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Und Tino Hahn.

Mit der Bodycam durchs verfluchte Amsterdam oder wie wir sagen, Project Hail Mary Jane. Und damit herzlich willkommen zu einer neuen Folge Genre geschehen, meine sehr verehrten Damen und Herren. Es ist Nummer 209 und diese bestreiten mal wieder meine sehr geschätzten Kollegen André Hecker, Christopher Nöhl und meine Wenigkeit. Und damit einen schönen guten Tag da draußen an den Empfangsgeräten. Wir heißen euch herzlich willkommen. Und ich glaube, damit wir das verabgehakt haben, würde ich jetzt als allererstes mal ein paar Geschenke an unsere liebreizende Community verteilen. Oder? Dann haben wir das quasi aus dem Weg. Ich dachte, du wirst ankündigen, dass wieder die kürzeste Folge aller Zeiten wird. Das wird ja nix. Das weiß ja quasi inzwischen jeder zu sabotieren. Auf die eine oder andere Weise. Und dementsprechend habe ich dieses Vorhaben erst mal zu den Sternen oder in den Sternen gesehen. Nee, aber ich denke, das ist doch ganz in Ordnung, wenn wir jetzt direkt am Anfang schon mal ein paar Geschenke raushauen, bevor wir dann doch in unsere Diskussion einsteigen, oder André? Ja, das können wir machen. Fangen wir kurz mit den Formalitäten an. Zum einen kurz eine Info und ein kleines Gewinnspiel, was wir gerade veranstalten. Und zwar ist seit gestern, also 16.

März, wir kommen ja auch am 17. raus, ist Primit, der Affenhorrorfilm, den wir auch hier besprochen haben, in Deutschland jetzt im VOD zu leihen und zu kaufen, auf allen gängigen Video-on-demand-Plattformen. Und der Verleiher und so nett hat uns vier Apple-TV-Codes für den Film geschickt, also damit ihr den Film komplett einlösen könnt und dann eben eure Bibliothek habt. Gibt auch irgendwie super viel Bonusmaterial, Wir machen Offs dazu und so, also wie auf einer Disc-Ebene. Er kommt in Deutschland halt so weit erstmal leider nicht physisch, sondern nur digital. Physische Release, erstmal nicht bekannt. Und ja, genau, wir verlosen da vier Apple Keys für den Film. Und zwar checkt da gerne Social Media aus, einmal auf Instagram, aber auch bei uns im Discord. Könnt ihr Keys gewinnen, macht da gerne mit. Kommt in Discord, links in den Shownotes oder checkt Instagram. Und da findet ihr alles dazu und könnt die Keys abstauben. Und dann können wir auch noch, wenn wir schon dabei sind, noch kurz die zwei neuen Steady-Mitglieder begrüßen. Das sind nämlich Lia und Kevin. Hallo Lia und Kevin. Hallo. Schön, dass ihr jetzt auf Steady dabei seid und uns monatlich da ein bisschen unterstützt. Das freut uns sehr. Und dafür auch gleich die neue Ankündigung. Das Voting ist mal wieder abgeschlossen für den nächsten Audio-Flick. Und da gucken wir. Ihr habt gevotet. Shoot'em up. Stand zur Wahl. Und ihr habt euch mehrheitlich dafür entschieden. Also die Karotten werden scharf geschossen. Es hat mich ehrlich gesagt ein bisschen überrascht.

Nicht nicht ehrlich gesagt. Nee? Nee, weil der super beliebt ist. Aber der kam ja auch eher kurzfristig auf die Liste, sag ich jetzt mal. Und war für mich eher so, ah ja, okay, stimmt, den könnten wir auch mal wieder gucken.

Und nicht so wirklich, keine Ahnung, ich hab jetzt so zwei, drei andere Filme auf der Liste, die ich gerne mal schon seit längerem wieder gucken möchte. Aber wo ich mich jetzt nicht vorträgeln möchte oder die ich nicht irgendwie forcieren möchte oder sowas. Aber ich war überrascht, dass Shoot'em Up dann doch, sag ich mal, so schnell so beliebt war. Ja, die anderen setzen wir einfach so oft drauf, bis sie rankommen. Ja, es wird sich ja auch schon gewünscht im Discord. Von wegen könnt ihr das und das noch mal draufsetzen, bitte. Deswegen. Es war auf jeden Fall knapp, direkt dahinter mit sieben Votes. Also acht Votings haben für Shoot'em Up gestimmt. war ein Black Dynamite. Also auch der wäre es knapp geworden und ja, ich glaube, der ist auch heiß im Rennen. Dynamite! Ja, der muss auf jeden Fall auch nochmal irgendwann... Auch seit Jahren ja eine Vorsitzung angekündigt, passiert einfach nichts. Ja gut, er hat jetzt halt diesen Outlaw Johnny Black halt gemacht. Ja. Aber von dem hört man nicht so viel beziehungsweise sind da nicht so diese ganz euphorischen Zwischenstimmen dabei bisher, was ich so vernommen habe. Also der existiert, aber jetzt auch nicht viel mehr. Ich hab ein bisschen das Gefühl, da ist alles in der Halbwertszeit schon wieder verloren. Das hat alles viel zu lange gedauert. Ja, es gab ja noch diese Zeichentrickserie, die auch echt gut war, aber ein kommenden Langfilm wäre auch wieder nice.

Ja, aber ich glaube, mittlerweile ist es zu spät. Ja, oder ich glaube, in Serienform wird es auch. Hulu sollte es einfach mal nehmen, acht Folgen hat 30 Minuten und fertig ist. Ja, richtig. Und dann aber wirklich mit dem gleichen Auge, mit dem gleichen Gespür, dass auch mal irgendwie die Mikrofonangel irgendwie ins Bild reicht und so Sachen. Das muss alles mittlerweile. Ich glaube halt auch, dass sowas in Serienform inzwischen besser funktioniert. Weil auch Leute, mit denen man jetzt so OSS 117 guckt, merkt man so, so nach 80 Minuten sind sie ein bisschen ermüdet. Und sind so ein bisschen durch, weil es ist ja gefühlt wiederholt. Es ist natürlich Quatsch immer, dass sich irgendwas wiederholt, aber das war bei Handwurst auf Beavers ja auch die höchste Kritik, dass sich das irgendwann wiederholt und es zu lang irgendwie ist. Und ich glaube, so was wie 1.1.7 und Black Dynamite würde, glaube ich, in Serienform fast besser funktionieren, beziehungsweise so in Halbstundenform. Ja, kennt ihr dieses Danger 5, diese Serie auf YouTube? Nee, ich kenne nur Slash Hammer. Nee. Danger Five, ich glaub, Danger Five heißt es. Hast du das schon mal erwähnt? Das kommt ganz komisch Deja-Vo-mäßig vor. Und das ist tatsächlich so ein bisschen hier Quentin Depieux's Tabakuforce meets Zucker, Abrams Zucker. Also...

Trashy irgendwo, aber dann noch gewitzter und dann aber auch halt echt Slapstick-Albern. Ich hab halt immer nur so ein paar Sachen, jetzt nur mal kurz, also ich hab noch nicht so viel reingeguckt, immer nur so ein paar Snippets, aber die, die ich gesehen hab, die fand ich schon wirklich lustig. Ich mein, Humor ist natürlich immer was Subjektives, aber ja, das, äh, alles, was ich bis davon gesehen hab, hat mich zum Lachen gebracht oder zumindest fand ich irgendwie auf irgendeine Art und Weise charmant oder schmunzelig so und dementsprechend, das wäre vielleicht nochmal dann so eine.

Vergleichsweise ja, so ein Äquivalent dazu. Ja, guck ich mir mal an. Ich bin ja auch großer Fan von diesen Tropical Cocktails vom Regisseur von Creasy Strangler und An Evening with Beverly Laughlin. Und das ist auch wild. Das würde man, glaub ich, in Filmform auch nicht ertragen können. Also das hat so ein weirdes Pacing und ist noch absurder als die absurdesten Szenen aus Creasy Strangler und das fast nonstop. Oh Gott, ja. Also ich fand ja auch Creasy Strangler eine Herausforderung. Wobei ich Beverly Laughlin einfach einen ganz wundervollen Film finde. Ja, der war schon runder oder so. Aber dieser Provokationshumor mit diesem Potato bei Greasy Stranglers funktioniert halt schon super für mich. Ja, nee, für mich war das zu anstrengend. Aber ich glaube, das ist auch so, das ist aber auch tagesformabhängig. Also manchmal hält man sowas deutlich besser aus. Manchmal geht's halt einfach nicht. Und bei mir war es bei Greasy Strangler auf jeden Fall geht nicht. Ja, verstehe ich. Apropos geht nicht.

Also, ey, ich muss mal sagen, Hut ab, Dick Maas, das ist schon ein Bold Move, den er hier macht. Mit einem Film, wo ich auch schon wieder anhand des Titels mich frage.

Wer soll das verstehen? Der Film kommt hierzulande zu uns ins Kino unter dem Titel Amsterdam 2. Aber damit kann doch keiner was anfangen. Man fragt sich doch automatisch, aber was ist mit Amsterdam 1? Der heißt halt bei uns verfluchtes Amsterdam. Schon immer und ewig. Und dadurch ist er bekannt geworden in den Bibliotheken. Ja. Und nach ungefähr 40 Jahren kommt Dick Maas auf die Idee, ich mach mal ne Fortsetzung.

Das allein ist auch für niederländische Verhältnisse schon ein bold move. Weil 37 Jahre später, ich glaube, man kann nicht unterschätzen, beziehungsweise überschätzen, wie wichtig der Film für Holland war. Also ich glaube, das hat für holländische Krachten das gemacht, was der Weiße Haife Strände in Amerika gemacht hat. Und dass man da wirklich, also ich kenne nicht viele Niederländer oder Niederländerinnen, aber alle, mit denen man drüber gesprochen hat, haben gesagt, hey, sie haben schon Angst gehabt, dann so Krachten über so eine Brücke nachts und so zu laufen, weil der ja quasi so Kulturgut war Und die dann halt mit acht Jahren reingeknippelt bekommen hast, auch von deinen Eltern, weil die ja so diesen gewissen, so einen cineastischen Nationalstolz, dass man einen Film aus Niederlanden irgendwie auf Hollywood-Niveau mitspielen kann. Und ja, aber trotzdem jetzt 37 Jahre später, 38 Jahre später einen Film zu machen, der die ganze Zeit das Original referenziert, was man teilweise auch nur dadurch merkt, dass Szenen merkwürdig lange stehen bleiben oder Figuren merkwürdig prominent platziert werden und ich habe den bestimmt zehnmal gesehen vor Fluchtsabstern, wahrscheinlich mehr einzelne Szenen, bestimmt auch 30 Mal, aber ich war jetzt bei der Fortsetzung irgendwie auch.

Ja, irgendwie erheitert und befremdet gleichermaßen. Das war schon strange. Also Dick Maas, wenn er noch so lange weitermacht, hat er sich noch sein ganzes Werk mit dem Arsch eingerissen. Also das ist wirklich ... Gut, soviel zum Vorab-Fazit von Tino. Ja, stimmt, stimmt. Du hast ja die Handlung noch gar nicht gesagt. Ja, aber wie gesagt, das wäre ja schon einmal gesagt. Dann sage ich jetzt einmal, worum es geht. Nämlich, Amsterdam wird von einer Serie grausame Morde erschüttert. Als die junge Ermittlerin Tara Lee immer tiefer in den Fall eintaucht, stößt sie auf Spuren einer Bedrohung, welche die Stadt bereits vor über 30 Jahren heimsuchte. Gemeinsam mit dem ehemaligen Kommissar Erik Visser nimmt sie die Jagd auf einen Mörder auf, der die Grachten erneut rot färbt. Mit jedem weiteren Opfer werden die Ermittlungen gefährlicher, die Angst in der Stadt wächst. in der sehr lang erwarteten Fortsetzung des gefeierten Kult-Thrillers von 1988 ist niemand sicher. Ja, André, du hast die frischesten Eindrücke. Deswegen.

Wie sehr bist du mit dem Original verbandelt? Also ich muss halt auch sagen, das Original bedeutet mir viel, weil das Original war halt ein Film, Der hatte aufgrund seines Covers schon diverse Fantasien geweckt. Hatte aufgrund seines Rufs schon diverse Neugier geweckt. Und als ich ihn dann gesehen habe, hat er halt aufgrund seiner Inszenierung und seiner Sachen, die er halt zeigt, hat er sich schon ins Gedächtnis eingebrannt. Also es gibt hier halt im ersten Film eine Motorbootverfolgungsjagd. Die ist der Hammer. Und es gibt eine Eröffnungssequenz, die ist der Hammer. Und allgemein, die Atmosphäre ist halt schon finster, schmierig und ziffig, so wie halt ein weiß ich nicht hier, wie heißt der Maniac Maniac für Holland, Holländische Maniac Ja, also die ersten 10 Minuten, ich würde die schon auf so einem Level wie die ganz großen Slasher-Eröffnungen, vielleicht auch dadurch, dass man die so früh gesehen hat, weil ich glaube Verfluchtsamsterdam war der erste Slasher den ich gesehen habe, glaube ich, Oder einer der ersten zumindest. Also Halloween hab ich sehr, sehr viel später erst gesehen. Und die ersten zehn Minuten sind der Hammer. Also das ist wirklich, das funktioniert auch heute noch echt gut. Und dann kommt da der zweite Teil und beginnt mit so einem Drohnenflug über die nächtliche Stadt. Tino, die Frage ist an mich, ne?

Ach stimmt, weil du hast dann, stimmt. Wieso hat Daniel denn jetzt auch grad irgendwas erzählt? Tino, ich hab nur erzählt, wenn man die aufzieht, dann lass mal einfach los, dann kann ich nicht mehr aufhören. Dann geht so, ah, ah, ah, ah. Sorry, sorry, sorry. Ja, der Hahn kräht am späten Nachtmittag auch immer noch. Bevor du gleich weiter deine Drohnenfahrten einbliedern kannst. Ich habe das Original nur einmal gesehen und das ist über 25 Jahre her. Und ich habe nicht die beste Erinnerung daran. Ich weiß nur, dass ich ihn echt cool fand, weil er natürlich so unique ist durch sein Setting. Das gibt es halt einfach sonst nicht. Das ist halt natürlich die Eigenständigkeit der Stadt. Einmal, die es einfach hergibt und einfach dann diese dicken Eier von Dick Mars zu haben, da halt wirklich mit so Booten durchzuballern, das hat mich halt schon krass beeindruckt, weil jeder, der schon mal da war, weiß ja auch, das ist ja nicht alles, das ist ja alles super eng, das ist ja nicht groß. Und wenn du da mit so einer Trachtenfahrt mal durchfährst, die Boote haben einen Wendekreis von was weiß ich, also das ist ja eh alles super eng. Und da einfach mal die Eier zu haben, da Verfolgungsjagden durchzuschießen und was die da damals gemacht haben, ist halt irre. So, und dafür, weiß ich noch, fand ich den auf jeden Fall gut. Wobei ich ihn schon mehr auch als Thriller, als Slasher abgestempelt hatte. Also, ja, der hat Anleihen. Ich finde auch, der hat einige Giallo-Anleihen.

Durchaus, auch durch die Atmo und so die Perspektive von Kills und so, aber er ist schon doch ja eigentlich eher ein Thriller mit ein paar Action-Pieces, zumindest in meinem Kopf noch. Ja, aber deswegen, ich hab den leider nicht mehr so komplett frisch im Kopf, ich muss den echt nochmal nachholen, hab ich jetzt leider im Zuge der Vorbereitung für die Folge heute nicht geschafft, aber kann halt nur auch schon mal.

