Die Hamburger Klinik Helden, der Podcast über Berufe mit Sinn. Vom Hamburger Abendblatt und dem Verband der freigemeinnützigen Krankenhäuser in Hamburg. Die Freien. Heute fangen wir an mit einem kleinen Ratespiel. Wenn da einer liegen bleibt, dann ist es meistens erst. Raten Sie mal, für welche Sportart das typisch ist. Kleiner Hinweis, in die Boxen ist es nicht. Genau, ich spreche über Handball. Moin und herzlich willkommen bei den Hamburger Klinik Helden, dem Podcast über Berufe mit Sinn. Bei mir sitzt heute Dr. Till Orla-Klatte. Er ist Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Albertinen Krankenhaus und er ist Mannschaftsarzt beim Handball-Sportverein Hamburg.

Wir sprechen über Medizin am Spielfeldrand und im Klinikalltag, über Verantwortung, schnelle Entscheidungen und darüber, warum wir alle die Gesundheit unserer Gelenke nicht auf die leichte Schulter nehmen sollten. Dr. Klatte, schön, dass Sie heute hier sind. Vielen Dank für die Einladung. Freue mich, heute hier sein zu dürfen. Fangen wir mal an mit so einem spontanen Szenario. Volle Halle, also so stelle ich mir das vor. Volle Halle, Heimspiel, Sekunden nach so einem Zweikampf, die gibt es ja beim Handball. Bleibt ein Spieler liegen. Was geht Ihnen in so einem Moment durch den Kopf?

Ja, das ist natürlich eine super spannende Situation und auch manchmal erschreckende Situation. Aber in der ersten Sekunde versucht man, nochmal Revue spazieren zu lassen, was da jetzt eigentlich genau exakt passiert ist. Dass man das nochmal genau in der Sekunde erfasst. Und dann bleibt man aber erstmal sitzen. Man bleibt erstmal sitzen, dann ist es entspart. Genau, weil es ist dann so, dass zunächst, wenn der Spieler tatsächlich noch am Boden liegen bleibt, so, dass der Physiotherapeut nach vorne stürmt und auf den Platz geht und der guckt den Patienten oder den Spieler als erstes an und sobald der dann eben unsicher wird, dann gibt er mir ein Zeichen und dann ist das im Handball so geregelt, dass man dann als Mannschaftsarzt oder betreuender Arzt dann auf den Spielfeldplatz dann kommt und dann entsprechend zu helfen. Das heißt, der schnippt Sie dann so rüber und winkt? Genau, der gibt mir ein Zeichen und dann darf ich das Spielfeld betreten. Da muss man sich ja erstmal durch ein paar Spieler durchwöhnen, oder? Ja, die machen dann schon Platz. Machen die, ne? Aber die stehen natürlich immer als Erste um ihren Kollegen. Ja, genau. Die sind in der Regel gleich vor Ort, helfen mit.

Sie sitzen also im Publikum? Genau. Also ich sitze nicht auf der Spielerbank, so wie das beim Fußball der Fall ist, sondern man sitzt in der ersten Reihe beim Publikum mit dabei. Natürlich in der Nähe des Zugangs zum Spielfeld, also direkt hinter den Schiedsrichtern oder links, rechts, dahinter von denen. Sie sind bei jedem Heimspiel dabei, wenn möglich? Ja, wenn möglich, bei jedem Heimspiel. Das ist auch hier ein bisschen anders geregelt als beim Fußball. Beim Fußball reisen die Mannschaftsärzte tatsächlich zu nahezu allen Spielen mit bei den Profimannschaften. Im Handball ist es so geregelt, dass wir als Mannschaftsärzte immer die gegnerische Mannschaft dann auch mitbetreuen. Genauso gut? Oder lassen Sie sich einmal einlegen? Nein, das ist auch ein sehr schönes Phänomen beim Handballsport, dass es sehr freundschaftlich und auch familiär zugeht. Also wenn man sehr füreinander einsteht und das beinhaltet auch die Betreuung der gegnerischen Mannschaft. Die gegnerische Mannschaft bringt aber immer ihr Physiotherapeutenteam mit. Also da hat jeder sein eigenes. Da hat jeder sein eigenes, genau. Und wie oft kommt das vor, dass Sie aufs Spielfeld müssen? Bislang sehr, sehr selten. Das bleibt hoffentlich auch so.

Umknicktrauma zum Beispiel, wenn der Spieler eben nicht weitermachen kann, dann wird er vom Physiotherapeuten runtergebracht.

Und dann nehmen wir die Untersuchungen und weitere Behandlungen am Spielfeldrand oder außerhalb der Halle dann auch vor, sodass das Spiel weiterlaufen kann am Ende. Aber dann können Sie in den meisten Fällen das Spiel ja genießen, wenn nicht so viel passiert. Ja, wenn nicht so viel passiert, dann das Spiel tatsächlich verfolge ich sehr aufmerksam, weil ich natürlich auch den Unfallmechanismus auch für mich ganz genau in der Sekunde ja schon erfassen will, bin ich da sehr konzentriert bei der Sache und Fieber aber auch genauso mit. Viel Adrenalin bei Ihnen schon am Mutschlein. Absolut. Wenn man Fan und Arzt gleichzeitig ist, ja, ist schon eine spannende Doppelaufgabe.

