Music.

Stell dir vor, du liegst spät abends in deinem Bett und versuchst gerade einzuschlafen. Draußen ist es stockdunkel. Doch dann hörst du ein Poltern über dir. Nur kurz. Wie ein Stoß. Und dann ist es schon wieder still. Wenn die Mieter von oben nur etwas leiser sein könnten, denkst du dir. Doch dann fällt dir ein, es gibt doch gar keine anderen Mieter in diesem Haus. Direkt über dir ist das Dach und du bist ganz allein. Denkst du zumindest.

Unruhig findest du in den Schlaf. Nur um mitten in der Nacht hochzuschrecken. Da! Da war es schon wieder. Ein dumpfer Stoß. Ein leichtes Schaben. Du suchst nach deinem Smartphone, kletterst aus deinem warmen Bett und stellst die Handytaschenlampe an. Grell und viel zu hell scheint der Lichtkegel in das dunkle Zimmer hinein. Du denkst an all die Gruselfilme, die du schon in deinem Leben gesehen hast und versuchst, diese aufkommende Angst kleinzureden. Es gibt für alles eine Erklärung, beruhigst du dich. Hier ist niemand. Du kennst das Haus. Du kennst jeden Winkel. Es muss der Wind sein. Oder ein Tier. Du suchst alles ab, machst alle Lichter an. Nichts. Ob du dir die Geräusche nur eingebildet hast? Ganz bestimmt nicht. Etwas ist hier. Etwas Lebendiges, das sich bewegt. Du kannst es nur nicht sehen.

Stell dir vor, dass dieses bedrückende Gefühl auch tagsüber nicht weggeht. Jetzt ist es zwar hell, aber du hast immer noch den Eindruck, beobachtet zu werden. Die Polizei hast du schon mehrfach gerufen, doch die Beamten konnten im Haus nichts Unnormales feststellen. Da, jetzt gerade bist du dir sicher, dass jemand hinter dir steht. Du fährst herum, ein Schrei schon auf den Lippen und starrst in das leere Zimmer hinein. Dein Herz klopft wie verrückt und du ballst deine zitternden Hände zu Fäusten. Du musst hier raus. Du musst hier schnell raus aus diesem Gruselhaus.

Und damit herzlich willkommen zu einer neuen Folge der schwarzen Akte. Ich bin Anne. Und ich bin Patrick. Und wir freuen uns, dass ihr bei dieser, ja sagen wir mal, besonders gruseligen Folge heute mit dabei seid. Oh mein Gott. Ja, also mit mir hat diese Folge was gemacht, deswegen glaube ich, versprechen wir an der Stelle nicht zu viel, oder? Ja, auf jeden Fall. Ich kann bei dem Fall hier auch ganz besonders relaten, muss ich sagen. Ich hatte auch schon mal den Fall, dass ich zu Hause durch bestimmte Geräusche hochgeschreckt bin. Und das hat sich eins zu eins angehört wie Einbrecher. Ich bin immer so jemand, der bei sowas eigentlich dann ganz schnell wieder einschläft und sich das auch versucht so zu erklären im Sinne von, es gibt keine Gespenster und so. Nachdem ich dann allerdings das zweite Mal schon von so einem Geräuschen aufgewacht bin, musste ich einfach raus mit dem Hockeyschläger schon bewaffnet. Du hast einen Hockeyschläger zu Hause? Ja, ich habe mal Hockey gespielt, Fellhockey. Und habe aber absolut gar nichts gefunden. Meine Eltern waren zu der Zeit auch überhaupt nicht zu Hause. Ich war komplett alleine.

Und ich hatte auch in dem Moment wirklich das Gefühl, irgendwie in einem Geisterhaus zu sein. Was sich zum Glück herausgestellt hat, dass es nicht so ist. Es war nur ein Marder. Hast du das herausgefunden mit dem Marder? Oder wie hat sich das aufgeklärt? Das haben mir meine Eltern gesagt. Vielleicht haben sie mich auch angelogen. Keine Ahnung. Ich weiß nicht, wie es jetzt in diesem Fall hier ausgeht. Bei mir immerhin ist rausgekommen, dass es kein Geisterhaus ist. Denn dieses Geisterhaus, um das es heute gehen soll, befindet sich in den USA, und zwar in Denver, der bevölkerungsreichsten Stadt im Bundesstaat Colorado. Es ist der Winter 1941-42 und draußen ist es bitterkalt. Die Temperaturen sinken unter den Gefrierpunkt. Wer kann, der bleibt zu Hause. Und wer schlau ist, der meidet das Geisterhaus. Immer wieder erzählt man sich in der Nachbarschaft von einem Licht, das man im leeren Haus hat flackern sehen. von einem schemenhaften Gesicht, das hinter einem Vorhang aufgeblitzt ist. Das Haus stand aber nicht immer leer. Über Jahrzehnte hat ein Ehepaar dort gewohnt und, soweit man weiß, hatte das Paar dort ein ruhiges und glückliches Leben. Bis man den Mann eines Tages tot in dem Haus aufgefunden hatte.

