Sodbrennen ist halt tatsächlich so ein wirklich brennender Schmerz und das ist ein Kennzeichen für, muss man sagen, die große Volkskrankheit, nämlich die Refluxerkrankung der Speiseröhre oder Refluxösophagitis. Der Ösofagus ist die Speisehörer. Und die Entzündung der Speisehörer durch Reflux, durch Rückfluss von Magensekret ist, muss man sagen, auf dem Siegeszug durch die gesamte westliche oder sich westlich ernährende Bevölkerung. Und was ist der Hintergrund? Ja, klar, wir haben also hochkonzentrierte Salzsäure im Magen. Der Magen kann das ab, der hat eine vorbereitete Schleimhaut dafür, die Speisehörer nicht. Dr. Matthias Riedl, gesünder Leben mit dem aus dem TV bekannten Ernährungs-Doc und Elisabeth Jessen.
Es ist ein Glück, wenn man nachts durchschlafen kann, aber leider ist dieses Glück nicht jeden vergönnt. Denn es gibt leider viele Menschen, die leiden unter Sodbrennen oder Refluxbeschwerden. Und genau darüber wollen wir heute reden. Muss man damit leben? Kann man dagegen was tun, ohne sofort Medikamente zu nehmen? Ja, das ist heute unser Thema und wir haben natürlich auch wieder eine aktuelle Studie für euch. Wir beantworten wieder eure Fragen und haben abschließend ein schönes Rezept. Ich bin Elisabeth Jessen und mir gegenüber sitzt Dr. Matthias Riedl. Ja, hallo. Hallo Matthias, grüß dich. Schön in warmem Rot heute wieder, das freut mich. Ja, es ist ja im warmen Rot, hier ist es schön heiß im Studio. Ja, es ist immer. Während es draußen schon kühler ist, ist es hier drin immer noch warm, also Kurzambluse reicht. Matthias ist ärztlicher Direktor des Medikum Hamburg, ihr kennt ihn auch alle als Ernährungs-Doc aus dem Fernsehen und er hat auch die MyFoodDoctor-App entwickelt, und gibt regelmäßig als Chefredakteur die Zeitschrift Isst dich gesund heraus. Ja Matthias, ich habe mal wieder, ich liebe es ja einzukaufen vor dem Podcast und überlege auch immer, was würde denn passen thematisch. Hol mir da immer ein bisschen Expertise bei dir. Und jetzt ist sozusagen die Gruppe der nicht so günstigen Lebensmittel, wenn man unter Reflugsbeschwerden leidet, die ist jetzt hier sehr klein, die könnte man erweitern, das wirst du auch gleich erläutern.
Aber auf der Positivliste haben wir natürlich Gemüse, wir haben hier Leinsamen. Und du wirst uns auch noch erklären, was sonst noch alles vielleicht günstig ist. Aber erst mal vorweg, was ist denn Sodbrennen genau?
Ja, also Sodbrennen, ich glaube, das kennt jeder, jeder hat das mal erlebt. Das ist so ein brennender Schmerz hinter dem Brustbein.
Und der ist so von unten aufsteigend, geht manchmal bis zum Kehlkopf oder höher. Und ist ein sehr, sehr unangenehmes Brennen. Das kann zum Teil sogar sehr starken Schmerzcharakter, haben.
Sodbrennen ist halt tatsächlich so ein wirklich brennender Schmerz. Und das ist ein Kennzeichen für, muss man sagen, die große Volkskrankheit, nämlich die Reflux- Erkrankung der Speiseröhre oder Reflux-Ösophagitis. Der Ösophagitis ist die Speiseröhre. Und die Entzündung der Speiseröhre durch Reflux, durch Rückfluss von.
Magensekret ist, muss man sagen, auf dem Siegeszug durch die gesamte westliche oder sich westlich ernährende Bevölkerung. Und was ist der Hintergrund? Ja, klar, wir haben also hochkonzentrierte Salzsäure im Magen. Der Magen kann das ab, der hat eine vorbereitete Schleimhaut dafür. Die Speisäure nicht, die kann das nicht ab. Und damit es da eben zu keinem Rückfluss kommt, gibt es einen Magenfördner. Und der sorgt dafür, dass diese Magensäure nicht hochsteigen kann mit dem Mais-Speise-Brei. Und warum tut es es manchmal doch? Warum tut es doch, genau. Weil wenn wir zum Beispiel viel essen, dann ist der Druck von unten groß. Wenn wir Lebensmittel essen, die ganz besonders stark diesen Reflux fördern, darum müssen wir noch reden, und auch von Medikamenten oder Lebensmitteln, die diesen Verschluss vermindern. Also es gibt schon Lebensmittel und Genussmittel, die dafür sorgen, dass dieser Verschluss vermindert fest ist. Und dann fließt es leichter zurück. Und man kann sagen, eigentlich ist diese Refluxkrankheit, diese Refluxösephagitis, die immer häufiger wird, die eigentlich fast alle immer mal als Symptomatik erkennen, aber nicht als richtige Krankheit.
Die ist eine ernährungsbedingte Erkrankung. Das kann man so sagen. Also das, wie wir uns ernähren, wie wir uns verhalten, macht diese Krankheit so populär und macht sie damit auch gerade zum Problem. Aber das ist ja schon was, was man schon lange kennt. Also ich glaube, dass in den 60er, 70er Jahren gab es das schon genauso, oder? Also Wirtschaftswunder, den Leuten ging es gut. Die haben den Schweinebraten gegessen, regelmäßig. Masotbrennen, noch einen Schnaps drauf, zum Verdauen. Ja, genau. Das ist richtig. Nur die Speiseröhre kennt auch bestimmte Reinigungszyklen, wo es auch mal zu Rückfluss kommt. Das kann auch physiologisch sein, also natürlich. Natürlich, Reinigungsläufe der Speiseröhre. Aber wenn dieser feingesteuerte Mechanismus durcheinanderkommt durch zu viel schädliches Essen und schädliches Verhalten, dann beginnt das, Krankheitswert zu haben. Also wenn du jetzt mal Sodbrennen hast, kein Thema.
Aber wenn du es häufiger hast, wenn du es regelmäßig hast, wenn es länger andauert, dann deutet das schon darauf hin, dass du eine Reflux-Ösophagitis hast, weil eine dauerhafte Belastung der Speiseröhren Schleimhaut mit saurem Mageninhalt führt zu Schäden an der Schleimhaut. Und dann wird das problematisch und dann haben wir eine Refluxosophagitis und eine dauernde chronische Entzündung der Speiseröhre. Das kann zu Verengungen führen, das kann zu einer Reduktion der gesunden Schleimhaut führen. Die wird dann ganz degeneriert und später kann sich sogar auch Speiseröhrenkrebs darauf entwickeln. Und das ist genau die Problematik. Die Tücke dabei ist, dass.
Die Symptomatik, die du selber spürst vielleicht, nicht direkt so den Rückschluss zulässt auf die, wie geht es der Schleimhaut. Es kann sein, dass du häufiger mal Rückflussbeschwerden hast, mal häufiger Sodbrennen, du aber die Schleimhaut nicht darunter leidest, gerade wenn du jünger bist. Es kann aber sein, dass du gar keine Beschwerden hast und trotzdem eine still entzündete Schleimhaut. Und das ist natürlich das Türkische, weil du dann ja nicht zum Arzt gehst, weil du dein Erlehrungsverhalten nicht änderst. Und dann, ohne dass du richtig gewarnt wirst, ohne dass man die Chance hat zu diagnostizieren, degeneriert die Schleimhaut dort in der Speiseröhre und könnte Vorstufen bilden für spätere Krebsentwicklungen. Das ist die Tücke dabei. Deshalb für alle, die jetzt zuhören, wenn man sagt, ja, Sodbrennen kenne ich gar nicht, halt, wir reden übers Essen, wie sollte man sich ernähren, dass die Speiseröhre gesund bleibt.
