Welche Möglichkeiten habe ich? Also es geht um die Mahlzeitenplanung, es geht um Struktur, es geht um Zuckermenge, es geht um Gemüsemenge. Und all das Ganze, darüber muss man sich einen Überblick verschaffen. Und wenn man das hat, kann man sich eben aussuchen, an welchem Rädchen drehe ich zuerst. Und wenn ich das zwei, drei Monate gemacht habe, kommt das nächste Rädchen, wenn das eine läuft. Auch Misserfolge sind immer mal wieder drin und gehören zum Leben. Dr. Matthias Riedl, gesünder Leben mit dem aus dem TV bekannten Ernährungs-Doc und Elisabeth Jessen.

Jahres haben wir alle wieder sehr viele gute Vorsätze, jedenfalls die meisten von uns. Wir wollen uns mehr bewegen, wir wollen gesünder essen, wir wollen mehr Kultur. Ja, wir wollen ganz vieles Anfang des Jahres und ganz oft verpufft das leider wieder, aber wir wollen euch einen Kick geben zum Start des Jahres. Ich bin Elisabeth Jess und begrüße mit mir wieder ganz herzlich Matthias Riedl. Hallo Matthias. Moin Elisabeth. Matthias ist Ernährungs-Doc, Er ist ärztlicher Direktor des Medikum Hamburg. Er hat die MyFoodDoctor-App entwickelt. Und er ist außerdem Chefredakteur der Zeitschrift Isst Dich Gesund.

Bei uns geht es ja nicht ums Abnehmen wegen der Figur, sondern es geht immer um die Gesundheit. Matthias, wie ist es in deinem Fitnessstudio? Ist es auch richtig voll jetzt wieder? Brechend voll. Also ich schwimme ja regelmäßig und da ist natürlich Fülle tatsächlich fürs Ausdauerschwimmen Gift. Aber gut, es tröstet mich ja, ab März wird es ruhiger. Ja, aber eigentlich ist es ja gut, wenn die Leute jetzt alle wieder Kraft gesammelt haben über Weihnachten und einfach gute Vorsätze haben. Ich habe gehört von einer Umfrage und zwar haben die meisten Leute sich nicht vorgenommen, weniger Alkohol zu trinken, sondern sie möchten weniger Zucker essen. Also das hat sozusagen dem Alkohol den Rang abgenommen, weil der Dry January, der ist ja auch sehr beliebt inzwischen.

No Sugar ist offenbar noch beliebter. Genau, ich meine, weniger Alkohol zu trinken, das hat Deutschland ja schon erreicht. Die Brauereien, die produzieren weniger Bier und die Winzer klagen über Umsatzeinbußen jetzt auf zum nächsten Thema, nämlich dem Zucker. Ja, ist doch gut. Ja, ich war ja, ich muss noch mal ganz kurz eine kleine Anekdote von vor Weihnachten erzählen. Ich war in einem neuen Pralinenladen in Hamburg. Das ist eine Berliner Marke, die machen wirklich großartige Trüffel, Trüffelpralinen. Und wir waren zur Eröffnung zufällig reingestolpert, weil wir da in der Gegend waren in Eppendorf. Und dann kamen wir rein und sagten, möchten Sie ein Glas Champagner? Aber wir sind gleich zum Essen eingeladen. Das passt doch. Das war mittags oder abends? Nee, das war abends, 19 Uhr, eigentlich hatten sie schon fast zu.

Dann haben wir gedacht, die haben so schöne Pralinen hier. Also ich kannte die Marke auch. Und dann haben wir gesagt, wir kaufen so eine kleine Auswahl. Die kann man so 100-Gramm-weise oder einfach einzeln kaufen. Und dann sagte eine supernette Verkäuferin an der Kasse, ich höre mir ihren Podcast. Alle zwei Wochen höre ich ihren Podcast. Das ist ja nett, dass sie vorbeischauen. Und das war so lustig, weil ich dann gesagt habe, jetzt haben sie mich ertappt. Ja, genau. Ich esse Pralinen. Und dann habe ich aber gesagt, ich bekenne mich dazu. Ich kaufe es für einen Freund.

Ich sage das ja auch immer. Man muss sich halt nur überlegen, wofür hat man sein Zuckerkonto? Also ist es jetzt Zucker in den Tee oder ist es eben wirklich eine richtig tolle Praline? Und wir haben das dann gekauft. Wir haben sehr gelacht, weil ich gesagt habe, und sehen Sie, jetzt trinke ich auch noch Champagner bei Ihnen, obwohl wir ja auch immer über Alkoholkonsum reden. Aber du hast, als sie dich ansprach, dass sie dich wiedererkannt hat, hast du doch ganz eine Sekunde lang zusammengezuckt und hast gedacht, Anspruch, Wirklichkeit. Natürlich, aber ich bin ja schon ehrlich. Ich sage ja auch, ich esse Pommes und ich esse auch Chips. Dann habe ich einfach auch gedacht, ja, natürlich bekenne ich mich dazu. Es wäre doch total irre zu sagen, das esse ich nicht. Und das ist für meine Nachbarin. Und wir propagieren ja auch. Man kann das sogar noch ganz andersrum argumentieren. Den Sekt kann ich dir jetzt nicht verargumentieren. Das war Champagner. Champagner, ja, okay, gut. Doch, so ein kleines Glas kann man. Wir sprechen ja auch lieber von Qualitätsprodukten und so Konfiserie, Pralinen ohne Chemie. Echten Inhaltsstoffen, das ist ja das, was wir eigentlich wollen. Wir sagen ja auch genießt, macht das bewusst. Das kann auch mal was Schönes sein. Das ist was Schönes. Also ich kann jetzt natürlich eine Packung Kirschpralinen aus dem Supermarkt runter essen, die Alkohol gefüllten, du kennst sie, mit der Piedmont-Kirsche. Auch nicht schlecht.

Aber nicht zu vergleichen mit diesen wunderbaren Trüffeln. Und es war sehr lustig und die Frau sagte dann auch, sie fände es auch sehr sympathisch, dass ich das auch im Podcast immer sage, was ich alles Leckeres finde. Da bin ich ja anders als du. Ich bin ja wirklich so ein richtiger Genussmensch. Und trotzdem, finde ich, ist das Anliegen, zum Jahresbeginn abzunehmen für die Gesundheit und vielleicht auch für die Optik. Das ist ja auch nicht so verwerflich. Ein gutes, wichtiges Thema. Genau, das eine schließt das andere nicht aus. Aber tatsächlich, du sagtest gerade, du setzt ja auf Genuss, anders als ich. Nein, ich setze auch auf Genuss. Aber ich setze deutlich mehr auf Genuss, glaube ich.

Also natürlich bleibt das jedem auch selber überlassen, wie er sich so wohlfühlt. Das stellen wir mal so oben drüber. Es gibt also keine Normen und es gibt auch gar keine zwanghaften Vorschriften. Mein Blickwinkel ist immer die Gesundheit. Ich verstehe Menschen, die sagen, ich will abnehmen aus optischen, persönlichen, ästhetischen Gründen. Das verstehe ich, das unterstützt mich. Das unterstütze ich als Ernährungsmediziner natürlich auch. Aber wo ich dann selber natürlich auch den Finger drauf lege, das ist halt der gesundheitliche Aspekt. Und der ist eben total wichtig. Wir machen das immer noch am BMI, also dem Body Mass Index. Das ist aber sehr, sehr, sehr ungenau. Weil wir wissen, Menschen mit sehr viel Muskelmasse, die haben einen hohen BMI. Andererseits Menschen mit ganz, ganz wenig Muskulatur, die haben einen niedrigen bis normalen BMI. können aber trotzdem zu dick sein, weil sie einfach viel zu viel Fett anreicht.

Und da ist einfach so, ab 25 BMI ist man übergewichtig, ab dem BMI von 30 ist man adipös und schwerst adipös dann ab einem BMI von 40. Die Rechner, die findet man im Internet. Ja, genau.