Für die Spieler ist ihr Körper ja das Kapital. So empfinde ich das bei allen Spitzensportlern, unabhängig jetzt ob Handball, Fußball oder Leichtathletik, ist der Körper natürlich schon ein ganz wesentlicher Aspekt und was ich so in meiner Arbeit wahrnehme, ist auch tatsächlich, dass die Leute ein anderes Körperempfinden haben, also deutlich tiefer in sich reinhören als ich das wahrscheinlich mit meinem Körper tue, vergleichsweise und eben auch vielleicht für die normalen Menschen als kleine Bewegchen wahrgenommen werden. Beim Spieler eben halt doch ernsthafte Probleme darstellen, weil sie zum Beispiel beim Handball dann im Wurfablauf stören und verhindern, dass man mit voller Kraft wirft oder eben vielleicht auch verhindern, dass man überhaupt in die richtige Verteidigung geht. Deswegen ist das schon sehr nochmal ein anderes Arbeiten, eben auch mit diesen vor allem dann ja meist muskulösen und Beschwerdenbereichen, Bandapparates umzugehen und die zu behandeln. Anderes Körpergefühl, das glaube ich sofort.

Aber ich würde jetzt denken, also die rasseln ja manchmal ganz schön aneinander und da ist ja schon ganz schön was los oder auch wenn die mal umknicken oder so. Ich würde wahrscheinlich schon heulen auf dem Feld liegen. Also ich finde, die Schmerzgrenze scheint jetzt nicht wahnsinnig niedrig zu sein. Also ich finde, die können schon echt was aushalten. Ja, absolut. Die halten richtig was aus. Und da bin ich auch immer wieder überrascht worden. Ich würde ruhig eine Woche lang liegen bleiben. Eine Woche? Die Jungs schlägen auf und machen weiter. Absolut. Aber ich glaube genau, das ist eben auch diese andere Körperwahrnehmung in beide Richtungen. Auch zu wissen, was der Körper abkann und was eben nicht. Und die Angst, vielleicht nicht mehr spielen zu können. Das ist bestimmt eine der ersten Fragen. Wird das wieder? Kann ich wieder aufs Feld? Ja, genau. Das ist also für die meisten Spieler tatsächlich das Thema. Die wollen ja spielen, also die wollen auch möglichst schnell wieder zurück und mit ihrer Mannschaft zum Sieg zum Nächsten weiter. Und deswegen ist das meistens genau eine ganz elementare Frage und manchmal auch ein sehr schwieriges Abwägen, was wir im gemeinsamen Diskurs mit Spieler.

Ärzte, Mannschaft, Trainer abwägen, wo ist der sinnvolle Mittelweg zwischen nicht zu lange, aber auch nicht zu kurz, weil eine zu kurze Regenerationszeit natürlich auch mit der Gefahr einherläuft, dass es dann wieder zu einer neuen Verletzung kommt, vielleicht auch einer schwereren Verletzung und dann entsprechend einem längeren Ausfall des einzelnen Spielers. Deswegen muss man da sehr, sehr vernünftig abwägen. Und es ist grundsätzlich auch mal eine Diskussion. Aber die meisten Sachen kriegen Sie wieder hin? Ja, die meisten Sachen kriegen wir zum Glück wieder hin. Sind Sie selbst Handballer? Können Sie das nachempfinden?

Nein, ich bin selber kein Handballer. Ich bin aber in einem Irrsinnstempo zu einem mega Handballfan geworden. Und habe jedes HSV-Handspiel fieber ich voll und ganz mit. Da steckt man mittendrin, man ist Teil des Teams. Es fühlt sich manchmal so an, als wenn man selber.

Mitkämpf, was natürlich jetzt auch nicht der Fall ist, das ist die Leistung der Trainer und des Teams, also der Mannschaftsspieler. Aber man fühlt sich da sehr zugehörig an. Haben Sie denn eine andere Art von Leistungssport mal gemacht? Ja, tatsächlich war es bei mir früher das Reiten in der Jugend.

Daher kommt schon auch grundsätzlich ein bisschen, glaube ich, das Grundverständnis für Leistungssport. Das rührt ja schon ja auch her, dass man so ein bisschen weiß, worauf es ankommt, wo die Schwerpunkte liegen, worauf man achten muss. Sie wollten dann immer schnell wieder aufs Herd. Ja, genau. Hatten Sie denn dann auch mal einen Schlüsselbeinbruch? Ist doch nicht der Klassiker beim Reiten. Ich zum Glück nicht. Also schwer verletzt habe ich mich da nie bei. Nie? Die Hirnerschütterung hatte ich mal. Aha, haben Sie keinen Helm getragen? Doch, mit Helm. Oh, wie da auch. Man muss sich gar nicht wissen, wie es dann ausgegangen wäre. Aber das denke ich beim Handball auch manchmal. Also die knallen ja manchmal auch nach dem Kopf. Am Boden, genau. Das ist auch ein Thema. Was ist denn der größte Unterschied zwischen Sportmedizin im Handball und zum Beispiel im Fußball? Weil das haben jetzt viele, glaube ich, auch vor Augen. Also ein wesentlicher Aspekt, denke ich, ist tatsächlich der Unterschied in den verletzten Körperregionen, dass in beiden Fällen natürlich die untere Extremität sehr häufig betroffen ist. Aber im Bereich der Schultern, durch das viele Werfen beim Handball, da nochmal ein anderer Schwerpunkt zusätzlich liegt, im Unterschied zum Fußball. Aber ansonsten, was Leistungsdiagnostik, Leistungserbringung anbringt, sind wir da sehr ähnlich aufgestellt und haben dieselben Probleme.

