Rache, Psycho-Hunde und die Pest. Und damit herzlich willkommen zu einer neuen Folge Genregeschehen, meine sehr verehrten Damen und Herren. Auf Anraten sage ich jetzt mal die kürzeste aller Zeiten. Denn das wurde mir so von meinem sehr geschätzten Kollegen André Hecke resettiert. Das hat mir dein knurrender Magen verraten vor der Aufmerksamkeit. Der hat noch gar nicht geknurrt. Der hat noch gar nicht geknurrt. Also wenn ihr irgendwelche Geräusche hört, das ist kein Hund, sondern das ist Daniels Magen. Ja, auch obwohl es heute über Hunde geht. Und der andere, der da jetzt versucht hat zu gurgeln oder weiß ich nicht, seinen letzten Samstagabend im Bukake-Club nachgebrochen hat. Herzlich willkommen, Tino Hahn. Hallo. Wer von uns beiden ist denn der Psychohund? Wer ist die Pest? Das interessiert mich ja noch viel mehr. Ach du, ich nehm gerne die Pest auf mich. Ich nehm gerne die Pest auf mich, denn manchmal stelle ich an meiner Haut auch Ähnliches fest. Deswegen.

Ich werd allen, soll ich sagen. Gut, so. Kommen wir zu was Schönem. Rache. Wir wollen heute über einen Anime-Film reden, der demnächst im Kino startet. Kurioserweise ist irgendwie, ich weiß nicht, Mamoru Hosoda hat irgendwie so ein bisschen den Freifahrtschein, was deutsche Verleiher angeht oder beziehungsweise was die Kinoauswertung in Deutschland angeht, oder? Ja, ich glaube jetzt, also Sony Pictures ja dann wahrscheinlich Crunchyroll und vorher Bell wirkte irgendwie so, als ob der gar nicht kommen sollte eine ganze Zeit lang, aber dann gab es ja sogar die gute deutsche Synchro mit Lara Loft als Gesang. Und der ist ja auch ziemlich durch die Decke gegangen, was man jetzt so von den Vorverkaufszahlen von Scarlett nicht so ganz behaupten kann. Aber auch in Japan hat er ja nicht mal 20 Prozent des Einspielergebnisses von Bell geschafft, was aber glaube ich jetzt, wenn wir drüber reden, auch ein bisschen begreifbarer wird, warum er da jetzt nicht auf Nummer sicher gegangen ist, sowohl inhaltlich als auch vom Style, den er sich ausgesucht hat. Denn ich finde, auch da hat er einen ziemlichen Freifahrtschein, Denn dass man jetzt unbedingt sagen würde, das ist ein typischer Hosoda, auf den ersten Blick würde ich jetzt nicht unterschreiben. Wenn man so tiefer reingeht, kann man schon so sagen, ja, man erkennt schon so ein paar seiner...

Themen, um die er sich immer wieder dreht und die er immer wieder behandelt. Aber vom Style hätte ich jetzt nicht gedacht, dass das der neue Film von ihm ist. Ja, vielleicht erkennt man es so ein bisschen anhand der Geschichte. Die wollen wir jetzt mal einmal kurz hier zum Besten geben. Denn die Geschichte handelt oder geht über Scarlett, eine mittelalterliche Prinzessin, die mit dem Schwert kämpft und sich auf eine gefährliche Mission begibt, um den Tod ihres Vaters zu rächen. Doch ihre Mission scheitert und sie findet sich schwer verletzt in einer jenseitigen Welt wieder. Dort begegnet sie einem idealistischen jungen Mann aus unserer Gegenwart, der ihr nicht nur bei der Heilung hilft, sondern ihr auch die Möglichkeit einer Zukunft ohne Bitterkeit und Wut aufzeigt. Als sie erneut mit dem Mörder ihres Vaters konfrontiert wird, steht Scarlett vor ihrer größten Herausforderung. Kann sie den Kreislauf des Hasses durchbrechen und einen Sinn im Leben, jetzt ist mir der Bildschirmschone angegangen, Außer der Rache finden. Bildschirm schon, das ist doch schon ein gutes Stichwort.

Entschuldigung für diesen kleinen Fauxpas an dieser Schiff. Ja, André, was sagst du zu Scarlett? Ja, ich war ja echt schon gespannt. Also Bell hat mir damals wirklich echt gut gefallen. Und ich war vor allem jetzt wieder auf den Animationsstil so gespannt, weil der auch schon bei Bell recht experimentierfreudig war und auch sehr wechselhaft und, Hier bei Scarlet war ich da, ja, ich habe immer so ein bisschen, ich bin jetzt bei neueren Animes immer so ein bisschen im Zwiespalt, wenn es vor allem um diesen Mix geht, so zwischen diesem Halb-3D, dann so wieder ein bisschen traditionell. Und das vermixt sich bei Scarlet hier auch wieder sehr. Was rein jetzt erst mal auf der optischen Schiene immer für mich ganz spannend ist bei Animes. weil irgendwie hat das gleich bei mir eine gewisse, das erzeugt bei mir schon eine gewisse Erwartungshaltung oder eine gewisse, wie ich mich darauf einlassen kann. Aber ich finde Scarlet hat an sich eine ganz gute Optik in seiner Gesamtheit. Das hat mir erst mal ganz gut gefallen per se.

Was ich hier nur schon mal gleich vorweg so ein bisschen weird fand, war, dass immer wenn der Film quasi, Close-Ups, Nahaufnahmen zeigt, auch gerade bei Charakteren, sind die relativ detailliert und wenn er eher so ein Ganzes zeigt oder ein Raum voller Personen, sind die immer sehr minimalistisch fast schon drunter gebrochen. Es ist ein sehr wechselhafter Stil so zwischen der Tiefe auch der Animation, das erstmal vorweg, was mich da gleich so ein bisschen manchmal, ja, ich will nicht rausgerissen sagen, aber es fällt mir immer dann doch immer sehr auf. Ansonsten muss ich sagen, die Geschichte per se, ähm.

Ich fand die Welt ziemlich nice insgesamt. Ich fand, dass Hosoda hier mal eine deutlich düsterere Welt zeichnet, als von ihm gewohnt. Die mich in Teilen fast schon so, also manche Bilder können auch aus dem Dark Souls Game irgendwie stammen. Ich sag hier nur, dieser Drache zum Beispiel, dieser Schlachtfelddrache oder so manche, manches Brachland in dieser, ja, diesem Fegefeuer zwischen den Leben und Todwelten, der wir uns da befinden. Das fand ich eigentlich optisch ganz nice, hat mir ganz gut gefallen. Sowieso generell, ich finde, er hat ein gutes Händchen für so einfach unwirkliche Weltenzeichen, die irgendwo dazwischen stehen, ungreifbar. Bei Belle war es halt ja natürlich die digitale Welt eben aufbereitet. Hier ist es eben wieder diese Totenwelt. Das fand ich wieder ganz nice, hat mir gut gefallen. Die Story per se ist halt einfach so natürlich denkbar simpel. Es ist, beziehungsweise, man denkt halt, es ist eine Standard-Rache-Story erstmal, mal nur, um dann im Laufe des Films zu merken, dass es doch ein bisschen darüber hinaus geht, aber sag ich mal, der Weg ist relativ, klar und deswegen war ich lange bei Scarlet so, ich war halt irgendwie gut unterhalten, aber ich war nicht so richtig, reingezogen über lange Zeit des Films. Das erst mal schon mal so vorweg.

Was waren eure ersten Eindrücke? Also es war jetzt erst mal nur ganz oberflächlich. Also ich fand die animationstechnisch gelungen und voll atmosphärisch nice, aber ich fand ihn halt lange Zeit relativ simpel, sag ich mal, sehr simpel. Ja, also ich fall mal mit der Tür ins Haus. Ich muss sagen, es ist so bei Hosoda inzwischen glaube ich auch schon echt so ein Auf und Ab. Es gibt einen Film, der gefällt mir doch schon echt gut, wie zum Beispiel Belle. Dann gibt es aber auch einen Film, der sollte mir eigentlich echt gut gefallen, wie Mirai, das Mädchen aus der Zukunft. Aber den fand ich dann nur so, der hat mich nicht so ganz gekriegt. Ja, den fand ich auch nur so.

Und der Junge und das Biest zum Beispiel, den fand ich schon wieder cool. So, Summer Wars finde ich auch cool und da sind immer wieder dazwischen sind immer wieder so Filme, die irgendwie, ja, nicht so ganz mein Geschmack sind. Ich muss sagen, aber dann natürlich finde ich es gut, dass er schon so eine gewisse Abwechslung auch an den Tag legt. Es ist nicht immer stilistisch alles ganz gleich und ich verstehe auch, wenn man sich mit dem Stil von Bale vielleicht nicht ganz so anfreunden konnte, aber ich konnte mich halt eben mit Scarlet so gar nicht anfreunden, stilistisch gesehen, aber halt auch inhaltlich nicht. Also für mich ist es tatsächlich einer der schwächsten von ihm, was ihn natürlich jetzt nicht zum schlechten Film macht, aber trotzdem von dem, was mir so an ihm gefällt oder von den Stoffen, die mir bei ihm gefallen, fand ich das leider einer der unausgereiftesten Filme.

Sowohl inhaltlich als auch optisch. Ja, da waren coole Bilder dabei, das will ich gar nicht abstreiten und auch, ja, ich bin da bei dir, André, das sehe ich auch immer so ein bisschen zwiespältig. Ich bin großer Fan von den Berserk-Filmen. Da haben sie ja schon mit dieser Rotoskopie angefangen. Das fand ich alles cool im Kontext so von wegen Massenschlacht mit Ritterrüstung und so. Das kann ich alles nachvollziehen. Hier konnte ich manche Designentscheidungen, manche Stilentscheidungen und dann auch den Mix aus diesem Ganzen nicht immer ganz nachvollziehen. Die haben sich für mich einfach nicht ergeben. Und leider fand ich es wirklich einmal echt spannend.

Echt krass auffallend ungut. Also das hat einfach nichts mit irgendwie, das fand ich, das wirkte im Gegensatz zu allen anderen Sachen zu schlecht. Es gibt eine Sequenz inmitten des Films, die meiner Ansicht nach so ein bisschen dem Massengesang in Bell-Referenz zollen soll, beziehungsweise so einen ähnlichen Moment erzeugen soll. So einen Moment des, weiß ich nicht, des überschwänglichen Gefühls, der der Übermannung des Zuschauers oder beziehungsweise der Gefühlsüberwallung des Zuschauers. Und ich finde, das hat hier gar nicht funktioniert, weil es vollkommen losgelöst von diesem ganzen düsteren Rest war.

Und dafür dann aber auch nicht schön genug. Das war leider echt hässlich, was da in 3D gerendert worden ist. Also das habe ich nicht verstanden, was das sollte oder warum da nicht noch mal jemand drüber geguckt hat und gefragt hat, ey, wollen wir das wirklich so rausgeben? Das fand ich wirklich, das fand ich, im Gegensatz zu dem Rest, wie gesagt, ey, der Drache ist Hammer, ja. Also der Drache, von dem fand ich auch richtig cool. Ich finde auch die Idee, dass zum Beispiel der Himmel ein Meer ist, das permanent wogt. Das fand ich auch eine saugute Idee. Das sieht cool aus mit manchen Hintergründen oder mit manchen Landschaften. Aber diese eine Sequenz, von der ich glaube, wo ich mir halt so vorstelle, dass man da echt eine Hoffnung reinsetzt, dass das wirklich emotional einen nochmal auf neue Höhlen schwingt, die hat mir so gar nichts gegeben. Und dann muss ich halt wirklich sagen, am Ende auch mit all diesen Botschaften, die da drin stecken und aber auch wie die Geschichte, sag ich mal, dann zu Ende erzählt wird, da hatte ich schon echt ein paar Fragezeichen ob er das wirklich ernst meint oder ob da auch irgendwie das alles keine Ahnung, ein Ergebnis des Entstehungsprozesses war der vielleicht nicht ganz so einwandfrei war also dass es halt irgendwie Probleme in der Mache des Films gab die dafür zugeführt haben dass sowohl Teile der Handlung sich nicht so ganz zusammenfügen wie halt auch eben Teile der Animation, und deswegen habe ich einen doch echt schwer ernüchterten.

Eindruck am Ende. Ja, so geht es mir in großen Teilen leider auch. Also mit dem Style konnte ich mich auch selten anfreunden. Es gab ein paar Einzelmomente, wo ich auch dachte, okay, hier passt das. Aber im Rest wirkt es auch so, als ob die gar nicht, oder als ob einige Sequenzen gar nicht für diesen Stil gedacht gewesen wären. Auch das, was Daniel gerade erwähnt hat, es wirkt nicht so, als ob das das Endprodukt ist, worauf alle stolz sind und sagen, genau so wollten wir das haben. Das ist jetzt die Massensequenz aus Bell. Da kriegen die Leute Gänsehaut, da brechen die Leute im Kinosaal kollektiv in Tränen aus oder machen sogar mit. Also das war ja wirklich im Kino bei Bell, das war ja wirklich ein erhabenes Erlebnis, als diese Sequenz dann so kommt und auch sich das Publikum da so mitmacht. So eine Ambition hat Scarlett ja nicht. Also er soll ja das Publikum nicht irgendwie so mitmachen, aber dass diese Sequenz so eigentümlich verpufft, das hatte ich zuletzt bei 28 Years Later, als dann die Mutter stirbt und dann dieser Kopf da so obendrauf gesetzt wird, wo ich auch dachte, eigentlich sollte das doch funktionieren, selbst wenn mich der Film nicht so ergreift, dass ich jetzt bei diesem Moment, weil die Inszenierung das doch tragen müsste, dass ich jetzt Trauer empfinde und irgendwann stattdessen einfach nichts. Und das ist halt schade, weil so ein Film, der so einen ganzen Maximalismus in allem hat, also der Film will ja schon groß sein, große Gefühle aufbieten, große Themen verhandeln.

