Diese Episode enthält explizite Details über einen wahren Kriminalfall. Weitere Infos in der Folgenbeschreibung.

An einem Tag im November 1967 läuft Marie durch das Haus in Dänemark in Heubier, in das sie mit ihrem Mann Oskar gezogen ist. Wobei die Bezeichnung Haus noch eine Untertreibung ist. Es innelt eher einer Villa. Die riesigen Fenster durchfluten das Haus mit viel Licht an diesem Morgen und erhellen die Stimmung der Menschen, die sich dort aufhalten. Gäste, die auf eine Tasse Tee oder Kaffee vorbeikommen, Angestellte, die sich um den Haushalt kümmern und natürlich auch Marie und Ehemann Oskar selbst. Marie hat es geschafft. Sie wohnt in einem modernen Flachdachhaus, das leicht erhöht am Waldrand steht, mit einer breiten Rasenfläche, die penibel gepflegt ist. Es ist ein Haus, um das sie ihre Freundinnen beneiden. Und mit Oskar hat sie einen Mann, den sie über alles liebt und der ihre Liebe auch entsprechend erwidert. Sie beide teilen auch das gleiche Ziel, nämlich den sozialen Aufstieg. Etwas, das Maries vorheriger Ehemann nicht begreifen wollte und was leider in einer Scheidung endete. Marie hat aber niemals aufgehört zu träumen. Sie wollte ein besseres Leben und all das hat sie jetzt geschafft, obwohl sie aus eher ärmlichen Verhältnissen stammt. Aber an diesem frühen Novembertag ist all das Geschichte. Oskar ist bereits zur Arbeit aufgebrochen und Marie trinkt mit dem Dienstmähchen Kaffee, nachdem sie ihr bei der routinierten Hausarbeit geholfen hat. Plötzlich klingelt es an der Tür.

Marie erwartet eigentlich gerade keinen weiteren Besuch, aber sie steht trotzdem auf, schreitet gemächlich zur Eingangstür und öffnet dem unerwarteten Besucher die Tür. Dann fallen Schüsse. Das ganze Haus ist in heller Aufruhr. Alle rufen nach Marie, doch die antwortet nicht. Was ist passiert? Wer hat da geschossen und warum?

Und damit ganz herzlich willkommen zu einer neuen Folge der Schwarzen Akte. Natürlich wie immer mit Patrick Strohbusch. Und wie immer mit Anne Lückmann. Hello! Und bevor wir in die heutige Folge starten, kommt hier noch eine kleine Anmerkung. Ihr habt es am Anfang schon gehört, unser heutiger Fall führt uns nach Dänemark. So gut wie alle Quellen sind daher entsprechend auf Dänisch. Mithilfe verschiedener Übersetzungstools können wir euch den Fall aber trotzdem erzählen. Wir geben unser Bestes, die dänischen Begriffe richtig auszusprechen. Seht es uns aber bitte nach, falls wir dabei nicht immer zu 100% richtig liegen. Dafür fehlen uns leider die Dänischkenntnisse.

Okay, dann springen wir doch jetzt direkt ins Dänemark des Jahres 1967. Das Land gehört zu der Zeit zu einem der wohlhabendsten Länder Europas. Viele Familien leben in stabilen wirtschaftlichen Verhältnissen. Sie haben einen sicheren Arbeitsplatz und es gibt eine staatliche Krankenversicherung. Der Sozialstaat wird hier also groß geschrieben, wie ja generell in den skandinavischen Ländern. Und während sich die Jugend, wie auch in Deutschland, von der älteren Generation abgrenzen möchte, in dem die Männer längere Haare tragen, neue britische Musik hören und Themen wie Gleichberechtigung, Sexualität oder individuelle Freiheiten diskutiert werden, ist gleichzeitig das klassische Familienmodell noch immer weit verbreitet, auch im relativ liberalen Dänemark. Der Mann ist also oft noch immer der Hauptverdiener, während sich die Frau um Haushalt und Kinder kümmert. Aber auch hier deuten die 1960er Jahre einen langsamen Wandel an, weil immer mehr Frauen arbeiten gehen oder studieren.

Ähnliche Entwicklungen sind zu der Zeit ja auch bei uns in Deutschland zu sehen, wie ein klassisches Rollenbild und eine rebellierende Jugend auf der anderen Seite, die vieles aufarbeiten möchte, dass die ältere Generation lieber totschweigt. Es ist eine Zeit des Umbruchs. In Dänemark ebenso wie weltweit. Aber für Marie beginnt der Wandel schon früher. Sie wird am 13. Juni 1924 geboren und wächst in einem Dorf namens Lisbier in eher ärmlichen Verhältnissen auf. Der kleine Ort hat gerade einmal ein paar tausend Bewohner. Hier ist nicht besonders viel los. Schaut man aus Lisbeth hinaus, dann sieht man ein weites, flaches Tal, wie es ruhig da liegt, eingehüllt im endlos wirkenden Himmel. Schaut man in das Dorf hinein, dann fällt besonders die Weiße Kirche mit ihrem roten Ziegeldach und dem Turm daneben auf. Seit dem Spätmittelalter macht sie das Zentrum des Dorfes aus. Und auch wenn sie nicht gerade prunkvoll aussieht, passt sie zum Leben der Menschen hier. Viel mehr gibt's aber auch nicht. Es gibt nicht wirklich was, das junge Menschen wie Marie hier halten kann.

Sie will aus diesem Leben ausbrechen, hier, wo es einen vorhersehbaren Tagesrhythmus gibt. Und sie möchte es aus der Armut heraus schaffen, die ihre Familie schon seit Generationen verfolgt. Marie hat noch zwei ältere Brüder und drei ältere Schwestern. Aber schon bald muss die Familie herbe Rückschläge erleiden. Eine ihrer Schwestern stirbt an Heiligabend 1931. Da ist Marie gerade einmal sieben Jahre alt. Laut I. Gil Knusen, der in seinem Buch über Maries Leben schreibt, stirbt ihr Vater nur kurze Zeit später. Etwa 13 Jahre später, also 1944, stirbt auch noch eine weitere Schwester. Aber da ist Marie bereits aus ihrem Elternhaus ausgezogen. Vielleicht wünscht sie sich auch deswegen ein besseres Leben. Mehr Geld sorgt bekanntlich für mehr Sicherheit, auch in der medizinischen Versorgung. Vielleicht, denkt sie, hätten ihre Familienangehörigen so eher überlebt. Und genau das wünscht sie sich natürlich auch für ihre eigenen Kinder.

Marie hat also ein klares Ziel vor Augen, nämlich den sozialen Aufstieg. Und sie verfolgt dieses Ziel sehr konsequent. Viel interessanter als ihr Heimatdorf ist für sie nämlich die geschichtsträchtige Hafenstadt Aarhus, die auf eine Wikinger-Siedlung im Jahr 770 zurückgeht. Viel Zeit also für die Stadt, sich zu entwickeln. Die liegt südlich von Maries Heimatdorf, Auch wenn der große Entwicklungsboom erst im Laufe des 19. Jahrhunderts mit der einsetzenden Industrialisierung einsetzt.

