Diese Episode enthält explizite Details über einen wahren Kriminalfall. Weitere Infos in der Folgenbeschreibung. Als Doris mit ihren vier Kindern nach Culver City zieht, ist klar, dass dieses Haus eigentlich niemand bewohnen sollte. Es ist offiziell als unbewohnbar eingestuft. Es wurde von der Stadt als ein Gebäude markiert, das in so schlechtem Zustand ist, dass es aus Sicherheitsgründen gesperrt gehört. Die Wände sind marode, das Holz morsch. Vieles wirkt vernachlässigt und kaputt. Und trotzdem zieht Doris ein. Sie hat drei Söhne, im Schul- und Teenageralter, sowie eine jüngere Tochter. Die Familie kommt aus Santa Monica. Doris braucht aber ein neues Zuhause und dieses Haus ist also das, was sie bekommt. Kurz nach dem Einzug klingelt es eines Tages an der Tür. Davor steht eine fremde Frau. Älter und irgendwie merkwürdig. Sie wirkt weder neugierig noch freundlich, auch nicht verwirrt. Sie sagt nicht viel, aber der Ausdruck in ihren Augen sagt mehr als tausend Worte. Die Frau starrt Doris an. Ihre Stimme ist ruhig, wenn sie spricht, aber eindringlich. Sie sagt, Doris, dass dieses Haus böse sei. Ein schlechtes Haus. Ein Ort, an dem etwas lebt, das nicht dorthin gehört. Doris versteht nicht, was die Frau meint. Sie fragt nach, will wissen, wovon sie da spricht.

Aber die Fremde erklärt ihr nichts. Sie dreht sich einfach um und geht wieder. Sie lässt Doris in der Tür stehen. Ohne Antwort, ohne Warnung und ohne einen Hinweis darauf, was genau hier falsch sein soll. Und schon kurz darauf beginnt es. Was wäre passiert, wenn Doris nicht eingezogen wäre? Wenn sie die Tür nicht geöffnet hätte, als die fremde Frau geklingelt hat? Oder wenn sie die Warnung ernst genommen hätte? Vielleicht hätte diese Geschichte dann nie begonnen.

Aber Doris bleibt. Und was immer in diesem Haus ist, bleibt ebenfalls. Und damit ganz herzlich willkommen zu einer neuen Folge Schwarze Akte Paranormal mit Patrick Strohbusch und mit Anne Lückmann. Das ist ja jetzt unser neues, altes, wie auch immer, aber festes Format von Schwarze Akte, nämlich Schwarze Akte Paranormal, das ihr ab jetzt jeden letzten Donnerstag im Monat hört. Eine Folge, die es zusätzlich zu den normalen Schwarze Akte Folgen gibt. Wir hoffen, ihr freut euch genauso sehr wie wir. Und der heutige Fall, der hat sich in den USA zugetragen. Genauer gesagt im Jahr 1974.

Werbung. Werbung Ende. Ein Land, das damals in einem Zustand zwischen Ernüchterung und Verunsicherung steckt. Der Vietnamkrieg ist gerade erst vorbei, das Vertrauen in Politik und Autoritäten ist erschüttert und nur wenige Wochen zuvor ist Präsident Nixon wegen der Watergate-Affäre zurückgetreten. Viele Menschen haben das Gefühl, dass alte Sicherheiten bröckeln. Die Welt ist komplizierter geworden. Auch der Alltag der Menschen erfährt Veränderungen.

Familienstrukturen verschieben sich. Armut und Unsicherheit sind für viele real, besonders in den Städten. Es ist eine Zeit, in der Probleme oft nicht öffentlich besprochen werden, sondern hinter verschlossenen Türen bleiben. Im Radio hört man Rock und Soul, Schallplatten drehen sich in Wohnzimmern und in den Kinos stehen Menschen für neue Filme Schlange. Das amerikanische Kino verändert sich gerade, Geschichten werden direkter, düsterer und näher am Alltag erzählt. 1974 kommt Blutgericht in Texas oder, vielleicht besser auf Englisch bekannt, die Texas Chainsaw Massacre in die Kinos. Wenige Jahre später folgen Filme wie zum Beispiel Carrie. Bedrohungen spielen sich nicht mehr in fernen Welten ab, sondern in ganz normalen Umgebungen, in Häusern, in Familien. Der Ort, an dem sich unser heutiger Fall zuträgt, ist Culver City, eine Stadt im Großraum von Los Angeles. Auf der einen Seite gibt es hier die Nähe zur Filmindustrie, große Studios und bekannte Namen. Auf der anderen Seite ganz normale Wohnviertel mit Working-Class-Familien. Menschen, die hier leben, weil es eben bezahlbar ist. Palmen säumen die Straßen, Autos parken am Straßenrand und Kinder spielen auf den Gehwegen. Die Straße, um die es geht, heißt Braddock Drive. Eine ganz normale Wohnsiedlung.

Einfamilienhäuser stehen hier dicht nebeneinander. Jedes sieht ein bisschen anders aus, aber keines fällt wirklich heraus. Kein Zaun, kein Tor, kein Schild. Kein Ort, den man sich merkt, wenn man einmal daran vorbeifährt. Bei der Hausnummer 11547 steht ein kleines Haus. Es wirkt unscheinbar. Ein einst gemütliches, gelb gestrichenes Wohnhaus wie viele andere in dieser Gegend. Kein großes Grundstück, kein besonderer Schnitt. Ein Haus, wie es tausendfach in Südkalifornien steht. Zu diesem Zeitpunkt weiß niemand, dass diese Adresse später einen eigenen Namen bekommen wird. Dass sie Jahrzehnte später mit einem bestimmten Fall verbunden sein wird. Mit Aussagen, Fotos, Ermittlungen und mit einer Geschichte, die bis heute umstritten ist. Im Moment ist es einfach nur ein Haus in einer ruhigen Straße. In einer Stadt, die keinen Grund gibt, misstrauisch zu sein. Und genau hier beginnt alles. Da Doris mit ihren vier Kindern Anfang der 70er Jahre in das Haus im Braddock Drive eingezogen ist, wisst ihr schon vom Anfang dieser Folge. Als Doris schon einige Zeit in dem Haus lebt, verändert sich ihr Alltag allerdings Schritt für Schritt. Nicht abrupt, nicht wie ein einzelnes Ereignis, sondern so, dass sie selbst später kaum sagen kann, wann genau alles angefangen hat. Es gibt keinen klaren ersten Moment, nur dieses Gefühl, dass etwas nicht stimmt.

Erst einmal sind es nur Kleinigkeiten, Wahrnehmungen, die man wegschieben kann, Geräusche im Haus, für die es keine sofortige Erklärung gibt, Bewegung im Augenwinkel, das Gefühl, nicht alleine zu sein, obwohl niemand da ist, Dinge, die man sich vielleicht nur einbildet, wenn man müde ist, gestresst oder überfordert. Doris ist alleinerziehend, sie lebt mit vier Kindern in einem Haus, das kaum in Schuss ist. Ihr Alltag ist also ohnehin schon angespannt. Doch diese merkwürdigen Momente hören nicht auf. Ganz im Gegenteil. Doris und ihre Kinder fangen an, Dinge zu sehen. Komische Gestalten. Keine klaren Personen, keine Gesichter, sondern Erscheinungen, die sie später als halbtransparent beschreiben. Grob menschlich in Form und Größe. Etwas, das da ist und dann plötzlich wieder verschwindet. Nicht einmalig, sondern immer wieder.

