Diese Episode enthält explizite Details über einen wahren Kriminalfall. Weitere Infos in der Folgenbeschreibung. Es ist ein herrlicher Frühlingstag in der nordmazedonischen Stadt Kitschevo. Die Ortschaft liegt in einem Tal, eingebettet zwischen Bergen und Wäldern. Kleinere Flussläufe bahnen sich ihren Weg durch das Labyrinth aus Bäumen und Felsen. Wer genau hinsieht, der entdeckt, wie die Sonnenstrahlen die Wasseroberfläche zum Funkeln bringen.
Das Grün der Wälder wechselt sich ab mit dem Gelb der Mais- und Weizenfelder. Die Luft riecht nach feuchter Erde und Tannengrün und aus der Ferne ertönt ganz leise das Läuten vereinzelter Kuhglocken. Die 65-jährige Sivana lebt gerne hier an diesem Ort, der einem durch seine eingekesselte Lage schnell das Gefühl geben kann, vom Rest der Welt isoliert zu sein. Für sie fühlt sich Kitschewo weniger wie eine Stadt, sondern eher wie ein großes Dorf an. Man kennt sich. Und gerade durch ihren Job als Reinigungskraft kennt Sivana hier viele Leute. Das Leben hier ist nicht immer einfach. Gerade für Menschen mit wenig Geld. Aber immerhin ist es sicher. Bis auf kleinere Meldungen. Wie, dass jemand mal alkoholisiert beim Autofahren ertapft. Oder, dass sich der Bürgermeister wegen unsachgemäßer Personaleinstellungen bei der Feuerwehr verantworten muss. Ansonsten passiert hier nicht wirklich viel Aufregendes. Bis am 7. Mai 2008 bei Sivana zu Hause das Telefon klingelt. Ein Freund ist dran und sagt, dass es wohl einen größeren Verkehrsunfall gegeben habe. Ihr Sohn sei dabei schwer verletzt worden und werde in diesem Moment vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht.
Zumindest, so der Freund, habe er das gerade so im Radio gehört. Voller Sorge lässt Sivana alles stehen und liegen und macht sich sofort auf den Weg. Ihre Nachbarn bemerken noch, wie sie panisch aus dem Haus eilt. Und sie bemerken auch, dass nur kurze Zeit später Sivanas Sohn vor der Tür steht. Vollkommen unverletzt und verwundert, warum seine Mutter nicht zu Hause ist. Noch an niemand, dass der Unfall nur ein Vorwand war, um Sivana aus dem Haus zu locken. Eine Falle, die soeben zugeschnappt ist.
Schwarze Akte Und damit ganz herzlich willkommen zu einer neuen Folge der Schwarzen Akte. Natürlich wie immer mit Patrick Strohbusch. Und wie immer mit Anne Lüppmann. Hello! Wir freuen uns sehr, dass ihr wieder zuhört, denn wie ihr in der Einleitung schon gehört habt, führt uns unsere heutige Folge in ein Land, aus dem wir bisher noch nie erzählt haben. Und zwar nach Nordmazedonien. Bei der Recherche haben wir festgestellt, dass wir eigentlich ziemlich wenig über dieses Land wissen. Und deshalb wollen wir zum Einstieg ganz kurz ein paar spannende Fakten mit euch teilen und euch ein bisschen ins Land einführen. Das Land liegt südöstlich in Europa, grenzt an Albanien, Kosovo, Serbien und Bulgarien. Nach jahrelangen Diskussionen mit Griechenland hat das Land 2019 seinen offiziellen Namen von Mazedonien in Nordmazedonien geändert. Und zwar, weil es im Norden Griechenlands eine Provinz gibt, die ebenfalls Mazedonien heißt und direkt an Nordmazedonien grenzt, aber eben zu Griechenland gehört. Das hat zu ziemlich vielen Verwirrungen geführt, unter anderem was territoriale Ansprüche angeht. Und deshalb hat man sich zum Frieden in der Nachbarschaft für die Namensänderung entschieden.
Nordmazedonien ist kulturell und religiös sehr divers aufgestellt. Hier leben Menschen mit den unterschiedlichsten Nationalitäten und Glaubensrichtungen. Kleiner Funfact, angeblich soll in einigen Klöstern des Landes Teile des Kreuzes aufbewahrt werden, an dem Jesus gekreuzigt wurde.
Eines dieser Klöster steht sogar in Kitschewo, also in der Stadt, um die es heute geht. In der Einleitung haben wir ja auch schon kurz die wunderschöne Natur erwähnt, die es nicht nur rund um Kitschewo gibt, sondern im ganzen Land. Tatsächlich bestehen über 85 Prozent des Landes aus Bergen, womit Nordmazedonien nach Montenegro das Land mit den meisten Bergen Europas ist und damit sogar die Schweiz toppt. Hier gibt es auch einen der tiefsten und ältesten Süßwasserseen der Welt, den Oritzsee, der knapp 300 Meter tief und schätzungsweise über 4 Millionen Jahre alt ist.
Wenn man einen Reiseführer über Nordmazedonien durchblättert, dann wird man über Kitschewo allerdings höchstens eine halbe Seite finden. Denn die meisten Reisenden kommen nicht wegen der Stadt selbst, sondern der umliegenden Natur her. In Kitschewo leben heute über 40.000 Menschen. Der Ort liegt etwa zwei Autostunden von der Hauptstadt Skopje im Norden des Landes entfernt. Ein Journalist, der über den heutigen Fall berichtet hat, hat den Ort ziemlich treffend beschrieben. In seinem Artikel steht Reisende fahren durch Kitschewo, sie halten aber nicht an. Es gibt auch keinen Grund dazu. Kitschewo bleibt eine kleine Provinzstadt wie so viele andere, in der das Leben langsam durch die Adern fließt und selbst 17 Jahre nach der Unabhängigkeit kämpfen die Einwohner noch immer damit, den Wandel zu vollziehen. Die Vergangenheit ist noch nicht ganz verschwunden und die Zukunft ist noch nicht angekommen. Doch es ist natürlich nicht so, als würden die Menschen hier vollkommen abgeschnitten vom Rest der Welt sein. Der heutige Fall ereignet sich im Jahr 2008 und, wie in vielen Ländern der Welt.
Sind die sozialen Medien auch hier gerade für die Jüngeren ein ziemlich beliebter Zeitvertreib. Facebook knackt in diesem Jahr die Marke von 100 Millionen Usern. Zwei Jahre später werden es schon über 500 Millionen sein. Auch YouTube wird immer beliebter. Und wer es sich leisten kann, der schaut sich seine Videos auf seinem eigenen iPhone oder einem anderen Smartphone an. In den USA wird Barack Obama 2008 zum Präsidenten gewählt. Und die globale Finanzkrise erreicht mit dem Zusammenbruch der US-amerikanischen Großbank Lehman Brothers ihren Höhepunkt. In Deutschland wird der Begriff Finanzkrise zum Wort des Jahres erklärt.
