Die Hamburger Klinik-Helden. Der Podcast über Berufe mit Sinn. Vom Hamburger Abendblatt und dem Verband der freigemeinnützigen Krankenhäuser in Hamburg. Die Freien. Wird ein Baby geboren, ist das für so ein kleines Wesen erstmal ganz schön hell und kalt bei uns. Im besten Falle soll sich dieser kleine Mensch gleich, sicher, geliebt und geborgen fühlen. Diese Gefühle vermitteln die Eltern ihren Babys. Aber wer vermittelt den Eltern denn eigentlich Sicherheit und Geborgenheit? Moin und herzlich willkommen. Ich bin Wiebe Bürgemeier und ich freue mich, dass ich heute Kerstin Stähr-Archhut aus dem evangelischen Amalie-Siebeking-Krankenhaus zu Gast habe. Sie ist dort die leitende Hebamme und hat schon sehr vielen Babys auf die Welt und Eltern durch eine schwere Geburt geholfen. Frau Stähr-Archhut, schön, dass Sie heute bei mir sind. Hallo und ich freue mich über die Einladung zu diesem Podcast. Ihr Haus feiert 30 Jahre babyfreundlich. Was genau bedeutet das? Sind nicht alle Krankenhäuser irgendwie babyfreundlich?

Also babyfreundlich bedeutet, das ist ein Zertifikat, was man erwerben kann, ist von der Initiative der WHO und UNICEF und beinhaltet die Kriterien der Bindungsentwicklung und Stillförderung. Klingt erstmal kryptisch, heißt aber auch, dass es einfach schön für die Eltern ist und gut zu wissen, dass es sowas gibt. Und was bedeutet das genau? Genau. Das bedeutet, dass wir die werdenden Eltern beraten, ihnen den Weg zeigen zum Elternwerden. Und wo fängt das an? Also ja nicht erst bei der Geburt vermutlich. Nein, das fängt tatsächlich schon vor der Geburt an. In unserem Haus ist es so, dass man Kurse im Vorfeld schon machen kann. Uns als Abteilung lernt man meistens beim Infoabend schon kennen oder wenn man sich über unser Haus informiert, dann nehmen die Paare meistens an einem Infoabend teil, wo wir uns präsentieren und wo wir unsere Art der Geburtshilfe darstellen. Wie arbeiten wir, wie ticken wir, was machen wir, was machen wir nicht. Und über diesen Weg lernen sie uns kennen und Paare, die sich dann für uns entscheiden, nehmen an einem Geburtsanmeldungstermin teil.

Dieser Anmeldetermin, den bezeichnen wir als Hebammen-Sprechstunde. Wir haben sozusagen für jede Frau, die zu uns kommt, eine Stunde Zeit, um mit ihr ihre Geburt durchzusprechen. Was stellen sie sich vor, was wünschen sie sich und was können wir ihnen mit an die Hand geben. Das ist interessant. Bei Ihnen machen das die Hebammen. Das ist aber der Schwerpunkt, den wir gerne für uns wahrnehmen möchten, um die Frau im Ganzen kennenzulernen. Für uns ist diese Frau oder dieses Paar nicht einfach eine Frau, die ihr Kind bekommt, sondern was bringt sie als Gesamteindruck noch mit und was für Hintergründe sind da noch, die wir berücksichtigen müssen für die Geburt. In diesem Anmeldegespräch nehmen wir ja nicht nur die sogenannte Anamnese auf, sondern auch, was bringt die Frau für Sachen mit oder Wünsche mit oder auch Vorgeschichten mit, die wir für eine Geburt mit berücksichtigen müssen auch. Was könnte das sein? Bei uns gibt es eine Frage, die für viele Paare als sehr ungewöhnliche Frage klingt, wenn wir nach Gewalterfahrungen oder sexuellen Übergriffen fragen. Das ist für viele sehr befremdlich und man erkennt auch manchmal dann schon, oh.

Tatsächlich, da gibt es etwas, was vielleicht einmal in ihrem Leben vorgekommen ist, was für eine Geburt unter Umständen für den Geburtsverlauf ein Hindernis sein kann. Ja, weil Frauen, die gewisse Gewalterfahrung oder auch sexuelle Gewalterfahrung gemacht haben, sich unter der Geburt erinnern. Nicht so öffnen können oder sich dann tatsächlich so, ich nenne das immer, Schubladen auftun, die wir für den Geburtsprozess gerade als einen stockenden Prozess betrachten. Um dem Ganzen so ein bisschen entgegenzuwirken und auch der Frau behilflich zu sein, eine normale Geburt durchführen zu können, haben wir bei uns in unserem Haus eine sogenannte Traumasprechstunde. Wir bezeichnen das als Vorgespräch für die Geburt. Gleichzeitig bieten wir das auch als Nachgespräch an, weil wir traumasensibel arbeiten, haben wir eine psychosomatische Sprechstunde, die bei uns von Frau Dr. Schauenburg durchgeführt wird. Frau Dr. Schauenburg entwickelt dann mit dieser Frau einen Plan, wie sie ihre Geburt gestalten kann. Das wird dann in einem Leitfaden für uns festgehalten.

