Die Hamburger Klinik Helden, der Podcast über Berufe mit Sinn. Vom Hamburger Abendblatt und dem Verband der freigemeinnützigen Krankenhäuser in Hamburg. Die Freien. Viele denken bei einer OP an das, was man sieht, beziehungsweise was man sich vorstellt, weil selber als Patient oder Patientin sieht man es nicht. Das ist so ganz helles Licht, gut ausgeleuchteter Saal, ruhige Hände, die so präzise Schnitte machen. Bevor das aber alles losgehen kann, muss da was ganz anderes stimmen. Jedes Instrument, jedes Teil, jede Klemme muss vorbereitet werden. Sauber reicht da nicht. Kurz durchspülen, wie man so schön sagt, reicht da auch nicht. Willkommen bei Hamburger Klinik Helden, dem Podcast über Berufe mit Sinn. In dieser Folge geht es um die AEMP, die Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte und damit um die wichtige Arbeit im Hintergrund, die Patientensicherheit überhaupt erst möglich macht. Ich habe heute Traute Walers zu Gast. Sie leitet die AEMP im Agaplesium Diakonie Klinikum Hamburg. Sie sorgt mit ihrem Team dafür, dass Instrumente nicht nur sauber sind, sondern sicher und einsatzbereit. Frau Walers, schön, dass Sie heute da sind. Ja, vielen Dank für die Einladung, dass ich heute hier sein darf. Ich freue mich, dieses Thema allen näher bringen zu können. Ja, das weiß ich einfach. Genau.

Das ist ganz spannend. Fangen wir gleich an. Wenn Sie Ihren Job in einem Satz erklären würden, wie machen Sie das? Wenn man sagt, ja, ich arbeite in der AEMP. Denke jetzt an AEG, keine Ahnung, machen Sie Kühlschränke? Nein, machen Sie nicht. Was machen Sie? Ich arbeite in der AEMP, in der Abteilung für die Aufbereitung der Medizinprodukte. Es geht also um Reinigung, Desinfektion, Sterilisation. Also jetzt auf den ersten Blick habe ich fast das Gefühl, dass alles drei das Gleiche. Worin unterscheiden sich diese drei Sachen? Ja, Sie sagen es ja, Reinigung, Desinfektion. Da ist die thermische Desinfektion ganz wichtig, um die Keimbelastung ganz runterzubringen. Thermisch ist sehr heiß und dann eine bestimmte Einwirkzeit, damit die Keime, Parasiten, Viren, Bakterien, Pilze, das ist alles da schon teilweise abgetötet wird. Und Sterilisation kommt dann noch im Anschluss? Ja, und dann geht es eben weiter auf der Reihenseite. Da wird natürlich Funktionskontrolle gemacht, Pflege, ein bisschen Öl in die Gelenke, damit es nicht quietscht. Und das ist schön geschmeidig, die Instrumente, die Funktionskontrolle und dann wird es gepackt. Ja, da kommt eine kleine Nummer zu, wie wirklich die Reihenfolge auch sein muss. Nochmal die Unterscheidung der Begriffe, dass ich da so drauf rumreite. Dafür siehst du das so wie, weiß ich nicht, Frühstück mit der Gabenbrot. Sie wissen, was man wann serviert und macht, aber Reinigung muss optisch erstmal soweit sauber sein.

Desinfektion. Ja, Hitze und Zeit sind sehr entscheidend. Hitze und Zeit. Und bei der Sterilisation, ist das dann nochmal was anderes? Ja, das ist die Abtötungsphase. Das ist ja die entscheidende, damit das Instrumentarium und die ganzen Sets, Siebe und Einzelinstrumente dann für den Kunden bereitgestellt werden. Aber auch durch Zeit und Hitze oder kommt da noch was anderes? Ja, Zeit und Temperatur. Das sind immer die entscheidenden Parameter, um den entscheidenden Prozess dann zu beenden. Ich habe immer gedacht, Desinfektion und Sterilisation ist das gleiche. Nee, das ist eben nicht. Desinfektion ist eine Keimreduzierung und Sterilisation ist dann am Ende des ganzen Prozesses, also es ist ein zweiter Prozess mit den entsprechenden Geräten, aber das ist die Abtötung. Abtötung heißt... Also Sterilisation ist die Endstufe. Ja, Sterilisation muss es sein und Spülen alleine reicht eben nicht. Das muss man auch erstmal verstehen. Also gut, dass wir jetzt mal diese drei Griffe schon mal geklärt haben. Das war mir gar nicht klar. Also, die Instrumente sind im OP benutzt worden. Sagen wir mal, weiß ich nicht, das klassische OP-Besteck inklusive Säge. Was passiert bei Ihnen als erstes, wenn die Instrumente aus dem OP kommen? Die Instrumente sind gesammelt in einem Sieb, so kann man sich das vorstellen. So ein Siebkorb. Also da liegen ca.