Dadurch mausert sich die Hafenstadt immerhin zur zweitgrößten Stadt Dänemarks. Nur knapp 13 Minuten bräuchte man heute mit dem Auto von Lispia ins Zentrum von Ahus. Mehr als 100.000 Menschen leben hier, als Marie ihre schulische Ausbildung in Angriff nimmt. Für sie muss das ein ziemlicher Sprung gewesen sein, aus einem Ort zu kommen, in dem jeder jeden kennt. Und plötzlich ist man nur einer von vielen in einer großen, anonymen Masse. Aber für sie zahlt sich der Sprung in die größere Stadt aus. Denn 1942, da ist Marie etwa 18 Jahre alt, schließt sie als erste in ihrer Familie die Vorprüfung in Aarhus ab. Um das mal in Relation zu setzen, bei uns kann man das mit dem Abitur vergleichen. Es bereitet also auf ein Studium an einer Hochschule oder Universität vor. Das ist wirklich beeindruckend. Die meisten Mädchen besuchen in den 1940er Jahren nur die Volksschule, bei uns also in etwa die Grundschule. Danach soll geheiratet, im Haushalt geholfen und die Kinder erzogen werden. Noch bevor die 1960er Jahre mit ihren Forderungen nach Wandel kommen, arbeitet Marie bereits an ihrem eigenen Fortschritt. Und das trotz ihrer deutlich schwierigen Startbedingungen. Sie entscheidet sich gegen das Leben, das ihr damals als Frau vorgezeichnet wird. Sie arbeitet als Telefonistin, Korrekturleserin oder als Büroangestellte. Damit stimmen Maries Ambitionen für sich selbst nicht immer mit den Erwartungen an eine Frau in dieser Zeit überein.

Dass sie dem klassischen Lebensentwurf damals aber nicht völlig abgeneigt ist, wird spätestens dann erkennbar, als sie Anfang der 1940er Jahre Leif kennenlernt. Er ist ein freiberuflicher Maler und Musiker in einem Unterhaltungsorchester. Die beiden heiraten 1946, aber die Ehe bleibt nicht lange bestehen. Maries gesellschaftliche Ambitionen sind zu unvereinbar mit denen von Leif. Sechs Jahre später, also 1952, lassen sich die beiden wieder scheiden. Marie ist da um die 28 Jahre alt und schon im Folgejahr heiratet sie nochmal. Denn zwei Jahre vor der Scheidung fängt sie in einer Ingenieurfirma in Aarhus als Sekretärin an. Und dort lernt sie Oskar kennen, den Inhaber der Firma und ihr Vorgesetzter. Ursprünglich hat Oskar den Beruf des Zimmermanns gelernt. Später absolviert er aber ein Studium zum technischen Ingenieur. Von da an arbeitet er als Bauingenieur, lehrt an der Technischen Universität von Aarhus und ist auch politisch aktiv. Man sagt ihm nach, ziemlich streng zu sein. Von seinen Schülern erwartet er Schnelligkeit. Kaum hat er etwas aufgeschrieben, da wischt er es auch schon wieder weg und schreibt etwas Neues an die Tafel.

In der Regel soll Oskar immer eine kleine Whiskyflasche in seiner Tasche haben, aus der er oft mal mehr, mal weniger diskret einen Schluck nimmt. Wer ihn näher kennt, für den ist sein Konsum kaum zu übersehen. Oft fährt er auch in diesem Zustand Auto und auch er ist eigentlich verheiratet. Obwohl er zeugungsunfähig ist, hat er zwei Kinder aus seiner ersten Ehe. Einmal Adoptivtochter Elisabeth, die immer nur Lisbeth genannt wird, und ein Sohn namens Sten. Die neue Sekretärin Marie und ihr Chef Oskar scheinen sich sehr gut zu verstehen, denn schon ein Jahr nach Maries Scheidung läuten die Hochzeitsglocken für sie. Oskar ist etwa zehn Jahre älter als Marie. Als sie 1953 jeweils zum zweiten Mal heiraten, ist sie also 29 Jahre alt und Oskar 39.

Marie scheint zufrieden zu sein. Das Ehepaar kann zwar keine Kinder bekommen, aber dafür haben sie Oskars Adoptivtochter Lisbeth, die zum Zeitpunkt der zweiten Hochzeit um die fünf Jahre alt ist. Marie kümmert sich um das Mädchen wie um ihre eigene Tochter. Neben Lisbeth gehört aber auch noch der Familienhund zum Alltag. Ein weiterer kleiner Fixpunkt in ihrem neuen Zuhause. Sten, der im gleichen Jahr auf die Welt kommt, in dem Oskar und Marie heiraten, bleibt bei Oskars vorheriger Ehefrau. So läuft das Leben der kleinen Familie friedlich vor sich hin. Eines Tages entscheidet sich Oskar dazu, seine Anteile an der Ingenieursfirma zu verkaufen. Es ist nicht ganz klar, wie genau es dazu kommt. Zuerst will er seinem Geschäftspartner wohl dessen Anteile abkaufen, beide haben verschiedene Vorstellungen, wie es mit der Firma weitergehen soll, aber am Ende geht dann doch Oskar.

Dadurch gewinnt er nicht nur eine beträchtliche Summe Geld, sondern kann sich von nun an auch hingebungsvoll dem Lehren widmen. Das Geld ermöglicht der Familie Anfang der 60er Jahre aber auch, in ein gut situiertes Viertel von Aarhus namens Heubier zu ziehen und sich sogar noch eine Haushaltshilfe holen zu können. Und auch Marie hat sich offenbar in die Rolle einer Hausfrau eingefügt. Sie arbeitet nach dem Umzug nämlich nicht mehr Vollzeit. Ursprünglich hat sie ihr eigenes Unternehmen namens Rolok gegründet, das Kopierdienste für Dokumente anbietet. Heute haben zwar deutlich mehr Menschen einen Kopierer bei sich zu Hause herumstehen, aber in den 1960er Jahren ist das durchaus noch eine Besonderheit.

Ihr Firmensitz liegt zuerst dort, wo auch Oskar seine Räumlichkeiten für die Firma hat, deren Anteile er dann ja verkauft. Also muss sie nach einem neuen Ort für ihr Kopiergeschäft suchen und findet im eigenen Keller der Villa genügend Platz dafür. Allerdings schrumpft ihr Geschäft recht schnell. Und da sie nicht mehr darauf angewiesen ist zu arbeiten, nutzt sie den Fotokopierer eher als Ausweg aus der alltäglichen Langeweile. Ihre neuen Kunden sind deswegen eher Freunde, ihr Ehemann Oskar und andere Lehrer an der Universität, an der er arbeitet. Ihr Unternehmen überlebt also eher, weil Marie neben der Arbeit im Haus anderweitig Ablenkung sucht. Sie ziehen also nach Heubier, was südlich direkt unter Aarhus liegt. Hier treffen weitläufige Straßen mit vielen Bäumen auf gepflegte Vorgärten. Man grüßt und kennt sich. Der Ort ist eingepackt in den Wald von Marcellis-Bor, der besonders bei Radfahrern und Picknickern beliebt ist. Aber auch mit dem Hund kann man hier entspannt Gassi gehen, wie es Marie oft genug getan hat. Doch genau diese Idylle wird in einigen Jahren durch tödliche Schüsse erschüttert. Jetzt erst mal hat Marie ihr Ziel aber endlich erreicht. Sie genießt das Leben jetzt in vollen Zügen. Sie kleidet sich vornehm, was bei ihren Freunden auch ziemlich gut ankommt. Die schätzen nämlich ihren Geschmack sehr. Im Keller der Villa veranstaltet sie rauschende Feste. Da hat sie sich einen richtigen Partyraum eingerichtet.

