Du kannst mir erzählen, dass es Zufall ist oder dass es einfach so sein sollte und das ist schon verrückt. Herzlich Willkommen beim Sonntagsschuss Nummer 8. Hier bei Firma Fußball Familie, deinem 15 Minuten Kick für mehr Mut, Klarheit und Energie. Auch in deinem Leben, auch wenn es mal nicht so läuft. Und ich bin Michael Metzger und ja nicht nur Nachfolgetrainer, sondern auch Co-Trainer beim Fußball und es kann ja kein Zufall sein, dass wir gestern unser letztes Saisonspiel in diesem Jahr hatten, letztes Auswärtsspiel und wenn du hier schon länger dabei bist, dann weißt du ja auch, dass wir jetzt gerade nicht so eine Erfolgsserie hatten, sondern schon so ein paar Niederlagen in Folge. Letzte Woche unser Spiel ist ausgefallen, sodass es jetzt gestern nochmal die Chance gab.
Versöhnlich in die Winterpause sozusagen zu gehen. Und ja, falls du schon bei den sozialen Medien, ob es TikTok, Instagram oder LinkedIn ist, dann kennst du vielleicht das Ergebnis schon von gestern. Und deshalb ist es kein Zufall, dass heute Sonntagsschuss Nummer 8 kommt. Nummer 8, weil die Zahl 8 war auch gestern eine prägende Zahl beim Endergebnis. Warum? Weil es 8 zu 0 ausging. 8 zu 0. Das bedeutet, eine Mannschaft hat 8 Tore geschossen und die andere Mannschaft entsprechend hat 0 Tore geschossen. 8 zu 0. Sonntagsschuss Nummer 8. Heute am Sonntag, den 14. Dezember.
Ja, 8 zu 0 haben wir auswärts verloren und damit unsere Serie von 6 Niederlagen in Folge vollgemacht. Und dadurch, dass wir jetzt gestern noch 8 Gegentore bekommen haben, 1 weniger hätte gereicht, dass wir nicht auf dem Abstiegsplatz stehen. So haben wir gleiche Punktzahl, schlechteres Torverhältnis. Bedeutet, wir sind jetzt gestern auch noch auf einen Abstiegsplatz nach unten gerückt und das ist vielleicht sogar ganz gut, denn sonst hätten wir noch uns darüber hinweg getäuscht, naja, dass wir ja nicht auf einem Abstiegsplatz stehen, und mit dem Ergebnis gestern.
Sind wir nicht mit einem positiven Erlebnis in die Winterpause, sondern mit einem weiteren Negativerlebnis in die Winterpause. Jetzt gegangen und klar, da gilt es natürlich, sich Gedanken zu machen. Mut, Klarheit und Energie scheint ja jetzt gerade nicht so vorhanden zu sein, sondern erstmal die Klarheit zu schaffen, woran liegt es jetzt, was können wir entsprechend machen, um dann natürlich auch wieder neuen Mut und neue Energie zu schöpfen. Und vielleicht entsteht ja die Energie gerade aus der Angst heraus, dass es nicht so läuft. Denn die Frage ist ja wirklich, was kann im schlimmsten Fall passieren? Es geht hier um Fußball und das ist natürlich ein Teil vom Leben, ist ja logisch und das hat auch ein Stück weit Auswirkungen auf die anderen Bereiche, ob es dann Firma oder Familie ist oder könnte haben, im Positiven wie im Negativen.
Oder sollte es man gar nicht an sich so ranlassen, weil was kann im schlimmsten Fall passieren? Es ist nur Fußball die schönste Nebensache der Welt man steigt ab und da sind schon ganz viele andere Mannschaften abgestiegen und gut, wir jetzt in dem Fall schon lange nicht mehr, weil wir schon lange in der Liga spielen, und doch könnte das möglich sein und das ist schon das Schlimmste, was passieren kann und daraus den Mut zu schöpfen es kann gar nichts passieren und daraus neue Energie, wieder für sich zu gewinnen und umzuwandeln aus der Frustration jetzt, aus dem Ärger, sagen, Mensch, wir können es besser, wir können es mit Sicherheit besser. Nur es gilt es dann eben auch, das auf dem Platz zu zeigen. Da hilft die ganze Theorie nicht und wenn und aber und hätten wir da in letzter Minute nicht noch ein Gegentor gekriegt und hätten wir die Chance noch reingemacht und hätte da der Schiedsrichter nicht gepfiffen zu einem Elfmeter oder hätten wir da in der letzten Minute das Gegentor verhindert, dann würden wir jetzt anders dastehen. Doch die Frage ist, wie ist die Realität? Und die Realität sagt aus, wir haben gestern 8 zu 0 verloren. Das ist natürlich auch klar, meine höchste Niederlage als Trainer. Ich weiß, ich habe im Männerbereich mal 9 zu 1 verloren. Nur da war der Gegner deutlich, deutlich besser. Und gestern war der Gegner natürlich auch besser, kann man gar nicht anders sagen. Ja.