Brutal ermordet. Und um diesen Mord soll es heute gehen. Um den Mord im Geisterhaus. Werbung Werbung Ende Und wir beginnen damit, über das Ehepaar zu sprechen, das bis zu jenem kalten Winter von 1941 ja ein eher recht friedliches Leben in dem Haus geführt hat. Philipp und Helen haben in jungen Jahren, gerade frisch verheiratet, das zu dieser Zeit noch ungruselige Haus gekauft.

Er hatte einen Job bei der Eisenbahn und sie war für den Haushalt und die Care-Arbeit verantwortlich. Eine klassische Konstellation, mit der die beiden aber so glücklich waren damals. Dass die Frau zu Hause bleibt, das war in den 40er Jahren ja noch ziemlich normal. Ich kenne das ehrlich gesagt nicht so aus meiner Großmutter-Oma-Generation, weil meine beiden Omas immer Vollzeit gearbeitet haben. Kann ich mich auch nur anschließen. Deswegen, ich kann damit jetzt nicht so relaten, aber bei Philipp und Helen war das eben damals so. Die beiden haben übrigens auch gemeinsame Kinder, die in dem Haus in Denver aufwachsen.

1941 sind die Kinder aber schon erwachsen und damit ausgezogen. Philipp ist Rentner und bezieht seine Rente von der ältesten Bahngesellschaft im Westen der USA. Er und Helen leben übrigens seit mittlerweile drei Jahrzehnten in diesem Haus. Sie haben auch ein gemeinsames Hobby. Sie lieben Musik und musizieren auch gerne selbst. Immer mal wieder veranstalten sie Jam Sessions bei sich zu Hause und laden dafür die Leute ein, die sie aus dem örtlichen Musikclub kennen.

Genau genommen handelt es sich dabei um einen Gitarren- und Mandolin-Club, bei dem Helen und Philipp gelegentlich auch Unterricht geben. Doch dann, am Anfang dieses Winters 1941, bricht Helen sich die Hüfte und muss für eine lange Zeit ins Krankenhaus. Mehrere Wochen ist Philipp allein, was für ihn mit mehr Problemen behaftet ist, als man denkt. Denn Helen hatte sich ja meistens um das Essen und den Haushalt gekümmert. Aber dafür springen die Nachbarn ein und helfen gerne. Sie laden Philipp zum Beispiel abends zum Essen ein, damit er eben nicht alleine essen muss und wenigstens eine warme Mahlzeit am Tag bekommt. Und sie geben ihm auch Reste fürs Mittagessen am nächsten Tag mit. An einem Abend im Oktober 1941 jedoch, da erscheint Philipp nicht wie abgemacht im Nachbarhaus. Die Nachbarin ist besorgt. Nicht, dass Philipp jetzt noch die Treppe runtergefallen ist oder vielleicht irgendwas Schlimmeres passiert ist. Deswegen beschließt sie, mal nachsehen zu gehen. Allerdings brennt kein Licht im Haus und auch alle Türen und Fenster sind verschlossen. Sie ruft, aber sie bekommt keine Antwort. Also holt sie noch andere Nachbarn zu Hilfe. Unter anderem ein jüngeres Mädchen. Dieses Mädchen schafft es schließlich, eines der Fensterschutzgitter zurückzuziehen und dann von den anderen Nachbarn hochgehievt durch das Fenster ins Haus zu klettern. Was keine gute Idee war, wie sich gleich herausstellen wird.

Das Mädchen im Haus ruft nach Philipp, doch sie bekommt keine Antwort. Also geht sie immer weiter in das Haus hinein, schaut in den Zimmer nach, steigt die Treppe hinab ins Schlafzimmer und dann hören die Nachbarn draußen nur noch ihren lauten, panischen Schrei. Philipp liegt dort in einer Lache aus Blut. Er ist tot, offensichtlich ermordet. Sein Schädel wurde eingeschlagen, doch auch der Rest seines Körpers ist voller Blutergüsse und Prellungen. Es scheint, als wäre er lange und heftig geschlagen worden, auch nachdem er bereits tot war. Mehr als ein Dutzend Wunden finden sich an seinem Schädel. Die Polizei, die von den Nachbarn gerufen wird, steht vor einem Rätsel. Hatte Philipp Feinde? Wer ermordet auf so brutale Weise einen älteren, friedlichen Mann in seinem eigenen Heim? Und vor allem, warum?

Dazu kommt, dass sämtliche Türen und Fenster verschlossen sind. Und damit meine ich nicht einfach geschlossen. Die Haustür war mit einem Schlüssel richtig abgeschlossen und sogar von innen mit einer Kette gesichert. Genauso die Hintertür. Wie also ist der Mörder in das Haus hinein und dann wieder herausgekommen?

Oder befindet sich der Täter womöglich noch im Haus? Allein dieser Gedanke führt dazu, dass die Polizei das Haus extra gründlich durchsucht. Gibt es nicht vielleicht doch irgendeine unentdeckte Möglichkeit, hinein und wieder hinauszukommen?

