Wenn du dich flau im Magen fühlst, wenn du das Gefühl hast, du bist, das kennt jeder, du bist ein bisschen zittrig, ein bisschen schwach und hast ein Hungergefühl ganz allgemein, dann ist das Hunger. Wenn du aber beispielsweise das Gefühl hast, du hast auf ein ganz bestimmtes Lebensmittel mit Kohlenhydraten Appetit und das muss es jetzt sein und du hast vor Augen sogar ein Produkt, dann ist es Heißhunger. Und schlimmer noch, du hast es vielleicht im Fernsehen gesehen, stehst auf, wie ferngesteuert und holst es dir. Dr. Matthias Riedl, gesünder Leben mit dem aus dem TV bekannten Ernährungs-Doc und Elisabeth Jessen.

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Ich habe hier mal ein paar ganz klassische Fallen aufgebaut, in die man einfach ganz leicht rein stolpert, wenn man eigentlich irgendwie ein bisschen Hunger hat, aber keine richtige Gelegenheit, was zu essen. Und über die Heißhungerfallen wollen wir heute sprechen, weil in die fallen wir einfach wirklich gerne rein. Ich bin Elisabeth Jessen und freue mich, dass Dr. Matthias Riedl wieder bei mir ist. Ja, ich freue mich auch. Matthias ist ärztlicher Direktor des Medikum Hamburg und wir kennen ihn als Geschäftsführer der MyFoodDoctor-App. Er ist außerdem Chefredakteur der Zeitschrift Isst Dich Gesund und wir kennen ihn alle natürlich als den NDR Ernährungs-Doc.

Ja, Matthias, du kriegst wahrscheinlich das kalte Grausen, wenn du hier siehst, was ich hier alles aufgebaut habe. Du meinst jetzt das links hier. Ja, also ich habe ein bisschen was Gesundes reingeschüttet. Also man sieht hier links, das sind so Gummitiere, Lakritz. Ja, mit Lakritz. Tapsis nennst du die, ne? Ja, ich kannte die vorher nicht, aber mein Kollege Axel hat gesagt. Das sind Tapsis, ja. Die sind sehr beliebt. Und hier, da sieht man hier wieder das Marketing der Lebensmittelindustrie. Das sind so kleine schokoladen dinge eingepackt in welche farbe ist das ja rosa und weiß ja genau das ist damenschokolade das ist damenschokolade ja ich mag die auch alle sehr gerne würde ich zum beispiel also ich habe heute mittag gut gegessen sehr sättigend mit quinoa und auch ein bisschen hühnchenfleisch dabei viel gemüse ich bin jetzt noch satt aber Ich habe gar keine Lust, das zu essen. Ganz abgesehen davon sind das ja Frauenfarben. Das Marketing funktioniert. Ich könnte sie auspacken, dann ist es einfach Schokolade. Ja, vielleicht, dann wäre ich empfänglicher. Aber das, glaube ich, ich bin ja ein Mann. Ich esse ja keine rosa Schokolade. Ich habe natürlich Schokolade gekauft, die ich auch mag. Deshalb sehe ich die jetzt hier. Nee, alles gut, das passt zu dir. Dann habe ich natürlich hier noch wunderbare Chips. Das sind so spanische Chips. Ich habe sie jetzt eingepackt gelassen, weil ich finde, Chips ohne irgendwas ordentliches zu trinken, ist irgendwie auch nichts. Aber sind natürlich auch so ein echter Fallstrick.

Ich habe hier noch so gemischte Nüsse, geröstet und gesalzen. Das ist, glaube ich, so ein bisschen zwischengesund und nicht so gesund, weil geröstet und gesalzen ja nicht ganz so empfehlenswert ist. Aber dann habe ich natürlich auch noch den gesunden Snack hier, den Apfel und die Blaubeeren. Also ich will jetzt nicht als Streber dastehen, aber kann es ehrlich deine Tapsis, die sind so weiß und, also die sehen komisch aus. Ich halte sie mal hier in die Kamera, so Kindergesichter. Panda, ne?

Dann diese diese Schokolade, das reizt mich gar nicht. Ich bin ehrlich gesagt auch gar kein Chips-Fan. Das hast du Glück. Ja, gar nicht. Wenn ich jetzt hier was essen würde, würde ich tatsächlich eher den Apfel oder die, aber ich habe jetzt gar keinen Appetit, aber ich bin tatsächlich wahrscheinlich berufsbedingt ein bisschen entwöhnt davon. Wobei ich sagen muss, ja, ich esse auch Gummitiere, ich esse auch Lakritz, ich esse auch Schokolade, aber dann bin ich nicht sowas und dann bin ich meistens in einem seelischen Ausnahmezustand, weil ich irgendwas nicht finde, weil ich unter Zeitdruck stehe oder sonst wie schlecht gelaunt bin.

Aber ich bin jetzt eigentlich ganz gut drauf. Also wir reden heute gleich über Heißhunger, aber ich kündige schon mal an, wir haben natürlich wieder eine aktuelle Studie für euch und wir beantworten wieder eure Fragen und haben zum Abschluss ein schönes Rezept, was mit Garantie gesund ist. Aber Matthias, Dieser Heißhunger, was ist das eigentlich? Ich glaube, wir kennen ihn alle und er erwischt uns ja meistens in einer Situation, wo wir entweder, wie du schon sagst, ein bisschen unter Stress stehen oder nicht richtig Zeit haben und nichts Richtiges gegessen haben. Und dann muss irgendwas her, egal was es ist. Und dann ist es dieser Heißhunger und dann ist es manchmal auch relativ egal, was einem da irgendwie vor die Finger kommt. Ich kenne sowas auch. Also gerade auch bei der Arbeit manchmal, dann ist das Mittagessen schon eigentlich vorbei und ich habe wirklich Hunger und ich kann aber nicht, weil da sitzen noch Patienten. Das sind die Situationen, wo ich sogar deine rosafarbenen Schokoladendinger essen würde. Vielleicht sogar, ob man ein Tapsi probieren würde. Nein, aber woher kommt das? Die größte Gefahr, es gibt drei große Gefahren für uns Menschen. Das eine ist gefressen werden, wir sind immer das Opfer gewesen.

