Geschichten zum Einschlafen. Eine Produktion der Julep Studios.
Psst. Hey du? Schläfst du schon? Nein? Das ist gut, denn es erwartet dich eine neue Geschichte zum Einschlafen. Ich bin Balto und ich freue mich sehr, dich wieder begrüßen zu dürfen. In unserer heutigen Geschichte möchte ich dich in die fantastische Welt von Avatar einführen. Gemeinsam werden wir das leuchtende Reich von Pandora erkunden, jenem prächtigen Land der Navi, das der Regisseur James Cameron entworfen und in die Kinos gebracht hat. Vielleicht erinnerst du dich noch daran, wie der erste Teil im Jahr 2009 für Aufregung unter den Filmliebhabern gesorgt hat, weil er ein Meilenstein für das 3D-Kino und visuelle Effekte war. Mit einem eigens dafür entworfenen Kamerasystem ist es Cameron gelungen, die Mimik und kleinste Bewegungen von Schauspielern auf digitale Figuren, eben jenes erfundene Volk der Navi, zu übertragen.
Zusätzlich setzte er ein umfangreiches Team aus KonzeptkünstlerInnen, BiologInnen, LinguistInnen und DesignerInnen ein, um Pandora und seine vielen Bewohner glaubwürdig erscheinen zu lassen. Es folgte Navi, bekam seine eigene, schlüssige Sprache. Im Film sieht man Tiere, die in das Ökosystem passen. Der Anspruch in die Flora und Fauna war, dass sie logisch aufgebaut werden. Wenn man das Ergebnis betrachtet, ist das dem Regisseur auch durchaus gelungen. Der Film Avatar lässt einen in eine magische Welt voller vielschichtiger Verbindungen mit der Natur und ihren Lebewesen eintauchen. Wenn du Lust dazu hast, selbst einmal durch Pandora zu streifen, darfst du mir jetzt gerne weiterzuhören. zu hören. Unser heutiges Thema haben sich die Supporter der Geschichten zum Einschlafen Sternwarte gewünscht. Wenn es einen Ort gibt, an den du gerne mal reisen würdest oder ein Abenteuer, das du erleben magst, dann schau gerne mal auf www.steadyhq.com. Dort kannst du die Geschichten ganz ohne Werbung hören und vieles mehr. Wir freuen uns auf dich.
Nun aber, lass den Alltag hinter dir. Lehn dich entspannt zurück und sinke in deine gemütliche Schlafstätte. Wenn du möchtest, kuschel dich in eine Decke ein, schließ deine Augen und fühle, wie alles leichter wird.
Dein Puls wird ruhig und gleichmäßig. Stell dir vor, wie du auf einer Frühlingswiese liegst. Sonnenstrahlen wärmen deine Haut, der Duft deiner Lieblingsblume zieht dir in die Nase. Eigentlich bist du wach, aber dir geht es so gut, dass du gar keine Lust hast, die Augen zu öffnen. Gerade freust Du Dich sehr darüber, wie verbunden Du Dich mit der Natur fühlst. Du nickst nochmal ein und träumst Dich an einen Ort, den Du vielleicht.
Du bist in Pandora angekommen. Ein ganz besonderes Licht weckt dich auf. Es ist anders als das Morgenlicht auf unserer Erde. Es ist wie ein schimmerndes Blaugrün, das durch die Blätter über dir tanzt. Warm und lebendig scheint es auf dich herab, als würde die Luft selbst atmen. Die Frühlingswiese ist verschwunden, stattdessen liegst du in einer geflochtenen Hängematte hoch oben zwischen gewaltigen Bäumen. Ihre Stämme sind so breit wie Häuser, ihre Rinde weich wie gewogenes Moos. Der Wald unter dir schwingt ganz sachte, angestupst von einem leisen Pulsieren, als würden die Bäume träumen.
Langsam setzt du dich auf. Unter dir breitet sich ein Meer aus Blättern aus, in allen Schattierungen von Smaragd über Türkis bis hin zu einem tiefen Violett. Zwischen den Ästen hängen lange Fäden aus leuchtenden Blüten. Manche sind noch geschlossen, wie kleine Laternen, andere glimmen bereits sanft, obwohl die Sonne erst aufgeht.
Du atmest tief ein. Die Luft schmeckt frisch und ein wenig süß, wie Tau auf den Blüten. Und mit jedem Atemzug scheint dein Körper leichter zu werden, als hätte die Schwerkraft hier beschlossen, ein wenig freundlicher zu sein.