Und das finde ich auch wieder am stärksten, wie ich das bei allen Hosoda-Filmen so gern mag, dass er immer so einen Optimismus hat. Er hat immer einen positiven Blick auf die Zukunft. Da gibt es nie so einen Nihilismus, nie so einen Zynismus. Es ist alles zu spät. Die Welt geht unter. Wie toll das bei Summer Wars war, wo alle ihren eigenen Möglichkeiten zufolge dann irgendwie mitmachen, um gegen diesen Hacker zu campen. Wo dann irgendwie Oma und Opa da so sitzen mit ihren Technikgeräten und sich so denken, wir wissen gar nicht genau, was wir hier machen, aber das, wozu wir in der Lage sind, machen wir einfach und das pflanzt sich hier ja auch so ein bisschen vor, dass man diese, Ja, dass so die Grundbotschaft irgendwie ist, was wäre denn, wenn nicht Rache gefordert wäre, sondern Vergebung, wie macht man das eigentlich, also wie durchbricht man diesen Kreislauf der Rache, aber let's face it, wenn ich so einen Film gucke, will ich ja nicht Vergebung sehen, sondern ich will sehen, wie Rache immer mehr eskaliert, also das ist so ein bisschen, wo so Filme sich mit ihren eigenen Ambitionen.

Ja, das beißt sich, ich will nicht sehen, wie am Ende sich tausend Leute gegenseitig die Hand geben und sagen, ja, okay, stimmt, irgendwann müssen wir auch mal aufhören mit dem ganzen Quatsch, sondern die sollen sich halt die Köpfe, gegenseitig einschlagen. Ja, aber ich meine, ich finde das noch ganz okay, weil er löst es ja lange genug ein. Also natürlich ist dieser Rache-Gedanke bis in die letzte Spitze ausgereizt und dann nur am Ende natürlich auch auf einer guten Botschaft zu enden. Und ich gebe dir recht, das mit dem positiven Sicht und so, ich finde es hier nur fast, ich finde es hier eben schon fast naiv, gefährlich, simpel, weil es ist halt so, ja, so ist es halt einfach nicht, das, was am Ende halt, allein der letzte Satz so irgendwie. Das ist halt sowas, ja, das hätten wir alle gerne, aber das wird halt nicht passieren. Und ich finde den so, ich finde den halt schön, aber so gefährlich naiv fast schon, muss ich sagen.

Also wird es halt schon eher zu so einer Farbe, beziehungsweise zu so einem Märchen. Also ich finde schon, dass Filme eine naive Botschaft haben dürfen, aber es ist ja auch das Traurige, dass sobald du dich entscheidest, irgendwas positiv aufzulösen oder irgendwie den Glauben an eine Zukunft für alle geben zu wollen, dass das zwangsläufig schon naiv wirken muss. Also das sagt ja auch was über unseren aktuellen Zustand der Welt aus, dass es halt naiv ist, wenn man denkt, ja, vielleicht wird es ja doch gut. Ja, aber... Also, auch die Naivität von mir aus und auch die Positivität in allen Ehren. Ich muss auch sagen, ein Aspekt, der mir bei dem Film gefallen hat, ist dann, wie quasi Scarlet nach und nach ihre Widersacher quasi auf ihre Seite zieht. Also, das hat mir ganz gut gefallen. Also, dass dann halt nicht irgendwie die alle abgeschlachtet worden sind, wie bei Kill Bill, sondern dass die zwar auch schon fertig gemacht worden sind.

Aber dann halt so nach und nach ihre Positionen überdacht haben. Und das fand ich, das hat mir eigentlich ganz gut gefallen Ja, das fand ich auch ganz nice Da hätte der Film sich ein bisschen drauf konzentrieren müssen so, ja Aber ja, Naja, ich verstehe dann halt trotzdem so manche Sachen, das ist dann, glaube ich, wirklich, das kann nicht anders sein, als da müssen Sachen unter den Tisch gefallen sein. Es gibt zu Beginn des Films eine Sequenz, die wird im Laufe des Films nie wieder eingelöst. Kann sie gar nicht inhaltlich. Das habe ich mich gefragt zum Beispiel, was das sollte so. Dann auch diese ganze Hamlet-Referenz. ja, also.

Plötzlich, also die ganze Zeit geht es eigentlich darum, dass wir sie auf ihrem Weg begleiten sie immer mehr um sich scharrt und es auch tatsächlich Leute schafft irgendwie zu überzeugen, oder der Sanitäter halt schafft Leute davon zu überzeugen, dass Zusammenarbeit oder Zusammenhalt wertvoller sein kann, als nur sich gegenseitig ins, Nichts zu schicken aber, das nimmt so einen großen Teil ein und irgendwann kommen dann wieder Referenzen auf Hamlet, wo ich dachte, was sollen die denn jetzt?

Auch da checke ich halt wieder nicht so genau, wer die Zielgruppe sein soll, weil ja immer dieser zu kurz gedachte Gedanke, da ist Anime jetzt für Kinder, das ist ja generell immer Quatsch, aber hier sind ja auch so, schöne, aber auch so naheliegende Ideen wie diese Otherworld, in der sie sich befinden, wo dann auch so ersichtlich wird, dass wenn man in der Gegenwart eine Entscheidung trifft, dass die in der Zukunft Konsequenzen haben kann. Ja, ach, also das ist es natürlich irgendwie schön und das wäre halt auch so, dass man das so Zwölfjährigen irgendwie vermittelt, dass ihr, quasi Konsequenzen tragen müsst für eure Entscheidungen in der späteren Zukunft, und so generell schöne Ideen, wie sie ja durch diese feudale Logik geprägt ist, dass sie so Ehre, Blutlinie, Vergeltung und dann gibt es ja diesen Hichiri, der ja eher so eine moderne.

Ja, so ein modernes Konzept vor Körper, dass man eher so Solidarität zeigen soll, irgendwie auch heute schon mal an morgen denken. Und er ist ja auch der, der quasi Angreifer heilt, wo Scarlett ja auch irgendwie so abgestoßen von ist, dass er irgendwie dieses, niemand wird irgendwie dauerhaft geschädigt. Also auch, dass sie da lernen muss. Das ist eine tolle Botschaft. Aber ob das dann in diesem Aufwand und Umstand und ja, in dieser Breite irgendwie dargestellt werden muss, ich weiß nicht. Ja, und das ist halt auch nicht ... Sorry, Daniel, bitte. Und worauf ich dann hier noch genau einzahlend auf das, was Tino eben gesagt hat und was ich dann auch eigentlich beenden wollte. Ich finde halt, dafür ist dann aber der Film ein bisschen, ich will nicht sagen zu geil auf Düsternis, aber er ist schon erschreckend hart und unheimlich und irgendwie grotesk und was weiß ich für einen Mamoru Hosoda. Wir reden hier von dem Mädchen, das durch die Zeit sprang so.

Also, das ist wirklich, selbst The Boy and the Beast, das war nicht so hart und fies wie das, was Hosoda hier macht. Und das habe ich auch nicht so ganz verstanden. Wenn er so positiv sein will, ich will auch nicht wirklich das Wort Ergötzen sagen, aber es ist schon so ein bisschen Ergötzen an der Gewalt und an der Härte. Wenn dann auch noch so Sequenzen kommen wie diese, und die fand ich echt cool, Diese Kamerafahrt durch diese angreifenden Reiter hindurch, die meiner Ansicht nach auch entweder Rotoskopie war oder halt wirklich tricktechnisch oder also animationstechnisch echt geil.

Das wirkt alles so deutlich viel, so deutlich grimmiger als eben die Botschaft am Ende da irgendwie sein möchte. Ja, aber vielleicht ist genau das der Kontrast, den er schaffen wollte, ne? Die Welt, die so unerbittlich ist und da drinnen halt die Figuren, die irgendwie das Beste versuchen, was ja auch wieder, wie Tito schon sagt, zur heutigen Welt passt irgendwie, dass jeder sein Bestes versucht in einer Welt, die sehr düster einfach in der Gänze wirkt irgendwie ist mit allem, was man so eben den ganzen Tag sich reinfahren muss. Weil ich zu dem noch sagen wollte, ja genau, es geht dem Sanitäter ja vor allem auch darum, nicht nur irgendwie, keiner geht hier irgendwie mit tödlichen Wunden raus, sondern vor allem, ihm ist ja auch egal, wer verwundet wird. Das ist ja, was sie auch so abstößt am Anfang, weil sie hat ja ein klares Feindbild, es gibt Gut und Böse und ihm ist es ja egal, als Sanitäter, das ist halt sein Job, er ist darauf gepolt, du hilfst einfach jedem, egal erstmal, was er für ein Mensch ist. Der wird halt ein Schwerverbrecher genauso verarzt wie halt ein hilfloses Opfer und das kann sie ja gar nicht verstehen irgendwo. Und das mochte ich auch, dass da natürlich auch, und da muss ich gleichzeitig sagen.

Das hat der Film halt nicht ausgereizt, leider meiner. Das ist auch ein großer Kritikpunkt für mich. Du hast diesen Raum geschaffen hier, diese Zwischenwelt, wo Raum und Zeit quasi keine Rolle spielen. Das finde ich cool.

Das heißt, hier stößt jemand aus, eine Prinzessin aus dem 16. Jahrhundert auf einen Sanitäter der Jetzt-Zeit. Geile Idee. Aber wieso sehen wir denn nur quasi zwei Figuren aus zwei verschiedenen Zeitaltern? Macht doch mal mehr damit. Ich habe halt gedacht, sie trifft auf noch mehr Leute aus anderen Epochen. Und jede Epoche bringt irgendwie ihre eigenen Ideen, Referenzen oder die Menschlichkeit rein, die zu der Zeit irgendwie aktiv war und das stößt dann noch mehr auf Konflikte, aber gleichzeitig, dass sie vielleicht auch merken, ach, guck mal, eigentlich sind wir doch alle gleich egal, wann wir gelebt haben und so. Aber nein, er bleibt ja wirklich nur im Grunde bei diesen zwei Figuren und noch irgendwie 3000 Heerscharen, die aber auch alle ungefähr aus ihrer Zeit stammen. Da dachte ich echt, die machen da noch mehr mit, dass da aus jedem Jahrhundert irgendwie noch andere Figuren auftauchen. Das fand ich echt total unterfüttert. Das dachte ich nämlich auch, dass diese Otherworld eher wie so eine Art Morallabor wird, dass man halt so verschiedene Wertekonzepte kennenlernt, dass sie halt auch merkt, okay, ich bin schon weiter als diejenigen, die irgendwie im 8. Jahrhundert am Start waren. Genau, die auch vorher ihr waren, genau. Genau, dass sie halt irgendwie lernt, okay, es gibt eine Weiterentwicklung, weil die, die vor 800 Jahren da waren, die finde ich wiederum abstoßend. Also verstehe ich auch, wie Leute aus dem 21. Jahrhundert mich wiederum abstoßend finden in meinen ganzen Handlungen. Aber es wird natürlich wieder sehr auf Charaktere runtergebrochen, nicht auf Konzepte, weil natürlich auch so eine, Ja, so eine leichte Love-Story auch wieder mit rumschwirren muss. Die übrigens leider nur krass behauptet ist. Das muss man nicht mehr sagen. Also die ist, ja.

Und das ist schade, wie er sich so seine komplexen Ideen dann so klein hält leider. Daniel, sag du erst mal? Ja, nee, ich gehe mit allem mit, was ihr gesagt habt. Zumal, er hat das ja schon mal gemacht bei Mirai. Da sind ja auch drei verschiedene Konzepte, beziehungsweise Jahrzehnte, die da halt quasi mit einer, mit der Jetzt-Zeit konfrontiert werden so. Und das verstehe ich dann halt leider ehrlich gesagt auch nicht.

Dass er dann immer, also dass er da halt wirklich zum einen diese Gelegenheit nicht nutzt, verschiedene Konzepte, also dass Scarlett verschiedene Konzepte kennenlernt, weil sie kennt eigentlich nur diese Konzepte aus ihrer Zeit und die von dem jungen Mann aus dem 21. Jahrhundert. Und dazwischen ist halt wenig. Und.

Hier, das ist auch so ein Punkt, der mich leider echt gestört hat. In einer Welt, in der alles möglich ist, in der alles passiert, in der tausende Charaktere oder Milliarden Charaktere, sagen wir es mal so, auftauchen. Ja, ist nur ein Sanitäter aus dem 21. Jahrhundert?

Ja, weil du halt immer einen Charakter, also es ist, ja. Es ist, wie du schon sagst, sehr charakterzentriert. Ja, und das finde ich halt irgendwie ein bisschen schade, weil dann macht doch nicht so ein Massenappeal und gleichzeitig... Macht das fast nicht auf. Ja, macht das fast nicht auf so. Oder wenn du das Fass aufmachst, dann hau doch mal wenigstens noch mal zwei, drei Szenen dazu, wo Scarlet einfach mal Leute aus anderen Jahrhunderten kennenlernt. Vielleicht sogar einen aus der Zukunft, die noch viel weiter ist als die von dem Sanitäter. Und um noch mal ein anderes Fass kurz aufzumachen, dafür, dass der Film Scarlet heißt und sich um eine weibliche Hauptfigur dreht, braucht sie auch sehr viele Männer, die ihr wieder helfen, auf den rechten Pfad zu finden. Also da kann man auch noch argumentieren, dass sie ihre eigene Position an den männlichen Figuren so als Gegenmodell reibt und guckt, ob sie damit vorankommt. Aber ich finde auch leider eher, dass sie ja quasi von ihnen wie so eine Art Guidance braucht oder immer wieder so ein Impuls. Also vieles in dem Film wird halt durch Männer angestoßen. Wenn die nicht existieren würden, würde Scarlett einfach stumpf ihre Rache durchziehen und wahrscheinlich nie zum Reflektieren oder so gebracht werden. Und das finde ich irgendwie ein bisschen schwach, dass immer Intervention männlicher Charaktere notwendig ist, damit sie vorankommt in ihrer eigenen Entwicklung. Gerade in einem Film, der sich so stark auf eine weibliche Hauptfigur fokussieren will. Ja. Und ich muss leider ...

Ich habe den Punkt tatsächlich während des Schauens nicht so stark oder krass wahrgenommen. Ich war aber allerdings mit der finalen Entscheidung im Film, weiß ich nicht, war ich auch ein wenig uneins. Das habe ich nicht so ganz verstanden, was hier vermittelt werden soll anhand der Tatsache, dass eine Figur quasi, naja, für ihren unbeirrbaren Kurs belohnt wird und die andere eben nicht für ihren eigenen unbeirrbaren Kurs. So, ja, und vor allem, also vor allem, weil man sagen kann, dass, also man kann schon eindeutig irgendwie unterscheiden, welcher Weg der irgendwie besser gewesen wäre.

Ich weiß nicht, also ich hadere, also ich hadere an wirklich dieser letzten Entscheidung da. Ich weiß aber auch nicht, warum genau. Also für mich fühlt die sich leider nicht so richtig gut an oder nicht so richtig für diesen Film. Auf der anderen Seite verstehe ich natürlich, dass wir uns aber auch, sag ich mal, anhand der Geschichte schon ein, damit zufrieden geben können, beziehungsweise dass das schon naheliegend ist, was Hosoda jetzt hier am Ende macht. Aber trotzdem, bei mir bleiben so gewisse Restzweifel, dass das wirklich das richtige Ende ist. Ich habe am Ende ein bisschen das Gefühl, dass er das schon geschrieben hatte und hat das dann dahin geleitet alles.