Das zweite ist Infektionskrankheiten. Das dritte ist verhungern. Das, hier geht es ums Verhungern. Und dagegen haben wir so viele Sicherheitsmaßnahmen, die uns dazu bringen, wann immer es geht und wann immer was da ist, es auch zu essen. Und zwar auf. Weil wenn wir es nicht essen, isst es jemand anders oder es vergammelt oder es kommen die Ameisen.

Und dann haben wir Folgendes. Es gibt verschiedene Prinzipien, die uns ständig dazu anregen. Isst, isst, isst. Aber es ist so, wenn wir was essen, dann steigt der Insulinspiegel, gerade wenn wir Kohlenhydrate essen. Und das ist verbunden auch, dieses Essen, wir sollen ja auch belohnt werden, sollen wir auch mit einem gewissen Glücksgefühl. Nun, wenn wir aber das falsche Essen, nämlich das, was du hier an Snacks aufgebaut hast, also diese Gummitiere und die Schokolade und die Kartoffelchips, wenn wir die essen, dann ist dieser Blutzuckeranstieg kurzfristig und der saust dann wieder runter. Und damit geht das wieder in die schlechte Laune. und damit haben wir schon wieder den Anreiz, das nächste Bissen in den Mund zu stecken. Und das nehmen wir als Heißhunger. Also wenn wir nicht richtig satt sind und wir essen so etwas, was mit unserer Blutzucker-Achterbahn fährt, Berg- und Talbahn, Weißmehlprodukte, Süßigkeiten, Schokolade, Junkfood, Chips, klar auch.

Dann führt das dazu, sodass wir wiederkehrende kleine Impulse bekommen, ist weiter. Und wenn wir satt sind, ist dieser Prozess möglich, stillgestellt, weil mehr geht dann nicht, dann nach der Sattheit kommt Übelkeit und dann würde nur noch das Erbrechen kommen und das braucht der Körper nicht, also das weiß er auch, Essen bis einem übel ist vielleicht, aber nicht drüber hinaus. So und diese Lebensmittel, das sind klassische Heißhunger Lebensmittel, das was du hier aufgebaut hast, wie Nüsse oder auch Beeren oder auch der Apfel, das gehört in den Bereich ja gesund, das wäre also ein gesunder Snack, und wir sind in bestimmten Situationen ganz besonders empfänglich für, das habe ich eben schon anklingen lassen, ich kenne das ja selber bei mir.

Das ist bei Frust, Langeweile, Stress oder wenn alles zusammenkommt, die können dann solche Heißhungerattacken nochmal befürworten, also fördern, weil wir neigen auch dazu, uns mit Essen zu manipulieren. Unser Körper, der will sich aufpeppen, will die Laune aufpeppen, dieser Kick nach guter Laune, nach Glückshormonen und Glücksbotenstoffen, das kennen wir zu gut. Jeder kennt das, glaube ich. Ich gönne mir jetzt mal eine Eis, eine Schokolade. Das ist ein häufiger Teufelskreis. Aber du sagst ja immer, hinterher kommt immer der Absturz. Aber ich finde nicht, dass wenn ich Schokolade esse, da immer gleich ein Absturz kommt hinterher. Wie viel Schokolade isst du denn?

Ehrlich? Ja, ehrlich. Wenn ich jetzt eine schöne Tasse Tee hätte, zum Beispiel nach dem Abendbrot, dann würde ich hier schon so ... Naja, fünf, sechs Stück auf jeden Fall essen können. Ja, das geht ja noch, das ist nicht uferlos. Also wenn ich das jetzt in die Tafel, dann wäre das irgendwie nicht mal eine halbe Tafel. Was jetzt auch nicht ganz wenig ist. Du machst ja instinktiv oder wahrscheinlich sogar bewusst das Richtige, du verbindest das mit einer Tasse Tee. Und das ist gut, weil die Tasse Tee macht Magendehnung und Magendehnung reduziert den Appetit, reduziert den Hunger. Das ist gut, das ist auch eine große Tasse. Ja, genau. Also ein Becher. Ja, genau, genau, das ist gut. Weil die Frage ist halt auch immer, ich kann natürlich dem Heißhunger auch vorbeugen, indem ich sättigende Situationen schaffe. Nämlich immer viel trinken, große Tasse, das tut uns auch wohl und dehnt den Magen. Und vor allen Dingen sind wir dann nicht mehr durstig, weil auch ein möglicher unterschwelliger Durst ist für uns der Reiz, etwas in den Mund zu stecken. Genau, also dem Körper ist es dann, der ist dann schnell in der Verwechslung, gerade wenn Kohlenhydrate auf dem Tisch stehen, dann sagt sich der Körper, also Kohlenhydrate tanken immer. Und auch wenn es nur Durst ist, aber hier steht jetzt nichts zu trinken, also nehme ich Kohlenhydrate.

Wie erkenne ich denn aber den Unterschied zwischen Heißhunger und echten Hunger? Ich kann ja auch mal richtig hungrig sein und dann nehme ich auch das Erste, also dann nehme ich das Erste, was kommt. Ja, das stimmt. Also, wenn du dich flau im Magen fühlst, wenn du das Gefühl hast, du bist, das kennt jeder, du bist ein bisschen zittrig, ein bisschen schwach und hast ein Hungergefühl, ganz allgemein, dann ist das Hunger. Wenn du aber beispielsweise das Gefühl hast, du hast auf ein ganz bestimmtes Lebensmittel mit Kohlenhydraten Appetit und das muss es jetzt sein. Du hast vor Augen sogar ein Produkt, dann ist es Heißhunger.