Unwort des Jahres ist der Ausdruck notleidende Banken. 2008 wird übrigens auch zum ersten Mal ein Jugendwort gekürt. Und zwar ist es in diesem Jahr das Wort Gammelfleischparty, womit alle Ü30-Partys gemeint sind. In Peking finden 2008 die Olympischen Sommerspiele statt, im Kino laufen Slumdog Millionär und Iron Man, Beyoncé, Coldplay und Lil Wayne stürmen die Charts. Aber all das fühlt sich für die Menschen in Kichewo gerade sehr weit weg an, denn bei ihnen dominieren im Mai 2008 ganz andere Schlagzeilen die Tageszeitungen. In der Stadt, in der nie etwas passiert, treibt nämlich ein Serienmörder sein Unwesen. Ein Mann, der es scheinbar auf ältere Frauen abgesehen hat, die als Reinigungskräfte arbeiten und der unaussprechliche Dinge mit ihnen tut. Lange hat niemand bemerkt, dass es sich bei den Morden um eine Serie handelt, bis ein Journalist im Mai 2008 das Offensichtliche ausspricht. Wir haben ja gerade schon einmal einen Journalisten zitiert. Dieser hier ist aber ein anderer. Er heißt Vlado und wird sich in diesem Fall noch durch seine außergewöhnliche Berichterstattung einen Namen machen.
Vlado veröffentlicht einen Artikel in der Lokalzeitung mit dem Titel Ein Serienmörder lauert in Kitschewo. Damit ihr einen authentischen Eindruck von der Lage bekommt.
Möchten wir ein paar Zeilen aus dem Artikel zitieren. Die Menschen in Kitschewo leben in Angst und Panik, nachdem an diesem Wochenende erneut die übel zugerichtete Leiche einer Frau aus der Stadt gefunden wurde. Die örtliche Polizei, aber auch die Bürger sehen das mysteriöse Verschwinden und den grausamen Tod der Frauen als Tat desselben Mannes, eines Serienmörders. Diese Schlussfolgerung liegt nahe, da beide auf genau dieselbe Weise gefoltert und getötet wurden. Das macht es unwahrscheinlich, dass die Tat von verschiedenen Personen begangen wurde. Das Motiv des Kitschewo-Monsters bleibt unklar. Beide Frauen waren befreundet und lebten im selben Stadtviertel. Drei Morde an älteren Frauen hat es gegeben. Der erste passierte bereits ein paar Jahre zuvor. Doch warum hat es so lange gedauert, bis die Polizei erkennt, dass es sich um die Taten eines Serienmörders handelt? Das wird klar, wenn man sich die Umstände dieses ersten Mordes ein bisschen genauer anschaut. Wir reisen jetzt also nochmal vier Jahre zurück in das Jahr 2004. Im November 2004 verschwindet die 64-jährige Mitra nach einem Besuch auf dem Wochenmarkt. Niemand weiß, was los ist. Einige vermuten einen eifersüchtigen Liebhaber. Andere stellen die Theorie auf, sie könnte vor jemandem auf der Flucht sein. Aber nichts davon entspricht der Wahrheit. Denn am 12. Januar 2005, also fast zwei Monate später, wird ihre Leiche gefunden.
Am Stadtrand von Kitschevo wird zu der Zeit ein neuer Sportplatz errichtet. Dafür müssen große Stahlpfeiler in den Boden eingelassen werden. Und in einem dieser Löcher für die Stahlpfeiler entdeckt nun ein Schrottsammler per Zufall Mitras sterbliche Überreste. Nackt und eingewickelt in einen Plastiksack. Um sie zu verstecken, hat jemand die Leiche mehr schlecht als recht mit alten Kleidern, Müll und Steinen bedeckt. Sie wurde so drapiert, dass es aussah, als würde sie in dem Loch sitzen. Allerdings sind Mitras Beine mit einem Telefonkabel gefesselt und ihr Körper weist eindeutige Spuren schlimmster Misshandlung auf. Mitra wurde mehrfach geschlagen, vergewaltigt und schließlich mit dem Telefonkabel erwürgt, mit dem dann ihre Beine gefesselt wurden. An ihrer Leiche befinden sich noch Spuren vom Sperma des Täters. Anhand des Verwesungszustandes der Leiche kann die Rechtsmedizin feststellen, dass der Todeszeitpunkt weniger als zwei Wochen zurückliegen muss. Mitra ist aber schon vor fast zwei Monaten verschwunden. Das heißt, sie hat sich die komplette Weihnachtszeit über in der Gewalt ihres Entführers befunden. Er muss ihr also Essen gegeben und sie dann immer wieder misshandelt und vergewaltigt haben, bis er schließlich beschlossen hat, sie zu töten.
Im Dezember 2004, also ungefähr zur selben Zeit, zu der Mitra entführt wird, brechen zwei betrunkene Männer ins Haus eines älteren Mannes ein in Kitschevo. Sie wollen ihn ausrauben, werden dabei aber so dermaßen gewalttätig, dass wir die Details hier gar nicht aussprechen wollen. Durch die große Brutalität, durch die der Mann zu Tode kommt, erkennen die Behörden eine Parallele zwischen diesem Fall und dem Mord an Mitra. Die beiden Täter im Fall des älteren Mannes sind zwischen 20 und 30 Jahre alt und können schnell von der Polizei gefasst werden. Vor Gericht müssen sie sich nun wegen des Doppelmordes verantworten. Sie geben die Folter und die Ermordung des älteren Mannes zu, beharren aber darauf, mit Mitra nichts zu tun zu haben. Doch das Gericht glaubt ihnen nicht und erklärt die zwei Täter in beiden Mordfällen für schuldig. Beide werden zu einer lebenslangen Haft verurteilt. Und das, obwohl einer von ihnen sogar ein Alibi für den Zeitraum hat, in dem Mitra verschwunden ist. Und obwohl das Sperma, das an Mitras Leiche gefunden wurde, nicht mit der DNA der beiden übereinstimmt. Aber das ist nur ein kleines Detail, das vor Gericht einfach vergessen wird zu erwähnen. Wir kommen später nochmal auf diesen Punkt zu sprechen.
Die beiden Männer sagen also in Bezug auf den Mord an Mitra die Wahrheit, aber die Behörden wollen diese Wahrheit offensichtlich nicht hören. Sie stehen unter Druck, schnell den Verantwortlichen für Mitras Ermordung zu finden und können der Öffentlichkeit so eben ein schnelles Ergebnis präsentieren. Niemand soll nachts schlecht schlafen, weil er oder sie denkt, ein Mörder sei auf den Straßen Kitschevus unterwegs.
Doch wie die Behörden bald feststellen werden, sorgen sie mit dieser Entscheidung zwar dafür, dass sich die Menschen in einer Illusion von Sicherheit wiegen, aber eigentlich gar nicht sicher sind. Im November 2007, fast drei Jahre nach Mitra, verschwindet die 56-jährige Lyubica nach einem Einkauf im Supermarkt. Fast vier Monate fehlt jede Spur von ihr, bis ein LKW-Fahrer am 3. Februar 2008 an einem Rastplatz hält, um sich zu erleichtern. In der Nähe dieses Rastplatzes befindet sich eine Müllkippe und der Fahrer entdeckt per Zufall eine menschliche Hand, die aus dem Müll herausragt. So wird die Leiche von Lyubica gefunden. Wie Mitra ist auch sie vor ihrem Tod brutal zugerichtet und vergewaltigt worden. Sie ist ebenfalls nackt, mit einem Telefonkabel gefesselt und in einen Plastiksack gewickelt worden. Als man sie findet, ist die 56-Jährige allerdings erst ein paar Tage tot. Das heißt, sie hat sich knapp vier Monate in der Kontrolle ihres Entführers befunden und wurde, wie Mitra auch, von ihm ernährt und immer wieder schwärmes handelt und vergewaltigt. In einigen unserer Quellen ist sogar von Folter die Rede. In Kitschewo spricht sich die Nachricht von der brutalen Ermordung Ljubitzas ziemlich schnell herum.
