Music.

Schwarze Akte, Barbara und Hans sind gerade im Wald unterwegs, nahe ihrer Tausendseelen-Gemeinde in Bayern. Sie suchen nach Preiselbären. Diese kleinen roten Bären leuchten am Waldboden und das Ehepaar muss sich tief hinunterbeugen, um sie zu pflücken. Das Waldstück liegt direkt zwischen zwei Gemeinden in der Oberpfalz, nur wenige Kilometer von der nächstgrößeren Stadt Weiden entfernt. Unter den dichten Bäumen ist es kühler als auf den Feldern, aber die schwülen 30 Grad merkt das Paar bei jedem einzelnen Schritt. Eine leichte Brise weht Barbara durchs Haar. Der kleine Korb mit roten Beeren in ihrer Hand wird immer voller, während Barbara mit Hans durchs Unterholz schlendert. Bis auf ihre Schritte und ein paar Vögel ist nicht zu hören. Es ist ein ruhiger Sonntag. Als der Wind plötzlich dreht und wieder durch Barbaras Haar weht, ist da dieses Mal nicht nur die warme Sommerluft auf ihrer Haut. Das, was ihr entgegenschlägt, ist so beißend, dass sie nach Luft schnappt und sich die Hand vor den Mund schlägt. Auch Hans muss der Gestank aufgefallen sein. Er kommt neben Barbara zum Stehen und seine Augen suchen die Bäume und den Waldboden vor ihnen ab. Es riecht faul und modrig, nach Aas und Kadaver. Es riecht nach Tod. Hans macht einen Schritt zurück und will offensichtlich in die entgegengesetzte Richtung weitergehen, aber Barbara bleibt stehen. Sie atmet flach und hält sich die Nase zu, geht aber weiter geradeaus.

Neugierig geht sie zwischen den Bäumen weiter in den Wald hinein. Der Gestank des Todes wird immer unerträglicher. Erst als ein Baum ihr den Weg versperrt, bleibt Barbara stehen. Der Stamm liegt mitsamt den Wurzeln auf dem Waldboden. Die knorrigen Wurzelarme greifen ins Nichts. Unter dem Wurzelballen liegen dürre Birkenzweige. Zu viele, als dass sie sich zufällig dort in der Kuhle gesammelt haben können. Barbara macht weitere zögernde Schritte auf den Baumstamm zu, bis sie an ihm vorbei in das Loch schauen kann, wo der massive Baum einst verwurzelt stand. Der Korb in ihrer Hand schlägt auf dem weichen Waldboden auf. Dutzende rote Bären purzeln auf dem Waldboden und verteilen sich um ihre Schuhe, während ihr Blick starr auf den Füßen liegt, die da vor ihr unter den dürren Zweigen hervorlogen.

Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft! Und damit herzlich willkommen zur neuen Folge der Schwarzen Akte. Wie immer mit euren Hosts Patrick Strohbusch und? Und mit Anne Lukmann. Hallo. Schön, dass ihr wieder mit dabei seid. Das und habe ich dir gerade so ein bisschen genommen. Wir sind heute in Bayern unterwegs. Verbindest du irgendwas Besonderes mit Bayern? Nicht mit Bayern, dem Bundesland an sich, sondern mit München. Und ja, München ist in Bayern, ist mir schon klar. Aber ja, ich habe eine ganze Weile immer mal wieder in München gelebt, weil ich ein Volontariat gemacht habe bei ProSieben. Und da gehört es eben dazu, dass man ab und zu auch vor Ort ist und die sind eben dort ansässig. Ja, deswegen, ich habe sehr, sehr viele schöne Erinnerungen mit München. Krass, okay. Bei mir kann ich mich nur erinnern, ich habe mal mit meiner Freundin spontan nach einem Urlaub gesucht. Und der war so spontan, dass wir in einem kleinen Städtchen namens Greding... Was irgendwo zwischen Ingolstadt und Nürnberg, glaube ich, ist. Wenn mich meine Geografiekenntnisse jetzt nicht im Stich lassen. Dass wir da auf jeden Fall was gefunden haben. Und ich muss sagen, das Städtchen war wirklich bezaubernd. Das war wunderschön. Ich kann mich noch an den einen Moment erinnern, wo wir in einem Restaurant gesessen haben und so eine alte Oma an uns vorbeigelaufen ist.

Ich weiß nicht, sagt man das so in so einer alten Zunft angezogen? Okay. Ich sage mal, mit so einem ganz alten Rock. und hat uns so voll freundlich gegrüßt und wir haben uns beide sofort in dieses kleine Dörfchen verliebt. Also falls ihr jemand aus Greding zuhört, schöne Grüße. Und meldet euch, schreibt uns bei Instagram. Ja, auf jeden Fall.

Tja, und der heutige Fall spielt auch in Bayern, nur nicht in Greding, sondern im Nordosten von Bayern in der Oberpfalz. Wir befinden uns in den 70er Jahren. Eine Zeit, in der die konservative und biedere Gesellschaft im Umbruch ist. Die 68er-Bewegung brachte eine Zeit des gesellschaftlichen Wandels und des kulturellen Umbruchs. Normen brechen auf, Sitten werden gelockert und Tabus im Zusammenhang mit Sexualität bröckeln. Und zwar so sehr, dass ein vermeintlich verschlafenes Städtchen mit 40.000 Einwohnerinnen und Einwohnern auf den Titelseiten der Boulevardzeitung in ganz Deutschland landet. Werbung.

Werbung Ende In Weiden, so heißt diese Stadt, da gibt es drei Gymnasien und eine US-Kaserne. Hier gibt die CSU den Ton an, es gibt einen Ratskeller, wo sich die Herren zum Stammtisch auf dem Bierchen treffen. Und Weiden ist ein Ort, in dem die Jugendlichen an den Wochenenden mit den Autos aus der Stadt in die umliegenden Dörfer fahren, um dort auszugehen. Denn in Weiden selbst, da gibt es nicht so viel. Keine Discos, keine Fußgängerzone, keine hübsch aufgemachte Altstadt, nicht meine Autobahn oder Umgehungsstraße, sodass die Wagen und Laster durch den kleinen Ortskern fahren. Wieso dann so weit im Norden, in Hamburg, die St. Pauli-Nachrichten von der skandalösen Sex-Hochburg Weiden schreiben, scheint erstmal nicht zusammenzupassen. Sex und Crime in der idyllischen Oberpfalz?

Dafür ist ein Mann verantwortlich, nämlich Walter Klankermeyer. Um diesen Namen ranken sich in der Kriminalitätsgeschichte der Oberpfalz sehr viele Mythen und Gerüchte. Es gibt einige Zeitungsartikel, viele Zeugenaussagen, wenige Dokus, einen wissenschaftlichen Artikel und extrem viele Gerüchte. Walter wird 1940 in Augsburg geboren. Es ist nicht viel über seine Kindheit oder Familie bekannt. Eigentlich nur, dass er eine Mutter und eine Schwester in den USA haben soll. Aber auch diese Information ist nicht wirklich handfest. Was wir wissen, ist, dass Walter eine Lehre als Metzger gemacht hat. Dr. Sebastian Schott, ein Historiker aus Weiden, hat im Stadtarchiv alte Akten durchforstet und herausgefunden, dass Walter irgendwann noch an einem Ort namens Burg Lengenfeld, nördlich von Regensburg, Station gemacht hat. Darüber schreibt er in einem Aufsatz. Burg Lengenfeld, das liegt nicht mal einer Autostunde von Weiden entfernt. Von dort reist Walter Ende der 50er Jahre in die USA. Da ist er gerade mal 18 Jahre alt. Nach seiner Metzgerlehrer landet er dort in Colorado. Er wohnt in einer Stadt namens Grand Junction. Und schon jetzt wird es mysteriös, denn was er dort genau macht, das weiß niemand.

