Irgendwo hinter dem Regenbogen-Cape ist das Tal der Söldner und Saurier oder eben Genre geschehen, meine sehr verehrten Damen und Herren. Folge Nummer 211, zu der ich euch ganz herzlich begrüße. Und ich sage es jetzt hier schon mal an, denn ich wurde denn bereits schon gestärkt in meiner Annahme, es wird die kürzeste Folge aller Zeiten. Und der Einzige, der noch dagegen arbeitet oder dagegen arbeiten könnte, ist mein geschätzter Kollege André Hecker. Hallo. Weil ich gesagt habe, wir finden immer einen Grund zu überziehen. Ja, dabei bleibe ich auch. Moin. Aber der Mann, der auf meiner Seite steht. Der pflegeintensive Handbalsam des Genregeschehen. Dino Hahn. Hallo.

So, ich habe mit dem Hallo schon probiert es möglichst doch in die Länge zu ziehen. Vielleicht zwischendurch auch noch bei Bedarf noch ein paar Mal einsetzen, aber unsere heutige Selektion, wirkt und das ist immer, was man im Vorfeld so antizipiert, wie die beiden Mitsprechenden im Podcast die Filme möglicherweise auch rezipiert haben. Jetzt weiß ich gar nicht mehr, was da weitergeht, weil ich auch den da nicht genug machen wollte. Aber man ist quasi, man nimmt ja immer an, dass man weiß, wie andere Leute einen Film wahrnehmen, den man selber in einer gewissen Weise wahrgenommen hat. Und diesmal würde ich mich wirklich sehr wundern, wenn ich da falsch liegen würde. Bei allen dreien? Bei allen dreien, ja. Okay, also du willst damit sagen, heute ist nicht viel Raum für Reibereien? Nee, ich denke, dass wir so in ungefähr 20 Sekunden abmoderieren, weil wir bei allen drei Filmen, ja, stimmt, hast du recht. Sehe ich auch so. Nächster.

Gut, aber bevor es soweit ist, müssen wir noch ein paar organisatorische und, wie soll man sagen, formelle Dinge abklären. Weshalb ich jetzt hier das Ruder an André übergebe, der Folgendes zu verkünden hat. Ja, kurz mal die Formalitäten der Info-Part. Zum einen, ihr habt es ja schon wahrscheinlich in euren Feeds gesehen. Wir haben einen neuen Audio-Flick veröffentlicht zu Shoot Em Up von 2007 mit Clive Owen. Der ist am Start für alle, die uns bei Steady unterstützen. Vielen Dank an euch an der Stelle. Ja, wenn ihr auch gerne dabei sein wollt, könnt ihr auschecken unter support.genre-geschehen.de und dann, wenn ihr beitretet und ein bisschen unterstützt im Monat für unsere Arbeit, dann könnt ihr sowas wie den Audio-Flick hören zu Shoot'em Up, wo wir eben den Film begleiten. Guckt mal, ihr könnt den einfach auch live mitstarten und wir erzählen euch eben was dazu, während ihr den schaut. Und das war sehr spaßig. Das war sehr kurz und knackig. Das war sehr vitaminreich. Voller Karotten und Spaß. Also guckt gerne rein, holt euch ein paar eure liebste Obstsorte und snackt mit uns Shoot'em Up. Das an der Stelle. Und ja, wir haben auch zwei neue Steady-Mitglieder am Start. Die möchten wir an der Stelle herzlich begrüßen. Das sind zum einen Martin und zum anderen Kilian. Hallo und herzlich willkommen. Hallo.

Willkommen in der erlesenden Mäuserunde. Schön, dass ihr da seid. Schön, dass ihr uns unterstützt. Danken wir uns herzlich. Und ja, wie gesagt, wenn ihr auch dabei sind wollt, wisst ihr wo. Den Link gibt's wie immer in den Shownotes. Und damit gebe ich zurück an Daniel. In Funkhaus. Zurück zu Lück. Ja, geben wir doch dann weiter direkt in die Zukunft, würde ich sagen, oder? Fangen wir mit dem buntesten an? Ja. Okay, ja, wir würden gerne über, oder wir wollen jetzt gerne über Arco reden. Dürfen wir. Wir würden gerne. Wir wollen gerne über Arco reden. Ein Film, der jetzt bei den diesjährigen Oscars für den besten Animationsfilm nominiert war, aus Frankreich von Hugo Bienvenu. Der heißt wirklich Hugo Biavenu. Krass. Also der heißt Hugo Willkommen. Oder? Ja.

Schöner Name. Ja, also auf jeden Fall. Ich glaube auch Biavenu schreibt sich mit U-E hinten. Wahrscheinlich heißt das ohne E hinten. Aber ich bin mir auch nicht sicher. Französisch war immer meine Achillesferse. Oder wie ihr sagt Achillesferse. Achilles. Und Gilles Casau ist auch noch bei der Regie beteiligt gewesen, genauso wie am Drehbuch und der Produktion. Ja, ich habe jetzt mal die offizielle Inhaltsangabe mir von Arco angeguckt und ich weiß nicht, die gibt schon eigentlich einen Informationenpreis, die meiner Ansicht nach ein bisschen zu viel ist, weil ich fand es eigentlich ganz schön.

Mit dem Film irgendwie zu entdecken, woher denn Arco überhaupt kommt, der plötzlich bei, einem jungen Mädchen landet, beziehungsweise der von einem jungen Mädchen gefunden wird. Iris heißt sie. Oder heißt sie Iris? Sie heißt... Ja, doch, sie heißt Iris. Also, Arco ist ein Junge und der wird gefunden von Iris im Wald. Und Iris nimmt sich diesem Jungen an und versucht halt, ihm dabei behilflich zu sein, zurück nach Hause zu finden. Und das versucht er vor allem mit Hilfe eines regenbogenfarbigen Capes, das ihn zum Beispiel fliegen lässt. Und gleichzeitig gibt es aber so drei kuriose Typen mit Sonnenbrillen, die ebenfalls irgendwie auf der Suche nach Arco sind. Und im Hintergrund der Geschichte von Arco und Iris, naja, ist auch nicht alles im Reinen. Die Eltern von Iris sind nicht da. Sie ist eigentlich die ganze Zeit nur mit ihrem wirklich superintelligenten Haushaltsroboter zusammen und ihrem kleinen Bruder, der halt auch noch von dem Roboter quasi beaufsichtigt oder gebabysittet wird. Ja, und zwischen all diesen Dingen müssen halt Iris und Arco versuchen, Arco wieder nach Hause zu bringen. Jetzt können wir schon mal sagen, ihres Gegenwart, ihres, sag ich mal.

Ihres Geschichte spielt, so gesehen schon in der Zukunft. Ja, das kann man sagen. Also das ist eine Welt, die technisch deutlich vorangeschrittener ist, aber, und das erfahren wir auch im Laufe des Films, die halt auch deutlich mehr mit eben.

Umweltproblemen zu kämpfen hat, als wir es bereits müssen. Ich glaube, so kann man es irgendwie am besten ausdrücken, oder? Ja, ich glaube, man kommt auch ohne diesen Hinweis, dass es in der Zukunft quasi spielt, gar nicht aus. Aber der Film macht es gar nicht so deutlich, weil wir, glaube ich, schon immer gewohnt sind, wenn man hört, ah, Zukunft, animierter Film, dass man so eine metallisch-kühle Cyberpunk-Hölle erwartet. Aber hier ist alles so, ja. Oder zum Beispiel jetzt, wir reden hier von einem Animationsfilm aus Frankreich, der von einer Zukunft handelt. Da hatten wir ja vor einiger Zeit erstmal einen schönen Mars-Express, dass man halt schon eher so eine Moloch-Zukunft irgendwie kennt. Ja, ja. Aber hier ist alles schon so seltsam vertraut, ein bisschen leicht verschoben, weil es gibt viel Technologie. Roboteralltag ist schon da und halt diese extremen Wetterereignisse. Also die Erde wird als bereits sichtbar beschädigt gezeichnet, aber nicht als so eine Dystopie oder als so eine Kluthölle auf der Leben kaum möglich wäre. Also es wirkt immer noch hoffnungsvoll alles. Und das ist auch das, was diesen Film so schön macht, finde ich. Ja, das ist eine nette Zukunft. Also sie ist nicht frei von Problemen, aber sie wirkt jetzt nicht irgendwie bedrohlich und als würden wir jetzt kurz, ja so wie bei Watchmen, 5 vor 12 oder schon 4 vor 12 irgendwie vor der nächsten, weiß ich nicht.

Keine Ahnung, vor dem nächsten Genozid stehen. Ja genau, also es wirkt eher, es wirkt halt wie eine Zukunft, die aber auch jetzt stattfinden könnte. Also das ist eine Zukunft, in der könnten wir jetzt auch noch zusammensitzen und podcasten und alles ist nicht komplett vor die Hunde gegangen, sondern es gibt eben auch wieder Probleme. Es gibt natürlich schärfere Probleme als jetzt, heute. Aber es ist genau, du kannst immer noch deinem normalen Alltag nachgehen. Es ist nicht irgendwie alles komplett zerfallen. Ja, und er ist halt so...

Pessimistisch in Bezug auf das, was auf uns zukommt, aber so optimistisch, was im Hier und Jetzt passiert. Passiert, genau. Ja, das fand ich halt auch. Und das war mal ein schöner Dreh auf das Ding, dass es nicht so eine krasse Dystopie einmal war. Und dass du aber trotzdem diesen Fortschritt merkst, dass da ganz klar Elemente sind, Technik, die wir halt nicht haben aktuell, Welt, die ganz da zukunftsweisend sind und die Sci-Fi sind, aber eben sich die Erde trotzdem noch wie die Erde anfühlt. Die Mischung, das mochte ich schon mal gerne als Ausgangslage.

Und ich mochte auch dieses, dass er quasi so auf drei Ebenen eigentlich funktioniert, weil oft ist ja immer noch.

Animationsfilm gleichbedeutend mit Kinderfilm, was ja immer eine sehr kurz gedachte Wahrnehmung ist, aber es ist ja oft der Fall, dass Kinder da auch abgeholt werden, sondern ich finde, er funktioniert als so ein, Kinderabenteuer, aber auch als so eine Klimafabel und auch als eine recht erwachsene Geschichte über so Vernachlässigung, Fürsorge und was Ersatzfamilien sein können, weil diese, Roboter-Nanny, die ist ja sehr präsent im Film, weil die Eltern ja irgendwie, emotional beziehungsweise körperlich gar nicht so wirklich präsent sind und da ja schon die Frage stellt, okay, was füllt diese Lehre denn aus, wenn keine anderen Menschen das ausfüllen, kann eine KI beziehungsweise ein Roboter das überhaupt, ausfüllen und ich finde auch, dass dass das da zum Teil vermenschlicht wird, was ich immer kritisch finde, gerade jetzt, wo man so kritisch auf AI und Roboter blickt, wenn da so ein menschlicher Aspekt drin gesehen wird, aber gleichzeitig ist ja die Frage, okay, ist das besser als nichts oder muss da irgendwas anderes her oder müssen Kinder dann halt lernen, ja, da ist halt nichts, weil selbst die schlechte Alternative, die es nicht zumuten. Also diese Fragestellung, die er da in Bezug auf Roboter und so hat, ist auch ähnlich, nicht ganz so smart gewesen wie bei Mars Express, aber fand ich auch gerade dieser kunterbunten Optik erstaunlich erwachsen. Aber ja, das finde ich auch. Aber ich finde schon so, von wegen kann man, also was wäre denn eigentlich das höchste Ziel von einer KI? Das wäre doch eigentlich, dass diese künstliche Intelligenz.