Ja, das kann gut sein. Dass er die Idee so hatte, die Zukunft beeinflusst sie, damit sie diese Message weitertragen kann. Dass so diese Grundidee stand und er es so ein bisschen dann dahin geleitet hat. Und ich finde eh, dass der Film eben sein Drama und seine Effekthascherei und alles auch über Herleitung stellt. Also ist dann irgendwie auch dann das Ziel wichtiger teilweise als der Weg oder der Effekt ist dann wichtiger als wirklich die Sinnhaftigkeit in vielem, finde ich. Du kannst dann dreimal etwas nachdenken, denkst, dann irgendwie ist das unrund, aber es sah gerade irgendwie cool aus oder es hat in dem Moment irgendwie funktioniert und so war es okay. Aber umso mehr du über ein bisschen die Herleitung, den Weg nachdenkst, da stolperst du öfters eigentlich über genau solche Momente, wo man sich denkt, war das jetzt irgendwie wirklich, würde man so reagieren, ist das der Richtige, ist das wirklich nachvollziehbar? Da bin ich öfter drüber gestolpert. Und nichtsdestotrotz, und das ist nämlich jetzt auch dann trotzdem das Ding, mir ist dann vieles während des Films trotzdem nicht so aufgefallen.

Auch erst dann im Nachgang, als ich mir darüber nachgedacht habe, jetzt auch darüber sprechen und so weiter. Ich muss halt sagen, dass der Film an sich trotzdem während der Laufzeit mich doch in großen Teilen schon ganz gut abgeholt hat oder unterhalten hat. Aber eben viele Momente kann man dann leider sehr gut hinterfragen und das mit Recht irgendwie. Das ist das Problem. Aber ich finde schon, dass der einen Appeal hat. Ich mochte die Welt. Ich fand die Charaktere an sich auch trotzdem irgendwie cool. Ich mochte auch diese Karawane der Alten da und so. Diese Szenerie da in dieser Oase. das war alles cool. Der hat ja geile Momente, aber ja er ist halt wirklich er fühlt sich wirklich so ein bisschen anders wäre vieles nicht zu Ende gedacht oder vielleicht sogar wie Daniel sagt, vielleicht mussten Sachen gestrichen werden, es war vielleicht mal anders auch geplant whatever, so wirkt es dann leider doch hinten raus ein bisschen, ja. Ich sag nur, ich sag nur, die Mutter jetzt mal ehrlich.

Also alles rund um Scarlet's Mutter, das fand ich komplett unbefriedigend. Das kann echt nicht irgendwie das Ding gewesen sein. Ach so, ja, ja, ja. Ich weiß, was du meinst. Also wirklich nicht. Das kann ich mir nicht vorstellen, dass das die Absicht war, diese Geschichte so abzuschließen oder so zu beenden. So. Also deswegen, ja.

Ich gebe dir vollkommen recht, André. Der hat so viele coole Sachen irgendwie da drin, aber sie finden alle nicht richtig zueinander. Und die Botschaft ist gut, es gibt gewisse tolle Bilder so, aber es passt alles nicht so ganz zusammen, es ist so ein richtiger Flickenteppich irgendwie, so ein Frankenstein. Und die La La Land Einlage konnte sich auch nicht klemmen trotzdem, ja. Musik braucht er immer drin, irgendwo. Also ich finde trotzdem, der ist sehenswert, aber er ist irgendwie nicht rund, nee. Ja. Es macht auch Spaß, drüber zu reden und über die Ansätze nachzudenken, weil ich finde, man hat halt wirklich, da ist mir da auch wieder aufgefallen, leider selten Filme, die einen so an das Gute glauben lassen wollen und dabei naiv wirken mögen, aber halt nicht unglaubwürdig. Also manchmal denkt man auch so, das ist halt wirklich richtig einfacher Ausstieg. Hier denkt man auch so, ja, so easy geht's halt leider nicht. Aber es wäre ja schön. Also so, wo man halt nicht denkt, es wird verkitscht oder so. Also so ging's mir zumindest nicht. Also ich fand's nicht verkitscht. Jedenfalls nicht in diesen, den Glauben an das Gute oder dass Vergebung möglich ist, weil diese Vergebung ja auch immer wieder so als Selbstverstärkung gezeigt wird, nicht irgendwie als Naivität oder Einknicken vor dem Feind, sondern irgendwie wirklich so, der Klügere gibt nach mäßig, das fand ich ganz nice, weil das hat man ja auch selten, das wirklich so...

Ja, so ein Umdenken mal stattfindet. Ich hätte es aber halt schöner gefunden, wenn Männer ihr das nicht hätten beibringen müssen, sondern wenn es aus einer inneren Logik der Figur ja viel mehr herausgekommen wäre. Weil so hätte auch jemand am Anfang einfach sagen können, ey, pass mal auf, wir gehen in die Otherworld. Ich zeige dir kurz, was passiert, wenn du dich weiter so mitnimmst. Und dann hätte sie gleich sagen, ah ja, cool, danke für den Hinweis, dass du mich kurz hier in die Zukunft hast schauen lassen. Stattdessen muss ich mir 112 Minuten angucken, wie das so handlungsmäßig durchexerzieren wird. Also ich musste halt erst fühlen, um zu hören. Ja, das ist halt ... Oh, da sind wir aber bei der schönen Überleitung. Hier muss auch einer hören und fühlen. Beziehungsweise soll nicht fühlen, aber muss hören. Ja, wir können es doch so abschließen, oder? Ja, klar. Wir haben jetzt, glaube ich, alles gesagt zu Skala. Ja.

Aber ich sag mal so, ich hoffe trotzdem, dass der Film ein gewisses Publikum hier in Deutschland noch macht. Weil es ist ja ein schönes Zeichen, dass solche Einzel-Anime-Filme auch irgendwie mal in die Rotation oder in das reguläre Programm aufgenommen werden. Der kriegt ja einen regulären Starttag. Der hat ja keinen, glaube ich, Sonderstarttag, oder? In meinem Verständnis schon. Also ich glaube, der hat nur Einzel-Screenings. Ach so, hat der nur Einzel-Screenings? Entschuldigung. Dann würde ich nichts gesagt haben. Ich dachte, der kommt in die normale ... Also ich glaube, das ist wieder so nachfragebasiert, falls das irgendwie gut läuft. Aber ich gehe mal just in den Moment rein. Ja. Wir gehen rein. Ja, klar, da hängt natürlich die Webseite. Wie immer bei Kino-Webseiten. Hey.

Ja, der kriegt einen Einzelstart. Entschuldigung, er kriegt einen Einzelstart am Dienstag, den 24.02. Ich bitte unverteilt. Aber läuft immerhin noch ein Omo und ein ScreenX. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich jemals schon mal Anime in ScreenX gesehen habe. Das wäre aber interessant, wenn du da diese Massenszenen vielleicht, wenn da noch mal ein bisschen mehr zu sehen wäre. Sitz, Platz, aus, mach Männchen und halt still. Genau, Tino. Okay, okay, Teddy.

Wir waren letztens anhand des letzten Quizzes, sagen wir es so, auf einen Film gekommen, den Tino uns anhand seiner Rate-Deutsche-Filmtitel-Kategorie, gestellt hat oder beziehungsweise den er abgefragen wollte. Und ich sage das nur für diejenigen, die vielleicht die Quizfolgen auslassen, weil ihnen die Quizfolgen nicht so sehr gefallen. Und dementsprechend, ja, Reden wir jetzt über Baxter. Ein Film, der den deutschen Untertitel Bell mir das Lied vom Tod trägt. Was natürlich wie gemacht ist für diese Kategorie. Ja, oder Warnung vor dem Hund, der denkt, was auf der deutschen Edition steht. Zu der Antrieg gleich noch was sagen kann, aber ich lasse erst mal Daniel weiterreden, sorry. Ja, du, was soll ich jetzt sagen? Das klang alles so faszinierend und interessant, dass wir gesagt haben, wir versuchen jetzt, diesen Film uns zu holen und zu organisieren und gucken uns den an, um den hier zu besprechen. Und das hat was zur Folge gehabt, André? Dass wir über den Film sprechen.

Mensch, gesagt, getan. Das ist ja wie bei Scarlet, wo Aktionen aus der Gegenwart Konsequenzen für die Zukunft haben. Ganz recht. Gut, und wir haben uns diesen Film angeguckt, der da folgende Inhaltsangabe hat. Und es ist nicht gelogen. Das Leben eines Bullterriers von ihm selbst erzählt, Der alten Madame de Ville, deren Geburtstagsgeschenk er einst war, entledigt, bäxt er sich durch einen Treppensturz. Viel lieber will er dem vergnügten Paar gegenüber gehorchen, das er lange sehnsüchtig beobachtet hat. Sein Wunsch wird Realität, doch auf Tage des Glücks folgt der Verrat. Das Paar bekommt Nachwuchs und nachdem sein Versuch, sich diesem ebenso vom Hals zu schaffen, misslingt, wird Baxter prompt weggegeben. Das vermeintlich ideale Herrchen findet er schließlich in dem einsamen jungen Charles, den Hitler und Eva Braun eigentümlich faszinieren und der ihn mit sadistischer Strenge abrichten will. Ja, viel gut.

Ey, und ich sag's jetzt mal direkt, Hameltino, vielen, vielen Dank. Super, oder? Vielen, vielen Dank. Ey, wirklich, ich bin ein großer Fan von Baxter geworden. Ich muss echt sagen, der Film hat mich echt beeindruckt. Obwohl ich dem Film tatsächlich zwei, drei Sachen schon ankreiden kann oder ankreiden möchte auch. Aber ich muss sagen ... Auch mit der deutschen Stimme von Helmut Kraus als Stimme des Hundes Baxter. Ich fand das so gut. Auch schon die ersten Sätze irgendwie. Nachts kommen wieder die Bilder.

Wie so traumatisierter Vietnam-Veteran. Also es ist alles schon bold. Und ich habe den zum ersten Mal, als man alles geguckt hat, was irgendwo kam, auf Dreisat oder so, kam der irgendwann. Und dann dachte ich so, hey, das ist was mit einem Hund. Davor konnte man nur Kucho, dann habe ich irgendwie Baxter mit der weise Hund von Beverly Hills verwechselt, dann habe ich Baxter geguckt, dann war ich so dieses, weil da stand halt Horrorfilm und ich habe halt natürlich gedacht, okay, der bringt Leute einfach um, also es wird relativ klassischer Creature-Feature-Horror und dann geht das aber schon so nach, das ist das erste, was man hört, man sieht so am Anfang so leicht verzerrte Aufnahmen von Hunden, die hinter Gitterstäben bellen und dann kommt schon so diese Stimme aus dem Off und dann wird Baxter so langsam ins Bild gefadet, wie er so vor knallrotem Hintergrund liegt, also auch fast schon so lassiv, also fast so, als ob es irgendwie die ersten zwei Minuten von Striptease mit Demi Moore wäre. Aber es ist halt dieser Bullterrier mit dieser Stimme von Helmut Krause und da war ich schon hooked, weil ich so dachte, geil, sowas habe ich noch nie gesehen. Ja, also das hat ein bisschen Reffen-Vibe, finde ich schon, oder zumindest vom frühen Reffen-Vibe. Ich habe dann ja gesehen, das Drehbuch ist von Jacques Odiar. Da war ich dann auch irgendwie ein bisschen beeindruckt. Ich meine.

Ich weiß nicht, viele werden wahrscheinlich ihn jetzt aufgrund des ganzen Shitstorms rund um Emilia Perez kennen oder von ihm gehört haben. Aber der hat ja natürlich auch vorher tolle Filme gemacht. En Prophète zum Beispiel, der Geschmack von Rost und Knochen.

Also der hat schon ein paar ganz gute, wo Paris die Sonne aufgeht, der hat schon ein paar ganz gute Filme gemacht. Aber der hat vor allem deutlich mehr Filme, auch die Drehbücher dazu geschrieben. Und das hat er halt hier geschrieben und, Es ist schon finster. Es könnte auch ein belgischer Film sein. Mhm. Ja.

Also ich muss sagen, diese Beobachtung von dem Hund, diese knappen Zusammenfassungen, ich fand das ziemlich cool. Das fand ich so ... Natürlich weiß ich nicht, ob da eine wirkliche ... Eine Expertise dahinter steckt, die irgendwie sagt, ja, Hunde, wenn sie in der Lage wären, so zu denken, würden in solche Richtungen denken oder würden sich solche Gedanken machen.

Aber wer auch immer sich in diesem Hund personifiziert hat, das ist schon auch finster und geil, aber in seiner Natürlichkeit oder durch diesen Hund wird es halt so, ich weiß nicht, irgendwie entkräftet und entschärft. Also normalerweise waren da Szenen dabei, wo ich dachte, ach du Scheiße. Aber durch die permanente Perspektive des Hundes, naja, wirkte es nicht mehr ganz so, es wirkte nach wie vor irritierend, aber nicht mehr ganz so schockierend. Also es war auf eine merkwürdige Art und Weise nicht mehr so schockierend. Wenn er zum Beispiel halt auch am Anfang, wenn er bei dem jungen Paar ist und dann ist sie schwanger und er dann so kommentiert, auch der Mann hatte keine Lust mehr auf sie, seitdem sie krank ist. Ja, das ist das historische letztes Mal in der Folge weiter so, dass das diese falschen Beobachtungen des Hundes wie er Sachen falsch deutet, das ist halt so gut.

Ich hatte trotzdem die ganze Zeit halt, ich hatte halt die ganze Zeit das Gefühl, ich gucke irgendwie einen Film eine Mischung aus, guck mal wer da spricht und Henry, portrait of a serial killer. Das ist so weird halt, weil du weißt halt, es ist ein Tier, der einfach nur Sachen für sich deutet und ein Tier, der das halt irgendwie auch eine gewisse Selbstdarstellung hat und einfach auch.