Auch schon mal aufgreifen, dass also auch wenn er von 88 ist, wischt der halt qualitativ mit dem zweiten Teil jetzt immer noch den Boden auf. Das, glaube ich, kann man schon mal sagen. Und jetzt darfst du gerne auf deine Drohnenfahrt gehen, Tim. Ja, Entschuldigung noch mal. Aber dieses, dass wirklich der erste Teil so einen geilen Anfang hat und der zweite Teil ja auch eigentlich nur ein einziges Nostalgiefest ist und sehr so dieses Legacy-Feeling irgendwie auch erwecken will, was der Scream 7 auch eher schlecht als recht probiert hat, aber gegen Amsterdam 2 muss man Scream 7 halt auch wieder viele positive Punkte anrechnen, weil dass das hier mit so einem Drohnenflug anfängt, der entweder schlechtes CGI oder AI ist, dazu werden wir später, glaube ich, noch mehr sagen, weil der Film setzt schon an mehreren, in meiner Wahrnehmung auch absolut unnötigen Stellen, absolut unnötiges.

Generative Imaging und so ein und, Er hat halt gar nichts von dieser rauen, dreckigen Authentizität des Originals. Also er versucht gar nicht, diese Atmosphäre nachzustellen. Dabei hätte das, glaube ich, schon gereicht. Also er wirkt so merkwürdig geleckt. Und vielleicht ist das auch so ein für niederländische Leute eher zugängliches Statement oder so eine Kritik daran, dass die Stadt halt auch immer tourismuskompatibler wird. Weil am Anfang werden auch zwei Touristen umgebracht, die eigentlich nach Dubai weiterreisen wollen, weil in Holland die Häuser so schief und krumm sind. Also das ist...

Das fand ich auch ganz lustig sogar, dass sie da so die Stadt runter machen und die Poschen, die nur, ach, das ist ja alles schmutzig hier und i und hier sind ja alle nur besoffen und high. Also da werden ja so alle Holland-Klischees, Amsterdam-Klischees einmal in drei, fünf Minuten abgeschrieben. Ja, und ich kann mir auch vorstellen, das ist ja der erste niederländische IMAX-Film und das auf der großen Leinwand, wenn so eine Szene kommt, 500 Leute sitzen am Saal, das wird schon stimmungsmäßig funktionieren. Da hatte ich aber noch so Angst, dass das auch so ein ganz reaktionäres Ding wird, weil auch die Hauptfigur aus Verfluchtes Amsterdam wird halt eingeführt, während er ein veganes Steak kauft. Und da dachte ich schon so, oh nein, ey, jetzt kommt das wieder früher. Aber immerhin kauft er es. Genau, aber das war so dieses ... Okay. Da war ich auch so, wo ich so dachte, ah, okay, das soll eigentlich nur so. Weil das ist auch wieder eine Figur, die einfach 37 Jahre nicht existiert hat. Und dann wird wieder ein Film gedreht und dann existiert die einfach. Also, dass er in den Supermarkt geht, zum ersten Mal veganes Fleisch sieht und dann so, ah ja, die Zeiten haben sich ja wohl geändert.

Also, das ist halt so wirklich wack. Aber das war schon so immer ein bisschen dieses Dick-Mars-Ding. Und wir haben ja in Folge 7 die ganz alten Hörer, Hörerinnen erinnern sich noch über die Doku, über ihn geredet, dieses The Dick Mars Method, wo ja auch drin eingegangen wurde, dass er weder gut Drehbuch schreiben kann, eigentlich auch kein guter Regisseur ist, weil ihm die Schauspieler und deren Anweisungen relativ egal sind. Er hat eine Vision und die muss umgesetzt werden. Und auch alle Sätze müssen so gesprochen werden, wie er sie sagt. Und diese arme Schauspielerin, die da diese Supermarkt-Mitarbeiterin spielen muss, was die für Sätze von sich geben muss, da war ich eigentlich schon so, okay, das wird ein Trainwreck. Das wird funny anzuschauen sein, aber das funktioniert so nicht mehr. Also auch er als Charakter, im ersten Teil war er ja so verpeilt und kam immer zu spät zum Tatort. Das war ja irgendwie auch so ein Teil des Charmes vom ersten Teil, wie ...

Was für ein Spack der eigentlich war, also wie wenig der auch zur Auflösung des Falls beigetragen hat, der Fall hat sich ja mehr oder weniger selbst gelöst und er war ja auch dann irgendwann ganz lange abwesend, am Ende vom Finale kam er nochmal, das hatte auch irgendwie so einen merkwürdigen Charme, also das fand ich schon fast so, sofort Fairlane mit einem Slasher-Killer teilweise vermischt und das ist jetzt auch komplett weg, also dieser Fisser, dieser Kommissar ist für mich eine komplett andere Figur, das ist nicht mehr derselbe Kommissar. Ja gut, er ist halt auch 43 Jahre älter, ne? Jaja, aber trotzdem müsste er ja als Filmfigur, man kann ja nicht sagen, ich bin jetzt älter. Das habe ich bei Red 1 und 2 anders gesehen. Also dass er sich die Hörner abgestoßen hat oder so. Also er ist gar nicht mehr, er ist halt richtig friedlich geworden. Und alles muss jetzt diese Polizistin übernehmen, die halt Motorrad fährt. Das ist alles für ihre Charakterisierung. Mehr geht nicht. Naja, er ist halt Fischerelle. Er ist halt nicht nur der Haut drauf wie früher. Ja, ich muss erst mal nachfucken, ob das der gleiche Darsteller ist. Ja, und dann ist es halt dieses Klischee-Ding. Es funktioniert, aber es ist halt Klischee. Er ist jetzt alt, er ist halt langweilig, er ist jetzt ein Rent in Pension.

Legt sich dann da auf dem Lidl-Parkplatz mit den Teenies an. Sparpsparkplatz. Was auch immer. Er sucht sich halt quasi eine Aufgabe, weil ihm langweilig ist. Er kriegt dann von einem halbstarken 18-Jährigen auf die Fresse und geht dann zum Orthopäden. Seine Schulter tut weh, wenn er zu Hause mal eine kleine Schattenbox-Übung macht. Das ist halt total Klischee. Der ehemalige Ermittler, der in die Jahre gekommen ist, nichts mehr geschissen, kriegt es, wenn man es immer wissen will. Das fand ich aber echt noch am geringsten. Das kleinste Problem ist, muss ich sagen. Wie sind die 37 Jahre davor abgelaufen? Das ist doch vollkommen egal. Ja, aber das meinte ich, also es ist alles so, wir machen einfach weiter, aber es ist 37 Jahre später. Also es entwickelt sich gar nichts organisch, auch der ganze Fall. Wir gehen ja wahrscheinlich noch in den Spoiler-Bereich rein. Und auch das, also ich kann das gar nicht wirklich so in Worte fassen. Deswegen bin ich jetzt auch irgendwie so aufgekratzt, weil ich es so faszinierend finde, dass so ein Film existiert und dass der jetzt auch in Deutschland ins Kino kommt, obwohl, wie Daniel ja auch schon gesagt hat, niemand rafft, was das sein soll. Es ist der zweite Teil von irgendwas, wo noch niemand den Namen gehört hat. Marketing habe ich jetzt auch noch nicht viel dazu gesehen, aber es wird sich auch gar keine Mühe gegeben, diese Connection irgendwie herzustellen. Es ist halt einfach der zweite Teil von irgendwas.

Also es ist faszinierend, finde ich. Ja, also ich finde, das ist relativ egal, zugegeben. Also ich habe den ersten jetzt auch noch einmal gesehen vor x Jahren. Ich wusste, ich weiß grob, um was es geht. Ich weiß, dass das der Typ sein soll, dieser Killer im Wasser ist wieder da. Reicht doch. Also mehr muss ich ja gar nicht wissen dafür. Also erst mal das. Ja. Das Ding ist einfach, du kannst ja gleich mal reingehen. Der Film beginnt halt dann mit halt ein paar gefundenen Leichen, nämlich zum Beispiel den beiden, die da am Anfang eben ihre Duper-Nummer abziehen. Naja, dann haben wir irgendwie helllichten Tag am nächsten Morgen. Von den Kills selber an dem Abend siehst du ja auch nichts groß. Ja, generell sieht man wenig von den Kills. Der Bootsführer ist einfach dann plötzlich weg. Dann ist der Mann weg. Und dann siehst du noch irgendwie, wie man absäuft. Und das war's auch irgendwie. Am nächsten Tag schippern sie dann da quasi. Am helllichten Tag kommen sie in ein Boot, die Leichen quasi angefahren. Und da war dann der erste Shot, wo ich mir dachte, okay, kann ich jetzt ausmachen? Ist das ein Witz oder was?

Wenn dann die unter der Brücke so herkommen und das am helllichten Tag ist und du siehst halt in der kompletten Totalen, dass das halt zwei Schaufensterpuppen sind. Und der Typ vor allem, das Opfer, der Mann, ist halt ein Schwarzer und die Puppe ist halt weiß. Also zumindest, willst du mich ver... Ich glaube, das soll so ein bisschen Platzverlust verdeutlichen, aber es wirkte ja, es war strange. Nein, dass das nachher wieder in der, wenn dann die Leichen, die echten Leichen, die Menschen mit Schminke wieder da liegen, dann ist es nämlich wieder der das war einfach nur richtig schlecht, aber ganz im Ernst, wenn du halt kein Budget hast für geile Bleichen-Props, dann zeig die doch nicht im, helligsten Tageslicht in der Totalen. Das sah so scheiße aus. Ich dachte, das ist ein Gag. Und ich muss sagen, sowas habe ich auch schon lange nicht mehr gesehen, dass das so offenkundig aussieht. Man findet ja ein bisschen später wird ja auch dieser Bootsführer zerstückelt gefunden. Das sah ja noch absurder aus. Also die Teile treiben auch im Wasser und man sieht auch, dass die nicht Körperteilgewicht haben, sondern einfach irgendwelche Plastikbeine sind. Ja, die so rumdödeln, rumschwimmen. Genau wie die Dragqueen, die da aufgeklübt sind. Ja, mit den Gedärmen.

Effektechnisch muss ich schon mal sagen, da war ich wirklich so, okay, ist das ein Gag? Ich hab gegoogelt, ob der vielleicht ein 3D-Kram, dass das irgendwie so plastisch aussehen soll, weil der in 3D ins Kino kommt. Also so absurd sah das aus, dass man wirklich denkt, da stimmt was nicht. Ja, also der hat schon eine generelle, finde ich, eine generelle, ich meine, es will ein IMAX-Film sein, aber er hat eigentlich eher den Look and Feel von einem sehr, sehr niedrigbedetierten TV-Krimi. Er hat ein bisschen dieses Alarm-für-Cobra-11-Problem, wo dann immer am Ende gibt's noch einen großen Stunt, Aber du siehst halt, ja, die Autos werden jetzt über Rampen geschossen. Die explodieren dann auch noch, damit du aus diesen drei, vier Punto, die du dir da mühsam zusammengekratzt, das Maximum rausholen kannst. Also es gibt ja auch eine Verfolgungsjagd mit Booten. Und ich würde mal mutmaßen, dass inzwischen die Stadtbehörde von Amsterdam auch erheblich penibler ist mit Drehgenehmigung und nicht mehr jeden Scheiß mitmacht. Denn im ersten Teil sind sie 65 Meter über zwei Brücken gesprungen. Also wenn das schiefgegangen wäre, wäre, glaube ich, irgendwas Weltkulturerbe-ähnliches im Brückenbereich irreparabel beschädigt gewesen.

Aber ... Das hier ist schon echt ein Downgrade, die Verfolgungsjagd, beziehungsweise wo sie dann da vorne auf der Haube liegt und er da durchprescht. Das war schon echt unspektakulär. Ja, dann kommt irgendwann gegen Ende auch noch das Militär, die Szene spielt im selben Bereich wie die Anfangsszene, wahrscheinlich, damit sie das Set nicht nochmal aufbauen müssen. Es ist genau dieselbe Brücke, genau dieselbe Grachten-Einfahrt. Es ist schon alles sehr reduziert. Also Fernsehkrimi trifft schon ganz gut. Das wirkt ein bisschen wie, wenn der Frankfurt-Tatort mal wieder ein bisschen experimenteller drauf gewesen ist.

Naja, ich finde ja, der Film fängt an, also so wie er anfängt, hat er mich tatsächlich sofort an Prey erinnert. Ein Film, den Dick Maas ebenfalls gedreht hat. Den haben wir hier besprochen damals auch. Den wir hier auch besprochen haben. Den haben wir besprochen hier. Es geht um einen entlaufenen Killerlöwen. Und ich dachte noch so, okay, jetzt macht er den Style halt weiter. Dann passiert alles, was ihr schon erzählt habt. Also es ist schon einfach eine Neuauflage des ersten Films mit einer weiteren Verfolgungsjagd, mit Motorrädern und Motorbooten, mit einem Opening, das besonders grausam sein soll, mit verschiedenen Morden und so weiter. Also es ist eigentlich ein kompletter Rehash des ersten Films, jetzt halt nur aus einer veränderten Perspektive. Aber um das jetzt mal dann alles abzuhaken, ich war dann trotzdem überrascht, als plötzlich eine gewisse holländische Folklore hier Einzug findet. Ich war ein wenig skeptisch ob einer gewissen Person die halt dann irgendwann mal eingeführt wurde, wo ich mir gedacht hab oh ja, die ist ja schon recht groß diese Person, und dann will uns Dick Maas am Ende quasi den gleichen Film nochmal verkaufen, nur ums in den letzten.

Sekunden des Films oder ich sag mal in den letzten von mir aus 10 Minuten des Films plötzlich in ein ganz anderes Genre zu shiften. In ein anderes Fahrwasser. Ja, in ein anderes Fahrwasser. Und dann dachte ich mir, Mann, Mann, Mann, so schlecht es alles ist, es ist schon irgendwie auch mutig. Ja, also ich, ja, es ist faszinierend gewesen, das zu gucken. Also...

Und dieses, ja, das Gegenende, also es wird ja auch wieder so ein dritter Teil angeteasert, der auch von der Figur zwischendrin, da wird er mal kurz so schwadroniert, vielleicht ist das ja was Übernatürliches, vielleicht auch nicht. Und das wird gegen Ende nochmal aufgegriffen. Dieser Verrückte da, der Professor, das war so. Aber wisst ihr, was cool ist? Und wie gesagt, ich finde hier ein paar Sachen, ich finde hier ein paar Sachen sind mir dann doch aufgefallen, die nicht unbedingt vielleicht ganz zum einen der Kritik, die Kritik wie gespiegelt, die ihr jetzt so auf den Film abgelassen habt. Und wo ich halt auch sagen muss, irgendwie ist das ein bisschen besser als so ein plumper, alter weißer Mann geht in den Supermarkt und kauft sich zum ersten Mal einen Tofu-Steak, um dann festzustellen, dass es irgendwie scheiße schmeckt. So, also, weil ich hab mich auch gewundert, warum ist die Szene drin, aber sie ist ja zum einen drin, um ihn lächerlich zu machen, dass er jetzt halt nicht mehr so den Schnitt bei den Frauen hat wie früher, und nicht unbedingt um jetzt vielleicht den, weil und ich war auch, ich hab mich auch die ganze Zeit immer wieder gefragt, meint Dick Maas das jetzt hier wirklich ernst, ist das hier der alte Mann, der auf ein modernes Holland blickt und die ganze Zeit lamentiert, dass früher alles besser war?

