Die Hamburger Klinik-Helden, der Podcast über Berufe mit Sinn. Vom Hamburger Abendblatt und dem Verband der freigemeinnützigen Krankenhäuser in Hamburg. Die Freien. Laute Geräusche, riesige Apparate, enge Röhren, Computertomographie und Magnetresonanztomographie sind zwar tolle Erfindungen, sie zeigen unser Inneres und sind in der Diagnostik nicht mehr wegzudenken, Aber hier geht es nicht nur um das perfekte Bild, sondern auch um Vertrauen, Präzision und manchmal sehr, sehr viel Geduld. Ich habe heute Katharina Noack zu Gast. Sie ist leitende medizinisch-technische Radiologieassistentin für Radiologie und Mamadiagnostik am Agaplesium Diakonie Klinikum Hamburg. Außerdem ist sie Strahlenschutz- und Hygienebeauftragte und bald zweifache Mutter. Frau Noack, schön, dass Sie beziehungsweise Sie beide heute bei uns im Studio sind. Vielen Dank, ich freue mich auch sehr, dass ich heute da sein darf.

Frau Norg, Sie sind nicht nur leitende MTRA, das ist die Abkürzung, richtig? Genau, man sagt im Moment tatsächlich MTR. Das ist die neue Bezeichnung. Das sind die medizinischen Radiologie-Technologen, sind wir jetzt. Ach, das klingt doch irgendwie besser. Ja, das Assistenz, das wurde dann irgendwann mal rausgenommen aus der Berufsbezeichnung, weil es eigentlich nicht viel mit Assistenz zu tun hat, was wir machen. Nee, klingt viel besser. Technologin. Genau. Okay. Sie sind auch Mutter, bald sogar zweifach. Ja, genau. Was ist schwieriger? Ein ungeduldiger Patient in der Röhre oder ein vierjähriges Kind am Frühstückstisch, wenn es eigentlich Fußball spielen wird? Eine gute Frage. Ich würde fast sagen, jedes hat so seine eigenen Tücken. Sein eigenes Kind kennt man natürlich besser als den Patienten, der da vor einem steht. Aber es ist immer so eine Frage, wie hole ich den Menschen dann ab? Da muss man sich erstmal so ein bisschen auf den Patienten einschießen und so ein bisschen erspüren, womit man den abholen kann. Da ist natürlich jeder Patient auch unterschiedlich. Da muss man schon genau hingucken.

Viele Ihrer Patienten und Patientinnen haben ja auch Angst vor der Enge. Ist es die Enge oder was ist es hauptsächlich? Oh, es sind viele Ängste. Gerade wenn wir jetzt vom MRT sprechen, also von der Kernspontomographie, dann ist natürlich Angst vor der Enge häufig vertreten. Es sind aber auch Ängste einfach darüber, was kommt bei der Untersuchung raus. Oder es sind Ängste vor Nadeln. Es sind Ängste vor vielleicht auch Krankenhäusern allgemein. Also Patienten, die sich dann in so ein großes Klinikum begeben, die haben vielleicht auch das Umfeld an sich schon als Angstfaktor da und da kann natürlich vieles zusammenkommen, was die Untersuchung dann oder den Anfang der Untersuchung, die Vorbereitung so ein bisschen erschwert. Woran merken Sie zuerst, dass jemand Angst hat? Meistens wird es direkt kommuniziert. Also die Patientinnen sind da ganz offen? Genau, die sind da offen. Die reden dann auch direkt so mit einem und sagen, ja, ich habe aber Platzangst oder Spritzen kann ich gar nicht haben. Das ist so der häufigste Fall, würde ich sagen. Es gibt aber auch Patienten, bei denen erschließt sich das erst, wenn man die tatsächlich auf der Untersuchungsliege hat. Und dann kriegen die plötzlich einen Anfall von Panik und wissen aber meist auch selber gar nicht, warum. Die sind dann einfach in dem Moment so ein bisschen gefangen. Und selbst überrascht. Genau, und selbst von sich überrascht und wissen nicht, warum habe ich jetzt plötzlich diese Ängste.

Und wie auditieren sie dann auch so? Und wie weisert sich das mit schneller Atmung? Ja, die liegen dann da und sagen dann plötzlich, oh Gott, ich kann das nicht, das ist mir zu viel. Ich muss mal natürlich sagen, okay, sie können nochmal aufstehen, atmen sie nochmal tief durch, beruhigen sie sich nochmal.

Dann versucht man natürlich rauszufinden, okay, was ist jetzt gerade eigentlich das Problem, so ein bisschen zu ergründen. Und dann zu gucken, wie kriegen wir das jetzt zusammen hin.