Naja okay, dann müssten wir eigentlich das Ziel, eine künstliche Intelligenz zu schaffen, eher abwenden und sagen, wir müssen eine künstliche Empathie schaffen. Also eigentlich wäre es doch wichtig, dieser KI als höchstes Ziel mitzugeben.

Menschlichkeit durch und durch zu fühlen und zu reproduzieren. Und dieser Roboter, dessen einzige Aufgabe ja die Fürsorge ist, ist ja schon mal eigentlich ein positives Beispiel dafür, dass es vielleicht möglich ist. Weil so wie der Roboter natürlich am Ende oder im gesamten Film sich für diese Kinder einsetzt, obwohl es so gesehen auch gegen seine, nicht Programmierung verstößt, aber zumindest ein bisschen zuwiderläuft, was wir ja feststellen, finde ich das ja schon dahingehend auch positiv, also nicht so pessimistisch. Ja eben, aber halt nicht so eindimensional, also er versucht schon die ganzen Facetten zu beachten, dafür, dass das ja nicht mal im Fokus des Filmes steht, also dafür, dass das ja ein großer Nebenstrang ist, beziehungsweise dieses Thema, wie kann man angesichts des sicheren Untergangs noch sowas wie eine emotionale Hoffnung oder Bindung und Sehnsucht aufbauen, fand ich das schon echt stark und es regt auf jeden Fall dazu an, darüber später dann noch zu sprechen. Also hat man schon Animationsfilme gesehen, beziehungsweise Filme, die auf dem Kinderpublikum schieren, die das erheblich eindimensionaler umgesetzt haben, wo ich mir glaube, ich dann als Eltern, oder ich, imaginiere mich mal in die Elternrolle rein, wo es mir schwerfallen würde, dem Kind zu erklären, warum es kein Tonys haben da.

Beziehungsweise Also nicht, warum es Tonys nicht mehr lieber haben darf als mich.

Ich musste halt auch, ich musste die ganze Zeit an diese Diskussion denken, die wir auch jetzt in den vergangenen Monaten und immer hatten, dass zum Beispiel Tools wie Chat, GBT und Co. Vermehrt auch so für psychische Hilfe in Anspruch genommen werden. Dass Menschen KI-Chat-Software als Menschenersatz nehmen für Gespräche, um sorgenlos zu werden, weil sie keinen anderen haben und so. Das ist ja ganz groß das Thema gewesen immer wieder. Und das ist ja hier auch so. Du hast halt diese Eltern, die quasi nur als Hologramm Fürsorge geben können. Ich fand diese Szene, wo zum Beispiel die Mutter ihr am Bett diese Geschichte vorliest, Und die dann halt so Gute Nacht tätschelt. Und sie ist halt einfach nicht da. Die Hand geht halt durch sie durch.

Es gibt ja keine Körperlichkeit. Es gibt keine echte körperliche Fürsorge, die ja genauso wichtig ist für ein Kind wie emotionale Fürsorge und Worte. Die ist ja gar nicht da. Und die leistet ja letztendlich, also der Haushaltsroboter, die KI, die carried ja im wahrsten Sinne des Wortes den Film und die Figur. Und sie ist ja komplett für sie da. und das fand ich halt irgendwie krass und da musste ich komplett an diese Diskussion denken, sodass dieser Roboter letztendlich trotzdem ja auch quasi wie eine wandelnde Chat-GPT ist, der auch eben den kompletten Familienersatz übernimmt und auch die körperliche Fürsorge und das Beschützen auch.

Das fand ich irgendwie krass und wie du halt gerade sagst, obwohl es eben eigentlich jetzt nicht das Hauptthema des Films ist, sondern es eher so immer die ganze Zeit mitschwingt, aber das fand ich schon irgendwie einen starken Aspekt und da musste ich schon viel drauf rumdenken auf dem Thema. Ja, ging mir auch so. Und dann hat der Film meiner Ansicht nach auch einen schönen Weg, diese herkömmliche Fish-out-of-Water-Geschichte, ja, möglichst ohne die typischen Stationen abzuhaken. Auch diese drei Jungs mit den Sonnenbrillen, mit diesen crazy Sonnenbrillen, die man irgendwie als Comic-Relief irgendwie oder auch, ja, ich hab darin tatsächlich schon so eine gewisse. Die drei kleinen Schweinchen. Ja, ich hab da schon so eine gewisse Ghibli-Referenz drin gesehen. Komplett. Ja, das sind so typische Charaktere, die auch in einem Ghibli-Film auftauchen könnten, die man vermeintlich für Trottel oder vielleicht auch fies hält, die sich dann am Ende dann doch als anders erweisen oder entpokletieren.

Und das hat mir auch gefallen, dass sowohl dieses Kennenlernen von Iris und Arco, oder Iris und Arco, dass das nicht so herkömmlich oder beziehungsweise mal nicht den herkömmlichen Tropes und Stationen und so erzählt wird. Und dann halt irgendwie, dass diese Geschichte von diesen drei Jungs, die erst so ein bisschen Palle sind und dann aber halt dann doch ganz brauchbar, dass die halt, ja, wie das halt einfach erzählt wird. Das hebt den Film auch nochmal ein bisschen von dieser Durchschnitts-Animations- und Zeichentrickware ab. Ja, auch, dass du am Anfang nicht genau weißt, sind die drei jetzt eine Bedrohung, was wollen die eigentlich? Genau, das war auch ganz cool, dass jetzt ein bisschen ambivalent eingeführt wird. Und ja, so referenzmäßig kann man, also da kann der Film sich auch nicht verstecken. Du hast einmal natürlich diese ganze, sag ich mal, Peter Pan-Metapher drumherum. Die Mutter liest dir ja sogar Peter Pan vor. Das Baby heißt Peter. So, ja, haben wir verstanden. Und ja, der Film versucht schon an vielen Ecken und Kanten sehr Ghibli-esk zu sein. Das kann er sich auch nicht verstecken. Allein der Score, die ersten drei Töne vom Score sind fast Mononoke.

Wenn dieses aufkeimende, dröhnende Thema. Die ersten drei Töne sind Mononoke und dann geht es halt, aber es ist alles sehr Ghibli-esk und versucht es ein bisschen mit den westlichen Mitteln, aber er versucht so die gleichen Knöpfe zu drücken, finde ich, mit Figuren, mit Musik, mit emotionalen Momenten. Das merkt man. Es ist nicht schlimm, man merkt es aber, finde ich, sehr. Ja.

Und was ich sagen muss, was bei mir nicht so 100% erst mal funktioniert hat, ist über den Film dann gewachsen. Ich finde, dass Iris und Akko sich sehr schnell sehr nahe sind. Also die sind, ich verstehe das irgendwie, weil Iris, klar, die hat halt niemanden, außer unseren geilen Roboter. Aber ihr fehlt ja Menschlichkeiten. Er bringt ihr ja ein bisschen das, was ihr fehlt. Diese Menschlichkeit, ein Vertrauter, der nicht eine KI ist. Und er ist natürlich verloren. Er weiß nicht, wie er nach Hause kommt. Das verstehe ich so, dass die sich Halt geben. Aber das geht sehr schnell, dass die sich so sehr super eng und vertraut sind und emotional sehr stark verbandelt, aber geschenkt so. Aber trotzdem, die Erzählstruktur und diese ganzen Metaphern drumherum sind offensichtlich zwar, aber ich fand, das hat trotzdem ganz gut funktioniert. Ja, ja, aber ich finde das ja, genau das ist aber das, was ich meine, dass die so schnell eng sind oder dass die halt irgendwie sofort irgendwie sich bereit erklärt, ihnen zu helfen, das fand ich halt so cool, weil das ist nicht dieses typische, sie müssen sich erst mal antasten, es ist nicht dieses E.T. Ding, weißt du, was ich meine? Ja, ja, ja, okay.

Und das fand ich halt, ja, das fand ich halt angenehm, weil es dem Film ja meiner Ansicht nach auch gar nicht so sehr um diese Coming-of-Age-Geschichte oder halt eben diese Freundschaft geht, sondern dem ja halt schon ein zentrales Thema wichtig ist, auf das er ja am Ende hin hinarbeitet. Ja, nee, absolut. So, Entschuldigung, ja. Und dieses, ich finde halt auch dieses, also mich stört sowas ja normalerweise auch, wenn Figuren dann sofort so miteinander arbeiten, aber sie haben ja auch keinerlei, sie hat ja keinen Antrieb, irgendwie misstrauisch zu sein. Also sie ist halt noch, sie hat noch diese kindliche Unschuld, beziehungsweise diesen Glauben daran, dass nicht alle.

Dinge aus der Zukunft oder Dinge, die sie nicht erklären kann, böse sind. Also das kommt ja meistens erst so im Teenager-Alter- oder im Erwachsenenleben, dass man eher so dieses, ein Wolf geht durch den Wald und sieht einen anderen Wolf und denkt, oh, ein Wolf. Und ein Mensch geht durch den Wald, sieht einen anderen Wolf und denkt, oh, ein Mörder, das kommt ja erst irgendwann. Also Kinder haben das ja noch nicht. Deswegen fand ich das ganz schön.

Dass da gar nicht so ein Misstrauen eigentlich entsteht. Aber ich war auch erst so, wo ich so dachte, boah, das ist schon hier alles sehr reibungslos, entsteht das hier, aber dann habe ich mir so gedacht, irgendwie ist das doch ganz schön, weil es auch so diese positive, optimistische Grundhaltung des Films unterstreich. Naja, genau. Und ich konnte es mir viel, vor allem habe ich es mir dadurch auch, es macht es einfach Sinn, wie gesagt, sie sucht eh diese Nähe, sie erfährt diese Nähe im Leben, im Alltag und er ist einfach verloren und hat niemanden so und dass sie sich beide dann eben finden und Halt geben und sich vertrauen, das passt aber auch rein von der Figurenzeichnung, ja. Eben, ich glaube, man könnte es auch ganz zynisch, so als so ein Stockholms-Syndrom, weil was wäre die Alternative weiterhin alleine zu bleiben, dann nimmt man besser den erstbesten Strohhalm, aber der Film lässt so eine Lesart ja gar nicht zu und ich finde auch halt dieses, was du auch schon angesprochen hast André, dieses diese Offenheit gegenüber Einflüssen, also man erkennt viele Inspirationen beziehungsweise vermeint sie zu erkennen, ist so die größte Stärke, aber auch schon die größte Verwundbarkeit des Films, also Leute die so empfindlich auf klar erkennbare Vorbilder reagieren, werden hier wahrscheinlich ich schon öfters mal so die Augen verdrehen. Ich fand es aber eine Stärke, dass der Film einerseits unik genug ist, um als eigenständiges Werk zu funktionieren, gleichzeitig aber auch seine Einflüsse nicht verhehlt. Das finde ich.

Sympathisch und irgendwie auch authentisch, gerade bei einem Regie-Debüt, beziehungsweise Langfilm-Debüt. Also ich finde auch, der Film wirkt durch und durch französisch, in allem.

