Was sich stark geändert hat, ist die Ernährung. Und wenn wir uns das mal anschauen, in den letzten zehn Jahren haben wir eine Zunahme von psychischen Erkrankungen um fast 50 Prozent gehabt nach DRK-Daten. Das ist fast eine Explosion. Wir liegen auch über dem Schnitt. Und wenn wir uns mal anschauen, jetzt parallel dazu die Ernährung, dann sehen wir, dass gerade Mädchen einen Mangel beispielsweise an Magnesiumversorgung. Haben. Magnesium ist wichtig, auch für eine gesunde Psyche. Magnesiummangel kann Nervosität, Mangel der Empathie, also das Mitfühlen mit sich bringen. Das Gleiche gilt übrigens auch für den Mangel an Omega-3-Fettsäuren. Das hat auch Auswirkungen auf die Psyche. Mangel an Folsäure, das ist ein B-Vitamin, das wir aus grünem Gemüse beziehen, kann Depressivität fördern. Das sind lauter Aspekte, die dabei eine Rolle spielen. Und Eisenmangel kann müde und unkonzentriert Also wir haben sehr viele Verbindungen von der Ernährung, also von einer schlechten Ernährung, die wir bei der Jugend auch sehen.

Um unsere Psyche steht es nicht zum Besten. Ich will das gerne mal mit ein paar Zahlen untermauern. Jeder vierte Erwachsene hat Depressive oder Angstsymptome. Das sind jedenfalls Zahlen, die das Robert-Koch-Institut 2024 herausgegeben hat. Und besonders betroffen sind junge Frauen. Da ist es fast jede zweite, nämlich 47 Prozent, die daran leiden. Und auch um die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen steht es nicht zum Besten. Das hat das UKE in Hamburg, die Universitätsklinik, herausgegeben. Weil diese Kinder und Jugendlichen machen sich viele Sorgen um die Zukunft. Und die Studienautorin macht auch die sozialen Medien dafür verantwortlich.

Darüber wollen wir heute reden, was auch Ernährung mit Psyche zu tun hat. Und dafür habe ich, Elisabeth Jessen, mir wieder den Matthias Riedler eingeladen. Hallo Matthias. Ja, moin. Matthias ist Ernährungs-Doc, er ist ärztlicher Direktor des Medikum Hamburg, er ist Geschäftsführer der MyFoodDoctor-App. Und außerdem Chefredakteur der Zeitschrift Ist Dich Gesund. Ja, und mag sich jetzt mancher fragen, warum lädt die Jessen einen Ernährungsmediziner ein und nicht vielleicht einen Psychotherapeuten oder Psychologen? Tja, Matthias, oder Psychiater, warum sitzt du hier? Ja, das Thema ist tatsächlich in der Gesellschaft total wichtig geworden. Es wird für uns zum großen Problem. Und diese Zahlen, die du da gerade genannt hast, die nehmen ja noch was dazu. Das Ganze bedrückt mich auch sehr, weil die psychische Gesundheit ist einfach nicht nur für unsere Leistungsfähigkeit, für den Frieden in der Gesellschaft, für das Glück wichtig. Und wir reden meines Erachtens zu stark auf der psychologischen und psychiatrischen Ebene darüber.

Wir werden keine monokausale Ursache dafür finden. Es wird ja immer vieles diskutiert, sicherlich spielen. Und da haben wir dann auch die Mädchen da besonders im Fokus. Soziale Medien mit den verbreiteten Normen dort sicherlich eine Rolle. Das sind alles Belastungen. Natürlich und in Untersuchungen taucht auch auf der Ukraine-Krieg, Corona. Wenn man die Jugendlichen selber fragt, dann sagen sie, Corona, das bekümmert uns nicht. Das ist ein ganz kleiner Prozentsatz. Das hat sicherlich viel soziales Leben kaputt gemacht. Discos, Bars, abendliches Ausgehen. Das ist dadurch wirklich den Bach runtergegangen und dadurch ist das Leben virtueller geworden. Ich glaube, auch das ist natürlich für die Kinder nicht gut.

Und natürlich ist auch die Frage um die Zukunft Deutschlands, Frieden in der Welt und Klima, auch das bewegt viele. Aber haben wir nicht solche Belastungen auch früher gehabt? Ich bin ja 1962, da haben wir das Waldsterben gehabt, das hat mich sehr belastet. Dann haben wir Tschernobyl gehabt, das erinnere ich mich noch sehr gut. Ich mich auch, ja. Verstrahlung, verstrahlte Lebensmittel, das wirkte wie das Ende der Welt. Und dieser Reaktor kochte weiter vor sich hin. lange Zeit, Dann haben wir den Kalten Krieg ja damals auch gehabt und wir haben, ja und das hat uns in der Jugend natürlich sehr belastet, auch Aids bekommen und am Anfang wusste man gar nicht genau, wie kriegt man es. Keinen Test, keine Behandlungsmöglichkeiten und viele Tote. Sehr viele Tote. Und was natürlich auch die Zukunft dieser sogenannten Boomer-Generation auch sehr belastet hat, das gab bei einigen Bereichen auf einem freien Platz tausend Bewerber. Wenn das mal keine Zukunftsängste breit gemacht hat. Auch jede Generation hat ihre spezifischen Ängste. Natürlich ist Social Media damals nicht gewesen, da bin ich auch froh drüber. Aber ...

Klar, wir haben eine Belastung der Jugend, aber die Frage ist, wie reagiert sie darauf? Und wie man mit Belastungen umgeht oder wie stark man diesen Belastungen gegenüber sein kann oder wie man das von seiner Seele fernhält, das bestimmt der Begriff Resilienz. Also die Widerstandskraft gegenüber all diese negativen Einflüsse. Und ich glaube, da haben wir jetzt Grund, und das geht zur Frage, warum sitze ich jetzt hier zu diesem Thema? Das ist doch die Domäne der Psychologen und Psychiater.

Wir haben tatsächlich einen Paradigmenwechsel, weil das so stark zugenommen hat. Und es ist nicht nur erklärbar mit einzelnen Belastungen. Was sich stark geändert hat, ist die Ernährung. Und wenn wir uns das mal anschauen, in den letzten zehn Jahren haben wir eine Zunahme von psychischen Erkrankungen um fast 50 Prozent gehabt nach DRK-Daten. Das ist fast eine Explosion. Wir liegen auch über dem Schnitt und wenn wir uns mal anschauen, jetzt parallel dazu die Ernährung, dann sehen wir, dass gerade Mädchen einen Mangel beispielsweise an Magnesiumversorgung haben. Magnesium ist wichtig, auch für eine gesunde Psyche. Magnesiummangel kann Nervosität, Mangel der Empathie, also das Mitfühlen mit sich bringen. Das Gleiche gilt übrigens auch für den Mangel an Omega-3-Fettsäuren. Das hat auch Auswirkungen auf die Psyche.