50, unter Umständen auch 100 Instrumente drauf. Nach einer OP? Ja, und das ist ja nur ein Sieb. Und mitunter hat man bei einer OP 5 bis 10 Siebe. Das ist mir gar nicht klar. Wieso braucht man denn so viel Rahmen beim Operieren? Ja, das ist die Grundinstrumente. Alleine die braucht man schon zum Zunähen, Präparieren und Schere, Nadelhalter, Klemmen sind Grundinstrumente und dann eben, wenn man noch an Knochen muss, eben auch Grundinstrumente des Knochens, sage ich jetzt mal so. Ja, und die muss man entsprechend auf der Unrein-Seite jetzt auch schon mal bereitstellen, dass die so gespült werden, dass das Spülwasser überall hinkommt und keine Spülschatten entstehen. Und Spülschatten entstehen dann, wenn ich einen Deckel zum Beispiel oben drauf tue, auf die Wegen, wo die Spülarme, das Spülwasser natürlich nicht hinkommt. Also es ist wie eine große Spülmaschine. Ja, so kann man sich das vorstellen. Also die Säge hat noch ein paar Knochenreste, dann gibt es hier, natürlich gibt es Blut etc. Ja, wie sieht so ein Sieb aus? Wie eklig ist das denn echt? Für Sie vielleicht gar nicht eklig, ne? Nee, also für uns ist das ja gar nicht eklig, sonst würden wir gar nicht in dem Bereich arbeiten.

Blut muss man natürlich abkönnen, sänen können, nicht, dass man da umkippt. Aber sie sehen natürlich blutig aus. Und wenn natürlich infektiöse Sachen reinkommen, das gibt es ja auch nicht nur blutige, also rote Geschichten, sondern eben auch Dinge, die man nicht sieht, dann heißt das, sie sind infektiös. So kommt die Ansage schon aus dem OP und das ist wichtig. Da hat man so seine Arbeitsanweisungen und Prozesslandschaften eben auch beschrieben, dass das so ist, wie es ist. Und dann heißt das, alle Vorsicht, Personalschutz, noch besser aufpassen. Es soll ja auch zügig gehen. Wir machen ja nicht nur am Tag 5 oder 20 Siebel, sondern mit unter 250, 300 Siebel je nach Patientenaufkommen. Wahnsinn, das ist echt viel. Also jede Säge, jedes... Jedes Instrument wird geöffnet, jede Klemme wird geöffnet. Wir wissen ja nicht, was ist benutzt, was ist nicht benutzt. Und nur Blut ist kein Parameter, denn die Proteine, das ist das Entscheidende. Wieso? Warum? Die Proteine, die kann man nicht sehen, die Restproteine. Das Blut ist rot, das ist nur der Farbstoff. Aber wenn der weg ist, dann habe ich die Proteine. Und das muss alles weg. Dann die Instrumente, die öffnen wir.

Ja, in bestimmten Winkeln, damit es auch gut durchflütschen kann, das Wasser durchfließen kann, säubern kann und dann jedes Instrument hat so seinen Plax. Man schafft hier gut Raum, damit das Wasser gut durchspülen kann, durchgespült wird und sortiert dann. Wie groß ist denn diese Maschine? Irgendwie habe ich immer so ein Fließband vor Augen, aber das ist ja Quatsch eigentlich. Also Sie nehmen alle Instrumente in die Hand, verteilen das auf Siebe und dann ist das in eine Geschirrspülmaschine. Und dann packt man die Siebe natürlich auf entsprechende Wagen. Das sind die Grundinstrumente. Da gibt es einen Wagen, der extra für Grundinstrumente aufgebaut ist. Und dann gibt es für Instrumente mit Hohlräumen zum Beispiel ein Extra. Das sind Extra-Wägelchen, da wo die Hohlräume natürlich auch durchgespielt werden müssen. Und da gibt es so Hülsen. Da müssen dann die Hohlräume, also die Instrumente mit Hohlräumen reingesteckt werden. Und dann schiebt man den gesamten Wagen in die Maschine rein.

Im Prozess muss dargestellt werden, welche Instrumente gehen in welche Maschine. Wir haben fünf RDGs, so heißen die Maschinen auf der Unrein-Seite. Und das sind Reinigungs- und Desinfektionsgeräte. Und da hört man schon Desinfektion, thermische Desinfektion, keine chemische. Das ist ganz wichtig. Naja, und dann schiebt man die Wägelchen rein, erfasst digital, mit welchem Programm. Es gibt unterschiedliche Programme, einmal MIG-Programm, minimalinvasive Programm oder normales Instrumentenprogramm. Oder DaVinci, bereiten wir ja auch auf. Ja, DaVinci, die Hörerinnen da draußen, das sind die tollen Roboter. Oh ja, mit Operieren. Und was ist da special dran? Also es werden ja viele OPs mittlerweile mit der Technologie gemacht. Sind die Instrumente anders?

Die sind anders, spezielle, noch feiner, mit Technik ausgestattet, also sind Seilzüge. Und die fassen direkt mit Samthandschuhen. Ja, natürlich, mit Samthandschuhen anfassen. Sie sagen immer unreine Seite, es gibt also zwei Seiten. Sie beladen auf der unreinen Seite, gucken schon, sortieren vorne und so weiter. Und die Verbindung zur reinen Seite ist dann wirklich nur das Gerät, also was auf der anderen Seite rauskommt. Ja, sehr gut, ist das Gerät. Ich habe es doch verstanden. Ja, und denke ich vielleicht auch an Fließball. Also auf der einen Seite geht es rein und dann auf der anderen Seite holt man es raus, macht die Freigabe. Das ist ein ganz entscheidender Schritt. Erst die Freigabe, guckt, ist die Prozesslandschaft der Geräte in Ordnung. Ja, und wenn die Freigabe erfolgt ist, dann kann die Pflege bzw. Funktionskontrolle stattfinden und das Verpacken in die entsprechenden Siebkörbe wieder. Und danach einpacken in Vlies, Weichverpackung und dann in den Sterilisator. Ah, jetzt kommen wir aber nochmal ins Spiel mit dem Sterilisator. In Vlies, also die dürfen es kuschelig haben, die Instrumente, warum? Ja, muss ein Barriere-Schutz herum. Ansonsten, wenn ich das offen sterilisiere, dann in Kombination mit der Umgebung, Ist es gleich wieder kontaminiert? Ja, kontaminiert. Sie sagen es, kontaminiert.