Ja, und es ist ja auch dieses, dass Björn Venu hat ja auch wieder, das war jetzt gestern, weil wir es gestern bei Shoot'em Up auch hatten, dass der Regisseur so lange Storyboards zeichnen musste und dann.

Mehrere Minuten Material als Animation rausbringen musste, bevor ihm Leute vertraut haben. Hier halt auch, die haben jahrelang Storyboards gezeichnet und dann 45 Minuten Animationen selbst finanziert, bevor sie Leute gefunden haben und eine dieser Leute war ja Natalie Portman, die das gesehen hat und dann quasi nur so gefragt hat, what do you need from us? Und of course haben sie Geld gebraucht, deswegen ist Natalie Portman jetzt auch als Produzentin dabei, aber die englische Synchronfassung hat auch Natalie Portman, Mark Ruffalo, Will Ferrell, Andy Samberg, Amerika Ferraro als Synchronsprecher dabei, Sprechende und da merkt man halt auch schon dran, ohne Natalie Portman hier im Film drin, wäre der vielleicht auch komplett untergegangen. Weil diese ganze Karriere, die der Film gemacht hat, wirkt schon ein bisschen analog wie auch Flow, den man mitbekommen hat, wo man aber als er erschienen ist, nie gedacht hätte, dass der bei den Oscars oder dass er überhaupt irgendeine relevante Rolle irgendwo spielen würde. Und Flow hat ja den Oscar sogar gewonnen, das hat hier jetzt gegen K-Pop Demon Hunters nicht gereicht, was ich völlig nachvollziehen kann, aber es war trotzdem eine tolle Erfolgsgeschichte gewesen. Auf jeden Fall. Der Film hat ja auch in Frankreich diverse Preise schon gewonnen. Es ist ja nicht so, dass der nicht geschätzt wird. Es konnte halt in Amerika gegen die internationale Konkurrenz natürlich nicht ankommen, gerade bei so einem Massenphänomen wie K-Pop Demon Hunters. Aber ich finde auch aller Ehren wert.

Und ja, ich muss allerdings sagen, wo wir jetzt bei Zeichnungen schon mal waren und so vom Stil, das Einzige, womit ich halt wirklich nicht so gut klarkam, weil es einfach nicht meinem Geschmack entsprochen hat. Das waren halt wirklich fast immer diese Menschen, also zumindest die Kinder. Also Argo und Iris und so vom Aussehen, das Design, das gefiel mir nicht so. Ich hab überhaupt kein Problem mit den Designs, abseits dessen, wie der Roboter aussieht oder sonst irgendwas. Aber so diese menschlichen Figuren, auch die drei Jungs mit den Sonnenbrillen, die fand ich leider nicht so hübsch. Also wenn ich da jetzt mal die Figuren aus Mars Express gegenhalte, ja, das ist mehr mein Design das mag ich mehr so diese Sonnenbrillentypen fand ich auch echt nicht also hat mich auch, hat nicht.

Meiner Vorliebe für Design entsprochen das ist so mit der ja, wenn ich so will, größte Kritikpunkt den ich an dem Film hab ja, ich find den Stil, find ich irgendwie cool es hat mich teilweise, hat's mich so an alte diese alten Cartoons eben so aus den Ende 80ern so ein bisschen Captain Future und so teilweise erinnert. So rein von der Farbpalette dann einmal und rein von der Strichführung, sage ich mal, bei den Zeichnungen. Das fand ich echt schön. Der ist ja auch knallbunt. Ich liebe die. Der ist so geil poppig teilweise. Das ist so geil aus. Aber ja, ich verstehe voll, dass ihr meint, dass mit den Gesichtern fand ich auch, die wirken teilweise emotionsloser, als sie sein müssten. Also dieser Zeichenstil lässt da nicht immer so ganz viel zu. Ich fand zum Beispiel auch das Baby, Peter, das sieht voll weird aus manchmal, also das hat so durch die Strichführung hat das so ein erwachsenes Gesicht das sieht aus als wenn du das Gesicht von dem Baby auf einen erwachsenen Körper packen würdest, würde es trotzdem passen das sieht so alt aus, wisst ihr was ich meine?

Ja, ja, schon. Ja, das sieht schon so erwachsen aus. Der Kopf von dem Baby ist auch so groß wie der Kopf von Arco. Das ist irgendwie alles so ein bisschen weird aus. Und ich wusste die ganze Zeit bei dem Baby später, wenn das immer in dieser, Schutzkapsel sitzt, wenn sie das mitnehmen, ich wusste immer an Death Stranding denken. Ja, Death Stranding muss ich auch denken, ja. Das Baby in der Tube. Ja, genau. Ja, also mit den Gesichtern verstehe ich, das fand ich auch, war so teilweise ein bisschen uncanny, aber das ist Nuance und so. Ansonsten mochte ich den Stil an sich schon sehr gerne. Auch. Was noch ein kleines, süßes Detail ist, also einer der Mitproduzenten hat dann diese Regenbogenzeichnungen gesehen von Bienvenu und hat dann gesagt, dass das Regenbogen auf Spanisch wohl, also ich kann es nicht richtig aussprechen, aber Arco Iris geschrieben würde. Und daraus haben dann auch die Namen sich von den beiden Hauptfiguren. Also die zusammengesetzt sind das spanische Wort für Regenbogen. Das ist ja cool. Ja, das ist süß. Ja.

Und ich meine, viel mehr gibt es jetzt auch nicht zu sagen. Also wenn ihr die Gelegenheit habt, guckt euch den Film an. Wer weiß, wenn ihr sowas nochmal auf der Leinwand sehen dürft oder könnt. Und es ist auch schön, mal abseitiges oder anderes Animationskino zu unterstützen oder beziehungsweise zu erleben, als immer nur die gleichen Anlaufstellen. Ja, und so Filme, die die Schnittstelle von Ponyo und Interstellar bedienen, gibt's ja auch nicht so viel. Das ist gut gesagt, ja. Das stimmt, ja. Hab ich, glaub ich, aber auch Flatterbox irgendwo gelesen, also ich glaub, das ist mir nicht, also es kam mir grad so, als ob es mir so eingefallen ist, aber ich hab auch ein komisches Déjà-vu, dass es auch Flatterbox irgendwas vergleicht war, aber da passt's mal auffällig gut. Ja, ich mochte auch das Ende, das hat mich schon gekriegt, ja. Ja, ich muss auch sagen, ich fand das war, ganz rührend. Gerade mit diesem, wie soll man sagen, diesem Lebenslauf, den man dann noch so mitbekommt, fand ich das auch, das war eine schöne Idee, also eine schöne Klammer.

So. Kommen wir zu was Fleischhaltigerem. Ich weiß gar nicht. Warum haben wir uns dafür entschieden? Ach ja, weil er jetzt demnächst auf DVD und Blu-ray kommt. Du erschienst mir als vehementer Verfechter, dass wir darüber reden. Na gut, was soll ich sagen? Hey, ich meine, die Zutaten, die schreien danach, dass ich sage, ja geil, will ich. Ja, und ich habe nichts gegengesagt, weil ich neulich einen 3-Stunden-52-Film im Kino gesehen habe, wenn ich dann gesagt hätte, wirklich ein Film mit der Thematik, der 136 Minuten geht, muss das sein? Weiß ich schon wieder, was als Gegenargument gekommen wäre. Deswegen habe ich einfach meine Schnauze gehalten. Ja. Aber sehen wir ja mal, wie gut das gealtert ist. Das letzte Mal lieber nicht. Aber wenn es jetzt heißt hier Jurassic Park, die Vietnam Edition, so, dann bin ich jetzt erstmal interessiert als alter Vietnam-Film-Fan und eben auch als... Vietnam-Krieg. Vietnam-Krieg-Fan, ja. Und Vietnam-Kriegs-Film-Fan, sagen wir es mal so. Ja, besser ist.

Ja, das ist super. Also von all den Kriegen war der Vietnam-Krieg echt der coolste. Nein, das ist natürlich nur ein Scherz, nur um es einmal klar auszudrücken und nicht, dass es falsch verstanden wird. Das war ironisch. Wir wissen alle, dass der zweite der Punische Krieg der coolste war. Gut. Aber jetzt geht's in den Primitive War, in den primitiven Krieg. Von, wie wird der Mann ausgesprochen? Sparky oder Spark? Sparky klingt cooler und mehr nach jemand, der so Filme macht. Nee, Sparky klingt wie ein Hund. Ja, ich würde auch sagen, Sparky klingt nicht ganz so cool, oder? Luke Spark. Primitive War von Luke Spark aus dem Jahr 2025. Wenn ich es richtig gesehen habe, ist es ein australischer Film. Ja.

Der halt, wie gesagt, ein paar Zutaten, ein paar altbekannte Zutaten in den Topf schmeißt. Und folgende Geschichte erzählt. Im blutigen Chaos des Vietnamkrieges wird die US-Spezialanheit Vulture Squad auf eine geheime Mission geschickt. In einem isolierten Dschungeltal soll sie das Schicksal eines vermissten Green Barret-Platoons aufklären. Doch was sie dort erwartet, sprengt jede Vorstellungskraft. Die abgelegene Gegend beheimatet prähistorische Dinosaurier. Gnadenlose Fleischfresser, die keinen Unterschied zwischen Vietkong und amerikanischen Soldaten machen. ein Kampf ums Überleben beginnt gegen einen Feind aus einer längst vergangenen Zeit. Gut, dass sie nochmal betonen, dass es prähistorische Dinosaurier sind, damit man sie nicht mit den anderen verwechselt. Gut, klar, sie könnten aus dem Labor sein, aber das, also alles bei dem Film ist, glaube ich, schon gut zusammengefasst mit der Tagline des Films, die in Deutschland lautet, kein Spaziergang im Park.

Was ich wieder super funny finde und Ja, das Original-Tagline ist halt auch It's not a walk in the park. Haben sie eingedeutscht einfach. Ja. Deswegen, also es ist gut. Also es ist funny. Was man in Teilen auch über den Film sagen kann, weil ich war schon stellenweise überrascht, wie hochwertig der aussieht, dafür, dass er nur vier Millionen gekostet hat, aber sieben? Ja, okay, dann nicht. Nee, okay, aber er war deutlich günstiger als... Nee, es ist ein Indie-Film, ja, gilt als Indie-Film, ja. Als sowas wie 65, beziehungsweise 65 als internationaler Titel, wo ich so dachte, oh, da hätte ich mir ja mehr drunter vorgestellt und unter Primitive War hätte ich mir weniger vorgestellt. Also, ja, der Film ist vor allem viel. Viel Story um, sag ich mal, etwas, was überhaupt nicht so viel Story braucht. Ja, das ist ein bisschen das Problem. Also, hier und da mal, also so, der geht jetzt 133 Minuten. wenn mal ein Directors Cut erscheint, der so 90 geht, hat man hier einen richtig guten B-Action-Flick. Ja, ich würde auch sagen, weil ich brauche nicht die x-te Charakterisierung und auch nicht den x-ten Heldentod, der noch in die Länge gezogen wird. Das ist ein fucking Man-on-A-Mission-Film. Wirklich.