Das betrifft auch Menschen, die kaum Beschwerden haben. Es betrifft aber auch alle, die regelmäßig Sodbrennen haben, weil bei denen könnte sich so etwas entwickeln. Ja, uns hat ein Hörer geschrieben, der heißt Alexander und der hat geschrieben, er hätte immer so ein Druckgefühl und so leichte Magenschmerzen. Er war dann beim Arzt und hat dann, was heißt das, Pantozol? Ja, Pantoprazol oder Pantoprazol. Das sind diese Medikamente mit Zol am Ende. Damit geht es ihm besser, aber er war dann noch mal da und die Ärztin habe dann gesagt, na ja, vielleicht dann doch mal eine Magenspiegelung, aber das ist halt schwer, einen Termin zu kriegen. Jetzt nimmt er erst mal wieder dieses Medikament. Ja, genau. Du beschreibst jetzt die Problematik schon mal richtig. Das ist ein Problem im Gesundheitswesen. Wir haben wenig Ressourcen für Magenspiegelung. Die werden auch immer knapper werden. Das ist erst der Anfang.
Das heißt, wie gehen wir vor? In der Medizin geht man vor, Sodbrennen, du gehst zum Arzt, weil du es häufiger hattest und der Arzt sagt, wir machen mal, wird schon eine Rückflusserkrankung sein. Da heißt es dann, hier haben wir auch eine Flasche Wein stehen, trink mal weniger. Hier liegt eine Packung Zigaretten, raucht nicht so viel, das ist zum Beispiel schon mal ungünstig. Hier müsste eigentlich auch noch eine Cola-Dose stehen oder eine Cola-Flasche. Auch das, dieser ganze Zuckerkram, Backwaren, reduzier das mal. Ja, das sind tatsächlich schon Faktoren, die das auch fördern. Dann kriegt man verschrieben Omeprazole, Pantoprazol und wie sie so heißen. Das sind Säureblocker, die produzieren die Säure im Magen. So, es kommt dann zu weniger Rückfluss. Und damit werden die Beschwerden geringer. Und jetzt würde man sagen, na gut, wenn die Beschwerden geringer sind, dann könnte das ja sein, dass es das war.
Ja, gerade Beschwerden hinterm Brustbein könnten übrigens auch eine Mangelsituation, bei der Herzdeckblutung darstellen. Also da muss man auch mal dran denken. Wenn sie bei Belastung auftreten, Dann ist das ganz was anderes.
Aber so, also nimmt man dieses Omeprazole, Pantoprazole und dann ist es erst mal weg. Ja, aber das darf man gar nicht so lange benutzen, hat der geschrieben. Er hat dann eben abgesetzt und dann wurde es wieder schlimmer. Genau, wir haben sogar auch viele Patienten, die kommen zu uns und sagen, wenn sie das versuchen auszuschleichen oder absetzen, dann geht das erst richtig los. Weil es kommt dann zu sogenannten Rebound-Effekt. Das heißt, diese Säurehemmung, diese Blockade, die wird dann gelockert und plötzlich produziert der Magen halt noch mehr Säure und dann werden die Symptome schlimmer. Das heißt, es ist ein Medikament, einmal genommen, könnte die Gefahr bestehen, ich werde es gar nicht mehr los. Dann bin ich ja sowieso bei dem Thema Ernährung. Und deshalb, ich weiß, dass viele Kollegen das auch so machen und das ist auch gelebte Praxis, dass man mit so Medikamenten erstmal hantiert, das ist ja unsere Sicht auf den Körper. Also eine Krankheit ist ja nicht der Mangel an Medikamenten, sondern eine Krankheit ist ja auch nicht selten der Mangel an gesunder Ernährung. Und deshalb meine Empfehlung und darum geht es ja auch jetzt, lass uns doch einmal über Essen reden, klar das hier und die Zippen weg und Zucker und so. Ich muss dazu sagen, die habe ich mitgebracht aus meinem Schrank. Die habe ich vor ungefähr zehn Jahren gekauft. Ich war ein Genussraucher, gerne in Kombi mit Wein. Und ich habe irgendwie von jetzt auf gleich aufgehört, weil es mir nicht mehr geschmeckt hat. Ich mag sie einfach nicht wegwerfen, weil die so hübsch waren.
Die haben auch noch nicht diese schrecklichen Bilder drauf. Genau. Man muss dazu sagen, für die, die es jetzt nicht sehen können, Elisabeth hat hier aus ihrer Jugendkiste was rausgekramt. Eine original verpackte Murati Ambassador Blue. Ja, genau. Ich weiß nicht, ob es die noch gibt. Bestimmt nicht. Also Nostalgie, ich darf sie auch nicht aufmachen. Nein, die kommen wieder ins Schrank. Wofür auch immer, ich weiß es nicht. Also diese hier, also Zigaretten, das ist wirklich Nostalgie, passt schön zu deinem Hemd. Wahrscheinlich, Frauen sind ja auch so, dass sie optisch... Die haben weiße Filter, das fand ich als junge Frau natürlich sehr cool. Ja, elegant, elegant. im Kaffeehaus. Ja, ja, das sah gut aus. Also die nicht. Die nicht und andere nicht, also am besten gar keine Zigaretten. Tatsächlich ist das Rauchen eine Belastung für die Speiseröhre, auch der Alkohol, auch Zucker im Unternehmens. Ich glaube auch, man muss in sich reinhören, wenn man zu Sodbrennen neigt, einmal analysieren, was war der Umstand, was habe ich gerade gegessen, was habe ich getrunken, fördert das bei mir das Sodbrennen. Also tatsächlich für sich ein inneres Tagebuch führen, ein Symptom-Tagebuch, das empfehlen wir auch immer. Und meistens haben wir, wenn die Patienten zu uns kommen wegen Sodbrennen und sie bringen ihr Symptom-Tagebuch mit, mit dem Essprotokoll, dann haben wir das meistens schon, die Auslöser. Ja, dann steht das schon direkt da, aber wir sehen dann auch noch im Essen verteilt lauter Auslöser, die sich addieren und dann ist das Dilemma da und dann haben wir eine Speiseröhrenentzündung.
Letztlich, Medikamente sind bei falscher Ernährung ja nicht die Lösung. Aber was gibt es denn sonst noch? Jetzt hast du Alkohol, Zigaretten, Zucker genannt. Gibt es denn irgendwelche Lebensmittel, wo man ziemlich sicher sein kann, dass die schuld sind oder dass sie es begünstigen? Ja, fettes, süßes, saures, sehr scharf gewürztes, wobei ich jetzt nicht gegen sehr scharf gewürztes wettern will, aber im Moment, wo die Speiseröhre gereizt ist, dann ist scharf gewürztes wirklich ein Fehl am Platze und sehr saures, also Gewürzgurken oder das sollte man lassen, aber im Wesentlichen ist es halt fettes, süßes und damit sind wir ganz plötzlich bei den hochverarbeiteten Lymphsmitteln, die sind alle fett und süß.
So, und was man auch sagen muss, Röststoffe. Also wir haben ja auch eine sehr, wir haben eine frittierte, eine geröstete, eine gebratene Gesellschaft. Und das sind Dinge, die die Speisehörer nicht gut abkann. Man muss ja auch mal überlegen, wo kommen wir denn her? Wir sind Sammler, die über die Steppe geschweift sind. Und Kochen kam erst später dazu. Und das Grillen, das gehört ja letztlich nicht zum Urmenschen. Und all das, was wir so zu uns essen, das hochverarbeitete, das Zusüße, der Alkohol, Nikotin, viel zu viel Kaffee, das alles ist eine Tortur für die Speiseröhre. Und wenn man dann erstmal den Schaden hat, dann muss man sozusagen erstmal ein bisschen sehr viel reiner essen, bevor man sich dann wieder mal hier ein Gläschen oder da ein Gläschen erlauben kann. Ich muss sagen, bei mir im Laufe meines Lebens hat tatsächlich die Empfindlichkeit der Speiseröhre so enorm zugenommen, dass ich bei Alkohol eigentlich die Uhr danach stellen kann und ich weiß, ich vertrage es von der Speiseröhre nicht. Also das ist auch einer der Gründe. Deshalb, gut, Alkohol haben wir ja auch schon häufig darüber gesprochen. Über das Grillen übrigens auch. Wir hatten ja letztens die Folge zum gesunden Grillen. Verweise ich nur nochmal kurz an dieser Stelle. Ja, nicht zu scharf. Und Garen ist für die Speiseräure dann immer besser. Also diese Zubereitungssachen. Also einfach wirklich ein bisschen Schonküche bei der Zubereitung.