Doch das war nicht vergleichbar mit dem Spiel, das ich da schon mal hatte. Und jetzt gilt es ja die Frage, was macht man jetzt daraus? Was sind jetzt die Erkenntnisse daraus? Im Trainerteam, in der Mannschaft, im Verein gemeinsam zu schauen, was können wir uns entsprechend tun? Denn Flinte ins Korn werfen, die Segel streichen, Lothar Matthäus würde sagen, den Sand in den Kopf stecken. Was bringt das?
Jetzt gilt es doch zu gucken, okay, wie kommen wir da wieder raus. Wir haben uns jetzt ein Stück weit ins Loch manövriert, haben vielleicht nochmal ein bisschen gebuddelt. Jetzt geht es darum, nicht weiter zu buddeln, sondern zu gucken, okay, wie kommen wir jetzt aus dem Loch wieder raus. Und es geht sicherlich nicht so einfach. Und es geht sicherlich jetzt auch nicht dadurch, dass wir alles übertreiben und meinen, jetzt müssen wir alles überspitzen und jeden Stein umdrehen. Und alles auf links drehen, nee, sondern schon gucken, okay, was hat funktioniert, was hat auch nicht funktioniert und die Klarheit zu gewinnen, wo wir jetzt stehen. Wir schießen deutlich zu wenig Tore, weil wir einfach auch natürlich und dazu noch deutlich zu viele Tore bekommen. Also so eine Gemengelage, wobei das jetzt negativ aussieht, zu wenig Tore schießen, zu viele Tore kassieren. Wenn man nicht so viele Tore schießt, sollte man auch schauen, dass wir nicht so viele Gegentore kassieren. Das hat jetzt nicht funktioniert und da war jetzt das 8 zu 0. Ich sage das jetzt auch schon so, das ist von gestern. Ich kann es gar nicht so richtig greifen. 8 zu 0, wenn man mal 3 zu 1 verliert, das kann ich mir irgendwie noch vorstellen. Das ist noch greifbar, aber so ein 8 zu 0, beziehungsweise aus meiner Sicht ein 0 zu 8, ist gar nicht so richtig greifbar.
Und ist es jetzt gut, dass die Winterpause ist? Vielleicht ja, vielleicht nein, wie auch immer. Wir können es ja sowieso nicht ändern. Das ist jetzt der aktuelle Stand, also die Klarheit. Jetzt Gewinn, auch in den nächsten Tagen und Wochen. Der Trainerkollege macht sich natürlich auch Gedanken, wie geht es jetzt weiter, was haben wir für einen Anteil? Und ich sehe es jetzt so auch, dass wir sagen, 100% der Verantwortung liegt bei uns insgesamt, im Trainerteam, in der Mannschaft, im Verein. Nein, wir haben 100% Eigenverantwortung für die Situation, in der wir sind. Und das finde ich so das Schöne daran. Das bedeutet natürlich auf der anderen Seite auch, dass wir 100% dafür verantwortlich sind und das in der Hand haben, das wieder in eine andere Richtung zu bringen. Ich habe es gestern schon gesagt, na klar, wenn wir jetzt die nächsten drei Spiele gewinnen, Wobei es erst wieder im Februar losgeht. Dann sieht es natürlich ganz anders aus. Doch das hinzukriegen, die Freiheit zu haben, der schwere Rucksack jetzt, die Steine, die da drin sind, umzudrehen, rauszunehmen aus dem Rucksack, damit es leichter wird, damit wir da einfach frohen Mut, wie man so schön sagt, und mit neuer Energie in die Vorbereitung gehen und dann einfach alles reinhauen. Und gar nicht übertreiben, jetzt im Training auch zu denken, Mensch, jetzt müssen wir doppelt so viel trainieren. Bringt das was? Nee, ich glaube nicht.