Laute Musik begleitet verschiedene Motto-Partys, wie zum Beispiel Spanischer Abend oder Komm, wie du bist. Und Marie liebt Antiquitäten und Schmuckstücke. Berichten zufolge soll die Villa der beiden außerdem absolut makellos eingerichtet sein. Und damit nähern wir uns dem Moment, an dem nichts mehr so sein wird wie zuvor. Der Moment, von dem wir euch ganz zu Beginn der Folge schon erzählt haben. Der 10. November 1967. Ein Tag, an dem erstmal alles ganz normal scheint. Maries Fotokopierbüro im Keller ist heute überraschend stark ausgelastet, weswegen sie ihre Nachbarin Lizzie bittet, für ein paar Stunden vorbeizukommen, um beim Kopieren zu helfen.

Ihr Mann Oskar hat sich bereits zur Arbeit aufgemacht und auch Adoptivtochter Lisbeth ist bereits aus dem Haus. Aber Marie bleibt nur für einen kurzen Moment alleine, denn ein paar Minuten, nachdem Oskar das Haus verlässt, steht Nachbarin Lizzie auch schon vor der Tür. Die beiden setzen sich sofort an die Arbeit und kopieren fleißig. Um 10 Uhr vormittags kommt die Haushaltshilfe Irma ebenfalls bei Marie zu Hause an und kümmert sich um ihre Aufgaben in der Villa. Normalerweise hilft Marie ihr immer dabei. So auch heute. Nach 50 Minuten bereitet Marie alles für eine kleine Pause mitsamt Morgenkaffee vor. Da ist es etwa 10.50 Uhr. Marie fragt Nachbarin Lizzie, ob sie sich auch der kurzen Pause anschließen möchte. Aber sie verneint, da sie lieber im Keller weiter vorankommen möchte. Irma und Marie sind gerade dabei, es sich so richtig bequem in der makellos eingerichteten Villa zu machen. Da klingelt es plötzlich an der Eingangstür. Marie erwartet eigentlich keinen weiteren Besuch, aber sie steht trotzdem auf und geht Richtung Tür. Das wisst ihr ja schon aus dem Intro.

Haushaltshilfe Irma, die noch immer im Wohnzimmer sitzt, hört, wie Marie die Tür öffnet und einen Mann begrüßt. Und auch, wenn sie nicht alles vom Gespräch mithören kann, scheint es, als wollte der Mann Marie etwas zeigen. Marie gibt ihm zu verstehen, dass sie gerade völlig mit Arbeit überhäuft sind. Aber wenn er sich beeilen würde, dann kann er schnell hereinkommen. Marie und der Unbekannte, der mit einer Art Mappe oder schwarzen Aktentasche ausgestattet ist, macht sich durch den Flur auf den Weg in ein kleines Büro.

Irma hört, wie die Bürotür ins Schloss fällt. Dann ist es für einen Moment still. Aber nur wenige Augenblicke später hört sie Marie schreien, gefolgt von drei Schüssen. Irma rennt vom Wohnzimmer in Richtung Flur zum kleinen Büro, wo sie den Mann noch im Türrahmen sieht. Er versucht ganz ruhig vom Tatort zu fliehen, sieht dabei aber, dass er bemerkt wurde. Irma und der Unbekannte blicken sich für ein paar Sekunden an. Sekunden, die sich bestimmt wie eine Ewigkeit anfühlen. Er bewaffnet mit einer Pistole in seiner rechten Hand und sie völlig schutzlos, vollkommen in Panik. Ein weiterer Schuss aus dem Lauf der Pistole des Unbekannten durchbricht diese gefühlte Ewigkeit. Die Kugel trifft Irma an der rechten Leiste, durchschlägt ihren Dünndarm, die Blase und den Hauptnerv im rechten Bein. Eine Verletzung, die oft tödlich endet.

Sie sackt zu Boden. Der Mann befiehlt ihr noch im Gehen, dass sie ruhig liegen bleiben soll. Lizzie, die weiterhin im Keller arbeitet, schreckt durch die Schüsse auf. Sie ruft nach oben, was passiert sei. Aber statt einer Antwort hört sie nur Irmas schmerzerfüllte Worte. Sie und Marie wurden angeschossen. Sofort sprintet Lizzie die Kellertreppe hoch. Sie rennt aus dem Haus zu einem der Nachbarn, um dort Hilfe zu holen. Auf dem Weg zum Nachbarn begegnet sie einem Mann, der sich ziemlich ruhig von Maries Haus entfernt, weswegen sie ihm auch keine weitere Beachtung schenkt. In der Zwischenzeit schafft es die verletzte Irma ebenfalls aus dem Haus heraus. Sie kriecht förmlich aus der Villa und ruft nach Hilfe. Ein Gärtner, der gerade in der Nähe arbeitet, der hört Irmas Hilfeschrei und rennt zu ihr.

Anschließend läuft er auch ins Haus, wo er Marie in dem kleinen Büro aber nur noch tot vorfindet. Er mordet. Marie stirbt an diesem Tag, im Alter von 43 Jahren. Nur wenige Minuten später treffen sowohl die Polizei als auch ein Krankenwagen ein. Die 51-jährige Haushalterin Irma wird sofort ins Krankenhaus gebracht und überlebt. Damit wird sie zum wohl wichtigsten Puzzleteil in diesem riesigen Geflecht ausfragen, denen die Polizei jetzt gegenübersteht. Sie hat den Täter als einzige Person direkt gesehen. Und sie besitzt eine Fähigkeit, die für die Polizei Gold wert ist. Ihr wird nämlich nachgesagt, ein nahezu fotografisches Gedächtnis zu haben.

Laut Irma soll der Schütze zwischen 35 und 40 Jahren alt sein und einen eleganten, dunklen Baumwollmantel getragen haben. In einigen Quellen wird der Mantel als schwarz beschrieben, in anderen als blau. Das könnte auf Spekulationen der Zeitungen zu der Zeit zurückgehen, die diskutiert haben, ob ihre Beschreibung eines dunklen Mantels also auch bedeuten kann, dass er blau ist. Aber Irma hat später betont, dass sie sich aufgrund ihres fotografischen Gedächtnisses sicher ist, dass der Mantel des Mannes eigentlich nicht blau sei. Wobei sie sich aber sehr wohl sicher ist, sind die dunkle Hornbrille und der weiche Filzhut, die sie an ihm erkennen konnte. Mit seiner Aktentasche in der Hand hätte er sehr wahrscheinlich für die meisten als Geschäftsmann durchgehen können. Die Phantombildzeichnung, die die Polizei auf Grundlage ihrer Beschreibung erstellt, wird der Öffentlichkeit aber nicht zugänglich gemacht, weil Irma damit unzufrieden ist. Aber innerhalb der Polizei wird das Bild natürlich verteilt. Die Polizeibehörden im ganzen Land erhalten die Zeichnung und damit beginnt eine der umfangreichsten Fahndungen, die Dänemark je gesehen hat. Für diesen Fall werden fast 100.000 Ermittlungsstunden zusammenkommen. Das entspricht bei einer 40-Stunden-Woche fast 50 Arbeitsjahren.