Jetzt, ich kenne Sodbrennen tatsächlich nur aus meiner ersten Schwangerschaft. Ja, das ist ein besonderes Klientel. Weil Schwangere haben das häufig. Woran liegt das? Genau, die schwangere Frau vereint ja, ich sag's jetzt mal so, die vereint ja genau diese ganze Risikoverklärung. Die hat einen fürchterlich dicken Bauch. Und das Kind drückt auf den Magen, so als hätte sie viel gegessen. Hat sie ja gar nicht. Und wenn die da auch noch isst, da ist ganz wenig Platz. Da ist ständig ein enormer Druck. Und wir haben halt auch Patientinnen, bei denen wir auch Vollgas gegeben haben mit der Ernährung. Und klar, dass die nicht geraucht und getrunken haben. Und dass sie sich wirklich gesund ernährt haben. Und manche überleben die Schwangerschaft, wenn sie eine empfindliche Speiseröhre haben. Dann nur, indem sie halb sitzend schlafen. Das ist nämlich das, wenn ich... Stimmt, das ist auch so eine Empfehlung, glaube ich. Genau, man empfiehlt kleine Mahlzeiten, was wir ja sonst nicht machen. Sonst sagen wir drei Hauptmahlzeiten. Aber den Magen nicht so prille, palle füllen. Also statt großer Mahlzeiten kleine Mahlzeiten. Vier Stunden vorm Zu-Bett-Gehen zuletzt. Dann auch nachher nicht mehr so viel trinken, vor dem zu Bett gehen. Und erhöhter Oberkörper, damit fängt man an, schlafen. Aber wenn das nicht hilft, dann hilft bei manchen Frauen wirklich nur das Sitzen. Aber ich meine, die wissen immerhin A, wofür sie es tun. Ja, deswegen. B, es ist irgendwann zu Ende oder so.
Und vor allen Dingen, was sie auch wissen ist, sie haben eine empfindliche Speiseröhre. Und das heißt für die Zukunft. Die Wahrscheinlichkeit ist natürlich groß, dass diese Frauen später in ihrem Leben auch wieder daran leiden werden. Deshalb macht es auch Sinn, die Speiseräuhr gut zu behandeln. Das gefällt mir jetzt wieder nicht, dass du mir das sagst, weil ich hatte das nur einmal und nie wieder. Und nie wieder. Nein. Dann bist du noch zu jung. Ja, vielleicht. Die Empfehlung damals war, Haselnüsse zu kauen. Ja, richtig. Also ganz fein mahlen. Also wir können Haselnüsse, Nüsse, Mandeln, das ist gut.
Eiweiß, das mindert dann auch die Belastung der Speiseräuhr. Das ist ganz gut. Aber du trinkst ja auch tatsächlich, du ernährst dich ja auch gesund. Du ernährst dich doch mit viel Gemüse. Ja, das tue ich, aber ich esse natürlich auch gerne, du weißt ja, ich esse gerne Pommes und Chips. Ja, aber nicht in dem Maße, dass es die Speise oder die Üben nimmt. Nein, offenbar nicht, aber du hattest mir ja auch im Vorfeld gesagt, dass man Leinsamen, dass die auch eine recht heilsame Wirkung haben. Ja, ja. Wie soll man die denn? Jetzt habe ich Geschrotete gekauft. Ja, man kann so Geschrotete-Leinsamen-Aufgüsse machen. Und das trinkt man dann mit Wasser, oder? Den Tee, genau, also das Aufbrühen und dann den Tee in kleinen Schlucken immer wieder trinken, das ist für die Speiserere gut. Mit dem Schrot oder ohne? Oder nur aufgießen und dann das? Aufgießen nur ohne den Schrot. Ach so, okay.
Also gibt es auch kleine Beutelchen vorbereitet, gibt es auch in der Apotheke oder Drogerie. Ah, okay. So kleine Säckchen zum Tee auffüllen. Also müsst ihr dann selber wissen, ob ihr lieber euch dieses Leinsamen-Schrotzeugs abfüllt und dann aufgießt oder ob ihr das kauft. Genau, nicht zu heiß trinken, weil genau das ist nämlich auch etwas, wenn man jetzt natürlich eine belastete Schleimhaut, der Speiseröhre mit zu heißem Tee und Kaffee traktiert, auch das ist dann einfach thermisch eine Belastung. Das hält eine normale Schleimhaut aus, aber keine kranke und keine empfindliche. Okay, und lieber kein scharfes Curry und kein scharfes Chili-Konkern und sowas alles. Scharfes, saure Tomaten, Gewürze. Oh, kohlensäurehaltige Getränke, das hätte ich fast vergessen. Ja. Ein Drama. A, sind sie sauer? Ja. B, was machen die? Sie machen so eine Gasblase. Und dann stößt man danach und die will raus. Und die reißt dann natürlich auch gerade für den Anfang ein bisschen Säure mit und das ist nicht gut. Wie ist es mit Milchprodukten? Auch gut. Also Milch, also eiweißhaltige Produkte, das ist es gut. Also auch diese Mandeln gut kauen, überhaupt alles gut kauen. Nicht, dass da so spitze, scharfe Ecken dann mit runterkommen.
Oder, keine Ahnung, was ist denn sonst noch so? Was denn, Eigentlich kann man fast alles gut schlucken. Ja, also wichtig ist gut kauen, das ist wichtig. Und wir haben hier links ja Gemüse, Äpfel, also erstmal die sauren Zitrusfrüchte weglassen. Aber letztlich mit einer gemüsereichen, pflanzlich basierten Ernährung, bei der nicht so viel geröstet und frittiert ist, geht bei den meisten das alles schon weg. Und hochverarbeitete Lebensmittel, die muss man sich in Gedanken hier nochmal vorstellen. Vorstellen neben einer Flasche Wein und deinen schönen Muratti-Zigaretten mit weißem Filter und den Süßigkeiten. Also das ist tatsächlich Gift.
Und da ist bei manchem schon sehr schnell Ende der Fahnenstelle. Was ist mit Säften und Essig zum Beispiel? Ich denke gerade daran, weil ich gerade so Blumenkohl als Pickles gegessen habe, was sehr köstlich war, aber auch ziemlich essigsauer. Lieber nicht? Also in der akuten Entzündung würde ich damit erstmal vorsichtig sein. Dauerhaft ist das nicht schlimm. Die geschonte Schlammhaut, die kann das ab. Gut. Ja, herzlichen Dank. Also dann noch eine letzte Frage habe ich noch zu dem Thema. Gibt es denn Medikamente, wo du sagst, die kann man bedenkenlos nehmen? Weil es geht halt manchmal nicht so schnell, dass man gegen anarbeiten kann. Das ist richtig, gerade auch in der Schwangerschaft. In der Schwangerschaft will man ja keine Medikamente nehmen. Ja, genau. Es gibt auch, ich will jetzt keine Namen nennen, aber es gibt also auch Antazida-Beutelchen, die man nehmen kann, die nicht resorbiert werden, die auch sofort Schluss machen mit diesem Sodbrennen.