Und klappt das meistens oder gibt es Fälle, wo jemand sagt, nee, ich kann das nicht, ich muss hier raus. Ja, es gibt auch Fälle, da kriegt man die Leute nicht wieder eingefangen. Also wir haben natürlich diverse Tools, also nicht nur unsere persönliche Beruhigung und unsere Kompetenz, mit der wir dann so ein bisschen auch beruhigend auf die eingehen können. Es gibt natürlich auch Beruhigungsmittel, die gegeben werden können im Extremfall. Da muss natürlich abgeklärt werden, nimmt der Patient andere Medikamente, ist der mit dem Auto da? Wie reagiert der überhaupt auf solche Medikamente? Das muss alles dann aber auch einmal ordentlich durchgesprochen werden, darf dann nur vom Arzt verabreicht werden. Sind Sie diejenige, die gerufen wird, wenn schon klar ist, da kommt jemand mit Ängsten? Müssen Sie dann ran und Händchen halten? Im metaphorischen Sinne. Können ja nicht im Raum bleiben, ne? Doch, tatsächlich kann man im Raum bleiben. Da gab es schon Patienten, da bin ich mit drin geblieben. Und habe die beruhigt mit Hand auflegen und ja, ja. Das war auch gar nicht so selten. Das muss natürlich personaltechnisch machbar sein, ja. Ganz klar, also wenn man nur eine Person am Gerät ist, dann kann man nicht mit drin bleiben. Das geht natürlich nicht. Einer muss sich die Bilder angucken. Einer muss das vor allem durchführen. Das läuft nicht von selber durch. Man muss halt immer zwischen kontrollieren, zwischen planen. Und da kann man das eben dann nicht machen. Aber wenn man zu zweit ist oder vielleicht sogar zu dritt an gut besetzten Tagen, kann man durchaus mit reingehen. Das ist natürlich eine persönliche Entscheidung. Aber wenn man weiß, dem Patienten hilft es und er schafft es so durch die Untersuchung.

Das ist auch ein ganz gutes Tool, glaube ich. Ich wollte jetzt fast Zustand sagen, das darf man gar nicht sagen. In Ihrem schönen Umstand dürfen Sie es nicht, oder? Nee, das ist... Aufgrund der Strahlen, oder? Ja, Strahlen sind es ja nicht direkt. Also es sind ja Magnetwellen, die da sind. Stimmt, oh Gott. Jeder medizinische Mensch da draußen denkt jetzt... Naja, aber das ist ja nun auch tieferes medizinisches Verständnis oder technisches dieser Geräte. Das ist auch alles nicht so einfach als Außenstehender. Man muss ja auch immer darauf achten, dass man mit den Leuten so spricht, dass die es auch verstehen. Dafür bin ich sehr dankbar. Nee, unbedingt.

Ja, mich will jetzt auch gar nicht groß korrigieren, aber... Dürfen Sie aber gerne. Tatsächlich ist es so, jetzt dürfte ich wieder rein. Also in dem Zustand, wo ich mich jetzt befinde, ist es nicht schlimm. Man sagt halt im MRT, in der Frühschwangerschaft sollte man da nicht rein. Auch nicht in die Nähe. Was war denn das Intensivste, was Sie mal erlebt haben mit einer Patientin oder einem Patienten? Ich kann mich an eine Patientin erinnern. Die hatte auch eine wahnsinnig große Spritzenphobie, die hatte Platzangst. Die sollte gar nicht ins MRT, sondern die sollte tatsächlich nur in die Computertomographie, weil MRT war schon komplett raus. Das hätte sie niemals geschafft. Kurze Zwischenfrage. Ist das so viel harmloser? Was ist denn da der Unterschied? Ist es nicht so eng? Nee, es ist nicht harmloser.

Da reden wir von Strahlenbelastung. Ja, ich meine jetzt das Gefühl. Also für die Patienten ist es harmloser, weil es kürzer dauert und weil es eine kleinere Röhre ist, heller und die dann halt wirklich nur so in einer Minute einmal rein und wieder rausgefahren werden. So ein MAT kann ja schon mal eine halbe Stunde dauern. Und das ist für die meisten schon so diese enge gepaart mit der langen Liegezeit und dann auch super still liegen, funktioniert dann für viele, die so extreme Ängste haben. Ich kriege ja auch schon gerne Haut, ist ja auch nicht so schön. Okay, alles klar, kommen wir zurück auf die Patientin. Genau. Sie war vorher gut ansprechbar. Wir haben uns so ein bisschen auf sie eingegroovt und waren noch zu zweit an der Patientin. Und dann gab es plötzlich diesen Urknall-Ausbruch von Emotionen, der da auf einen einprasselte. Und das war dann doch schon ein bisschen spannend, als wir am Ende des Tages. Sie haben viele Fälle, die jetzt nicht unbedingt was mit Knochenbrüchen zu tun haben. Bei Ihnen sind ja schon auch schwerere Fälle und viele Krebsdiagnose. Es gibt natürlich auch die ganz normale Notfalldiagnostik, die dann viel um Knochenbrüche sich dreht oder schwerere Unfälle, sage ich mal jetzt. Aber was wir natürlich viel haben, sind onkologische Patienten, also die mit Krebserkrankungen oder anderen schwerwiegenden Erkrankungen. Sie sehen dann ja schon was auf den Bildern, wenn jemand in der Röhre liegt. Genau. Aber Sie dürfen es ja nicht besprechen mit den Patientinnen und Patienten. Wie machen Sie das? Wie kann man sich da so eine Maske aufsetzen? Muss man. Ja, man kann gar nicht anders, weil...