Da hätte man einfach mal dem Regisseur sagen müssen, kill your Darlings. Oder beziehungsweise verzichte vielleicht. Oder kill sie schneller. Oder kill sie schneller. Oder verzichte vielleicht noch auf die ein oder andere Storyline das ist vollkommen egal diese Typen sind am Ende des Films nicht mehr da, wir müssen ihre gesamte Lebensgeschichte mitkriegen ja und das ist halt alles ein, das kommt alles daher, dass das ja eine Buchvorlage also das ist eine Romanvorlage ist eine verfilmte Primitive 4 ist eine Buchreihe seit 2017 die sehr sehr erfolgreich ist scheinbar, Es gibt schon diverse Bücher vom Autor Ethan Pettis. Und die Bücher werden vor allem dafür gelobt, dass sie extrem gute Charakterisierungen haben. Ja, wie die Lanza-Heftchen. Ich habe mich dabei im Reddit mal reingefuchst. Das ist wirklich so, deswegen lesen Leute das. Die lesen das auch wegen den Dinos, aber die sollen wohl wirklich tatsächlich extrem gut geschrieben sein und extrem gute Figuren erzählen.

Und ich glaube, das hat Luke Spark halt versucht, im Film unterzubringen, weil eben das die Fans wahrscheinlich wollen oder deswegen die Fans das lesen. Es funktioniert im Film aber nicht so gut. Das sehe ich halt auch so. Und er hat versucht, glaube ich, viel aus dem Buch da zu übernehmen, weil die wohl sehr tiefenpsychologisch reingehen in die Figuren. Auch da im Krieg eben nicht nur eben oberflächlich zack, zack, irgendwie einfach nur ein paar Armeehanseln, sondern die bekommen halt wirklich viel Fleisch, viel Unterbau. Und das ist im Film aber alles Ballast. Und das ist, glaube ich, das Problem. Hätte er das rausgenommen und wirklich sich auf den Spaß konzentriert, weil die Bücher wohl auch trotzdem extrem gory und eklig und widerlich sein sollen und den Tod da auch sehr zelebrieren. Das hat er ja ganz gut geschafft, finde ich, weil der gory ist er ordentlich. Aber er hätte echt, da hat jemand gefillt, der nebendran steht und sagt, ey, das ist Roman, das lassen wir jetzt raus, das passt nicht in den Film. Nimm das mal raus und konzentrier dich auf das und dann wäre der Film auch, glaube ich, deutlich besser gewesen. Ja, der ist nicht knackig genug. Aber ich muss auch sagen, für sieben Millionen war ich schon auch echt noch überrascht aufgrund der Qualität.

Weil ich finde auch, also da habe ich schon wirklich deutlich, deutlich beschissene Rettinos gesehen. Es schwankt halt sehr. Es gibt Szenen, finde ich, die sehen echt gut aus. Es gibt Szenen, da fügen sie sich überhaupt nicht ins Gesamtbild ein. Da siehst du, dass die einfach draufgesetzt sind. Aber irgendwie habe ich ein bisschen Respekt davor, wenn man sich mal die Vita von dem anguckt. Der macht ja nur so Filme. Der macht ja nur so Monsterkram und so. Und alles ist irgendwie selbst finanziert und alles irgendwie mit seiner eigenen Produktionsfirma. Und ich glaube schon, dass das jemand ist, der krass Bock hat und Genre liebt.

Aber dem fehlt halt wirklich jemand, der am Ende noch mal drüber guckt. So klingt das alles ein bisschen.

Aber so in der Kernessenz, muss ich auch sagen, hat mit Primitive War schon Spaß gemacht.

Ja, ich finde auch, dass das so wieder einer dieser guten, schlechten Filme ist, wo man klar erkennt, dass die Leute Bock drauf hatten. Also hier wird deutlich mehr als nötig gemacht. Weil das ist ja auch diese Angst, die man gerade jetzt, wo Public Domain-Rechte und so abgelaufen sind und einfach nur noch die Grundidee dann anscheinend ausreichen muss, um einen Film zu verkaufen. Und hier wäre ja auch so dieses Dinosaurier im Vietnamkrieg, hört man. Aber man hat schon so im Hinterkopf, es wird nicht mehr als nötig gemacht, weil diese Idee ist ja so crazy, das reicht ja bestimmt. Aber hier wird schon viel gemacht. Also auch wie das Finale dann noch mal auftritt. Ich hatte nicht gedacht, dass das noch mal relativ groß wird. Und auch, dass die Kohle noch für Post-Credit-Scenes reicht und so. Also es ist schon alles angenehm unbekümmert, aber was André schon gesagt hat, ey, lass die Charakterisierung weg oder mach sie besser, weil das ist auch ein großer Vorteil des Films, dass der sich ja völlig ernst nimmt. Also hier ist nichts augenzwinkernd oder so, das mochte ich, aber dass Filme, die sich ernst nehmen, automatisch bedeutet, ja okay, dann gehen sie deutlich über zwei Stunden, das ist halt auch so eine merkwürdige Fehlentwicklung, weil du kannst auch dich ernst nehmen und gute Charaktere zeichnen, ohne 133 Minuten gehen zu müssen. Und wenn du schon diesen Weg gehst, den du dann halt trotzdem gehst, entgegen all dieser Ratschläge, die wir jetzt abgegeben haben, dann darfst du halt nicht noch obendrein so einen Jeremy Piven da reinknallen, der irgendwie hier seinen, keine Ahnung, seinen inneren.

Hartmann channelt irgendwie. Nur anstrengend, nur anstrengend. Und dann halt wirklich eine Bullshit-Rede nach der anderen ablässt. Also wirklich, ich hab nichts gegen den. Ich mag den eigentlich gerne. Entourage, ich liebe ihn in Entourage. Aber hier, das war wieder so diese typische Nervrolle für ihn, wo er halt versucht, irgendwie einen Ari Gold aufs Militär zu übertragen und dann soll er noch halbwegs cool kommen. Also wirklich, dass diese Figur.

Dass diese Figur tatsächlich noch mal, Ich weiß nicht, wie soll ich sagen? Naja, dass diese Figur durch diesen Film, durchkommt, so gesehen. Ist für mich das mit einer der größten Rätselfragen, die dieser Film ohnehin hat. Der ist nicht frei von Fragezeichen. Aber wirklich, das hätte ich nicht gedacht. Ich dachte, das ist so einer, der hier wirklich die Quittung kriegt, aber ganz richtig dicke. Der kriegt sogar eins der finalen Bilder und das ist schon hart. Und dann taucht noch mitten, also wirklich, da habe ich auch gedacht, boah, was wollt ihr denn jetzt hier noch erzählen? Ich brauche dafür ich brauche dafür eigentlich gar nicht so eine große Erklärung, aber dann kommt dann mitten im Dschungel noch diese Frau und ich denke so, was hat denn die Frau jetzt hier zu suchen? Wir brauchen noch hier kein Love Interest oder sonst irgendwas. Ich habe mich dann natürlich gefreut. Battlestar Galactica Fans dürfen sich ebenfalls freuen. Tische Helfer mal wieder zu sehen. Habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Ist auch meiner Ansicht nach bekanntestes Gesicht hier in diesem Film. Aber auch sie, bei allem Ernst, den sie da in die Rolle legt, es ist schon ein bisschen undankbar, was sie da sagen muss. Und alle schlimmen Akzente, die alle geschauscht gestellt werden müssen. Ja. Und vor allem, ich weiß nicht, ich hab den jetzt halt auch in der deutschen Synchro gesehen, da widerspricht sich das irgendwie für mich ein bisschen.

Weil da sagt sie, sie kommt aus Deutschland oder sie ist in Ostdeutschland geboren und später sagt sie, ich bin Russen. Ja, was denn jetzt? Ja, im Original sagt sie, glaube ich, sie ist Ostpreußin oder sowas. Ostpreußin? Okay.

Ja, ja, also es ist auch alles ganz wild. Das wird überall auch angekreidet, dass da irgendwie ganz viel irgendwie nicht ganz verstanden wurde, wo welche Dialekte und Akzente und alles herkommen. Das ist ganz, ganz wild. Das ist alles nicht richtig. Aber was ich cool finde, die deutsche Synchro hat direkt drauf geschissen und alle sprechen Deutsch. Die Russen, die Vietnamesen, die Amis, im O-Ton hast du verschiedene Sprachen drin, ja. Ich hab den Film, den Anfang... Wobei die Russen auch fast alle dann Englisch sprechen, halt eben mit so einem ganz schlimmen Akzent teilweise. Ja, den Anfang hatte ich auch im O-Ton gesehen, ich hab mir jetzt aber halt, wie gesagt, ich hatte einen Screener auf Deutsch bekommen und dementsprechend hab ich mir den mal auf Deutsch angeguckt, weil ich denke halt, dass auch ein Großteil diesen Film auf Deutsch sehen wird. Ja, die Synchro ist, naja, zweckdienlich, sagen wir mal so. Ja, aber immerhin ist er ja so erfolgreich, dass Primitive War 2 schon in Arbeit ist. Also es wurde Januar 2026 bekannt gegeben und es soll einen stärkeren Kalte-Krieg-Bezug diesmal geben. Also müssen sie ja komplett irgendwo anders hinweg sind und wenn sie dieses Konzept durchziehen, Dinosaurier in Krieg XY, sehen wir uns in zweieinhalb Jahren wieder hier um 13 Minuten drüber zu sprechen.

Ja, ich hoffe nur, dass sie dann diesmal bessere russische Endgegner oder Oberbösewichte haben. Wie hieß der hier? Ich finde es ja auch geil, dass es in der Beschreibung heißt, es geht gegen den Vietcong, aber eigentlich sind die Bösen alle Russen. Wie hieß der Oberbösewicht? Dieser General da. Logik?

Borodin. Jeremy Lindsay Taylor. Junge, der war schlecht. Der war wirklich nicht gut. Ja, menschlich ist hier wenig Positives zu vermählen. Auch du, also außer dem Bösewicht, auch wenig Totalausfälle, aber es ist schon, ja. Ja, er hat auch, muss man auch mal, also er hat auch mit dem schon benannten hier Jeremy Piven und hier Anthony Ingruber, hat auch gleich zwei Typen im Cast, die beide wegen Sexual Arrestment irgendwie Allegations hatten in den letzten Jahren. Auch, naja, war also. Aber immer noch was Positives zu sagen, trotzdem auch, was ich auch echt gut fand, dass sie bei den Dino-Designs auch mit auf so die neuesten wissenschaftlichen.

Errungenschaften, sag ich mal, geachtet haben. Das heißt, Raptoren haben Federn, selbst T-Rex hat so eine Federkragen. Also sind viele Sachen dabei, die erst in den letzten Jahren wieder durch neueste Erkenntnisse der Wissenschaft hervorkamen. Also die Designs sind angepasst, nicht die alten Jurassic Park-Dinos einfach. Das fand ich cool. Ja. Zudem, wie gesagt, ich fand auch teilweise echt, der relativ hart ist so, die auch, einige der Set Pieces sind ganz nice, ich muss sagen über den Film dann insgesamt gesehen, muss ich aber sagen, es war mir fast, das klingt so dumm bei so einem Action-B-Movie-Dino-Ding es war mir fast ein bisschen zu viel Dauergeballer irgendwann war es echt redundant, weil es wirklich, also ich hätte mir ein bisschen mehr so Dino-Crisis teilweise auch gewünscht, so ein bisschen so ein bisschen auch, sag ich mal so ein bisschen Anspannung mehr, so ein bisschen Düsternis so ein bisschen auch so mehr Survival, Aber es war dann halt doch so echt auch mehr Shoot'em up mit Dinos. Also sobald Dinos kommen, wird aus allen Rohren nur gefeuert. Alle haben Automunny irgendwie immer weiter. Das war mir dann irgendwann auch über die Laufzeit natürlich wieder echt irgendwann ein bisschen redundant, dass da wirklich nur geballert wird am laufenden Band irgendwo.