Doris' Söhne berichten unabhängig voneinander von ähnlichen Beobachtungen. Das macht es schwer, alles einfach als Einbildung abzutun. Mit der Zeit werden die Ereignisse sogar körperlich. Doris sagt später, dass es nicht nur bei Wahrnehmungen bleibt. Sie berichtet, dass sie sogar angegriffen wird. Dass etwas Unsichtbares sie festhält und zu Boden drückt. Dass sie einmal quer durch einen Raum geschleudert und gegen eine Wand geworfen worden sei. Einer ihrer Söhne soll ebenfalls so attackiert worden sein. Doris spricht von drei Wesen. Zwei kleinere und ein größeres. Sie sagt, die kleineren hätten sie festgehalten, während das größere sie angegriffen habe. Diese Aussagen sind extrem und deshalb wird man sie später immer wieder hinterfragen. Ich kann mir kaum vorstellen, wie sich Doris in dem Moment gefühlt haben muss. Wahrscheinlich total verängstigt und verunsichert. Sie ist ja erstmal komplett allein mit all dem.

Zu diesem Zeitpunkt steht Doris mit diesen Erlebnissen wirklich allein da. Sie ruft nicht die Polizei. Sie geht nicht zu Behörden. Sie glaubt nicht, dass ihr jemand helfen würde. Vielleicht glaubt sie nicht einmal, dass man ihr zuhören würde. Wenn ich mir vorstelle, mit so einer Geschichte zur Polizei zu gehen, kann ich das schon nachvollziehen, um ehrlich zu sein. Stattdessen vertraut sich Doris einer Freundin an. Einer Frau, der sie erzählt, was in diesem Haus alles passiert. Was sie sieht, was sie fühlt und was ihr Angst macht. An dieser Stelle hätte die Geschichte enden können. Vielleicht als private Krise, als Familie in einer Ausnahmesituation. Aber sie endet hier noch nicht. Denn diese Freundin erlebt kurze Zeit später etwas, das sie aufhorchen lässt. Doris Freundin ist an diesem Tag, im Jahr 1974, in einer Buchhandlung unterwegs und wird auf zwei Männer aufmerksam. Sie hört zufällig, wie sich die beiden über paranormale Phänomene unterhalten, über Spuk, Poltergeister und unerklärliche Ereignisse. Die Männer arbeiten an der University of California, kurz UCLA, und beschäftigen sich wissenschaftlich mit genau solchen Fällen. Die Männer heißen Barry Teff und Carrie Gaynor.

Die Freundin von Doris hat also zufällig das Gespräch mitgehört und erkennt Parallelen. Sie spricht die beiden einfach mal an und erzählt ihnen von Doris, von dem Haus in Culver City. Von ihrer Freundin, die berichtet, sie werde von etwas Unsichtbarem angegriffen. Sie bittet die beiden Männer um Hilfe. Es gibt auch eine andere Version dieser Geschichte. In der ist es Doris selbst, die in der Buchhandlung auf die beiden Forscher Tuff und Gaynor trifft. Welche Version wirklich stimmt, lässt sich heute leider nicht mehr eindeutig klären. Sicher ist nur, irgendwann im Sommer 1974 kommt dieser Kontakt zustande. Für Tav und Gaynor ist das, was sie da hören, eher ungewöhnlich, aber nicht einzigartig. Beide beschäftigen sich schon seit Jahren mit angeblichen paranormalen Fällen. Und trotzdem wirkt Doris Geschichte auf sie drastisch. Die Kombination aus einem heruntergekommenen Haus, wiederholten Erscheinungen und körperlichen Angriffen lässt sie aufhorchen. Diese Geschichte, ob nun tatsächlich wahr oder nicht, lässt sie einfach nicht mehr los.

Beide beschäftigen sich seit Jahren mit Berichten über Dinge, die sich nicht so einfach erklären lassen. Menschen, die sagen, dass in ihren Häusern etwas vor sich geht, dass sich Dinge bewegen und dass sie Erscheinungen sehen. Dass sie das Gefühl haben, beobachtet oder angegriffen zu werden. Manche dieser Geschichten lösen sich schnell auf, andere wiederum wirken glaubwürdig. Zumindest genug, um mal genauer hinzuschauen. Barry Teff arbeitet zu dieser Zeit an der UCLA in Los Angeles. Er ist Parapsychologe und hat sogar einen Doktortitel in Psychophysiologie. Außerdem hat er einen zusätzlichen Schwerpunkt in Biomedizintechnik.

Parapsychologie bezeichnet seine Forschung an paranormalen Phänomenen. Er ist also kein Psychologe im klassischen Sinne. Auf seiner eigenen Website wird er später schreiben, dass er in diesen Jahren an mehreren tausend Fällen beteiligt war. Er schreibt Berichte über Geister, Spukorte und Poltergeist-Phänomene. Die meisten davon seien unspektakulär gewesen. Aber einige hätten Fragen aufgeworfen, die ihn nie wieder losgelassen hätten.

Der zweite Forscher, Cary Gaynor, arbeitet eng mit Teff zusammen. Er hat Philosophie studiert und interessiert sich für Wahrnehmung, Bewusstsein und die Grauzonen zwischen Psychologie und dem, was Menschen als unerklärlich beschreiben. Später wird er als Hypnotherapeut arbeiten, aber Anfang der 70er Jahre ist er Teil desselben Forschungskreises wie Teff. Was die beiden Männer tun, wirkt heute absolut ungewöhnlich. Damals ist es das aber nicht unbedingt.

In den 70er Jahren gibt es an mehreren amerikanischen Universitäten ernsthafte Forschungsansätze zu Themen wie Telepathie, Psychokinese oder angeblich paranormalen Phänomenen. Auch an der UCLA existiert ein solches Labor. Es ist am damaligen Neuropsychiatrischen Institut angesiedelt. Geleitet wird es von Thelma Moss und die ist keine so typische Professorin, zumindest nicht nach heutigem Bild. Thelma Moss ist Psychologin, ausgebildet an der UCLA, aber ihr Lebenslauf ist doch ziemlich ungewöhnlich. Bevor sie in der Wissenschaft arbeitet, ist sie nämlich Schauspielerin und Drehbuchautorin. Später interessiert sie sich offen für psychedelische Forschung, Bewusstseinserweiterung und Grenzerfahrungen. Zwischen 1966 und 78 unterrichtet sie Psychologie an der UCLA und leitet parallel dieses Labor. Das ist kein offizielles Prestigeprojekt, sondern eher eine geduldete Grauzone. Mit wenig Geld und wenig Ausstattung. Aber eine Grauzone, die nun mal existiert und in der ernsthaft geforscht wird.

Dass ausgerechnet an einer der renommiertesten Universitäten der USA eine ehemalige Schauspielerin ein Labor für Parapsychologie leitet, klingt heute ehrlich gesagt fast ein bisschen absurd, oder? In den 70er Jahren passt es aber erstaunlich gut in die Zeit.