Ich bin zum Beispiel auch so ein Mensch, da kann man im Gesicht direkt lesen, was los ist. Und auch tatsächlich, es ist ja nicht immer ein Vorhang vor dem Bildschirm und dem Untersuchungsraum. Man muss schon darauf achten, wenn man vor dem Bildschirm sitzt und das sieht, dass man da nicht plötzlich so total erstaunt oder entsetzt guckt. Dann brauchen Sie ein Pokerface. Genau, das braucht man zwangsläufig, ja. Dann muss das auch jeder bei Ihnen lernen. Ja. Sie bilden ja auch aus, also das Pokerface wird dann gleich mit beigebracht. Das wird gleich mit beigebracht. Naja, es wird zumindest auch gut kommuniziert, dass das eben Informationen sind, die wir als Personal nicht weitergeben dürfen, sondern das obliegt halt den Ärzten. Und wir haben halt auch nicht die medizinische Ausbildung, die so ein Facharzt hat. Klar, aber manchmal sind es ja auch positive Sachen, also dass man vielleicht sieht, da ist nichts mehr und da liegt vielleicht Patient, der aber vermutet hat, dass da noch was sein könnte und man weiß schon, es sieht eigentlich ganz gut aus. Dann muss man sich das freudige Lächeln auch verkneifen. Ja, ich wäre tatsächlich mit positiven Befunden noch vorsichtiger als mit negativen. Wir machen da im Schnitt so 2.000 bis 3.000 Bilder. Die kann man natürlich nicht alle auf einmal fassen. Während einer Untersuchung, während irgendwie einer Minute oder so. Ja, doch, das schließt die Untersuchung ein. Also 1 CT sind so 2.000 bis 3.000 Bilder, je nach Untersuchungsgröße.

Und beim MAT verschätzt sich das mit den Schichten so ein bisschen anders. Aber das sind ähnlich viele Bilddateien. Und die muss man dann natürlich auch ganz genau und an den speziellen Monitoren eben durchgucken. Denken denn die Menschen, dass die Strahlen, zum Beispiel im CT, ihnen doll schaden? Haben Sie da auch manchmal jemanden, der sagt, das möchte ich eigentlich nicht? Um Strahlenbelastung gibt es recht viele Diskussionen. Also man ist ja immer Strahlung ausgesetzt. Also die, die aus dem All kommt, die, die vom Boden aufsteigt. Da ist immer ein bestimmtes Maß an Strahlung vorhanden. Das ist natürlich in so einem CT ganz doll kompensiert, einfach weil man da ja auch hochauflösende Aufnahmen macht. Aber ich würde auch gerne den Leuten so ein bisschen diese Angst vor der Strahlung nehmen wollen, weil das Outcome, was man dadurch hat eben, also man muss ja immer im Verhältnis sehen, was bekomme ich dadurch?

Es gibt halt wirklich auch Untersuchungen, die kann man durch nichts anderes ersetzen. Und dann ist natürlich wichtig zu wissen, okay, entweder lasse ich das jetzt, dann habe ich möglicherweise keinen Befund. Und im Extremfall kann ich vielleicht daran gerade sterben. Oder ich nehme das in Kauf, dass ich jetzt einmal kurz bestrahlt werde. Und die Geräte heutzutage sind ja wirklich so gut eingestellt und so gut technisch, dass die Strahlung so gering wie möglich gelassen wird. Also so wenig wie möglich, so viel wie nötig. Und Gewicht, Größe, all das spielt ja auch eine Rolle. Also das wird individuell eingestellt, richtig? Genau. Es ist natürlich ein bisschen was anderes, wenn man jetzt aufgrund von einer Tumorerkrankung mehrfach CTs haben muss. Da versucht man aber auch in der Onkologie schon dem so ein bisschen vorzugreifen und zu sagen, okay, wir stellen jetzt so ein bisschen um und machen halt die hochauflösenden Sachen nur da, wo sie wirklich notwendig sind, zum Beispiel in der Lunge. Dann wird halt ein CT von der Lunge gemacht und der Bauch wird zum Beispiel dann im MRT untersucht. Das heißt, man splittet das so ein bisschen auf und versucht so auch für diese Daueruntersuchungen, die dann so zwei, dreimal im Jahr stattfinden über mehrere Jahre, um Rezidiv auszuschließen, das so gering wie möglich zu halten.

Rezidiv meinen Sie, es ist wiederkehrend. Genau, man ist ja dann in so einer Art Remission und muss ja dann regelmäßig auch diese Untersuchungen machen lassen, einfach um zu gucken, ob die Behandlung angeschlagen hat. Die kriegen dann auch meistens ein Low-Dose-CT von der Lunge. Da ist die Dosis nochmal ganz, ganz runtergesetzt, reicht aber für die Aussagekraft. Und dann das MRT, das hat ja keine Strahlenbelastung für den Patienten. Und im MRT, also im Umgangssprach Kernspinnel genannt, das ist ja magnetisch. Magnetisch, genau. Haben dann Menschen auch Angst vor? Also macht das irgendwas mit einem? Vor den Magnetwellen haben die Patienten wenig Angst. Für die ist ganz oft so eine Röhre einfach Strahlung. Und dann muss man die erstmal so ein bisschen abholen und sagen, das ist keine Strahlung, die ihnen schaden kann, sondern das sind Magnetwellen, so als würden sie ihre Mikrowelle anstellen zu Hause.