Schlimmer noch, du hast es vielleicht im Fernsehen gesehen, stehst auf wie ferngesteuert und holst es dir. Oder fährst in den Supermarkt. Oder weißt du, du kaufst es spätestens morgen, weil du musst es dann haben. Genau, an der Tanke oder sonst wo. Oder du weißt, die Kollegin hat immer da einen Schokoriegel. Dann besuchst du die Kollegin mal und fragst, ob sie vielleicht was für dich hat. Das sind so die typischen Heißhungersituationen. Wenn du merkst, sowas kommt auf, die Tasse Tee ist gar nicht mal so schlecht und du kannst dann gerne so, es entwickeln sich schnell Gewohnheiten, gerade um den Heißhunger herum. Und das ist wie ferngesteuert. Und viele denken dann, ich brauche das. Stimmt gar nicht. Das sind manchmal Gewohnheitssüchte. Die kann man überschreiben mit neuen Gewohnheiten. Und es ist einfach nur der Heißhunger. Wir kennen ja auch den Augenhunger. Du hast es in der Anzeige gesehen oder im Fernsehen und hast ganz plötzlich Lust auf XY. Oder du riechst das. Du gehst durch den Hauptbahnhof und riechst ein Franzbrötchen. Und dann gehst du die ferngesteuert dahin. Ja, ich nicht. Du magst es nicht.

Isst man das in Österreich? Nee, das gibt es nur hier in Hamburg. Siehst du, genau. Kann dir nicht passieren. Gott sei Dank gibt es auch andersrum. Man riecht was und denkt, um Gottes Willen. Ja, das stimmt. Zum Beispiel Döner. Ich mag Döner gelegentlich. Aber das ist ein Geruch, wenn man eigentlich satt ist, ist es extrem abstoßend. Dann mag man das gar nicht. Oder frittiert es, wenn man eigentlich gerade auf einer gesunden Welle schwimmt. Denkt man auch, man riecht es förmlich, dass es nicht gesund ist. Obwohl ich ja Pommes mag, aber es gibt immer Phasen. Also die Ausdünstung von Fastfood-Restaurants und Imbissen sind tatsächlich, gerade wenn man satt ist, tatsächlich schon schräg, muss man sagen. Gibt es eigentlich Leute, die von Heißhunger verschont werden? Oder sind diese Leute einfach nicht so undiszipliniert wie ich vielleicht? Da gilt tatsächlich, dass wir alle sehr, sehr stark variieren in unserer Genetik und in unserem Verhalten und der Erziehung.

Es ist so, wenn du viel so ein Junkfood-Kram isst, bist du gefährdeter für Heißhungerattacken, weil das Gehirn wird, wir können sogar feststellen, dass gewisse strukturelle Veränderungen im Gehirn stattfinden, die dich dann darauf programmieren. Also Junkfood-Esser haben schneller Heißhunger, vermeintlichen Heißhunger. Ob das jetzt ein Augenhunger ist oder tatsächlich ein echter Heißhunger, das ist dann am Ende auch egal, es wird gegessen. Und aus dieser Programmierung muss man aktiv wieder aussteigen. Das heißt, so etwas zu essen, also gerade diese synthetischen Panda-Bären hier. Ja, das ist eine Sache. Mich schützt ja nur, dass da Lakritz dran ist. Sonst hätte ich schon längst eingegessen. Aber ich müsste ja das alles abbeißen. Und das wäre irgendwie auch schade. Die Ohren abschneiden, ja. Oder nur die Ohren essen. Oder nur die Ohren essen bei den anderen. Ja, also tatsächlich, solche synthetischen Lebensmittel, die verändern uns in unseren Gelüsten auch. Und die sind in gewisser Weise eine Gefahr, auch gerade für die Jugend. Wenn man das regelmäßig isst, ja, dann wird man darauf antrainiert. Das muss man so grob gesagt, das ist jetzt verhaltenstechnisch nicht hundertprozentig korrekt in der Ausdrucksweise, aber so, dass man es versteht.

Ja, so ist das leider. Aber es gibt ja auch Leute, die sagen, nee, Schokolade, das muss ich überhaupt nicht haben. Also es gibt wirklich Leute, die, oder so wie mein Mann, Chips ist da mal im Sommer, wenn es heiß ist und irgendwie ein kühles weiß ich nicht, einen Spritz trinkt oder so. In Italien kriegt man das auch immer gerne in der Kombi mal serviert. Aber grundsätzlich können ihm die nichts anhaben, genauso wie er Pommes eigentlich lieben. Solche gibt's. Aber es ist nicht die Mehrheit, oder? Es ist nicht die Mehrheit. Also gerade bei den Menschen, die Fruchtzucker nicht vertragen, findet man mehr Menschen, die Süßigkeiten nicht so gerne essen. Weil sie wissen, das haben sie gelernt, wenn ich zu viel Fruchtzucker esse, kriege ich Bauchschmerzen. Das sind die, die eher zu solchen typischen Zuckersnacks nicht neigen. Aber es gibt auch so, ich weiß, mein Vater hat fast nie Schokolade gegessen. Das war nichts für ihn. Habe ich nicht geerbt.

Aber das gibt es. Da tatsächlich geht es so was. Mein Vater isst immer nach dem Mittagessen ein Stück Chili-Schokolade und das reicht ihm dann auch. Ja, das ist okay. Ja, ich finde es bewundernswert, dass er nach einem Stück immer gleich los machen kann und dass er auch die dunkle isst. Ja, ja, natürlich. Dann befinden wir uns ja eher im gesunden Bereich. Was kann ich denn jetzt tun, wenn mich der Heißhunger überfällt? Also ich habe vorhin gesagt, als du das hier aufgestellt hast, ich habe gar keine Lust, das zu essen. Ja, dann ist es ja einfach zu widerstehen, wenn man gar keine Lust hat. Ja, aber der Grund ist, weil ich satt bin. Ich bin mega satt. Also man muss sich satt essen. Genau, das ist ganz wichtig. Man muss sich satt essen und da nochmal klar die Sage, was macht uns satt? Die richtige Eiweißmenge. Gerade heute Mittag habe ich tatsächlich mehr Eiweiß gegessen als üblich.