Das Labor an der Uni ist klein. Es gibt keine Hightech-Geräte, sondern nur ein paar Schreibtische, einfache Messinstrumente und eine Dunkelkammer. Auch wenn das Projekt von der Uni nur geduldet wird, ist der Ort kein Geheimnis. Zeitungen berichten darüber. Lokale Medien schauen vorbei. Barry Teff schreibt später auf seiner eigenen Website, dass das Labor ab und zu Besuch von staatlichen Stellen bekommt. Er nennt unter anderem die CIA, das FBI und militärische Nachrichtendienste.

Es gibt keine offiziellen Projekte und keine Akten, sondern eher neugierige Gespräche. Was genau sie aber interessiert, wissen wir nicht. Was es aber gibt, sind Experimente mit sogenannten Psy-Fähigkeiten. Dabei nehmen ganz normale Menschen teil. Sie sollen versuchen, Informationen wahrzunehmen, ohne zu sehen, zu hören oder zu raten. Teff sagt später, dass sich bei einigen Personen über Sitzungen hinweg ähnliche Muster und Ergebnisse gezeigt hätten. Teilweise erstaunlich konstant sollen sie gewesen sein. Der zweite Bereich führt die Forscher raus aus der Universität. Rein in Häuser und Wohnungen. Zu Menschen, die sagen, dass bei ihnen zu Hause etwas nicht stimmt. Dass sich Dinge bewegen, dass sie Erscheinungen sehen und dass es kalt wird. Einfach so, ohne Grund. Dass Gerüche auftauchen, die sich niemand erklären kann. Viele dieser Fälle verlaufen eher unspektakulär. Manche enden damit, dass man eine ganz normale Erklärung für die Kuriositäten findet. Andere bleiben offen. Rückblickend wird Barry Teff später sagen, dass nur sehr wenige dieser Orte für ihn echte Spukorte gewesen seien. Die meisten Phänomene ordnet er einer anderen Kategorie zu.

Teff glaubt nicht zwingend an klassische Geister. Stattdessen geht er davon aus, dass viele dieser Ereignisse von lebenden Menschen ausgehen. Er spricht von sogenannten Poltergeist-Agenten, Menschen, die unbewusst physikalische Effekte auslösen können.

In Interviews beschreibt er drei Faktoren, die dabei zusammenkommen müssen. Eine Umgebung mit auffälligen elektromagnetischen Eigenschaften, eine Person mit neurologischen Besonderheiten oder extremer Stressbelastung und ein Nervensystem, das auf diese Umgebung besonders stark reagiert. In dieser Kombination, so Teth, könnten reale Effekte entstehen, aber eben ganz ohne Geister. Mit genau diesem Blick lauschen Barry Teth und Carrie Gaynor nun Doris Geschichte. Eine Frau Mitte 30, vier Kinder, ein Haus in schlechtem Zustand, wiederholte Berichte von Erscheinungen, Aussagen über körperliche Angriffe. Für viele wäre das eine Geschichte, die von Überforderung, psychischer Belastung oder einer Familie in einer Extremsituation zeugt. Für Tav und Gaynor ist es zumindest eine Konstellation, die sie schon aus anderen Fällen kennen. Der Skeptical Inquirer wird Jahrzehnte später schreiben, dass allein die Anwesenheit von Ermittlern und Experten die Situation von Doris möglicherweise verschärft habe. Dass andere in ihr vor allem eine schwer belastete Frau gesehen hätten, während Tav und Gaynor eine Gelegenheit sahen, einen aktiven Fall zu untersuchen. Aber im Sommer 1974 spielt diese Kritik noch keine Rolle.

Im August 1974 führen Tav und Gaynor ein erstes längeres Gespräch mit Doris. Sie ist dabei vorsichtig, zurückhaltend. Sie gibt nur das Preis, was sie preisgeben möchte. Nicht einmal ihr genaues Alter, nennt sie. Aber sie beschreibt ihr Ereignisse im Haus als etwas, das nicht aufhört. Für Tav und Gaynor reicht dieses Gespräch noch nicht aus. Wenn sie verstehen wollen, was hier passiert oder ob überhaupt etwas passiert, müssen sie selbst hinfahren. Sie müssen das Haus sehen, die Umgebung sehen, den Zustand des Gebäudes, die Atmosphäre, alles. Noch geht es nicht um Beweise. Es geht um einen ersten Eindruck. Sie werden also zu Doris nach Hause fahren. Als Barry Teff und Carrie Gaynor am 22. August 1974 vor dem Haus am Braddock Drive stehen, wissen sie noch nicht, dass sie gleich wieder gehen wollen. Sie wissen nur, dass sie vorsichtig sein werden, weil sie schon viele solcher Geschichten gehört haben.

Doris lässt sie hinein. Das Haus ist klein, heruntergekommen und sichtbar beschädigt. Die Luft steht hier drin. Alles wirkt provisorisch. Die Möbel haben zum Beispiel auch schon bessere Zeiten gesehen. Die Wände hier haben mehr Risse als Farbe. Später wird Teff schreiben, dass das Gebäude zu diesem Zeitpunkt von der Stadt schon als unbewohnbar eingestuft worden war. Zweimal sogar. Aber an diesem Tag ist es einfach nur der Ort, an dem Doris mit ihren vier Kindern lebt. Teff und Gaynor haben seitenweise Fragen dabei. Aber noch bevor sie ihren Fragebogen richtig ausbreiten können, erklärt Doris ihnen, warum sie Hilfe gesucht hat. Sie sagt, dass sie regelmäßig von einem Geist sexuell angegriffen werde. Nicht nur einmal, sondern immer wieder. Barry Teff beschreibt später, was ihm in diesem Moment durch den Kopf gegangen ist. Dass diese Frau dringend psychiatrische Hilfe braucht. Dass das hier kein Fall für ein parapsychologisches Labor ist und dass sie diesen Besuch bei ihr zu Hause vermutlich gleich beenden werden.

Carrie Gainer denkt ganz ähnlich. Sie hören Doris zu, aber innerlich sind sie schon auf dem Rückzug.

Sie stellen trotzdem noch weitere Fragen. Sie haben einen standardisierten Fragebogen dabei. Insgesamt 16 Seiten. Doris antwortet ausweichend. Sie spricht über das, was passiert, aber kaum über sich selbst. Alles an diesem Gespräch wirkt brüchig, unvollständig und unzuverlässig. Später gibt Heft zu, dass sie damals vieles bewusst nicht abgefragt haben, was heute Standard wäre. Sowas wie die psychische Vorgeschichte, medizinische Themen, Medikamente, Alkohol- und Drogenkonsum oder Familienkonflikte. Er sagt sinngemäß, hätten sie Doris zu sehr gedrängt, hätte sie sie wahrscheinlich direkt wieder rausgeworfen. Und dann passiert es. Ohne Vorwarnung springt ein Küchenschrank auf. Eine schwere Fahne schießt heraus. Sie fällt aber nicht einfach herunter. Nein, sie fliegt. Eine gebogene Bahn durch den Raum. Sie schlägt mehr als zwei Meter vom Schrank entfernt auf dem Boden auf. Laut und hart. So, dass man instinktiv zurückweicht. Wahrscheinlich sagt für einen Moment niemand auch nur ein Wort. Dann reagieren Teff und Geiner zuerst. Nicht emotional, sondern methodisch. Sie machen sich direkt auf den Weg zum Schrank. Sie reißen ihn auseinander, ziehen ihn von der Wand, suchen nach Drähten, Schnüren oder Federn. Nach irgendeiner mechanischen Erklärung für die fliegende Pfanne. Sie prüfen den gesamten Raum, den Boden, die Möbel, aber sie finden nichts.

