Wenn ich in der Familie Erkrankungen habe, die einfach da gehäuft vorkommen, zum Beispiel Herzinfarkte, Schlaganfälle, Krebs, dann sollte man vorher schon mal schauen, was da ist, weil die Schlaganfälle und die Herzinfarkte, die kommen ja nicht aus dem Nichts, die kommen häufig aus dem erhöhten Cholesterinwert. Und wenn ich den schon mit 20 erhöht habe, dann macht das schon einen Unterschied, ob ich den mit 20 senke oder erst mit 40. Denn es kann sich auch bei stark erhöhten Cholesterinwerten schon mit 20 eine Arterienverkalkung bilden, die dann mit 45, 50, 55 Probleme macht. Und das kann ich ja verhindern. Das ist wichtig. Dr. Matthias Riedel, gesünder Leben mit dem aus dem TV bekannten Ernährungs-Doc und Elisabeth Jessen.

Wenn der Arzt eine Blutuntersuchung macht und man bekommt dann die Ergebnisse, dann versteht man meistens nur Bahnhof, weil dann stehen da so Begriffe, die man eigentlich nie hört, wie zum Beispiel, ich muss es ablesen, Albumin, Kreatinin, TSH, Cholesterin, das kennt man dann schon wieder. Aber die Frage ist, welche Werte sollte man eigentlich kennen und welche Arzt sollte der Arzt auch mal untersuchen? Und darüber wollen wir heute mal reden. Ich bin Elisabeth Jessen und begrüße ganz herzlich Dr. Matthias Riedel bei mir. Ja, moin Elisabeth. Matthias Riedel ist Ernährungs-Doc, er ist ärztlicher Direktor des Medikum Hamburg, er ist Geschäftsführer der MyFoodDoctor-App und außerdem Chefredakteur der Zeitschrift Isst Dich Gesund und mit Blut hast du wahrscheinlich regelmäßig zu tun und mit Blutergebnissen und Vitaminbestimmungen und so weiter. Ja, ich bin ja auch noch Internist und da ist das quasi so das A und O, Das ist Blutentnahme und die Interpretation von Blutwerten, Alltag. Also wenn man was hat, was jetzt nicht irgendwie ein Schnupfen ist, dann ist der Arzt ja schnell und sagt, wir gucken uns mal das Blut an. Ja. Was muss man denn kennen und was ist völlig unwichtig? Also erstmal gibt es da so ein Missverständnis, wenn man von großem und kleinem Blutbild spricht.

Medizinisch ist das kleine Blutbild die Untersuchung der Blutteile, ja, also das sind die roten Blutkörperchen, die weißen Blutkörperchen des Immunsystems, die sogenannten Lokozyten und die Thrombozyten, das sind die Blutplättchen, die verklumpen, wenn wir uns verletzen. Also die drei, die stellt man im Blutbild dar. Das wissen aber viele nicht. Viele denken immer, also ein kleines Blutbild ist so eine kleine Routine und ein großes Blutbild ist eine große Routine. So ist das nicht. Wenn ich jetzt diese drei Zellarten im Blut weiter untersuchen will nach ihren Untergruppen, dann nennen die Mediziner das das große Blutbild. Das ist aber nicht, was die Leute darunter verstehen. Die Leute verstehen unter großem Blutbild mehr. Ja, genau. Was ist mit meinem Cholesterin, was ist mit meinem Vitamin D, das verstehe ich darunter. Das ist alles nicht im großen Blutbild drin, sondern da sind nur diese Blutzellen drin. Also das Blutbild analysiert nur die Zellen, entweder als kleine Routine oder als große Routine mit noch mehr Aufschlüsselungen. Aber das ist schon mal das, weil alle Patienten sagen das, viele sagen das und ich. Kläre dann auch nicht drüber auf. Ich weiß, wenn die Leute sagen, mach großes Blutbild, dann wollen sie mehr. Mehr als das Übliche. Und dann müssen wir auch mal darüber reden, was ist das Übliche, was zahlt die Kasse. Und dann gibt es diesen Check-up 35.

Den kann man auf Kassenkosten alle drei Jahre bekommen. Aber es gibt auch die Möglichkeit, jederzeit Blutentnahmen zu machen, wenn es anlassbezogen ist beim Krankheitsverdacht. So, und bei diesem Check-up 35 Jahren ist es so, dass man den Urin einmal untersucht mit einem einfachen Streifentest. Da guckt man dann nach Blut drin, das wäre ein Hinweis vielleicht für Blasenkrebs oder auch für Nierenerkrankungen. Da guckt man nach Eiweiß. Das Eiweiß deutet im Urin auf eine Undichtigkeit der Niere und eine schwere Nierenerkrankung. Eiweiß sollte normalerweise im Urin nicht vorhanden sein, weil das käme dann nämlich aus dem Blut. Da brauchen wir das Eiweiß. Und wenn es durch die undichten Nieren in den Urin kommt, dann ist das ein Grund, da mal nachzugucken. Das könnte ein Hinweis auf eine Nierenschwäche sein. So, dann guckt man auch dann nochmal nach chemischen Veränderungen im Blut, zum Beispiel Nitrit. Das deutet dann auf einen Harnwegsinfekt hin beispielsweise. Also das sind so die Dinge, die man im Urin macht und guckt natürlich auch nach Zucker.

Denn normalerweise sollte da kein Zucker drin sein, weil der Zucker ist ein wertvoller Energieträger. Den versucht die Niere zurückzuhalten, damit man nicht verhungert. Macht ja keinen Sinn. Wenn man Diabetes hat, ist die Niere überfordert, wenn der Blutzucker zu hoch ist und dann taucht er auch im Urin auf. Also man kann im Urin manchmal auch schon den Diabetes früh erkennen, dann ist mit in diesem Check-up die Blutzuckerwerte drin, die Cholesterinwerte.

Und die Unterteilung der Cholesterinwerte, des LDL-Cholesterins, das HDL-Cholesterin und die sogenannten Neutralfette, also die Triglyceride. Das sind diese vier Fette, Gesamtcholesterin, LDL, HDL und Triglyceride. So, und dann kann man sich einmalig, so ist es festgelegt, auch mal auf Hepatitis B und C untersuchen lassen und das war's. Mehr ist da eigentlich nicht gedacht.

Man kann dann noch Creatinin, also den Nierenfilterwert, feststellen. Der Nierenfilterwert wird durch die Nierenleistung bestimmt. Ist der zu hoch, dann könnte die Nierenfilterleistung geschädigt sein. Und die Harnsäure als Gichtparameter kann man noch bestimmen. Die sollte in einem normalen Bereich liegen. Wenn sie zu hoch ist, dann besteht der Verdacht, dass es zu Gichtentzündungen kommen kann, zu Auskristallisierungen in den Gelenken oder auch woanders im Körper. Und dass der Körper geschädigt werden kann. Das wäre so das, wo man sagt, ja, das nennt man dann so die, würde ich sagen, die kleine Routine, Wenn man das noch etwas erweitern will, dann kann man noch die Leberwerte dazu machen. Dazu würde ich immer raten, weil jeder dritte Deutsche hat eine Leber, eine Fettleber. Bei Übergewichtigen und Diabetikern ist es jeder zweite. Also die Trefferwahrscheinlichkeit ist sehr, sehr groß. Und da misst man drei Leberwerte.

Da gibt es verschiedene Bezeichnungen für. Ich zähle das mal auf. Bitte. Ich gebe einmal das GOT. Das kann man gut merken. Das sind diese drei mit G. GUT, GPT und Gamma-GT. Steht das dann da auch so in so einer Auswertung? Ja, genau. GUT, GPT und Gamma-GT. Das sind letztlich Substanzen, die aus der Leber freigesetzt werden, wenn sie geschädigt ist. Beziehungsweise aus Leberteilen und Leberorganen. Und wenn die erhöht sind, dann kann man sagen, okay, hier gehen irgendwo Zellen kaputt.