Sonst bin ich manchmal ein bisschen drunter und das hält mich jetzt noch satt. Dann habe ich gegessen vor vier, fünf Stunden und bin immer noch satt. Das war durch das eiweißreiche Mittagessen. Und dabei kann ich ganz sicher sagen, ich bin absolut in Erd, was solche Süßigkeiten eigentlich, würde es nicht essen. Wenn bei mir und auch bei allen anderen ist das so, der Hauptsattmacher ist Eiweiß. Jedes Tier auf der Welt hat ein Tagesziel, die notwendige Eiweißmenge, weil das ist das Allerwichtigste zu essen. Und wenn wir das Eiweißziel erreicht haben, sind wir seltsam beruhigt und auch weniger anfällig dafür. Weitere Sattmacher, ausreichend trinken, Magenfüllung durch Gemüse.

Öle, gesunde Öle sind eher sattmachender als ungesunde Öle und Magenfüllung und die Öle und Eiweiß und Ballaststoffe natürlich, das ist ganz wichtig und damit sind wir dann, also ich bin gefeit. Und wenn man sowas essen will, dann habe ich ja bei dir gelernt, dann lieber gleich direkt nach der Hauptmahlzeit, nicht zeitverzögert drei, vier Stunden später, weil es gerade Nachmittag ist und mir am Schreibtisch gerade nichts Besseres einfällt. Genau, den Kuchen nicht am Nachmittag, sondern gleich nach dem Essen. Der Cappuccino auch gleich nach dem Essen.

Und ja, das ist ganz wichtig. Und wenn man merkt, man hat immer vormittags und nachmittags so ein Snacking-Loch, dann stimmt was mit dem Frühstück und mit dem Mittagessen nicht. Dann bin ich nicht satt geworden. Jetzt ist ja schon bei ganz vielen Leuten so dieser Jipper nach was Süßen nach dem Hauptgang. Also mittags. Abends vielleicht sogar weniger, aber mittags. Ich meine, nicht umsonst ist da Nachtisch erfunden worden, oder? Also woher kommt das denn? Da gibt es tatsächlich neue Studienergebnisse. Und zwar ist da das Hirnzentrum der Hypothalamus mitbeteiligt. Und zwar reguliert der unseren Sättigungsmechanismus mit, also wir haben ein Mittagessen gegessen, der Hypothalamus signalisiert Sättigung, aber gleichzeitig passiert etwas, dass der Hypothalamus Nerven aktiviert, die dann den Zuckerappetit noch anregen. Warum das so ist, weiß man nicht. Man nennt das so ein bisschen in den wissenschaftlichen Studien den sogenannten Dessertmagen.

Man muss sich ja immer überlegen, woher kommt so was? Warum ist das so? Du hast es gerade beschrieben, nach dem Essen habe ich Lust auf was Süßes. Jetzt haben wir das Korrelat auch gefunden. Das heißt, mit diesem Sättigungsreiz wird gleichzeitig auch noch mal so ein Süßhunger aktiviert. Warum? Wahrscheinlich, meine Interpretation ist, ja klar, Sättigung, Eiweißziel erreicht. Aber es ist immer gut, noch ein paar Kohlenhydrate zu tanken gegen das Verhungern. Weil es scheint mir auch ein Mechanismus zu sein, der sagt, Moment, der hat jetzt zwar genug Eiweiß gegessen, aber wir wollen auf Nummer sicher gehen, dass wir auch genug noch Fett ansetzen, um bessere Karten beim Verhungern, bei der nächsten Hungerperiode zu haben. Denn Eiweiß ist ja für uns das Strukturprotein für Hormone, für Muskulatur, wird überall gebraucht in den Zellwänden. Aber es ist als Energielieferant nur schlecht. Und wir wollen auch keine Eiweiß verwenden als Energielieferant, aber die Kohlenhydrate. Das ist sozusagen, ich glaube, es ist vom Körper so der Mechanismus, einer geht noch, lieber einer mehr. Das nächste Mal sind wir bei der Hungersnot einfach dann besser dran. Jetzt gibt es aber auch die Käseplatte als Nachtisch. Die wird mir gar nicht gefährlich, weil ich kaum Käse esse. Das ist ja nun gar nichts Süßes. Ja, wie ist das denn bei dir? Wenn ich jetzt zum Beispiel satt bin, dann esse ich auch keine Käseplatte mehr.

Aber irgendeine Süßigkeit mit Schokolade, so ein Mousse au Chocolat, den würde ich dann leichter schaffen als die Käseplatte. So ist es bei mir. Wie ist es bei dir? Naja, da ich eben außer Parmesan und Mozzarella kein Käse esse, finde ich es völlig abwegiger, als Nachtisch eine Käseplatte essen zu wollen. Aber Käse nach dem Essen ist wirklich gut. Es sichert, also auch für die Menschen, die unter Heißhunger leiden, erleiden, ist es sicher, dass es noch mal so wirklich satt. Jetzt hast du noch mal, kriegst du noch mal eine Sättigung obendrauf und schützt dich für den Nachmittag. Also es macht schon Sinn, in solchen Gewohnheiten steckt schon viel drin. Deshalb ist auch die Kombination, ein Vorsalat, dann das Hauptgericht und wenn das alles austariert ist mit der richtigen Gemüse- und Eiweißmenge und hinterher noch mal, um wirklich auf Nummer sicher zu gehen, Käse, die Franzosen das machen, ist das gut. Ja, okay, gut. Da bin ich gar nicht gefährdet, aber man muss ja auch nicht alles mitmachen. Man muss nicht alle Fehler haben, ja.