Eine Schulter ist beim Fußball wahrscheinlich jetzt nicht so häufig. Außer man rempelt sich weg. Ja, aber Schulterluxationen kommen auch beim Fußball regelmäßig vor tatsächlich. Luxation, einmal bitte erklären, dass es ins Lose ist. Genau, das ist, wenn die Schulter ausgerenkt ist. Das kommt tatsächlich häufiger vor als beim Handball. Aber beim Handball natürlich auch da ist es dann wirklich gerade in gefährlichen Situationen reingegriffen wird in die Schulter. Kann das passieren, aber es sind vor allem eben auch degenerative Überbelastungen, also die Überbelastung der Schulter selber beim Werfen, die dann im Handball nochmal ein spezifisches Problem mit der Schulter aufbringen im Vergleich zum Fußball. Das ist ja auch ein Kraftaufwand. Wie schnell ist so ein Ball? Das kommt ganz drauf an. Das kann schnell über 100 Stundenkilometer gehen. Sind die manchmal zu hart zu sich selbst, die Spieler? Also zu hart sind die auf jeden Fall zu sich, ja. Da ist keiner dabei, der... Der irgendwie pinselig letztlich ist. Das ist meine klare Antwort.

Vielleicht muss man das aber auch im Leistungssport manchmal sein. Die Schulter ist ja ihr Spezialgebiet. Warum genau das genannt? Also die Schulter fasziniert mich letztlich schon seit vielen Jahren in meinem Berufsleben. Da fasziniert mich immer dieses äußerst komplexe und häufig auch nicht so ganz klar zu fassende Zusammenspiel von Muskulatur, Sehnen und dem Knochen selber. Ja, das ist äußerst komplex und nicht ganz klar immer auf Röntgenbildern oder auch in einer MRT so hundertprozentig darstellbar, sodass man da auch viel Erfahrung braucht, um die Zusammenhänge der jeweiligen Schmerzen wirklich exakt erkennen zu können. Ist das ein bisschen Detektivarbeit? Manchmal ja, manchmal ist es aber auch ziemlich klar. Oh ja, was ist ziemlich klar? Ja, zum Beispiel ein Knochenbruch und auch Sehnenrisse. Aber manchmal, es gibt gerade auch im Bereich der Schulter doch einige Schmerzsyndrome, die wir nicht so ganz klar erfassen können. Wo man das MRT macht, also die Kernspinnenuntersuchung und dann eigentlich das Bild, was wir da finden, nicht zu den beklagten Beschwerden der Patienten so richtig zusammenpasst. Aber der Leidensdruck kann so offensichtlich immens ist. Und da bedarf es eben nicht nur jetzt chirurgischer Fähigkeiten, sondern eben doch deutlich mehr, um dann das wieder hinzubekommen, dass die Menschen damit wieder glücklich werden. Also die Suche macht Spaß.

Ich lese gerade meine eigene Frage und denke, es ist eigentlich logisch, wenn irgendjemand da draußen schon mal Handball geguckt hat, die Frage lautet, warum ist die Schulter im Handball so extrem gefordert? Okay, wir haben schon darüber gesprochen, 100 Stunden, Kilometer und das geht ja auch aus dem Schultergelenk. Genau, das ist ein mordsmäßiges Zusammenspiel aus dem vollen Bewegungsumfang der Schulter mit kombiniert ja letztlich Kraft. Und gerade so dieses weite nach hinten Außendrehen des Schultergelenkes mit dann voller Wucht nach vorne werben, belastet die Schulter immens in verschiedenen Bereichen. Einmal natürlich das Gelenke selber, also dem Knorpel, aber auch der Sehnen und der Muskulatur. Welche Schulterverletzungen sehen Sie dann bei den Profis am häufigsten? Ich gebe einen Tipp ab. Muskelfaserriss oder Sehnerriss? Tatsächlich sind es aus meiner Sicht die degenerativen Seheneinrisse oder auch akuten, dramatischen Seheneinrisse. Und das kommt häufig durch dieses ständig sich wiederholende, wenn es repetitive Bewegungsmuster mit extremer Belastung in eine Drehrichtung, die dazu führt, dass dann eben die Ansätze sukzessive einreißen und das kann den Spielern Beschwerden bereiten. Ich stelle mir das vor wie ein Pfaden, so ein Wolle und wenn man da so ganz langsam dran, dann splissen da so. Wie bei den Haaren.