Diese Substanzen kommen auch noch in anderen Zellen vor also muss man dann gucken kommt das jetzt aus der Leber oder vielleicht kommt es aus dem Herzen da muss man gucken aber das ist eine wichtige Vorsorge für die Lebergesundheit und man kann, das würde ich auch empfehlen weil das nichts extra kostet aus den Laborwerten den sogenannten FIB4-Score also F-I-B-4-Score das ist ein Score, den kann man errechnen der kostet nichts, den errechnet das Labor automatisch mit und ist dieser FIP4-Score erhöht, dann besteht der Verdacht auf eine Fettleber, aber auch bei erhöhten Leberwerten. Man muss noch dazu sagen, GOT, GPT, Gamma-GT, das sagt man in Deutschland. Aber international, also in den meisten Teilen Deutschlands, aber international werden diese Werte auch ALT, AST genannt.

Also GOT und GPT ist AST und ALT. Das kann sein, dass man es auf seinem Labor ausdruckt, woanders gerade auch im Osten von Deutschland, kann das sein, dass die internationalen Bezeichnungen dafür verwendet werden. So, das ist wichtig. Also dann haben wir jetzt die Leber und auch den FIP4-Score als Risikoscore für die Entwicklung einer Fettleber. Und wenn man da positiv ist mit dem FIP4-Score, Dann sollte man die Leber mit einer Ultraschalluntersuchung, insbesondere mit einem Fibroscan einmal untersuchen, da kann man wie so mit Echolot in die Leber rein und kann gucken, wie hart ist sie, kommt es schon zur Verhärtung und kann den Fettgehalt messen. Das sollte man dann machen, weil eine Fettleber halt eine sehr schwere, progrediente Erkrankung ist, die auch das Risiko für Leberkrebs und auch für Leberversagen irgendwie erhöht im Laufe der Zeit. Dann haben wir noch die Schilddrüsewerte, das hattest du vorhin auch. Das TSH, das ist das Thyroidäa-stimulierende Hormon, das ist die Abkürzung TSH. Und die freien Hormone FT3 und FT4, das sind die freien Hormone.

Man bestimmt erstmal eigentlich nur das TSH, das reicht und dann, wenn das normal ist, das ist halt das Stimulationshormon. Und wenn dieses Stimulationshormon in der normalen Range ist, dann geht man davon aus, wenn keine Symptome weiter bestehen, dass die Schilddrüsengesundheit so weit in Ordnung ist. Muss aber der Körper mehr Stimulationshormon, mehr TSH produzieren, dann tut der das, weil zu wenig freies Hormon vorhanden ist. Und wenn das erhöht ist, dann stimmt irgendwas nicht. Dann produziert entweder die Schilddrüse zu wenig Schilddrüsenhormone, dieses Stimulationshormon wird mehr ausgeschüttet, um die Schilddrüse anzuregen, doch endlich mal genug Schilddrüsenhormon zu produzieren. Aber macht sie nicht. Und dann ist es, weil sie krank ist. Oder aber sie wird selbstständig, verrückt und produziert viel zu viel Schilddrüsenhormon. Dann schaltet der Körper seine TSH-Produktion zurück und dann ist das sehr niedrig. Weil viel zu viel Schilddrüsenhormon da ist bei einer Überfunktion. Dann sagt der Körper, oh Gott, oh Gott, wir haben schon so viele Schilddrüsenhormone, jetzt brauche ich die gar nicht mehr zu stimulieren. Und die produziert ohne weiter, ohne Ende.

Aber wenn man es billig hält und einfach hält, dann ist das TSH. Und ich glaube, damit hat man, mit diesen Werten, die ich jetzt genannt habe, da hat man schon sehr umfassend, das muss man dann ein bisschen nach Alter auch noch gucken, wenn ich als ganz junge Menschen habe. Und da kann ich einen TSH-Wert machen, ja. Aber das würde ich eigentlich auch nur machen, wenn Symptome bestehen im Sinne einer Unter- oder Überfunktion der Schilddrüse, wie jetzt Gewichtszunahme oder bei der Überfunktion Gewichtsabnahme. Eine Sache noch vielleicht, das kennen vielleicht die Älteren noch, die Blutsenkung. Ja, den Begriff kenne ich. Ich weiß aber nicht, was sich dahinter verbirgt. Genau, da hat man früher das Blut abgenommen und in so einem Röhrchen und dann hat man es hingestellt und dann hat man geguckt, wie viel in welcher Zeiteinheit der Blutkuchen unten zusammensackt. Je schneller die Zellen sich unten abgesetzt haben, desto schlechter. Also die erhöhte Blutsenkung war halt, wenn Entzündungen bestehen, dann senkt sich dieser Blutkuchen unten ab, ganz schnell. Erhöhte Blutsenkung, das ist eigentlich abgelöst worden von dem C-reaktiven Protein, CRP, C-reaktives Protein und das ist halt ein Entzündungsprotein, das bei Entzündungen ausgeschieden wird, allerdings muss man sagen.

Man kann auch Entzündungen haben, wo das CRP nicht erhöht ist. Das schließt es bei ganz stillen Entzündungen, muss es nicht irgendwie erhöht sein. Aber wenn das CRP erhöht ist, dann hat der Körper irgendwo eine Entzündung. Und da muss man der Sache nachgehen. Da muss man klären, ist das ein Infekt, ist es das Übergewicht. Übergewicht macht solche Entzündungen, dass das CRP sogar erhöht sein kann. Und dann muss man gucken, woran liegt es. Gibt es Blasenbeschwerden? Also eigentlich das Häufigste. Tut es in dem Bauch weh? Galle vielleicht entzündet? Blase entzündet? Oder wie sieht es im Rachen aus? Zähne. Also super, also Zahnwurzelentzündung, schwelt da vor sich hin oder Zahnfleischentzündung. Das sind eigentlich so die Dinge, die man so abfragt, wenn das CRP erhöht ist oder halt viel Bauchfett. Das reicht schon aus, um ein hohes CRP zu haben. Das zeigt eben auch nochmal, welche Potenz in dem Bauchfett ist, uns zu schädigen. So, das wäre dann so eine sinnvolle Routine, anlassbezogen vielleicht noch ergänzt, die man machen sollte. Jetzt hast du gerade gesagt, diese Vorsorge fängt dann mit 35 an, aber.

Viele Leute gehen ja gar nicht zur Vorsorge. Also wenn da was ist, erfahren die das ja gar nicht. Gibt es denn ein Alter, wo du sagst, das sollte ich auf jeden Fall mal nachgucken lassen? Ja, zwei Gründe wären. Wenn ich in der Familie Erkrankungen habe, die einfach da gehäuft vorkommen, zum Beispiel Herzinfarkte, Schlaganfälle, Krebs, dann sollte man vorher schon mal schauen, was da ist. Weil die Schlaganfälle und die Herzinfarkte, die kommen ja nicht aus dem Nichts, die kommen häufig aus dem erhöhten Cholesterinwert. Und wenn ich den schon mit 20 erhöht habe, dann macht das schon einen Unterschied, ob ich den mit 20 senke oder erst mit 40. Denn es kann sich auch bei stark erhöhten Cholesterinwerten schon mit 20 eine Arterienverkalkung bilden, die dann mit 45, 50, 55 Probleme macht. Und das kann ich ja verhindern. Das ist wichtig bei Krebserkrankungen und bei anderen Erkrankungen muss man gucken, dass man gezielt guckt, manchmal ist eine Blutuntersuchung sinnvoll, aber bei Schwäche zum Beispiel würde man zum Beispiel auch hier schauen, habe ich genug Erythrozyten, also berote Blutkörperchen, ist eine Blutarmut vorhanden, Eisenmangel bei Veganern möglicherweise, sowas spielt eine Rolle.