Mangel an Folsäure, das ist ein B-Vitamin, das wir aus grünem Gemüse beziehen, kann Depressivität fördern. Das sind lauter Aspekte, die dabei eine Rolle spielen. und Eisenmangel kann müde und unkonzentriert machen. Also wir haben sehr viele Verbindungen von der Ernährung, also von einer schlechten Ernährung, die wir bei der Jugend auch sehen. Das heißt, wenn die plötzlich weniger Magnesium in ihrem Essen haben, dann essen sie auch anders als vor zehn Jahren, oder? Muss man das ja... Genau, dieser Magnesiummangel kommt dadurch zustande, dass auch besonders, der ist besonders ausgeprägt bei Mädchen, bei Jungs nicht so, aber in der gesamten Bevölkerung ist er ausgeprägt. Bei Mädchen sind es 60 Prozent, die einen Magnesiummangel haben. Es liegt einfach daran, dass sie sehr viele hochverarbeitete Lebensmittel essen. Und diese sind, bringen einen Mangel... Aber tun Jungs das nicht? Das tun Jungs auch, das stimmt.

Aber offenbar haben sie eine bessere Magnesiumversorgung. Zumindest was das angeht. Und Omega-3 sieht genauso schlecht oder schlechter aus. Dazu kommt, dass diese hochverarbeiteten Lebensmittel auch noch diverse Chemikalien mitbringen, die bei besonders empfindlichen Menschen Unkonzentriertheit fördern und auch so etwas wie Brain Fog. Brain Fog ist ja das, was so ein bisschen Umnebelung, ein bisschen nicht richtig fit sich fühlen. Das wird mit hochverarbeiteten Lebensmitteln auch einhergebracht. Ganz besonders empfindlich sind Menschen mit einer ADHS-Symptomatik. Die merken das noch viel stärker. Die werden richtig noch unkonzentrierter dadurch. Das sind so Aspekte, wo wir sagen, die Ernährung, die geht direkt in die Psyche durch. Und wenn wir mal gucken, wo wir beim Thema hochverarbeitet sind, wenn wir mal schauen, wenn ich gesunde Menschen mit hochverarbeiteten Lebensmitteln fünf Tage lang hauptsächlich ernähre, merken wir Auswirkungen auf die Psyche, Wohlbefinden wird schlechter und das direkt, das können wir richtig nachweisen. Also die Spur führt hin in einmal einen Mangel. Das Gehirn bekommt nicht das, was es braucht für sein gesundes Arbeiten. Gleichzeitig ist da was drin, was uns auch nicht gut tut. Also es gibt einen Mangel und eine Schädigung durch das, was gegessen wird.

Und schließlich ist es auch noch so, dass wir... Den Zuckerkonsum ins Auge fassen müssen. Weil wir wissen, dass wenn ich Zucker esse, ist zwar kurzfristig die Leistungsbereitschaft gebessert, langfristig nimmt aber durch einen hohen Zuckerkonsum die sogenannte neuronale Plastizität, also das Anpassen des Gehirns an Situationen ab. Und diese neuronale Plastizität brauchen wir für den vielgestaltigen Alltag. Also das sich anpassen, das quasi mit sich anpassende Gehirn. Auch das ist ein starkes Indiz in Richtung Ernährung. Und schließlich das Mikrobiom, das für uns jetzt in den letzten Jahren ja ein Quell von lauter Information geworden ist. Wir wissen, und das wissen wir nicht nur aus Tierversuchen, dass wir können Mäuse so füttern, dass sie depressiv in der Ecke liegen, dass sie unempathisch sind, dass sie mit Artgenossen keinen Kontakt mehr aufnehmen. Ja, eigentlich wie so eine depressive Maus in der Ecke liegen. Also wie ein Couch-Potato. Und wenn ich die Ernährung dann umstelle, werden sie wieder lebendig versuchen auszureißen, kontaktieren, Artgenossen und sind lebhaft, wie wir es von Mäusen kennen. Und das ist ein schönes Bild eigentlich auch für die Situation. Die Zurückgezogenheit, Isolation, Einsamkeit, Traurigkeit, Depression. Das sind alles Dinge, die bei uns in der Gesellschaft zunehmend mehr diskutiert werden.

Und da sind wir beim Mikrobiom. So, was braucht das Mikrobiom? Ballaststoffe in rauen Mengen und die sind in den hochverarbeitenden Lebensmitteln nicht drin. Unsere Jugend isst zu wenig Ballaststoffe. Auch das spielt dabei eine große Rolle. Und dann muss man auch nochmal sagen, dazu kommt noch... Dass die entzündlichen Erkrankungen, das ist der nächste Indiziensprung, die entzündlichen Erkrankungen nehmen zu. Also wenn du einen Diabetes hast, das ist eine entzündliche Erkrankung, hast du ein höheres Depressionsrisiko. Hast du eine Autoimmunerkrankung, hast du ein erhöhtes Depressionsrisiko. Jeder zehnte Deutsche hat mindestens eine Autoimmunerkrankung. Diese Zunahme, die zieht auch Depressionen an. Und wenn ich mich entzündungsfördernd ernähre, steigere ich mein Risiko für Depressionen. Und gleichzeitig ist es so, dass wenn wir traurig sind, verändert sich unsere Nahrungsauswahl. Und wir essen besonders das, was entzündungsfördernd ist. Und kommen quasi in einen Strudel, in einen Teufelskreis von schlechter Ernährung, Traurigkeit, Depression. Und das sind jetzt so ein paar Fäden, die ich jetzt so gerade versucht habe, um mal zu zeigen auf deine Frage. Was hat denn der Riedel jetzt zu sagen zu Psyche und Depression?

Das Thema treibt mich so um, weil ich merke, dass meine Fachkollegen aus der Psychiatrie, aus der Psychologie und das Gesundheitsministerium sowieso dieses Thema gar nicht auf der Liste haben. Und ich finde das so wichtig. Ich sage, wir essen uns psychisch krank und machen uns das Leben unschön. Und deshalb habe ich dazu auch das Psyche-Darm-Paradox. Ich halte es mal in die Kamera geschrieben.