Viele Menschen glauben, dass die Tat mit dem vermeintlichen Doppelmord zu tun haben könnte, von dem wir euch gerade erzählt haben, also dem Mord an dem älteren Mann und an Mitra. Die Öffentlichkeit stellt sich also nun die Frage, wie ist es möglich, dass die beiden Mörder erneut zuschlagen können, wenn sie doch eigentlich im Gefängnis sitzen?
Und das ist genau der Punkt, an dem die Blase der Illusion so langsam zu platzen droht. Spätestens als ein paar Monate später eine weitere ältere Dame verschwindet, da ist allen klar, hier kann etwas nicht stimmen. Und das ist der Punkt, an dem Vlado, der Journalist von vorhin ins Spiel kommt und mit seinem Artikel den Finger in die Wunde legt. Er spricht zum ersten Mal öffentlich aus, dass es sich um einen Serienmörder handeln muss, der auf den Straßen Kitschevus unterwegs ist. Vlados detaillierte Berichterstattung über die Mordserie gelten zu dem Zeitpunkt schon längst als erste seriöse Quelle für alle, die sich über die aktuellen Entwicklungen in dem Fall informieren. Er scheint auch innerhalb der Behörden gute Quellen zu haben und die Polizei kann nichts anderes, als ihm in dieser Sache recht zu geben. Beim dritten Opfer handelt es sich um die 65-jährige Sivana, die ihr bereits aus dem Intro kennt. Sie wird Anfang Mai 2008 von dem Anrufer mit der Behauptung aus ihrem Haus gelockt, ihr Sohn sei bei einem Unfall verunglückt. Neun Tage später wird ihre gefesselte und in einen Plastiksack eingewickelte Leiche auf einer Müllhalde in der Nähe eines Fußballstadions gefunden. Das heißt, sie hat sich im Vergleich zu den anderen Frauen verhältnismäßig kurz in der Gewalt des Entführers befunden. Doch die Gewalt, die sie in dieser Zeit erfahren hat, ist ebenso unbeschreiblich wie in den anderen beiden Fällen.
Fünf ihrer Rippen sind gebrochen, vermutlich während der Mörder auf ihr kniete und sie erwürgt hat. Die Rechtsmedizin findet allein 13 Wunden an ihrem Schädel, ebenso wie eindeutige Spuren, dass Sivana vor ihrem Tod massiv sexuell missbraucht und vergewaltigt worden sein muss. Auch hier können Spermaspuren des Täters festgestellt werden. Als man Sivana findet, trägt sie ein grünes Nachthemd mit Punkten und ist darunter ansonsten nackt, so wie die anderen beiden Frauen. Es ist schnell klar, dass dieses Nachthemd nicht ihr selbst gehört. Ihr Mörder muss es ihr angezogen haben. Neben ihrer Leiche entdeckt man auch einen Pullover mit Blutspuren, der zur Untersuchung ins Labor mitgenommen wird. Ihr Handy hat der Täter anscheinend aus dem Auto geworfen, während er Sivana zu seinem Versteck gefahren hat. Man findet es zufällig in der Nähe eines Kindergartens wieder. Und damit wären wir wieder an dem Punkt, an dem wir die Folge begonnen haben. Eine ganze Stadt befindet sich in Schock. So eine Gewalt, so ein Grauen, das kennen die Menschen in Kitschewo nicht. Und sie bekommen es natürlich mit der Angst zu tun. Vor allem ältere Frauen trauen sich nicht mehr alleine aus dem Haus, da klar ist, dass der Serienmörder es anscheinend auf sie abgesehen hat. In der Lokalzeitung wird dieser Mann nur noch das Monster von Kitschevo genannt. Eltern lassen ihre Kinder nicht mehr auf der Straße spielen und jedes Fenster, jede Tür wird am Abend fest verschlossen. Die Polizei steht jetzt natürlich unter riesigem Druck, den Mörder zu finden.
Es ist nicht auszuschließen, dass er noch einmal zuschlägt. Sie sammelt also jetzt alles, was man über ihn weiß, um ein Täterprofil zu erstellen. Alle drei getöteten Frauen haben ihr Geld als Reinigungskräfte verdient. Alle waren ungefähr im gleichen Alter, also Mitte 50 bis Mitte 60. Und alle haben in derselben Gegend in Kitschewo gewohnt. Das heißt, es ist gut möglich, dass die drei Frauen sich untereinander gekannt haben. Alle drei wurden auf die gleiche Weise missbraucht, gequält und getötet. Es ist allen ein Rätsel, warum der Täter diese Frauen auf eine so intime, brutale Weise angegriffen hat. Anscheinend ist es ihm wohl nicht um Geld gegangen, denn er hat seinen Opfern nicht den Schmuck abgenommen. Die Polizei geht davon aus, dass der Täter ebenfalls im selben Stadtteil wohnt wie seine Opfer und sie vermutlich sogar kennt. Vielleicht haben sie ihm im Vertrauen die Tür geöffnet oder sind sogar freiwillig zu ihm ins Auto gestiegen.
Denn in keiner Wohnung könnten Spuren eines Kampfes gefunden werden. Es handelt sich vermutlich um einen mittelalten, eher muskulösen Mann, der überdurchschnittlich intelligent ist und seine Verbrechen sorgfältig plant. Er hat nicht nur die körperliche Stärke, seine Opfer zu erwürgen, sondern auch den eisernen Willen, die Frauen über Wochen und Monate gefangen zu halten, um sich immer wieder an ihn zu vergehen. Ganz offensichtlich muss er eine psychische Störung haben und oder sexuell ziemlich frustriert sein und das vermutlich schon seit vielen Jahren. Die Polizei geht davon aus, dass es sich um einen Einzeltäter handelt, obwohl ein Komplize zu dem Zeitpunkt der Ermittlungen nicht kategorisch ausgeschlossen werden kann.
Obwohl der Mörder es schafft, die Frauen spurlos über mehrere Wochen verschwinden zu lassen, legt er ihre Leichen an Orten ab, bei denen ihm klar sein muss, dass sie dort nicht lange unentdeckt bleiben werden. So wie auf dem Sportplatz zum Beispiel oder auf Mülldeponien, ohne sie groß zu vergraben. Es wirkt eher, als hätte er die Leichen halbherzig versteckt und als wolle er, dass man die Frauen findet. Die Polizei geht jetzt also nach einem Ausschlussverfahren vor und erstellt eine lange Liste mit Männern, die zu der Zeit in Kitschewo leben. Jetzt streichen sie nach und nach Namen von dieser Liste. Erst einmal alle, die jünger als 15 und älter als 60 sind. Dann geht man Schritt für Schritt die anderen Kriterien aus dem Täterprofil durch und so wird die Liste immer kürzer. Und jetzt kommt der Pullover wieder ins Spiel, der neben Sivana der letzten Leiche gefunden wurde.
Die Analyse der Blutspuren darauf hat ergeben, dass das Blut nicht von der getöteten Frau, sondern mit hoher Wahrscheinlichkeit vom Täter selbst stammt. Das heißt, man streicht jetzt weiter all die Männer von der Liste, die eine andere Blutgruppe haben. So können sie den Kreis der Verdächtigen auf 250 Personen eingrenzen.
