Das, was du sagst, ist richtig. Es sind mehrere Dinge, wie 90 Prozent der Erkrankungen, die wir in Deutschland haben, sind selbst verursacht. Ich sage jetzt nicht verschuldet, weil Schuld ist schon wieder sowas wie selber Schuld. Das macht die Politik ja gern, aber selbst verursacht. Und dabei spielt die Ernährung die wichtigste Rolle. Das spüren die Leute.

Entscheider treffen Heider. Wie erfolgreiche Menschen geworden sind, was sie geworden sind. Jetzt bei uns im Podcast. Herzlich willkommen, ich bin Lars Haider. Wenn mein heutiger Gast über Ernährung spricht, dann, das kann man glaube ich so sagen, hängen Hunderttausende an seinen Lippen. Er hat geschafft, dass das Thema auf einmal im wahrsten Sinne des Wortes in aller Munde ist und er füllt mit seinen Vorträgen sogar große Hallen. Sprechen wir gleich drüber. Matthias Riedel ist da, ist ein Star geworden, obwohl er, glaube ich, es nie darauf angelegt hat. Und ich ahne, dass er wahrscheinlich längst nicht glaubt, lieber Matthias, dass du es geschafft hast, dass du es tatsächlich geschafft hast, dass die Deutschen sich mehr für Ernährung interessieren, als dafür, wie man die Folgen von schlechter Ernährung wegmachen kann. Also wir werden darüber sprechen, ob du es geschafft hast und ich werde dich fragen, wie du all das, was du machst, eigentlich schaffst. Also all die Fernsehauftritte, die Vorträge in großen Hallen, die Bücher, den Podcast, den du bei uns machst und den inzwischen hervorragend.

Als 200.000 Menschen pro Folge hören. Ich freue mich sehr, dass es geklappt hat. Wir wollen also gucken, der Ernährungs-Doc. Wie ist der Ernährungs-Doc eigentlich, wie ist aus Matthias Riedel eigentlich der Ernährungs-Doc geworden? Matthias, Ernährungs-Doc, war das deine Idee? Nein, der NDR kam vor 13, 14 Jahren auf mich zu und sagte, ja, wir wollen gerne so eine Vorher-Nachher-Sendung machen. BBC hat so etwas Ähnliches mal gemacht, Food Hospital. Und das sollte hier nochmal deutsch interpretiert werden. Und dann haben wir überlegt, wie wir das machen. Ich arbeite ja mit Ernährungsberaterin, mit Data-Assistentin zusammen. Die hätte ich da gerne drin gehabt. Das war aber vom Konzept nicht so gewünscht. Es sollten halt Ärzte sein nur und eine Frau sollte auch dabei sein. Halt auch wegen der Küche.

Wie wegen der Küche? Ja, also die... Weil so nach dem Motto Männer, Küche ist nicht. Ja, das war das erste Konzept war ja. Eine Flecke ist ja dann in die Küche gegangen. Und Jörn Klaasen und ich, wir sind ja das Anfangsteam gewesen, wir haben uns dann emanzipiert und haben gesagt, nee, nee, wir machen unsere Fälle von Anfang, von Nose to Tale selber. Und wir machen auch Küche und wir machen auch Kochen und wir machen auch Zubereiten, das alles. Das haben wir dann uns quasi emanzipiert. Aber so ist es dann gelaufen, erst mit einer Pilotfolge von dreien. Und dann hat der NDR so langsam Vertrauen gefasst und immer wieder verlängert und dann wird es immer länger. Ja, jetzt mittlerweile ist es tatsächlich das Format des NDR Online, ist es das meistgeklickteste beim NDR und auch beim WhatsApp-Channel ist es gleich hinter der Tagesschau. Klar, wirst du verstehen, das Ziel ist es, die Tagesschau zu kippen. Ich habe es gesagt, bei uns hast du auch einen Podcast, der auch irgendwie der am meisten Gehörte ist. Und das ist ja die erstaunliche Entwicklung.

Denn als du angefangen hast, war genau das dein Ziel. Du wolltest eigentlich, dass die Menschen mehr über Ernährung sprechen. Man muss wissen, wenn wir ganz zurückgehen, da habe ich gestaunt, du warst ganz früher eigentlich Journalist. Ja. Während des Studiums. Genau, während des Studiums und davor. Und ich habe lange Zeit überlegt, ob ich Medizinjournalist werde, weil ich dann ja auch einen Studienplatz in Medizin bekommen habe. Und eigentlich wollte ich Medizinjournalist werden. Aber man glaubt es gar nicht, es war damals noch schwieriger, Medizinjournalist zu werden. Ja, ja, ich bin damals beim NDR abgeblitzt. Die wollten mich nicht und noch nicht mal fürs Praktikum.

Und so bin ich dann in der Medizin weitergegangen, weil die Medizin hat mir sofort einen unbegrenzten Vertrag angeboten und da ging es da weiter. Du hättest dir auch vorstellen können, hast du in dem Fragebogen, den ich allen schicke, geschrieben, Förster zu werden? Ja, ja. Und ich habe dann gleich an den Herrn Wohlleben gedacht. Dann wirst du so ein zweiter Wohlleben geworden. Warum Förster? So ein Baumerklärer oder so. Weil ich habe eine große Verbindung zur Natur. Und für mich ist Medizin auch ein Stück weit naturwissenschaftlich biologisch. Ich sehe das sehr, sehr biologisch. Uns als Teil eines Ökosystems. Und das heißt auch, wir sind in einem Ökosystem. Wir haben für das Ökosystem zu sorgen.

Wir brauchen dieses Ökosystem. Geht das kaputt, dann leiden wir auch darunter. Und dieses biologische Verständnis, das zieht sich bei mir so durch. Und deshalb war es für mich voll klar, als ich als junger Arzt im Krankenhaus stand, weil du fragtest gerade, wie kam das? Wie kamst du auf diese schiefe Bahn? Ja, so ein bisschen wahrscheinlich für einige war das schiefe Bahn. Ja, aber ja, also schiefe Bahn, es ist, ach, Ernährung.

Und als ich dann halt im Krankenhaus gesehen habe, dass die Menschen durch falsche Ernährung einfach krank waren und da im Bett lagen, dann dachte ich, das darf es nicht wahr sein. Zuerst habe ich mit Diabetikern angefangen und da gab es dann auch die ersten Diabetes-Typ-2-Heilungen. Und dann habe ich gemerkt, dass mit dem Diabetes ... Also nicht nur der Diabetes Typ 2 verschwand, sondern der Blutdruck war weg, die Cholesterinwerte waren normal, die Gicht war auch schon geheilt. Und dann, das war aber nachher schon in der Niederlassung, da habe ich dann auch hier in Hamburg die erste Schwerpunktpraxis Ernährungsmedizin gegründet. Und das ist jetzt auch schon über 20 Jahre her. Das Interessante ist, wenn man sich da eine Karriere anguckt, man denkt so, der ist ja schon so lange da. Und dieses Thema Ernährung ist auf einmal durch dich und auch durch die anderen Ernährungs-Doc. Aber ich glaube vor allen Dingen durch dich sehr präsent geworden. Aber es ist ein unglaublich langer Weg gewesen, weil viele Mediziner, viele Kollegen gesagt haben, komm, was machst du denn da? Genau, es ist nicht nur, was machst du denn da? Es ist auch, ich habe auch von Selbsthilfegruppen gehört, wie kannst du denn wagen, also so etwas Ernstes, das war zum Beispiel von einer Endometriose-Selbsthilfegruppe, so eine Frauenkrankheit, die mit starken Regelbeschwerden einhergeht.

Und da sagten die, wie kannst du denn es wagen, so etwas Ernsthaftes wie eine Endometriose mit Ernährung zu behandeln. Oder auch von ADHS-Ärzten kamen, die meistens auch sehr häufig eine eigene persönliche Beziehung zu ADHS haben, kamen dann wirklich gegen, wenn die sagten, also das ist jetzt eine ordentliche Erkrankung und du kommst da mit Essen daher. Ich fasse es nicht. Und das wird weniger. Es gibt aber immer noch Fachrichtungen. Das sind die Rheumatologen zum Teil auch, die sehr skeptisch sind. Die sagen, ich habe hier mein Regime. Das mache ich jetzt seit 20 Jahren.

Jetzt kommst du mit deiner Ernährung. Ich sage nicht Ernährung statt Medikamenten, sondern Adjuvant. Vielleicht können wir die Medikamente einsparen. Das ist in Deutschland teilweise ein bisschen schwierig. Da habe ich noch sehr viel Gegenwind. Da wird immer kleiner. Die Kritiker werden immer leiser. Aber ich bin da sehr unruhig. Und ich mache das jetzt seit 30 Jahren. Und ich habe eigentlich gedacht, das macht, also vor 20 Jahren habe ich gedacht, das macht jetzt bald jeder. Das tut es aber nicht. Also jeder Arzt? Ja, das ist alle mitzinswerten. Immer mehr, das sind die Jahrgänge, die jünger sind als 40 Jahre. Wir haben jetzt im Medikum Hamburg eine Warteliste für ärztliche Bewerber. Das ist so nie gewesen. Die wollen nicht mehr Reparaturbetrieb im Krankenhaus, sondern die wollen vorbeugen. Die haben das verstanden. Und du fragtest ja eben auch nochmal so, wie kommt das?

