Los geht die wilde Fahrt. Herzlich willkommen bei dieser Podcast-Folge und ich will dich gar nicht lange auf die Folgen spannen. Deshalb lass uns gleich mit unserer gemeinsamen Minute starten. Ich lehne mich jetzt hier entspannt zurück, komme nämlich gerade vom Training und habe genug Liegestütze für heute gemacht. Also, Minute startet, do it now.

Amen.

Ja, schön. Donnerstag, 22. Januar. Und los geht die wilde Fahrt sozusagen. Ich hatte gestern eigentlich Trainingsauftakt beim Fußball. Der ist ja dann ausgefallen und hatte dann selbst Tennis-Training. Und ich glaube, dann hatte ich heute so einen wirklich erhellenden Moment für mich selbst, was Training, Fußball und Tennis anbetrifft, und was das mit dem Thema Nachfolge zu tun hat. Dass da jetzt bei mir der Groschen gefallen ist, dass bei mir der Groschen gefallen ist.

Das ging mir heute so durch den Kopf, dass mir das heute so bewusst wurde, dass sich meine Rolle verändert hat. Dass sich meine Rolle beim Fußball verändert hat. Fußball macht mir nach wie vor total viel Spaß, komme gerade auch vom Training. In der neuen Rolle, in der Trainerposition und nicht mehr als Spieler. Das hing mir ja jetzt immer noch so ein bisschen nachgedanklich, wo ich denke, Mensch, kann und will ich vielleicht nicht doch nochmal spielen. Ja, ich habe einen Kreuzbandriss, aber will ich es mir nicht nochmal beweisen, dass es doch noch geht. Ich bin ja noch keine 50, werde ja erst 44 dieses Jahr und das muss ja noch gehen. Und dann ist gestern das Training ausgefallen und ich war ja sowieso beim Tennistraining.

Und mir Tennistraining gestern sehr viel Spaß gemacht. einmal mit den Leuten natürlich und weil ich aktiv was mache und weil ich mit einem, Teampartner beim Tennis mich auch gleich nochmal für nächste Woche verabredet habe und mich da richtig drauf freue, habe ich richtig Lust drauf, und der Gedanke ging mir heute nicht aus dem Kopf der ging mir durch den Kopf und deshalb auch nicht aus dem Kopf, genau, und was hat das jetzt mit dem Thema Nachfolge zu tun? Naja, da verändert sich auch was. Du denkst zwar, ich will mein Unternehmen abgeben und irgendwann ist es dann soweit, doch dann verändert sich die Rolle und es ist gar nicht so einfach, das anzunehmen. Und manchmal dauert es einen Moment, bis dann der Groschen fällt und so ist es bei mir auch beim Fußball. Hat sich meine Rolle verändert, von aktiv auf dem Platz, jahrelang der Kapitän, jahrelang Führungsspieler, Leistungsträger, erfolgreich Rekordspieler hier in der Landesliga.

Und dann geht der Weg zu Ende und dann bin ich ja so zum Tennis gekommen über meinen Sohn und hatte ja am Anfang richtig Lust. Dann zwischendurch hatte ich ja so eine Durststrecke, wo ich denke, was ist das für ein Scheiß hier? Ich will was machen, aber so richtig vorwärts geht das nicht. Und vielleicht sollte ich doch nochmal Fußball spielen, da fällt es mir einfacher. Das habe ich 35 Jahre, 38 Jahre gemacht, das kann ich natürlich. Und heute habe ich gedacht, nee.