Da es aber zu lange dauern würde, von all diesen Männern DNA-Proben zu nehmen und zu analysieren, entschließt sich die Polizei dazu, diese 250 Personen erst einmal zu befragen. Das macht man natürlich auch nicht von heute auf morgen. Viele haben Alibis, sodass auch ihre Namen von der Liste gestrichen werden können. Und so kristallisieren sich langsam aber sicher einige Hauptverdächtige heraus. Ein Taxifahrer, mehrere Nachbarn der Opfer und ein Journalist. Und zwar nicht irgendein Journalist, sondern der, der die ganze Zeit schon über die Mordserie berichtet und auch als erstes erkannt hat, dass es sich um einen Serienmörder handeln muss. Seinen Namen haben wir in dieser Folge auch schon zweimal erwähnt. Vlado. Die Polizei hat seine Berichterstattung über den Fall von Anfang an mit großer Aufmerksamkeit verfolgt, weil Vlado scheinbar immer gut über die einzelnen Opfer, ihre Todesumstände und das Vorgehen des Mörders Bescheid wusste. Seine Berichte haben von allen Seiten immer viel Aufmerksamkeit und Lob bekommen.
Tatsächlich hatten sich einige bei der Polizei schon gefragt, ob Vlado insgeheim sogar längst wisse, wer der Täter sei, es aber für sich behalte, um weiterhin als Journalist so erfolgreich zu sein. Im Laufe der Ermittlungen wird nun immer deutlicher, dass Vlado Details über die Verbrechen weiß, die ihm eigentlich gar nicht bekannt sein dürften. Zum Beispiel schreibt er, dass alle drei Frauen mit einem Telefonkabel erst erwürgt und dann gefesselt wurden und nennt auch die genaue Art des Kabels. Er schreibt, dass dieses Telefonkabel eine Art Markenzeichen des Mörders sei. Allerdings hat die Polizei dieses Detail nie öffentlich gemacht. Nur der Mörder selbst kann das wissen. Ist es also möglich, dass Vlado diese grausamen Taten erst begangen hat, um dann als Journalist über sie zu berichten? Der DNA-Test scheint den Verdacht der Polizei zu bestätigen. Die Spermaspuren an zwei der drei Leichen können eindeutig Vlados DNA zugeordnet werden.
Der Journalist, der seit Monaten über die Mordserie berichtet, ist also scheinbar selbst für sie verantwortlich. Und nicht nur das, er hat die Angehörigen der Opfer nach den Morden zu Hause besucht, sie interviewt und Fotos mit ihnen gemacht, um sie in seinen Berichten zu veröffentlichen. Er hat auch die Polizei interviewt und zu aktuellen Entwicklungen der Ermittlungen befragt. Erinnert ihr euch an die beiden Männer, die im Dezember 2004 bei dem älteren Herrn eingebrochen sind und ihn so brutal ermordet haben?
Die beiden wurden ja auch für den Mord an Mitra verurteilt, deren Leiche als erstes in dieser Mordserie gefunden wurde. Die beiden Männer haben ihre Schuld an Mitras Tod immer abgestritten und wie jetzt klar wird, scheinbar zu Recht. Denn alles deutet darauf hin, dass Vlado sie getötet hat. Sie werden für den Mord an Mitra im Nachhinein wieder freigesprochen. Vlado saß während des gesamten Prozesses schön auf seinem Presseplatz im Gericht und hat zugesehen, wie die beiden Männer für den vermeintlichen Doppelmord verurteilt wurden, der eigentlich gar keiner ist. Er konnte sich von dem Zeitpunkt an auf jeden Fall sicher sein, dass im Fall von Mithras Mord nicht gegen ihn ermittelt wird, was ihn ziemlich beflügelt haben muss. Eigentlich wäre es ein guter Zeitpunkt gewesen, um aufzuhören, aber das konnte oder wollte Vlado offensichtlich nicht. Am Nachmittag des 20. Juni 2008 wird er bei sich zu Hause festgenommen. Etwa anderthalb Monate, nachdem die letzte Leiche gefunden wurde. Vlado ist zu diesem Zeitpunkt 56 Jahre alt. Niemand, wirklich niemand aus seinem persönlichen Umfeld hätte gedacht, dass der Journalist Vlado hinter der Mordserie stecken könnte. Man kennt ihn in der Nachbarschaft als ruhige, bescheidene und unauffällige Person, die gern für sich ist, selten rausgeht und auch so gut wie nie jemanden zu sich einlädt. Wobei das auch Ansichtssache ist. Ein paar Leute aus der Nachbarschaft beschreiben ihn eher als unsozial oder komisch.
Viele Freunde hat er nicht, aber eine Familie. Vlado ist seit über 30 Jahren verheiratet und hat zwei erwachsene Söhne. Seine Frau Wesner ist Rechtsanwältin. Ein Sohn ist Linguist und Dichter, der andere Arzt bei der Armee. Vlado selbst ist seit über 20 Jahren als Journalist tätig und konnte auch schon einige Erfolge und Auszeichnungen einheimsen. Es handelt sich also um eine sehr fleißige, erfolgreiche und auch eng verbundene Familie, die gerne für sich bleibt. Es gibt zwar Gerüchte, dass Vlado und seine Frau sich getrennt hätten, aber das stimmt nicht. Um zu verstehen, warum Vlado so ist, wie er ist, müssen wir einen kurzen Blick in seine Vergangenheit werfen. Aufgewachsen ist er mit einer Schwester und einem Bruder in Kitschewo. Beide Eltern sind berufstätig, sein Vater in einem Holzwerk, seine Mutter als Reinigungskraft im örtlichen Krankenhaus. Ihren Kindern gegenüber sollen sich die Eltern sehr streng und unnachgiebig verhalten haben. Wer nicht nach den Regeln spielt, der soll mit Schlägen bestraft worden sein. Vlado wird seine Mutter später als grausam und missbräuchlich bezeichnen.
Als Vlados Bruder nach seinem Schulabschluss gegen den Willen der Eltern von zu Hause auszieht, enterben sie ihn kurzerhand und verbieten ihm jemals wieder zurück in das Elternhaus zu kommen. Vlado wird an seiner Stelle das Erbe antreten, was auch der Grund ist, warum die beiden Brüder in den nächsten 30 Jahren so gut wie keinen Kontakt haben werden. Als auch seine Schwester geht, bleibt Vlado allein mit den Eltern zurück. Er sucht sich nach seinem eigenen Schulabschluss Arbeit in einer Metallfabrik, liest und schreibt viel und lernt mit Anfang 20 dann bei einem Lyrikwettbewerb seine Frau Wersner kennen.