Das würde ich jedem mal empfehlen. Also ein BMI sollte man schon wissen, weil man da grob einschätzen kann, wo liege ich. Wir merken, dass man beim BMI von 24, 25 so schon sieht, dass das Gesundheitsrisiko langsam ansteigt, um nachher noch steiler nach oben zu gehen. Und beim BMI von 40 reden wir dann über bis zu einem Jahrzehnt weniger Lebensjahre von Krankheiten, mal ganz abgesehen. Und das ist natürlich der Punkt, der ist wichtig. Jetzt verbinden ja ganz viele Menschen mit Abnehmen-Bereich. Gleichzeitig hungern. Aber das hat ja nichts miteinander zu tun, oder? Ja, das ist nur noch schlimmer. Wenn ich auf den Plan trete, dann werde ich personifiziert. Das ist, glaube ich, so ein Denken, was viele Menschen aus der Kirche übernommen haben. Also Sünde. Das sind ja lauter Begriffe aus dem Glauben. Naja, und wer dann in der Kanzel steht und immer von der Sünde spricht, gerade bei den Katholiken, das ist dann ja der Pastor, der Pfarrer. Und das wird mir untergeschoben. Wenn man mich sieht, dann denkt man, ich würde jetzt gleich anfangen, Vorwürfe zu machen. Das ist auch, wenn ich mit Menschen essen gehe, dann sagen gleich, guck nicht auf meinen Teller.

Aber wenn du jetzt hier mit am Tisch sitzt, da traue ich mich ja gar nicht. Das ist ungefähr so, als hätte man einen Pastor im Gasthof zu Besuch und würde jetzt... Da flucht man nicht. Da flucht man nicht, man reißt keine zweideutigen Witze und benimmt sich. So ist das ja nicht.

Legt dich eigentlich jemand freiwillig zum Essen ein? Doch, ja, ja, doch, doch. Das sind dann gute Freunde. Ja, aber es passiert nie ohne Kommentar. Irgendwann im Verlauf des Abends kommen irgendwelche Kommentare. Das ist auch bei Freunden so, aber das ist auch gut. Und ja, mir wird halt immer so ein bisschen, also die Ernährungsmedizin wird der Spaßverderber untergeschoben und in der Praxis erlebe ich das, dass die Menschen zu mir kommen und meinen, sie müssten erst mal ihre Sünden beichten. Also dann sagen sie, fangen Sie wirklich das Gespräch an, ich muss Ihnen was beichten. Es ist wie im Beichtstuhl, quasi manchmal in der ernährungsministerischen Sprechstunde. Aber so soll es ja nicht sein. Aber immerhin, wenn die Leute das Gefühl haben, sie können es dir beichten, sind sie ja ehrlich. Weil normalerweise verschweigen die Leute dem Arzt ja, was sie wirklich umtreibt. Und das ist viel schlimmer. Und das ist schlimmer, weil dann kann man ihnen ja nicht richtig helfen. Ich nehme den Ball auch auf, weil ich genau weiß, dass halt, ich bin ja kein Katholik, aber tatsächlich beneide ich die Katholiken so ein bisschen, weil sie haben die Beichte. Ja, das ist toll. Hinterher ist man frei von allen Sünden. Und die Katholiken haben auch einen Karneval. Und all dieses Ganze, die sind auch ein bisschen lebensfroher.

Und ich nehme diesen Ball auch auf. Und ich sage denen, das ist auch nicht so schlimm. Das ist jetzt mal schlecht gelaufen. Das ist auch gar keine Sünde. Und ich merke, wie die Menschen dann aufatmen, wenn ich das ihnen sortiere. Und dass das doch gar nicht so sündhaft ist, wie sie sich das vorgestellt haben. Und dass wir jetzt einen Weg finden. Und darum geht es ja auch. Die Seele zu entlasten. Und wenn eine Seele gestresst ist, dann kann sie gar nicht abnehmen. Das ist mir eine der wichtigsten Botschaften überhaupt. Und wenn das ankommt, dann merke ich, dass diese sündigen Gesichter sich aufhellen, freudiger werden und eine bessere Laune haben und auch sich nicht mehr so schlecht fühlen. Darum geht es.

Dann steigt die Selbstwirksamkeit. Und die braucht man, wenn man irgendwas an seinem Leben verändern will. Sei es die Trennung von einem Partner, der schon überfällig ist.

Oder am Arbeitsplatz was zu verändern. Oder an den Ernährungsgewohnheiten. Dann braucht man das Gefühl, selbstwirksam zu sein. Etwas ändern zu können. Und das ist meine wichtigste Aufgabe mit. Erst mal Schwamm drüber, schief gelaufen, nicht gut. Aber jetzt reden wir Blick nach vorne. jetzt gucken wir, wie es besser läuft. Genau, und das ist eben jetzt die Frage, wie, also dass Diäten nichts taugen, darüber haben wir schon eine eigene Folge gemacht, aber wie schaffe ich denn jetzt den Anfang? Ich habe mir also vorgenommen, es ist Beginn des Jahres, ich möchte etwas verändern, ich möchte etwas verbessern und dann muss ich ja mit irgendwas mal anfangen und der aller Anfang ist schwer, sagt man. Also die Vorsätze sind da, man will das, aber nicht jeder geht ja sofort in die Ernährungssprechstunde und hat dann jemand Und mit dich an der Seite, der die Absolution erteilt und sagt, alles, was bisher war, schwamm drüber, jetzt gehen wir es an. Sondern viele versuchen das ja selber. Ist auch das Normale. Und wir haben auch gar nicht genug Fachleute in Deutschland. Das liegt deutlich unter 2000, die wirklich substanziell da wirklich helfen können. Und deshalb muss man in der ersten Linie auch sich selber versuchen zu helfen. Und aus diesem Grund heraus haben wir, mein Team und ich, wir haben aus den Erfahrungen, den Jahrzehnt der Erfahrungen, die wir haben im Medikum Hamburg, haben wir das Buch.

Schlank ohne Stress zusammengefasst, quasi als Arbeitschecklistenbuch, was man von A bis Z einfach so durchgehen kann, wo genau man an die Hand genommen wird. Und jetzt machst du erst mal eine Analyse, du machst dir erst mal Gedanken, was für ein Esstyp bist du, du versuchst dich besser kennenzulernen. Es ist ganz wichtig, dass wir uns kennenlernen, dass wir unsere Schwächen mal genau betrachten und wenn wir diese Schwächen genau betrachtet haben, festgestellt, bist du jetzt ein Gewohnheitsesser, bist du der Gourmettyp oder bist du der Bio-Natur-Esser, Aber diese Typen haben alle ganz bestimmte Vor- und Nachteile, die man dann ausbauen kann, die Vorteile. Und die Nachteile, die man ausgleichen kann. Das ist schon mal ein erster Schritt, zu wissen, was für ein Esstyp bin ich. Und dann muss der Check-up kommen. Also die Analyse, was esse ich? Und was darin ist gut, das ist wichtig. Das muss verstärkt werden. Und was darin ist nicht so gut. Und diese Liste, die kann man anhand dieses Buchs schlank ohne Stress, abnehmen nach dem 20-80-Prinzip, kann man supergut durcharbeiten. Das ist quasi so, wie wir auch arbeiten bei den NDR Ernährungs-Docs, aber auch bei uns im Medikum Hamburg. Und dann haben wir eine Liste von 5, 6, 7 negativen Eigenschaften.

Beim Essen. Und dann sucht man sich eine Eigenschaft raus, die man zuerst angehen will. Aber nur die bitte. Und das ist ganz wichtig, weil wenn wir zu viel auf einmal machen, verheddert man sich. Dann scheitern wir. Aber unbedingt, das ist fast garantiert. Wenn ich jetzt zum Beispiel, ich will zum neuen Jahr mehr im Haushalt tun. Ich will den Keller aufräumen. Ich will mit meinem Chef sprechen, befördert werden. Alles zusammen. Mit den Kindern regelmäßig schwimmen gehen. Und was nicht alles. Wer solche Pläne aufstellt, Der scheitert natürlich, das ist ganz klar. Also eins zur Zeit, vielleicht erst mal nicht den ganzen Keller aufräumen, sondern nur einen Raum oder einen Schrank.

Und so teilen wir auch diese Ernährungsverbesserungen in der Ernährungstherapie auf. Und ganz wichtig ist auch zu wissen, welche Tools habe ich? Welche Möglichkeiten habe ich? Also es geht um die Mahlzeitenplanung, es geht um Struktur, Es geht um Zuckermenge, es geht um Gemüsemenge und all das Ganze, darüber muss man sich einen Überblick verschaffen. Und wenn man das hat, kann man sich eben aussuchen, an welchem Rädchen drehe ich zuerst. Und wenn ich das zwei, drei Monate gemacht habe, kommt das nächste Rädchen, wenn das eine läuft.