Wieso bist du diesen Weg gegangen? Und dazu muss ich sagen, dass ich als Kleinkind eine Allergie hatte, Und das war 60er Jahre. Da erinnerst du dich nicht, du bist jünger. Ja, aber auch nicht mehr so viel. Aber gut, man erinnert sich daran, wenn eigene Kinder so eine Allergie haben, das kann schon erstens sehr belastend sein. Dann versucht man eine Desensibilisierung heute, aber wahrscheinlich gab es das damals noch nicht. Genau, das ist der Punkt. Es gab sogar auch Ärzte, die nicht mal eine Allergie kannten. Und das habe ich als Kleinkind und später als Kind erlebt. Und nachher später bin ich an einen Arzt gekommen, der gesagt hat, das ist klar, das ist eine Allergie und das behandeln wir mit einer Desensibilisierung, Hyposensibilisierung. Und das war für mich so ein, da war ich neun oder so, das war für mich so ein Erlebnis. Einmal, dass es einen Beruf gibt, der so viel Freude bereitet, einem leidenden Menschen. Und auf der anderen Seite hat es mich schockiert, wie die Kollegen, die es nicht wussten, die meinen Eltern angeraten haben, mir rohe Leber zu essen zu geben, dann wird dieses schwächliche Kind schon wieder gesünder.

Das hat mich mit wirklich Schaudern erfüllt. Und diese mangelnde Weiterbildung und das fehlende Krankheitsverständnis und auch die Mitarbeit des Patienten, das ist ja Ernährung, macht ja Mitarbeit des Patienten, die nicht auch zu bedienen. Weil alle Menschen fragen immer, was kann ich denn selber tun? Und wenn der Arzt dann mit den Schultern zuckt und sagt, ja, da können Sie nichts mit Ernährung machen oder nehmen Sie die Tabletten und gut, das ist falsch, weil das aktiviert unsere Selbsthagungskräfte und natürlich können wir mit der Ernährung viel machen. Und die Leute wollen das auch. Ob bei Krebs oder bei Darmerkrankungen und so weiter. Und das ist für mich, das war für mich die Triebfeder zu sagen, wenn ich sehe, da leidet jemand umsonst, der könnte was tun, mittun, Das ist für mich dann der Punkt, wo ich dann auch in die Adipositas-Therapie und in die ganze Ernährungstherapie ganz tief eingestiegen bin. Weil ich finde, das ist Leiden umsonst. Wenn man den Leuten nicht erklärt, wenn du richtig isst, dann kannst du wieder gesund werden. So banal ist das. Und das finde ich schlimm. Das sind Kunstfehler in meinen Augen. Warum hören dir die Leute heute zu, was sie offensichtlich früher nicht getan haben? Es ist ja verrückt, dass Menschen vor einem Podcast sitzen oder vor dem Fernseher.

Hunderttausende Menschen und sich zuhören, wie andere Menschen wie du über Ernährung spricht. Also über warum man mehr Mandeln essen sollte oder warum man nicht so viel Kohlenhydrate hat, was es da alles gibt. Woher kommt das Interesse auf einmal? Du hast es gerade gesagt, normalerweise ist es, wenn man zum Arzt geht und gerade in Deutschland, die Deutschen gehen viel zum Arzt, hat man die Erwartung, man geht da hin und man kriegt irgendetwas, was möglichst schnell wirkt. Also es gibt die Geschichten von Ärzten, die im Podcast sind, die darüber klagen, Kinderärzte, dass Eltern fast schon enttäuscht sind, wenn sie rausgehen und haben kein Antibiotikum bekommen. Genau. Hat sich da was geändert? Das ist ja die Frage, hat man sozusagen diesen Wandel geschafft? Hast du das Gefühl, dass die Leute das nicht nur anhören, sondern tatsächlich auch sich das Ernährungsverhalten ändert? Ja, das was du sagst ist richtig. Es sind mehrere Dinge, wie 90 Prozent der Erkrankungen, die wir in Deutschland haben, sind selbst verursacht. Ich sage jetzt nicht verschuldet, weil Schuld ist schon wieder sowas wie selber Schuld. Das macht die Politik ja gern. Aber selbst verursacht und dabei spielt die Ernährung die wichtigste Rolle. Das spüren die Leute. Das ist das eine. Das andere ist, dass sie auch selber mitwirken wollen. Sie wollen das verstehen. Und wenn sie es verstehen, merken sie auch, da hat die Ernährung eine Rolle. Und das Nächste ist, wir haben ein medikamentenzentriertes Denken in der Medizin, gerade in der inneren Medizin.

Und wir haben eine Krankheit, zum Beispiel Fettleber, wird jetzt gerade derzeit intensiv geforscht, Fettleber. Und da brauchen wir ein Medikament für. Nein, brauchen wir nicht. Wir haben eine Erinnerungstherapie, die kann es 100 Prozent heilen. Aber dieses Medikament wird entwickelt, es wird es auch geben. Es ist irre teuer, es kommt bald auf den Markt. In Amerika ist es zum Teil schon erhältlich. und wir gehen den falschen Weg. Wieso behandeln wir etwas mit Tabletten, was wir mit der Lebensweise verbessern können? Und das wissen die Leute, sie spüren das. Die Leute sind sehr, die haben ein Gespür schon für ihren Körper und die merken, dass das, was sie da essen, das kann nicht gut sein. Und das ist aber mehr was Dumpfes. Und deshalb nehmen sie diese Informationen auf. Das Ganze wird aber umwabert von Influencern, die zu 70 bis 100 Prozent Bullshit erzählen oder Produkte verkaufen wollen. Und da ist dann die Suche initiiert nach valider Information. Und dafür stehe ich.

Du hast es gerade gesagt, also es gibt einerseits sozusagen die Pharmaindustrie, die ein Interesse daran hat, anscheinend solche Medikamente zu machen, aber man erlebt das jetzt wieder mit dieser berühmten Abnehmenspritze. Erlebt man, dass man das, was die Leute sich zwar für Ernährung interessiert, aber dann doch sagen, ah, da ist was, das ist eine Abkürzung, das geht schneller. Und man staunet, ich weiß nicht, wie es dir geht, ich staune auf einmal, wie viele Menschen ich in meinem Umfeld habe, wo ich denke, mein Gott, hast du abgenommen. Und dann sagen die auch ganz stolz, ich habe 45 Kilo abgenommen im vergangenen Jahr und ich habe ja auch meine Ernährung umgestellt und sage, ja, am Anfang habe ich die Spritze genommen und so. Also das ist nicht das Problem, wenn dann sowas kommt, das verspricht, es geht alles viel schneller. Man sieht es gleich. Es ist nicht so anstrengend, dass die Leute dann doch wieder sagen, ach komm, dann muss ich mich ja gar nicht irgendwie um meine Ernährung kümmern, wenn es etwas gibt, was mir das abnimmt. Das ist es. Natürlich sind alle immer so auf der Suche nach dem Stein des Weißen. Also die Pille, die mir das löst, das Geheimrezept, das Lebensmittel, was das Problem löst. Dieses Denken ist immer noch vorhanden, das müssen wir wegbekommen.

Und gerade bei der Abnehmenspritze hast du völlig recht, ist das ein großes Problem. Und dieses Medikament ist eigentlich ein Segen, aber wir können es nicht an alle verteilen. Und das muss man festhalten, das ist an sich ein Segen und zwar an alle die, die wirklich schwerwiegende, also BMI über 30, schwer Diabetes, schwere Folgen und so. Weil stimmt das tatsächlich? Das hat mir ein neuer Arzt erzählt, dass du dann die Leute behandelst und so ein halbes Jahr, ein Jahr später, haben die ganz normale Werte wieder. Das ist richtig so. Ja, ja, und Krankheiten gehen weg. Du musst ja bedenken, dass die Krankheiten, die wir haben, die sind zum großen Teil irgendwie durch Übergewicht verursacht oder verschlimmert oder werden irgendwie getriggert dadurch. Übergewicht ist die Mutter der Krankheiten, das ist nicht alle, aber Übergewicht triggert viele Erkrankungen und wenn du das Übergewicht beseitigst, verschwinden 200 Krankheiten, 300 Krankheiten. Das macht es eigentlich, das ist noch gar nicht richtig begriffen worden, zum Longevity-Medikament. Weil langleben tust du, wenn du gesund bist, wenn du übergewichtig bist und kassierst eine Übergewichtsfolge nach der anderen, dann verkürzt es dein Leben. Wenn es aber alle bekommen würden, die es theoretisch bekommen müssten, dann würden sich unsere Medikamentenausgaben verdoppeln. Das kann es nicht sein. und wir können nicht auf der einen Seite uns so schädigen auf.

Volldampf und dann nehme ich die Spritze. So geht es nicht, weil diese Spritze hat natürlich auch mögliche Nebenwirkungen, gerade in der Hochdosis-Therapie. Aber, du hast völlig recht, es ist ein Segen. Das heißt, du verschreibst sie auch? Genau, wir haben ja auch eine Abnehm-Spritzen-Ambulanz und da muss man aber sagen, 80 Prozent der Patienten, die da hinkommen, die sagen, red nicht lange, gib mir das Rezept. 20 Prozent sind bereit zu sagen, okay, ich mache erstmal eine Ernährungsumstellung und dann gucken wir, ob wir das Medikament einsetzen. Du würdest ja immer zu dem anderen dazu raten. Unbedingt, du hast es auch gedacht. So ist das Medikament gedacht. Und was machst du, wenn jetzt einer kommt, der sagt, ich habe hier so ein bisschen und da so ein bisschen, aber ich habe einen BMI, der eigentlich im Normalbereich ist? Dann sagst du, nein, machen wir nicht. Dann sagen wir, das empfehlen wir nicht. Wir empfehlen immer erstmal, die Ernährung zu verbessern. Und wenn wir die Hilfe der Abnehmenspritze brauchen, dann wird das diskutiert. Und die Frage ist immer, muss es die hohe Dosis sein? Oder kann ich mit kleiner Dosis das erreichen? Vielleicht für zwei, drei, vier, fünf, sechs Monate. Weil die 80 Prozent, die nur das Rezept wollten, die kommen dann nach einem Jahr wieder und sagen, ja, jetzt habe ich abgenommen, aber das ist teuer. Und ich will davon weg. Und dann kommen die dann doch zur Ernährungsberatung, weil dann versuchen wir sie von der Spritze wegzukriegen. Du kommst da drum nicht herum. Bei den ganz Übergewichtigen, da hilft die Spritze schnell. Dann sagen wir, wenn man sich das Beispiel, 45 Kilo abgenommen, der Fall. Vielen Dank. Wenn man dann die Spritze absetzt, dann muss man einfach in dem Moment seine Ernährung umstellen, oder?

