Food Noise ist ja ein populärwissenschaftlicher Begriff, aber der auch eine wissenschaftliche Grundlage hat. Der sagt, wir haben so viel Lärm im Kopf, so viel Gedanken rund ums Essen, dass es unseren Alltag einschränkt, dass es soziale Kontakte, die Arbeitsfähigkeit einschränkt. Und da geht es immer wieder dann um die Frage, ja, wo kriege ich jetzt was zu essen her, was esse ich? Auch, wenn ich gerade vielleicht was gegessen habe. Und man kann es so sagen, es ist eigentlich so, wenn die Gedanken ums Essen kreisen, wie so ein Geier um die Beute, aber permanent, und daraus eine innere Ablenkung entsteht. Also von der Arbeit, zu Hause, im Sozialen, wenn man irgendwie eine Unruhe verspürt und das Gefühl hat, jetzt muss ich mir gleich wieder was in den Mund stecken. Und vielleicht sollte ich auch gleich, weil die Frage kommt natürlich jetzt jedem, der das hört, der sagt, ja, wie kommt das denn? Und wir machen auch gleich noch einen Test, kann jeder mitmachen, ob man dazu neigt oder nicht. Dr. Matthias Riedl, gesünder Leben mit dem aus dem TV bekannten Ernährungs-Doc und Elisabeth Jessen.

Während sie noch essen, da kreisen ihre Gedanken schon um die nächste Mahlzeit. Ja, und wenn man so wahnsinnig viel an Essen denkt, dann kann das ganz schön stressen, weil dann kommt manches andere im Leben zu kurz. Und genau darüber wollen wir heute sprechen. Das Ganze hat nämlich auch einen Namen. Ich bin Elisabeth Jessen und ich freue mich, dass ihr wieder dabei seid. Ich begrüße ganz herzlich auch wieder Matthias Riedel. Ja, hallo. Hallo Matthias. Matthias ist Ernährungs-Doc, ärztlicher Direktor des Medikum Hamburg. Er hat die MyFoodDoctor-App entwickelt und ist außerdem Chefredakteur der Zeitschrift Isst Dich Gesund und befasst sich eigentlich den ganzen Tag mit Essen. Bei dir ist das aber nicht krankhaft, Matthias, sondern Teil deines Berufsbildes sozusagen oder Hauptteil. Aber dieses sich permanent beschäftigen mit Essen, das ist ja Stress und nicht unbedingt das, wie es laufen sollte. Ja, eben, weil du das sagtest, dass ich mich permanent mit Essen beschäftige, da hast du recht, tatsächlich mache ich das. Aber nicht unbedingt mit deiner eigenen Ernährung. Nee, genau, ich lese Studien über Essen, also ich beschäftige mich theoretisch, aber das findet keinen Einzug in mein Gehirn und genau das ist der Punkt.

Food noise ist ja ein populärwissenschaftlicher Begriff, aber der auch eine wissenschaftliche Grundlage hat. Der sagt, wir haben so viel Lärm im Kopf, so viel Gedanken rund ums Essen, dass es unseren Alltag einschränkt, dass es soziale Kontakte, die Arbeitsfähigkeit einschränkt. Und da geht es immer wieder dann um die Frage, ja, wo kriege ich jetzt was zu essen her, was esse ich, auch wenn ich gerade vielleicht was gegessen habe. Und man kann es so sagen, es ist eigentlich so, wenn die Gedanken ums Essen kreisen, wie so ein Geier um die Beute, aber permanent und daraus eine innere Ablenkung entsteht. Also von der Arbeit, zu Hause, im Sozialen, man irgendwie eine Unruhe verspürt und das Gefühl hat, jetzt muss ich mir gleich wieder was in den Mund stecken.

Und vielleicht sollte ich auch gleich, Weil die Frage kommt natürlich jetzt jedem, der das hört, der sagt, ja, wie kommt das denn? Und wir machen auch gleich noch einen Test. Nee, jetzt fährt man so ein Lastenfahrrad. Das ist auch ein Statement. Das ist auch ein Statement, genau. Und isst in ganz bestimmten Restaurants und nur ganz bestimmte Sachen. So, dazu kommen die sozialen Medien, da kommt die Werbung, die Leute posten das, was sie essen.

Man macht sich Gedanken darüber, ist das nachhaltig oder nicht? Ist das gesund oder macht mich das krank? Und das hat bei uns in der Gesellschaft so ein Ausmaß angenommen und muss ich fast sagen, ein Allzeithoch an Reden über Essen, an Informationen über Essen, dass manche Menschen tatsächlich da auf die schiefe Bahn kommen und unter Food Noise leiden. Und Food Noise ist dann ein wichtiger Grund auch zu snacken und damit sind die in einer fürchterlichen Snacking-Spirale und verspüren eben auch die Sättigung nicht mehr. Es kann sein, dass also die Betroffenen dann eben auch über die Sättigung hinaus essen, weil sie ständig was in sich hineinstopfen, sei es eben auch aus einer gewissen Verhaltenssucht heraus. Das haben wir auch schon mal häufig besprochen. Das heißt, immer wenn ich am Schreibtisch sitze und gestresst bin, Und dann mache ich die Schublade auf und esse Schokoladenriegel. So wie die Leute halt früher ihre Zigarette angezündet haben, als man auch im Büro rauchen durfte. Genau, und daraus können sich Teufelskreise entwickeln. Es gibt aber auch Menschen tatsächlich, die eine Resistenz von Sättigungshormonen haben. Also da werden zwar Sättigungshormone ausgeschüttet, wenn ich gegessen habe. Aber ich merke es nicht. Aber du merkst es nicht. Und das ist tatsächlich ein Problem. Wir erleben es im Medikum, haben euch in der Therapie. in der Ernährungstherapie als großes Problem.