Also einem ganzen Berufsleben eines einzelnen Ermittlers. Außerdem werden knapp 20.000 Menschen befragt. Eine ganze Stadtbevölkerung, die ihre Aussagen beisteuert, um Stück für Stück Licht ins Dunkel zu bringen. Auch Oskar und Adoptivtochter Lisbeth werden umgehend zum Haus gerufen. Lisbeth sagt den Reportern später, dass sie den Anblick nie vergessen wird, der sie beim Betreten des Hauses erwartet hat. Oskar, der aus dem Unterricht geholt wird, der bricht zusammen, als er in die Villa zurückkehrt. Man erzählt ihm erst vor Ort, was passiert ist. Als er die Nachricht hört, da fällt er auf die Knie und stößt einen lauten Schmerzensschrei aus. Er ruft, sie haben sie umgebracht. Ein Satz, der bei einigen für Verwunderung sorgt, aber dazu kommen wir noch.

Denn die Polizei hat jetzt erstmal alle Hände voll zu tun. Da viele der wohlhabenden Einwohner in Aarhus in Villen in der Umgebung wohnen, gibt es durchaus auch einen immensen politischen Druck, schnell Ergebnisse zu erzielen. Und die ersten lassen nicht lange auf sich warten. Laut den Zeugenaussagen eines Metzgers und einer Fahrlehrerin soll der Mörder in ein Fahrzeug gestiegen sein, genauer gesagt in einen grünen Morris Mascot Mini Cooper. Das ist ein kleiner, kompakter Wagen, ganz typisch für Minis. Man könnte fast sagen, dass er würfelförmig ist. Mit seiner moosgrünen Farbe ist es wahrscheinlich das perfekte Auto, um nicht groß aufzufallen. Deswegen konzentriert sich die Polizei auch weiter auf das Fahrzeug.

Interessanterweise soll die Familie der Fahrlehrerin wenig später einen seltsamen Anruf erhalten haben. Ein Mann habe sie nach der Schießerei in Heubier gefragt. Dabei wissen nur die Polizei und die Familie, dass die Fahrlehrerin eine Zeugin im Fall ist. Der Anrufer bleibt unbekannt und es treten noch mehr Probleme auf. Denn nicht alle Zeugenaussagen stimmen überein. Laut einigen Aussagen ist der Mann möglicherweise nämlich gar nicht in ein Auto gestiegen. Eine Aussage zufolge soll er zu Fuß in den nahegelegenen Wald verschwunden sein, wo sich die Einsatzzentrale der Marine befindet, aber dazu später mehr. Andere behaupten, er hätte einen Bus genommen, mit dem er ins Zentrum von Arus gefahren sei.

Und auch wenn die Polizei versucht, den verschiedenen Aussagen nachzugehen, bleiben positive Ergebnisse leider aus. 40 verschiedene Ermittler arbeiten auf Hochtouren an dem Fall. Wälder werden durchsucht, Seen ausgebaggert, aber sie kommen einfach nicht weiter. Die überraschend professionelle Art des Mordes führt nicht nur zu allerlei Spekulationen in den Medien, sondern auch dazu, dass die Behörden kaum Anhaltspunkte finden können. Dazu kommen noch weitere Probleme. Die Polizei wird von den Zeitungen als unerfahren beschrieben und es gibt kaum geeignete Verfahren für die Bearbeitung eines solchen Falls. DNA-Tests beispielsweise werden erst knapp 20 Jahre später im Rahmen von Polizeiarbeiten durchgeführt. Die Liste geht aber noch weiter, denn 1967 gibt es noch nicht die übliche Absperrung von Tatorten wie heute, wodurch wichtige Hinweise verloren gehen.

Der Polizei wird außerdem vorgeworfen, wichtige Zeugen nicht gründlich genug befragt zu haben. Und trotz einer Täterbeschreibung, die ja dank Haushälterin Irma auf einem fotografischen Gedächtnis beruht, könnte die Beschreibung zu der Zeit auf viele Männer passen. Der Mörder wollte sich wahrscheinlich bewusst unauffällig verhalten. Die Polizei fokussiert sich also besonders auf drei Dinge. Das grüne Auto, in das der Täter gestiegen sein soll. der ballistische Bericht von den Schüssen, die er am Tatort abgefeuert hat, und mögliche Motive des Täters, die im Zusammenhang mit der Beziehung zwischen Marie und Oskar stehen. Die Polizei will nämlich nichts ausschließen, auch nicht die Vermutung, dass es sich um einen Auftragsmord handeln könnte. Fangen wir mal damit an, was der Täter neben all dem Schmerz am Tatort zurückgelassen hat. Da wären nämlich die vier Patronen. Der Mann hat ja dreimal auf Marie geschossen und einmal auf Irma. Die Polizei stellt recht schnell fest, dass es sich um eine 9mm-Waffe der Marke Walter P38 handeln soll. Das ist eine deutsche Waffe, die zu der Zeit in Dänemark die am häufigsten verwendete Handfeuerwaffe ist. Und auch wenn die Polizei nicht viel mehr Informationen aus der möglichen Tatwaffe herausbekommt, so sind die Patronen durchaus von einem größeren Interesse. Vielen Dank.

Dabei handelt es sich nämlich um die sogenannte Gecko-55. Diese Munition wurde 1955, also zwölf Jahre vor dem Mord, in Westdeutschland hergestellt und von der westdeutschen Polizei verwendet. Allerdings verkaufen die deutschen Behörden den Produktionsüberschuss auch ins Ausland. Dadurch werden etwa 2000 dieser Gecko-Patronen nach Dänemark importiert. Und die landen wiederum an den verschiedensten Stellen, beispielsweise dem Geologischen Dienst Grönlands, an den 500 Patronen gegangen sein sollen. Hunderte Menschen, die in Verbindung mit der Forschungseinrichtung stehen, werden von der Polizei befragt, aber leider ohne Ergebnis.

Genauso hat eine Zeitschrift namens Jagd und Angeln in Aarhus 200 Gecko-Patronen gekauft. Da sie aber nicht mehr genau angeben kann, an wen sie die Munition weiterverkauft hat, verlaufen die Ermittlungen auch hier im Sande. Der Großteil der Patronen geht aber an das dänische Militär. Und ein wichtiger Stützpunkt des dänischen Marineoperationskommandos liegt in den Wäldern, genau in der Nähe von Oskars und Maries Villa. Deswegen spekulieren die Zeitschriften auch, ob die Haushälterin mit ihrer Beschreibung eines dunklen Mantels beim Täter nicht auch einen dunkelblauen Mantel gemeint haben könnte. Immerhin soll der Täter laut einigen Zeugenaussagen nicht weggefahren, sondern in den Wald gelaufen sein, wo ja die Einsatzzentrale liegt. Aber wir haben euch ja bereits erzählt, dass sich Irma mit ihrem fotografischen Gedächtnis ziemlich sicher ist, dass es sich nicht um einen dunkelblauen Mantel handelt. Die Polizei hält sich mit ihren Ermittlungen gegenüber den Medien ziemlich bedeckt, was natürlich auch entsprechend kritisiert wird. Aber sie muss selbst wohl auch der Meinung sein, dass es keinen Sinn ergibt, weiter in Richtung Militär zu ermitteln. Die Frage bleibt nur, ob aus Mangel an Erfolgen oder weil sie darüber einfach nicht sprechen dürfen.