Später wird Teff sagen, dass genau dieser Moment alles verändert hat. Nicht, weil er beweist, dass hier etwas Übernatürliches passiert, sondern weil sie etwas erlebt haben, das sie nicht sofort erklären können. Und das reicht, um zu bleiben. Und aus diesem ersten Besuch werden noch viele weitere Besucher im Braddock Drive. In den folgenden zehn Wochen kehren Barry Teff und Carrie Gainer immer wieder in das Haus zurück. Mal zu zweit, mal mit weiteren Menschen aus dem Umfeld des Labors. Es gibt keinen festen Zeitplan und keine saubere Trennung zwischen Beobachtern und Beteiligten. Rückblickend wird man genau das kritisieren, aber dazu erzählen wir euch später noch mehr. Zu diesem Zeitpunkt zählt nur eines, ob sich das, was Doris beschreibt, wiederholt. Schon beim zweiten Besuch bringen die Paraforscher Ausrüstung mit. Kameras und Messgeräte. Eine Polaroid-Sofortbildkamera vom Typ SX-70. Dazu eine klassische 35mm-Kamera, teilweise mit hochempfindlichen Infrarotfilm geladen. Und ausgerechnet bei diesem Material passiert Ihnen später ein Fehler. Denn der Infrarotfilm wird versehentlich überbelichtet und damit ist er leider unbrauchbar. Später kommen Tonbandgeräte und Geigerzähler hinzu. Alles, was Ihnen zur Verfügung steht. Keine futuristische Technik, sondern das, womit man in den 70er Jahren versucht, etwas Unsichtbares sichtbar zu machen.

Sehr schnell merken sie, wie widersprüchlich diese Arbeit ist. Es gibt Momente, in denen sie Dinge sehen und genau in diesen Momenten versagt die Technik aber. Sie bekommen kein Foto, keinen Ton, überhaupt keinen anderen Messwert. Und dann gibt es andere Situationen, in denen sie auslösen, filmen, fotografieren und erst später auf den Bildern etwas entdecken, das sie in diesem Moment selbst aber gar nicht bewusst wahrgenommen haben. Barry Teff wird diesen Widerspruch später immer wieder betonen. Er sagt sinngemäß, was wir gesehen haben, konnten wir nicht fotografieren. Und was wir fotografiert haben, haben wir so nicht gesehen. Im Zentrum vieler Berichte stehen immer wieder Lichter. Kleine, schnell bewegliche Lichtkugeln. Grün-gelblich, etwa faustgroß. Sie tauchen plötzlich im Raum auf, bewegen sich unruhig hin und her und verändern dabei ihre Intensität. Laut Teff reagieren sie manchmal sogar auf Ansprachen und auf Fragen. Auch auf Emotionen. Besonders dann, wenn Doris im Raum ist. In Interviews beschreibt er diese Erscheinung später als etwas, das für ihn fast wie Plasma wirkt. Der vierte Aggregatzustand. Nicht fest, nicht flüssig, aber auch nicht gasförmig. Bei einigen Besuchen sehen mehrere Menschen gleichzeitig diese Lichter. Bis zu 25 Personen, sagt Hef. Alle zur selben Zeit und am selben Ort. Er betont immer wieder, dass Halluzinationen nicht kollektiv seien.

Und das sind nicht nur diese Lichter. Tev berichtet später, dass sich in diesen zehn Wochen, die sie bei Doris forschen, noch andere Dinge durch das Haus ziehen. Kalte Zonen, die plötzlich in einzelnen Räumen spülbar sind, obwohl draußen Augusthitze herrscht. Ein Geruch, der wie aus dem Nichts kommt, der schwer und faulig riecht, sodass man unwillkürlich flacher atmet. Und genauso schnell wie der Geruch gekommen ist, ist er auch schon wieder verschwunden. Dazu kommen diese merkwürdigen körperlichen Empfindungen, die man kaum in Worte fassen kann. Unruhe, Druck und das Gefühl, dass etwas im Raum mitläuft. Und dazu auch immer wieder Poltergeist-Momente, in denen Gegenstände herunterfallen oder Bewegungen, die keiner zugeordnet bekommt. In Teffs Darstellung gehören sogar gemeinsam beobachtete Erscheinungen dazu. Grob menschliche, halbtransparente Form, die kurz da sind und dann weg.

Die Kameras halten diese Erscheinung fast nie so fest, wie sie beschrieben werden. Statt klarer Lichtkugeln zum Beispiel, zeigen die Fotos meist gekrümmte Lichtbögen oder Schlieren.

Unregelmäßige Linien. Auf einigen Bildern verlaufen diese Lichtbögen über Möbel und Menschen hinweg, ohne an Wänden zu enden. Diese Fotos werden später die wichtigsten Beweisstücke des Falls. Ihr könnt sie euch übrigens auch an den Shownotes mal selbst anschauen, das haben wir euch da verlinkt. Denn genau diese Fotos beginnen später ein Eigenleben zu entwickeln. Tev erzählt, dass sie sogar einem Fotoexperten vorgelegt wurden. Der heißt Adrian Vance. Damals ist er Editor des Magazins Popular Photography. In einer späteren TV-Sendung wird daraus dann sogar eine spektakuläre Behauptung. Das Bild von Doris sei authentifiziert worden. Angeblich das einzige Geisterfoto, das je in diesem Magazin gelandet sei. Wenn man sich aber anschaut, was Vance tatsächlich über das Bild schreibt, klingt das aber viel vorsichtiger. Eher wie ein Satz mit angezogener Handbremse. Nämlich, dass es aus Sicht der Ermittler so wirkt, als hätten sie ein bisschen Erfolg gehabt. Das ist kein Stempel im Sinne von, das ist echt. Und während diese Fotos später draußen in der Öffentlichkeit ein Eigenleben entwickeln, geht es im Haus am Braddock Drive längst schon weiter.

Oft ist auch eine Freundin von Doris anwesend, Candy. Candy sagt von sich, dass sie besonders sensibel für solche Phänomene sei. Dass sie mit Geistern sprechen kann. Immer wieder schreit sie plötzlich auf und zeigt in eine Ecke des Raumes. Sie sagt, dort sei was. Nicht sichtbar, aber spürbar. Jedes Mal, wenn sie das ruft, wird wild fotografiert.

In dieser Nacht entstehen 13 Polaroids. Sechs davon wirken beim Entwickeln wie ausgebrannt. Sie sind überbelichtet, so hell, dass Candys Gesicht fast verschwindet. Und dann gibt es weitere Bilder, die als Vergleich gedacht sind. Aufnahmen, die normal aussehen, weil angeblich nichts im Raum war. Für Tav und Gainer fühlt sich das aber damals wie ein Muster an, wie ein Hinweis. Wenn Candy schreit, ist auf den Fotos etwas anders, als wenn sie sagt, jetzt ist es weg.