Das ist halt, weil der Vietnamkrieg, ne? Ja, aber das ist, was ich meine. Dass wir hier im Podcast mal nur geballert als negativ sehen, macht mich traurig. Ein bisschen mehr Momente. Muss ich auch sagen, kann ich jetzt nicht so unterstützen. Ein bisschen mehr so Dinos, die halt auch mal stalken und irgendwie so ein bisschen mehr Horror noch so ein bisschen. Wäre nice gewesen. Zumindest ab und zu mal so als Pause. So ein bisschen mehr Spannungsmomente, wo Dinos eher lau auflauern und Überraschungen und irgendwie ein bisschen Spannung. Das wäre cool gewesen. Es ist halt wirklich rein mehr Action-Geballer mit Ghaul. Ja, stimmt schon. Und dafür, dass der Film dann auch aus Kostengründen oft in eher dunkleren Zeiträumen des Tages spielt, hätte man mehr so Horrorsachen reinpacken können. Das hätte ich noch nice gefunden, so als Auflockerung. Weil es halt wirklich schon Dauerfeuer ist irgendwann. Ja, die Szene, wie der eine Russe von den Kopf abgebissen bekommt, so in dem Stil, wäre vielleicht auch ganz cool gewesen. Ja, du meinst, was aus dem Busch rauskommt. Genau, wo aus dem Busch rauskommt. Das fand ich nice, die Szene, die fand ich richtig geil.

Und dann auch, und hier auch wieder, zu viel. zu viel, zu viel. Es gibt diese schöne Tunnel-Ratten-Szene. Das fand ich eine coole Idee. Ja, die war auch geil. Als jemand, der halt ein großer Fan der Serie Nam Dienst in Vietnam war und den Film auch immer gerne wieder zugeguckt hat. Ich mochte dieses ganze Tunnel-kriechende Ding, auch mit der Ego-Perspektive oder mit der Dollycam Nee, wie heißt die? Die vor allem ist, das ist nicht Dollycam, wie heißt die? Egal, aber ihr wisst, was ich meine, wo die Kamera quasi so direkt vor dem Gesicht hängt. Ach so, ja.

Das fand ich eine coole Idee, aber dann packt doch da nicht irgendwie acht Millionen Raptor-Viecher rein oder Mini-Raptoren rein, sondern vielleicht halt nur so zwei, drei, die da halt in der Dunkelheit irgendwie angreifen. So was meine ich, ja. Ja, ich meine, der Film wurde halt von Spark, wurde halt auch geschnitten, die Kamera gemacht. Der macht alles selber, das ist halt krass. Der macht halt irgendwie, die Kamera hat er nicht gemacht, Entschuldigung, das will ich jetzt sagen. Nee, die Kamera nicht, aber sonst so Editing und alles sind teilweise perfekt und so. Genau, das hat, das macht der alles selbst und da muss ich halt sagen, hey, coole Idee auch mit den Lichtblitzen und so, weil man dann halt ein bisschen was sieht, aber doch nicht so viel und doch nicht so hektisch. So, nicht so hektisch. Das ist das, was ich meine, es wirkt halt echt wie so ein Videogame, wo so ein Spawnpoint ist und dann einfach immer weiter, immer weiter, ohne Pause, einfach Viecher spawnen lassen, so. Das ist halt wie bei Starship Troopers, wenn die Bugs da das vorstürmen. Es gibt einfach kein Ende irgendwo. Das hätte ich irgendwie ein bisschen reduzieren, ein bisschen dedizierter, ein bisschen klarer. Wie Daniel sagt, lieber drei, vier Viecher, die sind gefährlich. Und nicht einfach nur, wie du es aus einem Loch einfach unlimited Dino spawnen lässt, die man einfach wegballern muss. Das war mir irgendwie so ein bisschen zu redundant, ja. Das fand ich auch beim Finale dann leider echt ein bisschen affig so.

Das fand ich aber ganz geil inszeniert. Ja, aber die Kamera fliegt fünfmal auf die Gruppe vor dem Hubschrauber zu. Und du siehst halt echt fünfmal, wie eine Million Raptoren da angerannt kommen. Und eigentlich müsste da schon so ein Riesenhaufen liegen. Trotzdem rennen sie drum rum oder schaffen es nicht, die so zu überrollen. Das fand ich ein bisschen merkwürdig. Ja, ja, das war schon. Wie gesagt, das ist ein bisschen fragwürdige Entscheidungen da. Aber ich war auch, und da gebe ich Tino recht, ich war auch überrascht, wie der Film dann plötzlich nochmal so richtig aus dem Vollen holt. Also dass er halt nochmal so richtig große Bilder anbietet und richtig viel Action. Ich wäre auch, ich war schon drauf vorbereitet, es gibt noch einen Faustkampf, Mensch gegen Raptor und dann ist der Film vorbei, dass so der Ober-Raptor so eineinhalbmal so groß ist wie die normalen, der wird dann irgendwie totgeprügelt, Abspann. Ja, ich fand halt... Also ich hatte deutlich weniger erwartet. Ich fand halt lustig, wie dieser eine schwarze Sergeant die ganze Zeit mit seinem Katana oder mit seiner Machete da rumfummelt und rumfuchtelt und die Viecher halt irgendwie trifft und er aber halt wahrscheinlich nicht so wirklich wusste, wo die sich befinden. Also er hat wahrscheinlich in der Gegend rumgehauen und dann wurden die Viecher erst da reingemacht, reingefeuert. Ja, wahrscheinlich gesagt, so einen Meter unterm Tennisball lang schlagen beim Dreh. Ja, ja.

Aber ich muss auch sagen, ich war schon überrascht. Ich war am Anfang ein bisschen schockiert, als ich diese Stock-Footage- Hubschrauber über den Hügel fliegen sehe. So, weil sie alle gleich aussahen, alle die gleiche Flugbewegung haben. Aber da hab ich mir gedacht, okay, da versucht einer mit seinen Mitteln eben zu haushalten und mit dem Soundtrack dann auch. Und ich fand wirklich diese ... Diese Montage, wo dieses Run through the Jungle läuft und sie dann wie Forrest Gump quasi an den Brontosauriern vorbeilaufen und so, das hat alles seinen Charme gehabt. Ja.

Der macht halt viel richtig, aber eben auch viel falsch. Ich war super unterhalten. Und eigentlich, wie wir schon gesagt haben, die Formel ist ja eigentlich so No-Brainer. Ja. Dinos, Gore, vor allem, auch noch mal zu sagen, endlich mal wieder einen Dino-Film, der eben nicht so auf Family gemacht ist, sondern auch wirklich mal einen Dino-Film mit Härte. Da haben wir ja nicht so oft, muss man ja auch mal sagen. Vor allem gut gemachte. Dinos im Mainstream sind ja, siehe die ganze Jurassic-Reihe, da gibt's halt nicht zu viel. Da wird jetzt nicht mal jemand mal komplett in der Mitte durchgebissen blutig. Wie hier. Das ist ja auch mal wieder cool zu sehen, dass auch Dinos mal wieder wirklich mal ein bisschen metzeln dürfen. Aber halt wirklich, der muss halt wirklich eingekürzt werden, der muss wörtwörtlich Federn lassen. Die Federn, die die Raptoren dran haben, muss der Film auch Federn lassen. Ja, weil das inzwischen ist man ja an so einem.

Punkt, wo man so Filme relativ günstig produzieren kann. Weil das war ja alles, was bei Jurassic Park immer genervt hat, dass man versteht, dass die so teuer sind, dass die Raptoren halt keine Köpfe abbeißen können. Das, was man gerne sehen wollen würde, geht nicht, weil die Filme so viel Geld einspielen müssen. Aber inzwischen geht's halt. Und das ist halt Nice.

Ja, und wie du vorhin gesagt hast am Anfang, wirklich den als knackigen 90-Minüter Ballast runter, einen besseren Schnitt irgendwie. Und das Ding ist absolut ein solide Trash. Trash kann man nicht mal sagen, also B-Movie-Unterhaltung. Ja, eben, also gerade weil er sich ja ernst nimmt und auch nicht so Trash. Also es wird immer dann ein bisschen Trashy, wenn er versucht, hier das große menschliche Drama zu erzeugen. Weil dafür ist man halt leider nicht da. Und man würde ja trotzdem denken, ach, dafür bin ich nicht da. Aber es ergreift mich jetzt gerade, wenn es halt ergreifen würde, wenn es aber nicht dieses 0815-Zeug wäre. Das hat, finde ich, War Machine auch nicht deutlich besser hinbekommen, aber da halt wenigstens drauf verzichtet, jetzt zu große menschliche Dramen, bis auf dieses, mein Bruder ist tot, bla bla bla, das mal so zu zeichnen. Ja, aber War Machine war kurzweiliger und man muss es halt sagen. Ja, genau, also War Machine und Primitive War sind halt zwei so Filme, wo ich nie sagen würde, die empfehle ich irgendjemandem, aber natürlich gucke ich das gern. Naja, ich finde War Machine oder Primitive War, das wären für mich die prädestinierten Coupé-Filme gewesen. Also die hätte ich in einer Ausgabe Coupé, hätte ich die auf jeden Fall drin gehabt. Klar, ich hätte die von meinem 11. bis 14. Geburtstag jedes Jahr gezeigt. So wurde halt im Land der Raketenwürmer geguckt. Genau.

Und ich hätte auch und in der Videothek, ich hätte auf jeden Fall diesen Film schon gewusst, an welche Leute ich diesen Film geben kann. Ja gut, das hätte ich auch gewusst, aber so ist halt wieder so ein Film, den man empfiehlt und dann kommt noch zwei Minuten Einschränkungen, wie wir jetzt halt auch hier so irgendwie allen empfehlen wollen, den zu gucken, weil der schon viele positive Sachen hat. Gleichzeitig möchten wir aber nicht die Dudes sein, die so einen Film empfohlen haben.

Aber ich möchte auch sagen, also so ein Primitive War hätte ich mir auch auf dem FFF gewünscht. Also den im Kino als Rausschmeißerarm so um 10, alter, mega geil. Das macht bestimmt Bock, so. Das will ich auch nicht sagen. Also von daher, ja, ist echt so ein zweischneidiges Ding, aber wenn man sich darauf einlässt, so, dann kann man damit schon seinen Spaß haben. Also schlecht ist er ganz bestimmt nicht. Nee, nee, da gab's deutlich lustloseres Kino, das deutlich mehr gekostet hat in den letzten Jahren, sag ich mal. Ja, wie wir schon gesagt haben, man merkt zumindest, die Macher hat einen Bock, das glaube ich ihm schon. Also da steckt schon jemand drin, der richtig Herzblut hat's schon. Der vielleicht halt einfach nur noch so ein bisschen seine Formel noch finden muss oder beziehungsweise, wie gesagt, jemanden braucht, der vielleicht mal mit drauf kommt. Ja. Und ja, Trisha Helfer ist ja nicht der erste Film, den sie mit ihm gemacht hat. Ich denke mal, die werden wir dann auch in der Fortsetzung nochmal sehen. Ja, wahrscheinlich. Und ja, wie gesagt, diese Bücher sind scheinbar wirklich erfolgreich. Also das wundert mich da nicht, dass da wirklich auch viel drauf Bock hat. Warum gibt der Autor dann die Lizenz an sowas ab? Keine Ahnung, ich hab aber gelesen, ich hab mal auf die Socials vom Autor geguckt, der war auf der Premiere vom Film und der hat gesagt, der fand den Film mega.