Vier Jahre später heiraten sie und da Vlado seine Eltern nicht alleine lassen will, zieht Wersner mit in sein Elternhaus ein. Es ist möglich, dass sie ein Stück weit für die Anbindung an die Familie dankbar ist. Sie hatte nämlich kurz vor der Hochzeit einen Autounfall, bei dem ihr Vater und ihr Bruder gestorben sind. Die Nähe zu ihren autoritären Schwiegereltern stellt Wersner aber auch vor gewisse Herausforderungen. Sie lernt schnell, sich nicht in die familiären Konfliktthemen zwischen Vlado und seinen Eltern einzumischen. Die beiden bekommen zwei Kinder, die sie ebenfalls in Vlados Elternhaus großziehen. Vesna bezeichnet Vlado später als guten, fürsorglichen und zärtlichen Ehemann, der sie immer in ihren Träumen und ihrer Karriere unterstützt habe. Einige Jahre nach der Hochzeit fällt auch der Startschuss für Vlados Karriere, und zwar im Journalismus. Er bekommt die Möglichkeit, in der Redaktion beim Radio Kitschewo zu arbeiten, macht dort hauptsächlich Lokalnachrichten und wechselt später dann in den Printbereich.
Ihr erinnert euch bestimmt an die Szene, die wir euch in der Einleitung geschildert haben. Sivana erhält einen Anruf von einem Freund, der behauptet, im Radio von einem Autounfall gehört zu haben, bei dem angeblich ihr Sohn verunglückt sei. Dieser vermeintliche Freund war natürlich Vlado selbst. Er kennt Sivana, weil sie in derselben Nachbarschaft wohnt. Das Ding ist jetzt, dass Vlado sich das mit der Meldung im Radio aber nicht ausgedacht hat. Die Meldung hat es wirklich gegeben, nur eben nicht den Unfall. Vermutlich hat Vlado die Falschmeldung extra in Umlauf gebracht, um Sivana aus dem Haus zu locken. Er hat wohl einfach bei seinen ehemaligen Kollegen vom Radio angerufen und ihnen von dem vermeintlichen Unfall berichtet. Und da man sich erkennt und vertraut, hat die Redaktion die Meldung nicht nochmal geprüft, sondern einfach so in den Nachrichten gesendet. Und Sivana hat natürlich geglaubt, was im Radio gemeldet wird.
Aber zurück zur Biografie. Nach seiner Zeit beim Radio arbeitet Vlado für verschiedene Zeitungen, mal festangestellt, mal als Freelancer und schreibt neben Nachrichten auch Essays und Gedichte. Am liebsten auf seiner Schreibmaschine. Wenn er etwas veröffentlichen will, ruft er in der Redaktion an und gibt den Text per Telefon durch, obwohl er auch einfach einen Computer benutzen könnte. Aber Vlado mag die Dinge gerne so, wie sie schon immer waren. Sein Job als Lokalreporter wird schnell zum Mittelpunkt seines Lebens. In seinen Artikeln schreckt Vlado nicht davor zurück, kontroverse und gleichzeitig auch konservative Positionen zu vertreten, die Polizei zu kritisieren oder sich über die zerstörerische Kraft kapitalistischer Systeme auszulassen. Was die Qualität seiner Texte angeht, darüber sind die Meinungen sehr unterschiedlich. Fakt ist aber, dass Vlado wohl so ziemlich alles für eine gute Story tun würde. Einschließlich die Artikel von Kollegen als seine eigenen auszugeben oder den Kollegen zu drohen, die ihm die Bühne streitig machen wollen. Oder anscheinend auch seine ganz eigene Story zu erschaffen. Denn dadurch, dass Vlado so detailliert und zeitnah über jeden einzelnen Mord berichten konnte, hat auch jeder einzelne Mord einen weiteren Boost für seine Karriere bedeutet.
2002 ändert sich alles. Vlado ist zu dem Zeitpunkt 50 Jahre alt und arbeitet seit knapp 20 Jahren als Journalist. Nach wie vor lebt er mit seiner Frau und den beiden Kindern gemeinsam mit seinen Eltern in dem Haus, in dem er aufgewachsen ist und in dem er später auch verhaftet wird. Aber im August 2002 begeht sein Vater im Sommerhaus der Familie Suizid. Ein paar Monate später stirbt seine Mutter an einer versehentlichen Überdosis Schlaftabletten. 2003 verliert Vlado seine Anstellung bei der Tageszeitung und muss plötzlich zusehen, dass er sich die Aufträge für seine Artikel selbst sucht.
Ein weiteres Jahr später erhält Vlados Ehefrau Vesna ein Jobangebot in Skopje und zieht mit den beiden Kindern in die Hauptstadt von Nordmazedonien. Innerhalb von zwei Jahren verändert sich sein Leben also komplett und im Herbst 2004 findet sich Vlado plötzlich alleine in dem Haus wieder, in dem er zuvor noch mit fünf anderen Menschen gelebt hat. An den Wochenenden besucht er seine Familie zwar ab und zu in Skopje oder umgekehrt, aber den größten Teil der Zeit ist er alleine. Der erste Mord der vermeintlichen Serie wird im November 2004 begangen. Wobei man vermutet, dass Vlado möglicherweise auch hinter dem Verschwinden einer 78-jährigen Dame im Mai 2003 stecken könnte.
Diese Frau passt auch in das Beuteschema. Sie hat als Reinigungskraft gearbeitet und ist ohne Spur aus ihrem Zuhause verschwunden. Allerdings hat man bis heute ihre Leiche nicht gefunden, weshalb man nicht weiß, was wirklich mit ihr passiert ist. Auf jeden Fall wird bei einem Blick auf Vlados Biografie klar, dass die Morde kurz nach dem Tod seiner Eltern begonnen haben. Und dass die ermordeten Frauen eine ganz schöne Ähnlichkeit mit seiner Mutter aufweisen. Nicht nur äußerlich, sondern auch beruflich. Seine Mutter hat ja auch als Reinigungskraft gearbeitet. Da sie alle in derselben Nachbarschaft gelebt haben, kann man davon ausgehen, dass sie sich auch untereinander gekannt haben. Es ist also gut möglich, dass Vlados Mordserie in Wahrheit ein Rachefeldzug an seiner eigenen Mutter war. In einem Interview mutmaßt der Leiter der psychiatrischen Klinik in Skopje, dass Vlado durch die Morde vielleicht einen Weg gesehen habe, um seine inneren Probleme zu lösen und den ganzen Ballast seiner Kindheit loszuwerden.
Und dann wäre da ja noch dieses eine Detail. Als man die dritte Leiche gefunden hat, die 65-jährige Sivana, hatte sie ein grünes Nachthemd mit Punkten an. Dieses Nachthemd soll angeblich Vlados Mutter gehört haben. Wenn das stimmt, dann hat er seine Opfer extra als seine Mutter verkleidet, bevor er sie über Wochen gefangen gehalten, missbraucht und vergewaltigt hat. Bei seiner Festnahme am 20. Juni 2008 leistet Vlado keinen Widerstand. Er wird erst einmal wegen zweifachen Mordes angeklagt, weil an zwei Leichen ja seine DNA gefunden werden konnte. Also an Mitra der ersten Leiche und Sivana der dritten Leiche. Das Ziel ist es natürlich, ihn auch wegen des anderen Mordes an Ljublice zu belangen, aber dafür fehlen zu dem Zeitpunkt noch die Beweise. Im besten Fall bekommt die Polizei sogar Informationen über die ältere Frau aus ihm heraus, die im Mai 2003 verschwunden ist und von der bislang jede Spur fehlt. Um die nötigen Beweise zu sammeln, durchsucht die Polizei nun das Haus, in dem Vlado all die Jahre gelebt hat.