Das ist ja so, wenn man einen starken Reflux hat, dann kann das manchmal bis zu den Stimmbändern hochgehen. Dann wird man heiser. Und das macht Häusperzwang. Häusperzwang in der Nacht. So taucht dann auch häufig in der Nacht auf. Das ist ja das Ende vom Schlaf. Kann man nicht schlafen. Oder Husten. Also tatsächlich ist chronischer Husten auch immer die Frage, steckt vielleicht ein Reflux dahinter? Und wenn das so ist, dann sind solche kleinen Beutelchen ganz gut. Die stoppen das sofort, das sind so Gele, Säureblocker, Gele, die kann man nehmen, die sind auch in der Schwangerschaft möglich, aber nur in Absprache mit der gynäkologischen Praxis.
Das kann man dann so als Reserve haben, wenn es ganz schlimm ist. Und ich würde auch eher sagen, wenn man Refluxbeschwerden hat, an die Ernährung denken, weil wir brauchen eine Dauerlösung. Wir wollen ja keine Dauermedikation, wir wollen eine Dauerlösung in der Ernährung haben. Dauermedikation und für den Fall, es ist jetzt wirklich schlimm, ein Notfallpackage, was man am Nachttisch hat oder bei sich unterwegs, das man dann nehmen kann und man wird feststellen, je besser ich mich ernähre, desto seltener brauche ich diese Notfallmaßnahme. Und das ist dann allemal für mich ja auch oder für jeden Betroffenen dann eine Rückmeldung. Hoppla, die habe ich jetzt schon lange nicht mehr genommen, diese Notfallsache. Meiner Speiseröhre geht es gut. Und wir verhindern damit Krebs. Also das ist ganz wichtig dabei. Aber du hast ja gesagt, es gibt auch so Speiseröhrenentzündungen, die man gar nicht so merkt. Es könnte ja auch sein, dass ich denke, mir geht es wieder ganz gut. Aber in Wahrheit geht es mir noch gar nicht gut. Ja, dann müsste man tatsächlich Magenspiegelung mal machen und gucken, wie schlimm ist es. Es ist sehr schlimm bei geringer Symptomatik, dann muss man doch mal nachspiegeln, es muss weg sein. Weil ein Speiseröhrenkrebs, der so langsam vor sich hin schwelt, der nie gewarnt wurde, wo ich nie eine Markenspiegelung hatte und man schlittert in dieses Risiko rein, das ist einfach total ärgerlich.
Gut, möge es mir weiterhin so gut gehen, weil das ist nichts, was ich haben möchte, glaube ich. Aber was wirklich schon ältere Leute trifft. Tees sind auch gut, da muss man gucken, welche man verträgt. Kamillentee ist zum Beispiel gut, Pfefferminztee ist ganz unterschiedlich, Pfefferminztee ist ganz toll, entspannt Magen, Darm, aber entspannt leider auch den Verschluss oben. Das ist das, was wir eigentlich nicht brauchen. Aber das muss man individuell gucken. Manche vertragen Pfefferminztee, manche nicht. Mit Tees kann man auch gut arbeiten, aber nicht zu heiß. Die aktuelle Studie und was der Ernährungs-Dok davon hält. Herzlichen Dank dann soweit. Hast du uns wieder eine schöne Studie mitgebracht? Ja, aber ja, unbedingt. Also ich habe ja das letzte Mal versprochen, ich habe heute tatsächlich eine Hammer-Studie mitgebracht. Die ist in der Kurzversion im Deutschen Ärzteblatt veröffentlicht worden.
Ganz frisch im August. kommt aus der Zeitschrift Cancer Discovery. Und die Überschrift ist, und das ist wirklich ein Hammer, Sucralose, der Süßstoff, könnte Wirkung von Checkpoint-Inhibitoren stören. Dann würde man sagen, Moment, Checkpoint-Inhibitoren. Kannst du es mal übersetzen, bitte? Genau, also Sucralose kennt ja jeder, der Süßstoff, der Liebling der Lebensmittelindustrie. Checkpoint-Inhibitoren sind Medikamente, die man in der Krebstherapie einsetzt. Und jetzt wird die Brisanz ganz deutlich. Sucralose könnte Krebsmedikamente hemmen in der Wirkung und das ist brisant. Wie brisant das ist, das muss tatsächlich mal ein bisschen hinter die Kulissen gucken da. Die Aussage der Studienautoren war ganz klar, Krebspatienten, die regelmäßig Sucralose zum Süßen verwendet haben, sprechen schlechter auf die Krebstherapie an und zwar signifikant. Warum ist das so?
Wir wissen um die Zusammenhänge von Darmmikrobiom auf die Wirksamkeit einer Krebstherapie. Wir wissen auch, dass Ballaststoffe die Krebstherapie wirksamer macht. Also das Mikrobiom spielt eine große Rolle dabei und darüber geht das auch. Die Süßstoffe haben in der Studie, das hat man mit Mäuseversuchen auch nachweisen können, zu einem beschleunigten Krebswachstum, wenn Sucralose gegessen wurde.
Das heißt, die Wirksamkeit der Krebsmedikamente ist abgeschwächt. Und wie ist der Hintergrund? In den Stuhluntersuchungen bei diesen Patienten hat man jetzt nachgewiesen, dass Sucralose den Abbau der Aminosäure Arginin fördert, beschleunigt. Es kommt dann durch die direkte Sucralose-Wirkung über die Darmflora zu einem Mangel an Arginin. Und das wiederum schwächt die Krebstherapie ab, weil bestimmte T-Helferzellen, das sind Immunzellen, dann weniger aktiv sind. Ich fasse es noch mal kurz zusammen. Für den, der das jetzt schon so aufgefasst hat, es ist wirklich über viele Ecken, aber so funktioniert unser Körper. Es ist im Zentrum das Immunsystem. Bei bestimmten Konstellationen von Bakterien führt Sucralose dazu, dass wir ein Arginin, Aminosäure, Arginin, Mangel bekommen können. Und der wiederum stört die Immunabwehr bei den T-Helferzellen. Und diese T-Helferzellen haben wir ja nicht nur für die Krebsbekämpfung, sondern fürs Immunsystem überhaupt. Und ich bin gespannt, was noch zutage kommt, wenn wir bedenken, dass Sokralose über diesen Mechanismus die Aktivität unseres Immunsystems stören kann. Und man muss sagen, dass in dieser Studie gezeigt werden konnte, dass sie richtig gesehen haben.
Dass das Krebswachstum in der Gruppe der Sucralose-Patienten deutlich signifikant heftiger war als in der Gruppe der anderen. Das ist einmal für Krebspatienten total wichtig, das ist auch für die Onkologen total wichtig und es stellt Sucralose als Liebling der Lebensmittelindustrie und des vermeintlichen Süßstoffes, der uns helfen soll, gesünder zu leben, tatsächlich in ein völlig anderes Licht. Das haben wir ja schon mehrfach revidiert. Aber das, finde ich, ist noch eine neue Phase, die, ich finde, fast so etwas wie ein Lebensmittelskandal ist, der aber gar keinen Widerhall in der Gesellschaft hat. Wir haben ja in unserer Folge über Krebserkrankungen auch darüber gesprochen, wie wichtig eine Ernährungsberatung ist während der Krebsbehandlung. Das stützt diese Studie natürlich nochmal. Ganz genau. Und jetzt muss man allen Ernährungsberatern sagen, ihr müsst auch den Leuten sagen, lasst die Sucralose weg. Die haben hier die Melanombehandlung und Lungenkrebs getestet. Man muss natürlich jetzt auch bei anderen Krebsarten, aber die T-Helferzellen, die brauchen wir einfach grundsätzlich. Ja, nicht nur, wenn wir in einer Krebstherapie sind. Wohl wahr. Ja, herzlichen Dank. Ja, erschütternd. Ja, aber ... Auch wieder sehr erhellend. Ja. Dankeschön. Sprechstunde beim Ernährungs-Doc.