Ja, vorher schon. Aber da muss man es durchhalten. Richtig, ja, da muss man es durchhalten. Es muss sozusagen individuell mit dem Patienten ausgehandelt werden, nach seinen Geschmacks- und Ernährungsvorlieben. Das muss passen. Ernährungsumstellung ist nie eine 0815-Diät, one size fits all, sondern es ist immer ein Aushandeln mit dem Patienten. Was isst du denn so gerne? Und das ist jetzt hier nicht gut für dich, ich habe hier was anderes, willst du das? Und wir machen sozusagen eine Unternehmenssanierung. Und der Unternehmensinhaber, das ist der Übergewichtige, der sagt, nee, das will ich nicht. Ich will das. Das ist ein gutes Recht. Und so kommen wir zum Erfolg. Und dann haben wir nachher wieder schwarze Zollen. Aber das ist ein, ja, wir sind Insolvenzverwalter, was das angeht. Wir machen Vorschläge, wir retten das Unternehmen. Aber es soll hinterher auch strahlend sein und es soll auch Spaß machen. Das ist ja beim Menschsein sehr wichtig. Schafft man das eigentlich auch alleine? Ja, habe ich. Ich habe viele Patienten, die schicken mir ihre Erfolgsstories. Weil die zugehört haben einfach nur. Ja, die haben zugehört. Die haben entweder im Fernsehen das gesehen, haben gedacht, so macht man das.

Und was wäre jetzt, wenn ich das auch machen würde? Und das ist die Initialzündung für die Selbstheilung. Was wäre, wenn ich das auch machen würde? Das steht am Anfang jeder großartigen Verhaltensveränderung. Und wenn die dann sagen, ich versuche es mal, dann hat er das. Und wir haben ja Arbeitsbücher abnehmen nach dem 20-80-Prinzip. Es gibt eine App, die du entwickelt hast. Ja, MyFoodDoctor-App. Es ist ganz unterschiedlich. Manche machen es halt mit dem Buch, 20-80-Prinzip. Manche machen es mit der App. Aber die schreiben mir dann Mails und sagen hier, und die waren ja nie bei mir, 35 Kilo abgenommen, 40 Kilo abgenommen. Und das ist, was ich will. Ich will die Ernährungstherapie in die Wohnzimmer tragen, damit es jeder selber machen kann. Weil wir haben nicht genug Fachleute, die es wirklich gut können. Wir haben 100 Schwerpunktpraxen, Ernährungsmedizin, nicht mal ganz in Hamburg. 1.500 Ernährungsberatungsberufe. Du machst eine Krause Stirn, zu Recht. Das reicht hinten und vorne nicht, um die Leute professionell zu betreuen. Und das, denke ich, ist der nächste Schritt. Wir sind mit der MyFoodDoctor-App jetzt an der Schwelle, dass die Kassen das zertifizieren. Und dann kann es als Präventionsleistung von den Kassen übernommen werden. Die Kassen warten auf so ein Angebot, weil sie wissen um die teure Problematik und das große Leiden der Menschen mit Übergewicht. Und es geht immer darum, sein Gewicht zu reduzieren?

Also ist das oder gibt es auch ganz normale, es gibt ja auch Menschen, die man immer beneidet, die so einen Stoffwechsel haben, wo man denkt, Alter, der kann essen, was er will. Du haust dir den ganzen Kram rein, alles vor dem du warnst und du nimmst nicht zu. Dann hat man einfach Glück gehabt. Ja, da hat man Glück gehabt, das sind meistens Familien mit einem hohen Grundumsatz, das heißt, die brauchen viel. Das sind eigentlich, beim Autoverkehr würde man von Spritschluckern sprechen.

Die haben so einen Durchlauf, Die haben möglicherweise bis zum doppelten Energiebedarf von einem, der sehr sparsam mit seiner Energie umgeht, der das alles anbunkert und die werden nicht übergewichtig. Aber wenn man übergewichtig ist, dann geht es zwar auch darum abzunehmen, aber hast du noch eine Krankheit, dann geht es darum, zum Beispiel hast du Diabetes, geht es um antidiabeteses Essen, das ist noch ganz was anderes. Das muss man einfach zusagen. Tatsächlich ist es so, wenn man jetzt Diabetes Typ 2 hat zum Beispiel, oder man droht das zu bekommen, kann man mit der Ernährung verhindern, dass man es überhaupt bekommt oder man kriegt es sogar weg. Richtig. Man kriegt es sogar weg, okay. Und die Rate liegt bei 80 Prozent, wenn du es richtig machst. Krass. Das wird nicht genutzt, das Potenzial, sondern wir setzen immer noch sehr viel Insulin ein, Tabletten und viele Ärzte sind so ein bisschen defetistisch und sagen, naja, das schaffen die eh nicht. Nein, das stimmt nicht. Das schaffen die. Wir müssen ihnen nur die richtigen Tools an die Hand geben. Und dann schaffen die das auch. Und bei anderen Erkrankungen geht es halt, hier bei entzündlichen Erkrankungen, anti-entzündliche Ernährung, musst immer. Dann gucken, welches Organ ist krank? Was braucht dieses Organ, um wieder gesund zu werden? Und parallel ist es bei jeder Erkrankung gut, das Gewicht zu reduzieren. Das kommt dazu.

Wo sagst du, wann fängt für dich Übergewicht an? Es gibt immer den BMI, Body Mass Index, den man nimmt. Ist das sozusagen das Maß aller Dinge? Oder wo sagst du, stopp Leute, da müsst ihr jetzt mal gucken, da muss was weg? Ja, also der BMI ist immer noch, es wird diskutiert, ob man den BMI ablöst, jetzt von anderen Verhältniszahlen. Aber der BMI ist immer noch gültig. Und wer da, ab 25 ist es Übergewicht, ab 30 ist es Adipositas und ab 35 schwerere Adipositas.

Wenn du jetzt älter bist, über 60, 65 im Rentenalter, dann ist 27 auch okay. Da ist man dann großzügiger. Und vor allen Dingen geht es aber auch darum, das Bauchfett loszuwerden. Weil du kannst tatsächlich ein BMI von 24 haben und hast einen dicken Bauch. Aber du hast Muskelmangel an den Beinen. Und das ist auch krank. Es gibt Menschen mit normalen BMI, die haben viel zu viel Bauchfett. Und das ist dann auch ungesund. Das sind die dicken, dünnen. Gibt es auch. Okay. Wenn man jetzt sagt, ich möchte mich jetzt einmal grundsätzlich gesund ernähren. Ich habe natürlich fast alle Podcasts von euch gehört. Immer fasziniert und dachte, oh Gott, das nächste Lebensmittel, das ausschaltet. Das nächste Lebensmittel, das ausschaltet. Aber habe ich eine Sache richtig begriffen? Wenn ich versuche, alles, was ich esse, selbst herzustellen, bin ich schon mal auf einem ganz guten Weg? Ja. Weil ich dann nicht das habe, was du immer nennst, die hochverarbeiteten Lebensmittel. Genau, genau. Ich habe immer so, ist das sozusagen eigentlich der Feind Nummer, kann man sagen, ist das der Feind Nummer eins? Geworden. Geworden. Geworden, genau. Und das ist in der Gesellschaft tatsächlich noch nicht angekommen. Weil wir reden ja auch sehr viel in der Ernährung, auch im Fernsehen und überall, wir reden sehr viel von, was du essen musst. Wir müssen aber auch, also muss keiner, Aber wir müssen auch darüber resten, was uns krank macht. Wenn ich schon das weglasse, was uns krank macht, kann ich manchmal meine Ernährung belassen, wenn ich nur die hochverarbeiteten Lebensmittel rausnehme. Und das ist ein so großes Problem geworden in der Gesellschaft.

Die Hälfte des Energiebedarfs bezieht der Deutsche aus hochverarbeiteten Produkten. Noch mal kurz erklären, hochverarbeitet ist zum Beispiel was? Ja, genau. Schwieriges Thema. Wo fängt das an? Ist eine Schokolade hochverarbeitet? Ja, ja, ja, ja, ja, nein. Also wenn du jetzt eine Bio-Schokolade hast, da ist dann der Zuckergehalt schon kritisch zu sehen, aber da hast du echte Vanille drin, alles ist gut. Hast du jetzt aber hier eine Schokolade eines industriellen Herstellers, dann hat der da kein Vanille drin, sondern nur Vanille-Aroma. Und dann hast du Chemie da drin.

Die Definition von Hochverarbeiteten ist sehr umstritten. Es gibt die Nova-Klassifikation, Klassifikation 4, Teile hat die, Nova 4, wären die höchstverarbeiteten Produkte. Aber ich mache es, das versteht ja kein Mensch, ich mache es einfacher, ich sage, wenn du da hinten Chemikalien siehst, dann ist die Gefahr groß, dass es hochverarbeitet ist, lass es stehen. Das sind die Gewürzgurken von, sag ich mal, von den No-Name-Lebensmittelkonzernen.

