Aber was sicherlich auf Jahrzehnte auch nicht mehr weggeht, ist plant-based, also pflanzenbasierte Ernährung. Die sollte so sein. Und die Studienlage ist so glasklar, dass plant-based unsere Ernährung sein sollte. Das wird sich auch nicht mehr ändern. Diese Gewissheit haben wir. Und da kommt natürlich dann jetzt auch mit diesem Umweltschutz und auch dem Tierwohlgedanken die Frage, müssen wir denn immer Tiere töten? Und da kommt dann der Trend Cultured Meat auf. Dr. Matthias Riedl, gesünder Leben mit dem aus dem TV bekannten Ernährungs-Doc und Elisabeth Jessen.

Insekten gehören für die meisten von uns noch nicht auf den täglichen Speiseplan, aber die Entwicklung wird vielleicht dahin führen, dass wir das irgendwann doch regelmäßig essen. Über dieses Thema und über andere Foodtrends wollen wir heute sprechen und mal aufklären, was uns da eigentlich so erwartet in der kommenden Zeit. Ich bin Elisabeth Jessen und begrüße euch ganz herzlich zum Podcast. Wir sprechen natürlich über dieses Thema, wir haben aber auch noch eure Fragen, Wir haben eine aktuelle Studie. Und am Ende ein schönes Rezept. Und ich begrüße wieder ganz herzlich Dr. Matthias Riehle bei mir. Hallo Matthias. Moin Elisabeth, ja. Matthias ist ärztlicher Direktor des Medikum Hamburg. Ihr kennt ihn alle als Ernährungs-Doc. Er ist außerdem Chefredakteur der Zeitschrift Isst Dich Gesund. Und er hat die MyFoodDoctor-App entwickelt. Ja Matthias, was hast du an Neuesten, hast du schon mal Insekten probiert? So die neuen Sachen? Ja klar. Ja, ja klar, klar. Ja, natürlich, klar. Mehlwürmer, Heuschrecken.

Ich habe auch einmal, das hatten wir im Rahmen von Dreharbeiten, das war, ich glaube, Heuschrecken, Schokolade. Also das war Schokolade und da waren dann Heuschrecken drin. Als Flussba-Effekt. Ja, genau, als Crunchy-Effekt. Das war aber mehr so ein Gag-Produkt. Ist ja auch nicht billig. Insekten sind, obwohl sie ja im Garten einfach so rumlaufen. Zumindest wenn sie für Lebensmittelzwecke verwendet werden, dann doch relativ teuer. Also wenn sie aus Kulturen kommen.

Aber sag doch mal, was haben wir denn so für Trends zu erwarten in der nächsten Zeit? Und ich weiß auch nicht, in welchem Zeithorizont man da eigentlich davon sprechen muss. Sind das Jahre, sind das Jahrzehnte? Ja, Jahre schon. Also wir haben jetzt so Zero Waste. Also Zero Waste, kein Abfall, alles benutzen. Das ist eigentlich ein Relaunch von Nace to Nose to Tail. Genau, das ist ja auch so Trend. Dann Reuse, also Essen wiederverwenden oder Circular Food, also Kreisläufe, die wirklich alles verbrauchen. Aber es gibt eben auch, und das ist ein sehr, sehr starker Trend und der wird anhalten, dem gebe ich jetzt nicht weiter. Also auch den anderen Trends, dem gebe ich eine Nachhaltigkeit, auch eine Längerfristigkeit. Aber was sicherlich auf Jahrzehnte auch nicht mehr weggeht, ist plant-based, also pflanzenbasierte Ernährung, die sollte so sein. Und die Studienlage ist so glasklar, dass plant-based unsere Ernährung sein sollte. Das wird sich auch nicht mehr ändern. Diese Gewissheit haben wir. Und da kommt natürlich dann jetzt auch mit diesem Umweltschutz und auch dem Tierwohlgedanken so die Frage, müssen wir denn immer Tiere töten? Und da kommt dann der Trend Cultured Meat auf. Der ist noch so ein bisschen, möchte ich fast sagen, so teilweise im Bereich der Tin Lissy, was die Automobilindustrie angeht. Da sind noch einige Entwicklungssprünge zu machen.

Cultured Meat, also wenn ich jetzt Fleisch künstlich herstelle, sozusagen in der Retorte, dann ist es ja nicht direkt Fleisch, so wie wir es vom Tier kennen und es unterscheidet sich auch noch im Geschmack und auch in der Zubereitung. Also da sind noch ordentliche Kinderkrankheiten drin. Die ersten Tappversuche sind so gewesen, naja, ich mache mal etwas, das so aussieht wie Fleisch. Das heißt, ich nehme Protein, Immogatoren, Hydroxyzellulose, also Kleister, mach das zusammen und dann wird das noch gefärbt, dann sieht es aus irgendwie rötlich wie Fleisch. Das ist der Weg, den Beyond Meat gegangen ist und die haben ja, wie viele andere dieser Hersteller, einen Hype erlebt auf der einen Seite. Beyond Meat ist aber nie wirtschaftlich damit gewesen. Und Beyond Meat merkt jetzt die Zurückhaltung der Käufer, die zu sagen, Moment, also ich will jetzt kein Protein als Bulette gepresst haben. Ich möchte das schon, die Verbraucher durchschauen das zunehmend mehr. Und deshalb hat jetzt Beyond Meat auch erhebliche wirtschaftliche Schwierigkeiten. Ich rechne nicht damit, dass sie das überleben, wenn sie nicht andere Produktionswege beschreiten. weil die Idee, Kleister, Emulgatoren plus Farbstoff plus Proteinisolat, die, glaube ich, durchschaut jeder mittlerweile.

Und das ist tatsächlich was von gestern. Der Trend geht her zum künstlich hergestelltes Fleisch in Reaktoren. Das ist dann schon fleischähnlicher, aber da erwarte ich auch noch ordentliche Entwicklungssprünge.

Jetzt gibt es ja auch mal zum Beispiel, also was ist mit den Insekten? Es gibt ja Länder, in denen wird das ja schon gegessen. Ja, ja.

Frittierte Heuschrecken oder Skorpione. Genau. Ich weiß jetzt gar nicht genau, wo man sowas isst. Man sieht das manchmal, wenn Leute im Urlaub sind, dann schicken die solche Fotos rum. Ja. Aber da scheint es ja schon Teil der Ernährung zu sein. Bei uns ist es immer ein gewisser Ekelfaktor, weshalb wir das noch nicht auf unserem Speiseplan haben. Das ist eigentlich eine der ältesten Ernährungen. Die Menschen haben vor zwei Millionen Jahren ja angefangen, tierische Produkte zu essen. Da waren Insekten, das waren wir immer. Das waren Käferlarven im Holz. Wenn man Holz aufbricht...

