Werbung Wer oder was kann eigentlich alles eine Geschichte erzählen? Menschen erzählen Geschichten, das ist klar. Wir lesen sie in uralten Büchern oder interpretieren Bilder und Kunstwerke großer Künstlerinnen und Künstler. Aber was ist mit Orten? Was ist mit den Häusern, in denen wir leben? Wenn die Wände um uns herum von den vielen Geschichten erzählen könnten, die zwischen ihnen stattgefunden haben? Was ist, wenn wir ein altes Gemäuer betreten und es uns sofort anfleht, keinen weiteren Schritt vor den anderen zu setzen? Wenn die Grausamkeit zu groß ist, die die alten Wände schon ertragen mussten?
Vielleicht ist es besser so, dass uns die alten Steinmauern in Ruhe lassen und uns dadurch manchmal in einem falschen Glauben der Sicherheit wiegen. Oder würdest du in ein altes Haus gehen, das dir schon beim Betreten eine leichte Gänsehaut über die Arme jagt, das dir bei jedem Schritt flüstert, dass du dich vor den dunklen Ecken des Hauses hüten solltest und dass du niemals alleine in diesem verlassenen Haus bist, dass immer jemand oder etwas dich beobachtet.
Und wenn du dich dann trotzdem traust, weiterzugehen, merkst du, wie es immer kälter wird, je tiefer du ins Haus gehst. Schritte scheinen dich zu verfolgen, aber wenn du dich umdrehst, ist da niemand. Du hörst entfernte Schreie aus den Tiefen des Gebäudes. Oder sind das nur die alten Türen, die wie von Geisterhand aufgehen und dabei ein entsetzliches Knarzen von sich geben? Du bewegst dich immer weiter fort und kannst immer weniger um dich herum erkennen, weil die Dunkelheit hier drinnen stärker als das Sonnenlicht von draußen ist. Aber hast du da nicht gerade etwas vor dir entlang huschen sehen? Sah das nicht aus wie ein Mensch? Verzweifelt versuchst du die Augen zusammenzukneifen, um besser sehen zu können. Und in diesem Moment wird dir bewusst, dass du dieses Haus nie hättest betreten dürfen. Denn das, was du da siehst, ist definitiv kein Mensch, schon lange nicht mehr. Und jetzt hat es dich im Visier. Niemand wird deinen Schrei hören und schon bald wirst du eine weitere Geschichte innerhalb dieser alten Mauern sein, bis es die nächste Person erwischt.
Und damit ganz herzlich willkommen zu einer neuen Paranormalen Akte mit Anne Luckmann und mit Patrick Strohbosch. Hallo, schön, dass ihr an diesem Donnerstag wieder zuhört. Und bestimmt habt ihr es auch schon am Titel gesehen, das hier ist keine normale Folge der Schwarzen Akte, sondern eine Bonusfolge, die ihr euch ja wirklich so oft gewünscht habt in letzter Zeit. Also herzlich willkommen zu Schwarze Akte Paranormal. Wie auch schon im letzten Jahr möchten wir uns zum Jahresende bei euch für die ganzen Stunden bedanken, die ihr mit uns verbracht habt. Das haben wir vor allem gerade in den ganzen Spotify und Amazon Music Rap Verlinkungen gesehen. Also ihr seid wirklich so krass, wie viele Minuten ihr mit uns und unserem Podcast verbracht habt. Egal, ob ihr jetzt schon ganz lange dabei seid oder vielleicht auch erst seit ein paar Wochen. Das ist ganz egal. Vielen, vielen Dank an jeden Einzelnen da draußen.
Zu unserem fünften Geburtstag im Mai hatten wir ja schon mal ein paar Folgen von Paranormal gemacht und super viele von euch haben uns geschrieben, dass sie unbedingt mehr davon möchten. Und als wir da jetzt so drüber nachgedacht haben, was wir denn dieses Jahr zu Weihnachten machen könnten, da war uns eigentlich relativ schnell klar, dass das unbedingt eine paranormale Weihnachtsfolge werden soll. Und, so wie auch im letzten Jahr, gibt es in dieser Folge noch ein kleines Rätsel für euch. Und das ist immer noch nicht alles, was es von uns für euch zu Weihnachten gibt. Denn diese Folge wird von einem unserer Lieblingspartner möglich gemacht. Die entsteht nämlich in Kooperation mit Vinos. Und deswegen müssen wir jetzt auch kurz den Werbetrenner abspielen.
Werbung Mit Vinos arbeiten wir ja jetzt schon länger zusammen. Das ist der Spezialist für spanische Weine. Die arbeiten direkt mit den Winzern zusammen, also ganz ohne Zwischenhändler, und können euch so eben die beste Qualität und Geschmack ohne hohe Kosten anbieten. Und in dieser Weihnachtsfolge dürfen wir fünf Schlemmerpakete im Wert von über 75 Euro an euch verlosen. Darin ist jeweils einmal Kava, zweimal Rotwein, zweimal Weißwein und einmal Mandeln mit Rosmarin, einmal karamellisierte Mandeln in Schokoladenhülle und einmal Aioli. Also alles, was man für einen gemütlichen Abend zu Hause so braucht. Und natürlich könnt ihr so ein Schlemmerpaket auch in der alkoholfreien Variante gewinnen. Wie immer gilt, Alkohol bitte nur verantwortungsvoll ab 18 Jahren.