Dann widmen wir uns jetzt wieder euren Fragen. Ihr schreibt uns ja auch kräftig und ich bemühe mich immer, alles abzuarbeiten, aber ein paar bleiben immer auf der Strecke. Wir können einfach nur nach und nach wegarbeiten. Heute kriegt Beate eine Antwort. Und zwar schreibt sie, sie hat ihre Ernährung entsprechend in Empfehlungen umgestellt. Sie ist auch fleißige Hörerin des Podcasts, isst jetzt Vollkornprodukte, Gemüse, wenig Fleisch, ein- bis zweimal die Woche Fisch, Nudeln, Reis und Kartoffeln werden immer vorgekocht. Und das auch noch in der Vollkornvariante. Sie verzichtet weitgehend auf Zucker, außer ab und zu mal ein paar Schokobongs. Und backt am Wochenende selbst mit wenig Zucker. Trotzdem und trotz zusätzlicher Bewegungen, nämlich Nordic Walking und zweimal die Woche Muskel auf beim Fitnessstudio, verliert sie kein Gewicht. Wir haben also ein ähnliches Problem, wie wir letztens schon mal hatten.
Sie ist inzwischen 61 Jahre alt, 165 Zentimeter groß, wiegt 70 Kilo und hat 87 Zentimeter Bauchumfang. Und dieser Bauchumfang, der verringert sich einfach nicht, schreibt sie. Was soll ich noch tun? Und ein weiteres Problem ist, dass sie die Mengen, die sie laut MyFoodDoctor-App essen sollte, zwar schafft und zwar auf drei Mahlzeiten verteilt, aber sie fühlt sich nach diesen, sie sagt, riesigen Portionen regelmäßig schlecht mit völliger Gefühl und Übelkeit und ist jetzt verunsichert und fragt, ob sie weniger essen soll, ihre Mahlzeiten reduzieren und wie soll sie trotzdem auf ihre Kalorien und ihre Nährstoffe kommen. Das ist die Frage an dich. Also, genau. Ich würde hier empfehlen, mehr Hülsenfrüchte als komplexe, proteinreichere Quellen mit einzubauen, weil eben Eiweiß, gerade das pflanzliche Eiweiß hilft beim Abnehmen.
Ja, kleinere Mahlzeiten, ich würde aufhören, weil sie beschreibt ja hier auch, die Beate beschreibt ja auch, dass sie mit diesen Portionen satt ist, Völlegefühl, Übelkeit. Ich würde aufhören bei angenehmer Sättigung. Das ist ja ein Zeichen des Körpers auch, dass sie mit diesen drei Mahlzeiten dann auch satt ist, das würde ich so versuchen. Ich würde sie noch nicht aufteilen, das wäre erst der zweite Schritt, diese Mahlzeiten auch mal eine Zwischenmahlzeit zu nehmen, gucken, was besser klappt. Also tatsächlich versuchen, die Mahlzeiten etwas zu verkleinern, damit diese völlige Sättigung nicht mehr auftritt. Was wir ja in so einem Fall machen, wenn wir im Medikum Hamburg solche Patienten betreuen, wir messen ja auch den Grundumsatz und wir messen auch den Leistungsumsatz. Wir gehen da noch mal sehr viel differenzierter ran. Wir benutzen natürlich auch die Daten aus der MyFoodDoctor-App, die Ernährungsdaten und würden jetzt dann sagen, wenn wir das so sehen, ja, also Hülsenfrüchte mehr, proteinreichere, komplexere Kohlenhydrate, die Mahlzeiten sonst auch etwas zu schrumpfen.
Aber wir gucken dann auch noch mal, wird hier vielleicht auch etwas über dem Grundumsatz hinausgegessen? Und dann würde man noch mal differenziert ... Bei manchen ist es so, dass die einen relativ geringen Grundumsatz haben, also einen Grundbedarf an Nährstoffen, an Energie. Und wenn man das weiß und man das gemessen hat, weil man das ja auch messen könnte, aber das kann man immer nur vor Ort messen, das kann man halt leider so mit der App auch nicht messen, dann kann man nochmal differenzierter rangehen. Also mein Tipp, Beate, wenn du irgendwo in der Nähe wohnst zum Medikum Hamburg, hier wäre es nochmal sinnvoll, dann den Grundumsatz zu bestimmen, um zu gucken, auch gerade hier geht es auch um Sporternährung, weil mit dem Leistungsumsatz und der Sporternährung kann man nochmal differenzierter umgehen, aber erstmal so vorgehen. Und wie kann man seinen Grundumsatz erhöhen?
Weil das ist ja eine undankbare Geschichte, wenn der Grundumsatz niedrig ist und man aber trotzdem ordentlich essen möchte. Die ist tatsächlich zum großen Teil auch genetisch vorgegeben. Es gibt so Familien, die einen Grundumsatz haben. Der wird dann so mitgegeben. Man hat in Amerika immer so einen Versuch gemacht mit Gefängnisinsassen. Das geht heute aus ethischen Gründen nicht mehr. Aber dann hat man Gefängnisinsassen, so schlimm war es nicht bei dem Versuch, aber dann hat man Gefängnisinsassen so viel zu essen gegeben, wie sie wollten. Und dann stellte man fest, dass die alle dicker geworden sind. Das ist natürlich unethisch, das muss man sagen. der Teil, aber ein Teil der Insassen ist überhaupt nicht dicker geworden. Und das waren die mit dem sehr, sehr hohen Umsatz. Die schlechten Verwerter, wie wir das so machen. Es gibt es ja immer, jetzt fällt mir mein Stift runter. Manche brauchen nichts.
Beziehungsweise andere können essen, was sie wollen und werden einfach nicht dick. Also gerade in der Jugend findet man das richtig blöd. Aber ich habe festgestellt, viele von denen, also vor allem von den Frauen, bei denen ist man ja immer ein bisschen neidisch, Wenn man jung ist, viele von denen, die früher immer so ganz schlank waren, die legen jetzt in den Wechseljahren zu. Während es bei mir eher andersrum ist. Da hast du Glück. Habe ich Glück, oder? Ich finde mal muss man auch Glück haben. Obwohl man will ja doch eigentlich für die Gesichtsverhalten, je älter man wird, im Gesicht immer ein bisschen dicker werden. Ich bin ja immer noch wohlbeleibt, aber ich habe nicht diese Extremausbringungen der Wechseljahre, die man ja durchaus kriegen kann. Toi, toi, toi. Das ist Glück.
Das hängt nicht nur von der Ernährung und der Lebensweise ab, aber ist auch ein Stücki genetisch. Ich gehöre auch eher zu denen, die viel essen können und nicht zunehmen. Zu denen gehöre ich gar nicht. Aber jetzt, was die Wechseljahre betrifft, ich habe gerade einen Artikel gelesen von einer Kollegin bei der Zeit, die sich darüber beschwert hat, dass alle über die Wechseljahre reden. Ich weiß auch nicht, ich glaube, da sie selber in dem Alter ist und ich auch, ich glaube, in dem Alter nimmt man das bewusster wahr. Das ist ja so, wie wenn man selber schwanger ist, sieht man rund um sich nur mehr Schwangere. Und ich glaube, das ist eher so ein Altersphänomen, dass man jetzt das Gefühl hat, es ist überall ein Thema. Aber vielleicht täusche ich mich auch. Also ich finde es ehrlich gesagt, ich bin ja keine Frau, aber, Arzt und ich finde es gut, dass man darüber spricht. Ich finde es auch gut, dass man solche Themen nicht einfach unter dem Teppich hält. Wir haben viele solcher gesundheitlichen Themen, über die wir einfach offener und lockerer sprechen könnten. Auch mit mehr Verständnis miteinander umgehen.