Die Beamten schauen sich wirklich jeden Winkel an. Hinter jede Tür, in jedem Schrank. Sie öffnen jede Klappe, durch die ein Mensch passen könnte. Aber nichts. Das Haus ist leer. Der Mörder muss sich wohl einfach in Luft aufgelöst haben. Auf dem Schreibtisch finden die Polizisten Philips Uhr und sein Portemonnaie. Das heißt, Raub kann als Motiv schon mal ausgeschlossen werden. Allerdings fällt ihnen etwas beim Kamin auf. Und zwar zwei eiserne Poker. Poker, ganz kurz als Erklärung, das sind meist eiserne, stabähnliche Werkzeuge, die zum Bewegen von glühendem Holz oder heißer Kohle im Kamin genutzt werden. Einer dieser beiden Poker ist vollgestaubt. Der andere allerdings, der ist blitzblank, so als sei er gerade erst gereinigt worden. Ja, wenn das mal nicht verdächtig ist. Die Frage nach dem Wie scheint also vorerst geklärt. Erschlagen mit dem Eisenpoker. Bleibt also die Frage nach dem Wer und dem Warum. Keine andere Spur, kein anderer Beweis lässt sich sonst noch am Tatort finden. Ein sehr merkwürdiger Fall. Das finden auch die Medien, die Philips Tod als Mord im Geisterhaus betiteln. Und das trifft es wohl ziemlich gut, wie Philips Frau am eigenen Leib erfahren muss. Als Helen ins Krankenhaus kam, war der Bruch ihrer Hüfte ihr größtes Problem.

Jetzt, einige Wochen später, wird sie entlassen und muss nicht nur der Tatsache ins Auge sehen, dass ihr Mann in ihrem Zuhause brutal ermordet wurde, sondern auch, dass es in ihrem Haus anscheinend spukt. Vollkommen aus dem Nichts ist das Haus, das über Jahrzehnte ihr Zuhause war, kein sicherer Rückzugsort mehr. Wo ich mich auch ehrlich gesagt frage, würdest du in dem Fall überhaupt noch zurückgehen ins Haus? Auf gar keinen Fall. Ja, ich auch nicht. Also zumindest nicht alleine. Ich weiß nicht, wie hat Helen das gelöst? Ja, Helen ist zurückgegangen tatsächlich, aber wie du schon sagst, nicht alleine, sondern in Begleitung einer Frau, die ihr nicht nur Gesellschaft leisten wird, sondern ihr dann auch noch im Haushalt zur Hand geht. Doch auch zu zweit fühlen sich die beiden Frauen irgendwie nicht so richtig wohl in diesem Haus und sogar noch Monate nach ihrer Rückkehr bemerken sie immer wieder Unregelmäßigkeiten, für die sie aber keine Erklärung finden. Also, hier mal ein Beispiel. Lebensmittel verschwinden in dem Haus, obwohl niemand der beiden die angerührt hat.

Gegenstände bewegen sich, wie von Geisterhand, denn einige Sachen, die stehen unerklärlicherweise dann nicht mehr an dem Platz, an dem sie vorher standen. Und dann sind da noch diese Geräusche. Ihr erinnert euch ja an den Anfang der Folge, dieses Poltern, diese Geräusche vom Dach. Doch das war nicht nur ein hypothetisches Szenario, sondern das ist in den Monaten nach der Krankenhausentlassung die gruselige Realität. Und es sind eben nicht nur die Geräusche, die Helen und der Haushälterin Angst machen, denn immer mal wieder riecht es auch echt eklig in einigen Zimmern. Eine Quelle für den Gestank können die beiden aber nicht finden. Die Haushälterin ist sich sicher, dass das Haus von einem Geist besessen ist. Und sie hat angeblich sogar eine persönliche Begegnung mit ihm. Folgendes soll sie erst Jahre später der Zeitung Denver Post erzählt haben, was wir für euch hier mal frei übersetzt haben.

Ich hörte so etwas wie klopfen. Ich hatte es schon zuvor gehört, aber ich dachte, es seien nur ein paar Spechte. Aber diesmal ging ich in die Küche und sah, wie die Tür zum Treppenaufgang sich langsam öffnete. Ein Fuß kam heraus und dann sah ich eine dünne, weiße Hand an der Tür. Ich schrie und der Geist duckte sich zurück in den Treppenaufgang und ich hörte ihn die Treppe hinauflaufen.

Sofort nach dieser Begegnung alarmiert sie die Polizei und die durchsucht wieder das ganze Haus, findet aber nichts. Die Haushälterin ist sich aber sicher, dass hier etwas Übernatürliches seine Kreise zieht und hält es keine Minute länger in dem Geisterhaus aus. Sie kündigt ihren Job und zieht zu, möglichst viel Abstand zwischen sich und das verfluchte Haus zu bringen. Und damit wäre Helen jetzt also allein im Haus. Aber nicht für lange Zeit, denn ihr Sohn, der besteht darauf, seine Mutter zu sich zu holen. Zumindest so lange, bis klar ist, was hier wirklich abgeht. Und so steht das Geisterhaus monatelang leer. Immer mal wieder patrouilliert eine Polizeistreife oder auch ein mutiger Nachbar, der klopft mal an die Tür. Denn das Ding ist, auch jetzt, da niemand mehr in diesem Haus lebt, da sehen die Nachbarn immer mal wieder ein Licht aufflackern. Doch bis die dann die Polizei gerufen haben und jemand da ist, der das Haus durchsuchen kann, da ist der Geist schon wieder verschwunden. Bis die Polizei im Juli 1942 beschließt, dass es so nicht weitergehen kann. Philipp wurde im Oktober 1941 ermordet, seitdem sind also neun Monate vergangen. Zwei Detectives werden dauerhaft vor dem Haus stationiert, um es zu überwachen. Auch wenn sich niemand wirklich Hoffnung macht, tatsächlich etwas zu entdecken. Aber es kommt alles anders als gedacht.