Wie genau ihr eins der fünf Schlammerpakete gewinnen könnt, das verraten wir euch aber erst am Ende der Folge. Denn da erfahrt ihr, was es mit unserem Weihnachtsrätsel auf sich hat. Also ihr dürft auf gar keinen Fall vorher einschlafen, das ist jetzt hiermit beschlossen und müsst die Folge unbedingt bis zum Ende anhören. So, jetzt haben wir euch aber erstmal einen paranormalen Fall mitgebracht. Der Fall, über den wir heute mit euch sprechen wollen, ragt tief in die Geschichte Englands hinein. Er führt uns fast 300 Jahre in die Vergangenheit, zurück ins Jahr 1726. In diesem Jahr erscheint Gullivers Reisen von Jonathan Swift. Das Buch gehört zu den berühmtesten satirischen Werken der Weltliteratur und ist eine Kritik an Gesellschaft, Politik und Wissenschaft der Epoche. Und ganz abgesehen von Swifts Buch hat es die britische Wissenschaft in diesem Jahr auch nicht ganz leicht. Denn der britische King George I., der aus dem deutschen Haus Hannover stammt, der wird ziemlich erstaunt gewesen sein über das, was man ihm damals zuträgt.
1726 behauptet nämlich eine Frau namens Mary Toft, dass sie bereits mehrfach Kaninchen geboren hat. Die Nachricht verbreitet sich wirklich wie ein Lauffeuer. Tages- und Wochenzeitungen, die die junge Zeitungslandschaft Englands besiedeln, peitschen die Meldung durchs Land. Und schon bald spricht nicht nur die normale Bevölkerung über die sogenannte Kaninchenfrau, sondern auch auf wissenschaftlicher Ebene wird ausführlich darüber berichtet. Die bekanntesten Ärzte des Landes versammeln sich und sogar der Schweizer Leibarzt von King George wird ausgesandt, diesem Phänomen auf den Grund zu gehen. Und sie alle halten es tatsächlich für realistisch. Nichtsdestotrotz stellt sich aber kurz darauf heraus, dass die Kaninchenfrau eine Schwindlerin ist. Aber der Schaden an der wissenschaftlichen Elite Englands ist enorm und das Vertrauen in sie ist erschüttert. Es ist das perfekte Vakuum aus Zweifel und Verunsicherung, das wahrscheinlich eine alte Sehnsucht auf den Plan ruft. Die Sehnsucht nach dem Unerklärlichen.
Es ist eine Zeit, in der die Menschen auf der Suche nach Kuriositäten in ihrem Leben sind. Auf der Suche nach etwas Übernatürlichem. Und keine Angst, das Paranormale in der heutigen Folge thematisiert keine Kaninchen. Das Paranormale findet weit entfernt von diesem Chaos statt, nämlich in einem östlich gelegenen Teil Englands namens Norfolk. Dort, inmitten feingepflegter Grünflächen, liegt das Country House Rainham Hall. Ein langer, unbefestigter Weg aus braunem Sand durchschneidet das satte Grün und führt direkt zum Gebäude. Hier befindet sich der Sitz der Familie Townshend. Das Haus gilt nicht nur als eines der schönsten Herrenhäuser in Norfolk, sondern auch als eines der ersten seiner Art in England.
1619 beginnt Sir Roger Townshend den Bau des Familiensitzes. Den Sitzes. Und es soll natürlich etwas Besonderes werden. Seine Inspiration für die Baupläne nimmt er wohl aus der dreijährigen Grand Tour, die er durch Europa mit seinem Steinmetz unternommen hat. Und dabei kommt ein Stil heraus, der sich von der englischen Tradition löst. Es folgt eher der italienischen Form. Dadurch besitzt Rainham Hall eine Symmetrie, die Country Houses zu seiner Zeit in England größtenteils vermissen lassen. Schaut man sich aber die Häuser an, die ein knappes Jahrhundert später erbaut werden, dann erkennt man gut, dass Reinhard Hall etwas Wegweisendes innehat. Komplettiert wird das Haus durch einen holländischen Giebel mit dieser typisch geschwungenen Form, die man auch heutzutage zum Beispiel überall bei den Häusern in Amsterdam sieht. Und darauf wird ein graues Walmdach platziert, das besonders wetterbeständig ist. Darauf verteilt ragen etliche hohe Schornsteine heraus, die schon von außen vermuten lassen, dass es in jedem Raum angenehm warm ist. So viel Luxus muss sein. Und Zimmer gibt es definitiv genug. Das ist gut an den vielen weißen Fenstern zu erkennen, die an jeder Seite des Hauses in die rotbraunen Backsteine gepresst sind. Auf drei verschiedenen Etagen sind die Fenster völlig symmetrisch eingelassen und genau in der Mitte ragt eine weiße Tür mit imposanter Steinkunst drumherum aus der Fassade.
1637, 18 Jahre nach dem Baustart von Raynham Hall, stirbt Sir Roger Townsend. Er bekommt aber immerhin noch mit, wie der Großteil des Anwesens gebaut wird. Die Ausstattung aller Zimmer hat er aber nicht mehr miterlebt. Nicht lange nach der finalen Einrichtung des Hauses verbringt ein Architekt namens Sir Roger Pratt etwas Zeit in dem neuen Gebäude. Er beschreibt die Symmetrie darin als etwas Göttliches. Ob er sich in dem Moment wohl schon gedacht hat, dass eines Tages wirklich etwas Übernatürliches in dem Country House unterwegs sein wird? Mit dem Bau des Rainham Hall Country Houses wurde also der erste Stein für den Spuk gelegt. Damit fehlt nur noch der Grund, warum das Anwesen bald heimgesucht werden soll. Und dafür müssen wir nochmal einen kleinen Zeitsprung wagen. Und zwar in das Jahr 1713, 76 Jahre später, zu einem Enkel von Sir Roger Townsend namens Charles Townsend, zweiter Wahlcount Townsend. Und ja, das ist sein ganzer Name. Charles erbt den Titel von seinem Vater, weil er der älteste Sohn ist. Und damit kommt auch die Verantwortung für das Haus, in dem er viel Zeit verbringt.
