, in der Nachricht des Täters einen militärischen Hintergrund zu erkennen. Was genau an der Sprache auf dem Zettel militärisch sein soll, wird aber nicht genau erklärt. Für den Podcast Monster Free Rail Phantom erstellt ein ehemaliger FBI-Profiler ein modernes Täterbild. Wichtig ist, das ist kein Steckbrief, sondern eine reine Wahrscheinlichkeitsanalyse. Nichts davon ist offiziell bewiesen. Aber das Profil ist interessant, denn es geht davon aus, dass sich der Täter nicht wahllos irgendwelche Opfer ausgesucht hat. Er hatte einen klaren Typ, zierliche schwarze Mädchen und sehr junge Frauen, die gerade zufällig allein unterwegs waren. Laut dem Profil könnte der Mann aus Washington oder aus der Nähe stammen, gerade weil er sich in der Gegend sehr gut auskannte. Wahrscheinlich hatte er ein Auto und ein Haus, einen Keller, eine Garage oder einen Schuppen, in dem er zumindest die ersten Opfer festhalten konnte. Sein Alltag oder Beruf musste ihm genug Freiheit geben, zu unterschiedlichen Zeiten durch die Stadt fahren zu können. Der Täter könnte schwarz oder gemischter Herkunft gewesen sein und in den betroffenen Vierteln deshalb nicht als Fremder aufgefallen sein. Er muss aber nicht zwingend so aussehen. Auch ein Handwerker, Mitarbeiter eines Freizeitzentrums oder jemand in einer anderen vertrauten Rolle hätte junge Mädchen ansprechen können, ohne sofort Verdacht zu erregen. Das mögliche Waschen einzelner Opfer und die Auffälligkeiten mit Schuhen und Füßen könnten laut dem Profil Teil eines persönlichen Rituals gewesen sein. Es ist aber auch möglich, dass der Täter damit einfach Spuren verwischen wollte. Das Profil zeichnet insgesamt keinen genialen Verbrecher, der der Polizei bei jedem Schritt überlegen war, sondern eher einen äußerlich unauffälligen Mann, der einen bestimmten Opfertyp hatte, die Straßen kannte und lange genug Glück hatte. Er hat von einer Zeit ohne DNA-Datenbanken und von schlecht vernetzten Behörden profitiert, die Beweismittel falsch gelagert oder sogar vernichtet haben. Er profitierte vom Tunnelblick auf die Green-Vega-Gang und später auf den verdächtigen Robert. Und er profitierte vom Misstrauen zwischen der Polizei und den Nachbarschaften, in denen seine Opfer lebten. Der frühere Leiter der Mordkommission in Washington macht das in einem Interview mit der Washington Post deutlich. Er sagt, die schwarzen Mädchen hätten innerhalb der Polizei nicht genug bedeutet. Wären die Opfer weiß gewesen, hätte man seiner Ansicht nach mehr Personal eingesetzt. Das sehen auch viele Angehörige der Opfer so. Die Ermittlerin Romaine Jenkins glaubte zuletzt nicht mehr daran, dass die Spuren noch einen eindeutigen DNA-Treffer ermöglichen. Ihre Hoffnung lag eher bei den Menschen, die bislang geschwiegen haben, oder bei einer neuen Spur, die zum Beispiel beim Ausräumen eines Hauses plötzlich wieder auftaucht. Vielleicht ein Schmuckstück, ein Schuh oder irgendwas anderes, das den Fall nochmal ins Rollen bringt. Jenkins ist im August 2024 gestorben, ohne eine Aufklärung des Falls zu erleben. Auf Aufklärung hoffen auch die Familien von Carol, Delinia, Brenda, Nino Maschia, Brenda Denise und Diane. 2018 besucht die Washington Post mehrere Familien und interviewt sie ausführlich. Auch im Podcast Monster Freeray Phantom kommen einige Angehörige zu Wort. Carols ältere Schwester Valerie ist nach der Entführung immer wieder denselben Weg zum Supermarkt entlang gelaufen, in der Hoffnung, dass der Täter auf sie zugeht. Auch Brandas kleine Schwester Bertha denkt immer wieder an den Abend, an dem Brenda zweimal zu Hause angerufen hat. Sie macht sich Vorwürfe, warum sie ihre Schwester nicht zum Supermarkt begleitet hat. Vielleicht, sagt sie, wäre dann alles