Da er offenbar eine Mutter und Schwester in den USA hat, ist es möglich, dass die beiden dort gelebt haben. Was wir sicher wissen, 1967, da ist Walter 27, kommt er zurück nach Deutschland und zieht nach Weiden in Bayern. Und auch das ist wieder mysteriös, denn warum sich Walter ausgerechnet dieses verschlafene Weiden ausgesucht hat, das ist auch bis heute ein Rätsel. Walter kommt aber mit großen Ideen. Er will sich in der Stadt etwas aufbauen und niederlassen. Und nicht nur das, der 27-Jährige kommt mit großen Geschichten. In Weiden weiß bald jeder, dass er jahrelang in den USA gelebt hat. Er selbst sagt, dass er in Chicago war, sich dort vom Kellner zum Hotelier hochgearbeitet hat und ein Gasthaus namens Deliba Augustin für deutsche Einwanderer geführt hat. Ein Freund und Anwalt erzählt später der Presse, dass Walter das Nachtleben für Deutsche in den USA organisiert und mitgestaltet habe. Was davon stimmt, das weiß niemand. In amerikanischen Zeitungen taucht sein Name jedenfalls nicht auf. Auch sein Hotel wird nirgendwo erwähnt. Zum Beispiel bei einer Eröffnung oder so.

Trotzdem ist es möglich, dass Walter in den USA in der Gastronomie gearbeitet hat. Er war ja gelernter Metzger. Vielleicht hat er auch als Keiner gearbeitet, Ideen gesammelt und wollte dann die amerikanische Geschäftsidee nach Deutschland bringen. Das erzählt Walter jedenfalls der Zeitung Der Neue Tag. Die schreibt, dass er mit Elan ans Werk geht und der ganzen Sache neuen Schwung verleihen will. Sein Plan ist es, ein eigenes Hotel mit Bar und Schnellrestaurant aufzubauen, so wie er es auch in den USA kennengelernt hat. Warum er nach Deutschland zurückgekommen ist, das fragt ihn die Zeitung auch. Walter antwortet, weil Deutschland meine Heimat ist. In Amerika war ich, um zu lernen und um Neues zu sehen. Da hieß es, sich durchzusetzen.

Das muss er jetzt auch in Weiden in Bayern und deswegen pachtet er ein altes Hotel, den Bayerischen Hof in der Bahnhofsstraße. Das Haus und die Einrichtung sind heruntergekommen, alt und ein wenig schäbig, aber Walter will was daraus machen. Den amerikanischen Traum hat er offenbar verinnerlicht, denn aus dem alten Hotel soll ein modernes Haus werden, mit fast 50 Betten, einer eigenen Bar und einem Restaurant. Walter hat also seriöse Pläne. Es gibt in einem Artikel bei Oberpfalz Medien ein Foto von ihm in einer Pferdekutsche aus dem Jahr 1967.

Zur Eröffnung seines Hotels und seines Restaurants fährt er durch die Straßen und auf dem Plakat an der Kutsche steht täglich Tanz- und Unterhaltungsmusik. Walter schaut über die Schulter und lacht in die Kamera auf dem Bild. Sein dunkles Haar ist akkurat zurückgekämmt, er trägt Lederhandschuhe und einen dicken Wintermantel. Walter sieht aus wie ein gut gekleideter Geschäftsmann. Nach nur drei Jahren ist er aber schon pleite. Das gut bürgerliche Hotel läuft nicht wirklich gut. Das abgewohnte Hotel zieht nicht viele Gäste an. In Weiden gibt es ohnehin nur wenige Übernachtungsgäste. Meistens Vertreter, die auf der Durchreise sind. Und wenn sie bei Walter im Hotel absteigen, dann finden sie keine Ruhe. Denn im selben Haus gibt es die Arosaalm, ein Nachtlokal mit lauter Musik, das auch noch die Gäste von Walters eigener Bar fernhält. Das Geld wird immer weniger und 1970 ist er so abgebrannt, dass er die Gewerbesteuer nicht mehr zahlen kann.

Ans Aufgeben denkt der 30-Jährige aber nicht. Im Gegenteil. Wie genau Walter auf seine nächste Geschäftsidee kommt, wissen wir nicht. Aber vielleicht hat er in den USA neben der Tellerwäscher-zum-Millionär-Mentalität noch etwas anderes gelernt, nämlich Sex-Sales. Wir hatten es anfangs ja schon mal kurz erwähnt, die 70er sind die Zeit des Umbruchs, immer mehr Tabus werden gebrochen, das Thema Sex kommt in den Mainstream und ein Beispiel dafür sind die Kinofilmer, die damals laufen. Zum Beispiel heißen die Django Nudo und die lüsternen Mädchen von Porno Hill, die heißen wirklich so, oder der Schulmädchenreport, die Insel der tausend Freuden, Grafporno bläst zum Zapfenstreich. Also das sind wirklich alles Titel, die damals so über die Bildschirmer gelaufen sind. Für uns heute eigentlich kaum vorstellbar, dabei ist unsere Gesellschaft ja gegenwärtig eigentlich so tolerant wie noch nie. Nach den sehr konservativen Zeiten bis Mitte der 60er gibt es ein radikales Umdenken in den 70ern. Alles wird freizügiger, offener, intoleranter und eben auch extrem sexualisiert. Es ist eine Sexwelle, die über die Bundesrepublik zieht und Walter nutzt das aus und surft auf der Welle mit. Für 300 Mark beantragt und kauft er beim Weidener Ordnungsamt eine Genehmigung. Er darf in seiner Bar von nun an Kabarettaufführung veranstalten.

Aus dem Bayerischen Hof und dem lieben Augustin wird im Januar 1971 die Fortuna Range Bar, die später nur noch Fortuna Bar heißt. Und auf dem Programm der Fortuna Bar stehen Musik und erotisches Kabarett. Es sind brave Aufführungen, zumindest noch. Walter lädt in der Zeitung Der Neue Tag die lieben Freunde der Nacht ein, wie er sagt, denn dort steht, es bezaubert sie die charmante Lady Anne mit ihrem Striptease. An Fasching veranstaltet Walter einen Oben ohne Ball und verlost unter allen Frauen, die halbnackt in der Fortuna Bar unterwegs sind, einen Flug nach Teneriffa. Und das funktioniert.

Walters Fortuna Bar wird jeden Abend voller und das Programm auf der Bühne immer radikaler. Es gibt Striptease-Shows, sogar Live-Sex vor Publikum und Walter wirbt mit 150-Kilo-Stripperin. Auf der Bühne kommen Staubwedel, Kerzen und Flaschen zum Einsatz, Frauen aus Brasilien und Jamaika verführen die Gäste, die mit Geldschein winken und in gläsernen Badewannen gibt es erotische Spiele.