Ja, auch rauszufinden, versucht, wo er hingehört. Aber gleichzeitig, es liegt vielleicht auch an mit der deutschen Synchro, ich weiß es nicht, aber es klingt halt wirklich, als ob du auch so im Kopf von einem Serienkiller steckst, der gerade seinen nächsten Mord beim Nachbaraus plant. Und sich dazwischen die ganze Zeit zu bewegen und sich aber da reinzudenken, nein, es geht ja trotzdem um ein Tier. Das war schon echt weird. Aber ich fand's auch richtig geil. Ich fand's wirklich stark gemacht. Das ist ja sowas, wo ich mich schon mehrmals drüber aufgeregt hab, diese Vermenschlichung von Tieren, dieser Anthropomorphismus, wo ich immer sage, das ist so Manipulation, die natürlich funktioniert, aber hier ist es ja so eine bewusst eingesetzte Erzähltechnik, beziehungsweise wird darüber Bedeutung geschaffen, weil ich finde, hier ist es ja eher wie so eine Allegorie, dass quasi Baxter ja zu so einer Projektionsfläche wird, was Menschen für Ideologien haben. Es geht ja am Anfang ganz viel darum, wer ist eigentlich würdig, wer darf führen, also wer darf sein Herrchen, Brauchen sein, also quasi wem unterwirft man sich und er kriegt ja quasi wie so eine Agenda und ist einfach nicht nur das süße Tierchen oder so oder der süße Hund oder wie fühlt er sich denn, wenn ich abends nach Hause komme, bewundert er mich, dass ich ihm dann irgendwie eine Mischung aus Asche und Pansen hinstelle mit ein bisschen Gelatine drüber und er denkt dann so, okay, du bist ja das geilste Wesen der Welt, sondern hier geht es ja immer so auch drum, was, wenn Tiere denken, aber nicht so, wie wir es hoffen. Weil er denkt ja nicht so, wie wir uns das vorstellen, was unsere Haustiere über uns denken.

Weil diese Vorstellung, dass zum Beispiel die Katzen bei André, dass die so denken würden wie Baxter die ganze Zeit, dann verstehe ich auch, warum die Tür gerade zu ist hinter dir, André.

Ich will dich jetzt in den Nacken fallen. Ja, und plus diese Fehlinterpretation, was es irgendwie so geil macht, weil man ja auch diese Badewannensequenz, wie gut das einfach ist. Ja, aber hier wären wir halt bei den Kritikpunkten, die ich schon an diesem Film habe. Also bei manchen Szenen, da gehe ich leider nicht mit. Und gerade die Badewannenszene ... Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Hund darauf Bock hatte. Wirklich nicht. Das glaube ich auch nicht, dass er da Bock drauf hatte. Die Szene ist stark und dadurch, dass der Film 1989 gedreht wurde, kann man, Naja, kann man ein Auge zudrücken, ist auch falsch gesagt. Es ist teilweise natürlich Tierquälerei, generell ist es Tierquälerei, Tiere in Filmen einzusetzen. Die haben nie morgens gedacht, geil, ich hab Bock drauf, außer Baxter. Aber das ist halt, also man sollte keine Tiere in Filmen einsetzen, Punkt. Ja, vor allem halt auch die Sachen, die der Junge machen muss. Da fand ich, da waren ein paar Sachen dabei, die waren, also ich sehe bei manchen Szenen, okay, da wurde ein bisschen getrickst und so. Das verstehe ich, das ist in Ordnung.

Und da erledigt das auch irgendwie der Schnitt oder die Perspektive. Aber dann gibt es dann auch schon mal Szenen, wo der den halt wirklich tritt, wo ich gedacht habe, Alter, nee, das geht nicht. Also bei aller Liebe und bei aller Authentizität und bei allem Gestaltungswillen so. Aber das ist nicht cool. Also das ist nicht cool. Das kann dem Hund auf gar keinen Fall gefallen.

Deswegen, das ist ein Film, der existiert schon. Deswegen finde nicht legitim, den so als Kunstwerk zu sehen und natürlich das trotzdem zu kritisieren, aber sowas darf natürlich nie wieder gedreht werden oder nie unter solchen Bedingungen und auch 1989, man weiß immer, dass Lebewesen Gefühle haben, gerade wenn man einen Film dreht über Lebewesen, die Gefühle haben, das ist halt so ein bisschen wieder das zweckheilig die Mittelding, wo ich zumindest bei sowas dann auch nicht mitgehe. Ja, ich meine, ich verstehe ja... Ich würde sagen, was ich hingegen gut an dem Film auch fand, ist, ich dachte ja eben auch schon, so von deinem, vom Hörensagen, was du jetzt erzählt hast, letztes Mal, Tino, dass es auch wieder so ein Film wird, der natürlich irgendwie dann den Hund, wir haben letztes Mal schon über die Rasse gesprochen, gerade solche Terrier, so Pitbull- Zuchten, dass die ja schnell auch sowieso schon so ein Stigma da haben, das sind Kampfhunde, ne, und die werden nur zum Abrichten genutzt, sind aggressiv, und ich dachte halt schon auch, dass das ein Film ist, der per se wieder so diese Hunderasse einfach generell ein schlechtes Licht rückt, um so vorreich zu sehen, dass es aber auch hier auch dann die menschlichen Figuren, wie gerade der Junge natürlich, als kompletter.

Als kompletter Nihilist und Psychopath da irgendwie auch den Kontrast stellt. Dass nicht alle Menschen nett sind und der Hund ist der Böse. Dass das eben aufgebrochen wird, das fand ich zumindest dann gut, weil ich genau dachte, dass das erst ein Stigmata-Film wird für den Hund, aber das war es ja dann doch gar nicht. Ja. Ja, und bloß bis man irgendwann merkt, dass so diese, weil wenn man eine Erzählerstimme hört, denkt man ja automatisch auch, ach, das ist mein Verbündeter. Dass das irgendwie so, man sieht ja ganz oft Filme, die aus dem Off kommentieren, wo nicht eindeutig sarkastisch gesprochen wird. Dann denkt man so, okay, das sind jetzt Gedanken, mit denen stimme ich überein, weil es ist ja die Hauptfigur. Und mit der soll ich ja sympathisieren. Aber hier hört man ganz oft, was er sich so denkt und ist so, okay. Also man kann nicht mit so einem, eigentlich immer als verbündete Stimme einem in den Kopf geprügelt worden durch zahlreiche andere Filme, die so oft Stimmen benutzen. Auch da wird man hier so geil gechallenged, finde ich, dass man das gar nicht so für voll nehmen kann. Dann noch Helmut Kraus, wir haben ihn eben einfach nur so erwähnt, Da ist die Synchronstimme von John Goodman, Samuel L. Jackson, Sean Renaud, hat noch Pinhead gesprochen in Hellraiser, war natürlich bei Benjamin Blümchen. Nicht Benjamin Blümchen, also hat er auch was gesprochen bei, wie heißt es denn? Peter Lustig und die deutsche Stimme von Captain Future. Und das ist halt schon stark, dass man immer wieder sich so...

Dessen nicht entziehen kann, weil die Stimme so überzeugend und so einlullend ist, man immer wieder bewerten muss, was höre ich da eigentlich gerade? Ja, und er trotzdem ja auch wie so ein Narrator, wie so ein Erzähler eben. Ja, eben, genau.

Deswegen, was du sagst, man hat halt die Stimme, irgendwann wird die Stimme ja zu seinen eigenen Gedanken oder sowas, wenn du die ganze Zeit diese Off-Stimme hörst. Naja, genau. Das ist natürlich hier, wenn du das abgleichst, was da gerade passiert irgendwie, was der Hund an sich denkt, das ist schon sehr obskur, ja. Ich fand auch so Szenen, Ich fand auch so Szenen zum Beispiel da in dem Garten mit dem Kleinkind und so. Ich hatte voll oft in dem Film eine so krasse Anspannung, weil ich die ganze Zeit mit allem gerechnet habe. Und oft löst der Film das ja überhaupt nicht ein. Aber dadurch, was du die ganze Zeit eben schon mitbekommst, wie der Hund charakterisiert wird, die Gedanken, die du hörst und dann die Bilder, die du da so siehst, du hast die ganze Zeit, du denkst gleich, gleich, gleich, und gleich passiert was ganz fürchterliches. Und die ganze Zeit so eine schwitzige Anspannung gehabt, das war echt krass. Ich hab zu früh Alarm geschlagen. Aber also auch da, die Szene mit dem Kleinkind. Zum einen, welche Familie hat da zugelassen, dass das Kind aus dem Becken rausgeholt wird?

Also das wäre so für mich, hab ich gesagt, habt ihr das noch alle? Ihr macht euren Scheiß alleine, nehmt eine Puppe oder was weiß ich. Und zum anderen hat er aber auch, ja, der Pitbull entspricht, also der Bull Terrier, entspricht jetzt nicht unbedingt dem Kampf und Klischee. Und ich finde halt auch geil, dass hier ja schon auch eine gewisse, Naja, dass schon eine gewisse Domestizierung erklärt wird. Also, dass das ja schon irgendwo Hand und Fuß hat, dass der Hund eben eine Aufgabe braucht und so. Und das verstehe ich halt auch als jemand, der mit Hunden aufgewachsen ist.

Und wie er das halt verbalisiert, fand ich das halt auch immer, das war so cool, das war so knapp auf den Punkt gebracht. Du brauchst nicht viel mehr als das, was er sagt. Und du kannst dir aus diesen Einzelnen setzen, kannst dir echt eine Menge ziehen.

Und halt auch dieses, ja, cool, ich renne von ihr zu ihm, jetzt habe ich eine Aufgabe und so weiter und so fort. Aber dann setzen sie halt dieses Kind vor diesen Bullterrier und der piekt dem da im Auge rum. Wo ich gedacht habe, ey, der Hund, also selbst wenn er es überhaupt nicht böse meint, aber wenn er muss ja nur einmal kurz irgendwie so eine Art Reflexreaktion bringen. Und dann ist die Hand ab.

Im wahrsten Sinne. Ja, oder mindestens das Kind richtig traumatisiert, weil ich glaube, wenn du als Zweijähriger von so einem Hund irgendwie eine Schramme abkriegst, wirst du den Rest deines Lebens Hunde anders sehen. Ah, geht. Geht auch anders. Aber ja. Ja, aber jedenfalls ist es schon, also passieren schon aus heutiger Sicht, nein ja auch aus damaliger Sicht unverantwortliche Dinge im Namen der Kunst, aber so ist es halt. Und da wären wir bei einem zweiten Kritikpunkt, den ich habe. Ich finde halt leider ein bisschen schade, dass man den jungen Charles damit charakterisiert, dass er sich so eine Faszination für Hitler und Eva Braun irgendwie ranschafft. Also da hätte ich gehofft, dass man da vielleicht mal ein anderes Motiv nimmt oder irgendwie so ein bisschen eine andere Ursache oder eine andere Faszination oder so. Das fand ich ein bisschen, weiß ich nicht, das ist so, vielleicht liegt es daran, dass es jetzt inzwischen ein althergebrachtes Motiv oder ein althergegebrachter Einfluss ist und 1989 noch nicht so war. Aber der fühlt sich meiner Ansicht nach ein bisschen...

Ich weiß nicht, nicht ganz so spannend an, irgendwie. Ich glaube, das ist auch ein bisschen dem zu schulden oder anzulasten, dass ja quasi der Film ein bisschen so eine Kapitelstruktur hat, du nur 30 Minuten Zeit hast, das zu etablieren. Wenn du dann Hitler sagst, hast du schon mal 10 Minuten Zeit. Weil wenn du dann irgendeine französische Figur reinbringst oder irgendeinen Serienkiller, kannst du nicht auf so ein popkulturelles Wissen beim Zuschauer quasi zurückgreifen. Aber ja, es wirkt nicht besonders spannend, aber dadurch, dass es so eine Satire ist, es fiel ja auch so um Führerprinzip und wer darf anführen, wer ist ganz oben in der Nahrungskette, finde ich da schon legitim, aber klar, besonderlich spannend, gerade aus heutiger Sicht sind die beiden jetzt nicht. Nee, vor allem halt Führer, es ist so ein bisschen naheliegend. Ja, ja, ja, na klar.

Und dann halt natürlich auch noch mit der ganzen Anekdote, dass er selbst ja die Schäferhunde hatte, Blondie und bla bla bla. Ja, ja, das wusste man damals vielleicht alles noch nicht so. Also dieses Blondie-Ding, weiß ich nicht, ab wann das so Basiswissen wurde, ob das damals noch was relativ Neues war. Ja, vermutlich war es das. Keine Ahnung, das wurde halt bislang nicht so thematisiert oder so. Aber, und da sage ich halt, also da ist so für mich der dritte Knackpunkt. Ich habe das Gefühl, auch dieser Film sollte ursprünglich mal ein bisschen länger sein. Weil der Charles hat ja jetzt nun mal die Situation auch in seinem Elternhaus, für die ja auch nun mal eine gewisse Zeit aufgewendet wird. Und sein Elternhaus, sag ich mal, in seinem Elternhaus oder anhand seines Elternhauses hätte er quasi auch auf das Thema Lust und Schmerz und Dominanz und Abhängigkeit kommen können. Ja, dafür nimmt der Film sich ja Zeit, um ein solches Szenario zu inszenieren.

Ja. Und das finde ich halt ein bisschen merkwürdig dann, wo ich mich halt frage, ob da nicht vielleicht noch ein bisschen mehr Futter überall war. Vielleicht sogar noch eine ganze Episode, die Baxter da erleben muss, um halt ... Ja, zu dem zu kommen oder zu dem Ende zu kommen, zu dem er kommt. Weil ich finde, es hat ja alles so ein bisschen so, jedes der Kapitel hat ja so eine.

Ja, nicht so ein übergeordnetes Thema, aber es geht ja viel darum, wer darf dazugehören, wer ist wenig wert und auch, wie es immer wieder darum geht, dass man so Nähe oder Liebe nicht gratis bekommt, sodass das immer wie so ein Vertrag ist oder an Bedingungen gekoppelt. Also eigentlich sagen ja viele Leute so, ja, es ist so unconditional love zu ihrem Haustier, aber hier ist ja auch, sobald Baxter mal nicht so spurt, wie man sich so denkt, ist es ja eigentlich nur ein Konflikt, aber hier ist es ja nicht ein Missverständnis, das wird ja immer als Störung, die weg muss. Also Baxter muss ja immer sofort weg und das ist ja auch so, wenn man das so als Allegorie sieht, sind ja auch Konflikte zwischen Nationen oder so eigentlich im Idealfall Missverständnisse oder halt Machtbestrebungen, aber der Feind, wird ja nie irgendwie durch eine Diskussion oder durch das beseitige Missverständnis ausgeräumt, sondern er muss halt beseitigt werden. Also genau im Gegenteil von dem, was Scarlet eigentlich probiert, dass man irgendwie versuchen sollte, miteinander klarzukommen. Sondern hier ist, sobald ein Konflikt auftaucht, muss der Feind beseitigt werden. Also das finde ich auch so düster in dem, was da alles so drüber schwebt. Ich finde den halt deswegen auch so irgendwie gutes Double Feature mit diesem, der Leichenverbrenner, der ja auch so düster ist, wo man manchmal denkt, ah, das war jetzt witzig, aber ich kann nicht lachen, weil es ist zu düster irgendwie. Wie ja, Baxter auch. Ich verstehe schon, wenn sowas Satire genannt wird, aber ich habe immer ein bisschen Schwierigkeiten bei Satiren, die mir zu düster sind, als dass ich noch drüber lachen könnte. Wo mir immer so, also im wahrsten Sinne des Wortes, so das Lachen im Hals stecken bleibt.