Das ist mir so wichtig, das Thema, weil unsere Psyche, unsere Empathie, Depression, das nagt am Kitt der Gesellschaft. Das ist übrigens auch ein bisschen in Befragungen der jungen Leute, die sagen, die Spaltung der Gesellschaft macht ihnen Sorgen. Und die Spaltung der Gesellschaft hat auch etwas mit dem zu tun, was wir essen und wie wir auf Konflikte eingehen, wie wir mit Konflikten umgehen, wie unempathisch wir mit dem umgehen, der eine andere Meinung hat. Und das ist, glaube ich, eines der großen Probleme. Und das... Psyche-Darm-Paradox, auf den ersten Blick denkt man, ja gut, wenn man Stress hat, man Bauchschmerzen kriegt, das ist klar. Aber dass, wenn ich mich falsch ernähre, in viel größerem Maße das Gehirn beeinflusst wird und uns psychisch krank machen kann oder die Krankheiten fördern kann, die psychischen Erkrankungen, das ist vielen nicht klar und das möchte ich ändern. Es ist mir enorm wichtig und es kommt diesmal ohne Es ist tatsächlich ein Wachruf. Diesmal kommt es ohne Rezepte aus. Aber wir haben noch andere Rezepte, die ich dann auch noch mal in den Ring werfen kann. Ja, das ist mir jetzt quasi so ein Plädoyer, weil du sagtest, was hast du denn dazu zu sagen? Eine Menge. Es war mir schon klar, dass du was zu sagen hast. Sonst würden wir ja hier nicht sitzen. Also es war eine etwas ketzerische Frage.

Jetzt hast du ja auch schon erwähnt, zum Beispiel die hochverarbeiteten Lebensmittel, die unserem Darm und unserer Psyche gleichermaßen schaden. Aber welche Essgewohnheiten gibt es denn sonst noch, die sowohl Psyche als auch Darm besonders schaden? Ja, zum Beispiel Essen unter Zeitdruck, sich nicht Zeit nehmen fürs Essen, Dauerstress verändert, das hatte ich vorhin auch schon anklingen lassen, Dauerstress verändert einmal die Entzündlichkeit bei uns im Körper, verändert unsere Nahrungsauswahl. Lässt uns schneller essen, damit auch mehr essen. Damit fördert es auch das Übergewicht. Also wir suchen nicht nur das Falsche aus, wir essen es auch noch viel zu schnell.

Und neben den hochverarbeiteten Lebensmitteln eben auch eine unstrukturierte Nahrungsaufnahme, also Snacking über den Tag. Das fördert Entzündlichkeit. Entzündlichkeit wiederum fördert auch Depressionen. Entzündlichkeit fördert auch entzündliche Erkrankungen und die wiederum auch Depressionen. Es sind viele, viele Aspekte, die dabei eine Rolle spielen. Du hast ja selber gerade die Kritik geäußert, dass das eigentlich nicht zusammengesehen wird. Also eigentlich müsste man, wenn man in psychologischer Behandlung ist, müsste das ja eigentlich auch immer mitbesprochen werden. Du sagst aber, das passiert noch nicht. Nein, das passiert leider nicht. Also bei Essstörungen zum Beispiel, da sagt jeder Psychotherapeut, alles klar, auch das wird aber nicht überall gemacht. Aber bei der Essstörung ist klar, da muss eine Ernährungstherapie parallel laufen. Ist auch noch nicht so überall, aber da wird es akzeptiert. Aber bei Depressionen ist es überhaupt nicht akzeptiert. Dabei haben wir ganz klare Studien, die zeigen, dass wenn sich gesünder ernährt wird, steigt nicht nur geistige Leistung, Kognition, sinkt nicht nur das Depressionsrisiko.

Sinkt auch das Depressionsrisiko um ein Viertel. Also wenn ich Kohorten vergleiche von Menschen, die sich gesund ernähren, so wie wir es hier propagieren, dann haben die ein 25% reduziertes Depressionsrisiko. Das passt auch dazu, dass wenn wir bei uns im Medikum Hamburg Menschen mit Depressionen behandeln, mit Ernährungstherapie, dann verbessert sich die Depression um eine Stufe nach unten. Das heißt, bei einer leichten Depression, schwupp, sie ist weg. Bei einer schweren ist es nur noch eine mittlere und damit ist das Leben langweilig. Leichter. Wenn ich jetzt jemand bin, der psychische Probleme hat und sagt, okay, höre ich jetzt gerade hier bei euch im Podcast, ich möchte was verändern. Womit fange ich denn dann an?

Also tatsächlich ist es so, und das muss man immer wieder sagen, in der Medizin ist erstmal die Untersuchung das Allerwichtigste, der Check. Und hier ist es tatsächlich eine Analyse der Ernährung, Bestandsaufnahme. Sozusagen, was wird falsch gemacht? Das muss man analysieren Das kann man entweder selber machen, also jetzt anhand auch der Checklisten hier im Psyche-Darm-Paradox, kann man auch mit der MyFoodDoctor-App machen, wo man einfach seine Ernährung analysiert bekommt. Ist sie gesund oder ist sie nicht gesund und was daran ist nicht gesund und wie kann ich das ändern? Das wäre eine Möglichkeit, aber wichtig ist, dass man sich darüber, entweder macht man ein Tagebuch oder liest das Buch mal und dann merkt man sofort eigentlich. Was man falsch macht. Ich habe es eben auch schon ein bisschen anskizziert.

Und dann geht es darum, in die Umsetzung, das ist dann eigentlich das Gleiche wie beim Übergewicht. Oder, also Ernährungsumstellung folgt immer nach dem 20-80-Prinzip, nämlich erst mal Analyse, gucken, was sind die Hauptfehler, Stück für Stück sich was vornehmen und das dann langsam ausmerzen. Und, das ist ganz wichtig, zweite Ebene, wenn ich damit nicht erfolgreich bin, unbedingt in eine Schwerpunktpraxis Ernährungsmedizin gehen und sich dort Hilfe holen. Aber im Prinzip ist es, wenn man beides macht, dann ist man auf der sicheren Seite. Ernährungsberatung oder Ernährungsumstellung und psychologische Hilfe annehmen, wenn man braucht. Aber ja, das muss Hand in Hand gehen, meine Forderung. Das ist halt so noch nicht akzeptiert, weil ich muss es ganz klar sagen, es ist so, die Ernährungsmedizin, wer Ernährungsmedizin macht, der verdient damit nicht viel. Und deshalb wird es auch nicht so viel angeboten und es gibt halt auch wenig Praxen, die das halt sehr, sehr professionell auch anbieten auf diesem Niveau. Aber es gibt niedergelassene Ernährungsberatungsberufe, Ökotrophologen und Diätassistentinnen. Ich sage die weibliche Form, weil es meistens Frauen sind.

