Wir essen eher wasserreichere Dinge. Also wir essen Salat, wir essen Melone und das scheint etwas zu sein, was wir auch als intuitives Essen bezeichnen. Bei Tieren ist das ganz automatisch so, die wissen genau, was sie zu essen haben, aber da scheint es zu erwachen. Man muss bedenken, dass bei Hitze Lebensgefahr besteht. Und der Körper besteht zu 70 Prozent aus Wasser, einige Organe noch mehr, wie zum Beispiel die Lunge oder auch das Gehirn. Und tatsächlich, wenn wir diesen Wasserverlust bekommen, dann merken wir das erstmal in Form von Schwäche, Schlappheit, Konzentrationsstörungen, Schwindel. Und das sind Gehirnsymptome. Also wenn das Gehirn tatsächlich diesen Wassermangel schon so ein bisschen spürt. Und da ist es ja schon ein Prozent Wassermangel, macht uns schon zehn Prozent weniger leistungsfähig. Und am Ende wird aus diesen Konzentrationsstörungen Benommenheit und dann kommt das Koma. Und dann kommt der Tod. Das weiß unser Körper und instinktiv hat er bestimmte Mechanismen, wo er sagt, ich wähle meine Nahrung jetzt eher wasserreicher aus. Es ist der Salat, es ist das frische Obst, das gibt es natürlich dann auch im Sommer. Und das scheint tatsächlich bei uns so eine gewisse Vernunft zu sein. Dr. Matthias Riedl, gesünder Leben mit dem aus dem TV bekannten Ernährungs-Doc und Elisabeth Jessen.

Music.

Nicht jeder hat das Glück, dass er der Hitze entfliehen kann und zum Beispiel in den Urlaub fährt und dann einfach im kühlen Wasser baden kann. Und ja, man kann natürlich vielleicht einen Wasserbottich mit kaltem Wasser unter den Büroschreibtisch stellen und sich dann versuchen abzukühlen. Aber vielleicht kann man ja ein bisschen mehr machen, nämlich zum Beispiel was essen, was einen besonders gut bekommt im Sommer oder trinken, was einen besonders gut bekommt. Darüber wollen wir heute reden in dieser Folge. Ich bin Elisabeth Jessen und begrüße bei mir ganz herzlich den ebenfalls schwitzenden Dr. Matthias Riedl. Grüß dich. Moin. Matthias ist Ernährungs-Doc, er ist ärztlicher Direktor des Medikum Hamburg. Er hat die MyFoodDoctor-App entwickelt und er ist außerdem Chefredakteur der Zeitschrift Isst Dich Gesund. Ja, und mir stehen schon die Schweißperlen auf der Stirn. Ich habe leider keinen Wasserbottich unter mir, aber ich freue mich, dass wir dieses Thema heute haben.

Wie ernähre ich mich vielleicht so, dass ich gut durch die heiße Zeit komme? Natürlich haben wir auch wieder eure Fragen, auf die Matthias Antworten gibt. Wir haben ein Rezept für euch und natürlich eine aktuelle Studie. Ja, Matthias, Gänsebraten haben wir noch lange hin, ein halbes Jahr noch ungefähr, bis wir Weihnachten wieder festschmausen. Im Moment wäre uns gar nicht danach, solche fetten Sachen zu essen. Warum brauchen wir denn im Sommer andere Nahrung als im Winter? Also offenbar haben wir ja, wie du auch sagst gerade, wir haben ja saisonale Gelüste oder auch Bedürfnisse, was das Essen angeht. Und bei Hitze, komischerweise hat man einen ganz anderen Geschmack. Da scheint also in uns etwas zu sein, was das mitreguliert. Also eine Vernunft quasi, eine Hitzevernunft. Das ist gut. Das scheint so zu sein. Also das hier zum Beispiel, so eine Melone, hier schön lecker aufgeschnitten.

Das wäre das, worauf wir richtig Lust haben. Wenn sie dann noch gekühlt wäre, hätten sie noch mehr Lust. Richtig, wenn sie noch gekühlt wäre. Und es ist tatsächlich so, dass wir Heißes, Gebratenes dann nicht so gerne mögen, zumindest wenn es heiß ist, am Sommerabend vielleicht schon, dann grillt der ein oder andere, da geht es dann. Aber wenn es heiß ist, beschäftigen wir uns vom Körper her sehr halt mit der Hitze zu entkommen. Wir suchen Schatten, wir versuchen uns wenig zu bewegen, wir kriegen so den leichten, schlurfenden Schritt, wie das in Zentralafrika oder auch in den heißen Regionen Asiens üblich ist. Eine gewisse Gelassenheit, keiner hetzt mehr durch die Gegend und auch die, Und wir essen eher wasserreichere Dinge. Also wir essen Salat, wir essen Melone. Und das scheint etwas zu sein, was wir auch als intuitives Essen bezeichnen. Bei Tieren ist das ganz automatisch so. Die wissen genau, was wir zu essen haben. Aber da scheint es zu erwachen. Man muss bedenken, dass bei Hitze Lebensgefahr besteht. Und der Körper besteht zu 70 Prozent aus Wasser. Einige Organe noch mehr, wie zum Beispiel die Lunge oder auch das Gehirn. Und tatsächlich, wenn wir diesen Wasserverlust bekommen, dann merken wir das erstmal in Form von Schwäche, Schlappheit.

Konzentrationsstörung, Schwindel. Und das sind Gehirnsymptome. Also wenn das Gehirn tatsächlich diesen Wassermangel schon so ein bisschen spürt. Und da ist es ja schon 1% Wassermangel, macht uns schon 10% weniger leistungsfähig. Und am Ende wird aus diesen Konzentrationsstörungen Benommenheit und dann kommt das Koma und dann kommt der Tod. Ja, aber das weiß unser Körper und instinktiv hat er bestimmte Mechanismen, wo er sagt, ich wähle meine Nahrung jetzt eher wasserreicher aus, es ist der Salat, es ist das frische Obst, das gibt es natürlich dann auch im Sommer und das scheint tatsächlich bei uns so eine gewisse Vernunft zu sein. Ich muss aber noch mal kurz, also für deinen Schlurfen, für den Schritt, da wirst du wahrscheinlich Prügel beziehen für die Äußerung, aber du hast es natürlich in dem Sinne gemeint, man bewegt sich dann einfach mal. Ja, ich finde das ist so, diese Lässigkeit in heißen Ländern, das ist ja ein ganz anderes Schritttempo. Also gerade Asiaten machen das gern, die lassen die Flipflops schleifen, da finden die nichts bei. Aber das ist auch Lässigkeit pur und keiner hetzt da durch die Gegend. Wir sind ja hier eher so ein bisschen immer auf Power, aber in heißen Ländern merkt man sofort.

