Nun neigt sich also auch der heutige Tag dem Ende. Ich habe den heute mal Gewinner Sonntag getauft. Gewinner Sonntag. Ja, da gehe ich gleich noch ein bisschen näher drauf ein. Doch vorab, lass uns wirklich mal die Minute nehmen und heute habe ich so für mich überlegt, Mal eine Minute in Dankbarkeit, auch einfach den Erfolg tatsächlich von gestern demütig anzunehmen und damit sozusagen den Gewinner-Sonntag heute abzuschließen.
Also, lass uns starten. Do it now.
Jawoll! Und lass mich mal... Oh, da krieg ich den Timer aus. Hallo!
Stoppen! Ja! Und lass mich einfach mal kurz aufspringen. Ja! Wie Rocky nach einem erfolgreichen Kampf die Hände zum Himmel streckt und sich freut. Und da gab es ja auch eines, Ich weiß nicht, ob das Rocky 3 war, wo er im Schnee trainiert hat. Das passt jetzt auch gerade zu den Wetterumständen. Und so habe ich mich gestern nicht gefreut, als wir den Pokal geholt haben, weil es doch ein deutlicher Unterschied ist. Habe ich so ganz klar für heute für mich reflektiert. Wenn ich da an der Seitenlinie stehe, ja, dann freue ich mich. Aber das ganze Adrenalin vom Spielfeld, das fehlt doch. Also es ist doch ganz, ganz anders, als wenn ich da live dabei war, also so geht es mir jedenfalls, im Spiel da involviert natürlich, mittendrin mit dem ganzen Adrenalin, als wenn ich da am Seitenrand stehe. Das galt für gestern sowohl nach der ersten Auftaktniederlage, kannst du gerne nochmal in dem Podcast von gestern nachhören, als auch nach dem Sieg im Finale oder nach dem Schlussgong im Finale und was wir dann als Sieger feststanden.
Einfach finde ich es viel schöner zu sehen, wie das Team, die Jungs, die Männer, die Spieler sich freuen. Das finde ich cool. Das macht Spaß und das ist für mich ein anderes Gefühl. Und dazu passend habe ich zufälligerweise auch heute eine E-Mail gelesen. Das ist ein Newsletter von gestern. Aber gestern, ich verweise auf die Podcast-Folge von gestern, bin ich nicht dazu gekommen. Ich habe gedacht, das kann ich heute in Ruhe machen. Und es war tatsächlich so. Heute in Ruhe, heute Morgen entspannt aufgewacht. Dann einen kleinen winterlichen Frühspaziergang gemacht mit der Familie, mit Hund. Nochmal so ein paar schöne Schneewehen auf dem Feldweg entdeckt. Zum Glück ist davor schon mal ein Schlepper langgefahren, sodass wir, die Erwachsenen, konnten die Schlepperspuren nehmen und die Kinder die Spuren daneben, wo der Schnee natürlich noch deutlich höher war. Naja, und der Hund hat sich irgendwie durchgekämpft.
Mal mit mehr Freude, mal mit weniger. Und das hat mich dann auch schon an die Rocky-Szene erinnert, als er da durch den Schnee stapft, als er sich auf einen Kampf vorbereitet. Ich würde sagen, das war Rocky 3. Ich erinnere mich aber nicht mehr genau dran. Ja, und dann entspannten Vormittag gehabt, tatsächlich noch wirklich zum Spaß so ein Gewinner-Video gedreht, habe ich gedacht, komm, wie peinlich kann ich es für mich machen und traue ich mich es noch? Bin ich mutig genug? Und ja, bin ich. Und das ist wirklich die Essenz daraus, aus dem Erfolg.
Doch ich habe nicht vergessen, dass ich dir gerade gesagt habe, ich habe in der E-Mail was gelesen und das möchte ich dir jetzt sagen und das passt so gut dazu. Und da steht, loslassen ist nicht Rückzug, es ist Reife. Ja, und ich weiß, es war natürlich für mich auch so schwer, wirklich loszulassen vom Thema Fußball. Als aktiver Spieler hat er zwischendurch schon mal aufgehört, als die Pandemie kam und dann danach wieder angefangen, auch weil ich erst als Co-Trainer wieder eingesprungen bin.