Und das bezahlt auch die Krankenkasse. Leider ist immer noch ein Eigenanteil dabei. Leider ist es immer noch eine Antragsleistung, was unglaublich ist. Und dieser blinde Fleck in der Gesellschaft macht mich rasend, weil der Elefant, der rosa Elefant steht im Raum, die Verbindung zur Ernährung ist da und keiner tut was. Und auch bei den Kollegen findet erst ein langsamer Umbruch, ein Umdenken statt. Die Neurologen sind aber schon dabei, ganz offen. Wir haben selber auch eine Neurologin im Team als Ernährungsmedizinerin. Also die Jungen, die sehen das Problem und die wissen, da können wir und müssen wir was machen. Aber ich wünsche mir da auch gern mehr eine Verankerung in den Leitlinien, dass flankierend die Ernährungstherapie immer angeboten wird und dass es als Kunstfehler geht, es nicht zu tun. Das ist es leider noch nicht.

Jetzt hätte ich gerne von dir, du weißt ja, ich habe immer gerne so ganz konkrete Tipps. Ja, was tun, ne? Ja, was sind so die besten kulinarischen Stimmungsaufgaben? Ja, was soll auf den Teller? Ja, genau. Ja, ja. Also, ich habe ja vorhin so gesagt, ja, da haben wir ja... Omega-3, Empathie, Magnesium, was haben wir noch gehabt? Aber ich will ja nicht Magnesiumpülferchen einnehmen. Ich würde es ja gerne als Lebensmittel essen. Genau so ist es auch. Also, klar, Zucker runter, hochverarbeitete Lebensmittel drastisch reduzieren. Das ist ganz wichtig. Für viele bedeutet das einen richtigen Ausstieg. Weil diese Lebensmittel sind von der Lebensmittelindustrie so konzipiert, dass sie bei uns suchtähnlichen Charakter auslösen. Das ist zwar in dem Sinne keine Substanzsucht, aber viele sagen mir auch, man, das war richtig, da musste ich richtig durch. Was so richtig gute Stimmungsaufheller sind, beispielsweise Haferflocken liefern Magnesium und davon sollten die Mädels und die Jungs mehr essen. Und bitte aber nicht als fertige Müsli-Mischung, weil da ist wieder irre viel Zucker drin. Ja, dann haben wir wieder das Problem der neuronalen Plastizität, die darunter leidet. Körner, Nüsse, selbstgemachtes Müsli, dann Fisch.

Dann natürlich auch Meeresfrüchte, das muss jetzt nicht Fisch sein. Nüsse, Kurkuma wirkt auch günstig, also wenn das als Gewürz anzuwenden. Fermentiertes. Ich würde jedem raten, also auch wegen der Darmflora, weil die haben wir ja im Aspekt, weil die Darmflora bestimmt alle Krankheiten mit. Also die ist bei allen Krankheiten mit dabei. Also wir wissen, dass wenn wir täglich Joghurt essen, geht es der Darmflora besser. Oder Kefir beispielsweise, Kimchi. Kefir ist da sogar noch bisher wirksamer für die Darmflora, das würde ich machen. Also fermentiertes, dann Kohlgemüse, Hülsenfrüchte und was auch gut ist, Kakao. Ja, also das ist jetzt mal was Leckeres. Aber Achtung, Kakao, also Schokolade kommt ja häufig auch mit Zucker einher. Also dunkle Schokolade mit geringem Zuckeranteil, das ist wichtig. Darf ich auch Kakao mit Milch trinken? Ja, das ist in Ordnung. Also wichtig ist, dass wir den Kakao irgendwie essen, aber nicht mit Zucker.

Kakao übrigens, da fällt mir gerade noch ein, wer regelmäßig dunkle Schokolade zu sich nimmt, das ist gemessen worden, zeigt eine Abnahme der Alterung. Die Alterung schreitet nicht mehr so stark einher. Das ist nochmal ein ganz interessanter... Das ist eine richtig gute Nachricht. Das ist eine richtig gute Nachricht. Ich hatte auch überlegt, ob ich es als Studie mitbringe, weil das finde ich total toll. Und tatsächlich ist es so, es ist das Theobromin in der Schokolade. Übrigens, Achtung, Theobromin hält auch wach. Also wenn ich die Schokolade zu spät esse, kann es sein, dass ich den Schlaf störe.

Und da fällt mir übrigens eine tolle Anekdote an, die ich gelesen hatte in einer Ärztezeitung. Eine alte Frau, pflegebedürftig, wird von ihrer Tochter betreut und die ist immer verwirrt und kriegt deshalb ein Beruhigungsmittel. Und dieses Beruhigungsmittel macht sie bloß so müde, tranig den ganzen Tag, dass es ihr eigentlich echt schlecht geht, dass sie gar nicht mal richtig orientiert ist. Schließlich kriegt diese Frau Diabetes. Und dann sagt die Hausärztin, du musst jetzt aber mit Süßigkeit ein bisschen vorsichtig sein. Und da kommt die Sprache auf die Pralinen, die sie abends immer isst. Die hat also abends immer Pralinen gegessen. Diese alte Frau hat jetzt diese Pralinen weggelassen. Und was ist passiert? Das Theobromin fehlte ihr in der Nacht. Sie hat plötzlich besser geschlafen, brauchte das Berührungsmittel nicht. Die Demenz ist zurückgegangen, weil das Berührungsmittel abgesetzt wurde. Und das war letztlich die Überdosierung von Theobromin durch die Pralinen, die Schokoladenpralinen abends, hat sie eine unruhige Nacht gehabt. Und die Ärzte haben gedacht, die ist unruhig in der Nacht, weil dement. Kommt nämlich häufig vor, Beruhigungsmittel. Und dann war sie am Tag schläfrig. Und der Frau ging es sozusagen ohne Beruhigungsmittel und ohne Pralinen. Dann besser, sie hat gut geschlafen, war tagsüber sogar orientiert. Also so kann es manchmal sein. Aber wir sind vom Weg abgekommen. Nee, das macht aber nichts. Man sieht psychische Gesundheit, die Auswirkungen sind so vielgestaltig. Gestaltig und es gibt noch viel mehr Verbindungen. Deshalb habe ich das Buch ja geschrieben. Man muss fast sagen.