Also für die Hebammen, die dann eben Dienst haben, wenn es losgeht, das wird hinterlegt wahrscheinlich? Genau, das finden wir dann in der Akte wieder als Leitfaden, an dem wir uns dann sozusagen alle zusammen, Ärzte, Hebammen und auch später die Hebammen und Schwestern auf der Station daran langhangeln können. Damit wir so dieser Frau ein gutes Geburtserlebnis bescheren können, manchmal dies auch noch nicht unbedingt mit ihrem Partner oder ihrer Partnerin tatsächlich ganz offen alles besprochen haben, möchten auch nicht, dass das dauernd nachgefragt wird, sondern haben dann natürlich auch den Anspruch an uns, dass wir das, was sie einmal preisgegeben haben, für uns behalten und ihnen zur Seite zu stehen. Das traumasensible Arbeiten ist wahrscheinlich nicht unbedingt zwingend notwendig für dieses Zertifikat, von dem Sie eben sprachen. Was muss denn eine Klinik leisten, um dieses Zertifikat zu erhalten? Wir müssen ganz schön viel leisten dafür. Ja, dann schließen Sie mal los. Wir haben dieses Zertifikat als erstes Haus in Deutschland erworben oder haben es uns erarbeitet.

Als allererstes Haus. Als allererstes Haus und wir haben dieses Zertifikat ja jetzt 30 Jahre im Februar 1995 haben wir es sozusagen als erstes Haus in Deutschland erworben und in diesem Jahr tatsächlich auch wieder im Februar haben wir es wieder erkämpft.

Wir zertifizieren uns alle drei Jahre und das beinhaltet für jeden Mitarbeiter eine jährliche Schulung. Für neue Mitarbeiter gibt es eine Basisschulung. Und die darauffolgenden Zeiten sind immer, dass jeder Mitarbeiter sechs Stunden Fortbildungsstunden zum Thema Stillen, Bonding von unserer Still- und Laktationsberaterin oder außerklinisch an Fortbildungen teilnimmt. Also sechs Stunden pro Jahr muss jeder Mitarbeiter leisten, damit wir die Voraussetzungen für dieses Zertifikat auch erfüllen. Weiterhin werden Statistiken erhoben, wie viele Frauen stillen voll, wenn sie entlassen werden, wo wird zugefüttert, gibt es medizinische Indikationen dafür. Also man muss ein ganz breites Spektrum dabei einhalten, damit man dieses Zertifikat auch wirklich immer wieder sich erarbeiten kann. Und das haben wir tatsächlich ohne Pause alle drei Jahre wieder neu erworben. Es ist ein großer Aufwand, der von unserer Klinikleitung tatsächlich immer wieder unterstützt wird. Aber dadurch, dass wir das jetzt so, so viele Jahre machen, ist das bei uns schon in Fleisch und Blut übergegangen.

Und wir arbeiten auch dementsprechend ein bisschen anders, entspannter, familienorientierter. Wir geben den Frauen und Paaren nach der Geburt Zeit, unter der Geburt Zeit. Wir schauen, dass auch unsere Geburtshilfe interventionsarm ist. Und das ist sozusagen auch unser Leitfaden. Der Vorteil bei so einem Zertifikat ist, alle sind gleich geschult. Alle haben denselben Wissensstand. Es wird ja immer nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen auch geschult. Also wenn irgendwelche neuen Studien auf dem Markt sind, wird danach geschaut und wird dann in unsere Schulungsunterlagen mit eingebracht. Das macht was mit so einem Team. Wir sehen es zum Beispiel sehr häufig, wenn Frauen kommen, sich für die Geburt anmelden und einen sogenannten Geburtsplan mitbringen. Was steht da drauf auf so einem Plan? Ich meine, ich hatte Ähnliches bei meinen Geburten, aber ich glaube, da stand ganz oben drauf, Bifi einpacken und sowas für mich selbst, aber nicht. Ich wünsche mir, dass die Nabelschnur auspulsiert. Ich wünsche mir, dass mir das Kind nach der Geburt auf die Brust gelegt wird.

Was denken Sie dann, wenn Sie das lesen? Unter anderem, dann denken wir immer, ja ist bei uns gang und gäbe. Machen wir doch eh. Machen wir eh. Das wissen die Frauen natürlich nicht und das vermitteln wir ihnen dann wieder in diesem Anmeldegespräch, dass wir ihnen sozusagen auch dort das Wissen vermitteln, wie wir arbeiten und dass das bei uns zum, ich nenne das jetzt mal so salopp gesagt, als Idealstandardprogramm schon verinnerlicht ist. Wir haben in unserem Haus einige ausgebildete Still- und Laktationsberater, wo unter anderem auch ein Oberarzt mit dazugehört. Das ist für viele bestimmt etwas wahr. Ein Arzt und Still- und Laktationsberater. In Deutschland gibt es aber mehrere Ausgebildete. Ich wollte gerade sagen, also klar habe ich auch erst gedacht, aha, ein Arzt, naja, was soll der mir denn über Stillen erzählen? Aber ich meine, der Herzchirurg hat ja auch noch nicht sein eigenes Herz operiert. Warum soll er es nicht können? Bei uns ist das ja unser Oberarzt, der auch unsere Pränataldiagnostik macht, der Dr. Knothe. Und Dr. Knothe hat halt eben im Rahmen seiner Pränataldiagnostik schon die Frauen sehr früh in seiner Betreuung und Überwachung und immer wieder kommen dort auch Fragen zum Thema Stillen.