Hier kann er in Ruhe über die Probleme seiner Zeit grübeln, denn Charles ist tief in die Politik und der King George, dem Ersten und seinem Nachfolger, verstrickt. Aber das auszuführen würde jetzt wirklich zu weit gehen. Charles ist für seine Experimente bekannt. Unter anderem durch ihn wird beispielsweise das Vier-Felder-System in der Landwirtschaft eingeführt. Das reduziert durch den Anbauwechsel auf den Feldern die Anfälligkeit gegenüber Krankheiten und steigert gleichzeitig die Produktivität der Ernten.
Diese landwirtschaftliche Revolution ist aber nicht die einzige Veränderung, die Charles anstößt. 1713 ist das Jahr, in dem er zum zweiten Mal heiratet. Ob es sich dabei um eine Hochzeit aus Liebe oder diplomatischen Vorteilen handelt, ist leider nicht überliefert. Denn Charles' zweite Ehefrau ist niemand Geringeres als Dorothy Walpole. Sie ist eine Schwester von Robert Walpole, der allgemein als der erste Premierminister des Vereinigten Königreichs Großbritannien bekannt ist. Außerdem sind Charles und Robert sowas wie Nachbarn in Norfolk. Nicht nur politisch, weil sie lange Zeit in der gleichen Partei tätig sind, sondern auch durch ihre Familienanwesen. Und das, obwohl zwischen den beiden Häusern jede Menge Grünfläche liegt, wie es sich für die gehobene Gesellschaft gehört. Aber Charles ist von dem Nachbarhaus seines Schwagers absolut kein Fan. Er betrachtet seinen Sitz in Raynham Hall als die Metropole von Norfolk. Immerhin steht das Gebäude ja auch schon viel länger als Robert Walpoles billige Kopie namens Houghton Hall. Generell wird Charles als eher temperamentvoll beschrieben.
Und seine zweite Ehe, Frau Dorothy, darf das ausbaden. Im Gegensatz zu den Männern ist von ihr leider nicht viel bekannt. Immerhin gibt es aber ein Ölgemälde von ihr, das ein paar Jahre nach der Hochzeit entstanden sein muss. Das haben wir euch mal in den Shownotes verlinkt. Sie gilt als eine der schönsten Schwestern von Robert Walpole. Ihre Haut ist weiß wie Schnee, mit roten Lippen und rotem Puder auf den Wangen, was genau in das Schönheitsideal der Zeit passt.
Ihre braunen Haare trägt sie in einem Tuch, das wie ein Turban gewickelt ist. Und in der Mitte vom Tuch ist ein riesiger Rubin angebracht, der über Dorothys Stirn ragt und so groß wie ihre Augen ist. Alles in dem Bild strahlt Anmut aus. Ihre Haltung und vor allem ihr Blick, der vermuten lässt, dass sie jemandem außerhalb des Bildes aufmerksam zuhört. Auch ihr tiefblaues Kleid mit dem Schmuck, den sie trägt, wirkt anmutig. Aber so viel Schönheit dieses Bild auch zeigt, Lady Dorothys Ruf zu der Zeit könnte hässlicher nicht sein. Denn Gerüchten zufolge soll sie bereits vor der Hochzeit eine Affäre mit Lord Wharton gehabt haben. Und dieser Lord Wharton ist kein unbeschriebenes Blatt. Ihm wird nachgesagt, dass keine junge Frau 24 Stunden unter einem Dach mit ihm verbringen kann, ohne mit Sicherheit ihren Ruf zu verlieren. Diese Aussage geht auf Jonathan Swift zurück, genau der, der Gullivers Reisen geschrieben hat. Charles ist fuchsteufelswild, als er davon erfährt und wirft Dorothy Ehebruch vor. Und ja, ihr habt richtig gehört, Ehebruch, obwohl die Affäre ja vor der Hochzeit gewesen sein soll.
Er bestraft sie, indem er sie in ihre Gemächer im Familienanwesen von Raynham Hall einsperrt. Dort soll sie bis zu ihrem Tod bleiben. Und damit wird der zweite Stein für das kommende Unheil gelegt. Denn 1726, ihr erinnert euch, das ist das Jahr der Kaninchenfrau und Gullivers Reisen, stirbt Lady Dorothy unter mysteriösen Umständen. Die offizielle Begründung lautet Pocken, eine hoch ansteckende Infektionskrankheit. Verantwortlich für mehrere Millionen Tote in der Weltgeschichte. Die Krankheit gilt seit 1980 aber zum Glück als ausgerottet, aber bei Dorothy tummeln sich schnell Gerüchte um ihren Tod. Es sollen gar nicht die Pocken gewesen sein, denn Charles soll sie umgebracht haben. Sie soll die Treppen im Haus heruntergestoßen worden sein und sich dabei das Genick gebrochen haben. Viele halten sogar die Beerdigung für eine Lüge. In Wirklichkeit soll Lady Dorothy noch leben, und zwar eingesperrt in ihrem Zimmer.
Was aber feststeht, ist, dass sie niemand nach der Beerdigung je wieder lebend gesehen hat. Und scheinbar hat Dorothy wirklich das Anwesen nie verlassen. Zumindest ihre Seele scheint keine Ruhe auf einem Friedhof gefunden zu haben, denn immer wieder berichten Angestellte und Gäste des Hauses von einer Geistererscheinung in einem braunen Satan-Kleid. Laut ihnen hat Lady Dorothy nie vollständig das Haus verlassen, sondern sucht es als Geistheim. Sie schwebt mit einer Laterne in der Hand durch Korridore, Treppenhäuser und Zimmer. Eine der ersten Sichtungen geht sogar auf den Prinzregenten George IV. Zurück, der in Raineham Hall übernachtet. Mitten in der Nacht wacht er auf und sieht in seinem Zimmer eine kleine Frau, die ganz in braun gekleidet ist, mit zerzaustem Haar und einem aschfahlen Gesicht. Daraufhin weckt er den gesamten Haushalt und erzählt den Angestellten völlig aufgebracht von dieser Begegnung. Ich werde keine weitere Stunde in diesem verfluchten Haus verbringen, soll er ihnen zugerufen haben. Die erste schriftlich dokumentierte Erwähnung findet aber erst knapp 100 Jahre nach dem Begräbnis von Lady Dorothy statt.