Sehenspiels. Woran erkennen Sie relativ schnell, ob es jetzt ein Wehwehchen ist oder was Ernstes? Also tatsächlich unterscheidet sich da aus meiner Sicht auch Handball nochmal zum Fußball, dass man da relativ schnell wieder aufsteht und das Spiel weitergeht. Also so dieses klassische Schwall, sage ich mal, das gibt es so im Handball eigentlich kaum. Also zusammengefasst ... Den Punkt zu bringen, wenn sich da einer lang legt, dann hat der auch was, wenn der liegen bleibt. In der Regel ist das schon so. Gibt es so die ein oder andere Schulterverletzung, die Sie so nach all den Jahren, die Sie sich mit diesem Gelenk befassen, die Ihnen immer noch so Respekt einflößt, wo Sie sagen, ach bitte nicht das? Oder ist es so, oh ja, wie schön. So schön ist das natürlich, klar, das ist das falsche Wort. Für uns selber als Behandler, als Chirurgen ist es tatsächlich eine Herausforderung. Das ist befriedigend, wenn man dann so komplexe Verletzungen wiederhergestellt bekommt, das gut wird. Das macht natürlich dann so für dieses Arbeiten, macht das enorme Freude.

Und was wäre so ein Beispiel für eine Verletzung? Also das sind zum einen natürlich schwere Frakturen im Bereich des Oberarmkopfes, um bei der Schulter zu bleiben. Wenn man die rekonstruiert bekommt bei jungen Patienten, bei älteren Patienten, ist man da eher mittlerweile dazu übergegangen, dass häufigen Fällen, wenn man sich zur OP entschließt, dann endoprothetisch, also mit einem Gelenkersatz zu versorgen. Aber gerade bei Jüngeren versuchen wir eben den Gelenkersatz immer zu vermeiden in erster Instanz. Und das macht dann schon Freude, wenn man das gut hinbekommt und sieht, dass das dann auch noch ein gutes Ergebnis für den Patienten gibt. Dann ist das sehr befriedigend. Und wovor hat man Respekt? Also ja, klar, eben so komplexe Brüche, die sind ein Thema, aber auch Schulterinstabilitäten können sehr herausfordernd sein, da das richtige Maß für den Patienten zu finden oder für die Patientin, dass das die richtige Therapieentscheidung ist. Das sind dann auch mal wieder herausfordernde Situationen. Also ich persönlich bin jetzt ja nicht so sportlich. Also Sportverletzungen fallen bei mir raus. Aber ich bin als Kind mal vom Dach gefallen und habe mir die Schulter ausgekugelt.

Drama. Das fand ich richtig hart. Also da war ich in der Grundschule und dann wurde das eingerenkt. Ich erinnere mich wirklich an diesen Moment. Ja, also das ist die häufigste Verletzungsfonds. Heißt das so? Ja, kein Gelenk luxiert häufiger. Ich dachte, ich wäre was Besonderes. Aber grundsätzlich ist es natürlich jetzt im Vergleich zu Knochenbrüchen dann wieder seltener. Aber in der Tat ja in der Regel ein sehr, sehr schmerzhaftes Ereignis für die Patientinnen und Patienten. Und es bedarf da auch schneller, schneller Hilfe. Also wenn man das sehr lange in diesem ausgerenkten Zustand lässt, ist das gefährlich für die Nerven, für die Gefäße und natürlich schädigend für das Gelenk selber. Sollte jetzt aber keiner im Urlaub irgendwo, wenn sowas passiert ist, einfach machen und wieder einrecken. Das kann jetzt der Laie nicht. Das ist immer auch ein interessantes Thema. Wie reagiert man richtig? Also in der Zivilisation, da man jetzt nicht gerade im Himalaya unterwegs ist, sollte man möglichst zügig eine medizinische Einrichtung, um das eben einmal zu diagnostizieren. Das ist in der Regel mit einem Röntgenbild eben möglich.

Und im Himalaya? Ja, da muss man abwägen tatsächlich, was man da macht. Das Problem ist, denke ich aber für die meisten, dass man nicht unterscheiden kann, ob da jetzt ein Knochenbruch vorliegt oder eine Ausregung, wenn sie an einem Knochenbruch ziehen, das ist auch nicht gut. Oh nee, das ist okay, egal, wir lassen mal das Thema hin, Mann, reichert. Ich glaube, sonst schalten alle ab, weil es ekelig wird. Was für Schultererkrankungen treten denn im höheren Lebensalter auf? Also auf was müsste ich mich jetzt noch gefasst machen? Bei den Schulterausrenkungen, bei den Unfallbedingten, da unterscheiden wir immer nochmal. Es gibt auch Menschen, die können einfach spontan, willkürlich ihre Schulter ausrenken. Die muss man nochmal ganz klar anders betrachten als jemanden wie Sie, der sich das Unfallbedingten ausgerechnet hat, das Gelenk. Da kann es einmal dazu kommen, dass es im Verlauf zu einer wiederholten Ausrenkung der Schulter kommt, möglicherweise eben ohne einen schweren Unfallmechanismus, sondern eben einen deutlich leichteren Bewegungsablauf oder Mechanismus. Ich sitze im Büro, nehme meinen Kaffee und aus Versehen, es klingt ja furchtbar. Ja, das kann durchaus passieren. Deswegen ist man mittlerweile auch gerade eben, wenn es im jugendlichen Alter oder in jüngeren Patientenaltern so ist.