Weil dann weiß ich auch, dass die Satire gut funktioniert.

Aber ich bin dann auch immer so, oh, das soll jetzt Satire sein? Das ist mir zu düster. Ja, das klingt mir auch so. Klar, es ist ganz absurd und irgendwie obskur, aber in seinen Thematiken und auch den Handlungen von Charles, was er dann noch tut später.

War mir das auch zu doll dann wieder, also ich fand es dann auch schon schlimm auch für mich war es dann auch nicht mehr Comedy in irgendeiner Form und auch ein bisschen plötzlich halt einfach, weshalb ich halt glaube dass da eigentlich noch ein bisschen mehr Futter sein müsste, Würde auch zu dem passen, was du gerade sagst, mit dem Elternhaus, würde auch zu dem passen, was dann das letzte Bild quasi ist. Und das letzte, was wir quasi hören. Ja, glaube auch. Das hätte gepasst, wenn da noch ein bisschen mehr Rahmen vorher gewesen wäre für das Umfeld von Charles. Weil das wird halt so einfach gesetzt, das ist halt so. Und ich glaube, man hätte auch gut unterfüttern können, vielleicht wo das herkommt oder so. Aber das kommt ja auch nicht von ungefähr. Und das, finde ich, wird nicht genug unterfüttert. Ich glaube auch, weil das soll ja so wirklich wie so Normalität oder so, oder das unscheinbare Reihenhaus nebenan, da so einen Serienkiller gewohnt haben, das kann ich mir ja gar nicht vorstellen. Dieses, wie Normalität Gewalt verdeckt und gerade so das Zuhause, was immer so moralisch sauber sein soll, ist halt das, wo dieses Ausschlüsse stattfinden, wo Baxter nicht geduldet wird, wo das Kind gefährdet wird, wo immer Sachen passieren, von denen man irgendwie als Nachbar gar nichts wissen will.

Ich musste ja tatsächlich, also ich finde es spannend, was du gesagt hast gerade mit dem, der Feind muss immer ausgemerzt werden. Ich hab mich eher an Clockwork Orange erinnert gefühlt, weil hier das Problem quasi immer weiter geschoben wird. Weißt du? Und das Problem... Weil sie ihn halt nicht töten, so eher stimmt. Ja, erzähl weiter. Das Problem, was halt quasi das System ja auch erschaffen hat, wird dann letztendlich vom System dann doch niedergestreckt. Also er kommt nicht gegen dieses Thema an oder gegen das, was der Mensch da quasi an Unheil sich zurechtbiegt und gestatten lässt, sagen wir es mal so. Da ist das Tier dann halt machtlos dagegen. Aber das Tier ist halt das Tier und das Tier macht, was das Tier macht. Und manchmal kann man das Tier für seine Zwecke einsetzen und nutzen, so wie die alte Frau. Oder halt eben wie die beiden, wie das Ehepaar, das ja eigentlich auch nur ein Ersatzkind quasi in dem Moment hatte und gesucht hat. Und naja, und sobald dann halt, wie gesagt, die Situation zu schwierig wird, dann muss das Tier, muss weiter weg, muss wieder weg. Ja, stimmt.

Stimmt, da geht es ja auch eher gegen die Strukturen oder so. Also der Einzelne will ja nie die Verantwortung übernehmen. Es ist ja auch, wenn sowas wie unterlassene Hilfeleistung, da hat ja niemand die Verantwortung übernommen. Aber wenn du zu jedem der Personen sagen würdest, du bist ein Mörder, würden alle sagen, ich nicht. Wieso bin ich denn der Mörder? Der andere hat doch auch nicht geholfen, der ist der Mörder. Also das wird da ja auch gut gezeigt, indem halt niemand auch sich die Verantwortung in Gänsefüßchen übernimmt, Bex da einfach mit einem Sack Steine in den nächsten Fluss zu werfen, wenn sie ihn loswerden wollen wirklich. Sondern er wird halt einfach abgegeben, beziehungsweise sucht sich selbst einen Ort, obwohl er ja auch weiß, er ist das Problem. Oder er ist zumindest eine Gefahr, theoretisch. Also auch er übernimmt ja keine Verantwortung für sich selbst. Aber er kennt seine Natur. Oder er verleugnet seine Natur nicht. Genau, das machen ja viele Menschen. Genau, und das ist ja auch was Blackstar die ganze Zeit ja auch allen zeigen will, wie seine Natur ist, nur das rafft halt keiner. Also keiner versteht, wie er eigentlich wirklich ist, weil alle natürlich ihn einfach nur als Hund sehen. Als das, was sie ihn gerade brauchen, wie du schon gesagt hast. Genau, als Kindersatz, als einfach nur als, ich hab sonst niemanden oder eben als Kampfhund quasi, genau das Thema. Alle nehmen ihn so, wie sie ihn brauchen und er will ihnen bei allen mal zeigen, wie er eigentlich ist, was er eigentlich für einen Charakter hat als Hund. Ja, genau. Und er muss halt funktionieren. Also er muss mit einem einen Vertrag eingeben, sonst kriegt er keine Liebe oder Zuneigung. Das ist halt auch so perfide, weil das ist ja so die Grundbotschaft von dem Film, alle sind Hunde außer der Hund.

Schon ohne, dass es dann wirklich zu zynisch oder düster wird. Also man kann sich diesem sehr pessimistischen und dunklen Weltblick nicht entziehen. Also es ist nicht so, dass man sich distanzieren kann, dann so sagen, ja okay, der Film will ja auch aber einfach möglichst düster sein, das lasse ich gar nicht an mich ran. Sondern man ist am Ende so und denkt so, ja, shit. Nee, nee, nee. Weil dafür gibt es tatsächlich ja auch immer wieder Momente der Zärtlichkeit, beziehungsweise irgendwie auch Momente des Mitgefühls oder der Unterstützung und so weiter. allein durch diesen alten Nachbarn da, der ja schon so ein bisschen moralische Institution da ist. Und ich meine, der Mutter von Charles kann es jetzt auch nicht wirklich viel vorwerfen, die kriegt es halt einfach nicht mit. Aber ich finde auch, der Film hat so eine eigenartige, aber trotzdem mitziehende Finsternis.

Es ist nie ganz finster, aber genau schafft er es die richtige ja, wie soll man sagen, die richtige Dichte zu erzeugen, die dich halt dann quasi ein bisschen so mitverstuckt. Und ey, wirklich, ich bin von dem Film echt schwer beeindruckt, also, oder beziehungsweise er hat wirklich viele, viele Eindrücke bei ihm hinterlassen, also nicht nur positive, er hat auch ein paar negative, aber so vom Gesamtding her, äh, find ich den wirklich, das ist so ein Film, ey, über den Stolperst du... Der ist ja faszinierend. Ja, über den Stolperst du denkst dir, echt, sowas wurde mal gemacht, krass. Ja, ist halt so wie so ein underrated Geheimtipp oder so. Ja. Und auch das, was Good Boy, glaube ich, irgendwie auch hätte sein können, wenn man wirklich auch mal gecheckt hätte, was der Hund gerade so denkt oder spürt und man nicht nur irgendwie zeigt, was gerade im Raum passiert, wo der Hund sich auch befindet. Also Baxter macht das schon auf eine geile, vielschichtige Art und Weise, wenn man grundsätzlich am Anfang akzeptiert, dass man hier eine Erzählmethode quasi sieht und natürlich sich der ganze Film auch bewusst ist, Hunde denken nicht so, aber was wäre denn, wenn...

Genau. Und ist es wirklich das, was wir wollen? Was André schon gesagt hat. Ja, und vor allem halt aber auch, ich behaupte auch, sowas kann ganz schnell nach hinten losgehen. Ich glaube, wenn in Good Boy vielleicht, so wie er jetzt ist.

Wenn da plötzlich angefangen würde, so eine Aufstimme zu kommen und der Hund denkt sich so, oh, was ist denn hier los? Ist so dunkel? Das kann auch ganz schnell lächerlich wirken. Also ich finde, Baxter macht das sehr geschickt. Das kommt aber auch wirklich durch die gute, also in Deutsch zumindest haben wir es jetzt geguckt, alle, durch die guten Erzähler so, also du brauchst eine gute Stimme, du brauchst eine gute Tonalität. Das kann auch schnell, glaube ich, lächerlich wirken oder albern. Und das haben sie hier geschafft, nämlich, das ist bei Baxter, da zieht dich's rein. Da ist es irgendwie so glaubwürdig von der ganzen Verpackung, von der Atmo, von der Herleitung, alles so glaubwürdig, dass mich das überhaupt nicht, ich hab das gar nicht hinterfragt. Das ist einfach so. Und ich glaube, das kann aber auch falsch halt off wirken. Ja, ich glaube auch. Also ich verstehe genau, was du meinst, aber ich glaube, ich stelle mir das einfach wie ein Goodboy vor, wenn der Hund dann so, was war das? Ein Spiegel? Keine Ahnung. Es kann auch richtig dumm wirken, glaube ich. Gerade in so einem Horrorfilm, der dann wirklich ein Horrorfilm sein will mit Grusel und so. Und dann hast du so eine Stimme irgendwie aus dem Essen. Das kann auch richtig blöd wirken. Gerade weil diese Stimme ja auch immer wieder Identität stiftet. Man immer so denkt, okay, solange da jemand redet, kann es schon nicht so gruselig sein. Ja, genau. Das stelle ich mir schwierig vor, aber prinzipiell gebe ich dir recht, ja. Also der Film hat mir ein Hund oder das Wesen dieses Hundes eine Milliarde Mal besser verkauft als ein Good Boy, das hier könnte. Oder muss ihn, glaube ich, ja, sagst du erst? Oder eine Möglichkeit von dem Wesen eines Hundes, ne? Ja.

Ja, man muss das halt wirklich, also es ist halt schon eine Allegorie auf dieses Ganze, wie politische Systeme entstehen, wie so eine Herrschaftslogik entsteht, weil eigentlich sucht Baxter ja auch nicht nach.

Also er sucht auch nach Liebe, aber in allererster Instanz sucht er ja nach einer Ordnung, an der er andocken kann und wo er sich möglichst weit oben befindet. Da ist ja auch so diese Sicherheit durch Dominanz dann irgendwie einen Sinn haben, in dem man sich irgendwie unterordnen kann und in dem man sich durch eine Zugehörigkeit identifizieren kann. Das sind ja klare rechte Tendenzen, die halt quasi auch gezeigt werden. Weil ich will Baxter irgendwo dazugehören, wo er akzeptiert wird für das, was er ist, aber er wird nie für das akzeptiert werden, was er ist, weil er immer ein Fremdkörper bleiben wird. Und das ist ja so eine rechte Ideologie, die ja auch nochmal kritisiert wird. Also ich finde, man kann halt viel drin sehen. Das Satire auf so Bürgertum.

Dann Satire darauf, wie rechte Strukturen entstehen, wie quasi alle irgendwie jemandem dienen wollen und sich unterwerfen wollen. Weil Anführer will ja auch niemand wirklich sein. Aber alle wollen halt irgendwo dazugehören, wo sie wissen, sie werden geschützt vor dem anderen, was hier wahlweise dahunter steht. und auch die Familie. Das ist ja auch nice, auf wessen Seite man sich hier schlagen kann. Man kann ja die ganze Zeit auf der Seite von Baxter bleiben, was am Anfang leichter, schwieriger fällt als am Ende. Das mag ich halt auch, dass das letzte Kapitel quasi spätestens da ist man ja eindeutig bei Baxter eigentlich auf der Seite, während man vorher noch immer so ist, was ist hier gerade so los? Ist der böse? Bei wem bin ich jetzt hier? Und dann bricht das auch immer mehr. Also es ist schwierig, sich hier zu einer klaren Positionen. Also der Film Challenge permanent, wie man so die Figuren und das Gezeigte wahrnimmt. Man kann sich halt nicht darauf einlassen. Deswegen ist man, glaube ich, so nachhaltig irritiert.

Weil der Film keine Sicherheit vermittelt durch irgendwas. Ja, voll. Und das, was du gerade gesagt hast, jeder will ja auch irgendwie Schutz und sowas. Und wenn es vom Hund auskommt, das ist ja wie bei der weißen Hund von Beverly Hills, wo sie ihn ja auch erst pflegt, ist aber nicht so unsicher, kann ich den behalten? Und dann kommt auch der Einbrecher und der Hund beschützt dich von dem Einbrecher und dann ist so alles klar, bester Hund der Welt. Das ist ja hier so auch, solange der Hund mich irgendwie beschützt.

Auch da wieder, er wird halt dann zu dem Zweck eingesetzt. Ja, genau, solange er Leistung halt bringt. Das ist ja auch das so, was viele AfD-Wähler halt so denken, ja, die werden mir schon nichts tun, wenn die erstmal an die Macht kommen, aber gerade diesen ja, die als erstes wegkommen, weil sie halt keinen Nutzen haben. Sie können nicht der Baxter-Allegorie, sie können nicht bewachen, sie können keine Liebe bieten, sie sind halt einfach ein Konflikt, der beseitigt werden muss, der weg muss. Und das ist ja auch was, was der Film immer wieder anprangert. Deswegen finde ich das auch mit diesem Hitler und Eva Braun gegen Ende legitim, auch wenn es natürlich jetzt erzählerisch jetzt nicht das Innovativste ist, aber dadurch, dass er auch so, vielleicht war das auch damals 1989, dass da auch wieder rechte Tendenzen in Frankreich wieder erstarkt sind, dass das darauf auch ein Kommentar ist, aber da stecke ich politisch zu wenig drin. Aber spätestens heutzutage sehe ich da auch diesen eindeutigen Kommentar drin. Und das ist ja auch toll, dass der Film halt so zeitlos dadurch ist. Finde ich auch. Leider. Man muss es halt wirklich sagen, der Film funktioniert in der heutigen Gesellschaft genauso gut, wie er vielleicht damals funktioniert hat. so. Ja, man muss sich halt nur darauf einlassen und eben, ich glaube, Tierliebhaber müssen halt stark sein. Und wenn ihr euch auch darauf einlasst, kann André noch ein bisschen was dazu sagen, wie man sich denn darauf einlassen könnte, wenn man nicht irgendwo den Dreisatz-TDTV-Aufstrahlung noch auf einer vergammelten VHS-Kassette rumliegen hat. Ja, oder auf dem Receiver, wie digital mitgeschnitten damals. Und zwar ist der Film letztes Jahr.