anders gekommen. Patricia ist 15, als ihre Schwester Diane ermordet wird. Später geht sie selbst zur Polizei und arbeitet in einer Einheit, die sich um misshandelte Kinder kümmert und sie schützt. Ihrer eigenen Tochter gibt sie später den Zweitnamen Diane. Für die Morde an Carol, D'Aline, Brenda, Nino Machia, Brenda, Denise und Diane wurde bis heute niemand verurteilt. Warum endet die Mordserie nach Dianne so plötzlich? Ermittlerinnen und Ermittler und Profiler sehen dafür mehrere Möglichkeiten. Der Täter könnte gestorben, wegen eines anderen Verbrechens verhaftet oder in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht worden sein. Vielleicht ist er aus Washington weggezogen oder wurde beruflich versetzt. Es ist aber nicht einmal sicher, ob der Serienmörder tatsächlich aufgehört hat. Vielleicht hat er sein Vorgehen einfach verändert, sucht seine Opfer woanders oder hat andere Verbrechen begangen. Vielleicht wurden bestimmte Verbrechen dem Freeway Phantom nie zugeordnet. Denn knapp drei Monate nach der Yen wird die 18-jährige Tiara tot in einem Fluss in Washington gefunden. Auch sie wurde stranguliert. Im Mittleren Jenkins hielt sie deshalb für ein mögliches siebtes Opfer. Sie wurde im Wasser gefunden und das erschwert natürlich die Spurensuche, weil Fasern oder andere Hinweise verloren gegangen sein könnten. Offiziell zählt Tiara jedenfalls nicht zu den Opfern des Freeway Phantom. Vielleicht ist der Täter längst tot. Es ist aber auch möglich, dass irgendwo noch ein Mensch lebt, der damals etwas gesehen, gehört oder verschwiegen hat. Die Mordserie endet zwar 1972, die Folgen enden für die Familien allerdings nie. Die jungen Mädchen und Frauen werden niemals vergessen. Carol, Delinea, Brenda, Nino Machia, Brenda, Denise und Diane. Was für ein langer Fall und auch wieder sehr, sehr emotionaler Fall, um ehrlich zu sein. Ich würde direkt mal auf die Frage hinausgehen mit dir. Meinst du, der Fall wird jemals noch gelöst werden? Ach man, ich würde es mir wünschen, aber ich glaube es ehrlich gesagt nicht. Also dafür sind zu viele brauchbare Spuren mittlerweile nicht mehr vorhanden oder zu wenig vorhanden. Und ich kann es mir fast nicht vorstellen, leider, dass es da noch Aufklärung gibt. Oder was meinst du? Ja, irgendwie man hat halt einfach nur die Hoffnung. Und das ist so das Ding, auch wenn wir hier ständig von wirklich schlimmen Morden sprechen, von wirklich schlimmen Verbrechen. Merke ich trotzdem die eine Sache an mir, dass ich irgendwie nie die Hoffnung aufgebe, selbst bei solchen Fällen. Also wir haben ja hier schon drüber gesprochen, dass unterschiedliche Ermittler, Ermittlerinnen auch jetzt noch in der, sag ich mal, heutigen Zeit daran gearbeitet haben und versucht haben, alles zusammenzusuchen. Aber vielleicht hat er dieses eine Detail noch gefehlt. Vielleicht hat die eine Person noch gefehlt, die vergessen hat, dass sie noch Sachen bei sich zu Hause hat. Vielleicht ist es ja auch irgendein Ermittler, der noch was bei sich zu Hause hat. Und das ist so die Hoffnung, weil auch über sowas haben wir schon immer mal gesprochen. Oh, dann hat dann jemand aus Versehen doch was mit nach Hause genommen und dann ist es doch der Zufall, der am Ende des Tages hilft. Also ich habe irgendwie noch Hoffnung, auch wenn, wie du schon sagst, das unglaublich unwahrscheinlich ist. Aber am Ende des Tages braucht es eigentlich immer nur eine Person, damit dieser Zufall möglich ist. Und ich finde, das ist eigentlich auch immer nochmal so eine schöne Message am Ende von sowas. Es braucht im Endeffekt eigentlich nur eine Person, damit sowas vielleicht doch aufgeklärt wird. Ja, voll. Ich glaube, dass der Anfang der Ermittlungen halt hier schon schwierig