Und wer Schwierigkeiten hat, also sein Eiweiß, Gemüse, Ballaststoff, Trinkrelationen richtig zu justieren, als Garant dafür, dass man nicht unter Heißhungerattacken leidet, dem empfehle ich einfach mal die Analyse seines Ernährungsverhaltens mit der MyFoodDoctor-App. Da kann man sein Essen eingeben über zwei, drei Tage und dann kriegt man jeden Tag eine Zusammenstellung, eine Analyse der Ernährung und dann sind die allermeisten sehr erstaunt, woran es mangelt und dann kann man ganz genau sagen, okay, so justiere ich das ein. Und die App sagt auch eben ganz klar, hier Ballaststoffe, dann isst du das und das. Gemüse könntest du da mitmachen, Eiweiß in der Kombination und so weiter. Man wird sozusagen auch begleitet dann hin zu einer gesünderen, ausgewogeneren Verteilung der Lebensmittel. Denn es ist immer die Frage der Verteilung der Lebensmittel, um solche Heißhungerattacken da wirklich abzudichten. Also Heißhunger muss nicht sein. Es gibt Hilfe, vielleicht auch eben in der MyFoodDoctor App. Ich weiß von vielen Nutzern, dass denen das sehr geholfen hat, da Klarheit reinzubringen. Ja, vielen Dank. Sprechstunde beim Ernährungs-Doc.

Jetzt sind wieder eure Fragen dran und ich fange an mit Janne, die uns geschrieben hat. Janne ist 27 Jahre alt, wiegt 61,5 Kilo auf 1,64 Körpergröße. Mein Visceralfett-Level beträgt 2 und meine Muskelmasse liegt bei fast 43 Kilo. Das klingt irgendwie sehr muskulös, oder Matthias? Doch, doch, doch. Ja, tatsächlich. Also Muskelmasse 43 Kilo bei 60 Kilo. 61,5 Kilo.

Wahnsinn. Ja, viel. Doch. Sie sagt, ich habe seit Mai 2024 die Gewissheit, dass ich eine Fruktoseunverträglichkeit habe, komme damit aber recht gut zurecht und esse täglich meine Rationen Obst. Nun zu meiner Frage oder meinem Problem. Ich habe seit eh und je einen aufgeblähten Bauch, aber ohne weitere Begleiterscheinungen wie zum Beispiel Blähungen zu haben. Zu jeder Tageszeit vorm Essen auf nüchternen Magen auch während meiner Zeit, dass ich noch Intervallfasten gemacht habe. Sie sagt, zu meinem Gastroenterologen möchte ich nicht mehr gehen. Wahrscheinlich... Hat er sie nicht richtig ernst genommen? Ich weiß es nicht. Sie hat zwei Jahre auf den Termin gewartet und zugehört hat er ja auch nicht. Hat mich einfach nur abgearbeitet, sagt sie. Was könnte ich tun und wo kann ich hingehen, um herauszufinden, was genau mein Problem ist? Das tut ja auch weh, Blähungen oder ein aufgeblähter Bauch. Ja.

Also hier in der Vorgeschichte haben wir ja die Fructose-Unverträglichkeit. Und es könnte tatsächlich sein, dass sie trotzdem über dem verträglichen Fructose-Limit liegt. Das müsste man sich nochmal genau angucken. Es könnte aber auch sein, dass sie weitere Unverträglichkeiten hat. Es ist ja nicht ausgeschlossen, wenn man eine Photose-Unverträglichkeit hat, wenn man auch eine Laktose- oder Sorbit-Unverträglichkeit hat. Da kann man weitere Intoleranztests machen. Das hätte der Gastroenterologe machen können und so auch abrechnen können. Aber ich glaube, da kriegt man auch nicht richtig viel Geld für. Weil das wird im Budget, da kriegt er keine Mark extra. Aber er hat die Geräte. Also man muss weitere Intoleranzen abklären, das ist wichtig.

Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Weizenunverträglichkeit, darüber muss man nachdenken, Milchzucker hatte ich gerade schon gesagt. Dann muss man nochmal erfragen, findet das im Zusammenhang mit Stress statt, dafür gibt es hier erstmal keinen Hinweis, sie sagt das ja so nüchtern. Es hört sich nicht unbedingt wie so ein Stressbrilletbauch an, weil bei Stress haben wir immer eine Darmlähmung, eine tendenzielle Darmlähmung und da werden auch Gase nicht so gut weitertransportiert und dann wird ein Blähbauch. gibt auch, Blähende Lebensmittel, Kohl, Hülsenfrüchte und auch Lauchgewürge. Aber das muss man dann gucken. Wir arbeiten dann immer im Medikum solche Dinge einfach Stück für Stück ab. Analysieren das Ernährungsverhalten und gucken uns ein Tagebuch an und schauen dann, wann kommen diese Beschwerden. So geht Ernährungsmedizin vor. Und es kann aber auch sein, dass sie eine Fehlbesiedlung des Darms hat. Wir haben normalerweise ja die Bakterienflora im Dickdarm. Und je weiter wir nach oben gehen, Richtung Magen, desto keimarmer wird das. Der Magen ist keimfrei. Die Salzsäure ist wirklich kein schönes, das mögen die Bakterien auch nicht. Deshalb ist da ja auch unter anderem die Salzsäure drin. Nur wenige überleben das.

Und es kann sein, dass die Darmflora weiter hochwandert, in Darmbereiche, in Dünndarmbereiche kommt, wo sie gar nicht hingehört. Das kann Blähungen machen. Das sind bakterielle Fehlbesiedlung. Auch das kann man testen.