Und da hatte ich noch keinen Kreuzbandriss. Dann habe ich gemerkt, dass mir Fußball, dass ich den vielleicht doch noch brauche und ich dem auch noch was geben kann. Ja, dann habe ich ja da nochmal Spielertrainer von der zweiten gemacht und habe dann auch nochmal bei der ersten ausgeholfen. Ja, und dann, bevor ich dann wirklich meine Schuhe an den Nagel hängen konnte, kam dann eben die Verletzung mit dem Kreuzbandriss. Und das hat dann dazu geführt, dass ich gesagt habe, okay, jetzt hat es ab und zu noch gekribbelt, aber jetzt spiele ich wirklich nicht mehr. Jetzt umgeschwenkt auf Tennis, da kann ich es ein bisschen selbst steuern und muss keine Zweikämpfe mehr machen, doch das wird jetzt sonst ein anderes Thema. Aber ja, und jetzt kam wieder die Anfrage, die Chance, da im Trainerteam zu begleiten als Co-Trainer. Und das ist mir am Anfang natürlich auch schwer gefallen. Und jetzt mit dem Hallenerfolg gestern, ich glaube mit meinem eigenen Erfolg von vor 19 Jahren, im Jahr 2007, als ich das Turnier als Spieler gewonnen habe, was ja nur so ein Spaß-Hallenturnier ist. Also da geht es ja, keine Ahnung, um wirklich Ruhm und Ehre nicht. Ich habe es in dem Video heute gesagt, wegen dem ist jetzt mein Leben nicht anders. Meine Kinder himmeln mich jetzt nicht mehr an und hören und machen alles. Die Katzen scheißen immer noch ins Katzenklo, das ich heute sauber gemacht habe. Und meine Zähne darf ich auch noch selbst putzen.
Also hat sich da nicht groß was verändert und nächste Woche geht es auch für alle mit Training weiter.
Und da ich dann heute Morgen auch in der Zwischenzeit das hier gelesen hatte, Loslassen ist nicht Rückzug, es ist Reife, habe ich gedacht, ja, so hat sich das gestern auf jeden Fall am Spielfeldrand angefühlt. Nicht wie ein Rückzug, sondern wie, dass ich Reife geworden bin. Und dass eben ein neues Kapitel aufgeschlagen wurde. Und ja, ich ziehe da einfach die Parallelen, weil ich da das für mich so einfärbe, dass es eben auch genau das Thema bei der Nachfolge ist. Da übernehmen dann andere auf den Platz und das machen die und das machen die genauso gut noch besser, wie auch immer, die haben gestern gewonnen ich habe vor 19 Jahren, oder wir als Team haben vor 19 Jahren gewonnen, wir als Team haben jetzt gestern gewonnen, und das damit zu beobachten einen kleinen Teil dazu beizutragen fühlt sich gut an und fühlt sich wie Reife an, und vielleicht hat das natürlich auch ein bisschen was mit dem Alter zu tun und mit der Erfahrung, ja. Und so ist es natürlich im Unternehmen und im Nachfolgeprozess auch. Ja, da gehört das verdammte Loslassen dazu und das soll nicht heißen, dass es ein Rückzug ist, sondern ein Thema von Reife und eben eine andere Rolle, eine andere Aufgabe, die man dann einnimmt, übernimmt, in welchem Bereich auch immer.