Er meinte, es gab ein paar, also der Regisseur, der Spark, hat ja das Drehbuch geschrieben und der hat halt ein paar, also der Autor von den Büchern meinte, ein paar Sachen sind geändert worden zum Buch, das fand er nicht so gut, aber andere Sachen, die geändert wurden hingegen, fand er sogar sehr gut. Also, und insgesamt meinte er, das wäre seiner Vorlage sehr gerecht und er hatte einen Riesenspaß. Okay, dann... Kann ja auch Marketing-Dinge sein, ne? Aber ich mein, wenn der Autor das Scheiße finden würde, würde er schon sagen. Naja, nee, nee, nee. Stephen King hat so eine Dark Tower auch nichts gesagt. Ja, okay.

Also, ne? Da sind wir, glaube ich, ein bisschen, da müssen wir ein bisschen vorsichtiger sein. Ja, ja, das stimmt, das stimmt. Aber der Autor hat zumindest, auf Social hat es zumindest geschrieben, er mochte es, aber ja. Ja, ey, ist ja fein. Ist ja wirklich fein. Vielleicht steckt er mit drin mit der Kohle und so. Und wenn aus den 7 Millionen vielleicht 20 geworden sind, dann freu ich mich.

Weil vielleicht können wir... Genau, vielleicht kann die Fortsetzung das Doppelte kosten und dann wird's alles noch ein bisschen besser. Genau. Und ich muss auch mal sagen, also ich fand das auch mit den Dinos, dass sie stellenweise erstaunlich gut aussahen. Ich glaube, hin und wieder waren sogar Animatronics im Spiel. Hade ich zumindest hier und da ein, zweimal den Eindruck, dass da auch haptische Viecher waren so. Aber selbst wenn nicht, Ja, manchmal, einmal war lustig, da gab's diese Szene mit dem T-Rex, zwei Jungs rennen vor diesem T-Rex weg und verstecken sich dann hinter so einem Baumstamm. Und dieser T-Rex, der sabbert wohl die ganze Zeit, wenn ich das richtig noch gesehen habe. Aber vor diesem Sabber kriegst du halt keinerlei Physis mit. Oder Physik mit. Und das fand ich schon wieder lustig, weil da hat man halt gemerkt, okay, welche Szene haben sie vor Ort gedreht? Und das ist wieder schön. Sie haben eine Menge vor Ort gedreht und nicht eben irgendwo im Greenscreen oder Stagecraft. Und welche Szene wurde, oder was wurde halt hinzugefügt? Und da muss man sagen, immerhin haben sie es so gemacht. Immerhin haben sie es so gemacht. Ja, auf jeden Fall. Wie gesagt, es schwankt halt. Du hast halt manchmal, zum Beispiel, ich fand ja auch diesen Dino-Friedhof, fand ich mega geil von der Atmo, aber wenn sie dann zum Beispiel später mit dem Boot den Fluss runterfahren, du siehst im Hintergrund am Ufer diese ganzen Dinos, die sind halt aus wie reingestanzt, wie so Sticker draufgesetzt. Also es schwankt halt sehr. Obwohl ich diese Apocalypse Now Referenz auch schon irgendwie mochte. Die war halt wieder viel zu lang, viel zu viel. Ja, ja.

Und das ist auch noch das Geilste, dann muss Tischer Helfer noch so einen Mini-Entzug irgendwie zwischendurch absolvieren, wo ich gedacht hab, Alter, spart euch doch jetzt auch den Scheiß. Aber gut. Wie es deutlich knackiger geht, beweist ja dann halt der nächste Film. Ja stimmt, der auch nur einen Filter als einzigen Spezialeffekt hat.

Naja, aber so schlimm ist es nicht. Ich hab mir jetzt nochmal rewatcht. Also da ist Traffic in Soderbergh deutlich krasser. Das stimmt, das stimmt, ja. So, denn dieser Tage läuft nochmal ein Film im Kino. Ich glaube, da sind wir uns alle einig, dass der schon ganz cool ist. Sicario von Denis Villeneuve. Falls ihr ihn noch nicht gesehen habt, folgt jetzt hier eine kurze inhaltliche Zusammenfassung. Nein, eine kurze Inhaltsangabe. Nachdem die idealistische FBI-Agentin Kate Maser im Geheimversteck eines Drogenkartells einen grausamen Fund macht, meldet sie sich zu einer internationalen Taskforce. Ihr erster Einsatz führt Kate direkt in das Grenzgebiet zwischen Arizona und Mexiko, wo sich ein routinierter Gefangentransfer als gefährlicher Hinterhalt entpuckt. Kate stößt an ihre moralischen Grenzen. Das ist alles, was hier steht.

Okay. Es geht natürlich noch weiter, denn Kate wird einem Mann namens Matt unterstellt und dieser Mann arbeitet mit einem anderen Mann, einem Mexikaner namens Alejandro zusammen und beide geben sich äußerst mysteriös und Kate muss halt jetzt mal rausfinden oder muss halt auch so nach und nach erst feststellen, was die beiden vorhaben und wie sie bereit sind es zu tun, und ich muss echt sagen, ich bin froh dass ich diesen Film jetzt nochmal, zur Auffrischung mir angeschaut habe denn da waren doch ein paar Sachen drin, die hatte ich echt nicht mehr in Erinnerung beziehungsweise so auch so ein paar Abläufe, wo ich gedacht habe, wie kam das und das nochmal zustande, und dann muss ich sagen, ja der Film ist eigentlich doch relativ, flott dafür, dass er halt teilweise diese, sehr auf Spannung und Anspannung setzt. Ja.

Also er wirkt aus heutiger Sicht, das ist aber auch glaube ich eher ein Zeichen sowohl dafür, was für einen Einfluss er gehabt hat und wie sehr sich auch die Darstellung so von Politthriller und Politthriller Serien verändert hat, schon recht simpel in dem, was er zeigt. Aber diese Spannungsdramaturgie und wie er dieses, moralische Thema aufmacht, wirkt glaube ich jetzt noch umso stärker, finde ich, gerade weil man jetzt auch merkt, okay, politisch hat der Film gar nicht so viel zu sagen, was man eben auch ein bisschen als Schwäche auslegen kann, beziehungsweise als Vereinfachung, aber so beim wiederholten Sehen, finde ich, es geht ihm vielmehr um dieses moralische Loch, in dem gerade die Hauptfigur immer mehr verschwindet. Und ich war so beim wiederholten Sehen jetzt sehr überrascht davon, weil das habe ich natürlich auch so unbewusst mitgenommen, aber wenn man mal drauf achtet, wie sehr der Film von Kate weggeht im letzten Drittel.

Also sie wird ja als Hauptfigur eingeführt, aber irgendwann ist ja Alejandro die Hauptfigur, mehr oder weniger. Und sie ist ja gar nicht mehr so dieses Subjekt der ganzen Operation, sondern fast mehr wie so ein Alibi dabei und spielt so ein bisschen den moralischen Kontrastkörper. Das fand ich schon echt stark, dass sie so als Hauptfigur aus ihrem eigenen Film mehr oder weniger rausverschwindet, beziehungsweise immer weniger handlungsrelevant wird, immer weniger handeln kann, sondern nur noch reagiert, während Alejandro das immer mehr übernimmt. Also das fand ich so als politisches Statement, wie den handelnden Behörden irgendwie so das Heft aus der Hand genommen wird, das fand ich sehr stark. Ja, weil auch, das ist das finde ich, also beziehungsweise lustig, da habe ich halt wirklich auch irgendwie drüber nachgedacht und ich weiß auch gar nicht warum, ob ich mir damals, als ich den Film zum ersten Mal gesehen habe, aufgrund der Faszination und der Begeisterung für diesen Film diese Gedanken nie gemacht habe, aber ja, ich meine, der Film heißt eigentlich Sicario. Wer ist denn der Sicario in diesem Film? Das ist ja Alejandro, das ist ja Benicio. Ja, und.

Ich weiß noch dann, als der zweite Teil dann ja auch kam, der ja noch mal deutlich mehr klar macht, dass er die Hauptfigur oder die eigentliche Figur im Zentrum hier ist, weiß ich noch, wie Leute halt irgendwie den zweiten gar nicht mehr so mochten. Und meiner Ansicht nach, das ist mir halt dann erst so beim zweiten aufgefallen, ja, weil eben genau das fehlt, was den ersten wahrscheinlich noch einsteigerfreundlich macht, nämlich diese Figur von Kate, also Emily Blunt, die uns als Zuschauer ja mit in diese Welt reinnimmt. Also sie ist ja unser Gateway und wir sind ja quasi fast die ganze Zeit auf ihrer Seite. Ja. Nur um dann halt...

Ja, also nur kurz den einen Satz zu Ende. Und da würde ich halt ein bisschen widersprechen, nur um dann halt eine doch sehr ernüchternde Bilanz am Ende zu ziehen. Weil ich glaube, ja, es ist nicht so die politische Dimension, in die er vordringt, der Film, Aber das, was er am Ende sagt, ist schon politisch. Denn eigentlich ist der Kampf verloren. Ja, und das ist, ich verstehe, dass man das dem Film, und vielleicht mache ich es in fünf Jahren auch wieder zum Vorwurf, was aber auch nur zeigt, dass der Film immer wieder anders lesbar ist, je nachdem, wie man gerade selber so aktuelle Weltpolitik betrachtet. Weil du kriegst ja am Anfang so dieses, gezeigt, dass du so irgendwie eine reststaatlich denkende Figur in einer Welt voller Verbrechen siehst, die auch für diese Figur neu ist. Sie ist zwar Polizistin, aber diese Dimensionen sind für sie auch neu. Und du kriegst also so, Sicario verspricht dir erst so eine weibliche Perspektive auf Geheimdienstlogik, Macht und Krieg. Und dann wird diese Perspektive immer weiter zurückgenommen und so eine mythologische oder so eine mystisch aufgeladene Männerfigur übernimmt. Aber was du halt auch schon gesagt hast, das zeigt ja, der Kampf ist verloren. Und diese Sicarios haben eigentlich so das Sagen. Ich verstehe, dass das viele Leute auch frustriert. Aber gleichzeitig... Verhehlt der Film ja dann dadurch auch nicht, dass es auch eine frustrierende Situation einfach ist.