Das ist ja nichts Schlimmes. Man hat ja immer Angst im MRT, dass man mal husten muss oder mal niesen oder irgendwas. Was sagen Sie so in solchen Momenten? Und wie oft müssen Sie tatsächlich wiederholen? Also ich würde sagen, im Schnitt muss man schon recht häufig Sequenzen auch wiederholen. Also das sind so einzelne Abschnitte, nennen sich Sequenzen. Was sind die Auslöser? Was verhindert das gute Bild? Das gute Bild ist meistens dann des Patienten geschuldet, was dann nicht funktioniert. Warum zappelt? Nicht absichtlich, aber es gibt ja auch so Leute, die können halt den Hustenreiz nicht unterdrücken. Da können die gar nichts für. Dann muss man das halt nochmal versuchen. Ich versuche den Leuten immer mitzugeben, wenn sie husten müssen, wenn die jetzt zum Beispiel ein bisschen erkältet sind oder halt so eine Grundhustenerkrankung haben, eine chronische Bronchitis oder sowas. Und dass ich sage, okay, wenn das Gerät Ruhe gibt, wenn es gerade nicht laute Geräusche von sich gibt, dann versuchen sie einmal abzuhusten. Weil das sind immer so Einmesszeiten von 30 bis 40 Sekunden. Und da können die dann einmal abpusten und ich sage, wenn es dann wieder laut wird, dann bitte nicht mehr. Aber das ist doch mal ein praktischer Tipp. Und das klappt auch öfter, wenn die das einfach verstanden haben, so okay, dazwischen ist ein bisschen Zeit, dann können die auch mal so den Zeh einmal durchwackeln und so. Also natürlich nicht da, wo man untersucht, das wäre schon schlecht, weil da, wo man untersucht, sollte es die ganze Untersuchung über wirklich auf einem Platz bleiben, weil sich sonst auch die Messfelder verstellen, die man vorher eingestellt hat. Aber wenn man dann sagt, okay, wenn ihnen jetzt die Nase juckt oder so, dann dürfen sie auch. Das ist der Klassiker, oder? Ja.

Die Lautstärke im MRT. Das ist, glaube ich, auch eine Sache, die nicht jeder mag. Dieses Klopfen, Klacken. Es ist schon sehr laut, ja. Warum muss denn das so laut sein? Ich meine, die Dinger sind doch riesig. Kann man da nicht einen Scheißschutz einbauen? Ich meine, was kostet so ein Ding? Das ist doch Millionen. Wir reden doch über Millionen Gerät. Ja, anderthalb Tesla, anderthalb Millionen, sagt man so.

Damit meinen wir nicht das Auto, sondern eine Einheit, richtig? Genau. Das ist die Magnetfeldstärke in dem Fall. Aber leiser geht nicht? Nee, das kriegt man nicht leiser hin. Die Technik, die dahinter steht, einfach nur über diese Lautstärke funktioniert. Tatsächlich. Aber das ist das, was viele nicht mögen. Das mögen viele nicht? Das kann ich auch verstehen. Also gerade geräuschempfindliche Personen sind, glaube ich, da echt schlecht bedient. Wir haben immer die Möglichkeit, und man sollte das auch möglichst machen, dass man sich eben nicht nur auf diese Kopfhörer verlässt, weil die nur einen bestimmten Dezibel abschirmen, sondern immer noch Oropax dazu anbietet. Trotz dieser lauten Geräusche, mir passiert das, dass ich so wegdöse, was ich jedes Mal wieder ganz seltsam finde. Es liegt an der Monotonie, weil das immer so eine Regelmäßigkeit hat, diese Geräusche. Es ist so ein bisschen wie Schwingungen kann man das auffassen. Also das MRT arbeitet ja auch mit den Flüssigkeitsverhältnissen des Körpers. Dadurch werden ja die Bilder erstellt und unterschiedliche Flüssigkeiten haben unterschiedliche Graustufen und Wichtungen. Und danach richten sich dann nachher so die Magneten immer so ein bisschen aus und erstellen somit, das ist ein bisschen komplexer, ist jetzt einfach erklärt, erstellen aber somit die Bilder. Und es gibt Leute, die reagieren da sensibler drauf und Leute, die merken das gar nicht. Wie gesagt, ich selber merke es auch. Dann wird einem ein bisschen schwindelig manchmal, so da drin. Das ist aber ja auch nicht schlimm, man liegt ja sowieso.

Und diese Monotonie der Geräusche, die hat bei vielen auch für dieses Nervensystem einfach so einen beruhigenden Aspekt. Und dann düsen die da drin weg. Hat sich schon mal einer der Patienten ein CT-Bild an die Wand gehängt? Und als Kunst oder als Beweis für die Gesundheit? Ja, also was wir manchmal haben, einfach auch das Interesse, sind Patienten, die dann einmal kurz gucken wollen.