Und wie sterilisiere ich das dann? Wie passiert das? Das wird eingepackt, dann bekommt es auch einen speziellen Wagen für den Steri. Dann schiebt man das in einen Sterilisator, öffnet die Tür, schließt die Tür, wählt das Programm und dann läuft der Prozess des Sterilisators. Wie eine Mikrowelle? Zum Beispiel. Ja genau, das war mir nämlich nicht klar. Ich dachte irgendwie nach den LWGs ist dann irgendwie Schluss. Das wäre ja dann nur Reinigung und Desinfektion. Das reicht ja nicht aus. Das ist dann so, sieht sauber aus, dann ist es aber nicht sauber. Ja genau, das ist das. Wäre ja fatal dann für die Patientenversorgung, das muss man ja sagen. Man liest es immer wieder, wenn es um multiresistente Keime geht. Also eine sehr, sehr wichtige Abteilung. Ja, im Laufe der Zeit hat man erkannt, das muss man ja erwähnen früher. Also ich habe ja früh angefangen und ich kenne ja auch noch. Was heißt das, früh?

Nach der Ausbildung bin ich in den OP gegangen. Also da das Handwerk in Anführungsstrichen. Wie lange ist das? 40 Jahre. Dann kennen Sie es ja auch noch ganz anders. Was ist der Ort zwischen damals und heute? Also damals, die ARMP, das hieß ja dann Stiri, ist erstmal vielfach in einen Raum reingekommen. Den Raum, den man übrig hatte bautechnisch. Meist war das der Kellerbereich. Viele sind jetzt auch noch im Kellerbereich. Aber viel entscheidender ist, die Professionalität in der Zeit weitergebracht zu haben. Und das ist in den letzten 10, 15 Jahren schon entscheidend passiert. Passiert ist es eigentlich dadurch, dass man die Patientenversorgung, die Regelwerke enorm hochgeschraubt hat. Also somit ist auch dann die Professionalität weitergekommen der AEMP und eben auch, dass man da die Fachweiterbildung machen musste. Das waren echt manchmal auch Schauergeschichten. Und entsprechend, so ungefähr jede Hausfrau kann in den Stirri und so ungefähr, ja ohne Vorwissen, das werden die da schon lernen und so lief das dann auch.

Alle stehen da so mit blutiger Schürz und schrumpft und irgendwelchen Segen rum. Ja, und damals, Sie sagen, es wurde ja alles noch viel manuell gereinigt. Das ist unglaublich. Und wenn man dann jetzt darüber nachdenkt, Fachkundene wissen, was das bedeutet, manuell zu reinigen, aufzubereiten. Es sind keine validierten Prozesse. Weil sie was anderes machen als ich. Und ich kann auch denken, ach, da kommt es nicht so drauf an. Ich habe jetzt auch keine Zeit mehr. Mal eben alles schnell rein. So lief das, muss man aber auch sagen, so war das Denken damals. Was Sie sagten, die ganzen Proteine hängen da noch. Ja, ja. Da hat da jemand doch vielleicht infektiös und dann wird es weitergehen. Ja, ja, manuell ist jetzt ja total ausgeschaltet. Also maschinelle Aufbereitung ist verpflichtend. Ja, um den Standard zu halten, dass jedes Instrument genau gleich aufbereitet wird. Und es ist total klasse, dass diesen Stellenwert in der AEMP so ist, wie er heute ist. Nicht nur das, jetzt vom Fachwissen her, sondern auch, dass wir alle eine Einheit bilden. Alle, die im Krankenhaus arbeiten. Das muss man jetzt mal sagen. Eine Kette. Eine Kette.

Und dass man miteinander kommunizieren muss, um das bestmögliche Resultat für den Patienten zu bringen. Es geht um die Patientenversorgung, nichts anderes. Jeder arbeitet da, wo er gebraucht wird und er wird gebraucht. Ja, aber der Stellenwert. Es geht um Wirtschaftlichkeit, natürlich, denn Instrumente sind sehr teuer. Das muss man einfach auch vorsichtig sein. Wir arbeiten mit sehr vielen Video-Optiken, die sehr teuer sind. Da Vinci-Optiken, die... Ah nein, Optik meinen Sie wirkliche Linsen? Ja, Linsen, genau. Auf minimalen, invasiven Wege zum Beispiel. Das sind sehr teure Instrumente. Und wenn ich da Larifari mit umgehe, sage ich jetzt mal so, dann habe ich wahrscheinlich die Kosten schnell in die Höhe getrieben. Grundsimpatien drin auch. Ja, genau. Zum Beispiel auch im OP. Die Arbeit ist da sehr wichtig. schon mit den Instrumenten umzugehen und auch wieder auf die unreine Seite zu bringen, damit nichts runterfällt, damit die Schrauben oder Platten richtig da sortiert sind oder wieder die Deckel drauf sind, damit keine Schrauben rausfallen aus dem Tray oder etc. Das klingt so schön nach Baumarkt. Ja, es ist so. Unfallchirurgie oder selbst die Chirurgie ist ja Handwerk. Instrumente, die besonders anspruchsvoll sind, zum Beispiel die von Da Vinci, Gibt es noch andere, wo Sie sagen, das sind unsere Endgegner?