Ich kann es noch, ja, auf dem Niveau ein bisschen. Ich kann mit meinem Sohn noch spielen. Doch ich will mich gar nicht mehr fit machen, weil ich das ja jetzt auch gemerkt habe. Das ist nochmal wieder eine ganz andere Belastung. Ich war heute dann jetzt auch vorab schon laufen. So, das macht mir Spaß. Gestern Tennis spielen macht mir Spaß. Das ist auch anstrengend. Ja, aber es ist eine andere Belastung. Und da habe ich Lust drauf. Und auf Fußballtraining, also, dass ich selbst noch trainiere, habe ich keine Lust drauf. Ich habe heute zwar mittrainiert eine Runde. Warum? Wir waren heute in der Halle und haben einen Kraftkreis gemacht. Die erste Runde habe ich mir zugeschaut und die zweite Runde hat dann einer gefehlt für ein Pärchen. Dann habe ich gesagt, na komm, ich mache eine Runde mit. Habe ich dann auch gemacht. Deshalb habe ich heute schon meine Liegestütze voll, brauche ich nichts mehr machen. Habe mal verschiedene Sachen gemacht. Lattenschießen, Burpees, Ballläufe, Medizinbälle gegen die Wand. Also verschiedene Sachen.

Ausfallschritte, Liegestütz, Plankposition, Wechseln. Zehn Stationen waren das, immer eine Minute. Dann kurze Wechselpause und dann ging es weiter. Und das hat mir Spaß gemacht. Und ich habe gemerkt, ja, sowas will ich machen. Aber Fußball, das sollen die Jungs spielen. Heute waren auch wieder ein paar A-Jugendliche dabei. Die sind dann 16, 17, 18. So ein anderer Spieler bei uns ja auch 19, 20. Die sind 20 Jahre jünger, die sind halb so alt wie ich. Die sollen Fußball spielen, das ist okay.

Und diese Phase ist für mich Vergangenheit. Das ist mir heute so bewusst geworden. Heute fühlt sich das für mich wirklich wie Klarheit an klar wird es dann vielleicht auch nochmal Zweifel geben, aber nicht mehr so wie ich es jetzt schon hatte, weil jetzt ist mit dem Tag heute 22. Januar 2026 fühlt sich das jetzt so an dass ich sage, ja Fußball ganz klar eine andere Rolle in der Trainerrolle.

Und nicht mehr in der Spielerrolle. In der Spielerrolle bin ich beim Tennis. Und da habe ich einen Trainer.

Und da habe ich Lust drauf. Und sonst mache ich halt noch was für mich. Das ist aber kein Vergleich mehr mit dem Fußball. Da 90 Minuten, das ist eine ganz andere Belastung, als wenn ich da eine halbe Stunde laufen gehe, auch wenn ich ein bisschen Intervalle mache. Das will ich gar nicht mehr miteinander vergleichen. Das 90 Minuten Fußball mit Zweikämpfen und Sprints und Hin und Her und Kopfbällen. Und was ganz anderes. Und da kann ich auch zwei oder drei Stunden Tennis spielen. Das ist eine andere Belastung. Das kann ich auch nicht direkt vergleichen. Und ich habe für mich gemerkt, ich will keine 90 Minuten mehr Fußball spielen. Ich will lieber 90 Minuten oder mehr mal Tennis spielen. Als dass ich da jetzt nochmal trainieren muss und möchte, will. Und so ist es natürlich im Unternehmen auch. Deshalb verstehe ich das ja auch so gut. Und ich kenne das ja auch von meinem eigenen Nachfolgeprozess mit meinem Vater. Auch, wie schwer das Loslassen ist und was das für eine Herausforderung sein kann. Und dass es gar nicht so einfach ist, auch wenn man dann schon was Neues hat, so wie ich mit Tennis. Aber das fühlt sich halt erstmal anders und nicht so einfach, nicht so gewohnt an. Und da das Loslassen so schwer und vor dem Loslassen kommt erstmal das Zulassen. Und ich glaube, wenn ich das jetzt mal so nehme.

Dann war ich vielleicht jetzt immer in der Phase des Zulassens erstmal, dass das vielleicht dann mal anders wird beim Fußball. Ja, und wenn ich noch dicht dran bin und trotzdem eine andere Rolle habe, aber die jetzt nicht mehr, wie gesagt, auf dem Spielfeld ist. Und dann kann ich loslassen, wenn ich es erst zugelassen habe. Das war heute so eine Erkenntnis. Vielleicht kam dann auch noch dazu, dass ich heute wieder ein Unternehmergespräch hatte.