Deswegen, ich verstehe diese Kritik daran, dass der weibliche Charakter und dass der Film das aus einer weiblichen Sicht rauszeigen will und sie ja gleichzeitig auch als eine taffe Person mit eigener Agenda macht. Sie ist ja sehr handlungsorientiert, die ersten 60 Minuten bzw. Die ersten zwei Drittel. Und dann wird sie ja systematisch aus ihrer eigenen Story rausgepresst. Aber in diesem Wort systematisch steckt ja schon das Problem, das Gesamten, was dahinter steckt drin. Und das kann man nicht wirklich, klar kann man es dem Film auch zum Vorwurf machen, aber dann hätte er auch irgendwie wieder Mythenbildung betreiben müssen, sozusagen, ja, ja, so eine einzelne Person, die aus Amerika rüberkommt, die kann das schon alles regeln. Aber da hat er ja einen viel pessimistischeren Blick einfach drauf. Und ich finde, das beschreibt eigentlich die am besten, wirklich am allerbesten die Szene, wenn sie zu diesem ersten Einsatz mitkommt, also direkt kurz mit ihrer Rekrutierung. Und dann kommt sie ja zu dieser Einsatzbesprechung, wo halt schon die Texas Ranger, die, was weiß ich, die EA-Truppen und noch irgendwelche Seals oder sonst irgendwelche Spezialeinheitsjungs da rumhocken. Und dann kommt hier Alejandro und Matt kommen auch noch an und setzen sich da hin. Und dann wird ja erst mal dieser ganze Alpha-Männer-Talk da irgendwie ausgetauscht. So und Brolin darf auch noch so einen sagen so von wegen hast du den Schnaps dabei, falls du einen Tattrigen kriegst und so.

Also wirklich und sie sitzt da ja wirklich mittendrin so und ich finde die Szene zeigt schon alles, das zeigt halt das gesamte Problem, selbst wenn die Frau wirklich mit den absolut krassesten Fähigkeiten und der absolut ehrlichsten Absicht dahin kommen würde, Wie willst du es machen? Ja, genau. Also das zeigt der Film ja, dass du halt, du kannst deine Moral und deine Ideale intakt halten, aber so ein System wird dich trotzdem, wenn es dich nicht korrumpieren kann, benutzt es sich halt einfach. Ja, genau. Ja, und vor allem halt, also du hast eben schon gesagt, die Blanzfigur ist glaube ich halt, also im ersten Teil dient sie ja wirklich einmal so als seichten Einstieg. Und es ist ja dann eben so ein One-Trick-Pony, dass du dann eben während des Films ja merkst, dass sie eigentlich nichts zu melden hat, was ja dann die Message ja auch dahinter ist. Und deswegen ist sie im Zweiten auch nicht dabei gewesen, weil du hättest halt den gleichen Film nochmal gedreht. Du hättest den gleichen Trick nochmal gemacht. Das war halt auserzählt. Deswegen, das war im ersten Teil, ist es einmal klar gemacht worden, wie es läuft. Und der Zweite hat ja dann darauf genau weiter aufgebaut. Deswegen hätte das ja keinen Sinn gemacht, so eine Figur nochmal einzubauen.

Und zudem geht es ja auch vor allem hier auch viel darum, dass sie, sie ist ja auch nur da, damit quasi, sie als offizieller Player dabei ist aber eigentlich damit sie im gleichen Moment auch schon wieder ausgeladen wird, also sie ist ja nur eben so als zum Vorzeigen ja ja, wir arbeiten mit denen zusammen, offiziell, damit es nach außen schön aussieht aber eigentlich ist sie eben nur dafür da, so als Dummy damit sie gleich dann im nächsten Moment eigentlich so ja ja, lass das mal die Profis machen, also nicht nur damit sie schön aussieht oder damit es schön aussieht, sondern das ist ja ihre also die offizielle nicht sie schön aussieht, sondern damit es offiziell aussieht.

So wie sie es ja am Ende sagen, es ist dadurch ja offiziell. Dadurch, dass das FBI mit dabei ist, darf die CIA quasi auf eigenem Boden agieren. Genau. Und das ist ja, sie ist nur ein Vehikel, ein Ventil dafür, um diesen Türöffner zu haben, um dieses Brief und Siegel zu haben, um zu agieren, operieren zu dürfen. Aber sie als Person hat eigentlich von Anfang an keine Chance, nichts zu melden. Ja, und das wird erst später dann klar. Das ist krass, wie dir jetzt immer klar wird. Ja, ja, das ist wirklich gut gemacht. Und das macht es auch so geil, wenn du den Film nochmal siehst. Ja, ja, absolut, genau. Ist auch ein Film, finde ich, der dem Rewatch immer standhält. Ich hab den jetzt, glaube ich, bestimmt schon vier Mal gesehen. Der wird nicht, Kein Deutschlechter, in keinem, das ist wirklich krass, der hält dem Rewatch immer stand.

Und diese Darstellung von Mexiko als so ein Höllenraum, das ist natürlich sehr kritisch zu betrachten. Was aber nicht bedeutet, dass man sich trotzdem im Rahmen eines Filmes genießen und auch gut finden kann. Es muss einem nur bewusst sein, dass der Film natürlich dann einen sehr eindimensionalen Blick drauf wirft, eben um seine Agenda und sein Thema noch deutlicher zu betonen, dass dieser Kampf halt wichtig und geführt werden muss. Also der Bürgermeister von dieser Region ist ja dann auch auf die Barrikaden gegangen, hat gesagt, ey, man muss den Film irgendwie boykottieren, weil hier sterben gar nicht mehr so viele Leute wie damals. Und in dem Jahr, wo sie gedreht haben, war es auch einer der niedrigsten Mordraten. Aber dann haben auch wieder Bewohner der Stadt gesagt, der Bürgermeister hat hier halt schon recht. Aber wo war eigentlich seine Empörung, als hier noch 10.000 Leute pro Jahr gestorben sind, da ist er auch nicht auf die Barrikaden gegangen. Also es ist halt auch wieder dieses Segen und Fluch, dass so ein Film da.

Da Aufmerksamkeit draufbringt. Aber natürlich ist das auch die Art von Film, die unser Bild, wenn wir selber nie vor Ort waren, prägen. Weil wenn ich an Mexiko denke, habe ich halt leider diesen Filter vor Augen, den ich dann immer nachträglich noch so korrigieren muss, indem ich wieder auf den Undo-Button in meinem Kopf klicke. Bloß auch diese Drogenkriminalität. Also das ist schon früher im Kalten Krieg haben diese ganzen Paranoia-Spionage-Thriller unser Bild von Russland geprägt. Jetzt sind halt diese Drogen-Thriller, die sehr das Bild von Mexiko prägen, aber das kann man nie dem einzelnen Film zum Vorwurf machen. Also ich meine, es ist ja kein Film über jetzt zum Beispiel die Theaterszene in Mexiko oder einen Fußballverein, der irgendwie vorankommt. Ja, aber er zeigt ja nie normales Leben da. Ja, aber das ist ja auch kein Film über das normale Leben in Mexiko, es ist das Film über eine Spezialeinheit beziehungsweise über eine FBI-Agentin, die halt im.

Drogenverbrechensmilieu Die fahren da halt nicht rüber, um in die Oper zu gehen. Ja, genau, aber trotzdem findet da ja auch normales Leben statt. Und in anderen Filmen, die irgendwas zeigen oder so, auch True Detective zeigt da, dass da auch normales Leben herrscht oder so in diesem Serienkiller-Film. Also es wäre möglich, ich verstehe aber aus inszenatorischer Sicht, warum man sich dagegen entscheidet, weil der Film ja stark mit Rotoren in Zeitlupe, dieser Soundtrack von Johansson, dieses Biest. Also der ganze Film setzt ja sehr stark auch auf große Momente, große Töne und ist nicht an Zwischentönen interessiert. Und vor allem halt um diese dauerhafte Anspannung. Also, es war sehr wichtig, dass der Film ja im Grunde keine Sekunde ruhig atmen lässt. Und ich glaube, auch deswegen gibt es nicht so einen Auflösmoment, Auflockermoment, der sowas zeigt, weil der wirklich ja überhaupt nicht ablässt von dieser durchgehenden Grundspannung. Ja genau, das ist die größte Stärke vom Film, aber natürlich dann auch die größte Schwäche, weil man ihn dafür angreifen könnte, aber es verfehlt irgendwie das Thema, wenn man da zu sehr angreift. Also, ich sag mal so, die Szene am Grenzübergang. Sind wir uns ja einig, das ist mit einer der geilsten Szenen im ganzen Film. Und die Überfahrt später, ja. Aber ja, die Szene am Grenzeübergang. Lass die an der Grenze DDR Westdeutschland spielen. Mit dem reichen Sound. Mit den gleichen Positionen. Sie wird immer noch funktionieren.

Ja, aber sie wäre, glaube ich, auch lustiger. Die Leute würde es auch mal, man würde irgendjemanden lustig sechisch reden lassen. es würde ein Duftbaum an einem Spiegel gezeigt werden, es wäre irgendein Moment, der die Spannung unterbrechen würde. Nein. Ja, weiß ich. Pass auf, andere Beispiel, Grenzübergang, was weiß ich, Tunesien, nee, das ist auch scheiße.

Nord- und Südkorea. Zum Beispiel. Grenzübergang, Nord- und Südkorea. Gleiche Szene mit der Musik, mit dem Aufbau, die müssen da rüber, zack, zack, zack. Würde auch da funktionieren. Ja, aber du weißt halt immer, wer der Gute und wer der Böse ist. Such zwei Länder, wo wir nicht wissen genau, wen wir jetzt gut, wen wir böse finden sollen und dann wird es halt schon anders. Frankreich, Italien. Frankreich, die haben keine Grenze. Ja, gut, Test bestanden. Nee, aber halt Spanien, Italien, wo du so auch so einen Übergang, aber du würdest nicht eins der beiden Länder es eindeutig böser wahrnehmen, weil es vorher schon so inszeniert worden wäre. Naja, aber wir gehen ja jetzt nicht Land gegen Land. Hier geht es ja wirklich um Verbrechen. Ich finde schon, dass es hier Land gegen Land schon deutlich zeigt.

Naja, weiß ich nicht. Also es geht ja hier in erster Linie um Verbrechen gegen Gesetz oder Gesetz gegen Verbrechen. Beziehungsweise ein Land gegen ein Land, das andere Land ist halt böse, weil da die Drogenhändler Ortseingang lagern und nach Amerika eindringen wollen. Also ja, es ist halt dramaturgisch überspitzt, was ich dem Film ja auch zugestehe aber es ist schon dass die Spannung zum Großteil auch daraus resultiert, dass eben da keinerlei Graustufen zugelassen werden, nur bei den Figuren, also nur bei der Hauptfigur werden halt moralische Graustufen zugelassen als andere ist halt schwarz-weiß beziehungsweise orange, finde ich nicht ganz weil Brolin zum Beispiel auch sagt, dass das Problem jetzt auch darin besteht, dass ein Viertel oder so oder jeder zweite Amerikaner halt eben die Nase da reinhält. So, da gibt es diesen, also der sagt es halt, benennt es halt schon, das Problem ist halt einfach, dass die Amerikaner oder wir alle zu viel Drogen nehmen und diesen Markt weiter am Leben erhalten. So, aber also ich weiß nicht, ich finde nicht, dass da unbedingt irgendwer groß von Schuld freigesprochen wird.

Nee, es wird nicht, aber das ist immer so, du kannst das so einmal in so einem Satz hin behaupten, aber ich sehe ja auch, was für Filme wegen irgendwelcher Themen angegriffen werden, die auch versuchen, sich so in Graustufen zu bewegen, während dann halt hier bei dem Film, weil er so wirkungsvoll ist, dann ihm irgendwie zugestanden wird, dass diese Wirkung nicht auch daraus passieren würde, dass halt vieles irgendwie relativ eindeutig hingestellt wird. Und wie gesagt, dem ist es ja auch mehr interessiert, diesen moralischen Zwiespalter-Hauptfigur darzustellen, als jetzt.