Das haben übrigens 80% nach neueren Studiendaten von Menschen mit einem Reizdarm. Das würde ich hier als Arbeitsdiagnose Reizdarm sehen. Dann muss man in die Ursachen reingehen. Der Gastroenterologe hat sich eine Entzündung ausgeschlossen, einen Krebs ausgeschlossen. Das sind die Sachen, die man dann macht. Dann sieht er, 27 wird schon nichts Tolles bei sein. Aber gerade diese anderen Sachen sind immer langweilig für viele Gastroenterologen, weil deren Tagesgeschäft ist ja Endoskopie. Dafür kriegen sie auch ihr Geld. Und alles andere, diese Gespräche werden sehr, sehr schlecht bezahlt in unserer Medizin. Ja, dafür gibt es ja zum Glück die Schwerpunktpraxis in der Ernährungsmedizin, die dafür noch weniger Geld kriegen. Aber wir machen das einfach, weil wir wissen, dass es nötig ist. Ich würde dann mit dieser Symptomatik zu einer Schwerpunktpraxis in der Ernährungsmedizin gehen. Ich habe es jetzt schon mal so grob aufgelistet, was man machen könnte. Aber da sind Profis, Anschriften unter Bund Deutscher Ernährungsmediziner. Und ja.

Da wird dir geholfen. Dann hat uns Heike geschrieben, mir wurde im August letzten Jahres die Gallenblase entfernt. Die OP habe ich gut überstanden und keine Einschränkungen. Ich habe an meiner Ernährung nicht viel geändert und habe dennoch 7 Kilo zugenommen. Ich muss dazu sagen, dass ich bei einer Größe von 1,58 Kilo vor der OP ein Gewicht von 84 Kilo hatte. Dazu kommt, dass ich Mitte 50 auch in den Wechseljahren bin. Ich habe schon einmal mit Hilfe von Ihren Büchern 8 Kilo abgenommen.

Hatte dort ein Zusammenspiel aus Intervallfasten und Rezepte aus unter anderem den Büchern Zuckerfrei, gesünder Leben und Schlank für Berufstätige gemacht. Was können Sie mir raten bzw. Welche Besonderheiten gibt es und worauf soll ich jetzt nach der OP achten? Also kleinere, häufigere Mahlzeiten, das würden wir in diesem Zusammenhang sagen. Allerdings, häufigere Mahlzeiten sind auch immer wieder vergesellschaftet mit einer stärkeren Gewichtszunahme. Aber gerade für den Zustand nach der OP ist es erstmal besser. Fettreduziert, weil die Fettverdauung ist verschlechtert, wenn man viel Fett isst. Also so ein schöner Kammenbär zum Frühstück und dann nach dem Frühstück noch ein Stück Schokolade, dann kriegt man Durchfall, weil das einfach zu viel Fett auf einmal ist.

Kaffee ein bisschen vorsichtig ausprobieren und viel Wasser trinken, das wäre wichtig. Intervallfasten ist gut und ich glaube, die Gewichtszunahme ist hier eher auf die Menopause zurückzuführen, weil das ist schon eine gravierende Umstellung für den weiblichen Organismus und da wird es den Frauen richtig schwer gemacht, das Gewicht zu halten. Das ist, glaube ich, hier nur der Zufall. Wird das denn irgendwann besser und der Körper gewöhnt sich daran, dass er keine Gallenblase mehr hat? Ja, ja, ja. Also erst mal rantasten, gerade nach der OP. Und auch gucken, welche Lebensmittel vertrage ich und welche vertrage ich nicht. Das kann danach durchaus unterschiedlich sein. Und auch in diesem Fall muss man sagen, also in sich reinhören. Und wenn das alles nichts hilft, nochmal in so eine Schwerpunktpraxis Ernährungsmedizin. Dafür gibt es die ja.

Dafür gibt es die ja. Wir müssen nicht zu Hause sitzen mit Ernährungs... Genau, genau. Wird ja auch keiner sagen, ich habe Herzschmerzen, da gibt es keinen Arzt für. Da geht man zum Kardiologen. Mit Ernährung geht man zum Ernährung. Das muss in der Gesellschaft noch mehr selbstverständlich sein. Das müssen auch die Kassen verstehen, dass man das auch bezahlt. Das wird zum Teil ja nur bezahlt, leider. Es gilt derzeit als Luxus und die Beteiligung der Menschen ist immer noch viel zu groß wirtschaftlich. Das ist eine wichtige Forderung, dass wir die Hauptursache von Erkrankungen in Deutschland, das ist nämlich die falsche Ernährung, dass wir das auch in die medizinische Versorgung überführen. Ja, das ist ein bisschen absurd, dass es eben so teuer ist, dass die Leute, die nicht so viel Geld haben, ein besonderes Hemmnis haben, dieses Angebot anzunehmen und sich das zu leisten, obwohl ganz viele von denen es natürlich auch nötig haben. Richtig, genau. Und damit beißt man sich tatsächlich ins eigene Bein, weil die Leute nehmen dann weiter zu und haben vielleicht nicht das Geld, sich betreuen zu lassen. Und jetzt bekommen wir irgendwann diese verrückte Situation, dass der Druck auf die Kassen, die Abnehmenspritze zu bezahlen, immer größer wird, wie in der Schweiz zum Beispiel. Und wir werden sie bald auf Kasse haben für bestimmte Personen. Aber wir haben immer noch nicht die Ernährungstherapie als volle Kassenleistung. Wie verrückt ist das denn?

Jetzt kommt noch was dazu, vielleicht am Rande noch mal. Wir haben eine dramatische Zunahme der Explosion der Fettlebererkrankung. Jeder dritte Deutsche hat eine Fettleber, auch schlanke. Und bei Übergewichtigen ist es sogar mehr als die Hälfte. Und jetzt haben die Amerikaner, also die Industrie hat ein Medikament gegen Fettleber entwickelt.