Stillförderung und dann kann er schon immer einen guten Input geben. Und das macht natürlich auch was mit den Frauen, wenn die sehen, ach guck, selbst der Oberarzt hat Ahnung davon. Und das macht schon irgendwas, finde ich. Also wenn ich als Frau entscheide, ich möchte zu Ihnen ins Krankenhaus kommen und ich habe eine normal verlaufende Schwangerschaft. Was erwartet mich denn dann? Wir geben den Frauen einfach Zeit und Raum, ihre Geburt so zu gestalten, wie sie das gerne möchte, wenn alle anderen Faktoren auch gut sind. Das heißt, die Herzfrequenz vom Baby in Ordnung ist, der Geburtsverlauf. Also wir geben den Frauen tatsächlich viel Zeit für ihre Latenzphase. Eine Latenzphase bezeichnet man ja bis zur Muttermundseröffnung sechs Zentimeter, sodass wir da nicht so starren Regeln unterlegen sind. Und diese starren Regeln, die verfolgen wir in unserem Haus eh nicht so sehr. Was wären denn die starren Regeln? Starre Regeln sind, dass man so gewisse Geburtsabläufe oder Muttermundsabläufe nach Zeiten gestaltet. Und das machen wir tatsächlich nicht. Also würde das auch gehen? Eine Geburt lässt sich doch gar nicht in so... Nein, das geht es nicht. Aber eine Geburt kann natürlich auch mal ins Stocken geraten.

Aus verschiedenen Gründen, aus welchen auch immer, dass der Körper gerade sagt, ich bin erschöpft, ich kann jetzt hier nicht weitermachen oder der Muttermund nicht weiter aufgeht, dass wir dann schauen, dass wir gemeinschaftlich dann immer mit den Frauen schauen, was haben wir für Optionen, was können wir jetzt machen, was hat sich die Frau vorher gewünscht. Dass wir da tatsächlich schauen, wie können wir alle gemeinschaftlich die Bedürfnisse dieses Paares mit berücksichtigen und auch natürlich schauen, dass es Mutter und Kind weiterhin gut geht. Sicherheit steht für uns auch immer an erster Stelle. Sie sagten vorhin, es geht auch um Bonding, also nicht nur um Stillen, sondern eben auch Bonding. Wann geht das denn los mit dem Bonding? Geht das schon vor der Geburt los? Bonding beginnt ja schon im Mutterleib. Die Kinder hören den Herzschlag, die Kinder hören die Geräusche, sie riechen die Mutter und damit beginnt ja vom Prinzip her schon das erste Bonding. Nach der Geburt ist es dann so, dass wir den Frauen vorschlagen, ihr Kind nach der Geburt selbst zu nehmen und auf die Brust zu legen oder wenn das Kind geboren wird, wir die Absprache gemacht haben, dass wir ja dann nach der Geburt das Kind sofort bei der Mutter auf die Brust legen. Dort, wenn das Kind rauskommt, ist es kalt. Das Kind ist nass, es ist hell. Dann gucken Sie uns auch noch an. Wer ist das denn?

Also ist unser Bestreben, das Kind möglichst schnell wieder in seinen behüteten Bereich zurückzukommen. Das heißt, wir legen es auf die Brust. Dort riecht es die Mutter, dort hört es den Herzschlag, es hört die Atmung und es weiß, hier bin ich zu Hause. Bindung entsteht sozusagen so im Mutterleib und geht weiter über den Prozess nach der Geburt bis Wochenbett. Die ganze Zeit ist es ja eine Bindung, die wir zu unseren Kindern aufbauen. Körperkontakt ist das Allerwichtigste. Das ist das Allerwichtigste und das hat bei uns in unserem Haus erste Priorität. Das gehört mit zu diesen Kriterien für dieses Zertifikat babyfreundlich. Durch diese Art von Bindung entsteht ein Urvertrauen bei uns Menschen, dem wir so das ganze Leben lang folgen. Sie sagten eben, am besten ist es, oder am schönsten für die Bindung, wenn das Baby direkt auf der Brust der Mutter landet und dass sie sich das auch selber nehmen kann, das Baby. Das ist für manche vielleicht eine arge Kraftanstrengung. Ich habe aber auch schon mal gelesen, dass Babys sich manchmal selber den Weg da nach oben suchen. Die Geduld hätte ich nicht gehabt. Ich glaube, ich habe ganz schnell hingegriffen und wollte es haben. Aber das gibt es auch, oder?