Denn die zwei Detectors bemerken, wie für einen kurzen Augenblick ein Gesicht hinter einem der Vorhänge hervorlugt. Sie zögern nicht lange und stürmen in das Haus. Doch nichts.

Aber dann hören sie ein Geräusch im Obergeschoss und eilen die Treppe hoch. Das Geräusch kommt aus einem Zimmer, in dem ein Schrank steht. Genau genommen kommt es aus diesem Schrank. Als sie die Tür aufreißen, sehen sie gerade noch, wie zwei Beine durch eine Luke in der Decke verschwinden. Sie halten den Eindringling an den Beinen fest und ziehen ihn mit aller Kraft wieder zu Boden. Der Eindringling wehrt sich. Aber vergeblich. Er stürzt zu Boden und verliert das Bewusstsein. Und der Mann, der da auf dem Boden liegt, der sieht auch tatsächlich aus wie ein Geist. Oder eher wie der lebende Tod. Dieser Mann ist so abgemagert, dass sich seine Knochen unter der dünnen, hellen Haut abzeichnen. Sein Haar ist verfilzt, die Kleidung an seinem Körper verfault. Dieser Mann ist total dreckig und ihr könnt euch vielleicht vorstellen, wie er riecht. Dieser Gestank ist kaum zu ertragen.

Damit wäre das Geisterrätsel also gelöst. Zumindest ein großes Stück weit. Wer dieser Mann ist und was er in dem Haus überhaupt gemacht hat, dazu kommen wir gleich. Aber erst wollen wir über diese Luke sprechen, durch die er verschwinden wollte. Diese Luke führt auf einen ziemlich kleinen Dachboden, der so klein ist, dass er von Helen und Philipp überhaupt nicht benutzt worden ist. Etwa 70 Zentimeter hoch und 1,50 Meter breit ist der Raum. Also in etwa so groß wie ein etwas größerer Umzugskarton. Das Ding ist, die Polizei hatte diese Luke bei ihren ganzen Durchsuchungen sehr wohl gefunden und auch probiert, sie zu öffnen. Aber ohne Erfolg. Jetzt steckt einer der Ermittler seinen Kopf durch die Öffnung, um nachzusehen, was der Mann dort oben gemacht hat. Mehr als sein Kopf passt nämlich gar nicht durch. Er entdeckt ein Bügelbrett auf dem Boden, das wohl als provisorisches Bett gedient hat.

Darauf dreckverkrustete Bettwäsche, alte Magazine, Dosen mit Lebensmitteln und ein selbstgebasteltes Radio, das in einer Steckdose steckt, die wohl von der Hauptstromversorgung des Hauses umgeleitet worden wurde. Eine nackte Glühbirne an der Decke beleuchtet den kleinen Raum mit einem schummrigen Licht und überall hängen Spinnweben. Und damit ist ziemlich eindeutig, dass der Mann hier oben also gelebt haben muss. Mit seiner mageren, schlagsigen Statur passt er leicht durch die Öffnung, auch wenn er sich in der Dachkammer selbst wohl ordentlich zusammenfalten musste, denn aufrecht stehen oder sitzen konnte er dort nicht. Die Kammer ist ja nicht mal einen Meter hoch. Das heißt, als die Polizei versucht hat, diese Klappe zu der Kammer zu öffnen, da hat sich der Mann dort oben befunden und vermutlich diese Klappe zugehalten, um nicht entdeckt zu werden. Die Polizei hat es dann dabei belassen. Von den Maßen her war es ja sowieso unwahrscheinlich, dass sich dort oben jemand aufhält. Unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich, wie wir jetzt wissen. Das heißt, als Helen und die Haushälterin in dem Haus gelebt haben, hatten sie tatsächlich allen Grund, sich zu gruseln. Denn der fremde Mann befand sich die ganze Zeit mit ihnen im Haus. Und auch schon, als Philip noch allein dort gewohnt hat, als Helen im Krankenhaus war.

Sämtliche Geistergeräusche sind auf diesen heimlichen Hausbesetzer zurückzuführen. Was für alle, die sich vor Geistern fürchten, eine Erleichterung sein sollte.