Und der Darm, der nervt das Gehirn den ganzen Tag mit einer Datenautobahn, das ist der Nervus vagus, der ist in Dauerbetrieb und der Magendarmbereich, der regiert so im Gehirn mit, man muss sich das vorstellen, wo kommt das her? Die Urtiere hatten eigentlich kein Gehirn. Sie hatten einen Nervenstrang und einen Darm. Den ging es vorne rein, hinten raus und sie hatten einen Nervenstrang. Der Darm war historisch immer gut besetzt mit Nerven. Da kommt auch unser Eingeweidegehirn her. Deshalb sitzt da auch noch so viel Immunsystem. Und die Bedeutung dieses uralten Eingeweidegehirns, die ist dann geschrumpft, nachdem sich vorne oben ein richtiges Gehirn gebildet hat, was dann die intelligenteren Tiere hervorgebracht hat. Aber dieses alte archaische Gehirn ist noch da und bestimmt wie so eine graue Eminenz, unheimlich viel mit. Und wir kommen jetzt dahinter, dass diese graue Eminenz zusammen mit dem Mikrobiom wie so wirklich uralte Kreise da aus der archaischen Entwicklung der Menschheit unheimlich viel noch die Strippen ziehen. Das ist, wenn du es jetzt mal so, das ist das Psyche-Darm-Paradox sozusagen in einem wirklich sehr groben Satz zusammengefasst. Wie das Ganze funktioniert und was alles und das psychoaktive.

Botenstoffe im Darm, von den Darmbakterien sogar produziert werden. Oder anders ausgedrückt, wenn ich die Bakterien nicht habe, werden sie nicht produziert. Und dann geht es mir nicht so gut. All diese Dinge, Resilienz, Depression, psychische Erkrankungen, die werden halt vom Darm mit beeinflusst. Also es ist ein gigantisches, neues Feld, was finde ich, wie ein Paukenschlag in der Medizin aufschlagen müsste, es aber leider nicht tut. Und deshalb habe ich das Buch geschrieben. Tatsächlich wird der Zusammenhang von Gehirn und Darm ja immer mehr zum Thema. Es braucht aber immer so 10, 20 Jahre, bis das in der Medizin so richtig weil dann heißt es immer, ja, Beweise, zeig mir große Studien, wir haben diese Studien schon und die Zunahme der psychischen Erkrankungen, die Verschlechterung des Essens von Jahr zu Jahr, die wird für unsere westlichen Gesellschaften zum großen Überlebensproblem. Ja und du hast Ja, du hast ja recht auch, ich bin ein bisschen nach dir geboren, aber diese Probleme, wir hatten natürlich auch alle unsere Zukunftsängste, sie waren etwas anders als jetzt, aber es ist nicht so, dass wir sorgenfrei aufgewachsen sind, aber mit deutlich weniger hochverarbeiteten Lebensmitteln. Also in Österreich sowieso, da gab es das einfach alles gar nicht so.

Das war auch eine Frage des sich leisten Könnens, weil das Zeug war auch teuer. Es war aber auch nicht so, dass man sich das Leben immer bequem machen musste und immer Convenience gekauft hat, sondern die Leute haben einfach früher sehr, sehr viel mehr selbst gekocht. Und da verarbeitet man einfach weniger Mist, wenn man frisch kocht. Also das ist meine Erfahrung auch. Die aktuelle Studie und was der Ernährungs-Doc davon hält. Gut, Matthias, kein Podcast ohne Studie. Ja, und da passt jetzt eine Studie, ich habe ja vorhin gesagt.

Die Ernährung, also man muss auch sagen, das, was wir essen, wirkt sich wie so ein Crosstalk auf alle Organe aus. Es ist nicht nur so, dass das, was wir essen, zur Psyche, nein, das geht überall hin, überall gibt es Rezeptoren, die empfindlich sind dafür und ein Faktor, hatte ich auch vorhin genannt, die Omega-3-Fettsäure, die Entzündung reguliert auf der einen Seite, die Empathie fördert, unsere Erinnerungsfähigkeit verbessert, also auch sogar Hirnzentren wachsen lassen, größer werden lassen, Hippocampus wird größer, je mehr Omega-3 ich esse und je mehr Magnesium ich zu mir nehme, auch je mehr Pflanzen ich esse, das ist nachgewiesen, bessere Erinnerungsfähigkeit. Aber ich habe noch einen anderen Effekt von Omega-3-Fettsäuren ausgegraben Und zwar ist das eine Meta-Analyse über die Verwendung von Omega-3-Fettsäuren in der Nahrung. Und da konnte man feststellen, dass da wurden 41 randomisiert kontrollierte Studien. Das heißt, also es gibt doppelblind randomisiert. Das heißt, es gibt eine Gruppe, die kriegen Omega-3 und es gibt eine Gruppe, die kriegen es nicht, sieht aber so aus.

Und die waren kontrolliert angelegt und 41 Studien hat man da ausgewertet. Und festgestellt, ja, Omega-3-Fettsäuren haben auch noch eine schmerzlindernde Wirkung. Und das ist besonders in niedrigen Dosierungen nachgewiesen, nicht mal so unbedingt in hohen Dosierungen nachgewiesen worden. Und die Studienautoren kommen zum Ergebnis, das kann Vorteile sein als Nahrungsergänzung oder in der Ernährung bei Rheumatoide Arthritis, bei Migräne, da wissen wir es auch. Also wir setzen ja auch bei Migräne schon lange Omega-3-Fettsäuren an, weil es die Anfallshäufigkeit reduziert und bei anderen chronischen Erkrankungen. Führt übrigens zu dem Punkt, wo ich sage, ich werde häufig angeschrieben und gesagt, kann man bei Schmerzen was machen mit Ernährung? Ja. Also Omega-3 ist einer der Effekte. Und wobei die keine Wirkung hatten, die Omega-3-Fettsäuren war bei, in dieser Studienübersicht bei Arthrose.

Ich würde mal sagen, wenn sie aktiviert ist und hochentzündlich, dann doch. Und bei Brustschmerzen, bei Frauen, wenn sie hormonell bedingt sind, ist klar, dann hat das keine Auswirkungen. Das sind solche Studien, mehren sich, die die Bedeutung der Ernährung klarer darstellen. Auch hochwertige Studien, Meta-Analysen von kontrolliert randomisierten Studien, das ist schon ein hohes Level. Und das müssen wir einfach zur Kenntnis nehmen und ich hoffe, dass das auch so gesehen wird, zunehmend mehr, irgendwann. Das hoffen wir, genau.

Matthias, wir haben wieder ein paar Fragen von Hörerinnen und Hörern und ich fange an mit der Frage von Ricarda. Du hast im Buch die Macht der ersten tausend Tage von dem lebenslangen Einfluss von Überernährung und Mangelernährung beider Elternteile bereits vor der Schwangerschaft und während der Schwangerschaft geschrieben, Matthias. Und Ricarda fragt sich jetzt, ist das sozusagen für immer fix? Also schlecht ernährt in der Schwangerschaft und davor? Aber überträgt sich das dann auch noch auf die Enkel, weil, Ricarda sagt, die Familie meines Mannes ist seit mindestens zwei Generationen stark übergewichtig und ihre drei Kinder sind zum Glück im normalen Bereich, aber bei einem Kind muss sie stark aufpassen und das Gewicht ist trotzdem immer im normalen oberen Bereich, aber noch im normalen Bereich. Also wenn man danach alles richtig macht, dann sinkt das Risiko wieder und auch diese epigenetischen Programmierungen können natürlich wieder neu überschrieben werden. Diese epigenetische Programmierung ist ein ideales Mittel der Natur, sich an neue Lebensbedingungen zu gewöhnen. Also komme ich in eine Mangelsituation, ist die nächste Generation super vorbereitet auf den Mangel. Das ist die Idee von der Natur.

