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Schickt Hilfe, denn die drei Genre-Primaten sind wieder unterwegs. Soll heißen, herzlich willkommen zu einer neuen Folge Genre-Geschehen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Mitmenschen da draußen. Ich habe leider keine Ahnung, welche Nummer es sein soll. Ich glaube, 203 ist meine Schätzung korrekt. Exakt, korrekt. Wunderbar. Gut geschätzt. Dann habt ihr sie schon beide gehört, die heiligen Genre-Primaten, die mit an meiner Seite hier stehen. André Hecker. Moin. Und Tino Hahn. Hallo.

Der kam gestaged. Ja. Hast du die Beschwerde im Discord zu Herzen genommen, ja? Bisschen, ja. Ja, ja. Tino hat nämlich bei Kino Plus nicht seinem Namen alle Ehre gemacht und nicht gekräht wie ein Hahn. Ja, weil ich da nämlich dachte, wenn Leute nicht wissen, was das soll, wirkt das ja gleich zu Anfang. Also da kann man ja gleich mit offener Hose da sitzen oder sonst irgendwas oder Essensresten im Gesicht oder so. Wenn man da einfach völlig senile, hallo, krächzt. Aber wo ist das der Unterschied zu bisher? Oh, guter Punkt. Mega. Gut, apropos mega. Ich habe gehört, wir haben sehr viel Zuwachs bei Steady bekommen. Das ist doch auch mega, oder André? Das ist richtig mega. Ihr wart ganz schön fleißig im Januar, habt gleich euer Weihnachtsgeld in unser Steady gesteckt. Das freut uns natürlich sehr. Und deswegen begrüßen wir einige neue Mitglieder im Januar. Und zwar Raphael, Steffen, Christian R., Dominik, Julian, Michael, Christian D., Sebastian und, naja, das ist wahrscheinlich ein Fake-Name. Mickey Rook ist nämlich kein Steady-Mitglied bei uns, glaube ich. Ah, deswegen hat er so viele Schulden.

Aber es ist Michael. Ja, vielen Dank, dass ihr alle am Start seid und uns monatlich jetzt mit einem kleinen Beitrag unterstützt. Und herzlich willkommen in der Genre-Maus-Armee. Und wenn ihr auch dabei sein wollt und dieses Projekt hier ein bisschen supporten möchtet und dafür auch Bonus-Inhalte bekommen möchtet, wie den Audio-Flick und auch ein neues Format, das jetzt ins Leben gerufen wird, denn wir haben damit auch einen neuen Meilenstein erreicht. Ihr könnt auf der Steady-Seite immer sehen, wir haben da so ein Ziel. Und wenn das erreicht ist, ein Unterstützungsziel, dann gibt es auch neue Dinge. Und zwar kommt ein neues Format, was wir auch schon mal angekündigt hatten in der Vergangenheit. Und zwar ein Kurzfilmformat. Wir werden für euch Genre-Kurzfilme aus aller Welt besprechen, künftig hier bei Steady exklusiv. Und da könnt ihr auch Vorschläge immer einreichen. Wir haben zum Beispiel sogar schon einen Kurzfilm bekommen, der von einem unserer Hörer gedreht wurde. Sind wir auch schon sehr gespannt. Aber natürlich auch, wenn ihr einfach was habt, was gefunden habt, was ihr für besprechenswert haltet, könnt ihr uns das künftig auch gerne zukommen lassen auf den diversen Plattformen, auch bei uns im Discord natürlich. Und dann besprechen wir auch für euch jetzt den künftig Kurzfilm in diesem Format. Und ja, wenn ihr dabei sein wollt bei Steady, dann könnt ihr das unter support.genre-geschehen.de machen. Und wir freuen uns über jeden, der da dabei ist.

Absolut. Und es kommt auch bald natürlich das neue Stretch-Goal, beziehungsweise das Ziel. Ja. Mein Stretch-Goal ist, dass ich mal wieder mit meinen Fingerspitzen den Boden berühren kann.

Das habe ich schon seit Jahren aufgegeben. Hast du den nicht schon mal gebracht? Ich glaube schon, es kommt mir auch gerade so vor. Aber dann reden wir über den heutigen Neustart. Aber jetzt, warte mal, warte mal, warte mal, warte mal. Ich wollte noch einen Gag machen, dass ich einen ganz alten Film sage, dass wir jetzt über den Neustart Hereditary sprechen. Weißt du, weil der Gag so alt ist. Und dann denken die Leute, sie sind einer alten Folge. Ah, okay. Ja, aber jetzt hast du mich aus meinem Gedanken rausgekommen. Aber ich finde auch mutig, dass du denkst, dass ich einfach so hier das Ruder übernehmen würde und vom Thema weg lenke. Dafür bin ich jetzt so wahrlich nicht bekannt. Was ist denn das nächste Stretch Goal? Diese Puppennummer oder was kommt dann? Auch. Aber dass ich eine Puppe tothaue, weiß ich nicht, wie abendfüllend das ist. Ich glaube, mit Video sehr. Ja, ja. Aber dafür müssen wir erst das Video-Podcast Stretch Goal erreichen. Und wann das kommt, das wissen wir noch nicht. Genau, das besprechen wir noch, weil diese Puppe tothauen, das mache ich. Aber das dann als regelmäßiges Format weiß ich nicht, das soll ja schon was Besonderes für mich und die Puppe sein.

Gut ja, dann, Kommen wir zu was anderem, Besonderem. Nämlich zu dem Filmangebot für diese Woche. Ja. Ja, wir wollen heute über einen aktuellen Kinostart sprechen. Nein, zwei aktuelle Kinostarts.

Entschuldigung. Und dann noch über einen Film, den wir beim Fantasy-Filmfest jetzt gesehen haben. Also bei den White Nights. Ich würde sagen, wir beginnen mit dem Film, zu dem wir am besten am wenigsten erzählen, weil Tino ihn noch nicht gesehen hat. Sondern nur André und ich heute am Tag dieser Aufzeichnung in der Lage dazu waren, ihn zu schauen. Ja, ist das cool mit euch? Klar. Und dieser Film heißt Send Help. Das ist der neue Film von Sam Raimi. Und dessen offizielle Inhaltsangabe lautet wie folgt. In Send Help finden sich die beiden Kollegen Linda und Bradley Preston nach einem Flugzeugabsturz als einzige Überlebende auf einer einsamen Insel wieder. Um zu überleben, müssen sie ihre alten Konflikte überwinden und sich als Team zusammentun. Doch letztendlich ist es ein nervenaufreibender, düsterhumorvoller Kampf des Willens und des Verstandes, um Leben davonzukommen. Ja gut. Okay. Und erst, wie ich mich schreckend feststellen musste, ist ja nur das dritte.

Regiewerk von Sam Raimi in den letzten irgendwie 18 Jahren oder so. Das ist so krass, wie wenig der ja selber dreht. Ist mir irgendwie gar nicht mehr so bewusst geworden. Der produziert zwar viel, aber sein letzter richtiger Horrorfilm, ob das hier ein Horrorfilm geworden ist, können wir gleich noch besprechen. Der letzte richtige Horrorfilm war immer noch Drag Me to Hell.

Das war zwei Neuen. Und an den muss man auch eigentlich zwangsläufig meiner Ansicht nach am meisten denken, wenn man sich Send Help an.

Der Ostfilm war für euch kein Horror, okay. Nee, da fand ich den Doctor Strange schlimmer. Ja, okay, okay. Ja, aber das war in letzter Regiearbeit. Man vergisst das mal ein bisschen bei Raimi. Der dreht ja echt nicht viel selber. Ja.

Gut, wer weiß warum. Zurück zu Drag Me To Hell. An den musste ich, wie gesagt, sehr oft denken, weil Send Help gibt sich Mühe, sehr eklig und schleimig und körperausscheidungslich zu sein, zu Beginn des Films oder ziemlich oft im Film. Also und hinzu kommt, dass die Figuren meiner Ansicht nach allesamt, allesamt auch so ein bisschen drüber sind, wie auch in Drag Me to Hell. Also falls man sich da an den Anfang zurück erinnert, wenn die Protagonistin mit der, Wahrsagerin im Auto kämpft und so, das ist ja alles ein bisschen überzeichnet, das kommt ja alles so ein bisschen Looney Tunes mäßig rüber, Also in abgeschwächter Form natürlich, aber es ist alles ein Tick greller und so ist es auch hier am Anfang, wenn wir in die Bürowelt von Linda eingeführt werden, die eine Angestellte in Bradleys Firma ist, schon lange Jahre dabei und sollte eigentlich zur Vize-Vice-Präsidentin aufsteigen, was aber der Sohn oder Bradley halt verhindert, der die Firma vom Vater geerbt hat. Und das sind alles sehr schmierige und eklige Typen und trotzdem muss sie halt mit auf so eine Geschäftsreise und deswegen landen sie halt auf der einsamen Insel und dann geht das da heiter weiter mit eben so der.

Der Chef und Vater, also der Vater vom jetzigen CEO ist übrigens Bruce Campbell natürlich. Ist zwar nicht selber im Film, aber hängt hinter dem Hintergrund einmal als Porträt, so in so einem Anzug, wie in so einem Business-Porträt. Das war sehr lustig. Der kleine Cameo. Und dieses bisschen schleimige, bisschen in der Mundhygiene rumwühlende Ekelgefühl oder dieser Vibe, der setzt sich dann auf der Insel dann auch noch ein bisschen fort, wenn sie sich gegenseitig in irgendwelchen Wunden rumpulen oder vollkotzen oder sonst irgendwas. Ja, und ansonsten ist es halt... Generell ist halt diese Überzeichnung ist ja auch nicht nur so richtig körperlich und körperflüssigkeitsmäßig unterwegs, sondern generell auch wie die Figuren dargestellt werden. Du siehst halt am Anfang so, da geht es halt um diese typische Corporate-Welt. Das ist ein Großraumbüro und wie sie da auch auftritt. Das ist alles so ein bisschen, immer ein bisschen überspitzt. Du sollst halt sie sehen, sie ist eine hart arbeitende Frau, wie du schon sagst, hat viele Jahre im Unternehmen. Ist ja auch absolut fähig, ist eine herausragende Arbeiterin, macht alles immer on time.

Alles immer fantastisch, aber sie ist halt auch so ein bisschen immer drüber und ein bisschen zu geschwätzig und isst vielleicht ein komisch riechendes Sandwich zu viel am Arbeitsplatz und schmiert irgendwie alles voll und ist so ein bisschen, so eine, wo man denkt, ist eigentlich voll sympathisch, aber wenn ich mit der im Großraumbüro sitzen würde, würde ich mir vielleicht auch manchmal denken, oh, die ist auch schon ein bisschen nervig. Aber so diese Schwelle so. So ein Ernie halt aus Stromberg. Ja, ist auch genau so ein Typ Ernie, genau. So soll sie ja sein. Und gleichzeitig hast du halt dann diesen, eben den CEO, der sie halt auflaufen lässt, weil er natürlich auch stereotypisch, aber natürlich auch so ein bisschen war. Er sucht halt natürlich eine VP, wenn das, dann müsste die halt total schön aufgebrezelt sein und nicht irgendwie so ein Mauerblümchen, weil sie trägt ja auch irgendwie so Tennis-Strickjacken und ist ja auch so. Ich meine, Reginald Adams ist eine schöne Frau, sie wird aber natürlich so ein bisschen dargestellt, so alles so ein bisschen absichtlich, auf in Anführungszeichen hässlich gemacht. So ein bisschen das graue Endline. Also alles ist so ein bisschen, immer ein bisschen drüber. Das zieht sich halt eigentlich auch die ganze Zeit durch. Ich muss sagen, der Anfang hat mich schon gut abgeholt, weil es wie gesagt, dann wird es auch so dargestellt, sie kommt dann irgendwie ins Büro, hat die ganze Sache durchgearbeitet, weil ihr Vorgesetzter musste eine Präsentation halten und sie hat alles vorbereitet, gibt ihm noch dann.