Bleiben also noch zwei konkrete Möglichkeiten, denen die Polizei nachgeht. Aber bevor wir zum Auto kommen, müssen wir noch über die Beziehung zwischen Oskar und Marie sprechen. Denn obwohl die Ehe der beiden in der Öffentlichkeit meistens als makellos wahrgenommen wird, soll es vor Maries Tod ziemliche Probleme gegeben haben. Oskars Alkoholkonsum soll zu einem richtigen Alkoholproblem ausgewachsen sein. Und nur zwei Jahre vor Maries Ermordung soll er ihr eine Affäre vorgeworfen haben. Nach Maries Tod melden sich zwar auch viele Menschen, die angeben, eine Affäre mit ihr gehabt zu haben, aber die meisten Aussagen kann die Polizei direkt ausschließen. Eine außereheliche Affäre als Mordmotiv, also dass Oskar beispielsweise den Mörder auf seine Ehefrau angesetzt hat, schließt die Polizei entsprechend schnell aus. Im Buch Maries Mörder vermutet der Autor Pierre Coe, dass ein gewisses Dokument der Schlüssel zum Mord ist.

Am 3. November, also nur sieben Tage bevor Marie ermordet wird, ändert Oskar sein Testament. Im Falle seines Todes erbt Marie den Großteil seines Vermögens. Dabei hat Oskar ja zwei Kinder. Einmal Adoptivtochter Lisbeth und Sohn Steen, der ja bei seiner vorherigen Ehefrau lebt. Und um die Argumentation des Autors zu verstehen, müssen wir etwas weiter ausholen. Oskar ist ja unfruchtbar. Deswegen adoptieren sie 1947 ja auch Lisbeth. Aber so ein Stehen ist eben nicht adoptiert. Er entspringt einer Affäre, und zwar zwischen Oskars Ex-Frau und einem seiner politischen Kollegen namens Jörn.

Alle Beteiligten wollen das unbedingt vertuschen, auch weil Oskar und Kollege Jörn jeweils in der Politik tätig sind. Da kann man keinen Skandal gebrauchen. Deswegen erklärt sich Oskar bereit zu lügen und erkennt es denen öffentlich als sein Kind an. Dafür zahlt er eine riesige Menge an Unterhalt. Und all das nur, um nicht öffentlich als betrogener Ehemann und als unfruchtbar bloßgestellt zu werden. Autor Co. vermutet, dass dieses neue Testament dazu dient, den vermeintlichen Sohn zu enterben und dass es am Nachmittag des Mordes offiziell registriert werden sollte. P.A. Co. vermutet weiter, dass Jörn, also der leibliche Vater von Steen, es vermutlich gar nicht gut gefunden hätte, dass sein Sohn auf das Erbe verzichten muss. Und auch Marie hätte das Testament unterzeichnen müssen. Die Schlussfolgerung des Autors, Jörn, Stehns leiblicher Vater, soll Marie getötet haben, damit das Neue Testament nicht gültig wird und Stehn nach wie vor erbt. Ein anderes Buch mit dem Titel Im Schatten von Heubier beschäftigt sich genauer mit Jörn. Geschrieben wurde es von Lene Porsche, Jörns Adoptivtochter.

Lene Porsche hat mit diesem Buch ein Porträt über ihren Adoptivvater verfasst. Sie stellt ihn als Psychopathen dar, der sich makellos kleidet, ein Pfeiler der Gesellschaft und Mitglied des Parlaments ist, der seine Familie privat, aber extremer und sadistischer Gewalt aussetzen würde. Aber trotzdem ist sie sich unsicher, ob er wirklich zu einem Mord fähig wäre. Und obwohl diese ganzen Theorien, also zur Waffe und der Affäre, durchaus plausibel erscheinen, passen sie nicht zu allen Fakten. Das Dokument wäre auch ungültig geworden, wenn Oskar gestorben wäre. Es hätte also genauso gut ihn treffen können. Hätte Jörn wirklich einen Mord verüben wollen, dann doch eher direkt an Oskar, der ja sicherlich auch viele politische Geheimnisse über Jörn auspacken könnte. Da scheint Marie nicht unbedingt das erste Ziel zu sein. Außerdem gibt es keine Hinweise darauf, dass irgendjemand außer des Ehepaars und ihrer Anwälte von der Existenz des Testaments wusste.

Weiß Oskar hier aber vielleicht doch mehr, als er der Polizei sagen will? Als er am Tag der Ermordung seiner Frau in der Villa ankommt, ruft er ja, sie haben sie umgebracht. Was bei vielen für Verwunderung sorgt. Das bringt ihm den Ruf ein, mehr zu wissen, als er preisgeben will. Und dann, 1974, sieben Jahre nach der Ermordung, erzählt er einem Freund im betrunkenen Zustand tatsächlich, dass er wisse, wer seine Frau getötet hat. Bevor er ihm aber erzählt, was er zu wissen glaubt, schwört Oskar, dass er selbst nie wieder darüber sprechen werde.

Und damit kommen wir zum grünen Auto zurück, das Zeugen ja mit dem Mord in Verbindung gebracht haben. Während die Polizei andere mögliche Fluchtrouten, etwa zu Fuß oder mit dem Bus, relativ schnell ausschließen kann, bleibt das eher unauffällige grüne Auto aber noch länger im Fokus der Ermittlung. Der Anwalt der Familie, der heißt Siegwald, der meldet sich nämlich kurz vor dem Mord, dass sein Auto gestohlen wurde. Und dabei handelt es sich um einen grünen Mini. Genau um den Wagen, den mehrere Zeugen als Fluchtfahrzeug identifiziert haben wollen. Die Anwaltskanzlei nutzt ihn als Geschäftswagen. Es haben also mehrere Personen Zugriff darauf. Ist es nun riesiger Zufall, dass der Fluchtwagen über den Anwalt mit der Familie verknüpft werden kann? Siegwald hat zumindest ein wasserdichtes Alibi. Denn zur Zeit des Mordes ist er in den USA, weit weg von Dänemark. Aber sein Kollege Hugo gerät stattdessen unter Verdacht. Der vertritt Siegwald nämlich während seiner Abwesenheit und kümmert sich auch um die Belange der Familie von Marie und Oskar. Viele Buchautoren, die sich aus verschiedenen Perspektiven mit dem Fall beschäftigt haben, die vermuten, dass Hugo ganz direkt in Verbindung mit dem Mord steht. Dass das Verhältnis zwischen dem Ehepaar doch mit mehr Problemen behaftet ist, als es öffentlich den Anschein macht, darüber haben wir schon gesprochen. Diese Theorie geht aber so weit, dass sogar eine Scheidung kurz bevorstand.

Oskar hätte aus deren Ehevertrag aussteigen wollen, also nichts bezahlen wollen, sollte es zur Scheidung kommen. Laut dieser Theorie soll der Anwalt Marie schließlich ermordet haben, damit Oskar sein Geld behält.

Aber ergibt das wirklich Sinn? Einer der besten Anwälte von Aarhus ermordet eine seiner Mandantinnen? Und das ohne wirklich persönliches Interesse daran zu haben? Allerdings entspricht Anwalt Hugo schon eher der Beschreibung von Irma, die der Polizei ja die Personenbeschreibung geliefert hat. Er ist zum Zeitpunkt des Mordes 39 Jahre alt, hat Zugriff auf den grünen Mini und besitzt eine Walter P38.