Ich kann das natürlich auch wieder rückgängig machen. Wenn ich jetzt weiß, mein Kind ist bei einer übergewichtigen Mutter, im Blibmutterleib groß geworden, dann hat das ein höheres Risiko. Aber halt, es hat ein höheres Risiko. Das heißt aber nicht, dass es diese Probleme bekommt. Wenn dieses Kind trotz des höheren Risikos alles richtig macht, dann wird der gesund bleiben. Und wenn das ein Mädchen ist, also dieses Kind, und sich gesund ernährt und schlank ist oder normalgewichtig bei seiner eigenen Schwangerschaft später, dann ist dieser Fluch der Eltern, man kann diesen Fluch verändern und das neue Kind wird besser programmiert. Also keine Sorge, es ist also nicht unabdingbar, dass es wahr wird und die nächste Generation kann nicht umbringen. Was passiert aber gerade in Deutschland? 50 Prozent der Schwangeren mindestens, steigende Tendenz übrigens, sind übergewichtig.

Derzeit wächst jedes zweite deutsche Kind in einer übergewichtigen Mutter heran. Und Deutschland wird deshalb derzeit im großen Maßstab epigenetisch umgepolt mit einem, die Nachkommen sind jetzt alle im genetischen Risiko für Übergewicht, Diabetes und die ganzen Zivilisationskrankheiten. Das ist ein großes Problem. Diese Welle, nochmal Hinweis vielleicht ans Bundesgesundheitsministerium, die kommt. Und wenn wir jetzt nichts tun, dann, spätestens dann ist es unbezahlbar, unser Gesundheitswesen. Aber so, das ist wichtig. Aber jeder Einzelne kann was tun und das ist wichtig, dass man was tut. Man kann das Schicksal in die Hand nehmen, wenn man weiß, dass das Risiko erhöht ist, Maßnahmen ergreifen. Da muss es nicht so sein. Das wird Ricarda auf jeden Fall beruhigen, denke ich. Dann hat uns Jan eine lange Mail geschrieben. Er sagt, ich glaube, ich habe das Konzept gesunde Ernährung inzwischen prinzipiell gut verstanden und spüre auch die positiven Effekte, seitdem ich mich immer mehr daran halte. Ich bin 32, Sportler, Triathlet und habe folgende Frage. Mein Frühstück besteht täglich aus einem Liter.

Gemixt. Oh, also da kommt alles Mögliche rein. 200 Gramm Beerenmischung, ein Apfel, ein weiteres Obst, 250 Gramm Magerquark, 75 Gramm Haferflocken, eine Handvoll Nüsse, Leinöl, Olivenöl, Walnussöl, Leinsamen.

Chiasamen, Hanfsamen, Ingwer muss es heißen, Kurkuma, Pfeffer, Zimt, Nelken und Wasser. Das ist eine Menge in einer Mahlzeit. Schmeckt super und ist alles bio. Eine weitere Mahlzeit am Tag ist dann mit Gemüse, zum Beispiel Gemüsepfanne und Reis. Und dann sagt er, eine Mahlzeit am Tag geht aber immer gewaltig schief, wahrscheinlich aufgrund des hohen Kalorienverbrauchs beim Sport. Dann gibt es oft Pizza, auch Fertigpizza oder einfach nur viele Weizennudeln mit Soße oder anderes Ungesundes und das nicht zu wenig. Dazu nehme ich dann schon bewusst extra Ballaststoffe zur Kompensation, also Flohsamenschalen, Akazienfasern etc. Wie dramatisch ist diese Essgewohnheit für meine Gesundheit? Ich komme trotzdem täglich auf mindestens 40 Gramm Ballaststoffe und mindestens 140 Gramm Eiweiß. Ja, also das ist wirklich viel Eiweiß. Aber so diese Ernährung ist auch mit dem Frühstück super gut. Bei dem, wo Jan sagt, da geht es schief, gewaltig schief, da spricht Jan von Pizza. Weizennudeln mit Soße, wenn diese Soße eine Fertigsoße ist, dann ist das nicht gut. Ja, Weizennudeln könnte man eigentlich auch gegen Gemüsenudeln ersetzen.

Grundsätzlich ist es so, und das ist die Wahrnehmung von Jan völlig richtig, auch wenn alles grob stimmt, ist das Problem des regelmäßigen Genusses von hochverarbeiteten Lebensmitteln, täglichem Konsum und stark verarbeiteten Weißmehlprodukten, tatsächlich ist jetzt kein akutes Gesundheitsproblem, aber langfristig. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung und das Bundesamt für Risikobewertung sagen immerhin, dass ein regelmäßiger hoher Konsum davon langfristig ungünstige Auswirkungen auf die Gesundheit hat.

Körpergewicht, da wird er nicht dick von. Als Triathlet ist keine Sorge, das verarbeitet er sich alles ab. Wichtig ist halt auch nur für Sportler dann zu wissen, wenn ich irgendwann aufhöre mit Triathlon, muss ich meine Ernährungsgewohnheiten ändern. Ich kenne so einige Leistungssportler, die dann vor mir sitzen und dann sage ich, ja, wie wäre es mit Sport? Und dann sage ich, ja, ich war Leistungssportler. Und dann denke ich, ah, alles klar. Und jetzt wiegt er doppelt so viel.

Aber nochmal zurück zu den hohen verarbeitenden Lebensmitteln. Pizza ist nicht per se ungesund. Das Problem wird sie dann, wenn sie aus der Industrie kommt. Aber auch da muss man sagen, gibt es gute und schlechte Industrie. Jetzt hat Ökotest gerade einen Artikel veröffentlicht, wo sie Pizzen untersucht haben. Pizzen haben einfach das Problem, dass sie viel Salz enthalten, dass sie Chemikalien enthalten, die für unsere Gesundheit nicht förderlich sind. Damit sind wir bei den hochverarbeiteten Lebensmitteln. dass sie aber auch durch den Verarbeitungsprozess Mineralölrückstände beinhalten. Das liegt einfach daran, dass sie durch Maschinen gewirbelt werden und durch Rohre laufen und dann kommen sie auf das Blech und überall ist halt Maschinenöl so. Die sind halt nicht gut, aber immerhin, und das finde ich, ist, Bemerkenswert, Öko-Test hat auch Pizzen gefunden, die keine Mineralölrückstände hatten. Das ist ein Lichtblick, es geht. Und sogar Pizzen gefunden, bei denen die Bestandteile fern von ungesunden waren. Und das waren, du ahnst es schon, es waren Bio-Pizzen von einschlägigen Marken. Also Jan, wenn, also grundsätzlich ist es wichtig, weg von den hochverarbeiteten Lebensmitteln, nichts von der klassischen Nahrungsmittelindustrie. Guck dir einmal an die Testergebnisse von wirklich empfehlenswerteren, bio-gesünderen Pizzen oder mach das selber.