Es kommt eine lähmende Schwere auf alles. Das merken wir auch, wenn wir selber in heißen Ländern sind, dass wir ja auch, plötzlich ist alles irgendwie verlangsamt. Nicht nur, weil wir Urlaub haben und keine Termine, sondern die Hitze verlangt. Ja, die lähmt einen. Ja, lähmt einen, aber lähmen klingt so negativ. Ich finde, sie bringt einen auch ein bisschen down to the earth. Und dann, wenn man aber diese Konzentrationsstörung und Kopfschmerzen kriegt, dann ist das ein Alarmzeichen. Da muss man handeln. nicht die zur Schmerztablette greifen, zur Kopfschmerztablette, sondern einfach trinken. Bei Hitze sind Kopfschmerzen, Schwindel immer auch, also sehr häufig eben auch Symptome des beginnenden Verdurstens. Und ich erinnere mich an eine Studie, 2003 hatten wir eine ziemliche Hitzewelle in Europa und die Franzosen ganz besonders. Und die haben dann mal geguckt, bei denen sind 15.000 Menschen an der Hitze gestorben. Das ist nicht richtig wenig. Und dann hat man einmal untersucht, Was waren denn die besonderen Gründe, warum die gestorben sind? Und dabei fiel immer wieder auf, dass Menschen, die mit Entwässerungstabletten behandelt worden sind, dass die ein höheres Sterberisiko haben. Also das ist natürlich klar, wenn wir eine Entwässerungstablette haben, die uns eher mehr Wasser raustreibt, wodurch wir eher im Defizit sind, dann wird das in der Hitze kritisch. Und man überlegt jetzt immer mehr, weil diese Hitzewellen ja zunehmen, dass man auch mit seinem Hausarzt sprechen sollte, wie soll ich das Medikamentenregime umändern.

Um nicht bei Hitze Schaden zu nehmen. Und je älter wir sind, desto weniger Wasser beinhaltet unser Körper, desto weniger Wasserreserve haben wir. Und desto schneller sind wir benommen. Und bei alten Menschen ist dann das Koma, der Verdacht auf Schlaganfall, am Ende gar kein Schlaganfall gewesen, sondern einfach nur ein Flüssigkeitsmangel. Also das bei alten Menschen, wenn die so wegdämmern, ist es das Wahrscheinlichste, dass es ein Flüssigkeitsmangel ist, gerade bei Hitze. Und um die müssen wir uns dann auch kümmern. Wir haben ja kürzlich gerade die Folge gehabt zu gesunden Getränken im Sommer. Und da erinnere ich mich, dass jetzt kürzlich gab es ja Warnungen vor einem wirklich heißen Hitzesommer. Nun sind wir im Sommer drin und es ist auch schon aller Orten recht warm gewesen. Und es ist noch zu befürchten, dass es eben deutlich heißer wird, dass so eine Hitzeglocke dann irgendwann im Hochsommer über Europa steht. Und deshalb wollen wir eben auch nicht nur über Getränke reden heute, sondern eben auch, was soll ich essen, was soll ich vermeiden? Du hast jetzt gerade gesagt, ja, wasserreich, viel Salat und solche Sachen. Was sind denn Sachen, die man auf jeden Fall vermeiden sollte? Ja, also vermeiden, vielleicht sollte man bei Hitze einfach danach gehen, worauf man Appetit hat und Lust hat. Wenn es jetzt nicht irgendwas Süßes ist, Kuchen oder so, das ist ja keine normale Gelüste.

Süßhunger, dem sollten wir nicht nachgeben, das ist ganz klar. Aber wir neigen im Sommer, und das macht auch Sinn, eher zu warmen, aber nicht zu sehr heißen Speisen. Also es kann dann auch ein bisschen abgekühlt sein, das Essen, die Suppe nicht zu heiß. Weil das wird dann als unangenehm empfunden, wenn wir sie zu heiß genießen. So auch der Tee, den wir trinken, der dann auch eher nochmal ein bisschen kühler sein kann, als wir ihn sonst im Winter trinken. Aber man muss danach natürlich auch gehen, wie man es verträgt. Im Allgemeinen muss man sagen, warme, aber nicht heiße Speisen sind eher verträglicher oder auch kalte Speisen. Eine Quarkspeise mit Früchten beispielsweise oder ein Salat mit Gurkensuppe, ganz toll.

Solche Sachen sind dann eher auch mal für die heiße Zeit. Dann kann man abends halt seinen Eiweißbedarf besser stillen, dass man das eher in die Abendstunden dann verlegt, wenn es nicht mehr so heiß ist. Man muss bedenken, dass der Körper mit Verdauung sehr viel Herzleistung abruft. Und wir sind sowieso, wenn es heiß ist, damit beschäftigt, das Blut durch die Haut umzuverteilen. Das Herz und die Gefäße sind so gestellt, dass das Blut auch die Hautdurchblutung verstärkt, versorgt und damit wir abkühlen.

Dadurch treten dann die Adern verstärkt zutage. Und es geht alles sozusagen in die Haut an Wärme, möglichst Wärmeabfuhr. Und wenn wir da jetzt dann auch noch mal sehr, sehr intensiv fettreiche Sachen essen würden, das würde unsere Kreislauf zusätzlich belasten. Wie passen denn da jetzt die Freibad-Pommes rein? Weil das ist doch, ich glaube, Pommes im Freibad sind der allergrößte Bringer. Das kennen wir alle aus unserer Kindheit. Das war das Größte. Also selbst wenn Mutti die große Kühlbox gepackt hatte mit kalten Getränken und Obst. Eine Tüte Pommes wurde einem immer genehmigt. Und es schmeckte wahnsinnig gut. Das war heiß, es war fettig. Und trotzdem war es ja drumherum, war ja warm. Und der Ketchup, der Ketchup, der Süße noch dazu. Das ist gelernt. Das ist mit Sicherheit gelernt. Ich glaube, das ist so eine Gewöhnung. Freibad, baden im See, das verbinden viele einfach mit der Pommesbude, die da irgendwo dann auch nochmal steht. Und das ist so ein leichter Paffslaufer-Reflex.