Aber dann gibt's so Situationen, wie jetzt eben halt die Szene mit diesem Tofu-Steak. Da sitzt dann halt er zu Hause und macht sich dieses Steak. Es sieht nicht aus wie die letzte Pennerbude, sondern halt schon wie ein normales Zuhause. Und ich gucke auf seinen Teller und da liegt da halt echt wirklich lecker aussehender Brokkoli drauf. Und ich denke mir halt so, ja, okay, das entspricht nicht mehr dem Typ, den Chaoten, den wir halt in Teil 1 kennengelernt haben.

Und er spuckt natürlich dieses Tofu-Schnitzel oder dieses Tofu-Steak aus oder was auch immer es für ein Ersatzfleisch war. Und ich dachte so, ja, ist so ein bisschen jetzt aber auch echt dann der Altbacken-Gag. Aber, Er schneidet dann direkt um auf diesen anderen Kommissar, der sich an irgendeiner Frittenbude wieder so eine richtig schön zu gefettete Scheiße reinzieht. Und ich finde, dieses Wechselspiel, das hat der öfter mal. Irgendwann geht es auch wieder um Essen. Und dann sieht man halt im Umschnitt, wie er sich halt diese Automatenscheiße reinzieht. Also wie er halt in so einem Essensautomaten hingeht und sich so ein frittiertes Stück Chemofleisch am Stiel irgendwie reinzieht. Nur um es dann auch direkt nach zwei Bissen fast wieder in den Mülleimer zu schmeißen. Also ich finde schon, dass der Film immer wieder durchscheinen lässt, dass Dick Maas sich eigentlich hier komplett über Holland lustig macht. Und nicht nur über irgendwie eine neue Generation oder so, sondern halt schon irgendwo auch anklingen lässt, dass das Land seine guten wie auch seine Schattenseiten hat beziehungsweise generell nicht frei von Macken ist.

Und das fand ich halt, das taucht öfter mal auf, finde ich, oder zu oft auf, um zu sagen, das ist jetzt so ein Boomer-Film von einem Boomer-Regisseur. Ja, er hat schon diese Humorspitzen noch drin. Also du denkst nicht mehr auf so einem Niveau wie bei Flotters oder so. Nein, nein. Es ist alles sehr, sehr zahm. Aber ich fand es auch, so im Rahmen der Möglichkeiten war der Kommissar schon eine interessante Figur. Aber man will jetzt auch nicht die Flotters sehen, wie die ganz normal leben. Ja. Also wo so auch, ja, früher, das war ja ganz doof, was wir da gemacht haben. Und ich verstehe. Also diese Kultigkeit geht ja komplett verloren, während die aber bei allem anderen weiterhin so zelebriert wird. Und das macht Visser halt zu einem super langweiligen Charakter, finde ich. Dazu kommt halt noch, was ist eigentlich aus der Schwester der Kommissarin geworden? Das läuft halt einfach. Die hat eine drogensüchtige Schwester. Da war so eine Nebensequenz, wo wir mal gezeigt wurden. Das verläuft einfach. Das endet einfach in einer Sackgasse. Aber die hat sie doch bei sich aufgenommen und mit der geht sie doch am Ende schwimmen. Ist doch alles gut. Ja, eben. Es ist alles gut geworden. Aber da denke ich mir auch so, ey, ich komme doch nicht um ...

Diese Nebenhandlung zu sehen. Ich finde das immer so weird, dass Regisseure, die seit 30, 40 Jahren so palpige Filme machen, dann denken, es müsste mal mehr menscheln, dass das gefehlt hätte in den Filmen. Obwohl man doch weiß, es wird nicht funktionieren. Und wo wir schon bei es wird nicht funktionieren sind, obwohl ich das auch einen interessanten Ansatz fand, wollen wir mal in den Spoiler-Part reingehen kurz? Nee, wir gehen jetzt in den Spoiler-Part rein, weil ich glaube, es wurde schon alles zu diesem Film gesagt. Kurz abtauchen. Ab jetzt hier, Spoiler, Spoiler, Spoiler. Also, ich find das irgendwie krass, zu sagen, ah, es war nie der Mörder, den ihr da gefasst habt. Also, es war schon immer was anderes. Dann kommen sie mit dem Bulleback um die Ecke. Wo ich bedachte ... In den englischen Subtiteln ist der Bulli. Ja, aber selbst das klingt ja noch besser. Ich mein's mal ehrlich, wir hören den Film auf Deutsch oder wir gucken den Film auf Deutsch. Und dann sagt der ja, der Bulleback ist da. Und ich denk mir so, okay, was für ein Kaspel-Theater hat er jetzt? Das ist der holländische Babadook, der Bulleback.

Ja, aber auf der anderen Seite dachte ich so, Dick Maas, echt jetzt? Du willst jetzt hier einen Monster-Film draus machen? Das soll hier dein The Host sein für Amsterdam oder was? So. Und dann kommen aber so komische Dinge, wo ich mir denke, das kann der Bulleback doch niemals machen. Also beziehungsweise, wir reden, also, dann kommt er da am Ende in diese Höhle und wir haben diese drei eierähnlichen Krokons oder was weiß ich, was sie da hängen. Und dann sieht man halt diesen Taucher, den man im ersten Film noch immer wieder aus der Ego-Perspektive mit wahrgenommen hat. Also, wo ja auch klar gemacht worden ist, dass es ein Taucher ist.

Meiner Ansicht nach. Also zumindest so, wie ich es in Erinnerung habe. Und jetzt haben wir hier irgendwas Großes in einem schwarzen Anzug mit einer monströs wirkenden Gesichtsmaske, das aber auch monströs stark ist und monströsem Messer irgendwie durch die Gegend meuchelt, aber dann so schlau ist die Adresse, beziehungsweise die Stieftochter von irgendwie dem ehemals Verdächtigen aufzufinden oder aufzuspüren, um sie dann quasi als vermeintlichen Täter zu inszenieren oder vermeintliche Täterin zu drapieren oder zu inszenieren. Das erscheint mir ein bisschen krass für so eine alte folkloristische Legende, die dazu da war, Kinder davon abzuhalten, dass sie zu nah ans Wasser gehen. Ja, das ist gut zusammengefasst. Das ist ein bisschen Creature from the Black Lagoon im Taucheranzug halt. Aber halt mit Zugang auf Bürokratie und Akten und was weiß ich. Also wie soll das denn anders funktionieren? Man muss mit der Zeit gehen als Folkloremonster. Man muss mit der Zeit gehen als Folkloremonster. Habt ihr nicht die Geschichte von der Hänsel-Gretel-Hexe mitbekommen, der in Hexenhaus abgerissen wurde, weil sie die Baumaßnahmen nicht eingehalten hat?

Ist das halt, da kann nicht jeder kommen und tun und machen. Hier gelten Regeln. Die Bürokratie erwischt sie alle. Wie Scheiterhaufen wirst du ja aufbauen. Ich glaub nicht. Das Haus der drei kleinen Spanchen ist auch nicht umgepustet worden. Das war auch die Bauherrschaft. Ja eben, da hat der Statiker aber auch hier gleich erstmal ein Gutachten geschrieben.

Ja also ey, ich finde, wenn man sich alles durch den Kopf gehen lässt, ist das faszinierend. Das würde uns faszinieren. Also vielleicht der dritte Teil dann noch, dass die so quasi so zusammengearbeitet haben und er hat sie dann geopfert. Weil diesen Ansatz fand ich ja ganz nice, dass sie quasi durch neue Technologien bei der Ermittlung, durch neue DNA-Proben merken, dass sie vor 37 Jahren den falschen Täter erwischt haben. Aber auch der muss ja dann quasi von diesem Bullet Duck irgendwie so meint, Hypnosis oder sonst irgendwas. Weil damals war es ja so, der war Berufstaucher und musste Giftmüllfässer abtransportieren. Und eins von den Giftmüllfässern ist halt aufgegangen und dadurch ist er mutiert und ist dann wahnsinnig geworden. Und er schießt sich am Ende ja auch mit einer Harpune selbst in den Kopf. Also, Da muss der Bulle-Duck auch einen Masterplan schon gehabt haben, aber der ist ein Scheißdreck gegen den, den er hier im zweiten Teil hat. Ja, der Bulle-Buck ist ein Genie. Weil diese Frau kann's ja eigentlich alles nicht gewesen sein, die ist ja gar nicht so stark. Also, hier werden ja auch Boote unter Wasser gezogen und sechs Leute unter Wasser ausgeschaltet. Und einfach hochgedrückt, dass die so einen Deckflip machen. Ja.

Deswegen, also ich bin wirklich... Ich mein, man sieht ja am Ende drei Blubberblasen. Also es könnte ja bedeuten, dass eigentlich ... Ja, aber es könnte ja bedeuten, dass jetzt mehrere Bulle-Ducks am Start sind. Wir haben ja diese Dinge da gesehen, was sollte das andere sein als Eier? Bulle-Duck von Töln. Es sind ein oder mehrere Bulle-Ducks, natürlich.

Ja, das ist wirklich, wirklich strange und weil wir, also das ist ja nicht, Spoiler hätten wir auch eben gerade, dass sie die Hälfte des Films vor irgendwelchen Greenscreens stehen, obwohl sie doch auch viel in Holland gedreht haben und meiner Wahrnehmung nach, glaube ich, die Tourismusbehörde der Niederlande einem mit Geld zuscheißt, wenn man da vor real existierenden Orten dreht, das finde ich noch verzeihbar, aber dass Enten, die irgendwo rumflattern oder Kugelschreiber, die ins Wasser fallen, mit KI generiert werden, das finde ich halt unnötig. Ich bin nicht so per se gegen KI-Einsatz, aber wenn, sollte es zumindest ebenbürtig mit CGI-Effekten aussehen und nicht deutlich beschissener. Aber glaubst du nicht, dass das CGI war, dass es einfach nur beschissene war? Kann auch. Das inzwischen erkennt man es ja gar nicht mehr. Oft wird ja halt, man sagt, es ist AI, wenn CGI scheiße aussieht. Man kann es ja nicht wirklich mit Gewissheit sagen. Ja, aber da waren schon ein paar Sachen drin, das sieht so krass nach AI aus. Ja, eben, also ich hoffe, dass das AI war, aber wenn das jemand beruflich macht, dann gute Nacht.

Unter Produktionshintergrund, die man im Netz findet, ist es bestätigt, dass da relativ viel Gen-AI zum Einsatz kam. Das finde ich halt schon auch nicht so geil. Aber guck mal. Da haben sie schon einiges am Budget mit kaschieren wollen. Und ganz im Ernst, wenn wir gerade über diese hanebüchende Story-Zusammensetzung und alles sprechen, es würde mich auch nicht wundern, wenn Dick Maas einfach einen Prompt geschrieben hat, machen wir mal einen zweiten Amsterdam, aber mit einem Ende, das in einem Creature-Feature endet. Ja, pack noch Monster rein. Ja, JTBG macht halt. Was viel besser ist, als nur ein Brompt geschrieben. Dick Maas hat in den neuen Jahren, wo er keine Filme gedreht hat, einfach Bücher geschrieben rund um Eric Fisser.

Und das stimmt wirklich, er hat einfach so Kriminalromane geschrieben, er hat so eine ähnliche Phase gehabt wie Stephen King mit seinem Holly irgendwas, dieser Ermittler, den er jetzt auch so, seitdem er für so Hardboy-Krimis seine Faszination gefunden hat. Aber dann weißt du doch, was er die letzten 37 Jahre gemacht hat, die Figur. Wahrscheinlich in Romanen ist es alles. Ja, wahrscheinlich, aber wenn du quasi so jagst Serienkette, erlebst weitere spannende Fälle und dann, das hab ich ja noch nie gesehen, dieses Steak. Ja, viele Menschen haben schon darauf umgestellt und dann legt er sich mit diesen vier Jugendlichen ab, die auch erkennbar auf einem Kommando vom Regisseur erst wegrennen. Also auch das, das war so ein wackes Intro für ihn, dass ich halt auch dachte, okay, jetzt geht's richtig in die Comedy-Richtung. Ey, ich finde, du übertreibst es ein wenig mit der Steak-Nummer. Ich sehe die Nummer einfach dafür da, dass er das Mädel anmachen wollte. Ja, das vielleicht auch, aber dann, warum legt er sich dann mit diesen Jugendlichen noch an? Und so zeigen, dass er halt nichts mehr drauf hat. Genau. Ja, aber es ist also, wie sehr kann was geschrieben wirken? Ja, deswegen sage ich ja. Das sagt ja keiner, dass dieser Film ja, deswegen, ja. Also ich finde, es ist nicht weit hergeholt, dass da vielleicht mal eine KI befragt wurde, was man in einem zweiten Film machen könnte. Ich sage auf jeden Fall, so katastrophal oder so krude oder absurd dieser Film ist, ich bin sehr gespannt auf den dritten Teil. Und ich würde hoffen, es kommt ein dritter Teil und das vielleicht noch vor den nächsten 38 Jahren.

Wäre aber auch funny, wenn er alle 38 Jahre einen Film macht jetzt. Aber wirklich, ich will wissen, was der da zu Ende erzählt. Also was irgendwie sein Masterplan ist. Dieser verrückte Wissenschaft ist am Ende ja wieder da. Ja. Also deswegen.

Also ich war auch hier, also ich war auch jetzt nicht irgendwie super gelangweilt. Das war schon alles irgendwie verrückt und bekloppt genug und wenn man dran bleibt. Er ist halt auf jeden Fall zu lang. Ja. Das zieht sich schon irgendwann so ein bisschen. Du hast halt echt auch viel Leerlauf, wo es echt um irgendeinen Quatsch geht, der auch überhaupt gar keine Angriffspunkte hat. Aber trotzdem bleibst du irgendwie so auch ein bisschen Unfall-watching natürlich ein bisschen, bleibst du dran, weil es so absurd ist. Also das geb ich ihm schon. Nur ja, du fragst dich halt einfach bei der zweiten Szene halt wirklich, ob das grad ein Gag ist, ob der dich verarschen will oder ob's wirklich halt einfach nur schlecht ist. Aber das musst du auch erst mal schaffen, so einen Film zu machen, der dich die ganze Zeit so immer wieder im Glauben lässt, so, es könnte jetzt Trash sein, gewollt. Oder aber auch einfach, ey, wir hatten überhaupt keine Kohle und mussten alles kaschieren und friss oder stirb. Das hat's halt zumindest im Laufe des Films irgendwie spannend gemacht. Nicht gut, aber spannend. Und ja, bin ich schon dabei. Also ich möchte jetzt auch, also wenn er dann jetzt da in die Richtung geht, dann machen wir bitte jetzt Amsterdam 3 als Full Creature Feature. Geile AI-Plastik-Monster-Rennen durch Amsterdam. Ich meine, wir hatten hier die Haie unter Paris. Ja.

Warum nicht der Buleback in Amsterdam? Deswegen, ich dachte auch, es wird viel mehr Bonkers irgendwie, als dass das viel mehr so auf die Zwölf geht. Ja, vielleicht ja der nächste Film. Ja, warum nicht. Er hat jetzt so den Übergang geschaffen, jetzt sind wir da, wo wir sind und jetzt kann er Vollgas geben in der nächsten. Ja, und ich glaube, Dick Maas ist hiermit der meist besprochenste Regisseurin bei all den Genres geschehen. Also wir haben über die Dogo in Folge 7, über Bray haben wir in Folge 71 gesprochen. Das ist jetzt das dritte Mal, dass wir uns mit ihm beschäftigen. Wüsste ich nicht, ob wir das mit anderen Leuten schon gemacht haben. Er ist eine Bank, ne? Ja, eben. Das ist das Maß aller Dinge. Zumindest aller holländischen. Gut. Kommen wir zur überlangen VHS-Folge. Ah ne, Bodycam. Ich hab jetzt irgendwie Durst auf Ulloduck. Woher kommt das? Ach ja, Bulloduck. Bulloduck. Ich mache auch nochmal meinen Bulle-Duck von Tölz-Gag, der ist eben untergegangen. Ist auch stabil. Gut.