Erstmals in Deutschland jetzt wirklich lizenziert in Handel auch gekommen, was auch mir völlig vorbeigegangen ist, nämlich vom, Label Kamera Obscura, die sich ja viel um so verschollene Perlen kümmern und genau, die haben ihn in den Mediabook rausgebracht und da ist nämlich auch der auf dem Cover groß der Leitspruch, den wir im Quiz halt hatten drauf, Vorsicht vor dem Hund, der denkt, und genau, also wer den Film ersichten möchte nach unserer Besprechung oder vor unserer Besprechung nicht blind reingehen will, dann besorgt euch gerne die Edition. Ist nämlich wirklich die einzige deutsche Fassung, die offiziell irgendwie jemals bisher rausgekommen ist. Sehr cool. Und dann könnt ihr euch selbst mal ein Bild von dem Film machen. Werft, denke ich, finden alle, das sollte man mal tun. Also ich bin jetzt Fan von Baxter. Also wirklich in jedem Holger Film-Diskurs werde ich jetzt Baxter mit anführen. Ja, auf jeden Fall. Also das ist safe. Ja, es ist auch wirklich krass, dass man von dem, also dass ich zumindest es von dem noch nie gehört habe, wirklich vor, Dieser Quiz noch mal letztes Mal war mir der gänzlich unbekannt. Gut, aber sag ich mal so, wäre dieser Titel zu dir gedrungen, Bellmier, das Lied vom Tod, hättest du gesagt, oh, das ist ein Film, den muss ich sehen? Nein, aber wenn jemand sagt, da ist ein Film, wo der Hund die ganze Zeit laut denkt und da ist ein Junge, der ist irgendwie Hitler-Fanatiker und die haben dann irgendwie Zwist, denke ich mir, okay, das klingt so absurd, das muss ich ja sehen. Also hätte ich davon nur irgendwelche Anreize gehört, aber völlig blank, nichts, niemals. Also es ist krass. Und ich meine, es ist ein französischer Film, ist jetzt auch nicht irgendwie, also es ist ein Nachbarland.

Eigentlich so naheliegend, dass man da vielleicht mal was rübergeschwappt hätte, nein. Aber von daher sehr froh, dass wir den jetzt mal hier besprechen konnten, ja. Das freut mich doch. Da kommen wir von einem Film, der als Allegorie auf Strukturen funktioniert, zu einem Film, der die Strukturen relativ unallegorisch zeigt. Ja, aber dafür umso besser. Beziehungsweise dafür trotzdem auch sehr, sehr gut. Denn ja, ich nehme es vorweg. Ich habe diese Inhaltsangabe, die ich jetzt hier vorlesen werde, zu dem Film The Plague habe ich von Wikipedia nehmen müssen. Nur mal als kleine Disclaimer vorweg, es gab keine deutsche offizielle, denn der Film ist leider noch nicht in Deutschland offiziell erschienen. Tino hatte ihn in Sitges gesehen. Ja. André und ich haben jetzt einen Screener uns organisieren können, was auch cool war. Und dementsprechend wollen wir heute über The Plague reden, denn wir wollen euch diesen Film ich hoffe ich gehe mit, also ich hoffe André geht mit mir mit, wir wollen euch diesen Film glaube ich jetzt mal einfach ins Gedächtnis setzen so, also immer wieder wie so eine Pest quasi bei euch anflanschen wir wollen euch wie eine Krankheit ins Hirn setzen damit ihr diesen Film auf jeden Fall nicht vergesst damit ihr diesen Film mit euch tragt wie eben ein Hautausschlag und, damit ihr auf jeden Fall, falls dieser Film rauskommt ihn euch anschaut Ja.

So, nachdem sie aus Boston weggezogen sind, wird der zwölfjährige Ben von seiner Mutter im Sommer 2003 bei einem Wasserballcamp angemeldet. Dort trifft er auf einige der erfahrenen Camper, darunter auch den großspurigen Anführer Jake, vor dem sich selbst ihr Trainer Daddywax in Acht nimmt. Sie nennen den Neunankömmling Soppy. Die Jungs schikanieren den zurückhaltenden, unbeholfenen Eli, von dem sie glauben, er habe die Pest, einen lebraähnlichen roten Ausschlag, der angeblich ansteckend ist. Dies ist jedoch einfach nur ein Ausschlag. Ben erscheint die Aktion absurd und freundet sich mit diesem Außenseiter an. Als Folge muss ich Ben mit der unbarmherzigen Hierarchie unter den Jugendlichen auseinandersetzen. So steht es da. Und ich glaube, das ist es. Also, das muss man machen. Und ich glaube auch, das muss man hier, so kann man es hinnehmen. Und ich glaube, viel mehr sollte man dann auch gar nicht erwarten. Denn der Film spielt das halt aus. Und es geht hier nicht unbedingt um das Was. Das Was ist natürlich ein wichtiges Thema. Es geht aber vor allem um das Wie. Und hier möchte ich einfach mal direkt sagen, das Casting ist sensationell. Ja, das ist wirklich richtig, richtig gut. Also ich habe mitbekommen, das ist das Regie-Debüt von dem jungen Charlie Pollinger.

Das wohl mal wieder vor allem dadurch zustande gekommen ist, dass Joel Edgerton da seinen Einfluss hat gelten machen lassen und beziehungsweise dass Joel Edgerton mit an Bord ist, der hier dann halt auch eben den Trainer spielt und den Film dann halt auch mitproduziert hat. Und wenn man sich eine der Top-Reviews bei Letterboxd durchliest, dann ist die von einem Vater der Jungs, der wirklich eine schöne Review geschrieben hat. Er sagt natürlich, klar, ich bin biased und so, aber ... Das, was er beschreibt halt auch, er hat das Drehbuch gelesen, weil er ist quasi in der Familie dafür zuständig, dass er die Drehbücher liest, hat das Drehbuch dann seinem Sohn gegeben, weil er gesagt hat, sein Sohn muss es auf jeden Fall lesen, der war auch richtig begeistert, dann haben sie den Audition Call bekommen, worüber sie sehr happy waren und waren halt letztendlich dann auch im Film. Und er sagt aber, das was er gelesen hat ist längst nicht alles, was dieser Film ist, beziehungsweise was diesen Film auszeichnet denn, ja, die Dialoge und so weiter, das ist alles klar, aber der Regisseur soll wohl noch so viel mehr aus dem Skript rausgeholt haben allein von der Optik und wie er mit Sound spielt und so weiter und ich muss auch sagen, also zum Thema Bullying oder das Bullitum und wie solche Strukturen sind und wie auch ganz beiläufig solche Dinge sich entwickeln.

Muss ich echt sagen, ist von diesen kleinen, jungen Darstellern hier super gespielt worden. Also ich habe selten so eine einfühlsame, weiß ich nicht, Gesamtperformance für Zwölfjährige erlebt oder Dreizehnjährige erlebt, wie hier. Ich kann das jetzt vielleicht ein bisschen besser nachfühlen, weil ich eben Zwölfjährigen hier bei mir zu Hause habe, der halt auch wirklich an dem Tag, an dem ich das gesehen habe, zum ersten Mal Schwimmunterricht in seiner Schule hatte. in seiner neuen Schule.

Und wo mir gerade mal wieder wirklich halt auch bewusst geworden ist.

Wie scheiße das eigentlich ist, wenn du so in der sechsten, siebten Klasse zum ersten Mal, also wieder Schwimmunterricht bekommst an der Schule. Also da, wo du dich halt wirklich körperlich am vielleicht verletzlichsten fühlst, wo sich gerade Dinge weiterentwickeln. Und jede Bemerkung, jede Kleinigkeit, die an dir hervorgehoben wird oder die vielleicht zum Gespött gemacht wird und so weiter, kann dich ja wirklich auf lange Zeit erstmal beeinflussen oder vielleicht sogar nichts schädigen. Und ja, deswegen, also ich konnte mich in diesen Film so richtig, richtig gut reinfühlen. Und das auch eben anhand dieser jungen Darsteller, die meiner Ansicht nach alle durch die Bank weg toll sind.

Und gerade so dieses, die erste drei, vier Stunden ist halt wie so ein Rausch, also die ganze Zeit Eindrücke, suggestive Szenen, dann mochte ich das, was mir auch bei Ed Follows schon so gut gefällt, dass halt Erwachsene existieren, aber irgendwie so am Rande stattfinden, also die haben gar keinen Einfluss drauf und das finde ich ist eine große Leistung für einen Film, der an der Schule spielt, wo ja per se immer Erwachsene rumrennen müssen, dass sie das schaffen, wie so ein Mikrokosmos entstehen zu lassen, der einfach so wirkt, als ob der davor schon da gewesen wäre, als ob es den auch danach gibt. Also als ob das wirklich eine gewachsene Welt wäre, in die wir hier reinkommen. Und nicht, als ob alles so zum Zeitpunkt der Dreharbeiten auch erst begonnen hätte. Also das war wirklich, die erste Dreiviertelstunde fand ich stark. Das hat mich sehr erinnert an die ersten 15 Minuten von Raw, wo sie auch neu an dieser Uni sind, mit diesen ganzen merkwürdigen Ritualen. Viele Sachen auch so von dieser...

Ja, nicht so Traum, eher so Albtraumtänzerisch an Five Devils. Also da waren viele Filme, die ich auch sehr, sehr gern mag wegen der Atmosphäre, weil The Blake wäre auch so ein guter Film, aber wie der umgesetzt ist, wie das akustisch alles eingesetzt wird, wie das visuell aufbereitet wird, das macht für mich halt so so ein Meisterwerk. Sonst wäre es auch ein guter Film über so Machtdynamiken, aber das hat so gut mit mir resoniert, wie viele Bilder mir da gefallen haben, wie viele Bilder mir da im Gedächtnis geblieben sind, wie unangenehm ich das alles fand, wie Daniel auch schon gesagt hat, wie schauspielerisch gut das einfach war, selbst extrem schwierige Szene, es gibt zweimal so Sequenzen, wo ein Beat von Moby eine große Rolle spielt, wie fantastisch das einfach umgesetzt war, wo man halt denkt, das spätestens jetzt müsste es kippen oder kann man das so lange ausspielen? Enthält das diese Wirkung, aber wie ja, wie stilsicher das einfach wirkt. Das ist ja Polingers Regie-Debüt, also Langfilm-Regie-Debüt, wo er halt auch von der Regisseursgilde von Amerika einen Preis für Outstanding-Debüt bekommen hat. Und ich glaube, wenn eine Vereinigung von Regisseuren, wo alle drin sind quasi, also alle Regisseure, die wir so kennen und gut finden, wenn die sagen, geil, dann ist es wahrscheinlich auch geil. Also ich muss auch sagen, achso, Entschuldigung, André, komm, sag du erst mal was. Ne, ich wollte auch sagen, also gerade das Sounddesign und der Score.

Also die sind eigentlich ein eigener Film. Also das muss man sich wirklich so vorstellen. Wir sind hier in einem Schwimmcamp. Es ist ein großes Schwimmbad. Die Jungs pennen da halt auch und so. Man befindet sich halt in einem Schwimmheim.

Und trotzdem hast du das Gefühl, du bist irgendwie in einem David-Lynch-Albtraum gefangen. Nur wegen dem Score. Der Score dreht eigentlich seinen eigenen Film daneben bei. Der ist echt krass. Und ich war erst krass verwirrt, weil ich halt durch den Score auch erst mal lange Zeit im Film eine grundlegend, glaube ich, falsche Erwartung hatte. Weil der Score etwas, ich sag mal ... Also der deutet halt ganze Zeit darauf hin oder der baut die ganze Zeit etwas auf, wo du denkst, gleich muss einfach so eine krasse Eskalation passieren, gleich muss hier irgendwie der, Horror ausbrechen, gleich kommt irgendwie raus in dem Schwimmbad, lebt ein großer Alter und Cthulhu kommt aus dem Wasser. Also der Score verspricht dir fast einen Horrorfilm, den du nicht greifen kannst, aber nein, er soll einfach nur diese Verlorenheit und diese Anspannung eben vor allem der Hauptfigur quasi umschreiben. Also der Score macht dir diese.

Unangenehme Anspannung der Hauptfigur, des Hauptjungen, einfach die ganze Zeit mitspürbar. Und das fand ich halt krass. Und das war eine richtig smarte, Umsetzung, ein Film, der eigentlich ein Sozialdrama über pubertierende Jungs ist und Mobbing, so zu unterfüttern, dass du gerade denkst, du guckst einen Hitchcocks-Thriller. Und das fand ich krass so. Und das hat echt gut funktioniert, auf jeden Fall. Ich fand die Darsteller auch alle mega gut, generell auch die Bilder auch, ja, allein so diese großen Kamerashots über diesen Pool und so, das sind so einfach glasklare Bilder irgendwie, sehr, sehr nice. Das mache ich total gerne, ich war auch voll verwirrt, dass Edgerton da drin ist, weil ich hatte mittags erst Train Dreams geguckt, Nacht geholt und ich hatte nicht auf dem Schirm, dass der hier auch drin ist, der sieht ja fast genauso aus wie in Train Dreams, mit selben Bart und so. Ich war so, hä, was? Was? Hä? Das fand ich auch funny. Ja, genau. Also das fand ich wirklich alles super krass. Und jeder, der mal irgendwie Mobbing erfahren hat, so, das ist wieder so ein schlimmer Film einfach, wo du dann merkst einfach, wie schlimm einfach so pubertierende Jungs in dem Alter sind. Oder sein können hier dieser Jake.