Gar nicht im größeren, tieferen Verstand ist, aber einfach nur einmal so optisch sehen wollen, was wir da gemacht haben. Aber ich kann das nachvollziehen, das ist so eine Forscherneugier. Man möchte das schon sehen. Man möchte ja sehen, weil wir erklären das immer so schön, zum Beispiel im CT, sie werden jetzt in übertragenen Sinne in ganz viele Scheibchen geschnitten. Das klingt richtig vertrauenserwendig. Und dann wollen die natürlich diese Scheibchen mal sehen und finden das aber auch total spannend. Und das kann man denen dann ja auch einfach mal zeigen. Nochmal zurück auf das Geld. Sagt eine anderthalb Millionen Tesla.

Anderthalb Millionen Euro, sowas. Haben die Menschen manchmal Hemmung? sich da überhaupt reinzulegen? Hemmungen, sich da reinzulegen, habe ich noch nicht erlebt. Also nicht wegen des Preises, wahrscheinlich nur wegen der Ängste? Genau, wegen der Ängste, aber nicht, weil die Angst haben, da könnte was kaputt gehen, das nur nicht, nein. Als Sie angefangen haben, hatten Sie Angst, was kaputt zu machen? Ich habe eher Angst gehabt, dass ich bei den Untersuchungen was falsch machen könnte, weil ich ja mit Patienten nun mal arbeite und da ja auch eine bestimmte Verantwortung habe. Eben auch mal eine falsche Region vielleicht untersucht oder so, das passiert natürlich nicht, wenn man das ordentlich und gewissenhaft macht. Aber man hat es halt so im Kopf. Das sind so diese Urängste. Das Einzige, was wirklich fatal sein kann, also man kann so Teile, Kleinteile und so, gerade im MRT, kann man alles ersetzen, wenn da mal was reinfliegt, eine Büroklammer oder einen Stift oder sowas. Ach ja, weil es ja magnetisch ist. Genau, genau. Das kann man auch relativ einfach wieder rausnehmen. Sind ja schon mal passiert, eine Büroklammer. Natürlich. Ja, also das passiert regelmäßig, dass Patienten nochmal so eine Münze in der Tasche vergessen oder eine Haarklammer. Aber das muss ich mal ganz kurz erfahren.

Ich lege mich da rein, habe die Haarklammer vergessen und auf einmal löst sich das aus meinen Haaren. So schnell kann man gar nicht gucken, dann klebt es halt irgendwo innen in der Röhre.

Es macht dann klack. Krass. Und der Patient oder die Patientin denkt dann... Ja, glücklicherweise sind die dann meistens auch so pliecht und drücken direkt und sagen, mir ist da gerade was reingeflogen, weil das tatsächlich schon für die Untersuchung störend sein kann. Ich habe einen Euro verloren. Ja, oder es reicht auch einen Cent. Es stört, ne? Es macht tatsächlich Auslöschung auf den Aufnahmen, die man da nicht haben möchte. Also Bildartefakte, die dann das Bild insgesamt und die Auswertung stören. Okay, da sind wir genau bei dem Thema, man muss alles rausnehmen, wenn man ins MRT geht. Also ja, in Anführungszeichen. Obwohl alles, in Anführungszeichen, genau. Weil das ist nämlich immer das Ding, nehmen Sie alles raus, kein Schmuck, kein dies, kein das, alles aus den Taschen. Ich verstehe warum, aber es gibt ja auch Ausnahmen, richtig? Weil es gibt ja manchmal den Fall, da hat man vielleicht einen Nasenring oder einen Ohrring oder ähnliches, was wirklich sehr fest verankert ist und nicht einfach so aufgeht. Also erstmal muss man ja überlegen, was ist überhaupt alles in der Untersuchungsregion, die man sich angucken möchte. Da muss grundsätzlich alles weg, wenn es denn geht. Also wenn es Kopf wäre, müsste der O-Ring raus. Dann wäre es schön, wenn der O-Ring raus ist. Wenn ich da jetzt zum Beispiel eine 90-jährige Oma habe, die sagt, ich habe da einen Goldstecker, der ist seit 50 Jahren da drin, nehme ich ihr den nicht raus, weil ich eher a glaube, dass es Gold ist und b... Weil Gold kein Problem ist. Genau, Gold ist kein Problem. Reines Gold ist kein Problem. Modeschmuck ist ein Problem. Piercings meistens aus Titan oder aus Kunststoff ist auch kein Problem.

Nur wenn die Patienten nicht genau wissen, wie das zusammengesetzt ist, kann es natürlich problematisch werden. Und deswegen wird dann auch von vornherein gesagt, okay, Hose ausziehen, Schuhe ausziehen, weil man nicht die Zeit hat, nochmal alle Hosentaschen zu kontrollieren und so. Wir sind ja auch nicht am Flughafen in der Sicherheitskontrolle. Genau, und das ist eben dem Arbeitsablauf teilweise geschuldet, dass man dann sagt, das muss jetzt bitte alles einmal ab. Also man wird ja... Deswegen umgeht man das, indem man sagt, die Hose muss bitte komplett aus. Damit da auch gar nichts zurückbleiben kann.