Die Unterlagen und er sagt, ja, vielen Dank, ich werde das hier gucken, dass das auch natürlich gewürdigt wird. Was macht er? Reißt oben erstmal ihren Namen ab, schmeißt sie im Mülleimer und stellt sich natürlich dann eher hin, als ob er so der Geilste wäre und das alles vorbereitet hat. Damit fängt der Film erstmal an, diese typische Corporate-Welt, alles ist unfair, die Bosse treten auf dich runter. Das fand ich schon als Einstieg ganz nice. Und das zieht sich ja dann auf der Insel ja auch dann weiter durch. Weil im ganzen Film, das habe ich auch gar nicht so erwartet, geht es ja eben viel um dieses Machtgefälle. Wer ist jetzt eigentlich hier so der Chef, beziehungsweise dann werden eben Charakteristiken umgedreht, umgekehrt und das ist ja eigentlich so der Grundtenor des ganzen Films. Es geht so ein bisschen über, wer hat jetzt wo hier eigentlich die Oberhand und wer ist noch wo eigentlich der Chef und wem kann man auch so ein bisschen natürlich inwieweit über den Weg trauen. Vom Büro in den Dschungel, aber die Regeln bleiben gleich quasi.

Also wie das Ende von Triangle of Sadness. Ja, genau. Nur als ganzer Film. Ist das schon, also ich frage ja Fragen dazwischen. Ich könnte sagen, ob es Spoiler ist oder nicht. Aber mich würde interessieren, wie lang dauert es, bis man auf der Insel ist. Nicht lang. Weil das war mir bisher gar nicht so bewusst, dass sie nicht von Anfang an auf der Insel sind. Wo ich aber auch mir wieder denke, was habe ich denn gedacht, wie der Film wohl losgeht. Nee, es dauert nicht lange. Das sind so die ersten 20 Minuten oder so. Ja, weniger, glaube ich. Oder noch weniger. Ja, okay, okay. Okay, weil da hatte ich Angst, weil er geht ja schon recht lang irgendwie mit 113 Minuten. Und das ist das Problem? Ist auch leider ein bisschen zu lang, ja. Das ist das Problem, weil diese, wer ist hier der Boss-Konfrontation, die wird meiner Ansicht nach zu lang ausgespielt, dass Partei A eigentlich schon längst Partei B irgendwie nicht mehr über den Weg trauen kann und es immer wieder noch Situationen findet, wo es darum geht, dass ihm dann, dass das Partei A, Partei B ihr über den Weg traut oder keine Ahnung. Also das ist so, weiß ich nicht, da sind ein, zwei Momente einfach zu viel drin, wo man einfach nicht sagen kann, wo man einfach sagen muss, das ist irgendwie, na sag mal so, wir kamen aus dem Kino und hatten schon ein paar Fragezeichen, was denn da jetzt noch weiter an diesem Film irgendwie dran sein soll.

Weil, naja, du hast halt eigentlich keine Lust, oder ich zumindest nicht, mich mit irgendeiner Seite, also mit der einen Seite zu sympathisieren und die andere Seite wird dann irgendwie in eine Rolle gedrängt, die sie meiner Ansicht nach gar nicht einnehmen müsste. Und dann bist du am Ende irgendwie ratlos und fragst dich, ja, soll ich jetzt nur dabei zusehen, wie Leute sich aufgrund falscher Statussymbole und Machtpositionen und Verhältnisse irgendwie an die Gurgel gehen und das genießen. Kann man machen, aber dafür geht es zu lang. Und ich würde sagen, auch wird es meiner Ansicht nach ein bisschen zu merkwürdig ausgespielt oder aufgeteilt. Also, ich weiß nicht, ich konnte am Ende nicht so wirklich viel rausnehmen als kurzweilige Unterhaltung. Also nicht mehr als kurzweilige Unterhaltung. Genau, und für die kurzweilige Unterhaltung ist es aber nicht kurzweilig genug. Weil wir sind dann die 13 Minuten doch aufgefallen, was echt nicht gut ist für den Film, weil der eigentlich sehr, sehr, sehr knackig und auch sehr lustig, der ist halt auch, muss man auch so sagen, der ist sehr lustig, auch sein will. Der hat dann teilweise, wenn sie erst mal auf der Insel sind und dann so quasi jeder baut so sein Camp, er merkt dann, okay, ich komm überhaupt nicht parat, weil sie hat das alles irgendwie drauf. Und dann hat das fast so eine Rom-Com-Dynamik, muss man schon fast sagen, in Teilen. Es ist auch eher so Survival-Thriller-Comedy-Rom-Com als Horror eher. Also muss man wirklich sagen, Horror gibt es vielleicht 5 Prozent, sondern eher, wenn überhaupt, am Thriller.

Und das Problem ist halt, es bleibt sehr gleichförmig die ganze Zeit. Es geht eigentlich genau die ganze Zeit nur um so diesen Konflikt und um die gegenseitige Hochschaukeln und rausfinden, so, was der andere eigentlich noch will und wie gesagt, diese Machtverhältnisse und es gibt eigentlich nur, das Problem ist, es gibt keinen großen Highlights die ganze Zeit. Das einzige Highlight, und das sagt schon viel über den Film aus, was bei mir hängen geblieben ist, ist eine Szene mit einem Wildschwein. Weil die total drüber ist, weil die genau irgendwie auch dann diese Rimey-Haftigkeit hat, die ich auch irgendwie dann sehen wollte. Und weil die irgendwie mal rausbricht, nur aus diesem Setting mit diesen zwei Figuren, die halt immer sich hin und her schaukeln. Und da dachte ich mir aber auch die ganze Zeit, okay, jetzt fängt irgendwie an so eine Eskalation und jetzt geht das vielleicht dann immer weiter und steigert sich auch so in typischen Rimey-Wahnsinn. Aber das passiert eben nicht. Sondern es bleibt dann irgendwie die ganze Zeit doch ... Es dreht sich auch im Kreis. Dieser Loop irgendwie.

Sie nähern sich wieder an, dann passiert wieder was, dann sind sie wieder entzweit, dann nähern sie sich wieder an. Das passiert halt dreimal im Film oder so. Und ich dachte mir die ganze Zeit, boah, das dreht sich echt im Kreis. Mach doch mal einen Cut. Oder liefern wir mal noch eine andere Ebene irgendwie dazu. Keine Ahnung, zaubern kann die Ballenvolk aus dem Hut, das dann auch dazukommt. Ist mir egal. Aber mach irgendwas, was irgendwie eskaliert, Bock macht, ein Highlight setzt. Und das gibt's halt nicht. So, das war eins meiner Probleme. Und mein Problem ist auch, wie bei Daniel jetzt schon gut angedeutet, dass ich auch nicht ganz verstanden habe, wo das hin will beziehungsweise ich war schon unterhalten, ich finde ihn unterhaltsam, das schon, ich weiß nicht gelangweilt, aber umso mehr der Film.

Voranschreitet, kann ich auch nicht mehr die Charakterisierung verstehen, weil die hinten raus nicht zu dem passt, was wir am Anfang kennenlernen. Also die Figuren enden anders, als sie am Anfang aufgebaut werden und das passt halt teilweise nicht zusammen einfach und da habe ich mir auch gedacht, das Drehbuch war entweder arschfaul.

Und oder aber auch wirklich nicht zu Ende gedacht. Weil ich auch nicht verstanden habe, was der Film mit seinem Schlussakkord auch genau setzen will. Klar kann man ein bisschen drüber nachdeckend spekulieren, aber dafür ist es eigentlich auch nicht der Film. Es ist eigentlich relativ klar, was die Grundideen sein sollen. Und dafür, wie gesagt, wie der Film die Charaktere zu Ende führt, passt irgendwie für mich nicht zum Aufbau. Und da hat der Film beim Drehbuch bei mir auf jeden Fall krass versagt. Und das sind meine zwei größten Probleme. Weil ich am Ende auch da saß, hab jetzt so ein Film, wo ich bedachte, okay, das war jetzt irgendwie gefällig und ganz nett, aber warum hab ich das jetzt gesehen? und ein Rewatch-Value hat's auch überhaupt nicht, finde ich.

Ist also so grell, wie der anfängt, irgendwie so als grelles Eat-the-Rich-Statement irgendwie, will er dann am Ende keine Ahnung, sowas wie Patricia Highsmith-Roman sein. Nur du hast halt keine Ahnung, was da die, weiß nicht, was du groß mitnehmen sollst dann noch. So, ich weiß nicht, der macht eins auf wirklich, das ist gerade der Anfang, wenn gezeigt wird, wie es dazu kommt, dass sie auf der Insel landen. Das ist so überdreht und irgendwie da holen sie mal tricktechnisch ein bisschen was raus, da gehen sie mal in die Vollen und du denkst dir ja, geil, wenn das auf der Insel auch so abgeht, cool, aber dann geht das irgendwie alles nicht so ab. Das ist halt voll handsam am Ende. Also wie gesagt, das ist wie so eine Groteske, die dann halt sich irgendwann entscheidet dazu, keine Ahnung, Gesellschaftsthriller zu werden.

Aber, ja, weiß ich nicht. Geht meiner Ansicht nach auch nicht. Es klingt von meiner Seite, glaube ich, auch noch ein bisschen harscher, als es irgendwie ist. Ich hatte keine schlechte Zeit. Ich finde den irgendwie ganz solide. Aber, ja, du darfst halt null drüber nachdenken. Und wie gesagt, ich würde den nie nochmal gucken. Es gibt ja auch Filme, die trotz irgendwie Twists, also er hat ja kleine, es gibt kleine Überraschungen oder so, wo man dann sagt, okay, ich weiß zwar, wie es ausgeht und kenne alles, aber trotzdem machen die so viel Spaß, dass ich sie trotzdem nochmal gucken kann. Hier habe ich da gar kein aller Gespür für. Trotzdem würde ich sagen, den kann man mal gucken. Erwartungen runterschrauben irgendwie. Gerade wenn man Rimey-Fan ist, wie gesagt, trotzdem. Der hat diese Ekeligkeit. Der hat ein paar echt nette Ekelszenen. Der hat ein paar winzige Szenen. Rachel McAdams fand ich wirklich gut. Die hat echt gut gespielt, fand ich. Die macht echt Laune. Wie heißt der? Dylan O'Brien? Ja, ich glaube schon. Dylan O'Brien.