Die heißen dann irgendwie weiße Ware oder was auch immer. Da ist kein Label drauf. Die sind ohne Aroma, ohne Chemie. Und dann hast du den Markenhersteller, der macht seine Markenchemie da rein. Du erkennst das an den Lebensmitteln. Die Schokoladen haben einen ganz typischen Markengeschmack. Und der wird durch Chemie hergestellt. Das ist dieses, wo man eigentlich immer denkt, oh toll, das mache ich, das schmeckt immer gleich. Ja, genau. Du kannst es blind verkosten. Das heißt, das ist gar kein gutes Zeichen, wenn es immer gleich schmeckt. Ja, genau. Du könntest es blind verkosten. und würdest jetzt die mit dem M und die aus der schwedischen Schokolade sofort blind erkennen, weil die da Aromaten haben. Und sobald dort Chemie drin ist, also auch beispielsweise die Sahne, die Bio-Sahne ohne Karagen, die normale konventionelle Sahne mit Karagen. Karagen steht im Verdacht, die Darmschleimhaut zu schädigen und sie damit durchlässiger zu machen und das kann Krankheiten sein. Also gut, erst mal ein wichtiger Hinweis, wenn ich nur Bio-Lebensmittel esse, habe ich schon mal weniger Chemie. Genau. Schon mal gut. Ja, schon mal besser.

Und dann eben zu gucken, möglichst alles, was man isst, wenn man das vorher selber zubereitet hat, dann weiß man, was man reingeschmissen hat. Ist ein bisschen kompliziert, aber gut. Wenn du selber kochst, dann können wir da auch nochmal was verändern. Dann sagen wir ein bisschen weniger Fleisch, ein bisschen weniger Schweinefleisch, ein bisschen weniger tierische Fette, viel Gemüse. Du hast es aber in der Hand, aber sobald du hochverarbeitete Produkte hast, ein Beispiel, da kommt ja aus Amerika, Beyond Meat, das kennt jeder, nenne ich mal so. Das ist aus Erbsenproteinisolat hergestellt, dann hast du dieses Erbsenproteinisolat, da muss Wasser dazu, dann ist das eine flappige Pampe, dann muss es aber noch sämiger werden, dann machst du noch ein Bindemittel rein, dann muss es noch eine Farbe kriegen. Wenn du Glück hast, wird es mit rote Beete gemacht, dann wird es rötlich. Und dann muss es aber noch ein bisschen Substanz kriegen. Dann machst du Hydrocellulose rein, das ist Kleister. Und dann kriegt es schon so ein bisschen die Form und dann kannst du es in Form pressen. Und dann machst du noch Salz da rein und noch Geschmack durch Chemie. Und du wirst jetzt sofort sagen, alles klar, das habe ich verstanden. Das ist hochverarbeitet und genau das ist es. Das heißt, wenn man die Wahl hat zwischen dem und einem Stück Fleisch, würdest du dann sagen, dann lieber ein Stück Fleisch? Unbedingt, unbedingt. Dann esse ich lieber ein Stück Fleisch. Ist das so ähnlich wie mit, wenn du sagst, ich möchte mir jetzt mal eine Cola trinken, ich habe die Wahl zwischen Cola, normale Cola und Cola mit Süßstoff, würdest du auch sagen, lieber die normale Cola? Ja, lieber weniger von der normalen Cola, ja. Okay, krass. Weil die Süßstoffe, wie zum Beispiel jetzt bei den Süßstoffen. Aspartam oder sowas, genau.

Aspartam, Risiko für Krebsentstehung bleibt, laut WHO.

Sucralose scheint die Appetitregulation zu stören, besonders bei Frauen, ändert die Darmflora. Das sind Dinge, die ich einfach nicht brauche. Man kann natürlich auch ein kleines Glas Light-Cola trinken, das geht auch. Aber es ist immer die Frage der Menge, ich würde es reduzieren. Okay, das ist was, was ich mitgekriegt habe. Dann natürlich fragt man sich irgendwie, Fleisch oder nicht Fleisch. Was ich rausgehört habe bei dir, je weniger, desto besser, kann man das so sagen? Ja, also ganz klar 300 Gramm pro Woche in Ordnung. Danach steigt langsam das Risiko für bestimmte Erkrankungen. Und man muss bedenken, dass je mehr Fleisch du isst, es verdrängt ja andere Lebensmittel. Wenn du jetzt abends 1000 Gramm Steak isst, was willst du dann noch dazu essen?

Da hast du nicht mehr viel Lust auf Gemüse, weil du bist einfach satt. Gilt auch das, was du vorhin gesagt hast, wenn der Vegetarier, so wie ich, auf Fleisch verzichtet, kann er sich da auf der anderen Seite andere böse Sachen leisten? Nein, auch nicht. Man kann es leider nicht gegeneinander aufbesorgen. Was willst du dir denn leisten? Das war ganz konkret gefragt. Dann abends mal schöne Schokolade. Ja, das ist okay. Wenn du dich wirklich vegetarisch, pflanzlich, aber jetzt nicht so ein Toast, Chips, Vegetarier, du kannst dich ja auch vegetarisch ernähren mit Toast, Chips, Pommes, da sind wir immer noch im vegetarischen Bereich.

Dann muss ich sagen, nee, du, dann lass mal die Schokolade weg, das macht es, ne? So. Aber wenn du dich gesund vegetarisch mit 500 Gramm Gemüse ernährst und auf hochverarbeitete Produkte verzichtest, ja, warum sollst du denn nicht abends ein bisschen Schokolade essen? Was mir natürlich auch immer bei dir auffällt, ist, du liebst ja Nüsse, Mandeln. Ich glaube, dass Millionen von Menschen wahrscheinlich, die zuhören, ganz viel Mandeln essen und Nüsse essen und dann stehe ich immer am Nussregal und kaufe mir das und gucke ich immer hinten drauf und denke, Und das frage ich dich jetzt, mein Güter, das hat unglaublich viel Kalorien. Ja. Also abnehmen tue ich damit nicht, oder? Nee, trotzdem sagen die Studien, dass Nussesser ein geringeres Risiko für Übergewicht haben. Und das ist nicht ganz klar, aber der Erklärungsversuch ist folgender. Nüsse enthalten Ballaststoffe, Fette, Eiweiße und das macht satt. Wenn der Lars jetzt also Nüsse isst, dann ist er satt im besten Fall und kommt nicht auf den Gedanken, aus dem Süßigkeitenregal irgendwo hier in der Redaktion einen Schokoriegel zu essen. Was würde er nicht tun, weiß ich ja.

Vielleicht doch. Vielleicht doch, aber du weißt, was ich meine.

Dieses verdrängt anderes Ungesundes. Und die Studien sind da ganz klar. Es gibt eine Studie, Predimet, die sagt, das ist natürlich eine spanische Studie, das haben die Spanier gemacht, die haben kranke Leute sieben Jahre lang mit viel Olivenöl, mit vielen Nüssen oder fettarm behandelt, ernährt. Und nach sieben Jahren ging die Schere deutlich auseinander, dass die, die Olivenöl bzw. Nüsse gegessen hatten, ein geringeres Übergewichts-, Infarktrisiko- und Krebsrisiko hatten. Das scheint über diese Verdrängung zu gehen. Überhaupt ist es ja so, dass man staunt, wenn man sich anguckt, die Franzosen, die Italiener, die Spanier, die machen ja etwas, was wir eigentlich nicht, was in Deutschland ist das nicht. Die essen wie verrückt Weißbrot. Und trotzdem sind sie, wenn man durch die Lande so reißt, gefühlt sind die deutlich schlanker als die Deutschen. Und sie haben offensichtlich, aber es ist ja nicht so, dass wir die höchste Lebenserwartung haben, wo wir so eine tolle medizinische Versorgung haben, sondern das heißt mit anderen Worten, das Brot ist nicht das Thema, sondern es sind tatsächlich diese Fette, die Nüsse, die Öle. Ja, sag mal so, das ist völlig richtig. Wir haben eine der schlechtesten Lebenserwartungen in den westlichen Ländern, das ist so. Streiten uns da immer ein bisschen mit Portugal, die eine wesentlich schlechtere Gesundheitsversorgung haben, das ist ein Drama. Aber du sprichst jetzt an, warum sind die Franzosen, Franzosen legen Mehrwert, die haben viermal so große Gemüseabteilungen. Die legen sehr viel Mehrwert auf Qualität, die legen mehr viel auf Hand gemacht.

Dieses selbstgekochte, so ein Koch in Frankreich, der reißt nicht eine Tüte auf. Das macht man nicht. Die haben eine andere Beziehung zum Essen und die haben eine andere Beziehung zum Gemüse, zur Qualität. Da wird eine Vorsuppe gegessen. Und dann kommt das Hauptgerecht. Da wird nicht mit Fleisch geprotzt, wie bei uns teilweise. Und dieses Zeitnehmen, das gemeinschaftliche Essen, führt dazu, dass Sie weniger essen, auf der einen Seite. Und Sie haben tolle Gemüsezubereitungen, Ratatouille, muss ich gar nicht, Antipasti, all sowas. Und Sie haben nicht diese Fleischvöllerei und Sie legen Mehrwert auf Qualität. Und Sie haben andere Lebensmittel, die Sie vorne anstellen. Knoblauch ist ein Longevity-Medikament, quasi.