Es ist kein übernatürliches Phänomen, das im Haus herumgeistert, sondern ein echter Mensch, was, wie ich finde, das Ganze aber nicht weniger gruselig oder auch irgendwie besser macht. Der Mann wird erstmal auf das Polizeirevier gebracht. Bevor es jedoch mit der Befragung losgeht, bieten die Detektives ihm erst einmal etwas zu essen und zu trinken an, was der Mann auch dankend annimmt. Als sein Hunger endlich gestillt ist, zeigt sich, dass er gar nicht groß befragt werden muss. Er erzählt bereitwillig seine Geschichte und gibt zu, dass er Philipp ermordet hat. Und das ist laut seinen Aussagen passiert. An jenem Oktobertag 1941, da entdeckt Philipp, der gerade von seinem Schläfchen auf der Couch aufgewacht ist, einen fremden, großen und abgemagerten Mann vor seinem offenen Kühlschrank. Die beiden müssen sich total erschrocken haben, einander zu begegnen, denn der Eindringling hatte eigentlich geglaubt, Philipp sei im Krankenhaus, um Helen zu besuchen. Und hatte gedacht, er habe freie Bahn. Dass Philipp aber gar nicht gegangen war, sondern sich nur aufs Sofa gelegt hatte, das hat der Mann nicht mitbekommen. Es kommt zu einem Kampf zwischen den beiden. Philipp will dem Fremden mit seinem Gehstock eins überbraten, dieser wehrt sich allerdings mit einer alten Pistole, die er im Haus gefunden hatte. Doch statt Philipp damit zu erschießen, schlägt der Mann mit der Pistole auf ihn ein, bis diese sogar zerbricht.

Philipp geht also zu Boden, doch kann sich wieder aufrappeln. Da greift der Eindringling nach einem der beiden Eisenpoker und schlägt so lange auf ihn ein, bis er tot ist. Und auch danach noch weiter. 37 Schläge zählt die Gerichtsmedizin später an Philipps Leiche. Und das, wo der ungebetene Gast ja eigentlich nur Essen stehlen wollte. Er reinigt also die Mordwaffe, stellt sie zurück und flieht in seine Dachkammer. Dort haust er bereits seit einigen Wochen und wird nach dem Mord dort auch bleiben.

Als man ihn im Juli 1942 dort findet, lebt er bereits seit, und haltet euch fest, über neun Monaten in der kleinen Kammer. Ein Dreivierteljahr in einem Umzugskarton, in dem man sich nicht einmal aufrichten kann. Ein Dreivierteljahr ohne warmes Essen, ausreichend Wasser zum Trinken, ohne eine Dusche oder eine Toilette. Wir haben hier eine Zeichnung vorliegen, die 1942 in der Sonntagszeitung The American Weekly veröffentlicht wurde. Die könnt ihr euch parallel auch gerne mal anschauen, denn die haben wir in den Shownotes verlinkt. Und darauf ist zu sehen, wie der Mann zusammengekauert auf dem Dachbalken sitzt, umgeben von Vorratsdosen, von Tassen und Schalen. Und vor ihm ist auch diese Luke zu sehen, die wirklich verdammt klein aussieht. Und da muss man sich schon sehr zusammenquetschen, um dort durchzupassen. Damit wären aber noch lange nicht alle Fragen geklärt. Was noch super interessant ist zu besprechen, ist, wer ist denn dieser Mann jetzt eigentlich? Und wie ist er überhaupt in die Dachkammer gekommen? Und was passiert mit ihm, nachdem er festgenommen wurde? Lasst uns also erstmal über die Identität des Meines sprechen. Sein Name ist Theodor und ob ihr es glaubt oder nicht, er ist ein alter Freund von Philipp und Helen aus dem Gitarren- und Mandolinenclub. Der, in dem sie Musikunterricht gegeben haben. Aber fangen wir ganz von vorne an.

Music.

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Werbung Ende Theodore wird in den 1880er Jahren in Illinois geboren. Seine Kindheit ist geprägt von gesundheitlichen Problemen, die ihn in seiner physischen und sozialen Entwicklung stark einschränken. Die Ärzte prognostizieren ihm, dass er nicht älter als 18 Jahre alt werden wird. Was genau er hat, verraten unsere Quellen leider nicht. Seine Mutter erlaubt es ihm aber nicht, Sport zu machen oder sich einen Job zu suchen. Aus Sorge, er könne sich verletzen oder überanstrengen und Ende seine Lebenserwartung dadurch noch weiter mindern. Die Folge davon ist, dass Theodor zum Außenseiter wird und keine wirklichen Freunde hat. Die Schule bricht er ab. Sein gesundheitlicher Zustand, aber auch seine Einsamkeit dienen als Nährboden für depressive Gedanken, unter denen Theodor zusätzlich noch leidet. Als dann sein Vater stirbt, zieht seine Mutter mit ihm nach Denver und nimmt dort einen Job als Haushälterin an. Sie ist fest überzeugt, das Geld für die beiden allein zu verdienen. Theodor erlaubt sie nach wie vor nicht, sich einen Job zu suchen, aus Angst, er könnte jederzeit sterben. Theodor sucht sich also eine ganz neue und sehr ungefährliche Beschäftigung. Er meldet sich im Gitarren- und Mandolinenclub an. Dort lernt er ja wie gesagt Philipp und Helen kennen und es entsteht eine lockere Freundschaft zwischen den dreien. Theodor ist zu diesem Zeitpunkt übrigens Mitte 20, Philipp und Helen ungefähr Ende 30.