Und wir gehen das auch aktiv an.

Und wir testen das auch ab, ob Food Noise besteht. Oh, den Test mal machen, Elisabeth. Oh ja, gerne.

Ja, es sind fünf Fragen. Ja, ich habe den für uns beide ausgedruckt. Also das ist ein Test mit fünf Fragen. Ich weiß aber nicht, wie das ausgewertet wird. Das musst du uns gleich sagen. Ja, genau. Oder erklär du den Text noch. Also du kannst entweder sagen, wir lesen diese fünf Aussagen vor und, Ihr müsst euch entscheiden, und Elisabeth ja auch, ich sage meins auch, ob es überhaupt nicht zutrifft oder ob es voll und ganz zutrifft. Es gibt da noch Abstufungen, das machen wir jetzt hier nicht, aber das heißt, jeder überlegt sich jetzt einmal, ob das zutrifft. Also erstens, ich muss den ganzen Tag ständig ans Essen denken. Gut, und dann habe ich jetzt die Antwortmöglichkeit, stimme überhaupt nicht zu, stimme nicht zu, stimme weder zu, noch stimme ich nicht zu, stimme zu oder stimme voll und ganz zu. Genau, also, denkst du den ganzen Tag nicht? Nee, den ganzen Tag nicht. Nee. Also, dann stimme ich nicht zu. Nein, du stimmst eher nicht zu. Okay, eher nicht, ja. Meine Gedanken über das Essen fühlen sich unkontrollierbar an.

Nein, bei mir auch nicht. Stimme ich nicht zu. Nein, stimme ich auch nicht zu. Ich verbringe zu viel Zeit damit, über Essen nachzudenken. Zu viel Zeit? Ich verbringe schon Zeit damit über Essen, weil ich mir schon überlege, was gibt es denn abends zum Beispiel. Okay, aber das ist erlaubt. Also das ist erlaubt. Das ist erlaubt. Also zu viel Zeit verbringst du nicht. Ich würde mal so sagen, das ist in Ordnung. Dann ist es doch auch, stimme nicht zu. Meine Gedanken über Essen haben negative Auswirkungen auf mich oder und mein Leben. Nein, eher positive bei mir. Ich freue mich ja immer, wenn ich weiß, was ich als nächstes koche. Also nein, stimme ich nicht überhaupt. Nein, stimme überhaupt nicht zu. Und dann die fünfte, meine Gedanken über das Essen lenken mich von dem ab, was ich tun muss, bei der Arbeit beispielsweise. Oder in Gesprächen, im sozialen Umgang. Nee.

Also ich esse wirklich wahnsinnig gerne, aber es beschäftigt mich jetzt nicht den ganzen Tag. Und lenkt dich nicht ab von deinen Tätigkeiten. Nein. Du kannst jetzt auch hier ganz offen sein, Nein, vielleicht hört dein Arbeitgeber ja auch nicht zu. Wenn du jetzt sagen würdest, bei der Arbeit nur ansessen. Ich denke den ganzen Tag von morgens bis abends sitze ich am Schreibtisch und denke immer nur ansessen. Nein, so ist es wirklich nicht. Wir wollen niemanden von der Personalleitung hier ranlocken.

Zumal ist die Kantine zwar nebenan hier im Nachbargebäude, aber da gehe ich jetzt auch nicht ständig hin. Also es gibt ja auch nichts zu kaufen. Und ich, bringen wir was mit? Ich erlebe Elisabeth hier auch so nicht. Wenn wir mal was zu essen auf dem Tisch stehen haben, dann bin ich begeistert. Als Requisite, Elisabeth ist nicht die, die da zugreift. Das stimmt nicht, aber wir haben ja oft Sachen, die du nicht empfiehlst und dann würde ich mich auch gar nicht trauen, zuzugreifen. Aber meistens haben wir Dinge, die man essen darf und dann... Würde ich sie schon essen, wenn sich nicht manche Hörer und Hörerinnen beschweren würden. Wenn man beim Podcast isst. Ja, das ist nicht schön zu hören. Ich glaube, wenn man uns sieht, ist es nicht so schlimm. Aber wenn man nur das Kauen und Schmatzen hört, ist es unangenehm. Deshalb mache ich das auch nicht mehr. Also Spaß beiseite. Elisabeth und ich beide, wir haben auch die gleichen Kreuze. Wir haben überall Stimmen überhaupt nicht zu. Das heißt, wir haben, auch wenn der eine oder andere jetzt vielleicht gedacht hat, na, vielleicht habe ich das auch. Manchmal denke ich auch darüber nach, wenn ich zum Beispiel gestresst bin. Also wenn ich gestresst bin, dann kommt der Gedanke an was zu essen auf. Aber das ist noch nicht pathologisch, da will ich mich einfach nur befriedigen. Ich sehe, du hast so ein bisschen Stimme nicht zu. Stimme nicht zu und Stimme überhaupt nicht zu habe ich nur einmal, nämlich dass sie negative Auswirkungen haben. Elisabeth leidet nicht unter Foodneus, das kann ich jetzt hier als Ernährungsmediziner sagen. Danke.

Und ja, also das ist schon mal die gute Nachricht. Aber es gibt es und es ist eine ernstzunehmende Störung im Verhalten, die man behandeln muss. Hat das früher mal einen anderen Namen gehabt? Weil das klingt ja so modern, Food Noise, das ist ja so ein modernes Schlagwort. Ja, es gibt noch einen komplizierten wissenschaftlichen Begriff dafür, aber ich finde tatsächlich Food Noise besser, weil jeder versteht sofort. Ja, aber ist es denn etwas, was es einfach mehr gibt als früher, weil man sich ja mehr über Essen Gedanken macht? Richtig, genau. Durch Social Media, durch Werbung, durch die gesellschaftliche Veränderung der Bedeutung des Essens, als hin einfach etwas zu essen, hin zu raffinierten Menüs und ganz besonderen Rezepten und der Zuordnung zu einer Ernährungselite, sowas gibt es ja auch schon, muss man sagen, ja, das hat zugenommen. Und gesundheitliche Auswirkungen hat das insbesondere bei der Entwicklung von Übergewicht und Essstörung. Das kann man sich jetzt ja vorstellen. Wenn ich ständig da sowas Böses im Kopf habe, was mich Richtung Essen drängt.