Olivenöl desgleichen, Nüsse, Fisch und das ganze viele Gemüse. Und diese Tradition, die haben wir nicht. Wir sind schlechte Selberkocher, wir gehen in Systemgastronomie, das sind Steakhäuser zum Beispiel, da wird alles aufgerissen, das ist irgendwo produziert worden. Du merkst das schon, wenn du hier in Deutschland zum Griechen gehst, dann der Tzatziki ist nicht scharf gekantet, sondern der ist so glatt überall, wie so eine Wolke. Dann ist da ein Emulgator drin. Das kommt aus einem großen Topf. Da würde sich so ein französischer Koch schämen, wenn er das aus einem großen Topf holt. Und wenn man dann anfängt, sich damit zu beschäftigen und auch zuhört und das versucht umzusetzen... Ist das Problem, dass es einem schwerfällt. Dass es einem schwerfällt, das durchzuhalten. Also ich kenne ganz, ganz viele, man kennt das aus eigener. Und jetzt ernähre ich mich immer besonders gesund und dann schafft man das und freut sich. Und macht vielleicht noch diese 16-8-Methode, umfasstet dann ein bisschen. Und dann fühlt man sich gut, aber man hält es nicht durch. Und das ist die Frage, die ich mir bei dir stelle, weil ich habe, als ich im Krankenhaus gearbeitet in meiner Zeit, habe ich ganz viele Ärzte kennengelernt. Und diese Ärzte gingen, ich war auf einer Station für arterielle Verschlusskrankheiten, die Ärzte gingen rein, sagten zu den Menschen, denen sie gerade den Fuß abgenommen hatten oder die schwere Durchblütungsstörung hatten, weil sie rauchten, sagen, sie müssen aufhören zu rauchen. Sie müssen abnehmen. Dann gingen diese Ärzte raus und zündeten sich eine Zigarette an.

Und viele Ärzte, die ich erlebte, die zu den Leuten gesagt haben, wir sind weniger Stress, wir müssen gesünder leben und standen bis ein Uhr in der OP und haben dann um halb zwei noch den Kühlschrank geplotert und so. Du siehst so aus, wie man sich jemanden vorstellt, der sich so ernährt, wie du das empfiehlst. Wie schaffst du das? Das tue ich auch. Einmal ist es so, wenn so ein Polizist, der geht selten bei Rot über die Straße, sage ich mal so. Und ein Rechtsanwalt geht nicht in den Supermarkt und klaut sich die Taschen voll. Genauso ich als Ernährungsmediziner kann gar nicht anders. Du kannst auch als Journalist gar nicht anders als Rechtschreibung richtig schreiben. Ja, stimmt. Okay, wenn du flüchtig bist, dann nicht. Aber das kann ich gar nicht. Ich weiß, was ich mir antue. Und natürlich esse ich 500 Gramm Gemüse am Tag. Ich reduziere meinen Fleischkonsum maximal. Ich bevorzuge eher kleine Mengen Bio-Fleisch und hochverarbeitete Produkte. Ganz ehrlich, die haben wir ganz selten im Kühlschrank und dann in kleiner Menge. Und dann nehme ich von diesen hochverarbeiteten Produkten immer die bessere Variante, die ohne Aroma und ich vermeide Chemie und Süßstoff total.

Und das ist einfach eine Frage, das ist mein Beruf. Ich kann da gar nicht anders. Ja, aber das ist ja das eine dein Beruf und das andere ist ja das Leben. Das ist ja das Thema, das es einem dann überkommt plötzlich. Man hat dann Lust und sagt, oh, sieht das gut aus. Das mache ich auch. Das mache ich auch. Oh ja, Mousse au Chocolat nach dem Essen, teile ich mir aber mit meiner Frau. Das ist so eine Methode, um die Menge zu reduzieren. Ich vertrage es gar nicht so gut, ehrlich gesagt. Ich muss Schokolade, ich kriege dann so brennen häufig. Oder ich esse natürlich auch mal eine halbe Tafel Schokolade, ganz klar im Anfall, und gucke mir dabei zu und sage, was machst du da gerade? Ist es jetzt wegen der Steuererklärung, und du findest ja die Belege wieder nicht? Natürlich ist es so, ich manipuliere meine Psyche genauso wie alle anderen. Aber deine Frage ist ja, wie schafft man das? Also wenn ich jetzt mich da hinstelle und sage, du nimm mal ab, Patient, dann funktioniert das natürlich gar nicht. Das hast du erlebt.

Man muss erstmal gucken, was ist die Motivation, was möchtest du erreichen und dann muss man das individuell gestalten. Das ist nie gemacht worden. Und wie sollen die Leute dann abnehmen? Sollen sie irgendeine Diät machen? Also sie schwimmen dann und wissen gar nicht, wie sie es machen sollen. Man muss erstmal analysieren, wo mache ich Fehler? Also das ist wie vorhin nochmal, wie ich gesagt habe, bei der Insolvenz. Das ist eine gesundheitliche Insolvenz, wenn wir Übergewicht haben. Wir sind in den roten Zahlen, wir leben auf Reserve, das belastet den Körper. Und jetzt muss ich mal gucken, woran liegt das denn? Und dann muss ich diese Ursachen einzeln bekämpfen. Und das ist entweder der Zuckerkonsum, der geringe Gemüsekonsum oder das Snacking.

Oder ich schlafe schlecht. Wenn ich kurz und wenig schlafe, habe ich am nächsten Tag mehr Appetit. Und das ist eine ganz individuelle Sache. Das muss man genau hinterfragen. Und dann findest du auch die Ursache. Und manchmal ist es so, bei manchen ist es so, die müssen nur ihren Zuckerkonsum in den Griff kriegen. Und das kriegst du dadurch hin, dass du die Sattmacher richtig ausspielst. Die Sattmacher ist Eiweiß, ist Magenfüllung durch Gemüse, ausreichend trinken.

Ballaststoffe und gesunde Öle. Olivenöl enthält Polyphenole, die uns satt machen. Und wenn du diese fünf Sattmacher überproportionierst in deinem Essportfolio, dann bist du satter und weniger anfälliger. Das hat dann gar nichts mit, weil man denkt natürlich immer, am Ende hat es doch immer mit Verzicht zu tun. Ich muss auf etwas verzichten, was ich sehr lieb gewonnen habe. Genau, das ist ein Vorurteil und das galt für die Diäten immer, da hast du völlig recht. Und alle kennen das so. Die Menschheit hat Jahrzehnte von Diäten hinter sich, von Bullshit-Diäten. Aber wenn du es so machst, wie ich das gerade gesagt habe, jetzt nach dem 20-80-Prinzip oder MyFoodDoctor-App, dann sagen die Patienten zu mir, also auch die zum Beispiel wegen Hämorrhoiden gekommen sind oder was anderem oder Verstopfung. Und dann sagen die, okay, die Verstopfung ist weg, die Hämorrhoiden auch und ich habe fünf Kilo abgenommen. Wollte ich gar nicht, aber das ist toll. Das ist immer ein Nebeneffekt, weil wir analysieren und viele sagen dann auch, eigentlich habe ich gar nicht so viel verändert und ich denke dann, Ja, aber das Wesentliche. Das ist wie mit dem Geld ausgeht. Weißt du, du kannst nicht jeden Tag deiner Frau oder deine Frau kann sich nicht jeden Tag eine Handtasche für 1000 Euro kaufen. Sie kann es mal machen. Aber wenn sie anfängt, sich jeden Tag eine Handtasche zu kaufen, dann machst du ja auch eine Analyse und sagst, warum haben wir kein Geld mehr auf dem Konto? Ah, es sind die Handtaschen.

Dann hast du auf einmal sehr viel mehr Geld, wenn du diese Handtaschen stoppst. Und so ist es auch mit der Ernährung. Ist es der Zuckerkonsum? Ist es der mangelnde Gemüsekonsum? Ist es das Snacking? Sind es die hochverarbeiteten Produkte? Und das muss man analysieren. Das kann jeder selber machen. Das kann jeder für sich selber. Aber woran weiß man, okay, das ist jetzt mein Schwachpunkt?

Woher weiß man das? Weil das kann ja auch so eine Mischung aus allem sein. Ja, das kann auch. Meistens ist es so, dass wir eine Liste haben von zehn Fehlern. Und dann gehen wir ins Gespräch mit den Patienten und sagen, okay, was tut dir denn am wenigsten weh? Und das ist das, was du meinst. Du sagst ja gerade, das darf nicht wehtun. Homo sapiens ist, der will Lust empfinden. Der will Spaß am Leben haben. Ist ein Hedonist. Und dann sagt er, okay, ich könnte jetzt den Zuckerkonsum reduzieren. Ich muss keinen Zucker im Tee haben und im Kaffee. Machen wir erst mal den Zucker. Lassen wir erst mal zwei, drei Monate den Zucker bearbeiten. Machen wir das bewusst. Weil wir können das nicht alles auf einmal angehen. Und dann merkt er, hopp, drei Kilo weg. Okay, nächstes Thema. Und so wird das Stück für Stück bearbeitet, wie bei der Sanierung.

Das Beste ist, man macht mal ein Tagebuch. Tatsächlich, da haben wir auch so welche ausgearbeitet, die man ausfüllen kann. oder die MyFoodDoctor-App. Die MyFoodDoctor-App macht dir eine Liste, Das sind deine Fehler. Welchen möchtest du jetzt angehen? Klick an. Und dann kriegst du Tipps, wie du das machst. Und nur so funktioniert es, die individuellen Fehler herausarbeiten, durch schönere, geschmackvolle Eigenschaften ersetzen oder das, was gesund ist, noch weiter steigern. Das, was nicht so gesund ist, reduzieren. Aber nicht auf null, weil dann sind wir wieder beim Verzicht und beim Verbot und dann sind wir bei Diäten. Das gibt es nicht. Okay, aber dieses Gefühl, würdest du sagen, du bist ein Genießer? Ja, doch. Ja, unbedingt. Kann man genießen, obwohl man, also ja, schon. Ja, unbedingt, unbedingt. Also ich bin ein Genießer. Weil zu Genuss gehört ja manchmal auch so richtig über die Stränge zu schlagen. Ja, ja, gut. Ich kann das. Ich neige eben. Wir gehören zu denen, die eigentlich nicht dick werden.