Jeden Abend ist die Fortuna Bar ausverkauft. Die Frankenpost schreibt 1971, nicht nur aus Weiden und Umgebung, sondern auch aus Oberfranken und den angrenzenden Landkreisen strömen die Gäste Nacht für Nacht in das rund 120-personen-fassende Lokal. Und nicht nur die Regionalzeitungen berichten über die Fortuna Bar, auch in Boulevardmedien, über regionalen Zeitungen und Sex-Seitschriften wird über Walter und die Stadt Weiden berichtet. Für Walter ist das schlicht günstige Werbung. Er lässt außerdem Flyer drucken, auf denen Slogans für seine Bar stehen, zum Beispiel Jeder echte Bayer geht zum Klankermeier. Morgens Eier, Mittagseier, abends geht's zum Klankermeier. Der Slogan, in Hamburg verboten, in Weiden geboten, zeigt, Walter holt das, was in Hamburg auf der Reeperbahn zu sehen ist, in den Süden Deutschlands. Und setzt noch einen drauf. So einen Werbeflyer haben wir euch übrigens auch in den Shownotes verlinkt. Darauf ist Walter selbst zu sehen. Er hat eine Zigarette im Mund, trägt einen schicken Anzug und sieht aus dem Augenwinkel nach oben. Denn hinter ihm steht eine Frau, nur bekleidet mit Pelzmantel und Lederstiefeln. Und auf diesem Flyer steht, die Weidener Fortuna Bar liefert den schärfsten Strip Bayerns.

Ein weiteres Foto zeigt Walter, wie er vor vier Frauen liegt, alle leicht bekleidet. Die Unterschrift lautet Rebecca, Uschi, Janett und Martina mit ihrem Chef. Die Fortuna-Bar ist aber keinesfalls ein Bordell, es ist ein Striptease-Laden, ganz wichtig. Es ist das Moulin Rouge von Weiden, wenn auch in einer sehr abgespeckten Version.

Walter provoziert und testet Grenzen aus, schreibt die Autorin Isolde Stöcker-Gittel in ihrem Buch Auf den Spuren des Todes. Und nicht nur Männer gehen dort ein und aus. Auch Frauen sind in der ersten Reihe zu finden. Das sagt der Historiker Schott aus Weiden, den Oberpfalz-Medien. Es sind aber auch hauptsächlich Männer, die bei Walter ein und aus gehen. Landarbeiter, gutbürgerliche Leute, Politiker, alle gehen ins Fortuna. Und die Medien berichten darüber. Riesenwürbel um Weidener Striptease-Lokal steht im neuen Tag. Sexhochburg Weiden, schreiben die San Pauli-Nachrichten. Die Mädchen entblättern sich total, schreibt eine Zeitung und exerzieren mit diversen Utensilien Sexunterricht in Natura. So die Frankenpost. Und die Bild-Zeitung macht den Pudelporno auf der Bühne ganz groß. Denn das ist der erste große Skandal der Fortuna-Bar. Nach 26 ausverkauften Vorstellungen hat die Stadt Weiden Walter von einem Tag auf den anderen im Mai 1971 die Lizenz entzogen. Nach nur wenigen Monaten.

Denn offenbar brachte die Frau mit dem Pudel auf der Bühne das konservative Fass in Weiden zum Überlaufen. Das Ordnungsamt der Stadt geht gegen die Weidener Reeperbahn vor. Und in der Zeit wird damals ein Sprecher dabei zitiert, nämlich folgendermaßen. Unsere Mädchen arbeiten sonst mit Affen und Papageien. In Mönchengladbach haben sie sogar kürzlich einen Schimmel auf die Bühne getrieben. Und hier wird ein kleiner Pudel zu einer Affäre. Ihr könnt es euch vielleicht denken, Walter, der wehrt sich gegen den Lizenzentzug und zieht in Regensburg vors Gericht. Und damit erzielt er einen Vergleich. Seine Fortuna-Bar darf wieder öffnen. Allerdings mit einer Auflage. Es darf keine Hunde und keinen Sex mehr auf der Bühne geben. Kurz darauf ist das Fortuna wieder geöffnet. Und auch wenn keine Hunde mehr auf der Bühne erlaubt sind, geht's zur Sache. Das Gerichtsverfahren schrägt auch keine Gäste ab. Im Gegenteil. Walter nutzt den Prozess als Werbung, verkauft die Sache als großen Sieg für sich und schaltet in den Zeitungen ein Inserat. Sollten sie aus moralischen Gründen oder wegen ihres Image nach außen hin es nicht verantworten können, so bleiben sie der Fortuna bar fern. Alle modern eingestellten Menschen heiße ich auf das allerherzlichste Willkommen. Walter weiß genau, wie er Werbung für sich machen kann. Und sein Etablissement brummt weiter.

Es gibt in einer Zeitung sogar eine Bemerkung über eine Stadtratssitzung im Umkreis, in der diskutiert wird, wohin man eingeladene Gäste in der Gegend ausführen soll. Was kann man den Besucherinnen und Besuchern Besonderes zeigen? Und dann wird das Fortuna von Walter vorgeschlagen. Das zeigt zwei Dinge. In der Gegend gibt es nur Walters Laden und welche Wirkung er mit seiner Bar nach außen hat. Aber die Wirkung ist nicht nur positiv.

Der Stadtrat von Weiden lässt nicht locker. Und der CSU-Stadtteil-Vorsitzende schreibt später sogar an seinen Memoiren von 2013 davon, wie er gegen Walter vorgeht. Er ist damals 35 Jahre alt und wohnt direkt am Bahnhof, also nur unweit von der Fortuna-Bahn entfernt. Er fühle sich veranlasst, etwas zu tun, wenn eine Person wie Walter mit der öffentlichen Darbietung von Perversion und Sauereien die oberpfälzischen Bauern ausnehme.

So zitiert ihn 1971 die Zeit. Der CSU-Mann sagt, als verantwortungsvoller Katholik kann ich sowas nicht dulden. Zusammen mit einem Parteifreund organisiert er eine Unterschriftenaktion. Es ist eine der ersten, wenn nicht sogar die erste Unterschriftenaktion, die es in Weiden gibt. Und der CSU-Mann schreibt, dass Weiden nicht zum erotischen Mittelpunkt der Nordoberpfalz werden dürfte. Die Darbietungen, die alle Möglichkeiten der sexuellen Befriedigung zumindest andeuten, wenn nicht sogar vollziehen würden, widerstrebten seinem Sittlichkeitsempfinden. Sie seien nicht nur geeignet, die Besucher ungünstig zu beeinflussen, sondern machten Weiden in der Oberpfalz darüber hinaus in der näheren Umgebung als Sündenbabel berühmt. Am 19. September 1971, also immer noch in dem Jahr, in dem das Fortuna zum ersten Mal öffnete, liegen die Zettel in allen neuen Kirchengemeinden aus. Es ist ein Sonntag und die Pfarrer rufen die Leute von ihren Kanzeln auf, sich bei der Unterschriftenaktion zu beteiligen. Auch der 31 Jahre alte Walter besucht an jenem Sonntag die Josefskirche.