Und das so zwei Jahre da gelegen hat, die Pilze und die Käfer, die zerlegen das Holz zu wahrem Humus und die Käferlarven sind enorm. Wer an so ein Engerling mal denkt, die Maikäferlarve. Ja, das sind riesig. Riesig. Ich habe ein paar gefunden im Garten dieses Jahr. Ja, genau. Oder eine Gelbbrandkäferlarve, das ist ja ein Wasserkäfer, die sind auch ungefähr hier so vier, fünf, sechs Zentimeter. Da ist ordentlich was dran, ordentlich Fleisch dran. Also Menschen haben das schon immer gegessen, Würmer, Käfer und Heuschrecken beispielsweise, wenn sie gerade auch in Massen auftauchen. Das kann man super sammeln und fangen. Das ist das, was Homo sapiens eigentlich mit seinen zwei ungeschickten Händen und seinen kurzen Beinen dann so hingekriegt hat. Aber warum haben wir das aufgehört, wir modernen Menschen? Ja, wir konnten das ja, weil wir haben ja einen Entwicklungsschritt, wir haben Werkzeug verwendet und diese Werkzeugentwicklung führte dann nachher zu Waffen. Und mit diesen Waffen waren wir dann in der Lage, Tiere zu töten und zwar viel größere Tiere. Und das war natürlich von der Effekt. Das ist nicht so mühsam. Genau, du musst dir jetzt nicht hundert Heuschrecken sammeln, sondern du schießt einen Pfeil ab und plötzlich ist die ganze Familie satt.

Das war der Entwicklungsschritt, der unser Menschsein komplett verändert hat. Also jetzt nicht so, wenn wir an Kriege denken, die wir heute ja haben, sondern wenn wir daran denken, dass Menschen in Europa alle Großtiere ausgerottet haben und aufgegessen haben, zusammen mit einer Klimaveränderung, das muss man auch dazu sagen. Aber das hat uns hin zum roten Fleisch gebracht. Und das war zumindest von der Ernährungsphysiologie her kein... Es war zum Überleben toll im Winter, wenn nichts zu essen da war, ja super.

Man darf auch nicht vergessen, dass Homo sapiens in Europa mal kurz vorm Aussterben stand. Man kann sich das kaum vorstellen. Da war die Population deutlich unter 10.000 Menschen gesunken und es war knapp. Aber sie haben es dann geschafft, eben mit Waffen, mit Hilfe von Waffen Tiere zu erlegen, Großtiere zu erlegen. Aber das ist eine Fehlentwicklung, muss man sagen. Ein Irrtum, der das Überleben gesichert hat. Aber fürs langfristige gesunde Essen ist das nicht der Weg, weil wir daraus eben, weil wir jetzt noch nicht mal mehr töten müssen. Wir kaufen es im Supermarkt als 1000-Gramm-Steak und das ist tatsächlich der Irrweg. Aber es ist ja erstaunlich, dass wir so Ekel haben vor Insekten. Aber letztlich sind ja viele Meerestiere, Garnelen, sehen ja gar nicht so anders aus. Und die essen wir völlig ungerührt und grillen die und braten die und lösen die aus, ohne mit der Wimper zu zucken. Also ich jedenfalls, während ich bei Insekten auch noch zurückhalte. Richtig. Ja, also ehrlich gesagt, ja, also meins ist es nicht. Aber Franzosen essen Schnecken und ich, Portugiesen auch, Spanien auch. Auch das ist nicht so meins. Ich bin auch nicht so der Muscheltyp. Alles, was größer ist als eine Miesmuschel, ist mir schon irgendwie zu groß. Ich mag eher das Kleine.

Aber das ist eine Frage einfach der Gewöhnung. Weihnachten ohne Muscheln in der Bretagne, das ist kein Weihnachten. Das muss sein. Und da sind wir halt geprägt. Und in Schleswig-Holstein gehörten Käfer nie so richtig dazu.

Aber es ist so, wir sind davon abgekommen und es ist eigentlich Teil der artgerechten Ernährung. Jetzt kommen wir natürlich dann wieder an Grenzen. Wenn wir sagen, wir wollen für so viele Menschen Käfer oder Larven zur Verfügung stellen, dann haben wir die nachher in Reaktoren. Dann kriegen die Parasiten, dann müssen wir wieder Antibiotika einsetzen. Dann ist es wieder Massentierhaltung. Dann ist es wieder Massentierhaltung. Ja, aber es ist ja nicht immer alles tierisch. Es gibt ja auch, ich habe jetzt gelesen, es gibt neue Lebensmittel wie zum Beispiel Parmesan, der aus Cashew hergestellt wird. Schmeckt das? Ja, also das wird bei Veganern stark gehypt. Das ist als Parmesan-Ersatz. Das kann man machen. Dinge, die neu sind in der Ernährung von Menschen, die unterfallen der Novel Food Verordnung. Der Stichtag war irgendwie 1997, alles was davor auf dem Tisch war, ist okay und alles was neu kam, musste nach der Novel Food Verordnung für den menschlichen Verzehr in Europa zugelassen werden. Darunter fällt auch die vielen bekannte cholesterinsenkende Margarine mit Phytosterin, also mit Pflanzenstoffen, die das Cholesterin senken sollen. Oder auch Chiasamen, Chiaöl, das fällt auch unter die Novel Food Verordnung.

Pflaumenkernöl oder auch Noni-Saft. Was ist das für ein Saft? Noni-Saft ist der Saft einer Maulbeere. Und eine Maulbeerpflanze, also eine Morinda-Pflanze, das ist aus Asien. Solche Dinge, die neu sind, die müssten halt dazugelassen werden. Also jetzt auch Insekten. Wenn du diese vor 1997 nicht im Supermarkt gekauft hast, fallen die unter die Nouvelle Food-Verordnung. Jetzt habe ich auch gelesen, dass man viel mit Pilzen macht. Also ich kenne es hauptsächlich natürlich auch zum Würzen, aber ich glaube, man kann ja auch so diese Myzele irgendwie züchten. Aber was genau stellt man daraus dann her? Genau, und das ist das Interessante dabei. Also Pilze sind ja unheimlich schnell wachsend und sie sind die, die auf der Welt alles Organische zerlegen und zwar in einem rasanten Tempo. Das, was wir als Pilz sehen, über der Erde, ist ja nur der Fruchtständer, der die Spuren verteilt. Und in der Erde ist das Geflecht so gigantisch, weit über viele Meter oder 20 Meter manchmal. Das nennt man das Mycel. Und das sind lauter Pilzfäden. Und wenn man jetzt diesen schnell wachsenden Pilzfäden zur Herstellung von Lebensmitteln benutzen kann, Und das ist tatsächlich jetzt bei verschiedenen Start-ups Thema.

Es gibt auch in Hamburg ein Start-up, das sich damit beschäftigt. Das ist natürlich Novel Food, klar. Das gab es 1997 nicht. Aber darin sehe ich unheimlich viel Potenzial. Weil es ist ein ganz natürliches Lebewesen, ein pflanzliches Lebewesen, was Eiweiß liefert, schnell wächst und was wir auch in der Herstellung nicht so viel Chemikalien aussetzen müssen. Und jetzt aus Pilzhüfen hergestellte... Burger, das kann ich mir super gut vorstellen. Es ist ja eine vegetarische Ernährung. Aber schmeckt es nicht immer nach Pilz dann trotzdem? Ja, das kommt drauf an, welche Pilze nehme ich. Das muss man ja eben genau erforschen. Ja gut, es gibt ja sowas wie Kräuterseitlinge, die haben ja nicht so diesen super starken Pilzgeschmack zum Beispiel. Genau.