Bleiben wir doch bei den Bullen-Bugs. Ui, nicht schlecht. Buddycam. Als zwei Polizeibeamte einen Familienstreit klären wollen, kommt es zu einer unerwarteten Eskalation, bei der in einer versehentlichen Schießerei mit tödlichen Folgen ein Mann und ein Baby getötet werden. Aus Angst vor der Öffentlichkeit beschließen sie, den Vorfall zu vertuschen. Doch es sind nicht nur die Bodycams, die ihre Tat beobachtet haben. Eine albtraumhafte Nacht beginnt. Ja, Found Footage hast du aus der Perspektive der Brustkamera von zwei Polizisten erzählt. Manchmal gesellt sich eine Dashcam im Auto oder ein, zwei Dashcams im Auto dazu. Aber ansonsten ja, war's das. Ja, also so das Kernproblem von Foreign Footage schon mal elegant gelöst. Und mich stört das ja immer nicht so, wenn bei Found Footage man sich auch mal so fragt, was ist denn jetzt hier los? Also mich stört eher, wie André auch, wenn Musik da ist, wo man denkt, wo soll die denn jetzt herkommen? Das ist halt immer unnötig, wenn so ... Wenn du die filmische Inszenierung hast, die das Konterkariert, ja. Aber das hat Polycam meiner Ansicht nach auch.

Leider. Musik? Musikeinsatz? Nein, aber eine filmische Inszenierung. Ja, eine Dramaturgie muss ja immer irgendwie ein bisschen her. Und klar, auch dieses, wer das Material bearbeitet haben soll, Weil welche Bodycam gerade zu sehen ist, das muss ja jemand entschieden haben. Also das ist halt so dieses Hin- und Herschalten. Ja, ja, das kann man aber ganz gut, oder ich kann sowas immer ganz gut verknusen bei Front Footage. Weil die Situation, die hier in der Inhaltsangabe geschildert wird, das ist halt wie gesagt recht zu Beginn. Und da fand ich das auch, da fand ich das merkwürdig. Da sehen wir halt, der eine Polizist steht halt im Keller und hat den Mann da vor sich, der, keine Ahnung, irgendwas in der Hand hält und dann auch noch komisch redet und so weiter. Und dann fällt halt dem Mann, der dieses gefundene Material zusammengeschnitten hat, nichts anderes ein, als eben zu dem anderen Polizisten umzuschneiden, der in seinem Zimmer steht oder beziehungsweise sein altes Jugendzimmer irgendwie untersucht oder sowas. Das ist alles ein bisschen, oder halt, nee, der dann halt oben im oberen Stockwerk irgendwas macht, wo man sich halt denkt, nee, eigentlich würdest du doch den eigentlichen momentanen Tathergang, den guckst du dir doch an und dann schaltest du zum nächsten Tathergang. Und das wiederholt sich im Film, wenn sie dann zum Beispiel auch bei der Mutter des einen Polizisten sind und der eine Polizist sitzt dann unten, während der andere oben sein Jugendzimmer untersucht und während der eine eigentlich für den Film wichtige Informationen, sag ich mal.

Vorbereitet oder halt irgendwie ausbreitet, ja, fällt demjenigen oder derjenigen, die das Material gefunden hat, nichts anderes ein, als oben ins Jugendzimmer zu schneiden. Und das fand ich leider, hat es leider ein bisschen kaputt gemacht, wie auch, also was heißt kaputt gemacht? Will ich nicht sagen. Gleich vorweg, ich fand den Film tatsächlich echt ganz unterhaltsam und cool, weil ich diesen Albtraum mochte, in den er mich reingezogen hat, aber da fand ich halt, bricht es mit der Logik der Präsentation, und ansonsten hätte ich eigentlich als größten Kritikpunkt noch ein, zwei digitale Effekte, die echt wirklich ganz zum Schluss kommen, aber die machen es leider für mich am Ende dann doch nochmal ein bisschen kaputt also was heißt, kaputt machen sie es nicht, nein aber wenn sie weggelassen wären, wäre es stärker gewesen genau, ich möchte den Film wirklich ausdrücklich für seine Idee und für seine Umsetzung und für seine Atmosphäre und teilweise auch für ein, zwei wirklich creepige Momente loben. Er hat leider halt, wie gesagt, diese dramaturgischen.

Inszenierungen drin, die ich nicht so cool finde oder die nicht so passend sind zu eben der gewählten Form. Und ja, am Ende halt so ein, zwei Momente, auf die man hätte echt wirklich verzichten können. Und dann wäre es noch besser gewesen. Ja, fand ich halt auch. Also das mit den Kameras ist mir auch am Anfang aufgefallen, in dem Haus eben genau deswegen, weil sie in zwei unterschiedlichen Orten sind und dann dieses aktive Notärschneiden. Aber später sind es hier dann auch beide im Keller. Dann hast du wirklich wie so einen Staccato-Schnitt, Gegenschnitt, so alle zwei Sekunden wechseln. Da ist es mir aufgefallen. Immer die Person, die redet. Das ist ja gerade eine ganze Gesellschaft. Filmschnitt. Das macht natürlich so ein bisschen die Immersion kaputt. Aber ich konnte es dann auch irgendwie runterschlucken und dann war es irgendwie gut. Das ist mir jetzt alles nicht so vermiesst. Aber ansonsten gebe ich dir auch vollkommen recht, dass mit dem, die CGI-Momente da gegen Ende war ich auch so, da war ich direkt so, ach nee, lass das doch weg, dann wäre es noch effektiver. Oder deutet es nur an.

Oder mach es halt, wenn du es richtig voll machst, dann mach es wie bei The Deep Dark. Dann mach es mit einem gewissen Value und einer gewissen produktiven, produktionstechnischen Qualität, dann nehme ich das auch hin. Aber wenn du es machen willst, dann musst du dafür ein bisschen Geld haben, weil das einfach nach absoluter Scheiße aussieht. Okay, ja. Da gehe ich mit. Aber sonst muss ich auch sagen, ich fand's richtig geil, dass der Film ohne Aufbau direkt reingeht. Aber direkt. Quasi das Character-Building kommt dann erst später, sondern wir gehen direkt rein. Das fand ich echt nice. Mich hat das vom Aufbau ganz am Anfang erstmal auch an die erste Episode von VHS Halloween erinnert. Mit dieser sechstittigen Mutter da, wenn ihr wisst, was ich meine. So vom Setup her. Fand ich auch ganz nice, weil ich den letztes erst geguckt hab. Muss ich gleich dran denken. Nee, fand ich schöne Atme und so. Schön eklig, schön räudig so. Weiß halt die ganze Zeit natürlich, irgendwas ist hier falsch, aber kannst du nicht so ganz greifen, das mochte ich sehr.

Und was ich auch echt ganz nice fand, war, dass, ja, diese krasse Ambivalenz halt der Figuren drin war. Das hat ganz gut funktioniert. Also, es war auch sehr stereotypisch, es hat aber gut funktioniert aufgrund der Tatsachen einfach hier. Der eine, der halt dann dem was passiert, der natürlich erstmal ein Schockstarre ist, der alles dafür tun will irgendwie, als ob's am liebsten nicht passiert wäre und der andere, der versucht rational zu sein, dagegen zu steuern, das mochte ich auch, dass er gut funktioniert. Und das alles aber auf so einem, ich mochte den Minimalismus des Films. Das hat, finde ich, gut funktioniert. Ich musste hier gar nicht viel mehr erfahren. Ich bin froh, dass der keine, wäre ja noch schlimmer gewesen, irgendwelche Flashbacks noch hätte oder sonst irgendwas. Ich fand es gut, dass der sehr runterreduziert war so auf die Gegebenheiten, die halt so passieren. Und konnte ihn auch echt dann so gut nehmen einfach als das, was er ist. Das ist mir schon echt gut reingegangen. Ich fand den echt auch sehr irgendwie effektiv in seinem Minimalismus. Ich mochte das auch gerade, was du ja auch schon angeschnitten hast, wie ambivalent die Figuren waren. Weil ich bin jetzt ein bisschen erstaunt, dass die Inhaltsangabe das schon erwähnt, dass das Kind getötet wird. Weil ich dachte, da wird so ein Buhai drum gemacht.

Aber das passiert ja wirklich relativ früh am Anfang. Und ich war dann so, wo ich so dachte, warum wollen sie denn da ein Cover-up machen? Das wird doch jeder verstehen, dass das ein Unfall war und dass er das nicht wollte. Aber dann erklärt er ja so ein bisschen, wie er wahrscheinlich als Polizist wahrgenommen wird. Man ist dann so, ja, das haben sich Polizisten natürlich auch selber zuzuschreiben, dass sie inzwischen so wahrgenommen werden, aber natürlich kann ich es auf individueller Ebene verstehen, dass er da denkt, lieber mal kein Risiko eingehen, weil es war ja wirklich, also er macht ja quasi was Sinnvolles oder in seiner Welt Logisches, indem er diesen Unfall dann einfach tilgen will und das einfach so hintritt, als ob das nicht passiert wäre, weil man ihm vielleicht nicht glaubt. Und das macht ihn halt gar nicht zu einem Sympathieträger, sondern zu jemanden, der irgendwie so ein bisschen übertreibt. Und dann macht der Film daraus dann so viel. Das fand ich super spannend, weil ich da kurz Angst hatte, nein, jetzt wird das so eine Schuldsache oder so Trauma, dass dann irgendwie dieses tote Kind und er fühlt sich dann schuldig, dass das wieder so irgendwas wird oder dass man am Ende rausfindet, dass es eigentlich sein eigenes Kind war. Dass da irgendwie wieder so ein unnötig intellektueller Überbau drüberkommt. Aber was der Film schlussendlich aus diesem toten Kind macht und womit die Handlung vorangetrieben wird, das fand ich erstaunlich erfrischend. Obwohl es sehr simpel eigentlich war. Ich find halt schon, dass es da leider ...

An der einen oder anderen Stelle schon die Überlegung gab, es doch anders zu machen. Und ich konnte es nicht so ganz nachvollziehen, weil letztendlich, weiß ich nicht, sehen wir ja seine Perspektive. Und ich glaube schon, wären sie den offiziellen Weg gegangen, dass sie deutlich glimpflicher aus der Sache davongekommen wären. Also ich habe mich schon gefragt, warum sie jetzt nicht einmal rausgehen.

Und versuchen halt erst mal Kontakt herzustellen. Aber ey, anders, dann hätten wir halt nicht den Film, den wir haben. Und das ist ja auch okay. Weil das habe ich mich nämlich auch gefragt. Weil auch egal, wie sie sich ab einem bestimmten Punkt relativ früh eigentlich schon in der ersten Viertelstunde entschieden hätten, ihnen entgleiten ja dann quasi, also sie versuchen da ja wieder Kontrolle über die Situation zu erlangen, aber die haben sie ja eigentlich schon längst verloren. Also egal, wie sie sich ab einem bestimmten Punkt verhalten hätten, sie wären ja gar nicht mehr rausgekommen. Und das fand ich so spannend, aber irgendwie auch weird, dass die Hauptfiguren gar keine Handlungsmacht mehr haben ab einem sehr frühen Zeitpunkt. Ja, weil der Film relativ schnell klar macht, dass sie quasi nicht mehr in dieser Realität, sag ich mal, sind. Dass einfach die normalen Dinge, wie selbst ein Funkgerät bedienen, irgendwann nicht mehr greifen. Und dann checkst du halt, finde ich, schon recht schnell, dass, okay, jetzt die typischen Abläufe jetzt so eines Tattages oder so eines Polizeialttages sind jetzt gerade auch gebrochen. es geht alles nicht mehr. Aber ich weiß nicht, zwischen, ich suche jetzt mal die geheime Hackerhöhle auf, Und ich versuche jetzt doch noch mal Kontakt irgendwie mit der Zentrale herzustellen. Da ist für mich doch ein bisschen viel Zeit und ein bisschen viel Spielraum, um sich Gedanken über gewisse Entwicklungen.

Und Situationen oder Eventualitäten irgendwie zu machen. Das ist ein bisschen forciert, das stimmt schon. Das meine ich halt. Ich finde es halt, es ist schon ein bisschen in die Richtung gedrückt, in die es dann gehen soll. Aber das finde ich nicht schlimm. Mir ist es nur halt mal aufgefallen ... Zusammen mit eben halt einer Dramatisierung des Bildschnitts so.

Aber das ist, finde ich, auch vollkommen legitim. Ich finde halt, letztendlich ist das halt, und das ist so ein bisschen schade am Ende, aufgrund dessen, was zu sehen ist, nicht aufgrund dessen, was man halt mitnimmt aus dem Ganzen gedanklich, sondern nur aufgrund dessen, was zu sehen ist, fühlt sich das für mich dann doch am Ende insgesamt eher wie eine überlange VHS-Folge an. Oder wie für eine VHS-Folge, die halt zu lang war, um sie halt in die VHS-Collection einzureihen. Und es hätte gar nicht sein müssen. Also es hätte wirklich gar nicht sein müssen. Der Film würde auch so auf seinen Beinen stehen können und es wäre echt ein cooler Beitrag zu dem ganzen Found-Footage-Ding so. Denn und auch mal, um was Positives zu sagen in Sachen Effekte, es gibt irgendwann eine Situation, in der sind die Polizisten dann im Haus des einen Polizisten und da kam ein Effekt irgendwie zum Einsatz. Da habe ich aber wirklich drei, vier Mal hingeguckt so, weil ich das wirklich, ich fand das schön creepy. Also es war, ich hab noch gedacht so, warum ist jetzt diese Person, warum haben sie diese Person mit der Maske eingeführt? Also mit so einer Gesichts-OP-Maske halt oder CO2-Maske oder wie man auch immer das nennen möchte. Und nur damit die jetzt da nochmal, also damit die jetzt nochmal irgendwann im Film auftauchen kann und so. Aber das fand ich jetzt nicht so schlimm, sondern, wie gesagt, wenn sie dann bei dem einen Polizisten zu Hause sind und dieser Effekt dann zum Einsatz kommt, das war etwas, das wirkte auf der einen Seite unwirklich.

Und gleichzeitig aber echt. Und das fand ich irgendwie geil. Das ist auch eine Szene, die im Trailer nämlich ganz anders dargestellt wird. Im Trailer ist das sehr stark wie ein Chumpscare ausgespielt, wo ich dachte, ach, finde ich ganz geil. André hatte ja dann irgendwie geschrieben, die Szene sieht ass aus, als ich den Trailer da reingepostet habe auf dem Podriders-Discord. Und die Szene ist jetzt ganz anders im Film, also deutlich subtiler, wie der Film ja generell, Dafür, wie viele Möglichkeiten der für Jumpscares hätte, finde ich sehr viel auf Atmosphäre und so ein Tread. Also da könnte so oft irgendwas um die Ecke gesprungen kommen. Aber passiert selten. Es gibt Jumpscares, aber es war sehr gut dosiert. Und genau das, allein, da gab es zwei Situationen. Einmal folgen sie so einem Obdachlosen in so ein Abrisshaus rein. Wo ich gedacht habe, never ever würde ich jetzt da hinterher gehen. Ja, ja. Und das andere Mal ist dann, wenn der andere Polizist in dieses Loch hinabsteigt, über dem Rice steht. Und dann plötzlich, und das fand ich so geil, also wenn er dann da unten ist, in so einer Art, ja, endlos ...