Eine der Kirchen, in der der Pfarrer für die Unterschriftenaktion wirbt und die Listen ausgelegt hat. Walter ist in Begleitung einer seiner Tänzerinnen, der 22 Jahre alten Uschi. Als der Pfarrer mit seinem Aufruf fertig ist, steht Walter auf, schaut sich in der Kirche um und sagt dann für alle hörbar, wenn ich mich hier umsehe, glaube ich, ich bin in meinem Lokal. Lauter Bekannte. Dann dreht er sich um und geht. Und das ist wirklich eine krasse Aktion, die er hier gemacht hat. und auch die wird natürlich in den Medien überall berichtet. Dem Bayerischen Fernsehen gibt Walter später ein Interview, das könnt ihr euch sogar selbst anschauen, das haben wir euch in den Shownotes verlinkt. Und in diesem Interview sagt er, Ich musste sehen, wie der Pfarrer gegen mich gepredigt hat. Ich bin dann aufgestanden. Es waren viele, die bei mir sind da. Männer haben die Köpfe eingezogen. Ich musste gehen. Ich konnte diese Doppelmoral nicht ertragen. Und damit hat er den Weidnern auf gewisse Weise den Spiegel vorgehalten. Vielleicht war das ja der entscheidende Wendepunkt in Walters Leben, das so blutig enden wird. Bei der Unterschriftenaktion setzen etwa 3400 Leute ihren Namen aufs Papier. Konsequenzen hatte das für Walter aber keine. Der ist vielmehr zum Angriff übergegangen. Denn kurz nach der Aktion des CSU-Mannes gibt es einen Artikel in der Frankenpost, der das Ende der Karriere von CSU-Mann Franz Hammer bedeuten wird. Denn laut dem Artikel ist er selbst Gast in der Fortuna Bar. Damit ist der Skandal perfekt.

Walter hat Informationen an die Presse gegeben, inklusive einer Rechnung von dem Politiker. Walter sagt in der Zeit, Der Herr, der sich da zum Sittenapostel über eine Stadt und deren Umland aufspielt, hat sich im Januar dieses Jahres mit sichtlichem Vergnügen meine Show in der Fortuna-Bar angesehen. Der Politiker versucht sich noch rauszureden. Er leugnet erst den Besuch, aber dann gibt er schließlich doch zu, dort gewesen zu sein. Aber damals habe es nur ein ganz harmloses Stripprogramm gegeben. Walter kontert wieder. Der CSU-Mann habe sich recht großzügig gezeigt, etliche Flaschen springen lassen und eine Rechnung von 925 Mark bezahlt. Er habe sogar seine Jacke vergessen, als er ging. Man könnte also meinen, ihm wäre heiß genug gewesen, um in der kalten Januarnacht ohne Jacke nach Hause zu gehen. Am Ende muss der CSU-Mann von der Unterschriftenaktion zurücktreten. Als er 2013 seine Memoiren veröffentlicht, schreibt er, Als ich zum Ortsverbandsvorsitzenden der CSU gewählt wurde, ging ich nach der Versammlung noch zum Clunky. Das Lokal war wenig besucht. Auch Vorführungen fanden nicht statt, sodass die anwesenden Damen zu mir an den Tisch kamen. Mich kannte ja jeder. In meiner Hochstimmung zahlte ich den Damen allen ein Glas Sekt. Das war eine fröhliche Runde. Als ich dann heimging, hatte ich eine Zeche von 800 D-Mark zu bezahlen.

Es war jedenfalls ein handfester Skandal, der Walter in der Öffentlichkeit eigentlich nur bekannter und beliebter gemacht hat und auch die vielen Artikel macht er sich wieder zunutze. Er klebt die Berichte ins Fenster seiner Fortuna Bar und in der Zeit von damals steht, dass es eine Bombenreklame für Walter sei. Er sagt, der Laden ist jeden Abend gerammelt voll. Nach dem Skandal ist Walter endgültig eine lokale und überregionale Berühmtheit. Alle kennen ihn und seine Fortuna Bar.

Fassen wir also zusammen. Walter ist als Metzgerlehrling aus Augsburg über die USA nach Weiden gekommen und hat dort das Nachtleben salonfähig gemacht. Die Stadt ist mittlerweile überall in den Schlagzeilen. Wie der Historiker Schott aus Weiden, den Oberpfalzen-Medien treffend sagt, viele regen sich darüber auf, kaum einer wolle es aber mit eigenen Augen gesehen haben. Diese Doppelmoral kreidet ja auch immer wieder Walter an. Der ist mittlerweile in Weiden angekommen. Wenn Zeitzeugen zum Beispiel überentsprechen, dann ist von einem guten Menschen mit einem großen Herz bis hin zu einem Kriminellen alles dabei.

Walter ist ein erfolgreicher Geschäftsmann und sieht auch aus wie einer. Er ist zwar eher klein, er ist ungefähr 1,70 groß, aber Walter ist gut trainiert. Er macht viel Sport, geht im Wald joggen und reitet auf seinen teuren Rassepferden, von denen er zwei im Weidener Reitstall stehen hat. Wenn er nicht gerade in seiner Bar ist, dann lässt er sich von seinem Chauffeur in seinem schicken Wagen, einem teuren Mercedes oder einem Jeep durch die Gegend fahren. Auf der Rückbank sitzen meist leicht bekleidete Damen aus seiner Bar, die er in die Gasthöfe in der Nähe ausführt und dort flaschenweise Champagner bestellt. Walter trägt teure Kleidung, Anzüge und im Winter Pelzmäntel. Er hat eine dicke Goldkette um den Hals und am Handgelenk eine 30.000 Mark teure Rolex Oyster mit Brillanten. Zum Vergleich, allein für die Uhr hätte er sich auch locker drei VWK verkaufen können. Mittlerweile trägt Walter auch einen Schnauzer über der Lippe. Er ist ein selbstbewusster, knallharter Typ mit viel Ehrgeiz. Laut unseren Quellen ist er aber kein Zuhältertyp, sondern ein sympathischer Mann. Er trinkt keinen Alkohol, raucht nicht und nimmt keine Drogen.

Walter scheint sehr höflich und nett zu sein. Zumindest geben das viele Erzählungen von Leuten wieder, die ihn getroffen haben. Aber Walter war auch vorsichtig. Er heuert sich Leibwächter an. In der Stadt gibt es Gerüchte, dass er mittlerweile Millionär sei. Denn neben der Fortuna-Bar eröffnet Walter auch weitere Etablissements. Ein Rasthaus, einen Pub und eine Diskothek. Direkt über der Diskothek, die Alenor Klankinen, da wohnt der 30-Jährige. Obwohl Wohnen das falsche Wort ist, denn er residiert eher auf drei Stockwerken. Walter richtet seine Wohnung teuer ein. Ein Journalist, der sich die Zimmer mal anschauen durfte, der berichtet von jeder Menge Marmor. Unter dem Dach hat Walter ein Fitnessstudio eingerichtet und seine Nachmieter erzählen einer Zeitung, dass er im Schlafzimmer ein 4x2-Meter-Bett hatte und die Decke und die Wände zum Großteil aus Spiegeln bestehen. Über dem Bett hängt eine riesige Christusfigur mit ausgebreiteten Armen und im Wohnzimmer steht ein DJ-Pult. Egal wo Walter hingeht, alle kennen ihn. Eine Kneipenbesitzerin in Weiden, die ebenfalls Probleme mit der Stadtverwaltung hatte, erzählt Bayern 2, wie Walter sie bei einem Gerichtstermin unterstützt habe. Er sei mit einem großen Blumenstrauß vorbeigekommen. Später sei er auch in der Kneipe zu Gast gewesen und hätte den Gästen Getränke spendiert.