Und Diabetes natürlich, wenn ich die in der Familie habe, also da kann man gar nicht früh genug gucken, da sollte man auch regelmäßig prüfen, steigt der Morgenblutzucker an oder der Langzeitblutzuckerwert, der HbA1c-Wert, den haben wir jetzt nicht genannt, weil das ist ein spezieller Verlaufsparameter bei Diabetes. Aber wenn man aus einer Diabetesfamilie kommt, dann würde ich sagen, machen wir gleich Blutzucker und HbA1c zusammen. Weil es kann sein, dass der Blutzucker jetzt normal ist, aber der Hb1c erhöht, weil der ist nämlich ein Durchschnitt. Der Hb1c ist ein Durchschnittswert. Und wenn der durchschnittlich erhöht ist, dann kann das schon mal ein Hinweis sein, dass da was im Busch ist. Und dann würde ich das jährlich messen. Weil wenn er nämlich dann jedes Jahr ein Tiki ansteigt, Da kann ich ja die Uhr nachstellen, wann es endlich losgeht. Gerade wenn man aus so einer Familie kommt. Cholesterinwerte natürlich, Leberwerte, das würde man früh prüfen bei Übergewicht.

Und Nierenwerte, wenn da in der Familie was vorhanden ist, dann sollte man auch danach schauen. Das wäre so auch ein bisschen anlassbezogen. Und aber allerspätestens, würde ich sagen, wenn man aus einer richtig kerngesunden Familie kommt und auch gesund ist und hat nichts. Ich würde da 35 doch schon mal gucken. Weil die Zeit zwischen den Jugenduntersuchungen, wo man auch beim Kinderarzt ist, als Kind und Jugendlicher, und also da wird man ja sehr engmaschig kontrolliert, weil diese, erst die U's, also die U-Untersuchungen bei Kindern, die kommen ja sehr dicht getaktet, werden dann immer ein bisschen länger, je älter das Kind wird, dann gibt es noch zwei, vier Jugendliche. Und wenn man raus ist beim Kinderarzt, hat man das Gefühl, wenn man jetzt nichts hat und dann irgendwann eine Krankschreibung braucht, dann muss man ja auch nicht zum Arzt. Also insofern ist ja eigentlich erst die Vorsorge dann etwas, wo man wirklich mal ein bisschen genauer hinguckt und dann eben auch zum ersten Mal solche Blutwerte wahrscheinlich feststellen lässt. Ja, also ich bin sogar auch der Auffassung, dass man seine Blutwerte kennen sollte. Bei diesem Check gehört ja auch nochmal die Messung des Blutdrucks dazu. Das sollte man auch wissen, gerade bei Übergewicht sollte man das einmal gemacht haben.

Du hast völlig recht, es gibt so dieses Fenster zwischen der Kindheit und der Jugend und dann nachher dem Übergang ins Erwachsenenalter. Da sollte man schon wissen, wo man steht, ob das alles normal ist. Und gerade wenn, wie viele, man sich nicht gesund ernährt, übergewichtig ist und ja, aus einer ausgleichsschlechten Familie kommt, dann sollte man schon mal vorzeitig das messen lassen. Da gibt es auch die Möglichkeit, mit dem Hausarzt zu sprechen und zu sagen, ich habe hier die und die Risikofaktoren. Der kennt einen ja auch am besten in der Regel. Der kennt ja oft dann auch noch den restlichen Teil der Familie, wenn man Glück hat. In der Stadt wird es immer schwieriger, weil immer weniger Hausarztpraxen Patienten aufnehmen und die einfach auch... Relativ schlecht bezahlt werden, sagt jedenfalls meine Hausärztin.

Also ich kann sagen, man macht dem Hausarzt eine Freude, wenn man sagt, ich möchte Check-up 35 haben, weil dafür kriegt er mal tatsächlich was extra, auch richtig außerbudgetär. Ansonsten wird ja immer alles abgebügelt. Das soll jetzt ja angeblich besser sein, man weiß nicht, wie lange das hält. So Verbesserungen in der Honorierung halten immer nur kurz, weil die Kassen sind so klamm. Aber wenn man seinem Hausarzt eine Freude machen will, dann sagt man, ich möchte einen Check-up 35 haben. Und dann kann er dafür auch ein bisschen was abrechnen. Und dann macht er diese Blutuntersuchung, die er auch darf. Aber er fragt natürlich auch, gibt es bestimmte Risikofaktoren und kann das entsprechend auch erweitern, wenn es Sinn macht. Jetzt empfiehlst du ja immer, seinen Vitamin-D-Status feststellen zu lassen. Das ist einer der Werte. die werden ja nicht routinemäßig dann ausgewertet.

Sondern da muss ich wirklich sagen, bitte bestimmen Sie den Wert mit und das kostet dann auch. Genau, das muss jeder bezahlen, außer Menschen, die privat... Wie viel kostet das? Nein, das war jetzt ein Scherz. Ich weiß jetzt nicht, was es kostet. Ich glaube, das kostet um 30 Euro. Aber das muss man jetzt ja auch nicht jedes halbe Jahr festlegen lassen. Aber man sollte schon wissen, wo es steht. Also Menschen mit einer Autoimmunerkrankung, Übergewichtige, Diabetiker, oder Menschen mit koronare Herzkrankheit. Eigentlich, ehrlich gesagt, ich muss mal sagen, Leute, lasst es einmal messen, weil es ist auch für die Knochengesundheit gut. Weil, wenn ich jetzt gesund bin und mache Sport und so weiter, aber ich habe einen niedrigen Vitamin-D-Spiegel, dann erreiche ich nicht die Knochendichte, die ich vielleicht haben könnte, wenn alles optimal läuft. Und es ist so, am Ende des Lebens ... Verlieren wir Knochendichtigkeit. Und dann ist es einfach die Frage, kriege ich einen Knochenbruch zehn Jahre früher oder später. Das muss nicht sein, weil Knochenbrüche sind im Alter häufig lebensbeendend. Das muss man sagen. Also Vitamin-D-Spiegel messen lassen bei Krankheiten unbedingt. Sonst ist es eine Option.

Aber gerade je nördlicher wir nach Europa kommen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit des Mangels. Eine ordentliche Versorgung mit Vitamin-D reduziert das Risiko für Herzinfarkt, auch und Arterienverkalkung auch für Diabetes, macht Autoimmunerkrankungen besser therapierbar. Und ich habe heute dazu übrigens auch eine Studie mitgebracht, weil das jetzt gerade ansprichst. Das kommt auch noch. Also Vitamin D, das Geld würde ich immer investieren. Und vielleicht noch ein zweites Mal, wenn man zu niedrig war, dann muss man nämlich gucken, ich nehme die Vitamin D Tabletten, wo bin ich gelandet? Weil ich wusste ja, das soll ja auch nicht viel zu viel werden. Das ist nicht gut und wir wollen ja schon einen therapeutischen Spiegel auch erreichen. Was ist mit Omega-3 und Omega-6? Würde ich, wenn jemand den Anspruch hat, er möchte wirklich gesund leben und er ist jetzt ganz gesund, dann würde ich auch mal den Omega-3-Index messen lassen, einmal, um zu schauen, erreiche ich mit meiner Ernährung eine ausreichende Omega-3-Versorgung. Bei Erkrankungen sowieso, da gehört es mit dazu, auch das muss man leider selber bezahlen. Aber das ist etwas, was sich wirklich lohnt. Das würde ich immer investieren. Ich glaube, das kostet, das kostet, glaube ich, 50, 60 Euro. Ist ein bisschen teurer. Ich habe, mit den Zahlen habe ich das nicht so, hätte ich mir jetzt raussuchen können, aber die ist auch überall ein bisschen unterschiedlich teuer.