Während Steinpilze einen sehr starken Pilzgeschmack haben. Ja, die haben... Pfifferlinge oder auch Champignons sogar. Genau, man wird sehen, wie ist der Eigengeschmack, wie kann ich das dann würzen. Aber darin sehe ich eine natürliche Art und Weise Fleischersatz. Ich spreche nicht so gern vom Fleischersatz, weil man muss nicht unbedingt Fleisch essen. Wir haben uns ja mal auf Alternativen geeinigt. Wir haben ja auch schon eine Folge dazu aufgenommen, zu Fleischalternativen. Richtig, das wäre eine tolle Fleischalternative und darin sehe ich noch mehr als bei der Herstellung von Fleisch in der Retorte aus dem 3D-Drucker, was auch immer, sehe ich darin eine sehr natürliche, pflanzliche, super gesunde Alternative. Da wünsche ich diesen Startups viel, viel Glück und ich habe auch bei der Handelskammer in Hamburg im letzten Jahr eine Vertreterin von so einem Startup gesehen, fand ich alles ganz toll. Ich glaube, das wird was. Was glaubst du, wie lange es dauern wird, bis wir dann doch diesen Fleisch- und Fischersatz sozusagen oder Alternative aus dieser Zellenzüchtung im Supermarkt kaufen und zwar regelhaft? Ja, das glaube ich, da gehen noch ein paar Jahre ins Land, weil das ist auch noch eine Frage der Kosten. Derzeit ist es noch sehr kostenintensiv, sehr aufwendig. Das muss auch schmecken, die Brateigenschaften sind dann anders bei diesem Retortenfleisch.

Geschmacklich ist es auch noch nicht so ganz. Da glaube ich, braucht das noch ein paar Jahre. Ich glaube, wir brauchen überhaupt noch ein paar Jahre. Aber wenigstens ist der Wunsch ja da, der Bevölkerung tierisches Fleisch zu reduzieren und auch uns Alternativen auszudenken. Jetzt hast du gerade den 3D-Drucker erwähnt und das ist mir bei meinen Recherchen auch begegnet. Wie weit kann ich den 3D-Drucker benutzen, um Lebensmittel herzustellen? Also, dass ich eine Nudel rauspressen kann, das kann ich mir noch vorstellen, aber das ist jetzt auch nicht sehr innovativ, weil da kann jede andere Maschine auch, also jede Nudelmaschine. Aber wofür brauche ich denn einen 3D-Drucker bei der Lebensmittelherstellung? Noch ist es so, dass diese 3D-Drucker-Fleisch-Alternativen aus Proteinisolaten hergestellt werden. Und damit rangiert es in dem Bereich von Proteinisolaten, die mit Zusatzstoffen in eine Form gepresst werden müssen. Das finde ich, also wenn du jetzt diese...

Diese Rekombination von Proteinisolaten zu einem fleischähnlichen Batzen meinst, ist, finde ich, das ist noch Stunde Null und das wird, glaube ich, so auf Dauer keine Zukunft haben. Und das ist ja auch genau das Problem, was Beyond Meat hat, weil die Leute wollen das nicht. Also erstmal kommt es darauf an, wie das im Restaurant präsentiert wird. Es gibt Restaurants, die machen das so, die stellen das sogar vor Ort her. Da wird aus den Einzelbestandteilen dann halt ein Fleischersatz hergestellt. Aber ein Lebensmittel ist mehr als die Addition von Eiweiß, Zusatzstoffen, Immulgatoren. Ich möchte nicht nur Proteine essen. Jedes Lebensmittel enthält also tausende von Einzelsubstanzen, die entgehen mir da. Das glaube ich ist ein Irrweg.

Jetzt haben wir ja schon den Trend zu sehr individualisierter Ernährungsweise, aber wie sehr wird denn der Trend zum individualisierten Lebensmittel, also auf die Personen zugeschnittenen, was auch immer, ich weiß es auch nicht, was man noch alles… Ja, also das ist tatsächlich Gegenstand ganz intensiver Forschung, weil wir alle unterscheiden uns durch unsere Gene, aber auch durch die epigenetische Abschaltung und Anschaltung von Genen, die sind in deiner Jugend oder in deiner Zeit im Mutterleib aktiviert oder deaktiviert worden, auch durch das Leben. Durch dein Geschlecht, durch besondere Krankheiten und viele andere, auch die Art und Weise des Lebens, machst du Sport oder machst du keinen, ist sozusagen jeder Bedarf sehr, sehr, sehr stark unterschiedlich. Und das forscht man intensiv, auch da mit Einsatz künstlicher Intelligenz eine sehr, sehr viel weiter runtergebrochene individuelle Ernährungsempfehlung zu geben. Wenn wir uns jetzt die Ernährungsempfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung angucken, dann stoßen wir schon mal an die Grenzen, dass wir sagen, die sind gemacht für nicht zu alte Deutsche.

Erstens sind die Deutschen alle alt und die sind krank. Und dadurch haben sie schon wieder anderen Bedürfnisse und das bricht derzeit die ernährungsmedizinische Praxis runter und macht eine individuelle Ernährungsberatung. Das ist halt noch ein Face-to-Face-Prozess. Das wird später besser funktionieren. Ein erster Ansatz, und deshalb haben wir die MyFoodDoctor-App ja auch gemacht, ist die MyFoodDoctor-App, dass du dein Leben da eingibst, deine Art und Weise der Ernährung und die App checkt im Sinne einer personalisierten Ernährung, was gut für dich ist. Und das, was da rauskommt, gilt für dich, nicht für deinen Mann und auch nicht für mich. Das ist schon, sage ich mal, die Frühphase der personalisierten Ernährung, indem sie eine Analyse macht und dann Empfehlungen gibt. Das ist der Anfang. Wir haben das jetzt im nächsten Schritt auch nochmal mit Kochboxen kombiniert, die dann auf bestimmte Krankheiten auch noch Rücksicht nehmen, also quasi der Einkauf, wir kooperieren damit, es gibt eine Firma in Deutschland, die bietet das an, Laktoseintoleranz, Diabetes, das kann man alles bei der Kochbox-Auswahl bestätigen, das macht die Firma Wilder.

Geht in die Richtung, das ist aber noch weit davon entfernt, wo wir hinkommen werden mit der aktuellen Forschung. Da würde zum Beispiel auch die Zusammensetzung deiner Darmflora eine Rolle spielen. Die Darmflora spielt, was die Bedürfnisse der Ernährung und der Lebensweise angeht, eine ganz große Rolle. Das heißt, man muss eigentlich eine Darmflora-Analyse machen, da muss man genetisch bei dir untersuchen, gucken, epigenetisch und so weiter. Und das ist ein Füllhorn an zukünftigem Potenzial. Ich bin mega gespannt. Diese individualisierte Ernährungsberatung oder Ernährungsanpassung, diese Maßschneiderung, das wird der Hammer.