Auch Misserfolge sind immer mal wieder drin und gehören zum Leben. Ich habe ja, das Buch gibt es, erscheint gerade, aber wir haben es noch auf den Fahnen angewiesen. Ich habe es mir auch auf der Fahne vom Verlag durchgeguckt und ich finde das auch immer sehr gut, wenn ich so eine Anleitung kriege, nach der ich mich verhalten kann. Ich habe, Viele Jahre gefastet, jetzt mache ich halt Intervallfasten und faste nicht mehr so wirklich so diese fünf bis sieben Tage. Aber jedes Mal fasten, jedes Jahr oder jedes halbe Jahr oder wie oft ich das gemacht habe, habe ich immer das Buch zur Hand genommen, obwohl ich es eigentlich auswendig wusste. Würdest du sagen, dass es, ich meine, natürlich hast du ein Buch geschrieben, damit die Leute es lesen und es kaufen, aber braucht man sowas an der Hand, um so eine Vorlage zu haben, weil man dann quasi seine Häkchen machen kann? Ganz genau, so wie du das beschreibst, das ist quasi ein Buch, das in jedem Haushalt sein sollte, wo man abnehmen will, weil man kann es auch immer mal wieder, wie du es auch sagst, herausholen, wenn man das Gefühl hat, oh, es läuft in die falsche Richtung, nochmal wieder durchlesen, Anregungen rausnehmen, weil wir sind auch vergesslich, wir gehen vom Weg ab und das ist quasi, ich sag mal so, das ist eine Bedienungsanleitung zum Abnehmen. So kann man das richtig sagen. Das klingt gut. Ja, das hört sich jetzt ein bisschen trocken an. Das ist aber ein schöner Slogan. Aber so, wenn man es intuitiv machen würde, machen die meisten Leute das falsch.

Das bitte nicht. Nicht einfach so mit dem, was ich so gehört und gelesen habe aus Social Media und was die Werbung sagt und welche Produkte das so gibt. Das nicht. Das ist tatsächlich schlecht, eine ganz schlechte Basis. Du würdest auch nicht sagen, dass ich Produkte kaufen muss, um mit Abnehmen anzufangen. Außer vielleicht das Buch. Ja, genau. Genau. Es ist sozusagen dieses Checklistenbuch, schlank ohne Stress, ab dem nach dem 2080-Prinzip ist ... Quasi die Basis von allen anderen Maßnahmen. Und das wird teilweise nicht verstanden. Das ist die Basismaßnahme. Und wenn ich denn jetzt noch mehr erreichen möchte oder ich nicht so erfolgreich war, dann kann man über die Abnehmenspritze nachdenken. Ich habe auch ein großes Kapitel über die Abnehmenspritze da drin. Das ist wichtig zu wissen, dass es diese Möglichkeit gibt. Da reden wir aber wirklich von schwer übergewichtigen Krankenmenschen. Ja, genau. Und man kann sie dazu ergänzen. Man kann auch eine Formulade, also ein eiweißmodifiziertes Fasten, noch mit dazunehmen. Es gibt verschiedene Elemente, wo man das mit dazunehmen kann.

Aber das ist und bleibt die Basis. In unserer Gesellschaft ist es leider immer so, dass immer noch so viele Menschen den einfachen Weg suchen. Also das Medikament, die Pille, die Spritze, das Gemüse oder das Lebensmittel, damit verbrennst du. Dieser ganze Humbug, Der geistert ja auch gerade zum Anfang des Jahres durch die ganzen Social-Media-Kanäle. Und es werden auch nicht wenig Produkte dazu verkauft. Auch mein Name wird auch wieder regelmäßig missbraucht, um irgendwelche kuriosen Abnehmen-Produkte zu vermarkten. Das ist wirklich schlimm. Ich gucke mir das kaum an. Da muss ich mal kurz einhaken. Wenn ihr so ein Video seht, teilweise werden da auch wirklich Sequenzen aus unserem Podcast, hier aus unserem Video-Podcast benutzt und dann wird eingeblendet Matthias, der empfiehlt Dinge, die er nie gesagt hat, da wisst ihr sofort, das ist ein Fake, sowas gibt es nämlich nicht. Also wirklich aufpassen, ihr schreibt uns ja auch immer wieder, ich leite das immer weiter an dich, Matthias, damit du dann auch Bescheid weißt, wo gerade wieder irgendwie dein Fake-Profil oder Fake-Informationen im Umlauf sind.

Das ist schon, es ist einfach kriminell, aber es ist schwer einzudämmen. Es ist hochgradig kriminell und wir sammeln das und wir reagieren dann auch immer drauf. Und ich weiß jetzt, also schickt uns das auch wirklich zu. Ich weiß, ich habe gerade neulich mit Eckhard von Hirschhausen telefoniert. Er und ich, wir sind die am meisten missbrauchten Ärzte für so ein Fake. Und er arbeitet gerade in einer Dokumentation da dran und möchte auch politisch was bewirken, dass das aufhört. Deshalb schickt uns das gern zu.

Und diese Dokumentation mit Eckhard von Hirschhausen wird wahrscheinlich im Frühsommer dann gesendet werden, aber er ist noch dabei, das zu basteln. Und er ist auch der Meinung, das kann so nicht bleiben, ist unerträglich. Wir arbeiten auch mit wirklich hochprofessionellen Callcenter-Agenten zusammen, die wirklich den, wirklich den Menschen die Huke voll lügen und dann am Ende schnell Bestellungen von 400 Euro auslösen, so nach dem Motto, ja, also wenn sie jetzt bestellen, nachher ist das weg. Genau. Und da werden die Leute immer, ach, muss ich haben. Genau. Und jetzt habe ich aber noch einen 30% Sparkoupon für sie, kriegen sie noch aus. Ja, wirklich, na, ganz schlimm. Ja, schlimm. Gut. Matthias, eine Bitte noch. Wir haben das natürlich unseren Stammhörern ist das ja alles nicht unbekannt, aber das 20-80 Prinzip. Würdest du das nochmal kurz erklären, weil du es ein paar Mal jetzt benutzt hast. Genau, also das ist ja das Prinzip aus der Wirtschaft, wo man, jeder Kaufmann weiß, also mit meinen besten Kunden mache ich den meisten Umsatz.

Der Autohändler weiß ganz genau, wenn jemand den Achtzylinder kauft, damit macht er dann Zudem ist er dann ganz besonders nett. Da kommt auch nochmal der Geschäftsführer runter und gratuliert nochmal. Wenn man nur so einen kleinen Gebrauchtwagen kauft weiß man ja jeder weiß wie er dann behandelt wird meist nicht so und, Weil es so ist, der macht halt mit Leuten, die viele große Autos kaufen, macht da also am meisten Umsatz. Das ist, manchmal gibt es eben die Regel, dass 20 Prozent der Kunden, die die besten Kunden sind, 80 Prozent des Umsatzes da sind. Das ist übrigens beim Steueraufkommen das Gleiche. Ja, bevor du dich in die Steuer verlierst, was hat es denn mit der Ernährung zu tun? Genau, und wir drehen das halt um und wir wissen, dass manche von den wichtigsten Fehlern 80 Prozent des Übergewichts verursachen. Und das heißt, wenn ich an diese kleinen Ursachen rangehe, dann habe ich 80 Prozent des Effektes, nämlich des Übergewichts im Griff. Manchmal ist es nur eine oder zwei Maßnahmen, die ich ergreifen muss, um das Übergewicht drastisch zu reduzieren. Und darauf kommt es an, aber es kommt auch darauf an, dass jeder Einzelne eben guckt, da habe ich auch das Checklistenbuch, was ist bei mir persönlich die Ursache. Und das ist bei jedem anders. Und das muss man aber rauskriegen. Und wenn man das nicht richtig rauskriegt, dann ist man auch nicht so erfolgreich.