1835 findet zu Weihnachten in Rainham Hall ein Fest statt, zu dem viele Gäste geladen sind. Bestimmt ist das Anwesen passend zu Weihnachten geschmückt. Überall stehen Kerzen und egal durch welchen Flur man geht, überall riecht es nach frischem Tanngrün. Währenddessen halten die vielen Kamine des Hauses die Besucher wohlig warm. Und eine von diesen Besucherinnen ist Lucia Stone, die später noch von den Ereignissen berichten wird. Einer der Gäste namens Colonel Loftus und ein weiterer Gast hätten in einer Nacht auf dem Weg zu ihren Schlafzimmern die Brown Lady gesehen. Diesen Namen verdient sie sich, weil sie immer in einem braunen Kleid zu sehen ist. Davon hatte ja auch schon George IV. in seiner nächtlichen Begegnung mit ihr erzählt. Dem Bericht von Lucia Stone zufolge beschließen Kölner Loftus und der andere Gast nach einigen Partien Schach, dass es Zeit sei, sich in ihre jeweiligen Schlafzimmer zurückzuziehen. Auf dem Weg dorthin bemerken sie eine Frau in einer der Türen, die ein altmodisches braunes Kleid trägt. Und kaum als die Männer die Frau sehen, löst sie sich zur Verwunderung der beiden in Luft auf. Damit endet der Spuk aber nicht, denn direkt in der folgenden Nacht sieht der Colonel die Frau schon wieder. Und dieses Mal hat er die Möglichkeit, sie länger zu betrachten. Er erzählt davon, dass sie zwar einer wohlhabenden Dame mit aristokratischer Haltung ähnelt, aber ein Detail verschreckt ihn ganz besonders.
Der Geist hat nämlich völlig leere Augenhöhlen, die wie pure Dunkelheit in dem leuchtend hellen Gesicht wirken. Die Belegschaft von Random Hall ist so entsetzt von den Erzählungen, dass einige der Angestellten lieber direkt kündigen, als dem augenlosen Geist nachts auf den Fluren zu begegnen. Rainham Hall entwickelt schleichend den Ruf, ein Geisterhaus zu sein, und zieht Gäste an, die sich vom Gegenteil überzeugen lassen wollen. Nur ein Jahr nachdem Lucia Stone von der Begegnung der Männer mit dem Geist im Haus erzählt, besucht der Autor und Marineoffizier Frederick Marriott auf einer Jagdreise das Anwesen. Das passiert 1836. Der Mann, der sogar Größen wie Charles Dickens zu seinen Freunden zählt, bittet um nichts weniger, als dass er in dem am meisten heimgesuchten Zimmer untergebracht wird. Sein Ziel ist es, den Mythos um die Brown Lady zu entlarven. Und deswegen will er auch in dem Zimmer schlafen, in dem sich das alte Porträt der Erscheinung, also das Ölgemälde von Lady Dorothy befindet, von dem wir euch vorhin ja schon erzählt haben. Wir wissen das alles übrigens deswegen so im Detail, weil seine Tochter 1891 darüber schreibt. Laut ihr schläft er zwei Nächte tief und fest mit einem Revolver unter dem Kissen. Aber in der dritten Nacht klopft es an seiner Tür, während Frederick sich gerade Bettfertig macht. Zwei junge Männer, die die Neffen des Baronet Townsend sind, wollen unbedingt seine Meinung zu einer Waffe hören, die frisch aus London eingetroffen ist.
Obwohl Frederick nur ein Unterhemd und seine Hose trägt, belegt er ein, die beiden zu begleiten. Alle drei sind gut gelaunt und machen Scherze. Sein Revolver nimmt Frederick mit, nur für den Fall. Womit natürlich die Brown Lady gemeint ist, auch wenn niemand ernsthaft davon ausgeht, dass der Geist ihnen diese Nacht begegnet. Immerhin ist in den letzten Nächten auch nichts passiert. Ganz entspannt gehen die drei Männer also zum anderen Ende des Flurs, wo das Zimmer der beiden Neffen liegt. Sie lassen Frederick die Waffe inspizieren. Nachdem sie ausführlich über das Stück aus London diskutiert haben, bieten die beiden Neffen Frederick an, dass sie ihn auch wieder zurückbegleiten. Nur für den Fall, wie alle drei scherzhaft wiederholen. Aber als sie wieder den Flur betreten, ist etwas anders. Weil es schon so spät ist, haben die Angestellten alle Lichter im Flur gelöscht. Und dadurch ist das Ende des Gangs kaum mehr zu sehen. Erst als sie bereits die Hälfte des Weges hinter sich haben, sehen sie ein kleines Licht vor ihnen in der Ferne tanzen. Einer der beiden Neffen flüstert Frederick zu, dass das Licht von einer Angestellten kommt, die auf dem Weg zu den Kinderzimmern sei. Aber Frederick ist das Ganze trotzdem mehr als unangenehm, denn er trägt ja immer noch nur ein Unterhemd und eine Hose.