Dort ist aber nicht viel zu finden. Dafür aber im Sommerhaus der Familie, das etwa fünf Kilometer entfernt außerhalb der Stadt liegt. Hier hat sein Vater bis zu seinem Tod viel Zeit verbracht und seitdem steht das Haus leer. Ein perfektes Versteck für Vlado. Das Haus liegt im Schatten mehrerer großer Walnussbäume. Es hat zwei Stockwerke, ein rotes Ziegeldach und sieht von außen ziemlich heruntergekommen aus. Im Inneren findet die Polizei Schuhe und Kleidung der Opfer und anscheinend auch einige Klamotten von Vlados Mutter.
Außerdem entdeckt die Polizei eine große Sammlung Pornografie, jede Menge Notizen und Zeitungsberichte über die Morde, sowie Seile und Telefonkabel, mit denen er die Frauen erwürgt und dann gefesselt hat. Alles deutet darauf hin, dass Vlado seine Opfer hier im Sommerhaus festgehalten und schließlich getötet hat.
Natürlich versucht man auch, Antworten aus Vlado rauszukriegen, aber der schweigt den größten Teil des Polizeiverhörs oder weicht den Fragen aus. Er behauptet, sich nicht zu erinnern und die getöteten Frauen auch nicht persönlich zu kennen. Das Gespräch verläuft für alle Beteiligten ziemlich frustrierend und schließlich wird Vlado zur Untersuchungshaft in ein Gefängnis 70 Kilometer nördlich von Kitschewo gebracht. Er trifft dort am Abend des 21. Juni ein, also einen Tag nach seiner Festnahme. Wegen angeblicher Überbelegungen bekommt Vlado aber keine Zelle für sich allein, sondern muss sich die mit drei anderen Inhaftierten teilen. Eigentlich muss ein Gefangener, dem so schwere Taten vorgeworfen werden, zu seiner eigenen Sicherheit im Gefängnis von den anderen Insassen isoliert werden. Vlado teilt sich also jetzt die Zelle mit zwei Männern in den Zwanzigern, die beschuldigt werden, an Unregelmäßigkeiten rund um die Parlamentswahlen ein paar Wochen zuvor beteiligt gewesen zu sein. Und noch mit einem dritten, 49-jährigen Mann, der wegen Vergiftung und Mordes an einem 14-jährigen Mädchen verurteilt wurde. Die vier Männer scheinen zunächst recht gut miteinander klarzukommen. Laut dem Gefängnisdirektor wirkt Vlado am nächsten Tag gesund und zeigt auch keine Anzeichen von Depression oder Suizidgefahr. Doch in Vlados zweiter Nacht wird einer seiner Zellengenossen plötzlich wach, weil er Geräusche aus dem Badezimmer hört.
Als er sieht, dass Vlado nicht in seinem Bett liegt, da steht er auf, um nachzusehen. Er findet Vlado im Bad auf dem Boden, sein Kopf steckt in einem Eimer mit Wasser. Er regt sich nicht.
Der Insasse schlägt Alarm. Die Gefängniswärter versuchen noch, ihn wiederzubeleben. Doch keine Chance. 30 Stunden nach seiner Einlieferung im Gefängnis wird Vlado am 23. Juni 2008 für tot erklärt. Da stellen sich jetzt natürlich viele Fragen. Allen voran, wie es überhaupt sein kann, dass sich ein Eimer in der Zelle befindet. Das ist aber schnell geklärt. Viele Gefängnisse in Nordmazedonien sind dringend sanierungsbedürftig. und in Vlados Gefängnis gibt es aufgrund von Engpässen nur nachts fließendes Wasser. Deshalb wurden die Zellen mit Plastikeimern und Wasser in Flaschen ausgestattet, damit sich die Insassen tagsüber waschen können. Die größte aller Fragen ist wohl aber, hat Vlado sich selbst das Leben genommen oder wurde er ermordet? Die Behörden finden darauf schnell eine Antwort. Sie kommen zu dem Schluss, dass Vlado sich selbst aus freiem Willen in dem Eimer ertränkt haben muss. Er hat bis zuletzt auf seine Unschuld beharrt und er weiß, dass es durch seinen Tod nicht zu einem Prozess kommen wird. Seine Täterschaft wird also nie offiziell durch ein Gericht bestätigt, weshalb es auch immer Zweifel geben wird, ob er es wirklich war. Er hinterlässt eine handgeschriebene Notiz unter seinem Kopfkissen, auf der steht, Ich bin stolz auf meine Familie und liebe sie sehr. Ich habe nichts von dem getan, dessen man mich beschuldigt. Ich habe diese Morde nicht begangen.
Man überprüft diese Notiz und stellt fest, dass es sich tatsächlich um Vlados Handschrift handelt. Statt einer Verurteilung wegen Mordes hinterlässt Vlado also ein Rätsel, das seine Familie vor der größten Schande bewahrt. Egal, wie eindeutig die Beweise gegen ihn auch scheinen, ein kleiner Zweifel bleibt immer, weil er ja nie offiziell als Mörder verurteilt werden konnte. Eine Untersuchung seiner Leiche ergibt, dass sein Tod tatsächlich durchs Ertrinken eingetreten ist und dass sich in dem Wasser keine Beruhigungsmittel, Gifte oder Chemikalien befunden haben.
Allerdings findet man bei ihm eine Packung Antidepressiva. Es handelt sich um Paroxetin-Tabletten, die man früher zur Behandlung von Depressionen, Zwangsstörungen und sozialen Angststörungen verschrieben hat. Man stellt fest, dass die Einnahme das Suizidrisiko erhöhen kann, insbesondere bei Menschen mit einer familiären Suizidgeschichte. Es gibt aber auch viele Stimmen, die sich sicher sind, dass Vlado ermordet wurde. Allen voran steht da die Tatsache, dass es zwar nicht unmöglich, aber doch ziemlich schwierig ist, sich in einem Wassereimer selbst zu ertränken. Der Körper arbeitet ja irgendwann gegen den Geist, weil er um jeden Preis überleben will. Um das durchzuziehen, muss man schon einen sehr, sehr starken Willen haben. Bei der Autopsie wurden an Vlados Körper außerdem Blutergüsse festgestellt, was dazu führt, dass von einigen Seiten Forderungen nach Ermittlungen in dem Todesfall laut werden. Die Polizei stellt auch eigene Untersuchungen an, aber laut mehrerer Quellen auf eine sehr nachlässige und unprofessionelle Weise. Die Behörden gehen ja davon aus, dass es Suizid war.
Wir haben im Human Rights Report des US Department of State von 2009 noch ein paar interessante Denkanstöße zur Thematik gefunden. Darin wird nicht nur das Verhalten der Ermittlungsbehörden nach Vlados Tod kritisiert, sondern auch noch einmal die Frage gestellt, warum Vlado überhaupt mit anderen Insassen in einer gemeinsamen Zelle untergebracht war. Es war ja von einer vermeintlichen Überbelegung die Rede. Aber in dem Bericht heißt es jetzt, dass sehr wohl leere Zellen für Untersuchungshäftlinge zur Verfügung gestanden hätten.