Und da habe ich mich auch sauwohl in der Trainerrolle gefühlt. Das hat einfach Spaß gemacht. Das hat uns beiden Spaß gemacht. Wir haben gelacht. Ich glaube, ich konnte, ja, das liegt mir. Da habe ich Lust drauf, da die Potenziale zu erkennen.

Und die mit den Menschen gemeinsam zu entwickeln, freizulegen, zu nutzen, die Potenziale. Und das hat da im Unternehmen heute echt auch Spaß gemacht. Und ganz am Anfang habe ich zu ihm gesagt, Mensch, mein Konto hat einen Geldeingang verzeichnet, dass die Rechnung bezahlt wurde. Und ich soll liebe Grüße und herzlichen Dank von meinem Konto ausrichten. Hat sich sehr gefreut. Und das fand er dann auch gut. Und vorher habe ich ja immer mir die Frage gestellt, Mensch, kann ich eine Rechnung stellen? Und darf ich das überhaupt? Und ist es das wert?

Und habe mir echt schwer getan, auch Rechnungen zu schreiben und dann auch anzuerkennen, wenn das Geld auf dem Konto eingeht. Und das Geld ging gestern, vorgestern, ich weiß gar nicht mehr genau, gestern glaube ich auf dem Konto ein, habe mir davon gleich ein Screenshot gemacht von der Meldung, menschherzlichen Glückwunsch, Meldung, Geldeingang, habe ich mich richtig gefreut und habe das ihm heute auch erzählt. Wir haben eine positive Rückmeldung, klar, war ja klar, er erhält dafür einen Wert, das hat natürlich auch einen preis und dazu zählt es natürlich auch die rechnung zu schreiben und die dann zu überweisen es hat funktioniert und das aber nicht als selbstverständlich hinzunehmen sondern jetzt einfach auch noch mal danke zu sagen und das war noch mal ein schöner moment als einstieg und dann konnten wir da richtig schön durchstarten für heute.

Wir sind ja gerade in dem Bereich Personen, Prozesse, Profite und jetzt da in die Prozesse einzusteigen und ich will da jetzt nicht zu weit ausholen, du kennst vielleicht die 5S Methode vom Lean, wenn nicht, dann google mal die 5S Methode, das ist so mit dem, wie man im Unternehmen was organisiert, Prozesse und das haben wir heute so ein bisschen abgespeckt erstmal, keine 5S, sondern nur drei in dem Bereich Prozesse und dann in dem Unterbereich Standards, dass wir da hinkommen.

Weil wir haben heute telefoniert und gab natürlich auch mal wieder eine Herausforderung. Im Unternehmen hat was nicht funktioniert. Gab es ein Qualitätsproblem. Okay, und um das zu lösen, da reinzugehen und dann haben wir gesagt, dann nehmen wir die 3S. Er mit seinem Führungsteam erstmal alle Aufgaben zu sammeln. Erstmal zu sammeln, dann im nächsten auch, und das ist ganz wichtig, mal anzufangen, gleich loszulegen. Ich habe auch zum Geschäftsführer gesagt, er soll dann gleich mal zwei, drei Aufgaben dann auch ranpinnen mit Post-its oder wie auch immer. Die erstmal sichtbar zu machen und erstmal nur zu sammeln, erstmal nur hinzu...