Großer Vorteil. Genau, großer Vorteil. Jetzt wirst du sagen, man hat so klugscheißer. Ja, der hat aber gar keine Ahnung, wie das ist. Nee, aber das ist so. Ich kann auch vier, fünf Kilo mehr wiegen. Dann bin ich schon dick. Aber ich genieße auch aber ich weiß einfach wo Schluss ist und ich weiß was mir nicht bekommt. Und du weißt wo Schluss ist weil du es im Kopf weißt oder weil Ich fühle das auch. Ich weiß es auch im Kopf also wenn ich zum Beispiel eine halbe Tafel Schokolade esse, dann weiß ich, okay dein Zuckerkonto, das ist heute schon ziemlich gefüllt, jetzt lass mal muss nichts mehr mit Zucker sein. Dann kommen wir zu einem anderen Bereich, wo ich mich frage, wie du das machst und wie du das schaffst tatsächlich, was du alles machst. Du arbeitest Du arbeitest ja auch noch als Arzt. Wie viele Patienten siehst du die Woche noch? Also ich als Arzt, ich bin ja Manager, also Geschäftsführer vom Medikum Hamburg, als sicherer Direktor. Mehr als 100 Mitarbeiter. Genau, zwei Filialen in Farmsen und in Berliner Tor.

Und das ist ein bisschen Sackflöhehüten, weil wir da viele Fachrichtungen haben. Am einfachsten ist, du hast nur Kardiologen. Das ist einfach. Aber wir haben Diabetologen, Ernährungsmediziner, Hausärzte, Geriater, Psychotherapeuten und noch viel mehr. Und das macht es ein bisschen schwierig. Augenärzte und alle haben ihre besonderen Bedürfnisse. Wir machen das im Team und ich bin schon zwei Tage gut mit Management beschäftigt. Das ist so mit Gesprächen, mit Mitarbeitergesprächen, mit Krisen, mit Leitungssitzungen und mit Planungs-Kooperationsgesprächen. Und dann kommt noch mal die gleiche Zeit an Patienten dazu. Und dann habe ich noch die Medien. Genau. Das heißt aber, wie viele Patienten hast du dann noch? Ich kann mir vorstellen, die Leute sehen dich, die Leute hören dich und sagen ... Riedel ist meine letzte Rettung. Und dann, guten Tag, ich möchte gerne bei Herrn, wenn ich jetzt bei dir, also jetzt, einer ruft an und sagt, guten Tag, ich hätte gerne einen Termin bei Herrn Riedel. Wann kriege ich den?

Wer privat versichert? Nee, das ist alles egal. Ernährungsmedizin wird ja leider von den Kassen gar nicht bezahlt. Die zahlen das Gespräch, ja, aber die zahlen nicht diesen Aufwand, du brauchst ja schon eine Stunde fast mit den Patienten, um das, was ich gerade gesagt habe, alles zu erfahren. Das ist eben nicht zweimal eine der nächste Bitte. Also es braucht schon zwei, drei Monate. Das ist so, bei mir Wartezeit. Aber wir bieten auch was anderes an. Ich habe ein großes Team, ein ernährungsmedizinisches Team von 15 Leuten. Und wir machen dann einen Termin bei den Kollegen und die kommen dann dazu. Und das machen wir dann zusammen. Aber gibt es viele Leute, die darauf bestehen? Ich möchte aber so ein bisschen wie im Restaurant. Wo ist denn Tim Melzer? Ja, es gibt es. Also wir haben da so eine Firewall. Die Mitarbeiter sind gut geschult. Dass sie sagen, okay, ich hatte heute zum Beispiel Salzburger da, die wirklich lange auf den Termin gewartet haben und die große Fans sind. Und ich musste dann Bücher signieren und das Ganze. Und die sehr spezielle Fragen hatten, die auch die Bücher gelesen haben, die sie schon sehr viel gut gemacht hatten. Also das waren richtig gute.

Und das sind schon, die waren auch froh, mich da mal gesehen zu haben. Ja, das muss auch sein. Aber tatsächlich ist bei mir schon längere Wartezeit. Aber wir arbeiten ja im Team und bei schwierigen Fällen werde ich sowieso immer involviert. Wir haben ein Team von Fallkonferenzen und da kommen diese Fälle alle zur Sprache. Wie ist es so, wie ist es so, letztendlich, du bist schon ein Star, also ein Medizinstar. Wie ist das in dieser Welt, also du bist sehr bekannt, Anne C. Fleck, die auch schon in diesem Podcast war, ist es auch so. Wie ist das in der Welt der Mediziner, wenn man so herauskommen muss? Du bist jemand, also die meisten Mediziner, tolle Ärzte, können über die Straße gehen und niemand erkennt sie. Bei dir ist es anders. Ja, viele Kollegen empfehlen die Sendung, empfehlen die Podcasts, die Bücher.

Es ist eine große, breite Unterstützung der Ärzteschaft da. Die deutsche Ärzteschaft hat ja den Ernährungsmediziner als Weiterbildungsbereich auch zugelassen. Das ist neu. Normalerweise brauchen wir neue Fachbereiche immer 30 Jahre. Also so konservativ sind wir Ärzte. Bevor wir da neue Klugscheißer durchkommen lassen. Weil die Ärzteschaft ist immer der Meinung, wieso? Wir sind doch super aufgestellt. Und wir machen das jetzt hier schon seit 10, 20 Jahren so. Was wollen denn jetzt die Ernährungsmediziner besser machen? Bitte schön. Das ging im Schnellverfahren durch, weil die gesehen haben, ja auch im Fernsehen, hoppla, da ist uns was entgangen. Das war die letzte große Fachbereich, waren die Anästhesisten. Da haben auch die Chirurgen gesagt, Ja Mensch, also Narkose haben wir immer schon seit Jahrzehnten alleine gemacht. Ja, da sind welche bei gestorben, klar. Aber wozu brauchen wir jetzt die Gasleute? Und das ist so, das dauert. Aber das ist jetzt, das ist, ich meine, es ist akzeptiert worden, die Ärzte akzeptieren das immer mehr. und Patienten sprechen mich an, ob ich jetzt im Flugzeug sitze oder in Innsbruck am Schalter. Grüß Gott, danke, schauen Sie mich an. So sah ich vorher aus, 40 Kilo schwerer. Und sie haben mir mein Leben gerettet im Restaurant. Es ist viel, es dauert ein bisschen länger.

Es ist dir auch manchmal, ich habe es gesagt, heute sitzen wir zusammen, morgen bist du in der Leichzeit in Hamburg, große Halle, 1500 Leute, stehst du allein auf der Bühne. Ja, ja. War es das, was du sagtest, okay, ist das eigentlich jetzt schon, ist das schon mehr, als du dir jemals gedacht hattest? Ist das eigentlich auch einer zu viel? Ja, das denke ich manchmal auch. Also für dich jetzt, nicht für die Leute. Ja, also für mich, ja genau. Ich habe eine große Lust drauf, weil ich den Menschen das näher bringen möchte. Und wir sind noch weit davon entfernt, dass wir die Ernährungsmedizin als Standardprocedure haben in der Gesellschaft. und an der Anerkennung der Kassen. Die Ernährungsberatung wird immer noch nicht automatisch bezahlt. Da kamen die Leute immer noch einen Eigenanteil.

Ernährungswissenschaftler haben eigentlich schwer, überhaupt einen richtigen Job zu finden und so damit davon leben zu können. Genau, und sind schlecht bezahlt. Die Anerkennung bei den Kassen ist noch nicht, die Politik hat es auch noch nicht so ganz verstanden. Herr Lauterbach hat es auch nicht geschafft. Der hat es auch nicht verstanden. Das gesunde Herzgesetz war ja, ich weiß, ich schweife ab, aber das gesunde Herzgesetz war ja nicht schlecht. Aber es kam die Ernährung überhaupt nicht drin vor. Und dabei ist die falsche Ernährung das Hauptrisiko für Herzerkrankungen. Aber okay, so, aber jetzt zu mir. Ich merke, dass das sein muss, die Leute direkt anzusprechen, weil es ein Bedürfnis ist. Ich erlebe das immer wieder auf der Straße, die Leute sprechen mich an. Und dann habe ich mir gedacht, wir müssen es auf die Bühne bringen. Und das, was ich in den einzelnen Büchern schreibe, das, was ich im Podcast sage, sind ja immer nur Splitter. Und in diesem, nenn es Medicotainment-Event oder nenn es Riesenworkshop, kommt der ganze große Bogen. Und man merkt von Anfang bis Ende, okay, jetzt habe ich es verstanden. Das ist die ganze große Geschichte, nicht in Fragmenten, sondern... Kann man das, das ist so eineinhalb Stunden, zwei Stunden, kann man da rausgehen und sein, kann man dann tatsächlich das umstellen? Reicht das erstmal? Als Impuls sozusagen? Ja, das ist so. Viele gehen raus, also die meisten gehen raus und sagen, okay, das habe ich nicht gewusst, das mache ich jetzt anders. Oder ich fange jetzt an.

Nimm es auch als Motivationskurs jeder zieht da was anderes draus wenn ich nachher Bücher signiere nach der Veranstaltung dann erzählen die Leute mir alle ihre Geschichte dann machen wir Selfies und so und da kriege ich dann Kontakt zu den Menschen auch und die sagen danke und das ist einfach schön und ich tue mich ein bisschen schwer das in anderthalb Stunden zu machen beim ersten Auftritt vor zwei Jahren in der Leishalle habe ich fast eine Stunde überzogen weil ich das alles erzählen musste Aber es sind alle sitzen geblieben. Ich werde es jetzt kürzer machen. Ich muss mich auch beherrschen, weil mir ist es aber ein Anliegen, die Leute zu erreichen, darüber aufzuklären und, sagen wir mal, zu Lande, zu Wasser und in der Luft, also mit Podcasts, Büchern, Radiointerviews, Medienkontakten und auch mit dem, was wir hier machen, weil noch so viel, ehrlich gesagt, das ist noch 90 Prozent des Weges zurückzulegen. Und das ist für mich eine so wichtige Aufgabe, die mich beseelt, wo ich auch sage, da habe ich jetzt historisch die Chance und die Leute geben mir das Mandat, die geben mir die Glaubwürdigkeit und ganz ehrlich, da muss ich es auch tun. Weil die haben gesagt, wir glauben dir.