Deine Haut ist blau, wie die eines echten Navi, Dein Haar ist zu langen Zöpfen gebunden Bevor du weiter über dieses neue Erscheinungsbild nachdenken kannst, hörst du aus der Ferne ein Rufen, Ein langgezogener, melodischer Laut, der durch den Wald heilt, dringt an dein Ohr, Es ist der Schrei eines Drachenvogels. Ein Schwarm dieser majestätischen Tiere gleitet hoch über den Baumwipfeln. Ihre Flügel sind weit gespannt, mit schimmernden Mustern, die im Morgenlicht fast durchsichtig wirken. Auf Pandora nennt man sie Ikran. Sie sind keine wilden Bestien, sondern freie, stolze Geschöpfe, die nur fliegen, wenn sie es selbst möchten.
Ein Ikran bindet sich an einen einzigen Reiter. Du hast Glück, denn einer der Drachenvögel wird dich heute auf seinen Rücken lassen.
Vorsichtig kletterst du über die gewogenen Plattformen, die sich wie ein Nest um den Baum schmiegen. Über schmale, natürliche Brücken aus Lianen und Holz gelangst du zu einer offenen Lichtung. Dort wartet dein Drachenvogel bereits. Er ist größer als jedes Tier, das du von der Erde kennst. Seine Haut schimmert in Blau und Gold. Wenn er den Kopf neigt, funkeln seine Augen wie flüssiger Bernstein. Andächtig trittst du an ihn heran. Es gibt keine Hast oder menschliche Zähmung. Nur eine stille Übereinkunft. Behutsam legt er sich auf.
Mit einer fließenden Bewegung steigst du auf seinen Rücken, spürst, wie sich seine mächtigen Schwingen ausbreiten, dann hebt ihr ab. Der Wald sinkt unter euch zurück. Die Baumkronen werden zu einem wogenden Teppich aus Grün. Zwischen ihnen, helle Nebelfelder, entsehen sich das Licht bricht wie in Wasser. Der Wind streicht weich über dein Gesicht. Gemeinsam steigt ihr höher und höher. Am Horizont erkennst du die schwebenden Berge. Gigantische Felsen, die scheinbar mühelos in der Luft hängen. Ranken und Wasserfälle fließen von ihnen herab wie seidene Schleier.
Der Ikran dreht eine Kurve, gleitet tiefer. Unter euch öffnet sich das Meer. Die Küste von Pandora gleicht einem endlos weiten Strand. Das Wasser ist klar wie Glas. Unter der Oberfläche glühen Korallen in zarten Farben. Rosa, Türkis, Gold. Selbst am Tag leuchten sie leicht, als würden sie das Sonnenlicht speichern. Der Ikran landet sanft auf einem Felsen, er neigt den Kopf und verabschiedet sich. Dankend legst du deine Hand als Gruß auf seine Schnauze, dann fliegt der Drachenvogel davon.
Unter dir lockt das Wasser. Es empfängt dich wie ein lebendiger, schützender Mantel. Dabei ist es weicher als jedes Meer, das du kennst. Kleine, schillernde Fische ziehen in Schwärmen an dir vorbei. Manche tragen Muster wie Sternbilder auf ihren Flanken. Wie gerne du mit den Fischen schwimmen würdest, wie die Navi es tue. Ach halt, betrachte nochmal deine blaue Haut. Heute bist du hier einheimisch, voller Vorfreude tauchst du in die Fluten ein.
Große, majestätische Kreaturen gleiten durch die Tiefe. Die an Wale erinnernden Geschöpfe heißen Tulkun. Sie strahlen etwas Ruhiges, Sanftes aus, fast als würden sie ein altes Wissen in sich tragen, das vom Anbeginn der Zeit an existiert.
Ihre Bewegungen sind langsam, als würden sie im Takt eines uralten Liedes schwimmen. Wie bei dem Ikran streckst du die Hand aus. Eine der Tulkuns kommt näher, dreht sich neben dir. Ihr Auge ist groß und klar. In diesem Blick liegt keine Angst, nur Neugier. Eine Weile schwimmt ihr nebeneinander. Immer weiter zieht es euch hinaus, bis hin zu den Riffen. Dort ragen Korallen wie kleine Paläste aus dem Meeresboden. Zwischen ihnen öffnen sich Blüten, die auf Berührung mit einem weichen Leuchten reagieren. Wenn du mit deiner Hand darüber streichst, pulsiert ein Licht von deinem Finger aus weiter, wie ein Gruß, der durch das Riff wandert.