Also, dass wir das noch erleben? Ja, das werden wir noch erleben. Ja? Ja, das werden wir noch erleben. Es geht halt alles sowieso sehr rasant und die Entwicklung geht ja immer schneller in einen. Genau, aber derzeit, haben wir noch das Problem, wir wissen noch gar nicht so genau, wie bewerten wir Stuhlanalysen. Das ist noch das Problem. Aber wir werden... Es ist halt wie mit einem Prototyp beim Auto. Am Anfang mussten wir vorne kurbeln. So wird es bald sein. Da müssen wir noch vorne kurbeln. Aber das wird irgendwann noch viel besser gehen. Und ich glaube auch, dass wir in einer wahnsinnig rasanten Entwicklung mit der künstlichen Lebensgib, die auch in der Forschung große Dienste leistet. Und ich bin gespannt. Wir werden es noch erleben. Okay. Wenn ich es erlebe, erlebst du es erst recht. Ja, werden wir schauen. Aber nicht alles, was die KI so mit sich bringt, finde ich ja irgendwie vertrauenserweckend. Aber ich hoffe, dass das vom Menschen dann alles überprüft wird. Wir müssen das, wenn man das wissenschaftlich einsetzt und nutzt beispielsweise, wird es in den richtigen Händen, das ist halt wie immer, in den richtigen Händen wird es gut. Okay.

Gut. Also bis dahin versuchen wir so viel Gemüse wie möglich in unseren Essensalltag einzubauen und unseren Fleischkonsum zu reduzieren, was einfach wirklich fast alle inzwischen machen. Also ich spreche mit so vielen Leuten, die sagen immer, ja, also selber, ich esse schon noch Fleisch, aber zu Hause Fleisch kochen, das mache ich eigentlich fast nicht mehr. Ich war gerade wieder mit meiner Wandergruppe unterwegs und alle sagen, ja, eigentlich außer Fleisch essen wir wirklich wenig. Aber jeder sagt, okay, die Weihnachtsgranz, die darf bleiben, aber sonst bis dahin muss es nicht viel Fleisch sein. Und ich stelle das auch fest, dass wir einfach viele, wir haben ja auch hier viele Rezepte, die kein Fleisch enthalten. Ja. Und die sind wunderbar. Ja, na klar. Es ist auch immer weniger Schweinkram, wenn man ohne Fleisch kocht, weil das muss man immer irgendwie anbraten. Ja, ja. Und die Wertschätzung ist so. Während früher dann, also im Restaurant gab es, gibt es ja immer noch.

Teilweise in Hamburg so eine Riesenscholle. Ja, die Scholle hat nun mal ihre Größe. Ja, ihre Größe, das stimmt. Aber man könnte sie teilen, aber ich teile es mit meiner Frau immer, aber wenn man mal Schnitzel bestellt, dann habe ich das Gefühl, man hat zwei bestellt. Ja, aber da kannst du ja eins mit nach Hause nehmen und das Schnitzelbrot essen. Das finde ich auch, man muss nicht immer alles aufessen. Aber ich nehme die Sachen immer mit. Das ist mir immer wichtig. Und es ist mir egal, ob das ein teures oder preiswertes Restaurant ist. Es ist mir egal, es guckt auch gar keiner blöd. Nein, es wird verstanden. Ich glaube, ältere Leute, die sagen manchmal, ach, meinst du, das kann man dann machen? Also ältere im Sinne von Alter meiner Eltern oder Schwiegereltern, denen das immer eher ein bisschen peinlicher war früher. Ich fand das noch nie peinlich. Ich frage nach entweder, na gut, ich habe selten was mit. Ich weiß ja vorher auch nicht, was ich bestelle. Aber inzwischen gibt es dann auch so Pappschalen. Es ist nicht mehr alles im fiesen Plastik. Und dann packt man sich das halt ein. Ja, genau. Zero Waste. Ja, gut, ich habe ein bisschen Pappe am Ende. Aber ich schmeiße zumindest nicht mein Essen weg. Und ich stopfe es nicht in mich rein, bis es mir schlecht ist. Weil das verleidet einem Essen dann so im Nachhinein, finde ich, wenn man sich zu voll stoppt. Da nochmal ein Tipp vielleicht, wer also sein Essen mitbekommt. Manche Restaurants geben Aluminiumschalen mit. Salziges und Saures übernimmt Aluminium aus der Schale. Wenn ihr zu Hause seid, raus.

Das Gleiche gilt übrigens auch für die Pappschalen. Ich bin da sehr skeptisch. Stizepappschalen sind ja wasserdicht gemacht. Ja, das ist so leicht beschichtet. Und wie beschichtet. Genau. Ich bin mir da immer nicht sicher, ob da nicht PFAS-ähnliche Substanzen angewendet werden. Auch bei den To-Go-Bechern, ich versuche, die tatsächlich zu meiden. Also auch da würde ich es dann rausholen und entsorgen. Also das ist immer noch so. Aber da lernen wir ja alle dazu. Leute, warum nehmen wir nicht nur Pappe? Also gut, wenn da jetzt was Suppiges drin ist. Aber es gibt manche, die suppen durch. Das sind die guten, oder? Die muss man sowieso umfüllen und schauen, dass er nicht irgendwie gleich auf dem Weg nach Hause alles durchsucht. Das willst du nicht in der Handtasche haben. Aber das gibt es auch. Dann sind das die guten Schalten. Ja, das stimmt. Das sind die guten Schalten. Ja, genau. Okay, herzlichen Dank. Matthias, hast du uns denn wieder eine Studie mitgebracht?

Die aktuelle Studie und was der Ernährungsdoktor von Held. Ja, unbedingt. Auch da wieder habe ich, ich kann mich immer so schlafen, aber jetzt habe ich hier was. Ja, genau. Übrigens, mir ist bei der Studiendurchsicht, das ist was ganz Aktuelles und zwar geht es hier um eine Studie, die ist in Ophthalmology erschienen, jetzt 2025. 25 und da haben die Kollegen festgestellt, ich mache das mal ganz kurz, um da nicht zu viel tief, also Augenheilkunde Zeitschrift, Überschrift, Vitamin D-Mangel bedeutet höheres Risiko für Katarakt. Was ist ein Katarakt? Ein Katarakt ist die Trübung der Linse und viele Menschen ab 50, 60 müssen eine Linse entfernt bekommen und kriegen eine Kunstlinse eingepflanzt.

Und man kann diese Linsentrübung auch bekommen, wenn man in der Jugend eins aufs Auge bekommen hat. Deshalb ist das kein Kavaliersdelikt, jemandem mit der Faust aufs Auge zu schlagen, auch wenn das Auge drumherum blau wird. Der Mensch, den man mal aufs Auge geschlagen hat, hat im Alter später ein höheres Risiko für eine Linsentrübung. Das wird halt immer bei so Körperverletzungen mal gar nicht so richtig beachtet. Das ist ein Langzeitschaden, den man dadurch kriegt. Aber wir wissen auch, dass UV-Strahlung die Linse trübt. Und wir wissen auch, dass Vitamin C die Linsentrübung aufhält, aber nicht die Vitamin-C-Tablette, sondern Vitamin C in Lebensmitteln. Und neu ist jetzt ein ganz klarer Zusammenhang, da hat man über eine Million Daten von Patienten untersucht und hat festgestellt, dass wenn die Menschen einen niedrigen Vitamin-D-Spiegel haben, was übrigens ich sehe bei 50 Prozent meiner Patienten, einen sehr niedrigen Spiegel. Da haben wir nochmal 20, 30 Prozent einen niedrigen. Und beim sehr niedrigen hat man ein 12 Prozent höheres Risiko für Katarakt. Das ist jetzt nur ein Risiko, aber es zeigt, dass die Augenheilkunde sehr wach ist. Und da kommt in letzter Zeit sehr viel. Da hatten wir ja auch die Studie Omega-3-Fettsäuren gegen die Entstehung von Kurzsichtigkeit bei Kindern.