Und so ist es mir dann heute Morgen auch klar geworden, ich habe darüber nachgedacht, ja, was bringt jetzt so ein Erfolg? Und bin ich jetzt glücklicher? Und ich weiß, was mich dann in dem Bereich glücklicher macht, weil das habe ich jetzt schon in der Vorbereitung erfahren. Weil der mich von der Zeitung angerufen hat, Mensch, ich sollte ein Statement dazu geben und Bismarck hat jetzt schon einmal den Pokal gewonnen. Ich sage ja, im Jahr 2007, da war ich auch dabei. Und da hatte er mir im Vorhinein am Freitag das Siegerbild von damals geschickt. Im Jahr 2007. Ich weiß nicht, ich glaube, da kam gerade das iPhone raus, wenn ich richtig bin. Ja, also da gab es noch nicht Instagram und Facebook und das ganze Zeug so richtig. Ja, ja, so alt bin ich schon. Der hat mir das Bild geschickt.
Und zwölf Leute drauf, mein ehemaliger Trainer, mit dem ich jetzt noch im regelmäßigen Austausch stehe und ein paar Spieler. Ich kenne natürlich noch alle, doch manche jetzt über die Zeit ist man nicht mehr so im direkten Kontakt, aber eine Handvoll noch direkter Kontakt. Und denen habe ich dann gleich das Bild weitergeschickt. Ich habe gesagt, guck mal, Jahr 2007, wir sind nur ein paar Tage älter geworden. Und schon war das wieder, die Antworten, die dann kamen, richtig geil, weil es schon 20 Jahre fast her ist, aber doch einfach die Verbindung noch besteht mit den Menschen. Kann ich mich jetzt noch so genau daran erinnern an die Spiele? Nee. Und dann die Erkenntnis daraus, heute gewohnsam die gewissen Emotionen irgendwie, auch nicht mehr so richtig, doch die Erlebnisse. Mit den Menschen zusammen und dann jetzt nochmal das Bild zu sehen und dann zu sehen, Ja, da war einfach mal was in der Vergangenheit, wo man was gemeinsam gemacht hat, gemeinsam erreicht hat, gemeinsame Erlebnisse geschaffen hat. Und das ist das, worauf es ankommt und genau das haben wir gestern auch gemacht.
Was anderes ändert sich da jetzt aus meiner Sicht, jedenfalls für mich nicht oder für uns alle nicht. Wir werden jetzt nirgends einen Profivertrag kriegen oder haben fürs Leben ausgesorgt, das nicht. Wir konnten unsere Mannschaftskasse ein bisschen füllen, können wir uns da nochmal was Schönes davon gönnen. Und das, was bleibt, ist die Erinnerung, der schöne Moment, die Erlebnisse mit den Menschen zusammen. Wenn man da im nächsten Jahr und dann auch sogar nach 19 Jahren, nach 20 Jahren da nochmal drauf schaut, dass dann die Verbindung noch spürbar ist. Ich glaube, das ist für mich auch so ein Stück weit das, was den Erfolg ausmacht. Ja, sicherlich gibt es auch sonst mal materiellen Erfolg, das man erreichen will, finanziell. Und ganz oft hört man das auch, wenn dann irgendjemand mal einen großen Sieg, weiß ich nicht, im Fußball eine deutsche Meisterschaft, einen Champions-League-Sieg erreicht, dass man dann denkt, dann ist man fürs Leben glücklich und so oft merken die dann auch, ja okay, jetzt haben sie darauf die ganze Zeit hingearbeitet, das Ziel erreicht und so groß anders ist es dann auch nicht, dass man vor Glück nicht mehr ins Schlaf kommt und aus dem Grinsen nicht mehr raus. Das ist es nicht, weil auch da geht es genauso weiter.
Weil das Leben einfach auch weitergeht und so auch für uns nächste Woche ist wieder Training und heute haben wir schon in der Trainergruppe wieder geguckt wie planen wir die nächste Woche also der Erfolg, ein schönes gemeinsames Erlebnis, und das finde ich so toll und deshalb will ich auch, ein gemeinsames Erlebnis mit dem Messdorfer Vollmond Ultra schaffen am 1. Mai 2026, um genau das miteinander zu verbinden. Emotionen.