Ich finde das liebevoll in der Gesellschaft. Deshalb kann ich den Duktus des Artikels aus der Zeit auch nicht teilen. Ich finde es gut. Also solange es nicht das alles beherrschende Thema ist, also hier in unserem Ernährungspodcast können wir darüber schon auch reden, aber es ist jetzt auch nicht mein abendfüllendes Thema, wenn ich Freunde treffe. Nein, das nicht. Das muss jetzt auch nicht sein, da gibt es genügend anderes, was irgendwie noch spannender ist, aber wenn man gerade mal wieder in Hitzewallung ist und entflammt, dann muss man das manchmal auch erklären, warum man selber irgendwie im T-Shirt da sitzt und die anderen haben einen dicken Wollepulli an. Ja, das wurde früher immer so ein bisschen weggelächelt. Ich weiß ja, genau. Also Beate, versuch es erstmal so. Ansonsten vielleicht findest du dann sonst bei einer anderen Schwerpunktpraxis. Aber erstmal fragen, ob die das auch machen mit dem Grundumsatzbestimmen unter www.bdem.de. Das sind andere Schwerpunktpraxen. Idealerweise wäre hier tatsächlich auch eine Kombiberatung mit Sporternährung, weil tatsächlich die Sporternährung, und das ist ja hier viel.
Muskelaufbau, Fitnessstudio, ja, ist ja das Thema, was wir auch bei den Olympiasportlern immer haben, bei der Ernährung, ja, viel Energie bereitstellen, passend für den Sport, ohne dick zu werden. Und das ist ja die Clou, das können, es gibt spezialisierte Sporternährungsberaterinnen, das haben wir auch im Medikum Hamburg, die können das, weil, klar, die Ruderin, die will jetzt nicht fett werden oder die Beachvolleyballerin, genau, aber sie braucht Kraft und Muskelaufbau, ohne dick zu sein. Und das ist eine kleine, das ist tricky, das schaffen ja auch gerade die Sportlerinnen oder Sportler manchmal auch nicht.
Dann hat uns Andreas geschrieben. Andreas sagt, ich verfolge euren Podcast aufmerksam und habe jetzt eine Frage zum Mikroplastik, was ja neulich Thema war. Bei guter Ernte fahren wir immer mit unseren eigenen Äpfeln zu einer mobilen Saftstation. Dort werden sehr ökologisch, wie ich denke, unsere eigenen Äpfel gewaschen, geschreddert und direkt zu Saft gepresst. Nach einer Pasteurisierung wird dennoch heiße Saft in Plastikbeutel, sogenannte Schläuche, abgefüllt. Und dann teilweise eben auch im Bioladen als 5-Liter-Schlauch im Pappkarton angeboten. Wie verhält es sich hier mit dem Mikroplastik? Ist das vielleicht sogar gefährlich? Gibt es da Alternativen? Wir haben ja gerade die Saison, wo viele Äpfel verarbeitet werden. Genau, also erstmal, danke Andreas, dass du uns schreibst. Solche sind ja regionale Produkte, die werden ja auch regional verkauft. Super. Und dann eben auch in großen Gebinden und nicht klein hier und da. Also das ist alles ganz toll. Wir sind bei der Mikroplastik-Forschung am Anfang. Wir sehen ja diese Verbindungen zwischen Mikroplastik im Körper. Gerade das Gehirn speichert das ein. Wir sehen bei Dementen mehr Mikroplastik. Aber ist das die Ursache?
Letztlich ist Mikroplastik für den ganzen Körper nicht gut. Da fällt mir übrigens gerade ein, dass Mikroplastik im Körper auch sogar Antibiotika-Resistenzen fördern können. Da kommt ein Eisberg ganz langsam aus der Tiefe hoch. Und weil wir vorher nichts wussten, dass dieser Eisberg da ist, sind wir so überraschter und müssten jetzt schnell forschen. Das Bundesamt für Risikobewertung sagt immer noch, ja, es gibt noch keinen Grund für eine besondere Bedrohungslage. Wir sehen das, wir beobachten das. Ja, aber weil wir zu wenig Studien haben. Und es ist halt immer so, wenn wir zu wenig Studien haben, die über eine Sache beleuchten, dann sagen wir, ja, haben keine Studien, wir machen weiter so. Und das ist halt das Problem. Aber ich finde es gut, dass Andreas sagt, ich bin Hersteller, verantwortungsvoller Hersteller. Ich glaube, er ist noch nicht mal, also wenn ich es richtig verstehe, dann verarbeitet er eigentlich nur seine eigenen Äpfel, aber er möchte sich halt nicht schaden mit dem, was er tut. Er möchte sich nicht schaden, er möchte seinen Kunden nicht schaden. Deshalb finde ich das gut. Grundsätzlich wird dieser Plastikbeutel, dieser Schlauch sicherlich kritisch zu sehen sein.
Wir wissen aber auch, dass Abfüllungen in Glasflaschen dann problematisch sind, wenn die Deckel nicht richtig gewaschen wurden. Also da steckt häufig auch der Teufel im Detail. Wenn wir das in Glasflaschen abfüllen und der Deckel ist nicht richtig gewaschen und von Mikroplastik aus der Herstellung nicht richtig gesäubert, dann habe ich den Kram da drin. Das heißt, es wäre jetzt sowieso zu spät, kurzfristig das umzustellen. Aber man muss das, ich finde das gut, Andreas, behalt das auf dem Tisch, das Thema, ob es schnelle ökologische Möglichkeiten gibt, das umzustellen. Wir müssen aus der Plastikflut raus. Es wird für uns ein riesiges gesundheitliches Problem und das wird es insbesondere für die junge Generation, weil die schon ganz früh mit dem Plastik, weil es ist ja eine Kumulation übers Leben und ich jetzt bin jetzt 62, ich habe immerhin 20 oder 30 Jahre mit relativ wenig Mikroplastik. Jetzt geht jetzt die Kurve steil nach oben.
Deshalb, wir müssen dranbleiben, aber wir müssen nicht hektisch reagieren. Ich persönlich versuche Lebensmittel aus Plastikverpackungen zunehmend zu meiden. Wenn es Alternativen gibt, nehme ich die. Wir müssen nicht hysterisch werden, wir müssen aber Mikroplastik vermeiden. Also Plastik vermeiden als mögliche Mikroplastikquelle. Das ist aber auch dieser ganze Plastikkram, den wir haben. Das ist der Gartenstuhl, der dann, wenn er alt wird, porös wird. Das sind die Gartenschuhe aus Plastik, die sich dann verkrümeln. Das ist das achtlos weggeworfene Plastiktüte, die sich dann mikropulverisiert über Gemüse legt. Wir nehmen es auch leider schon mit dem Gemüse auf. Deshalb, Andreas, mach erst mal so weiter. Aber trotzdem, wir müssen raus aus dem Plastik. Gut, vielen Dank. Dann haben wir noch Helena. Helena ist 24, treibt drei bis viermal die Woche Sport, vor allem Kraftsport und Kampfsport und wiegt 85 Kilo. Sie sagt, ich ernähre mich hauptsächlich vegetarisch, ich würde gerne 10 Kilo abnehmen, aber ich bin immer verwirrt, wenn ich meinen Kalorienbedarf berechnen möchte. Einige Webseiten sagen mir, dass ich 2300 Kilokalorien zu mir nehmen muss, aber laut der Harris-Benedict-Equation muss ich ca.