Und das würde ich messen lassen, weil es auch für viele Erkrankungen, auch dazu sagt die Studie, die ich heute habe, auch noch was aus. Das würde ich unbedingt machen. Das wären für mich die Selbstbezahler-Must-Haves. Und ich würde auch wirklich jedem raten, es gibt einen mega Online-Markt für Laborbestimmungen und Selbsttests. Da kriegt man Test-Kits nach Hause. Finger weg davon. Die sind teuer. Teilweise ist, wir haben festgestellt, dass der Langzeitblutzuckerwert, der habe ja in C, der wird da so für 15 Euro verkauft. Der kostet aber tatsächlich nur 5 Euro. Also wenn du ihn jetzt in deiner Praxis machst, kostet er nur 5 Euro. Und dann hast du in der gesicherten Methode. Und wenn ein Verdacht besteht, dann wird es auch auf Kassenkosten abgerechnet. Also Finger weg von diesen Selbsttests, die man sich online bestellen kann. Das ist in den meisten Fällen Geschäftemacherei. Wir wissen nicht, wie qualitätsgesichert die Ergebnisse sind. Man muss die Ergebnisse interpretieren und man kriegt dann einfach nur irgendein Ergebnis zugeschickt und steht dann da und dann rast man damit zum Hausarzt und der freut sich natürlich nicht, die Arbeit von anderen zu machen.

Und also ich sehe keine Indikationen für eine Online-Bestellung von irgendwelchen Selbsttests. Das ist Schöne, wenn man so ein Blut, wie nennt man das, so eine Blutuntersuchung beim Arzt gemacht hat, dann kriegt man ja immer so den Bogen. Ja genau, Genau, und dann stehen halt diese ganzen Blutbestandteile, die untersucht wurden und dann steht der eigene Wert und daneben steht immer, ob man wie so die Range ist, innerhalb dessen man sich bewegen soll. Und wenn man drüber ist, steht halt ein Plus und wenn man drunter ist, ein Minus. Und je weniger diese Vorzeichen stehen, umso besser ist es. Genau, da kann man mit einem Blick erfassen, alles gut. Ja, genau. Es gibt allerdings auch Laborwerte, da kann man im Minus sein, ohne dass das schlimm ist. Wenn ich jetzt sehr niedrige Leberwerte habe, dann sage ich, okay, macht nichts. Dann gehen halt aus den Zellen weniger von diesen Enzymen spazieren im Blut. Das heißt, wenn ich davon ausgehe, dass die aus den Zellen kommen, gehen halt weniger Zellen kaputt.

Aber zum Beispiel bei den Erythrozyten, den roten Blutkörperchen, da ist das absolut nicht gut. Bei den weißen Blutkörperchen, wenn es zu viel ist, dann haben wir Hinweisen auf einen Infekt oder einen Blutkrebs. Oder ich habe zu wenig, das ist auch nicht gut, weil dann habe ich vielleicht auch einen Immunmangel. Kann mal, auch gerade wenn es Grenzbefunde sind, das kann man alles mit dem Arzt besprechen. Das ist es eben, das kann ich dann alles mit dem Arzt besprechen. Selber kriegt man dann eben so einen kleinen Einblick, aber der Arzt muss es letztlich interpretieren und dann entscheiden, ob weitere Schritte notwendig sind. Ganz genau. Gibt es sonst noch Untersuchungen, wo du sagst, die sollte man auf jeden Fall machen? Ja, also bei Vitaminen und Mineralien ist das immer so eine Sache. Vitamin D haben wir schon mal gesagt, Vitamin B12 für alle Veganer, Pflicht, unbedingt. Das brauchen wir für die Blutbildung, für die Nervengesundheit und das sollte jeder Veganer machen, da sollte auch nicht nur wie die Vitamin B12-Spiegel gemessen werden, sondern Holotranscobalamin, das ist ein Wert aus dem Vitamin B12-Stoffwechsel, das muss man beides bestimmen.

Und dann ja bei Schwangeren Folsäure, das würde ich schon machen, weil gerade das Kind entwickelt ja durch viele Zellteilungen dann das Rückenmark und das Gehirn und das ist sehr empfindlich für die Entwicklung von zum Beispiel einem offenen Rücken oder auch Gehirn- oder Nervenstörungen, wenn eine schwangere Frau einen Folsäuremangel hat, deshalb muss er auch jede schwangere Folsäure einnehmen, unbedingt. Bedingt.

Eisen, das ist so eine Frage, wenn man zum Beispiel müde ist, schlapp und vielleicht Haarausfall hat oder auch sehr, sehr viel Sport macht. Es kommt zum Beispiel bei extremen Ausdauersport auch schon zu Darmblutungen. Man verliert dann durch die gestressten Organe manchmal auch Blut. Muss man gucken, Eisenbestimmung. Bei den anderen B-Vitaminen, da muss man einfach gucken. Also B1, B6 beispielsweise, B2. Das wären so typische B-Vitamine für die Nervengesundheit. Da würde ich schon verlangen, dass einer Nervenprobleme hat. Entweder kribbeln, Taubheit, Muskelzucken. Oder Müdigkeitsschwäche, auch wir sehen das bei all älteren Menschen manchmal, dass die geistige Leistung nachlässt. Das kann mal ein Symptom von B-Vitaminmangel sein und dann würde man da speziell nach gucken. Die fettlöslichen Vitamine A, E und K, die bestimmt man routinemäßig nicht. Eigentlich auch nicht bei Verdachtsfällen, weil da muss man schon guten Grund für haben, weil es da auch sehr selten Mangelzustände gibt. Aber das ist dann eine Frage, die sich aus der Ernährung ergibt und aus der Symptomatik. Aber dazu würde ich nicht raten. Ja.

Ja, weil man ist ja als Patient immer, wenn einem so Igelleistungen, das passiert beim Hausarzt eigentlich nie, aber bei anderen Ärzten durchaus, kriegt man erst mal gleich, wenn man ankommt, so einen Zettel mit den Igelleistungen, also individuellen Gesundheitsleistungen und dann fühlt man sich immer so einen Ticken genötigt, dass man irgendwas ankreuzt, weil sie einem das so offensiv hinlegen. Ja, das ist ein bisschen unschön. Also das soll informieren, was es gibt. Aber das muss natürlich auch beraten werden, was für einen Sinn das macht, ob es bei der Person auch Sinn macht. Letztlich verdient der Hausarzt an Laboruntersuchungen gar nichts. Weil da gibt es weiter ans Labor und das Labor macht den Umsatz damit. Und das ist sogar schon, wir haben da tatsächlich ein ziemliches Missverhältnis. Also der Hausarzt kriegt jetzt nur diesen Check bezahlt, weil er kriegt seine Anamnesearbeit damit und die Blutannahmearbeit dann bezahlt. Aber es ist teilweise schon so, dass sehr wenig bezahlt wird für die ärztliche Leistung. Das ist zum Beispiel bei den Nerven, bei den Hormonspezialisten, ist das so, bei den Endokrinologen, die lohnen sich eigentlich nicht. Also es lohnt sich nicht, als Endokrinologe zu arbeiten. Aber deshalb hat man da so quasi so eine Symbiose gemacht aus Labor und Hormonärzten.