Dann kann eine Konsequenz von Food Noise, Übergewicht, Adipositas oder so auch Essstörungen sein, also Zwangshandlungen, die dann dazu führen, dass ich dem gehorche, was da an Lärm ist. Weil der Lärm nicht nur lärmt, sondern ich auch das Bedürfnis habe, diesen Lärm abzustellen, indem ich es dann esse, weil ich könnte ja auch nur drüber nachdenken. Ja, genau. Es ist so dieses Jahr ein Gedankenkarussell und das nervt. Und Essen beruhigt ja auch. Sehr. Sehr und belohnt. Und da sind einfach so viele Gründe, ich stelle damit den Lärm ab, vorübergehend, es beruhigt mich, es manipuliert meine Stimmung. Und das sind alles Dinge, die uns Balance zwischen dem Belohnungs- und Hungersystem stören. Und damit ist die Tür geöffnet, dass das uns krank macht. Jetzt hast du vorhin ja schon das fehlende Sättigungsgefühl bei Betroffenen erwähnt.

Also die sind natürlich dann besonders gefährdet, auch dick zu werden. Krank zu werden. Aber es gibt ja auch jüngere Menschen, sportliche Menschen, die sich auch sehr, sehr mit ihrer Ernährung beschäftigen. Also es sind ja nicht immer nur dicke Menschen oder solche, die im Begriff sind, dick zu werden, sondern dieses Fokussieren auf gesundes Essen, fällt das auch darunter? Nein, das fällt nicht darunter, weil wenn ich jetzt mir Gedanken mache über, ist das gesund, esse ich das jetzt nicht, weil es nicht gesund ist, das geht eher in eine andere Störungsrichtung, nämlich die Orthorexie. Also nur noch das zu essen, was gut ist. Das erleben wir im klinischen Alltag auch häufig, dass Menschen dann, wenn man es übertreibt, nur wenn man es übertreibt, dann auf Abwägen kommen und sagen, esse ich nicht, weil nicht gesund. Also das ist dann zwangig. Aber wie stelle ich denn diesen Lärm ab im Kopf? Ja, also der Lärm, gerade wenn er besteht, wenn man Übergewicht hat, dann müssen wir quasi erstmal diesen Lärm abstellen. Weil wie kann jemand abnehmen, der fruchtläuft im Kopf? Das heißt, wir müssen da ran und wir müssen erstmal wissen, ist es das? Auch das erfragen wir ja auch in der Ernährungstherapie.

Es gibt verschiedene Strategien, die will ich kurz vorstellen, also einmal kann man diesen Test machen, den haben wir ja gerade gemacht ja dann weiß ich vielleicht, ich bin möglicherweise betroffen und dann genau und dann, So gehen wir vor, gucken wir, besteht Schlafmangel, übermäßiger Stress, versucht jemand auch mit dem Essen den Stress zu neutralisieren. Das ist ja auch was ganz Beliebtes, gerade unter Journalisten. Also da war immer früher so die Zigarette. Und der Alkohol in der... Das kenne ich auch noch, dass dann jemand so im Büroschreibtisch solche Sachen hatte. So den Whisky, ne? Das kenne ich auch. Aber das ist ja weniger. Die Journalisten haben ja doch eine gesteigerte Lebenserwartung jetzt schon. Aber das Naschen, das ist halt das Problem für viele.

Aber Stress, Schlafmangel, Schlafhygiene, eine Tagesstruktur auch. Also wenn ich jetzt zum Beispiel morgens aus dem Haus gehe, Hetze zur Arbeit, hab nicht richtig gegessen. Vielleicht aus dem Bahnhof ein Croissant gegriffen. Das sind gute Voraussetzungen, um in ein Snacking zu geraten und wieder Hunger zu haben und ständig nach etwas zu essen zu suchen. So kann man sich Foodneues beibringen. Wir brauchen eine Essensstruktur. Wir müssen morgens, mittags und abends Mahlzeiten mit Eiweiß. Und wir müssen gucken, wie können wir Achtsamkeit ins Leben bringen. Also sich bewusst zu machen, was da abgeht, ist ein ganz entscheidender Punkt. Also bewusst machen, erstens, ich habe Food Noise, gut. Wann ist dieser Food Noise da? Zweitens.

Dann sich zu überlegen, wodurch das entstanden sein könnte, weil ich gar nicht gefrühstückt habe vielleicht. Und es einfach so hinzunehmen, wie es ist. Und dann eine geeignete Maßnahme draufzusetzen, dagegenzusetzen, um diesen Food noise abzustellen. Das heißt, ich trinke jetzt einen Tee. Ich setze mich hin, trinke einen Kaffee. Ich komme zur Ruhe. Ich versuche, aus dem Stress rauszukommen. Ich mache etwas, was mir Spaß macht. Ich unterbreche meine stressige Tätigkeit. Versuche überhaupt Stress abzubauen. Also das sind dann schon nachher verhaltenstherapeutische Maßnahmen. Wir haben ja auch bei uns ein verhaltenstherapeutisches Zentrum dabei, mit denen stecken wir im engen Austausch dabei.