Und Vitamin C, das wissen wir schon länger, in Lebensmitteln verlangsamt die graue Star-Entwicklung. Und jetzt ist es auch noch Vitamin D. Und das ist auch nochmal ein Argument, was man beachten sollte, den Vitamin-D-Spiegel zu messen. Und jetzt im Herbst ist die beste Zeit, den Vitamin-D-Spiegel zu messen. Warum? Weil wir nämlich den sonnenreichen Sommer hatten. Und wer Ende des Sommers im Mangel ist, der ist immer im Mangel.

So sonnenreich war unser Sommer auch nicht. Und jetzt haben wir schon irgendwie Spätherbst oder sozusagen schon Winter. Da sind wir alle im Vitamin-D-Mangel, oder? Ja, Ende des Winters sind wir dann alle im D-Mangel. Also die viele in Vitamin D, nicht alle, aber zumindest sollte man zum Ende des, also zum Anfang des Winters einmal gucken, wie ist mein Spiegel. Wenn ich da niedrig bin, dann brauche ich eigentlich ganzjährig eine Subplementierung und wenn ich da gut bin, dann würde ich Ende des Winters nochmal messen, um zu gucken, habe ich den Winter gut überstanden ohne Vitamin D-Mangel. Und dann braucht man es eventuell nur von O bis Ostern, das ist von wie die Winterreifen, Oktober bis Ostern. Also überhaupt bin ich jetzt auch bei der Studie eben auch darauf gestoßen, auf weitere Effekte von Vitamin D. Ich glaube, wir müssen irgendwann mal wieder zum Beginn des Frühlings ein Vitamin D-Update geben, weil es da noch neue Forschung gab. Übrigens betrifft dieser Effekt stärker jüngere Erwachsene als ältere. Also ältere, jüngere sind noch empfindlicher, bei denen war der Effekt noch viel größer.

Da war also diejenigen unter 50 Jahren mit schwerem Vitamin-D-Mangel, hatten sogar ein um fast 30 Prozent höheres Risiko an einem grauen Staat zu erkranken, mit einem schweren Vitamin-D-Mangel.

Also gerade für die jungen Menschen unter 50 ist das besonders wichtig, da mal nachzugucken. Ja, herzlichen Dank. Ja, und das kriegen wir eben meistens eben, klar, Eier, Milch, Fisch, da ist Vitamin D drin, aber wir müssen so viel Fisch essen, so viel Eier, so viel Milch. Da fischen wir die ganzen Welt, wir sind leer und haben immer noch nicht genug Vitamin D. Wir brauchen die Sonne. Ja, okay. Sprechstunde beim Ernährungs-Doc.

Dann kommt jetzt erstmal die Frage von Sabrina dran. Sabrina schreibt, ich trinke selten Alkohol, aber habe ab und zu mal Lust auf ein Weißbier. Ich bin schon seit längerem auf alkoholfrei umgestiegen und trinke nun nur noch alkoholfrei 0,0 Promille. Wie schlecht ist es im Verhältnis zu anderen Getränken bzw. wie ist es einzuordnen? Soll ich noch, es kommt noch eine Nachsatz sozusagen. Es gibt gerade einen großen Hype um fermentierte Lebensmittel und auch selbstgemachte Getränke wie Wasserkäfer, Kombucha oder Gingerbier. Sind diese Limos auch positiv, beziehungsweise überwegt der positive Nutzen oder sind sie doch eher zu vermeiden aufgrund des Zuckers? Und sind alle drei Getränke gleich schlecht oder gut? Also Kombucha, Wasser, Kefir oder Gingerbeer, das kann eine Bereicherung sein, weil sie lebende Mikroorganismen enthalten. Das kann man auch trinken.

Wird Zucker zugesetzt, aber das wird in der Zweitfermentation ja auch abgearbeitet von den Bakterien. Es lohnt sich aber immer, bei allem, was hergestellt wird, auf die Zutatenliste zu gucken, damit man keine Überraschung erlebt und denkt, das ist gesund und ist es das nicht. Man darf nicht vergessen, dass das Hauptziel der Lebensmittelindustrie ist, nicht uns gesund zu erhalten, sondern Umsatz zu machen, was ich niemandem vorwerfe. Aber man muss halt da schon selber aktiv sein als Verbraucher. Und alkoholfreies 0,0 Bier, ja genau, so mache ich das auch. Wenn ich Bier trinke, trinke ich immer 0,0. und das hat bestimmte gesundheitliche Effekte, abgesehen davon, dass es Energie enthält, also wer das Problem mit dem Gewicht hat, nicht zu viel, nicht zu häufig, aber es ist in Ordnung, da können wir einen Haken dran machen. Okay, so dann haben wir eine sehr lange Frage oder mehrere Fragen von Julia, wobei das Themen sind, die glaube ich viele Leute interessieren könnten und deshalb fange ich jetzt einfach mal an. Also Julia hat eine kleine Tochter, Sie und ihr Mann arbeiten beide viel, sodass nicht immer viel Zeit fürs Kochen bleibt, schreibt sie. Und sie hat es deshalb schon mehrfach mit dem klassischen Mealprepping versucht.

Und schreibt, allerdings schaffe ich es einfach nicht, an einem oder zwei Tagen in der Woche alle Gerichte vorzukochen. Das ist auch okay, ich habe mich damit abgefunden und bin mittlerweile auch der Meinung, dass es gar nicht erforderlich ist, wenn ich bestimmte Zutaten, die länger in der Vorbereitung brauchen, schon vorbereitet im Kühlschrank habe, zum Beispiel wenn Gemüse schon geschält oder gewaschen oder sogar geschnitten ist. Aber sie ist doch ein bisschen unsicher und sagt, einfrieren tut sie es ungern, weil sie lieber frisches Gemüse verkocht als aufgetautes. Aber welches Gemüse kann man roh und in welchem Zustand und wie lange wie aufbewahren? Und welches sollte man lieber gekocht aufbewahren und welches immer frisch zubereiten? Also das ist die Frage nach Umgang mit Lebensmitteln, gerade bei der Vorverarbeitung, also Mealprep. Das ist gut, weil da gibt es tatsächlich Wissen. Ich will das mal so ein bisschen strukturiert angehen. Also Grundprinzipien beim Vorbereiten von Obst und Gemüse ist, dass die Nährstoffverluste durch Licht und Luft, also auch UV-Strahlung, entstehen. Das heißt, Gemüse immer kühl, weg, dunkel und kühl lagern.