Der war auch gut. Er hat das auch gut gemacht. so, ja. Der spielt halt natürlich sehr einseitig halt den CEO-Arschloch so, ne, so in größer Zeit. Aber Rage mit Addams fand ich wirklich echt stark, so, das ist alles okay, solide. Aber von einem Rhyme hatte ich, ich glaube, das ist auch das Gute, ich hatte nicht so viel erwartet. So, ich hatte, okay, neuer Rhyme jetzt nicht mehr rein, ich war jetzt aber nicht mega hyped oder so. Und wenn man damit so da rangeht, dann kann man den einmal weggucken. Aber so, umso mehr er voranschreit, umso mehr war ich, Ich bin während des Films enttäuscht worden eigentlich. Weil er echt gut gestartet hat und hinten raus dann immer weiter abgefallen ist. Ich bin während des Films enttäuscht worden. Ja, geh ich mit. Also was ist enttäuscht? Nee, enttäuscht nicht. Ich hab so viel auch nicht erwartet. Aber wie gesagt, dafür, dass der eigentlich relativ spaßig und stark anfängt, lässt er hinten raus dann doch einfach ja... Sehr nach. Sehr nach. Und vor allem wird dem nicht gerecht, was am Anfang an übertriebener Groteske da aufgemacht wird.

Versprochen wird, ja, genau. Ja, okay. Also ich bin jetzt auch nicht überrascht, dass der so wirkt, weil ich auch so vom Trailer mir jetzt auch nichts irgendwie erwartet habe, aber gehofft habe, dass der Trailer halt nicht schon zu exemplarisch für den Film ist. Aber ... Ich renne eh rein, also von daher. Aber ich hatte jetzt nichts Krasses erwartet. Track Me to Hell finde ich super. The Gift mag ich auch sehr gern. Also eigentlich war alles, was so im Horrorbereich von ihm kam in den letzten 25 Jahren schon nice. Ja, aber wie gesagt, es ist wirklich kein Horror. Ich habe auch keinen Horror erwartet, aber da war ich auch schon so ein bisschen ernüchtert, dass das eher so eine grelle Survival-Fase irgendwie ist. Weil dann denke ich mir auch so, das jubbt mich irgendwie nicht so sehr.

Aber es wurde ja auch irgendwie gefühlt so ein großes Geheimnis draus gemacht, was auf der Insel ist. Das, was ja dann immer erst so im Meer und Meer rauskam, dass er so, ja so um Klassenkampf geht oder wer dann in der Zivilisation das Sagen hat und während der Wildnis und ja. Ja, ja, genau. Das ist eigentlich die ganze Grundthematik. Ja. Gut, in Amerika gibt's wiederum auch kein Seven vs. Wild. Vielleicht ist es dann irgendwie ein frischeres Thema. Ich wollt grad sagen, Seven vs. Wild-Fans schlag auf jeden Fall zu. Man sieht sehr viel Bushcrafting tatsächlich. Okay. Im ganzen Abspann laufen sogar so Anleitungen durch, wie man Sachen flechtet und so. Und ich muss sagen, genau, wenn ich was aus dem Film mitgenommen habe, da haben wir auf jeden Fall diese Yellow, Green and White Regel. Das werde ich mir auf jeden Fall behalten. Mit den Bären und so, was man heißen darf, ne? Also diese Bären. Also tatsächlich, wer sich für Bushcrafting interessiert, da gibt's relativ viel tatsächlich, was man so ein bisschen mitnehmen kann. Also, ja. Seven vs. Wild Fans kommen auf ihre Kosten. Und darum kommen Fans. War es Survival nicht auch so was? Ja, wahrscheinlich wollten wir einen Gag machen. Wahrscheinlich gibt es in Amerika viel mehr davon, weil da gibt es ja auch dieses Alone and Naked, also da gibt es schon jede Menge.

Ich weiß nicht, ob Alone and Naked, ob das eine Sendung ist, ehrlich gesagt, oder ob ich zwei Sachen zusammengeworfen habe, weil allein und nackt aus Entertainmentgründen ergibt das ja nicht so viel Sinn. Alone and Naked ist der Name von unserem neuen Steady-Format, wenn wir das neue Stretch-Color reichen. Ja. Ja. Alone in Half Naked könnten wir aber auch den nächsten Film nennen. Denn der heißt Primate und handelt von halbnackten Teenagern, die von einem Affen eingesperrt werden. Ja. Auch diese Woche im Kino, ne? Oder? Startet zeitgleich mit Send Help jetzt am Donnerstag. Genau. Also, falls Send Help über Lebenskampf nicht so euer Ding ist und ihr mehr auf Affenhorror steht, dann solltet ihr jetzt erstmal auf folgende Inhaltsangabe hören. Nach dem ersten College-Jahr kehrt Lucy zurück zu ihrer Familie und deren Haustier, dem Schimpansen Ben. Was als Wiedersehen beginnt, verwandelt sich schnell in einen Albtraum. Nach einem Biss von einem tollwürdigen Tier infiziert sich Ben und wandelt sich von einem vertrauten Begleiter zu einer unberechenbaren Bedrohung. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Hannah und weiteren Freunden versucht Lucy, sich in einer abgelegenen Villa über Wasser zu halten, während der einstige Familienabwehr immer aggressiver wird und Jagd auf sie macht.

Das über Wasser halten ist ja auch freiwillig komisch eigentlich. Denn man muss es dazu sagen, dieses Haus besitzt einen besonders extravagant, nein, besitzt einen fancy Pool, sagen wir es mal so. Also man könnte jetzt sagen, es ist ein Infinity Pool, aber so ist er nicht angelegt. Aber er ist schon halt direkt an so einer Klippe und da geht's halt kilometerweit runter und man kann aber trotzdem geil aufs Meer gucken. Und links und rechts sind halt Steilwände, also Felswände, da kommt man nicht hoch. Und deswegen ist dann irgendwann die Situation, dass der Affe diese Teenager alle in den Pool des Hauses drängt und die erstmal da ausharren müssen.

Ja, oder wie wir es nennen, wir produzieren mit möglichst wenig Locations und finden einen halbwegs plausiblen Grund, warum genau das so sein sollte. Ja, genau. Und sie finden noch eine ganze Menge andere Gründe, warum sie so lange in diesem Haus unter Knechtschaft dieses Affen stehen.

Ja, ja, da sind glaube ich schon alle Stärken und Schwächen des Films kompakt zusammengefasst und wie gut schlecht man das individuell fand, hängt auch ein bisschen so von den eigenen Vorlieben, Erwartungshaltung ab, weil Brian mit ja eigentlich nicht ins Kino kommen sollte, aber ein anderer Film, wo auch ein Mate im Namen vorkommt, wurde ja noch gepullt, nämlich Soulmate sollte ja rauskommen, dieses Megan Spin-Off, was aber im Dezember 2025 kurzfristig aus dem Release-Kalender genommen wurde und Universe hat gesagt, hey, wir suchen einen anderen Verleiher für diesen Film. Wollt ihr diese mutmaßliche Perle des Unterhaltungskinos denn nicht haben? Weil wir wollen sie nicht ins Kino bringen. Also das ist eine andere Geschichte, aber da weiß ich gar nicht, wie das funktionieren soll. Also das ist so ein unüberzeugender Verkaufspitch. Aber sehen wir ja dann 2027, wenn wir irgendwann auf Shudder wieder als Shadow Drop rauskommen. Und ich hatte Primate in Sieges angefangen zu gucken und hab so nach 30 Minuten gedacht, ja, der wird ja irgendwann mal irgendwo rauskommen. Das kann ich mir jetzt nicht länger geben. Aber das war so ein bisschen dieses Festival, der vierte Film am Tag-Syndrom. Und dafür ist Primate, glaube ich, denkbar schlecht geeignet.

Finde ich. Aber da könnt ihr ja noch was zu sagen. Ich elaboriere aber auch gleich noch mal. Naja, also, ey, ich sag mal so. Nach Link der Butler haben wir jetzt Ben den Poolboy. und so, wenn ich rein in dieser, sag ich mal, Gattung von Filmen denke, dann hinterlässt Primate eigentlich einen ordentlichen Eindruck. Denn die Gewalt in dem Film ist hart und amtlich in Szene gesetzt. Also es gibt ein paar schöne Effekte und so und ein paar schöne, sag ich mal, Gewalttaten, die ordentlich umgesetzt worden sind. Der Affe selbst ist halt, naja, okay, da kommen wir gleich drauf zu sprechen. Und also die Härte ist in meiner Ansicht nach in Ordnung. Die Laufzeit, ja, geht auch ab. Wie gesagt, ich finde halt, man merkt schon, dass sie sich halt mehrere Dinge haben einfallen lassen, warum diese Situation nicht schneller gelöst wird. Und am stärksten hat sich meiner Ansicht nach der Score hervorgetan, den ich sehr mochte, weil der so eine Mischung aus Carpenter und Jalo war. Und ja, Troikotsur sehe ich immer gerne, dagegen kann ich nichts sagen. Alles andere war nicht mein Fall und gerade alle Hauptfiguren habe ich gehasst.

Also da kam eine junge Dame, die wurde so in Szene gesetzt, das ist das Erste, was ich gesagt habe, ich hoffe, sie ist die Erste, die von dem Affen kalt gemacht wird. Und wenn du halt in so einem Film bist, das ist dann 50-50, entweder sind dir solche Figuren egal oder halt du willst sie möglichst schnell sterben sehen. Und wenn das nicht schnell genug geht, ja, dann kann sich so ein Film auch mal unfreiwillig ziehen, obwohl er eigentlich relativ knackig ist. Und ich fand's hart, dass ausgerechnet eine der nervigsten Figuren echt schon relativ lang durch diesen Film geschleppt wird. Weil sie letztendlich alle egal sind. Sie sind wirklich alle egal. Ich konnte mehr mit dem Affen nachvollziehen als mit allen Figuren. Und muss aber sagen, was ich ein bisschen schade finde, ist, der Affe wirkte für mich von vornherein zu...

Künstlich und dann gleichzeitig auch in Anführungszeichen monströs, sodass ich den nie als richtiges Haustier wahrgenommen habe. Das war kein Kujo, das war kein Kapuzineräffchen wie der Affe im Menschen oder es war halt auch kein Orang-Utan wie in Link der Butler. Also kein echtes Tier, wo man nochmal so eine gewisse Form von Respekt bekommt, dass das jetzt ja quasi jederzeit eskalieren könnte und wie viel Kraft dann vielleicht auch in so einem Tier schlummert. Hier bei Primate, das war für mich von Anfang an abgesetzt. Das habe ich direkt als, ja, wie soll ich sagen, Monster wahrgenommen und dementsprechend auch nur als Animatronic-Monster wahrgenommen. Und dementsprechend ist das schon eine gewisse Distanz so. Also ich kann nur als anderes Beispiel noch Nope anbringen. Da fand ich den Affen, den sie da hatten, überzeugender als Affe. Wenn ihr versteht, was ich meine. Und hier bei ... Ja, da war auch ... Ja, ist halt doch eher nur Amy, ne? Ja, genau, es ist halt Amy, es ist halt Kongo. Es ist halt Amy aus Kongo, es ist wirklich so, ja. Ich meine, der hat ja sogar so ein scheiß Soundboard. Ich hab nur darauf gewartet, ganz so, wie hieß er, der Affe? Ben. Schwer vergessen. Ben. Ganz so, Ben, so einen blöden Klopf, wie bei Kongo ganz so. Ben, hungrig, Ben.