Es wird zudem kritisiert, was nach seinem Tod alles passiert oder auch nicht passiert ist. Zum Beispiel, dass die anderen drei Häftlinge in der Zelle bleiben durften, dass die Zelle anscheinend direkt nach dem Tod auf ihre Bitten hin gereinigt wurde und eine effektive forensische Untersuchung des Todesortes daher unmöglich war. Der Bericht weist auch generell auf die kritischen Zustände in vielen nordmazedonischen Gefängnissen im Jahr 2008 hin. Nicht nur Überbelegung sei wohl ein Problem in vielen Hinrichtungen, sondern auch die Hygiene und generell die Sicherheit von Gefangenen, da es wohl immer wieder zu Gewalt durch andere Gefangene und auch durch Personal komme. Vlados Fall mache diese Defizite noch einmal besonders deutlich. Es gibt natürlich jede Menge Theorien, was mit Vlado in jener Nacht passiert sein könnte. Diese Theorien reichen von Waterboarding bis hin zu Mord, damit seine Organe für andere Zwecke genutzt werden können. Waterboarding ist eine Foltermethode, bei der der Gefangene mit dem Kopf nach unten auf einem geneigten Brett festgeschnallt ist, während sein mit einem Tuch bedecktes Gesicht mit Wasser übergossen wird. Aber mal angenommen, es waren wirklich die Zellengenossen. Was könnte ihr Motiv sein, Vlado zu töten, wenn er sowieso eine lebenslange Haftstrafe erwartet? Zwei von ihnen erwarten durch die Sache mit der Parlamentswahl nur eine kleine Haftstrafe von wenigen Monaten. Warum sollten sie riskieren, durch einen Mord für immer im Gefängnis zu bleiben?
Und warum sollte das Personal Vlado töten wollen? Die nordmazedonische Regierung kann zu dem Zeitpunkt gerade gar keinen großen Skandal in einem ihrer Gefängnisse gebrauchen, da das Land eigentlich versucht, der EU beizutreten. Eigentlich wollen doch alle Vlado einfach nur vor Gericht sehen. Die Polizei, die gegen ihn ermittelt hat, und auch das Gericht, das schon wirklich handfeste Beweise gegen ihn vorliegen hat. Es scheint niemand wirklich von seinem Tod zu profitieren. Was also gegen die Mordtheorie sprechen würde? Die Wahrheit liegt wohl irgendwo unter diesen ganzen Theorien begraben. Wir wissen letztendlich nur, dass wir nicht wissen, was genau hinter Vlados Tod steckt. Der Todesort wurde bei den Versuchen des Gefängniswärters durcheinandergebracht, Vlado wiederzubeleben und später dann auch noch gereinigt, bevor er richtig untersucht werden konnte. Keine gute Ausgangslage also für sachliche Informationen. Für die Polizei ist der Fall auf jeden Fall abgeschlossen. Der DNA-Beweis spricht eine eindeutige Sprache. Die Übereinstimmung zwischen dem Sperma auf den Leichen und der DNA von Vlado beträgt fast 100%. Drei unabhängige Labortests bestätigen dieses Ergebnis. Nach seiner Verhaftung wurden in Kitschewo außerdem keine weiteren älteren Damen ermordet.
Und trotzdem gibt es eine Debatte, ob Vlado wirklich schuldig ist oder nicht. Angefangen mit dem Argument, dass es bis auf die DNA keine weiteren forensischen Beweise gegen ihn gebe und dass jemand die Proben auch vertauscht haben könnte, um ihn zu belasten. Im Fall von Mitra, dem ersten Mordopfer, hat das mazedonische Strafsystem ja unter Beweis gestellt, dass einige Akteure anscheinend nicht davor zurückschrecken, Beweise zurückzuhalten, um ein gewünschtes Urteil zu erwirken. Einige mutmaßen, dass die Polizei selbst Vlado vielleicht den Mord anhängen wollte, weil er häufig kritisch über ihre Arbeit berichtet habe. Das sind aber alles keine Fakten, sondern wilde Theorien. Und letztendlich muss sich jeder selbst überlegen, was er oder sie davon hält. Vlados Frau glaubt bis heute nicht, dass ihr Mann das Monster von Kitschewo ist. Aber ihr seht, worauf wir hinaus wollen. Dieser Fall ist geklärt, aber irgendwie halt auch nicht. Vlado wurde nie verurteilt, weshalb wir ihn auch rein rechtlich nicht als Serienmörder bezeichnen dürfen. Ganz egal, wie eindeutig uns die Indizien und Beweise gegen ihn auch erscheinen.
Patrick, wir starten einfach direkt rein. Was sind deine Gedanken hier? Also erstmal muss ich sagen, dass ich von der Brutalität des Fights richtig, richtig krass überrascht worden bin. Ja, und wir haben ja schon das meiste weggelassen und gar nicht gesagt. Ja, genau. Also sonst kennt man so brutale Fälle gefühlt nur aus den USA irgendwie. Und Nordmazedonien ist jetzt nicht so weit entfernt. Also das hat mich wirklich sehr, sehr krass mitgenommen. Und ansonsten finde ich es auch, also wir haben es am Ende jetzt natürlich auch nochmal gesagt, er ist nicht verurteilt. Aber ich finde es halt trotzdem auch interessant, wie viele Leute eigentlich diskutieren, ob er es jetzt wirklich war oder nicht. Ja, weil DNA ist ja eigentlich schon ein krasser Beweis, oder? Genau. Und wenn, ja, also an drei Stellen konnte ja seine DNA nachgewiesen werden, wo ich mich frage, was wollt ihr denn noch? Also klar, es gab kein Geständnis, im Gegenteil, er hat ja dann im Gefängnis noch auf diesen Zettel geschrieben, dass er es nicht war, aber auch da, ganz ehrlich, der wollte doch wahrscheinlich einfach seine Familie schützen. Ja, dieser DNA-Beweis, der wiegt für mich jetzt einfach so schwer, dass ich mir denke, dass ich, ist das richtig, dass ich mir denke? Ist das richtiges Wort? Keine Ahnung, können wir jetzt einfach mal drin lassen. So ist alles live hier.
Ja, naja, es ist spät, Leute. Es ist schwierig, sich zu konzentrieren. Dass ich mir denke, klingt zumindest gerade richtig. Ja, denke ich auch. Ja, dass das halt so schwer wiegt. Und wer soll es denn sonst gewesen sein? Also es spricht so viel gegen ihn. Wir haben diesen DNA-Beweis. Wir haben ja auch einfach den Fakt, dass der Infos hatte als Journalist, die er da in seiner Artikel geschrieben hat, die eigentlich ja nur der Mörder kennen kann. Das wäre doch ein ziemlich großer Zufall, wenn man ihm das mit den DNA-Spuren in die Schuhe geschoben hätte, oder? Also es spricht ja schon sehr viel dafür, dass er es war. Und auch, dass seine Frau sagt, hey, mein Mann war das nicht. Ja, sie ist seine Frau. Also irgendwie ja auch verständlich, dass die Familie sagt, nee, da war das nicht, weil die Alternative wäre, hey, ich war 30 Jahre mit dem verheiratet und habe nichts gecheckt. Das ist ja auch irgendwie peinlich, sage ich mal, in Anführungsstrichen. Ich weiß nicht, ich könnte mir trotzdem vorstellen, dass sie auch wirklich nichts gewusst hat, Weil wir das auch schon oft genug hatten, dass Partner, Partnerinnen in der Beziehung wirklich die jeweils andere Seite als, ja, also wirklich an den Himmel gelobt hat und das überhaupt nicht mitbekommen hat, was die andere Person überhaupt so, ja, wirklich tut. Gut, gleichzeitig, also genau, deswegen denke ich, das ist halt generell einfach ein normaler, nachvollziehbarer Verdrängungsprozess einfach. Und ja, ich denke auch, also da bin ich voll bei dir.