Immer mal wieder besucht Theodor die beiden auch in dem Haus, das sie gerade erst neu gekauft haben, und dort jammen sie dann zusammen mit den anderen aus dem Verein oder essen gemeinsam zu Abend. Zwar genießt Theodor diese Abende sehr, allerdings sind sie auch der Geschmack eines Lebens, das ihm aufgrund seiner Gesundheit verwehrt bleiben soll. Dieses Wissen lässt Theodor immer bitterer werden, und so wendet er sich von einer der wenigen Freuden ab, die ihm im Leben vergönnt sind. Er zieht es vor, allein zu sein. Dort muss er sich keinen Blicken anderer Menschen stellen, muss sich keine Hänseleien anhören und nicht so tun, als würde er sich am Glück anderer erfreuen, wenn er selbst dieses Glück niemals wird haben können. Es fehlt Theodor an Lebenslust. Woher soll er sie auch haben, wenn er sein Leben nie hat sorgenfrei leben können? Seine besorgte Mutter verbietet ihm, Sport zu machen oder arbeiten zu gehen. Und dann ist da noch die Tatsache, dass er noch nie eine Freundin hatte. Was bleibt ihm da noch? An einem Punkt hört er komplett auf, Philip und Helen zu besuchen und es werden Jahrzehnte vergehen, bis er wieder bei ihnen auftaucht. Die Prognose schwebt wie ein ständig präsenter Todesengel über ihm. Insgesamt vier Jahre sind Theodor und seine Mutter in Denver, doch dann stirbt sie. Er ist zu diesem Zeitpunkt 29 Jahre alt und hat damit seine prognostizierte Lebenserwartung schon lange überschritten. Wirklich gut geht es ihm damit aber nicht.

Das Leben ist für ihn ein ziemlicher Kampf, der nicht leichter wird, jetzt, da er auf sich alleine gestellt ist. Denn seine Mutter hat ihm nichts hinterlassen. Man hatte sie vor ihrem Tod nämlich um ihr gesamtes Vermögen und das Haus betrogen. Vielleicht ging es dabei um eine Wette, aber unsere Quellen sind da leider nicht ganz deutlich. Theodor jedenfalls bemüht sich um einen Job, scheitert aber immer wieder. Aber wie auch mal eben einen Job finden, wenn man ja noch nie gearbeitet hat?

Doch das Schicksal scheint auf seiner Seite zu sein, denn man gibt ihm eine Anstellung im Marketing, im Bereich Werbung. Allerdings wird ihm dort schnell wieder gekündigt, als Theodor nicht die erwarteten Ergebnisse liefert. Und dazu kommt, dass die USA zu dieser Zeit von der Weltwirtschaftskrise hart betroffen ist, die mit dem Schwarzen Donnerstag am 24. Oktober 29 beginnt und erst über zehn Jahre später, 1941, ihr Ende findet. Für Theodor bedeutet das nun Obdachlosigkeit.

Wie so viele andere Menschen muss er einen großen Teil seines Erwachsenenlebens auf der Straße verbringen. Er geht nach Kalifornien und versucht da sein Glück, aber vergebens. Dann probiert er es in New York, wo er sogar einen Job im Vertrieb ergattert. Allerdings nur für ein paar Monate, dann muss er wieder gehen. Das war Theodors letzter Versuch, sich in die Gesellschaft einzufügen. Immer wieder kriegt er die volle Breitseite zu spüren und alles, was er jetzt will, ist ein ruhiger Ort, an dem er der Welt entfliehen kann und an dem er seine Ruhe hat für den Rest seines Lebens. Im September 1941 kehrt er nach Denver zurück. Er erinnert sich an Philip und Helen, die damals ja sehr nett zu ihm waren und will Kontakt zu ihnen aufnehmen. Vielleicht sind die beiden ja immer noch großzügig und haben eine Mahlzeit oder ein warmes Bett für ihn. Als Theodor an der Haustür klingelt, da ist aber niemand da.

Helen hat sich nämlich gerade die Hüfte gebrochen und liegt im Krankenhaus und Philip, der ist bei ihr, der besucht sie. Also beschließt Theodor, von Hunger getrieben, auch ohne Einladung einzutreten. Denn die Tür ist nicht abgeschlossen, wie das in dem Teil der Stadt so üblich ist. Er sucht im Haus nach etwas zu essen und nach Geld. Und er findet noch viel mehr. Denn in einem Schrank entdeckt er oben in der Decke eine Klappe, die zu einem kleinen Hohlraum unter dem Dach führt. Und Theodor, der von der Welt da draußen nichts mehr erwartet, der überlegt auch gar nicht lange und zwängt seinen abgemagerten Körper durch diese Öffnung. Damit hat er endlich den Ort gefunden, an dem er seine Ruhe hat. Ein Ort, an dem ihm niemand stören wird. Theodor gibt sich aber nicht zu erkennen, als Philipp zurück nach Hause kommt. Philipp ist zu diesem Zeitpunkt Mitte 70 und hat auch nicht mehr das Beste Gehör und deswegen merkt er nicht, dass ein ungebetener Gast bei ihm eingezogen ist.