war, dadurch, dass das alles Mädchen aus der schwarzen Community sind und wir ja auch darüber gesprochen haben, dass die Ermittlungen, die Fälle einfach weniger priorisiert wurden in dieser Zeit aus den unterschiedlichsten Gründen. Und ich kann mir vorstellen, dass das eben schon dazu geführt hat, dass so die Basis der Ermittlungen nicht so ganz ausführlich war, weißt du, dass es später dann noch so engagierte Ermittlerinnen und Ermittler gab, das ist natürlich super, dass sich da jemand reingehängt hat, aber wenn schon die Basis der Ermittlungen nicht ganz so ausführlich gemacht wurde, dann ist das natürlich super schwierig und. Und gleichzeitig denke ich gerade daran, und das ist nicht das richtige Wort, aber so haben wir es während der Folge auch schon gesagt, dass der Täter einfach so viel Glück hatte, dass man den nicht gefasst hat. Also bestimmte Dinge haben sich ja wiederholt, wie die Ablageorte an der Schnellstraße. Aber wie kann der nicht geschnappt worden sein? Wie viel Glück hatte der? Oder wusste er ganz genau, dass die Ermittlungen bei Mädchen aus der schwarzen Community eben nicht ganz so ausführlich gemacht werden? Vielleicht hat er ja auch mit dem Bewusstsein gehandelt, dass da nicht so akribisch vorgegangen wird. Ja, definitiv. Manchmal ist es halt so, dass das Glück auf Seiten der Ermittlungen ist und so wie in diesem Fall aber leider dann auch auf den Seiten des Mörders. Ich finde das auch sehr interessant, dass die Polizei das ja sogar selbst zugegeben hat, dass wenn es weiße Kinder gewesen wären, dass sie da auch mehr Ressourcen zur Verfügung gestellt hätten. Krass, oder? Man muss natürlich auch gleich, ja, ist ultra krass, man muss natürlich auch dazu sagen, dass zu der Zeit halt auch die Vietnam-Proteste waren und deswegen... Die ja sowieso noch mal überfordert waren. Also wie du auch schon gesagt hast, das sind einfach so viele Faktoren, die da zusammengekommen sind. Da kann man wirklich nur davon sprechen, der hat einfach nur Glück gehabt. Also anders kann ich es mir echt nicht erklären. Ja, es ist halt super unfair, dass die Familien mit dem ganzen Schmerz und Verlust irgendwie zurechtkommen müssen und niemand zur Verantwortung gezogen wird, niemand dafür verurteilt wurde. Es gab ja so ein paar Verdächtige, aber die konnten auch aus den verschiedensten Gründen ja ausgeschlossen werden und auch da, keimt ja neue Hoffnung auf innerhalb der Familie und du hoffst, dass du irgendwie so deine Projektionsfläche für deine ganze Wut, deinen Ärger, deine Trauer bekommst und dann werden sie doch wieder ausgeschlossen. Also ja, das ist traurig, das kann man nicht anders sagen. Und wo wir uns dann jetzt so ein bisschen zum Ende des Diskussionsteils hinbewegen, jetzt kann man es ja wirklich mal sagen, weil ich kann mich erinnern an der letzte Folge, wo wir gesagt haben, wow, wir haben so einen langen Fall gehabt Ich glaube, das waren die Murdoch-Morde. Dann hatte mir jemand gesagt, eigentlich war das jetzt gar nicht so viel länger. Dieser Fall heute sollte aber wirklich mal ein bisschen länger gewesen sein. Deswegen hoffe ich an alle Leute, die da draußen, die ihr geschrieben habt, so ja, gerne längere Folgen, dass es dann heute genau so eine Folge gewesen ist. Ja, vielleicht zur Erklärung, warum wir das so manchmal sagen, so, oh, das ist ja eine lange Folge. Unsere reine Aufnahmezeit ist halt immer viel, viel länger, als die Folge am Ende dann lang wird, weil da noch ganz viel rausgeschnitten wird. Irgendwelche Versprecher oder irgendwie dann doch ein kleiner Private Talk, der so eingeschoben wird. Deswegen können wir das manchmal gar nicht so richtig wissen, wenn wir so, ich weiß nicht, anderthalb Stunden reine Aufnahmezeit