Wenn er von so detaillierten Szenen beschreibt, die die Polizei ja gar nicht an die Öffentlichkeit gegeben hat, dann gäbe es ja nur noch als zweite Theorie, dass er Best Friends mit dem Serienmörder wirklich wäre. Und das kann ich mir beileibe nicht vorstellen, weil der Serienmörder, wenn er dann da wirklich noch draußen unterwegs wäre, ganz bestimmt, da bin ich mir auch sicher, da finde ich, haben wir auch alle schon genügend Erfahrung an True Crime gemacht, Der würde nicht auffallen mit sowas, der braucht diesen weiteren Kick und auch da wieder, was wir am Anfang gesagt haben, ich bin immer noch von dieser Brutalität einfach so unglaublich überrascht und dieser Angehörigen tun mir auch alle so unglaublich leid, weil ich meine, es ist schlimm genug, dass jemand aus deiner Familie ermordet wird, aber dann mit dieser Brutalität auch noch, damit muss man auch überhaupt erstmal nochmal klarkommen. Ja, voll. Und es passt ja auch, dass seine eigene Mutter, die er jetzt nicht besonders leiden konnte oder ein schlechtes Verhältnis hatte, wie auch immer.
Dass die ebenfalls Reinigungskraft war und alle Opfer auch. Also das wäre ja ein weiterer riesiger Zufall, wenn er es wirklich nicht gewesen wäre. Also das passt ja auch irgendwie ins Bild der dramatischen Kindheit, sage ich mal. Genau, also deswegen, ich denke mal rein rechtlich, um das auch nochmal bei den Fakten zu bleiben, er wurde nicht verurteilt so, aber es spricht viel dafür. Es spricht sehr viel dafür, genau. Meinst du, dass der Fakt, dass er bestimmte Informationen in seinen Artikeln ja geschrieben hat, die nur der echte Täter wissen kann, meinst du, er hat das gemacht, um Aufmerksamkeit zu erregen, beziehungsweise, dass er eigentlich gewollt hat, dass die Polizei checkt, er war das?
Das haben wir ja auch schon bei vielen, vor allem Serienmördern, dass die eigentlich Aufmerksamkeit suchen. Und so wie der Zodiac-Killer zum Beispiel ja auch so verschlüsselte Nachrichten der Polizei geschickt hat. Also meinst du, das hat auch vielleicht eine Rolle gespielt, dass er so gestoppt werden wollte? Boah, da will ich mir jetzt gar keine Meinung erlauben, um ehrlich zu sein. Also ich könnte mir auch einfach vorstellen, dass er irgendwann zu viel gedacht hat, dass er alles machen kann. Und den Überblick verloren hat vielleicht auch. Und dann hat er vielleicht auch mal den Überblick einfach verloren. und dann ist es ein glücklicher Zufall einfach gewesen. Also ganz oft ist es halt wirklich eher Zufall, muss man ja auch dazu sagen. Ich finde, was mich am Ende noch so ein bisschen interessiert, ist jetzt auch diese Frage von wegen, War es dann doch Suizid oder haben beispielsweise irgendwie die Mitgefangenen ihn umgebracht? Weil bevor ich jetzt das, was ich im Kopf habe, sage, würde mich interessieren, was du dazu sagst. Ich habe mal im Zuge einer Recherche für einen anderen Fall gelesen, dass das gar nicht so einfach ist, sich selbst zu ertränken. Also auch wenn man das im Meer versucht und aber eigentlich stehen kann, dann geht der Körper irgendwann in so eine Art Überlebensmodus und würde versuchen aufzustehen, damit du Luft schnappen kannst.
Und er hatte ja hier so einen Eimer Wasser. Das heißt, du kannst ja rein körperlich einfach deinen Kopf wieder heben und nach Luft schnappen. Also es ist wahrscheinlich nicht unmöglich, sich selbst so zu ertränken, aber es ist schon echt richtig schwer. Es ist halt wirklich super schwer, diesen Überlebensmodus deines Körpers einfach auszuschalten. Deswegen weiß ich nicht. Also eigentlich spricht was dafür, dass die Mithäftlinge da ihre Finger im Spiel hatten. Aber auf der anderen Seite, warum sollten sie so eine große Strafe in Kauf nehmen? Das finde ich nämlich auch. Das ist so ein bisschen ausgeglichener jetzt die Diskussion. Aber ich höre da bei dir auf jeden Fall auch die Meinung raus, die bei mir so ein bisschen überwiegt. wenn ich das jetzt so richtig rausgehört habe, nämlich, dass es dann doch eher die Mitgefangenen waren. Einfach, also ich finde auch, um ehrlich zu sein, das ist gar kein richtiges Argument von wegen.
Ja, die haben keine lebenslange Haftstrafe, so, weil ganz oft, da ist jetzt wieder so eine Art Filmwissen drin in meinem Kopf, aber ganz oft kriegt man ja auch dann so mit, dass dann die Mithäftlinge so eine Art Ehre haben. Und wie gesagt, durch diese krasse Brutalität kann ich mir auch vorstellen, dass die dann erstens sagen, Ja, also die haben das ja auch mitbekommen alle, das nehmen wir auf unsere Kappe, da kümmern wir uns drum. Und dass auch einige von den Wärtern dann beispielsweise gesagt haben, und genau das denke ich auch, wegen der Brutalität halt einfach. Ja, ich meine, in dem Ort, da kannten sich ja auch alle gefühlt. Also wer weiß, ob die Mithäftlinge nicht vielleicht irgendwie mit den Opferfamilien connected waren und da so eine Art Rache-Feldzug gemacht haben. Aber das ist hier wirklich gerade die größte Spekulation, das wissen wir nicht. Das sind jetzt hier nur so unsere Gedanken, die wir teilen. Deswegen sind wir da wie immer sehr gespannt, was ihr dann darüber denkt. Was habt ihr dann so, während ihr die Folge gehört habt, für Gedanken im Kopf gehabt? Das schreibt uns sehr, sehr gerne bei Instagram. Da heißen wir Schwarze Akte oder auch bei TikTok oder YouTube oder Spotify oder, oder, oder. Es gibt, glaube ich, genug Möglichkeiten, uns da zu erreichen.
Und dann, Patrick, würde ich sagen, hören wir uns doch nächste Woche wieder, oder? So machen wir das. Und da das jetzt auch die Folge vor Weihnachten ist, vor der Weihnachtsfeier, egal wie und ob ihr es feiert, wünschen wir euch natürlich nochmal von Herzen. Ein wunderschönes Fest. Macht's euch wunderschön mit Freunden, mit Familie. Und dann freuen wir uns, wenn ihr nächste Woche Dienstag hier wieder am Start seid, denn wir machen natürlich keine Pause. Das kennt ihr doch von uns. Wir ziehen hier durch. Da freuen wir uns, wenn ihr die neue Folge anhört. Bis nächste Woche. Wir sind eure Hosts Anne Luckmann und Patrick Strohbusch. Redaktion Silva Hanekamp und wir. Schnitt Anne Luckmann Intro und Trainer gesprochen von Pia Rohnersachse Producer Falko Schulte Die schwarze Akte ist eine Produktion der Julep Studios.