Ja. Ansonsten geh ich da mit, also Figuren fand ich auch grauenvoll. Machen es einem echt nicht schwer zu hoffen, dass sie schnell irgendwie geil verrecken. Vielleicht der Vater noch, aber der handelt später auch so dämlich, dass ich mir auch dachte, ich meine, ja, okay, geschenkt, aber gut, die ganze Prämisse müssen wir echt drüber reden, wie zusammen gekünstelt die ist. Ich hab halt wirklich nicht verstanden, weil ich meine, die Zutaten sind doch klar. Du hast halt einen Affenhorror, du hast dumme Teens, du hast dieses Haus. Und das erste, was ich halt in diesem Film nicht verstanden habe, und da war ich echt schon sauer auch beim Gucken, diese Poolnummer. Diese ganze Pool-Nummer ist so dumm, weil ich dachte mir dann direkt so, alle springen in den Pool, weil der Affe, das ist ja auch so, dass dieser Film anfängt, der erste Fall von Hydrophobia, dieser Aqua-Angst, also der Affe hat Angst vor Wasser. Who fucking cares? Okay, mach doch irgend so einen Quatsch da auf, um das zu erklären. Jedenfalls gut. Die wissen, dass alle springen in den Pool.

Und dann hast du plötzlich so eine Situation wie in jedem scheiß Hai-Horror-Film. Also stell dir das Situation auf dem Meer vor. Eine Gruppe sitzt auf dem Schlauchboot und ein Hai schwimmt halt drumherum. Das langweiligste Setting für jeden Hai-Film aber schon einordentlich Mal gemacht, weil was willst du auf dem Meer sonst machen? Und dann hast du da so ein Haus und dann machen sie halt genau quasi die Hai-Formel. Statt eben Schlauchboot sind alle im Pool und der Affe rennt drumherum. Und limitieren sich damit erstmal für bestimmt 20 Minuten oder sowas. Weil das alles sich nur in diesem Pool abspielt. Das fand ich so dämlich direkt am Anfang schon mal. Da war ich schon so angenervt. Also das verstehe ich als Drehbuchentscheidung halt wirklich nicht. Ja, okay, das ist natürlich erstmal die erste sinnvolle Flucht, wenn du weißt, der Affe kann nicht ins Wasser, okay. Aber damit haben sie sich gleich so ein.

So eine Limitierung halt im Setting selber gebaut. Das hab ich nicht verstanden. Das fand ich total dumm. Ich mein, sie lösen es ja dann irgendwann zum Glück auf und dann geht's ins Haus und so weiter. Und da kommen ja noch die anderen Jungs da dazu, bla bla bla. Aber das habe ich nicht verstanden, dass sie erst mal sich quasi da selber so beschränken. Ja, und auch dieses... Also klar, der Film macht von Anfang an schon klar, das wird nicht besonders smart hier alles, aber dass sie auch nie auf die Idee kommen, mal alle zusammen auf den Affen loszugehen. Das ist halt ein Affe. Der ist nicht groß. Also das ist ja die ganze Zeit die Frage, gewinnen 100 Erdmännchen große Tinos gegen einen Erdmännchen so groß wie ein Pferd oder ein Pferd großer Tino gegen 100 Erdmännchen? Diese Frage Da stellt sich ja, warum da sechs Leute in den Pool springen, anstatt sich zu denken, ey, wir nehmen jetzt Stühle und Lampen und Bretter und Messer aus der Küche und die Mikrowelle reißen wir noch aus der Wand und dann geht es aber auf Affenjagd. Das wäre ein geiler Twist gewesen, wenn wir nachher an den Affen jagen. Der Film ist nach 20 Minuten vorbei und dann wird es einfach so Spring Breakers. Dann erzählen sie immer so, wisst ihr noch damals mit dem Affen? Aber jetzt lass erst mal koksen.

Und das kann ich noch, weil das, finde ich, versucht der Film halbwegs. Funktioniert für mich leider auch nicht so. So ein bisschen die Slasherisierung des Tierhorrors. Der Affe ist ja sehr zielgerichtet. Und es gibt Jumpscares. Also der agiert halt schon eher wie ein Slasher-Killer. Nur halt, dass er vier Pfoten hat und ein Affe ist. Das hätte ich spannender gefunden, wenn der Film das halt wirklich ausspielt. Und das wirklich so die ganze Zeit auf diesem Slasher-Level bleibt. Weil diese Suspension of Disbelief hatte ich ja schon spätestens, als ich in den Pool springe, dachte ich schon so, ja, okay. Ey, bring it on. Ich lasse es jetzt über mich ergehen. Das Einzige, was du mir hier jetzt noch geben kannst als Payoff, ist halt eh noch ein bisschen Gore. Und da finde ich halt den Bodycount auch erstaunlich niedrig.

Naja, aber du hast ja zum Beispiel zwei nicht mitbekommen, ne? Ja gut, aber, ja gut, aber das ist ja auch dann ja, bei Terrifier 3 die krassesten Morde passieren ja im Off und dann denk ich so, wow, geil also war nicht so, wenn man das so sagen würde klar, es gab welche im Off, aber es gab ja nicht welche im Off, genau zwei, die du halt nicht gesehen hast, wenn du nur die erste halbe Stunde gesehen hast, Ich habe ihn komplett geguckt. Ach so. Ja, ja, ich habe ihn komplett. Ich war da nur in Sieges, wo ich so dachte, ich kann nicht. Es ist heute der dritte Film, den ich an dem Tag sehe, wo Leute viel Zeit in einem Pool verbringen. Und der Döfste. Ja, nee, ist ja wirklich so. Aber der Affe verhält sich halt eben wirklich nicht wie ein Tier. Und genau, das bin ich halt auch. Die Tierhauerfilme, die wir besprochen haben, schon mit Affen, die leben halt schon durch diese unterschwellige Bedrohung, diese Unberechenbarkeit. Da bin ich voll bei euch. Und das geht dem hier ab. Und wenn du es einmal so geschluckt hast während des Films, dann war es auch okay. Aber ich finde es schade, weil der sich dadurch echt auch irgendwie Suspense nimmt. Das finde ich in mich auch. Der könnte durchaus spannender und sich echter anfühlen. Aber dadurch, dass sie ihn so Amy-Amy-risieren.

War das halt alles irgendwie, ja, wie du sagst, es wirkte halt wie ein, als wäre es ein anderer Film, als könntest du da auch einfach einen Killer reinsetzen. Nur die haben es halt im Affen geswitcht so irgendwie. Aber ich muss sagen, ich muss sagen, ich bin trotzdem irgendwie ganz froh, dass sie den Affen nicht komplett digital gemacht haben, weil das hat zumindest trotzdem eine gewisse Fundierung da reingebracht, als wenn der ganze Zeit so ein CGI-Vee rumspringt. Eine Greifbarkeit auf jeden Fall, aber wie gesagt, diese Puppe ist von vornherein schon so hässlich, dass sie halt, also es ist ja in vielen Szenen auch ein Typ im Kostüm. Genau, aber der ist halt hässlich, der Affe, was soll ich jetzt sagen? Achso, ich hab der Typ.

Ich weiß nicht, wie der aussieht. Ich hab ja nur sein Affenkostüm gesehen. Nee, nee, der sieht schon auch weird ein bisschen aus. Dieser eine Teenie, der auch hassenswert ist, aber der bringt's auf den Punkt, Alter. Der sagt ja, wer hält sich sowas als Haustier? Genau das. Das ist das, was ich als allererstes für mich gefragt hab, als sie dieses Bild zeigen. Wer hält sich sowas als Haustier? Hast du einen kleinen Quasimodo da, ey? Ja, nee, den nehm ich halt nicht als echtes Tier wahr, sondern eben als irgendwie eben da.

Und eben als Bedrohung, ja, von mir aus. Ich fand auch, was du gesagt hast, Tino, das fand ich so schade, dass sie das mit den Dimensionen eigentlich nur einmal richtig ausgelotet haben, wenn er sich über diese Kabel von den Lampjungs da über den Pool hangelt. Weißt du? Da kommt eigentlich, das ist fast das einzige Mal, dass die Affenskills wirklich richtig zum Einsatz kommen. Danach kommen die eigentlich nicht richtig mehr. Also, finde ich, haben sie nicht mehr so wirklich Szenen, die sich, wie du gesagt hast, von dem unterscheiden, was ein normaler Psychokiller so war. Ja, das fand ich auch schade. Also generell ist das alles, dadurch, dass er jetzt im Kino kommt, hat man, glaube ich, eine größere Erwartungshaltung. Aber ansonsten wäre es halt so ein nice to have und easy to forget Shutter Release, wo man so denkt, ja, okay, ob es jetzt wieder die 90 Minuten wert war, fünf, sechs Kills zu kriegen, die ein bisschen krasser als der Durchschnitt sind. Hängt wieder davon ab, was man für eine Tagesform hatte oder so. An vielen Tagen reicht es ja. Und ja, jetzt im Kino ist es, glaube ich, schon ein bisschen Naja, ich muss auch sagen, nach all der Zeit mal wieder einen Affenhorrorfilm zu sehen, ist ja auch was Nettes. Wir haben ja ein ganzes Spezial dazu gemacht. Es ist ja nicht so, dass wir keine Affen-Horror-Fans sind. Das ist man ja. Und dementsprechend kann man ja auch gewisse Anteile an diesem Film genießen. Leider werden sie halt von anderen und auch gar nicht mal so wenigen Anteilen ein bisschen madig gemacht. Und das ist halt schade.

Diese ganze Hydrophobia, heißt das so, Ja, diese ganze Hydrophobia-Nummer. Was ist denn das für ein Quatsch? Ja, aber das soll ja damit zusammenhängen, der hat ja Tollwut und wenn du Tollwut hast, kriegst du halt starke Angst vor Wasser, weil du, wenn du dir vorstellst, dass du was runterschlucken musst, kriegst du so ein krasse neurologische Signal im Gehirn, dass das ganz schlimm für dich ist. Deswegen hat man da oft Angst vor Wasser. Aber es ist halt sehr konstruiert, weil sie auch einfach behaupten können, der Affe kann nicht schwimmen. Das machen sie ja auch. Und das stimmt natürlich auch nicht. Aber man würde halt denken, ja klar, Affen können nicht schwimmen. Und selbst wenn das in echt stimmt, ist ja scheißegal. Ist ja viel effektiver erzählt als eine Texthafel am Anfang. Also ich will doch nicht bei einem Film, wo es um Gore geht, Texthafeln. Ich kann doch gar nicht lesen. Ich bin wegen dem Gore hier. Wenn ich lesen könnte, würde ich ein Buch lesen. Ja, und das meine ich ja. Also, jetzt mal ehrlich, lass das weg. Der Affe wurde von dem Mongoose gebissen. Fertig, aus. Der hat Tollwut. Der dreht jetzt halt durch.

Jahrelanges Domestizieren hat nichts gebracht. Die Natur findet, die Gewalt findet einen Weg. Wissen wir doch. Die Gewalt findet einen Weg, genau. Aber deswegen sage ich ja, diese Hydrophobia ist nur dafür da, damit sie diese dumme weiße Hai-Pool-Sequenz ausstehen können. Und das ist einfach Unsinn. Weil er halt nicht, aber Affen, aber also, soweit ich weiß, Und ich bin jetzt nicht der größte Zoologe oder so. Aber soweit ich weiß, gibt es, wenn überhaupt, nur richtig, richtig wenig Affen, die schwimmen können. Affen können, soweit ich weiß, nicht schwimmen. Also es steht in den Trivia zu dem Film als Common Misconception, dass Affen nicht schwimmen können. Ich sag nicht, dass alle Affen also nicht schwimmen können. Ich sage nur die wenigsten. Also es gibt ja noch, es gibt ja Apes und Monkeys. Monkeys haben einen Schwanz, Apes nicht. Und da gibt es, glaube ich, auch nochmal Unterschiede. Also Monkeys, die steuern ja halt mit diesem Schwanz, den sie hinten haben, das Gleichgewicht irgendwie. Und Apes, also auch Gorillas und so, sind eigentlich eher Apes und keine Monkeys. Und die können wohl dann doch schwimmen. Aber die Frage ist ja auch, wie gut. Also ist das Schwimmen oder ertrinken sie bloß nicht?