Mit der Zeit wird der Aufwand größer. Bei einem der späteren Besuche wird Doris' Schlafzimmer fast vollständig abgedunkelt. Schwarze Pappen werden dafür an Wände und Decke geklebt. Mit hellem Klebeband entsteht so ein Raster, so wie auf Millimeterpapier. Jeder Quadrant ist nummeriert, um Bewegungen von Licht besser einordnen zu können. Alle Lichtquellen werden dafür abgeschirmt. Der Raum ist anschließend nahezu vollkommen dunkel. Stellt euch mal dieses Schlafzimmer vor. Abgeklebt, abgedunkelt, vollgestellt. Menschen, die automatisch leiser sprechen, weil Dunkelheit etwas mit einem macht, weil man in Dunkelheit schneller glaubt, dass gleich etwas passieren wird.

Auf zwei Fotos, die in dieser Nacht entstehen, sind wieder diese Lichtbögen zu sehen. Einer davon scheint Doris auf dem Bett einzurahmen. In einem späteren Interview sagt Tav, sie habe dort gekauert, während sich die Lichter um sie herum verdichtet hätten. Kritiker merken später an, dass Doris auf den Bildern eher ruhig wirkt, fast schon teilnahmslos. Und dass die Lichtbögen vor anderen Menschen im Raum verlaufen, was darauf hindeutet, dass sie sich sehr nah an der Kamera befinden. All das wird erst Jahre später analysiert. Wir gehen da später noch genauer drauf ein. Aber während der Ermittlungen selbst bleibt erstmal vieles ungeklärt. Die dramatischsten Ereignisse, schreibt Hef später selbst, passieren oft dann, wenn niemand aus dem Team anwesend ist. Immer wieder müssen sie sich auf Doris Erzählungen verlassen, auf Dinge, die bereits geschehen sein sollen. Dinge, die sich nicht mehr überprüfen lassen. Und genau deshalb probieren sie zwischendurch Methoden, die heute eher nach einer Säance klingen als nach einem Labor. Nämlich einfach mal Fragen in den Raum stellen und dann warten, ob jemand oder etwas antwortet. Geräusche, Klopfen oder Lichtsignale. Eine bestimmte Anzahl von Blitzen für Ja, eine andere für Nein.

Laut Barry Teff ließen sich die Antworten nicht bestätigen. Was für uns heißt, dass es ja weitere komische Geräusche und Lichter gegeben haben muss. Aber Barry sagt, sie ergaben nie wirklich einen Sinn. Laut Tev befinden sich bei diesem Besuch über 30 Menschen im Haus. Die meisten von ihnen drängen sich in oder nahe diesem Raum. Es ist heiß und eng. Das Haus ist marode, was an sich schon gruselig ist. Später wird Tev selbst darauf sagen, dass diese Umstände allein schon problematisch sind. Und trotzdem ist auffällig, was später in Zusammenfassungen immer wieder mitschwingt. Obwohl so viele Leute zeitweise dabei sind, bleiben es am Ende vor allem drei Personen, die das Geschehen wirklich beschreiben. Doris, Barry Taff und Carrie Gaynor.

Es sind zwar viele Menschen im Raum, aber in den späteren Berichten sind es ausgerechnet nur diese drei, die erzählen, was hier passiert sein soll. Doris berichtet ja auch immer wieder von körperlichen Angriffen und spricht dabei ja von drei Wesen, zwei kleineren und einem größeren. Sie berichtet, dass die kleineren Wesen sie an Handgelenken und Knöcheln festgehalten hätten, während das größere sie sexuell angegriffen habe. Davon habe sie sogar blaue Flecken bekommen. Solche Erzählungen sind in Spukgeschichten eher selten, aber das Motiv ist bekannt. Menschen beschreiben Nächte, in denen sie sich sicher sind, wach zu sein, sich aber wie festgenagelt fühlen und sich nicht bewegen können. Sie spüren Berührung oder Druck, können sich aber kaum bewegen und sind am nächsten Tag überzeugt, dass das nicht nur ein Traum war. In älteren Erzähltraditionen wurde genau dieses Muster sogar mit Gestalten wie Succubus und Inkubus erklärt. In der Vorstellung aus dem Mittelalter sind Succubus und Inkubus dämonische Wesen, die Menschen im Schlafheim suchen, lehmen und sexuell bedrängen. Ob das hier irgendwas erklärt, das kann aber niemand belegen. Diese Vorfälle, die Doris beschreibt, sollen schon Wochen vor Beginn der Ermittlungen stattgefunden haben. Es gibt aber keine ärztlichen Berichte, auch keine Anzeigen und keine Dokumentation ihrer angeblichen Verletzungen.

Barry Teff glaubt Doris diese Angriffe nicht, das sagt er später ganz offen. Er sagt, außergewöhnliche Behauptungen brauchen außergewöhnliche Belege. Und die gäbe es hier nicht. Doris habe die angeblichen Übergriffe nicht gemeldet, nicht medizinisch dokumentieren lassen und als sie selbst vor Ort waren, seien mögliche Verletzungen längst verheilt. Für Tev bleibt deshalb die Möglichkeit, dass diese Vorstellung bei Doris und den Kindern vor allem im Kopf entsteht. Aus extremen Stress, aus Angst und aus innerer Not. Für ihn ist dieser Fall kein Beispiel für eine sexuelle Attacke durch ein Wesen.

Für ihn ist es etwas anderes, nämlich ein Poltergeist-Phänomen. In Interviews erklärt er, dass weniger als 5% aller Fälle, die er untersucht habe, klassische Spukorte seien. Der überwiegende Teil, sagt er, gehe auf Poltergeist-Phänomene zurück. Und die seien nicht an Orte gebunden, sondern an Menschen. Er spricht von Poltergeist-Agenten, das haben wir ja vorhin schon mal kurz erzählt. Menschen unter extremem Stress, mit neurologischen Besonderheiten, in bestimmten Umgebungen. In dieser Kombination, so sagt er es, könnten reale physikalische Effekte entstehen, also bewegte Gegenstände, Geräusche oder Lichter. Doris passt für ihn in dieses Muster. Später werden Psychologen und Skeptiker den Fall vor allem über Kontext und Wahrnehmung diskutieren. Darüber, wie Stress, Erwartungen und Angst Erlebnisse färben können und wie schnell aus unerklärlichen Momenten eine feste Erzählung wird. Aber während dieser zehn Wochen spielt das für Tev und Gaynor kaum eine Rolle. Am Ende bleiben Fotos, Aussagen und Erinnerungen, aber keine eindeutige Erklärung und keine klare Auflösung. In einer späteren Zusammenfassung heißt es sogar, dass die seltsamen Vorkommnisse schwächer werden, je öfter die Forscher kommen. Als würden ihre Beobachtungen etwas verändern, als würde das Haus lernen, wann es still sein muss.