Was ja auch bei ganz vielen Problemen ist, ist Frust- und Stressessen. Also was einen besonders am Nachmittag dann trifft. Da ist es besonders gefährlich, glaube ich. Richtig. Die Verbindung Essen und Psyche, die ist so vielgestaltig. Da kommen wir jetzt langsam erst hinter in der Forschung. Wir haben ja auch einen eigenen Podcast dazu. Machen wir noch. Genau, der kommt noch. Aber es ist so, dass wenn wir gestresst sind, dann verändert sich bei uns die Nahrungsauswahl. Das ist tückisch. Wir greifen dann eher zu den ungesünderen Dingen. Das ist das eine. Das andere ist, wenn ich mehr zu diesen ungesünderen Dingen greife, dann verändert sich sogar mein Gehirn und ich greife dauerhaft dazu. Da verstellt sich was im Kopf. Das ist das eine. Gleichzeitig bedeutet Stress auch ein erhöhtes Entzündungsniveau. Dieses Entzündungsniveau selber macht uns trauriger. und diese Traurigkeit verändert auch wiederum das Erstverhalten.

Wie komme ich denn da raus? Genau, wie kommt man da raus? Tatsächlich ist es ein bisschen wie bei der Drogenabhängigkeit. Man muss einen Beschluss fassen, es auch wirklich wollen und die richtigen Maßnahmen ergreifen und dann beginnt der Ausstieg. Der ist etwas bei manchen unbequem, ist aber nach wenigen Tagen, Wochen auch geschafft. Und wer gelernt hat, in sich reinzuhören, Der wird merken, Mensch, mir geht das richtig super, so gut ging es mir schon lange nicht mehr. Und dann ist man drüber weg und dann guckt man ganz plötzlich die Chipspackungen, die sich dann noch gestapelt haben im Haushalt an und die werden plötzlich alt.

Gibt diesen Punkt, da ist man dann drüber und der aber, man muss ein bisschen noch durchs Tal der Tränen, also die meisten von uns aber man kann diese Programmierung die Umprogrammierung im Kopf wieder ändern und zurückprogrammen Aber dann ist ja jetzt, dieser Jahresbeginn ist ja eigentlich dann der perfekte Zeitpunkt, weil man den Willen ja schon hat, Also da ist glaube ich einfach der ist einfach dann fest und stark und stärker als sonst im Jahr Also sicher stärker als im Herbst oder vor Weihnachten. Genau, weil wer jetzt darüber nachdenkt, der hat ja Bilanz gezogen. Und der hat gesagt, okay, wie viel habe ich denn letzten Januar gewogen? Wie viel wiege ich jetzt? Und stellt gerade fest, es ist noch mehr geworden. Und es ist so, statistisch nimmt der deutsche Bundesbürger egal durch die Bank 500 Gramm im Jahr zu, So, manche drüber, manche drunter. Aber das ist so eine ganz normale Entwicklung. Das heißt, eigentlich werden irgendwann alle dick, bis auf die paar wenigen, die nicht dazu neigen.

Und wenn man schon mal so weit ist, dass es einem aufgefallen ist, dann hat man den ersten Schritt schon gemacht. Dann muss man das nur noch mal für sich bewerten. Ist es mir jetzt wichtig? Und wenn man zu dem Ergebnis kommt, ja, es ist mir wichtig, dann tu was, dann mach es. Oft ist es ja auch so, dass plötzlich irgendwelche Krankheitsprobleme kommen. Und dann wird es einem besonders wichtig. Also es ist nicht immer nur, oder es ist nicht die Optik, weil hier ein Kilo oder zwei zu viel sind. Ja. Oft ist es halt irgendwie ein Gesundheitscheck. Da kommt noch ein Schuss dazu.

Plötzlich sagt der Hausarzt, ah, das ist Diabetes jetzt. Ja, oder deine Blutfettwerte sind schlecht oder sowas. Ja, also dann kommt plötzlich jetzt der medizinische und die kommen irgendwann. Also wer zu viel wiegt und nichts hat, kein Diabetes, kein Bluthochdruck und keine erhöhten Blutfette, Der kann darauf warten, dass eines dieser Probleme auf ihn zukommt, sei es auch nur ein erhöhtes Krebsrisiko. Und manchmal sind es dann sogar einfach nur das kaputte Knie. Mit dem kaputten Knie plötzlich, wo man sich weniger bewegt, geht das Gewicht noch schneller nach oben. Und dann steckt man richtig in der Patsche, weil man dann richtig gezwungen ist, was zu tun, weil die Kilos nur so nach oben schnellen. Und das habe ich eben ganz häufig, dass viele immer so sagen, ja, ich müsste mal und so und ganz plötzlich haben sie so viele Gelenkprobleme, dass sie wie Häschen in der Grube sitzen, dann fällt auch noch die Bewegung weg und dann explodiert das Gewicht quasi und das ist dann eine schwierige Situation. Da braucht man dann häufig auch Profihilfe. Das ist übrigens auch nochmal der Punkt, wenn ich mit dem Buch nicht erfolgreich war, mit Schlank ohne Stress, nach dem 20-80-Prinzip, dann….

Nochmal versuchen und dann sich auch professionelle Hilfe holen. Das ist ganz wichtig, entweder die MyFoodDoctor-App einmal runterladen, dem liegt ja das gleiche Prinzip zugrunde, nur dass es eine automatisierte Auswertung und Coaching hat. Aber wichtig ist eben auch, dass man sich klar macht, dass das Gewicht, selbst wenn ich jetzt Gewicht verliere, und das ist total wichtig, weil das hindert einem, frustriert zu werden, wenn ich jetzt anfange mit meinen Maßnahmen, dann geht das Gewicht strikt nach unten, ganz steil. Plötzlich ist diese Abnehmkurve langsamer und ganz plötzlich steht sie. Und das passiert bei allen. Plötzlich nimmt man nicht mehr ab. Obwohl man sich Mühe gibt, da legt man noch mal einen Zahn drauf. Nichts passiert. Es bleibt das Gewicht so. Das ist der Punkt, den jeder kennen sollte.

Weil das ist der Punkt, da geht es weder vor noch zurück. An diesem Moment hat der Körper erkannt, dass er verhungert. Für den Körper ist das nichts anderes als verhungert. Schüttet Hungerhormone in Massen aus und das hilft nichts. Dann fängt er an, Energie zu sparen. Ja, weil es geht ja ums Leben. Und dann spart er Energie und dann bleibt das stehen. Manchmal kann sogar auch das Gewicht leicht nach oben gehen. Das ist der Zeitpunkt, wo die meisten sagen, oh nee, ich gebe es auf, es hat ja nichts gebracht. Falsch, ganz falsch. Weil wenn es da auch noch ein bisschen nach oben geht, ist es normal. Und dann geht diese anfänglich steile Kurve nach unten, vielleicht ein bisschen hoch, aber dann geht sie wieder ein bisschen runter. Und dann geht sie ganz langsam, langsam, nicht so wie am Anfang zu schnell, sondern ganz langsam nach unten. Darauf kann man warten, ruhig weitermachen, am Ball bleiben. Nicht aufgeben. Der Körper fängt an, weniger ökonomisch zu sein mit der Zeit. Die Hungerhormone, die bleiben wohl relativ lange hoch. Das heißt, wenn ich jetzt einfach so wieder rumschludere ... Dann kümmern sich die Hungerhormone darum, dass man wieder so schön dick wird wie vorher, weil das den großen Abstand zum Verhungern bildet.

Jetzt hast du in deinem Buch, wir wollen ja auch Optimismus verbreiten und sagen, man kann das schaffen und man kann es ja auch schaffen. Du führst in deinem Buch fünf Punkte auf. Da sind so Sattessen, Essenspausen einlegen, Tellerprinzip, Eiweißmenge, langsam, achtsam essen. Kannst du uns das noch so ein bisschen erläutern, bitte? Ja, das ist ganz wichtig. Das sind Dinge, die sehr häufig falsch gemacht werden. Und tatsächlich sagst du, du hast recht, man muss wirklich Mut machen und Hoffnung machen. Das klappt schon, du schaffst das. Und unsere Zuschriften, nicht nur hier zum Podcast, sondern auch zum Medikum und auch zur MyFoodDoctor-App, ist häufig so, auch das, was mir auf der Straße begegnet, da kann ich auch wirklich allen sagen, Leute, macht es. Weil die Schriften, die Mails und das, was mir auf der Straße erzählt wird, danke, 30 Kilo abgenommen und es geht weiter ...