Das kommt eher bei dem Thema Stillen zum Tragen nachher. Also den Weg von zwischen den Beinen ganz hoch zur Brust, das schaffen sie nicht alleine. Ja, nee, das wäre schon ein bisschen heftig. Also das ist ein bisschen schwierig, kommt ja auch auf die Geburtsposition an. Wenn man auf dem Hocker entbindet oder im Vierfüßler, dann liegt es ja sozusagen zwischen den Beinen. dann müsstest du hochklettern können. Oder fliegen, das können sie natürlich nicht. Ja, das können wir noch nicht. Wir sind ja Traglinge, uns muss ja immer jemand hochnehmen.

Und demzufolge ist dieser zweite Part, das geht zum Thema Stillen über. Kinder finden ihren Weg. Zum Thema Ernährung. Ja, da riechen sie die Milch und dann robben sie auch dahin, wenn man sie in Ruhe lässt und sie keine weiteren Ermüdungs- oder keine weiteren Erschöpfungszustände nach der Geburt hatten. Manche Kinder müssen erstmal ankommen auf dieser Welt, um dann zu schauen, sich ihre Eltern anzuschauen und dann zu schauen, wo gibt es was zu essen. Das ist ja das Existenzielle, wo gibt es was zu essen. Ja, genau. Das gehört natürlich auch wiederum zu der Bindung.

Muttermilch ist halt eben das Beste, was man dem Kind geben kann. Das Kolostrum, das sogenannte. Also bei Pferden sagt man Biestmilch. Ich weiß gar nicht, ob man das bei Menschen auch sagt. Das sagt man nicht, sondern da sagt man tatsächlich Kolostrum und das ist ja wirklich die erste Milch, die mit das Wichtigste ist, was man den Kindern mit auf den Weg gibt, weil dort ganz viele Immunstoffe drin sind, die sozusagen für den Nestschutz sorgen. Da wäre es schon schön, wenn dieser Prozess möglichst ungestört auch vonstatten gehen kann und man sich Zeit nehmen kann für das erste Anliegen im Kreißsaal. Das ist wirklich ein Prozess, der auch für die weitere Stillförderung und für den Bindungsprozess so immens wichtig ist. Ich glaube viele, die vielleicht noch keine Kinder haben da draußen, denken, jetzt ja Mensch, dann legt man an das Kind und das fängt sofort an zu trinken und das ist so wie in so einem Rosamunde-Pilcher-Film. Dem ist ja nicht so. Das sind ja nur ein paar Tropfen und das bleibt ja auch eigentlich erstmal dabei. Also nur mal für alle da draußen, die es gerne wissen möchten, der Milcheinschuss kommt dann später, da ist man meist schon zu Hause.

Oder? Ja, also dieses Kolostrum wird ja in der Schwangerschaft schon gebildet. Der Magen des Kindes ist ja am Anfang auch überhaupt nicht groß. Und da passen dann auch noch nicht so viele Mengen hinein, sodass dieses Kolostrum genau die Menge hat, die ein Kind am Anfang braucht. Das Wichtigste an dem Kolostrum sind halt eben diese Immunstoffe. Man bezeichnet das auch als erste Impfung. Der richtige Milcheinschuss, der passiert, das ist sehr unterschiedlich. Von Frau zu Frau kann vom zweiten bis zum fünften Lebenstag passieren, je nach den Gegebenheiten auch, je nach stillen Mahlzeiten. Deswegen ist es ja am Anfang auch so wichtig, dass man sehr häufig stillt und regelmäßig anlegt. Acht bis zwölfmal in 24 Stunden, damit der Milchfluss angeregt wird, damit auch die Hormone fließen. Prolaktin ist ein Hormon, was ganz wichtig ist, was gerade in den ersten Tagen diesen höchsten Peaks hat, um die Milchbildung auch richtig in Gang zu bringen.

Oxytocin, unser Liebeshormon, ist dafür da, dass die Milch fließt. Und da ist es ganz, ganz wichtig, dass man möglichst viel und oft dieses Kind anlegt und halt eben ganz, ganz viel bondet. Natürlich gibt es auch Frauen, die... Umstände haben, wo es vielleicht nicht möglich ist, dass sie stillen können oder auch, dass sie nicht stillen mögen. Gibt es gewisse Dinge, die wir tatsächlich auch nicht hinterfragen, wir sind nicht dogmatisch. Jede Frau wird so bei uns im Haus unterstützt, wie sie ihr Kind ernähren möchte. Und wenn es Frauen gibt, die vielleicht auch schlechte Erfahrungen gemacht haben oder wo es Gegebenheiten gibt, dass sie nicht stillen kann.