So dass man ganz klar die Empfehlung ausspricht, möglichst ein Kernspinnen einmal zu machen und zu gucken, welche Verletzungsfolge durch die Schulterluxation, also durch die Ausrenkung erfolgt sind, um dann eventuell genau sowas zu vermeiden. Wenn das jetzt viele Jahre schon zurückliegt, dann wird es natürlich auch immer unwahrscheinlicher, dass es dann einfach so spontan oder bei einfachen Bewegungen auftritt, wird dann immer unwahrscheinlicher tatsächlich. Und Rheuma und sowas oder Arthrose? Ja genau, beim älteren Patienten, das war ja die eigentliche Frage, ist es so, dass wir sehen, dass es... Ab einem Alter von 50 immer gehäufter zu Sehnenrissen kommt im Bereich der Schultern. Das ist so eine Schallgrenze, 50. Ich meine, das ist witzig. Ich habe gefragt nach den älteren Patienten und die fangen an bei 50. Das fühlt sich jetzt aber gar nicht gut an. Da geht das langsam los. Aber eben mit jeder Dekade steigert sich das.

Und dann muss man immer individuell natürlich betrachten. Es gibt mehrere Sehnen im Bereich der Schulter. Und eine Sehne, die besonders häufig betroffen ist, können wir aber sehr gut kompensieren. Sodass man das sehr individuell entscheiden muss, ob da überhaupt operiert werden muss. Oder ob man das mit Physiotherapie und einem angepassten Bewegungsmuster komplett kompensieren kann. Oder nicht. Aber man kann schon sagen, umso jünger die Patientinnen und Patienten sind und so ein sehneres Auftritt, umso eher tendiert man dann auch dazu, die OP-Empfehlungen auszusprechen. Aber wie gesagt, das kann man nicht so pauschalisieren und sagen, den muss man auf jeden Fall operieren. Das ist tatsächlich immer ein ganz individuelles Abwägen. Also bei den Älteren ist es auch Verschleiß? Genau, also diese Sehnenrisse sind tatsächlich auch als eine Art Verschleiß in den meisten Fällen zu begreifen. Und dann natürlich auch das Thema Gelenkverschleiß selber, also die Arthrose, auch das haben wir an der Schulter. Aber natürlich nicht in dem Maße, wie wir das zum Beispiel im Bereich von Hüft- und Kniegelenken finden. Das liegt einfach in der Natur der Sache, dass wir unsere Schulter sicherlich nicht in dem Maße belasten über das beim aufrechten Gang. Vor grad Tagen, da liegt ja kein Gewicht drauf.

Worin unterscheidet sich denn die Versorgung älterer Patienten und Patientinnen? Also muss man da ganz anders herangehen? Also man kann einen ganzen Teil der degenerativen Veränderungen eben auch konservativ behandeln und sehr gut konservativ behandeln. und das umso älter dann, die Patientin oder der Patient ist, auch natürlich berücksichtigen. Konservativ, damit meinen Sie jetzt Physiotherapie? Physiotherapie, aber auch Infiltration, also Spritzen im Bereich des Gelenkes oder im Bereich der Sehnen oder das, was ja das häufigste ist, ist ja das sogenannte Impingement-Syndrom, also ein Schulterengpass-Syndrom. Das sind häufig Erkrankungsbilder, die wir sehr gut mit Infiltration und vor allem Physiotherapie, Hervorragend in der Spritzung. Aber Spritzen, kurze Nachfrage, was kriege ich denn da reingespritzt? Man kann einmal was gegen Schmerzen selber verabreichen, ein Schmerzmittel. Da ist es aber so, dass die nicht lange wirksam sind, sondern in der Regel nur kurz wirksam sind. Und dann gibt es mittlerweile da aber auch verschiedene Medikamente, angefangen von Hyaluronsäure bis hin zu Eigenbluttherapien, die sehr erfolgreich angewandt werden können, um eben die Schmerzen in erster Instanz auch zu lindern. Sie haben eben über OPs gesprochen und dass es bei älteren Menschen nicht unbedingt immer sofort eine OP-Empfehlung gibt.

Ich habe gelesen, dass viele denken, Schulter würde zu oft oder zu häufig operiert oder zu schnell vielleicht eher. Teilen Sie diese Meinung? Ja, also das muss man tatsächlich auch so immer kritisch hinterfragen und abwägen, was eben eine Operation bedarf. In vielen Fällen sollte erstmal die konservative Therapie erfolgen und da kann glaube ich schon auch, dass man zu früh in dem einen oder anderen Fall reagiert wird. Also da ist sicherlich ein frittisches Abwägen immer zu empfehlen. Und man muss am Ende auch sagen, dass es natürlich immer auch das wieder ist. Deswegen ist diese Arzt-Patienten-Verbindung auch, finde ich, enorm wichtig, dass man einmal eben tatsächlich sieht, was hat der Patient eigentlich für einen Leidensdruck? Passt das mit dem klinischen Befund und passt das wiederum dann auch noch mit den bildgebenden Befunden zusammen? Und daraus muss ich letztlich erschließen, wann und ob man überhaupt operiert. Das ist so eine Grundvoraussetzung, dass eben eine vernünftige Anamnese, Gespräche und Untersuchung mit dem Patienten stattfindet, um eben die ideale Versorgungsform und Entscheidung, ob OP oder nicht, eben auch zu treffen. Also wenn Sie operieren, haben Sie natürlich das Gelenk verwendet?