Ungern würde er so dem Kindermädchen begegnen. Und aus diesem Grund fackelt er auch nicht lange. Schnell huscht er mit den Neffen von der Mitte des Ganges durch eine der vielen Türen auf dem Flur, nur um abzuwarten, bis die Dame an ihn vorbeizieht. Er lässt nur einen kleinen Spalt offen, um aus der Tür beobachten zu können, wie das Licht immer näher kommt. Dann stockt ihm der Atem. Das Licht ist jetzt so nah, dass er auch die Person dahinter erkennen kann. Und jetzt sieht er es ganz eindeutig. Jetzt sieht er sie ganz eindeutig. Die Frau aus dem Porträt, wie sie in einem braunen Kleid durch den Flur schwebt.
Das ist sein Moment. Jetzt kann er allen beweisen, dass die Brown Lady nur ein Mythos ist und vielleicht nur ein Trick dahinter steckt. Langsam gewinnt er die Kontrolle über seinen Atem wieder. Frederick hat den Finger am Abzug des Revolvers und will die unheimliche Gestalt gerade zur Rede stellen, als der Geist ruckartig vor der Tür stehen bleibt. Die Brown Lady hebt die brennende Lampe und Frederick erkennt langsam die Gesichtszüge des Geistes. Bösartig schaut sie ihn direkt an. Ihr Mund verzieht sich dabei zu einem teuflischen Lächeln, das definitiv kein Ausdruck von Freude ist. Vielmehr zieht es sich zu einem unnatürlich breiten, viel zu weit gezogenem Grinsen. Viele Leute, besonders zu der damaligen Zeit, hätten spätestens hier wahrscheinlich Reißaus genommen. Die Beine in die Hand und auf Nimmerwiedersehen. Aber nicht so Frederick. Rick. Er wirkt sogar erzürnt. Und zwar so sehr, dass er mit einem Sprung im Flur steht und der Brown Lady direkt mit seinem Revolver ins Gesicht schießt. Zur Überraschung der drei Männer verschwindet der Geist augenblicklich und lässt sie verwundert zurück. Alle drei haben ein und dasselbe gesehen. Die Kugel des Revolvers, die mitten durch das Gesicht der Brown Lady geschossen ist, bleibt in der Tür auf der anderen Seite des Flurs stecken. Die drei Männer sind sich sicher, Das kann keine Einbildung gewesen sein.
Fredericks Tochter schreibt über diese Begegnung, dass ihr Vater sich danach nie wieder in die Angelegenheiten der Brown Lady eingemischt habe. Aber nicht nur in dem Anwesen der Townshands, sondern auch in den Häusern in der Nähe von Rainham Hall kommt es immer wieder zu Geistersichtungen.
Beispielsweise soll 1901 nebenan in Houghton Hall ebenfalls eine Frau mit braunem Kleid gesehen worden sein. Für viele ergibt das Sinn, denn Lady Dorothy ist ja dort aufgewachsen und hat dort viel Zeit verbracht, bis sie irgendwann Charles Townsend geheiratet hat. Damit sind wir aber noch längst nicht bei der letzten Sichtung der Brown Lady angelangt. Dafür müssen wir nur wieder einen kleinen Zeitsprung machen. Dieses Mal ins Jahr 1936, also genau 100 Jahre weiter Richtung Gegenwart, seitdem der Autor und die Neffen die Brown Lady in Random Hall gesehen haben. Der Londoner Fotograf Captain Hubert C. Provent und sein Assistent André Schirer sind am 19. September 1936 in dem Alten Haus unterwegs. Im Auftrag für das Magazin Country Life. Die Zeitschrift erscheint jede Woche und behandelt verschiedene Aspekte des ländlichen Lebens und davon gibt es in Großbritannien ja mehr als genug. Die beiden sollen einen Artikel über das Haus schreiben. Sie sind schon seit 8 Uhr morgens in dem Anwesen zu Gange, machen sich Notizen und haben auch schon unzählige Fotos der einzelnen Flure und Zimmer geschossen. Um 16 Uhr, nachdem sie mühselig die Schönheit von Rainham Hall eingefangen haben, kommen sie zurück zur Haupttreppe, die aus edlem Eichenholz geformt ist. Und auch wenn sie schon ein Foto der Treppe haben, bereitet der Fotograf Provint ein weiteres vor. Damals geht das ja noch nicht so schnell wie heute.
Er baut also den Fotoapparat davor auf, während sein Assistent Shira neben ihm steht und den Auslöser für den Blitz in der Hand hält. Sie schießen ein weiteres Bild, aber der Fotograf ist noch nicht ganz zufrieden. Er gibt seinem Assistenten Shira zu verstehen, dass er den Fokus neu justiert, um ein neues Foto zu machen. Shira wartet also gespannt neben dem Fotografen. Er ist bereit, den Blitz erneut auszulösen und blickt auf die alte Treppe vor ihn. Plötzlich bemerkt er etwas. Eine ätherische, verschleierte Gestalt, die langsam die Treppe herunterkommt. Mit aufgeregter Stimme ruft er zum Fotografen, schnell, schnell, da ist etwas, sind Sie bereit? Der Fotograf antwortet nur mit einem kurzen und professionellen Ja. Er nimmt die Kappe vom Objektiv, Shira drückt den Blitzlichtauslöser und die Glühbirne löst mit einer Geschwindigkeit von einem Fünfzigstel einer Sekunde aus. Nach der kurzen Hektik windet sich der Fotograf aus dem Fokussiertuch der Kamera und schaut seinen Assistenten verdutzt an. Er fragt ihn, was die ganze Aufregung soll.