Das ist so überzeugend, das gibt mir also ja auch Kraft weiterzumachen. Das ist so, dass dieses Gefühl, ich kann nichts daran ändern, ich bin dem hilflos ausgeliefert, das ist falsch. Hilflos ausgeliefert sind nur die, die es nicht richtig machen. Und da möchte ich Hoffnung machen. Und du sagst gerade die fünf Dinge. Wichtig ist, dass wir eine Struktur beim Essen haben. Also wir haben tatsächlich die Notwendigkeit, den Körper regelmäßig mit Essen zu versorgen. Es ist spießig, ich weiß. Aber tatsächlich, unser Organismus und auch was die Gewichtskontrolle angeht, davon profitieren wir. Also tatsächlich zwei bis drei Mahlzeiten im Abstand. Satt essen, das ist das, was der Körper braucht. Und dabei muss das, was wir essen, optimiert sein. Die richtige Menge Eiweiß, nicht zu viel, das macht dick, nicht zu wenig, dann habe ich wieder mehr Hunger. Die Gemüsemenge muss justiert sein, die Ballaststoffmenge. Und da kommt es auf so viele kleinen Details an. Und wichtig ist, auch den Zucker im Blick zu behalten. Was du anfangs sagtest, dass die Menschen sagen, ja, wir haben begriffen, der Zucker ist tatsächlich ein großes Problem mit der Epidemie des Zuckerkonsums, des Zuckerverbrauchs weltweit.

Die Kurve sieht genauso mit dem Übergewicht, ist genau die gleiche wie mit der Zunahme des Zuckerkonsums. Das ist kein Beweis, aber es ist ein deutlicher Hinweis darauf. Das müssen wir im Griff behalten. Nicht alles auf einmal, aber deshalb wäre zum Beispiel schon die Maßnahme, was du vorhin gesagt hattest, dass viele sagen, ich nehme jetzt den Zucker in den Fokus. Super, das ist für die meisten ein großes Problem. Und dann kann man damit zum Beispiel schon mal starten. Ja, weil er ist halt auch überall drin. Ja, genau. Die ist überall drin, besonders in den hochverarbeiteten Lebensmitteln. Und damit wären wir dann bei einem der wichtigen fünf Punkte. Ja, die hochverarbeiteten Lebensmittel bitte mit kritischem Auge betrachten. Wir haben heute die Gewissheit, dass die hochverarbeiteten, die maximal verarbeiteten Lebensmittel tatsächlich das größte Übel sind in unserer Gesellschaft. Es gab auch gerade wieder Studien dazu und Warnungen, genauso wie ich jetzt von der UNICEF-Studie gehört habe, dass es inzwischen mehr gibt. Übergewichtige Kinder gibt als mangelernährte Kinder, also sprich hungernde Kinder. Genau, weltweit ist es so, es ist gekippt. Weniger hungernde Kinder.

Wir haben den Kipppunkt auch im Übergewicht erreicht. Das Übergewicht wird zur Bedrohung der Sozialsysteme, nicht nur der Sozialsysteme, aber auch der Produktivität der Länder. Und Deutschland hat da tatsächlich ein großes Problem. Deutschland ist dicker, als der Rest der Welt und es kostet uns wertvolle Lebensjahre. Wir sind ganz, ganz unten in der Lebenserwartung. Das hat auch was mit dem Gewicht zu tun. Wie wichtig ist das Trinken? Genug trinken? Gut, dass du das ansprichst. Tatsächlich ist es so, dass wir, wenn wir ausreichend trinken, wir weniger Appetit haben. Das Unterscheiden zwischen Durst und Appetit oder dem Impuls, sich was in den Mund zu stecken, Das ist so nah beieinander in den Gehirnzentren, dass wir das im Alltag schnell mal verwechseln.

Da vertue ich mich und denke, ich habe jetzt Hunger. Aber eigentlich würde es reichen, ich trinke ein Glas Wasser oder Tee. Richtig, ja, genau. Deshalb vorauseilendes Trinken ist immer besser. Jetzt nicht übertreiben. Aber große, schwere Männer brauchen schon mal bis drei Liter, Frauen die Hälfte, wenn sie schlank und klein sind. Aber dazwischen liegt es ungefähr. und damit muss ich irgendwie morgens schon mal gleich starten, morgens bin ich total dehydriert und ich sollte wenigstens nicht so dehydriert zur arbeit kommen, Um dann, was in vielen Firmen ja noch rumsteht, diese kleine Schokoriegelbox, wo man dann, glaube ich, einen Euro reintut und kann einen dann essen. Ich glaube, bei uns gibt es keine mehr. Sehr gut. Ich habe das mal hier gesehen in der Redaktion. Nee, das war eine alte Redaktion in den alten Räumen. Wir sind ja umgezogen und da gibt es das nicht mehr. Mit dem Umzug ist das weggelassen worden. Ja, scheint so. Ja, sehr gut. Sehr gute Entscheidung. Es tut mir leid um den Umsatz für die Anbieter, die das machen, aber tatsächlich ... Die könnten ja auch andere, die könnten ja auch mal was anderes reintun, genau. Genau, Obst, Nüsse, ja. Ich fand vor allem immer, ich habe da nie was gekauft, nicht weil ich die Sachen nicht mochte, sondern weil mir da Preis zu hoch ist. Also da war ich immer eher der Typ, dann kaufe ich lieber den Dreier- oder Fünferpack im Supermarkt und für den Preis, den ich hier für einen Teil zahlen musste. Alte Schule, ja, ich bin da ganz genauso, ich bin ja auch nicht mit einem goldenen Löffel im Mund geboren worden. Also ich achte schon immer tatsächlich darauf, dass man es günstig einkauft, wenn schon. Aber ich kaufe ja nur noch teure Pralinen und die schmecken dafür richtig lecker. Und Champagner dazu, ne? Den habe ich ja geschenkt gekriegt.

Ich wollte dich noch zu einem Trend fragen und zwar Volumenmessung, weil das im Zusammenhang mit Abnehmen ja auch immer wieder Thema ist gerade. Was ist Volumetrics oder Volumenmessung? Was macht man da? Also es gibt ja, genau, also tatsächlich kann man beobachten, dass zwar was in Social Media über Abnehmen so verbreitet wird, immer noch sehr schlecht ist. Zu 60, 70 Prozent ist es schlecht. Wenn die Leute über ihre eigenen Erfahrungen um Probleme berichten, ist das gut. Also eher im Sinne von Selbsthilfegruppen. Das muss ich nochmal extra sagen, weil das ist was anderes, als wenn ich jetzt irgendwelche Produkte bewerbe. Ich würde mal sagen, vor 20 oder vor 10 Jahren waren sehr viel, unsinnige Däten, en vogue, so Paleo und so etwas, was tatsächlich Quatsch ist. Was jetzt kommt an Hypes, das ist tatsächlich schon basiert auf einer wirklichen besseren Basis, wie zum Beispiel viele Ballaststoffe zu essen. Genau, da hatten wir ja auch kürzlich eine Folge dazu und du hast gesagt, es ist ja, Ballaststoffe ist ja gut, nur das Übertreiben und nur das Fixieren drauf. Genau. Das ist das, was du kritisch siehst. So nach dem Motto, wenn ich jetzt nur Ballaststoff esse und denke, damit lösen sich meine Probleme, kann sein, dass ich damit neue Probleme bekomme, nämlich Verdauungsprobleme, wenn ich es überdösiere oder zu plötzlich mache.