Waschen erst lieber kurz vorm Verzehr, weil Feuchtigkeit im Gemüse Schimmelbildung fördert. Das ist wichtig. Und es sei denn, man hat jetzt Obst, das man gründlich abtrocknet. Wenn es dann wieder total trocknet, ist das in Ordnung. Wenn ich schäle, dann luftdicht verschließen und auch kühl lagern, weil dann oxidieren die Lebensmittel schnell. Da sieht es auch bei Äpfeln, das geht ja ganz rasant. Bei Gemüse ist so, Gemüse ist gut vorbereitbar und das hält roh etliche Tage, gerade in modernen Kühlschränken, wie zum Beispiel für Karotten, Sellerie oder Pastinake. Das kann man in Sticks und Würfel schneiden. Und das ist dann, wenn es wirklich mit Wasser bedeckt ist, in einem luftdichten Glas beispielsweise, ist es drei bis vier Tage haltbar. Also im Wasser versenken sozusagen? Ja, im Wasserbad sozusagen. Okay, da kann es auch nicht schimmeln. Nein, da kann es nicht schimmeln. Dann bleibt es auch knackig, verliert keine Flüssigkeit. Das kann man geschickterweise machen, drei, vier Tage. Das ist schon viel. Paprika geschnitten, sagen drei Tage. Zwei, drei Tage, sonst verliert es das Aroma, dann wird es langweilig, das Paprika. Brokkoli, Blumenkohl, also wenn man das jetzt in Röschen verteilt, wäscht, gut verteilen, jetzt in Leinenläppchen legen, dass das also gut luftig da liegt, dann schimmelt es auch nicht.

Und auch Lauch, Porri, also Zwiebelgewächse lassen sich drei bis vier Tage im Kühlschrank sogar vorbereitet, wenn man es luftdicht verpackt, geschnitten aufbewahren. Ich brauche aber schon einen großen Kühlschrank, wenn ich das alles so vorbereiten. Also das spricht für mich gegen dieses Vorschnippeln. Ja, weil du musst jetzt auch genau bedenken, das zwei, drei Tage, das vier Tage und das im Wasserbad, das nicht. Also jetzt zum Beispiel das gilt nicht, dieses mittelmäßig vorbereitbar, das war jetzt was gut vorbereitbar, so Karotten, Kohlrabi, die Kohlsachen so. Was nicht gut vorbereitbar ist, Zucchini, Gurke, Tomaten, Aubergini, Kartoffeln, das hat nur eine ganz kurze Zeit. Das wird einfach mulchig. Ja, das verliert an Aroma.

Und Kartoffeln müsste man geschält sowieso in Wasser legen mit dem Spritzer Zitrone. Sonst wird es warm. Und dann ist es auch nur ein, zwei Tage. Dann schäle ich es mal gerade schnell. Ja, ich kann das verstehen, gerade wenn man viel arbeitet und auch noch sich um ein Kind kümmern muss, dass das einfach schon aufwendig ist. Aber das alles vorzubereiten, kostet ja an anderer Stelle wieder viel Zeit. Ja, also es gibt auch Vakuumier-Behälter für Gemüse. Das jetzt für die Profis, ich habe es nicht. Ja, aber dann habe ich wieder ganz viel Plastik da rum, um das zu verraten. Ja, es gibt auch wiederverwendbare. Ach so, okay, gut, da bin ich nicht so firm. Plastik gibt es auch. Gut, Julia, also im Zweifel dann doch mal frisch schnippeln und dann wenn es, ja genau. Und beim Obst ist es wahrscheinlich so ähnlich, kann ich waschen und dann trocknen und dann in den Kühlschrank. Genau, das ist in Ordnung. Das ist meine Erfahrung. Ja.

Dann hat Julia noch eine Frage zu ihrem Mann, der ist 36 und bei einer Darmspiegelung, die er wegen Beschwerden vor ein paar Jahren hat machen lassen, wurde ein nicht bösartiger Polyp gefunden und eine leichte Vorstufe von Morbus Crohn. Dann hat er mehrere Jahre keine Beschwerden und die Internisten bestehen aber auch nach einer Kontrolldarmspiegelung weiterhin auf der Diagnose Morbus Crohn in leichter Form. Kann es sein, dass diese Erkrankung vorliegt und mein Mann aber nach eigener Aussage beschwerdefrei ist? Ja. Ja? Ja, unbedingt. Also Entzündungen, Autoimmunerkrankungen machen nicht immer Beschwerden, wenn sie auf kleiner Flamme laufen. Dann hat man vielleicht mal so ein bisschen Bauchschmerzen. Das hat ja jeder mal.

Diese Autoimmunentzündungen des Darms, die machen einen fertig, wenn sie hochflammig sind und mit starker Entzündung, dann ist es nicht mehr zu übersehen. Dann hat man Blut im Stuhl, Durchfall, geht es dem Patienten dreckig. Das wäre von da bis ich merke gar nichts, habe aber trotzdem eine Entzündung im Körper, gibt es das alles. Und deshalb darf man niemals sagen, gerade bei Magen- und Darmerkrankungen, ich merke ja nichts, dann habe ich es auch nicht. Nein, es ist falsch. Gut, dann die Ärzte haben ja was festgestellt, dann kann er darauf vertrauen. Ja, das hat er. Er hat ganz sicher Morbus Crohn, auch wenn er nichts merkt. Er kann dankbar sein, dass er auf kleiner Flamme läuft. Trotzdem, und das ist ganz wichtig, zur Ernährungsberatung, weil hier geht es... Zwei verschiedene Prinzipien bei Autoimmun-Darmerkrankungen. Entweder das Management in der akuten Phase, wenn es jetzt alles brennt. Da gibt es eine ganz andere, wirklich eine schonende Ernährungsberatung. Und später dann, wenn man in der Remission ist, wie wir sagen, also in der geringen Inflammation oder vielleicht sogar Ausheilung, das ist die Komplettremission. Aber trotzdem geht es darum, die zu erhalten. Also die Erhaltungsernährung. Und da gibt es unheimlich viele, die zwei Phasen gibt es. und da gibt es unheimlich viele Empfehlungen. Zum Beispiel haben die Gesellschaften für Gastroenterologie auch gerade gesagt, bitte keine Zusatzstoffe wie Emulgatoren.