Jahrzehnte später setzt der Skeptiker Benjamin Redford genau hier an. Für ihn sieht das Ganze eher nach einer Familie in Not aus und nach einer Untersuchung seitens der Forscher, die anfällig war für Bestätigungsfehler und schlechte Methoden. In Tevs Akten ist das damals erst mal nur ein Fall von vielen, aber später bekommt er einen Namen, der hängen bleibt. Der Entity-Fall. Entity im Sinne von Wesen, eine Präsenz. Ein Wort, das so vage ist, dass es alles bedeuten kann und genau deshalb auch alles offen lässt.

Denn als die Ermittlungen im Haus am Braddock-Drive enden, bleibt nichts, was man sauber abschließen könnte. Es gibt keine letzte Messung und auch keinen wirklichen endgültigen Befund. Barry Teff und Carrie Gaynor fahren irgendwann einfach nicht mehr hin. Zehn Wochen voller Eindrücke, Widersprüche, Bilder und Erlebnisse, die sich nicht eindeutig einordnen lassen. Was bleibt, sind eigentlich nur Erinnerungen. Für Barry Teff ist das Ende der Ermittlungen aber nicht das Ende der Geschichte. Im Gegenteil. In den Jahren danach spricht er immer wieder über den Fall. In Interviews, in Vorträgen, später auch in Büchern und auf seiner eigenen Website. Er betont dabei fast jedes Mal dasselbe. Entgegen dem, was viele Menschen glauben, sei der Fall von Doris kein Beweis für sexuelle Übergriffe durch ein Wesen gewesen. Für ihn war es etwas anderes. Ein massiver, beunruhigender Poltergeistausbruch, ausgelöst durch einen lebenden Menschen.

Mit der Zeit wird genau diese Geschichte, der komplette Fall um Doris, größer als der eigentliche Fall. Medien greifen sie auf, vereinfachen sie oder spitzen sie zu. Was einst komplex war, wird auf einmal eindeutig erzählt. Was widersprüchlich war, wird ein bisschen glatt gezogen. Aus einer schwer einzuordneten Ermittlung wird ein Narrativ. Einfach gesagt, eine Frau und ein böses Wesen in einem Haus, das sie angreift. 1978 erscheint ein Roman, The Entity von Frank de Felida. Der Roman basiert lose auf den Ereignissen rund um Doris. Und lose ist hier auch das entscheidende Wort. Der Roman greift nämlich die Motive auf und verstärkt und dramatisiert sie. Damit wird aus einem realen, widersprüchlichen Fall eine Horror-Erzählung. Nur wenige Jahre später erscheint ein Film zum Buch. Anfang der 80er kommt The Entity in die Kinos. Die Geschichte erreicht ein Millionenpublikum. Barbara Hershey spielt die Hauptfigur. Sie war damals eine bekannte Schauspielerin. Das wäre ungefähr so, als würden heute Jessica Justine oder Amy Adams diese Rolle spielen. Paraforscher Barry Teff ist selbst auch dabei, und zwar als technischer Berater. Die Figur des Wissenschaftlers im Film basiert sogar teilweise auf ihm. Der Film macht das, was Filme fast immer tun. Er vereinfacht, verdichtet und verschiebt Perspektiven.

Was dabei fast vollständig untergeht, ist Doris selbst. Während das Buch und der Film durch die Decke gehen, verdient Doris gar nichts daran. Sie bekommt kein Geld, keine Beteiligung und auch keinen Schutz.

Laut Beriteth begleiten Doris diese seltsamen Vorkommnisse auch noch nach den Ermittlungen weiter. Sie haben nicht einfach aufgehört zu existieren. Doris beschließt umzuziehen. Und dann noch einmal. Und noch einmal. Laut Teth folgt ihr aber das, was sie erlebt hat. Nicht das Haus ist der Ankerpunkt, sondern sie.

Irgendwann verlieren Teth und Ganner den Kontakt zu ihr. Doris verschwindet einfach aus ihrem Blickfeld. Was wir heute über Doris' späteres Leben wissen, stammt aus wenigen Berichten und Interviews mit ihren Söhnen. Es ist bruchstückenhaft und nicht immer verlässlich. Einer ihrer Söhne erzählt später, Doris sei schon als Jugendliche von ihrer Familie verstoßen worden. Sie habe früh mit Ouija-Boards und Seancen experimentiert, später auch mit Alkohol und anderen Drogen. Andere Söhne bestätigen Teile davon, widersprechen sich aber immer in den Details. Selbst diese Aussagen sind also nicht stabil.

Sie passen zu dem Bild eines Lebens, das früh aus der Bahn geraten ist, aber sie erklären nichts eindeutig. Was sich bei allem durchzieht, ist ein Motiv. Auch lange vor dem Haus in Culver City habe es rund um Doris ungewöhnliche Erlebnisse gegeben. Bewegungen, Erscheinungen und Dinge, die sich nicht leicht erklären lassen. Für Barry Teff fügt sich das an sein Modell. Für ihn ist die Vorstellung, dass ein lebender Mensch unbewusst physikalische Effekte auslösen kann, plausibler als die Idee eines angreifenden, körperlosen Wesens. Er schreibt später, dass diese Erklärung für ihn sogar beunruhigender sei als die Vorstellung eines Geistes. 1999 stirbt Doris im Alter von 58 oder 59 Jahren. Die Quellen liefern da verschiedene Angaben. Auch bei der Todesursache kursieren unterschiedliche Formulierungen. Sicher ist, während ihr Name längst Popkultur ist, endet ihr Leben hingegen ganz still. Der Fall aber lebt weiter. Barry Teff gibt auch Jahrzehnte später noch Interviews. Carrie Gaynor spricht ebenfalls immer über das, was er erlebt hat. Beide sagen, was auch immer es war, es hat sie geprägt. Und sie sind sich bis heute sicher, dass sie damals Dinge gesehen haben, die sich nicht einfach wegerklären lassen.

Gleichzeitig wächst aber auch die Kritik. Der Wissenschaftsjournalist und Skeptiker Benjamin Redford hat den Fall Jahrzehnte später noch einmal systematisch aufgearbeitet. Sein Fazit fällt deutlich nüchterner aus. Für ihn wirkt das Ganze wie eine Ermittlung ohne die Merkmale, die man braucht, um wirklich wissenschaftlich zu sein. Redford kritisiert vor allem die Arbeitsweise von Teff und Gaynor. Es waren zu viele Leute vor Ort und es gab zu wenig Regeln. Niemand hat Abläufe dokumentiert, wer wann wo stand, wer etwas berührt hat, wer etwas gerufen hat. Redford weist besonders auf einen Punkt hin. Obwohl zeitweise von über 50 Menschen die Rede ist, die bei den Ermittlungen dabei gewesen sein sollen, stammen die zentralen Berichte fast ausschließlich von drei Personen, Doris, Barry Taff und Carrie Gaynor. Es gibt keine umfangreichen Zeugenaussagen und auch keine Flut an Fotos oder Tonaufnahmen, obwohl ja Kameras und Geräte im Einsatz waren. Für Redford ist das ein starkes Indiz dafür, wie sehr Wahrnehmung, Erwartung und Gruppendynamik eine Geschichte formen können.