Shira erklärt ihm, dass er eine Art Figur auf der Treppe gesehen habe. Sie war zwar durchsichtig, sodass man die Stufen durch die ätherische Gestalt hindurchsehen konnte, aber auf ihn wirkte es völlig real. Fotograf Provent lacht lediglich nach der Ausführung seines Assistenten. Shira hätte sich wohl in einen Geist eingebildet, denn jetzt ist da nichts mehr auf der Treppe. Und nachdem sie noch ein paar letzte Bilder in dem Haus aufgenommen haben, packen sie ihre Sachen. ein. Auf dem Heimweg diskutieren die beiden weiter über den Vorfall und ob sie da wirklich gerade einen echten Geist eingefangen haben. Für Fotograf Provent ist das aber völlig unmöglich. Immerhin hat er jetzt schon 30 Jahre Erfahrung als Fotograf und ein authentisches Geisterbild zu schießen ist für ihn unvorstellbar. Die einzige Möglichkeit laut Provent wäre es, dass man in einem Seanzraum versucht ein Bild zu machen und so den Geist für die Nachwelt festhält. Aber das übersteigt seine Fertigkeiten.
Shira traut sich nicht wirklich zu widersprechen. Immerhin ist er nur der Assistent. Weder hat er die technischen Fähigkeiten des Fotografen, noch die jahrelange Erfahrung. Ganz zu schweigen davon, dass Shira nicht wirklich an übernatürlichen Phänomenen interessiert ist. Aber dieser kurze Moment vor der Treppe in Rainham Hall kam ihm trotzdem sehr real vor. Er will die Hoffnung einfach nicht aufgeben, dass die Kamera die Erscheinung vielleicht doch aufgenommen hat. Um ihre Diskussion ein für allemal zu beenden, wetten die beiden um 5 Pfund. Wenn man das auf die heutige Kaufkraft hochrechnet, wären das ungefähr so 350 Euro. Der Fotograf setzt darauf, dass auf dem Bild nichts weiter zu sehen sein wird als die Eichentreppe. Shira wiederum hofft, dass er sich den Geist nicht eingebildet hat. Die beiden Männer schütteln die Hand, als Zeichen, dass sie den Deal annehmen. Und als sie sich später in der Dunkelkammer des Fotostudios treffen, in der die Bilder entwickelt werden, ist da tatsächlich was auf den Negativen zu sehen.
Shira rennt aus der Dunkelkammer, um Chemiker Benjamin Jones zu holen, der direkt unter dem Studio seinen Laden hat. Der Assistent bittet Jones darum, mit in die Dunkelkammer zu kommen, um es zu verifizieren. Hastig steigen die beiden die Treppen zum Fotostudio wieder hinauf. Und Jones inspiziert das Negativ, das gerade frisch aus dem Entwickler genommen und in das angrenzende Fixierungsblatt gelegt wurde, damit es lichtstabil wird.
Hätte er nicht selbst gesehen, wie das negativ fixiert wird, hätte er die Echtheit des Fotos nie für möglich gehalten. Und sowohl der Fotograf als auch sein Assistent schwören, dass sie das Foto in keinster Weise retuschiert haben. Und die beiden haben es geschafft. Sie haben endlich einen Geist auf Foto eingefangen und damit eines der wohl bekanntesten Bilder der paranormalen Geschichte aufgenommen. Das Schwarz-Weiß-Bild zeigt ganz eindeutig, was Assistent Shira schon mit bloßem Auge erkannt hat. Eine leicht transparente Gestalt, die mit einem Schleier verhüllt ist und die Treppe heruntergleitet. Fotograf Proven schuldet ihm also 5 Pfund. Das Foto, das am 26. Dezember 1936 im Country Live Magazine und am 4. Januar 1937 sogar im amerikanischen Live Magazine erscheint, wird eine internationale Sensation. Wir haben euch das natürlich in den Shownotes verlinkt, damit ihr euch das auch anschauen könnt. Die Menschen sind fasziniert von der Brown Lady und reißen den lokalen Zeitungsverkäufern die Hefte aus der Hand. Aber es ruft genauso die Skeptiker auf den Plan.
Und einen Namen kennt ihr bereits aus der ersten paranormalen Folge der schwarzen Akte. Da ging es um Bolle Rectory. Und der Mann, von dem wir sprechen, ist niemand geringerer als Harry Price. Der Parapsychologe will sich ein eigenes Bild von der Echtheit des Geisterfotos machen. Dafür interviewt er den Fotografen Provint und seinen Assistenten Shira und analysiert auch mit höchster Sorgfalt das Negativ, das die beiden geschossen haben. Er kommt zu dem Schluss, dass das Negativ nicht manipuliert sein kann. Außer das Duo verschweigt was. Aber auch hier ist Harry Price positiv gestimmt. Er hat sich die ganze Geschichte der beiden angehört und kann keine Lüge erkennen. Für ihn steht die Echtheit des Fotos fest. Aber andere Experten sind nicht so schnell überzeugt wie Harry Price. Denn manch einer vermutet einen plumpen PR-Stunt hinter der Geschichte.
Zufälligerweise fallen nämlich die Veröffentlichung des Artikels über Rainham Hall im Country Life Magazine und das Buch True Ghost Stories auf das gleiche Jahr. Bereits vor dem Artikel im Magazin veröffentlicht ein Mitglied der Townsend-Familie das Buch, das eine Sammlung verschiedenster Geistergeschichten ist. Und die erste dieser 32 Geschichten handelt von der Brown Lady. Dabei erzählt das Buch aber nicht nur die Geisterlegende, sondern beschreibt auch die architektonische Pracht von Rainham Hall. Zusammen mit dem Artikel rückt das alte Haus wieder in den Fokus der Allgemeinheit. War es also doch nur ein billiger Trick, um Buch und Haus zu bewerben? Einige Experten versuchen, das Bild sogar nachzustellen und haben durchaus Erfolg damit. Der Magier John Booth zum Beispiel. Er lässt eine Versuchsperson eine Treppe herunterlaufen, die in Laken gehüllt ist. Und das allein reicht schon aus, um ein ganz ähnliches Foto herzustellen. Wahrscheinlich hat er sich für diesen Trick an einer Doppelbelichtung bedient, die auch bei anderen Experten hoch im Kurs steht, um das Bild zu entlarven. Also, dass zwei Bilder übereinander gelegt werden. Das geht sogar ganz einfach. Dafür muss der Film der Kamera einfach nur zurückgespult werden. Dann schießt man ein zweites Foto auf das Bild, das man bereits aufgenommen hat, und so hat man eine Doppelbelichtung.