Zunächst kriecht Theodor nur aus seinem Versteck, wenn Philipp nicht da ist, wird dann aber immer waghalsiger. Er soll im Verhör mit der Polizei dazu folgendes gesagt haben. Immer wenn ich ihn unten hörte, blieb ich sehr still. Dann wurde ich mutiger und lief wie ein Schatten hinter ihm her, von Raum zu Raum. Es war wie ein Spiel für mich, ein Kick. Es war das erste Mal in meinem Leben, dass mir jemand ausgeliefert war, obwohl ich ihn ja gar nicht verletzen wollte. Dann, da lebt Theodor schon ca. 5 Wochen in der Dachkammer, kommt es zu dem überraschenden Treffen der beiden Männer vor dem Kühlschrank und das Schicksal nimmt seinen Lauf. Es war nie Theodors Plan, Philipp zu ermorden. Die Tat begeht er aus dem Affekt heraus. Es war, wie er der Polizei gegenüber beteuert, eine Entscheidung, die er im Bruchteil einer Sekunde getroffen hat. Für ihn war es auch eine logische Konsequenz, nach dem Mord in der Dachkammer weiterzuleben. Wo sonst hätte er danach hingehen sollen?

Dass Theodor es so lange, nämlich ja mehr als neun Monate in dem kleinen Raum ausgehalten hat, das ist wirklich unvorstellbar. Wie hat er das gemacht? Dem kleinsten Beamten der Polizei wird nun, nach der Festnahme, das große Vergnügen zuteil, auch in diese Kammer hineinzuklettern. Denn alle anderen Kollegen, die passen nicht durch die Öffnung. Das Ding ist nur, dort oben stinkt es bestialisch. Fiodor hat sich in der ganzen Zeit dort oben nicht gewaschen und seine ganzen Ausscheidungen in einem Behälter gesammelt. Und entsprechend dauert es auch nicht lange, bis dieser kleine Beamte sich von dem Geruch übergeben muss. Und dazu noch diese Enge, das muss wirklich heftig gewesen sein. Einer seiner Kollegen sagt dazu, ein Mensch muss eine Spinne sein, um es dort oben lange auszuhalten. Und genau so entsteht auch der Spitzname für den Geist des Hauses, nämlich Denver Spider-Man. Die Medien greifen das Zitat des Detektives auf und verbreiten daraufhin den Namen Denver Spider-Man in der Öffentlichkeit.

So unvorstellbar das für uns auch ist, so viele Monate ohne richtiges Essen, einem gemütlichen Bett und einer warmen Dusche in so einer engen Kammer zu hocken, so unwahrscheinlich ist es, dass Theodor dieses Schicksal aus freien Stücken für sich gewählt hätte. Überlegt mal, im Winter ist es unglaublich kalt da oben. Theodor muss wahnsinnig gefroren haben. Trotz allem, trotz der Kälte, dem Gestank, der Enge, mangelndem Wasser und Nahrung, mangelnder Hygiene und mangelndem Tageslicht, trotz allem zieht er diesen kleinen Raum der Welt da draußen vor. Was sagt das über diese Welt da draußen aus, über unsere Welt?

Theodor hat es probiert, ein Teil der Gesellschaft zu werden, ist aber immer und immer wieder gescheitert. Doch statt dass jemand seine Not sieht, ist alles so weitergelaufen wie immer und Theodor wurde in die Obdachlosigkeit gedrängt. Sein Schicksal ist eines von vielen Menschen, die abseits der Gesellschaft ihr Leben auf den Straßen fristen. Man kann diesen Fall auch als Anlass nehmen, einfach mal darüber nachzudenken, wie wir als Gesellschaft mit obdachlosen Menschen umgehen. Wer weiß, vielleicht hätte es in Theodos Leben ja irgendwas verändert, wenn ihn jemand in seiner Not gesehen hätte. Wenn man ihm einen Unterschlupf geboten hätte, der ihm Schutz vor der für ihn vielleicht zu großen Welt geboten hätte.

Dann wäre er vielleicht niemals in diese Notlage gerutscht, wäre vielleicht nicht in Philipps Haus eingebrochen, hätte sich nicht in der Kammer verkrochen und es wäre vielleicht nicht zu diesem tödlichen Kampf gekommen. In jedem Fall ist seine Festnahme eine positive Wendung an Theodos Leben und auch, dass er 1942 zu lebenslanger Haft verurteilt wird. Denn das Gefängnis ist definitiv ein Upgrade für ihn. Warmes Essen, eine richtige Matratze, eine Heizung und ein eigener Rückzugsraum. Einige Jahre lebt er noch hinter Gittern. Und im Alter von knapp 85 Jahren stirbt er im Gefängniskrankenhaus und wird damit ganze 67 Jahre älter, als es ihm die Ärzte damals vorausgesagt haben. Wie anders sein Leben auch hätte verlaufen können, wenn er diese Prognose nicht gekriegt hätte. Doch bevor wir diese Folge abschließen, noch ein kurzer Exkurs. Denn dass sich jemand heimlich in einem Haus versteckt, auch wenn der Raum noch so klein und unmöglich scheint, ist tatsächlich gar nicht so selten, wie man das denkt. Ja, 2014 zum Beispiel, da stellt ein Mann in China fest, dass Nahrung und Geld in seiner Wohnung fehlen und entdeckt dann einen ungebetenen Gast in dem Kriechraum über seiner Wohnung, der dort drei Monate lebt. Der ist sogar immer mal wieder runtergekommen und hat in der Küche gekocht, während der Mann bei der Arbeit war.