Die werden dann unterstützt in der Handhabung von Muttermilchersatzprodukten, um dann auch bei diesem in Form von Flaschenfütterung eine gute Bindung aufzubauen und wie man das dann auch macht. Die lassen Sie nicht alleine, sondern da machen Sie einfach genau nahtlos weiter. Genau, da machen wir tatsächlich genau nahtlos weiter und erklären ihnen auch, wie man diese Muttermilchersatzprodukte richtig handhabt und wie man das Kind auch mit einer Flasche richtig füttert, um dann in der richtigen Bindung zu sein. Da kann natürlich auch der Vater vielleicht noch ein bisschen Bonding machen. Ja, der Partner oder die Partnerin werden in allen Belangen, die bei uns im Haus sind, immer mit eingebunden. Wir werden nie eine Geburt alleine durchführen, es sei denn, die Frau wünscht sich das. Ansonsten versuchen wir immer so ein Konstrukt mit den Eltern zu basteln. Wie soll ihre Geburt laufen? Was möchten sie? Wie können wir ihnen da weiterhelfen? Was möchten sie nicht? Es gibt auch Dinge, was sie absolut nicht möchten.

Gibt es da so einen Klassiker, was viele, viele Eltern nicht möchten? Gerne möchte niemand einen Kaiserschnitt freiwillig. Außer es ist ein Geplanter, aus welchen Gründen auch immer. Ja, aber es gibt auch Sachen, dass gesagt wird, ich möchte keinen Dammschnitt oder ich möchte keine Saugglocke. Das sind alles so Interventionen, die wir ja nicht aus Jux und Dollerei machen, sondern nur dann, wenn es wirklich zwingend erforderlich ist. Und das wird den Eltern oder der Frau und dem Paar dann auch wirklich ausführlich erklärt. Warum, wieso, weshalb ist das jetzt aus diesem Grund zwingend erforderlich. Und dann wird genau besprochen, was muss die Frau jetzt tun, was muss der Partner, die Partnerin jetzt machen und sich auch alle abgeholt fühlen. Es ist nichts, ist glaube ich unangenehmer für eine Geburt, als wenn man mit Sachen so überrollt wird. Und das versuchen wir tatsächlich immer in Gesprächen auch mit dem Paar.

Unter der Geburt auch. Möchtest du mal diese Position ausüben oder versuch doch mal das, obwohl sie vielleicht die ganze Zeit auch gesagt hat, ich möchte nicht, dass man mir sagt, was ich machen soll. Aber manchmal ist es tatsächlich so, eine Geburt, glaube ich, habe ich schon erwähnt, ist wirklich nicht planbar. Man sollte, selbst wenn man einen Geburtsplan hat, den man zurechtgelegt hat, sollte man ganz, ganz offen sein und offen in die Geburt hineingehen. Manchmal gibt es kleine Stolpersteine unter der Geburt, dass man mal abweichen muss, mal nach links, mal nach rechts, mal nach oben, mal nach unten, mal wieder vor und auch mal wieder einen Schritt zurück, sodass man tatsächlich verschiedene Wege hat, um an sein Ziel zu gelangen. Und was ich auch noch sagen muss oder was ich möchte, was ganz wichtig ist.

Wir als Hebammen, unser Wunsch ist es eigentlich, alle Frauen so gut wie möglich durch die Geburt zu begleiten. Das ist unser Wunsch und wir hoffen, dass wir dem auch gerecht werden können. Erkennen Sie das, sehen Sie das, wenn eine Frau auf einmal doch bereit ist, nochmal was anderes auszuprobieren? Doch, ich glaube, dass viele Frauen manchmal sich auch medial informiert haben zum Thema Geburt. Also Google, ja?

Google, Insta. Ach, Insta, das ist jetzt auch der neueste Kram, oder wie? Genau. Oh Gott, dafür bin ich zu alt gewesen. Es sind viele Kanäle. Aber jetzt sagen Sie mir bitte nicht, die Frauen gucken sich auf TikTok-Geburtsvideos an. Oder auf Insta, auf diesen ganzen medialen Welten, gibt es Dinge, die nicht förderlich sind, dass man wertfrei in eine Geburt gehen kann. Geben Sie mir bitte ein Beispiel. Das Thema Zeiten. Eine Geburt ist ein Zeitraum, den man hat, der von einer Stunde bis 30 dauern kann. Und wenn man dann vielleicht derjenige ist, der bei den 25 Stunden angekommen ist und in den Medien gesehen hat, ja geht ja alles ganz schnell und wieso dauert denn das bei mir so lange, da stimmt doch was nicht. Eine Geburt durchzuführen ist eine Sache der Haltung. Der Haltung und der Einstellung zur Geburt. Wir heutzutage leben ja mehr oder minder nicht mehr so in diesen Generationen wie früher, wo wir noch in Großfamilien zusammengelebt haben, wo wir festgestellt haben, wenn die Tante zehn Stunden geschrien hat, dann war das normal. Dann wusste man, aha, und so hört es sich an, wenn man Wehen hat. Und es tut auch weh. Und es tut auch weh. Es ist also kein Spaziergang.