Und die Labore stellen dann Hormonärzte an. Und wenn du zum Hormonarzt gehst, dann macht er die gesamte Labordiagnostik für Hormone und die ist richtig teuer. Also weil das ja alles Eiweiße sind, Hormone, die müssen bestimmt werden und da bist du schnell bei 1.000 Euro. Und ich wundere mich immer über diese Vielzahl... Teils brauchen sie es, aber es wird eigentlich immer dasselbe gemacht. Und da freut sich natürlich das Labor, weil der Hormonarzt einfach nicht mehr kostendeckend arbeiten kann. Es ist sozusagen eine Mischkalkulation aus dem von ihm veranlassten Labor für das Labor. Und das ist eine Sache, wo ich sage, wenn ein Hormonarzt nicht mehr allein und isoliert kostendeckend arbeiten kann, dann ist da was falsch im System, dass er sozusagen woanders Kosten verursachen muss, damit sein Gehalt unterstützt wird. Das ist, also wir haben so ein paar Fehlanreize im Gesundheitswesen. Das ist nicht schön. Und dann sehe ich dann, manche Ärzte sprechen ja auch wenig mit ihren Patienten, gibt es ja auch. Und dann kommen die dann zu mir mit so einem Labor und dann sagen, dann wollen sie mit mir darüber das Labor sprechen. Und das ist halt auch immer so ein, viel bestimmen ist manchmal auch gar nicht so sinnvoll. Am meisten ärgert mich die Abklärung, fanden Adipositas. Also du hast jetzt Übergewicht und du willst jetzt mal gucken, ob deine Hormone eine Ursache dabei spielen.

Das ist Grenze, weil dann wird gleich so eine 1000 Euro Hormondiagnostik gemacht und das Ergebnis ist in 99,9 Prozent nein, die Hormone sind es nicht. Aha, aha, gut, dass ich es jetzt weiß. Und es ist eben so, dass hormonell bedingte, Übergewichtsursachen echt selten sind. Und da kann man sich mal langsam rantasten. Ist das jetzt für die Therapie gut und nur für die Kosten schlecht? Also ist es besser, man hat keine Hormonbedingte, aber das ist ja dann auch schon mal was Gutes. Wenn es Hormonbedingte ist, kannst du entweder was gegen diese Hormonstörung machen, das ist gut.

Ist dein Problem gelöst? Aber das ist ja eher selten, wenn es jetzt nicht eine banale Schilddrüsenunterfunktion ist. Aber das erkennst du, dann hast du noch mehr Probleme als nur zu viel Gewicht. So, wenn du aber keine hormonbedingte Übergewichtsursache hast, dann bleibt es einfach dabei, dass wir über die Ernährung sprechen müssen. Und deshalb, ich muss sagen, das ist so ein automatisches Denken, dass die Leute sagen, es war mal eine Zeit lang Mode, haben sie gesagt, ich habe so schwere Knochen und meine Hormone und so. Ich habe auch schwere Knochen. Ja, aber da sind wir zum Glück von weg. Also weil die Leute ahnen schon, also die Chance, nur schwere Knochen und nur die Hormone ist sehr, sehr, sehr gering. Und ich finde, wir können es im Gesundheitswesen nicht leisten, davon eben 1.000 Euro Krankenkassengelder zu verschwenden. Nur um festzustellen, dass es die extrem seltene Ursache nicht ist.

Und Schilddrüsenwert kostet ja nichts. Der kostet 5 Euro und dann hat man die wichtigste Ursache schon. Und wenn man dann aber das substituiert, dann ist wieder alles in Ordnung eigentlich? Ja, also wenn du eine Schilddusen-Unterfunktion hast und du hast zugenommen und es geht dir nicht gut, die Schilddusen muss ja unser Stoffwechselhormon überhaupt. Ja, aber ich habe auch so eine Störung, also eine Unterfunktion seit etlichen Jahren. Lange muss ja nichts gemacht werden. Irgendwann musste ich dann Tabletten schlucken, also Hormone. Genau, und damit löst man das. Und ich war aber nicht übelnaunig, nicht müde. Weil es nicht so schlimm war. Vielleicht. Also keine starke Unterfunktion. Aber gewünscht hätte ich mir eine Überfunktion, weil die jetzt so Untergewicht führt. Aber man kann sich ja das nicht aussuchen. Nein, kann sie sich nicht aussuchen. Deshalb mischen ja manche dubiosen Abnehm-Tabletten-Internet-Anbieter.

Schilddrüsenhormone in solche dubiosen Mischungen aus dem Ausland, weil mit Schilddrüsenhormonen nimmst du immer schneller ab. Der hat der Stoffwechsel hochgeschraubt, nimmt jeder ab. Das wäre aber für jemand, der eine Unterfunktion hat, sehr kontraproduktiv, oder? Eine Überfunktion.

Wer eine Unterfunktion hat, neigt der zum Übergewicht. Ja, die würdest du aber mit Schilddrüsenhormonen ja bekämpfen. Ja, aber wenn ich jetzt dann, ich muss ja das Richtige nehmen, oder nicht? Klar, das ist natürlich kriminell.

Finger weg von solchen Internetangeboten. Okay, also ich hoffe, wir haben ein bisschen Licht ins Dickicht der Blutwerte gebracht und der nötigen und der nicht so nötigen und wer es wann feststellen lassen sollte. Und ich glaube, eine klare Empfehlung ist immer, sich an den Hausarzt des Vertrauens aufzuwenden, damit man nicht irgendwelchen Scharlatanen im Internet aufsitzt. Und erst wenn man Werte kennt, dann ist wahrscheinlich auch der Weg zu euch dann angeraten. Genau, der Hausarzt ist die erste Station und wenn der Hausarzt sagt, ja, das kann ich jetzt hier nicht erklären, auch gerade was Übergewicht angeht, dann ist die erste Station der Ernährungsmediziner und eben nicht der Hormonspezialist, ja, und dann ist auch nicht der Orthopäde, weil die Knie wehen tun vom Gewicht und auch nicht der Gynäkologe, weil die Haut reißt oder irgendwie so, ja, dann muss der Ernährungsmediziner aufgesucht werden und fachlich gut behandelt werden. Und wir gucken dann immer noch mal so, das ist so, bei Übergewicht haben wir nicht selten noch zusätzliche Mangelsituationen von Vitaminen und Mineralien, danach gucken wir aber auch immer. Wir haben dann noch mal einen speziellen Blick, wir erweitern das Spektrum, das ist hier so ein, was wir besprochen haben, ist eine grobe Suchraster, aber wir schauen auch noch mal nach der Symptomatik, welche Beschwerden bestehen und könnte da auch noch ein Vitaminmangel dazugehören. Denn bei Übergewicht ist sehr häufig auch eine Mangelernährung mit dabei. Und danach gucken wir natürlich gezielt.

Ja, weil Übergewicht nicht bedeutet, dass man mit allem versorgt ist, sondern mit dem Falschen.

Die aktuelle Studie und was der Ernährungsdoktor von Helden. Du hast schon deine Studie erwähnt, die du mitgebracht hast. Die hat also mit unserem Thema auch zu tun. Genau, also eigentlich ist es eine Longevity aus dem Bereich der Longevity, also Langlebigkeit. Und zwar hat man in dem Do-Health-Trial, also Mach-Gesundheit-Trial, also die Mach-Gesundheit-Untersuchung, Do-Health-Trial, hat man einmal geschaut, können durch Vitamin D, Omega-3-Fettsäuren und Bewegung die Altersvorgänge verlangsamt werden. Und Altersvorgänge kann man messen, indem man epigenetische, also auf den Genen aufgelagerte Altersmarker untersucht. Und da hat man festgestellt, dass man guckt, wenn die Menschen Omega-3 oder Vitamin D oder Sport hatten oder in Kombination, wie hat sich das auf diese Altersmarker ausgewirkt. Und da hat man festgestellt, das finde ich toll, das ist in dieser Deutlichkeit tatsächlich nicht so selbstverständlich.