Später, als die Sonne höher steht, kehrst du in den Wald zurück. Ein lebendiges Gefüge aus Bäumen umgibt dich. Die Blätter sind groß wie Segel und spannen sich über dir auf. Manche sind durchsichtig wie dünnes Glas, die das Licht in warmes Gold filtern. Zwischen den Wurzeln wachsen Pflanzen, die wie kleine Kristalle aussehen. Wenn du an ihnen vorbeigehst, beginnen sie zu schimmern. Zwischen den Stämmen entdeckst du einen Hain. In seiner Mitte steht ein uralter Baum. Seine Äste sind mit tausenden feinen, leuchtenden Fäden behängt, die sich sanft im Wind wiegen.
Setz dich mal an den Fuß und lege deine Handfläche auf die mächtigen Wurzeln. Wieder spürst du die Verbundenheit, die alles Leben auf Pandora bestimmt. Hier erkennst du den wahren Kreislauf des Lebens und das Gleichgewicht, das dadurch geschaffen wird. Bleib einfach so lange sitzen, wie du möchtest. Vielleicht schläfst du sogar für einen Moment ein, angelehnt an die warme Rinde.
Langsam versinkt die Sonne am Horizont. Ein erstes Leuchten erscheint unter den Blättern. Es ist ganz zart, noch kaum sichtbar. Doch mit jeder Minute wird es stärker. Die Pflanzen öffnen sich. Ranken beginnen zu glimmen. Pilze leuchten in tiefem Blau. Der Boden wird zu einem Teppich aus Sternen. Wie von einem magischen Ruf geleitet, stehst du auf und gehst los. Jeder Schritt hinterlässt eine Spur aus Licht, die langsam wieder verblasst. Kleine Kreaturen huschen durch das Unterholz, ihre Schritte ziehen helle Linien in die.
Über dir öffnen sich Blüten wie schwebende Lampingjungs. Die Nacht auf Pandora ist wie ein Ozean aus den schönsten Farben. Tiefes Violett mischt sich mit lebendigem Türkis, dunkelgrüner Smaragd ist von Silber durchsetzt. Auf einer Lichtung wartet dein Ikran erneut auf dich. Seine Schwingen reflektieren das Leuchten des Waldes, als wären sie selbst aus Sternenstaub. Er lädt dich erneut ein, mit ihm zu fliegen. Nur zu gerne nimmst du dieses Angebot an.
Dieses Mal fliegt ihr ganz langsam durch die schimmernden Baumkronen zwischen den leuchtenden Ranten hindurch. Du fühlst dich, als ob du aus einem Meer aus Licht gleitest. Dabei kannst du den Wald atmen hören. Dein Puls passt sich dem Takt der Natur an. Alles wird ruhig. Die Geräusche werden weicher.
Schließlich landet ihr wieder in der Nähe deines Baumnestes. Der Drachenvogel wartet ganz ruhig, bis du abgestiegen bist. Streichle ihn noch einmal über den warmen Hals. Das hat er gern.
Müde, aber voller glücklicher Eindrücke, kletterst du hinauf in deine Hängematte. Dein Blick ist auf den glühenden Wald gerichtet, dann wandert er zum Himmel, hängt sich an den unzähligen Sternen fest. Selbst die sind in Pandora größer und scheinen dir näher zu sein als auf der Erde. Mit diesem Bild im Kopf legst du dich gerne zurück und gibst dich erneut dem sanften Schwingen der Bäume hin. Während du einschläfst, merkst du etwas. Das Licht des Waldes wird schwächer, das Blau geht in Dunkelheit hinüber, das Schwingen wird zu dem vertrauten Gefühl einer Matratze, das ferne Rufen.
Der Drachenvögel verwandelt sich in das leise Geräusch deines eigenen Atems. Ich hoffe, die Reise in die Welt von Avatar hat dir gefallen. Träume gerne noch ein bisschen von der leuchtenden Welt Pandoras weiter. Wenn du magst, kannst du in deinen Gedanken immer wieder hierher zurückkehren, so wie an jeden anderen Sehnsuchtsort. Vielleicht können wir dich noch zu vielen anderen Traumreisen inspirieren. Hör gerne bald wieder rein.