Besonders kritisch betrachtet Redford die Fotobeweise, also die Bilder, die ja bis heute als Herzstück des Falls gelten. Kenny Biddle, selbst ehemaliger Geisterjäger, hat sich diese Fotos im Detail angesehen. Seine Analyse kommt zu dem Ergebnis, dass die überbelichteten Polaroids, auf denen angeblich eine Präsenz zu sehen ist, unter unterschiedlichen Bedingungen aufgenommen wurden. Biddle sagt, diese Fotos sind kein sauberer Vergleich. Wenn einmal der Blitz feuert und einmal nicht, dann sieht das Bild einfach immer unterschiedlich aus. Auch die Bilder mit den Lichtbögen verlieren ihren geheimnisvollen Charakter. Für Biddle und andere Fotoexperten sind diese Lichtbögen eher ein Kameraeffekt. Etwas sehr nahes vor der Linse, das im Blitzlicht unscharf aufglüht. Das kann zum Beispiel ein Haar sein. Solche Spuren kann man nachstellen und genau deshalb taugen sie kaum als Beweis für etwas im Raum.

Und dann ist da noch eine Unstimmigkeit. Teff beschreibt ja ein Zimmer, das wie ein Messaufbau vorbereitet wurde. Abgedunkelt, aufgeteilt und markiert. Auf den Bildern, die ausgerechnet diesen Aufbau zeigen sollen, erkennt man davon allerdings nichts. Für Kritiker ist das ein Hinweis darauf, wie unsauber Dokumentation und Darstellung sind. Aus dieser Perspektive wirkt der Fall weniger wie ein ungelöstes Rätsel, sondern mehr wie eine Mischung aus psychischer Belastung, Erwartungshaltung, Gruppeneffekten und schlechten Untersuchungsmethoden. Redfords Eindruck ist, dass dies eine Geschichte ist, die sich riesig anfühlt, aber auf dem Papier erstaunlich wenig trägt. Und trotzdem bleibt etwas zurück. Denn auch die skeptische Erklärung beantwortet nicht jede Frage. Sie erklärt, warum Beweise fehlen. Sie erklärt, warum sich Geschichten ausbreiten. Aber sie erklärt nicht, warum Menschen wie Barry Taff von Carrie Gaynor bis heute überzeugt sind, dass sie damals Dinge gesehen haben, die sich nicht einfach erklären lassen. Vielleicht liegt die Wahrheit genau dazwischen, als Beispiel dafür, wie fragil Wahrnehmung ist, wie sehr Stress, Angst, Erwartung und Deutung unsere Realität formen können und wie schnell aus einzelnen schwer erklärbaren Momenten eine Geschichte wird, die größer ist als die Menschen, die sie erlebt haben.

Was ist wirklich passiert? Vielleicht werden wir es nie vollständig wissen. Vielleicht ist das auch der Grund, warum dieser Fall bis heute fasziniert. Nicht, weil er Antworten liefert, sondern weil er zeigt, wie sehr wir nach ihm suchen und was wir dabei alles bereit sind zu glauben.

Bevor wir die Akte schließen, lohnt sich auf jeden Fall noch ein letzter Blick darauf, wie der Fall bis heute weiter wirkt. Denn die Geschichte von Doris ist nicht nur Teil von Horrorfilmen und True-Crime-Foren, 2023 greift sie auch das Theater auf. An der Schaubühne in Berlin feiert das Stück In Memory of Doris Premiere. Der Fokus liegt dort nicht auf dem Grusel, nicht auf der Frage nach Geistern oder Poltergeistern, sondern auf Doris selbst. Auf einer Frau, die sagt, sie sei vergewaltigt worden und der niemand glaubt. Nicht die Nachbarn, nicht die Behörden, nicht einmal die Forscher, die ihr Haus untersuchen. Das Stück stellt damit eine andere Frage als all die Bücher, Filme und Analysen zuvor. Kein, war da wirklich etwas? Sondern, was passiert mit einem Menschen, dessen Erfahrung nicht ernst genommen wird? Vielleicht ist das der Punkt, an dem dieser Fall auch heute noch unbequem bleibt. Egal, ob man an paranormale Phänomene glaubt oder nicht. Egal, ob man die Fotos überzeugend findet oder nicht. Am Ende geht es um Wahrnehmung und Glaubwürdigkeit. Und darum, wessen Geschichte gehört wird und wessen nicht.

Also damit haben wir jetzt unseren ersten regulären, paranormalen Fall für dieses Jahr abgeschlossen. Und ich finde, man kann über Doris und ihren Fall aus unterschiedlichen Perspektiven diskutieren. Also, deswegen finde ich es am Ende jetzt auch nochmal ganz gut, dass dieses Theaterthema noch mit aufgebracht wurde, weil darüber wurde ja kaum eigentlich gesprochen, dass sie ja auch behauptet, sie wurde vergewaltigt. Und ich finde, man könnte das auch so alles ein bisschen lesen, dass... Wirklich mal eine Vergewaltigung gab im echten Leben und sie das alles aber mehr oder weniger verdrängt und sich anders erklärt, weißt du? Und natürlich die andere Perspektive, über die man sprechen kann in dem Fall, was war mit der Pfanne da los, die aus dem Schrank geflogen ist. Also ich finde, da kann man viele, viele Sachen rein diskutieren.

Okay, dann lass uns mal mit dem ersten Punkt anfangen, den du gerade gesagt hast. Das finde ich ja ganz spannend. Du meinst also, dass ihr in der Vergangenheit wirklich etwas Schlimmes zugestoßen ist und sie das einfach so ein Stück verlagert hat quasi, die Verarbeitung oder vielleicht auch die Realisierung dessen, was ihr widerfahren ist und dass sie trotzdem irgendwie unbewusst versucht hat, das Ganze so ein bisschen abzuschwächen und deswegen glaubt, dass sie von Geistern vergewaltigt ist. So verstehe ich das zumindest gerade, deinen Gedankengang. Das finde ich ja super spannend. Ja, ja, genau, genau, genau. So meinte ich das auch. Und beim Ekel-Talk hatten die mal eine Psychologin eingeladen. Und da kann ich mich erinnern, dass sie mal den Take gemacht hat. Es gibt zum Beispiel auch, weil darüber haben wir heute ja auch gesprochen, es gibt laut ihr auch so Halluzinationen, die man sich teilt.

Und wir haben ja heute darüber gesprochen, dass Tev beispielsweise meinte, nee, sowas gibt es nicht. So, jetzt würde ich ungern sagen, da steht jetzt Aussage gegen Aussage. Ich würde der Psychologin eher vertrauen in dem Fall.