Frier es ein, mach es am Wochenende, schöne, tolle Pizza, dann ist das ein gesundes Lebensmittel. Aber das von der Industrie ist leider halt nicht so das Ideale. Du kannst aber auch anderes essen. Also zum Beispiel Gemüseeintöpfe, Currys mit Hülsenfrüchten, ganz toll mit Vollkornweiß, Wraps, auch vieles kann man da vorbereiten, Käse mit reinbringen. Dann hast du auch da dein Eiweiß mit drin, auch viel Energie. Also wir haben ganz viele tolle Rezepte. da findest du sicher was, was die, sag ich mal, die Fertigpizza vom Sockel treibt. Er hat aber auch nochmal eine andere Frage gestellt und sagt, circa einmal im Monat habe ich das Bedürfnis, sehr viel Schokolade oder Süßigkeiten auf einmal zu essen. Wie ist das zu bewerten? Ja, wenn es einmal im Monat ist, dann machen wir mal ein Auge zu. Müssen wir uns überlegen, woran liegt das? Ist da vielleicht der Eiweißanteil zu gering gewesen? Woran liegt das? Kann man diese Schokolade vielleicht auch etwas in der Qualität anheben? mit weniger Zuckeranteil. Darüber würde ich nochmal nachdenken. Ist ja auch ein Longevity, haben wir ja vorhin drüber gesprochen, Diopromin, ähm.

Und noch eine Frage, die glaube ich auch viele interessieren dürfte, weil es ja viele Teetrinker gibt unter unserer Hörerschaft. Sind in Bio-Teebeuteln aus Papier auch so enorme Mikroplastikrückstände beim Aufbrühen vorhanden? Nee, kurze Antwort, nicht. Also das Bundesamt auch für Risikobewertung sagt da nein, das kann sie nicht finden.

Ich würde immer auch raten, wenn es geht, losen Tee, Tee-Ei wie früher. Aber tatsächlich die Bio-Teebeutel, die sind ungefährlich. Dann hat uns noch Heidi geschrieben, Heidi, 60 Jahre alt, ernährt sich ayurvedisch pflanzenbasiert, macht täglich Sport, ist nichts Verarbeitetes, raucht nicht und trinkt nicht, schläft gut und lange. Sie schreibt, ich höre regelmäßig den Podcast und habe schon einiges für mich mitgenommen. Der Beitrag zum Thema Sodbrennen lässt mich jedoch ratlos zurück. Ich wurde jahrelang mit Protonen-Pumpenhemmern behandelt, die meinem Verdauungssystem eher geschadet haben. Deshalb habe ich vor ca. 10 Jahren die Medikamente mit eigener Kraft ausgeschlichen. Der Hausarzt belächelte mich ob meiner Skepsis, was Wirkung und Nebenwirkungen betrifft. Da ich aber immer noch diese brennende Kugel beschreibe, sie das hinter dem Brustbein habe, frage ich mich, woher soll das kommen? Ich ernähre mich genau nach den Ratschlägen. Nichts Süßes, nicht zu spät, viel Gemüse, Nüsse, Hülsenfrüchte, kein Alkohol, keine Zigaretten. Ich bin schlank und sportlich. Was kann das Sodbrennen noch auslösen? Und gibt es noch andere SOS-Tipps? Also ja, Heidi macht alles richtig.

Heidi ist 60 Jahre, das muss man dazu sagen. Je älter wir werden, desto schlechter werden möglicherweise die Verschlussmechanismen als Schutz für die Speiseröhre. Das Ganze altert einfach und der Reflux wird wahrscheinlicher. Es gibt aber dann auch bestimmte Anomalien in dem Bereich des Magens, wie Hernien. Also neben der Schwäche des Verschlussmuskels auch möglicherweise leichte Hernien, also Brüche, die das noch fördern können das muss man den Gastroenterologen fragen der muss da reingucken und sagen, gibt es was, organisch Anomales was das fördern kann es gibt sie einfach die Schlanken, die alles richtig machen die alles gut kauen, die sich nicht hinlegen die mit erhöhtem Oberkörper schlafen die mit Kaffee und Nikotin und so und Alkohol gebrochen haben.

Letztlich macht Heidi alles richtig man könnte noch überlegen, also fettarm sollte es sein ballaststoff reiche lebensmittel aber das ich kann da eigentlich nichts erkennen was die falsch macht ja, Es gibt auch nicht ernährungsabhängige, also es gibt die meisten Speiseröhrenbeschwerden, sind rein ernährungsabhängig. Dann gibt es aber die, die durch die organischen Zustände noch gefördert werden.

Und Heidi macht das alles richtig mit Leinsamen aufgüssen und Kauen von Nüssen. Und ich würde da nochmal mit dem Gastroenterologen sprechen, reingucken. Ist es ein Beschwerdebild ohne Entzündung, das lässt einen ja schon mal ruhig sein, wenn es so selten ist, aber es nicht zur Entzündung kommt, ist das gut, dann besteht kein Krebsrisiko. Wenn es aber mit einer Entzündung einhergeht, muss man nochmal schauen, woran liegt es, den Gastroenterologen fragen, gibt es hier Veränderungen im Bereich Magen, Darm? Es gibt auch bestimmte.

Reizdarm- Symptomatiken, wo das mit dazugehört. Also man muss gucken, wie sieht es aus mit dem Restdarm? Und dann gehört sozusagen diese Symptomatik in der Speiseröhre mit dazu. Ich würde in dem Fall einmal zu einer Schwerpunktpraxis Ernährungsmedizin gehen, mir die Ernährung nochmal analysieren lassen und da das letzte rauspressen aus der Ernährung, das ist das eine, was ich machen würde, und das andere zum Gastroenterologen gehen und ihm die Frage stellen, habe ich Anomalien, die bei mir diese Beschwerden verstärken und wenn der Gastroenterologe sagt, nein, das ist es nicht, aber ich kann bei dir auch keine Entzündung sehen, dann weiß Heidi wenigstens, okay, ich bin jetzt nicht im Risiko, einen Speiseröhrenkrebs zu bekommen und ich muss gucken, was kann ich noch verbessern an Kleinigkeiten, die vielleicht nochmal den Umschwung bringen und dann so würde ich sicherheitshalber regelmäßig reingucken, dass es doch nicht noch zu einer Entzündung kommt, weil die ist dann immer auch ein Risikofaktor für Krebs.