Quasi der Anführer da, der Jungs so, dem wollte ich die ganze Zeit durch den Hals umdrehen. Der spielt das so geil, Alter. Der spielt das so krass. Und ich dachte mir die ganze Zeit, ey, kann dem bitte mal jemand aufs Maul hauen, sonst wird der halt genau so ein Arschloch-Mensch. Das nimmt der ja mit. Das ist so ein verzogenes Kind, das keinen Respekt hat. Das war richtig exhausted so danach, weil das richtig anstrengend war, diese blöden Kinder zu ertragen. Ja, Wahnsinn. Ja, was André auch gerade gesagt hat, dass man die ganze Zeit nicht weiß, in welche Richtung das geht. Und man irgendwann, man sieht ja auch oft diesen Pool, der auch so unnatürlich tief ist. Also man sieht immer wieder so Aufnahmen von unten, wie man die Beine sieht. Und die sind aber so 10 Prozent des Bilds und der Rest ist einfach nur Wasser. Und irgendwann ist man ja auch fast froh. Also man wäre froh drum, wenn einfach so eine gigantische Krakenklaue von unten hoch mit einem Tegel hochkommen würde und einen Jungen runterzieht, weil man dann so denkt, Gott sei Dank geht es nicht um Bullying. Ja, genau. Ich habe eigentlich diese Spannung abgefallen.

Man weiß ja auch, so zeigt Pubertät, man weiß nicht, was einer war. Also jeder Tag ist ja so eine Reise ins Ungewisse, weil der Körper sich entwickelt, die Leute drumherum, man versteht vieles nicht, was passiert. Das symbolisiert ja auch dieser Pool, dieses mit Beinen strampeln, es gibt keinen Boden. Man bewegt sich, aber man findet keinen Halt, egal wie viel man strampelt. Also das finde ich auch so, Also, dass die Bilder alle noch so eine Entsprechung haben und nicht leer sind. Also, man kann über die Bilder viel nachdenken und man findet immer wieder Entsprechungen im Inhalt oder wie man es so interpretieren kann. Also, es ist nicht so eine Werbefilm-Optik. Weil es sind schon viele Momente, wo, da wird nicht gesprochen, es werden abstrakte Sachen gezeigt, aber man denkt, okay, hier wird so viel erzählt gerade. Und das finde ich immer richtig, richtig stark, wenn jeder Moment des Films so eine Bedeutung hat und nicht einfach nur da ist, weil, ja, es muss halt 90 Minuten gehen. oder halt eben, Als Metapher für den Kopf über Wasser zu halten. Ja, genau. Ey, ich gebe mit allem, was ihr da gesagt habt, mit. Ich hatte tatsächlich irgendwann mal Zeit lang den Verdacht, dass hier Eli, der halt einfach nur Eli ist. Was soll man denn sagen? Der ist eine arme Haut, im wahrsten Sinne des Wortes.

Und ich meine, wir hatten alle solche Jungs oder solche Typen, solche Menschen irgendwie an der Schule, in der Klasse, weiß ich nicht, im Sportverein oder so, die irgendwo ihre eigene Nische halt hatten, die aber irgendwie kaum kompatibel waren mit den vielen anderen Nischen, die es halt so in dieser Welt gibt.

Und ich hatte irgendwann zwischenzeitliche Gedanken so, okay, in dem wohnt irgendeine alte Gottheit und die bricht jetzt irgendwann aus dem Aus oder so was. Ja, ja, ja. Weil der hat ja teilweise auch so komische Sachen gesagt, wo du halt denkst. Deswegen auch, das ist so ganze Zeit offen, ich dachte auch ganze Zeit so, okay, gibt's da noch irgendeinen Twist, noch irgendeinen versteckten, genau, ja, ja. Ja, aber weil wir ja durch unseren eigenen Filmkonsum auch schon so geprägt sind, dass wir das natürlich erwarten. Also, ihr habt doch wahrscheinlich auch alle diesen Births gesehen mit Nicole Kidman, wo sie sich quasi irgendwie in die Wiedergeburt ihres Mannes in einem Elfjährigen verliebt. Ach so, der, ja, ja. Der von Jonathan Glaser, wo man das guckt, man halt denkt halt auch so, ja, okay, ich habe ja schon tausend Filme geguckt, da ist bestimmt noch irgendwas, aber wieso soll da noch irgendwas sein? Es ist einfach nur unangenehm, weil Nicole Kidman denkt, dieser Elfjährige ist ihr toter Mann. Und es ist einfach nur richtig, richtig weird. Und man hofft dann irgendwie auf so einen Twist, der aber irgendwie nicht kommt. Und am Ende denkt man sich, okay, dass ich da auf irgendeinen Twist, ist ja auch fast schon wie so eine Übersprungshaltung, dass man halt hofft, lass eine Gottheit raussprechen, lass da ein Cthulhu-artiges Monster im Pool sein. Bitte nur nicht das, was es wirklich ist. Alles ist besser als die Wahrheit. Alles ist besser als die Wahrheit, beziehungsweise also.

Mein Unterschied, sage ich mal so, war, ich habe schon relativ schnell die, wie soll man sagen, die Wucht und die Wirkung annehmen können, die gewisse Handlungen und Situationen im Film erzeugen oder hervorrufen können. Das fand ich halt schon, weil wie gesagt, mit so viel Scheiß, der da in dem Film irgendwie gezeigt wird, mit dem habe ich hier tagtäglich irgendwie zu tun, wenn ich das höre, was mein Sohn aus der Schule so mit sich bringt. und.

Deswegen, also hier waren Kleinigkeiten, bei denen ich schon da saß und hab wirklich die Hände vor's Gesicht gehalten und hab gesagt, oh bitte hör auf, mach nicht weiter ey geh weg oder such dir irgendwas anderes oder mach das nicht so, ja und das fand ich halt schon krass, also ich weiß nicht, ob das bei allen so ist aber ich hatte halt als Vater da doch schon nochmal einen geilen Zugang zu diesem Film der da auch inszenatorisch halt einfach echt stark war. Wirklich stark war. Ich gehe halt bei dem Ende, das ist so der einzige Punkt, wo ich sage, naja, da hätte man vielleicht nochmal einen anderen Ausstieg finden können. Das ist so ein bisschen dieses typische.

Naja, wir sind hier so ein Regie-Debüt, wir sind hier irgendwie, wir haben eine wichtige Sache, die wir vermitteln wollen, wir geben uns auch Mühe in der Ausgestaltung, aber irgendwann müssen wir halt zum Ende kommen und ja, so lassen wir halt euch dann da stehen. Und das machen andere Filme wie Systemsprenger oder so, die machen das halt auch und das ist meiner Ansicht nach vollkommen legitim, aber ja, ich fand's halt ein bisschen schade, da hätte ich vielleicht noch so, eine andere, kleinere, andere Konklusion erhofft oder so, oder irgendwie nochmal etwas abseits der, ich will jetzt nicht sagen Norm, aber abseits von etwas Bekannteren. Jaja, voll. Die Botschaft ist ja klar und das ist auch trotzdem eine starke Sequenz am Ende, aber genau, Das ist halt dieses Sei-du-selbst. Ja, okay.

Die Credits waren dann sehr abrupt. Ja, okay, that's it jetzt. Ja, weil dieses... Ich wollte jetzt sagen, es ist halt schwierig, bei diesem Film so richtigen Ausstieg zu finden, weil... Das wird halt so weitergehen in dem Sinne, sage ich mal. Also du findest da, glaube ich, schwer eine richtige Lösung, sowieso nicht. Aber ja, es fehlt so ein bisschen das letzte Fingerspitzengefühl vielleicht für so den richtig versöhnlichen Abschluss, fand ich auch. War nicht so 100 Prozent rund. Aber wie gesagt, die Message bleibt ja hängen. Das hat für mich schon funktioniert auf jeden Fall.

Ich meine, der macht ja auch sonst, auch da, der macht ja keine in seiner ganzen Beobachtung. Er ist sehr gut in seiner Beobachtung, aber jetzt auch nicht neu oder natürlich auch nicht Wagenrad neu erfindend. Du hast natürlich auch wieder die Vertrauensperson eben hier, Edgerton, der Erwachsene, der wieder auch nicht richtig zuhört beziehungsweise der A selber eine ähnliche Vergangenheit hat, dann aber auch nicht so richtig weiß, wie er helfen kann. Auch so die falschen Schlüsse, sage ich mal, ein bisschen zieht. Das kennt man natürlich auch alles. Die Erwachsenen, die da nicht so richtig hingucken, zuhören, daraus ihre eigenen Schlüsse ziehen. fast so wie ein Baxter, der auch Sachen falsch versteht, denkt er sich auch nur so, was er jetzt glaubt, die beste Lösung für irgendwie diese Konflikte ist und macht damit eben Sachen auch nur schlimmer. Das kennen wir alles. Und wie gesagt, ich konnte das alles halt echt gut nachvollziehen, weil ich, so wir hatten auch in der Schule damals Schwimmunterricht und so, ich hab's auch gehasst. Ich war auch eher so der Eli in der Schule. Ich war auch ein Kacknerd und war super unsportlich und war da vielleicht auch eher immer der Belächelte. Ich kann das voll nachvollziehen. Und das fand diese Figurenzeichnung auch super nice, was das angeht. Aber ja, wie gesagt, für mich war der Film jetzt nicht die Offenbarung in der Darstellung, weil, wie gesagt, das ist jetzt wirklich trotzdem relativ einmal eins. Bei Leatherbox hatte wir geschrieben, das Fullmetal Jacket im Swimmingpool. Das stimmt halt.

Das haben wir alles in ähnlichen Formen schon natürlich gesehen und das Thema ist nicht neu. Aber für mich hat es vor allem eben wirklich diese Inszenierung dann gemacht, weil das Ganze mich das nicht nur sehen lässt, was unangenehm genug ist, sondern durch die Bilder, durch den Sound, durch das Sound, Design, das Score, das durchaus gute Schauspiel kommt dazu, ganz klar, aber vor allem das Drumherum. Dass mich das halt wirklich spüren lassen hat. Und das hat den Film für mich so besonders gemacht. Dass es wirklich in Bärendienst, dieser Score, diese Bilder, dass das Ganze wirklich wirkt wie It Follows, obwohl es nichts mit Horror zu tun hat. Das ist das, dieses Mobbing hat mich richtig gehorntet, weil das alles so beklemmend war. Und das ist das, was der Film für mich ausmacht, dass er sich das richtig mitspüren lässt. Das war wirklich stark.

Und das fand ich bemerkenswert. Also klar, er macht nichts grundsätzlich Neues und er kann ja auch nicht grundsätzlich Neues über solche Dynamiken aufmachen, aber wie er es schafft, solche hervorragenden Darsteller zu haben, weil so hervorragende Darsteller können ja auch ein bisschen zu einem Fluch von einem Film werden, in dem man so denkt, ja okay, wenn man diesen einen Jungen umbringen würde, wäre ja das Problem gelöst, aber so ist es ja geil. Das ist ja ein bisschen das Problem bei einer Flug über das Kuckucksnest, wo man sich so denkt, ja, muss diese Ratchet halt einfach durch eine Kollegin ersetzt werden, ist da drops gelutscht, aber das System ist ja das Problem. Und hier ist ja auch so ein bisschen, dass du diese ganzen kleinen Monsterkinder siehst, aber auch raffst, wie diese Anreizstruktur das eigentliche Problem ist, wie sie ja irgendwie dieses, sie gehören irgendwo dazu, sie regieren sich selbst über Scham, wie so eine Statusgewalt entsteht, was auch irgendwas ist, was vielleicht vor 20, 30 Jahren noch nicht so krass war, aber in Schulen oder so auch irgendwie da war, aber das auch immer mehr zunimmt, dass diese Anreizstrukturen einfach so effektiv sind, dass du dich denen nicht entziehen kannst. Weil ja auch der Lehrer gar keine Lösung dafür findet. Also er ist ja auch hilflos. Das fand ich auch geil, wie Edgerton, wie merkwürdig hilflos und fahrig der wirkt. Also die Jungs kommen so zu ihm, weil er der Erwachsene ist, er ist Lehrer, er müsste eine Lösung haben, aber er ist dann auch so, ja, weiß ich auch nicht.

Und das fand ich noch beängstigender, dass da keine Lösungen gefunden werden können. Da musst du ja auch ein bisschen an diesen Blaze denken, den Daniel und ich in The Stitches hatten wir, glaube ich, gesehen, wo auch dieser The Mentalist Darsteller Simon Baker den Vater spielt von einem Mädchen, was eine Vergewaltigung miterlebt und darüber nicht reden kann, sich in so eine Traumwelt flieht. Und er versucht auch nach bestem Wissen und Gewissen ein guter Vater zu sein, aber er hat dafür auch keine Lösung und wirkt da so eigentümlich schwach. Und ich finde, das hat man so selten, dass Autoritätspersonen so schwach und fahrig und überfordert wirken. Also das ist ja das Schlimmste, finde ich, wenn Kinder mitkriegen, okay, die Erwachsenen sind auch überfordert von der Situation, weil die sind ja immer so ein Fels in der Brandung und hier wissen sie, okay, wir haben hier niemanden, an dem wir uns wenden können, wir müssen eine eigene Lösung finden, aber wir sind doch nur Kinder. Ja, das Problem ist aber, ich würde es nicht so einfach machen, weil das Problem ist ja, die Schröck greift ein. Nein, aber das Ding ist ja, wir sehen das als Erwachsene vielleicht mit der Erfahrung, die wir haben, sehen wir das natürlich aus einer völlig anderen Perspektive als ein Zwölfjähriger, für den das jetzt gerade halt die Welt ist. so, ja. Und ich finde ja gerade dieses Thema des Snitchens, das wird ja hier auch nochmal thematisiert, so, das ist eine große Sache, ey. Und es ist nach wie vor eine große Sache. Wir haben uns leider in der Menschheit, sag ich mal, zu lange und zu sehr in diese Situation selbst manövriert, als dass das irgendwie als eine probate Lösung irgendwie angewandt werden kann.

Selbst wenn ich mich öffnen möchte, ich muss Gefahr laufen dafür, die Quittung zu kassieren. Und das ist halt leider etwas, was man bislang nicht aus der Menschheit rausgekriegt hat, meiner Ansicht nach so. Ich kriege es ja auch immer wieder mit. Da passieren Dinge, aber da geht keiner zu einem Lehrer oder zu einer Vertrauensperson, um sich da irgendwie anzuvertrauen.

Ja, und hier bringen sie ja quasi diesen Mut dann irgendwann auf und merken so, ja, okay, das ist ja völlig zwecklos. Also dieses, dass es keine Institutionen gibt, an die man sich noch wenden kann, weil die Institutionen auch keine Lösung mehr haben, das fand ich sehr ausweglos. Wo ich dann halt auch wieder dachte, bitte komm, lass doch das Zentagemonster endlich kommen. Das kann ich ertragen. Das hab ich gelernt, damit umzugehen. Und was ich auch richtig fies in der Szene fand, ist halt auch, jetzt ohne Spoiler halt, also ist ja nicht so richtig Spoiler, aber dass die Hauptfigur sich ja in dem Moment, eigentlich wendet er sich ja auch nicht direkt an die Vertrauensperson, sondern anders und wird quasi auch noch Hintergang verletzt.