2700 Kalorien zu mir nehmen, um abzunehmen. Einige sagen auch mal 2000, aber das ist mir zu wenig. Das ist ja schon ein großer Unterschied und nun wollte ich fragen, wie akkurat ich meinen Kalorienbedarf für eine nachhaltige Abnahme berechnen kann. Ja, es gibt also verschiedene Bedarfsrechner. Das ist jetzt hier schon die höhere Schule. Die Harris-Benedict-Formel rechnet den Grundumsatz aus. Das ist richtig. Was wir ja gerade vorher schon mal hatten, das Thema. Genau, genau. Aber das ist natürlich relativ ungenau. Wenn man es misst, wie ich das vorhin gerade sagte, weil wir messen es ja in der Praxis direkt am Patienten, dann haben wir natürlich den echteren Wert. Das heißt, hier ist ein, wenn man es nach der Harris-Benedict-Formel berechnet, sollte man ein Kaloriendefizit von 200 bis 400 Kilokalorien avisieren. Ja, aber man muss bedenken, dass so eine Berechnung halt sehr störanfällig ist. Besser ist es immer die Berechnung des Grundumsatzes. Ich würde nicht zu viel darauf geben. Man kann das als Orientierung nehmen, wenn es mit Formeln berechnet ist. Und würde eher schauen, das einfach mal alles in die MyFoodDoctor-App eingeben Ist die Ernährung so gesund?
Erfüllt sie die Kriterien einer gesunden Ernährung? Und dann würde ich gucken, wie ist mein Körperdarm nachkomponiert? Das heißt, eine Bioimpedanzanalyse machen und gucken, Verhältnis, Fett, Flüssigkeit, Muskelmasse, Magermasse und so weiter. Stimmt das alles, dann liege ich mit dem, was ich esse, gecheckt durch die MyFoodDoctor-App, völlig richtig, wenn man nicht die Möglichkeit hat, tatsächlich den Rundumsatz zu bestimmen. Also nicht zu streng auf die mathematischen Berechnungen achten, Helena sagt ja selber, da gibt es Differenzen, das macht, also unterschiedliche Quellen der Berechnung geben andere Ergebnisse, das heißt, wir dürfen das nicht zu streng machen. Und im Zweifel würde ich hier auch mal eine Sporternährungsberatung machen.
Um da einmal Grund reinzubringen. Jetzt hat sie ja nicht geschrieben, wie groß sie ist, aber wenn sie drei bis viermal die Woche Kraftsport macht... Dann wird es ja auch wahrscheinlich gut Muskeln haben. Richtig. Und das wiegt halt auch ein bisschen, oder? Das wiegt halt auch, genau. Und das kann ich auch durch eine Bioimpedanzanalyse feststellen. Eine gute Bioimpedanzanalyse. Das hat jede gute Schwerpunktpraxis Ernährungsmedizin da, die man auch dann wirklich richtig analysieren muss. Dass man die Daten daraus auch richtig interpretiert. Das sind mehrseitige Befunde, die dabei rauskommen. Und dann kann man sagen, nee, okay. Da siehst du ja dann die Muskelmasse im Arm, im Rumpf, in den Beinen. Und dann sagst du, es ist völlig in Ordnung, völlig gesund. Gucken wir uns die Ernährung an. Die Ernährung ist im Lot und dann ist es auch egal, was die Harris-Benedict-Formel sagt. Und dann ist es auch egal, ob sie 85 Kilo wiegt, weil wenn sie gesund ist damit, dann ist es ja in Ordnung. Ja, also lieber zu faktischen Werten. Dann haben wir noch einmal, Tobias nehme ich auch nochmal dran heute, der erkundigt sich nämlich in Sachen... Hashimoto für seine Frau. Seine Frau ist 34 Jahre alt und sie hat gehört, dass sie wegen ihres Hashimoto's kein Jod zu sich nehmen soll. Und deshalb benutzen beide jetzt nur jodfreies Salz und möchten gerne wissen, ob das denn richtig ist. Ja, also für die Frau ist das richtig.
Maritimes Leben enthält mehr Jod, klar. Die Tiere kommen aus dem Meer, Milcheier und jodiertes Speisesalz. Das sind so die Hauptquellen jetzt für uns. Süßwasserfische haben weniger Jod und der Jodgehalt von anderen pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln ist abhängig vom Jodgehalt des Bodens. Das ist dabei total wichtig. Das würde für seine Frau sinnvoll sein. Was dann mit Fisch, der ja immer Jod enthält, oder? Ja, es heißt, man sollte in moderaten Mengen. Also, man muss es nicht komplett meiden, sondern moderate Mengen. Wenn man jetzt so ein Franzose am Meer ist, dann hat man da ständig... Oder ein Portugieser am Meer. Genau, dann hat man ständig irgendwas aus dem Meer. Dann ist das überhaupt nicht mehr moderat. Und da würde man dann schon sagen, aber nicht komplett meiden.
Sondern, und für Tobias ist das nicht wichtig. Für Tobias ist es eher andersrum wichtig, dass er genug Jod bekommt. Hilf mir nochmal bei Hashimoto. Das ist eine Autoimmunentzündung der Schilddrüse, die erst mit einer Überfunktion einhergeht, weil die Schilddrüse entzündet und powert dann mit Schilddrüsenhormonen. Das macht dann häufig Unruhe und Gewichtsverlust und später degeneriert diese Hashimoto-Schilddrüse und landet in der Unterfunktion. und man muss Schilddrüsenhormonen zufügen. Das betrifft mehr Frauen, wie auch Frauen sowieso eine höhere Empfindlichkeit haben für Autoimmunerkrankungen. Das liegt einfach daran, dass Frauen schwanger werden. Und Frauen haben da tatsächlich das kräftigere Immunsystem. Ist in der Unterfunktion immer auch Hashimoto-Hasimotor? Nein, aber sehr häufig ist vorgelaufen eine Hashimoto-Entzündung vorgewiesen und es ist dann schwieriger für die Betroffenen oder den Betroffenen das Gewicht zu halten, weil die Schilddrüse natürlich mitspielt in einer ganz feinen Hormonregulation und die ist hinterher gestört. Also Hashimoto-Betroffene haben immer auch ein bisschen Probleme mit dem Gewicht später. Erst zu dünn und dann zu dick. Auch doof. Ich habe mir nur so gemerkt, Unterfunktion macht Übergewicht, Überfunktion macht Untergewicht. Ja, so kann man sich das merken, so ist das auch. Gut.
Das Rezept, verordnet von Dr. Riedel.
Aber jetzt reden wir nicht von Über- oder Untergewicht, sondern von leckerem Essen. Weil wir gehen ja nie nach Hause, ohne dass wir irgendwas Leckeres kochen. Und es gibt übrigens wirklich ganz viele Zuhörerinnen und Zuhörer oder auch Zuschauerinnen und Zuschauer, die sich immer freuen über ein Rezept, dass sie sagen, oh, dann habe ich wenigstens mal eine neue Idee. Also wir zelebrieren das also nicht zum Selbstzweck oder dass ich mal wieder weiß, was ich kochen soll, weil ich bin auch immer dankbar. Ich probiere einfach immer gerne neue Sachen aus. Also genau, anders essen, gesünder essen kann so viel bewirken. Und das ist ja auch unser Spruch bei dem NDR Ernährungs-Docs.
Und das hat natürlich auch zu tun mit Ideen. Weil wir sind so ein bisschen die letzten Jahrzehnte in die falsche Richtung gegangen. Und da fehlt dann die Fantasie. Wie soll ich das jetzt machen? Was soll ich machen? Und solche Ideen geht es halt immer, geht es in der Serie, die ich mit Johann Laffer zusammen gemacht habe, Medical Cuisine, wo es uns darum ging, das, was die Menschen gerne essen, noch leckerer zu interpretieren und einen Gegenpol zu Fertiggerichten natürlich auch zu geben und zur sogenannten schnellen Küche. Und passend zum Herbst hier gesunder Darm, da gehört für mich der Magen-Darm-Trakt ist Speiseröhre hoch und runter. Alles, was letztlich für den Darm gut ist, ist auch für die Speiseröhre gut. Wir sehen hier Waldpilze mit Semmelknöde. Das ist doch quasi auch eine Hommage an die Österreicher. Wie bei mir zu Hause sozusagen, bei meinem früheren Zuhause, ja, ja. Ich esse gerne tatsächlich Knödel. Ich habe ja auch eine bayerische, eine oberfränkische Oma gehabt. Ich bin gern dort zu Besuch gewesen, weil sie die Knödel so toll gemacht hat. Meine Mutter konnte das nicht so gut.