Fabrik, sag ich euch mal. In den Backrooms. Ja, genau. Da hab ich mir gedacht, ey, wenn Backrooms das hinkriegt, das genau so das Feeling hinkriegt, nur halt eben im hellen Neonlicht und mit nackten Räumen, dann bin ich schon happy. Weil das, muss ich sagen, diese wirklich, was sind das, fünf Minuten oder so, die wir da unten in diesen ganzen Anlagen verbringen, alter, das war wirklich unheimlich. Generell sahen die Locations alle mega geil aus. Es sah halt so aus, ob ob es wirklich keine Sets waren. Waren es vielleicht auch nicht. Runtergerockte Häuser, alles ist dreckig, überall klebt was rum, überall steht, irgendwelche komischen Kram. Also es ist schmutzig, aus jedem Winkel könnte irgendwas angesprungen kommen, weil halt alles nicht so geil belichtet ist, sondern überall irgendwelche dunklen Schattenecken. Das fand ich schon. Also das ist jedenfalls was, wo ich mir so denke, ey, ich will mehr von den Personen sehen, die das gemacht haben. Und dann auch in Kombination mit diesem Viertel, wo ja Menschen jetzt wirklich offen auf der Straße leben quasi und vor sich hin vegetieren in den Vorgäten anderer Häuserzelten übernachten.

Das hat mich dann auch wieder echt hart erinnert an diesen It Ain't Get Better Than This, den ich beim Wirt Weekender Festival gesehen habe. Das scheint jetzt vielleicht auch so ein Thema zu sein, um da so ein paar soziale Missstände irgendwie mal wieder mit einfließen zu lassen. Irgendwie, weil ja, auch hier spielt das ja eine gewisse Rolle und die Obdachlosen, es ist ja schon fast, das hatte ich schon was John Carpenter-eskes. Ja, voll. Ja, war schon so Fürst in der Dunkelheit.

Und, also wirklich, ich bin tatsächlich positiv überrascht von Boyd. Ich musste da nur einmal lachen. Das war ganz am Anfang, da lässt sich ja der eine Cop auch schon so ein bisschen über dieses Viertel aus und dann sagt so, wow, ist alles verwiderlich hier und du kannst nicht mehr warten, direkt wieder raus zu sein und so. Und dann irgendwann gibt es eine Situation, da wollen sie schnell mit dem Auto zu ihm nach Hause fahren. Und ja, es ist natürlich nicht live quasi, live gefahren, es gibt einen Schnitt so quasi, aber dann fahren sie aus diesem Viertel raus, da gibt es so einen Schnitt und sie sind halt gefühlt in 30 Sekunden in der Einfahrt. Und ich dachte mir so, okay, stell dir mal vor, das wäre so, er meckert über das Viertel, wie er nicht jetzt ist, aber eigentlich wohnt er nur so am Ende der Straße links rein. Ja, aber sowas gibt es in Berlin auch. Wir haben hier ja auch so ein paar Ecken am Ostbahnhof oder so, da gehst du 400 Meter weiter und dann ist da ein Park mit einem riesen Springbrunnen und Blumenanlagen. Also es ist wirklich absurd, wie in Berlin ist das oft so, du hast dann so 200 Meter, wo nichts ist. Das ist wie so früher die Spiele, so PS3-Rollenspiele, so diese Ladebereiche, wo halt keine Texturen sind, da ist einfach nur so Müll und so, ein paar Ruinen und dann fängt ein neues Gebiet an. Also das, aber ja, da war ein Schnitt. Also die sind länger gefahren. Ja genau, also es war echt länger, aber es wirkte für mich so, ich würde lieber wieder nach Hause. Wo ist denn das? Na, da vorne hinten, die einfach links.

Da war ins Nachbarshaus rein. Vom Übergang fand ich das sehr funny, ja. Aber nee, genau, dass die sind quasi in einer eigenen Welt. In einer eigenen Welt. Also dieses Viertel wirkt schon wie eine eigene Welt und dann kommen sie nochmal in diese, ja, ihre eigene Hölle quasi. Und ich musste übrigens auch sehr, generell vom Setup und so, ich musste auch sehr an Baskin denken. Der hat auch sehr, Baskin-esk. Ich musste gegen Ende viel an Returnal denken. Ich weiß nicht, ob ihr das gespielt habt. Ich hab's gespielt, ja. Wo dann auch so dieses Haus zu sehen ist. Das passiert ja bei Return auch an bestimmten Punkten, wo ich auch dachte, auch geil. Es hatte schon auch so kosmik-horror-artige Sachen dann gegen Ende. Das war echt stark. Und ich mochte auch dieses, wie halt so diese Drogen, natürlich wird diese Drogenmetapher oder diese ganze Kritik daran nicht so komplett zum Ende gedacht. Aber wie dann seine Mutter auch so eine Selbsthilfegruppe für Chunkies bei ihm zu Hause hat und dem Polizisten auch sagt, ey, du sollst hier nicht so nach Hause kommen. Weil sie halt auch schon so sieht, okay, Polizisten sind Teil des Problems und Teil der Lösung. Und wieso sie diese Gruppe dann überhaupt da leitet, auch das. Also hier wird sehr wenig so die Figuren irgendwie so eine Tiefe verliehen. Aber wenn das gemacht wird, ist es sehr effektiv. Also ich fand es wirklich sehr effektiv erzählt einfach. Ja, und es wird dann eben, weil ihr vorhin auch schon sagtest, du dachtest am Anfang schon, oh, das wird wieder irgend so ein deepes Meta-Ding, klar.

Ja, ich hab recht viel gebraucht, um zu checken, dass das auch schon eine ganze, das ganze Ding eine Parabel eben auf Drogenabhängigkeit und Drogensucht sein soll. Aber es ist halt wirklich super subtil. Es ist nicht so on the nose. Es gibt dazu ein, zwei Einstellungen oder eben Sätze und dann war's das aber auch. Trotzdem nimmt er aber sein Horror, Cosmic Horror von Footage Horror ernst. Das ist trotzdem nur ein Subthema, das kannst du da rauslesen, musst du aber nicht. Es ist trotzdem ein Horrorfilm. Ja, das ist ein bisschen auch wie so eins von diesen Videogames, die eher so ein Walking Simulator sind, weil alle Sachen, die hier von den Figuren irgendwann mal hochgenommen, kurz angeguckt werden, haben irgendwann später noch eine Relevanz.

Das fand ich echt spannend. Also ein bisschen so, als ob man so ein Let's Play von so einem 70-minütigen Horror-Game zuguckt. Außer die eine Axt, die da rumsteht. Stimmt. Die wird einfach konsequent ignoriert. Das fand ich auch wieder cool. Ja, das muss ich, ja, fand ich auch cool. Was ich aber verwunderlich fand, aber auch nicht wirklich schlimm, aber ich war verwunderlich, wie Zahms eigentlich zugeht. Weil ich dachte, das wird so ein richtiges Gore-Fest, hab ich irgendwie gedacht. Weil ich auch so ein bisschen gerade so diese VHS-Folgen, wie die du eben genannt hast, dann gibt's auch die mit dieser Special Squad, die in dieses Haus reingeht, die auch nur so ein einzelnes Metze-Fest ist. Da dachte ich, das wird deutlich krasser irgendwie. Ja, das stimmt. Und, Ich muss aber sagen, hinten raus fand ich es echt ganz nice, dass der auch eigentlich auch da zurückgehalten hat. Ja, fand ich auch. Es gab nur so ein, zwei kleine Spitzen und sonst halt wirklich alles über Atmo und einfach unheimliche und beklemmende Bilder irgendwie. Das fand ich schon sehr effizient. Also der jetzt hier und hier der Dream Eater.

Zwei gute neue Found-Footage-Dinger, die einfach so aus dem Nix kamen. Fand ich auch. Ich hab noch, weil wir kurz bei Found-Footage sind, ich hab noch Descendant geguckt, den ich auch allen, die zuhören, ans Herz legen möchte, der auch, also das Setting ist halt sehr hinkonstruiert, da geht es um eine Pathologin, die auch so Schminkvideos für Leichen dreht, also wie man so quasi sich bei der Arbeit, wie sie so Schädel restauriert, wo jemand reingeschossen hat, Selbstmord, und irgendwann findet sie dann raus, die Leiche, die gerade bei ihr da im Leichenraum hinter ihr liegt, ist halt von irgendeinem Serienkiller, der vermutlich doch nicht ganz tot ist. Und auch super effektiv, weil der mit Überwachungskameras arbeitet. Er hat bis zu neun Kameraperspektiven gleichzeitig. Auch super simpel gedreht, wirkt auch so, als ob die den an drei Drehtagen gedreht haben und der hat mich auch richtig gegruselt. Und der ist auch relativ harmlos, bis auf eine Szene gegen Ende, wo ich auch so dachte, ich kann nicht hingucken. Das war halt wieder, ich find halt so Leichensachen immer recht eklig, wenn da so rumsiziert wird. Wie heißt der?

Descendant. Also irgendwie Descendant, nicht Descend. Irgendwie die Ab, die Gestorbenen. Ah, okay. Aber ich fand, wir haben jetzt einiges, ne? Also ich mein, guck mal, Man Finds Tape oder Strange Travel. Ja, vieles. Ja, also meine Freunde und ich, wir gucken ja ein bis zwei Found-Footage-Filme pro Woche. Mind, Body, Spirit war mega gut. Also nicht mega gut, das Problem bei Found-Footage ist ja leider immer, dass es nie der absolute Oberhammer-Film ist, weil man selten denkt, oh, jetzt direkt nochmal. Weil man genau weiß, ah, das sind jetzt die 15 Minuten, wo man denkt, es kommt ein Schamske, aber es kommt keiner. Die funktionieren halt meistens leider ja nur einmal und danach hat es ja so ein bisschen durcherzählt. Ach so, der, die senden. Ja, ich hab einen 225 von Peter aus Zillilla. Ja, also Nee, nee, das ist der, nicht der, Nee, nee, das ist dieser der ist auch aus dem Benson und Moorhead Umfeld der heißt Descendent der hat nämlich noch mehr irgendwelche Silben drin, warte, ich guck gleich ich schick's gleich, während wir ein wenig zum nächsten Film rüberkommen Danke.

It Doesn't Get Any Better Than This war der richtige Titel von dem, den ich meinte vorhin, und ja, wir hatten ja noch über Milk and Serial gesprochen, also Also im Found Footage tut sich das immer noch. Also da werden noch immer viele Ideen rausgeholt. Und anhand auch jetzt vieler Filme, die wir hier schon besprochen haben. Und ja, Strange Harvest muss ich auch für dich auch dazu zählen, weil der in der Art und Weise ja auch sowas in der Richtung ist. Und der hat mir auch echt gut gefallen. Und halt die Creep-Tapes-Serie, mega gut. Ja. Gut, kommen wir zum nächsten Film. Er startet diese Woche auch im Kino. Es ist der große Blockbuster dieser Woche. Und ich hab mich eigentlich ehrlich gesagt gefragt, warum wir den besprechen, weil ich hätte ihn hier nicht unbedingt jetzt als erstes angebracht. Aber na gut, sprechen wir jetzt über der Astronaut Project Hail Mary. Einmal vorweg und Tino, nur bitte einmal auf diese Frage antworten, auf nichts anderes. Hast du das Buch gelesen? Nö. Okay, André, hast du das Buch gelesen? Nö. Okay, ich auch nicht. Also dann einmal hier der Disclaimer vorweg. Wir alle drei haben das Buch nicht gelesen, deswegen können wir nicht allzu viele Vergleiche zum Buch anstellen oder halt eben die Unterschiede zwischen Buch und Film so wirklich aufweisen.

Gut bevor wir da reingehen, der Film heißt es Dissident, gibt viele Filme, die irgendwas mit Dissident, Dissident, aber es heißt wohl, also D-E-C-E-D-E-N-T so zurück zu Hail Mary wie hast du das jetzt ausgesprochen? Ich hab ihn mal nicht gefunden übrigens Dissident, ich weiß es nicht ich gebe doch den Scheißling per WhatsApp ja, aber das hören doch dann die Zuhörenden nicht das ist mir doch egal So, Leute, ihr hört jetzt ein WhatsApp-Geräusch. Daraus könnt ihr euch ableiten, wie der Film heißt. Nein, aber dann kann ich es später in unsere Filmliste bei Letterboxd. Ja, liest du mal vor, wie du denkst, wie das heißt. Wie man hier wieder ... Nein, das Ding ist, ich hab die ganze Zeit bei Letterboxd gesucht nebenbei, während du geredet hast eben. Und ich hab ihn nicht gefunden. Deswegen war ich halt sehr verwirrt. Ja, genau, weil ich ja auch das falsch ausgesprochen hab. Es gibt nämlich diesen Descendant-Tent. Nee, das ist Dissident. Dissident. Dissident. Dissident. Ja. Ja, genau. Von Andrew Bowser. Ja, damit putze ich auch meine Zähne. Abends morgens Don't to Dent, abends Dissident. So, mehr habe ich zu dem Thema nicht mehr beizutragen. Endlich habe ich meine eigene Hölle. Ja.

Gut, kommen wir zu einem Film, dessen Sternenreise nicht so lang dauert, wie die Diskussion über einen Filmtitel oder wie man ihn ausspricht, hier bei Genre geschehen. Sein Name ist der Astronaut aka Project Hail Mary Astronaut wird das gesprochen.

Basierend auf einem Roman von Andy Weir dessen vorheriger Roman der Marsianer bereits schon von Ridley Scott verfilmt worden ist jetzt haben Chris Phil Lord und Chris Miller genau sich seinen Folgeroman vorgenommen mit folgender Inhaltsangabe, Der Naturwissenschaftslehrer Ryland Grace wacht eines Tages auf einem Raumschiff auf, Lichtjahre von zu Hause entfernt und ohne Erinnerung daran, wer er ist oder wie er dorthin gekommen ist. Als sein Gedächtnis nach und nach zurückkehrt, findet er heraus, was seine Mission ist. Er soll das Rätsel um eine mysteriöse Substanz lösen, die dazu führt, dass die Sonne erlischt. Um alles und jeden auf der Erde vor dem Aussterben zu bewahren, muss er auf sein wissenschaftliches Fachwissen und einige unorthodoxe Ideen zurückgreifen. Dabei führt eine unerwartete Freundschaft dazu, dass er all dies nicht vielleicht ganz allein tun muss.

Ja, die Frage ist, wie sehr wollen wir das vorwegnehmen, was eigentlich schade ist, weil das ist schon so sehr vorweggenommen worden ist durch die bisherige Promo-Arbeit des Films und natürlich halt auch durch diverse Reviews und so weiter und so fort. Vielleicht nicht so sehr, weil wir reden ja wahrscheinlich am Donnerstag bei Kino Plus nochmal drüber, können wir ja schon im Rahmen eines Crossovers anteasern, dass wir jetzt nur kurz reingehen. André, bist du auch Donnerstag da? Zufälligerweise? Und du dann vielleicht deine Eindrücke hier am meisten schilderst, Daniel und ich uns ein bisschen zurückhalten und wir einfach das als Cliffhanger auf Donnerstag dann hier noch so reinpacken.