Weil kraulen wird er wahrscheinlich nicht können. Also das ist halt auch. Und da kann man auch einfach sagen, man kann ja auch einfach sagen, der springt nicht ins Wasser, weil im Wasser mit fünf Leuten ist der Kampf halt auch wieder unfair. Da kann ja auch einfach einer runter. Einer lenkt ihn ab, der andere taucht runter und zieht ihm dann ein Bein runter und er säuft ihn einfach. Also man hätte so viel easyere Gründe als so eine Hydrophobie, wo man ja wirklich denkt, kommt mir sehr konstruiert vor. Auch wenn es stimmt. Nur weil es ein Fakt ist, muss es nicht sauber nicht wirken. Man kann auch einfach sagen, er schämt sich im Wasser. Ja eben, er schämt sich. Ja, aber das reicht ja. Aber Wikipedia sagt, Affen können sogar schwimmen lernen. Weil durch ihre Intelligenz können sie sogar schwimmen lernen. Das wäre auch geil gewesen, wenn er den 30 Minuten zuguckt im Pool und es dann kann. Und plötzlich schwimmen, ja.

Plot, Plot, du musst das schwimmen einfach rein. Macht einen Flachköpfer und auf geht's. Ja, aber das wäre ein Film, den ich hätte sehen wollen. Ja, eben. Das ist aber genauso wie dieser Sluice, dieser Faultier-Horrorfilm, der vor einem Jahr oder so rauskam. Wo man auch dachte, das muss doch geil werden. Der war auch boring. Also da ist Prime-Mate schon besser. Und auch in diesem ganzen Horrorfilm, die so im Januar einfach so still und heimlich gedampft werden, wie Night Swim und Wolfman. In den Jahren davor ist das auch schon so der beste Januar-Start. Also ja, da sag ich aber auch. Also ich hatte hier deutlich mehr Spaß als bei Wolfman. Und ich fand, der Film sah auch besser aus als Wolfman. Und er hat mehr Gewalt gehabt als Wolfman. Ja. Und mehr. Also, geiler Film. Also, deutlich besserer Film als Wolfman. Ich find's halt ein bisschen schade, dass er auch gar nicht versucht, so ein Monster-Universum oder so eine Mythologie aufzubauen. Also, so ein Film wirkt doch wie präsentiert für einen zweiten Teil und einen dritten und einen vierten, weil kostet nix, spielt nur an einem Ort. Und da muss doch auch irgendwie im Hinterkopf sein, ey, da machen wir ein Franchise draus. Ob man das jetzt sympathisch findet oder nicht, aber wie wenig hier wirklich so Mythologisierung betrieben wird oder den Affen versucht irgendwie cool dastehen zu lassen, finde ich auch irgendwie traurig. Also es wirkt wirklich wie so eine Auftragsarbeit, als ob man so eine Kurzgeschichte verfilmt hätte. Ja, aber jetzt nehmen wir mal an, also jetzt machen wir mal einen Spin-Off.

Wie soll der Affe weitermachen? In welcher Welt soll der Affe weitermachen können? Naja, der kann ja irgendwie entkommen, irgendwie sonst was. Es gibt dann halt zwölf Tote mit noch mehr Gore. Also das ist ja easy zu machen. Dass der Affe da irgendwie, also ich check nicht, warum es da keine Fortsetzung gibt. Und wenn wir schon dabei sind, weil der Regisseur hat ja auch gemeint, der wollte ihn wie Freddy Krüger machen, den Affen. Wo ich auch so denke, ey, warum hast du nicht einfach Jason als Beispiel genommen? Weil der Affe taucht nicht in Träumen von Leuten auf oder sonst irgendwas. Also es ist richtig albern. Ja, vom Aussehen her.

Und was mich, das kriegt jetzt leider dieser Film ab, aber es hat mich beim Lesen wieder so unglaublich geärgert, dieses, dass der Darsteller des Vaters hat mit dem Regisseur vorher besprochen, dass er nicht diesen einen Prop sieht von einer zerstümmelten Leiche, damit er es beim Dreharbeiten zum ersten Mal sieht, damit seine Reaktion aufrichtig ist. Dude, du bist ein Schauspieler. Dein Job ist es, das zu spielen. Du musst nicht irgendwie dann so, ah, oh Gott, da ist ein Prop. Oh Gott, ich wusste nicht, dass das ein Prop ist hier am Set. Ich dachte, es ist ein richtiger Mensch, der da tot ist. Ich kann es nur so schauspielern. Das ist das Allerdümmste, wenn Schauspieler mal sagen, sie wollten so ein Überraschungseffekt, damit ihre Reaktion aufrichtig ist. Was bist du denn für ein Schauspieler? Das ist doch dein Job, das zu spielen. Das finde ich immer richtig bescheuert. Das ist bei dem Film die ganze Zeit, dass sie so, wir haben das nicht gesagt, wir haben denen das nicht gesagt, damit die da so richtig reagieren und nicht wie Schauspieler. Und dann guckt man das und denkt sich so, ja. Also wenn das wirklich das Bestmögliche ist und nicht einfach nur nicht so geige Schauspieler, finde ich es noch peinlicher, mit so Zeug um die Ecke zu kommen. So, kurzer Rantente, mehr gibt es bei Christopher Nöhl. Ich wollte es auch sagen. Im Prime mit XXL Special. Das war ein Teaser auf Christopher Nöhl. Ja, da rege ich mich auch noch über Jacob Elordi und Margot Robbie auf, die bei Wuthering Heights bei den Dreharbeiten nicht ohne einander konnten, ohne komplett unsicher zu werden und fahrig, weil sie eine Co-Dependency entwickelt haben.

Auch so ein dummes Marketinggelaber. So, aber dazu irgendwo anders mehr. Du meinst so wie Peter Pascal in jeder Rolle? Ja. Hey, obwohl da wäre ich vorsichtig, weil der Typ hat ja, der leidet ja wohl unter Anxiety, ne? Also der hat ja wohl... Das war ein Gag. Ja, aber, ne? Nur... Das war ein Gag, Leute. Könnt euch beruhigen. Papi Pascal, MVP, würde ich niemals beleidigen. So.

Gut, damit hätten wir auch genug zu Primit. Ja, allerdings. Aber geiler Gor. Eben. Ich glaub, über den Film reden wir jetzt am längsten. In dieser Folge. Die Gewalt findet einen Weg. Auch neuer T-Shirt-Spruch für die große Genreschen-Kollektion 2043. So, jetzt noch Holyboy mit seinen wenigen trivialen Themen kurz abhandeln. Weil da gibt's nicht so da gibt es nicht so viel Gore, sondern nur Themen.

Langweilig. Langweilig. Finde ich nicht, aber gut. Holy Boy. Bitte was? Ach, ich wollte einen Witz zu Holy Boy machen, weil fast alle Influencer sind ja Holy Boys. Ach so. Deswegen der Holy-Werbung. Ja. Gut. Holy Boy ist der neue Film von Paolo Stripoli, den vielleicht die eine oder der andere noch im Hinterkopf oder ja, den, die eine oder andere im Hinterkopf vielleicht noch hat, aufgrund unserer Besprechung zu A Classic Horror Movie, heißt der, ne? Oder Horror Story? Story, Story, Story. A Classic Horror Story. Der hat nun einen neuen Film gemacht und der läuft jetzt gerade auf dem Fantasy Filmfest White Nights. Die Berliner durften ihn schon sehen. André und ich mussten uns, also die Berliner durften ihn schon auf der Leinwand sehen, genau wie Köln und so weiter, Stuttgart, Nürnberg. Nur André und ich, wir müssen uns noch ein bisschen gedulden. Wir mussten halt einen Link schauen. Und in diesem oder über diesen ging es um folgende Geschichte. Wir gestraften.

Ja, doch, muss ich schon sagen. Da seht ihr mal, wie schlimm es die beiden immer haben, dass sie von irgendwelchen Veranstaltern vom Festival es links bekommen, damit sie den Film trotzdem gucken können. Ja, aber ich hätte ihn auch gerne schon auf der Seite. Ich weiß, ich weiß. Ich wollte dich nur, wie du aus diesem First-World-Problem noch rausnavigierst. Ja. Es tut mir leid, dass ich damit euch belästigt habe. Ich werde es nie wieder tun. Aber ja, ich tat es, um euch jetzt Folgendes zu erzählen. Remy.

Remy gilt als das glücklichste Dorf Italiens. Die Einheimischen sind geradezu verbissenfreundlich. Auch zu Fremden wie Sergio, der gerade erst als Vertretungslehrer in das abgelegene Örtchen gekommen ist. Doch er spürt schnell, dass hier Unheimliches vor sich geht. Was ist das für ein seltsames Ritual, zu dem man sich jede Woche versammelt? Sergio stößt auf eine finstere Tradition, deren Ursprung niemand hinterfragt und deren Preis er bald selbst zu spüren bekommt. Ja, ist ein bisschen wenig, oder? Oder ist ein bisschen spärlich als Information. Sagen wir es mal so, Sergio stellt fest, dass dieses ganze Dorf einen gewissen jungen Mann namens Matteo anhimmelt. Denn Matteo ist in der Lage, ihnen alle Sorgen zu nehmen, indem sie ihn einfach umarmen. Und darum geht's, wie Sergio quasi jetzt auf diesen Jungen reagiert, was der Junge mit ihm macht und wie die beiden sich so gesehen anfreunden, kann man ja sagen, oder? Ja, finde ich schon. Ja.

Ja, das ist auch gleichzeitig die Origin-Story von Holy Vane aus The Leftovers, der bei The Leftovers auch diese Kraft hatte, Menschen durch Umarmung alle Schmerzen wegzunehmen. Also dieses Motiv finde ich ganz nice, weil man ja irgendwie so denkt, das ist ja Quatsch, aber es ist halt so überzeugend inszeniert, dass man dann schnell so denkt, das ist auch kein Quatsch, vielleicht geht es ja. Also vielleicht gibt es da ja was, was natürlich über dieses Umarmen hinausgeht, aber dass hinter diesem Ritual und dem, was damit verbunden ist, wirklich was steckt. Und das fand ich super spannend rauszufinden, was es wirklich damit auf sich hat und ich finde, der Film löst das auch super ein, ich finde allerdings auch, dass er mehrere Filme gleichzeitig ist und sich dann irgendwann mal entscheiden muss, was er eigentlich sein will, Folk Horror, Coming of Age, verdrängte Schuld, geht's um religiöse Motive, ist es Coming of Age, also es wandert immer wieder so zwischen den einzelnen Schwerpunkten hin und her, was ich, durchweg gelungen fand, aber am Ende war ich trotzdem so ein bisschen...