Laut den Experten spricht für diese Theorie, dass über jeder Treppenstufe eine blasse Linie zu sehen ist. Außerdem soll ein Lichtfleck, der oben am rechten Geländer doppelt erscheint, das Bild als Fake entlarven. Sogar Hellseher versuchen sich an einer Erklärung. Verschiedene Hellseher und Medien wollen Kontakt mit Lady Dorothy, also der Brown Lady, aufgenommen haben. Zu richtigen Ergebnissen kommt es hier aber nicht. Worauf sich aber die meisten einigen können, Die Frau auf dem Bild sieht einer typischen Marien- bzw.
Madonnen-Statue überraschend ähnlich. Die Ähnlichkeit ist schon beträchtlich. Auf dem unteren Drittel des Geistes ist ein Fleck, der wie eine umgedrehte V-Form aussieht. Und das könnte genau das Obergewand der Madonnen-Statue sein, das an beiden Seiten schräg nach unten fällt. Dazu kommt, dass der Kopf bedeckt und die Hände wie zum Gebet gefaltet sind, auch wenn die Hände auf dem Geisterfoto nur schwer zu erkennen sind. Haben Provint und Shira vielleicht eine Madonn-Statue auf die leere Treppe gestellt und dann das Bild doppelt belichtet?
Ihr seht schon, die Theorien, dass es sich um ein Fake-Bild handelt, gehen oft in eine ähnliche Richtung. Aber trotzdem schadet es weder dem Ruf des Bildes, noch dem von Rangham Hall. Beide überleben dank unserer Faszination vom übernatürlichen mehrere hundert Jahre und Lady Dorothy, die aus der Sicht vieler Menschen nur eine Randnotiz der Geschichte gewesen wäre, ist damals wie heute bekannter als die ärtlichen Männer in ihrem Umfeld. Und wo wir gerade von Rangham Hall sprechen. Wer sich jetzt schon freut, dort auf Geisterjagd gehen zu können, den müssen wir leider enttäuschen. Denn dieser Spukort ist nur an wenigen Tagen im Jahr für die Öffentlichkeit zugänglich. Besucher werden eher dazu ermutigt, seine architektonischen Wunder zu erkunden, anstatt der unheimlichen Ecken des Hauses.
Damit bleibt aber trotzdem die Frage, würdet ihr euch trauen, in das alte Anwesen der Townsend-Familie einzutreten und die dunklen Kammern tief in der Nacht zu erforschen? Würdet ihr nach der Brown Lady suchen? Vielleicht wollen die aktuellen Besitzer des Hauses genau deswegen keine Geisterjäger bei sich haben, weil sie sich selbst zu sehr vor der nächsten Sichtung fürchten. Immerhin sind Augenzeugenberichte der Brown Lady seit dem Artikel im Country Life Magazine rapide zurückgegangen. Aber es wäre nicht das erste Mal, dass Lady Dorothy hunderte Jahre wartet, damit man sie fast vergessen hat. Und dass man sie am wenigsten hinter der nächsten Ecke erwartet, wenn man im Dunkeln durch die Gänge huscht. Vielleicht wartet sie genau dort, in der Dunkelheit, wo sich sonst niemand hintraut, oder zu sehr davon überzeugt ist, dass es Geister doch sowieso nicht gibt. Vielleicht ist das Knarzen der Türen und der kalte Hauch im Nacken nur ihr Zeichen, dass sie noch lange nicht fort ist, dass sie in den Schatten lauert und dass sie nur auf den perfekten Moment wartet, um zurückzukommen.
Ja, das war der weihnachtliche Paranormalfall der schwarzen Akte. Wir hoffen natürlich, dass es euch erstmal gefallen hat. Aber Patrick, ich glaube, wir müssen über dieses Foto sprechen. Also als ich in der Recherche über diese Theorie gestoßen bin, von wegen, dass sie da einfach eine Madonnenstatue hingestellt haben, konnte ich da ehrlich gesagt nichts anderes mehr drin erkennen. Davor, bevor ich das gelesen habe, habe ich auch so ein bisschen rumgerätselt. Also, okay, ist da vielleicht auch eine Person runtergekommen?
Doppelbelichtung ist, finde ich, eine sehr, sehr gute Theorie. Aber wenn man sich wirklich ein Bild von diesen Madonnenstatuen anguckt, dann passt das wirklich unglaublich gut drauf. Es ist witzig, was du gerade gesagt hast, dass wenn man erstmal ein bestimmtes Bild oder eine Assoziation am Kopf hat, dass es einem dann total schwerfällt, was anderes zu sehen. Du kennst ja vielleicht auch diese Bilder, wo man immer so zwei Dinge drin erkennen muss oder soll. Und wenn ich da erstmal, ich sag mal so, das versteckte Bild sehe, sehe ich nichts anderes mehr außer das. Und genau so geht es mir auch. Ich kannte ja erst noch nicht viel über die Geschichte, du hast mir erst ein bisschen was erzählt und da dachte ich auch, ja, sieht irgendwie wie so ein Geist aus. Aber als ich dann erfahren habe, dass diese Madon-Statue eben dafür genutzt worden sein soll, sehe ich auch nichts anderes mehr tatsächlich. Ich finde es auch lustig, ich kriege gerade einen richtig, richtig krassen Flashback und ich weiß nicht, wie viel anderen das da jetzt auch so ähnlich geht. Ich weiß nicht, ob du das auch kennst, aber vor, sagen wir, knapp zehn Jahren, keine Ahnung, ich weiß nicht, wie alt ich da war, gab es auf Social Media diesen Trend, weil du es gerade gesagt hast. Mit dem Kleid? Ja, es gab doch dieses Kleid, ich weiß nicht, wie viele sich daran noch erinnern können, was zwei Farben hat. Ich glaube, Blau und Gold. Genau, Goldweiß oder Blauweiß? Irgendwie so, keine Ahnung.