Ja, da war jetzt ja auch noch vor Kinostar. Ja, eben, wir sind halt noch vor Kinostar. Da lief natürlich jetzt auch schon in einigen Previews, also die haben ja auch schon einige gesehen, sonst ist es nicht. Aber wir können ja mal gucken, wie tief wir reingehen. Dann geh doch mal rein. Dann geh ich mal rein. Rein in die Sonne. Ich habe echt nichts erwartet, muss ich sagen. Ich war eher erstaunt, dass es ja dann auch ein Pressescreening gab, wo ich leider nicht vor Ort sein konnte. Aber ihr habt den Film ja schon ein paar Tage vor mir sehen können. Und die ganzen Stimmen aus Hamburg hier oder generell aus PVs in Deutschland von Kolleginnen und Kollegen waren alle sehr positiv bis überschwinglich. Wo ich schon so war, okay. Hab da in manchen Zeilen was gelesen von wegen, der beste Film des Jahres kommt jetzt schon. Aha. Dann war ich schon so, okay. Und war dann doch ein bisschen gespannter als vorher auf die Sichtung jetzt. Und hab ihn jetzt am Wochenende im Kino gesehen in der Preview. Und ja, um es erstmal ganz grob zu sagen, das ist mal wieder so eine Art von.

Wohlfühl-Blockbuster, den ich so ein bisschen auch vermisst hab in letzter Zeit. Und das hätte ich gar nicht erwartet von dem Film. Denn der ist für mich, das ist so ein Ding, der ist halt weder zu seicht, aber auch nicht zu komplex, Er nimmt sich aber ernst, hat was zu sagen, hat auch eine gewisse Haltung.

Aber ihm ist schon auch wichtig, einfach zu unterhalten sehr viel. Ich hätte auch nicht erwartet, dass der so lustig ist. Ich musste echt viel lachen. Hat auch schon gelesen, dass ja irgendwie fast alle Gags eins zu eins aus dem Buch wohl übernommen sind im Film. Also es gibt eigentlich keine neuen Gags wohl. Das ist alles übernommen aus der Vorlage. Oder zumindest wenig. Wenig Neues. Das hat für mich gut funktioniert. Überraschend gut. Aber ich finde Gosling eh sehr witzig. Das kann der auch. Wenn man sich so zutraut auf den ersten Blick, finde ich. Aber der hat echt eine gute Comedy-Ader. Und was ich auch sehr mochte, ist einfach generell die ganze Ausstattung und Optik. Denn ich finde, das ist mal wieder ein Film, der sieht auch nach danach aus, was er gekostet hat. Der war ja auch schweineteuer, ich glaube auch 200 Millionen. Und ich muss sagen, ich habe lange, lange, lange keinen so gut aussehenden großen Blockbuster mit Verleihmann gesehen, wo ich mir denke, ja, bis zum letzten CG-Effekt. Es geht doch so, es geht doch. nicht jeder Film, der 100 Millionen kostet, bloß dann aussehen wie so ein Slopfest, wo man sich immer fragt, wo ist denn euer Geld hingewandert? Sondern ich finde, hier sieht man es mal wieder, wo es hingewandert ist. Und sowohl die ganzen Space-Szenen, die Ausstattung, die Effekte irgendwie, ich finde, das sieht alles richtig geil aus. Also ich war da auf der Leimann wirklich echt gebannt.

Und ja, deswegen erstmal nur so vorweg, der ist mir überraschend gut reingegangen. Ich glaube tatsächlich leider, dass der Film, so gut er mir auch gefallen hat, dass eben diese hohen Produktionskosten plus diese ganze Werbung, die der jetzt ja gerade überall fährt, ich glaube, dass dem das Genick brechen wird.

Ich würde, also ich wünsche mir wirklich von ganzem Herzen, dass der einen gewissen Erfolg hat und seine Kosten rechtfertigt. Ich befürchte leider, es wird das nächste Ryan Gosling-Millionengrab wie The Other Guy. Ich glaube, das ist tatsächlich dann doch ein bisschen zu abstrakt. Meine Hoffnung ist, weil der Film eine gewisse Knuddeligkeit und Wärme besitzt. Und ich hoffe, das spricht sich rum, dass vor allem dann halt auch Eltern mit ihren Kindern da reingehen. Weil er meiner Ansicht nach, ich glaube, der sollte nicht als großes philosophisches Werk oder so verstanden werden. oder als irgendwie Film, der einen auf neue Gedanken bringt, sondern Das ist kein Ad Astra. Nee, das ist kein Ad Astra. Das ist auch kein, also das ist Interstellar in Knuddelig, meiner Ansicht nach. Und das dafür, das ist für mich vollkommen fein. Also ich werde den auf jeden Fall mit meinem Sohn gucken, weil ich vor allem anhand eines bestimmten Effektes im Film nach wie vor beeindruckt bin. Ich finde, das ist eine coole, ich hoffe, Kombination aus CGI und Animatronics. Aber wenn es nicht so ist, muss ich sagen, es ist wirklich gutes CGI. Ich fand den manchmal ein bisschen kryptisch bebildert. Also ich fand, da waren manche Bilder ein bisschen umständlich. Da hat man nicht so genau erkannt, was es jetzt eigentlich da Phase ist oder worum es da eigentlich genau geht. Andere Bilder fand ich wiederum echt richtig, richtig geil. Also das ist Craig Frazier, glaube ich, der das eingefangen hat.

Das merkt man und da gebe ich dem Film auch recht. Ich glaube, er ist leider zu teuer für das, was er letztendlich ist, weil ich fand den auch, ich fand den witzig, ich hab gelacht, ich fand den Optimismus in diesem Film cool und ich hatte alles in allem mit dem eine gute Zeit, auch wenn der Film vielleicht auch so roundabout 15 Minuten zu lang ist. Hm. Okay, dann bin ich in der Runde wohl der bisschen Buhmann, weil ich wünsche dem Film auch alles Gute, ich glaube aber auch, dass er zu teuer war, aber ich hoffe, weil das sind ja so die anfänglichen Lobeshymnen wirken ja auch oft so, als ob das ein Film ist, wo viele Leute zweimal reingehen würden und ich mutmaß mal, dass das auch so ein Film ist, wo man erst so denkt, ah, kann man da die ganze Familie mit reinnehmen, dann guckt man ihn vielleicht allein und merkt, ja doch, ist doch so ein Film für die ganze Familie. Also ich glaube, der könnte halbwegs manierlich laufen, aber ich glaube auch nicht, dass der so durch die Decke gehen wird wie der Martianer, weil dazu fehlt ihm dann doch irgendwie dieses Abenteuer-Filmartige. Also das ist ja teilweise schon fast wie Robinson Crusoe, der auf Freitag trifft und das, ich sage ja selten, dass ich Filme zu lang finde. Ich sag bei Horrorfilmen oft, dass das eher so kurzfilmartig hätte sein können, aber sonst kann ich auch einen längeren Film irgendwas abgewinnen, aber ich find den locker 60 Minuten zu lang, der tritt so oft auf der Stelle.

Der Humor war mir auch zu dödelig, weil der größtenteils ja auch nur auf One-Linern wieder besteht, die Ryan Gosling von sich geht. Da teile ich auch nicht die Ansicht, dass Ryan Gosling ein guter Comedy-Schauspieler ist. Also der Humor hat für mich selten funktioniert. Und ich teile auch nicht die Ansicht, dass hier was Optimistisches oder Positives gezeigt wird. Also ich finde es auch wieder sehr bedenklich in der Art und Weise, wie Wissenschaft wahrgenommen wird, wie außerirdisches Leben wahrgenommen wird. Also ich fand es eher alles sehr trist in seinem Weltbild oder in dieser Botschaft, die er mir mitgeben wollte. Also ich war ernüchtert, dass das jetzt irgendwie so die neue ... Science-Fiction-Geschichte sein soll. Ich habe mich dann so ein bisschen meinen Frieden damit gemacht, dass es eigentlich eher ein verkleidetes Drama ist, der genauso auch in der Antarktis oder unter Wasser oder in einem Bergwerk spielen kann, dass dieses ganze Weltraum-Setting eigentlich scheißegal ist. Ein paar schöne Bilder haut er raus, aber jetzt 200 Millionen Dollar teure Bilder raushaut, das habe ich so auch nicht empfunden, weil ja über weite Teile ist es ein Kammerspiel, wo Ryan Gosling mit einem Stein redet. Und wenn das funktioniert, freue ich mich. Aber diese zutiefst vorhersehbare Freundschaftsgeschichte fand ich schon erstaunlich dünn. Also das hat mich nicht wirklich abgeholt. Ich habe mich dann auch irgendwann nur noch gelangweilt. Das passiert mir eigentlich selten. Gerade wenn ich ihn auch, ich habe ihn gestern auch im IMAX geguckt, weil ich ja dachte, ich will die Bilder mitnehmen. Das hat auch funktioniert.

Aber ich war auch mit dieser Dramaturgie des Films, mit diesen Rückblenden. Also das hat sich mir auch nicht erschlossen, warum der Film auf so eine Art und Weise erzählt wird. Das soll wohl aber auch so im Buch sein. A ist im Buch genauso. Ja, mag sein, aber das ... Ja.

Verstehe ich. Ich bin da auch eigentlich gar kein Fan von. Ich mochte zum Beispiel Good Luck, Have Fun, Don't Die nicht so gerne, weil er die auch so in Erzählweise hat. Weil er eigentlich so einen 20-Minuten-Hauptplot hat und dann eigentlich den Rest nur so Episoden erzählt. Eigentlich gar nicht so, bin ich gar kein Fan von. Ich fand bei Hail Mary hat's aber ganz gut funktioniert, weil du halt.

Nach und nach dadurch auch erst die volle Charakterisierung von Goslings Figur bekommst, weil du halt die Hintergründe verstehst, warum er in der Situation ist, wer er eigentlich wirklich ist, denn der Plot ist ja eben, er hat sein Gedächtnis verloren, er weiß ja nicht mehr so richtig, wer er ist und was alles, wie es dazu gekommen ist und dadurch, durch diese Flashbacks erfährst du das ja dann erst nach und nach mit ihm und das ist halt so, das konnte ich verstehen, warum man sich das dazu entschieden hat und deswegen, das ging mir dann doch ganz gut rein und ich finde halt, naja, du hast ja gefragt, wo die Menschlichkeit oder wo der Optimismus daherkommen soll. Ich finde schon, dass da in gewisser Weise einer drinsteckt. Also ich meine, es geht ja darum, dass diese Frage der Erderhaltung so, wir wissen in diesem Szenario im Film, die Wissenschaft ist 100% sich einig, irgendwie in 30 Jahren ist die Erde am Arsch, wenn wir nicht irgendwie was tun. Und es gibt halt dazu eine Lösung, die gefunden wird und es muss halt gehandelt werden. Und das ist ja alles ein bisschen larger than life-mäßig. Trotzdem sind das ja alles Probleme. Natürlich geht es da um Klimafragen und sowas. Das sind ja trotzdem auch Probleme, auch wenn sie uns jetzt zum Glück noch nicht so nah treffen. Aber das sind ja alles Fragen, mit denen wir uns ja auch täglich beschäftigen eigentlich müssten.

Es ist halt in Zukunftsmusik eine sehr düstere. Und bis man halt an den Punkt kommt, und da sind sie ja im Film eben schon in der Handlung, dass es halt alles klar war und auch da wurde eben bis zur letzten Sekunde eben gewartet. Und jetzt stehen sie halt da und müssen halt eine Lösung finden. Und ich finde dann wieder das erzählt, dass sie auf eine Lösung auch irgendwie stoßen und daran forschen und so weiter und.

Ein Gosling, der das erst die ganze Zeit irgendwie ablehnt und dann nach und nach aber wieder reinwächst und dann selber versteht, was daran so faszinierend ist und gleichzeitig für ihn natürlich auch diese Frage, ey, ich hab vielleicht hier als kleines Licht die Möglichkeit, daran mitzuarbeiten, eventuell in Anführungszeichen die Erde zu retten. Ich finde, da kommt das schon durch, dass das eigentlich ein sehr uplifting Film ist. Nichtsdestotrotz, er ja im Laufe der Handlung eben auch noch einige Male echt dann, sag ich mal, düster wird oder nochmal eine andere Seite der Medaille zeigt, die finde ich auch dramaturgisch dann gut funktioniert, weil durch Dinge, die du halt durch diese Flashbacks lernst, machen dann auch spätere Handlungsentscheidungen von Ghostlings Charakter auch dann nur Sinn. So. Und das zusammen fand ich dann als Erzählstruktur eigentlich ganz gelungen. Wie gesagt, und das ist halt auf jeden Fall im Buch auch so, das hatte ich mal gescheckt, ja. Ja, ich find dieses, ich mochte auch am Anfang, dass die Wissenschaft so zusammen arbeitet, aber es fällt ja irgendwann komplett unter den Tisch. Also spätestens als dann, was ist denn genau dieses, wo wir nicht so sehr in Spoiler reingehen wollen? Also existiert der Trailer in der Wahrnehmung oder ist der auch nicht existent jetzt? Ey, pass auf, Ich hatte das Glück, gar nichts zu wissen. Okay.

Und ich fand das cool, weil für mich war das alles schlecht. Ich wusste auch nichts. Ich hatte einen ganz anderen Film. Also ich hatte wenig Erwartungen, aber ich habe auch was anderes erwartet. Genau. Und ich weiß nicht, ob es cool ist, den Leuten das vorwegzunehmen. Ich weiß nicht, ob es cool ist, den Film halt, weiß nicht, immer wieder mit gewissen Filmen in Verbindung zu bringen.

Keine Ahnung, ich kann es nicht beurteilen genau. Vielleicht wollen Leute sowas auch wissen und sind dann happy, wenn sie es schon wissen, weil sie dann wissen, worauf sie sich einlassen. Ich kann das bei dem Film nicht beurteilen. Ich war dankbar dafür, es nicht zu wissen. Ja, aber dann halte ich es sehr abstrakt. Also was mich am meisten gestört hat, war halt, dass nichts, dass menschliches Handeln nicht hinterfragt werden muss, sondern es ist eigentlich eher so durch diese Verlagerung, dass die Katastrophe quasi dadurch entsteht, dass die Sonne verschlungen wird und man dagegen was tun könnte, also man quasi nicht auf der Erde gezwungen ist, gegen irgendwas zu kämpfen, dass das dann auf so eine einzelne Person gelegt wird. Also es ist ja wieder so, menschliche Tugenden wie Fleiß, Opferbereitschaft sind wieder das Maß aller Dinge, wenn du noch mit den Händen geschickt bist, auch gut. Und das zieht sich ja durch den ganzen Film. Also Science-Fiction sollte für mich irgendwie Denken hinterfragen, Handlungen hinterfragen, mir neue Welten offenbaren und nicht...

Und altbewährte Tugenden einfach nur noch mal zementieren. Also das ist für mich das absolute Gegenteil von Science-Fiction, was der Film macht. Das ist einfach ein sehr konservatives Drama, was alte Werte noch mal bestätigt, dass die uns schon irgendwie retten werden. Und da kann ich halt diese, dass das irgendwas zur gegenwärtigen Klimakrise sagen kann, auch nicht drin sehen, weil das sind ganz andere Wege und Mittel, die wir da finden müssen. Und das hatte ich irgendwie gedacht, dass der Film mehr eine Utopie zeigt und nicht einfach so sagt, ja, macht schon mal so weiter. Und wenn das Problem von extern, von draußen kommt, das kriegen wir schon in den Griff. Also es ist kein Lösungsangebot da. Es ist einfach nur eine zutiefst auf eine einzige Person fokussierte Geschichte, ein bisschen die Sinnsuche von diesem Typen und nebenbei muss noch die Welt gerettet werden. Und das fand ich sehr frustrierend. Also es war für mich sehr frustrierend umgesetzt. Der Typ sollte niemals alleine da oben sein. Ich weiß, aber ist er ja jetzt und er wäre dann halt mit anderen Leuten oben gewesen und ich will auch gar nicht reingehen, wer nicht mehr dabei ist und wo die Leute herkommen, weil das halt wieder in so eine merkwürdige Ideologiekritik reingeht und ich verstehe schon, dass nur amerikanischer Film natürlich auch die Amerikaner überleben lässt, aber er wird ja hier nie rausgefordert. Er muss einfach nur einsehen, dass er nicht so störrisch sein darf. Er wird nicht in seinem Denken gechallengt, er wird nicht in seinen Handlungen gechallengt, er wird vielmehr darin bestätigt, dass wenn er jetzt mal nicht so ein Sturkopf ist oder so, dass er dann auch ein wertvoller Teil der Gesellschaft sein kann.