So ein bestimmtes Instrument, wo man genau weiß, da muss ich ganz viel erstmal dran machen und das dann die Hand nehmen, bevor ich es irgendwie weiterschöne. Ja, also die anderen MIG-Instrumente. Das heißt, die anderen minimalinvasiven Instrumente, die in großer Anzahl bei uns natürlich im Lager liegen. Das heißt, ich muss sie auseinanderbauen auf der unreinen Seite. Also die Klasse raus. Also wirklich ein langer, dünner Schlauch. Ja, genau. Drei Elemente sind da zum Beispiel und die muss man wieder zusammenstecken. Das sind Instrumente, keine Linsen, aber Instrumente wie Fähren, Nadelhalter und Klemmen. Es ist ganz entscheidend zu wissen, wie baue ich welches Instrument auseinander für die unreine Seite und wieder zusammen für den Packbereich. Auf welcher Seite stehen Sie lieber? Auf der unreinen oder auf der, also ich stelle mir das ein bisschen vor wie Himmel und Hölle.

Ich mag eigentlich alles, ja klar, aber ich habe ja dann eben auch noch viele andere Dinge zu tun. Das heißt, wenn ich auf der unreinen Seite stehe, was ich ja auch durchaus mache, wenn die Not am Mann ist, dann muss ich mich natürlich, wenn ein Telefonat ist, wieder komplett ausziehen und dann wieder anziehen. Und wenn ich das fünfmal am Tag habe, dann ist das nicht wirtschaftlich genug oder muss ich immer einen reinrufen zu sagen, übernehme mal eben, ich muss jetzt ganz was Wichtiges oder ich muss mal eben in den OP-Saal was klären. Das ist ja das Tolle, weil wir auf einer Ebene sind. Die sind ja nicht im Keller. Nein, da im Diakonik-Kellikum, das muss man echt sagen und das sage ich jetzt hier an der Stelle, also wirklich fast den besten Platz mit Tageslicht und großer Fensterfront. Tolles Equipment der Ausstattung, das muss man sagen, ja. Also macht Spaß? Ja, sonst wäre ich da nicht mehr.

Wie lange sind Sie jetzt im Diakonik-Kellikum? 15 Jahre. Oh, das ist auch schon lang. Es ist sehr lang. Wie viele Mitarbeitende haben Sie? Also wir haben 13 Köpfe, alle Fachkunde ausgebildet. Männlein, Weiblein? Gemischt und von alter Struktur sorgen wir auch jetzt dafür laufend, dass es gemischt wird. Kaume Fluktuation, deshalb finde ich das ganz klasse, auch bei uns ein angenehmes Arbeitsklima. Stellen Sie sich kurz vor, ich komme zu Ihnen, möchte bei Ihnen arbeiten im AEMP. Sie arbeiten mich ein. Ich darf die ersten Male mit anpacken. Was ist das Schlimmste, was passieren kann? Auf der Unreinseite, Reinseite kann man so erstmal eingekommen. Auf der Unreinseite? Ja, da kann ja auch vieles schief gehen. Ja, Instrumente werden nicht auseinandergenommen. Ja, okay, das ist eklig. Aber das merkt ja einer auf der anderen Seite dann, ne? Ja, genau. Aber dann muss das alles nochmal von vorne gemacht werden und dann verliert man ja echt auch Zeit. Ja gut, alles klar, das fühlt sich richtig schlecht. Passiert einem aber vielleicht auch ein Dreifest. Denke ich auch. Fehler sind ja dazu da, um korrigiert zu werden und dann wieder nochmal zu starten. Oder Lärm durch Schmerz ist es besonders unangenehm, das macht man es nicht nochmal.

Und dann Spielschatten zum Beispiel, dass man nicht darauf achtet, dass es alles gut durchspült werden kann, sondern dass man eine platte Nierenschale oder große Schalen drauf packt. Dann heißt das nochmal, alles wieder von vorne. Wem das passiert, möchte ich jetzt mal ganz frech sagen, räumt zu Hause nicht die Spülmaschine ein und ein vielleicht, aber nicht aus, weil da merkt man ja ganz schnell, dass da irgendwie die Lasagnekruste dran hängt. Bisschen vergleichbar. Woran erkennen Sie, dass ein Sterilisationsprozess, also ganz am Ende, dieser ganzen Prozess von Anfang bis Ende erfolgreich war? Sagt dann irgendein Gerät, grünes Licht, schönen guten Tag, jetzt darf hier alles raus? Oder müssen Sie mit Ihrem Blick und Ihrer Erfahrung da das Go geben? Also grünes Licht ist schon mal gar nicht so ganz verkehrt, weil an den Geräten ist so eine Art Blume, die immer weiter leuchtet, bis der Kreis geschlossen ist. Aber was entscheidender ist, wir müssen die Freigabe machen, aber ich muss gleichzeitig auch noch die Ware selber angucken. Aber man muss darauf achten, dass die Etiketten noch alle drin sind, ist auch richtig beschriftet, ist etwas zu nass, dann muss das teilstorniert werden, sind die Klebebänder noch alle dran, ist das Vlies vielleicht kaputt gegangen, alles möglich. Aber ich muss einen Blick draufwerfen auf die Ware selber.