Und da gibt es eine Strategie, die bringen wir den Menschen bei, wahrnehmen und Gegenmaßnahmen für dieses einzelne, für diesen Food-Noise, gerade was da gerade aktuell im Kopf schwirrt, zu finden. Und auch Maßnahmen zu haben, das, was ich essen kann, was Eiweiß enthält und auch Sättigung bewirkt. Und auch sich zu überlegen, woher kommt jetzt dieser Drang zum Essen? Ist es der Stress? Will ich mich damit einfach nur beruhigen? Oder ist es einfach, weil ich einen total vermurksten Tag habe und keine Struktur im Essen? Also das sind so ein paar Sachen. Also ausgewogene Mahlzeiten, das ist wichtig. Ausreichend trinken. Ich merke schon wieder, dass ich Durst habe. Wenn ich Durst habe, wird es schnell mit einem Essreflex verwechselt. Wenn wir hier jetzt Kekse hätten vielleicht oder irgendwas anderes. Die würde es hier nie geben. Nein, die hat es auch noch nie gegeben. Aber es gibt es ja auch viele.

Achtsamkeitsübungen, auf ausreichend Schlaf zu achten. Wir wissen, ein verkürzter Schlaf steigert den Appetit. Und zwar enorm. Und dann vor allen Dingen diesen ganzen äußeren Kram ausblenden. Die Fernsehwerbung, die Radiowerbung, das Beschäftigen auf Social Media mit Essen abstellen, zumachen. Keine Reize mehr aus dieser flackernden Welt. Was ich immer mache, wenn es so Terminstress gibt, dann räume ich erst mal meinen Schreibtisch auf. Der ist nicht besonders chaotisch, aber einfach, dass alles ordentlich aussieht. Dann koche ich mir einen Tee und dann setze ich mich ran und arbeite weg. Aber nicht einfach so in der Hektik sofort loslegen, sondern runterkommen, mich sortieren. Sehr gut. Optisch, also quasi klar Schiff machen. Genau, richtig. Reinen Tisch, sodass man klare Gedanken, man ist auch nachgewiesen, dass wenn ich einen klaren Schreibtisch habe, das mache ich auch so, nicht immer, manchmal verlasse ich auch meinen Schreibtisch und lege mich hin und arbeite da weiter. Ja, weil der Schreibtisch nicht aufgeräumt ist. Aber ich sehe ihn und ich weiß, ich hätte ihn aufräumen müssen, um die Sicht zu klären. Ich weiß auch nicht, das ist so eine innere Klarheit, die ich dann kriege.

Ich kann noch nicht mal haben, wenn ich zu Hause arbeite, da habe ich auch, Einen großen Bildschirm und dann das Notebook daneben und die Tastatur. Wenn der Nachbarschreibtisch, mein Mann hat da auch einen, wenn der nicht aufgeräumt ist, halte ich auch nicht aus. Ja, ja, ja, genau. Es ist sogar aktiv, verlasse ich manchmal eben mein Arbeitszimmer, wenn ich die Zeit nicht habe, es aufzuräumen und gehe ins Wohnzimmer. Nee, das mache ich nicht, weil dann fehlt mir der zweite Bildschirm. Aber das ist auf jeden Fall eine Möglichkeit, aus diesem Drang dann jetzt schnell was Süßes zu essen rauszukommen, indem man sich dann einen Tee kocht und dann hinsetzt und dann entgehe ich der Falle auch gelegentlich jedenfalls. Wobei du ja keinen Food Noise hast. Nee, das habe ich nicht, aber dieses Gefühl, jetzt könnte ich mal schnell irgendwie was Süßes haben, dann hole ich mir im Zweifel auch mein Mandeln und mache mir dann doch irgendwie den Schokokeks. Eins noch übrigens tatsächlich und das hat natürlich die Industrie jetzt natürlich auch schon sofort erkannt, dass Food Noise ein super Vehikel ist, um Medikamente zu verkaufen. Denn es gibt ein Medikament, das schaltet Food Noise ab, weil es in die Appetitregulation eingreift. Rate mal.

Du meinst nicht Osempic oder sowas? Ja, genau. Tatsächlich ist es so, Osempic und Maunjarro, also diese Abnehmenspritzen, die wirken natürlich auch auf die Appetitregulation. Die wirken übrigens auch auf die Lust, jetzt Alkohol zu trinken. Die mindern auch die Wahrscheinlichkeit, Alkohol zu trinken.

Und deshalb benutzen die das in der Werbung jetzt auch schon, zu sagen, ja, guckt doch mal, ob eure Patienten Food Noise haben und verschreibt ihnen dann eine Abnehmenspritze. Und das ist natürlich zu kurz gedacht, weil wir wollen ja doch nicht eine Bevölkerung, die Medikamente brauchen für eine gesellschaftliche Fehlentwicklung, eine gesundheitliche Fehlentwicklung. Das ist ja auch irgendwann nicht mehr zu bezahlen. Aber die positive Nachricht, ich sage es jetzt mal, ich will nicht wieder nörgeln, aber die positive Nachricht ist ganz klar, ja, auch die Abnehmenspritze verändert das und gibt uns natürlich Zeit und Raum, Die Abnehmenspritze soll ja sowieso nur mit Ernährungsumstellung gegeben werden. Gibt uns Zeit, Raum, Luft, tatsächlich den Food Noise auch vom Verhalten her abzubauen. Insofern ist der Einsatz wohl überlegt. Auch sinnvoll, aber man sollte, und das ist mein Appell, nicht denken, ah, Food Noise, automatisch Ozempec oder Mount Jaro. Das wäre nicht gut. Abgesehen davon ist es ja auch noch ein sehr teures Vergnügen. Wenn das eben nicht verschrieben wird, dann muss ich sie selber bezahlen. Nicht wahr, genau. Und das ist wahrscheinlich auch ganz... Richtig teuer.

Sprechstunde beim Ernährungs-Doc.