Und eine gute Balance zu finden, auch zwischen Anspannung und Regeneration, Entspannung und Spaß. Und ja, ich bin schon davon überzeugt, dass eine Grundleistung und Leistungsbereitschaft auch dazugehört und das dann auch wieder mehr Spaß macht. Auch klar, wenn man mal sich ein bisschen quält, das habe ich heute gemerkt. Ich war heute morgen laufen, auch dazu habe ich schon ein kleines Video gemacht. Und das ist für mich immer so eine Therapie. Laufen ist meine Therapie, habe ich heute morgen so den Gedanken im Kopf gehabt. Weil da bin ich erstmal bei mir und heute zwei Stunden Halbmarathon. Ich war ja letzte Woche ein bisschen kränklich, deshalb wollte ich es nicht übertreiben. Bin zwischendurch auch mal einen halben Kilometer gegangen. Da kriege ich den Kopf frei, weil ich mich dann auch für den Moment konzentrieren muss. Manchmal schweifen die Gedanken ab, ob es in dem Bereich Firma, auch Fußball natürlich oder Familie ist. Und manchmal denke ich in dem Moment gar nichts, weil ich da mich auf mich konzentrieren muss, den nächsten Schritt zu machen, den nächsten Kilometer zu überstehen. Da einfach mich auf den Moment zu konzentrieren. Mein Hund war heute auch mit, für den war das dann richtig entspannt. 20 Kilometer hat er auch durchgehalten, 21,4 waren es insgesamt in einer Stunde 58.
Zwischendurch bin ich, als ich gegangen bin, hat mich dann auch mein Sohn angerufen, der war heute Morgen wach oder ist wach geworden als erster. Ich sage, na komm mir doch ein Stück entgegen mit Fahrrad, ziehst du dich an und hat er dann auch gemacht. Ist er mir entgegengekommen und dann sind wir die letzten vier Kilometer zusammen. Das war auch schön, sonst hätte ich mir auch schwerer getan, ohne ihn dabei zu haben. Dann war das doch wieder gleich ein bisschen Ablenkung. Ja, und davor die Stunde 45 hatte ich einfach für mich, war ich mit meinem Körper, mit meinem Kopf und mit meinen Gedanken alleine. Und am Ende habe ich mich leer gefühlt, sowohl im Kopf als auch im Körper. Und das ist doch ein schönes Gefühl, mich dann hinzusetzen und zu gucken, fünf Minuten später, wie komme ich wieder hoch? Unter die Dusche zu springen? Nee, mich unter die Dusche zu schleppen ist das Richtige. Schön zu duschen und dann gemeinsam zu frühstücken. Richtig herrlich. Sehr schöner Morgen und dann habe ich gedacht, ach, das habe ich mir doch jetzt auch verdient, mich danach ein Stück weit auszuruhen. Habe mich ins Bett gelegt und dann ging es gar nicht darum, dass ich schlafe, sondern mich einfach entspannt ein bisschen hinlegen, zur Ruhe kommen, bewusst ein bisschen atmen.
Und dann lag ich da so und habe für mich gedacht, ja, darf ich das jetzt? Und was könnte ich sonst jetzt alles schaffen? Und ich kann mich doch jetzt hier am Sonntagvormittag, weiß nicht was es war, 10.30 Uhr ungefähr, halb elf, hier hinlegen und einfach nichts tun. Das geht doch nicht. Obwohl ich ja vorher laufen war, 21,4 Kilometer in knapp zwei Stunden.
Wie schwer es mir dann gefallen ist dann mir auch mal die Zeit für die Regeneration zu nehmen und das ist glaube ich ganz wichtig in allen Bereichen und jetzt auch im Fußball, weil es ja da auch wenn es gerade nicht so läuft, trotzdem haben sich ja alle versucht im Bestmöglichen anzustrengen also gestern war es ja trotzdem 90 Minuten wir haben ja nicht nur 9 Minuten gespielt, sondern es ging 90 Minuten, das Bestmögliche, was halt gerade drin war und das ist eine 8 zu 0 Niederlage ja Ja, es war ja nicht, dass wir uns dann so richtig geschont haben, sondern jeder hat schon versucht, aber ging halt gerade nicht so richtig. Ja, funktioniert halt nicht, ist so Sand im Getriebe. Und dann läuft es halt schwer und man muss sich mehr anstrengen und es geht trotzdem nicht mehr. Und so war das heute Morgen bei mir auch. Ich habe mich ja da nicht ausgeruht. Ich bin ja nicht die 20 Kilometer mit Auto gefahren, sondern ich bin gelaufen, mal ein bisschen schneller, mal ein bisschen langsamer. Ja, mal bin ich auch gegangen, okay. Und doch habe ich mich angestrengt. Und das ist ja dann auch okay. Und dann darf ich und ich sage sogar muss ich danach auch mal die Entspannung bewusst annehmen. Und deshalb habe ich gemerkt, dass mir das richtig schwer gefallen ist, mir selbst zu erlauben, dass ich das jetzt machen darf. Und.