Vielen Dank. Und Matthias, was kochen wir heute? Ja, also weil wir haben ja im Psycho-Darm-Paradox war gar kein Platz dafür und es geht hier auch tatsächlich darum zu verstehen, was passiert. Also ein Aufschrei, Achtung, hier ist aber gut, ist deine Psyche gesund mit seinen vielen Rezepten, das hatten wir als Thema ja auch schon mal. Und hier sind unheimlich viele schöne Gerichte drin, die die Psyche aufpeppen. Das ist ein tolles Bild. Blauer Teller. Oh, sehr hübsch. Farbenfroh. Buntes Gemüse. Es ist ein Fischpäckchen im Pergamentpapier. Und da können die Leute im Süden die Süßwasserfische nehmen. Hier für die Nordischen, da kann da auch mal eine Scholle rein. Weil das haben wir hier ja. Und hier haben wir Omega-3-Fettsäuren drin, wir haben Gemüse, wir haben die sekundären Pflanzenstoffe mit dabei. Wir haben auch noch gesunde, anti-entzündliche Öle, ist noch ein bisschen anti-entzündliches Öl mit dabei, anti-entzündliches Thymian.

Eiweiß ausreichend auch zum Sattwerden, Gemüse, ein super Gericht, was die Psyche aufpeppt. Wie gefällt dir das? Das gefällt mir wunderbar, weil da ist auch Fenchel dabei und Paprika und ich finde Fenchel und Fisch ist eine ganz wunderbare Kombination. Das passt wirklich sehr gut. Und dadurch, dass es im Pergamentpapier ist, ist es auch im Ofen keine Sauerei. Das muss man ja auch mal mit betrachten, finde ich. Der praktische Aspekt dabei. Ja, genau. Und es sieht sehr appetitlich aus und mir läuft das Wasser im Mund zusammen. Super. Dann habe ich zumindest dich schon mal neugierig gemacht. Ja. und ich finde.

Hier sind noch ganz viele, viele andere Gerichte drin, die uns ein Stück weit glücklicher und ausgeglichener machen. Und ich kann da auch wirklich nur jeden Mal animieren zu überlegen, wer noch nicht so richtig auf dem Weg ist, einmal zu überlegen, sich jedes Mal zu fragen, jetzt habe ich hier eine halbe Gummibärchentüte aufgegessen, wie geht es mir, wie fühle ich mich? Ich bin jetzt einmal in der Systemgastronomie gewesen, wie geht es mir wie fühle ich mich und ich habe diesen fisch mit im pergamentpapier gegessen mit dem gemüse wie geht es mir danach und das ist das ergebnis wird sein es geht mir besser es gibt mir viel besser ich habe mehr wohlbefinden und und wir müssen diese quelle für wohlbefinden mehr nutzen aber ist es denn wirklich immer so dass ich das sofort merke also merke ich wirklich wenn ich jetzt eine Tüte Pommes gegessen habe, also, merke ich es nicht eher so, zeitversetzt oder ich merke es eben nicht so und ich kann nur registrieren, ich weiß es jetzt, aber ich fühle mich nicht wirklich schlecht nach einer Tüte Pommes. Ja, okay, ganz abgesehen davon, dass das nicht richtig wissenschaftlich ist, wenn ich jetzt sage, ah, ich weiß ja, was für einen Effekt ich habe, von welcher Ernährung.

Aber, Du kannst objektiv schon sagen, ich fühle mich irgendwie fit oder ich fühle mich jetzt lahm, schachmatt und irgendwie träge. Das kannst du schon. Ich finde schon, dass man nach so einem Fischgericht zum Beispiel, da weiß man auch, man hat was Gutes für sich getan und fühlt sich schon deshalb gut hinterher. Ich finde jetzt die Portion Pommes, je nachdem, wie du sie herstellst, ist ja auch gar nicht so schlimm. Das sind Kartoffeln. Wenn du sie in der Heißluftfritteuse machst, so what? und wenn du sie vielleicht noch mit selbstgemachten Ketchup oder wenigstens mit Bio-Ketchup mit geringem Zuckeranteil isst, dann ist das erst mal nicht wirklich schlimm. Danach dürftest du dich eigentlich auch nicht richtig schlecht fühlen. Ja, tue ich nämlich auch nicht. Wenn du aber in die Systemgastronomie gehst, das Ganze mit einem schönen halben Liter Cola. Dann fühlt man sich schlecht, da hast du recht. Aber das mache ich ja schon lange nicht mehr, weil da geht es dann wirklich nicht gut hinterher. Siehst du, genau, das meine ich. Das stimmt. Das meine ich. Das stimmt. Also ich für mich persönlich, ich fühle mich ganz besonders gut nach Eintöpfen, tatsächlich auch nach Hülsenfrüchten. Und wer das einmal fokussiert, der kommt davon nicht mehr weg. Der merkt, also wonach ich mich richtig schlecht fühle, wenn ich Süßigkeiten esse. Ich weiß das ganz genau. Das ist gut. Ja, ich fühle mich richtig schlecht. Ich fühle mich nicht schlecht. Ich weiß sofort, ach geht es mir nicht gut.

Trotzdem tue ich es. Aber ich fühle mich tatsächlich nach, und ich koche ja gerne, und ich habe einfach auch Freunde, die fantastisch kochen, und nach so einem schönen, selbstgekochten Essen fühle ich mich einfach glücklich und gut. Das meine ich. Das ist es definitiv. Das schon. Das unterstreiten. Da müssen wir hin. Da können wir uns drauf einigen. Also, herzlichen Dank für diesen Podcast. Wenn ihr einen verpasst habt, dann könnt ihr die alle auf allen gängigen Plattformen, Plattformen, entschuldige, auf allen Gängen Plattformen nachhören. Und auf unserem Instagram-Auftritt So geht gesunde Ernährung findet ihr auch unser Rezept wieder von diesem fantastischen Fisch im Pergament-Päckchen. Ja, und wenn ihr noch mehr Inhalt wollt, schaut in den kostenlosen Newsletter von myfooddoctor.de in die aktuelle Ausgabe der Isst dich gesund. Oder überlegt vielleicht in eine der Live-Veranstaltungen zu kommen. Und zwar habe ich hier für 2027 zwei aufgelegt. Und zwar, wie kann es anders sein? Einen in Hamburg, andere in Wien. Als Special zu unserem Podcast. Tschüss. Servus.