So, dann habe ich wieder ein paar Fragen von euch, die Matthias beantworten wird. Ich sammle das ja immer und wir fangen mal an mit Melia. Melia schreibt, mein Sohn ist 13 Jahre alt, hat einen erhöhten Lipoprotein-A-Wert. Das wurde zufällig bei einer Routine Blutuntersuchung beim Kinderarzt festgestellt. Der Kinderarzt sagte, das sei angeboren und da kann man nicht so viel tun. Gesunde Ernährungssport wären gut Ich habe sofort an der Ernährung meines Sohnes geschraubt Versuche ihm so viel Gemüse wie möglich schmackhaft zu machen Was beim 13-Jährigen nicht ganz so einfach ist, schreibt sie Sie backt selbst und gesund, damit immer was da ist, wenn er Lust auf was Süßes hat Er ist nicht übergewichtig, ist 1,75 groß, hat 60 Kilo und macht viel Sport, Als Mutter mache ich mir trotzdem Sorgen und hoffe, dass du, Matthias, noch ein paar Tipps hast. Ja, also das verstehe ich.

Noch Lipoprotein A, das heißt auch, wird im Klinischen abgekürzt als LP klein A. Wenn man das mal beim Arzt Untersuchung lassen möchte, sagt man dem Arzt, ob man mal LP klein A machen kann. Das sollte jeder einmal im Leben mal gemacht haben. Es bleibt dann auch so, wie es ist, Weil es genetisch ist, das ist richtig. Und hier würde man Meleas Familie auch empfehlen, alle, die blutsverwandt sind, einmal zu testen. Wahrscheinlich hat Melea das auch oder der Vater.

Die Aussage des Arztes ist nur halbrichtig. Tatsächlich kann man an LP klein a wenig ändern. Es gibt schon noch Medikamente, die das LP klein a beeinflussen. Und vor allen Dingen muss man jetzt aber dann darauf achten, wenn man weiß, dass man diesen besonderen Risikofaktor hat für die Entstehung von Arterienverkalkung, also später Herzinfarkt und Schlaganfall oder auch Demenz. Und zwar fällt eben auf, dass Menschen, die das haben, dann schon früher Herzinfarkt und Schlaganfall kriegen und schon in den späten 40ern, 50ern. Wenn man aber sonst gesund lebt, Sport macht, Übergewicht vermeidet, kein Bluthochdruck hat, kein Diabetes, dann kann man das so weit runterdrücken, dass es keine wesentliche Auswirkung hat. Aber es ist ein schwelender Risikofaktor, der, wenn der kleine Sohn von dem Leben, das er jetzt gerade führt als 13-Jähriger, wenn der davon abgeht, wenn der irgendwie 20 ist und macht keinen Sport mehr und isst Fertigfutter und wird immer dicker, sitzt im Schreibtisch, macht Karriere, dann wird es gefährlich. Das muss man im Kopf behalten, das muss der Kleine auch wissen, ohne ihm Angst zu machen. Der Kleine ist 1,75, aber er ist jung. Ich würde es nicht dramatisieren, weil dramatisieren führt gerade in der Jugend dazu, dass man das sofort wieder vergisst. Gerade wenn es von Mama kommt.

Aber Emilia würde ich empfehlen, mach dir keine Sorgen.

Dein Sohn ist auf dem richtigen Weg. Wenn ihr in der Familie alles richtig macht, dann gibst du ihm mit, was du geben kannst. Das ist das Allerwichtigste.

Keine Verkrampfung da rein. Dem Kleinen nichts vorschreiben, dann fängt er an trotzig zu werden. Wenn er nicht schon in der Pubertät ist, dann kommt sie wenigstens und dann haut da Melea alles um die Ohren, was sie ihm gerne sagen möchte und sagt, bitte nicht isst das, weil es gesund ist, weil dann erhöhst du die Wahrscheinlichkeit, dass sie es ganz bestimmt nicht essen. Also man muss das sehr subtil machen, ohne Zwang und Druck. Und keine Angst, keine Angst. Läuft ja alles gut bisher. Dann haben wir Thomas. Thomas ist 51 Jahre alt, wiegt 120 Kilo und seit er 30 war eine persistierende Migräne. Durch die Behandlung mit Antidepressiva hat er leider sehr viel zugenommen, schreibt er, und tut sich mit dem Abnehmen sehr schwer. Da er dauernd von Kopfschmerzen geplagt ist, ist auch kein Sport möglich und Intervallfasten verträgt er nicht. Hast du ja auch immer gesagt, Migräniker sollen das nicht. Er hat ein Jahr Weight Watchers gemacht, dabei zehn Kilo verloren, aber das Gewicht ist wieder drauf. Und er nimmt seine Ernährung schon ernst, sie ist vegetarisch, er kocht relativ frisch und snackt, wenn möglich, dann nur Nüsse. Und er benutzt zur Prophylaxe Metroprolol. Sind das mehrere? Ja, er hat auch noch Blutdruckmedikamente. Blutdruckmedikamente sind dabei, genau.

Und würde einfach gerne wissen, was er ernährungstechnisch der Migräne noch entgegensetzen kann, sodass er auch vom Gewicht runterkommt. Ja, also tatsächlich ...

Also Männermigräne ist seltener, äußert sich auch ein bisschen anders, also ist ja eigentlich eher so eine typische Frauengeschichte, aber bei Männern ist es so, hier in seinem speziellen Fall muss man auch sagen, dass das Übergewicht nicht günstig ist. Die Ernährungstipps für Migräne sind regelmäßige Mahlzeiten. Da sind auch Zwischenmahlzeiten sogar erlaubt, weil das Gehirn darf nicht in einen Energiemangel kommen.

Fasten, das hat er ja gemerkt, oder Auslassen von Mahlzeiten. Schon Auslassen von Mahlzeiten und Auslassen von Trinkzeiten kann einen Migräneanfall triggern. Also drei Mahlzeiten und ausreichend trinken, das ist ganz wichtig. Flüssigkeitsmangel ist ein Trigger.