Volumetrics ist auch so ein Trend. Da wird propagiert, volumenreich zu essen. Ja, es ist, klar, das ist Gemüse. Also, es ist ein schönes Wort, ein schöner Schlag, ein schönes Schlagwort. Da kann man schönen Hype mitmachen, Follower generieren und der Neue heißt es scheiß. Im Prinzip ist es alter Wein in neuen Schläuchen. Wenigstens ist es kein falscher Wein, sondern tatsächlich ist es ja auch das, was wir propagieren und was auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung propagiert, nämlich ist volumenreich, aber energiearm. Und das ist natürlich bei Gemüse der Fall. Und wenn ich mir den Magen fülle mit 500 Gramm Gemüse, das ist ja auch das, was ich propagiere, dann ist man schon mal satter, als wenn man es nicht täte. Und damit ist bei diesem Trend Volumetrics da wenigstens was Wahres dran. Und das hat sich in den letzten Jahrzehnten, muss ich sagen, deutlich gebessert. Früher war das, also man kam ja aus dem Grusel nicht mehr raus, wenn wieder was Neues sich ausgedacht wurde. Da waren so viele Fehler drin. Sondern es war halb gar und es wurde was Neues dazu gedichtet. Und es gibt so viele sogenannte alternative Ernährungsformen, die einfach nur Bullshit sind. Aber volumenreich zu essen, ja, kannst du machen. Gut, kann auch beim Abnehmen helfen. Ja. Also, weil ich da ja viel richtig mache. Wie sieht es mit Vollkornprodukten und Milchprodukten in dem Zusammenhang aus?

Die Vollkornprodukte sind, ja, genau wie Milchprodukte, schon wieder energiereicher. Die führen also nicht zu einer großen Volumenzunahme. Aber wir können ja nicht nur Gemüse essen, weil das ist keine gesunde Ernährung. Wir brauchen halt auch bei den volumenreichen Lebensmitteln holt man sich natürlich gern sein Eiweiß auch aus den Hülsenfrüchten. Das ist ganz klar, aus den Nüssen. Das macht am Ende auch viel Volumen. Da sind auch viele Ballaststoffe drin. Dann trifft sich das wieder mit Fiber-Maxing.

Aber klar, ich würde auch solche neuen Säue, die durchs Dorf getrieben werden, wie Volumetrics, da muss man sich nicht drum kümmern. Das ist jetzt mal nicht grundlegend falsch. Aber es gibt keinen Grund von dem, was wir bisher gesagt haben, in irgendeiner Form abzuweichen, weil es ist auch nichts wissenschaftlich begründet, sondern es ist nur wieder ein Hype. Okay, ich bin ja immer skeptisch bei Hypes. Aber du ja auch in der Regel. Ja, herzlichen Dank. Also einfach, man kann einfach nur sagen, anfangen. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, wenn man an seinem Gewicht was ändern will. Würdest du das so unterstreichen? Genau, genau. Also wer schon mal so weit ist, dass er sagt, Jetzt habe ich darüber nachgedacht, mach den nächsten Schritt weiter. Manchmal hilft es auch, mit dem Partner, der Partnerin zu sprechen, sich Unterstützung zu holen, vielleicht macht die mit, Freunde machen mit. In sozialer Unterstützung macht Homo Sapiens wahre Wunder. Im Positiven wie im Negativen. Wenn man da in schlechte Gesellschaft kommt, dann geht das nach hinten los. Herzlichen Dank soweit. Du hast uns aber wieder eine Studie mitgebracht. Ja.

Die aktuelle Studie und was der Ernährungs-Dok davon hält. Ja, und zwar das Thema Proteins hatten wir ja schon. Die richtige Proteinmenge ist ja auch wichtig fürs Abnehmen, weil Protein ein ganz, ganz wichtiger Reiz ist, unsere Sättigungshormone auszuschütten. Es ist der stärkste Reiz überhaupt. Und deshalb hilft die richtige Menge Eiweiß beim Abnehmen. Aber man soll es nicht übertreiben, weil dann geht es nach hinten los. Und diese Übertreibung findet leider gerade statt. Eiweiß, Pulver, Eiweiß, Konzentrate, Lebensmittel angereichert mit Eiweiß, wird verkauft als der neue heiße Scheiß. Und nach dem Motto, je mehr, desto besser. Doppelter Eiweißbedarf wird da propagiert teilweise. Und wir wissen nicht, ob das gut ist. Im Gegenteil, wir wissen sogar, dass es das Leben mittlerweile möglicherweise verkürzen kann. Darauf deuten einige Studien hin. Aber ich habe hier zu dem Thema Proteinhydrolysate, weil das ist das, was die Industrie verwendet. Diese Pulver. Genau, diese Pulver. Da wird Eiweiß rausgenommen aus richtigen Lebensmitteln. Das sind dann Proteinisolate als Hydrolysat. Dann hat das Leibniz-Institut für Lebensmittelsystembiologie.

Hat untersucht, gibt es Unterschiede bei diesen künstlichen Proteinisolaten? Die haben sich das angeguckt. Da gibt es sehr, sehr verzweigte Proteinisolate, die sehr bitter schmecken. Und Proteinisolate, die weniger verzweigt sind und daher auch leichter aufgenommen werden können. Wir haben ja die Tendenz auch beim Abnehmen, auch für den Blutzucker, je höher verarbeitet solche Inhalte, Makronährstoffe sind, Je schneller sie ins Blut übergehen, desto schlechter für den Stoffwechsel, desto schlechter auch für den Blutzucker. Und jetzt haben wir hier die Analogie auch bei den Proteinen. Ja, also wie verzweigter sie sind, je natürlicher sie vorliegen, desto besser. Und die haben festgestellt, dass die verzweigteren, nicht so schlanken Proteine quasi länger anhaltend sättigen und auch bitterer sind. Und beides zusammen, dieses Bittere führt dazu, dass sie uns länger satt halten und darauf kommt das hier an. Die Industrie verwendet allerdings weniger bittere und eben auch. Weil die Leute das lieber mögen wahrscheinlich, oder? Ja, das lässt sich besser verkaufen.

Und die hatten in einer Studie, und das fand ich toll, ich muss das mal zitieren, weil das wirklich eindrucksvoll ist, da haben sie diese aufgespaltenen Proteinisolate verglichen mit weniger aufgespaltenen Proteinisolaten Und haben festgestellt, dass in der Gruppe von den verzweigteren Proteinsolaten im Schnitt 126 Kilokalorien pro Tag weniger zu sich genommen wurde, als bei den aufgespaltenen.

So, und deshalb ist es so, dass man daraus auch schließen kann, erstens, der erste Rückschluss, den man daraus zieht, Auftrag an die Industrie, wenn ihr schon Proteine verkauft und zufügt, dann achtet darauf, dass ihr die aufgespaltenere Variante nehmt, die auch ein bisschen bittere ist, weil die ist effektiver, was das Abnehmen angeht. Und zweitens lehrt uns das mal wieder, das ist das Gleiche bei den Kohlenhydraten, hier auch sogar bei den Proteinen, Je mehr das in einem natürlichen Lebensmittel gebunden ist und je weniger aufgespalten es ist, desto besser auch für die Sättigung. Weil nämlich, wenn ich richtiges Essen esse und ich habe da ein bisschen Ei-Eiweiß, ich habe ein bisschen Kartoffeleiweiß, ich habe vielleicht auch noch ein bisschen Hülsenfrüchte-Eiweiß, diese verschiedenen Eiweiße potenzieren die Eiweißwirkung im Körper und halten länger satt, als wenn ich einen Pulver nehme. Und das ist vielleicht auch eine Erfahrung, die viele schon gemacht haben, dass wenn man so einen Shake nimmt, so einen Billig-Shake und shake den auf in Wasser, wie lange ist man danach satt? Obwohl die Eiweißmenge eigentlich stimmt. Nicht so, als hätte man eine richtige Mahlzeit vergessen. Ich habe sowas noch nicht probiert, ich kann es dir nicht sagen.

Aber wer es gemacht hat, der weiß, dass man eigentlich, wenn man 30 Gramm Eiweiß zu sich nimmt in so einem Shake, viel satter sein müsste eigentlich. Und das haben die Leute vom Leibniz-Institut rausgefunden. Das fand ich total toll. Und daraus kann man was lernen. Also die Industrie sollte was lernen. Und die Industrie steht sowieso an dem Punkt zu sagen, gerade die Industrie, die hochverarbeiteten Nahrungsmittelhersteller, die stehen an so einem Kipppunkt. Die Umsätze steigen nicht mehr so in den Himmel, ja, Nestlé hat Probleme. Die sind dabei, sich neu zu justieren und zu sagen, was für Produkte wollen wir denn? Und die müssten strikt mehr in die Richtung gehen. Leute, wir machen ehrlichere Produkte, die euch gut tun. Und wir sagen das auch. Dieser Turn, der steht bevor.