Goldweiß. Ich glaube, ich habe auch beides irgendwie mal gesehen. Aber das erinnert mich richtig krass, auch gerade an diesen Fall. Weil, und das fand ich in der Recherche auch so komisch, Lady Dorothy wurde ja auf dem Bild mit einem tiefblauen Kleid dargestellt. Aber sie ist ja die Brown Lady. Sie ist ja in einem, man könnte sagen, okay, wenn sie umgebracht worden ist, dann ist ihr blutgetränktes Kleid der Grund dafür, dass es halt so braun ist. Aber das fand ich auch sehr interessant. Warum ist es eigentlich braun? Weil davor wurde sie ja in einem blauen Kleid beschrieben. Und deswegen kriege ich da wirklich gerade einfach so diesen krassen Flashback. Aber ich finde auch generell, in der Recherche war es mal wieder sehr interessant, wie viele unterschiedliche Pfade eigentlich so diese Gerüchte immer nehmen können. Besonders auch, was Lady Dorothy angeht. Oh, erzähl uns mehr. Was hast du da noch recherchiert? Was hast du noch gelesen? Also erstmal fand ich es richtig weird, dass dieses Thema Ehebruch so riesig war, obwohl sie ja vor der Ehe auch nur eine Affäre gehabt haben soll. Konjunktiv, immer noch Konjunktiv so und gleichzeitig gab es auch noch ganz viele andere Theorien und Gerüchte, dass nämlich erstens eigentlich.
Das zwischen dem Charles Townsend und ihr richtig gut lief dass die beiden sich richtig gut verstanden haben alles super war und der Bruder Robert Walpole ich fühle mich auch richtig wie Bridgerton, ich hab's ja nie gesehen, weil... Tolle Serie, schau sie dir bitte an, bald kommt eine neue Staffel Gut zu wissen, im Vorgespräch meintest du ja schon, du bist großer Fan, ich finde es gibt so richtige Vibes von von so Bridgerton, von dem, was ich kenne, dass nämlich zum Beispiel Robert Walpole, der ja wirklich damals ein unglaublich einflussreicher Mann gewesen ist, das niemals zugelassen hätte, dass seine Schwester in dem benachbarten Haus eingeschlossen worden wäre. Also, dass das auch schon mal erstens gar keinen Sinn ergibt, zweitens, dass eigentlich die Beziehung zwischen den beiden richtig gut lief und drittens, das, was ja auch noch vorgeworfen worden ist, dass sie böse gewesen sein soll, weil sie Geld verschwendet haben soll. So, wow, okay. Das fand ich nochmal ganz interessant, so zum Hintergrund. Ja, ich liebe das ja auch ein bisschen, diese Gerüchte, die da.
Entstanden sind und ja, das ganze Drama, was da teilweise ja auch einfach konstruiert wird rundherum um die Geschichten, aber ein bisschen liebe ich das auch. Wir haben euch ja ganz am Anfang versprochen, dass ihr in dieser Folge noch eins von fünf Schlemmerpaketen von Vinos gewinnen könnt. Und genau dazu kommen wir jetzt. Der Fall der heutigen Folge ist zwar auserzählt, aber eine Geschichte haben wir noch für euch. Nämlich eine kurze Rätselgeschichte. Am Ende müsst ihr eine Frage beantworten. Die Antwort besteht aus einem oder zwei Worten. Und alles, was ihr für eure Chance auf eines von fünf Schlammerpaketen tun müsst, ist das Lösungswort unter www.schwarzeakte.de slash Venus, also V-I-N-O-S, einzugeben. Ich wiederhole nochmal, also Stifte her, www.schwarzeakte.de slash Venus. Den Link findet ihr aber auch über die Shownotes. Und hier kommt das Rätsel. Der Weihnachtsmann wurde gehängt. Die Tür ist von innen verschlossen. Alle Möbel stehen an ihrem Platz. Nichts deutet auf Gewalt hin. Und Weihnachten ist auch nicht in Gefahr. Geschenke gibt's nämlich trotzdem. Was ist hier passiert? Wenn ihr eine Idee habt, was gesucht ist, schreibt uns die über www.schwarzeakte.de Und wenn ihr noch so gar keine Ahnung habt, dann folgt uns gerne bei Instagram. Da findet ihr vielleicht bald noch einen kleinen Tipp.
Nächste Woche Dienstag erwartet euch wieder eine normale Folge der Schwarzen Akte. Und uns bleibt nur noch ein riesengroßes Dankeschön zu sagen für eure Treue für die Schwarze Akte. Falls ihr gerade schon auf dem Weg zu Familie oder Freunden seid, dann wünschen wir euch eine gute Fahrt. Und wir hören uns dann nächste Woche Dienstag wieder.
Werbung Diese Folge wurde euch präsentiert von Vinos. Dort gibt es leckere spanische Weine. auch alkoholfrei. Unter winos.de slash schwarze Akte bekommt ihr bis zu 50% Rabatt. Vielen Dank an Winos fürs Möglichmachen dieser Folge. Wir sind eure Hosts Anne Luckmann und Patrick Strohbusch Redaktion Patrick Strohbusch, Schnitt Anne Luckmann Intro und Trainer gesprochen von Pia Rohnersachse Producer Falko Schulte, Die schwarze Akte ist eine Produktion der Julep Studios.