Und die hat dann manchmal Knödel aus dem Beutelchen genommen. Das war das Einzige, was sie als Fertiggericht gemacht hat. Und hier haben wir schöne Semmelknödel. Wir haben hier eben nichts Geröstetes. Das ist für die Speiseröhre gut. Wir haben Gemüse, wir haben Pilze als sattmachende Eiweißträger. Und auch Eiweiß, was für den Verschluss der Speiseröhre gut ist. Wir haben hier keine übermäßig scharfe Würze und es ist ein mildes, tolles Gericht, was Darm, dem gesamten Magen-Darm-Trakt gut tut, mit pflanzlichem Eiweiß, vegetarisch und Haferflocken noch mit eingebaut. Das finde ich super. Macht eine schöne Schleimschicht für die Schleimhaut des Magen-Darm-Trakts. Also da sind leider kleine Finessen eingebaut und auch Gemüse. Und Pilze sind auch sowieso immer, finde ich, ein Superfood und haben tollen Noami-Geschmack, der einen auch am Ende gar nicht Fleisch vermissen lässt. Ja, wo man sich auch nicht so wahnsinnig vollgenudelt fühlt, wenn man gegessen hat. Und ich finde auch hier, also gerade jetzt im Herbst, in Österreich heißen sie ja Schwammerl, Waldschwammerl mit Semmelknödeln und der Österreicher sagt auch gerne mal Semmelknödeln. Ja, da sagt er, Semmelknödeln. Ja, das ist natürlich, ja, ja.
Dramatisch ein Horror. Ja, völlig falsch, aber ich glaube, Qualtinger hat das immer gesagt früher. Also das ist eine wunderbare Kombi und wir haben ja nicht mehr so viel zu tun draußen, also insofern ist auch die Zubereitungszeit hier von einer Dreiviertelstunde angemessen, hat ja auch was Kontemplatives das Kochen, das sage ich ja immer wieder gerne und da braucht man ein bisschen Zeit, man muss das halt alles irgendwie vorbereiten. Ich finde aber auch Pilzeputzen ist irgendwie eine nette Arbeit. Das ist nicht lästig und wir haben hier gemischte Pilze. Das ist doch wunderbar. Kann man selber sammeln auch? Ja, oh, oh, oh. Vorsicht, gerade im Süden. Aber nur, wenn man wirklich Ahnung hat. Ich würde mich niemals in die Pilze wagen. Und die Pilze halt aus Süddeutschland, Österreich, sind ja zum Teil auch noch mit Cesium belastet. Also zumindest in der Menge muss man dann vorsichtig sein. Toll finde ich eben bei diesen Semmelknödeln eben auch den Einsatz, habe ich schon gesagt, der Haferflocken.
Und das sind Semmelknödeln einfach anders interpretiert, mit Petersilie drin, Rapsöl, gesunde Öle. Und wir haben eine hohe Portion Eiweiß da drin, pflanzliches Eiweiß, macht auch Sat-Heft beim Abnehmen und das Ganze ohne Fleisch. Mit Sojasauce, die Soße. Toll, ne? Also es ist wirklich eine Finesse und das muss ich sagen, das macht Johann, wir vom Medikum Hamburg machen ja immer den Gesundheitsaspekt dabei und dann geht das Gericht immer hin und her zwischen Lafas Küche und uns und er hat immer wirklich, das muss man sagen, so kleine feine Ideen.
Das gewisse Extra ausmachen. Und ich bin immer wieder begeistert davon. Ich liebe seine Art, anders zu machen, anders zu kochen. Und wir sagen dann hier, vielleicht kannst du das noch und dann manchmal lehnt er das ab. Aber dann haben wir noch was anderes. Oder er denkt sich noch was dazu aus. Und am Ende kommt ein wirklich gesundes Gericht aber raus. Ich habe ihn im Sommer getroffen in Hamburg. Da war zu einer Veranstaltung hier, da hat der Steirische Tourismusverband hier eine Veranstaltung gemacht. und er hat auch einen Gang beigesteuert und zwar war das ein steirischer.
Weidealm-Ochse. Ja. Und da gab es ein Tartar und dann gab es noch so ein kleines, so ein Milchbrot. Er hat gesagt, das kennt er von seiner Oma so. Und dann waren da noch so kleine, feine Kräuterchen drauf und es war einfach unglaublich gut. Also es war dann nur so ein kleiner Gang. Ich war eingeladen da und ich fand es großartig. Oder außerdem ist es einfach eine coole Socke, eine coole österreichische Socke. Ich mache ihn einfach gern. Er ist umtriebig. Und was er am liebsten macht, ist, Leute bekochen. Er ist quasi der Gastwirt. Also er ist Gastwirt und Koch in einem. Es gibt so diese Gastgeber. Ja, genau. Also Köche, echte Köche erkennt man daran, dass sie ständig gucken, geht es den Gästen auch gut. Und was Gutes zu tun. Und er liebt es, vor Publikum zu kochen, für das Publikum und dann diese Dankbarkeit zu spüren, die er auch verdient hat.
Tatsächlich ist er ein besessener, ein küchenbesessener. Muss ich auch sagen. Also positiv jetzt. Also ich bin immer wieder begeistert, was er sich so einfallen lässt. Es macht Spaß, mit ihm zusammenzuarbeiten. Also mit einer kleinen Küchenbesessenheit, wie gesagt, dauert eine Dreiviertelstunde. Müsst ihr schon rechnen, aber dafür gibt es dann auch richtig Soulfood zu essen. Also das lohnt sich auf jeden Fall, denke ich mal, das zu probieren. Ich werde es jedenfalls machen. Warum habe ich jetzt irgendwie Hungergefühle? Ja, weil wir das immer kriegen, wenn wir über Essen reden hier. Außerdem irgendwie, ich weiß nicht, entweder duften die Karotten oder Apfel oder der Knoblauch. Die Bilder duften vielleicht auch. Auf jeden Fall habe ich jetzt irgendwie Hunger und würde sofort das essen können. Geht ja auch schon zum späten Nachmittag hin. Also da kriege ich immer Hunger.
Herzlichen Dank, Matthias. Das war wieder sehr erhellend. Und ich hoffe, ihr habt auch wieder was mitgenommen. Auch die Hörerinnen und Hörerfragen, glaube ich, sind ja immer für viele Leute interessant, weil man da ja auch mit Themen in Kontakt kommt, die man vielleicht selber hat oder die man in der Umgebung hat. Und da kann man immer was lernen. Also ich gehe wie immer schlauer nach Hause, Matthias, herzlichen Dank. Wenn ihr eine Folge verpasst habt, ihr findet uns auf allen gängigen Portalen und bei unserem Instagram-Auftritt So geht gesunde Ernährung, findet ihr dann auch das Rezept. Ja, und wenn euch das noch nicht gereicht hat, dann schaut auf der Seite myfooddoctor.de, abonniert dort den kostenlosen Newsletter oder schaut in die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift Ist nicht gesund mit lauter tollen Erfolgsgeschichten, Ideen, kritischen Berichten und vielen Tipps rund um die gesunde Ernährung. Tschüss. Wenn ihr die neue Podcast-Folge schon zwei Tage vor der Veröffentlichung hören möchtet, dann meldet euch jetzt für unsere neuen Newsletter an unter abendblatt.de. Dann kriegt ihr die Folge vorab, das Rezept und vieles mehr. Ein Podcast von Funke. Weitere Podcasts vom Hamburger Abendblatt finden Sie in unserer Abendblatt-Podcast-App und auf abendblatt.de slash podcast.