Fertigprodukte weglassen. Histaminhaltige Lebensmittel auch vorsichtig, weil die können manchmal sowas auch triggern. Also Tomaten, Zitrusfrüchte, Schokolade, Rotwein, so gereifte Lebensmittel, auch Wurstwaren, Käse. Aber das ist jetzt schon so eine lange Liste, dass, glaube ich, Thomas denkt, oh, oh, oh, was soll ich denn jetzt noch essen? Ich rate, Thomas, geh in eine Schwerpunktpraxis Ernährungsmedizin. Die Adressen gibt es im Internet beim Bund Deutscher Ernährungsmediziner. Migräne ist eine ganz klare Indikation. Die Kasse zahlt das, wenn nicht ganz, aber doch teilweise, die Ernährungsberatung. Und es gibt so viele Dinge, die man beachten kann, sodass ich dich jetzt nicht mit weiteren Empfehlungen noch verschrecken möchte, weil das führt nämlich dann dazu, dass man denkt, oh, dann lasse ich das jetzt alles weg. Ich muss ja auch sagen, was man stattdessen essen kann. Da ist unheimlich viel Leckeres auch möglich und wir müssen auch ungünstige Lebensmittel auch mal testen darauf, sind sie überhaupt ein Träger bei dir persönlich oder nicht. Also das muss man tatsächlich individuell lösen und es ist ganz, ganz bestimmt eine klare Indikation.

Dann haben wir noch eine Frage von Charlotte. Und Charlotte hat im Fernsehen einen Beitrag gesehen, da geht es um Zero-Getränke. Und da wird davon gesprochen, dass Zero-Getränke die bessere Wahl sind, weil es keine bewiesenen Studien gäbe, dass Süßstoffe das Darmmikrobiom schädigen und weil man sich ja viel Zucker und damit Kalorien spare. Und andererseits wird da auch gesagt, dass Süßstoffe nicht das vollständige Sättigung auslösen und dass sich der Geschmackssinn zu viel zu süß verändert. Jetzt ist das sozusagen entgegen dem, was du immer sagst, nämlich bloß die Hände weg von Süßstoff und von Zero-Getränken. Ja, also ich habe, weil du hast mir das dazugehört, ich habe mir diesen SWR-Beitrag angeguckt. Also öffentlich-rechtlich und damit eigentlich glaubwürdig. Ja, genau. Also sie haben es auch richtig recherchiert, aber in der Interpretation der Studien. Und das ist das leider. Wir sind in der Ernährungsmedizin in einem Stadium, wo man die Dinge in den richtigen Zusammenhang rücken muss. Ein wichtiges Argument, das wird aber auch in dem Beitrag genannt.

Die Idee, Süßstoffe in die Limonaden zu tun, war ja Genuss ohne Reue. Du nimmst damit nicht zu.

Und genau das ist das Problem. Also, wenn ich eine Inflation des süßen Geschmacks in mein Leben bringe, stumpft mich das ab und ich esse auch an anderer Stelle mehr Süßes. Das gilt als gesichert. Und das ist das wichtigste Argument überhaupt, zu sagen, trink weniger von diesem süßen Zeug. Egal, ob mit Zucker oder mit Süßstoff gesüßt. Deshalb ist Zurückhaltung angesagt. Auch die Fachgesellschaften sagen, zurückhalten, nicht zu viel davon. Und das bringt der Beitrag nicht deutlich genug auf den Punkt. Es sind drei Argumente in diesem Beitrag gewesen. die sagen, ja, wir haben Aspartam von der WHO als krebsverdächtig eingestuft. Das wird auch von Foodwatch so gesehen. Und da entbrennt jetzt nun ein Streit. Die offiziellen Behörden sagen, ja, die Daten sind vielleicht doch nicht so aussagekräftig. Die WHO sagt aber, wir haben gesagt, es steht der Verdacht. Und wir sehen die Daten aber schon als aussagekräftig. Das Problem ist, dass die Studienlage sehr stark von der Industrie beeinflusst ist. Denn wer soll diese vielen Studien bezahlen? Das macht natürlich auch die Industrie, die diese Substanzen herstellt. Das will ich Ihnen nicht übel nehmen. Aber viele der Studien sind halt auch von der Lebensmittelindustrie mit beeinflusst. Das macht die Interpretation schwierig.

Was wir aber haben ist, wir sehen in den Studien, dass Menschen, die viel Zero- und Light-Getränke zu sich nehmen, ein höheres Diabetesrisiko haben. Jetzt sagen die Kritiker, ja, ja, Moment, die Leute, die viel Zero- und Light-Getränke zu sich nehmen, die haben einen niedrigeren sozialen Status, die sind weniger gebildet, die sind dicker und die haben auch mehr Diabetes. Die nehmen das ja deshalb, weil sie übergewichtig sind. Und dann darf man nicht sagen, und wo ist Henne-Ei? In dieser Argumentation stecken wir so ein bisschen fest, aber da greift das Argument, bitte nimm Süße aus deinem Leben, trink das mal, aber nicht täglich und nicht dauernd und schon gar nicht in der Menge, weil du machst deinen Süßgeschmack unempfindlich. So, jetzt haben wir noch das Thema mit der Darmflora. Das wird eben auch angezweifelt. Wir können es kurz zusammenfassen. Wir sind ja in einer Situation, wo die Studienlage die Interpretation in die eine oder in die andere Richtung erlaubt. Aber, ehrlich gesagt, die Substanzen sind... So einem Haufen an Zweifel versehen, dass ich sage, wenn es um Gesundheit geht, im Zweifel, für die Zweifel.