Und das ist das, was uns heutzutage leider fehlt. Und dadurch fehlt einigen Frauen tatsächlich so ein bisschen das Bauchgefühl. Das ist etwas, was ich tatsächlich sehr stark beobachte, dass uns das Bauchgefühl abhanden kommt. Vielleicht wird uns das auch wegmedialisiert. Ja, wir arbeiten viel zu viel mit dem Kopf. Frauen, die schon Kinder haben, die wissen das, dass man mit Kindern nicht mit dem Kopf arbeiten kann. Dann würde das Kind in die rechte Richtung laufen und die Mutter in die linke Richtung. Viele Sachen sind tatsächlich bauchgesteuert. Und man muss nach Gefühl gehen. Und das ist etwas, was ich vielen Paaren einfach mit auf den Weg geben möchte auch tatsächlich. Nicht so viel denken, einfach viel fühlen. In der Schwangerschaft schon öfter mal die Hand auf den Bauch legen, sich auch Zeit nehmen dafür. Wenn man nämlich mal ganz langsam und intensiv mit den Händen über den Bauch fährt, dann spürt man, wie das Kind dahin kommt. Zeit ist einfach ein Faktor. Unsere ganze Welt soll mittlerweile so durchgeplant sein und durchgestylt sein. Und das funktioniert bei einer Geburt einfach nicht.

Durchgestylt, das ist ja nochmal das Stichwort zu Instagram und Co. Also Social Media, großes Problem ja auch bei jungen Menschen. Das heißt, also ich muss das unbedingt nachschauen, wenn ich nachher hier raus bin. Wenn ich das vergleiche mit anderen Social Media Phänomenen, die da gerade unterwegs sind auf Instagram und Co. Dann ist alles schön mit einem fetten Filter drauf. Ich stelle mir das gerade so vor, dann wird eine Frau gezeigt, die geht in die Geburt, sagt, hey, und ich gehe jetzt in den Kreißsaal und ja, gleich geht's los, Jetzt habe ich einen Blasensprung. Zwei Stunden später ist das Baby da. Sie sieht aus wie der Junge Morgen mit roten Wangen. Das Baby sieht tippitoppi sauber, liegt auf ihrer Brust und ja, weiß ich nicht, sie hat gekämmte Haare. Die Realität ist einfach viel dreckiger. Das muss man ja auch mal so sagen. Also eine Geburt ist ja, das ist ja nichts, was man sich ästhetisch anschaut, sondern das ist einfach ein einzigartiges Erlebnis.

Das ist ein einzigartiges Erlebnis. Deswegen gönnen wir uns ja Kinder meistens nicht jedes Jahr. Es tut ja auch weh. Und sie werden auch größer, das darf man auch nicht vergessen. Die bleiben ja nicht so süß und klein. Nee, und es ist ja auch so, dass wir dank unserer Hormone... Ja, auch schon relativ schnell vergessen, wie es getan hat und wie arbeitsaufwendig so ein Kind ist unter der Geburt. Aber dass es alles schaffbar und machbar ist, sofern ich da gut mitgehen kann und mich wirklich real darüber informiert habe. Tatsächlich real und real meine ich dann immer, das liegt mir persönlich und auch meiner Oberärztin Frau Dr. Böhm, wir beide zusammen führen immer unseren Infoabend durch, der vor Ort stattfindet und ein wichtiger Part ist immer Geburtsvorbereitung, wenn man richtige und gute Informationen haben möchte, dann findet ein Geburtsvorbereitungskurs bei einer Hebamme statt. Ja, das klingt vernünftig. Und auch nochmal zu den Mehrgenerationen, die man früher oft ja auch hatte zu Hause.

Es ist nicht jeder erinnert sich wirklich gut daran, aber die ein oder andere Mutter, Oma, Tante, ältere Freundin sind manchmal auch ganz gute Ratgeber. Also wenn mich jemand fragt, ich frage immer, möchtest du light oder möchtest du real? Ich finde es schwierig für Frauen, die sich auf die Geburt vorbereiten, so Horrorszenarien. Das ist aber etwas, was tatsächlich auch gerne gelebt wird. Dass man immer so... Bei mir war es am schlimmsten. Ja, genau. Negative Sachen halten sich länger im Kopf als positive. Das wissen wir alle selber aus der Erfahrung heraus. Man kann Negatives ganz lange nachfühlen, aber so Positives, worüber man lange gelacht hat, das kriegt man irgendwie nicht so gut hin. Ja, das muss man sich ein bisschen antrainieren. Ja, genau. Deswegen doch der allerbeste Tipp, eine Hebamme fragen. Ja. Deswegen haben wir Sie ja hier sitzen.

Kommen wir nochmal auf das Thema Stillen zurück. Die Frauen sind natürlich ja nicht monatelang bei Ihnen in der Klinik. Im besten Falle gehen sie nach ein paar Tagen nach Hause oder sogar noch früher. Wie lange sollen Frauen denn stillen, Ihrer Meinung nach? Oder was, gibt es da eine Empfehlung? Ja, also letztendlich ist es ja die Entscheidung der Frau selber.