Auch in seinen eigenen Lokalen ist Walter anzutreffen. Meistens steht er sogar wie ein Türsteher am Eingang und begrüßt jeden Gast einzeln. Alle seine Läden und die Geschäfte laufen gut. Der Metzgerlehrling ist jetzt angeblich Millionär. In sein Etablissements gehen hohe Geldbeträge über die Tische. Sogar Stars wie Sänger Wolfgang Petry oder Moderator Thomas Gottschalk sollen dort aufgetreten sein, sagt der Bayerische Rundfunk. Verbo.

Music.

Es gibt aber laut dem Weidener Historiker nicht nur Positives über ihn zu berichten. Der Historiker beschreibt, dass Walter privat zwar immer nett und höflich gewesen sei, aber wenn es um das Geschäft ging, dann konnte er auch sehr böse werden. Als der Besitzer des Gebäudes, in dem sich die Fortuna Bar befindet, ihm kündigen will, da wird es unschön. Walter habe seinen Verpächter laut dem Historiker angefeindet und beleidigt. Der Vermieter hatte damals noch eine Wohnung in dem Haus und immer wenn er dort war, ist Walter ihn angegangen. Das steht auch in Gerichtsakten, die im Stadtarchiv hinterlegt sind. Außerdem soll Walter bei der Konkurrenz gerne Frauen abgeworben haben. Wenn es ums Geschäft ging, dann sei er dreist gewesen und nicht gerade zimperlich. Er habe Geschäftspartner übers Ohr gehauen und sogar Leute verprügeln lassen. Bei einer Schlägerei habe er sich sogar selbst mal den Unterarm gebrochen.

Wenn man heute über Walter liest und hört, dann gibt es laut dem Historiker viel Glorifizierung und viel Verniedlichung bei den Erzählungen. Walter sei ein Schambolzen gewesen, ein grandioser Selbstvermarkter, aber eben auch ein Krimineller und Betrüger. In anderen Quellen heißt es, dass Walter die Grenze zum Verbrechertum nie überschritten habe. In Weiden gab es keine Gewalt, keine Schießereien oder Messerstechereien. Es ging nicht zu wie im stereotypischen Rotlichtmilieu. Trotzdem wollte schon ein Jahr, nachdem Walter seine Fortuna-Bar in seinem gepachteten Hotel aufgezogen hatte, ihn der Verpächter vor die Tür setzen und klagte. Das Ganze hat sich über mehrere Jahre gezogen, sodass der Pachtvertrag schließlich 1975 endete. Walter und seine Bar müssen 1975 also ausziehen. Das ist aber nicht das Ende seines Imperiums, denn mittlerweile hat er ja weitere Etablissements.

Aber es ist mehr oder weniger das Ende seiner skandalösen Rotlichtzeit. Denn er hat nur noch einen Club, die Eldorado Bar, in der die Leuchtreklame auf das täglich wechselnde Stripprogramm hinweist. In seinen anderen Lokalen gibt es Musik und Drinks. Aber auch dort ist es jeden Abend voll. Sein Ruf als Rotlichtkönig zieht die Leute einfach an. Auch unter der Woche hat seine Disco, über der er wohnt, geöffnet. Die Jahre vergehen. Mittlerweile ist Walter 40 Jahre alt und es ist der Beginn der 80er Jahre. Es gibt inzwischen mehr Angebote für junge Leute in Weiden. Ein Jugendzentrum und andere Diskotheken in der Region. Es scheint, als sei Walter sesshaft geworden. Eine Frau, Familie oder wirkliche Freunde an seiner Seite sehen die Leute in Weiden aber nie. Wieso erzählen wir euch diese Geschichte über den bayerischen Rotlichtkönig aber? Wir sind ja schließlich bei der schwarzen Akte, also irgendwas muss ja noch passieren. Deswegen springen wir jetzt zum 14. Juni 1982.

Walter ist da 42 Jahre alt, in Spanien läuft gerade die Fußball-Weltmeisterschaft, Italien und Polen haben sich mit 0 zu 0 getrennt und abends wird das Spiel Brasilien gegen die Sowjetunion angepfiffen. Auch in Deutschland sitzen die Menschen vor dem Fernseher. das heißt, die Straßen sind abends leer, und auch in Walters Clubs ist nicht viel los. Es ist kurz vor 20 Uhr und Walter ist da gerade in seinem Pub Tiffany, als er einen Anruf bekommt. Offensichtlich möchte er ein privates Gespräch führen, denn er spricht sehr leise. Er dreht sich sogar von seinen Angestellten weg und deckt das Telefon mit der Hand ab. Nur kurz darauf verlässt Walter das Lokal. Es ist das letzte Mal, dass ihn seine Angestellten sehen werden.

Als sein Anwalt und Freund Dr. Burkhard Schulze ihn am nächsten Tag nicht erreichen kann, ist er besorgt. Die beiden sind eigentlich verabredet und das ist ungewöhnlich, dass sein Freund nicht auftaucht. Eigentlich ist Walter zuverlässig und pünktlich. Weil Burkhard einen Zweitschlüssel für Walters Wohnung hat, geht er dort nachsehen. In der Wohnung findet er die Tageseinnahmen, rund 1800 Mark. Die liegen offen auf dem Tisch. Auch das ist eher ungewöhnlich. Walter würde das Geld niemals einfach so liegen lassen. Die Reinigungskraft berichtet in einer Doku über den Fall, dass das Licht in der Wohnung gebrannt habe, so als wäre es die ganze Nacht angewiesen. Auch das ist ungewöhnlich. Der Anwalt sagt später den Zeitungen, ich ahnte gleich, dass da etwas passiert sein muss.

Er geht am darauffolgenden Tag, am 16. Juni, zur Polizei und meldet Walter als vermisst. Die Polizei ist aber erstmal nicht beunruhigt. Walter kann ja von sich aus verschwunden sein. Der stille Abgang des Walter K., wie der neue Tag in der Überschrift schreibt, ist für die Polizei erstmal nicht Prio Nummer 1. Im Gegenteil. Die Ermittler geben der Polizei in Chicago Bescheid. Sie vermuten also, dass Walter sich einfach wieder in die USA abgesetzt hat. Eine Frau meldet sich währenddessen bei der Polizei. Sie war am 14. Juni abends mit ihrem Hund draußen spazieren und hat Walter mit einem Mann gesehen. Wer das ist, das kann die Polizei aber nicht herausfinden. Die ist nach wie vor überzeugt, dass Walter sich gerade in Amerika herumtreibt. Freund und Anwalt Dr. Burkhard Schulze ist da anderer Meinung. Walter hätte niemals seine Geschäfte zurückgelassen, ohne Bescheid zu sagen. Außerdem lief seine geliebte Bulldogge im Garten herum. Auch die hätte er nicht einfach unbeaufsichtigt dort gelassen. Es vergehen Tage, dann Wochen. Der Freund und Anwalt wird übergangsweise als Vertretung für Walter eingesetzt, denn die Geschäfte in den Lokalen müssen ja weiterlaufen.