Und das mag ich nicht, wenn so Katastrophenfilme oder so Filme, die die Klimakrise irgendwie zeigen, dann so die Verantwortung aus dem Individuum überlagern wollen, dann sagen, ey, wenn du das machst, dann ist das schon geregelt, das System ist ja kaputt. Und dadurch, dass jetzt hier die Sonne von irgendwelchen Punkten verschlungen werden, gibt es nicht mehr dieses System, was für die Probleme sorgt. Aber gleichzeitig kann ich den Film halt auch nicht auf eine Allegorie auf die Klimakrise sehen oder so. Das ist halt eher, für mich war das eher wie Armageddon mit mehr Knuddelfaktor. Und das fand ich enttäuschend. Also ich fand es sehr banal in dem, was es da irgendwie mir als Botschaft mitgeben wollte. Hat keine Science-Fiction-Ansätze, das hat einen nicht zum Nachdenken gebracht oder zum Reflektieren, sondern hat mich die ganze Zeit so gedacht, ja, so wird's gemacht. Also schon so ein bisschen Bob der Baumeister im Weltall ein bisschen und das, vielleicht hab ich was anderes.

Ja, also ich find's auch nicht verdammenswert, aber ich find's jetzt auch nicht mega geil oder ich weiß nicht, die Jungs haben vorher den Lego Movie und 21 Jump Street gemacht. Ja, aber ich muss ja nicht anhand der Filmografie dann sagen, okay, dann ist es geil, was sie jetzt gemacht haben. Wenn es mir nicht gefällt oder wenn ich Ich muss aber auch nicht ein exzessives Drama von denen erwarten, dass mir irgendwie neue Lösungswege des Denkens offenbar sind. Ja, aber ich muss auch nicht erwarten, dass jemand 13 Jahre im Koma liegt, dann rausfindet, alle anderen sind tot und dann erst mal eine Stunde lang One-Liner macht. Und lustige Hawaii-Hemden trägt. Also das funktioniert für mich halt nicht. Also da war das, was der Film mir vermitteln wollte, wie die Figur gehandelt hat und wie oft hier Gags einfach nur des Gags willen inszeniert werden. Das hat für mich nicht funktioniert. Also es werden ja später auch eindeutige Gags gemacht, die nur gemacht werden, damit ein Gag existiert. Die sich weder aus der Handlung ergeben können, die in der Filmlogik nicht existieren dürften.

Das würde jetzt so ein bisschen ... dass dieses wie auch immer geartete Wesen, was man später trifft, drei Socken auf dem Fußboden sieht und sagt, oh, hier ist ja unaufgeräumt. Ich will keine Filme sehen, wo Aliens das Konzept von Unordnung kennen und sagen, ja, hier muss ja mal aufgeräumt werden. Wenn sie nie vorher damit in Kontakt kamen, er konnte sogar das Wort dafür. Und so Beispiele finden sich zahlreiche, dass immer Sachen einfach nur hinbehauptet werden, damit man einen kleinen Lacher hat, damit es knuddelig ist, aber es ja einfach nichts Erhellendes hat. Das ist einfach alles, was im Film zu sehen ist, egal wie fremdartig ist, ist es einfach menschlich. Es funktioniert wieder alles auf menschlichen Maßstäben. Es hat mich bei Mickey 17 schon gestört, dass diese außerirdischen Wesen dann auf einmal so, ja, Auge um Auge, wo ich so denke, okay, woher kennt ihr denn jetzt Bibelzitat? Ihr wohnt irgendwie Millionen von Kilometern weg und kommt mir mit einem Bibelzitat. Und hier ist es halt auch wieder, ja, Loyalität, es wird erwähnt, ja, wir leben auch in monogamen Beziehungen, das ist doch Bullshit, also mir gefällt sowas wirklich nicht, wenn sich alles den menschlichen Tugenden unterordnen muss, wenn alles mit menschlichen Maßstäben zu nachvollziehen ist. Ist, warum brauche ich einen Science-Fiction-Film, wenn alle sich so benehmen wie Menschen? Das check ich halt nicht. Also das ist für mich kein Science-Fiction. Das fordert mich nicht zum Nachdenken heraus. Das ist einfach nur ein Drama, was woanders stattfindet mit.

Die einfach abgehackt werden wie in jedem anderen Drama. Es ist eine ganz normale Heldenreise, die da stattfindet. Und das fand ich enttäuschend, weil ich mir vielleicht auch wegen einer eigenen Erwartungshaltung, dass ich dachte, okay, ein 200-Millionen-Dollar-Teurer-Film, der im Weltraum spielt, vielleicht wird er irgendwie irgendwas haben, was ich danach mitnehme, außer, ja, außerirdische sind auch nur Menschen. Und das taugt mir nicht. Also das ist unbefriedigend. Ja, ich finde halt, also das Ganze, was es menschlich macht, ist, es ist halt keine es ist ja keine Space Opera, wir sind hier nicht irgendwie in Star Trek oder sonst irgendwas, sondern es ist halt einfach, wir retten die Erde Film, also für mich ist es kein Sci-Fi Sci-Fi, für mich ist es einfach nur ein, Weltraumfilm, wie Apollo 13 quasi nur halt ein bisschen weiter in der Zukunft und es gibt schon mehr Möglichkeiten, so habe ich ihn halt gelesen und letztendlich aber vor allem ja in der Essenz ist es vor allem für mich eins, es ist halt ein Buddy-Comedy-Film es ist eigentlich ein Astreiner Buddy-Comedy-Film, der Rest ist nur drumrum drumherum als Szenario. Und ich glaube, das ist auch die Essenz des Buchs. Es geht um Freundschaft und es geht eben um diese Frage, wo man überall Freundschaft finden kann. Es geht um Vertrauen und es geht ja vor allem, ja, das stimmt schon, es geht vor allem um das Individuum von der Figur Ryan Gosling, der halt in diesem Szenario, ich musste halt total.

Es gibt eine Sparversion von dem Film und die heißt You are the Universe für mich. Ich finde, das ist komplett You are the Universe, nur halt viel teurer. Und es funktioniert aber, finde ich, mit den gleichen Prinzipien. Es ist halt eine Geschichte des Individuums, der.

Ja, mehr oder weniger vielleicht freiwillig oder vielleicht auch nicht ganz freiwillig in einer Situation ist, die halt eigentlich völlig larger than life für ihn ist und aus der er das Beste machen muss.

Und ich meine, du lernst ja recht schnell auch, was für eine Art Charakter er ist und dass er halt auch generell Humor ja auch einsetzt, um sich auch aus Situationen rauszuflüchten und abzuwedeln. Und das zieht er ja komplett durch. Und ganz im Ernst, wenn ich irgendwie Licht, wie viel sind es, 14 Lichtjahre entfernt irgendwo am Arsch der heil im Weltall aufwache und alle sind tot. Alter, da mache ich aber jeden Gag, den ich mitnehmen kann, um mich irgendwie hochzupuschen, damit ich mich nicht komplett depressiv irgendwie ins All stöße. Ich finde, das passt alles sehr gut sogar. Also ich hätte da mit der Tonalität überhaupt kein Problem.

Aber das ist, glaube ich, wirklich eine ganz große Herangehensweise an den Film und ich verstehe, wo du herkommst. Ich mag das ja auch, wenn Sci-Fi-Filme komplett anders denken, so Serien hier wie Scavengers, wenn so völlig irre, plötzlich neue Habitate erkundet werden, die es so auf der Erde niemals gibt und so, lebe ich auch. So habe ich aber Project Hail Mary niemals wahrgenommen. Weil das für mich halt nur, das ist halt nur ein Menschen fliegen halt kurz ins All, weil sie eine Mission haben und das ist es, aber nicht, wir entdecken jetzt komplett neue, surreale Welten irgendwie. So habe ich den Film halt gar nicht gelesen und deswegen hatte ich mit diesen, Übertragungen an der Menschlichkeit, die durch die Figur Reihen Gosling quasi ins All getragen wird, sage ich mal, hatte ich damit dann irgendwie kein Problem. Aber das ist dann wirklich, glaube ich, eine ganz, ganz große Grundsatzfrage, wie man den Film halt schon irgendwie in den Augen gehen wahrnimmt.

Also ich verstehe schon, dass er dann irgendwie auch mehr Body-Comedy sein wollte, aber er wird ja auch nicht bereichert. Also du triffst jemanden, wo du so denkst, oh, wir sehen, wir haben genau die gleichen Vorstellungen, genau die gleichen Ansichten, du wirst ja gar nicht bereichert, also da sind gar keine irgendwelchen anderen, man wird nicht das eigene Denken herausfordern, die eigenen Werte oder kriegt neue Ideen oder Gedanken mitgeteilt. Nicht, Tino. Das ist ein Film, der das Ende der Welt verhindern soll und das Schicksal teilt dann halt eben eine andere Figur ebenso. Ja, und die ist genauso wie er. Nein, die ist nicht genauso wie er. Natürlich ist er genauso wie er. Nein, sagt doch kein Mensch, wo wird das einmal behauptet? Wo behauptet denn der Film jemals, dass die Figur anders ist als Grace? Zum Beispiel in der Art und Weise der Atmosphäre? Ja, okay, aber doch, dass die eine Person Sauerstoff atmen kann, die andere nicht. Oder dass die eine Goodbye sagt, die andere streicht sich dreimal über den Unterarm. Das macht doch keine Unterschiede aus. Das sind doch absolute Oberflächlichkeiten. Also das kannst du nicht sagen, dass das unterschiedliche Charaktere sind. Ja, aber das darf ich ihm doch ankreiden. Das ist ein oberflächlicher Film. Ja, ich kreide es ihm an. Du, pass auf. Ich werde demnächst auch ankreiden bei Terrence Malick, warum da keine richtigen Dialoge stattfinden in diesem Film. Warum? In jedem Film finden Dialoge statt. Aber alles bei Terrence Wellick findet im Auftext statt. Warum? Weil das eine ganz andere Tonalität, eine ganz andere Stilistik ist. Ah.

Ach so, also ich muss jetzt, wenn ein Film dann einfach so inszeniert ist, soll ich jetzt bei irgendwelchen Alarm für Cobra 11, ja gut, die haben sich dafür entschieden, die Action nicht so spektakulär zu machen, damit man denkt, das ist auf einer Autobahn in der Nähe von Aachen, soll ich dann sagen, ja, dann ist das ja gut. Also, ich weiß nicht, also wenn es für mich nicht funktioniert... Es ist eine Frage der Wahrnehmung. Du gehst da ran und du versuchst, da eine Sinnsuche drin zu sehen, die ich von vornherein gar nicht in diesem Film gesehen habe. Nicht anhand der ersten zehn Minuten. Und dann ist es okay. Für mich zum Beispiel ist es erklärbar, warum der sagt, da ist der Boden unordentlich. Weil bis zu diesem Zeitpunkt schon eine Menge Zeit vergangen ist und die beiden sich halt schon irgendwie kennengelernt haben. Und ich vermute, die werden auch diverse Gespräche geführt darum haben, wie es halt so ist, wie man halt gewisse Begriffe erklärt oder sonst irgendwas. Also es ist für mich anhand des Zeitraums, den dieser Film irgendwie davonschreit, ist das für mich nachvollziehbar. Und warum die da keine andersartigen Konzepte ausarbeiten, muss ich sagen, kann ich mir anhand eines Films, der davon handelt, die Welt zu retten, auch insofern nicht.

Erklären oder zumindest rechtfertigen, weil diese andere Lebensform, sag ich mal, das gleiche Problem hat wie eben Ryan Gosling. Sie finden in einer gemeinsamen Notsituation und mit der gleichen Mission so gesehen heraus, dass sie halt eben nicht so unterschiedlich sind, wie sie vielleicht auf den ersten Blick wirken. Und wir haben Filme wie Arrival, die das alles noch ein bisschen komplexer und.

Anders denkender angehen, die dann aber auch in ihrem Konzept nochmal deutlich verschachleter sind, ohne dass dieses, also ohne dass sie ohne dieses Konzept gar nicht funktionieren können. Also, ne, ein Arrival erzählt den als stringenten Film und er funktioniert halt einfach nicht so, weil es ja auch gar nicht das Konzept des Films ist, beziehungsweise das Konzept der außerirdischen Lebensform, in der es um Arrival geht. Und hier, wie gesagt, finde ich es eigentlich, wie gesagt, für mich besteht der Optimismus darin, dass hier zwei vermeintlich gegensätzliche Wesen ihre Gemeinsamkeiten feststellen und dann halt versuchen, gemeinsam dafür auch eine Lösung zu finden. Die Lösung wird von Menschen vorgegeben. Ja gut, es ist ja auch nochmal, also ich verstehe das schon, aber beide geben doch was dazu.

Und das empfinde ich halt nicht so. Beide Seiten geben was dazu, weil das Ganze würde scheitern, wenn eine Partei da mal nichts dazu geben würde. Es gibt von beiden Seiten, die arbeiten zusammen. Genau, aber sie arbeiten zusammen, aber beide geben ja dasselbe rein. Dieses Wesen hat ja auch kein... Ja, weil sie das gleiche Problem haben. Ja, aber trotzdem können sie doch Probleme auf ganz unterschiedliche Arten und Weisen lösen. Also es ist halt so, ich glaube, mich hat daran gestört, wie überraschungsarm das einfach ist. Also das wirklich... Wie gesagt, es ist halt seicht. Es ist super seicht. Ich finde auch, es ist das Konzept, glaube ich, des Ganzen. Ich glaube, das ist ein krasser Bestseller. Es ist, glaube ich, das will nichts Komplexes sein. Das ist wirklich Sci-Fi für eine kleine Abendunterhaltung irgendwie.

Wobei ich auch da... Vielleicht ist das Buch sogar noch tiefgreifend da. Das kann ja sogar sein. Als Buch gilt, genau wie der Marsianer ja schon als irgendeine Form oder beziehungsweise wird ja schon dem Genre der Hard Sci-Fi zugeordnet. Weil da halt ja wirklich diverse, ich meine, ich hab Marsianer halt nur gelesen, und da wird ja quasi, da werden ja ganze Hochrechnungen angestellt darüber, wie die Kartoffel da auf dem Mars gezüchtet werden kann. Ach sowas, ja, ja, ja, okay. Das hast du im Film ja auch nur am Ansatz, genau, wenn er da halt seine mathematischen Weichungen da hoch reingibt. Ja, okay, verstehe. wenn sowas im Buch halt auch ausgearbeiteter ist. Genau, das kann ja sein. Aber der Film ist auf jeden Fall, also der Film ist ein Familienblockbuster.

Nicht mehr, nicht weniger, glaube ich. Das ist auch der Anspruch des Films. Ja, aber da kann ich ja einen anderen, also es mag unfair sein oder so, aber ich fand auch, dass ein Familienblockbuster mehr zumuten dürfte oder mehr zum... Darf er?