Wirklich glaubwürdigen Konflikt hinzustellen, sondern es geht ja quasi wirklich eher um ihre innere Zerrissenheit und wie sie ausgenutzt wird von dem System. Und wenn du da viele Graustufen noch reinmachst, geht so ein Film halt wieder drei Stunden und ist nicht mehr der Film, der es eigentlich ist, sondern ist es wieder so ein Zero Dark Thirty oder so. Oder Primitive Order 3. Ja, eben.

Ja, also ich will jetzt auch nicht sagen, dass der Film wirklich ein positives Bild oder beziehungsweise positive Arbeit, Tourismusarbeit für Mexiko geleistet hat. Gar keinen Fall. Ich finde es halt immer ein bisschen schwierig. Es ist ein fiktionales Werk über einen gewissen Mikrokosmos. Ja, aber wenn ein fiktionales Werk ist, darfst du keine real existierenden Fakten reinwerfen und sagen, das, was wir hier fiktional zeigen, ist dafür verantwortlich, dass real existierende Amerikaner drogenabhängig sind. Ja, aber, ne, Fusion aus Realität und Fiktion ist ja nun mal halt schon Film. Also, da fußt ja halt nun mal Film. Ja. Und, ähm, Wie gesagt, für jeden, weiß ich nicht, Sicario gibt es auch andere Filme aus Mexiko oder halt Filme über Mexiko, die vielleicht eben nicht so hart sind. Ja, aber ob wir die kennen. Naja, und dann denke ich aber halt auch, okay, aber dann hatten Robert Rodriguez die Chance, irgendwie vielleicht ein bisschen was gerade zu rücken. Und naja, dann kriegen wir halt Once Upon a Time. Ja, macht Desperado und wir kriegen Once Upon a Time in Mexiko.

Ja, aber warum muss jemand, der in Texas geboren wurde und mexikanischen Namen hat Mexiko verteidigen. Aufgrund seiner Herkunft. Ja, er kommt aus Texas. Ja, aber jetzt ja, aber nur weil seine Eltern, ich verstehe aber den Punkt, also es ist generell ja. Ja, also und sind wir uns einig, so viel Geschichte habe ich schon mitbekommen, dass sich Texas und Mexiko ja schon gewisse Scharmütze geliefert haben um Land und Zugehörigkeit. Also dementsprechend.

Kann man das da, glaube ich, in dem Moment verstehen, was ich damit meine. Ja, ey, ne? Ich will ihn da wirklich auch nicht freisprechen. Das ist ein Film, ein Kritikpunkt, den sich Sicario gefallen lassen muss. Und das ist jetzt kein Scheiß. Das ist ja wirklich wie Pirate for. Da haben wir wieder die bösen Russen. Hier haben wir die mexikanischen Drogenhändler. Wir haben halt im Filmkosmos, wenn es um diese Themen geht, diese Feindbilder, sage ich mal, die da aufgemacht werden. Das Ding haben wir halt seit 100 Jahren. Und das haben wir ja bis jetzt so. und das Thema ist ja nun mal immer präsent. Das muss man darüber diskutieren, das muss man auch mal aufbrechen, aber gleichzeitig bin ich eben auch, ich sage, das ist aber eben genau das Vehikel, das ist dieser Mikrokosmos genau, wie so ein eigenes kleines Universum, den der Film bedienen will, aber natürlich ist er halt so präsent in unserer realen Welt versetzt und nicht auf irgendeinem Planeten, nicht in irgendeinem Dschungel mit Dinos, dass du natürlich automatisch darüber reden musst. Du kannst halt nicht sagen, den Rest der Welt gibt's halt einfach nicht, es ist halt so, aber man muss eben auch anerkennen, dass der Film genau diesen Fokus natürlich nur legt. Ja, und dieser Kritikpunkt würde ja auch nicht existieren, wenn es dem Film nicht so überzeugend gelingen würde. Also so wie man bei Trainspotting auch sagen kann, ja, irgendwie macht mir der Film Lust auf Heroin, weil er es halt so toll inszenieren kann, ist das natürlich auch ein Kritikpunkt. Aber dieser Kritikpunkt ist ja auch ein verstecktes Lob irgendwie.

Und für jeden Trainspotting gibt es ja zum Glück ein Requiem for a Dream. Ich kann auch richten Bock nach Trainspotting. direkt eine Nadel zu holen. Ein Glück war Frankfurt nicht weit.

Ja, so. Können wir sonst noch was? Also ja, weil du es eben einmal gesagt hast oder du hast den Namen schon einmal genannt, ruhe er immer noch in Frieden bzw. Wir vermissen ihn nach wie vor. Aber der Score, er ist wirklich grandios. Bombe, also wirklich dieses Allein the Beast, aber auch die restlichen Stücke, das fand ich echt wieder mal richtig cool, auch noch dann schön auf der Heimkinoanlage irgendwie durchrühren zu lassen, das ist Gänsehaut das ist einfach Gänsehaut und ja, was mir halt nochmal aufgefallen ist, das Ende das hatte ich dann tatsächlich da hatte ich so zwei, drei Sachen nicht mehr ganz so auf dem Schirm ich wusste, sie gehen in den Tunnel rein und ich wusste, was Alejandro dran macht ich wusste aber nicht mehr, was er da halt, nachdem er quasi durch den Tunnel gegangen ist und halt seinen Job da erledigt hat, wusste ich nicht mehr, was dann passiert. Und ich wusste, ich hatte auch vollkommen verdrängt, dass John Bernthal derjenige ist, mit dem Kate dann quasi nochmal so ein bisschen intim werden möchte. Das hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm. Wie, was ein cooler Cast dann auch wieder. Ich meine, da hast du noch einen Daniel Kaluuya mit dabei und Bernthal noch irgendwie in so einer Nebenrolle. Also das fand ich schon echt. Gab es jemals einen Film mit mehr Leuten aus dem MCU als Sicario?

Weil es sind schon viele. Ja. Also Joel Berntal, Brolin. Kalouja. Kalouja war ja bei Black Panther. Stimmt. Dann Emily Blunt sollte ja eigentlich Black Widow. Das ist aber rausgetroppt. Die würde ich zu 0,5 noch ins MCU reinzählen. Ja, Benicio Del Toro ist der Collector. Ja. Und dieser, das habe ich aber auch nur gerade jetzt noch gelesen, Agent Sitwell, also Maximiliano Hernandez. Der mit der Rotzbremse? Ja, ich glaube, der spielt Agent Sitwell, aber da stecke ich gar nicht tief genug im MCU drin, um zu wissen, wer es sein soll. Also ein, zwei, drei, vier, vier Leute, die halt richtige Helden spielen, Helden und dieser Typ. Schon viele, finde ich, aber es gibt bestimmt mehr Beispiele, aber es ist halt irgendwie funny zu sehen, dass da halt Thanos und The Collector und The Punisher am Start sind.

So. Was können wir drauf sagen? Das war's, oder? Das war's, glaube ich. Ja, geht rein. Also wir reden ja drüber, weil er im Rahmen der Studio-Kanal Best-of-Cinema-Reihe läuft. Genau. Den nochmal im Kino sehen, sollte man sich nicht... Falls euch das jetzt ein bisschen random vorkam, dass wir über Sicario gesprochen haben. Ja. Vor allem, wenn er noch gar nicht kennt, dann geht er auf jeden Fall direkt ins Kino. Also, dass der nochmal auf der Leinwand ballert. Der sieht doch unfassbar aus, die Systematographie ist der Wahnsinn.

Deakins hat ja bei Josh Brolin nochmal eine Mail geschrieben, weil Brolin so erschöpft war, nachdem er Everest getreten hat, dass er keinen Bock hat. Und dann hat Deakins ihm wohl eine Mail geschrieben, dass er doch mitspielen soll, weil es so ungewöhnlich ist, dass Deakins A, Mail schreibt oder sich bei Leuten generell meldet. Das ist mir nicht ganz klar geworden. Hat dann Brolin noch zugesagt.

Ja, cool. Also ein Glück. Ich finde ihn als Matt cool. Also der strahlt die richtige Mischung aus. Ach, eigentlich ist er der Typ. Aber gleichzeitig möchte er dir auch irgendwie, weiß ich nicht, die Kehle rausreißen und deine Kinder anzünden. Ja, und irgendwie ist mir aufgefallen, dass er diese Rolle eigentlich in Weapons nochmal gespielt hat.

Hm, stimmt. Ein bisschen mehr als Familienvater, der aber dann doch auch eher dazu tendiert, eine Karte rauszuholen, Sachen zu vermessen und am liebsten eine MG rauszuholen. Weißt du, dass er dieselbe Figur, vielleicht hat er sich da einfach zur Ruhe hin aufgesetzt. Das ist quasi Matt im Ruhestand. Vielleicht ist das ein Shared Universe. Das wär ja geil, Alter. Weapons ist der inoffizielle dritte Teil von Sicario, den wir nie hatten. Das passt echt ganz gut, weil der hat ja auch so einen Militär-Background und so ein bisschen, naja. Ah, nice. Ja, cool. Ja, ey, guckt euch an, bitte. Wenn ihr die Gelegenheit habt, guckt euch an. Ich hab ihn jetzt viermal gesehen, ist immer noch ein Banger. Allein The Beast nochmal mit einem schönen Surround-System und Hörn ist, glaube ich, allein jede Anstrengung wert. Ja. Gut, haben wir damit die kürzeste Folge aller Zeiten hingekriegt? Zumindest Top 10. Ob sie ganz kürzeste, das weiß ich nicht. Die kürzeste ist es nicht, nein. Nein? Schade. Wäre lustig, wenn sie durch dieses Gerede am Ende, ob es die kürzeste wäre, jetzt nicht mehr die kürzeste wäre, weil sie jetzt so vier Sekunden länger ist. Ne, wir waren schon mal auf jeden Fall eher so bei 1, kurz nach einer Stunde, also wir sind schon mal bei 1,16. Ne, ne, das gab es schon. Da haben wir aber, glaube ich, das war diese eine Folge, wo wir auch den koreanischen Kurzfilm mit dieser Matratze hatten. Ja, kann gut sein. Das ist, glaube ich, immer noch die kürzeste von vor drei Jahren oder so. Okay, das muss doch mal zu unterbieten sein.

Ja, nächstes Mal. Nächstes Mal, ne? Alles klar. nächstes Mal. Gut, dann hoffen wir, dass ihr auch beim nächsten Mal wieder mit dabei seid und wünschen euch bis dahin alles Gute, schönes Restwochenende, schöne Restwoche, wann immer ihr auch hier eingeschaltet habt und schaltet uns gerne weiterhin ein, folgt uns überall dort, wo es möglich ist und empfiehlt uns auch gerne weiter per Kommentar oder Daumen nach oben oder 5 Sterne oder sonst irgendwas. Das würde uns sehr freuen und es würde uns auch sehr helfen. Und ansonsten, ja, kommt jetzt noch demnächst einen Kurzfilm. Einen Kurzfilm-Blog und den Audio-Flick hat ja André wie gesagt bereits schon erwähnt. Der ist jetzt online frisch. Falls ihr da noch Bock drauf habt, zieht es euch rein. Genau. So sieht es aus. Tschüss. Tschüss. Bis zum nächsten Mal.