Und natürlich kann man sagen, sich auf den Stand stellen und sagen, nun, wenn wir das hier hundertprozentig bewiesen haben mit tausend Leuten und die haben vorgefertigte Mahlzeiten bekommen und das haben wir über fünf, sechs Jahre gemacht und wir haben eine placebo-kontrollierte Studie, doppelt blind, wenn wir das haben und du mir das beweisen kannst, das wird Jahre dauern. Aber so lange konsumieren die Leute das weiter. Die aktuelle Studie und was der Ernährungsdoktor von Händen. Ich habe auch eine Studie mitgebracht.

Soll ich die gleich mit anschließen? Ja, bitte. Da hätte ich dich jetzt gerade darum gebeten, wo wir gerade beim Thema Studien sind. Genau. Und zwar ist es so, dass es tatsächlich auch wieder natürlich eine Beobachtungsstudie gibt. Die ist in Diabetes Care, das ist eine angesehene Zeitschrift, in 2023 veröffentlicht worden.

Und dort hat man Analysen gemacht über viele Studien mit 100.000 Teilnehmern und festgestellt, dass in einer Nachbeobachtungszeit von rund neun Jahren die Menschen, die viel künstliche Süßstoffe zu sich genommen haben, im Vergleich zu dem Nicht-Konsumenten ein höheres Risiko haben, einen Diabetes zu bekommen. Aber da könnte man jetzt ja sagen, naja, die nehmen ja, weil sie übergewichtig sind, Süßstoffe, sonst die anderen nehmen das vielleicht nicht, weil sie kein Risiko haben. Das wird allerdings, diese Argumentation ist nicht schlüssig, weil wir auch Laborversuche haben, Tierversuche, die genau in die gleiche Richtung gehen. Das heißt, die Beweislage neigt sich eher in die Richtung und ich habe hier einen Kollegen, der die Studie auch nochmal ganz genau durchgeleuchtet hat und ich will ihn mal ganz kurz zitieren, um da vielleicht ein bisschen mehr Klarheit reinzubringen. Und das ist jetzt von Professor Müssing, der hat das in einer Bewertung, in einem Kommentar nochmal ausführlich dargelegt und ich finde, das nähert den Zweifel an den Süßstoffen nochmal mehr.

Er sagt, die Süßstoffe könnten den Glucosestoffwechsel beeinträchtigen, indem sie die Insulinsekretion verschlechtern. Das ist ein Ansatz, ein Erklärungsansatz dafür, dafür gibt es Studien. Und dann haben wir in Zellversuchsstudien, die zeigen, dass die Süßstoffe vermehrt Fett helfen, Fettzellen aufzubauen und verhindern, dass Fettzellen abgebaut werden. Das passt wiederum zu einer Studie, in der wir sehen, dass wenn Frauen Sucralose, einen Süßstoff, zu sich nehmen, dass sie eher mehr Hunger und Appetit haben und eher leichter zunehmen.

Dann haben Süßstoffe auch noch eine starke Einwirkung auf die Veränderung des Fettgewebes. Und dann haben wir schließlich auch noch diverse Studien mit der Beeinflussung des Darmmikrobiums. Das ist so ein Haufen an Zweifel und an Hinweisen. Und wenn man sich jetzt hinstellt und sagt, komm du mal erst wieder, bis das alles juristisch wasserfest ist, muss ich sagen, kann man machen. Ich bin aber eher der Meinung, wir sollten die Öffentlichkeit informieren. Wie stark die Zweifel sind und dass, wenn es um Gesundheit geht, ich im Zweifel diese Bedenken ernst nehme und deshalb sage, ich versuche es zu meiden, wo es geht. Denn wir dürfen nicht vergessen, dass Süßstoffe überall sind, in Gewürzgurken, in Soßen. Wir nehmen davon ein Übermaß zu uns und dann noch in der Cola und in der Limonade.

Wir können natürlich warten, bis die Studien noch klarer werden. Wir können aber auch handeln. Aber zwei Süßstoffe, die auch in Cola Zero verwendet werden, ist das Erythrit und Zylid, das hatten wir schon mal behandelt. Hier ist klar nachgewiesen, eine vermehrte Wahrscheinlichkeit, Infarkte zu bekommen durch vermehrte Klebrigkeit der Blutzellen. Die sind tatsächlich wirklich, das ist bewiesen und das wissen wir schon seit mehreren Jahren und wir werden auch mit den anderen Süßstoffen, mit den anderen Substanzen vielmehr, werden wir auch mehr Klarheit bekommen. Ich bin auch dann mehr für den Zweifel. Ja, das ist ja unsere Gesundheit, oder? Zweifel an den Zweifeln, genau. Man kann auch sagen, wird schon nicht. Das ist so wie der Pilot, der sagt, ja hier, Benzinanzeige ist ziemlich niedrig, auch fliegen wir weiter, die ist meistens kaputt. Genau. Und dann stürzt er doch ab. Gut, ich finde das, also ich mag gerne Süßes, ich mag nur keinen Süßstoff. Ich mag ihn auch nicht. Ich mag den Limonaden, weil ich mag den Geschmack nicht. Das rettet mich natürlich auch. Mich auch. Ich mecke das nicht und da werden ja auch manchmal drei oder vier Süßstoffe reingemischt, damit man das nicht, ich finde das graunerhaft, diesen Geschmack. Ich finde, man schmeckt es und gut, abgesehen davon, dass ich mir also maximal eine Cola im Jahr im Sommer gönne mit ganz viel Eis und Zitrone, weil ich habe es mir wirklich abgewöhnt, weil das ist Zucker, auf den kann ich verzichten.

Aber das Ganze als Zero-No-Go. Ja, bin ich ganz bei dir.

Das Rezept, verordnet von Dr. Riedel.