Hinzukleben, noch nicht gleich wieder in die Ja-Aber-Falle zu treten. Ja, aber das geht und so und so nicht und ja, aber das macht der und nicht der. Es geht nicht darum. Es geht nur darum, Aufgaben zu sammeln. Noch nicht irgendwelche Verantwortlichkeiten zu machen, noch keine Person zuzuordnen, noch keine Dokumentation in dem Sinne, um da dann zu sehen, okay, wie gehen die Prozesse weiter, sondern erst mal nur die Transparenz in dem Sinne zu schaffen, zu sammeln. Und dann geht es im zweiten Schritt um das Sortieren und Systematisieren. Dann, wenn alles mal gesammelt ist und auch da, jetzt erstmal zu sammeln und dann nicht gleich mit dem Sortieren anfangen, erst sammeln. Und dann ist es da auch so, am Anfang ist die Euphorie groß, dann wird erstmal gesammelt, dann kommen da die Zettel hin und dann passiert vielleicht nach drei Tagen gar nichts mehr. Und dann spätestens eine Woche später, haben wir jetzt auch so vereinbart, Dann nächste Woche nochmal draufzuschauen, okay, was fällt uns noch ein, was fehlt noch. Noch nicht in das Sortieren gehen. Nein, wir sind immer noch im ersten Schritt im Sammeln.

Und wir hatten auch abgesprochen heute, ob ich dazukomme, ob wir es gemeinsam machen oder ob er schon mal anfängt und sein Wunsch war es, dass die im kleinen Team schon mal anfangen, wir uns dann austauschen dazu. Ich sage, ja super und dann gucken wir im nächsten Schritt, wie machen wir das vielleicht auch mal zusammen ein paar Stunden, einen halben Tag, um das mal dann im nächsten Schritt vielleicht auch zu sortieren. zu sortieren. Das ist der zweite Schritt. Und dann auch mal zu gucken, wo gibt es vielleicht Cluster sozusagen, wo man sagt, die Aufgaben können zusammengehören. Und nicht gleich wieder, ja, aber das eine hat jetzt die eine Person gemacht und das andere hat die andere Person gemacht. Ja, das gibt es da nicht. Sondern dann gucken wir erstmal, wie können wir es sortieren und systematisieren. Und vielleicht gibt es dann eben auch Aufgabenveränderungen. Und dann daraus das dann zu standardisieren, um dann die Standards festzulegen, die Prozesse, Abläufe, die dann auch transparent und Verantwortlichkeiten zu machen, das kommt dann alles im nächsten Schritt.

Und bei den 5S ist dann das letzte S, das lassen wir jetzt hier erstmal weg, ist dann die Selbstdisziplin, also dass man dann natürlich auch dran bleibt an den Sachen. Das kommt dann noch, aber so haben wir gesagt, erst mal die drei Aspekte. Sammeln, sortieren und dann standardisieren. Aber das hat halt auch riesen Spaß gemacht. Vielleicht kam das dann einfach auch so zusammen mit der Erkenntnis, die ich so im Unterbewusstsein hatte, gestern Fußballtraining ausgefallen. ich selbst beim Tennis trainiert als Spieler. Und heute dann die Erkenntnis, okay, Fußball passt für mich.

Die Spielerrolle habe ich jetzt losgelassen. Da bin ich jetzt in einer neuen Rolle. Und habe dann dafür beim Tennis die Spielerrolle. Habe da sozusagen die Nachfolge jetzt angetreten. Und das ist eine ganz neue Herausforderung. Das war heute das Spannende an meinem Tag. Und um das nochmal kurz aufzulösen, ich hatte ja gestern gesagt, dass ich der Dame, die für Skatering am Montag gesorgt hatte, gestern Abend noch eine Nachricht geschrieben habe. Und sie hat sich heute Morgen zurückgemeldet und hat sich gefreut. Hat sich nochmal bedankt und liebe Grüße geschickt. Ich hatte ja, Mensch, richtig toll. Ich habe mich gestern Abend gefreut, dass ich das noch gemacht habe. Und sie hat sich dann gefreut über die positive Rückmeldung. Und das war doch schön. So gewinnen wir doch alle gemeinsam. Und das fühlt sich richtig gut an. Soviel für heute. Liebe Grüße, bleib mutig und zuversichtlich, dein Michael.