Das fand ich auch noch mal richtig mies. Stimmt, das passiert ja auch noch. Er ruft ja eigentlich für ihn anders an und dann der Umschnitt, wie er da mit ihm da sitzt, das fand ich auch so, ach komm ey. Das ist auch so richtig mies. Und um auch noch mal kurz den Filmtitel noch mal reinzunehmen, ist auch so geil, dass wie unklar das alles bleibt, weil das eine Interpretationssache ist. Und trotzdem auch wie egal. Das ist das Geile daran halt. Das fand ich auch richtig gut. Es ist immer präsent, aber es ist gleichzeitig auch egal, weil man irgendeinen anderen Grund finden würde. Es wird immer ein Grund gefunden, damit man jemanden hat. Deswegen, finde ich, ziehen auch diese Herr-der-Fliegen-Vergleiche nicht so sehr bei dem Film, weil es hier sehr über Ausschluss funktioniert. Also es entstehen ja nicht zwei Gruppierungen, sondern es entsteht eine Gruppe und ein Ausgestoßener und darüber, dass man den Ausgestoßenen Scheiße findet, definiert sich wiederum die Stärke der Gruppe. Also es entsteht nicht mal irgendeine Machtdynamik oder zwei Teams, die sich irgendwie gegenseitig bekämpfen, sondern es ist von Anfang an klar, einer hat verloren und die anderen definieren sich darüber, dass jemand verloren hat. Oder wie, sag ich mal, wie sehr man seine Schwachstellen abschotten kann oder beidigen kann. Ja. Weil das fand ich halt das Allerstärkste. Wie diese vier, wie diese sechs, sieben, acht Kids, wie die es halt immer wieder schaffen, sobald einer irgendwie so eine kleine Schwäche offenbart.

Ja. Ja, zack, drauf. Alles klar. Oh, was hast du gesagt? Deine Mutter trägt irgendwie Reizwäsche. Alles klar. Zack, zack, zack, zack, zack. Und dann geht's los, ne? Mit irgendwelchen Mutterwitzen oder sonst irgendwas.

Ich muss es einfach nochmal sagen. Wie die auch nur ganze Zeit über Sex geredet haben.

Natürlich, Pubertäre. Aber jeder ja der Geiste sein will in so einem Alter bei Jungs. Noch keine Haare am Sack, aber sowas, ja. Aber dieser Caio Martin, der diesen Jake spielt. Der Jake, ja. Alter, alter. Dieses süffisante Grinsen und dieses Abwarten, wie er immer taxiert, wie er halt wirklich immer genau zuhört und guckt und wo ist der nächste Punkt, an dem ich wieder mich glänzen lassen kann.

Und irgendwie mich über andere stellen kann und vielleicht vor allem auch andere herabwürdigen kann. Das ist krass, ey. Und da bin ich mir auch unsicher, ob er nicht so der härteste oder der krasseste von einem ist, weil er genau weiß, ey, wenn ich mal in den Mittelpunkt gerade mit meinen roten Haaren den Sommersprossen, dann ist es nämlich auch aus. Genau. Also ob nämlich auch alle durch diese Härte von ihren eigenen Mengen ablenken wollen, Weil da weiß ich auch nicht, ob das mehr über mich sagt, beziehungsweise die Gesellschaft, in der ich sozialisiert worden bin. Weil natürlich guckt man sich die anderen Jungs auch so an und denkt so, ihr wollt euch über den Typen lustig machen, der in euren Augen die Pest hat? Guckt mal selber in den Spiegel, was ja auch wieder so eine Normisierung ist, die man da so vornimmt. Generell aber, wenn man... Ein vernünftiger Mensch ist, dem andere Menschen auch wichtig sind, weiß man ja eh, dass alle Menschen gleich sind, aber sobald Leute anfangen, über Äußerlichkeiten oder Mängel von anderen die Menschen darüber einzustufen, ist dann ja auch so eine Bewertung einfach da. Also der Film zwingt einen ja auch so selber, seine Wahrnehmung zu reflektieren. Das macht das Casting aber auch wirklich so gut, da gebe ich dir vollkommen recht. Der eine hat irgendwie Segelohren, der andere hat, also genau, die haben alle quasi.

In Kinderaugen, sage ich mal, haben die alle Angriffspunkte, die in solchem Alter super easy wären. Aber dass sich gleich alle auf einen einigen, das war ja immer früher so. Einer kriegt alles ab und dann ist ja auch die Dynamik drin, dass halt Hauptsache ich werde nicht genissen. Dass Ben, genau, Ben, der neu kommt, auch schon so erstmal beäugt wird, dass der sich natürlich ganz schnell erstmal anschließt, obwohl er es vielleicht erstmal gar nicht will, auch den Eli zu dissen, weil er weiß, dann ist er erstmal in der Gruppe und sicher so. Das ist leider die scheiß Dynamik, genau. Und das macht der Film extrem gut, weil es ist nicht so, dass diese ganzen anderen Jungs alle irgendwie krasse Topmodels sind, sondern irgendwie nur die hübschen Kinder da gecastet wurden, sondern die sind einfach normale Boys halt, die auch alle ihre kleinen Mängel haben. Und wenn da einer auch nur mal aus der Reihe tritt, ist er der Nächste und jeder weiß das auch. Und das fand ich auch krass gut, ja. Ja, das war ja, ich bin so, als bei mir die Pubertät eingesetzt hat, ich habe ja relativ viele Haare auf den Armen, natürlich war das auch so, dass darüber die ganze Zeit Witze gemacht wurden und ich war dann auch froh, wenn einer einen Stimmbruch bekommen ist, weil dann wurde über dessen kieksende und wegbrechende Stimme sich lustig gemacht, meine Haare waren nicht mehr so das Thema. Also man ist immer froh, wenn jemand anders diesen Scheiß auf sich zieht, erst recht, wenn man wirklich auch im Mittelpunkt steht. Und das finde ich hier auch spannend, dass der Junge, der die Pest haben soll.

Dass der doppelt weird ist. Also der ist ein stranger Dude, der sich auch komisch benimmt, weil erst denkt man so, okay, ist das einfach so ein überdimensionales Selbstbewusstsein, dass er es gar nicht an sich ranlässt? Aber wie lange kann er das aufrechterhalten? Und das war halt auch so schmerzhaft zu sehen, wie der auch immer mehr wegbröckelt irgendwie. Also wie er dann auch, weil manchmal ist man ja dann so dieses ...

Was ja leider auch mehrgewichtige Menschen immer machen, sie machen den ersten Witz über Dicke, damit sie so entwaffnet haben, damit keiner mehr Witze drüber machen kann, damit sie schon gesagt haben, seht her, ich bin dick, mir ist es selber auch bewusst, ich mache einen Witz drüber, aber wie lange kann man sowas immer aufrechterhalten, wenn die Leute dann nicht sagen, ah okay, guck mal, der ist cool mit seiner eigenen Dickheit, sondern wenn jemand in den Raum kommt, einen dicken Witz macht und man selber macht auch 20 Witze über die Person, die bricht ja auch und das versucht er ja auch so, dieses sich über sich selbst lustig machen oder sich selbst davon nicht behelligen zu lassen, aber das hält man halt nicht durch, gerade nicht in so einem isolierten Environment wie diese Schwimmschule. Das fand ich halt auch schmerzhaft zu sehen. Ich war auch erst so ein bisschen so, aufgrund der Figurenzeichen von Eli, wenn du merkst, okay, der ist auch irgendwie, der ist schon ein bisschen weirdo, seine eigene kleine Welt. Ich glaube auch erst so, oh, mag ich das gerade, dass sie ihn auch so ein bisschen vielleicht so überzeichnen? Ist das mir nicht schon vielleicht sogar zu doll? So muss er jetzt, also kann er nicht einfach nur der Junge sein, der irgendwie einen Hautausschlag hat, reicht das nicht oder sonst irgendwie, ne? Sondern muss jetzt auch noch irgendwie so sein, dass der halt auch noch sich seltsam benimmt und so. Aber ich fand's nachher dann trotzdem, eigentlich trotzdem okay. Weil ja, der ist halt einfach, der lebt einfach in seiner eigenen Welt, der ist vielleicht ein bisschen anders als die anderen, hat andere Interessen. Aber es ist okay. Solche Leute gibt's halt einfach. Nicht jeder ist da so gleich geschaltet, sag ich mal.

Das fand ich dann doch okay. Ich dachte erst, die übertreiben es mit ihm zu viel. Aber es war alles noch im Rahmen, fand ich. Ja, oder vielleicht hat er ja auch die Pest bekommen, weil er so ist. Also das bleibt ja auch ein bisschen offen, ob er quasi diese Angriffsfläche geboten hat für diese Krankheit, weil er so strange ist und sie dann aber, dass dann irgendwie noch mehr an was festmachen mussten. Also es mag ich, wie diese Welt so wirkt, als ob wir nicht von, Anfang an dabei gewesen wären, sondern wir kommen so rein, müssen auch so ein bisschen für uns selbst verstehen, wie ist das so geworden, wie das hier gerade uns so präsentiert wird, wie hat sich das so entwickelt und ja, ich bin wirklich sprachlos und richtig begeistert, sowas Stilsicheres habe ich, also sieht man echt selten, dass man so denkt, das ist alles aus einem Guss, hier steckt überall eine Vision dahinter, die Bilder sehen mega gut aus und es wirkt aber auch nie so angestrengt konstruiert, sondern es fühlt sich alles richtig an irgendwie. Obwohl er teilweise ja sehr kunstvoll auch wirkt und sehr distanziert und kühl. Aber man denkt so, ja, genauso muss das sein, als ob das nie hätte anders sein dürfen. Ja. Also ich finde ja, es erinnert mich schon so in seiner Stilsicherheit an It Follows. Ja. Ja, das habe ich auch schon im Vergleich angestellt.

Und das kann man natürlich als Warnung, also auch als Warnung irgendwie verstehen von mir aus, wie als Qualitätsmerkmal, aber ich finde halt auch, dass er halt über den gesamten Film hinweg immer die richtigen Situationen findet, so, also er blickt auf genau die richtigen Situationen und auf der schafft es, diese Aneinanderreihung an Situationen so miteinander zu verweben, dass sich das halt stimmig anfühlt wie halt eine richtige, ja, wie so schon eine richtige Geschichte oder wir brauchen nicht unbedingt viel mehr so, ja, von der Außenwelt so, also es ist alles sehr schön.

Komprimiert auf eben genau das mit einer, ja, mit einer wirklich, wirklich einer eindrucksvollen Stilsicherheit für ein Regiedebüt. Ja, ich freu mich auch jetzt schon auf den Nachfolgefilm von ihm, weil der ist ja auch schon angekündigt für 27, Mask of the Rest Death. Über die Pest tatsächlich auch. Mit Mickey Madison, Lea Seydoux, Franz Rogowski und Benedict Wong in den Hauptrollen schon bestätigt. Franz Rogowski? Ja, da ist er wieder. Gut, ich meine jetzt noch ... Sorry? Meine Freundin hatte von ihm, sorry, bevor wir dann abschließen, aber meine Freundin hatte von ihm vorher schon diesen Kurzfilm Fuck Me Richard gesehen und war auch sehr begeistert davon. Und vielleicht lohnt sich das halt auch, da in die Kurzfilme mal reinzugucken. Da haben wir nämlich auch noch ein Steady-Format, wo wir das machen könnten. Um nochmal kurz eine dreiste Cross-Promo zu machen, falls man von eigenen Formaten überhaupt von Cross-Promo spricht. Aber den können wir uns tatsächlich dafür vielleicht mal ranziehen. So, sorry Daniel. Nein, also, das finde ich schon gut. Dafür ist es ja gedacht.

Ich glaube, wir können jetzt mal hier die Pest irgendwie abschließen und beziehungsweise, können hier das als Gehalt betrachten. Nein, also geht rein, beziehungsweise setzt euch den Film noch einen Zettel. Wir haben, glaube ich, jetzt genug dazu gesagt. Wir haben genug geschwärmt. Und demnach.

Hoffen wir, dass er bald hier auch regulär auf irgendeine Art und Weise zu sehen ist. Ja. Gut. Die Hoffnungen sind da. Ja, ich kann mir nicht vorstellen, dass der Film jetzt hier nicht zu uns kommt. Nee, ich hab schon mir gedacht, das kommt bestimmt so 2027 bei Tiberius Films mit The Blake, stille Pools sind tief. Oder so, also mit so einem geilen, weil da bin ich auf die deutsche Zusatztitel Orgier schon gespannt. Agne oder doch nur Horror? Ja. Naja, gut.

Agne X. Ach. Das ist gut, ja. Ach nix. So. Das ist aber gemein. Das wäre wirklich eine diszende Bezeichnung. Das wäre wirklich absurd, wenn sie da einfach wirklich so einen wirklich bösen Titel irgendwie dazu packen würden. Ich glaube aber, es wird irgendwas, wieder eins von diesen Abstrakten, wo so eine komische Kühlschrankpoesie mitschwingt. Pesthauch in der 6B.

Jake die Pestbeule, wie bei Dings, wie bei Dennis the Menace irgendwie. So ein Satansbraten. Ein Pickel kommt selten allein.

Ich muss los Kinder mobben. Ich muss die Schwimmklasse unterrichten. Gibt's noch was Neues von der Steadyfront? Nee, ne? Nee, tatsächlich nicht. Nächste Audio-Flick, Darkman. So viel steht fest, ne? Ja. Dann bleibt uns nicht viel übrig, uns wie immer ganz recht herzlich zu bedanken für die Unterstützung, für die vielen Kommentare und für das viele Feedback, was wir so bekommen von euch. Gerade auf die letzte Quizfolge hat uns sehr gefreut. Und folgt uns gerne, wo das überall möglich ist. Bewertet uns gerne überall dort, wo es möglich ist. Empfiehlt uns euren Freundinnen und Freunden weiter. Verwandte dürfen auch gerne mit dabei sein. Und vielleicht ist der ein oder andere Hund ja auch oder Haustier mit dabei. Ihr wisst, wir haben ein Herz für Haustiere, spätestens seit dieser Folge. Und ja, ansonsten hoffentlich bis zur nächsten Woche. bis dahin. Ja, bis deine Tschüss. Danke euch.