Also das Modell, das die Polizei ja als Tatwaffe vermutet. Gleich drei Haken können hier also gesetzt werden. Aber als sie endlich das grüne Auto der Kanzlei finden und es untersuchen, da kommen sie zu dem Schluss, dass es sich nicht um das Fluchtauto handelt. Und auch als sie die Walter P38 von Hugo analysieren, da stellen sie fest, dass es nicht die Tatwaffe ist. Damit bricht eine Spur nach der anderen für die Polizei weg, die zum Erfolg in diesem Fall führen könnte. Sie muss irgendwann einsehen, dass sie kein Motiv für den Mord ausfindig machen kann. Aber die Theorien enden noch lange nicht und werden teilweise sogar noch abstruser. Ja, beispielsweise soll Marie nämlich mit einer Frau namens Grede Bartram verwechselt worden sein. Eine Frau, die während des Zweiten Weltkriegs in Aarhus gelebt hat. Grede sah Marie durchaus ähnlich. Sie hat mit den Nazis im Dienst der Gestapo kollaboriert und 53 dänische Widerstandskämpfer verraten. Darunter ihren eigenen Bruder, ihren Ehemann und Freunde. Nach dem Krieg wird sie zum Tode verurteilt.

1947 wird das Todesurteil aber zu einem Leben im Gefängnis abgewandelt. Nach zehn Jahren im Gefängnis lässt man sie 1956 dann aber doch vorzeitig frei und sie zieht nach Schweden. Vielleicht wollte sich jemand an Grede für ihre Kriegsverbrechen rächen und hat die beiden Frauen dann verwechselt. Andere Theorien gehen davon aus, dass Marie von einem wütenden Schüler von Oskar umgebracht wurde oder dass sie sogar eine Spionin gewesen sei. Einige Theorien sagen, sie hätte für das Marine Operationskommando, das in der Nähe stationiert ist, gearbeitet. Andere sagen, sie hätte dagegen gearbeitet und das ausspioniert. Zur Spion-Thematik äußert sich Oskar auch gegenüber der Presse. Er sagt nämlich, ich persönlich glaube, dass es ein Spion gewesen sein könnte, der meine Frau getötet hat. Nicht, weil sie etwas mit diesen Kreisen zu tun hatte, sondern weil man fälschlicherweise annahm, dass sie etwas wusste. Es ist, als würden alle, die über den Fall diskutieren, ihre ganz eigenen Theorien ins Spiel bringen. So meinen manche, dass Marie in ihrem Keller, wo sie ja ihr Druckergeschäft am Laufen gehalten hat, Sowjetpropaganda gedruckt haben soll. In den 60er Jahren war der Kalte Krieg ja auf dem Höhepunkt. Selbst 2020, also mehr als 50 Jahre nach dem Mord, kommen noch neue Theorien dazu.

Christine Young veröffentlicht in dem Jahr ein Buch zu dem Fall und spricht von einer Quelle, die sie nur Wiebke nennt. Wiebke behauptet, dass ihr inzwischen verstorbener Ehemann Marie ermordet haben soll.

Er war an jenem Tag am November 1967 in der Nähe des Tatorts und Wiebke hätte sich gewundert, warum er nicht nach Hause kommt, während sie mit dem Essen auf ihn wartet. Am nächsten Tag wären zwei Zivilbeamte vor ihrer Tür aufgetaucht und wollten ihren Mann sprechen, der im Laufe des Tages auch zurückgekommen ist. Und nachdem sie miteinander gesprochen haben, brachten sie ihn zur Polizeistation. Wiebke fand alles daran ziemlich komisch, besonders weil sie auch einen grünen Mini hatten. Der ja im Zusammenhang mit dem Mord gesucht wurde. Sie behauptet außerdem, dass ihr verstorbener Mann ein Spion für Ostdeutschland gewesen sein soll. Allerdings kann sie das nicht beweisen. Aber das Phantombild, das die Haushälterin Irma der Polizei gegeben hat, würde starke Ähnlichkeiten zu ihrem Mann aufweisen. Und wo wir gerade von Irma, der Haushälterin, sprechen, natürlich fällt auch sie bei einigen unter Verdacht, für Maries Tod verantwortlich zu sein.

Laut einem ersten Bericht der Polizei soll sie im Krankenhaus ausgesagt haben, dass sie die Tür geöffnet habe und nicht Marie. Das würde bedeuten, dass der Mörder kein Problem damit hatte, dass Irma ihn identifizieren kann. Und der Schuss auf sie war scheinbar auch nicht so ausgeführt, dass er tödlich endet. Aber 1968 fordert Irma die Polizei auf, die Überwachung zu ihr einzustellen. Was uns selbst ein bisschen verblüfft. Denn die Polizei kommt dem Wunsch nach. Vielleicht, weil sie auf die Kooperation mit Irma und ihrem fotografischen Gedächtnis angewiesen sind. Vielleicht aber auch nur, weil der Bericht, dass sie die Tür als erstes geöffnet hat, eh korrigiert wurde und sie deswegen aus dem Fokus der Ermittlung rückt.

Aber die Frage bleibt, ob es sich hierbei um ein perfektes Verbrechen handelt. Ein Mord, der scheinbar kein Motiv hat und nicht aufgeklärt werden kann. Im August 2021 tritt die dänische Polizei erneut vor die Kameras. Aufgrund neuer Informationen wurden 2018 erneut Ermittlungen aufgenommen. Dreieinhalb Jahre lang führen die Beamten DNA-Analysen mit modernster Technik durch, befragen Zeugen und graben zwei Grundstücke in Heubiel um, wo die Tatwaffe vermutet wird.

Bei ihren Untersuchungen führt sie der Weg sogar bis nach Kanada. Beamte sollen einen 90-jährigen Mann, der als Mordverdächtiger gehandelt wird, dort befragen. Der lässt aber nur über seinen Anwalt ausrichten, dass er mit dem Mord nichts zu tun habe und sich ansonsten nicht äußern möchte, weil er aufgrund seines hohen Alters Angst habe, eine falsche Aussage zu machen. Und weil die Beweislage für eine Festnahme nicht ausreicht, wird der Mann auch nie verhört. Im Oktober 2020 verstirbt er im Alter von 93 Jahren. Die Behörden versuchen zwar darüber hinaus weiter zu ermitteln, finden aber keine stichhaltigen Beweise. Damit muss die Polizei den Fall nach der Pressekonferenz im August 2021 wieder zu den Akten legen. Nur wenn neue und absolut entscheidende Informationen vorliegen, sollen die Ermittlungen wieder aufgenommen werden. Bis heute bleibt der Fall leider ungelöst. Oskar soll die Villa nach dem Mord unverändert gelassen haben. Als ihn ein Anwalt kontaktiert, der die Villa günstig übernehmen will, bricht Oskar das Gespräch wütend ab. Er fällt in eine langjährige Depression.

Manche sagen, er sei schließlich an einem gebrochenen Herzen verstorben. Die Chance schwindet, Maries Tod doch noch aufzuklären. Vielleicht erhalten wir irgendwann durch technologische Fortschritte in der Zukunft einen Einblick, was damals am 10. November 1967 wirklich passiert ist. Bis dahin bleibt Marie aber unvergessen, in den Herzen ihrer Familie und denen der dänischen Bevölkerung, die bis heute über ihren Tod rätselt.