Freibad, Hitze, Pommes. Wie ich das auch bei vielen Kindern sehe, dass sie plötzlich anfangen, Chips zu essen. Das kann aber wiederum so ein bisschen damit zusammenhängen, dass der Salzbedarf höher ist durch das Schwitzen. Wir verlieren Mineralien. Und da macht es dann auch sogar Sinn. Da kommt wieder was Intuitives rein. Und wahrscheinlich gehen die Pommes auch eher in die Richtung, dass man sagt, okay, es ist teils gelernt, Paffschloffscher Reflex, aber es ist auch das viele Salz dabei, sowohl in den Pommes als auch im Ketchup. Ja, okay. Und das macht Sinn. Und wenn man, üblicherweise bewegt man sich ja viel als Kind sowieso, aber auch jetzt, dann schwimmt man halt seine Bahnen, dann ist ja die Sünde schon wieder etwas abgeholt, oder? Also es ist nicht so schlimm. Ja, im Prinzip ist da nichts einzuwenden, mal Pommes zu essen. Da bin ich jetzt aber froh, weil letztes Jahr bin ich auch, war einmal im Schwimmbad und dann gingen immer die Leute mit diesen Pommes-Schalen, es war keine Tüte, man war so eine Pappschale und die sahen so lecker aus. Und ich habe mir so eine Portion Pommes gekauft und sie waren unglaublich gut. Ganz knusprig, ganz lecker. Meist ist man, wenn man am See isst, ist man irgendwann auch hungrig und dann kommt das auch noch dazu, dass man dem Reflex nachgeht. Also du würdest sagen, Freibadpommes ist nicht ganz so schlimm.

Du merkst, ich versuche dir die Absolution für die Freibadpommes zu entlocken. Ab und zu mal ja. Ja, na klar. Okay, danke. Was aber sehr auffällt, ist, dass es ja viele Weltküchen gibt, die mit sehr vielen Gewürzen und auch mit scharfen Gewürzen arbeiten. Und das in Ländern, wo es eigentlich sowieso immer heiß ist. Wie vernünftig ist das denn? Also scharfe Gewürze können bei uns, das kennen wir ja auch, wenn wir was Scharfes essen, dass man anfängt zu schwitzen, die können die Schweißproduktion anregen. Und das macht bei Hitze ja Sinn, weil das oberste Devise bei Hitze, wir reden von Hitze jetzt, nicht bei Wärme, aber bei Hitze geht es darum, möglichst viel zu schwitzen und Wärme zu verlieren. Und dabei können scharfe Gewürze tatsächlich auch helfen.

Die scharfen Gewürze wachsen ja auch dann da, wo es heiß ist vielfach. Sie haben auch eine gewisse bakterizide Wirkung. Das ist gerade in Ländern, wo es sehr heiß ist, auch sinnvoll, dass das Essen mit Bakteriziden, also mit bakterientötenden Lebensmitteln noch angereichert ist, weil am Ende warmes Essen das auch noch ein bisschen steht bei Hitze. Bakterien haben einen Vermehrungszyklus, der liegt bei fünf bis zehn Minuten, verdoppelt sich die Population. Das heißt, der Salat, den wir da hingestellt haben zum Grillen, der hier eine Stunde steht bei Hitze, der kann, wenn ein krankhaftes Bakterium dabei ist, nach anderthalb bis zwei Stunden schon tatsächlich krankmachend sein. Also auch da muss man tatsächlich das Essen wirklich gut kühlen. Das wird dann schnell mal zum Brechdurchfall. Aber auch hier sollten wir, wir essen ja viel draußen in der warmen Jahreszeit, schon immer darauf achten, dass Dinge, die eigentlich gekühlt werden müssen, nicht so lange jetzt rumstehen. Und dass man sie sonst nach dem Essen die Reste auch schnell wieder verstaut. Ja, Stau wieder, eben wieder in den Kühlschrank wieder, was gekühlt werden kann. Auf dem Tisch vielleicht auch noch ein bisschen kühlen, auf Kühlelementen. Das geht tatsächlich total schnell. Wenn da eine Fliege sich draufsetzt, die vorher ganz woanders drauf gesessen hat, und diesen Salat beimpft und er wird so langsam warm und gammelig, dann macht es krank, ja.

Du weißt ja, ich habe immer gerne so fünf Tipps oder zehn Tipps von irgendwas. Wenn ich jetzt von dir mir eine Liste wünsche, der idealsten Lebensmittel für den Sommer, Lebensmittel oder Gerichte. Mit fünf wäre ich schon zufrieden. Mit fünf geeigneten Lebensmitteln, ja. Also wir haben ja hier diese Melone, die wahnsinnig gut riecht. Der Klassiker, bei Hitze sind die ausverkauft, kommt dann eine Regenperiode, dann liegen die im Supermarkt und da muss man aufpassen, dass man keine Alte kauft dann. Die tun mir auch leid, die Supermarktbesitzer, weil das ist sehr, sehr saisonal. Wenn es heiß ist, gehen die Dinger weg. Ja, also was sind gute Lebensmittel, zum Beispiel Fruchtjoghurt selber gemacht oder Fruchtquark als Quarkspeise sowas zu machen, hat den Vorteil, dass es auch noch Eiweiß enthält und ist dann gut verdaulich, belastet unseren Verdauungstrakt nicht so sehr, macht aber auch satt und liefert auch Flüssigkeit. Bei Salaten ganz klar, alle Salate, die wir so haben, grüner Blattsalat, alles das, was wir so an Salaten haben, ist eine super Empfehlung.

Ich würde auch eher zu einer pflanzenreichen Ernährung bei Hitze tendieren, also zu viel Gemüse, weil Gemüse ist auch nochmal sehr wasserreich und liefert zusätzlich eben nochmal eine zusätzliche Flüssigkeit. Zur Menge und das wären meine Empfehlungen, dass man da tatsächlich sehr, sehr pflanzenbasiert isst oder, ja, wie gesagt, Quarkspeise, Joghurt, sowas in der Art macht. Das waren erst drei eigentlich. Auch wenn du es sehr, sehr ausgeschmückt hast, Gemüse im Allgemeinen und Salat. Suppen zum Beispiel, finde ich, du wolltest jetzt bestimmte Lebensmittel. Ja, Lebensmittel ist schwierig, ich würde eher sagen, Zubereitungsformen, also Suppen, weil sie Ob man jetzt eine Fischsuppe nimmt oder eine leichte Suppe, eine Gemüsesuppe, die so ein bisschen lauwarm ist, das ist ganz toll. Und, sagen wir mal vier? Ja, welche Obstsorten? Obst gibt es ja einfach in Hülle und Fülle jetzt im Sommer. Ja, da würde ich dann einfach nach dem Saisonalen gehen.