Und irgendwann ist der Druck so, diese Medikamente helfen gegen Fettleber und helfen sogar noch gegen Fibrose, gegen Leberfibrose. Und irgendwann ist der Druck so, dass die Kasse das auch bezahlen muss. Aber rate mal, was das für Jahrestherapiekosten sind, die derzeit ist in Amerika zugelassen. Ich habe keine Ahnung. 50.000 Euro im Jahr. Und dafür kann ich mir auch einen Koch anstellen. Also nicht ganz, aber der halt schagst. Der mir jeden zweiten Tag was kocht. Und da geht die Fettleber auch weg. Ja, es ist verrückt. Wir leben in einer Zeit, ja, es ist ein teures Medikament, aber Medizin denkt in die Richtung, natürlich gefördert auch von der umsatzgetriebenen Pharmaindustrie, das verstehe ich, denen mache ich keine Vorwürfe. Ich mache nur der Gesundheitspolitik Vorwürfe, weil je länger die Gesundheitspolitik wartet, sich den ernährungsbedingten Erkrankungen Deutschlands anzunehmen und die auch zu bezahlen, desto stärker wird der Druck der Innovation. Und die Innovation, das sage ich dem Bundesgesundheitsminister, die sind richtig teuer. Und die werden unser Gesundheitssystem sprengen. Und dann wird man irgendwann die Frage haben, kann ich denn Innovationen noch bezahlen oder nicht? Nein, wir haben eigentlich nicht das Geld. Wir haben 6 Milliarden Defizit. In diesem Jahr werden es, letztes Jahr, in diesem Jahr waren es wahrscheinlich 10 oder 15 Milliarden. Das ganze System fährt mit Karacho an die Wand. Und alle gucken nur zu.

Gut. Ich dachte, du sagst jetzt was Versöhnliches zum Schluss. Ja, nee, ich schüttle nur den Kopf.

Ja, was hast du noch für Fragen? Darf ich dir noch die Frage von Franzi vorlesen? Ja, tut mir leid, wenn ich jetzt so Depressionen reingebracht habe. Ich bin jetzt gerade so ein bisschen betriebs. Ja, genau. Also Franzi, 33 Jahre alt, bewegt sich zwei bis dreimal die Woche je eine Stunde in der Schwimmhalle, im Fitnessraum und in der Sportmatte, im Hotelzimmer, wenn sie unterwegs ist. Sie hat aufgehört zu rauchen vor einem halben Jahr. Wiegt jetzt aber nicht mehr 58 Kilo bei 1,68, sondern plötzlich 70 Kilo. Und sie sagt, natürlich ist es keine gute Idee, Zigarette wieder durch Süßes zu ersetzen, aber sie möchte gerne zurück zum normalen Gewicht und weg vom Zucker. Und hat jetzt das Problem, dass sie nach dem Essen einfach immer, sie sagt, in den Schlafmodus falle, also einfach müde wird. Und sie muss halt für den Außendienst Essen vorbereiten. vorbereiten, dann isst sie meistens um 14 Uhr das erste Mal und fühlt sich danach wirklich bleiernmüde. Und wann immer es geht, schläft sie danach sofort ein.

Und wenn sie nicht schlafen kann, ist sie stundenlang unkonzentriert. Und sie sagt, es ist ziemlich egal, ob es ein Salat ist oder ein Gericht mit Kohlenhydratbeilage. Am schlimmsten ist es aber mit Haferbrei. Und eigentlich traut sie sich tagsüber gar nicht mehr zu essen, weil sie danach immer so fertig ist und schlafen muss. Und sie hat mal fünf Kilo abgenommen, aber sie quält sich einfach sehr. Und sie war mal Sushi essen und danach fühlte sie sich so schwindelig, dass sie dachte, sie wird gleich ohnmächtig. Ihr Blutdruck ist ohnehin eher niedrig, aber ihr Blutzucker ist in Ordnung. Sie hat kein Diabetes, normale Zuckerwerte und eigentlich auch früher kein Übergewicht. Und sie will jetzt wissen, ob ihre Symptome vielleicht mit diesem Aufhören, mit dem Rauchen zu tun haben könnten. Also das kann durchaus sein. Das ist ein extremer Fall, muss ich sagen. Hier wird das Ganze erschwert durch den Außendienst. Der Außendienst macht das mit dem Essen immer schwierig. Es ist toll, dass sie das alles mitnimmt.

Hier müsste man schauen. Offenbar scheint sie sehr stark auf Kohlenhydrate, das sagt sie ja selber, auch zu reagieren. Hier müsste man schauen, ob man mit einer Umverteilung hin zu weniger blutzuckerwirksamen Lebensmitteln kommt, mit mehr Eiweiß. Und tatsächlich kann das hier auch eine veränderte Balance sein beim Rauchstopp. Sehr extrem, muss ich sagen, sehr extrem. Das ist ja diese bleierende Müdigkeit auch nach dem Essen.

Möglicherweise reagiert, ist die Insulinantwort nach dem Essen verändert auf die Kohlenhydrate. Und das kann zu Blutschockschwankungen führen. Das könnte auch die Müdigkeit mit verursachen. Also hier würde ich im ersten Durchlauf einmal versuchen, weniger Blutzuckeraktive Lebensmittel zu essen, mehr Blutzuckerstabilisierende Lebensmittel zu essen, um zu gucken, ob es dadurch besser wird.

Und dann noch mal gucken. Wenn das damit nicht besser ist, also das sind ja richtige Probleme, die sie hat. Auch da noch mal, das ist schon der dritte Fall jetzt hier, wo ich sagen würde, tatsächlich da mal. Da kann man aber auch zu einer Ernährungsberaterin gehen. Das wird ja auch von der Kasse bezuschusst. Aber wenn das nicht hilft, dann zum Ernährungsmediziner in der Schwerpunktpraxis Ernährungsmedizin. Das ist tatsächlich ein Fall, wo man ein bisschen nachdenken muss. Man kann auch, muss gucken natürlich auch, wie ist das Blutdruckverhalten? Mich würde auch interessieren, wie ist der Blutzucker bei dieser Bleiheindemüdigkeit? Wie ist der Blutdruck? Wie ist der Puls? Das würde mich da weiterbringen, um da Licht ins Dunkel zu bringen. Also man bräuchte hier noch ein paar zusätzliche Informationen, aber total interessant. Aber man kann jetzt auch nicht sagen, dann fängt sie wieder an zu rauchen, dann hat sie ihre anderen Probleme gelöst, weil das ist ja auch kein Weg. Nein, um Gottes Willen. Franzi, vielleicht versuchst du das einfach mal und schreibst noch mal, ob das was gebracht hat und gibst uns noch ein paar Details. Also das interessiert mich. Das ist schon interessant. Also Franzi, meine Adresse ist ja bekannt, elisabeth.jessen.funkemedien.de Ich sammle alles und bespreche das immer alles mit Matthias oder gebe es eben weiter. Ja, herzlichen Dank. Dann würde ich mal sagen, jetzt wollen wir gerne ein Rezept haben.