Also ich denke mal, dass bei euch da draußen gerade der Kopf am Rauchen ist mit den ganzen Theorien und ich sehe es auch ein bisschen an dir gerade. Ja, ein Kopf raus voll. Deswegen, was passiert da gerade im Kopf? Wir hatten, glaube ich, schon lange keinen Fall mehr, bei dem wir über so viele mögliche Theorien sprechen konnten. Dadurch, dass der Fall eben leider ungelöst ist, kann man ja in die verschiedensten Richtungen denken, die wir heute schon mal angesprochen haben. Und ich würde sagen, wir versuchen einfach mal, die ganzen Theorien durchzugehen. Aber ich möchte vorher sagen, dass ich das so krass finde, dass man ja schon viel über den Täter weiß durch die Beschreibung von Irma und dass man den trotzdem nicht finden konnte. Man möchte es wirklich kaum glauben, aber ich habe auch irgendwo das Gefühl, dass diese ganzen Theorien sich irgendwann einfach nur noch im Weg stehen, weil diese wahre Theorie, die vielleicht irgendwo dazwischen drin steckt, so sehr überhäuft wird von diesen tausenden Wegen. Ich meine, wie viele Ermittlungsstunden waren es? Knapp 100.000 Ermittlungsstunden, die da zusammenkommen.

Knapp 20.000 befragte Menschen. Das muss man sich mal vorstellen, was das für ein Aufwand ist einfach. Und ich will jetzt überhaupt nicht über Polizeiversagen sprechen oder so, aber ich kann mir vorstellen, dass bei so einem riesigen Aufwand es auch nicht einfach ist, da überall so den Überblick zu behalten. Vielleicht ist da auch irgendwo mal was verloren gegangen, wer weiß. Ja, da sagst du auch schon Stichwort, wir können ja mal da anfangen oder ganz vorne starten, nämlich am Tatort. Erstmal klingt das natürlich super, dass die Haushälterin ein fotografisches Gedächtnis hat und deswegen eben so eine genaue Täterbeschreibung abgeben kann. Also das ist ja für die Ermittler eigentlich der Best Case, dass man da jemanden hat, der sich so genau erinnert, weil oft ist es ja so, dass natürlich Zeugen erstmal total aufgewühlt sind, stehen unter Schock und erinnern sich vielleicht nicht an alles und verändern ja auch Aussagen später wieder.

Aber da hat man hier ja eigentlich so das beste Beispiel für eine Täterbeschreibung. Und deswegen finde ich das ja so komisch, dass man da niemanden finden konnte. Aber so die erste Theorie, die für mich am plausibelsten klingt, geht in Richtung Erbe. Weil es geht ja oft einfach ums Geld. Und da sind wir jetzt bei dem Sohn Sten, der ja nicht der Adoptivsohn ist, sondern ja der leibliche Sohn von der Ex-Frau und dem politischen Kollegen von Oskar, der angeblich aus dem Testament gestrichen werden sollte. Und das ist für mich jetzt erstmal die plausibelste Theorie. Wie geht es dir damit? Also ich finde es super interessant, dass wir beide eine Geldtheorie haben, die aber trotzdem unterschiedlich ist, was also auch schon wieder diese Besonderheit des Falls zeigt, dass es, wie du schon sagst, wir haben ja sehr oft ein Geldmotiv und dann ist es aber trotzdem auch eher eine Theorie, die dann zur Lösung führt. Ich habe nämlich jetzt auch nochmal, wo wir darüber gesprochen haben, darüber nachgedacht. Marie hat der Person die Tür geöffnet und halbwegs vertraut gewirkt. Weil sie mit dem ja gleich ins Büro gegangen ist. Genau.

Die scheinen sich also gekannt zu haben. Und deswegen wäre meine Vermutung eher, Thema Geldmotiv, dass es vielleicht doch der Anwalt war. Also geldtechnisch Oskar vielleicht, wegen der Scheidung, dass er nicht so viel dann bezahlt im Zweifel. Dass wir also wirklich alleine schon zwei Geldtheorien einfach haben, finde ich so krass. Und du meinst damit, dass der Anwalt, beziehungsweise nicht der Hauptanwalt, sondern der, der den vertreten hat, der Hugo, dass Marie den kannte, weil es so der Familienanwalt oder Alternativanwalt ist und dass ihr aber nicht klar war, dass er sie jetzt umbringen wird, damit Oskar sein Geld behält, sag ich mal, einfach ausgedrückt. Genau, weil er hat so eine Waffe, die scheinbar diese Patronen auch abgefeuert hat. Die haben so ein Firmenauto, in das auch Leute gesehen haben, dass der Unbekannte eingestiegen sein soll. Der grüne Mini, ja. Genau, der grüne Mini. Sie haben sich scheinbar doch gekannt und irgendwie finde ich das, also warum ich zum Beispiel eher sage, also eher denke, warum es jetzt nicht diese Richtung über Jörn ist, der leibliche Vater von Sten ist. Auch das ist in dieser True-Crime-Story alleine schon eine absolut abstruse Geschichte. Weil wir haben es ja auch in der Folge so ein bisschen gesagt, warum wäre sie direkt das Ziel und nicht Oskar direkt?

Weil Oskar hätte ja zum Beispiel dann, wenn er rausgefunden hätte, er meinte ja auch, er wüsste, wer es ist. Auch wenn er ja später gesagt hat, Spione. Also ich weiß nicht, da sind auch wirklich so viele unterschiedliche Themen mit drin. Nein, Spionage glaube ich nicht. Das kommt ja meistens an einen Punkt, wo es schon super viele Theorien gibt. Da kommt noch einer um die Ecke und sagt, jemand war ein Spion in der Geschichte. Das glaube ich nicht. Denke ich nämlich auch. Und da könnte ich mir vorstellen, wenn Oskar dann das rausgefunden hätte, dass er auch so ein kleines politisches Geheimnis, nicht über Stehen, sondern über Jörn dann beispielsweise erzählt hätte. Das schließt für mich so ein bisschen diese Richtung aus. Aber diese Anwalttheorie, die blieb wirklich die ganze Zeit in der Recherche auch haften im Kopf, muss ich sagen. Weißt du, was ich dann aber trotzdem bei allen möglichen Theorien komisch finde? Irma, die Haushälterin, wurde ja auch angeschossen mit einem Schuss, hat aber überlebt.

Marie wurde mit drei Schüssen getötet. Warum hat man die Zeugin, die Haushälterin, am Leben gelassen? Man hätte sie ja auch ausschalten können, sodass es keine Zeugin gegeben hat. Jetzt hat sie aber überlebt mit einem Schuss und sie hat dann ja mit ihrem fotografischen Gedächtnis die Beschreibung abgegeben. Was ist, wenn sie eine falsche Beschreibung abgegeben hat? Also wenn die da auch irgendwie involviert ist oder man ihr Geld geboten hat und sie diese ganze Täterbeschreibung, jetzt hört man hier übrigens eine Kirche.

Also wir hören sie zumindest, ich hoffe ihr gerade nicht. Also was ist, wenn die die Beschreibung einfach gefakt hat und deswegen konnte man den wahren Täter nie finden, weil die Beschreibung einfach nicht stimmt und am Ende hatte der einen Basecap auf, einen roten Mantel und es stimmte einfach gar nichts, was sie gesagt hat. Auch das kann sein, klar, absolut. Also ich meine, es haben zwar auch Leute draußen die Person eher so in die Richtung beschrieben, wie Irma sie ja auch beschrieben hat, aber nicht so spezifisch, die haben sie ja eher als... Also unauffällig generell so beschrieben, was ja passen könnte. So wie die Person beschrieben wird, ist sie ja zu der Zeit sehr unauffällig mit diesem Mantel. Ja, überleg mal, du gehst in Berlin spazieren, dann fallen dir ja nicht die Leute auf, die unauffällig sind, sondern die auffälligen Leute. Und wenn ich dich frage, hey, in der letzten halben Stunde ist ein Mann mit einem Filzhut und einem dunklen Mantel an dir vorbeigelaufen, beschreib mal sein Gesicht. dann könntest du das nicht, weil da für dich halt sehr unauffällig war. Da guckst du dann ja gar nicht so hin. Das kennt man ja auch. Da kommen dann, deswegen sind Zeugenaussagen ja auch nicht immer so super perfekt, wie man das irgendwie im Fernsehen immer glaubt. Da kommen dann auf einmal komplett neue Details rein, die die Person so gar nicht getragen hat.