Ansonsten sehe ich das ganz schlecht für die Industrie, die hochverarbeitete Produkte herstellt. Der Absatz wird stagnieren und in einzelnen Bereichen sogar einbrechen, weil die Menschen verstehen, dass das Fake-Produkte sind, die ihnen nicht gut tun. und jetzt hat die Industrie die Chance, wir machen mal auf ehrliche Produkte. So ein bisschen wie Froster das ja bei den Tiefkühlgerichten macht. Zum Beispiel, ja. Dafür sind sie ja bekannt, dass sie keine zusätzlichen. Ich kann das auch nur glauben, wenn die das erzählen. Doch, ich habe mich da mal überzeugt von. Ja, herzlichen Dank.

Dann haben wir natürlich wieder auch Fragen von euch gesammelt und ich fange einmal an mit der Frage von Daniel. Daniel hat gefragt, was halten Sie von Moruga-Kakao? Das Unternehmen wirbt damit, dass es keine Zusätze und keinen Zucker zusetzt. Ein Kilo kostet aber über 100 Euro. Ja, also tatsächlich, ja, aber das ist halt eine Spezialsorte, die wenig angebaut wird, die auch sehr nachhaltig angebaut wird. Das schreibt natürlich den Preis.

Es hat aber dann keinen Vorteil, was Polyphenole angeht, die auch beim Abnehmen helfen und auch antientzündlich wirken, gegenüber einem vergleichbaren Bio-Kakaopulver. Ja, es ist halt einfach, wenn ich, das ist bei Kaffeesorten das Gleiche oder bei Vanillesorten das Gleiche, die halt in speziellen Anbausituationen, die sehr teuer zu bearbeiten sind, dann ist der Preis einfach höher. Wir haben eine schonende, minimale Verarbeitung und das treibt den Preis. Aber der Preis steht in keinem Verhältnis zu einem möglichen gesundheitlichen Mehrwert. Okay, also, okay, gut. Also das ist dann was für, ich sag mal so, also wenn man es sich leisten kann, ist das sicher nicht schlecht. Okay, gut.

Dann hat uns Johannes geschrieben, seit einem halben Jahr hören meine Frau, die ist 63, und ich, 65, ihre Podcasts zur gesunden Ernährung. Sie haben unser Leben verändert. Ich hatte zu hohen Blutdruck und deutlich zu viel Gewicht. Meine Frau hatte ebenfalls etwas Übergewicht. Krass war für mich die Erfahrung, wie ich durch ihre Ernährungstipps innerhalb weniger Wochen meinen Blutdruck normalisierte. Mittlerweile liegt er seit ein paar Monaten ohne Tabletten im Schnitt bei 120 zu 75. Oder andersrum, ja. Nee, ist richtig. 125 zu 75. Wir haben jeweils schon circa 10 Kilo abgenommen, ohne eine klassische Diät zu machen oder zu hungern. Und das gute, gesunde Essen macht auch richtig Laune. Trotzdem haben die beiden drei Fragen. Das erste ist Kräuter und Gewürze. Die Speisen ja erst richtig gut machen.

Aber zählen die zu den 20 bis 30 empfohlenen Gemüsen pro Woche oder nicht? Jein. Also wenn man jetzt so ein bisschen Petersilie aufs Essen streut, hätte man schon mal ein Gemüse damit. Wer jetzt Petersilie da reinhackt ins Essen, dass das richtig auch eine Menge sichtbar ist, so wie zum Beispiel ich das mit Tarek bei Is Besser mit dem Ernährungs-Doc beim NDR mache, da wird richtig, das ist Bestandteil des Gemüses, dann ja. Also wenn die Menge so klein ist, ich sag mal so, von der Psyche her kann man es gern dazuzählen, aber wenn es eine ganz kleine Menge ist, dann reicht es nicht. Aber was ich finde, Johannes hat ja, ich meine das auch nochmal, weil in dieser Sendung passt das ja super, also die haben das selber gemacht nach unseren Tipps.

Und die sind ja beide über 60 und überschentlich ist das schwieriger und gerade für Frauen in der Menopause ist es noch schwieriger. Und deshalb muss ich sagen, Hut ab. Und es ist ein schönes Beispiel dafür, dass man das selber schaffen kann. Also nochmal, wer jetzt noch nicht so richtig entschieden ist und sagt, ja, Gefahr erkannt, aber bin noch weit entfernt davon, das zu bannen. Johannes und seine Frau sind ein super Beispiel. Deshalb habe ich auch das Ganze vorgelesen, weil ich es auch beeindruckend finde und dass man es eben schaffen kann. Und das ist keine Ausnahme. Wir haben jetzt nicht nur, es ist nicht die einzige Zuschrift, die in die Richtung geht. Nein, das haben wir ja immer wieder, aber für diese Folge passt es natürlich auch ganz gut. Johannes fragt aber auch noch mal, wie sieht es denn mit der großen Fülle von Gewürzen aus? Und hast du mal so ein paar der gesündesten Gewürze und vielleicht aber auch welche, die man eher lassen sollte oder weniger einsetzen? Also tatsächlich bei den Gewürzen ist es so, sind alle Gewürze, die wir kennen, haben einen positiven gesundheitlichen Effekt. Also ob jetzt Kurkuma, Ingwer, Ceylonzimt, Kreuzkümmel, Fenchel, Chili besonders, Knoblauch, Kardamom, das sind alles ganz gesunde mediterrane Gewürze, die sowohl den Stoffwechsel, den Blutzucker, die Entzündung, die Verdauung positiv beeinflussen. Also das ist ein Geniestreich der Menschheit. Ja, dass sie angefangen haben.

Das ist ein Geniestreich der Natur, die uns alle wunderbaren Gewürze zur Verfügung stellt, würde ich sagen. Aber man musste ja doch so plietscht sein, sich das ins Essen zu rühren. Das ist ja mal irgendwann umgesetzt worden. Und das hätte ja auch giftig sein können. Also ich möchte nicht wissen, wie viele in der Menschheitsgeschichte da auf der Strecke geblieben sind. Das stimmt. Beim Ausprobieren, was kann man essen, was kann man nicht essen. Aber ja aber tatsächlich kann man eigentlich nichts verkehrt machen, sie zählen aber auch nicht zu den 20 bis 30 unterschiedlichen Gemüsen es sei denn man macht da ordentlich Ingwer rein also dann würde ich das schon dazu zählen, und eine Frage noch Johannes schreibt aus unserem Umfeld haben wir Betroffene in unterschiedlichen Stadien, also es geht um Alzheimer und Demenz, Auch wenn man das nicht heilen kann, so kann ich mir vorstellen, dass eine passende Ernährung auch hier helfen kann. Ja, bewiesen.

Also tatsächlich ist es, wenn man Demente besser ernährt, verbessert sich nach messbar, verbessert sich die kognitive Fähigkeit nach wenigen Wochen. Da gibt es gute Studien. Es gibt auch Studien mit der sogenannten Mind-Diät. Also Mind, klar, Mind, Geist, die Mind-Ernährung. Da geht es darum, es ist eigentlich nichts weiter als eine gesunde Herz-Kreislauf- gesunde Ernährung, weil nämlich das Gehirn leidet unter einer schlechten Durchblutung und einer, verkalkten Gefäßen und wenn ich den Stoffwechsel, den Blutdruck, Blutfette und den Blutzucker in Griff kriege, dann profitiert auch direkt davon das Gehirn. Das will die Mind-Diät auch machen, aber die Mind-Diät hat eben nicht nur von der Durchblutung her, sondern auch von der Versorgung des Gehirns her mit allem, was es braucht, positive Effekte. Es ist also zweisäulig. Auf der einen Seite ist das große Risiko fürs Gehirn Herz-Kreislauf und auf der anderen Seite Mangelversorgung. Und das löst die Mind-Diät, also wenn man das so umschreiben will, ist das eigentlich eine mediterrane Ernährungsform, auch das, was wir propagieren, ich hatte es hier auch im Podcast und davon profitiert man. Man kann auch sagen, dass wenn ich im Altersheim die Menschen besser ernähren würde, wären sie besser zuwege. Also auch mentaler mehr dabei und das ist leider auch ein Problem bei uns in Deutschland.