Oder am Wickel, hätte ich jetzt fast gesagt. Aber da spielen ja auch noch viele Kollegen und Kolleginnen eine Rolle. Auch aus der Geriatrie und Anästhesie und Pflege, Physiotherapie. Also ist das so eine richtige Teamarbeit? Also die Schulter ist ein Teamproblem?

Ja, genau, es ist ein Teamproblem. Und da ist es tatsächlich... Was sagen wir über Teamaufgabe? Ja, Teamaufgabe, ein Problem, das klingt so schwierig. Also Team, ja, in der Tat ist es eine Teamaufgabe. Es ist vor allem, also das geht los natürlich bei dem behandelnden Niedergelassenen, der in der Regel ja schon vorab die konservative Therapie mit dem Patienten durchgespielt hat. Der dann sagt, okay, wir kommen hier an diesem Punkt nicht weiter. Fahren sie ins Krankenhaus. Dann soll der Kollege, der Chirurg, in meinem Fall, jetzt also ich, im Albertinen Krankenhaus einmal entscheiden, ob eine Operation sinnvoll ist oder nicht. Und dann geht der nächste Schritt schon los. Dann geht die Teamarbeit schon los. Es ist so, dass man eben natürlich da nicht ganz alleine agiert, sondern wir haben Assistenzärztinnen und Assistenzärzte, Oberärztinnen und Oberärzte, die mithelfen, die die Patienten mitbetreuen. Und dann kommt der Anästhesist, die Anästhesistin ins Spiel, die dafür zuständig ist, dass die Operation dann auch entsprechend erfolgen kann, dass wir auch eine suffiziente Schmerztherapie nach der Operation haben, weil Schulteroperationen häufig eben auch schmerzempfindlich sind. Ist das sehr wichtig, dass man da eine optimale Einstellung bekommt. Bleibe ich dann ein bisschen länger? Also wenn ich bei Ihnen operiert werde, starke Schmerzen habe, sagen wir, es war ein Bruch oder nicht. Wie lange darf ich denn verweilen?

Das ist unterschiedlich. Es gibt mittlerweile Eingriffe, die ambulant erfolgen müssen, also dürfen nicht mehr stationär erfolgen. Die meisten Eingriffe können aber tatsächlich im kurzstationären Aufenthalt von ein, zwei Nächten behandelt werden. Egal welchen Alters. Egal welchen Alters. Und bei den Schulterprothesen und Frakturen ist es häufig sogar auch nochmal drei bis vier Tage. Das trifft ja dann auch eher die Älteren, also gerade bei Ihnen auch in der geriatrischen Abteilung. Ja, genau. Da geht es dann nämlich weiter.

Zum einen direkt nach den Operationen schon anfangen mit der Physiotherapie und eben die Mobilisation des Gelenkes einsetzt. Das ist natürlich je nach Verletzungs- oder Versorgungsart ganz unterschiedlich und individuell anzupassen. Und wir im Albertinen Krankenhaus haben da eine sehr gute Zusammenarbeit, vor allem für hochgetagte Patienten mit unserer Geriatrie und unserem Alterstraumazentrum, Wo wir eben dann ein perfektes Zusammenspiel letztlich haben zwischen dem Unfallchirurgen, jetzt wenn wir einen Bruch als Beispiel nehmen, und dem Geriater, der sich grundsätzlich um die Bedürfnisse des alten Menschen nochmal hinsichtlich Erkrankungen vom Herz-Kreislauf-System bis hin zur Niere dann nochmal spezifisch beschäftigen kann.

Und hier können wir unseren Patienten eben auch ermöglichen, dann um wieder richtig fit zu werden, auch nochmal in eine Anschlussheilbehandlung zu gehen und dadurch die Geriata dann mit versorgt zu werden. Ja, das stelle ich mir schwierig vor als älterer Mensch, also hochbetagt. Und vielleicht ist der oder diejenige auf den Gehwagen angewiesen, also auf dem Rollator oder ähnliches, das stelle ich mir schwierig vor. Also wenn ich meine Schulter gar nicht belasten darf, dann brauche ich auch jemanden, der mir das zeigt oder der mir hilft. Genau, also da ist es von großem Vorteil, dass wir eben da unseren Patienten ganz altersgerecht helfen können. Es geht dann letztlich nicht nur darum, ihn jetzt akut zu versorgen, sondern auch das Weitere zu organisieren, eben weil so eine schwere Verletzung, zum Beispiel in Folge eines schweren Oberarmkopfbruches, den man operieren musste oder eines Schenkelhalsbruches, ist es meistens ja nicht nach zwei, drei Wochen Reha getan, sondern das ganze anschließende Leben hat sich auf einmal verändert und darauf muss man noch entsprechend eingehen. Und das erfolgt dann alles zum Beispiel auch mithilfe des Sozialdienstes, der eben auch ein Teil des Teams ist und dieses Ganze als Gesamtpaket dann abrundet. Unser Podcast heißt ja Beruf für Mützen. Der Podcast über Beruf für Mützen. Was gibt Ihnen an Ihrem Job am meisten Sinn? Den Menschen zu helfen.