Ja, nicht lost, aber ich hab gewünscht, er hätte trotzdem irgendwann eine andere Richtung oder stringenter eine Richtung eingeschlagen. Weil das war gleichzeitig so viel und von ein paar Sachen dann doch zu wenig, wo ich dachte, dass sich das mehr irgendwie so in den Mittelpunkt drängt. Also ohne zu viel zu spoilern zu wollen. Weil es gibt nicht so viel zu spoilern, aber irgendwie hat der Film schon ein Geheimnis, was er mit sich trägt. Ja, ich muss da ein bisschen widersprechen. Beziehungsweise, was heißt widersprechen? Ich will nicht widersprechen, sondern ich sage, ich habe es ein bisschen anders wahrgenommen. Ich finde schon, dass diese unterschiedlichen Schwerpunkte im Film, dass die schon Hand in Hand gehen. Ich will nicht sagen, dass sie immer überall ineinander greifen, aber der zum Beispiel Coming-of-Age-Anteil ist meiner Ansicht nach wichtig für den weiteren Verlauf der Geschichte, weil der junge Mann ja nun mal halt aufgrund seiner persönlichen, oder jetzt erst mal im Laufe des Films anfängt, seine persönlichen Bedürfnisse erstmals über die der anderen zu stellen. Und das ist ja nun mal halt ein Teil des Erwachsenwerdens, dass man halt merkt, dass man, ja, oder beziehungsweise ...

Bei manchen prägt sich der Egoismus stärker aus, bei anderen eben nicht ganz so stark. Aber ja, gerade, und dann kommt es halt hinzu, jemand, der anfängt, irgendwie auch mal an sich selbst zu denken, ist aber plötzlich dann, oder wird schon von vornherein zu einer Art Erlöserfigur gemacht und muss da alles irgendwie auf sich nehmen, wird religiös verehrt.

Ja, und gleichzeitig schwebt da ja auch noch irgendwas im Hintergrund. Ich fand das schon, dass das alles gut, gut, ja, parallel nebeneinander hergeht so und halt wichtig ist, für wie es endet. Und ich muss sagen, was mir halt gefallen hat, so wie der Film verläuft und so wie der Film endet, das habe ich nicht wirklich vorher gesehen, beziehungsweise das habe ich nicht so kommen sehen. Ich habe schon so auch ein paar Theorien gehabt, was passieren könnte und man muss ja auch sagen, das Thema Schüler-Lehrer-Verhältnis wird da ja auch noch mal so ein bisschen reingewoben. Da muss ich sagen, das ist vielleicht, da hat man hier durch aufgrund anhand der Szenen, die eigentlich nur zeigen sollen, wie die beiden miteinander sich anfreunden, noch mal ein Fass aufgemacht, was man vielleicht gar nicht hätte aufmachen wollen. Oder es ist natürlich dann auch der Zuschauer oder die Zuschauerin, die da ein bisschen mehr drin sehen kann, als es vielleicht sein soll. Und das fand ich auch ein bisschen, also das fand ich halt zum einen spannend, aber irgendwie schafft es der Film dann doch, ja, dann doch immer wieder so eine andere, also die Dinge anders zu machen, als wir sie von anderen Filmen her kennen. Und ich muss halt auch sagen, die Geschichte an sich.

Und wie das so alles erzählt wird, ohne groß Zitate noch mit einzubauen oder sich optisch oder visuell oder inszenatorisch an irgendwas anderen nochmal zu orientieren oder zu zitieren, das fand ich schon alles ziemlich beeindruckend. Das hat mir gut gefallen. Mhm.

Mir auch, also ich war halt bei diesem Coming of Age so ein bisschen, weil ich das spannend fand, dass seine, also er kann ja gar keine Identität für sich selbst ausformen, weil die ihm ja sofort von dieser Gemeinschaft übergestülpt wird, aber damit hadert er quasi gar nicht so viel, aber es passiert ja auch so viele andere Sachen im Film. Also er hat ja kein normales Leben und ich mochte dieses gesamte Ritual oder wie das alles so als Sozialsystem funktioniert. Das hat auch so diese Folk-Horror-Elemente von Wickerman oder Midsommar, aber gleichzeitig so komplett eigenständig. Und diese Grundthematik, die sich immer mehr durchkristallisiert, hat großen Eindruck bei mir hinterlassen. Das fand ich schon sehr stark und auch nachhaltend. Ja.

Ich bin auf jeden Fall auch eher bei Daniel. Also, ich finde auch, dass die Elemente, die drin sind, das sind relativ viele. Die tröpfeln immer weiter nach und nach rein oder du ziemlich viele Ebenen da hast. Ihre Figur hat ja auch nochmal so ihre eigenen Päckchen zu tragen. Aber ich mochte echt sehr gerne den ganzen Aufbau, weil du sehr erst mal am Anfang halt, ne, die Opening-Sequenz sehr kryptisch erst mal sehr unbehaglich und dann wirst du halt erst mal reingeworfen in diese Figur eben des Austauschlehrers, des Vertretungslehrers. Der, muss ich auch mal sagen, so wie der an der Schule auftaucht, jede normale Schule hätte ihn gleich wieder entlassen.

Gut, aber das war ihm ja auch scheißegal. Absolut, aber ich meine halt, so wie die da drauf sind, hätte ich ihn eigentlich gleich wieder Postwenden zurückstecken müssen. Mhm. Aber dann lässt du den erst mal kennen. Alles baut sich so nach und nach auf und du merkst halt immer mehr im Verlauf der Handlung, wie tiefgreifend das alles ist. Das mochte ich schon gerne. Und ich bin auch dabei, dieser Coming-of-Age-Aspekt, der, finde ich, ist auch schon der, der das Ganze dann auch spannend macht, weil nimmst du das raus, hast du einen relativ straight-and-genre-Film. Aber durch diesen Input hast du halt diese Menschlichkeit dahinter halt überhaupt erst. Weil ich fand's auch richtig gut, dass es auch überhaupt nicht darum geht, warum der das kann, was er tut. Oder warum das alles so ist. Das ist halt scheißegal, das ist halt so. Es wird nicht ergründet, ist er der Sohn Gottes, ist er der Teufel, ist er irgendwas, ist völlig egal. Er hat scheinbar diese Fähigkeiten, keiner weiß warum, aber es wird halt quasi, es ist gegeben, es wird ausgenutzt. Und das dann zu verpacken aber in diese Geschichte über einen heranwachsenden Jungen, der eigentlich auch nur ganz normale Bedürfnisse hat, so wie jeder Teenager.

Sexualität entdeckt, einfach frei sein will, irgendwie sich nicht Dinge traut anzusprechen, einfach diese ganz normalen Probleme hat, aber gleichzeitig einfach quasi als fucking Messias missbraucht wird. Das zu kombinieren und es auf die Spitze zu treiben, das fand ich halt echt stark bei dem Film. Und dass er das verknüpft. Und ich fand das gut verknüpft. Und ich fand es auch, dass der die Figur des.

Lehrers, der dann ja so auch in die beste Freundrolle schlüpft, etwas, dass du es ja eigentlich auch gar nicht darf, sag ich mal. Das ist ja auch ganz klar im Film ja auch benannt wird. Und das alles so verknüpft, um auf einer menschlichen Ebene auch zu funktionieren. Nicht nur als Genrefilm, ohne aber zu vergessen, dass du immer noch einen Genrefilm guckst mit entsprechenden kleinen Gewaltspitzen und Genre-Elementen und Härten. Also die Verzahnung, fand ich, hat Holyboy-Generes, extrem gut hinbekommen. Also ich merke schon, dass ich glaube ich am Anfang zu negativ klang. Ich war auch wirklich sehr beeindruckt. Er macht halt so eine Vielzahl von Themen auf, wo man dann irgendwann merkt, okay, die wird er jetzt liegen lassen müssen, was ich aber nicht unbedingt als wirkliche Schwäche empfinde, weil sich auch die Figuren anders entwickeln. Und das ist ja ein italienischer Film, deswegen habe ich mir auch ein paar italienische Reviews halt auch nur mit Google Translate angeguckt. Und da war irgendwie unisono die größte Kritik, und das habe ich in anderen Reviews nicht gefunden, warum gehen die nicht einfach weg aus dem Dorf, wenn das komisch ist?

Da habe ich nur in den italienischen gefunden. Also wo ich so denke, vielleicht ist das wirklich also diese entlegeneren Dörfer oder kleinere Dörfer, wo Religiosität noch stärker ausgeprägt oder beziehungsweise Religion und Glaube mehr so einen verbindenden Community-Faktor hat. Aber das ist dann halt, also waren die Eugenie doch einfach weg. Also es ist ja eh immer denkbar doofer Anspruch oder Erwartungshaltung bei Horrorverwirrung geht die nicht einfach weg? Also warum zählt Jamie Lee Curtis denn nicht einfach weg? Warum zieht die nicht nach Neuseeland, wenn da ein Killer ist, der immer wieder kommt? Also das ist ja ein ganz merkwürdiges Argument, das zu fordern, aber, das scheint schon da irgendwie zu hitten, dass das irgendwie so nicht so ungewöhnlich ist, also natürlich in den Dimensionen schon, aber dass sich in so Städten dann so eine krasse Religiosität in so kleinen Orten so eine krasse Religiosität dann ausbreitet. Ich meine, warum sollten sie denn auch weggehen? Die haben ja keine Probleme, die sind ja glücklich. Vielen Dank. Eben, also das fand ich halt auch, dass wenn man gehen soll, ist es halt zu spät. Also das ist ja auch kein Spoiler-Film, wir haben ja so eine Eskalationslogik. Aber ab dem Punkt, wo man denkt, ah, hätte ich mal gehen sollen, ist es halt jetzt offenbar. Aber vorher war es halt nicht so, dass man irgendwie so denkt, ja, ich geh jetzt hier wieder.

Ich würde aber trotzdem gern noch mal einen kleinen Spoiler-Talk gerade zum Ende machen, wenn euch das recht ist. Ja, den sollten wir aber vielleicht auch hinter dir ... Ich würde ihn dann nachs Outro packen. Ja, okay. Ich weiß gar nicht. Wie gesagt, was mich am allermeisten beeindruckt, ich würde auch sagen, dass der Film schon natürlich eine ordentliche Laufzeit hat. Also, das kann ich eben nicht absprechen. Die spürt man schon, die Laufzeit. Momentan wüsste ich jetzt aber nicht unbedingt, welche Szenen für mich da rausgehören. Vielleicht muss man nicht unbedingt Sergios Trauma oder Sergios Niedergeschlagenheit, Kann man vielleicht die ein oder andere Szene da irgendwie weglassen. Aber ja, die Laufzeit ist ein bisschen üppig. Aber wie gesagt, was mich am meisten beeindruckt, ist halt, dass dieser Film tatsächlich daherkommt und so seinen subtilen Horror erzählt. Der könnte tatsächlich auch im ZDF laufen. Und es wäre gar nicht so ein Problem, sage ich jetzt mal.

Und ja, dass der halt seinen subtilen Horror irgendwie erzählt, ohne wirklich groß auf irgendeine Vorlage zu greifen. Da steckt für mich jetzt nicht wirklich viel dahinter, auf das man direkt verweisen kann. Das fand ich halt cool. Und auch, dass er halt sich, sag ich mal, was die Optik und die Inszenierung angeht, auch gar nicht irgendein Fancy-Kram braucht, um das irgendwie zu vermitteln oder zu verkaufen. Das fand ich auch klasse. Also die inszenatorischen Spielereien, sag ich jetzt mal, die er bringt, die sind gut gewählt und auch nicht übertrieben oder so, sondern passen eigentlich zur gesamten, eher nüchteren Erzählung des Films. Mhm. Und der Hauptdarsteller. Und der Hauptdarsteller, also der Junge, dieser Matteo, der war halt cool. Der war halt gut. Der hat echt gut gespielt. Ja, auf jeden Fall. Der Giulio Filtri gespielt, fand ich auch mega. Nee, ich finde auch, dass er sich frisch anfühlt und unverbraucht. Obwohl die ganzen Zutaten natürlich schon zigmal behandelt wurden. Ja, dorfgemacht. Aber wie der...