Also am liebsten Nackideil ohne Ohrring. Nee, Nackideil muss... Das haben Patienten auch schon falsch verstanden. Oh, wirklich? Also ganz nackt? Ja, da stehen manchmal Leute ganz nackt vor einem. Und dann sagt man, die Unterhose dürfen sie aber anbehalten. Aber die Socken sind meistens noch an. Das ist das Witzige dabei. Die Socken kann man aber auch anlassen, oder? Da ist nichts gegen einzuwenden. Ich würde jetzt auch nicht barfuß überall reinlaufen. Nee. Wie viele Jahre sind Sie jetzt schon dabei? Also ich bin jetzt zwölf Jahre dabei. Ja, naja. Da hat man dann doch schon so ein bisschen Routine mit den kleinen Zipperleinen. Dann gibt es natürlich die mit Ängsten. Dann gibt es die mit Ängsten. Über die Sprachenmischung. Genau. Wo man dann halt auch den empathischen Teil unseres Jobs braucht, ganz doll, ganz oft. Diese Empathie, die Sie jeden Tag aufbringen müssen in Ihrem Job, Sie bilden ja auch aus. Und wie versuchen Sie das, dem Nachwuchs zu verklickern? Also wir im Agaplesian haben ja auch ein Leitbild mit bestimmten Werten, die wir auch einfach vermitteln. Wir sind ja auch ein christliches Haus. Daran angeknüpft sind natürlich so ein paar Grundsätze, die uns auch wichtig sind als Personal oder die auch das ganze Haus ein bisschen irgendwie bekleiden und auszeichnen. Da gehört natürlich Nächstenliebe dazu, da gehört Empathie dazu, miteinander, füreinander.

Und ich versuche, den jungen Menschen, die diese Ausbildung machen wollen, auch immer zu vermitteln, dass die Persönlichkeit, die man in diesen Job mit reinbringt und auch eben das Gespür für Patienten, dass das so mit das A und O ist. Im Schichtdienstarbeiten kann sich jeder dann irgendwie auch aneignen. Dran gewöhnen. Dran gewöhnen, ja, genau. Aber der menschliche Aspekt, der muss halt vorhanden sein. Wenn es den nicht ausreichend gibt, dann hat man den Beruf so ein bisschen verfehlt. Also die Patienten berichten eben auch oft, dass dieses Menschliche so schön ist in diesem Haus und das schätzen die total. Also man lebt das aktiv. Miteinander im Team genauso? Miteinander im Team, mit den Patienten. Welche Körperteile gelten denn als besonders schwierig?

Hm, besonders schwierig. Jetzt im Aspekt der Untersuchungseinstellung oder der Untersuchungsdurchführung. Hm, da bin ich überfragt sowohl als auch. Ja, ich würde jetzt das mal aufs MRT münzen und würde sagen, da schwierig in Anführungszeichen ist zum Beispiel die Lunge, weil sie sich immer bewegt. Man kann ja nicht die Luft anhalten eine halbe Stunde. Da sind dann spezielle Parameter hinterlegt für solche Untersuchungen, wo die Patienten dann so manchmal 19, 20 Sekunden die Luft anhalten müssen. Das ist natürlich für einige auch schon nicht möglich. Ist ja auch aufregend. Es ist aufregend und dann sind 20 Sekunden sehr lang. Das verstehe ich auch absolut.

Dementsprechend kann es gut gehen, muss aber nicht. Deswegen wird die Lunge auch präferiert im CT untersucht, weil es da eben eine schnelle durchgehende Untersuchung ist und man da die hochauflösendsten Bilder bekommt von dem Lungengewebe. Herz würde ich genauso dazu nehmen. Kann man ja auch nicht anhalten, auch nicht 20 Sekunden. Genau, das kann auch gar nicht aufhören zu schlagen. Da gibt es dann spezielle Messungen, die technisch so eingestellt sind, dass sie dann über einen Zeitraum sich die beste und gleichmäßigste Schlagzeit des Herzens quasi nehmen und darüber dann messen. Da gibt es dann auch schöne, bewegte Bilder, ganz tolle Bilder, sehen wunderschön aus. Also doch nicht für die Wand. Cardio-MRT, ja, die kann man sich durchaus. Also ich fand es damals so schön, dass ich hier ein Tattoo aufbauen habe. Von einem Herz? Von einem MRT-Herz inspiriert, ja. Ist ja schön. Weil ich es so faszinierend fand, als ich das das erste Mal gemacht habe. War das in Ihrer Ausbildung? Das war kurz nach der Ausbildung tatsächlich, ja. Wahnsinn. Das fand ich total gut. Und das finde ich heute noch total schön. Also es gibt so Untersuchungen, die man total gerne macht, die man auch super spannend findet. Dazu gehören bei mir Angiografien, also Gefäßdarstellungen, die sehr komplex sind manchmal.