Rechnungen und das Personal müssen bezahlt werden. Schon da merkt der Anwalt, ohne Walter läuft es nicht. Die Bars und Clubs sind nicht so voll wie sonst und werden es auch nicht mehr. Um sich über Wasser zu halten und Geld zu sparen, muss der Anwalt Wertsachen verkaufen und sogar die Mietverträge von einigen lokalen Kündigen.

Und so vergehen fast zehn Wochen. Bis zum 22. August 1982.

Ein 30 Grad heißer Sommertag, an dem das Ehepaar Barbara und Hans im Wald unterwegs ist. Nur wenige Kilometer von Weiden entfernt. Sie wollen Preiselbären sammeln, als ihnen plötzlich ein beißender Geruch in die Nase steigt. Ihr erinnert euch, die Szene vom Anfang der Folge. Sie sehen in der Kuhle eines umgestürzten Baumes die menschlichen Füße unter Zweigen hervorlugen. Nur wenig später verständigen sie die Polizei. Die kämpft sich durch das schwer zugängliche Waldgebiet und als sie am Fundort der Leiche stehen, da wissen sie sofort, wer da Beuchlings vor ihnen liegt, wo einmal ein riesiger Baum gestanden hat, nämlich Walter Klankermeyer.

Die Leiche ist nach fast zehn Wochen in der heißen Sommersonne stark verwest, fast mumifiziert. Auch einige Tiere haben sich an dem Leichnam zu schaffen gemacht. Walter trägt eine helle beige Hose und blau-rote Sportsocken. Sein Oberkörper ist nackt, das T-Shirt liegt neben der Leiche. Seine Hände sind über dem Kopf erhoben. Um seinen Hals liegt eine Goldkette, an seinem Arm blitzen die funkelnden Brillanten seiner Rolex-Oyster. Es spricht sich schnell herum, dass die Polizei an einem Sonntag mit einem Großaufgebot in den Wald gefahren ist. Die Journalisten sind kurz darauf vor Ort und auch sie erfahren schnell, dass der Tote vermutlich Walter Klankermeyer ist. Der Nachtkönig aus Weiden. Es ist das große Thema. Nicht nur in der Stadt, sondern in ganz Deutschland. Die Zeitungen der Region müssen ihre Auflagen sogar nochmal erhöhen und nachdrucken, weil so viele Exemplare verkauft werden. Also der Medienrummel ist wirklich riesig. Eine Obduktion bestätigt dann, was alle vermutet haben. Die Leiche ist wirklich die von Walter Klankermeyer. Die Mediziner untersuchen seine Zähne und Gewissstrukturen, um ihn eindeutig zu identifizieren. Außerdem hat die Leiche einen kürzlich gebrochenen Unterarm. Und ihr erinnert euch, Walter hat sich genau so einen Bruch bei einer Schlägerei vor zwei Monaten zugezogen.

Walter ist 42 Jahre alt, als er mit einem einzigen Schuss von vorne direkt ins Herz getötet wird. Die Kugel hat den rechten Herzbeutel durchschlagen. Bei der Obduktion kommt auch heraus, Walter hatte mehrere gebrochene Rippen. Diesen Ergebnissen fängt die Polizei in Weiden an zu ermitteln. Eine Sonderkommission geht in jede Richtung. Raubmord, Beziehungstat, Auftragskiller. Hat Walter etwas mit Menschenhandel, Autoschiebern oder Drogen zu tun? Die Raubmordthese verwerfen die Ermittler allerdings wieder schnell. Denn Walter hat ja seine 30.000 Mark Rolex noch am Arm, genauso wie seine Goldketsche um den Hals und auch sein Portemonnaie ist noch in der Tasche.

Das kann also nicht das Motiv sein. Die Ermittler befragen die Zeugen, die sich vor ein paar Wochen bei ihnen gemeldet hatte, nämlich die Frau, die am Abend des WM-Spiels, dem 14. Juni 1982, mit ihrem Hund abends noch Gassi war und Walter mit einem unbekannten Mann gesehen hat. Das ist ungewöhnlich, denn eigentlich war Walter nie ohne seinen Leibwächter unterwegs. Die Ermittler stellen den 14. Juni aus Walters Sicht nach. Er war abends in seiner Bar, dem Tiffany's, hat dort Abrechnungen gemacht und bekam dann einen privaten Anruf. Den hat er auch sehr privat angenommen. Er hat sich von seinen Angestellten weggedreht und den Hörer zugehalten. Kurz danach ist er spurlos verschwunden. Könnte der Mörder Walter angerufen haben?

Möglicherweise ging Walter in seine Wohnung, denn in der Straße, in der die Wohnung ist, hat ihn die Zeugin zum letzten Mal gesehen. Die Person neben Walter sei ein südländischer Typ gewesen, zwischen 35 und 45 Jahren, und gut angezogen. Er habe dunkles Haar gehabt. Von ihm wird auch ein Phantombild erzeugt, aber niemand meldet sich bei der Polizei und kann sagen, wer der Unbekannte ist. Die Polizei spekuliert, dass die beiden in einen Wagen eingestiegen sein könnten. Aber die Zeugin ist die letzte, die Walter lebend gesehen hat. Danach verliert sich seine Spur. Die Spurensicherung sucht auch in Walters Wohnung nach Hinweisen. Sie finden aber keinen größeren Geldbetrag, außer die Tageseinnahmen von 1800 Mark auf dem Tisch. Eine Theorie der Ermittler lautet, dass Walter abends zu einem Geschäft aufgebrochen und vielleicht in eine Falle gelaufen sein könnte.

In der Wohnung finden die Polizisten auch Schuldscheine. Teilweise sollen die ziemlich hoch gewesen sein. Wollte jemand seine Schulden nicht bezahlen und hat Walter aus dem Weg geräumt? Die Ermittler finden auch noch einen Schmierzettel in Walters Wohnung, auf dem der aktuelle Goldpreis notiert wurde. Die Dokumentation ungeklärte Morde suggeriert, dass Walter wegen Gold ermordet wurde. Vielleicht sogar wegen einer großen Menge Gold. Gab es vielleicht irgendwo ein Goldversteck? Das würde auch mit Walters gebrochenen Rippen zusammenpassen. Die Polizei vermutet, dass der Geschäftsmann vor seinem Tod gefoltert wurde. Haben die Täter versucht, das Versteck von Walter zu erfahren? Ging es um einen Code oder einen Schlüssel zu seinem Tresor? Aber auch das ist alles Spekulation.