Ja, aber wie der Film das verknüpft, wie gesagt, fand ich auch. Ich fand's einfach sehr, ich fand's clever geschrieben. Ich fand's halt diesen menschlichen Faktor und auch diesen Grundgedanken halt. Was ist, wenn du quasi ein kollektives Trauma eines ganzen Ortes quasi auf einen jungen Mann abwälst du quasi? Das ist halt, wenn du jetzt mal genau zerdenkst, was da eigentlich passiert, das ist halt total krank. Und dass da auch die Leute, wie die damit umgehen Und solange sie quasi happy sind, dass sie damit auch völlig fein sind, dass der sichtlich darunter leidet. Und gleichzeitig siehst du ja auch dann diesen Religionswahn, wenn du gerade diese Mütter da siehst, die eine zu Hause dann schon so ein selbstgezeichnetes Bild von ihm über dem Kamin hängen hat und so. Aber siehst du halt diesen absoluten Wahn dahinter. Ich mochte, dass dieser Religionswahn dahinter steckt, dieser.

Aber auch gleichzeitig so Sektengekulte und so Prophetengehabe, Geh ich mit Für mich Solly Boy auf jeden Fall bisher, ich hab ja noch nicht so viel gesehen aber vor dem Pre-FF Programm, echt ein Highlight Ich finde es ein echt starker Genrefilm der halt Horror macht, ohne aber jetzt irgendwie die typischen Horror-Troops zu bedienen und eine krasse Geschichte erzählt, und der nachwirkt mit echt bitterbösen Szenen und ich kann wirklich von meiner Seite nur empfehlen, ich fand ihn echt gut. Sehe ich genauso. Also ich finde auch, es ist die größte Empfehlung dieses Jahr beim Fantasy Filmfest, sind das White Nights oder nur Nights? Wie heißen sie? White Nights. Und hat mich auch über den Film hinaus noch beschäftigt und wie ihr jetzt auch merkt, dass der Podcast noch ungefähr 20 oder 25 Minuten ab jetzt läuft, haben wir auch im Spoiler-Part viel noch zu diskutieren gehabt, was ja immer ein Signal für die Qualität von einem Film ist. Ja, deswegen rein da mit euch. Genau, dem schließe ich mich... Jetzt nach dem Abspann. Dem schließe ich mich auch an. Ich habe... Wir hatten ja schon den ersten Film von ihm hier und auch der hat schon für Diskussionen gesorgt und der hat mir auch schon echt gut gefallen.

Und jetzt beim weiteren Male, wie gesagt, der frische Ansatz, die Darsteller, die ganze Atmosphäre, die Themen, die da drin eingearbeitet sind, für mich auch bisher schon mal ein Highlight. Ich habe auch noch nicht so viel gesehen von all den Filmen, aber von denen, die ich bisher gesehen habe, muss ich sagen, war das auf jeden Fall mit der Beste. Gut. Ich glaube, damit war auch alles zu Holyboy gesagt, oder? Ja. Nach dem Abspannen gibt's viel Spoiler. Und jetzt geht's rein in den Upmod. Jetzt geht's rein in den Upmod. Okay. Dann werd ich dem Upmod jetzt noch mal richtig Zucker geben und sage vielen Dank fürs Zuhören.

Gibt dem Private Zucker. Genau. Vielen Dank fürs Zuhören. Vielen Dank fürs Mitpartizipieren. Ja, vielen Dank auch nochmal an all die neuen Steady-Mitglieder und abonniert uns bitte, empfiehlt uns bitte weiter, drückt da, wo man drücken kann, hört uns, wo man uns hören kann, auf all den Podcast-Plattformen dieser Welt und ansonsten hören wir uns hoffentlich nächste Woche wieder mit vielleicht weiteren, ja, wie soll man sagen, rückschauen zum Fantasy-Filmfest und vielleicht auch mit dem Quiz. Wer weiß es. Wir noch nicht, ne? Nee, wir noch nicht. Wir lassen uns überraschen. Und ihr euch auch zwangsläufig. Das geht mit Pat in Hand. In diesem Sinne, macht's gut, bis zum nächsten Mal. Tschüss. Tschüssi. Tschüss.

Dann aber wie gesagt, der Part eben, dass es einfach auch um einen Jungen geht und zum Beispiel auch so Sachen wie der Vater von ihm, der ja auch eine super ambivalente Figur ist, der einerseits als super herrisch und ja, über ihn verfügend agiert, dann aber in einem Moment irgendwie, wo er mal nicht kann vor seinen anderen, Kirchendulis da aber auch sowas sagt wie, ey, denkt dran, er ist immer noch ein Kind, er ist genauso ein Kind wie eure Kinder auch so, also der aber auch irgendwie immer so agiert, nur wie es Situationen halt bedarf irgendwie, den ich auch super spannend fand und bei dem man auch nie weiß, ob das, was er erzählt, gerade stimmt oder nicht, weil mit dem gibt's ja einmal dann am Gegenende nochmal diese Szene, wo sich Matteo beim Lehrer quasi versteckt und dann kommt auch der Vater zum Lehrer und erzählt ihm quasi, wie er dann erzählt, wie er Matteo gefunden hat. Und Matteo sagt dann nachher nur so in seiner Kammer von wegen so, ja, du erzählst nur Lügen quasi. Also du weißt auch ganz halt überhaupt nicht, ob das, was der ganz erzählt, stimmt und so. Das fand ich auch mega spannend, wie ambivalent diese Figur war. Was er sich quasi da selber schön redet und was nicht und so weiter. Das fand ich super spannend. Also da sind gerade was diese Zwischenmenschlichkeit angeht und wie quasi diese.

Einfach so eine typische Dorfgemeinschaft mit all ihren Geheimnissen und Hinterbrückenlabern und kleinen Intrigen, wie das vermischt wird mit dieser Genreüberhöhung, dieses Messias, das fand ich so smart. Ja, und wir regen uns ja oft, oder wir regen uns nicht auf, weil wir sind ja immer so ein bisschen überdrüssig, wenn ein Film sich schlussendlich dann doch wieder als Trauerbewältigung in der Generational Trauma oder so hinausstellt. Aber wie frisch und unverbraucht sich sowas halt anfühlen kann und auf wie vielen Ebenen dieser Film das hier so aufmacht, weil ja dann auch so klargemacht wird, ah, okay, dieser Trost, das ist kein Trost, das ist einfach nur Verdrängung. Verdrängung macht alles noch viel schlimmer. Also das fand ich so als Grunderkenntnis des Films so devastating irgendwie. Also ich war dann richtig erschüttert, weil man ja erst so denkt, ach, das könnte alles gut ausgehen, bis man so merkt, nee, es gibt da quasi keinen Shortcut. Man muss durch diese Trauerbewältigung irgendwie durch, weil das ganze Dorf ja in so einem kollektiven Trauma, wie erstarrt wirkt. Also habt ihr mal diesen Das süße Jenseits gesehen?

Von Atomego-Jahren, wo auch so ein, da stürzt ein Schulbus einen Berg runter und bricht in so einem See ein und alle Kinder des Ortes sind tot. Und dann kommt so ein Anwalt, der dann denkt, oh, hier kann ich einen Reib abmachen mit so einer Sammelklage und realisiert dann, irgendwie will hier keiner klagen, weil die haben krassere Probleme, nämlich ihre Kinder sind alle tot. Und darauf wird er dann halt so gezwungen, sich mit seiner eigenen Trauer in seinem Leben auseinanderzusetzen.

Und daran hat er mich auch oft erinnert, dieses, ja, wie man abkürzen will, wie man verdrängen will, wie man Trauer einfach nicht wahrhaben will. Aber es gibt keinen Weg drumherum. Erst recht nicht durch Religion, weil Religion ja auch oft dazu führt, dass man dann so, und natürlich, ich will niemanden, der gläubig ist, jetzt hier verletzen, aber dieses, es war Gottes Wille, ist ja halt auch wack. Also das hilft wahrscheinlich so bei der Akzeptanz und bei dem Trauerverarbeiten, aber da einfach so zu sagen, ja okay, alle sind tot, es war Gottes Wille, let's go, das funktioniert so ja nicht. Also das ist hilfreich, aber das ersetzt ja keine wirkliche Trauerverarbeitung, einfach zu sagen, ja okay, das war halt so, das war halt so der Plan all along, das geht halt nicht. Und das, finde ich, bringt der Film gut auf den Punkt.

Auf der anderen Seite wird er aber trotzdem dann über natürlich und ich fand ja ein spannender Aspekt, weil ich zum einen das Thema berühren, was er hier aufmacht, indem er halt in andere Menschen schlüpft und dann plötzlich Situationen, dass er nur macht, um irgendwie das endlich machen zu können, was er halt vorher die ganze Zeit nicht machen kann, nämlich diesen anderen Jungen da mal endlich berühren. Und das mit der Mutter, das fand ich schon krass, wie er in die Mutter von ihm, von diesem Rothaarigen schlüpft, damit er ihn anfassen kann und so oder halt auch, wie er dann ihn selbst... Da waren schon unangenehme Sachen dabei. Oder auch, wenn er ihn halt selbst übernimmt, um dann in der Schule sich einen runter zu holen und so. Das waren schon echt fiese, fiese Momente und auch als der Lehrer das peilt, dass er halt beim Judo nicht irgendwie hätte gewinnen können, aber eben halt ja gewonnen hat.

Das fand ich echt gut, aber jetzt dann halt meine Frage, dass ich nicht diesen Spoiler-Part machen wollte, am Ende, Und die haben ja schon irgendwie alle Angst vor ihm, denn er ist ja nun mal schon in der Lage, Leute so zu beeinflussen, dass sie sich Gewalt antun oder halt Schlimmeres.

Und sie sind ja so von ihm abhängig, also sie sind ja richtig gebranntmarkt von ihm und zeigen ja wirklich Entzugserscheinungen. Also, ja, er bringt den Vorteil mit, dass er die Schuld oder die Trauer auf sich nimmt und somit Erlösung oder Erleichterung schafft. Aber auf der anderen Seite, na ja, hat der Vater schon realisiert, wie gefährlich das wiederum ist, was der Junge da kann oder macht. Und ich meine, der Vater, also der Adoptivvater, ist es ja am Ende, der den Jungen halt umbringen möchte. So. Und der Lehrer, wenn ich es jetzt noch richtig verstanden, also für mein Verständnis, war der Lehrer eigentlich frei von Matthäus Bann. Ja, durch diesen Nachbarn da, der hat ihn da gereinigt. Genau. Und war so gesehen, hat so gesehen, das, was er gemacht hat, ja, und jetzt ist meine Frage, das hat er freiwillig gemacht.

Oder glaubt ihr, er stand auch irgendwie mit Matthäus jetzt dann plötzlich nochmal in einer geistigen Verbindung, die ihn dazu gebracht hat, den Ziehvater umzubringen. Nee, für mich war er frei. Er ist halt zweimal umgeschwungen. Er war erst auf der Seite, nach der Geschichte, die ich eben erzählt habe, nachdem der Vater dann da reinkommt und ihm erzählt hier, ich habe den bei diesem Zugundrück da gefunden, wovon ja alle dieses Trauma da haben und so diese ganze Nummer, da war er halt auf der Seite vom Vater. Das hat er ihm abgekauft, was er da erzählt hat und hat ja dann ihn dann verraten und gesagt, sagt, hier, in dem Raum, da ist er. Und dann hat er ihn mitnehmen lassen. Aber vielleicht stimmt es ja trotzdem.