Emulgatoren verstärken die Durchlässigkeit im Darm, können Autoimmunerkrankungen fördern und deshalb ist das Gift. Also ich erinnere mich in dem Zusammenhang eben auch an Patienten, die mal eben im Schnellimbiss waren, im Drive-in und am nächsten Tag hatten sie blutigen Durchfall. Das ist jetzt ganz klassisch. Und das hängt einfach mit hochverarbeiteten Lebensmitteln zusammen. Deshalb würde ich ihr raten, Julia, unbedingt, schick deinen Mann, alleine macht er das nicht, die meisten Männer, wenn sie nichts spüren, dann muss man sich, schick deinen Mann zur Ernährungsberatung, Schwerpunkt Praxis Ernährungsmedizin, BDE, MDE, und fragt, ob die Erfahrungen mit Morbus Crohn haben. Und dann kriegt er eine erhaltende Beratung und die gewährleistet vielleicht, Dass das bisschen, was er hat, ganz weggeht und er es nie wieder bekommt. Er heilbar sein könnte. Also die Frage, er isst gerne scharf, sollte er das weglassen? Nö, also jetzt in der akuten Phase wird man es weglassen. Also da wird nicht so viel an Einschränkungen vorauskommen, wie sie jetzt fürchtet vielleicht. Oder wie ihr Mann dann fürchtet. Hinbringen, abliefern, das muss er einmal hören. Und weil Julia schon einen Lauf hat, auch hat sie noch eine Frage zu ihrer kleinen Tochter.

Die hat seit ein paar Monaten leichte Hautausschläge und es wurde eine leichte Form der Dermatitis diagnostiziert, die sich aber verwachsen soll, sagen die Ärzte. Und Julia sagt, sie hat aber an manchen Stellen leicht buckelige Haut mit Rötungen und manchmal größere Flecken. Und jetzt hat eine Kinderhautärztin sechs Cremes verschrieben und gesagt, nee, das kommt alles nicht vom Essen. Sie selbst hatte aber irgendwie lange eine recht schlimme Neurodermitis und auch hat laut Allergieausweis diverse Allergien auf Pollen und ihre Tochter hat sie sechs Monate lang ausschließlich gestillt und dann nach Plan Beikost eingeführt. Und jetzt, weil die Kleine halt drei blöde fand, hat sie halt recht schnell angefangen mit Brot und Käse und so weiter und isst mittlerweile die Familienkost, die normal gewürzt ist, aber nicht gesalzen. Und isst gerne Porridge, Roggenbrot mit Frischkäse, Joghurt, Obst, Gurkenudeln und so. Und sie würde halt gerne wissen, gibt es einen Zusammenhang zwischen der Haut ihrer Tochter und der Ernährung? Ja, unbedingt. Das, was die Kinderhautärztin gesagt hat, ist entweder missverständlich oder falsch. Ganz klar geht es bei der Ernährungstherapie flankierend bei der Neurodermitis darum, a. antientzündlich zu essen, b.

Trigger herauszubekommen, also Dinge herauszubekommen. Und das ist ja bei einer allergischen Persönlichkeit ja sehr wahrscheinlich, dass sie bestimmte Lebensmittel hat, die bei ihr das aufblühen lassen. Das muss man herauskriegen durch die Ernährungstherapie. Das kriegt man auch raus. Und dann lässt man die weg. Wenn man die Auslöser weglässt, wird es schon mal viel besser. Antientzündliche Ernährung macht es noch mal besser. Mehr Omega-3-Fettsäuren. Und man weiß, Julia hat ja alles richtig gemacht. Früher hat man bei Kindern von Allergikern gesagt, sagt, oh Gott, die Allergenen, Essens, Lebensmittel weglassen, macht man nicht mehr. Man reduziert nicht das Allergene im Essen, sondern gibt den Kindern alles. Aber was man macht, man cremt solche Kinder von Allergikern ganz besonders gut und regelmäßig ein, dass die Haut nie trocken wird. Das soll man tun, weil trockene Haut kippt gerne in die Neurodermitis rein Und auf die Frage, ist Neurodermitis durch Ernährung in die Remission oder Heilung zu bringen, kann ich ganz klar sagen, ja. Auch da eben einfach, also jetzt hat sie schon zwei Aufgaben, den Mann zur Ernährungstherapie und die Tochter gleich mit. Das sind zwei verschiedene Fälle, aber diese Fälle haben Parallelitäten, nämlich anti-entzündliche Ernährung für den Mann, aber auch für die Tochter. Und das kann man auch tatsächlich flankierend behandeln mit Ernährungstherapie. Unbedingt.

Dann noch eine Frage von Andrea. Und zwar würde sie gerne wissen, was du von den Produkten Sun von Minimil hältst. Und zwar eine Freundin von dir vergöttert diese Ernährung geradezu, schreibt sie und erklärt, sie beständen nur aus natürlichen Nährstoffen und ihre Leberwerte seien seitdem wieder top. Und Andrea glaubt aber, das ist ein hochverarbeitetes Lebensmittel und möchte gerne deine Meinung dazu hören. Genau. Andrea, du hast völlig recht. Es ist ein hochverarbeitetes Lebensmittel. Da werden Einzelsubstanzen zusammengefügt. Man muss sagen, es ist schon ein besseres, hochverarbeitetes Lebensmittel als der Schnitt.

Insofern ist es ein weniger Besteuer. Schlimmes, hochverarbeitetes Lebensmittel. Was ist denn das überhaupt? Dort werden Einzelsubstanzen, also jetzt Proteine und Pflanzenstoffe zusammengefügt. Es ist quasi eine Astronautenkost, die man dann isst und im Beutelchen bekommt, getrocknet oder wie auch immer. Und dies ist ein kompletter Mahlzeitenersatz. Eigentlich ist es eine Formula-Diät wobei der Hersteller sagt, ich check das auf Schadstoffe es ist Bio, das ist schon höherer Anspruch, das muss man sagen ja, das ist schon der richtige Weg, wo leider muss ich dann sagen, es ist glaube ich eine österreichische Firma, ich bin mir nicht ganz sicher, und es ist und bleibt ein hochverarbeitetes Lebensmittel warum sich die.

Leberwerte verbessert haben, kann ich dir sagen, weil die normale Ernährung ausgesetzt wurde. Wenn ich diese bilanzierten Astronautenkosttütchen esse, dann habe ich da ganz bestimmt weniger Zucker aus Süßigkeiten, weniger Fruchtzucker. Ich habe einfach eine gesündere Ernährung dadurch, ja. Und dann wird die Fettleber besser, ja. Das wird sie bei einer normalen Formel der Ernährung auch, bei der der Eiweißanteil Kohlenhydrate bilanziert ist. Aber soll das jetzt dauerhaft so werden? Und die Argumentation von solchen Firmen ist ja auch immer, ja, unsere Lebensmittel enthalten ja nicht mehr alles das, was sie mal enthalten haben. Stimmt. Aber die Antwort ist dann nicht, kauft meine Produkte, sondern die Antwort ist, esst mehr von diesen Lebensmitteln, die leider etwas gehaltloser geworden sind. Das wäre also eher ein Grund, nicht nur 400 oder 500 Gramm Gemüse zu essen, sondern 50 mehr. Da können wir es mit ausgleichen. Aber nicht zu hochverarbeiteten Lebensmitteln greifen. Wobei ich dazu sagen muss.

Und ist schon seriöser, aber hochverarbeitet. Vielen Dank. Also ich muss euch ja nicht mehr auffordern, eure Fragen zu schicken, weil ihr macht es ohnehin. Wenn ihr aber was loswerden wollt, an elisabeth.jessen.funkgemedien.de. Ich sammle die Fragen und suche für jede Folge welche raus. Und es kommt nicht jede dran, leider, aber ich bemühe mich, so viele wie möglich aufzunehmen. Und schicke sie immer Matthias, damit er sie beantworten kann.