Und eben Herzuntersuchungen. Finde ich auch total gut. Nochmal eine Frage zur Menschlichkeit. Sie sind ja gleichzeitig Technikprofi, Sie müssen da ja diese großen Maschinen beherrschen und aber auch Teamleiterin. Was ist für Sie herausfordernder, die Maschinen zu beherrschen? Ich bin ja immer noch, ich weiß, ich reite da, ich traf rum, über diese riesigen Röhren. Oder die Menschen zu lesen? Ich finde, Maschinen sind da planbarer natürlich als Menschen, ganz klar. Die fallen natürlich ab und zu mal aus, auch die Technik fällt ab und zu mal aus. Ist aber einfacher mitzuarbeiten. Für jeden Einzelnen muss man sich ja einstellen können und wollen. Für jeden Einzelnen im Team und auch auf das Team insgesamt, also als Ganzes. Und eben diese Nahbarkeit zu behalten, dass die halt wissen, die können auch immer mit allen möglichen Sachen zu mir kommen, egal was los ist. Wie braucht es denn ihr Team? Es hängt ab von den Aussichtskräften, die wir noch beschäftigen, immer so zwischen 12 und 15 Personen. Sind Sie geduldiger geworden durch Ihren Beruf?

Ich bin privat ein fürchterlich ungeduldiger Mensch. Also nichts dazugelernt durch den Beruf, ja? Zu Hause nicht, aber ich würde sagen, im Job bin ich schon auf jeden Fall ruhiger geworden, als ich das anfänglich noch war.

Also man lernt, man kann bestimmte Dinge einfach nicht ändern, gerade in dem Moment. Und dann stellt sich so eine bestimmte Gelassenheit ein und das finde ich eigentlich ganz schön. Hand aufs Herz, gibt es so Situationen, bei denen Sie manchmal innerlich echt lachen müssen? Aber natürlich gibt es auch witzige Situationen dann, wo man auch einfach mit Patienten mal so Sprüche hin und her schmeißt. Und das ist eben auch so das Schöne, dass man auch zwischendurch noch mal so zwei, drei Minuten Zeit hat, auch mit den Leuten so ein bisschen in Interaktion zu gehen, auch persönlich. Und dann eben, das meinte ich auch anfänglich mit diesem, sich auf den Patienten so ein bisschen eingrooven und das so ein bisschen aufnehmen, die Persönlichkeit der Patienten. Und wenn man dann weiß, okay, ich kann dem jetzt mal irgendwie so einen kleinen Spruch drücken und der geht da total drauf ein. Ich finde das herrlich. Wenn man so frotzelt. Ja, genau. Das nimmt ja auch die Anspannung aus. Ein bisschen Hamburger Schnauze auch manchmal. Das finde ich total schön. Und das ist auch für die Patienten total toll. Und die rückmelden dann hinterher immer, Mensch, das war so nett bei Ihnen. Das ist auch immer total schön. Das ist das Positive so am Job, dass man da auch mit den Leuten so ein bisschen interagieren kann. Wenn Sie ein Klischee oder irgendein Vorurteil über die Radiologie so für immer abschaffen könnten, was würden Sie den Menschen gerne sagen da draußen? Also das eine, was glaube ich noch aus alten Tagen stammt, das ist ja jetzt zum Glück abgeschafft worden, nämlich der Assistent in der Berufsbezeichnung. Weil man hat wenig Assistenztätigkeiten, man arbeitet viel, viel eigenverantwortlich.

Hat auch eine große Verantwortung den Patienten gegenüber. Also ich fand es immer eher degradierend als fördernd, diesen Titel da inne zu haben und dass die das jetzt umgeschrieben haben, finde ich total gut. Es klingt ja auch ein bisschen so wie bei den Ärztinnen und Ärzten, Assistenzarzt und dann kommt danach noch etwas, aber Sie hatten den Titel ja, wo Sie eigentlich fertig waren. Genau, wir sind dann fertiges Fachpersonal, aber haben immer noch diesen Stempel Assistenz gehabt und mit Radiologie-Technologinnen und Technologinnen ist das wichtig. On point mit dem, was es eigentlich ist. Weil wir sind eben die technisch ausgebildeten, Fachkräfte in dem Bereich. Dann ist das ja schon ausgemerzt. Das ist schon ausgemerzt. Es muss sich ja, wie man jetzt an mir gemerkt hat, noch ein bisschen durchschätzen. Das ist auch noch nicht lange so. Also es hat sich bei vielen im Fach selber noch nicht durchgesetzt. Bei der Berufsgruppe selbst noch nicht durchgesetzt, weil es eben noch so neu ist. Es wird auch noch ein paar Jahre dauern, glaube ich. Aber der Grundstein ist gelegt. Ja, der Anfang ist gemacht. Genau. Und dann gibt es noch dieses Klischee Knöpfchendrücker und Kellerkind. Jaja. Was? Naja, also es gab ja früher auch bauliche Maßnahmen, die einfach nicht anders umgesetzt werden konnten. Deswegen wurden die Radiologien oft in den Keller gelegt, wegen Strahlenschutzmaßnahmen einfach. Weil man da dicke Betonwände rum haben musste. Jetzt verstehe ich es. Deswegen Keller.