Melone. Melone. Ist es egal welche, jetzt haben wir hier die Wassermelone, aber es gibt ja auch so viele unterschiedliche. Ja, Melone ist von daher günstig, weil Melone, obwohl sie einen sehr hohen Wassergehalt hatte, sie enthält sehr wenig Zucker, belastet also unseren Stoffwechsel wenig.

Und ist auch sättigend. Das wird man merken, wenn man so ein Melonenstück gegessen hat oder vielleicht eine Viertel Melone, dann ist man auch satt. Das ist einmal durch die Flüssigkeit, aber auch durch die Melone selber. Und in Studien zeigt sich, dass eine Melone eine relativ gute Sättigungswirkung hat, was man nicht erwartet. Wenn man sie dann in der Sonne trocknen sieht, dann denkt man, das war ja eigentlich gar nichts, was ich gegessen habe. Ja, das ist sehr zu empfehlen, aber auch jetzt Ihr Verwandter Gurke, Gurkensalat, sowas ist auch ganz toll, weil es eben auch viel Wasser noch mit sich bringt. Und wenn ich jetzt eine Honigmelone oder eine, das ist egal. Auch das wäre auch günstig, die Wassermelone ist dann noch ein bisschen besser, aber das kann man auch machen, ja. Die ist halt immer besonders erfrischend, finde ich. Also andere Melonen sind, es gibt ja auch so ein paar Sommergerichte, weiß ich nicht, Melone mit Schinken zum Beispiel, das ist ja so ein Klassiker. Oder Mozzarella-Tomate, das ist auch sowas für kühle, also zum Kühlen. Genau, Mozzarella Tomate, das ist auch ein super schnell gemachtes Gericht, weil ich glaube, also mir vergeht immer, wenn es heiß ist, die Lust in der Küche zu stehen und groß zu kochen. Also das muss schnell gehen dann und auch leicht sein, da habe ich wirklich keine Lust. Meistens greife ich in den Tiefkühlschrank und dann nehme ich eine Suppe, die wir eingefroren haben, wieder raus.

Ich bin gar nicht unlustig zum Kochen. Also wir hatten ja letztens mal diese Bratlinge mit Blumenkohl. Das ist zum Beispiel auch eine schöne Sache für einen warmen Abend, weil dann hat man diese Bratlinge dann so schön irgendwie, also anstatt mit Frischkäse, glaube ich, Flocken war das da im Originalrezept, habe ich dann einfach so einen frischen Quark mit Schnittlauch gemacht. Kräuterquark zum Beispiel. Und dann noch einen schönen Blattsalat dazu. Und das ist einfach auch was ganz frisches, knackiges, gemüsiges, wo man einfach so wirklich satt und zufrieden aufsteht hinterher. Genau, also diese ganzen Herbstgerichte, das fällt uns einfach im Sommer nicht ein. Die Klassiker, die Ente mit Rotkohl. Nee, und auch kein Gulasch und kein, weiß ich nicht, also keine Eintöpfe jetzt in dieser Zeit. Aber Fischsuppe ist eine gute Sache, finde ich. Also gerade, du bist ja gerne mehr in Portugal weil im Urlaub, da gibt es die Kataplaner. Das ist ja diese Kupferschale, glaube ich, dieser Topf, wo die dann auch alles Mögliche an Gemüse reinsteigen. Und jeder macht es anders. Ja, und das schmeckt immer toll. Das schmeckt immer gut, ja. Das kann man irgendwie auch sehr gut haben im Sommer. Gut. Neben dem Essen, wir haben ja eine Folge über gesunde Getränke gemacht. Da war aber eher der Fokus auf gesund, aber schon auch was bietet sich im Sommer an. So einen kleinen Exkurs wollen wir doch nochmal wagen, wenn es um Abkühlen im Sommer geht. Also was würdest du empfehlen?

Also ganz klar selbst aromatisiertes Wasser. Ich bin großer Fan von Rosmarin beispielsweise, das sehr intensiv ins Wasser übergeht, aber auch von geriebener.

Zitrusschale oder auch Zitronenscheiben oder Beeren, frische Beeren dort reinzutun, so ein bisschen angematscht, dann geht die Flüssigkeit der Geschmack noch leichter ins Getränk über. Und wem das zu wenig süß ist, der kann auch ein bisschen Zucker mit dazu tun, aber ich würde das also ganz gering halten. Es ist allemal besser als Limonaden. Limonaden sind, wenn sie zuckerfrei sind, dann enthalten sie halt Süßstoffe. Süßstoffe sind für unsere Darmflora nicht gut und können unsere Appetitregulation, beeinflussen im Gehirn zum Teil und haben auch Xylit-Basch beispielsweise noch andere Nebenwirkungen, Herz-Kreislauf- Wirkung. Und die gezuckerten Varianten, die verbieten sich von selbst, weil wir sollten in unserer Gesellschaft, wo wir viel zu viele Menschen haben, die übergewichtig sind, sollten wir.

Mit Flüssigkeit, mit Getränk sollten wir keine Energie zu uns nehmen. Es muss also energiefrei sein. Und da bleibt es einfach bei Tee, bei Kaffee und bei selbstgemachter Limonade mit oder ohne Zucker. Aber da hat man es in der Hand, wie viel Zucker drin ist. Ich kann aus eigener Erfahrung berichten, da kann man eine Lernkurve haben. Ich habe auch früher gedacht, nur Wasser schmeckt eigentlich nicht und habe definitiv in meinem Leben zu viele Schorlen und zu viele Limonade getrunken, bis ich irgendwann gemerkt habe, man kann das auch mit Wasser versuchen. Es ist eine Umstellung, aber inzwischen finde ich auch Wasser, also ich kann auch Wasser pur trinken, egal ob aus der Leitung oder gekühlt und gesprudelt, ob mit Eiswürfel, ohne. Inzwischen kann ich Wasser wirklich in jeder Form, aber besonders gern eben auch, wenn ein bisschen Zitrone drin ist oder Orangenschalen oder so. Also das ist einfach eine Entwicklung, die man macht, wo immer wünschenswert wäre, glaube ich, man hätte sie vielleicht 20 Jahre früher gemacht, habe ich nicht geschafft, aber man kann es lernen. Das ist sozusagen meine Botschaft, auch wem Wasser und sei es noch so aufgepeppt, nicht schmeckt.