Entweder du hast das schwarze Loch, Oder du hast vielleicht hoffentlich einen Film, der vielleicht jetzt noch mal ein paar Leute erreicht. Und ey, keine Ahnung, ich glaube auch nicht, dass der Film uns Leuten, also uns jetzt, dass der irgendwie großartig was auf dem Weg mitgeben soll. Ich glaube, der soll ganz andere Leute mal erreichen und für ganz andere Dinge sensibilisieren. Und das mit Humor zu machen, finde ich sowohl von Andy Weir legitim. Weil, wie gesagt, der Marsianer war auch schon voller Humor. Er hat da sogar Titten reingemalt mit irgendwelchen Zeichen, die man halt quasi auf der Tastatur findet und so. Und ich denke halt, wenn Leute wie Miller und Lorde das machen, dass dadurch halt schon automatisch ein deutlich größerer Humoranteil hinzukommt.

Ey, die sollten ja ursprünglich mal Solo machen, haben sich ja mit Disney überworfen aufgrund kreativer Differenzen. und ich kann mir schon echt vorstellen, nachdem ich jetzt der Project Hail Mary gesehen habe, dass die genau sowas auch für Solo vorhatten. Hätte ich natürlich gern gesehen, klar, aber... Ja, aber das passt halt nicht in den Disney-Kanon und so, also in den Star-Wars-Disney-Kanon und so, das passt da einfach nicht rein und deswegen, also ich glaube, das ist der Film, den sie eigentlich mit Solo machen wollten und ja, ey, schade, dass manche dann doch, dass es dann doch so abstoßend für manche sein kann. Ich meine, du bist ja nicht der Einzige. Thilo fand den ja auch nicht so cool. Aber ich sehe es ehrlich gesagt nicht so streng. Nicht bei dem Film. Weißt du? Ich kann mich noch an diesen, wie hieß der Film mit Jennifer Lawrence und Chris Pratt. Ach, Passengers? Passengers. Ja.

Also, weißt du, wir haben auch so was, oder wie hieß der Film, wo sie diese ganzen Teenies ins All schießen, den musste ich auch noch mal vor einiger Zeit irgendwie gucken, da haben sie dann irgendwie die Hormone unterdrückt. Enders Game? Nee, nicht Enders Game, das war, glaube ich, so eine Art Netflix-Film oder irgendwie so ein Streaming-Dienstfilm. Ach so, das kenne ich dann, glaube ich, nicht. Da ging's auch darum, dass sie im All irgendwie so eine junge Generation ins All geschickt haben und dann haben sie da alle Triebe unterdrückt und ich hab mir nur gedacht, ey, Leute, was habt ihr denn erwartet? So, ja, was dann passiert, wenn ihr ihr hormongesteuerte Teenager irgendwie ihre Hormone nicht ausleben lasst ich weiß nicht, wir haben all sowas schon auch gehabt und da bin ich für Project Hail Mary echt dankbar, weil das ist mal wieder ein Film auf einem hohen Niveau, also auf einem produktionstechnisch hohen Level, der versucht das auch irgendwie auszureizen, und dabei aber halt schon Spaß macht er ist halt zu lang, klar und ey, klopfe ich den philosophisch ab weiß ich nicht, glaub da kommt man auch auf diverse, sag ich mal Kritikpunkte. Und wenn ich jetzt so die Buchleser bei uns in der Redaktion irgendwie richtig verstanden habe.

Werden da ja auch ganz schöne Teile aus dem Roman noch wirklich komplett aus dem Film rausgestrichen. Weil im Roman geht es unter anderem auch darum, dass die Menschen die Polkappen absichtlich schmelzen müssen, weil der Meeresspiegel so tief gesungen ist. Wir müssen halt versuchen, mit dem Eis von einem Nordpol oder Südpol eben den Meeresspiegel wieder so ein bisschen zu regulieren. Also das ist ja alles, das findet ja gar nicht statt in dem Film. Und dieses, also ich wirkte jetzt sehr kritisch, aber ich habe mich ja auch relativ viel damit auseinandergesetzt. Also meine Letterboxd-Review hat auch über tausend Worte dazu. Also ich habe schon versucht, warum mir der so, warum der bei mir so komisch angekommen ist, irgendwie in Worte zu fassen. Und natürlich würde ich auch allen raten, den Film sich anzuschauen. Gerade auch, weil ich es recht mutig finde. Also auch wenn er auf dem Buch basiert, aber er wirkt halt schon wie ein Original-Movie. Also es ist kein Franchise, es ist keine Fortsetzung von irgendwas und allein dafür gebührt ihm schon die Aufmerksamkeit und auch die Dramaturgie, die ich eben kritisiert habe, finde ich aber auch mutig. Sie hat für mich halt nicht funktioniert, aber so einen doch als Blockbuster konzipierten Film dramaturgisch so aufzuziehen, ist mutig.

Und das hätte ich nämlich auch nicht gedacht. Also da sind generell ein paar Sachen drin, auch die Musik von Daniel Pemberton. Wie oft die quasi ein Gänsefüßchen gegen den Film arbeitet, aber dadurch halt so effektiv ist. Auch das ist toll. Also inszenatorisch sind da halt schon tolle Elemente drin. Mich haben halt andere Sachen dann so sehr gestört, dass ich das auch eher so anerkannt zur Kenntnis nehmen konnte. Aber es hat mich dann halt nicht mehr erreicht. Aber der ist handwerklich schon stark. Plus Sandra Hülle. Plus Sandra Hülle. Und Ken Leung in einer sehr, sehr kurzen Rolle, leider nur. Ja, sehr kurz. Ja. Ja, gut, aber guck mal. Ich hab versucht, das so konstruktiv wie möglich in dem Podcast. Man merkt halt echt, dass es eine ganz andere Lesart ist. Das ist krass, ja. Deswegen, also hier im Podcast klingt es jetzt wahrscheinlich auch harscher, als ich es eigentlich empfunden habe. Zur Not noch mal bei Letterboxd bei mir vorbeigucken, wenn ihr jetzt denkt, der Hahn hat wieder die Mesepeterschuhe an oder so. Da lässt du wieder den Chef-Zyniker raushängen. Also ich hab mir schon mehr Gedanken zu dem Film gemacht, als zu vielen anderen, die mir deutlich besser gefallen haben. Aber jetzt nochmal, wo André es noch angesprochen hat, Good Luck, Have Fun, Don't Die ist natürlich ein optimales Beispiel dafür, zu sagen, warum Hail Mary jetzt eigentlich vielleicht nicht 200 Millionen kosten müsste.

Ich finde halt, dass Good Luck, Have Fun, Don't Die 20 Millionen gekostet hat, das finde ich halt schon krass. Der Film sieht halt mindestens dreimal so teuer aus.

Ja, wenn du mir sagst, okay, der Film hat jetzt 150 oder 200 gekostet, dann sage ich ja, okay, das glaube ich. Aber würde trotzdem immer wieder hinzufügen, egal wie gut oder schlecht mir Project Hail Mary gefallen hat, dass 200 vielleicht ein bisschen zu viel Kohle sind. Ja. Weil das ist ja eine unernbare Aufgabe. Der Film muss ja auf mindestens 400 bis 500 kommen, um break even zu sein. Ja, eben. Weiß ja nicht, das ist ja eine Amazon-Produktion auch, ob die halt gleich auch schon den Streaming-Ding mit einberechnen dann später. Aber ich meine, der hat jetzt gerade schon einen guten Hype, sag ich mal. Also zumindest in meiner Wahrnehmung wird schon darüber viel gesprochen, weil ich glaube, die Previews, die frühen, waren sehr klug, weil er gut ankommt, weil er eben gut ... Also er ist ja qualitativ gut, da müssen wir nicht drüber streiten. Ja. Ich glaube schon, dass es ein sehr massentauglicher Film in der Gänse dann eben auch ist.

Und die positive Resonanz gerade, die überstrahlt das ja schon. Und deswegen, wenn jetzt viel Word-to-Mouth passiert, das ist viel weitererzunehmen, ey, das ist ein toller Film, dann, glaube ich, tun dir die Previews ganz gut. Aber ob es reicht, das wird sich halt jetzt zeigen. Ja, also ich glaube auch, dass der deutlich besser laufen wird als der Film, den ich gleich nenne. Aber es könnte leider auch so ein bisschen so ein The Creator-Effekt eintreten. Ja. Wo man ja auch dachte, okay, der wird eine halbe Milliarde einspielen, alle sind völlig hyped. Dann hat der Film ja auch irgendwie ein bisschen abgebaut nach den Previews, aber da kannte man auch kaum jemanden. Also jetzt war ja auch normales Publikum in Gänsefüßchen. Es waren ja ganz reguläre Previews, so Science-Fiction-Filme oder sogar hypte Filme, die ausschließlich, Fachpresse oder Influencer angucken konnten, muss man immer ein bisschen so ... Mit einem zugedrückten Auge die Vorabwertung genießen, aber er ist jetzt auch durch ganz normales Publikum durchgeflossen. Also es ist ja meistens so, dass dann Filme, die so gehypt wurden oder so gelobt, dann noch mal so bei Letterboxd ein bisschen absinken. Aber der ist ja noch mal hochgegangen von gestern auf heute, was ungewöhnlich ist. Ich weiß nicht warum, aber es war wieder so schön abzulesen.

Irgendjemand sagte, ich habe Hail Mary in der Preview gelesen, ich gucke auf Letterboxd und plötzlich hast du gemerkt, wie wieder diverse Reaktionen auf den Text zu Hail Mary erfolgt sind. Also du merkst halt schon irgendwie, wenn ein Film irgendwo gerade auf dem Streaming-Dienst gestartet ist oder halt ins Kino kommt oder vielleicht gerade so ein Preview-Wochenende hinter sich hat, fand ich auch überraschend. Ja, ich meine, wie gesagt, ich wünsche dem Film das. Ich befürchte ...

Ich befürchte, dass er es nicht schafft. Spätestens wenn dann auch noch einer von dem ganzen Magerlager wieder in Full Square sitzen hat und dann schießt er noch gegen den Film und keine Ahnung, dann könnte es das für ihn tatsächlich gewesen sein. Ja, aber ich bin da echt sehr gespannt. Also auch kaum Konkurrenz da, Ready or Not 2 wildert kaum da in dem Fahrwasser. Also ich drücke mir auch die Daumen, dass er da zumindest nicht komplett floppt, weil auch, wie gesagt, wenn ich jetzt nicht so ganz happy mit war, aber will ich natürlich tausendmal lieber noch fünf Filme von dem Kaliber sehen, als jetzt irgendwelche Franchise-Fortsetzungen. Zumindest die meisten. Oder sowas wie Melania. Ja. Oder sowas. In das Amazon ja auch Da hat man aber das Budget in jeder Szene gesehen.

Wie bei Dick Mars. Aber wirklich, nochmal auch wirklich Aufruf an alle, die jetzt auch Project Hail Mary toll finden, dann guckt bitte auch nochmal You Are the Universe. Ja, bitte. Weil ich musste echt an den Denken rein von dieser das ist ja ein Space-Spiel larger than life, aber am Ende diese kleine Geschichte erzählt und es geht auch um so Ende der Welt, fand ich schon sehr stark Parallelen und You Are the Universe einfach auch immer noch so geil. Also wer den nach unserer Besprechung damals immer noch nicht geguckt hat, jetzt Hail Mary mochte, bitte nochmal den gucken, weil das ist auch nochmal der, ja, noch mal persönlichere, herzlichere Film auf einer ganz anderen Ebene nochmal, ja. Der ist gerade bei Amazon noch erhältlich? Der ist bei Prime, ja. Ja, okay. Und wie man gerade an der Tastatur gehört hat, das sage ich nur, damit André dann nicht wieder mich anscheißt, dass ich wieder heimlich getippt habe. Ich habe natürlich nur geguckt, in welcher Folge wir über You are the Universe gesprochen haben. Es ist Folge 163, falls ihr da nochmal reinhören wollt. Sehr gut.

Oh Mann, Tino, wie soll das am Donnerstag werden? Obwohl, jetzt haben wir ja das meiste eigentlich schon, können ja am Donnerstag entspannt jetzt. Ja, ich kann ja immerhin sagen, dass Thilo positiv drunter kommentiert, Behind hat positiv drunter kommentiert. Ich kann dann noch die beiden als Schutzschilde vor mich stellen. Aber ich hatte auch schon wieder, also Donnerstag wird harter Tag für mich. Warum? Na, wenn so dann, wenn der Film offiziell im Kino gestartet ist und dann die Kommentare reinrasseln, die halt sich dann wieder, die ja nur auf die Sternchenwertung gucken und nicht den Apple-Gleit-Text lesen, sondern halt einfach wieder so das Übliche ausvollziehen. Aber ist der mit denen so schlecht? Weiß ich nicht. Also ich weiß es nicht, er hat nur drunter kommentiert. Aber ich habe noch keine Wertung gesehen. Er hat Redel drunter geschrieben. Jaja, aber auch geliked. Vielleicht aber auch, ja, vielleicht einfach nur so.

Aber ja, ich glaube, das ist eine sehr kleine Nischenmeinung, die ich da habe, aber so ist es dann halt manchmal. Und vielleicht ist er trotzdem im Bereich an der Blickwinke, man muss ihn ja nicht teilen, aber ich finde ihn jetzt nicht so komplett irre. Und manchmal funktionieren halt Filme dann nicht. Ja, ich weiß nicht. Also als die ganze Euphorie um Barbie losging, war ich da auch nicht so angetan von. Ja, sowas zum Beispiel. Also man hat dann halt manchmal so und dieses, ich war ja auch nicht angesteckt von der Euphorie, ich hab halt auch gedacht, ja, das wird solide, aber ich war jetzt nicht gehypt, ich fand jetzt Marsianer gut, aber war auch nicht gehypt, keine von den Büchern gelesen, dachte so, ach, das wird okay und dann saß ich da vor der 100x100m großen Leinwand, hab mir gedacht, boah, da ist noch 70 Minuten jetzt.

Und das habe ich mir vorher bei wenigen Sachen gedacht. Das habe ich selten, dass ich mich dann so wirklich so langweile. Und da weiß ich auch, dass das Problem eher bei mir zu suchen ist als beim Film. Aber da muss ich auch ergründen, wo das Problem ist. Also ich hatte viel Zeit darüber nachzudenken, warum es für mich nicht funktioniert. Hast du Kobuhu gesehen? Nee. Gut. Ja, aber ich bin gespannt. Wir reden noch mal, wenn du Kobuhu gesehen hast. Machen wir. Weil... Da bin ich nämlich gespannt, ob du mir sagen kannst, dass es wirklich einen guten Grund dafür gibt, warum dieser Film drei Stunden gehen muss. Ja, wahrscheinlich, damit man sagen kann, es ist episch.

Aber der Film ist tatsächlich nicht ... Ja, das ist halt ein intimes Meisterwerk, intimes Kostümdrama. Intimes Kostümdrama, das trifft's ganz gut. Von drei Stunden Länge. Alright, damit das hier nicht drei Stunden Länge erreicht, würde ich sagen, ziehen wir an dieser Stelle mal die Reißleine. Rechnen die Missionen ab. So, zurück zur Erde. Die Erde ist eh verloren. Die Sonne wird an einem anderen Tag gerettet. Aber vielleicht können wir ja eure Dunkelheit ein wenig mit dieser Folge erhellen. Ja, wir machen ja quasi auch Buddy-Comedy. Das stimmt. Und Buddy-Horror. Du musst nur noch ausschnubeln, wer der Alien ist. Ach du, hab ich kein Problem mit. Ich bin gerne der Fels in der Brandung. So, tschüss. Tschüss. Bis nächste Woche. Bis dann. Tschüss.