Fakten liefert dafür die Rolex-Uhr, die Walter immer noch an der Hand trägt. Denn die Ermittler kontaktieren Spezialisten und sogar Rolex selbst und wollen herausfinden, kann man mit der Uhr den Todeszeitpunkt von Walter bestimmen. Und sie haben Glück, denn das Rolex-Modell ist ein ganz bestimmtes. Bei jeder Bewegung des Arms zieht die Uhr sich automatisch auf. Wenn sie nicht bewegt wird, läuft sie noch genau 48 Stunden weiter, bevor sie stehen bleibt. Das bedeutet, ab dem Zeitpunkt, wo sich Walters Arm nicht mehr bewegt hat, lief die Uhr noch zwei Tage weiter. Auf der Uhr steht der 16. Juni als Datum. Daraus schließt die Polizei, dass Walter am 14. Juni, dem Tag seines Verschwindens, getötet wurde. Ob der Fundort der Leiche auch der Tatort ist, das ist eine ganz andere Frage.

Es gibt kaum Spuren am Fundort, was dafür spricht, dass die Leiche dorthin gebracht worden ist. Allerdings ist der Weg dorthin sehr steil und unzugänglich. Hatten die Täter vielleicht ein Jeep? Oder hatten sie sogar Ortskenntnisse? Aber auch das sind alles wieder nur Spekulationen. Die Art und Weise, wie kaltblütig Walter erschossen wurde, die spricht laut Staatsanwaltschaft für ein gezieltes Exekutionskommando. So schreibt es die Autorin Stöcker-Gietl in ihrem Buch. In einem Artikel bei Oberpfalz Medien meldet sich der Ex-Kripo-Chef und der ist überzeugt, das war kein Anfänger. Außerdem ist der Polizist überzeugt, dass Walter seinen Mörder kannte. Der meint, er war sehr vorsichtig, er muss die Leute gekannt haben, sonst wäre er nicht mitgegangen. Das ist auch die These, die sich in Weidenrum spricht, die engagierten Auftragskiller.

Walters Anwalt und Freund Dr. Burkhard Schulze erzählt der Presse, dass es viel Konkurrenz im Nachtclub-Business gibt. Hat sich Walter mit den falschen Leuten angelegt? Wollte er jemanden die Frauen abwerben? Oder wollte ihn jemand aus dem Weg räumen, um selbst in das Geschäft einzusteigen? Ein Journalist der Mittelbayerischen Zeitung hat später mit einem ehemaligen Ermittler sprechen können, der von einem gesuchten Verbrecher erzählt hat, der in Weiden wenig später festgenommen wurde. Der hatte gute Kontakte ins Rotlichtmilieu und die Polizei hat versucht, eine Verbindung zwischen ihm und Walter herzustellen. Aber das ist im Sande verlaufen. Es gibt auch Gerüchte, dass Walter Feinde in der Frankfurter und Regensburger Rotlichtszene gehabt haben könnte. Handfeste Beweise gibt es dafür aber keine.

Walters Anwalt erzählt der Mittelbayerischen Zeitung weiter, dass Walter offenbar eine Art Todesahnung gehabt habe. Nur kurze Zeit vor seinem Tod habe er ihn angewiesen, dass sein Vermögen im Falle seines Todes durch ihn, dem Anwalt, verwaltet werden sollte. Der sagt dazu, er hat sich natürlich in einem Milieu bewegt, wo man Personal anwirbt, auch im Ausland, zum Beispiel Badam, und man da vielleicht jemandem Fremdes ins Gehege gekommen ist oder Zechen im fünfstelligen Bereich, wo irgendwelche Menschen dann sagen, das kann ich nicht bezahlen und das will ich nicht bezahlen oder wenn das meine Frau erfährt. Aber auch das sind alles reine Spekulationen. Ja, und kurzzeitig wird sogar der CSU-Mann verdächtigt. Der Fundort der Leiche ist nämlich ausgerechnet das Jagdrevier des Politikers. Er wird vernommen und sogar beobachtet, aber der Verdacht erhärtet sich nicht. Der Politiker selbst glaubt auch an einen Auftragsmord. Er vermutet, es waren wahrscheinlich Killer aus Amerika.

Ja, aber ist das möglich? Wir wissen nicht viel über die Zeit von Walter in den USA. Es heißt, dass er dort das Nachtleben für deutsche Einwanderer organisiert und damit viel Geld verdient hat. Und die Autorin Stöcker-Gietl schreibt in ihrem Buch, dass das Walter dort so heiß wurde und er deswegen nach Deutschland ging. Wenn er wirklich in Chicago war, dann wäre das eine Möglichkeit, denn die Stadt ist ja als Gangster-Metropole bekannt. Aber auch das sind alles wieder nur Spekulationen. Und dann kommt der Fall nochmal ganz groß in die Schlagzeilen, denn es geht um das Vermögen des Nachtclub-Königs. Das Testament wird veröffentlicht und die Bild-Zeitung titelt Sexkönig ermordet, Pfarrers Tochter erbt seine Million. Es ist der letzte große Skandal um Walter, denn nicht seine Mutter oder seine Schwester erben sein Vermögen, sondern eine bis dahin völlig unbekannte. Die gerade mal 18 Jahre alte Hanne Suse, die Tochter eines evangelischen Pfarrers in Weiden. Das ist für die Zeitung natürlich ein riesiges Thema. In den überregionalen Blättern steht, Walter kannte das Mädchen gar nicht, sondern habe sie im gleichen Reitstall, wo auch seine zwei Rassepferde stehen, gesehen und aus der Ferne für sie geschwärmt. In regionalen Zeitungen steht, dass er sie für die Pflege seiner beiden Rassepferde einstellen wollte, sie ihn aber zurückgewiesen habe.

Hinweise auf eine Affäre gibt es keine. Und auch in der Gerüchteküche Weiden hat niemand irgendwas von einer Hannelsuse, der Pfarrerstochter, gehört. Wollte Walter so nochmal Aufmerksamkeit erregen? Die Leute provozieren? Warum vermacht er alles ausgerechnet der Tochter eines Pfarrers. Gerade mit den konservativen Weidenern hatte er ja immer wieder Probleme und dazu kommt noch ein weiteres Detail. Walter hat sein Testament lediglich auf einen Quittungsblock geschrieben. Könnte es sein, dass er an Eile war? Wer schreibt sein Testament für sein riesiges Vermögen denn auf so einen Quittungsblock?

Der Anwalt kümmert sich jetzt also um das Testament. Es geht um Immobilien, Luxusautos, die Rolex-Uhr, die Wohnung, die Rassepferde. Laut unseren Quellen wird Walters Vermögen auf 2,15 Millionen Mark geschätzt. So viel bekommt die Fahrerstochter aber nicht, denn Walter hat noch einige Schulden zu begleichen. Es gibt noch offene Rechnungen und dann kommt der Staat mit Steuerforderung. Außerdem liefen Walters Lokale seit seinem Verschwinden ja nicht mehr allzu gut. Die Pfarrerstochter bekommt zwar eine Summe, aber die genaue Höhe kennt niemand. Neben dem Geld von Walter bekommt sie noch etwas, was sie aber nie wollte. Aufmerksamkeit. Denn die Presse startet eine regelrechte Hetzjagd auf das Mädchen und ihre Familie, die daraufhin erstmal untertaucht. Nach diesem Skandal wird es um den Mordfall Walter ruhiger. Es gibt keine Beweise, nur sehr viele Gerüchte, was dem König von Walden zugestoßen sein könnte. Erst ein oder zwei Jahre später kommt nochmal Bewegung in den Fall. Darüber gibt es unterschiedliche Angaben.