90 Prozent aller Frauen sagen, ich möchte gerne stillen, wenn es klappt. Es ist ja ein Mysterium. Also es klappt ja auch nicht immer so schnell. Deswegen braucht man ja so Beraterinnen wie bei Ihnen. Genau, das stimmt. Auch ein Stillprozess ist am Anfang holprig. Und keiner stellt sich vor, dass das Stillen vielleicht am Anfang auch mal ein bisschen unangenehm ist. Da muss sich die Brust erst dran gewöhnen. Das Kind muss lernen, die Mutter muss lernen und das Handling muss stimmen. Richtiges Anlegen ist das Wichtigste damit sozusagen der Stillprozess. Nicht wehtut und dass das auch gut funktioniert. Und dafür ist es wichtig, dass man im Krankenhaus wirklich sich Zeit dafür nimmt. Und das ist nämlich das Thema der Wormbettstation. Gerade bei uns im Haus sind es ganz viele ausgebildete Still- und Laktationsberaterinnen. Wir sind alle weitergebildet und für große Problemfälle haben wir eine hauptamtliche Still- und Laktationsberaterin, Die sich um Probleme kümmert, um ganz besondere Stillberatung, wo es nicht rund läuft. Und das ist etwas, was immens wichtig ist, weil man ist nur drei Tage in der Klinik und dann sollte man so einen kleinen Grundstock haben, dass man nicht nach Hause geht und Angst hat, das kriege ich nicht hin.

Letztendlich stillen nur 68 Prozent ausschließlich. Ausschließlich stillen heißt sechs Monate. Das ist auch die Stillempfehlung. Sechs Monate und dann kann man mit Beikost beginnen. Genau, dann kann man mit Beikost beginnen. Also die Stillempfehlung gilt, sechs Monate vollstillen und bis zu zwei Jahren oder länger. Dann allerdings mit Beikost. Letztendlich stillen nach zwei Monaten nur noch 57 Prozent. Und das geht ja rasant runter. Nach vier Monaten nur noch 40 Prozent und nach sechs Monaten nur noch 13 Prozent ausschließlich. Wenn in der Klinik mehr darüber gesprochen wird, so wie bei Ihnen und Sie den Frauen auch vielleicht ihre Ängste nehmen können oder ihre Sorgen oder auch sagen, Mensch, auch wenn die Brust jetzt mal wund ist, das kriegen wir hin und so weiter und so fort. Gehen die Zahlen dann, also haben Sie eine bessere Statistik? Ja, das ist jetzt bei unserem Zertifikat, das wir erworben haben.

Werden von den Prüferinnen die Frauen ja auch befragt und interviewt. Bei uns stillen 80 Prozent der Frauen ausschließlich. Das war eine Ansage. Und das war ein gutes Ergebnis. Das klingt gut, ja. Das bedeutet, dass wir, denke ich, schon ziemlich gute Aufklärungsarbeit leisten. Sie haben ja einige Laktationsberater und Beraterinnen, also beides Ärzte, Hebammen. Das klingt so, als wären Sie ein großes Team. Wir sind drei große Teams, nenne ich das. Wir haben ein Ärzteteam, wir haben ein Hebammenteam und wir haben ein Team der Wochenbettstationen, das gemischt ist aus Kinderkrankenschwestern, Krankenschwestern und Hebammen. Und alle arbeiten tatsächlich sehr, sehr gerne und teilweise auch sehr, sehr lange in unserem Haus, im Amalia-Sewelking-Krankenhaus.

Wir haben jetzt einige Mitarbeiter, die jetzt in den Ruhestand gehen und über 40 Jahre bei uns im Haus sind und auch dies bei uns auf der Abteilung. Und das ist wirklich lang und wir haben im letzten Jahr auch einige neue Mitarbeiter, weil wir haben tatsächlich viele, die in den Ruhestand jetzt so sukzessive gehen und neue Mitarbeiterinnen, die tatsächlich jeden Tag sagen, wie schön sie das finden, hier so eine Art der Beratung durchführen zu können und die Frauen auch so nach der Geburt betreuen zu können mit diesem hohen Beratungslevel, was wir anwenden. Zeit und Raum geben, wie Sie es vorhin genannt haben. Das ist das Entscheidende. Das macht es auch im Kreißsaal. Wir arbeiten ja sehr selbstständig im Kreißsaal auch und familienorientiert. Alle haben Lust, so zu arbeiten.

Und im Kreißsaal ist es schon ein sehr junges Team geworden und so tolle Mitarbeiterinnen, wie ich auf allen Ebenen habe, Und auch das Zusammenspiel Ärzte, Hebammen, Schwestern findet auf Augenhöhe statt. Wir haben ein tolles Miteinander. Wir respektieren uns. Und das Gesamtprogramm wird vom Haus, von der Pflegedirektorin bis hin zum Hauptgeschäftsführer stark unterstützt. Sie sind ja auch schon 24 Jahre da. Sie wissen ja, wovon Sie reden. Ja, ich bin schon 24 Jahre da und ich weiß, wovon ich rede. und habe trotz alledem sind wir von allen immer wieder stark unterstützt worden. Und das schätze ich wirklich sehr. 24 Jahre, haben Sie eine Idee, wie vielen Babys Sie auf die Welt geholfen haben? Oh, nee, das weiß ich nicht. Ich bin nicht so der gute Buchhalter, was das angeht. Ich hatte den Anspruch am Anfang so ein Geburtenbuch zu führen, aber ich bin da nicht sehr diszipliniert. Aber es sind über Tausende.