Und da kann ich mich jetzt zurückziehen und sagen, ja, okay, jetzt. Du könntest jetzt ja auch sagen, wisst ihr was, Leute, ist ja alles schön und gut mit dem Medikum, brauche ich gar nicht mehr. Ich gehe jetzt auf Schoß, ich mache Vortragsreisen, ich schreibe Bücher, also für Geld musst du es schon gar nicht mehr machen. Ich frage mich noch manchmal, und das fragen sich sicherlich auch andere, wie schafft der das alles? Also das ist, was ich vorhin gesagt habe. Der Arzt, der zu seinen Patienten sagt, sie müssen den Stress reduzieren. Du hast Arbeitswochen, hast du geschrieben in den Fragen, 60 bis 70 Stunden, wahrscheinlich manchmal sind es auch mehr, wahrscheinlich weißt du gar nicht genau, wo fängt Arbeit an und wo hört das Ganze auf und so.

Musst du dich da manchmal nicht auch vor dir selber schützen? Ja, das muss ich. Ich habe da meine Frau eingeklinkt und ich lasse von ihr alle Termine einmal absegnen. Manchmal segnet sie sie aber auch nicht ab, dann mache ich heimlich doch den Termin. Und dann sagt sie nachher, ich habe es dir gesagt, mach es nicht. Dann habe ich mich mal wieder leicht überfordert, das passiert aber seltener. Aber das, was mich schützt, ist einmal, dass es mir Spaß macht.

Und was ist es denn Schöneres für einen Arzt, nicht nur zehntausende Patienten behandelt zu haben, sondern Millionen, die dir schreiben und sagen, ich war nie bei mir, aber du hast mir geholfen. Und die sind glücklich. Das ist für mich als Arzt, ich erreiche ein Millionenpublikum und wir sparen, Krankheit, wir geben Gesundheit, wir geben Lebensfreude. Und wie schaffe ich das? Einmal ist es die Unterstützung durch meine Frau, die hält mir den Rücken frei. Die ist ja kaufmännische Leitung Genau. Im Medikum und auch in der MyFoodDoktor GmbH. Meine Arbeitgeber, ich habe ja das Medikum verkauft, ich habe es gegründet, aber ich habe es verkauft an den Asklepios-Konzern. Der Asklepios-Konzern sagt, mach das, das ist gut. Das ist eine ganz wichtige Entscheidung. Meine Frau... Die Freude an der Arbeit, was Gutes zu tun, das gibt so viel Kraft. Und dann ist es Sport. Ich versuche möglichst täglich, mich irgendwie zu bewegen. Aber das ist auch noch, wir sagen mal 70 Stunden die Woche arbeiten. Dann hast du geschrieben, du schläfst auch sieben bis acht Stunden. Da muss man immer drauf hinweisen. Kommen wir nochmal zu, von diesen drei großen Dingen im Leben, Ernährung, Sport und Schlaf, würdest du mir zustimmen, dass noch viel stärker die Wirkung des Schlafes unterschätzt wird als die der Ernährung? Oh ja, also Schlaf ist, es gehört zum artgerechten Leben sowie artgerechte Ernährung, artgerechtes Bewegen, artgerechtes Leben, artgerechter Schlaf.

Schlechter Schlaf, chronisch schlechter Schlaf kann das Leben sechs bis sieben Jahre verkürzen. Das ist ernst. Da kannst du so gut zu essen, wie du möchtest. Ja, genau. Die sechs, sieben Jahre fehlen dir. Das erhöhtes Krebsrisiko, das Herz-Kreislauf-Risiko, das Depressions- und Diabetes-Risiko.

Ich achte da drauf. Letzte Nacht habe ich nur sechseinhalb geschafft, weil ich habe ja dann morgen auch den Vortrag. Es ist schon so, dass ich das spüre. Ich finde es immer ganz interessant, gerade wenn hier in diesem Podcast auch viele, ich frage ja jeden die Frage, warum? Weil du die Antwort von Spitzenmanager-Unternehmen immer kriegst, und sie sind stolz darauf, fünf bis sechs Stunden. Nee, darauf bin ich nicht. Ich habe mich erstaunt bei dir. Bei dir war ja 7 bis 8, aber das muss man den Leuten einmal sagen. Also du kannst auf deine Ernährung achten, du kannst Sport machen, wenn du diesen Schlaf vernachlässigst. Dann fehlen dir ein paar Jahre. Dann fehlen dir ein paar Jahre. Du hast ein erhöhtes Krankheitsresor. Das darf man nicht vernachlässigen. Ich versuche ab 19 Uhr nicht mehr in den Laptop zu schauen. Auch nicht mehr ins Handy. Und zu Hause haben wir auch die Devise, schlechte Nachrichten aus der Praxis werden nach 19 Uhr nicht mehr diskutiert. Die kommen plötzlich manchmal wieder hoch. Dann liegt man im Bett und sagt, hast du das heute gehört? Und dann ist man drin. Und dann müssen wir uns gegenseitig wieder das Wort verbieten.

Aber wir versuchen das mit großer Hygiene. Ich arbeite auch im Urlaub, weil es für mich eine Mischung ist zwischen Hobby. Die unangenehmen Sachen mache ich im Urlaub nicht. Aber die angenehmen Seiten der Arbeit mache ich schon. Also Bücher schreiben zum Beispiel? Bücher schreiben, ja. Aber ich bin auch für die Praxis immer erreichbar. Das geht nicht anders. Das Ergebnis ist einfach besser, wenn du erreichbar bist. Und es quält mich jetzt auch nicht so. Und dann sagst du, wo baust du Sport an und was für einen Sport? Also heute werde ich zum Beispiel, jetzt ist Sommer, ist toll. Ich laufe nur zwei Runden im Wald und dann gehe ich zwei, drei Runden schwimmen. Ich bin leidenschaftlicher Freiwasserschwimmer. Im Winter in der Halle, das ist dann nicht so schön. Ich mache Kraftsport, das ist in meinem Alter ja wichtig, zweimal die Woche.

Aber machst du es, weil es wichtig ist? Also das ist ja immer, oder es klingt immer so, als ob all die Sachen, die wichtig sind, die auch irgendwie komisch haben, mir Spaß machen. Ja, ja, machen mir Spaß. Das ist natürlich blöd, wenn es einem nicht Spaß macht. Nee, genau. Ich fühle mich hinterher besser, anders. Also das ist wie gelöscht. Gerade wenn ich jetzt im Wald laufen kann und dann schwimmen kann, bin ich hinterher wie bereinigt. Kraftsport, Tennis ist auch super, finde ich toll, bin ich mäßig, aber leidenschaftlich. Und Wellenreiten mache ich seit 40 Jahren bummelig. Und dafür brauche ich auch eine gewisse Fitness. Wenn du die Fitness nicht hast, braucht der Opa nicht mehr hinter die Welle, weil dann ist es einfach nur peinlich, dann sollte er vor der Welle bleiben. Ich habe am Anfang gesagt, du hast es geschafft. Was würdest du über dich selber sagen? Hast du es geschafft?

Was geschafft? Ja. Mein Ziel, meinst du? Nein, insgesamt hast du es geschafft. Also es gibt ja so das Leben, der hat es aber geschafft. Also man würde jetzt sagen, der hat es geschafft. Damit vermeiden viele Leute was anderes. Sie meinen, der hat es geschafft, der ist so erfolgreich, der ist bekannt. Der ist sozusagen, letztendlich bist du der Mensch, der in Deutschland, in unserer Ernährung, den Ton angibt. Ja. Also es gibt noch die anderen Ernährungstalker, aber du bist derjenige, auf den unglaublich viele, ich könnte jetzt allein aus meinem Bekanntenkreis, wie viele Leute auch deswegen Teil ihrer Ernährung oder ihre Ernährung ganz umgestellt haben. Also, würdest du für dich sagen, ich habe es geschafft? Also, ich habe es geschafft, die Medizin, wie ich sie interpretiere und wie ich sie für richtig halte, auch so zu machen, frei. Und ich glaube, dass es auch genau so richtig ist und dass wir erkennen werden, dass wenn man es nicht so macht, wenn man jemandem mit Fettleber oder Diabetes keine Ernährungstherapie anbietet, dann ist das ein Kunstfehler. Das ist noch nicht akzeptiert als Kunstfehler, aber es ist ein Kunstfehler.

Ich fühle mich gut dabei, dass ich das, wo ich jetzt bin, geschafft zu haben. Ich habe jetzt keine Zielerreichung. Die Zielerreichung ist für mich, dass ich mich mit meiner Frau toll verstehe, mit meiner Familie, mit Freunden, dass ich das ausgeglichen bekomme. Dann würde ich sagen, habe ich es geschafft, wenn ich das alles richtig hinkriege. Das ist immer noch so ein bisschen Geruckel manchmal, wie du dir vorstellen kannst.

Aber ja, ich frage mich auch, wie lange soll ich das jetzt weitermachen und wo hört man auf und wann sagt man, ich bin jetzt am Ziel. Dadurch, dass es für mich auch Hobby geworden ist, kann ich gar nicht sagen, der Gedanke aufzuhören erschreckt mich noch ein bisschen. Warum muss man den Gedanken überhaupt haben? Warum muss man aufhören? Ja, weil man vielleicht weniger Kraft hat.