Drei Jahre geguckt und hat festgestellt, dass sowohl Omega-3 als auch Vitamin D und Sport diese Altersmarker zurückstellen kann, also das Altern verlangsamen kann. Und die tolle Nachricht, das Ganze war additiv. Das heißt, wenn ich jetzt Omega-3 oder Vitamin D oder Sport mache und ich mache alles zusammen, dann addiert sich das.

Und interessant war, es konnte eine leichte, in diesem Zeitraum von drei Jahren, eine leichte Verlangsamung der biologischen Alterung festgestellt werden, von 2,9 bis 3,8 Monaten. Dann würdest du jetzt sagen, naja. Ja, würde ich jetzt sagen, geht ja so. Geht ja so, aber pass mal auf, wenn wir jetzt drei Jahre nehmen, das ist jetzt über drei Jahre schon, ich hätte echt so viel nicht erwartet, du machst es dein Leben lang, alles richtig.

Es ist jetzt unwissenschaftlich zu sagen, aha, dann nehme ich jetzt die drei Jahre mal zehn, dann habe ich 30 Jahre und dann nehme ich die 2,9 Monate auch mal zehn und dann habe ich 30 Monate plus, das kann man so nicht sagen. Das wären dann ja drei Jahre zusätzlich. Es zeigt nur, dass es einen Einfluss hat und das finde ich sehr, sehr erfreulich, weil Vitamin D empfehlen wir ja sowieso zu messen und zu gucken. Omega-3 müssen wir Mangel ausgleichen, weil unsere Ernährung immer ärmer ist an Omega-3-Fettsäuren. So, und Sport, wüssten wir sowieso, ist ein Altersverlangsamer. Aber wir können es jetzt skalieren. Und das ist toll. Ich war begeistert. Und gerade auch von der Kombination her so. Also wer jetzt Omega-3 und Vitamin D gut im Ziel ist und macht auch noch Sport, ja, dann können wir uns jetzt schon mal beruhigt zurücklegen und lehnen. Und noch mal die anderen Faktoren, die die Langlebigkeit beeinflussen. Ich frage mich immer nur, wenn es dann so drei Studiengruppen gibt, die einen mit Omega-3, die nächsten mit Sport, die nächsten mit Vitamin D.

Beziehungsweise die einen, die alles zusammenkriegen und dann lande ich in der einen Gruppe, die nur das eine kriegt. Ja, dann hast du Pech gehabt. Ja, aber ich möchte immer in der sein, die alles kriegt. Du möchtest immer in der besten. Ich möchte immer alles haben. Ja, bei guten Studien weiß man das nicht. Das wird ja häufig verblendet. Also wenn du gute Studien machst, dann verblendet es. Aber immerhin, die haben da fast 800 Leute mitgetestet. Also ich könnte es, also allein finde ich, man merkt auch schon, die Forschung geht mehr in diese Richtung, was macht unser Essen mit uns. Ja, unser Lifestyle. Gut, wir haben es ja in der Hand, wir sind unsere eigenen Studienobjekte, wir können das ja alles richtig machen. Wir können das, also auch das ist jetzt eine Grundlagenstudie, mehr muss man sagen. Da habe ich jetzt keine Forderung ableiten, aber es deutet immer mehr darauf hin, dass das, was wir empfehlen, kriegt immer von immer mehr Seiten eine positive Begründung. Das ist schön.

Wir haben wieder Fragen von euch, die wir beantworten wollen und ich habe erst mal hier die Frage von Julia. Julia sagt, da sind wir nämlich wieder beim Vitamin D, mein Hausarzt unterstützt die Einnahme von hochdosiertem Vitamin D 20.000... Das sagt dir was? Ja, 20.000 internationale Einheiten. Danke. Auch ohne Mangel, aber für die gute Laune. Gibt es denn eine Orientierung, wie man ernstzunehmende Empfehlungen an Studien von eher unseriösen oder wenig belastbaren Aussagen differenzieren kann? Natürlich ist es schwierig, hier pauschal zu sein. Eventuell gibt es aber ein paar Punkte, die wie minimale Kriterien zu betrachten sind.

Also, wie die Studie gerade, die wir vorgestellt haben. Also es muss eine ausreichend große Patientenzahl sein. Es müssen angesehene Forscher oder auch Studien sein, die in ordentlichen Journalen veröffentlicht werden. Das ist nämlich immer ein Kriterium, da werden die nochmal geprüft. Nur sowas, wo die Quelle, wenn ich mich informiere über Vitamin D, wenn ich da lese, es wird was behauptet, ohne auf eine Studie hinzuweisen, dann würde ich es gar nicht weiterlesen. Das ist irgendwie Meinung des Autors. Wenn aber da steht, das bezieht sich auf eine Studie, und ich sehe es in der renommierten Universität, es ist auch in der Studie, es steht auch in einem wissenschaftlichen Blatt veröffentlicht, dann kann ich das lesen, wovon ich komplett die Finger lassen würde, Oder sind irgendwelche Influencer, die behaupten, sie hätten die Weisheit mit Löffeln gefressen und verkaufen vielleicht noch Produkte oder bewerben das? Ja, Herr Wagner, das ist klar. Also wenn man Händlern, ich sage, niemandem was Böses unterstellen, aber jeder darf natürlich Werbung machen, das ist auch richtig. Aber gerade im Internet ist manchmal Werbung von richtiger Information nicht so richtig.

Und 20.000 ist aber eine relativ große Einheit, oder? Ja, das sind die großen, die muss man schon verschreiben. Wir empfehlen eher, also jetzt nur Vitamine für die gute Laune, das ist schwierig. Ja, wir haben natürlich, Vitamin D ist ja nicht nur so ein Vitamin, das diese und diese Wirkung hat, sondern das wirkt im ganzen Körper. Und die Zusammenhänge, die verstehen wir ja auch jetzt mehr. Also der günstigere Outcome bei Diabetes, bei Arterienverkalkung, aber wie wir es jetzt auch gesehen haben beim Altern, Knochengesundheit sowieso. Das sind die Dinge, die wir wissen.

Aber es kommt immer mehr raus. Was ich jetzt immer machen würde, ist bei Vitamin D in der Mitte liegen, nicht zu hoch, außer bei Autoimmunerkrankungen, da ein bisschen höher. Aber wir empfehlen eher die tägliche Einnahme als diese Hochdosis. Das ist natürlicher, physiologischer. Wenn es nicht anders geht, kann man auch die 20.000 Einheiten nehmen. Aber ich würde dann eher bei 1.000 pro Tag das gleichmäßig verteilen, zusammen mit einer fettreichen Mahlzeit. So empfehlen wir das bei uns im Medikum Hamburg. Dann haben wir noch eine Frage von Nicole. Ich habe eine Arbeitskollegin, schreibt sie, die spürt auf Manuka-Honig. Ich wollte auf diesem Wege mal nachfragen, was Dr. Riedl davon hält. Ich habe heute in der Apotheke gerade gesehen, ein 50-Gramm-Glas hatten, die da stehen, für 11,90 Euro. Also ich weiß, dass Manuka-Honig teuer ist. Das ist doch nur günstig. Also ich habe es schon teurer gesehen. Ja, okay, aber woher kommt das? Ich glaube, irgendwo aus Neuseeland oder Australien. Und ich hatte mal einen Tee, der war mit Manuka-Honig. Der schmeckte so ganz leicht süßlich. Der hat so eine andere Note. Ich habe auch so einen Manuka-Honig zu Hause, habe ich geschenkt bekommen.