Ich muss noch den letzten netten Satz, quasi den Abgesang von Johannes lesen. Er sagt, wir sind übrigens auch Auslandsösterreicher. Wir leben seit Jahrzehnten in Bayern mit einer nach wie vor starken Verbindung zur alten Heimat. Es freut uns ganz besonders, ihre Stimme und die eine oder andere österreichische Ausdrucksweise zu hören. Da habe ich mich gefreut. Also wir haben tatsächlich auch unheimlich viele Zuschriften aus Österreich. Ja, wir haben auch sehr viele Zuhörer und Zuschauer in Österreich und der Schweiz. Das kann man ja nachvollziehen, woher uns die Leute zuhören.

So, dann haben wir noch eine Frage für heute. Und zwar eine Familie, die uns geschrieben hat, ihre Tochter, die ist zwei Jahre alt, hat seit längerer Zeit ein Hautproblem am Kinn beziehungsweise in der Mundpartie. Vermutlich ein atopisches Eczem. Sie haben ja ein Foto mitgeschickt, das habe ich dir weitergeleitet. Wir sind bereits in homöopathischer Behandlung, wodurch es etwas besser geworden ist. Vorher war es so rau, dass es auch geblutet hat. Aber es verschwindet nicht vollständig. Da wir möglichst auf starke Medikamente verzichten möchten, cremen wir die betroffene Stelle täglich mit Kaufmanncreme ein. Wir ernähren uns insgesamt sehr bewusst, also mit vielen Haferflocken, Gemüse, Obst und Fisch, wenig Fleisch, weitgehend Zucker- und Salzfrei sowie ohne Fertigprodukte. Auffällig ist, dass unsere Tochter besonders stark auf bestimmte Lebensmittel reagiert. Tomaten, Orangen, Physalis und Erdbeeren.

Weil die Juckrats und Hautirritationen verstärken. Wir wissen nicht, wie wir am besten weiter vorgehen sollen. Also die Neurodermitis ist eine ganz klare Indikation, ernährungsmedizinisch da ranzugehen. Eine ganz wichtige Rolle. Da gibt es verschiedene Ansätze. Einmal zum Beispiel können bestimmte Lebensmittel als Träger dienen. Das hat die Familie Walz ja auch schon festgestellt. Manches verträgt sie nicht so gut. Und das muss man herausarbeiten. Gucken, wann wird es besonders stark? Was hat sie da gegessen? Ernährungstagebuch führen. Und insbesondere säurehaltige Lebensmittel, also jetzt Früchte wie Orange, Zitronen, Mandarinen.

Tomaten, das spielt da eine Rolle oder kann ein Auslöser sein. Das muss man herauskriegen. Vielleicht auch so ein bisschen separat mal was anbieten. Und Beeren, die besonders leicht Allergien auslösen, also Erdbeeren, Kiwi beispielsweise, Kirschen oder auch Papaya, Das ist auch möglich. Manchmal reagieren Menschen mit Neurodermitis aber auch auf Milchprodukte, Soja, Nüsse, Fisch. Das ist ganz individuell. Jeder hat da seinen eigenen Auslöser. Das muss man herausarbeiten. Es kann aber auch regelrechte Allergien geben. Und das muss man auch. Das Kind muss einen Allergietest bekommen, weil man das schon mal ganz weglässt, weil daran auch die Haut drauf reagiert. Auf diese Allergene und Finger weg von stark hochverarbeiteten Lebensmitteln wie Süßigkeiten mit Zusatzstoffen, Aromastoffen, Geschmacksverstärkern, die verstärken das noch mal weiter. Und wenn man das selber nicht hinkriegt, zur Ernährungsberatung gehen, da kriegt man noch mehr professionelle Hilfe. Und wichtig ist, dass Neurodermitis-Haut regelmäßig gefettet und gepflegt werden muss. Das ist wahrscheinlich auch der Haupteffekt der Creme hier.

Ansonsten, also das ist das Allerwichtigste, weil wenn die Haut auch noch, die sie hat zur Entzündung geneigt, auch noch trocken wird. Ja, vielen Dank. Matthias, wir gehen ja nie nach Hause ohne ein Rezept, auch wenn wir heute über Abnehmen sprechen. Wir müssen uns ja trotzdem gesund ernähren währenddessen. Was hast du uns denn heute mitgebracht?

Heute hast du deinen Computer mitgebracht, weil das Buch kommt ja gerade erst. Genau, das ist also so druckfrisch, dass ich es heute auf dem Computer zeigen muss, schlank mit System und wir sehen wir auch mit 20% Veränderung der wichtigsten Fehler, 80% des Erfolgs. Das ist der Hintergrund dabei, also das ist quasi das Arbeitsbuch, schlank mit System, wo man Stück für Stück anhand von Checklisten, toller Ratgeber, letztlich einmal das Konzentrat aus dem, was wir aus den letzten Jahrzehnten an Erfahrung gesammelt haben und aus den Studien.

Zum Do-it-yourself quasi. Ja, genau, das ist Do-it-yourself, ja. Und da habe ich mir jetzt auch ein Rezept rausgesucht. Und das Rezept, ich mache es mal groß. Elisabeth, kannst du es sehen? Ja, kriegst du sofort Hunger. Das hier ist eine Hähnchenbowl mit Quinoa. Und in diesem Gericht ist genau das tatsächlich wiedergegeben, was es ausmacht. Wir haben eine richtig justierte Menge an Eiweiß und wir haben unheimlich viel Volumen. Und wir haben eine Komplettversorgung des Körpers in diesem Gericht mit den vielen kleinen Bestandteilen, mit kleinen Samen, mit Körnern, mit Ballaststoffen und mit sekundären Pflanzenstoffen, die Entzündungen mindern und auch das Abnehmen erleichtern. Also eine super Empfehlung. Wie gefällt es dir? Ich kriege wahnsinnig Appetit, weil jetzt auch die Uhrzeit wäre, wo ich gerne was essen würde. Das mache ich jetzt anschließend. Ich liebe Quinoa, ich liebe Brokkoli. Das müsste Paprika sein. Das weiß ich nicht. Das obendrauf ist das Frischkäse oder ist das irgendwie ein Mozzarella Nein, Frischkäse. Ja, sehr köstlich. Also wir haben einen bunten Mix. Wir haben auch kleine Saaten mit dabei. Man kann das auch ...

Was übrig ist, am nächsten Tag nochmal wieder aufbärmen. Es ist ein total super Mealprep-Gericht. Man könnte auch ein bisschen Essig und Öl dran machen. Das ist das Salatessen. Gefällt mir sehr gut. Auch kalt. Ja, genau. Ja, super. Gefällt mir gut. Das und noch viele andere. Damit starten wir ins Jahr. Genau. Und da in dem Buch sind noch viele andere solcher Abnehmgerichte. Und ja, natürlich ist da auch Petersilie mit drin. Also Kräuter auch viel dabei. Schnittlauch, gesundes Öl. Alles, was man braucht. Finde ich wunderbar. Gefällt mir sehr gut. Viel Spaß beim Nachkochen. Ihr kriegt das natürlich wieder auf Instagram-Accounts. Serviert das Rezept.

Und probiert es einfach mal aus. Und ich freue mich, dass ihr wieder zugehört und zugeschaut habt. Und wir hören uns beim nächsten Mal. Ja, also wenn euch das nicht genug Stoff war, dann schaut doch einmal in den myfooddoctor.de Newsletter rein, der ist kostenlos. Oder in die neueste Ausgabe, der ist dich gesund. Da gibt es auch viele tolle Fälle von erfolgreichen Menschen, die ihre Krankheiten besiegt haben mit der richtigen Ernährung. Und wir haben auch wieder neue Live-Termine in 2027. Der Vorverkauf wird bald beginnen. 27 oder 26? Ja, 27. Ach so, okay. Nicht, dass du dich vertan hast jetzt im aktuellen Jahr. Und zwar, weißt du, wo das stattfindet? In Wien. In Wien und in Hamburg. Tatsächlich. Also Wien und Hamburg. Darf ich mitkommen nach Wien? Aber natürlich darfst du mitkommen nach Wien. Dann bin ich hin. Ja, es wäre mein erstes Mal in Wien. Ich war noch nie da. So viel Tolles gehört über Wien. Aber jetzt sind wir vom Weg abgekommen. Also, 27 in Hamburg und Wien, der Vorverkauf, der beginnt dieser, der hat schon begonnen. Tschüss.