Probieren, probieren, probieren und irgendwann findet man es wirklich richtig gut. Oder auch mit Wasser, mit Ingwer anreichern oder Ingwertee dann abkühlen lassen. Und es gibt so viele tolle Varianten. Ich habe früher als Student auch tatsächlich mehr auch Limonade mal getrunken und ich trinke wirklich, wie du das auch gerade sagst, nur Tee, Kaffee, Wasser. Und ich finde Wasser, gerade wenn es heiß ist, einfach köstlich. Es ist erfrischend und es ist auch rein, auch zum Essen verfälscht ist das Essen nicht. Es passt super zum Essen, auch gerade an heißen Tagen, weil wir stillen damit wirklich tatsächlich unseren Durst, den notwendigen Durst und für mich geht nichts über schönes Leitungswasser. Und ich finde es am allertollsten, wenn dann auch noch Eiswürfel drin sind, sodass das Glas beschlägt, das ist für mich so der Inbegriff von Frische. Ja. Also das ist nicht zu toppen dann.

Ja. Welche Menschen müssen sich denn im Sommer besonders vorsehen? Man hört ja immer von alten Menschen, die kollabieren, weil sie zu wenig getrunken haben. Also alte Menschen mit Sicherheit. Ja, genau. Der geringere Flüssigkeitshaushalt, der Bestandteil der Menschen, der älteren Menschen.

Wer aufpassen muss, sind Schwangere, Stillende, Menschen, die Medikamente nehmen. Die sollten bei Hitze ganz besonders vorsichtig sein. Und die sind auch bedroht, aber auch Kinder, die nicht so sehr darauf achten, dass sie richtig genug trinken.

Und man muss bedenken.

Und das wird vielfach übersehen, dass Medikamente, die zum Beispiel auf den Blutdruck wirken oder auf die Psyche, dass die auch unsere Thermoregulation mit beeinflussen können. Und deshalb unbedingt auch mit dem verordnenden Arzt einmal sprechen, wer Medikamente einnimmt. Also wir wissen zum Beispiel, dass Beta-Blocker für die Blutdruckregulation, dass sie die Hautdurchblutung verändern und die Fähigkeit, dass wir Wärme über die Haut loswerden, verringern. Das heißt, wir sind da mehr vom Hitzeschlag betroffen und wir wissen es auch von den modernen Abnehmenspritzen, die auch als Diabetesmedikamente ja verwendet werden, die sogenannten Enkretine, dass die das Durstempfinden vermindern können. Und das ist natürlich gerade bei Menschen, die älter sind, die ein vermindertes Durstempfinden haben, dann nochmal schlechter. Sie trinken dann nicht genug und wenn sie dann noch ein Diuretikum haben, also ein Entwässerungsmedikament, was den Blutdruck senken soll, dann sind die hochgradig gefährdet und sind sturzgefährdet, sind gefährdet, einen Koma zu bekommen oder einen Hitschlag. Das ist ganz wichtig. Was auch nochmal, Antidepressiva beeinflussen das Durstgefühl, aber auch Opioide, also Durchfallhemmer wie Loperamid, was manche Menschen nehmen oder Hustenmittel, die können unser Durst empfinden, empfindlich stören und was man auch bedenken muss, Menschen, die Insulin spritzen, bei denen ist die Hautdurchblutung ja verstärkt bei Hitze.

Und dann wird das Insulin schneller aufgenommen und dann besteht eher die Gefahr einer Unterzuckerung. Also Hitze und Medikamente, das ist ein besonderes Kapitel und das sollte man beachten. Wie zum Beispiel auch das Antidepressiva oder Mittel gegen Heuschnupfen einfach die Schweißneigung verringern. Und die sind dann, wenn man das alles zusammen nimmt, wenn jetzt jemand sagt, oh, da nehme ich ja schon drei, vier von diesen Medikamenten, dann besonders darauf achten, dass die Medikamentenwirkung anders sein kann. Und gerade bei Diuretika würde ich gerade im Sommer mal mit dem Arzt sprechen, muss es sein, muss es in der Höhe sein oder kann man es vielleicht auch weglassen? Ich sehe viele Patienten, die bei mir zur Diabetesbetreuung sind, die einfach ein Diuretikum haben und manchmal muss er gar nicht mehr sein. Das muss man auch mal überprüfen. Und bei Kindern müssen einfach die Eltern hinterher sein, weil ich weiß, dass kleine Kinder völlig die Zeit vergessen im Spiel. Die brauchen dann nichts zu essen, nichts zu trinken, wenn sie so im Spiel vertieft sind. Und das ist natürlich, also nicht nur der Sonnenschutz ist wichtig, sondern auch, dass man ihnen regelmäßig was zu trinken verabreicht. Weil dann, wenn sie es dann vor der Nase haben, dann merken sie auch, dass sie durstig sind. Ja, dann trinken sie. Vorher werden sie mühlich und hängen ab und gehen den Eltern auf die Nerven. Das ist dann aber einfach nur der Flüssigkeitsmangel. Und noch vielleicht ein guter Tipp zum Abschluss.

In Indonesien an den Toiletten hängen Farbtabellen, heller Urin in Ordnung, gelber Urin, beginnende Dehydratation, ganz gelber Urin, Flüssigkeitsmangel, drastischer Flüssigkeitsmangel. Und immer einfach mal, tatsächlich nicht nur einfach auf die Toilette gehen, wenn es heiß ist, mal gucken, welche Farbe hat der Urin. Und wenn er gelb ist, gleich ein Glas Wasser trinken. Man fühlt sich besser. Ja, das war, als ich vor über 30 Jahren auf Hochzeitsreise in Indonesien war, gab es das noch nicht, aber das scheint eine Neuerrungenschaft zu sein und wäre hier vielleicht auch nicht verkehrt, wenn man das mal plakatiert. Auch in Indonesien werden die Leute immer älter und auch kränker und also das ist ein ganz wichtiger Hinweis. Okay, also zu dunkler Urin ist ein Warnzeichen, dann sofort ab zur Wasserleitung und erstmal ordentlich Wasser tanken. Ganz genau. Gut, damit wir alle gut durch den Sommer kommen, weil einerseits freuen wir uns natürlich, wenn wir nicht dauernd einen Regenschirm brauchen, wenn wir viel draußen sein können und uns mit Leuten treffen und einfach so, ja, das ist schon nicht so viel anziehen müssen mit irgendwelchen Sandalen durch die Gegend latschen, das ist ja eine tolle Zeit.