Möchte einfach entspannt hinzulegen. Und ja, auch wenn mal die Kinder reinkommen und was von einem wollen, ist ja okay. Ich kann ja mit denen sprechen, aber ich wollte mir einfach für den Moment mal ausruhen und mir das erlauben. Und da habe ich gemerkt, das war die halbe Stunde genau vom Kopf her fast genauso anstrengend. Oder vielleicht zwischendurch sogar noch anstrengender als zwei Stunden laufen. Und dann ja, Leistung, Leistung, Leistung, das wird honoriert. Und für die Leistung ist manchmal eben auch die Entspannung wichtig und die gute Mischung zu finden. Ich glaube, das ist auch ein wichtiges Kriterium für die Rückrunde dann jetzt, wenn wir Mitte Januar wieder mit dem Training anfangen, damit es dann Ende Februar losgehen kann mit der Rückrunde, um zu gucken, das Bestmögliche da rauszuholen und mal Ergebnisse, Leistung auf den Platz zu bringen, damit es danach auch in den Ergebnissen stimmt, damit wir da unten aus dem Keller wieder rauskommen.
Und das finde ich ganz spannend, das jetzt auch anzugehen. Da bin ich weit weg davon, die Flinte ins Korn zu werfen. Ich muss das jetzt natürlich auch nicht immer haben. Doch jetzt zeigt sich ja auch, okay, was lernen wir jetzt daraus? Wir gewinnen gemeinsam, sage ich immer so schön. Und da gehört das eben auch dazu. So bitter, wie es ist, auch wenn alle immer gerne hätten, dass wir natürlich alle Spiele locker 5 zu 0 gewinnen. Doch so funktioniert es selten. Es gibt eben auch so andere Phasen. und dann gilt es daraus gestärkt hervorzugehen. Wie mit jeder Krise im Unternehmen auch. Und das kann ich natürlich auch. Und habe dann so für mich überlegt, ja, es hat schon einen Grund, warum ich den Posten angenommen habe. Und wenn ich gefragt bin, dann jetzt.
Denn wenn alles einfach und schön und toll läuft, ich glaube, dann bin ich der Falsche. Und wenn es mal ein bisschen hakt und ein bisschen Sand im Getriebe ist, ob es im Fußball ist oder im Unternehmen, wo ich nicht genau weiß, wie geht es weiter, natürlich auch entsprechend bei der Unternehmensnachfolge. Dann bin ich richtig, weil da verschließe ich nicht die Augen und scheue mich nicht davor, sondern dann gilt es da ranzugehen und da freue ich mich schon drauf. Auch wenn es jetzt wirklich bitter ist, daraus neuen Mut und neue Energie zu schöpfen. Da bin ich auch der Mutmacher sozusagen und das darf ich mir natürlich manchmal auch für mich selbst sagen. Manchmal braucht man eben auch noch so einen externen Impuls, wie heute mit meinem Sohn, der mir dann Mut gemacht hat auf den letzten vier Metern, sonst wäre ich da sicherlich ein bisschen langsamer gewesen, nochmal zu sagen, okay, komm, jetzt übertreibe ich es nicht, darum geht es ja gar nicht, sondern ich bleibe da jetzt dran, war er heute mein Trainer und so möchte ich das gerne auch für die Mannschaft, für das Team sein und auch für meinen Trainerkollegen für die Rückrunde.
Und ja, ich kann das so sagen. Ich freue mich drauf. Tatsächlich. Und deshalb passt es ja so gut. Leider Gottes. Aber wenn es so sein sollte, dann sollte es eben so sein. 0 zu 8. Ja, Sonntagsschuss Nummer 8. Super. Besser geht es nicht, wenn ich dann beim nächsten Mal Sonntagsschuss Nummer 9 mache. Dann passt es ja nicht, dass ich dann wieder ein Spiel hatte. Aber irgendwann dann vielleicht mal wieder. Wenn es dann Sonntagsschuss Nummer 13 ist und wir dann Auswärtsspiel 1 zu 3 gewinnen also 3 zu 1 dann in dem Fall dann ist es doch auch okay dann nehme ich das gerne mit, bis dahin gilt es jetzt erstmal die Vorweihnachtszeit zu genießen einen schönen Jahresausklang zu haben in allen Bereichen in der Firma, in der Fußball, in der Familie das wünsche ich dir natürlich, und vielleicht gibt es ja auch nochmal die ein oder andere Podcast-Folge davor, wer weiß Ansonsten vielleicht auch nochmal das ein oder andere Video oder einen Beitrag. Schau gerne vorbei auf LinkedIn, auf Instagram, auf TikTok. Irgendwo wirst du mich schon finden. Freue ich mich drauf. Dir eine schöne Vorweihnachtszeit. Liebe Grüße. Bleib mutig. Dein Michael.