Schön finde ich zu wissen, dass da wirklich noch ein Mensch drauf guckt. So toll man die Geräte ja nutzen kann, am Ende, also am Anfang guckt ein Mensch und am Ende guckt ein Mensch. Das ist irgendwie ein ganz tröstlicher Gedanke und schön, dass sie dazwischen nicht mehr alles selber machen müssen und die Sägen schrumpfen. Auch für alle Beteiligten. Geht manchmal was kaputt? Ja. Ja? Also ist das unser Verschleif? Ja, sag ich jetzt mal auch schon alleine kaputt. Dann muss ich natürlich auch für einen Reapersatz sorgen, schnellstmöglich. Intraoperativ, Reapersatz, halt stopp, was?

Ja, zum Thema kaputt gehen ist natürlich während der Operation, irgendwas ist abgebrochen von irgendeinem speziellen Instrument. Oder fällt runter. Ja, fällt runter, dann ist es ja unsteril, dann wird ein neues Sieb oder ein Einzelinstrument geöffnet. Aber wenn etwas kaputt geht, ein spezielles auch, und das ist ja ganz entscheidend, damit die OPs auch in den nächsten Tagen nochmal laufen können, Da muss ich schnell für Repersatz sorgen, Reparaturersatz sorgen, damit das spezielle Instrument wieder auf dem Einsieb draufkommt, damit weitere OPs geplant werden können. Wäre ja auch blöd, will man operieren, braucht was Bestimmtes, dann ist es ja nicht da. Sie sind also auch dafür zuständig, also wie nennt man das?

Reparaturmanagement? Ja, das auf jeden Fall, aber auch, das habe ich früher gemacht, um mir Geld zu verdienen im Supermarkt, wie nennt man das denn, wenn man so eine Bestandsaufnahme macht, was alles da ist und was nicht? Inventur. Danke. Inventur. Liebe Hörerinnen und Hörer, es ist Montagmorgen. Ja, müssen wir immer checken. Wir arbeiten ja nach Packliste, das ist auf der Packseite, dass auch immer alles da ist auf dem Sieb. Und ich lasse mir immer Feedback von den Mitarbeitern geben. Sind entscheidende Dinge nicht da oder können sie nicht nachgelegt werden? Da haben wir ja auch ein bestimmtes Lager dafür. Pinzette, Schere und Nadelhalter, das sind ja alles die Grundinstrumente, die werden nachgelegt. Aber geht es um spezielle Instrumente oder Schrauben und Platten, die natürlich wieder drauf sein müssen. Sonst haben wir dann eventuell irgendwie Schwierigkeiten. Das ist ja auch Verantwortung. Sie sehen ja Ihre Patientinnen und Patienten nicht. Sie wissen aber, dass die da sind und darauf warten, dass das, was Sie brauchen, auch geliefert wird. Fühlt sich das komisch an, dass Sie die nie sehen und kennenlernen? Für mich nicht seltsam, muss ich sagen. Vielleicht durch meine OP-Arbeit von früher weiß ich, dass der Patient da liegt. Ich weiß ja, was da passiert. Und die Patienten sehe ich dann ja immer vor mir. Also das, was wir machen, ist für die Patientenversicherheit. Wenn jemand bei Ihnen neu beginnt, erste Frage vielleicht, fragen Sie denen das oder die, ob man Blut senken kann? Ja, wenn jemand sich vorstellt.

Und wenn dann jemand sagt, bin ich mir nicht ganz sicher? Ein Praktikum kann man machen. Oder so einen Probetag. Ja, wir hatten auch schon jemanden, die sagten, nee, das ist absolut überhaupt gar nichts für mich. Weil war blutig? Ja, klar, wir reden über Blut.

Also die ganz neu reinkommen, die in den Bereich, also wir haben ja auch viele Quereinsteiger und die ganz neu in den Bereich reinkommen, da rate ich schon immer ein Praktikum zu machen, so ein Schnuppertag. Erstmal angefangen, Schnuppertag. Das reicht ja meist schon aus. Und dann sind schon einige, die sagen, nee, ist gar nichts für mich, was hier passiert. Vielen Dank und tschüss, auf Wiedersehen. Ja, ich glaube, das ist auch eine Hürde. Und dann liegt da so ein Haufen Instrumente. Das hat ja schon auch ein bisschen was vom Horror. Absolut. Und manche Leute gucken vielleicht gerne mal den Horrorfilm für den Nervenkitzel, aber brauchen mehr Alltag wirklich gar nicht. Nee, genau. Haben Sie da noch Nervenkitzel, wenn Sie sich so einen Horrorfilm angucken und dann sind da so blutige Skalpelle oder so? Nee, Blut. Nein, nein, das nicht. Wenn es um Blut oder blutiges Skalpelle oder Instrumente geht, dann wahrscheinlich überhaupt, nee, ist kein Nervenkitzel mehr für mich. Nee, nee. Also man muss bei Ihnen schon Blut senken und auch die restlichen Sachen, die da vielleicht noch so dranhängen können.