Also über Tausend mit Sicherheit, das sind mehrere Tausende. Mehrere Tausend, ja. Also ich habe das ja nur zweimal erlebt. Ich kann mir das, also das jeden Tag zu haben und das muss auch schön sein, anstrengend, ganz bestimmt, aber auch schön. Es ist schön, es ist anstrengend und ich mache diesen Beruf gerne. Ich habe noch einen anderen Beruf. Ah, wo sind Sie denn gestartet? Ich bin gestartet im Hafenbereich. Ich habe im Überseehafen in Rostock Hafenfacharbeiter gelernt. Da wird aber ein anderer Wind als im Kreißsaal. Ja, genau.

Direkte Wortwahl nenne ich das immer. Aber kann doch auch helfen. Das habe ich mir tatsächlich verinnerlicht und bin mir selbst treu geblieben und bin auch weiterhin so, dass ich tatsächlich gerade sage, was ich denke und was ich fühle. Und ich glaube, dass ich damit nicht schlecht fahre. Ja, habe hier im Hamburger Hafen in einer Spedition auch noch ein paar Jahre gearbeitet und hatte mich dann aber schon umorientiert. Wie ist das passiert mit der Umorientierung? Ich wollte was anderes machen, irgendwie mehr mit Menschen, war schon auf dem Weg zu den Gesundheitsberufen irgendwie und habe dann selber meinen Sohn zur Welt gebracht und hatte damals eine nicht sehr zugewandte Hebamme. Und habe gedacht, wir sagen jetzt nicht, in welchem Krankenhaus Sie waren und wer es war, aber ja. Es ist ja jetzt auch schon 30 Jahre her und es war keine so super Erfahrung und habe da aber festgestellt, dass das ein Beruf ist, den könnte ich mir auch gut vorstellen. Und habe ganz innerlich gedacht, das mache ich besser. Und tatsächlich habe ich diesen Beruf dann auch gewählt. Da war mein Sohn noch ganz klein, da habe ich mich beworben. Und er war auch noch ganz klein, als ich angefangen habe zu lernen.

Aber es hat sich gelohnt, das zu machen. Arbeite wirklich sehr, sehr gerne in diesem Beruf. Ich hoffe, ich kann einfach immer so authentisch bleiben und das ist auch mein Leben so ziemlich ehrlich und gerade zu sein und so bin ich auch mit den Frauen, dass ich wirklich ehrlich berate, mir Zeit nehmen kann, wenn es das erfordert und ich einfach sehr zugewandt sein kann und auch sehr zugewandt sein möchte. Und dass so eine kleine Geburtshilfe, wie wir sie haben in unserem Haus, weiter bestehen bleibt und auch gefördert wird und nicht so politischen Entscheidungen zum Opfer fallen. Das ist so mein Wunsch für die Zukunft. Wenn Sie einer werdenden Mutter, die gerade voller Fragen ist, nur einen einzigen Rat geben könnten, was wäre das? Dass sie einfach auf sich vertraut und auch das Vertrauen in die Leute mitbringt, die sie dann unter der Geburt betreut. Also Vertrauen. Vertrauen in sich selbst und in alle Leute, auf die sie dann trifft. Wenn ich Ihnen eine Superkraft verleihen könnte, welche wäre das? Ich möchte einfach gesund bleiben und meine Fröhlichkeit behalten und meine Freude an diesem Beruf. Vielleicht ist das schon Ihre Superkraft.

Fröhlich bei einer Geburt zu bleiben, das ist also für eine werdende Mutter in dieser Ausnahmesituation, ist eine anpackende, fröhliche Hebamme ein Segen. Das wäre mein Wunsch, zumindestens an mich. All das, was wir heute gehört haben, zeigt, Geburt ist nicht einfach ein medizinischer Vorgang. Es ist Beziehung, Vertrauen und auch der Beginn einer Geschichte, die ein Leben lang nachklingt. Dank Menschen wie Kerstin Sterarchut. Danke, dass Sie heute da waren und so viel erzählt haben. Gerne. Das ist mir tatsächlich auch ein Herzenswunsch gewesen. Werdenden Müttern noch einmal mit auf den Weg zu geben, lasst euch nicht beeinflussen. Nehmt einfach euer Herz und euren Bauch in die Hand und dann klappt es schon. Weitere Infos über Kerstin Steyr-Archut und ihr Team finden Sie zum Nachlesen im Hamburger Abendblatt, natürlich Print und Online. Danke fürs Zuhören, machen Sie es gut. Bis zum nächsten Mal bei den Hamburger Klinikhelden, dem Podcast über Berufe mit Sinn. Bleiben Sie gesund.

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