Zu helfen, dahingehend, dass sie wieder in das normale Leben zurückfinden. Das ist ja nicht in allen Fällen möglich, sie da hinzubringen, wenn zum Beispiel eine Unfallverletzung so schwer ist, dass das nicht mehr so wiederhergestellt werden kann, wie es einmal war. Aber dennoch, das gibt mir unglaublich viel, wenn ich merke, dass das ankommt bei den Patientinnen und Patienten. Sie behandeln ja auch andere Dinge. Also da ist es grundsätzlich so, dass wir tatsächlich in unserer Klinik das volle Spektrum der Unfallchirurgie abbilden. Angefangen von Wirbelsäulenverletzungen über Beckenverletzungen, Verletzungen der Beine, Kniegelenk, Hüftgelenk und auch eine sehr große ausgewiesene Endoprothetik haben. Also viel Hüft- und Kniegelenkersatz wird in unserer Klinik implantiert.

Und ja, letztlich hat da jede einzelne Sparte ihre Besonderheit und Spezialisierung. Und ich glaube auch, dass es total Sinn macht, dass wir eben für die einzelnen Bereiche einzelne Spezialisten haben, die dann sich besonders gut auskennen in diesem einen Feld. Natürlich muss man das große Ganze im Blick haben, aber es ist eben wichtig auch, dass man eine Spezialisierung vorweisen kann, um zu sagen, okay, das kann ich besonders gut. Sie sind der Schulterspezie, dann gibt es noch ein Hüftspezie oder eine, es gibt auch eine weibliche Form, also der oder die Hüftspezie. Genau und solche Sachen, also Knie gibt es auch wahrscheinlich jemanden, der das besonders gerne macht bei Ihnen. Ja, genau. So ist das aufgeschlüsselt. Zum Beispiel für meine Endoprothetik, also für die Hüft- und Knie-Endoprothetik, habe ich eine Leiterin, eine leitende Oberärztin, die entsprechend die Sektion für Endoprothetik verantwortet und sich darum kümmert. Für jedes Gelenk ein Spezialistin oder eine Spezialistin? Das finde ich sehr tröstlich. Noch einmal zurück zum Handball. Wenn Sie einem Spieler, also in dem Fall sage ich auch Spieler und sage nicht Spielerin, weil Sie betreuen ja derzeit nur die Männer. und wir hoffen ja, dass es auch bald mal eine erste.

Ja, das wäre sehr beküßenswert. Ich könnte mir auch vorstellen, dass dieses, also meine Tochter selber hat auch angefangen Handball zu spielen, also ich glaube, so diese EM und die anstehende WM lösen da vielleicht nochmal auch ganz neue Ströme aus. Es gibt Hoffnung. Nach dem Erfolg der braunen Mannschaft der Deutschen, dass das da vielleicht auch eben entsprechend wächst. Genau, aber gut, in diesem Fall sind wir natürlich jetzt aber noch bei den Männern. Ja, was wünsche ich meinen Spielern? Denen wünsche ich, wenn sie eine Verletzung haben, Und hatten und durchgestanden haben, wieder volles Vertrauen in ihren Körper zu fassen, weil das, glaube ich, ist ein ganz schwerer Schritt, wenn man sich zum Beispiel das Kreuzband gerissen hat und dann ein halbes Jahr, drei Monate, ein halbes Jahr das Ganze therapiert wurde, dann wieder aufs Spielfeld zu gehen und nicht zu sagen. Und jetzt mache ich wieder alles so wie früher, als wenn nichts gewesen wäre. Ich glaube, das ist für den Kopf eine ganz schöne Herausforderung und die wünsche ich meinen Spielern sehr, dass sie immer das Vertrauen wieder voll in ihren Körper nach einer durchstandenen Verletzung, egal welche, wieder fassen können. Was würden Sie denn allen Spielern grundsätzlich vorm Spiel sagen?