Ja, ich würde mir das durchaus zutrauen, aber ich weiß auch nicht, ob ich das jeden Tag, obwohl man gefühlt sich dran, oder? Ja, das ist ja nur so dieser Bereich, wo das zuerst reinkommt, auf der unreinen Seite. Da hat man ja mit Blut oder mit diesen ekligen, in Anführungsstrichen, Sachen zu tun, der Anblick. Aber nachher ist es ja absolut blitzeblank und keimfrei da ganz hinten nach der Sterilisation. Und mehr geht ja nicht. Viele Leute sehnen sich danach, ein Ergebnis zu sehen bei ihrer Arbeit, weil sie vielleicht immer nur so bestimmte Zeilstücke machen und bei ihnen ist das ja so deutlich sichtbar. Also es kommt verranzt und am Ende ist es wirklich schön und sauber und steril. Irgendwie ein gutes Gefühl, weil man auch das Ergebnis sehen kann. Ja, es ist richtig. Es ist ein gutes Gefühl, es ist rund, Instrumentenkreislauf eben. Und dann geht es immer wieder zwar von vorne los, aber jeden Tag passiert was Neues und jeder Tag ist wieder spannend. Und wie gesagt, es plaziert immer was Neues in anderen Formen.

Passiert aber hoffentlich nichts Schlimmes. Sie fragte mich gerade, da sind natürlich ja viele Instrumente dabei, die sehr scharf sind. Also ein Skalpell ist ja ein bisschen schärfer als ein Klobmesser. Wie gewährleisten Sie, dass Sie sich daran nicht die Finger aufschneiden? Oder was sagen Sie noch? Haben Sie bestimmte Techniken, die Dinge zu greifen? Ja, das ist eine ganz gute Frage. Im OP sorgen die schon dafür, laut Prozessbeschreibung, laut Arbeitsanweisung, dass alle scharfen Instrumente, also die Klingen der Skalpell, Klingenhalter, natürlich schon abgemacht werden. Nadeln bleiben im OP, werden dort entsorgt. Ach, die werden entsorgt. Klingeln werden schon entsorgt. Klingeln machen sie gar nicht sauber.

Wir haben gar keine. Das sind alles Einweginstrumente. Also Einwegklingen, keine Instrumente, Einwegklingen. Aha, die werden auf die Griffe geschoben. Bitte? Ja, ja, ja. Das habe ich ja gar nicht gewusst. Ich habe mich wirklich gesorgt und habe mir vorgestellt, ich greife da hin und ich streife vielleicht mit der Hand oder so ein Skalpell und die sind ja wirklich, wenn man sowas schon mal in der Hand hat, die sind wirklich sauschiff. Aber was ich sagen kann, das Amputationsmesser zum Beispiel.

Reden wir mal über. Oh, schön, ja komm, mach das. Das ist mega scharf, also unglaublich. Und das ist in Totum ein Messer oder zwei Messer liegen drauf. Und die sind natürlich verpackt. Wie groß ist denn so ein Ding? Wie groß ist das? Also 30, 25, 30 cm zeigen Sie. Ja, ja, gut. Da kann man sich nicht aus Versehen dran schneiden, aber man muss schon sehr vorsichtig sein. Man muss vorsichtig sein. Das darf man als Anfänger nicht gleich, das ist eher für die Erfahrung. Nee, nee, und das liegt in so einem Rack drin, einem Schützenrack. Und da muss der OP darauf achten, dass das natürlich nach Gebrauch auch immer wieder in dieses Rack kommt, was natürlich in sich auch gut durchgespült werden kann, dass der auf der unreinen Seite gar nicht da großartig mit hantieren muss. Wie sieht denn Ihr Schichtdienst aus? Sie machen genauso Schichtdienst wie die anderen im Krankenhaus? Weil die OPs finden ja auch zu den unterschiedlichsten Zeiten statt, oder? Ja, Schichtdienst von morgens 6 oder 7, 13, 14 Uhr oder dann zum Spätdienst 12 bis 20 Uhr. Aber Nachtdienst haben wir nicht, das ist sehr angenehm. ist gut kalkulierbar und machbar.

Und jeder weiß das auch zu schätzen. Gibt es irgendwas, was Sie sich von OP-Teams oder anderen Stationen wünschen würden oder ist das schon alles so Hand in Hand? Alles ist vieles, muss man ehrlich sagen, Hand in Hand. Sonst würde das ganze System nicht so funktionieren und so viel Spaß machen. Wir kommunizieren, aber es liegt an einem selber, das muss ich auch sagen. Wie man die Dinge sieht oder wie man mit den anderen umgehen will. Aber alles zusammen trägt dazu bei, dass der Prozess natürlich noch reibungsloser wird. und noch flüssiger. Und natürlich, man kennt jeden. Das ist natürlich in manchen Krankenhäusern gar nicht gegeben.