1983 oder 84, da werden in Weiden zwei Männer festgenommen, Peter und Wilhelm. Sie sollen in Köln einen kriminellen Autohändler erschossen haben, und zwar mit einem Schuss direkt ins Herz. Seine Leiche wurde in einem abgelegenen Waldstück gefunden, und das klingt für die Ermittler nach dem gleichen Tathergang wie bei Walter. Und nicht nur das. Peter war seit 1981 sogar Geschäftsführer für Walter und Wilhelm, der andere, war als Kellner bei ihm angestellt. Das sind schon wirklich sehr viele Zufälle.

Die Polizei ermittelt gegen die beiden und der Journalist Fritz Winter hat auch darüber mit einem Ex-Ermittler gesprochen, der überzeugt sei, dass es da Zusammenhänge gibt, aber es eben nicht genug Beweise gibt, um eine Verbindung zum Mord an Walter herzustellen. Die Autorin Stöcker-Gittel untermauert das in ihrem Buch auch nochmal, denn sie zitiert den Anwalt, der ihr gesagt hat, dass es zwischen Walter und dem Geschäftsführer Peter Spannungen gab. Walter habe dem Geschäftsführer gesagt, dass es für ihn 5 vor 12 sei, also bald vorbei. Worum es dabei genau ging, weiß der Anwalt aber nicht. Und so verläuft auch diese vermeintlich heiße Spur im Sand. Der Fall Walter Klankermeyer wird zum Cold Case. Halten wir also fest, es gibt dutzende Gerüchte, Erpressung, Menschenhandel, Autoschiebereien, Schuldscheine, Waffen, Drogen, Verbindungen in das kriminelle Rotlichtmilieu, aber es gibt keine Beweise. Und dann ist da noch das Rätsel von Walters Kleidung.

Er wird bekleidet mit einer hellen beigen Hose gefunden, aber die Zeugin, die ihn am 14. Juni 1982 gesehen hat, die sagt aus, dass er einen schwarzen Trainingsanzug anhatte. Ging er nochmal zurück, um sich umzuziehen? Ist die Zeugin überhaupt glaubwürdig oder hat sie Walter vielleicht an einem ganz anderen Tag gesehen? Diese Rätsel und Theorien werden auch heute noch in vielen Internetforen diskutiert. Da geht es auch um Gerüchte und Spekulationen, wie zum Beispiel, ob Walter homosexuell war. Hatte er eine Affäre? Hatte er Schlüssel bei sich, die verschwunden sind? Schlüssel zu einem Tresor mit Gold? Wurde er aus seiner Wohnung entführt? Der Fall polarisiert auch heute, mehr als 40 Jahre später noch, vor allem in der Stadt Weiden. Dort werden sogar Stadtführungen angeboten, auf den Spuren des Weidener Nachtclub Königs. Und die ziehen vor allem auch jüngere Besucher an. Der Weidener Historiker Schott, der einen Aufsatz über Walter geschrieben hat, musste die Exemplare des Hefts nachdrucken, in dem der Artikel erschienen ist, weil die Nachfrage so groß war. Er sagt Bayern 2, dass es den Mythos von Walter nicht geben würde, wenn der heute als alter Mann in der Stadt unterwegs wäre. Es funktioniert, weil die Geschichte offen ist und der Mordfall ungeklärt.

Irgendwann wird Walters Andenken verblassen. Da ist sich Historiker Schott sicher. Der Mordfall wird aber in der Geschichte der Oberpfalz immer wieder auftauchen. Und sogar auf der Theaterbühne ist Walters Geschichte unterwegs, nämlich mit Pfui, die Klankermeier-Saga. Die wurde vor ausverkauftem Publikum im Landestheater Oberpfalz aufgeführt und soll im Herbst sogar nochmal aufgenommen werden. Es gibt sogar einen Kriminalroman über den Nachtclub König von Walden. Walter selbst wurde nach seinem Tod eingeäschert. Seine Überreste wurden in die USA geflogen.

Auch in den letzten Jahren wurden die Akten über den Fall immer mal wieder geöffnet, Beweise geprüft und die Asservate, zum Beispiel Walters Kleidung, im Labor geprüft. Hierzu gibt es unterschiedliche Angaben. Laut der Mittelbayerischen Zeitung gibt es eine DNA-Spur, bisher aber kein Treffer. In einem Artikel von 2012 sagt ein Polizeisprecher, selbstverständlich sind die vorhandenen Asservate zum Mordvoll Klankermeyer mit allen über die Jahre geschaffenen bzw. Verfeinerten Möglichkeiten im Hinblick auf die Täterermittlung überprüft worden. Bisher leider ohne Erfolge. Die Akte ist aber auch heute noch nicht geschlossen, also die Akte Walter. Also vielleicht gibt es bald ja doch noch neue Entwicklungen in seinem Fall. Patrick, hast du noch Gedanken über die heutige Geschichte, die wir gerade besprochen haben? Ich muss sagen, ich glaube, die Autorin hatte das so ein bisschen angesprochen, dass ich die Theorie ganz interessant finde, dass es irgendwelche Gangster aus Amerika waren. Weil warum, die Frage hatten wir ja auch schon gestellt, sollte sich Walter genau das langweilige Weiden aussuchen, wo ja gar nichts los ist, außer vielleicht, um unterzutauchen?

Bezüglich dieses Punktes finde ich das auch total interessant, dass er eben genau in so einer verschlafenen Stadt und wir zitieren hier nur die Quellen, also an alle Weiden nah, das sind nicht unsere Worte, falls ihr euch gerade erschoffert darüber, wir zitieren hier nur. Aber ich fand es total interessant, dass er in dieser Ortschaft ja ein Nachtlokal eröffnet hat, aber eben mit diesem Sexfokus. Weil wenn du dir das mal so vorstellst, du hast ja so ein, ja, etwas, sagen wir mal einen überschaubaren Ort.

Man kennt sich ja und dann siehst du, dass der Nachbar auch bei dieser Sexshow dabei ist. Also, dass die das eben auch so mitgemacht haben und dass das dann nicht unangenehm war zu sehen. Mein Arbeitskollege ist da und mein Nachbar auch. Ja, das war noch so mein Gedanke, den ich hatte. Bevor wir aber die schwarze Akte schließen, eine ziemlich lange Folge übrigens, möchten wir noch ein großes Dankeschön an Annette aussprechen, die uns nämlich von diesem Fall auf Instagram erzählt hat. Also vielen Dank, liebe Annette. Ohne dich hätten wir in dieser Folge nicht über diesen Fall gesprochen. Und dann würde ich sagen, Patrick, freuen wir uns doch sehr, wenn alle nächste Woche Dienstag wieder mit dabei sind, wenn wir auf eurer Lieblings-Podcast-Plattform wieder eine schwarze Akte für euch öffnen. Wir sind eure Hosts Anne Luckmann und Patrick Strobusch. Redaktionen Johanna Müsiger und wir Schnitt Anne Luckmann mit der Stimme von Pia Rona Sachse Ausführender Produzent Falko Schulte Die Schwarze Akte ist eine Produktion der Julep Studios.

Music.

Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!