haben, dann kann das sein, dass die Folge am Ende eine Stunde lang wird und eine halbe Stunde tatsächlich rausfliegt. Also ja, vielleicht so viel zur Erklärung dazu. Personalakte, was steht an? Es steht tatsächlich gar nicht so viel an. Die Woche ist so ein bisschen im Zeichen des Möbelaufbaus, weil ich in den letzten Wochen ganz viel Kindersachen geshoppt habe, Babysachen. Und wir da jetzt mal so ein bisschen anfangen müssen, auch entsprechende Möbelstücke hier aufzubauen. Also ich glaube, dass wir damit beschäftigt sind. und ja, Kommode, Wickelkommode einräumen, Sachen sortieren und hier mal so ein bisschen Ordnung schaffen, weil überall stehen gerade so verpackte Sachen. Und du weißt das wahrscheinlich, aber ich liebe ja Ordnung und hab's gern schön und so. Deswegen diese ganzen Kartons müssen jetzt hier mal weg. Das nervt mich. Deswegen wird hier ja ganz viel aufgebaut und verräumt und weggeräumt und so. Wie sieht's bei dir aus? Also ich weiß auf jeden Fall, wir nehmen ja jetzt auch wieder ein bisschen vorab auf, dass ich mich ultra freue, wenn die Folge rauskommt. Dann sind wir Halloween schon noch ein Stück näher. Herbst ist ja sowieso, Halloween-Zeit ist ja sowieso meine Lieblingszeit. Und ich lieb's einfach. Ich lieb's dann einfach, drin zu sein. Ich bin sowieso eigentlich jemand, der sehr viel lieber so drin chillt. Deswegen werd ich, ja, keine Ahnung, die Woche auch mich einfach da so ein bisschen... Schon mal mental drauf einstellen, dass es bald soweit ist mit Halloween. Und ansonsten eigentlich auch Daily Business. Also an der Stelle nochmal an alle Leute, falls ihr Bock habt, vorbeizukommen. Ich werde safe heute auch wieder streamen, falls ihr Lust habt. Kennst du, du sagst ja, du bist keine Zockerin, aber kennst du wenigstens das Spiel League of Legends? Also ich habe das vom Namen gehört, aber ich weiß überhaupt nicht, worum es geht. Das finde ich so krass. Ich frage mich, ob ich aus dir noch irgendwann eine Zockerin machen kann oder so. oder irgendwie dich da elaborieren kann oder so. Nee, ich versuche, dieses Spiel gerade ein bisschen zu lernen. Das ist wirklich die absolute Hölle. Es ist wirklich sehr, sehr schwer. Ja, wenn ihr Bock habt, da vorbeizuschauen, kommt gerne vorbei. Und ja, das wäre es bei mir auf jeden Fall in der Woche jetzt. Ich freue mich. Hast du sonst noch irgendwas? Nicht, dass ich dich jetzt irgendwie abkatte? Nein, aber vielleicht ein kleiner Schwung noch in meine Kindheit. Ich hatte ein Game Boy und eine N64 und habe beide Geräte richtig doll benutzt. Also wenn es um Mario Kart geht zum Beispiel, wenn das als Zocken gilt, dann wäre ich auf jeden Fall am Start. Aber ja, schauen wir mal, ob ich noch mal andere Spiele lerne. Hattest du so einen Game Boy Color? Meinst du so einen? Oh, crazy, crazy. Richtig, richtig OG. Ja, so einen hatten meine Eltern auch. Mit dem habe ich auch manchmal noch ein bisschen gespielt. Bei mir war es dann eher der Nintendo und da dann aber auch Mario Kart. Mario Kart war irgendwie der Anfang von vielem. Bei mir dann auch das Ende. Gleichzeitig. Aber ja, das würde ich tatsächlich gerne noch mal spielen. Aber gut, wir schweifen etwas zu sehr ab. Ich würde sagen, wir schließen diese schwarze Akte für heute und freuen uns natürlich wie immer, wenn ihr auch nächste Woche hier wieder zuhört, wenn wir einen neuen Fall für euch in der schwarzen Akte aufbereiten und euch davon berichten. Und ja, bis nächste Woche Dienstag. Wir sind eure Hosts Anne Luckmann und Patrick Strohbusch. Redaktion Johanna Müßiger und wir. Schnitt Anne Luckmann. Produktion Nadine Lenfer-Unterweger und Lea Backes. Die schwarze Akte ist eine Produktion der Julep Studios. Besonderer Dank geht an Falco Schulte.