Da wir auf einer Ebene sind mit OP, können wir Besprechungen abhalten. Also ich bin dann auch einmal die Woche immer dabei, OP-Besprechungen. Was läuft gut, was kann verbessert werden oder umgekehrt. Ich an den OP, wo drauf ist zu achten. Und sagen Sie dann so Sachen wie, also da habt ihr aber ganz schön viel verbraucht, muss das sein? Oder könnt ihr nicht ein bisschen weniger blutig arbeiten? Weil es wichtig ist, dass man miteinander redet. Dass man weiß, wofür man die ganze Sache macht und dass es ganz entscheidend ist, miteinander zu kooperieren und zu kommunizieren. Und das macht eben Spaß. Wo Menschen sind, das ist lebendig. Ich wollte Sie eigentlich noch zu diesen Mythen mal befragen. Wenn es sauber aussieht, ist es sauber. Aber das wissen wir ja jetzt schon längst. Also wer zugehört hat, nur weil was sauber aussieht, ist es nicht sauber. Und AIMP ist nur spülen. Habe ich witzigerweise auch im Internet gelesen, dass einige das so als Vorurteil haben. So, ja, Pfeffer, so ein bisschen spülen. Von früher, ne? Also den ich ja da auch mitbekommen habe. Von früher. Ja, da wurde ein bisschen gespült und vielleicht ein bisschen mit der Bürste geschrubbt. Ja, ja. Also die Dinge müssen sauber sein, die müssen irgendwann am Ende auch steril sein. Jetzt würde ich gerne mal wissen, wie das bei Ihnen zu Hause aussieht. Ich habe eine Spülmaschine, ja. Das hätte mich auch überrascht jetzt, wenn nicht.

Aber das, was ich in der Klinik anwende, wende ich nicht zu Hause an. Also eben mit Einschränkungen, ich achte auf Spülschatten. Sie wissen ja, was sich an all den Dingen unsichtbar verbergen kann. Das würde mich, glaube ich, total verrückt machen. Geschirrspüler macht die Sachen ja nicht steril. Aber denken Sie manchmal darüber nach, ob Dinge steril sind oder nicht. Oder wenn Sie, was passiert, wenn Sie mal zum Facharzt gehen irgendwo? Harnoarzt, keine Ahnung. Harnoarzt, habe ich auch noch mal gedacht. Ja, und gucken Sie dann nochmal genau hin, ist das wohl auch steril? Wo kommen da denn die Geräte? Machen Sie, ne? Nee, mache ich. Machen Sie nicht? Nee, da bin ich anders gestrickt und sage mir.

Sie vertrauen. Weil Vertrauen. Das andere wäre mir viel zu kompliziert und viel zu stressig. Dann muss ich ehrlich sagen, so bin ich nicht gestrickt. Außers gesund. Vertrauen. Also Ihr Geschirrspüler macht keinen Spülschatten. Nein, Sie haben schon ein System, nach dem Sie einräumen, aber mehr und mehr. Aber soll schnell, zügig gehen, ganz praktisch. Und dann Tschüss auf Wiedersehen, weil ich andere Dinge vorhabe, als eine Geschirrspülmaschine anzuräumen. Worauf sind Sie in Ihrer Arbeit besonders stolz? Gibt es irgendwas, was vielleicht verändert wurde in den letzten Jahren? Oder irgendein Gefühl, wo Sie sagen, das ist richtig gut? Also der gesamte Aufbau, also vor 15 Jahren, also das finde ich total klasse, wie das alles gelaufen ist, flache Hierarchien in dem Bereich dann einzuführen, Und wo man auf schneller Ebene oder schneller Kommunikation Dinge verändern kann. Total entscheidend. Macht Spaß, schnell Veränderungen einzuleiten, wenn es notwendig ist. Da bin ich ganz stolz drauf, dass wir das Ziel, dass am Tagesende alle Operationen gelaufen sind, ist klasse. Habe ich ja immer ein Augenmerk drauf. Und das ist die Verantwortung, die ich dann eben auch habe. Sind alle Instrumente da zu den jeweiligen OPs. Wir haben ja zehn Seele und im ambulanten Bereich eben auch noch drei Seele und MVZ auch noch.

Und am Ende des Tages ist es auch Parameter, um zu sehen, ist toll, dass es so gelaufen ist, wie es gelaufen ist. Dann weiterhin mit dem Team, dass das Team zum größten Teil immer noch da ist. Es sei denn, es ist in den Ruhestand gegangen oder kaum Fluktuation, dass es so ist, dass man sich jahrelang schon kennt. Natürlich auch immer das Erfrischende, dass junge Leute einen neuen Wind reinbringen, das finde ich auch klasse. Und dass ich natürlich eine gute Plattform biete für die Mitarbeiter, dass sie zu jeder Zeit zu mir kommen können. Das macht natürlich sicherlich auch ganz schön viel aus, dass es so ist, wie es ist. Und dann eben, dass die Mitarbeiter mitdenken. Das ist wirklich, was mich sehr freut. Wie viel Kilo verschiffen Sie da jeden Tag? Ich habe mich gerade gefragt, wie viel der Haufen ist. Ja, weiß ich nicht. Kilo, nee.

Kilo, Maximum bis zu 10 Kilo, sag ich jetzt mal. Im Schnitt 5 Kilo, 2, 3, 3, 5 Kilo. Wir halten es möglich, dass jeder gut tragen kann.