Sich anstrengen müssen, auch mal leiden, gemeinsam Spaß zu haben und gemeinsam was zu erreichen und auch zu erleben. Und das haben wir gestern gemacht. Und deshalb habe ich das dann heute Gewinner Sonntag genannt. So, was war sonst? Ein bisschen heute einen entspannteren Tag. Heute Abendessen noch essen gewesen bei meiner Mutter, die war heute Geburtstagskind. Ja, auch da die gemeinsame Zeit zu haben, um dann das jetzt auch heute hier festzuhalten. Einfach zu sehen, ja, was ist wichtig im Leben. Und da gehört der Tag gestern dazu und der war saumäßig anstrengend einfach. Da habe ich ja gestern erzählt, von morgens bis abends da die ganze Zeit und natürlich auch immer zu überlegen, wie geht man damit um nach jedem Spiel, wie bereitet man aufs nächste vor, was erwartet dann einen in dem Spiel, gibt es ja auch Höhen und Tiefen, eigene Tore, Gegentore, kommt alles zusammen, vergebene Chancen.
Und dann abends einfach glücklich ins Bett zu gehen. Das war gestern so und heute auch. Da freue ich mich drauf, jetzt da zu regenerieren und dann morgen wieder weiter zu machen. Die nächsten Erlebnisse zu sammeln, zu gucken, wie können wir Siege erreichen, wie gehen wir mit Niederlagen um. Dass wir da auch sagen können, wir gewinnen gemeinsam. Und ja, jetzt steht am nächsten Wochenende nochmal ein Hallenturnier an. Und klar, jetzt denkst du natürlich, okay, bei drei warst du schon erfolgreich. Jetzt willst du es beim vierten natürlich auch noch hinkriegen. Und dann schauen wir mal, wie es dann ist. Hinterher sind wir wieder schlauer, das gilt auch für das. Jetzt erstmal danke dir auch an dieser Stelle nochmal wieder fürs Dabeisein. Heute schon elfter Tag in Folge. Als ich das gerade vorhin gesehen habe, habe ich gedacht, ja, komm, 14 Tage am Stück. Das kriegen wir hin.
Solange alles mitspielt und davon gehe ich jetzt erstmal aus, vielleicht auch das was, das kam mir auch noch in den Sinn, mein Jahresmotto ist ja do it now, das ist das eine und noch getragen von Zuversicht und vielleicht hat sich das auch gar nicht bewusst, doch bei mir schon unterbewusst so ein bisschen verankert, dass ich gestern nach dem ersten Spiel und nach der Auftaktniederlage gesagt habe, okay komm ich bin weiterhin zuversichtlich und ich kann es dir nur sagen, Ich habe es tatsächlich nach dem Spiel auch gesagt. Ich wollte schon zur Kabine wieder raus. Ich sage, wisst ihr Männer, wenn wir nachher hier im Finale stehen und das Ding gewinnen, dann fragt keiner mehr, wie wir das erste Spiel gespielt haben.
So, und später zu dem Reporter habe ich gesagt, ja, und falls wir das Ding hier gewinnen sollten, dann können wir das als Einstieg nehmen und sagen, Mensch, das war alles taktisch so vorbereitet, dass wir erstmal die anderen in Sicherheit wiegen wollten. So war es natürlich nicht. Aber so ist das, gehören auch mal Niederlagen dazu. Und unser Gegner gestern im Finale, der hatte auch nur eine Niederlage. So, aber das war halt die finalen Niederlage. Wir hatten unsere Niederlage im ersten Spiel, da hat sie noch nicht so viel ausgemacht. Ja, also auch das ist ein ganz großer Unterschied. Nicht Niederlage ist nicht gleich Niederlage und Sieg ist nicht gleich Sieg, sondern manchmal kommt es eben auch auf die Momente an. Und da hatten wir den besseren Zeitpunkt der Niederlage und den besseren Zeitpunkt für den entscheidenden Sieg im Vergleich zu unserem Finalgegner gestern. Also, lasst mich das heute nochmal abschließen mit Danke, wir gewinnen gemeinsam. Liebe Grüße, bleib mutig, dein Michael. Loslassen ist nicht Rückzug, es ist Reife, das nochmal gerne. Und welchen Schritt kannst du da heute als erstes tun? Do it now.