Ich möchte nicht aufhören. Ich würde gerne weniger machen, aber ich möchte an diesem Projekt weiterarbeiten und mir fallen noch viele tolle Sachen ein und solange das so ist, möchte ich auch weitermachen und ich glaube, das hält uns auch gesund und jung und es ist ja so, wenn du das, was du machst, als sinnvoll erachtet und es dir Spaß macht und ich erlebe dich ja bei deinem Job ganz genauso, wenn du beim Neujahrsempfang deine frechen Reden hältst, der, sag ich jetzt mal so, die alle echt gut formuliert super sind, dann bist in deinem Element, das kannst du super gut, das macht dir Spaß. Das will man auch als Journalist ja nicht aufgeben. Ja, und da ist ja auch die Frage, ob das auch ein Teil ist, wenn dir das, was du machst, Spaß macht, wie groß ist der Anteil dann, dass es dir dann auch gut geht? Ja. Oder? Ja, genau. Das ist doch ein Teil von dir. Das ist doch ein Teil von dir und so. Und das ist natürlich der große Vorteil, wenn du, wie gesagt, das sind ja die Leute, die dann was essen können, alles essen können und du denkst, warum? Warum bist du so dünn? Warum nimmst du nie zu? Weißt du? Und dann gibt es die anderen so, Und manchmal hat man dann Glück. Also du hast offensichtlich auch Glück damals. Ich habe Glück, ja.

Stimmt es, dass du, habe ich das irgendwo gelesen, dass du manchmal morgens oder nachabends dann einfach nur eine Möhre isst und gesagt hast, wenn man erstmal 20 Mal eine Möhre geknabbert hat, irgendwann schmeckt die einem auch gut? Ich freue mich, ich habe immer Möhren dabei im Auto. Ich freue mich, wenn ich mich durch den Hamburger Stadtverkehr quäle, dass ich so eine Notration an Nüssen, Möhren, manchmal habe ich auch Radieschen dabei oder Paprika, dass ich die essen kann. Und das ist, wenn du ausgehungert bist und gestresst bist, ist das einfach toll. Und du hast schon mal was Gesundes gegessen. Aber ich esse dann natürlich doch zu Abend. Aber so komme ich leichter auf meine 500 Gramm Gemüse. Nüsse, geröstet, gesalzen, wahrscheinlich grundsätzlich am besten nichts. Richtig? Oh, da geht es aber jetzt. Oder kann man auch so, dass man sich Brücken baut und sagt, okay, mein Gott, ich lasse die Schokolade weg, ich lasse die Chips weg, ich esse jetzt Cashew-Nüsse, aber wenigstens geröstet müssen sie sein. Ich ist sie roh.

Aber als Brücke? Also ich sage mal, wenn du Nüsse isst, als Brücke, die können auch mal gesalzen sein. Geröstet ist auch okay. Also geröstet ist besser als gesalzen. Und wenn es sein muss, dann sind sie auch mal gesalzen. Also als gebrannte Mandeln, da verlangt es dann langsam, dass man den Zuckerguss abknackt wie bei einer Lust. Wir haben, du haben dich mal, vorletzte Frage, wir haben dich mal in unserem Podcast Du hast vier Flaschen gehabt, da geht es um Wein. Da hast du einen Satz gesagt, den ich immer wieder gern zitiere, weil da auch so ein bisschen, haben wir erst dachten, haben wir dich gefragt, Matthias, trinkst du auch Wein? Und da hast du den schönen Satz gesagt, jawohl, ich trinke auch Wein. Und dann waren wir schon ganz erinnert, ganz leicht hat. Dann sagtest du, alle zwei Wochen ein Glas und das teile ich mir mit meiner Frau. Nun müssen wir insgesamt nicht darüber sprechen, dass Alkohol per se ist einfach Alkohol ungesund. Fertig aus.

Ist aber andererseits nicht auch, ich weiß nicht, ob es gesund ist, aber kann das nicht auch für das seelische Wohlbefinden? Wenn man mit einem Glas Wein irgendwo sitzt, man entspannt sich, man genießt diesen Geschmack, man hat eine tolle Umgebung um sich herum. Kann das nicht ausgleichen? Also das ist sozusagen für das psychische Wohlbefinden, für die Seele, für alles andere. Ich weiß, was du meinst. Also Alkohol ist angstlösend, angsthygiotisch, wie wir sagen, aber medikamentös. Es ist eigentlich gut wirksam, es beruhigt. Es steigert aber auch ein bisschen die Sympathikusaktivität. Das heißt, wir kommen so ein bisschen doch, das merken wir dann in der Nacht, wenn wir vom Alkohol schlechter schlafen. So, das ist, ja, ich habe das auch, genieße es auch manchmal nach einem stressigen Tag mit meiner Frau ein bisschen Wein zu trinken. Ich würde tatsächlich auch das Risiko eingehen, mehr zu trinken, aber ich vertrag's nicht. Ich schlaf danach. Bei dir ist das einfach... Ich bin empfindlich. Aber du konntest gar nichts anderes werden als das, weil du da bringst halt alles mit, wenn man sagt, so ein bisschen so, das ist ja so, wenn mich Leute fragen, ich bin Vegetarier, und dann sagen, oh, ist das toll, und ich bin einfach nur deswegen Vegetarier, weil ich Fleisch nicht mag. Ja, du hast Glück, ne? Also was ist natürlich, und ich denke schon so, irgendwie, boah, also wenn die Leute sagen, ich mag sie halt nicht. Das ist so ähnlich, als wenn du jetzt sagen würdest, Lars, du musst dringend aufhören, Kaffee zu trinken. Dann würde ich sagen, alles gut, ich habe mein Leben noch nie Kaffee getrunken. Ich mag Kaffee nicht.

Kaffee, das wäre meine vorletzte Frage. Espresso. Menschen wie dich. Ich kenne viele Menschen, die so schlank und so sportlich sind wie dich. Und ich denke immer, was haben diese Menschen gemeinsam? Und ich stelle dir jetzt fest, du bist jetzt der fünfte oder sechste, den ich kenne. Espresso.

Espresso, da kann man so viel trinken, wie man möchte. Nein. Was macht das mit euch normalgewichtigen, offensichtlich gut und gesund aussehenden Menschen? Dass ihr so viel Espresso trinkt. Ich mag diesen schwarz gebrannten Espresso, diese ganze mit einer Crema. Das ist einfach, sich das auf der Zunge zergehen. Ich mag das. Es hätte ein bisschen weniger Koffein, als wenn ich einen ganz normalen Kaffee trinken würde. Das bekommt mir gut. Ich trinke meistens auch Entkoffeinierten, weil ich sehr koffeinempfindlich bin. Ich muss dann nachmittags aufhören. Auch das noch. Ja, genau.

Ich gehöre zu den wenigen. Also es ist nicht so um dich hoch, um Müdigkeit zu vertreiben? Doch, manchmal, wenn ich richtig furchtbar müde bin, dann merke ich das auch, wie es mich frisch macht, wie es mich, ja, muss man sagen, gierig macht, aktiv zu sein. Ich kann mit einem Espresso wirklich Messersport machen, da bin ich wirklich, habe ich mehr Biss, die Bälle fliegen beim Tennis dann manchmal so ein bisschen quer, aber weil es macht ein bisschen fahrig, aber bis fünf Gläser am Tag, ich glaube, das, was du so ansprichst, ist gut und wir sehen fünf geht, krass. Ja, fünf geht, ja. Und bis dahin steigt sogar die Kognition ein bisschen. Danach sinkt sie wieder, dann wird man fahrig. Also das würde ich dann empfehlen. Und du bist ja mehr gelassen. Ja, genau, genau.

Aber du kannst, das ist gut für die Leber, es ist gut gegen Diabetes, es ist gut gegen Parkinson.

Also es hat viele positive Schlechte. Also es ist eigentlich schlecht, dass ich es nicht mag. Ja, also ein, zwei Espresso, könntest du dir ruhig mal... Nee, musst du jetzt nicht. Du trinkst wahrscheinlich grünen Tee. Nee, nee, ich trinke einfach... Eigentlich trinke ich nur Wasser. Aber grüner Tee, das wäre doch noch was für dich. Guck mal, da sind wir schon... Grüner Tee, antientzündlich, zwei Tassen am Tag. Ich glaube, ist das das, womit wir hier rausgehen? Ist das nicht schlimm, dass dich jeder fragt nach irgendwie oder jeder versucht irgendwie bei dir in jedem Gespräch, ich habe es jetzt nicht versucht bewusst, irgendwie eine Information für sich selbst abzugreifen? Du bist dann sehr zurückhaltend. Ja, aber nervt das nicht? Weil ich weiß, Ärzte, mit denen ich spreche, die sagen, oh, es ist so furchtbar, weißt du, ein Freund von mir ist HNO, hat gesagt, ich sitze kaum auf einer Party, da sitzen schon drei Leute um mich herum, sagen, sag mal, kannst du mal kurz gucken oder so? Nervt dich das nicht? Nein, das nervt nicht, weil die meisten da sehr, sehr dezent sind. Es gibt manchmal auf der Straße jemanden, wer wirklich dann seine ganze Lebensgeschichte loswerden will, wenn ich keine Zeit habe. Das ist manchmal ein bisschen, aber das sage ich dann auch freundlich. Nein, es nervt mich nicht und du dürftest sogar auch private Fragen stellen, was du besser machen kannst. Ich habe da kein Problem mit. Vielleicht merkst du, ich habe so ein gewisses Sendungsbewusstsein und zapft das bitte nicht an, dann werden wir nämlich heute gar nicht mehr fertig.

Matthias, es war große, große Freude, dass du hier warst. Vielen Dank. Es hat mir auch Spaß gemacht. Danke, Lars. Danke. Große Wertschätzung über deine Arbeit auch. Vielen Dank.