Aber man muss eben bestimmte Dinge berücksichtigen. Und eben zunehmend mehr, weil es heißer wird. Und weil wir Phasen bekommen werden, auch wenn es jetzt mal schlechtes Wetter ist. Auch gerade in Norddeutschland ist ja häufig immer schlechtes Wetter. Aber wir werden Phasen mit mehr Hitze am Stück bekommen und höhere Temperaturen. Und insbesondere auch im Süden. Die Österreicher, die wissen ja ein Lied von zu singen. Ja, und diese Länder Österreich, Schweiz, Deutschland. Wir sind ja nicht so drauf eingerichtet mit Klimaanlagen. Das ist ja eher die Ausnahme hier und ökologisch ist es auch sinnvoll, dass es die Ausnahme ist. Aber dadurch sind wir natürlich nicht so gut gewappnet, wie wenn man zum Beispiel nach Spanien fährt. Da ist halt jedes öffentliche Gebäude, jeder Supermarkt. Alles ist halt wirklich richtig klimatisiert. Für unsere Geschmäcker ja immer zu kalt. Also man muss sich ja immer eine Jacke anziehen, aber viele haben auch zu Hause dann natürlich eine Klimaanlage in diesen Ländern und die können der Hitze ein bisschen besser standhalten dann. Das können wir hier nicht, wir müssen es mit essen und trinken. Wir müssen umdenken und wir müssen die Städte, also wenn ich nach Hause fahre hier aus dem Zentrum, dann ist es, ich wohne ja vor den Touren Hamburgs, wo es grüner ist, ist die Temperaturdifferenz bis zu 4 Grad. Wenn ich hier auf der Willy-Brandt-Straße, das ist im Zentrum, wenn ich da dann aufs Thermometer gucke und da sind es 28 Grad, komme ich nach Hause, sind es nur noch 24, 25 Grad. Da ist es natürlich, da sind Bäume, da sind Wiesen.

Und wir müssen hier in Hamburg und auch in allen Großstädten einfach mehr Grün reinbringen. Und Hamburg ist schon so eine grüne Städte. Ja, noch nicht grün genug. Ja, das stimmt. Wenn ich hier aus der Innenstadt nach Hause fahre, ich nenne es immer so gerne Vorstadt, weil ich es lustig finde, dass Hamburg eine Vorstadt hat. Aber es ist am Stadtrand, es ist noch Hamburg, aber auch da gibt es Temperaturunterschiede von 2 bis 3 Grad. Weil einfach viel weniger Häuser, viel weniger Asphalt und viel mehr Grün. Also das macht sich wohltuend bemerkbar im Sommer, das muss ich sagen. Die aktuelle Studie und was der Ernährungs-Dok davon hält. Herzlichen Dank dafür.

Du hast uns bestimmt wieder eine schöne Studie mitgebracht. Ja, ich habe eine Studie mitgebracht, die zeigt, dass die häufigste Hauterkrankung, nämlich die Schuppenflechte mit der Ernährung positiv beeinflussbar ist. Und wir leiden ja in der ernährungsmedizinischen Therapie, leiden wir darunter, dass wir noch wenig Beweise haben, wie was wirkt. Und da haben die britischen Kollegen im British Journal of Nutrition in diesem Jahr eine Studie veröffentlicht, da haben die geguckt, wie ernähren sich die Menschen und haben festgestellt, dass wer sich mehr mit Vollkornprodukten, Obst und Gemüse und fermentierten Milchprodukten, das ist wichtig, und Fleischprodukten arm an tierischen Fetten ernährt hat, der hatte eine geringere Wahrscheinlichkeit und eine geringere Ausprägung der Schuppenflechte. Und die konnten ganz klar feststellen, je mehr man sich an diese gesündere Form der Ernährung gehalten hat, desto geringer waren die Symptome der Schuppenflechte beziehungsweise teilweise dann nicht mehr vorhanden.

Das ist eine das ist wir machen es ja schon aber solche studien untermauern noch mal das was wir tun weil wir nämlich immer noch in der ernährungsmedizin starfer kritik von kollegen ausgesetzt sind die sagen ja im moment wo sind denn die beweise dass deine ernährungstherapie bei schuppenflechte was bringt, Schuppenflecht ist eine rheumatische Erkrankung. Und wir können hier sogar sagen, dass wir das auch übertragen können auf die Behandlung von anderen rheumatischen Erkrankungen. Weil die Studien, die wir bisher haben, die sagen Ähnliches auch für andere rheumatische Erkrankungen. Die Beweislage für eine Ernährungstherapie bei Rheuma und bei Entzündung werden immer stärker. Und ich habe mich sehr über diese Studie gefreut. Und es kommen jetzt zunehmend für das, was wir machen, Weil wir wissen, dass es hilft, weil wir einfach im Alltag sehen, in der Beratung, wir können den Menschen damit helfen, aber es kommen jetzt immer mehr die Beweise auf den Tisch, sodass auch alle Kritiker der Ernährungsmedizin jetzt zunehmend zugeben müssen, ja, diese Hauterkrankung ist doch was dran. Ja, ist doch was dran, ja genau. Sprechstunde beim Ernährungs-Doc.

Gut, ihr habt uns wieder jede Menge Fragen geschickt und ich habe ein paar ausgesucht, die bestimmt für viele von Interesse sind. Ich fange mal an mit Andrea. Andrea hat geschrieben, ich lese gerade ein Buch von Walter Longo. Er empfiehlt neben dem oftmals bekannten Ernährungsregeln, also viel Gemüse, weniger tierische Produkte, mehr Fisch, Nüsse etc., auch anstatt zum Beispiel Mittelmeer-Diät oder gesunden Produkten wie zum Beispiel Quinoa, Kurkuma, Avocado, mehr Lebensmittel zu essen, die schon unsere Vorfahren gegessen haben. Also in meinem Fall dann mittel- bis süddeutsche Kost wegen weniger besserer Verträglichkeit, weniger entzündlicher und autoimmunen Reaktionen. Was halten Sie davon? Sie sagt, sie ist etwas ratlos, was die Generation ihrer Großeltern, Urgroßeltern gekocht und gegessen hat. Das war doch vieles, war doch eher fleischlastig. Und sie würde gerne wissen, wie da deine Einschätzung ist. Ja, also natürlich haben, das ist dann von Region zu Region auch nochmal ein bisschen unterschiedlich. Natürlich gab es früher auch Sauerbraten oder irgendwelche Fleischgerichte, die halt in der Mahlzeit sehr viel Fleisch hatten, Rouladen.