Gibt es im Reformhaus und überall, wo auf Gesundheit wird gelegt. Manuka-Honig wirkt antibakteriell, antiviral, entzündungshemmend und antioxidativ. Das ist das, was man weiß. Und es ist von dem Wirkstoffgehalt abhängig. Und je höher der Wirkstoffgehalt da drin, desto teurer wird er dann. Manche nennen das auch Manuka-Honig und dann ist da wenig Methylglyoxal drin. Das ist die Substanz, bei der es da wichtig ist. Und damit wird die antibakterielle Wirkung eben auch sichergestellt. Je höher dosiert, desto besser. Man soll es aber nicht, auch wenn es antibakteriell wirkt, nicht auf Wunden tun. Manche übertreiben es dann gleich. Das soll man es nicht machen. Aber wozu isst man den oder schmiert man den irgendwo hin? Man kann ihn essen, wenn du jetzt Honig nimmst für einen Erkältungstee, zum Beispiel so einen Ingwer-Zitronen-Tee, da kannst du das doch mit reinmachen, weil es so ein bisschen süß ist und du kannst hoffen, dass das einen Effekt hat. Also in den Studien, es gibt tatsächlich wirklich viele Studien, die auch... Hochrangig publiziert wurden, ist ein gewisser Effekt nachweisbar. Es gibt viele Nachahmer, es gibt Fakes. Da muss man dann schon sehr genau gucken, wo ich das beziehe aus dem Internet, würde ich es nicht kaufen.

Heutzutage werden ja sogar Homepages komplett kopiert und sogar Markenhersteller kopiert und die sind dann ein halbes Jahr am Markt und dann sammeln die Bestellungen für drei, vier Monate. Dann schicken die noch eine Mail, Jahre, unsere Bestellung kommt etwas später, halten die Kunden ruhig, wenn sie per Kreditkarte bezahlt haben und dann wird irgendwas verschickt, irgendein Fake oder gar nichts und dann verschwindet die Homepage und die haben, weiß nicht, drei, vier Millionen im Sack. Also das ist eine, irgendwie, weg vom, das muss man also nur bei seriösen Stellen kaufen. Man kann das machen, man darf aber auch sich nicht zu viel Wunder erwarten, aber es ist sicherlich etwas, was bei Erkältung und auch.

Bei der Entzündlichkeit einen positiven Effekt hat. Ich überlege gerade, als meine Kinder klein waren, da musste ich immer, war das Tannenwipfelhonig oder sowas? Gibt es da auch irgend sowas? Oder Fichtenhonig? Ist mir nicht bekannt, aber sicher hat ja der, in den Honig werden ja, das schmeckt ja auch immer ganz unterschiedlich. Ja, ja, also ich bin kein Honigfreund. Also ich esse keinen Honig so im Lich. Aber die Bienen tragen ja natürliche Substanzen da mit rein. Die sind natürlich in geringer Zahl da drin. Aber ich denke schon, dass ein Honig eine gesündere und leckerere Alternative ist, als nur mit Zucker zu süßen. Und der Manuka-Honig hat schon eine eigene Note, muss ich sagen. Das ist schon auch lecker, aber eben teuer. Sehr teuer. Sehr teuer. Aber hat anderer Honig auch gute Wirkung?

Also das ist für den Manuka-Honig so beschrieben. Und der ist wohl schon eine besondere, also das ist in vielen zeithochrangigen Publikationen, ist eine gewisse Wirkung nachweisbar, eben abhängig von der Substanz. Ich stelle mir nur vor, ich mache meinen Ingwer-Zitrone mit heißem Wasser und dann habe ich da so ein Gläschen mit 50 Gramm, das wird ein teures Vergnügen. Ja, dann benutzt du weniger, Zucker ist ja auch, dann benutzt du weniger, das ist doch gut. Aber ich, also ich glaube, ich bin nicht der Manuka-Typ. Du bist nicht der Meinung. Nein, ich glaube nicht. Weil Honig nicht deins ist. Ja, und weil ich, das ist einfach dann so teuer, dass es irgendwie macht keinen Spaß. Wenn ich erkältet bin, dann mache ich es mir mal am Sonntag Frühstücksbrot oder mal in Honig, in Tee rein. Also, ja, ich weiß jetzt nicht, ich werde davon wahrscheinlich auch nicht schneller gesund, aber schaden kann es nichts. Naja, das ist ja mal gut zu wissen. Also, Nicole, schaden tut es nichts. Wahrscheinlich hande ich mir jetzt hier mit dem Protest der Manuka-Fährsteller ein und der Verkäufer. Es ist, nochmal um es zu sagen, jetzt haben wir es ein bisschen salopp gemacht, nicht das für eine Herrn Shitstorm, ihr Lieben. Es gibt Nachweise, dass die Substanz.

Methylgluoxal eine Wirkung hat und wie sich das nachher dann auswirkt im Körper, das muss man halt schauen. Und warum haben wir keinen deutschen Manuka-Honig oder keinen österreichischen? Der kommt ja aus Neuseeland. Ja, aber weil er da so heißt, aber ich meine, Kartoffeln kommen auch aus Deutschland und aus Neuseeland oder... Das sind die örtlichen Gegebenheiten, die Bienen, die Landschaft, die Natur... Ich will das ja auch nicht schlechtreden, um Gottes Willen. Will ich gar nicht.

Okay, aber gut reden will ich jetzt unser schönes Rezept für diesen Podcast, weil ich habe schon Hunger. Du hast schon Hunger, es kommt. Ich habe schon Hunger. Genau, genau. Also wir haben hier, was ich ganz häufig habe, ist Patienten, die sagen, ich habe immer so einen Heißhunger. Heißhunger ist ein Riesenproblem. Viele leiden unter Heißhunger. Und deshalb haben mein Team und ich, wir haben ein Anti-Heißhunger-Mini-Rezeptbuch rausgebracht, was wirklich garantiert Heißhunger abstellt. Kann man richtig sagen? Wer dann noch Heißhunger hat, wenn man so isst, dann kann es sich um Essstörungen handeln. Da muss man nochmal gucken, dann auch nochmal zum Ernährungsmediziner gucken. Gibt es noch andere Gründe, Hormonstörungen? Da sind wir der Meinung nach Hormonstörungen möglicherweise.

Aber die normalen Heißhungerattacken kann man damit beseitigen. Und ich habe hier eins, wir haben vorhin schon mal auch wieder hart verhandelt. Welches nehmen wir? Wir haben hier One Pot Zucchini Pasta mit Lachs. Ist übrigens auch schnell und einfach zu machen. Wir haben Zucchini Nudeln, also Gemüsenudeln. Das ist hier ein ganz wichtiger Punkt. Gemüse mit seinen Ballaststoffen, seinen sekundären Pflanzenstoffen und dem Volumen. Das sind die drei Dinge, die besonders beim Sattmachen helfen.