Wir wollen ja nicht unversöhnlich rausgehen. Wir wollen ja doch wieder ein schönes Rezept haben. Schließlich macht Kochen einfach Laune. Ich hoffe, es geht euch auch so. Ich stelle mich einfach gerne in die Küche. Manchmal muss es abends schnell gehen. Aber wenn ich Zeit habe am Wochenende und Freunde bewirte, dann finde ich es einfach herrlich. Es ist eine sehr kontemplative Tätigkeit, finde ich, am Herd zu stehen oder in der Küche zu stehen, zu schnippeln. Ich mag das. Auch mit dem Partner vielleicht zusammen sich dabei zu unterhalten? Ja, das ist jetzt nicht bei uns ganz so ausgeprägt. Ich habe auch gerne meine Ruhe in der Küche. Dann ist es mehr meditativ. Manchmal machen wir auch gemeinsam. Aber muss ja jeder für sich selber wissen, wie er das am schönsten findet. Zumindest räumt er hinterher die Küche auf. Ja, ja, auf jeden Fall. Und er trocknet ab. Gut, was hast du heute mitgebracht? Wir haben ja heute auch das Thema gehabt, Food Noise.

Und Food Noise, dass das zum Übergewicht führen kann, dass die Abnehmenspritze Food Noise abstellt. Aber es gibt eben auch Lebensmittel, die Food Noise abstellen. Und das ist ja immer mein Anliegen, das nach vorne zu kehren. Ich habe jetzt ein Gericht gegen Food Noise aus dem Buch Nie wieder dick nach der Abnehmenspritze. Da geht es halt darum, in dem Buch geht es halt darum, wenn man die Abnehmenspritze mal genommen hat und damit Erfolg hatte, von ihr wegzukommen. Das ist ja der Punkt und da habe ich hier ein feines Gericht rausgesucht, das ist eine Kürbislinsencreme mit gebratenem Tofu und Salat. Dieses Gericht aktiviert die körpereigene Sezernierung, also Ausschüttung von einem Hormon, das ähnlich wirkt wie die Abdehmspritze.

Liegt daran, dass ich hier viel Eiweiß drin habe. Und dieses Eiweiß lockt diese Inkretine, die aus dem Darm kommen, die auch in der Abnehmenspritze enthalten sind. Das ist also Kürbis als Gemüse, Linsen, eiweißhaltig. Und dann haben wir noch mal gebratenen Tofu mit dabei. Ein bisschen Salat noch da drauf. Ich mag immer die Kombination von warm und kalt. Finde ich ganz toll. Und verschiedene Geschmacksrichtungen. Dieses Gericht ist tatsächlich ein Helfer, der satt macht, der ein positives Gefühl macht, der auch Food Noise hilft zu unterdrücken. Wir haben auch viele, viele Gewürze mit dabei, die auch den Appetit hemmen. Und wir haben gesundes Öl mit dabei.

Mir läuft das was im Mund zusammen. Vielleicht ist es einfach nur eine besonders schöne Fotografie, aber es sieht wirklich sehr, sehr appetitlich aus. Man würde am liebsten gleich mit dem Löffel reinstippen. Super, das wollte ich von dir hören. Da ist tatsächlich diese immer sehr, sehr, sehr spontan. Ich sehe gerade die Zutatenliste und ich habe, glaube ich, eigentlich alles zu Hause. Auch Linsen habe ich natürlich auch. Und im Herbst Kürbis. Ja, super. Herbst, Winter, perfektes Gericht ja, kann man bis so ja, irgendwie weiß ich auch nicht, im Februar vielleicht, eigentlich kann man es immer essen, aber Kürbis gibt es halt im Herbst und im Winter einfach wunderbar, Mit Butternut. Und die schöne Farbe kommt wahrscheinlich vom, weiß ich gar nicht, von den Linsen, von den roten Linsen. Weil der Butternut ist ja nicht so farbig. Aber wichtig ist, dass dieses Gericht enthält also das, was satt macht. Und satt macht, unterbricht Food Noise.

Eiweiß, Ballaststoffe, gesunde Öle und Volumenfüllung durch viel Gemüse. Das, also Magenfüllung macht satt und das ist quasi eine wichtige Voraussetzung. Das wäre zum Beispiel so ein Mittagessen oder ein Abendessen, wo man sagt, wenn du davon viel isst, kannst du leichter abnehmen und es reduziert Food Noise.

Und jetzt sehe ich auch, warum der Tofu so schön rot ist, weil der nämlich in einer mit Tomatenmark, mit Sojasoße, Kräutern und Gewürzen abgelöscht wird sozusagen oder mariniert wird. mariniert wird und damit auch richtig toll Geschmack kriegt. Und das ist ja, dass immer auch die Tofu-Kritiker sagen, der Nachteil von Tofu ist, dass er keinen starken Eigengeschmack hat. Der Vorteil ist aber, man kann ihm einen geben. Genau. Also, frohes Kochen kann ich da wieder nur sagen. Ja, ich freue mich, dass dir das gefällt. Dann danke ich dir wieder ganz herzlich, Matthias, für die heutige Folge. Food Noise, wir beide sind nicht ganz so betroffen, aber wenn ihr das Gefühl habt, da erkenne ich mich wieder, macht einfach mal den Test, dann wisst ihr das ja und dann auf jeden Fall erstmal das Rezept kochen als erste Maßnahme. Ich bedanke mich ganz herzlich. Wenn ihr eine Folge verpasst habt, dann findet ihr sie auf den gängigen Plattformen und das Rezept findet ihr auf unserem Insta-Kanal So geht gesunde Ernährung. Dann viel Spaß beim Nachkochen. Ja und wer es noch nicht genug hat, abonniert den kostenlosen Newsletter bei myfooddoctor.de oder guckt in die Zeitschrift Ist Dich Gesund rein. Wir sehen uns zusammen mit Elisabeth beim nächsten Podcast wieder. Bis dann. Tschüss.