Aber man muss sagen, die Relation entspricht, wenn man das mal mit dem Wissen von heute betrachtet, dem, was die deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt. Die sagt, 300 Gramm Fleisch in der Woche muss reichen. Und das trifft es dann zusätzlich wieder, wie es dann damals war bei Oma und Opa in der Küche. Weil genau das gab es am Sonntag. Das war dann der Sonntagsbraten. Wenn ich das jetzt aber jeden Tag esse, diesen Sonntagsbraten, dann komme ich tatsächlich, dann stimmt das. Dann ist das einfach nicht richtig. Wenn wir das essen, was unsere Vorfahren gegessen haben, muss es in der Relation eben auch so sein, wie die es in der Woche auch gegessen haben. Da gab es nämlich dann keinen Nachtisch und da gab es dann auch nicht so viel Fleisch oder nicht so häufig Fleisch, da gab es eben auch mal fleischlose Gerichte. Davon gibt es auch sehr viele. Das meint Walter Longo damit und das gibt es in jeder Region. Die Region hat so ihre ganz typischen Allerlei-Eintopfgerichte, Restegerichte und fleischlose Gerichte, weil sich das damals auch keiner leisten konnte und auch nicht leisten wollte. Und das ist auch in der mediterranen Küche so, es ist nicht die mediterrane Küche, wie wir sie heute kennen, mit dem Soufflaki-Spieß von einem halben Meter Länge, sondern das ist tatsächlich ein, zwei Sardinchen.

Viel Salat, bisschen Käse dazu, Brot. Das, was der griechische Bauer auf Kreta in den 60er Jahren gegessen hat. Und der ist nicht im Fleisch erstickt. Das ist damit gemeint.

So muss man das interpretieren. Okay, also wir können nicht irgendwie immer das eine gleichsetzen. Also wenn das Fleisch von damals, das gab es halt einfach nicht so oft. Ich erinnere mich auch, also in Österreich gibt es halt unglaublich viele Gerichte, die fleischlos sind, die man gemacht hat. Also die einfach Standardgerichte sind.

Und deswegen Fleisch halt, Freitags Fisch und Fleisch halt sonntags. Das war früher die Realität. Bei mir gab es damals auch Samstags noch die Erbsensuppe, weil, weiß ich auch nicht, meine Mutter wohl eingekauft hat oder, das war damals noch, der Bürgersteig sauber gemacht werden, das hat meine Mutter am Freitag und am Samstag, am Samstag hat sie es immer gemacht, das sollten die Leute denken, das sind so Rituale, die habe ich jetzt immer noch so irgendwie, ich mache es nicht, weil ich gar keinen Bürgersteig vom Haus habe, aber das hat sich auch auf das Essen bezogen.

Gut, dann hat es... Freitags gab es Fisch vom Wochenmarkt bei meiner Mutter. Bei uns nicht, weil in Österreich, also es gab dann eine Forelle oder so, es gab einfach keinen Meeresfisch. Das war früher, als Österreich noch nicht in der EU ist, es hat nämlich bis 1993 gedauert. Stimmt das? Oder 1995? Nee, 1993 war Österreich noch nicht in der EU.

Da gab es einfach nur österreichische Produkte und ganz, ganz wenig aus dem Ausland. Also das hat erst danach angefangen. Ist nicht alles zum Besseren, muss ich sagen. Also die österreichische Lebensmittelqualität muss sich nicht verstecken und wir brauchten mit unseren eigenen Milchprodukten zum Beispiel, sind wir immer besser gefahren als mit dem, was so rüber müllert und so weiter. Ist regional und hat so nicht so weite Transportwege und die Österreicher und die Bayern haben ja auch sehr viel Bio-Landbau. Ja, selbst wenn es kein Bio war, aber wir haben nicht diese Massentierhaltung, die es einfach teilweise in Deutschland gibt. Also dafür gibt es die Flächen gar nicht. Da ist noch sehr viel. So viel Berg. Du merkst, ich habe immer noch ein großes Faible für meine Heimat. Ja, ein großes österreichisches Herz. Und ich finde immer, das ist ein Schlaraffenland. Naja, jeder hat ja auch so seine Prägung aus der Region und der Familie, aus der er kommt. Ja gut, und bei uns, zu Hause wurde sowieso immer, bis heute wird frisch gekocht, jeden Tag alles. Da bin ich nicht ganz so... Das ist geblieben. Ja, aber nicht ganz so in dem Maße wie meiner Mutter. Dann gibt es bei mir nicht irgendwie vier Salates Beilagen. Die Zeit habe ich einfach nicht. Nein, klar nicht.

Gut, kleiner Exkurs. Aber jetzt haben wir noch ein Thema. Wir haben ja auch schon eine Folge über Milch gemacht. Aber wir haben damals tatsächlich nicht über Ziegenmilch gesprochen. Und Tanja möchte jetzt wissen, ist eine frische Bio-Ziegenmilch aus der Glasflasche eine gesunde Alternative zu Kuhmilch? Man hört immer wieder, dass Ziegenmilch entzündungshemmend ist und sich positiver auf den Cholesterinspiegel auswirkt. Meine Mutter und mich beschäftigt dieses Thema schon seit längerem und uns liegt unser Körper und gesunde Ernährung sehr am Herzen. Wir sind familiär vorbelastet und möchten unsere Gesundheit schützen. Also der Game Changer ist die Ziegenmilch nicht, das muss man sagen. In den Studien ist das, ja, man liest es immer wieder, entzündungshemmende Wirkung möglicherweise, aber ich würde davon nicht zu viel erwarten. Die Ziegenmilch enthält mehr Mittel- und kurzkettige Fettsäuren, mehr Calcium und Vitamin A. Das geht schon, das kann man sagen. Aber entzündungshemmende Eigenschaften von Ziegenmilch würde ich jetzt nicht so übersteigern. Die wenigen tierischen Produkte, die entzündungshemmend sind, sind einfach Fischfett. Da geht nichts drüber.

Und wahrscheinlich schmeckt Ziegenmilch schon sehr nach Ziege, oder? Ich habe das noch nie probiert. Sie schmeckt anders als die Kuh. Muss man mögen. Muss man mögen, ja. Dann hat uns Christina geschrieben, sie bezieht sich da auf eine Studie aus dem Jahr 2023, wonach die Zugabe von Bananen, Äpfeln oder Birnen zu einem Beeren-Smoothie die Aufnahme der Antioxidantien um bis zu 84 Prozent reduzieren kann. Und das ist eine Studie der University of California und der University of Reading. Hat sie dann, ist auch veröffentlicht worden, die Studie. Und Christina sagt, da ich nahezu täglich einen Smoothie mit gefriergetrockneten Beerenpulver und einer halben Banane, Soamilch sowie Mandelmus trinke, war ich von dieser Erkenntnis natürlich sehr betroffen und auch entsetzt. Und ja, wie sieht es damit aus? Also die Studie, die hier erwähnt wird, die war einmal sehr klein mit wenigen Personen, aber grundsätzlich ist es so, dass tatsächlich dieses Enzym PPO die antioxidiven Substanzen aus den Beeren oxidieren kann, das ist richtig, ja, und damit wird es auch schlechter aufgenommen.