Und dann haben wir hier auch Lachs dabei als Eiweiß. Wir wissen auch übrigens, dass der rote Farbstoff, das Astaxantin, eine gewisse sattfördernde Wirkung hat. Der Lachs hat sich das ja gestohlen von den Krebsen. Und die haben sich das wieder aus dem Pflanzenreich gestohlen. Es ist ja eigentlich auch ein Pflanzenstoff, ein sekundärer Pflanzenstoff aus Algen. Dann haben wir mit dabei natürlich ein bisschen Frischkäse, der noch ein bisschen den Eiweißgehalt hochmacht. Chili hilft auch bei der Sättigung. Wir haben Tomaten. Wir wissen, dass auch Tomaten mit ihren sekundären Pflanzenstoff Appetit mindern. Es gibt sogar Studien, die zeigen, dass man mit Tomatensaft sogar leichter abnehmen kann. Und dann haben wir natürlich noch Petersilie und ein bisschen Parmesanspäne drauf. Ich finde das auch immer total lecker. Wir haben also hier wirklich viel Eiweiß. Wir haben Volumenfüllung und es ist ein Sattmacher. So sehen Sattmacher Geräte. Das ist schön. Und One Pot klingt einfach nach nicht so dreckiger Küche. Genau, nach wenig Abwasch. Da hat man nicht so viel abzuwaschen und wegzuräumen. Das liebe ich immer sehr. Finde ich auch.

Gehörst du zu denen, die übrigens beim Kochen die aufräumen? Ja. Ich habe gerade eine Studie darüber gelesen, dass die Psychologen sagen, dass diese Menschen, die beim Kochen aufräumen, ganz besondere Eigenschaften haben. Nämlich, jetzt bin ich immer gespannt, ist das gut oder schlecht, was jetzt kommt? Nee, ist gut. Also die denken voraussichtig, sind organisiert, sind diszipliniert und können Ziele verfolgen und arbeiten sorgfältig. Weißt du, wer, also zu den klassischen, ich glaube, alle Köche gehören dazu, weil die müssen hoch organisiert sein. Ich bin einmal bei Johann Lafer in der Küche gewesen und wir haben dann zusammen gekocht. Und Johann, da steht nie was Schmutziges rum. Wenn er was benutzt hat, ist es sofort weg. Du kannst gar nicht schnell genug gucken. Der hat, wenn das Essen fertig ist, dann steht er in der sauberen Küche. Das ist nicht wahr. Ja, aber das ist bei mir auch so, wenn meine Gäste kommen, dann ist die Küche sauber.

Da liegt nicht irgendwie noch eine Gabel oder irgendetwas. Ja, sicher liegt auch noch vielleicht noch mal eine Gabel, aber eigentlich ist mein Herd relativ sauber. Also wenn ich Gäste habe, dann bereite ich immer Sachen vor, dass ich auch bei den Gästen bin und nicht die ganze Zeit in der Küche stehe, wobei unsere Küche offen ist. Ich kann immer so zum Esstisch hin reden, aber ich möchte denen nicht irgendwie ein lautes Gebläse von der Abluft zumuten. Ich möchte nicht, dass es irgendwie spritzt aus der Pfanne, sondern ich mache Sachen, die sich eben gut vorbereiten. Ja, und die sich vorbereiten lassen und garen, während die dann schon da sind. Also ich bereite einfach solche Sachen gerne vor. Genau, dann hat man nämlich mehr Zeit für die Gäste. Und hinterher kann man das ja dann, wenn sie weg sind, dann verräume ich das Geschirr, was wir dann, also die Teller, das Besteck, die Gläser, das verräume ich hinterher. Aber ich habe eine offene Küche, da kann das nicht aussehen. Nee, da kann es nicht aussehen, so behempelt es. Genau.

Gut, man muss nur bei der Qualität des Lachses aufpassen, glaube ich, welchen man kauft, dass er einfach irgendwie... Ja, genau, das ist leider auch nochmal heutzutage das Problem. Ist schwieriger heutzutage, aber es gibt immer noch ordentlichen Lachs. Gut, also räumt eure Küche auf, dann beweist ihr, wie koordiniert ihr seid und der Partner oder die Partnerin, die weiß das dann auch zu schätzen. Ich mache das auch gerne, aber wenn es Gerichte gibt, die mich überfordern und ich viel zu viel für viele Menschen koche, dann schaffe ich es nicht und ich merke, wie die zunehmende Unordnung in der Küche mich nervt.

Und ich verliere die Kontrolle und das hasse ich. Also ich merke das, was es mit mir macht und idealerweise, auch wenn meine Frau kocht und ich nicht helfen soll, komme ich trotzdem und sortiere hinter ihrem Rücken alles ein bisschen weg, dann hat es sich ein bisschen einfacher. Also ich finde es schöner, wenn man am Essen sitzt, ich habe ja auch noch oft eine Küche, und guckt nicht links auf den Schuttberg, weil es muss ja immer der, der am wenigsten gekocht hat bei uns aufräumen, so machen wir das immer. Ist dann selbstverständlich, dass der, der nicht so gekocht hat, dann runter auch.

Und ich sitze gerne nach dem Essen immer noch ein bisschen, lege die Füße hoch. Früher habe ich auch mal einen Wein getrunken, das mache ich jetzt weniger. Noch ein bisschen plaudern und so und den Abend gemütlich gestalten dann. Und ich finde einmal so durch die Küche noch zu gehen, den Boden zu wischen, echt, was das unterbricht den Abend. Also so saue ich jetzt nicht rum, dass ich noch den Boden wischen muss. Also wie kochst du denn? Ja, wir haben so einen Holzfußboden. Ja, ich auch, aber ich bemühe mich immer direkt zu vermeiden und deshalb gibt es auch, wenn ich jetzt frisch sauber gemacht habe, ich putze selber bei mir zu Hause, dann gibt es einfach schlichtere Gerichte und wenn ich weiß, am nächsten Tag mache ich wieder sauber, dann kann ich auch mal irgendwas machen, was spritzt, aber ehrlich gesagt, das Wichtigste ist, dass man seine Küche benutzt, weil man kann sie wieder putzen, man kann aufräumen, aber der Trend ging ja eine Zeit lang wirklich zu bombastischen Küchen, Da hat aber nie jemand drin gekocht. Das finde ich absurd. Ja, das ist absurd, das stimmt. Also man muss schon... Die Küche ist zum Kochen da. Ich finde schon. Und es muss praktisch sein, man braucht ordentliche Geräte, man braucht gute Töpfe.

Und ich brauche keinen Thermomix und kein Küchengerät, was mir dieses ganze Schnipseln, da würde mir die halbe Lust am Kochen fehlen, wenn ich gar nichts mehr selber machen würde. Geräte habe ich auch abgerüstet. Also ich möchte aber gerne einen Reiskocher. Gut, das heben wir uns jetzt für nach dem Podcast auf. Ich hoffe, es war interessant für euch. Ich freue mich, dass ihr dabei wart. Wenn ihr eine Folge verpasst habt, dann findet ihr sie auf allen gängigen Plattformen. Viel Spaß beim Nachkochen. One Pot, ich finde das klingt gut. Das sollte man eigentlich schnell mal loslegen. Danke fürs Dabeisein. Ja, und wenn ihr noch mehr aktuelle Infos haben wollt, dann schaut in unseren Newsletter. Den kann man kostenlos abonnieren bei myfooddoctor.de oder in die aktuelle Ausgabe der Isst Dich Gesund mit vielen tollen erfolgreichen Patientenfällen und Tipps. Und wenn ihr Hilfe braucht, entweder in der MyFoodDoctor App oder in einer Schwerpunkt Praktiz der Ernährungsmedizin. Hier nochmal der Hinweis, weil das neu ist. Wir sind tatsächlich mit der MyFoodDoctor App jetzt auch in den Alpenländern in Österreich. Den Hinweis hiermit nochmal für die Zuhörerschaft im Süden. Ja, und wir sehen uns beim nächsten Mal. Grüezi, grüß Gott und Moin Moin. Wiederschauen. Pfiat euch, Baba.

Ein Podcast von Funke.