Etwas ähnliches ist auch 2018 in Japan passiert, als ein Mann seine schon ältere Mutter besuchen möchte und feststellt, dass seit fünf Monaten ein Fremder in ihrer gesamten ersten Etage wohnt. Da sich die Mutter selbst nur noch im Erdgeschoss aufgehalten hatte und ihr Gehör auch nicht mehr das Beste war, hat sie gar nicht gemerkt, dass da noch eine fremde Person in ihrem Haus lebt. Dieser ungebetene Gast übrigens hat sogar seine Schuhe vorne an der Haustür abgestellt und niemand hat das bemerkt. Komplett irre, aber es geht noch gruseliger.

2012 wacht eine Frau in den USA von einem donnernden Krach über ihrer Decke auf und findet heraus, dass ihr Ex-Freund dort heimlich auf dem Dach wohnt, von dem sie sich vor über zwölf Jahren getrennt hat. Dazu stellt sich heraus, dass dieser Ex-Freund die Frau durch einen Spalt im Belüftungsschacht beobachten konnte, während diese schlief. Und noch eine Story. Ein Junge begegnet in der Küche einem Eindringling. Doch als er seinen Eltern davon berichtet, tun die das nur als Fantasie ab. Der Mann allerdings versteckt sich die ganze Zeit in einer Spalte in der Wand, von wo aus er den Jungen beobachtet, wieder durch das Belüftungsgitter hindurch. Das Ganze fällt erst auf, als Maden durch den Belüftungsschlitz in das Zimmer des Jungen fallen. Der Stalker war in der Wandspalte gestorben.

Und das sind nur einige von vielen Vorfällen dieser Art, die überall auf der Welt geschehen. Und ich muss mich an der Stelle eigentlich entschuldigen bei allen, die versucht haben, mit dieser Folge einzuschlafen. Weil ich weiß, ganz viele von euch hören die schwarze Akte, um gut einschlafen zu können. Und es tut mir leid, ich glaube, das hat mit dieser Folge heute nicht funktioniert, weil ihr bestimmt nicht schlafen konntet mit diesen Geräuschen. Also ich zumindest. Ja, ich hätte nicht schlafen können. Und ehrlich gesagt wüsste ich gar nicht, was ich machen würde, wenn ich versuche einzuschlafen und komische Geräusche höre. Ich habe nämlich keinen Baseballschläger, so wie du, irgendwo rumliegen. Ich bin mir auch ehrlich gesagt gar nicht sicher. Ich glaube, ich werde morgen zu meinen Eltern vorbeifahren und sie nochmal ganz genau fragen, ob sie mich damals angelogen haben, was das Geisterhaus angeht bei uns zu Hause.

Oder ob es wirklich nur ein Marder war. Auf jeden Fall werde ich das ganze Haus nochmal durchsuchen. Das solltet ihr vielleicht auch machen. Und ich möchte, dass du mir vielleicht einen Baseballschläger mitbringst. Okay, kann ich gerne machen. Damit ich auch vorbereitet bin. Ich habe da ein paar, kann ich gerne machen. Sehr gut. Und ja, falls ihr da draußen diese Art oder diesen Fall sehr mochtet, es gibt einen ähnlichen, den wir schon mal in der schwarzen Akte besprochen haben. Und zwar war das der Fall 123, denn da hat sich der Mörder in der Wand versteckt. Super gruseliger Fall, ja, aber kann man empfehlen, oder? Auf jeden Fall. Ich habe auch so ein bisschen darüber nachgedacht, so ein paar Filmempfehlungen euch rauszugeben und habe mich am Ende dann auch für The Intruder entschieden. Der Plot ist damit jetzt so vielleicht ein bisschen offengelegt durch die ganze Folge. Aber wenn ihr euch weiter für Horror interessiert, kann ich das nur empfehlen. Der hat immerhin noch so ein paar weitere Sachen, weswegen sich das lohnt anzugucken. Und damit schließen wir die Akte für heute und freuen uns, wenn ihr nächste Woche wieder dabei seid, überall wo es Podcasts gibt.

Wir sind eure Hosts Anne Luckmann und Patrick Strobusch, Redaktionen Silber Hanekamp und wir Schnitt Anne Luckmann Mit der Stimme von Pia Rona Sachse Ausführender Produzent Falko Schulte, Die schwarze Akte ist eine Produktion der Julep Studios.

Music.