Aber man könnte zum Beispiel jetzt das Obst so auswählen, eine halbe Banane mit PPO-armen Obst zu ersetzen, wie zum Beispiel Kiwi. Aber ich würde das nicht zu überbewerten, weil am Ende ist es immer eine Frage, esse ich genug Obst und esse ich genug gesundes Gemüse. Dass sich manches neutralisiert oder aufhebt, das ist völlig richtig, aber man braucht keine Angst zu haben, selbst wenn die Bioverfügbarkeit verringert ist, ist es noch gar kein Drama. Wer jetzt ganz wenig davon isst, für den macht das dann schon einen Unterschied, aber wer sich abwechslungsreich und ausgiebig ernährt, da braucht er keine Sorge zu haben.

Music.

Herzlichen Dank, Matthias. Was kochen wir heute? Ah ja, ja, natürlich, klar. Was kochen wir? So, ich habe hier ein Rezept, ein richtiges Sommerrezept aus dem Buch Longevity Food Formel. Und zwar den Melonensalat mit Zitronentufu. Ist das genial für die Hitze oder ist das genial? Das klingt sehr gut. Lass mal das Foto angucken. Ich bin ja auch so ein optischer Mensch. Ja, na klar. Da hast du also hier einen Felssalat. Ich finde Felssalat und Hitze, das passt super. Dann hast du hier kleine Melonenstückchen drin und du hast diverse Kräuter, natürlich auch Rosmarin mit dabei und eine Gala-Melone, die siehst du hier, da. Und der Tofu, und das ist jetzt der Clou, der ist vorher mit einer Zitronenmarinade eingelegt worden. Und das, was ja dem Tofu immer wieder nachgesagt wird, dass er so langweilig ist, das ist sein Vorteil. Er hat einen relativ neutralen, du kannst ihn so toll marinieren, so toll mit Geschmack einreichern.

Das ist super schnell gemacht. Es ist Eiweiß mit da drin. Es ist pflanzlich, es ist voller Flüssigkeit. Und es ist mega lecker voller Geschmack. Ich bin auch bei Tofu tatsächlich, also wenn man ihn mir sehr, sehr gut zubereitet serviert, dann esse ich ihn auch wirklich gerne. Das ist hier der Fall. Aber wenn der jetzt gar nicht angebraten oder irgendwas ist, würde was dagegen sprechen, dann einfach mal in die Pfanne zu werfen? Du könntest ihn auch anbraten, das kannst du auch. Du kannst aber auch, wenn du hier Bedenken hast, dann machst du hier Räuchertofu, der hat schon mal so ein bisschen Geschmack.

Oder Grillkäse, ging ja auch. Könntest du auch Grillkirche reinmachen, ja. Aber wer so ein bisschen so Bammel hat, dem empfehle ich, schneidet einfach diesen Tofu noch kleiner.

Dann müsste er sich besser zunter. Und dann ist er ja getränkt in der tollen Marinade. Super. Ja, ich bin ja auch ein großer Fan von Feldsalat. Und mir hat jetzt gerade auf dem Markt die Gemüsefrau meines Vertrauens roten Feldsalat. Sie sagte, das ist der richtig kräftige Sommerfeldsalat. Der hat größere Blätter noch. Das kann ich mir auch wunderbar farblich vorstellen. Der hat mehr sekundäre Pflanzenstoffe. Je mehr Farbe, desto besser. Ich bin sowieso ein Feldsalat-Fan, weil er auch so ein bisschen bitter ist.

Und dazu werden da noch mal geschälte Hanfsamen drüber gestreut. Das siehst du hier mit diesen kleinen Pünktchen. Also ist alles, was eine gesunde Mahlzeit braucht. Und man wird auch satt davon. Ja, durch das Eiweiß vom Tofu. Und tatsächlich, Tofu macht satt. Auch keine Angst vor Tofu, Tofu verweiblicht Männern nicht, das ist alles Quatsch. Tofu, ja, Tofu ist ein gesundes Lebensmittel. Und, das muss man noch dazu sagen, kein Fleischersatz. Das, was immer so gesagt wird, es ist ein eigenständiges Lebensmittel. Es wird dann ja immer so runter degradiert, ja, Tofu ist Fleischersatz. Nein, Tofu ist ein eigenständiges Lebensmittel und ist eine gesunde Alternative zu Fleisch. Das ist richtig, aber kein Fleischersatzprodukt. Sieht sehr gut aus, gefällt mir gut. Du erzählst mir, wie es dir geschmeckt hat. Du weißt, ich schicke dir ja immer per WhatsApp dann auch mal. Die sind immer nicht ganz so hübsch, die Fotos. Und die gerichtet wie in deinen Büchern, wo das wahrscheinlich Foodstylisten aufnehmen. Aber es ist richtig echt zubereitet, gekocht und von der Hausfrau sozusagen.

Eins muss man sagen, Elisabeth gibt immer eine ehrliche Antwort und sie ist begeisterungsfähig und sie ist offen für Neues. Genau. Das muss man sagen. Ja, wunderbar. Ich danke ganz herzlich. Und wenn alles noch nicht hilft, dann stellt trotzdem eure Füße in einen Bottich unter den Schreibtisch, in kaltes Wasser, schmeißt ein paar Eiswürfel rein. Weil eigentlich ist es doch eine tolle Jahreszeit. Und ich finde, dieses Draußen-Sein-Können ist einfach ein Geschenk. Ich habe noch einen Tipp, was ich mache. Ich gehe eine halbe Stunde, je nach Temperatur, im See baden. Ich will mit Freifasserschwimmen. und wenn man dann bei 18, 19 oder 20 oder auch 21 Grad eine halbe Stunde im Wasser war ohne Neopren, dann merkt man es hinterher schon und freut sich über Hitze und ich merke das noch die ganze Nacht, wie das nachwirkt. Ich decke mich dann tatsächlich bei 26 Grad im Schlafzimmer zu, weil mir noch ein bisschen kühl ist. Ja, das ist natürlich auch eine gute Idee. Also rein in den nächsten See oder ins nächste Freibad. Schön, dass ihr wieder zugeschaut und zugeschaut habt und ich danke euch ganz herzlich Und wenn ihr noch Folgen verpasst habt, dann könnt ihr sie auf allen gängigen Plattformen nachhören und nachschauen hier auf YouTube. Und ihr könnt natürlich die Rezepte nachlesen auf unserem Instagram-Kanal So geht gesunde Ernährung.

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