Aber ja, da ist Irma, wenn sie keine Falschaussage getroffen hat, wenn sie wirklich die Wahrheit gesagt hat, war sie ja wirklich Gold wert. Ey, ich sag dir ehrlich, mit der Phantomzeichnung, Ich sehe dein Gesicht sehr oft in der Woche und trotzdem würde es mir super schwer fallen, von dir eine Phantomzeichnung anfertigen zu lassen bei der Polizei. Also ich finde, das ist gar nicht so einfach, dass das am Ende aus meinem Gedächtnis bei dem landet, wie du wirklich aussiehst. Das ist ein voll guter Punkt, weil wenn ich gerade so überlege...

Oder ohne Foto, ohne Video ist das voll schwer. Also ganz grob würde ich es schon hinbekommen. Aber ich glaube, wenn ich das jetzt machen würde, mit jemandem zusammen in einem Computerprogramm, würdest du am Ende jetzt nicht sagen, jo, ihr habt mich 100% getroffen. Ich kann mich auch erinnern, ich war damals nicht live mit dabei, aber als ich noch bei der Polizei im Social Media gearbeitet habe, gab es auch mal, da waren Kollegen, Kolleginnen bei dem, Phantombildzeichner und ich kann mich erinnern, dass sie da auch so testweise ein Phantombild haben zeichnen lassen und, Es sah nicht so unbedingt aus wie das Original. Nee, nee, nicht von mir, von irgendjemand anderem. Wahrscheinlich aus dem Team. Aber es sah jetzt nicht eins zu eins so aus. Oder? Ist doch schwierig. Aber ich glaube, es soll ja auch am Ende des Tages nur so Anhaltspunkte bieten. Aber guck mal, die eine Frau hat ja gesagt, das Phantombild sah ihrem verstorbenen Ehemann sehr ähnlich. Und dann ist es natürlich schon wieder scheiße, wenn sie Anhaltspunkte in dem Bild gesehen hat und der wahre Täter aber eigentlich anders aussah. Also ja, es gibt einfach so viele Theorien, Gedankengänge hier in diesem Fall und ich finde keine ist so richtig offensichtlich. So ja, wir haben jetzt beide diese Geldnummer hervorgehoben, aber so ganz eindeutig ist das ja überhaupt nicht. Absolut. Also was wir hier gesagt haben, kann genauso gut nah an der Wahrheit dran sein, wie es wirklich so weit wie nur möglich entfernt sein kann. Vielleicht ist es was komplett anderes, worüber wir vielleicht sogar heute nicht mal gesprochen haben, obwohl wir ja schon viele Theorien abgedeckt haben.

Aber ich glaube, dass Marie selbst unschuldig ist. Also dass sie selber keinen Dreck am Stecken hatte. Also dass sie keine Spionin war. Auch keine Affäre meinst du? Dass sie irgendwas damit zu tun hat, sondern dass sie vielleicht sogar Kollateralschaden ist. Keine Ahnung. Ja, also das auch nochmal ganz kurz zum Ende. Warum haben so viele Leute angerufen, also ich glaube auch, dass sie nicht irgendwie sich da was zu Schulden kommen lassen, aber warum haben da so viele Leute ein Geltungsbedürfnis, nachdem da ein Mord passiert ist, anzurufen und zu sagen, ja, ich hatte eine Affäre mit der.

Wie kommst du auf sowas? Ja, im ersten Moment fragt man sich, wie kann das sein, wenn es nicht stimmt? Wie kommt man drauf? Auf der anderen Seite gibt es einfach so komische Menschen auf der Welt, die genau dieses Geltungsbedürfnis haben und diese Macht irgendwie toll finden, der Polizei gegenüber mehr Wissen zu haben als sie in dem Moment. Und also, keine Ahnung, vielleicht gibt es bestimmten Leuten auch den Kick, dass sie da die Polizei auch verwirren, in die falsche Richtung bringen können. Weißt du, das ist ja dann ein Machtgefühl, Machtgefälle, was da aufgemacht wird. Vielleicht finden das einige toll. Wollte ich gerade sagen, genau, das mit der Verwirrung der Polizei gegenüber, sprichst du was an und alles schon erlebt. Stimmt, doch, das ist ein guter Punkt tatsächlich. Ich habe am Ende noch eine ganz andere Frage an dich, die ja vielleicht spannend sein kann für die Zuhörerinnen und Zuhörer. Du bist ja mittlerweile im Team der Experten für Fälle mit nicht englischsprachigen Quellen. Du hast ja auch den japanischen Fall recherchiert, jetzt den dänischen. Wie ist denn das für dich in der Recherche? Also klar gibt es DeepL und ChatGPT und was weiß ich für Tools, die dir helfen können bei der Übersetzung.

Aber ja, wie ist denn das für dich gewesen in deiner alltäglichen Arbeit damit? Ich muss sagen, ich kann wirklich null Japanisch und ich kann null Dänisch. Aber alleine dadurch, dass man wenigstens so ein paar Worte, ich sag mal, lesen konnte im Dänischen, war das noch, es fühlte sich zumindest einfacher an als der japanische Fall damals. Ich muss sagen, die Übersetzungstools sind richtig, richtig gut geworden. Also man kann sich da wirklich sicher sein in der Übersetzung und es gibt ja auch zum Glück dann noch andere Literatur, die auch auf Englisch ist. Dann wird das abgeglichen, wir nutzen ja nicht nur eine einzige Quelle so. Und dann kannst du ja auch nochmal checken, was sagt die englische Quelle beispielsweise und was sagt die primär japanische Quelle oder dänische Quelle mit meiner Übersetzung, mit meinem Übersetzungstool. Und muss ich echt sagen, es funktioniert echt gut. Also diese Übersetzungstools, Hut ab. Okay, dann würde ich sagen, schreibt uns doch gerne bei Instagram, bei TikTok, bei YouTube, wo ihr wollt, in welches Land sich Patrick demnächst einarbeiten soll.

Ja, aus welchem Land er uns hier einen wahren Kriminalfall vorbereiten soll, da würde ich mich doch freuen. Vielleicht kommt da bald ein portugiesischer Fall oder ein südafrikanischer Fall. Das ergibt keinen Sinn. Das wird meistens auf Englisch sein, aber keine Ahnung, einen chinesischen Fall oder so. Das wäre auf jeden Fall wild. Besonders, weil auch so die asiatischen Fälle, habe ich mitbekommen, sehr häufig sehr brutal sind. Da müssen wir mal gucken. Aber damit würde ich sagen, nach einer doch recht langen Diskussion, oder? schließen wir die Akte für heute und wir hören uns kommende Woche Dienstag wieder überall, wo es Podcasts gibt. Wir sind eure Hosts Anne Luckmann und Patrick Strohbusch. Redaktion Patrick Strohbusch. Schnitt Anne Luckmann. Intro und Trainer gesprochen von Pia Rohnersachse. Producer Falko Schulte. Die Schwarze Akte ist eine Produktion der Julep Studios. Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!