Music.

Was hast du uns denn heute mitgebracht, Matthias? Also passend zum Thema Heißhunger, das aktuelle Buch Anti-Heißhunger-Rezepte. Perfekt. Und diese Rezepte, die basieren eben alle darauf, tatsächlich so satt zu machen, dass man so satt ist, dass man keine Lust hat auf noch Zwischenmahlzeiten und der Heißhunger, ich möchte sagen, abgestellt wird. Wer so isst, der hat keinen Heißhunger mehr. Und das sind optimierte Gerichte, wie hier zum Beispiel, guck mal, wie findest du das? Frikassee mit Erbsenreis. Ganz toll. Mag ich natürlich total. Ich liebe Frikassee und ich denke mal, wenn ich es nach diesem Rezept koche, ist es auch noch richtig gesund. Das ist ein echter Klassiker, ne? Also Frikassee sowieso, das ist eigentlich so ein Lieblingsgericht auch der Deutschen. Da haben wir drin natürlich Suppengrün, Hähnchenbrust, Spargel, also viel Gemüse. Wir haben auch Naturreis. Eben warum Naturreis? Wegen der Ballaststoffe. Das ist wichtig. Aber auch, es schmeckt sehr, sehr gut. Ja, ich mag ihn sowieso lieber. Naturreis oder schwarzer Reis esse ich gern. Erbsen, Hülsenfrüchte, Eiweiß, Ballaststoffe. Dann haben wir noch Kapern. Kapern sind auch ein Naturheilmittel. Und gehackte Petersilie und etwas Zitronensaft. Das macht das total lecker.

Zubereitungszeit 30 Minuten. Und das geht, das ist einfach. Und vor allen Dingen, wir haben 42 Gramm Eiweiß für diese Mahlzeit. Das ist super viel.

Und würde schon die Hälfte des Eiweißbedarfs eines normalen Menschen abdecken, der sogar ein bisschen sportlich aktiv ist. Also es ist schon die Hälfte meines Eiweißbedarfs. Und gerade wenn wir Heißhungerattacken abgewöhnen, dem Körper abgewöhnen wollen, dass das gar nicht mehr so passiert, dann ist eine kleine Überdosierung des Eiweißes, gerade wenn sie hier auch in der Kombi tierisch pflanzlich, also wir auch einen ollen pflanzlichen Anteil an Eiweiß dabei haben, total gut. Kann ich nur empfehlen. Du kochst ja immer alles nach und berichtest. Fast immer. Manchmal vergesse ich dann auch was. Aber ja, ich werde berichten. Also es ist ganz nach meinem Geschmack. Ich finde das super. Ich würde vielleicht sogar noch für die Optik ein paar Zuckerschoten dazu tun. Ja, gute Idee. Die mag ich auch sehr gerne. Und Erbsen liebe ich sowieso sehr. Ja, Zuckerschoten, toll, finde ich, machen sich gut. Frische Zuckerschoten. Also wenn du doch mehr Gemüse da reinbringen willst, ist es immer erlaubt. Ich würde wahrscheinlich noch einen Salat dazu machen, Grünern, weil ich das immer sehr gerne mag. Ja, noch mehr Magendehnung, genau. Ja, fein, sehr gut. Das freut mich. Also, was mache ich jetzt mit diesen Sachen? Die werde ich so eins nach dem anderen wahrscheinlich essen, aber da ist Matthias ja nicht dabei zur Tasse Tee. Die Tapsis, die können mir nicht gefährlich werden. Der Tontechniker. Die kriegt der Axel. Der mag nämlich Lakritze.

Nein, er sagt ja, ist das nicht. Also, ich stelle das in die Redaktion. Irgendjemand wird sich wahrscheinlich finden. weil ich kann die jetzt auch nicht wegwerfen. Und für die anderen Sachen finden wir auch jemanden. Nüsse ist sowieso kein Problem. Apfel geht jetzt gleich an Axel, damit der auch was Gesundes isst nach den Tapsis. Und die Blaubeeren sowieso super. Also Matthias, ich danke dir ganz herzlich. Wir haben wieder viel gelernt. Und wenn ihr eine Folge verpasst habt, ihr findet sie auf allen gängigen Plattformen, auch auf www.abendblatt.de bei unseren Podcasts. Und im Insta-Auftritt So geht gesunde Ernährung, findet ihr natürlich dann auch wieder das Rezept. Und ich freue mich, dass ihr wieder zugeschaut habt und zugehört habt. Und wenn ihr noch mehr News, Studien und tolle Erfolgsgeschichten sehen wollt, dann abonniert den kostenlosen Newsletter auf myfooddoctor.de oder schaut in die Zeitschrift Isst dich gesund? Und folgt mir auf oder uns auf Social Media. Und vielleicht sehen wir uns ja auch im Juni in der Leishalle, meine letzte große Show in diesem Jahr. Ernährung von A bis Z, so wie ihr sie noch nicht kennengelernt habt. Ich habe total viele neue Fakten zusammengesammelt und es ist ein runder Guss. Jeder geht beseelt danach nach Hause. Bis dann. Danke euch. Tschüss. Und für den Schnitt der heutigen Sendung danken wir wieder Heike Becker.

Ein Podcast von Funke. Weitere Podcasts vom Hamburger Abendblatt finden Sie in unserer Abendblatt und auf abendglatt.de slash podcast.