Ja, aber Matteo sagt ja direkt auch, es ist gelogen. Aber klar, es ist wie es an mir, weil wir wissen nicht, wer recht hat. Aber auf jeden Fall, in dem Moment hält er zu dem Vater und verrät Matteo ja quasi und lässt ihn dann mitnehmen. Lass mich kurz aussprechen. Dann kommt aber ja die ganze Sequenz.

Wo sie alle auf ihn reinstürmen, wo sie auf den Zug sind. Wo sie in diese Kirche da reinstürmen, diese ganze Sequenz da, wo auch der Lehrer, wo der Priester erschossen wird und so. Und dann sehen wir ja nochmal, wie der Lehrer dann abreisen will und dann kommt ja hier seine Pseudo-Freundin dann nochmal, wo er dann merkt, ja, das ist nicht sie und Matteo hat immer noch quasi Macht über alle und wo sich da das Wetter ins Bein sticht und so. Und dann fährt er ja zum Vater nach Hause und, kriegt ja dann eben mit, was Matteo getan und hat sich draußen die ganzen Leute quasi da wie Zombies rumstehen und so und will ja dann mit ihm mit ihm, fährt ja dann mit ihm zu Matteo da, wo er liegt am Ende da in diesem alten Bahnhof da, was das ist und dann gibt's ja nochmal diesen.

Quasi Dia oder Monolog mit dem Vater und quasi Matteo als, ja, nur seine Vision da eben oder seine Pseudo-Identität wo sie nochmal dann sprechen und der Vater sagt doch dann auch nochmal sowas wie irgendwie... Also beziehungsweise der Lehrer checkt dann nochmal, quasi hat nochmal einen Switch und rafft dann so diesen, dass das trotzdem alles im Grunde Missbrauch war und kommt wieder zurück in seine alte Position, die er die ganze Zeit hat, dass der Junge eigentlich nur missbraucht wird und alle ihn nur benutzen und so weiter. Und kriegt dann am Ende nochmal für mich, nach meinem Eindruck, nochmal einen Switch und ist wieder auf seiner Seite und als der Vater ihn dann eben erwürgen will, snappt er halt und sieht dann irgendwie, nee, der Junge hat so viel gelitten.

Das lasse ich jetzt nicht zu quasi und sticht dann eben den Vater, der in seinen Augen dann doch eigentlich die treibende Kraft hinter allem ist und dafür sorgt ja, dass Matteo so schlecht geht, weil er ihn eben als diesen Messias da vorführt quasi. Also für mich war der Lehrer da, nach zwei Mindset-Switches quasi, war der für mich im freien Gedanken, er war nur auf der Seite von Matteo am Ende. Ja, und dann kommt ja noch dieses, also ich finde das Ende halt sehr düster irgendwie, weil der Lehrer sieht ja da noch so den erhängten Sohn wieder. Und obwohl er jetzt eigentlich wissen müsste, das funktioniert nicht, dass er irgendwie das akzeptieren muss, also nimmt er ja schon wieder so diese Abkürzung und löscht die Gefühle aus. Also dieses Ende finde ich schon sehr dark eigentlich. Dafür, dass man dachte, es geht irgendwie optimistisch aus, finde ich diese Schlussmomente dann halt schon recht bitter. Wieso nimmt er schon wieder so eine Abkürzung?

Weil er seine Gefühle wieder auslöscht, anstatt sie zu durchleben. So habe ich das wahrgenommen. Weil er stellt sich ja auch wieder nicht dieser Trauerverarbeitung, sondern entscheidet sich halt auch wieder, ja, ich lösche meine Gefühle aus. Aber inwiefern? Er ist doch, also wo oder wann entscheidet er sich? Er bringt doch nur den Vater um und dann war es das.

Also du siehst halt einmal, bevor er das macht, siehst du einmal so eine Spiegelung in seinen Pupillen, wo du nochmal siehst, wie sein Sohn da so baumelt, der hat sich ja erhangen. Und dann kriegt er Snap der quasi und dann bringt er den Vater um. Ich hab's so verstanden, dass er quasi dann, nachdem er den Vater getötet hat, dann ist der Film vorbei. Nach meinem, ich habe das so verstanden, dass er Matteo eben dann doch auch erhalten will, um vielleicht doch mal von ihm und seinen Kräften auch zu profitieren.

Um dieses Bild dann doch wieder aus den Augen zu kriegen, weil das konnte er ja nur vergessen in dem Moment, wo er eben unter seinem Bann stand. Okay, aber das habe ich... Ja, aber der Vater bringt ihn ja zu diesem Bahnhof, wo das alles passiert ist, dieses Trauma. Und da wollte er ihn ja töten, um das eben auszulöschen, dieses Zugtrauma, dass halt nicht mehr die ganze Zeit, dass die Leute damit konfrontiert werden, sich ihrer Trauer stellen müssen. Also eigentlich in meiner Wahrnehmung muss Matteo sterben, damit die Trauerverarbeitung überhaupt erst beginnen kann. Also dass Matteo gerettet wird, ist für Matteo schön, für das Dorf eher nicht so. Und dass der Lehrer dann ihn rettet, ist ja dieser Zwiespalt, den er da überhaupt hat, weil der Lehrer kann nicht zulassen, dass man ihn tötet, weil er ist ja trotzdem ein Mensch, der das ja auch alles gar nicht wollte, der ja auch ein Opfer in dem Ganzen ist und er müsste ja quasi, also geopfert werden eben wie so eine Art goldener Schuss. Er wird halt quasi konsumt oder so, damit das Dorf dann mit der kollektiven Trauerverarbeitung beginnen kann. Ja, und da finde ich die Schwierigkeit, weil jetzt erlässt Matteo quasi in diesem, was ist das, katatonischen Zustand. Der Junge ist ja nicht mehr richtig lebensfähig. Der lebt ja quasi nur noch durch die Körper anderer Menschen. Der lebt durch die anderen. Ja, und mich hat halt gewundert, dass der Lehrer wirklich am Ende sagt, dass das noch ein lebenswertes Leben für Matteo ist.

Wo der Vater meiner Ansicht nach eigentlich das Richtige macht, weil ja, es könnte ja sein, dass Matteo halt noch mehr Leute in diesen, in diesen, diese Schwarmintelligenz vereint, ja, also, und ich weiß nicht. Absolut, dass er, dass er durchaus den Hang zum Bösen hat, sieht man ja spätestens, wenn er halt den anderen da sich anzünden lässt halt. Genau, genau, also, das ist ja jetzt auch nicht frei von, sag ich mal, Gefahr, was, die, die Kräfte, die Matteo da hat, so, ja. Und deswegen hat es mich halt schon gewundert, dass der Lehrer.

Das dann halt so gesehen aus freien Stücken macht und dann auch der, und dann halt eben der Überzeugung ist, dass ein Matteo in diesem Zustand weiterleben soll, dass das besser ist als eben der Vater, der diesen Zustand beendet. Ja, wie gesagt, für mich ist es ganz klar verbunden mit diesem Flashback, mit seinem erhangenden Sohn, er, er, er, Foreshadowing, er will, glaube ich, doch wieder, er hat, in dem Moment hat er, er hat, glaube ich, verstanden, wenn ich den Vater jetzt weitermachen lasse, wenn ich jetzt Matteo töten lasse, ist meine Chance, dieses Trauma, was ich habe, einfach wieder zu vergessen zu können, so wie es jetzt die letzten Wochen davor war, ist für immer weg. Wenn Matteo weg ist, kann ich nicht mehr diesen Shortcut nehmen, dann kann er nicht mehr von diesem Trauma vergessen profitieren. Und in dem Moment handelt er halt, ob es das Richtige für Matteo in dem Moment ist oder ob es einfach doch nur ein egoistischer Move ist, um selber noch mal von dieser Macht profitieren zu können. Das bleibt in dem Moment eine so ein bisschen offene. Glaub dir das will er wirklich nicht, nachdem er sich schon so von ihm losgesagt hatte?

Ja, weil sonst wäre dieser Flashback nicht nochmal da, mit den Augen, dass er nochmal seinen Sohn sieht. Er weiß halt, er wird dieses Trauma seine Lebenszeit nicht verarbeiten können, weil es ist halt mal sein Sohn und er ist ja quasi Missschuld daran, dass er sich erhangen hat, weil er ihn scheiße behandelt hat. Und ich glaube, er weiß halt, der einzige Ausweg, den er hat, ist oder hat schon mal hatte, ist eben der Moment, wenn er das nicht mehr weiß. Und da war er happy in den paar Tagen, Wochen, wie lange er da war. Und er weiß halt, wenn Matteo jetzt stirbt, ist dieser Möglichkeit für immer weg. Und in dem Moment bringt er den Vater um, einfach um diese Möglichkeit zu erhalten. Und weil er halt nicht diesen Mut aufbringt oder diese Kraft, diese Trauerverarbeitung durchzubringen. Genau, er weiß, er kann sich dieser Trauerverarbeitung nie auf normalem Weg stellen. Er hat's versucht, es hat nicht funktioniert. Also erhält er lieber Matteo und diese Möglichkeit von ihm so dieses Vergessen zu bekommen. Was halt wirklich ein absolut trauriges Ende ist. Also ich finde das Ende Also wie gesagt, ich habe es nicht ganz so gesehen wie ihr. Ich habe jetzt halt nur gesehen, er rettet ihn eben, weil er halt nicht zulassen möchte, dass dieser Junge halt auch jetzt noch mal, also jetzt erst recht umgebracht wird so.

Aber ich war mir nicht ganz unsicher über seine Motivation. Also ich war mir etwas unsicher, oder ich bin mir etwas unsicher über seine Motivation. Und das mit dem Sohn, dass er ihn noch mal erhängt sieht, war für mich nicht unbedingt die Motivation dafür, dass er einfach noch mal eine Umarmung möchte, mit der er das alles vergessen kann. Also dafür widerspricht sich mir zu sehr, dass er so viel auf sich genommen hat. Um halt eben aus diesem Einfluss von Matteo zu entkommen. Aber das ist jetzt wirklich, also das möchte ich jetzt gar nicht irgendwie sagen, dass es irgendwie nur eine Möglichkeit gibt, das so zu sehen oder wie man das sehen soll. Ich habe es halt ein bisschen anders gesehen. Ich denke, wir denken schon alle in die gleiche Richtung, nur ich bin vielleicht einen Tick weiter links oder rechts, keine Ahnung. Ja, das ist ja, glaube ich, auch eher eine Stärke des Films, dass man es anders auch sehen kann. Eben, und ich finde ... Wie interpretiert ihr das Ende von Primit?

Ja, und das finde ich wieder das Schöne. Deswegen habe ich diesen Spoiler-Part auch noch mal, oder diesen Spoiler-Talk noch mal ins Leben rufen wollen. Weil das finde ich wieder das Schöne. Das ist das zweite Mal, dass wir einen Film von dem Mann haben. Und das zweite Mal können wir wirklich wieder diskutieren und verschiedene Sachen da drin sehen. Und ich finde, das ist eine Qualität, die jetzt doch auffallend ist. Also wenn er es jetzt noch mal schafft, dass wir beim dritten Film wieder, sage ich mal, so unterschiedliche Denkansätze haben, dann muss ich sagen, müssen wir diesen Mann aber mal ganz...