Jetzt freue ich mich wieder auf ein schönes Rezept. Was haben wir heute? Also passend was zu dem Foodtrend Plant Based. Und ich weiß ja, dass der Übergang von Plant Based manchen ein bisschen schwerer fällt. Und für die Fraktion habe ich hier aus dem Glucose Masterplan, also wer seine Blutzuckerwerte im Griff hat, hat Entzündung leichter im Griff, hat Gewicht leichter im Griff, Diabetesrisiko und vieles andere mehr. Deshalb ist das ein einfacher Weg. Also aus dem Glucose-Masterplan habe ich ein Gericht rausgesucht. Und zwar ein optimiertes Gericht Sesamschnitzel mit China-Cholzlau.

Hier habe ich als Konzession an die Fleischfraktion hier noch einen Hühnerschnitzel. Ganz dünn gehauen, dünn geschnitten, damit wir nicht so viel Schnitzel verbrauchen. Mit dabei, aber mit anti-entzündlichen Sesamkörnern in der Panade, ganz toll. Also eine optimierte New Age- Panade, also New Nutrition-Panade, Kohl, ja, und wir sehen hier, das ist eine kohlenhydratarme Ernährung mit Kohl als Eiweiß, Ballaststofflieferant und anti-entzündlich sowieso. Kohl ist eigentlich etwas, was man ständig mehrfach die Woche essen sollte. Also immer so, wenn man mal so sein Essen checkt, würde ich immer sagen, habe ich diese Woche schon Hülsenfrüchte? Nee, dann.

Kohl gegessen? Nee, dann. Das sind die Top-Lieferanten gesunder Ernährung. Wie gefällt dir das? Das gefällt mir sehr gut. Vor allem, weil ich dieses Kinakohl-Slaw-Rezept sehr schön finde. Ich kenne Kinakohl, das gab es in meiner Kindheit immer noch und Jugend, weil wir hatten dann, da gab es keinen grünen Salat im Winter. Also ich bin ja in Österreich aufgewachsen und da gab es Grünsalat. Den hat man dann für Heiligabend gekauft. Ansonsten gab es Kinakohl und sonst Kraut, also so einen normalen Krautsalat aus halt, wie heißt das hier, Rotkohl, in Österreich heißt es Blaukraut. Das wurde dann auch als Salat gegessen und Kinakohl. Und das ist mal eine Variante, die mir sehr gut gefällt hier mit Frühlingszwiebeln und was ist da drin? Karotte, ja, schönes Buttermilchdressing, das gefällt mir sehr gut. Ja, also auch einfach zu machen und leicht zu machen. Ja, genau. Und schmeckt zu vielem als Salat. Genau, kann man alle in der Femming mit abholen. Wer jetzt kein Fleisch haben will, der macht einfach einen Sellerie-Schnitzel, der paniert einen Sellerie-Schnitzel. Finde ich übrigens auch toll. Sellerie-Schnitzel bin ich auch ein großer Fan von. Ich bin ein großer Fan von Blumenkohl, von geröstetem Blumenkohl. Oder so. Kann man auch wunderbar in der Pfanne planen. Kann man auch noch mitmachen. Ja, genau. Also es ist immer eine Anregung, schnell gemacht und super gesund mit optimierter Pfannade. Ja, das gefällt mir. Zubereitungszeit 30 Minuten, das muss drin sein. Bei allem Mealprepping muss das auch mal drin sein, finde ich, oder? Ja, ja.

Ich finde halt herrlich, wenn man sich entweder ein Radio anmacht oder Musik in der Küche und dann einfach so vor sich hin schnippelt. Finde ich herrlich. Genau, gemeinsam den Tag noch ein bisschen bequatscht. Kann man auch alleine. Ich bin auch gerne alleine. Du warst das lieber alleine. Ja, ich wäre... Ich kenne das. Ich kenne das, weil meine Frau und ich, sie ist ja kaufmännische Leitung, ich bin ärztliche Leitung in derselben Firma. Das ist gut, weil wir haben unsere unterschiedlichen Bereiche. Da gibt es auch, zwischen Kaufmann und Arzt gibt es auch, ja, sag ich mal, Differenzen. Und in der Küche ist das gleiche. Ich versuche bei meiner Frau schnell zu klären, wer hat hier heute den Hut auf? Ah, okay. Und wenn ich den Hut aufhabe, dann kommt sie natürlich immer wieder rein und sagt, ah, warum machst du das so? Und dann sagt sie, nein, ich mache das jetzt so und manchmal schicke ich sie auch weg. Also manchmal mache ich es dann auch alleine, ich kenne das.

Wenn ich meiner Frau assistiere, dann schneide ich und ich frage, was soll ich jetzt noch tun? Damit ist sie der Chef, das vermeidet einfach dann unnötige Diskussionen, weil warum machst du das so? Es gibt auch Paare, die beide, also wenn die sich kennenlernen und beide nicht kochen konnten, dann lernen die das gemeinsam. Da gibt es glaube ich ein bisschen weniger so diese Reibereien in der Küche, aber ich habe den Fehler gemacht, das zu sehr an mich zu reißen in jungen Jahren und jetzt ist mein Mann dann nicht mehr ganz so begeistert. Der Zug ist fast abgefahren, aber er kann ja noch schneiden. Ja, das tut er auch und er wird auch erlernt zunehmend dazu, würde ich sagen, weil ich das auch zulasse.

Es ist ein Prozess. Ein Prozess. Das ist mal so, das ist ja ein Prozess. Meine Frau ist bloß leider ein geborener Schlaumeier. Das ist in deren Familie sehr verbreitet. Und dann, wenn ich koche und sie macht Vorschläge zur Verbesserung, dann ist es etwas, was bei mir manchmal, gerade wenn ich ein bisschen unter Druck stehe, nicht gut ankommt. Okay.

Dann sag ja nächstes Mal, wenn der Kuchen spricht, dann haben die Krümelpause. So, ja, manchmal sagt, komm. Das ist aber auch dem Familienfrieden nicht zu empfiehen. Ja, aber setz dich hin, wir haben ja so eine Wohnküche. Setz dich hin und guck mir einfach zu. Genießt das, dass ich es tue. Legt die Beine hoch. Genau. Also, bevor ihr die Beine hochlegt, könnt ihr das Rezept einfach mal nachkochen und versuchen, ob euch das schmeckt. Ich glaube, ja. Wir suchen ja immer Rezepte aus, die einfach für viele gut machbar sind, die nicht so schwierig sind und die einfach so einen guten Geschmack treffen. Wenn ihr eine Folge verpasst habt, dann könnt ihr die auf allen gängigen Plattformen nachgucken oder nachhören. Und ich freue mich, dass ihr dabei wart. Herzlichen Dank. Ja, und wenn ihr noch mehr Profi sein wollt, dann schaut einfach in die vielen Bestseller zu allen Themen. Guckt in die Ist dich gesund mit aktuellen Menschenbeispielen, die erfolgreich waren und abonniert den kostenlosen Newsletter auf myfooddoctor.de. Wir sehen uns im nächsten Podcast wieder.