Treppenwitzmäßig ist ein bisschen Knochenstopp auch. Also ist es nicht ganz lang? Ja, das sagen Sie. Man muss belastbar sein. Aber auch die Menge und Zeit. Man muss einfach belastbar sein, weil natürlich ein Haufen Siebe ankommen. Und die müssen verarbeitet werden. Das gibt Muckis. Und Blutseelen, also die ist seelisch belastbar im Sinne von, das muss man abführen. Ja, seelisch belastbar. Die Motivation muss da sein, den verantwortungsbewusst belastbar, den Ehrgeiz, die Motivation, den Blick für die Patientenversorgung, Flexibilität, Bereitschaft. Was bedeutet für Sie persönlich ein Beruf mit Sinn? Ist es ein Beruf mit Sinn? Für mich ja, weil es dreht sich um, von Anfang an, ich habe gesagt, ich war im OP tätig, also es geht um die Patientenversorgung, die Arbeit am Menschen, im Hinblick auf Gesundheit, den Blick auf Gesundheit, Wiederherstellung, Unterstützung, Hilfestellung. Und da sehe ich indirekt eben meine Arbeit jetzt auch als Ergänzung zum OP. Die AEMP ist ein Kreislauf, der sich geschlossen hat und der den gesamten Bereich eigentlich abbildet. Nervt Sie das, dass manche Leute diesen Bereich nicht kennen? Ich zähle mich jetzt sozusagen. Kennen. OP ist nicht klar. Ja, kennen. Oder ignorieren. Sowohl als auch. Gibt es Menschen, die das ignorieren? Eigentlich respektieren. Das wäre ja noch schlimmer. Das ist ja die Steigerung. Nicht kennen, also ich mich jetzt sehe. Mir war schon klar, dass es irgendwie sowas geben muss. Also nicht kennen tun es ja ganz viele. Die fragen sich, wo arbeitest du in der Sterilisation?

Und dann denken die, wie sterilisiert ihr da? Ja, zum Beispiel. Das ist wirklich wahr. Das hat mir Mitarbeiter auch erzählt. Der Herrle. Wirklich. Partygag. Ja. Deshalb jeden kann man nur einladen zu sagen, schnippert einmal einen Tag und dann guckt ihr die ganzen Prozesse an und dann weiß man, was wir machen. Und dann geht manch einer so raus und sagt, hui, das hätte ich jetzt gar nicht gedacht, was sich dahinter verbirgt. Und das sagen jetzt ganz viele da draußen, glaube ich. Das glaube ich auch. Das nicht respektieren? Haben Sie das auch schon erlebt, dass Leute das so herabwürgen? Ach so, ihr macht hier nur Geschirrspin. Ja, also früher habe ich es erlebt, die Ignoranz war schon vielfach zu hören. Aber man muss halt wissen, was man macht, wofür man das macht. Na die Leute, die dann so desbekehrlich darüber sprechen, die möchten ja aber auch nicht mit so einer kontaminierten Säge. Aber eine Säge wird auch nie passieren. Wenn ich Ihnen eine Superkraft geben könnte, würden Sie eine haben wollen und nehmen? Und welche wäre das? Superkraft? Irgendeine Superkraft? Aufgebildete Kraft oder wie? Oder stehen Sie unter Super? Ach so, Superkraft. Was haben Sie denn verstanden? Eine Super als Mitarbeiter, als Kraft. Eine Superkraft einstellt. Superkraft wollen Sie ja tatsächlich einstellen. Ja, klar. Das sind Sie doch, die Superkraft. Superkraft, nenne ich meine wirklichen Sinne von Superheldin. Kräfte, Superman. Wie witzig, das hat noch nie jemand so rumverstanden. Das ist ja echt ein Teekesselchen, das Wort. Ja, das stimmt.

Okay, also die Superkraft sind Sie selbst, die Superfachkraft. Oder gibt es eine Art Gerät, das vielleicht noch nicht erfunden ist, das Sie aber wahnsinnig gut gebrauchen könnten? Schnellere Abwicklung der Prozesse. Zum Beispiel die Automaten brauchen eine Stunde, vielleicht viel schneller. Ja, High Speed One, vielleicht gibt es das eines Tages. Ja, aber kann doch mal jemand dran arbeiten. Ja, natürlich. Das ist eine Herausforderung. Die Technik. Vielleicht hört das da ja jemand irgendwo in der Produktentwicklung. Wir hätten gerne Highspeed-Geräte. Frau Walas, das war so spannend. Ich habe mir nie vorgestellt, wie es denn aussieht, wenn die Sachen so reinkommen. Da war ich ein bisschen naiv.

Vielen Dank für die Aufklärung. Vielen Dank, dass Sie heute da waren. Ja, danke meinerseits auch. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Weitere Infos und Hintergründe zu Traute Walas und Ihrer Abteilung gibt es zum Nachlesen im Hamburger Abendblatt, wie immer. In der Printausgabe und natürlich auch online. Vielen Dank auch an Sie da draußen fürs Zuhören. Wenn Sie mögen, hören wir uns in zwei Wochen wieder bei den Hamburger Klinik-Hellen, dem Podcast über Berufe mitzünden. Ich freue mich drauf. Bis bald und bleiben Sie sauber. Ein Podcast von Funke. Weitere Podcasts vom Hamburger Abendblatt finden Sie in unserer Abendblatt-Podcast-App und auf abendblatt.de slash podcast. Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!