Bitte fall nicht hin. Also, weißt du, so wie bei den Kindern. Man denkt so, ja, okay, klärt da drauf, aber bitte fall nicht runter. Nee, also ich denke, in erster Linie bin ich tatsächlich dann in der Sekunde so, Jungs, gebt Vollgas. Ah, da sind sie Fan. Wir gewinnen dieses Spiel, holt die Punkte für uns und hab keine Angst. Gibt es irgendwas, was Sie aus dem Profisport mitnehmen in den Klinikalltag? Also einmal ist es die ein bisschen andere Herangehensweise an die Nachbehandlung. Also kann man schon auch tatsächlich einzelne Punkte nochmal übertragen auf den normalen Klinikalltag. Ansonsten ist es aber, finde ich, derselbe respektvolle Umgang und das menschliche Miteinander, was man eben mit dem Profispieler genauso betreibt, was so ein ganz wesentlicher Punkt ist im Arbeiten. Gibt es so einen ganz speziellen Moment, so im OP oder in der Halle, bei dem Sie so wissen, dafür mache ich das? Im OP selber ist es der Moment, wenn man feststellt, dass alles wie am Schnürchen geklappt hat, wenn man den Moment überwunden hat, wo man sagt, okay, jetzt ist es geschafft, das hat genauso geklappt, wie ich mir das vorgestellt habe. Und das kann man gar nicht so richtig beschreiben. Das ist ja grundsätzlich in meinem OP auch so eine, für mich immer meditative Stimmung.

Also man ist maximal auf einen Punkt fokussiert, alles von mir herum verfließt und es geht nur um diesen Moment gerade. Und wenn man das dann erfüllt hat und merkt so, okay, jetzt, Es kann diese Art Anspannung in positiven Sinne, man ist ja nicht ängstlich angespannt als Operateur. Wenn das sich dann löst, das ist ein sehr schöner Moment tatsächlich jedes Mal. Und beim Spielen natürlich, wenn gewonnen wurde und keiner verletzt ist.

Dann ist die Stimmung schon sehr ausgelassen. Was wird bei Sportverletzungen völlig überschätzt? Ich sehe immer vor Augen diese Schlagzeile, Karriere aus, weiß ich nicht, Kreuzbandriss. Ja, also ich glaube, dass man schon sagen muss, dass eben heutzutage bei verschiedenen Verletzungsmustern, um jetzt beim Kreuzbandriss zu bleiben, es eben schon so ist, dass wir ein ganz anderes Ergebnis heute haben, als wir das eben vor 20, 30 Jahren hatten, wo häufig so eine Verletzung, natürlich auch in Abhängigkeit von der Sportart, dann zum Ende der Karriere geführt hat, ist das heute eben nicht mehr unbedingt der Fall. Weil einmal eben durch die veränderte Diagnostik, durch die viel spezifische Therapie und dann haben wir jetzt auch bei der Winterolympiade, dass eben mit Teilgelenkersatz wieder in den Profisport zurückgekommen wird. Das ist schon ein absolutes Noben und ist auch der Weiterentwicklung der Medizin zu verdanken und vor allem auch im Bereich der muskulosegetalen Versorgung enorm, was da mittlerweile geliefert wird. Sie sehen täglich Körper, die nicht mehr so funktionieren wie früher. Also im besten Falle natürlich schon irgendwann wieder. Aber verändert das den Blick auf den eigenen Körper und das eigene Älterwerden? Also Sie haben ja jetzt gesagt, ab 50 geht es bergab mit uns. Wie alt sind Sie? Ich bin jetzt 43.

Dann bleibt Ihnen nicht mehr viel Zeit. Nein, na klar. Man merkt dann ab meinem Alter natürlich schon, dass der Körper sich auf einmal meldet. Grundsätzlich ist es aber so, dass man sehr bewusst mit seinem Körper umgeht und auch lernt und weiß, dass eben nichts für die Ewigkeit bestimmt ist. Nee, gar nicht. Hatten Sie schon mal eine Schulterverletzung? Nee, zum Glück nicht. Noch niemals, aber allein gar nicht. Wirklich gar nichts? Nichts gebrochen, nichts ausgerechnet. Auch nicht mal so ein Ziehen oder so. Was ist denn Ihre Schwachstelle? Haben wir Knie oder Rücken? Fuß am ersten. Fuß? Wieso? Vom vielen Stehen. Stimmt, natürlich. Vom Operieren. Sie hatten ja noch nie was mit der Schulter. Man kann sich nicht selbst therapieren, oder? Nein, operieren selber ist, glaube ich, schwierig. Das würde ich mir nicht zutrauen. Diagnostizieren und Übungen machen. Da kann man natürlich schon einiges machen, um die Schulter fit zu halten. Okay, das schreibe ich mir jetzt auch mal hinter die Ohren. ich hier mit meiner rausgekugelt. Ich habe auch noch ein bisschen Probleme seit meiner Kindheit. Okay, wir haben heute viel gelernt, vor allem, dass man Dinge nicht so auf die leichte Schulter nehmen soll. Aber wir haben auch gelernt, dass wir auch unserem Körper vertrauen können und dass die Dinge auch wieder gut werden. Das fand ich sehr tröstlich. Dr. Klatte, schön, dass Sie heute da waren. Das war richtig spannend.

Vielen herzlichen Dank für die Einladung. Mir war es auch eine große Freude und hat viel Spaß gemacht. Weitere Infos und Hintergründe zu Dr. Till Orla Klatte gibt es auch zum Nachlesen im Hamburg-Abendblatt. In der Printausgabe natürlich und auch online. Vielen Dank auch an Sie da draußen. Schön, dass Sie uns zugehört haben und uns nicht die kalte Schulter gezeigt haben und vorher abgeschaltet haben. Wir sind in zwei Wochen wieder da. Ich freue mich drauf. Bleiben Sie gesund.