Und das ist ja heutzutage zum Glück auf Neuerungen in den Baumaßnahmen. Es ist ja möglich, dass man auch Bleiglaswände einzieht zum Beispiel, wo man durchgucken kann und so. Und das ist schon ganz toll. Also wir haben ja auch bei uns im Haus ein Fenster zum Innenhof im Röntgen. Ah, Sie können dabei rausschauen? Wir können sehen. Na gut, Sie können eigentlich in echt nicht rausschauen, weil Sie auf dem Bildschirm gucken müssen. Aber man geht ja auch, das ist ja, also Röntgengeräte sind ja so kurzlebige Untersuchungen. Da geht man in den Raum rein mit dem Patienten wieder raus. Und die Patienten finden das auch total toll, weil die gucken dann auf so eine Riesenpalme, die so im Innenhof gepflanzt ist. Und im Winter liegt da manchmal Schnee drauf. Also das ist schon ganz toll. Also ich habe es jetzt noch nie gehört, aber ich bin jetzt auch nicht aus dem medizinischen Bereich, aber sie wurden...

Kellerkind und Knöpfchendrücker im Sinne von ich drücke hier nur auf den Knopf und der Rest läuft von alleine? Ja. Das ist ja schon despektierlich, ne? Naja, aber das kommt eben dadurch, weil man natürlich solche Strahlung durch einen Knopfdruck auslöst. Anders geht's nicht. Das, was da alles hinter steht, das ist natürlich dann auch total abgewertet durch dieses Knöpfchendrücken. Also was im Vorfeld schon alles läuft, ist ja auch da gar nicht mit einbeschlossen. Ich habe noch eine Frage, die ich mir gerne stelle. Wenn ich Ihnen eine Superkraft verleihen könnte, welche würden Sie von mir haben wollen? Eine Superkraft. Es fällt so vielen so schwer, darauf spontan zu antworten. Das finde ich so witzig. Ich glaube, ich hätte gerne Heilung durch Hand auflegen. Ja, das habe ich auch schon. Das sind Menschen im medizinischen Bereich mit Herz, die genau das antworten. Das ist nicht das erste Mal, dass ich das höre. Das ist ja spannend. Nee, hätte ich wirklich gerne. Hilft ja auch privat. Also es hilft in allen Lebenslagen. Hilft ja nicht nur denen. Hat man aber auch viel zu tun, wenn man so unterwegs ist. Also mit Kindern auf Spielplätzen, man ist ja nur noch beim Handauflegen unterwegs. Aber wäre schön, ja. Gerade bei Kindern wäre es auch sehr praktisch.

Wo sehen Sie in Zukunft die Balance zwischen Maschine und Mensch? KI ist ja im Moment auch in aller Munde, auch gerade im medizinischen Bereich. Ja, das stimmt. Das ist ein großes Thema.

Ich glaube, die KI schließt in Zukunft so ein bisschen die Lücke zwischen der menschlichen Fehlbarkeit und, der Bildauswertung ersetzt natürlich am Ende des Tages nicht den Menschen, der dahinter steht. Und auch gerade im Aspekt Strahlenschutz kann KI gut helfen in Zukunft. Inwiefern? Die kann dann ganz genau präzisieren, wie viel Strahlung brauche ich genau für diesen Patienten, der da jetzt auf dem Tisch liegt. Und der Maße. Genau, der Maße. Wenn wir jetzt einen Patienten da liegen haben und wir wissen, was der wiegt und wie groß der ist, wissen wir aber jetzt zum Beispiel noch nicht, was der für einen Körperfettanteil hat. Oder ein Muskelanteil. Und das beeinflusst tatsächlich auch die Strahlung. Und die eine KI könnte das bei den modernen Geräten direkt berechnen. Das heißt, niemand muss vorher auf die Waage oder ähnliches, sondern er legt sich rein, dann Aussicht rauflegen. Und die KI erkennt eben, der ist so groß, der ist so schwer, der hat so ein BMI und der hat einen Körperfettanteil von, keine Ahnung. Oder ich gucke eben, dass ich dann auch vielleicht in der Untersuchung schon runterriegele, ich brauche nicht so viel Strahlung, ich kann mit weniger auskommen. Das ist eine sehr gute Sache, denke ich, für die Zukunft. KI, schön und gut, aber KI kann nicht das, was wir heute gemacht haben. Also dieses Persönliche zu zweit. In dem Fall sogar zu dritt. Sie haben ja noch Ihr Baby dabei, aber auch. Die hat sich auch schon zu Wort gemeldet.

Darf noch ein bisschen drinbleiben, aber schön, dass Sie dabei waren. Also vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben. Und das, obwohl Sie schon so kurz vor dem Mutterschutz stehen. Es war richtig schön. Es war wunderschön. vielen Dank für die Zeit auch von Ihnen und dass ich hier so schön über meinen Beruf erzählen durfte. Und jetzt gehen Sie in den Mutterschutz. Letzter Tag morgen? Letzter Tag morgen. Na dann alles Gute. Dankeschön. Und danke natürlich auch an Sie da draußen, liebe Hörerinnen und Hörer. Wenn Sie mehr über Katharina Noack und Ihre Arbeit in der Radiologie erfahren möchten, werfen Sie einen Blick ins Hamburger Abendblatt, online oder gedruckt. Wir hören uns hoffentlich in zwei Wochen wieder bei den Hamburger Klinik-Hellen, dem Podcast über Berufe mit Sinn. Ich freue mich auf Sie. Ein Podcast von Funke.

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