Besonders nach der ganzen Dokumentation, die wir hier mitbekommen haben, dass das alles so sehr unsauber dokumentiert wurde in dem Fall. Also sehr unmethodisch eigentlich vorgegangen wurde. Und deswegen würde ich diese Theorie weiterführen und sagen, dass sie sich deswegen Dinge eingebildet hat und diese Halluzinationen dann auf ihre Kinder übertragen hat. Ja, die ja im selben Haushalt aufgewachsen sind, die das dann ja auch tagtäglich sozusagen mitbekommen haben. Finde ich total interessant, diesen Gedankengang. Und bin gespannt, wie du mir jetzt aber die nächste Frage beantworten wirst. Also das ist eine Theorie, die könnte ich nachvollziehen, aber wie können wir das jetzt erklären, dass als Tav und Gaynor bei ihr zu Hause waren, bei Doris, die ja auch schon gedacht haben, okay, wann ist das jetzt hier vorbei, wir gehen gleich, wir kommen nie wieder und dann schießt da plötzlich diese Pfanne aus dem Schrank. Wie erklärst du mir das? Jetzt nähern wir uns ja noch eher so der Frage, ist es jetzt echt oder nicht? Ja, das ist tatsächlich sehr spannend. Das habe ich mir auch, als wir darüber gesprochen haben, so gedacht. Es gibt so mehrere Punkte in diesem Fall, wo ich echt sage, also komm, das kann jetzt nicht fake sein. Die sind da hingegangen, haben alles auseinandergerissen und haben nichts gefunden. Man muss natürlich dazu sagen, es sind auch eigentlich nur diese drei, die immer von diesen...

Von diesen, ja, Erscheinungen berichten, von diesen wirklich stichfesten, ich sag mal, Beweisen.

Gleichzeitig finde ich bei Tev, was man ihm zugutehalten kann, er ist ja jetzt auch nicht so von wegen, oh, da ist jetzt ein Hinweis und da ist jetzt noch ein Hinweis und das ist alles 100% echt. Er zweifelt ja selbst auch Sachen an. Deswegen tue ich mich da auch ein bisschen schwer. Ich weiß nicht, wie hast du denn gedacht, als wir darüber gesprochen haben, dass dann die Pfanne da durch den halben Raum geflogen ist, die den Schrank da abgerissen haben. Wahrscheinlich ging das auch ganz einfach in diesem morschen Haus und nichts gefunden haben. Also erstmal bitte, wie übergriffig, dass die beiden Forscher dann sofort zu diesem Schrank laufen und da alles auseinanderruppen und von der Wand ziehen und so. Finde ich auch irgendwie krass, dass sie das einfach gemacht haben, um zu gucken, ist da irgendwas verbunden. Aber gut, ich erinnere mich gerade an einen anderen Fall, den wir, glaube ich, vor einem Jahr mal hatten. Oder jetzt im Sommer bei Schwarze Akte Paranormal.

Und zwar, ich kriege es gerade nicht mal so ganz zusammen, aber da ging es auch darum, dass so Gegenstände durch die Luft geflogen sind. Da gibt es nämlich ein Foto von einem Telefon, was quer durch den Raum geflogen ist. Und da hat man sich damals auch gefragt, wie ist das möglich? Ist da ein Faden dran? Wie kann das passiert sein? Und so. Ich bin mir sicher, ihr habt das alles schon mal irgendwie im Alltag erlebt, dass ihr irgendwo in einem Raum wart, alles war soweit ruhig und dann ist irgendwas runtergefallen. Sei es ein Bild von der Wand oder irgendwas von der Kommode, irgendwas. Ich habe das selber auch schon mal erlebt. Und das ist ja so ein Moment, wo man denkt, oh Gott, wie ist denn das gerade passiert?

Was war das? Und wenn es draußen Tag ist, macht mir das auch weniger Angst, als wenn es draußen dunkel wäre, sage ich dir auch ehrlich. Aber ja, oft hing irgendwas ja dann schon so schief, dass das dann mit der Zeit einfach klar war, dass es runterfällt. Wie jetzt eine Pfanne zwei Meter durch den Raum schießen kann? I don't know, weiß ich auch nicht. An sich gibt es ja Zeugen, die das gesehen haben. Aber wie du schon sagst, es waren halt dann auch irgendwie nur die drei. Also glaubt man jetzt an das, was die beiden Forscher und was Storys da erzählt haben oder glaubt man das nicht? Das ist die große Frage. Ja, also ich hab kurz grad gedacht, dass du von Bolle Rectory sprichst, um ehrlich zu sein, aber das war ja dann die Folge. Nee, das war ein anderer Fall. Genau, genau, das war der dritte Fall, aber Bolle Rectory zum Beispiel war, glaub ich, der Fall, wo es ja auch so ein bisschen aussah, als würden da jetzt ganz.

Als würden da jetzt Geister so rumfliegen und dann stellte sich ja dann doch raus, dass es ein bisschen anders war. Da würde ich jetzt ungern spoilern für die Leute, die die Folge noch nicht gehört haben, aber so eine Hinweise haben wir in dem Fall ja jetzt nicht gehört. Also ich... Ja, ich könnte mir vorstellen, dass so wie das, was du gerade erzählt hast, viele von euch da draußen auch ein paar paranormale Erlebnisse in ihrem Leben schon mal mitbekommen haben. Weißt du, was mir gerade auch noch einfällt? In anderen Fällen und den, der mir gerade eben nicht einfällt, bei dem das mit dem fliegenden Telefon war, da war es ja auch so, dass viele der Person vorgeworfen haben, ey, die will ja nur Aufmerksamkeit, weil die hat damals ganz viele Journalisten ins Haus geholt. Es wurde krass darüber berichtet. Große Aufmerksamkeit auf das Thema. Und Doris hier ist ja ganz anders. Man weiß ja im Grunde gar nichts von ihr. Sie wollte ja nicht mal ihr Alter sagen. Also Aufmerksamkeit kann es ja nicht sein, was sie unbedingt wollte. Deswegen ist das für mich eigentlich schon mal ein Zeichen. Warum sollte sie sich das alles ausdenken? Weil sie wollte ja gar keine Aufmerksamkeit auf sich und auf diesen Erlebnissen. Ja, das habe ich mir auch gedacht, weil es wurde nicht davon erzählt, dass sie Geld bekommen hat, auch im Nachhinein nicht, von den Filmen, von den Büchern, die von ihr inspiriert waren.

Allerdings halt die Forscher, also Tev beispielsweise, der hat ja sogar auch einen Filmauftritt bekommen. Also vielleicht könnte man da ein bisschen verschieben, weg von Doris, hin zu den beiden Forschern, dass sie sich da halt noch ein bisschen mehr eingebildet haben, als im Endeffekt wirklich passiert ist. Was wir sehr gerne lesen würden, wären Vorschläge für paranormale Fälle. Einmal im Monat machen wir das jetzt ja fest und wenn euch irgendein Fall bekannt ist, eine paranormale Geschichte, irgendein Mythos, dann schreibt uns sehr gerne davon. Dann gucken wir uns das doch alles mal an. Schreibt uns das, egal wo ihr uns finden könnt, per E-Mail, Insta, TikTok, YouTube, Spotify, Kommentare, ganz, ganz egal. Und dann freuen wir uns, wenn ihr hier am Dienstag wieder einschaltet, denn am Dienstag kommt die ganz reguläre schwarze Akte-Folge, kennt ihr doch. Und ja, wir freuen uns, wenn ihr da wieder zuhört.

Wir sind eure Hosts Anne Luckmann und Patrick Strohbusch. Redaktion Johanna Müsiger. Schnitt Anne Luckmann. Produktion Nadine Lenfer-Unterweger und Lea Backes. Die schwarze Akte ist eine Produktion der Julep Studios. Besonderer Dank geht an Falco Schulte.